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Filmreview: „Machete Kills“ (2013)

Machete-Kills-2013
 
 
 

MACHETE KILLS

Story

 
 
 
Machete (Danny Trejo) wird auf Bitten des US-Präsidenten (Charlie Sheen, bzw. Carlos Estevez) nach Mexiko gebracht, wo er einen psychopathischen Gangsterboss darin hindern soll, eine Atomrakete auf die amerikanische Hauptstadt abzufeuern …
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Kritik

 
 
 
Als die Regisseure ROBERT RODRIGUEZ und QUENTIN TARANTINO die liebenswerte Hommage an die schäbigen US-Erwachsenenkinos der 70er und 80er Jahre unter dem Titel GRINDHOUSE (2007) in die Lichtspielhäuser brachten, dürfte vermutlich keiner der beiden geahnt haben, welchen neuen Kult sie damit auslösen würden. Während sich das Double-Feature bestehend aus DEATH PROOF und PLANET TERROR nur schleppend in den Kinos behaupten konnte und nicht den Erfolg an den Kassen generierte, den man sich gewünscht hätte, kamen die Streifen wenig später in Europa getrennt voneinander auf die Leinwände und alles wurde gut. Besonderes Augenmerk galt jedoch einigen stilecht umgesetzten Trailern nicht existierender Horrorstreifen, die ebenfalls in den Vorstellungen gezeigt und von bekannten Genregrößen wie ELI ROTH oder ROB ZOMBIE umgesetzt wurden. Die schmuddeligen Werbefilmchen gefielen vielen Zuschauern so gut, dass ein Aufschrei durch die Filmgemeinde ging, mit der Bitte doch diesen Clips richtige Leinwandauftritte folgen zu lassen. Gesagt getan – drei Jahre später erschienen die Spielfilmumsetzungen des ersten beiden Fake-Trailers: HOBO WITH A SHOTGUN und MACHETE. Für letzteren nahm RODRIGUEZ erneut auf dem Regiestuhl Platz und erntete mit der vollkommen überzogenen Actionhatz ausreichend Lob unter Liebhabern deftiger Kinounterhaltung. Finanziell war MACHETE ein Erfolg, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis eine Fortsetzung nachgeschoben werden musste. MACHETE KILLS heißt der neue Filmspaß und schließt direkt an die Geschehnisse des Vorgängers an. RODRIGUEZ ist auch diesmal wieder als Filmemacher am Start und hat eine beachtlich prominente Cast um sich scharen können. DANNY TREJO, der mit Filmcharakter MACHETE CORTEZ die Rolle seines Lebens erhalten haben dürfte, wird mit ausreichend Starpower unterstützt. An seiner Seite waten erneut bekannte Größen der amerikanischen Traumwerkstatt durch Liter von tiefrotem Filmblut. Wie bereits im Teil zuvor bekommt der Zuschauer ein Who-is-Who Hollywoods vor die Linse. So gibt’s Starauftritte von ANTONIO BANDERAS, MEL GIBSON, CHARLIE SHEEN und sogar LADY GAGA zu sehen, wobei die Sängerin offenbar nur in den Film „gelockt“ wurde, um MACHETE KILLS auch einem jüngeren Publikum schmackhaft zu machen, lässt sich doch mit einer derartigen Popikone zusätzlicher Umsatz generieren. Der extrovertierte Popstar hat, trotz pompösem Auftritt, gerade einmal rund drei Minuten Screentime, was bei Fans der Künstlerin für Enttäuschung sorgen wird, wurde doch mit der GAGA im Vorfeld ausgiebig auf Filmplakaten geworben.
 
Der Anfang der Fortsetzung wird mit dem Mord an Machetes Geliebten Sartana Rivera (JESSICA ALBA) eingeläutet. Die wird während der Festnahme einiger korrupter Waffenhändler von einem maskierten Unbekannten durch einen heimtückischen Kopfschuss in die ewigen Jagdgründe beförderte. Damit Machete (DANNY TREJO) nicht allzu lang zu trauern hat, wird er kurzerhand in das Weiße Haus geladen, wo er vom US-Präsidenten (CHARLIE SHEEN) höchstpersönlich zum amerikanischen Staatsbürger deklariert wird, insofern er nach San Antonio reist und dort Marcos Mendez (DEMIAN BICHIR) ausradiert. Der mexikanische Gangsterboss und durchgeknallte Psychopath will Washington, D.C. mittels Interkontinentalrakete in die Luft sprengen, was Machete natürlich verhindern soll. Der stille Rächer reist nach Mexiko und bemerkt schnell, dass dort einige skurrile Zeitgenossen hausen, mit denen nicht gut Kirschen essen ist und die auf Machete sowieso nicht gut zu sprechen sind.
 
Alles beim Alten und doch irgendwie nicht. MACHETE KILLS ist ein zweischneidiges Schwert. Die herrlich überzogene Parodie auf Actionfilme und die darin immer wieder auftretenden Klischees und Stereotypen sind auch in diesem Sequel permanent präsent. Der zweite Teil ist ebenso abgefahren, in Bezug auf die mexikanische Immigrationspolitik der Amerikaner absolut giftig und geizt nicht mit extravaganten Splatter-Exzessen. Leider erreicht das Gezeigte bei Weitem nicht mehr die geniale Frische des Vorgängers. Vielmehr mag man in MACHETE KILLS das Gefühl nicht loswerden, man hätte unter dem Druck gestanden, eine Fortsetzung erzwingen zu müssen. Das Geschehen ist zwar erneut vollgestopft mit geschmacklosen Gags und abstrusesten Wendungen; wirklich Neues wird jedoch kaum hinzugefügt und der Unterhaltungswert hält sich zumindest im ersten Teil der Handlung eindeutig in Grenzen. Der stoische und eher wortkarge Einzelkämpfer MACHETE darf auch in seinem neusten Leinwandauftritt zum Schlitzwerkzeug greifen und findet sogar erheblich Gefallen an der überarbeiteten Version seines beliebten Meuchelutensils, das sich nun sogar auf Knopfdruck durchs Fleisch seiner Gegner schneidet. Weil sich MACHETE KILLS jedoch eindeutig mehr auf das Abhandeln diverser Cameos konzentriert und diese bei Weitem mehr Aufmerksamkeit erhalten, als der Titelheld selbst, bleibt der eher talentlose TREJO zwischen all den aufgedrehten Starauftritten seiner Gegenspieler vollkommen blass und unauffällig. Im direkten Vergleich zum Auftritt des (erschreckend gealterten) GIBSON oder BANDERAS agiert TREJO absolut unbeholfen, so dass man ernüchtert feststellen muss, dass TREJO in der Hauptrolle schnell an seine Grenze stößt und der Bezeichnung Schauspieler nicht im Entferntesten gerecht werden kann. Da fragt man sich doch glatt, wie er sich mit nur stupid in die Kamera glotzen durch den ersten Teil mogeln konnte. Immerhin legt RODRIGUEZ ein rasantes Tempo vor, so dass kaum Zeit bleibt, sich über die diversen Mankos den Kopf zu zerbrechen. Es wird sich mit allerhand grotesken Waffen durch den Film geballert, wobei die Albernheiten gegen Ende schon in fast abstruse Sphären driften: MACHETE rettet die Welt, springt auf eine Rakete und düst in den Weltraum, um seinen Kampf gegen das Böse fortzusetzen. Bösewicht VOZ (MEL GIBSON) hat sich kurzerhand ins All abgesetzt und wartet nur darauf von dort aus seine finsteren Machenschaften fortführen zu können. Als ob das nicht alles schon vollkommen bescheuert wäre, bringt RODRIGUEZ mit einem neuen Fake-Trailer das Fass zum Kochen: MACHETE KILLS AGAIN … IN SPACE. Da werden Erinnerungen an den zehnten Teil der berüchtigten FREITAG DER 13.-Reihe und natürlich an die STAR WARS-Trilogie aus der Feder von GEORGE LUCAS wach. Ob der Film jedoch je gedreht werden wird, dürfte fraglich bleiben. Denn bisher brachte das aktuelle Sequel nicht den erhofften Erfolg, denn man sich gewünscht hatte.
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Absurd-blutiger Actionspaß für (fast) die ganze Familie. Leider bleibt MACHETE KILLS hinter den Erwartungen zurück und ist mit seinen knapp 100 Minuten an konstruiert wirkenden Wendungen einfach zu lang geraten. DANNY TREJO entpuppt sich als katastrophaler Schauspieler und die vielen splattrigen Ideen kaschieren gekonnt, dass das Potenzial von MACHETE eigentlich schon nach Teil eins verbraten wurde. Unterm Strich bleibt MACHETE KILLS ist ein mittelmäßiger Film, der eigentlich nicht hätte sein müssen und bei dem bereits im Teil zuvor alles gesagt wurde, was von Interesse gewesen wäre.
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Zensur

 
 
 
Kennste MACHETE, dann kennste auch MACHETE KILLS. Der Gewaltpegel ist dem ersten Teil ebenbürtig. Aufgrund der selbstironischen und vollkommen überzogenen Umsetzung sind die Kills nicht sonderlich hart anzuschauen. Daher wurde MACHETE KILLS ab 16 Jahren ungeschnitten in die Kinos gebracht. Eine FSK16-Veröffentlichung für den Heimkinomarkt war demnach logisch. Die Heimkinofassung ist mit FSK16 vollkommen komplett.
 
 
 


 
 
 

MACHETE KILLS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Machete-Kills-Blu-ray

(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Machete Kills; Russland, USA 2013

Genre: Thriller, Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 108 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes, Deleted Scenes, Trailer und TV-Spots (Bonus zusammen: ca. 42 Minuten)

Release-Termin: 23.05.2014

 
 
 

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MACHETE KILLS – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Machete (2010)

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Filmreview: „Milo und Mars“

Seit nun mehr fast 70 Jahren produziert Disney Zeichentrickfilme für Groß und Klein.

Angefangen mit „Schneewittchen“,  „Pinocchio“, „Bambi“ und „Dumbo“ bis hin in zu neumodischen kassenträchtigen Blockbustern wie „Die Schöne und das Biest“, „König der Löwen“ oder computeranimierte abendfüllende Spielfilme wie „Toy Story“, „Nemo“ und „Die Unglaublichen“.

Kaum vorzustellen, dass Disney auch völlig daneben produzieren und werkeln kann und dabei kommerziell völlig unerfolgreiche Film, neudeutsch genannt „Flops“, veröffentlicht.

Wie im aktuellen Fall mit „Milo und Mars“.

175 Mio. Dollar soll Disney die Produktion diese computeranimierten Zeichentrickabenteuers gekostet haben – nicht mal 30 Mio. hat die Produktion an den Kinokassen eingespielt. Diverse Foren sprechen bereits vom FLOP des Jahrhunderts.

Nach dem katastrophalen Einspielergebnissen in Übersee, hat sich Disney Deutschland demnach dazu entschlossen, die Ausstrahlung von „Milo und Mars“ in deutschen Kino zu canceln und wirft das Werk am 22.September 2011 direkt auf den hiesigen Heimkinomarkt.

Dabei ist die Vorgehensweise Disneys völlig unverständlich. Was in deutschen Kinos funktionieren kann, muss doch nicht auch zwangsläufig in amerikanischen Kinos fruchten. Was in schwedischen Videotheken als Verkaufsgarant gehandelt wird, muss nicht wirklich in Japan weg gehen wie warme Semmeln.

Für mich immer unverständlicher, warum derzeit jedes Animationsabenteuer 3D konvertiert werden muss um überhaupt in den Kinos starten zu können. Bedenkt man, was die Investition in 3D Technik heutzutage kostet. Vielleicht wäre es ein verkraftbarerer wirtschaftlicher Verlust für Disney gewesen, hätte man auf die 3D Konvertierung ganz verzichtet.

Dennoch, warum letztendlich „Milo und Mars“ floppen musste, entzieht sich mir nach wie vor jeglicher Kenntnis, denn „Mars needs Moms“ (so im Original) hat alles was ein spannendes Kinder-Kino-Filmchen haben muss: 2 sympathischen Charaktere, Action satt, geile Effekte, coolen Sound und eine Spannende Story.

Vergleicht man ähnlich gestrickte Filme wie „Der Polarexpress“, oder „Monster House“ so konnte ich keine wirklichen Unterschiede in der Technischen Aufbereitung der Animationen feststellen. Alle besagten Filme wurde mittels „Motion – Capture – Verfahren“ realisiert, was bedeutet, dass echt Schauspieler in verkabelten Anzügen agierten und deren Bewegungen vom Rechner aufgezeichnet und in den fertigen Film eingefügt wurden.

Puristen werden vermutlich die ein oder andere verwaschende Oberflächenstruktur, oder kopfschüttelnd die arg steife Gesichtmimik bemängeln. Alles schön und gut, aber auch andere derartige Produktionen haben ihre Schönheitsfehler – man muss nur genauer hinschauen.

Was können die (vorwiegend jüngeren) Zuschauer von „Milo und Mars“ erwarten?

 

„Milo und Mars“ erzählt die Geschichte des jungen Milos, der nach einem Streit mit seiner Mutter feststellen muss, dass diese von „Marsianern“ zum Planeten Mars verschleppt wurde. Auf dem Mars werden menschliche Mütter benötigt, um deren Qualifikationen und Gedanken in sogenannte Nanny-Roboter zu übertragen, die einzig dazu gebaut wurden, um die Kinder der Marsianer zu erziehen. Leider erfährt Milo dabei schnell das der unfreiwillige menschliche Spender während der Gedankenübertragung sein Leben lassen muss, was Milo natürlich verhindern möchte.

 

Im Grunde genommen, kein schlechtes Thema für einen Kinderfilm.

Fantasiereich, frech und rasant wurde das ganze zusammengeschustert. Auch der typische Disneykitsch fehlt freilich nicht, wenn am Ende Milo doch Einsicht erlangt und seine, zu Beginn verfluchte, Mutter doch wertzuschätzen weiss. Allen erwachsenen Skeptikern sei an dieser Stelle gesagt, lasst euch von den niederschmetternden Rezensionen im Netz nicht beirren. „Milo und Mars“ macht Spass.  Kein tiefgründiges Werk, aber ein Film, der gerade an einem verregneten Sonntagnachmittag Laune verbreitet.

Fazit: 6,5/10 Punkte

Rasanter, actionreicher und frecher „Star Wars“ – Spass für Kinder. Kein Vergleich zu „Toy Story 1-3„, „Nemo“ oder „Die Unglaublichen„. Sieht man über einige wenige Technische Mängel hinweg durften vor allen die Kiddis zwischen 6-12 bestens unterhalten werden.

Hellraiser80