Filmkritik: „Indigenous“ (2014)

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INDIGENOUS

Story

 
 
 
Schöne Menschen finden nach einem Bad unter einem Wasserfall nicht mehr aus dem Dschungel Panamas zurück und landen auf der Speisekarte eines hungrigen Chupacabras (MARK STEGER aus MR. JONES und AT THE DEVIL’S DOOR).
 
 
 


 
 
 

INDIGENOUS – Kritik

 
 
 
Die Kreaturen aus THE DESCENT sind zurück. Statt sich in finsteren Höhlen weit unter der Erde Großbritanniens zu verschanzen, sind sie mittlerweile bis nach Panama vorgedrungen und gehen im dichten Dschungel Mittelamerikas auf Menschenjagd. Spaß beiseite – INDIGENOUS hat freilich nichts mit der gelungenen Höhlenhatz aus dem Jahr 2005 am Hut. Vielmehr scheint sich Macher ALASTAIR ORR Inspiration beim Monsterdesign des britischen Horrorspektakels geholt zu haben und verwendet zudem wesentliche Elemente des schweißtreibenden Überlebensthrillers auch für seinen Horrortrip. Das mag zwar löblich sein und vielversprechend klingen; im qualitativen Vergleich trennen die beiden Streifen jedoch Welten voneinander.
 
 
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Einige amerikanische Touristen verschlägt es für einen Woche von Kalifornien nach Panama, wo neben Strand, Sex und Party auch ein tödliches Abenteuer auf die naiven Freunde wartet. Ein besorgniserregendes Youtube-Video macht neugierig. Darin entdecken die Mittzwanziger einen wimmernden Touristen, der von einem deformierten Wesen im dichten Dschungel Panamas verfolgt wird. Trotz unheilvollen Legenden und Warnungen der Einheimischen begibt man sich zusammen mit einer Ortskundigen zu einem traumhaften Wasserfall in jenem Stück Dschungel von dem Ortsansässige berichten, dass darin ein böser Dämon sein Unwesen treiben soll. Der entpuppt sich als gefräßiger Chupacabra und beginnt mit Einbruch der Dunkelheit die unwissende Truppe zu terrorisieren, um anschließend einen nach den anderen genüsslich zu verspeisen.
 
 
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Starke Nerven werden vorausgesetzt, um INDIGENOUS ertragen zu können. Dieser Horrorfilm gehört zu jener Art von Filmen in denen dumme Protagonisten noch dümmere Dinge tun und den Zuschauer so unbeabsichtigt in den Wahnsinn treiben. Warum machen die das und weshalb verhalten die sich so – wesentliche Fragen, mit denen das Publikum des Öfteren im Film konfrontiert wird, mangelt es doch den sonst so makellosen Helden erheblich an Intelligenz. Das wird vor allem in Momenten der Panik deutlich. Denn wenn es um Leben und Tod geht, schaltet sich plötzlich der Verstand aus. So trennt sich die Gruppe während der Flucht vor einem aggressiven Chupacabra aus nicht nachvollziehbaren Gründen. Und Protagonisten schauen lieber zu, wenn Freunde zermatscht werden, statt das Böse mit kräftigen Asthieben in die Flucht zu schlagen. Das einfältige Drehbuch raubt nicht nur Nerv und Spannung; die Inszenierung wirkt unfreiwillig komisch gerade deswegen, weil sich INDIGENOUS trotz Logikbarrieren weiterhin bierernst nimmt – komme was wolle.
 
 
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INDIGENOUS wurde nach dem amerikanischen Erfolgsrezept für Horrorfilme gedreht. Einmal mehr agieren attraktive Jungdarsteller vor die Kamera, die sich mehr durch Optik und durchtrainierte Körper ins Gedächtnis brennen, statt durch schauspielerisches Können. Die nutzen die ersten dreißig Minuten, um sich nackt in Betten, Seen und an Stränden zu präsentieren. Das mag amerikanischen Kinogängern feuchte Höschen bereitet haben. Hierzulande dürfte die überflüssige Fleischbeschau schnell auf den Zünder gehen. Einerseits drosselt sie nur unnötig das Tempo, andererseits mag man das Gefühl nicht loswerden wollen, als haben man nach Füllmaterial gesucht, damit der Überlebens-Thriller Spielfilmlänge erreicht. Immerhin hält INDIGENOUS, was der Trailer verspricht. Neben schönen Menschen gibt es auch etwas Horror zu sehen. Der lässt lang auf sich warten und kann sein volles Gänsehautpotenzial nicht einmal ansatzweise entfalten. Die Kameraführung ist Schuld und vermasselt das Gruselvergnügen. Im letzten Drittel gerät die nämlich außer Kontrolle und macht sich durch kräftiges Schütteln bemerkbar. Nein, INDIGENOUS ist kein weiterer Found-Footage-Streifen. Vielmehr war man durch hektische Kamerabewegungen bestrebt möglichst viel Panik entstehen zu lassen. Leider sorgt das konfuse Geschüttel nicht für Adrenalin, sondern für Kopfschmerzen. Oftmals lässt sich kaum erkennen, was da auf der Mattscheibe passiert, wird das Folgen der Handlung zusätzlich durch permanente Dunkelheit erschwert. Was sich für den Zuschauer als störendes Stilmittel entpuppt, erweist sich für ALASTAIR ORR als geschickter Schachzug. Der versucht durch schlechte Sicht Defizite im Monsterdesign zu vertuschen. Leider hat Orr nicht mit der Raffinesse des Publikums gerechnet. In Zeiten multifunktionaler Abspielgeräte hat der die Möglichkeit in entscheidenden Momenten die Pause-Funktion seines Blu-ray-Players zu drücken.
 
 
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INDIGENOUS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
THE DESCENT im Dschungel und dennoch nichts Neues an der Horrorfront. Zwar besitzt das Filmmonster eine verblüffende Ähnlichkeit mit den Kreaturen aus genanntem Horrorfilm; dennoch hat INDIGENOUS mit der genannten Höhlenkletterei nichts am Hut. INDIGENOUS ist filmischer Unsinn, der sich trotz Logiklücken bierernst nimmt. Die Charaktere verhalten sich seltsam, die Handlung ist einfallslos und bekannte Horrorklischees rauben dem Film die Spannung. In diesem Überlebensthriller wurmt es gewaltig, was zum Großteil dem unspektakulären Drehbuch zu schulden ist, das mal wieder eine Geschichte erzählt, die man viel zu oft auf dem Bildschirm hatte. Neben mangelndem Spannungsbogen stört zusätzlich das fürs Found-Footage-Genre bekannte Kameragerüttel. In den letzten zwanzig Minuten folgt eine unruhige Kamera den Protagonisten auf Schritt und Tritt durch dichten Dschungel und fängt desaströs verwackelte Bilder ein – und dass, obwohl INDIGENOUS gar kein Found-Footage-Streifen ist. Wer demzufolge keine Kopfschmerzpillen vorrätig hat, sollte sich die Sichtung von INDIGENOUS sparen.
 
 


 
 
 

INDIGENOUS – Zensur

 
 
 
Trotz amerikanischem RATED-R gibt es im Film nicht viel Gewalt zu sehen. Die hohe Freigabe dürfte auf ein paar gut abgelichtete Rundungen weiblicher Protagonisten zurückzuführen sein. Neben einem Knochenbruch, kurze Fressmomenten und einem Körper ohne Kopf gesellen sich diverse Schürf- und Kratzwunden. Zudem sind die meisten Attacken der Filmkreatur so schnell und konfus geschnitten, dass man das Monster in voller Pracht nur selten zu sehen bekommt. INDIGENOUS wird in Deutschland ungeschnitten erscheinen und das mit jugendkonformer FSK16.
 
 


 
 
 

INDIGENOUS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Underneath (2013)
 
The Jungle (2013)
 
The Descent (2005)
 
The Descent 2 – Die Jagd geht weiter (2009)
 
The Cave (2005)
 

Filmreview: „Dark Age“ (1987)

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DARK AGE

Story

 
 
 
Als starker Regen mehrere Dschungelgebiete überflutet, gelingt es einem riesigen Krokodil den Fluss hinaufzuschwimmen, genau zu der Stelle, an der ein kleines Dorf liegt. Nachdem es bereits mehrere Todesfälle gab, muss Tierschützer Steve Harris (John Jarrat) zusammen mit seinen Kollegen ausrücken, um die von dem Dschungelvolk vergötterte Bestie zu töten….
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Kritik

 
 
 
PARAGON MOVIES / MIG haben mit DARK AGE einen ziemlich in Vergessenheit geratenen Film veröffentlicht. Die 1987 entstandene Romanverfilmung wurde von ARCH NICHOLSON inszeniert, welcher, was Tier-Horrorfilme angeht, schon bei Russell Mulcahys RAZORBACK – KAMPFKOLOSS DER HÖLLE (1984) als Regieassistent Erfahrungen sammeln konnte. Auch DARK AGE, welcher NICHOLSONS selbstständig gedrehtes Spielfilmdebüt darstellt, punktet mit recht schönen Aufnahmen des Dschungels. Es ist zu erkennen, dass für einige Szenen ein enorm großer Aufwand nötig war um sie ordentlich in den Kasten zu bekommen. Sogar QUENTIN TARANTINO ist ein Fan des Films und wohnte einer Aufführung von DARK AGE im Jahre 2009 in Sydney bei. Doch leider macht der Film dann doch nicht alles ganz so gut, wie man nun womöglich glauben mag.
 
ARCH NICHOLSON versucht in seinem Film über ein menschenfressendes Krokodil zu oft einen Spagat zwischen Tier-Horror und familienfreundlicher Abenteuerunterhaltung zu schlagen. So beginnt DARK AGE wie ein vielversprechender Tier-Horrorfilm mit flotten Erzähltempo und recht sympathischen Charakteren vor einer schönen Kulisse und endet damit, dass die Hauptcharaktere versuchen das Krokodil vor den bösen Wilderern zu retten. Die gesamte Aktion gegen Filmende erinnert in ihrer Art und Weise ziemlich an das Finale aus FREE WILLY (1993). Natürlich hat DARK AGE keinen dreisten Ideenraub betrieben, schließlich entstand FREE WILLY erst einige Jahre später; trotzdem ist die teils familienfreundliche Inszenierung für einen Tier-Horrorfilm viel zu fröhlich geraten. Derart heitere Elemente werden dann in Verbindung mit recht brutalen Szenen gesetzt, bei denen Protagonisten Körperteile abgetrennt oder Menschen erschossen werden. DARK AGE schreckt sogar nicht davor zurück, ein Kind „on screen“ vom Krokodil fressen zu lassen. Aber selbst in solchen Horror-Szenarien wird kaum Spannung aufgebaut, da die Musik eher suggeriert, dass es sich bei der gerade stattfindenden Szene um ein abenteuerliches Geschehen handelt, statt um spannend und ernst inszeniertes Horror-Kino. Im Mittelteil verschwendet der Film dann etwas zu viel Zeit mit einer Liebesgeschichte zwischen den von JOHN JARRATTS (WOLF CREEK 1+2) und NIKKI COGHILLS (WÄCHTER DER ZUKUNFT) verkörperten Charakteren. Besonders Coghills Figur hätte etwas geebneter angelegt werden können, hat ihre Rolle scheinbar unter ziemlichen Stimmungsschwankungen im Film zu leiden. Während sie ihrem Filmkollegen in einer Szene die Leviten liest und ein schlechtes Gewissen einzureden versucht, ist sie im darauffolgenden Moment schon wieder fröhlich und guter Dinge. Wirklich förderlich sind dem Kroko-Horror die Launen der Filmheldin leider nicht.
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
DARK AGE ist im Endeffekt kein schlechter Film. Gerade wenn man auf Tier-Horrorfilme steht, ist der Streifen definitiv einer der besseren Vertreter des Genres. Aber es gibt leider einige Aspekte, welche die Geschichte um das Mörderkrokodil immer wieder stören.
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Zensur

 
 
 
Die erhältliche DVD zum Film DARK AGE ist hierzulande ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Paragon Movies / MIG

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Age; Australien 1987

Genre: Horror, Abenteuer, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover

Extras: Audiokommentar

Release-Termin: 09.05.2014

 
 
 
PARAGON MOVIES / MIG haben DARK AGE in seiner ungeschnittenen Fassung (FSK 16) hierzulande erstmalig auf DVD unter dem Titel CROCODILE – KILLER FROM THE DARK AGE veröffentlicht. Zuvor ist der Film in Deutschland nur ein Mal von EMBASSY 1987 auf VHS-Kassette erschienen. Die DVD selbst enthält keine Extras, dafür aber ein Wendecover ohne FSK-Logo. Dieses sieht so ähnlich (leider nicht genau) wie das alte Motiv der Kaufkassette aus.
 
 
 

Crocodile – Killer From The Dark Age – Ungeschnitten bei AMAZON auf DVD kaufen

 
 
 


 
 
 

DARK AGE – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Horror-Alligator (1980)
 
Alligator 2 – Die Mutation (1991)
 
Der Mörder-Alligator (1989)
 
Killer Krokodil 2 – Die Mörderbestie (1990)
 
Lake Placid (1999)
 

Filmreview: „The Jungle“ (2013)

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THE JUNGLE

Story

 
 
 
Umweltschützer Larry Black (Rupert Reid) begibt sich mit seinem Bruder Ben und zwei Ortskundigen in den indonesischen Dschungel, um dort eine Dokumentation über eine vom Aussterben bedrohte Raubkatzenart zu drehen. Was jedoch anfänglich als spannende Expedition beginnt, endet nach wenigen Tagen im Fiasko. Denn die vier Expeditionsteilnehmer werden von einer Kreatur verfolgt, deren Begegnung bisher noch kein Mensch überlebt haben soll …
 
 
 


 
 
 

THE JUNGLE – Kritik

 
 
 
Bei THE JUNGLE handelt es sich um einen Tierhorrorfilm, der den Zuschauer ins Dickicht des indonesischen Dschungels entführt. Aber keine Angst, hier haben wir es mit keinem unsinnigen Trash-Werk der Marke ASYLUM zu tun. Hier bekommen wir einen durchweg soliden und gut getricksten Found-Footage-Wackelfilm zu Gesicht. Der Macher hinter diesem Gruseltrip ist ANDREW TRAUKI (THE ABCs OF DEATH – G IS FOR GRAVITY), der im Bereich des Tierhorrors bereits mit einige Male beweisen konnte, dass es nicht immer eines hohen Budgets bedarf, einen effektiven Horrorfilm zu drehen. Neben dem Krokodil-Schocker BLACK WATER (2007) geht auch der Haifisch-Thriller THE REEF (2010) auf sein Konto. Filme, die teilweise durch Crowdfunding finanziert wurden und es schafften, mit eingeschränkten Mitteln ein Höchstmaß an Spannung zu erzielen. Bei Werken des Australiers steht Minimalismus im Vordergrund. Hier finden sich zumeist gewöhnliche Menschen in Extremsituationen und müssen sich standhaft gegen Mutter Natur behaupten. Sein aktueller Überlebens-Thriller THE JUNGLE schließt dabei seine THREE COLOURS RED-Trilogie ab, die im Jahre 2007 mit BLACK WATER begonnen wurde.
 
THE JUNGLE erzählt von den Brüdern Ben und Larry Black (RUPERT REID), die sich 2011 auf eine Expedition in den indonesischen Dschungel begeben. Dort machen sie sich auf die Suche nach einer gefährdeten Leopardenart, die für ein massives Tiersterben verantwortlich gemacht wird. Doch die Einheimischen sind in Aufruhr. Glaubt man ihren Erzählungen, geistert eine obskure Gestalt durch den Dschungel, vor der niemand sicher ist. Von den lokalen Legenden unbeeindruckt, wandelt das Team durch die Wälder und begegnet tatsächlich dem seltenen Javan-Leopard. Doch auch eine ganz andere Bedrohung hat sich an die Fersen der Expeditionsteilnehmer geheftet.
 
Regisseur ANDREW TRAUKI hat auch gleich das Drehbuch zum Survival-Thriller THE JUNGLE geschrieben. Zudem verabschiedet er sich vom üblichen Filmstil der beiden anderen Teile und rüstet um auf BLAIR WITCH-ähnliches Kameragewackel. Für den Zuschauer bedeutet das erneut unkonstante Bilder, hektische Kameraschwenks und ungeplante Totalausfälle der Technik – ganz der Authentizität wegen, soll es sich schließlich bei seinem aktuellen Film, um eine möglichst realitätsnahe Dokumentation handeln. Auf einen Soundtrack wird verzichtet, denn in THE JUNGLE ist die Geräuschkulisse der heimliche Star. Gerade Besitzer einer modernen Heimkinoanlage dürfte das freuen: nicht selten gehen die Schreie der Tiere durch Mark und Bein. Die Geschichte ist dabei Found-Footage-Standard. Die Bedrohung wird Schritt für Schritt aufgebaut und TRAUKI schafft es, durchweg Spannung zu entwickeln. Bereits zu Beginn lässt der Film erahnen, dass die Umweltschützer zwangsläufig auf etwas „Monströses“ stoßen werden, wobei TRAUKI es gekonnt versteht, den Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Haust da wirklich etwas Abnormales zwischen den Bäumen oder ist es doch nur der gesuchte Leopard, der allen Anwesenden des nachts eine Heidenangst einzujagen versteht? Fragen, die THE JUNGLE leider erst in den letzten Filmminuten beantwortet – wenn auch nicht wirklich zufriedenstellend. Immerhin wissen die Protagonisten zu überzeugen. Die agieren reichlich ungekünstelt, auch wenn Hauptprotagonist Larry Black mal wieder einer dieser Einfaltspinsel ist, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Die ersten Anzeichen von Gefahr offenbaren sich durch Relikte schwarzer Magie und abgetrennte Körperteile. Trotz dieser offensichtlichen Bedrohung drängt Initiator Black die Gruppe zum Bleiben. Dass das natürlich dumm ausgehen wird, dürfte jedem Filmfreund einleuchten. Trotz minimalistischer Kulisse und weniger Dollars hat Regisseur ANDREW TRAUKI mit THE JUNGLE einen ziemlich spannenden Thriller geschaffen, der die TRILOGIE DES TERRORS würdig abschließt. Zwar bedient er sich dem zwiespältigen Fake-Doku-Stil im Found-Footage-Format und schwimmt damit auf der gleichen Welle wie so viele unmotivierte Filmschaffende in letzter Zeit, schafft es dennoch das Wackelcam-Konzept so effektiv wie möglich für seinen Film zu nutzen. Zumindest werden Fans dieses Subgenres definitiv auf ihre Kosten kommen. Vor allem schreckhafte Gemüter sollten diesen Schocker meiden, denn Zusammenzucken ist in THE JUNGLE Programm.
 
 
 


 
 
 

THE JUNGLE- Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Einer der spannendsten Wackelkamera-Filme in letzter Zeit. Mit THE JUNGLE beendet ANDREW TRAUKI seine berüchtigte THREE COLOURS RED-Trilogie. Da verzeiht man dem Regisseur gern, dass das Finale einmal mehr im typischen Wackel-Getose mündet und der Zuschauer manchmal kaum noch erkennen kann, was sich da eigentlich vor der Linse tummelt. Freunde des anstrengenden Found-Footage-Stils wird das vermutlich kaum Sorge bereiten, ist THE JUNGLE doch eine „wackelige Angelegenheit“, die einige ziemlich gemeine Schocks parat hält und ungeheuer packend umgesetzt wurde.
 
 
 


 
 
 

THE JUNGLE – Zensur

 
 
 
THE JUNGLE bietet kaum wirkliche Gewaltspitzen. Man bekommt eine abgetrennte Hand zu Gesicht, ein Teambegleiter beklagt einen zerkratzten Arm und wir sehen einen zerfleischten Leoparden. Das alles spielt sich ziemlich jugendfrei ab, so dass THE JUNGLE hierzulande problemlos mit FSK16 in den Handel kommen kann.
 
 
 


 
 
 

THE JUNGLE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blair Witch Project (1998)

The Dinosaur Project (2012)

The Amityville Haunting (2011)

Tape 407 (2012)

V/H/S (2012)

V/H/S 2 (2013)

Paranormal Activity 3 (2011)

Penance – Sie zahlen für ihre Sünden (2009)

The Tunnel (2011)