Filmkritik: „Hayride – Das Massaker“ (2012)

hayride-2012-poster
 
 
 

HAYRIDE – DAS MASSAKER

Story

 
 
 
Ein entflohener Serienkiller verbreitet in einem kleinen amerikanischen Ort Angst und Schrecken. Doch der tapfere Mittzwanziger Steven stellt sich der Killermaschine.

 
 
 


 
 
 

HAYRIDE – Kritik

 
 
 
Ein Hinterwäldler mit Motorsäge in der Hand, macht müde Horrorfans munter. Zumindest verspricht HAYRIDE ein blutiges Filmvergnügen zu werden, wenn man sich das Plakat zum Film betrachtet. Das erinnert an jenen Kultklassiker von TOBE HOOPER, der unter dem Titel TEXAS CHAINSAW MASSACRE besorgte Sittenwächter schlaflose Nächte bereitet hat. Leider ist es im Falle von HAYRIDE mal wieder so, dass das Cover der Heimkinofassung falsche Erwartungen schürt. Darauf wird nämlich vom deutschen Rechteinhaber verheißungsvoll mit einem Massaker geworben. Wer den Film gesehen hat, dürfte enttäuscht abwinken, denn statt versprochenem Blut- und Gewaltreigen, wird Langeweile geboten – und das nicht gerade wenig. In HAYRIDE will Student Steven zusammen mit Freundin Amanda die Verwandten in Süd-Alabama besuchen, um dort ausgelassen Halloween feiern zu können. Die Familie möchte für das beliebte Fest das traditionelle Hayride auf die Beine stellen – eine Art Geisterbahn im Freien mit schaurigen Attraktionen. Leider bereitet ein entflohener Serienkiller Probleme. Der hat nichts anderes im Sinn als die Bewohner des Ortes abzuschlachten. Doch dem mutigen Steven reicht es. Der zeigt der unaufhaltsamen Killermaschine, was eine Harke ist und weist den Mörder in seine Schranken.
 
 
hayride-2012-bild-1
 
 
HAYRIDE ist kein guter Slasher und der Grund dafür schnell erläutert. Regisseur TERRON R. PARSONS ist nicht sonderlich daran interessiert den Zuschauer unterhalten zu wollen. Statt neue Ideen zu entwickeln, konfrontiert er das Publikum mit kaltem Kaffee und hakt die typischen Etappen gängiger Slasherfilme ab, die schon in Carpenters HALLOWEEN Programm waren. Das wird vor allem für jene zur Geduldsprobe, die schon dutzende der mittlerweile unzähligen Filme gesehen haben, in denen maskierte Killer möglichst kreativ ahnungslose Leute ermorden. Spannung kommt da natürlich zu keinem Moment auf, da HAYRIDE (Gesamtbudget: 60.000 US-Dollar) zusätzlich unter einer stümperhaften Inszenierung und unprofessionellen Schnitten zu leiden hat. Überraschenderweise hat der Film in Deutschland eine ganz annehmbare Synchronisation erhalten was verwundert, weil die meisten Low-Budget-Produktionen neueren Datums in der Regel mit Laiensprechern übersetzt werden. Das ist zwar löblich, macht HAYRIDE jedoch nicht besser, der sich über weite Strecken auf gehobenem Amateurniveau bewegt. Das austauschbare Machwerk vergrault selbst den größten Fan dieses Subgenres mit den wohl ödesten Morden der Sasher-Geschichte. Viele böse Szenen gibt es nämlich nicht zu sehen, da die meisten Kills ohnehin im Off geschehen und nur angedeutet werden. Kommt dann trotzdem mal eine Heugabel zum Einsatz, verwundert die behäbige Aura des Filmfieslings. Anders als die Kollegen JASON, FREDDY oder LEATHERFACE mangelt es dem Killer in HAYRIDE an Bösartigkeit. Der meuchelt sich mit einer Gelassenheit durch den Streifen, so dass seine Taten reichlich lapidar wirken. In der Summe sind genannte Mankos kein gutes Aushängeschild für einen Horror-Slasher. Umso mehr verwundert es, dass dem Horror-Indie drei Jahre später eine Fortsetzung spendiert wurde. Die spinnt zwar die Geschichte konsequent weiter, hat aber auch nichts Neues zu erzählen. Immerhin stimmt dort wenigstens Technik und Ausstattung. Vermutlich auch deshalb, weil mehr Geld zur Verfügung stand.
 
 
hayride-2012-bild-2
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
HAYRIDE ist ein langweiliger Slasher mit kaum nennenswertem Blutgehalt. Das auf dem Heimkinocover beworbene Massaker bleibt aus. Stattdessen gibt es einen behäbig agierenden Killer zu sehen, dem es irgendwie an Bösartigkeit mangelt. Demzufolge dürften selbst Fans von Slasher-Streifen reichlich enttäuscht werden, was wohl neben kaum vorhandenem Blutgehalt auch daran liegen mag, weil HAYRIDE nichts Neues zu erzählen hat. Der Film hält sich strickt an die für Slasher bekannten, vordiktierten Filmregeln. Hat man demnach schon mehrere dieser Filme gesehen, will wegen der Vorhersehbarkeit kaum Spannung aufkommen. Wer dennoch ins HAYRIDE-Universum eintauchen möchte, sollte besser die Fortsetzung sehen. Die ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, kann dafür aber auf technischer Ebene überzeugen.
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE – Zensur

 
 
 
Für einen Slasher hält sich HAYRIDE mit der deftigen Filmmomenten zurück. Das Morden hält sich in Grenzen. Wird es für die Gewaltfraktion dann doch einmal interessant, wird nur angedeutet oder im Off geschlachtet. Ein Kehlenschnitt wird angedeutet und die Spitzen einer Mistgabel bohren sich durch eine Hand. In Deutschland gab es dafür eine FSK16. Wegen der Trailershow auf der erhältlichen DVD/Blu-ray ist die Heimkinoveröffentlichung aber erst für Erwachsene geeignet.
 
 
 


 
 
 

HAYRIDE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
hayride-2012-bluray

(c) Maritim Pictures | Edel Germany GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hayride; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 29.01.2016

 

Hayride – Das Massaker [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HAYRIDE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURTES | EDEL GERMANY GMBH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Bates Haunting (2012)
 
Pinup Dolls on Ice (2013)
 
Lost After Dark (2015)
 

Filmkritik: „Evil Undead“ (2009)

the-black-waters-of-echos-pond-poster-evil-undead(1)
 
 
 

EVIL UNDEAD

(THE BLACK WATERS OF ECHO’S POND)

Story

 
 
 
Neun mehr oder weniger Freunde machen Urlaub in irgendeinem Wochenendhaus am See und entdecken dort ein geheimnisvolles Spiel, das ihnen allerdings keinen Spaß, sondern den Tod bringen wird.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Kritik

 
 
 
Regisseur Gabriel Bologna scheint sich für ein Multitalent zu halten…Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur…kann er alles…denkt er zumindest. Mit „Evil Undead“ (oder wie der etwas ungelenkere Originaltitel „The Black Waters of Echo’s Pond“ lautet) aus 2009 beweist er allerdings, dass dem nicht so ist. Bologna hatte seine erste Rolle bereits als Vierjähriger, seitdem war er in 37 Produktionen zu sehen, die sich vorrangig auf Fernsehserien und -filme beschränkten. Was für ein Schauspieler auch immer Bologna sein mag, ein fähiger Regisseur oder vor allem Drehbuchschreiber ist er nicht. Allerdings muss man seinem „Evil Undead“ zugestehen, zumindest über ein paar fähige Mimen zu verfügen (die allerdings fürchterlichen Dünnsinn reden müssen) und für den Gore-Fan einen hübschen Strauß blutiger Splatterszenen bereitzuhalten. Der übliche Haufen oberflächlicher, kiffender, notgeiler und dummdreister Twentysomethings trifft sich – wie originell – im Haus am See, um dort mal ordentlich einen draufzumachen. Einer der kiffenden Idioten findet beim Rundgang durchs Haus ein mysteriöses Brettspiel, das natürlich gleich ausprobiert wird. Blöd ist nur, dass das Spiel über übersinnliche und böse Mächte verfügt, die die Spieler dazu bringen, sich über kurz oder lang gegenseitig an die Gurgel zu gehen.
 
 
evil-undead-2009-bild-1
 
 
Spannend. Oder? Na ja…bei so einer abgewrackten Story-Prämisse nicht wirklich. Die 89 Minuten Filmlaufzeit ziehen sich anfangs ganz schön, denn das erste Opfer gibt es erst nach 48 Minuten zu beklagen. Vorher ist man dazu verdammt, den wie in solchen Filmen üblichen notgeilen Kiffern dabei zuzuhören, wie sie Schwachsinn reden. Besonders enervierend ist hier Barbie-Babe Veronique (Mircea Monroe), die dermaßen dämlich lacht und so einen Müll zusammenredet, dass man sie stante pede erschlagen möchte. Glücklicherweise geht es nach gut der Hälfte des Films endlich mit der fröhlichen Dezimierung der Hohlkörper los. Reihum würfelt man sich eins bei dem knapp 100 Jahre alten Spiel und hält die nachfolgenden Visionen zunächst für marihuanaumnebelte Phantasiegebilde. Als die Kiff-Köppe aber merken, dass sie mittels dieser Visionen / Flashbacks / Halluzinationen Hinweise auf (unangenehme) Wahrheiten bekommen, fangen sie an, Amok zu laufen.
 
 
evil-undead-2009-bild-2
 
 
Damit der Zuschauer (der zugegebenermaßen relativ blöd sein muss, um sich so einen Mist überhaupt anzugucken) auch auf jeden Fall merkt, wann die „schröckliche“ Verwandlung der Protagonisten vonstatten geht, hat Regisseur Bologna ihnen knallschwarze Kieselsteine in die Augen geschoben und das Ganze hübsch mit Fingerfarben umpinselt. Merke: Schwarze Augen mit verlaufener Wimperntusche drumherum = vom Bösen Besessener. Abseits solcherlei Blödsinnigkeiten jedoch kann „Evil Undead“ zumindest mit Zweierlei punkten: Im Gegensatz zu Bolognas inhaltlicher Ideenlosigkeit kommen die Gore-Einlagen recht kreativ daher. Hat man zwar auch alles schon gesehen, aber Bologna hält wenigstens ordentlich drauf, wenn er seine Protagonisten das Zeitliche segnen lässt. Eine Zweiteilung per Kettensäge ist dafür nur eins von diversen blutigen Beispielen. Da am Ende des Films fast alle Protagonisten tot sind, kommt hier ein hübscher Bodycount zusammen.
 
 
evil-undead-2009-bild-3
 
 
Darüber hinaus ist es Bologna gelungen, wenigstens ein paar Schauspieler zu finden, die diese Bezeichnung halbwegs verdienen. Robert Patrick, aktuell in der Serie „Scorpion“ zu sehen, hat nach 137 Rollen ausreichend Erfahrung, den hier zu gebenden Insel-Einheimischen routiniert runterzuspielen. An Begeisterung mangelt es ihm allerdings, was bei der eindimensionalen und schlussendlich bedeutungslosen Rolle aber auch kein Wunder ist. James Duval war schon in „Donnie Darko“ zu sehen und, etwas aktueller, in „Tales of Halloween“. Und schlussendlich ist auch mal wieder Danielle Harris („Halloween“) dabei, deren untrügliches Gespür für schlechte Filme sie in bislang 85 miesen bis sehr miesen Filmen hat auftreten lassen. Die 38jährige, immer noch gefangen im Körper einer 12jährigen, spielt zwar nicht überragend, aber zumindest halbwegs glaubwürdig. Die restlichen Mimen üben sich da eher im ausdruckslos gucken oder overacten. Nicht zu vergessen auch hier die mangelnde Qualität der Synchronisation. Abgesehen von den Synchronsprechern, die diese Berufsbezeichnung mal wieder nicht verdienen, gibt es auch ein paar schöne Stilblüten zu bewundern, „Sie hat ihre Augen ausgeheult“ zum Beispiel. Lyrisch.
 
 
evil-undead-2009-bild-4
 
 
Also, sobald der Spiele-Spuk losgeht, rennen die Protagonisten abwechselnd zwischen den zwei vorhandenen Locations (Haus und Bootssteg) hin und her und teilen sich auf in Opfer und Täter. Dabei wird fröhlich weiter Dünnsinn geredet, aber glücklicherweise ja von immer weniger Protagonisten. Spannend ist das Ganze dabei übrigens kaum. Das liegt zum einen daran, dass einem das Schicksal der Kiffer-Horde herzlich egal ist und zum anderen daran, dass Bologna sich mit seinen beiden Co-Writern eine derart vorhersehbare Geschichte ausgedacht hat, dass daraus nichts Spannendes entstehen kann.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
„Evil Undead“ ist billiger Horrorquatsch, der weder mit einer originellen Story noch mit guten Darstellern punkten kann (bis auf wenige Ausnahmen). Dafür sind wenigstens die Splattereinlagen ganz annehmbar. In der Summe reicht das aber nicht, um eine ausreichende Begründung zu finden, sich diesen Blödsinn anzusehen. Ergo knappe vier von zehn Brettspielen, die diesem Film auf jeden Fall vorzuziehen sind.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Zensur

 
 
 
„Evil Undead“ wurde von der FSK erst für Erwachsene freigegeben. Die in Deutschland erhältliche Filmfassung ist ungeschnitten und trägt das rote Freigabesiegel: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
evil-undead-bluray

(c) Savoy Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Black Waters of Echo’s Pond; USA 2009

Genre: Horror, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 27.09.2013

 
 
 

Evil Undead [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
ultimate-horror-collection-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von „Evil Undead“ gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Ultimate Horror Collection“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen „Hexenjagd“, „Mask Maker„, „Excision„, „Axe Giant – Die Rache des Paul Bunyan“ sowie „Creep Van – Terror auf vier Rädern“ beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme in der Box (Veröffentlichungstermin: 15. Januar 2016) ungeschnitten.
 
 
 

Ultimate Horror Collection [2 DVDs] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

EVIL UNDEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Open Graves (2009)
 
Jumanji (1995)
 
Night of the Demons (2009)
 
Night of the Demons (1988)
 
Night of the Demons 2 (1994)
 

Filmkritik: „The Red House“ (2013)

the-red-house-2013-poster
 
 
 

THE RED HOUSE – DIESES HAUS TÖTET DICH

Story

 
 
 
Ein Haufen Twentysomethings sucht mal wieder eine unheimliche Hütte irgendwo im Wald heim und sieht sich alsbald mit der blutigen Dezimierung ihrer flotten Truppe konfrontiert.
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Kritik

 
 
 
Die Inhaltsangabe zu „The Red House“ ist fast schon zu klischeehaft, um sie überhaupt noch zu erwähnen. Regie-Neuling Gregory Avellone, der auf die Regie-Erfahrung eines Films von 1999 sowie zweier Kurzfilme zurückgreifen kann und auch gleich das Drehbuch zu diesem überflüssigen Film aus 2014 geschrieben hat, scheitert wirklich auf ganzer Linie ob seiner mangelnden Kreativität. Shelby (Kate French) hat von Opi irgendeine Buckelbutze im Wald geerbt, die sie nun mit drei ihrer Freundinnen plus Quoten-Mann angucken geht. Doch schon bald nach ihrer Ankunft beginnen sich die flotten Fünf zu dezimieren. Als erstes verschwindet Tussi-Nervensäge Carissa (Yvette Yates), der das alles zu unkomfortabel war. Die taucht dann irgendwann in einem muffigen Keller wieder auf, in dem sie vom großen Unbekannten gefoltert wird. Derweil versuchen sich die verbliebenen Fab Four im Überleben, was logischerweise nicht allen gelingt. Dann tauchen ein paar schießwütige Hillbillys mit schlechten Zähnen auf und fordern die Twens auf, Haus und Wald zu verlassen, weil is so. Und auch der scheinbar nette Sheriff zeigt Verhaltensauffälligkeiten…
 
 
the-red-house-2013-bild-2
 
 
Filme mit Teens oder Twens wahlweise an einem See / in einer Waldhütte / in einem unheimlichen Spukhaus gibt es ja wie Sand am Meer. Dass Avellone sich nun ausgerechnet dieses abgegriffene Horror-Thema für seinen zweiten Langfilm in immerhin 15 Jahren ausgesucht hat, zeugt schon mal von nicht gerade großer Kreativität. Leider durchzieht dieser Mangel an Ideen den gesamten 88minütigen Film. Darüber hinaus kommt nahezu zu keinem Zeitpunkt auch nur der Hauch von Spannung auf. Wie auch, wenn man vorrangig damit beschäftigt ist, sich ob der strunzdämlichen Dialoge und der miesen Schauspieler-Darsteller die Lachtränen aus den Augen zu wischen? Eben.
Nach über der Hälfte der Laufzeit beginnt man langsam zu realisieren, dass das mit „The Red House“ wohl nix mehr werden wird. Auch nach 52 Minuten lässt sich keinerlei Spannung ausmachen, ebenso ist von einer halbwegs schlüssigen Story weit und breit keine Spur. Schlussendlich guckt man ein paar vollpfostigen Twens dabei zu, wie sie im Haus und ums Haus herum eiern und Stuss reden. Die esoterisch veranlagte Wie-hieß-sie-noch-gleich spürt komische Schwingungen im Haus und guckt darob verstört. Der Quotenmann und -schwarze gibt ein paar sowohl testosterongetränkte als auch hohle Sprüche von sich, Carissa hat sich zum Glück schon in den Folterkeller verpieselt und Shelby und die andere da kommen gegen die vollkommene inhaltliche Leere des Films auch nicht mehr an und verlegen sich aufs recht apart aussehen und in knappen Klamotten rumlaufen.
 
 
the-red-house-2013-bild-3
 
 
Glücklicherweise fehlt es dem gesamten Cast an auch nur rudimentärem Schauspieltalent, so dass sie zumindest alle gleich schlecht spielen und man sich über alle darstellerischen Leistungen gleichermaßen aufregen kann. Erstaunlich ist dieser Talentmangel allerdings schon, denn alle Hauptakteure haben umfangreiche Serien- oder Kurzfilmerfahrung, auch diverse Mini-Rollen in Kinofilmen sind dabei. Dennoch wirkt die ganze Truppe schwerst überfordert mit ihren mehr als stereotypen Rollen. Woran zugegebenermaßen auch – mal wieder – die grauenhafte deutsche Synchronisation schuld ist. Wenigstens an Bild und Ton der Scheibe gibt es nichts auszusetzen, die Qualität ist ok und auch der Ton wurde annehmbar ausgesteuert. Da man hier nur eine Handvoll Opfer zur Auswahl hat und die Morde größtenteils Offscreen stattfinden, fehlen „The Red House“ ebenfalls ein paar zünftige Splattereinlagen oder zumindest ein Hauch von Horror. Der einzige zu entdeckende Horror bleibt aber die Unfähigkeit von Darstellern und Regisseur. Deshalb gibt es natürlich auch schöne Regiefehler: Zum Beispiel sind die Zähne von Hillbilly 2 abwechselnd strahleweiß und dann wieder sumpfgrauschwarz. Wunderbar, so gibt es wenigstens irgendetwas zu entdecken in diesem hüftlahmen Film. Das Finale setzt dem Schwachsinn dann natürlich die Krone auf, entlockt dem Zuschauer aber dennoch gute Laune, da der Film somit endlich zu Ende ist.
 
 
the-red-house-2013-bild-1
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
„The Red House“ ist bedauerlicherweise ein ganz schlechter Vertreter seines Genres. Der noch unerfahrene Regisseur und Drehbuchautor Gregory Avellone zeigt in seinem zweiten Langfilm vornehmlich, was er alles nicht kann: Gute Geschichten schreiben, souverän Regie führen, fähige Darsteller auswählen, den Unterschied zwischen innovativ und total ausgelutscht erkennen usw. Der Film generiert zu keinem Zeitpunkt Spannung oder auch nur rudimentäres Interesse an den Protagonisten und ihrem Schicksal. Das liegt zum einen daran, dass sie fortwährend nur Schwachsinn von sich geben und zum anderen, weil sie nur von Schauspieler-Attrappen dargestellt werden, die nichts können. Darüber hinaus findet in diesem Horrorfilm der Horror vorwiegend Offscreen statt, so dass man sich noch nicht einmal richtig freuen kann, wenn mal wieder einer der Nervensägen der Garaus gemacht wird. „The Red House“ ist ein billiger, schlecht bespielter und in Genreklischees erstarrender Horror-Murks, der das Ansehen keinesfalls wert ist. Fürs lustige Regiefehler zählen und zumindest teilweises Amüsement ob der hirnhautlösend dämlichen Dialoge gerade mal noch drei von zehn roten Häusern, um die man einen großen Bogen machen sollte.
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Zensur

 
 
 
„The Red House – Dieses Haus tötet dich“ wurde von der FSK erst für Erwachsene freigegeben. Die in Deutschland erhältliche Filmfassung ist ungeschnitten und trägt das rote Freigabesiegel: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-red-house-bluray

(c) Savoy Film (Horror Extreme Collection)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Red House; USA 2013

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 16.05.2014

 
 
 

The Red House – Dieses Haus tötet dich [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
horror-extreme-collection-2-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von „The Red House – Dieses Haus tötet dich“ gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Horror Extreme Collection – Volume 2“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen „Darkroom – Das Folterzimmer“ und „Paranoia – Der Killer in Dir“ beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme in der Box (Veröffentlichungstermin: 5. Februar 2016) ungeschnitten.
 
 
 

Horror Extreme Collection 2 [DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE RED HOUSE – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn 6: Last Resort (2014)

Bela Kiss: Prologue (2013)

Cabin Massacre (2008)

Sawney – Menschenfleisch (2012)

Kritik: „Remains of the Walking Dead“ (2011)

remains-2012-chiller
 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD

Story

 
 
 
Nach einem atomaren Unfall mutiert ein Teil der Menschheit zu Zombies. In Reno hat es eine kleine Gruppe geschafft, nicht infiziert zu werden und kämpft nun verzweifelt ums Überleben.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Kritik

 
 
 
Der ehemalige Comic-Verkäufer Steve Niles zeichnet Comics, wenn er nicht gerade Drehbücher („30 Days of Night“) schreibt und lässt diese Bildergeschichten bzw. Graphic Novels dann von anderen verfilmen. Im Falle von „Remains“ war Regisseur Colin Theys am Werk, um aus Niles‘ Vorlage einen brauchbaren Film zu machen. Leider ist ihm das nicht gelungen, so dass „Remains of the Walking Dead“ im Meer unterirdischer Zombiefilme versinkt und leider nur ein weiterer Beitrag ist, der einem das Ansehen von Zombiefilmen vergällt. Die Story ist hierbei noch nicht mal der größte Schwachpunkt. Hier haken Niles und Theys die gängigen Punkte ab: Apokalypse durch irgendeinen „Unfall“ – Zombieinvasion – ein paar Resistente, die ihr Leben retten und Zombies töten wollen. So weit, so bekannt. Leider gerät „Remains of the Walking Dead“ dann durch Theys‘ mangelndes Regie-Talent, grausame Dialoge und schlechte Schauspieler vollkommen aus dem gruseligen Gleichgewicht und wird so zum absolut entbehrlichen 88Minüter.
 
 
remains-of-the-walking-dead-bild-2
 
 
Reno, Nevada. Das Glücksspiel-Städtchen wird von einer atomaren Katastrophe heimgesucht, die Touristen und Einwohner stante pede in blutrünstige Zombies verwandelt. Eine kleine Gruppe jedoch kann der atomaren Strahlkraft entgehen und sieht sich nun – in einem Casino festsitzend – mit einem Haufen Untoter konfrontiert. Wir hätten hier den biertrinkenden Loser Tom (Grant Bowler), die schnippische Kellnerin Tori (Evalena Mari), den Zauberer-Aspiranten Jensen (Miko Hughes) und Muskelmann Victor (Anthony Marks). Tom vögelt Tori, Jensen würde gerne Tori vögeln und Tori ist trotz Vögelei grundgenervt. Aber das nur nebenbei.
 
 
remains-of-the-walking-dead-bild-1
 
 
Als die Truppe also entdeckt hat, dass sie von Zombies umzingelt ist, arbeiten sie sogleich eine Reihe völlig nutzloser Pläne aus, um mit heiler Haut davonzukommen. Man rennt im Casino orientierungslos herum, macht ein paar Zombies platt, wirft ein paar besorgte Blicke vom Dach des Hauses auf die marodierenden Untoten und wagt einen – natürlich zum Scheitern verurteilten – Versuch, aus dem Casino zu entkommen. Dabei dezimiert sich die Truppe natürlich über kurz oder lang. Macht aber nix, es kommt neues Zombie-Futter dazu, in Form eines Trupps Soldaten. Dadurch wird es aber auch nicht besser, also Soldaten wieder weg, was Tom und Tori – nun allein zu zweit – erstmal wieder zum Vögeln bringt. Klar, was soll man auch sonst machen – zumindest, wenn die Anzahl Gehirnzellen relativ überschaubar ist. Dann kommt aber eine Soldatentussi zurück und Tom überlegt sich, dass er lieber mit der vögeln würde. Das wiederum findet Tori suboptimal. Und so geht es munter und dämlich weiter, bis der Zuschauer nur noch hofft, dass die Zombies nun endlich auch den Rest der debilen Deppen plattmachen, damit man von der intellektuellen Ödnis dieses Films erlöst wird.
 
 
remains-of-the-walking-dead-bild-3
 
 
„Remains of the Walking Dead“ wurde bereits 2011 gedeht und war bis dato Theys‘ dritter Langfilm. Zuvor inszenierte er den trashigen „Banshee!!!“ sowie „Alien Opponent“ und machte später mit soliden Horrorfilmen wie „Dead Souls“ und „Deep in the Darkness“ auf sich aufmerksam. Leider merkt man „Remains of the Walking Dead“ an, dass sein Macher zum damaligen Zeitpunkt noch sehr unerfahren war, denn dem Zombiefilm mangelt es nicht nur an Dramatik, Tempo und Spannung. Auch bei Casting, Schauspielführung und der Drehbuchauswahl bewies der Regisseur vor einigen Jahren noch kein sonderlich talentiertes Händchen. So wirkt sein Film billig (750.000 Dollar standen ihm zur Verfügung). Die Schauspieler sind mies, verhalten sich unglaubwürdig und geben permanent nur Stuss von sich. Aber auch der Gore hält sich in Grenzen – das Einzige, was den Zuschauer hätte etwas versöhnlich stimmen können.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Remains of the Walking Dead“ ist ein gänzlich überflüssiger und schlechter Film. Einen Punkt könnte man eventuell noch für die recht apart zerfledderten Zombies geben, einen weiteren dafür, dass nicht sämtliche Kulissen aussehen wie aus Pappmaché. Darüber hinaus hält Darsteller Anthony Marks seinen beeindruckend definierten Körper ein paar Minuten lang nur mit einem Handtuch um die Hüften in die Kamera. Zudem sind die vorhandenen Splatterszenen angenehm blutig geraten. In der Summe macht das zwar vier von zehn Punkten, dennoch kann man von einer Sichtung oder sogar dem Kauf der Blu-ray (die im Übrigen keinerlei Extras beinhaltet und nur mit mäßig gutem Bild daherkommt) nur dringend abraten, da selbst die kleinen positiven Aspekte nicht dafür entschädigen können, dass der Film einfach furchtbar langweilig ist und so dämliche Dialoge beheimatet, dass es einen schüttelt. Und deswegen schlussendlich doch nur zwei von zehn wandelnden Toten, die sich bitte möglichst schnell vom Acker machen sollten.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Zensur

 
 
 
„Remains of the Walking Dead“ wurde von der FSK für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben. Für einen TV-Film (der vom amerikanischen Horrorkanal CHILLER produziert wurde) geht es nämlich ganz ordentlich zur Sache. Zombiefreunde dürfte zudem freuen, dass es „Remains of the Walking Dead“ ungeschnitten nach Deutschland geschafft hat.
 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
remains-of-the-walking-dead-bluray

(c) Erstauflage von MIG Film GmbH | Savoy Film unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“

 
remains-of-the-walking-dead-collectors-bluray

(c) Collectors Edition mit BD & Bonus-DVD von MIG Film GmbH | Savoy Film unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“

 
remains-bluray

(c) Zweitauflage von Edel Germany GmbH unter dem Titel „Remains“

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Remains; USA 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1, Englisch DD 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow | Zusätzlich in der Zwei-Disc-Edition: Audiokommentar, Teaser, TV-Spots, Behind The Scenes, Bloppers

Veröffentlichung: Erstauflage & Collectors Edition unter dem Titel „Remains of the Walking Dead“: 26.04.2013 | Zweitauflage unter dem Titel „Remains“: 04.12.2015

 
 
 

Remains Of The Walking Dead [Blu-ray] – Erstauflage Single BD ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Remains Of The Walking Dead – Erstauflage Collector’s Edition (DVD + Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Remains [Blu-ray] – Zweitauflage Single BD ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

REMAINS OF THE WALKING DEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Anger of the Dead (2015)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
Zombie Fight Club (2014)
 
The Dead 2: India (2013)

Filmkritik: „Lake Fear – See der Angst“ (2014)

Lake-Fear
 
 
 

LAKE FEAR – SEE DER ANGST

(CYPRESS CREEK)

Story

 
 
 
Vier Mädels – darunter eine als Katze kostümiert (?!) – erwecken in einer Hütte im Wald das Böse. Das meint es leider gar nicht gut mit den Freundinnen und verwandelt sie in Handlanger des Teufels

 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Kritik

 
 
 
Es ist immer wieder interessant zu sehen, für welch ominöse Filme Rechte gekauft werden, damit diese dann in Deutschland veröffentlicht werden können. Während immer noch viele sehenswerte Horrorklassiker vergebens auf eine digitale Auswertung warten müssen, sind es seit einigen Jahren vor allem diverse Low-Budget-Produktionen aus Übersee, die meist bescheiden synchronisiert in deutsche Händlerregal gebracht werden. G wie günstig gilt auch für CYPRESS CREEK, der hierzulande unter dem Titel LAKE FEAR – SEE DER ANGST auf DVD und Blu-ray gepresst wurde und sich in seiner Machart nicht von Amateurproduktionen unterscheidet. In ungeschliffener Indie-Optik wird die Geschichte von vier Mädchen erzählt, die sich zu einer Waldhütte aufmachen, um darin feiern zu können. Leider erwecken sie unbeabsichtigt das Böse. Das ergreift von den Schönheiten Besitz und verwandelt sie in aggressive Killerfurien. Was folgt gleicht einem Albtraum, denn Stephanie – die einzige Nichtbesessene – wird von ihren Freundinnen unermüdlich terrorisiert. Doch Hilfe ist schon auf dem Weg. Der muskelbepackte Remington eilt zur Hilfe, um dem Spuk ein Ende zu bereiten.
 
 
lake-fear-bild-2
 
 
Bin ich eigentlich im richtigen Film? Das dürften sich vermutlich Zuschauer fragen, die im Jahr 2013 den Reboot zu EVIL DEAD gesehen haben. LAKE FEAR ist dem Splatterfilm nicht unähnlich, denn einige Ideen aus dem Teufelstanz wurden hier ein weiteres Mal aufgewärmt. So musste die berüchtigte Teppichmesserszene aus der Neuauflage dran glauben. Die wurde kopiert und in leicht abgeänderter Form in den Film integriert. Darin spaltet sich eines der besessenen Mädchen die Zunge mit jenem Gegenstand und jagt damit der Freundin einen teuflischen Schrecken ein. Trotz billiger Machart muss man immerhin zugeben, dass LAKE FEAR zwar mit einfältigen Dialogen und teils peinlichen Kampfchoreografien den letzten Nerv rauben will; atmosphärisch ist der Streifen den meisten Low-Budget-Produktion um Längen voraus. So sollte man sich nicht vom semiprofessionellen Intro abschrecken lassen, in dem triviale Zeitraffereffekte und konfuse Musikuntermalung eher peinlich berühren, statt Gruselunterhaltung zu bescheren. Der Film kann nämlich auch anders.
 
 
lake-fear-bild-1
 
 
Sobald die Hütte erreicht ist, beginnt der Horror. Hier wächst LAKE FEAR zu eigentlicher Größe heran. Regisseur MICHAEL CRUM und Drehbuchautor GERALD CRUM bereichern den Streifen um Verfremdungseffekte und vielen schaurigen Kamerapositionen, die dem Streifen einen besonders morbiden Look verleihen und manch günstigen Spezialeffekt in einem ganz anderen Licht erstrahlen lassen. Doch das ist nicht alles. Eine unheimliche Geräuschkulisse ist im gesamten Film zu hören, der es immerhin gelingt für etwas Gänsehaut und kurzweilige Gruselmomente zu sorgen. Leider vermiest ein abruptes Ende die gute Laune. Das setzt unerwartet ein und legt die Vermutung nahe, dass plötzlich das Geld ausgegangen sein muss. Gerade als der Film an Fahrt gewinnt und sich der Zielgerade nähert, flimmert der Abspann noch während des Endkampfes über den Bildschirm.
 
 
lake-fear-bild-4
 
 
Schenkt man dem Internet glauben soll das Machwerk 8000 Dollar gekostet haben. Zumindest in diesen Belangen schwimmt der Streifen tatsächlich auf gleicher Welle, wie einst auch schon der Original-Evil-Dead aus dem Jahr 1981. Der war strenggenommen auch nicht mehr als ein Amateurfilm, ebnete jedoch Genrefan SAM RAIMI den Sprung ins ganz große Filmgeschäft. Ob den Machern von LAKE FEAR gleiches Glück ereilen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass Regisseur MICHAEL CRUM ein Talent dafür hat, Filme nach weitaus mehr aussehen zu lassen, als sie letztendlich gekostet haben.
 
 
lake-fear-bild-3
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein weiterer Film, der sich etwas zu rigoros am Splatter-Klassiker schlechthin bedient: EVIL DEAD. LAKE FEAR ist ein B-Movie mit rudimentärer Handlung, das ähnliche Geschichte erzählt, wie genannter Horrorstreifen aus der Mache von SAM RAIMI. Natürlich kann dieser Film dem Teufelstanz nicht einmal annähernd das Wasser reichen. Dazu wirkt die Inszenierung des Streifens anfänglich unbeholfen und semiprofessionell. Hat der Streifen dann endlich die richtige Richtung gefunden, kann er mit beachtlicher Gruselstimmung überzeugen, die durch experimentellen Kamerastil und bedrohlicher Soundkulisse bewirkt werden kann. Leider ist das Ende doof, weil der Film abrupt abbricht. Ob da noch eine Fortsetzung kommen wird? Mit mehr Budget und besseren Schauspielern könnte Regisseur MICHAEL CRUM spätestens dann der kopierten Vorlage ein Schritt näher kommen. Bis dahin kann Autor GERALD CRUM ja schon einmal an einem neuen Drehbuch schreiben, das ohne bei anderen Horrorhits zu stehlen, mit eigenen Ideen Gänsehaut bescheren kann.
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Zensur

 
 
 
Mal wieder wurde ein Film wegen verschiedener Trailer auf eine Freigabe ab 18 Jahre heraufgestuft. LAKE FEAR wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben.
Übrigens ist dem Label ein kleines Malheur passiert. Auf dem Cover der Heimkinofassung steht eine vollkommen andere Inhaltsangabe. Die gehört zum Körper-Horror FROM BENEATH (2012), der aber nicht auf der Disc zu finden ist.
 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
lake-fear-bluray

(c) Maritim Pictures | Edel Germany GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cypress Creek; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 27.11.2015

 

Lake Fear – See der Angst [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

LAKE FEAR – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei MARITIM PICTURTES | EDEL GERMANY GMBH

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tanz der Teufel (1981)
 
Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
 
Cabin of the Dead (2013)
 
ExitUs – Play it Backwards (2015)

Kritik: „The Dead – Das Fressen hat begonnen“ (2010)

the-dead-2010-poster
 
 
 

THE DEAD – DAS GROSSE FRESSEN HAT BEGONNEN

Story

 
 
 
Apokalypse und Zombies, die 3.589.641.: Lieutenant Brian Murphy (Rob Freeman) strandet nach einem Flugzeugabsturz an der Westküste Afrikas. Er kann sich zwar retten, wird aber schon bald von überall auftauchenden Untoten verfolgt. Erst als er ein Auto findet und auf den afrikanischen Soldaten Daniel (Prince David Oseia) trifft, bahnt sich eine kleine Überlebenschance an. Vielleicht…
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Kritik

 
 
 
Zwei britische Brüder drehen in Ghana und Burkina Faso einen Film mit schwarzen Zombies…das klingt doch erst mal nach was, oder? Leider jedoch ist den Brüdern Howard J. und Jonathan Ford nicht viel mehr eingefallen als die zugegebenermaßen ungewöhnliche Location ihres Films und dass die Zombies eine andere Hautfarbe haben als in den meisten anderen Zombiefilmen. Spannung, Kreativität und Kurzweil sucht man in diesem 105Minüter leider vergebens. Zwar geht es bei diversen Angriffs- und Fressszenen recht deftig zur Sache, aber mehr als ein bisschen Gore hat „The Dead“ leider nicht zu bieten. Und dann können 105 Minuten Laufzeit sich wirklich ziehen wie Kaugummi.
 
 
the-dead-2010-bild-1
 
 
Flugzeugmechaniker und Lieutenant Brian Murphy befand sich gerade auf einem Evakuierungsflug in Westafrika, als die Maschine ins Meer abstürzt. Als Murphy sich an die Küste rettet, muss er feststellen, dass die Zombie-Pandemie auch hier schon um sich gegriffen hat. Rudimentär ausgerüstet macht Murphy sich auf den Weg ins Landesinnere und trifft dabei auf den Soldaten Daniel. Dieser hat bei einem Überfall der Untoten auf sein Dorf just seine Frau verloren, sein Sohn jedoch wurde von Soldaten gerettet und nach Norden in eine Militärbasis verbracht, so hofft Daniel jedenfalls. Also machen sich Murphy und Daniel gemeinsam auf den Weg nach Norden, um zu sehen, ob es noch weitere Überlebende gibt und eine Flucht aus Afrika möglich ist. Immer und überall dabei natürlich: Zombies.
 
 
the-dead-2010-bild-2
 
 
Erfreulicherweise lässt sich sagen, dass die Ford-Brothers klug genug waren, fähige Darsteller für ihren Film auszuwählen – keine Selbstverständlichkeit, erst recht nicht im Horrorgenre. Gut, dem gemeinen Zombie werden in der Regel keine großartigen darstellerischen Fähigkeiten abverlangt, die Horde von Untoten kann man darstellerisch also getrost außer Acht lassen, aber sowohl die Protagonisten des Films als auch die Nebendarsteller machen einen guten Job und spielen ihre Rollen angenehm glaubwürdig. Die eher ungewöhnliche Location – Afrika – sorgt für ein paar nette Schauwerte. Staubtrockene Wüsten, lehmbehüttete Dörfer, endlose Weiten – alles recht ungewohnt für einen Horrorfilm und hübsch anzusehen. Bis auf die Nachtaufnahmen allerdings. Hier zeigt sich leider die minderwertige Bildqualität des Mediums – krisselig, verwaschen, wirklich kein schöner Anblick. Das war es dann leider aber auch – neben guten Darstellern und ungewöhnlicher Location fehlt es dem Film nahezu an allem, was einen guten Zombiefilm ausmacht: schwarzer Humor, Kurzweil, Spannung und ordentlich Gore. Zwar sind die Ford-Brothers nicht gerade zimperlich, wenn die Zombies ihre maroden Zähne in blutende Körper hauen, aber meist sind dies nur kurze Sequenzen, zu wenig für einen „echten“ Zombiefilm. Und zwischen den Attacken ist es in der Regel bahnbrechend langweilig. Die stereotype Inszenierung (Zombieangriff – Problem – Problemlösung – Weiterfahrt – Zombieangriff – Problem… usw. usf.) führt schnell zu Ermüdungserscheinungen und kann keine Spannung generieren. In der ersten halben Stunde des Films wird darüber hinaus so gut wie kein Wort gesprochen, so dass der Film fast eher wie ein stummes Drama anmutet denn wie ein blutiger Zombiefilm.
 
 
the-dead-2010-bild-3
 
 
Das Tempo des Films ist schlicht zu langsam und es passiert einfach zu wenig, als dass man großes Interesse für „The Dead“ aufbringen könnte. Schlussendlich eiern zwei unterschiedliche Typen in Afrika durch die Steppe und versuchen, sich einer Horde Untoter zu erwehren. Nicht wirklich innovativ, abgesehen von der Location und den afrikanischen Zombies. Auf den 2010er „The Dead“ folgte übrigens 2013 eine Fortsetzung („The Dead 2: India„), ebenfalls inszeniert von den beiden Ford-Brüdern. Insgesamt gehen bislang fünf Filme auf das Konto der Brüder, „The Dead“ war ihr dritter, der zweite Teil ihr vierter.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
„The Dead“ ist kein wirklich schlechter Film. Er verfügt über gute Darsteller, blutige Sequenzen und ungewöhnliche Drehorte. Leider aber haben die Ford-Brüder ihr Potenzial nicht ausgeschöpft. Die Story wird viel zu langsam und langatmig erzählt, so dass „The Dead“ kaum spannend ist oder irgendeine Art von Tempo aufweist. Auch Empathie für die gebeutelten Protagonisten will sich nicht so recht einstellen, sie bleiben einem trotz tragischer Schicksale weitestgehend fremd. Beim Gore hätte man ebenfalls noch eine Schippe drauflegen können. So ist „The Dead“ weder ein gelungenes apokalyptisches Drama noch ein kurzweiliger Zombie-Spaß. Für die leider zu unausgegorene Blutgrätsche der Ford Brothers also nur fünf von zehn staubigen Wüstenabschnitten, in denen haufenweise Zombies rumtorkeln.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Zensur

 
 
 
„The Dead“ wurde in Deutschland ungeschnitten veröffentlicht und ist erst für volljährige Zuschauer geeignet. Demzufolge prankt auf der Heimkinoveröffentlichung der rote FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-dead-2010-Bluray-Erstauflage

(c) Savoy Film | Intergroove Media (Erstauflage)

the-dead-2010-Doppel-Bluray

(c) Savoy Film | Intergroove Media (Limited Edition)

the-dead-2010-Bluray-Zweitauflage

(c) Edel Germany GmbH | Capitol Film (Zweitauflage)

the-dead-mediabook

(c) Endless Classics (weitere Auflage im durchnummerierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Dead; Großbritannien 2010

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Erstauflage: Amaray mit Wechselcover im Schuber | Zweitauflage: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Erst- und Zweitauflage: Originaltrailer | Nur in der Limited Edition zusätzlich: Making of, Bildergalerie, Interviews mit den Regisseuren Howard J. Ford, Jonathan Ford und den Hauptdarstellern Prince David Oseia, Rob Freeman, 2 Bonusfilme: Die Revolte der Zombies und Zombie – Das Tor zur Hölle (Kurzfilm) | Im Mediabook zusätzlich: Booklet

Veröffentlichung: Erstauflage: 07.10.2011 | Limited Edition: 07.10.2011 | Zweitauflage: 30.10.2015 | Mediabook: 03.03.2017

 
 
Großer Fassungs-Wirrwarr: THE DEAD wurde mehrfach auf DVD und Blu-ray ausgewertet. Die Erstauflage erschien bereits im Jahr 2011 in zwei Ausführungen. Neben einer abgespeckten Blu-ray-Version wurde parallel noch eine 2-Disc-Fassung im Schuber auf den Markt gebracht. Die war streng limitiert und enthielt mehr Extras als die abgespeckte Auflage. Einige Jahre später erfolgte eine weitere Auswertung mit anderem Cover. Nachdem die Rechte abermals weitergereicht wurden, wurde THE DEAD im Jahr 2017 noch einmal im streng limitierten Mediabook veröffentlicht. Vermutlich wird es auch hier nicht bei erwähnten Veröffentlichungen bleiben. Übrigens ist THE DEAD auch auf mehreren Filmzusammenstellungen zu finden. Seit einigen Jahren bringen einige Label DVDs und Blu-rays in den Handel auf denen sich gleich mehrere B-Movies aus der Sparte Horror auf einer Disc befinden. Auf einigen dieser Zusammenstellungen ist auch gern mal THE DEAD vertreten.
 
 

The Dead [Blu-ray Erstauflage] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Dead [Blu-ray Zweitauflage] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Dead (Limited Edition) [Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

The Dead – Mediabook [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Mediabook

 
 

(Das limitierte Mediabook ist seit 03.03.2017 erhältlich)

 
the-dead-mediabook-a
the-dead-mediabook-b
the-dead-mediabook-c
the-dead-mediabook-d
the-dead-mediabook-e
the-dead-mediabook-f
 
 
 


 
 
 

THE DEAD – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | Capitol Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Plague (2014)
 
Wyrmwood: Road of the Dead (2014)
 
The Dead 2: India (2013)
 
Dead Within (2014)
 
Chrysalis (2014)

Kritik: „Piranha II – Die Rache der Killerfische“ (1979)

piranha-2-die-rache-der-killerfische-poster
 
 
 

PIRANHA 2 – DIE RACHE DER KILLERFISCHE

(KILLER FISH)

Story

 
 
 
Im undurchdringlichen Regenwald des Amazonas baut ein Firmenkomplex Diamanten ab. Angeführt von einem ehemaligen Mitarbeiter der Firma plant eine amerikanische Profi-Diebesbande das große Ding. Mit geplanten Sprengungen in den Stollen will man den Konzern um das Schürfgut erleichtern. Was die Gangster nicht ahnen konnten: Die Population blutsaufender Monsterpiranhas ist in den Tümpeln um die Ausgrabung besonders unbotmäßig. Man könnte von absichtlichem Ansiedeln reden. Auch untereinander ist nicht alles im grünen Bereich. Ein schlechter Gangster, dem man blind trauen kann. Das große ins Gras (oder eher ins brasilianische Brackwasser) beißen beginnt. Grüne Hölle a-go-go.
 
 
 


 
 
 

PIRANHA 2 – Kritik

 
 
 
Was für eine Besetzung! Die klassische Weltstar-Lüge des europäischen Genrefilms mal wieder. James Franciscus ist dabei. Einst auf der Warteliste zum A-Star, dann doch nur noch Bahnhofskino. Die bald zwei Jahrzehnte nach ihrem Selbstmord noch immer bemitleidenswerte Margaux Hemingway und Karen Black, deren Nimbus als eine der Größten des Seventies-Genrefilms nicht zuletzt von solchen Filmen wie dem hier zehrt. Und Colt Fucking Seavers in der Hauptrolle. Gewohnt braungebrannt, fleischig und schauspielerisch nuanciert wie ein Roggenbrot. Ähnlich wie der verstorbene Larry Hagman für seine Rolle des DALLAS-Drecksacks J.R. Ewing genießt Lee Majors in der Bundesrepublik den Status eines Fernseh-Säulenheiligen. Der entstammt Zeiten, da ein Großteil unserer Mitbürger mit maximal drei Programmen auskommen musste. Viele können auch heute, dreißig Jahre und viele kosmetische Operationen später gar nicht fassen, dass der COLT FÜR ALLE FÄLLE noch mehr gedreht hat, nein überhaupt drehen musste. Die Einverleibung als germanisches Trivial-Kulturgut ist am End´ dann doch nur eine Obskurität am Rande der Gesamtkarriere und so ist Majors in seiner amerikanischen Heimat einer anderen Wahrnehmung ausgesetzt. Der des gnadenlosen Ex-Serienstars nämlich, der kein Profitchen verschmäht und für bezahlte Kino- und Fernsehfilmauftritte jede noch so bittere Drehbuchgurke zu seinem Kampfgebiet erklärt. So konnten ihn seine Bewunderer in räudigen Flugzeugabsturz-Reißern anschmachten, wie sie in den Siebzigern bis frühen Achtzigern in Hollywood Trend waren und eben auch im vorliegenden PIRANHAS II – DIE RACHE DER KILLERFISCHE. Von dem war der klobige Starschauspieler so überzeugt, dass er gar Produktionskohle in diese unter verschiedenen Geldgeberländern aufgeteilte Quasi-Tierhorror-Sauerei fließen ließ. Um das gleich mal zu beantworten: Mit Joe Dantes zu Recht zum Genreklassiker avancierten PIRANHAS (1978) hat der Film nix zu tun. Diese Augenwischerei wollte mal wieder nur der deutsche Verleih – unter Verwendung eines der ältesten Exploitation-Tricks – seinem Publikum angedeihen lassen. Tatsächlich wurde Dantes Fischfilm erst kurz darauf, 1981, mit PIRANHA II – FLIEGENDE KILLER zur Fortsetzung gebracht. Regie bei diesem recht unterhaltsamen Rohrkrepierer führte das hier namentlich nicht erwähnte, vielleicht größte Arschloch der Hollywood-Gegenwart.
 
 
piranha-2-die-rache-der-killerfische-bild1
 
 
Deutlich angenehmer ist das Personal hier. Auf dem Regiestuhl für die bösen Schuppenbiester saß echter Euro-Trash-Adel: Antonio Margheriti (1930-2002), vielen Mainstream-Fans bei Tarantinos INGLORIOUS BASTERDS erstmals vorgestellt und Freunden ruppiger VHS-Unterhaltung vergangener Großtage als Anthony M. Dawson wohl bekannt und wohlig geschätzt. Der Mann hat in so ziemlich jedem Genre der italienischen Ausbeutungs-Industrie nicht nur gearbeitet, nein sogar kleine Ferkel-Klassiker geschaffen. Ob Vietnam-Baller-Kopien wie JÄGER DER APOKALYPSE (1980) oder CONAN-Rip-Offs wie der herrliche EINER GEGEN DAS IMPERIUM (1983), ob klapprige Science-Fiction wie ORION 3000 – RAUMFAHRT DES GRAUENS (1965) oder zahlreiche Italo-Western unterschiedlicher Güteklassen, reaktionäre Söldnerfilme, sogar landestypischer Gore gehört mit ASPHALTKANNIBALEN (1980) in die herzerwärmende Vita dieses wunderbaren italienischen Entertainment-Fürsten. Auch PIRANHA II – DIE RACHE DER KILLERFISCHE weiß prächtig zu unterhalten. Dabei ist der Film nur sekundär ein „echter“ Tierhorror-Klopper. Maßgeblich haben wir es hier mit einem Abenteuerfilm zu tun. Eher sogar noch mit einem „Heist“-Movie, das sich nach dem genre-gewohnt orchestrierten Diamantenraub des Anfangs in eine Euro-typische Intrigen-Story verheddert, die es in ihre Hanebüchnerei manches Mal mit dem plakativ-verwurschtelsten Subgenre unseres Kontinents, dem Giallo höchstselbst, aufnehmen könnte. Störend wirkt das nicht. Ganz im Gegentum. Wer diese Machart von Film kennt und vermutlich auch schätzt, gibt nach einer Viertelstunde mit verschwitzten Khaki-Hemden, Einblicken in Karen Blacks schielende Erotik und den alles massakrierenden Meeresbewohnern ohnehin nix mehr auf Nickligkeiten wie Logik. Wer natürlich nur Filme schaut, in denen wahlweise ein Haus CGI-bespukt wird oder eine taffe Büchse von Perversen im Keller in Schleifen geschnitten wird, der wird nüscht mit der Scheibe hier anfangen können. Hoffentlich ist das bekannt. Hoffentlich. Wenn nicht: Hallo, zufällig Leser. PIRANHAS II – DIE RACHE DER KILLERFISCHE ist großer Spaß, jedoch weder Home-Invasion, noch Rape & Revenge, da niemand zu Hause ist im Dschungel und Fische nur selten menschliche Weibchen sexuell belästigen.
 
 
piranha-2-die-rache-der-killerfische-bild2
 
 


 
 
 

PIRANHA 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wilder Videoabend-Hybrid aus europäisch wirkendem Gangster-Thriller, exotischem Abenteuerfilm und Tierhorror. Mit einer ganzen Galerie einstmals größerer Schauspieler besetzt und von einem Meister inszeniert, dessen IMDB-Seite auch den härtesten Hund in die Knie zwingen kann. Das Ganze macht leicht antiquierten Spaß.
 
 
 


 
 
 

PIRANHA 2 – Zensur

 
 
 
Im Kino, auf VHS und im TV noch zensiert, wurde der Film im DVD-Zeitalter endlich ungeschnitten veröffentlicht. PIRANHA II ist nun ungeschnitten frei ab 16 Jahren zu haben.
 
 
 


 
 
 

PIRANHA 2 – Deutsche DVD

 
 
 
piranha-2-die-rache-der-killerfische-dvd

(c) Edel Germany (Capitol Film)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Killer Fish; Brasilien | Großbritannien | Italien | USA 1979

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DD 1.0, Englisch DD 1.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1 (4:3)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: Erstauflage: 08.03.2013 (Savoy Film, Intergroove) | Zweitauflage: 23.10.2015 (Edel Germany, Capitol Film)

 

Piranhas II – Die Rache der Killerfische (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

PIRANHA 2 – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei Edel Germany (Capitol Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Piranhaconda (2012)
 
Piranha 3D (2010)
 
Piranha 3D 2 (2012)
 
Piranha II – Fliegende Killer (1981)
 
Piranha Sharks (2014)
 
Piranhas (1978)
 

Filmreview: „Darkroom – Das Folterzimmer“ (2013)

Darkroom 2013
 
 
 

DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER

Story

 
 
 
Michelle (Kaylee DeFer) hat in der Vergangenheit Schlimmes erlebt und versucht ihr Leben erneut auf die Reihe zu bekommen. Leider müssen ihre Pläne vorerst warten, denn sie findet sich bald im Keller eines riesigen Anwesens wieder, wo sie von drei Geschwistern gefoltert wird …
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Kritik

 
 
 
Mit DARKROOM (der natürlich nix mit dunklen Begattungsräumen für sexuell aktive Zeitgenossen am Hut hat) gibt es Nachschub für die heimische Foltersammlung, denn ohne Demütigen, Misshandeln und Foltern gewinnt man heutzutage im Horrorfilm keinen Trostpreis mehr. Jahre nach HOSTEL (2005), SAW (2004) und Co. erfreut sich das Torturgenre immer noch großer Beliebtheit und findet unter Fans der düsteren Unterhaltung genügend Käufer, um stets neue Streifen dieser Sorte zu rechtfertigen. In Deutschland hat man es da jedoch nicht so leicht, denn viele dieser grausamen Machwerke finden den Weg erst gar nicht in den hiesigen Handel – schließlich hat die FSK da ein Wörtchen mitzureden. Mit Gewalt als Mittel zum Selbstzweck scheint die deutsche Zensurbehörde so ihre Problemchen zu haben, was in den meisten Fällen eine Freigabeverweigerung zur Folge hat. Die ist oftmals nicht unbegründet, denn frauenverachtender Videomist wie I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013) beweist, dass es im Bereich des grausamen Tötens genügend Luft nach oben gibt und Tabus da sind, um gebrochen zu werden. Im direkten Vergleich mit den ganz Großen des modernen Torturkinos sind die Grausamkeiten in DARKROOM schon Kinderfasching. Hier wird eher zurückhaltend und fast schon „sanft“ gefoltert, was aber noch durchaus genügend Potenzial besitzen dürfte, um die Zartbesaiteten unter den Horrorfans geschickt zu verstören. Regisseurin BRITT NAPIER wechselt für diesen Streifen ganz souverän die Fronten. Statt vor der Linse zu agieren, macht sie es sich diesmal dahinter gemütlich und gibt mit DARKROOM ihren Regieeinstand. Schlecht ist der wahrlich nicht geworden, denn trotz altbewährter Folterthematik ist ihr Debütstück überraschend spannend, auch wenn man hier mal wieder die altbekannte Geschichte vom Opfer und ihren Peinigern auf der Mattscheibe hat.
 
 
darkroom-das-folterzimmer-bild-3
 
 
Diesmal verschlägt es Michelle (KAYLEE DEFER) in eine pompöse Villa, wo das schnelle Geld wartet. Ein Fotoshooting soll dort stattfinden; den Hinweis hat sie von ihrer Psychotherapeutin Rachel (ELISABETH RÖHM) erhalten. Kurz zuvor hat das taffe Mädchen unter Alkoholeinfluss einen Unfall gebaut und dabei drei Freunde in den Tod gerissen. Nach langer Zeit unerträglicher Schuldgefühle und Therapiesitzungen versucht sie nun, ihr Leben neu zu ordnen – der lukrative Job kommt ihr da gerade recht. Doch natürlich kommt alles anders als erhofft, denn das geplante Shooting entpuppt sich rasch als hinterlistige Falle. Drei Geschwister locken unwissende Frauen in ihr Anwesen, wo sie im Keller gefoltert und so vom Bösen gereinigt werden sollen. Michelle erkennt schnell, dass sie nun ein weiteres Martyrium durchleben muss und die Peiniger ihr keine Unbekannten sind. Die haben viel Spaß daran, sich mit allerhand Elektrowerkzeugen durch das Fleisch ihrer wehrlosen Gäste zu bohren, schließlich können ihre verdorbenen „Patienten“ nur auf diesem Weg begangene Sünden begleichen.
 
 
darkroom-das-folterzimmer-bild-2
 
 
Alles wie immer. Man nehme eine gruselige Villa, die nur als Vorwand dienen soll, damit drei christliche Extremisten im Keller viel gemeinen Schabernack veranstalten können und werfe drei wehrlose Opfer in die Handlung, die den Folterspaß über sich ergehen lassen müssen. Fertig ist mal wieder Tortur von der Stange, auch wenn man feststellen muss, dass DARKROOM zwar nichts Neues bietet, aber immerhin wirklich kurzweilig umgesetzt wurde. Knapp 80 schmerzhafte Minuten dauert der Überlebenstrip, der mit wirklich hervorragenden Darstellern besetzt wurde, die zur Abwechslung mal wieder Ahnung vom Wimmern und fies sein haben. Damit der Zuschauer für Hauptdarstellerin KAYLEE DEFER Sympathien entwickeln kann, hat Drehbuchautor MICHAELBRENT COLLINGS einen kleinen Mitleidsbonus in die Geschichte eingebaut. Ihr privates Schicksal wird in kurzen Flashbacks beleuchtet, so dass es dem Filmfan einfacher gelingt am Ende mit der Heldin mitzufiebern. Die entpuppt sich im Film als wackere Gegenspielerin, die lieber handelt und denkt, als ihren vordiktierten Filmtod nichts sagend hinzunehmen. Dabei boxt sich Opfer Michelle durch die Pappwände der Villa und bewegt sich ähnlich wie in WES CRAVENS HAUS DER VERGESSENEN (1991) zwischen den Wänden durch die Szenarie. Ganz zum Leidwesen der drei Antagonisten, die bald keine Kontrolle mehr über ihr Versuchskaninchen besitzen und selbstverständlich am Ende ihre gerechte Strafe erhalten. Natürlich ist mal wieder die skrupellose Mutter an allem schuld, die den Tätern in Kindheitstagen ins Unterbewusstsein geflüstert hat und ihre gewissenlosen Taten rechtfertigen soll. Die Erklärung wirkt natürlich unglaubwürdig aufgetragen, gehört aber im Horrorfilm ohnehin grundsätzlich zum Standard, wenn aus Menschen gemeingefährliche Serienkiller werden.
 
 
darkroom-das-folterzimmer-bild-1
 
 
Unterm Strich ist DARKROOM kein dummes Filmchen. Es gibt einige nette Wendungen, eine wirklich atmosphärische Kulisse und für den Liebhaber der etwas härteren Filmgattung einige blutige Momente, die empfindsame Gemüter kurz zum Wegschauen bringen werden. Das meiste passiert jedoch im Off oder wird angedeutet, war der FSK dennoch die höchste Altersfreigabe wert. Bis zur nächsten I SPIT- oder HOSTEL-Fortsetzung ist DARKROOM ein durchweg solider, gut gefilmter und wirklich spannender Lückenfüller für alle jene , die härtere Kost bevorzugen.
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Bohrmaschinen an die Macht. In DARKROOM werden einmal mehr gebräuchliche Werkzeuge aus dem Heimwerkerkasten zweckentfremdet und für ein kleines Stück böses Kino verwendet. Zwar kein neuer DRILLER KILLER und auch kein weiterer HOSTEL; DARKROOM bietet dafür aber trotzdem immerhin knapp 80 Minuten kurzweilige und spannende Unterhaltung mit einigen unappetitlichen Szenen, guten Darstellern und einem wirklich atmosphärischen Setting. Kein Meisterwerk oder Must-See, kann aber trotzdem als eines der kleinen Geschwister des legendären HOSTEL gewertet werden.
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Zensur

 
 
 
Sicherlich geht es in DARKROOM nicht zimperlich vonstatten. Säure wird ins Gesicht gespritzt, Bohren drehen sich in menschliche Hüften und Köpfe werden zermatscht. Das alles erreicht aber nicht einmal ansatzweise die Härte aktuell so beliebter Folterstreifen, so dass die FSK den vorliegenden DARKROOM mit KJ-Kennzeichnung freigegeben hat. Natürlich ungeschnitten!
 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Darkroom-das-Folterzimmer-bluray

(c) Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Darkroom; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 31.01.2014

 
 
 
Und wieder hat es ein durchaus sehenswerter Indie-Horrorfilm auf das HD-Medium geschafft, der hierzulande von PARAGON MOVIES und EDEL GERMANY in den Handel gebracht wird. Jene Label haben sich auf die Veröffentlichung kleiner Trash-Streifen spezialisiert und bringen in regelmäßigen Abständen sogar manch kleine Horror-Perle in die deutschen Wohnzimmer, die man sonst vermutlich nie zu Gesicht bekommen hätte. Leider muss man bei diesen Veröffentlichungen mit so manchem Manko leben, denn viele dieser Streifen kränkeln oftmals aufgrund ihrer miserablen Synchronisation. Bei DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER ist das nicht anders, denn hier hört der Filmfan mal wieder die ewig gleichen Synchronstimmen, die zuletzt in vielen Streifen der Rechteinhaber MIG, EDEL GERMANY oder MARITIUM PICTURES vor dem Mikro standen. Es ist zwar schön, dass sich diese Anbieter auf eine Filmnische spezialisiert haben, aber derart unprofessionelle Übersetzungen rauben dem Liebhaber des Genres arg schnell den letzten Nerv, so dass die Freude am Schauen jener Werke recht schnell vergeht. Gleiches Grauen dürfte vermutlich auch Bildpuristen ergreifen, denn DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER glänzt mit arg grobkörnigem Bildrauschen. Das passt aber zum Film und verpasst dem Folterschocker ein herrlich ungeschliffenen, düsteren und rauen Charakter. Leider ist bei den Extras Flaute. Hier wird gerade einmal der Filmtrailer in englischer Sprache (2 Minuten, HD) geboten. Einen Audiokommentar oder ein umfangreiches Making of sucht man leider vergebens. Ebenso haben es mal wieder keine deutschen Untertitel auf die deutsche Blaustrahlauswertung geschafft. Insofern man sich die grottige Übersetzung ersparen und DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER im Original erleben möchte, schauen Horrorfans ins die Röhre, die auf Untertitel angewiesen sind. Trotz aller Kritik gibt es ein Wechselcover, was ja nicht bei jedem Anbieter zum Standard gehört.
 
 
 

Darkroom – Das Folterzimmer [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
horror-extreme-collection-2-dvd

(c) Edel Germany GmbH

 
 
Neben der Einzelveröffentlichung von DARKROOM – DAS FOLTERZIMMER gibt es den Streifen in einer Horrorsammlung, die als „Horror Extreme Collection – Volume 2“ in den Handel gebracht wurde und neben besagten Horrorfilm auch die Streifen THE RED HOUSE und PARANOIA – DER KILLER IN DIR beinhaltet. Leider gibt es dieses Horror-Sammlung nur auf DVD. Der Rechteinhaber hat auf eine parallele Vermarktung auf Blu-ray verzichtet. Immerhin sind alle Filme (Veröffentlichungstermin: 5. Februar 2016) in der Box ungeschnitten.
 
 
 

Horror Extreme Collection 2 [DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DARKROOM – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

Die Rechte aller Grafiken liegen bei Edel Germany GmbH | MIG Film GmbH | Savoy Film

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Hostel (2005)
 
I SPIT ON YOUR GRAVE 2 (2013)
 
Schlaraffenhaus (2011)
 
The Helpers (2012)
 
Saw (2004)
 
Mum and Dead (2008)
 
Grotesque (2009)
 
Panic Room (2002)
 
Captivity (2007)