Filmreview: „Frankenstein´s Army“ (2013)

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FRANKENSTEIN´S ARMY

Story

 
 
 
Einige Russen stoßen inmitten der Wirren des Zweiten Weltkriegs auf ein geheimes Labor der Nazis, in dem nach Aufzeichnungen Dr. Victor Frankensteins grausige Experimente durchgeführt werden. Ein wahnsinniger Wissenschaftler hat eine schaurige Armee wandelnder Untoter geschaffen, die nun über den Kriegsschauplatz tobt und die Gegner in die Flucht schlagen soll …
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Kritik

 
 
 
Die düstere Nazi-Thematik wurde nun schon in allen erdenklichen Horrorfilmen verwurstet. Ob im Geisterschiff-Schocker DEATH SHIP (1980), im Zombiefilm DEAD SNOW (2009) oder im Exploitation-Trash ILSA, SHE WOLF OF THE SS (1975); die kontroverse deutsche Geschichte hat schon so manch Filmschaffenden auf arg perfide Ideen gebracht. Der niederländische Regisseur RICHARD RAAPHORST sah in der Nazi-Problematik ebenfalls Potenzial und wollte damit nach einigen Kurzfilmen den ersten Langfilm schaffen. Unter dem Titel WORST CASE SCENARIO drehte er zwei kurze Promo-Clips, um mögliche Investoren für seinen Nazi-Flick gewinnen zu können. Doch der erhoffte Dreh kam nie zustande. Stattdessen öffnete sich für den Nachwuchsregisseur ein anderes Türchen. RAAPHORST begann mit der Arbeit am Monster-Trash FRANKENSTEINS ARMY, in dem er einige seiner Ideen aus den zuvor abgedrehten WORST CASE SCENARIO-Trailern gleich für seinen ersten Spielfilm wiederverwerten konnte und sich so einen langjährigen Traum erfüllte. Seine Geschichte über eine gemächlich marschierende Armee von „Zombots“, die durch einen verrückten deutschen Wissenschaftler aus Blech und menschlichen Körperteilen zusammengebastelt wird, erntete bereits bei Kritikern und in Fankreisen ausreichend Lob und dürfte nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass RAAPHORST vielleicht doch noch sein gescheitertes WORST CASE SCENARIO auf die große Leinwand bringen darf. Um seinen Film so wirtschaftlich wie möglich umsetzen zu können, wurde bei der Produktion auf preisgünstige Wackelkamera-Methodik zurückgegriffen, die im Falle von FRANKENSTEINS ARMY einmal mehr all die üblichen Klischees zu bieten hat, die dieses Subgenre unlängst hervorgebracht hat. Für manchen Horrorfan vermutlich zuviel des Guten, besitzt der berüchtigte Found Footage-Film vermutlich ebenso viele Gegner wie Liebhaber und hat sich durch die unendlich vielen minderwertigen Werke der letzte Zeit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Trotz aller Skepsis erweist sich die Wackelcam-Rezeptur hier als stimmiges Stilmittel, das hervorragend mit der morbiden Atmosphäre verschmilzt und zusammen mit dem hervorragenden Monster-Design weit mehr als nur ein Wackelkamera-Film unter vielen ist.
 
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges: FRANKENSTEINS ARMY erzählt vom bitteren Kampf eines russischen Aufklärungstrupps, der in deutschem Gebiet nach gegnerischen Stellungen sucht, um diese zur Aufgabe zu zwingen. Seit einer gefühlten Ewigkeit besitzt das Team keinen Kontakt mehr zum Oberkommando und eilt orientierungslos über den Kriegsschauplatz. Plötzlich erhalten die Kameraden einen Funkspruch einer naheliegenden russischen Truppe, die um Hilfe bittet. Für die Soldaten Grund genug ihren Landsleuten zur Hilfe zu eilen. Doch als sie den übermittelten Koordinaten in ein vermeintlich leerstehendes Dorf folgen, ahnen sie nicht, dass sie wenig später von einer Schar grotesker Gestalten heimgesucht werden. In einem geheimen Labor der Nazis hat ein verrückter Wissenschaftler Leichenteile deutscher Gefallener mit Blech und Metall zusammengeflickt und daraus eine Monster-Horde geschaffen, die nun die Russen in die Flucht schlagen soll.
 
Die Geschichte wird hierbei aus der Sicht des russischen Studenten Dimitri (ALEXANDER MERCURY) geschildert, der den Aufklärungstrupp mit seiner 16mm Kamera begleitet und jeden Schritt auf Film festhält. Das Bildmaterial unterliegt selbstverständlich auch in FRANKENSTEINS ARMY technischen Schwankungen. Mit diversen Unschärfen, Bildausfällen oder gar einer zerbrochene Linse muss der Zuschauer leben, wobei gerade in hektischen Situationen ein Erfassen der Ereignisse unmöglich scheint. Immerhin schaut das Bildmaterial dank 16mm schön retro aus (ob nur technisch aufbereitet oder wirklich auf 16mm gedreht sei einmal dahingestellt), so dass der fake-dokumentarische Stil hervorragend zur Geltung kommt und eine authentische Kriegsatmosphäre schafft. Während sich die erste Hälfte des Filmes mit dem Suchen, Erkunden und Entdecken beschäftigt und nicht selten mit einigen unnötigen Längen zu kämpfen hat, geht es dafür in der zweiten mächtig zur Sache. In einem verlassenen Bergdorf bricht der Terror los und die russischen Soldaten werden in regelmäßigen Abständen von absurden Gestalten angegriffen. Die kriechen aus allen Ecken und lassen den Zuschauer nicht selten an berüchtigte Shooter-Games wie DOOM, MEDAL OF HONOUR oder WOLFENSTEIN 3D denken. Die aus Schrott und Kriegsleichenteilen zusammengekleisterten Kreaturen bieten den eigentlichen Wert von FRANKENSTEINS ARMY, denn derart groteske Ungeheuer hat die Filmwelt vermutlich noch nicht zu Gesicht bekommen. Großes Lob gilt daher der Ideenvielfalt des Regisseurs, der hier eine absolut andersartige Horde Monster kreiert hat und dabei sogar durchweg auf CGI-Effekte verzichtet. Die Kreaturen – halb Mensch, halb Maschine – glänzen durch Liebe zum Detail und lassen nur erahnen, wohin die gesamten Produktionsmittel geflossen sein müssen. Die aufwendigen Spezialeffekte sind für das überschaubare Budget, das RAAPHORST für die Umsetzung seiner Perle zu Verfügung gestanden hat, als beachtlich hochwertig zu betiteln und sind zudem in der deutschen Filmversion sogar noch vollkommen komplett. Etwas unverständlich, wird gerade gegen Ende reichlich menschliches Hirn gematscht, wobei die hiesige FSK bei weitaus handzahmeren Filmchen nicht selten gar keinen Spaß verstand. Nichtsdestotrotz hat natürlich auch FRANKENSTEINS ARMY so seine Schnitzer (warum sprechen russische Soldaten eigentlich untereinander perfektes Englisch), die erfrischende Idee überzeugt jedoch prompt und die schnörkelfreie Inszenierung macht RAAPHORSTS Debüt zu einer schwer unterhaltsamen Angelegenheit, die sich kein interessierter Horrorfilmfan entgehen lassen sollte.
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Eine kleine Überraschung auf dem sonst so zwiespältigen Wackelkamera-Markt. Umso erstaunlicher, dass der Initiator dieser Horrorperle direkt aus unserem Nachbarland, den Niederlanden, stammt. In FRANKENSTEIN ARMY erlebt der Zuschauer die vermutlich absurdesten Filmmonster der letzten Jahre. Ein unterhaltsamer Horrorstreifen, der selbst das Herz eingefleischter Found Footage-Gegner schneller schlagen lassen dürfte, denn FRANKENSTEIN ARMY ist laut, blutig und herrlich schräg!
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Zensur

 
 
 
In FRANKENSTEIN´S ARMY geht es gerade gegen Ende recht deftig zur Sache, wobei sich die Frage stellt, wie FRANKENSTEIN´S ARMY unbeschadet durch die FSK gekommen ist. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

FRANKENSTEIN´S ARMY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Frankensteins Army Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Frankenstein´s Army; USA/Niederlande 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p), @24 Hz

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover und Schuber, Steelbook

Extras: Originaltrailer in Deutsch und Englisch, Making of (ca. 31 Minuten), Trailershow mit sechs Clips anderer Filme aus dem Programm von ASCOT ELITE

 
 
 
Der bisher in Genrekreise mit eher gemischten Gefühlen aufgenommene FRANENSTEIN´S ARMY hat vom Anbieter ASCOT ELITE HOME ENTERTAINMENT eine erstaunlich hochwertige Blu-ray-Veröffentlichung spendiert bekommen. Die Erstauflage wurde sogar in einen Pappschuber gesteckt; ein limitiertes Blu-ray-Steelbook soll zusätzlich folgen. Das anamorphe Widescreenbild ist für einen Found-Footage-Film als ziemlich gelungen zu betiteln. Der schicke Retro-Look des Bildmaterials besitzt einen durchweg lobenswerten Kontrast und eine sehr gute Schärfe; die vielen für einen Wackelcamfilm typischen Mängel im Bildmaterial (unkonstante Kameraführung, Unschärfen usw.) passen thematisch hervorragend zur Geschichte und stören nur selten. Der Schwarzwert ist satt und detailreich und die Kompression bleibt unauffällig. Ebenso lobenswert geht es tonal zugange. Der deutsche und englische Ton liegt in dts-HD-Master 5.1 vor und fällt erstaunlich räumlich und sehr druckvoll aus. Die Dialoge verteilen sich im Frontbereich und sind gut verständlich. Viele kleine Effekte schallen aus den hinteren Lautsprechern, was gerade in den Katakomben für ein angenehmes Gruselfeeling sorgt – auf einen Score wird aufgrund des Doku-Charakteres weitestgehend verzichtet. Für einen eher kleinen Film wie FRANKENSTEIN`S ARMY sollte man beim Bonusmaterial nicht zu viel erwarten. Dem Filmfreund wird das obligatorische Extraprogramm geboten. Herzstück ist das halbstündige „Making of“ bei dem zwar einige Aspekte über die Produktion beleuchtet werden, aber weniger auf die kuriose Entstehungsgeschichte eingegangen wird. Die Promo-Clips der Ursprungsidee WORST CASE SCENARIO haben es nicht auf die Scheibe geschafft, können aber auf einschlägigen Videoportalen wie YOUTUBE kostenlos angesehen werden. Trotzdem sehr bedauerlich, dass diese höchst beeindruckenden Trailer nicht auf der vorliegenden Blu-ray vorzufinden sind. Abgerundet werden die Extras mit dem Originaltrailer in Deutsch und Englisch, sowie sechs Clips aus dem Film-Katalog des Anbieters ASCOT ELITE. Gegner des FSK-Flatschens dürfen sich zudem auf ein Wendecover freuen.
 
 

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FRANKENSTEIN´S ARMY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Dinosaur Project (2012)

The Amityville Haunting (2011)

Tape 407 (2012)

V/H/S (2012)

V/H/S 2 (2013)

Paranormal Activity 3 (2011)

Penance – Sie zahlen für ihre Sünden (2009)

The Tunnel (2011)

Aktion Mutante (1993)

Filmreview: „Evidence“ (2011)

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Evidence

Story

 
 
 

Vier Freunde planen einen netten Trip mit dem Wohnmobil in die Berge, um entspannt in der Natur einige schöne Tage zu verbringen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Nachdem sie sich ein hübsches Plätzchen zur Rast ausgesucht haben, an dem sie die Nacht verbringen möchten, realisieren sie auch schon einige recht seltsame Laute aus dem Dickicht des Waldes. Doch die Freunde nehmen die unheimliche Vorahnung und die grotesken Geräusche bedauerlicherweise nicht ernst, sodass sie in der Nacht mit dem ultimativen Bösen konfrontiert werden …

 
 
 


 
 
 

Evidence – Kritik

 
 
 
Oh Mann, hört denn dieser gesamte Found-Footage Filmwahn nie auf? Was vor zehn Jahren mit „The Blair Witch Project“ sensationell gefeiert wurde, entwickelt sich jetzt, nach dem überraschenden Erfolg des kleinen Independent-Geheimtipps zu einem überaus nervigen Trend, der vermutlich in der aktuellen Produktion „Evidence“ seinen unerträglich schlechten Höhepunkt erreicht hat. An Ideen fehlte es den Filmemachern bisher kaum, denn einige kreative Ansätze entwickelten sich auch nach „Blair Witch“ zu beeindruckenden Kinodauerbrennern und spielten oftmals bedeutend mehr Umsatz ein, als die Filme letztendlich selbst gekostet haben. Das Genre an sich gibt also etwas her aber vermutlich sind die arg überschaubaren Produktionskosten der einzige, der ausschlaggebender Fakt, warum der weltweite Filmmarkt derzeit mit diesen teilweise haarsträubend schlechten No-Budget-Pseudo-Dokus überschwemmt wird. Jeder offene Filmfan mit zumindest halbwegs vernünftigen Wahrnehmungsfähigkeiten sei ausdrücklich mit diesem Filmreview vor dem arg billig heruntergekurbelten Filmchen “Evidence“ gewarnt, denn was eigentlich recht nett und vielversprechend beginnt, ist spätestens nach der Filmhälfte kaum noch seh- und ertragbar, sprich unglaublich schlecht.
 
Routinierte Horrorfilmkenner dürften schon erahnen, was nun den vier Freunden und dem interessierten Zuschauer blüht. Wer sich schon einmal einen Found Footage Film zu Gemüte geführt hat, dürfte bereits wissen, aus welchen Elementen derart Nischengenregewächse bestehen. Das Geschehen wird entweder aus der Sicht von Überwachungskameras oder pseudo-dokumentarisch, durch angeblich gefundenes und zusammengeschnittenes Filmmaterial, geschildert. Aber auch ein Hauptcharakter kann das Geschehen live mit einer Kamera aufzeichnen, wobei der Zuschauer in Echtzeit dem munteren Treiben beiwohnen darf und die Geschehnisse aus der sogenannten Egoperspektive miterlebt. Regisseur Howie Askins hat sich für die Letztere und die für den Zuschauer anstrengendere Variante entschieden, denn nachdem die Protagonisten realisieren, dass sie von (das ist kein Scherz!) Bigfoot-ähnlichen Kreaturen und Gasmasken tragenden Zombies verfolgt werden, ist der Spaßofen leider aus und der Film beginnt sich in unfassbar miesen Kameragewackel zu verlieren. Die wenigen recht ansprechenden Momente werden, aufgrund hektischen Umherschwenkens der Kamera und dem ständigen Totalausfall des Bildes vollkommen zerstört.
 
Dabei gestaltet sich der Beginn des Filmes eigentlich recht sympathisch. Alles hat den Anschein, als bekäme man ein privates Urlaubs-Homevideo von vier überaus netten Menschen zu Gesicht. Die Kameraverlauf gestaltet sich erstaunlicherweise als sehr professionell und man hofft, ein ordentlich und ansprechend gefilmtes Found Footage Movie zu sehen, das sich hoffentlich nicht mit den genreüblichen Klischees umherschlagen muss. Aber nachdem die vier, vor allem die weiblichen Protagonisten, mysteriöse Geräusche aus dem Dunkel des Waldes vernehmen und irgendetwas über den Wohnwagen krabbelt, geraten die Freunde in Rage und beginnen planlos durch den Wald zu flitzen, wobei der Zuschauer demnach minutenlang nur Waldboden zu Gesicht bekommt oder ein sich ständig wiederholendes Hinstolpern des Vordermannes. Warum man in derart Ausnahmesituation immer noch den Nerv besitzt, das Geschehen mit der Kamera weiter filmen zu müssen, stößt zumindest bei mir auf Unverständnis. Unterlegt wird die merklich sinnfreie Hetzjagd mit hysterischem Geschrei und einer unglaublich konstruiert wirkenden Panikmache, die einem nach quälend langen 50 Minuten eindeutig auf den Sender geht.
 
Das ist zwar vermutlich alles ganz nett gewollt, wirkt aber trotzdem so wirr, dass man kaum noch den roten Faden sieht und dem Geschehen folgen kann. Demnach gestaltet sich die Auflösung des gesamten Budenzaubers als unzureichend glaubhaft und vor allem unzureichend erklärt. Dem Zuschauer werden kaum Erklärungen über die Geschehnisse gegeben und es lässt nur darüber spekulieren, woher denn die Kreaturen nun überhaupt kommen (gescheitertes Militärexperiment?). Nachdem zwei der Freunde in ein scheinbar leerstehendes Haus flüchten können und dort auf Rettung hoffen, müssen sie feststellen, dass dort womöglich der Herd allen Übels lauert. Kaum dort angekommen, stürmen aus allen Richtungen seltsame Kreaturen auf die ahnungslosen Überlebenden ein. Ein merklich seltsamer Ego-Shooter-ähnlicher Unterton lässt sich hier nicht von der Hand weisen. Durch die konstant andauernde Dauerpanikmache im letzten Drittel des Filmes wirken die diversen Creature-Effekte oftmals so geschickt getrickst, dass man rein gar nicht beurteilen kann, ob es sich bei den zig Mutanten, Krabbelwesen und Zombies vorwiegend um digitale Spielereien handelt, oder es sich wohl eher um Schauspieler in Halloween-Kostümen handelt.
 
Mit „Evidence“ erlebt das Found Footage Genre einen erneut typisch schlechten Vertreter dieses Subgenres. Statt auf eine nette und stimmige Geschichte zu setzen, verliert sich das Geschehen erneut in bekanntem Kameragewackel und hysterischer Pseudopanikmache. Einzig die recht geschickt getricksten Spezialeffekte haben Schauwert und lassen sich nicht gleich auf Anhieb durchschauen. Wer von Vornherein keinen Draht zum Found Footage Genre besitzt, wird den Film ebenso als vollkommen überflüssig beurteilen. Mir hat der Beginn des Film sehr gut gefallen, der Rest des Machwerks war wirklich sehr sehr mies und teilweise, aufgrund der Kameraführung, kaum noch sehbar. Für Genrefans mit Hang zu Epilepsie definitiv nicht empfehlenswert.
 
 
 


 
 
 

Evidence – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Ein Found Footage Film wie so oft, der auf miese Kameraführung und planloses Umhergeirre der Protagonisten setzt. Nur für Hardvorefans des Subgenres empfehlenswert.
 
 
 


 
 
 

Evidence – Zensur

 
 
 
Die erhältliche, deutsche Heimkino-Fassung ist mit der „FSK 16„-Kennzeichnung vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

Evidence – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Evidence-Überlebst-du-die-Nacht-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Evidence; USA 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1; (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 79 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

 
 
 
Dass EIDENCE – ÜBERLEBST DU DIE NACHT überhaupt den Sprung auf die große Leinwand gefunden hat, überrascht etwas, handelt es sich doch hier um einen beliebigen Found Footage-Film, wie man ihn leider bereits aktuell zu oft zu Gesicht bekommt. Nichtsdestotrotz lief der Horror-Thriller 2012 in den deutschen Kinos und erhält nun seine entsprechende Heimkino-Auswertung. Diese gestaltet sich jedoch als etwas ernüchternd. Denn der große Sprung ist sie leider nicht geworden. Das mag vielleicht auch am mangelnden Interesse der Kinozuschauer zurückzuführen sein, denn bis auf den deutschen Trailer und einem BD-LIVE-Zugang finden sich, außer drei weiteren Werbefilmchen zu anderen EUOVIDEO-Veröffentlichungen, keine filmbezogenen Extras auf der Scheibe. Gerade bei letzterem wird im Übrigen ein internetfähiges Endgerät benötigt, sowie einen Zugang zum Internet! Technisch kann man jetzt kein High-End-Produkt erwarten. Es handelt sich bei EVIDENCE um einen Wackelcam-Schocker, dessen technisches Ausgangsmaterial durchaus zu wünschen übrig lässt. Demnach fällt auch die HD-Auswertung nicht durchweg überzeugend aus. Das Bild ist oftmals unscharf, übersteuert, unruhig, überbelichtet und verwaschen, sodass nur selten HD-Feeling aufkommt. Immerhin wurde dem Film eine gescheite Synchronisation spendiert. Zudem ist der Ton hin und wieder durchaus stimmig. Die Veröffentlichung aus dem Hause EUROVIDEO kommt übrigens im Wendecover daher, sodass FSK-Flatschengegner aufatmen dürfen. Trotzdem, einen wirklichen beachtlichen Unterschied zur DVD ist hier nur selten ersichtlich! Immerhin weiß das animierte Menü zu gefallen. Auch wenn der Film und die Blu-ray-Auswertung dürftig erscheint; wenigstens Etwas!
 
 

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Evidence – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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