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Filmreview „Event 15“ (2013)

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EVENT 15

Story

 
 
 
Nach einem Kriegseinsatz im Nahen Osten befinden sich drei ehemalige Soldaten in psychologischer Behandlung, um Erlebtes besser verarbeiten zu können. Als sie in den Fahrstuhl eines medizinischen Zentrums der amerikanischen Armee einsteigen ahnen sie noch nicht, welch Unheil ihnen blühen wird. Der Lift bleibt stecken und die drei Ex-Soldaten geraten in Panik …
 
 
 


 
 
 

EVENT 15 – Kritik

 
 
 
ACHTUNG: Kritik beinhaltet einige SPOILER!
 
 
 
Wenn drei Menschen in einen Fahrstuhl einsteigen und überraschend stecken bleiben passiert eigentlich oft das, was der Filmfan bereits aus Streifen wie ELEVATOR oder DEVIL kennt. Meist geraten die Fahrgäste in Panik, die Situation spitzt sich zu und die Steckengebliebenen wollen nur noch eines: raus. Ganz neu ist die Geschichte von EVENT 15 demnach nicht, denn auch hier folgt das Geschehen der gleichen Panikmacherei, die man bereits in ähnlichen Filmen gesehen hat. Damit der Thriller aber länger in Erinnerung bleibt streut Regisseur MATTHEW THOMPSON Gesellschaftskritik in die Handlung. So hat der Zuschauer nach Sichtung noch etwas Zündstoff um über Gesehenes diskutieren zu können. Das Posttraumatische Stress-Syndrom von Soldaten wird in EVENT 15 zum Thema gemacht. Für viele von denen beginnt die eigentlich Aufarbeitung des Erlebten erst dann, wenn sie nach dem Krieg nach Hause zurückkehrt sind und versuchen müssen, das bisher gewohnte Leben fortzuführen. Schenkt man den Studien glauben sterben mehr ehemalige Kriegsteilnehmer durch Selbstmord, als im aktiven Kriegsgeschehen, weil psychologische Unterstützung allein nicht mehr ausreicht, um die schrecklichen Kriegserlebnisse verarbeiten zu können. Ein schwerwiegendes Problem, dem bisher nur wenig Beachtung geschenkt wurde, das aber zunehmend an Brisanz gewinnt. Umso lobenswerter, dass sich MATTHEW TOMPSON der Problematik angenommen und darüber einen Film gedreht hat. Ob die Umsetzung in Form eines Psycho-Thrillers jedoch gut überlegt gewesen ist bleibt fraglich, denn sein EVENT 15 benutzt die heikle Traumathematik nur als Alibi-Funktion, um daraus einen reißerischen und teils auch abstrusen Psychotrip zu zaubern.
 
Die Geschichte von EVENT 15 handelt von den Soldaten White (JENNIFER MORRISON), Diego (STEPHAN RIDER) und Oldsman (JOSH STEWART), die soeben von einem Einsatz im Nahen Osten zurückgekehrt sind und dort Schlimmes erlebt haben. In einem medizinischen Zentrum der amerikanischen Armee sollen nun deren psychische Belastungsstörungen mit Pharmazeutika und Therapiesitzungen behandelt werden. Als wäre das für die drei nicht alles schon belastend genug, bleibt der Lift des Gebäudes stecken und die ehemaligen Rekruten erfahren aus der Gegensprechanlage, dass sich die Stadt soeben im Ausnahmezustand befindet. Washington D.C. wurde Ziel eines nuklearen Terroranschlags und elektrische Gerätschaften funktionieren nicht mehr. Als den drei Soldaten auch noch von einer Wolke mit radioaktivem Gas berichtet wird, die sich in rasender Geschwindigkeit dem Gebäude nähert, bricht unter den Steckengebliebenen Panik aus. Vor allem Oldsman bereitet Probleme. Der Einzelgänger stößt schnell an seine psychischen Grenzen. Die traumatischen Erfahrungen im Krieg haben ihn zu einer unaufhaltsamen Killermaschine werden lassen, die für die beiden anderen Gefangenen zur tödlichen Gefahr wird.
 
Auch wenn die ernstzunehmende Problematik vom Kriegstrauma bei Ex-Soldaten im Falle von EVENT 15 etwas sehr geschmacklos anmuten will, wurde der Streifen zumindest handwerklich durchaus souverän umgesetzt. Die Handlungspalette ist aufgrund des beschränkten Settings enorm eingeschränkt. Dennoch schafft es Macher MATTHEW TOMPSON ein ziemlich bedrückendes Gefühl zu entwickeln, das zusätzlich durch die Enge des Liftes und die bewusst in grau-braun gehaltene, sterile Optik verstärkt wird. Die anfängliche Panik schaukelt sich in Rage, wobei mit Soldat Oldsman auch noch ein höchst aggressiver Zeitgenosse ins Drehbuch gekritzelt wurde, der mit JOSH STEWART erschreckend beängstigend besetzt ist. Der verhält sich alles andere als normal, sorgt für Konflikte innerhalb der ohnehin schon verängstigten Gruppe und offenbart mehr als deutlich, dass ihn das Krieggeschehen nachhaltig geprägt hat. Für ihn hat sich Gewalt als Mittel zum Zweck entwickelt, um selbst einfach Konflikte schnell lösen zu können. Das bekommen die Übrigen am eigenen Leib zu spüren, denn schnell kommt ein Messer zum Einsatz, das die angespannte Situation eskalieren lässt. Leider ist die Auflösung des gesamten Treibens schon mehr als makaber und angesichts aktueller Geschehnisse als äußerst fragwürdig zu betiteln. Hinter dem Ganzen steckt das amerikanische Militär, das die traumatisierten Kriegsheimkehrer für ein Experiment missbraucht. Natürlich gibt es keinen Terroranschlag und auch die radioaktive Gaswolke wird durch harmlosen Qualm simuliert. Als die Situation außer Kontrolle gerät sollen die unfreiwilligen Probanten getötet werden. Dass Sympathieträgerin White am Ende überlebt und die Machenschaften der Enrichtung an die Öffentlichkeit bringen will überrascht da wenig, schließlich sucht man in EVENT 15 ganz oft nach Glaubwürdigkeit, die STEWART in seinem klaustrophobischen Suspense-Ding etwas arg vernachlässigt hat.
 
 
 


 
 
 

EVENT 15 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Beklemmend klaustrophobisches Kammerspiel in der Machweise von DEVIL, CUBE und ELEVATOR. Die kontroverse Ausgangssituation von Posttraumatischem Stress bei Kriegsheimkehrern wird in EVENT 15 (der in Frankreich als TRAUMA und in den USA als ALPHA vermarktet wird) nur als Alibi-Funktion genutzt, um einen reißerischen Psycho-Thriller an den Filmfan zu bringen. Technisch ist das Ding ganz ordentlich umgesetzt und trotz teilweise unglaubhaften Handlungssträngen relativ kurzweilig geraten. Wem was an klaustrophobischen Trillern liegt wird hier ganz solide unterhalten. Fans stumpfer Gewalt kommen dagegen nicht auf ihre Kosten, denn EVENT 15 beschäftigt sich eher mit der Psyche seiner Protagonisten.
 
 
 


 
 
 

EVENT 15 – Zensur

 
 
 
In EVENT 15 gibt es keine Gewalt zu sehen. Außer einen Messerangriff bekommt man hier nix brutales vor die Linse. Demnach kann mit großer Wahrscheinlichkeit gesagt werden, dass EVENT 15 hierzulande ungeschnitten mit FSK16 in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

EVENT 15 – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Elevator (2011)

Panic Button (2011)

 
ATM (2011)
 
Devil (2010)
 
Cube (1997)
 
Cube 2 (2002)
 

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Filmreview: „Elevator“ (2011)

Elevator (2011) - Filmplakat - Filmreview Filmkritik auf Filmcheck
 
 
 

Elevator

Story

 
 
 
Neun unterschiedliche Charaktere – ein Fahrstuhl.
 
Auf dem Weg zu einer feuchtfröhlichen Party im obersten Stockwerk eines Penthouses erleben die 9 Passagiere eines Fahrstuhls eine böse Überraschung. Denn auf dem Weg ins oberste Stockwerk, hat die kleine, vorlaute 10jährige Madeline nichts anderes im Sinn, als die erwachsenen Anwesenden zu necken und den Notschalter des Aufzuges zu betätigen. Prompt bleibt der Gefährt stehen und fährt jedoch leider nach mehrmaliger Kontaktaufnahme mit dem Sicherheitsdienst auch nicht weiter. Allgemeines Unbehagen kommt auf und erste Konflikte werden geschnürt. Da offenbart einer der Anwesenden, eine Bombe bei sich zu tragen und stirbt kurzerhand später an einem Herzinfarkt…
 
 
 


 
 
 

Elevator – Kritik

 
 
 
Klaustrophobie – Die panische Angst vor geschlossenen Räumen. Auf dem gesamten Erdball leiden Millionen Menschen unter dieser tückischen Krankheit, die den Leidtragenden das Leben zur Hölle macht. Sollte jemand von Euch unter dieser Krankheit leiden, so sei ihm vor der Sichtung von „Elevator“ dringend abgeraten, denn der Film könnte Euren Puls gänzlich ebenso gen Herzinfarkt treiben. Nach der katastrophal-grotesken M. Night Shyamalan-Produktion „Devil“, die sich vordergründig mit gleicher Thematik beschäftigte, sich aber in endlos unklaren Logiklücken und unglaublich haarsträubenden Story-Wendungen verlief erschien jüngst mit „Elevator“ ein weiter Vertreter aus der Abteilung „Fahrstuhl-Horror“, der zudem jedoch vollends zu überzeugen weiß. Hauptsächlich mag das auch daran liegen, dass „Elevator“ anders wie zuletzt in „Devil“ nicht auf phantastischen Pfaden wandelt und hier keine unsichtbaren dämonischen Kräfte für die Geschehnisse verantwortlich gemacht werden. Das Unglück ist vollends menschlicher Natur verursacht und macht den Film demzufolge zu einer recht heftigen, und vor allem beängstigend- glaubhaften Suspense-Achterbahn der Spitzenklasse. Das Verhalten der 9 Protagonisten ist immer realitätsnah und nachvollziehbar, der Kampf um das eigene Überleben wichtig, wobei in „Elevator“ nicht der Egoismus und das Wohl des Einzelnen thematisiert wird, sondern das Zusammenarbeiten in der Gemeinschaft. Alle Anwesenden ziehen an einem Strang und unterstützen sich, trotz anfänglicher Distanz, untereinander so gut es geht, um letztendlich heil aus der unangenehmen Misere zu entkommen. Ein Gut und Böse spielt hier keine Rolle, betrachtet man die Schicksale aller Charaktere, so stellt man schnell fest, dass irgendwo jeder von Ihnen Dreck am Stecken hat.
 
Dass gerade durch dieses emotionale Miteinander ein gewisser Realismus zu Tage tritt, stößt im übrigen auf allgemeines Wohlwollen und kommt „Elevator“ definitiv zu Gute, zumal die Geschehnisse in ähnlicher Form tagtäglich jeden von uns passieren könnten. Dennoch gibt es trotz allen Lobes, auch den ein oder anderen recht konstruiert-wirkenden Konflikt, der vermutlich dramaturgische Hintergründe besitzt, dennoch aber nicht penetrant ins Gewicht fällt. Da sich der gesamte Film (mal abgesehen vom erlösenden Ende) in einem räumlich begrenzten Fahrstuhl-Abteil abspielt und die 9 Protagonisten einzig mit ihrem Schauspiel überzeugen und den Film tragen müssen, sieht man gern über einige „nerviger Füllszenen“ (ich denke da an das kleine 10jährige Mädchen) hinweg, wird aber wiederum mit einigen recht schwarz-humorigen Spitzen entschädigt. Erstaunlich effizient gestaltet sich in „Elevator“ der konsequente Spannungsaufbau der vordergründig, neben dem wirklich sehenswerten Schauspiel der wenigen Anwesenden punktet und durch die sehr gelungene Kameraführung verstärkt wird. Denn diese drängt sich immer nah an das Geschehen und dokumentiert die Gegebenheiten aus den groteskesten Sichtwinkeln. Mal ist der Zuschauer von oben dabei, ein anderes Mal sieht er die Sicht der Dinge aus der Horizontalen, an wenigen Stellen im Film sogar von unten. Das gestaltet sich als überaus ergiebig, zumal die Kamera ständig in Bewegung ist und in Kombination mit den schnellen Schnitten kaum Langeweile aufkommen lässt. Dass natürlich auch einige Schock- und Blut-Effekte in derart Produktion ihren Einsatz finden, dürfte vor allen den Krösel-Freunden unter den Horrorfans munden, wobei sich Regisseur Stig Svendsen jedoch in der Darstellung expliziter Grausamkeiten stark zurückhält. Hier wird nicht gemordet oder geschlitzt, sondern hier wird gehandelt und verunglückt. Gerade einmal zwei kleine blutige Schock-Szenen darf der interessierte Filmfreund sichten, die aber nicht minder schweißtreibend und schockierend in Szene gesetzt wurden und für einige Sekunden herrlich-bösartigen Gänsehaut-Schauer sorgen dürften.
 
Der Norweger Stig Svendsen läutet mit dem Thriller „Elevator“ sein amerikanisches Spielfilm-Debüt ein. Anders wie zuletzt John Erick Dowle, der mit seiner Leistung als Regisseur in „Devil“ gänzlich verunglückt ist, beweist Svendsen, dass es auch anders geht. „Elevator“ schockiert und unterhält auf gänzlich anderen Wegen. In seinem Film gibt es weder bösartig dämonische Kräfte, noch ein blut-freudiges Edel-Massaker, dass von dramaturgischen Schwächen ablenken könnte. Sein Film ist „real“ und glaubhaft – neun unterschiedliche Menschen, mit neun unterschiedlichen Schicksalen. In „Elevator“ wird weder geschrieben, noch gehetzt oder gefoltert und das kommt dem Film erheblich zugute. Mit einfachen stilistischen Mitteln wird eine erschreckend klaustrophobische Atmosphäre erzeugt, die erstaunlich kurzweilig und spannend unterhält und die man vermutlich zuletzt nur in „Burried“ (Regie: Rodrigo Cortés ) ebenso effektiv erleben durfte. Dass es sich bei „Elevator“ um ein kleines Indipendent-Filmchen handelt will man nach Sichtung gar nicht so recht glauben, denn „Elevator“ schaut alles andere als billig und mies aus. Ein kleines beängstigendes Vergnügen, dass sich deutsche Filmfreunde auf jeden Fall vormerken sollten!
 
 
 


 
 
 

Elevator – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
„Elevator“ ist mit Abstand der bessere „Devil“ – Ein klaustrophobischer Fahrstuhltrip, der erschreckend schweißtreibend unterhält
 
 
 


 
 
 

Elevator – Zensur

 
 
 
Da der Film in seiner ungeschnittenen Filmversion kaum Kröselszenen zu bieten hat und der Zuschauer die meisten „Unfälle“ und Interaktionen im Off oder als Resultat sieht, erhielt „Elevator“ problemfrei eine ungeschnittene 16er-Freigabe von der FSK!
 
 
 


 
 
 

Elevator – Deutsche Blu-ray

 
 
 
elevator blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Elevator; USA 2011

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080/24p, 2.35:1 / 16:9

Laufzeit: 84 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes-Feature (ohne dt. Untertitel), Trailer zum Film in Englisch, Biografieen in Textafelform der Schauspieler des Films

 
 
 
So gut der Film, umso ernüchternd die Ausstattung der vorliegenden Blu-ray. Das Bild und der Ton des Hauptfilms bewegen sich auf einem ansprechenden Niveau, doch Filmfreunde, die sich nach dem Filmgenuß gern über die Produktion informieren möchten, werden flink dumm aus der Wäsche schauen. Denn in dem schlichten, aber stimmig gestalteten Menü lassen sich kaum nennenswerte Extras finden. Bis auf ein 15-minütiges Making of hat es nichts Nennenswertes auf die Scheibe geschafft. Zwar wurde der Hauptfilm mit deutschen Untertiteln versehen. Für das kurze Bonus-Feature stand vermutlich kein Budget mehr zur Verfügung, um es hilfreich deutsch zu untertiteln. Auch wenn der Bonussektor hier enttäuschend gering ausgefallen ist, so hat sich „Ascot Elite“ dennoch nicht gescheut, der Blu-ray zumindest ein Wechselcover zu spendieren. Immerhin! Trotzdem, für einen gelungenen Film, wie „Elevator“ leider viel zu wenig!
 
 
 

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Elevator – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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