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Filmreview: „YellowBrickRoad“ (2010)

Yellowbrickroad
 
 
 

YellowBrickRoad

Kritik

 
 
 
Lust auf einen wirklich unwichtigen Film, mit unglaublich stumpfsinniger Handlung und wirklich dilettantisch umgesetzten Spezialeffekten, die den Zuschauer einmal mehr an den Rande des Sekundenschlafs treiben? Dann eignet sich der hölzerne und gähnend langweilig Möchtegern-Schocker „YellowBrickRoad“ als vortreffliche Wahl, zumindest wenn man darauf aus ist, sich den eigentlich gemütlichen TV-Abend ansprechend zu verderben.
 
YellowBrickRoad“ ist ein ganz furchtbarer Hirnverdreher und derart „kopflos„, wie es das Filmplakat bereits suggeriert. Die Handlung ist vollkommen unspannend, die Akteure nerven derart, dass man ihnen den schnellen Tod wünscht und die wenigen Krösel-Effekte wirken eher albern, als das sie dem Film überhaupt förderlich wären. Aber alles der Reihe nach. Bereits im Sommer 2011 durften sich deutsche Genre-Fans von den nicht vorhandenen Schauwerten dieser Indigurke auf dem alljährlichen Fantasy Filmfest überzeugen. Nun, fast 1,5 Jahre später erscheint  „YellowBrickRoad“ bundesweit direkt auf Blu-ray und DVD. Dass sich der deutsche Heimkino-Release derart verzögert hat, rührt nicht von ungefähr, denn führt man sich das Endprodukt zu Gemüte, so fragt man sich, warum der hiesige Vertrieb „dtp entertainment AG“ derart Quark überhaupt in Deutschland veröffentlichen muss, gibt es doch unzählige andere bisher unveröffentlichte (bessere) Perlen da draußen, die sehnlichst auf eine Veröffentlichung warten. Bereits nach nur wenigen Minuten wird deutlich, welch nennenswerte Qualität „YellowBrickRoad“ überhaupt birgt und die liegt schlicht und einfach darin, den Zuschauer unwillkürlich für dumm zu verkaufen und streckenweise vollkommen desaströs zu langweilen. Vor allem die stümperhaft eingesprochene, deutsche Synchronisation tut da ihr übriges, denn diese sorgt unweigerlich dafür, dass die Nerven des Zuschauers rund 100 Minuten lang überstrapaziert werden. Dabei beginnt die Geschichte um die mysteriöse Gegend um die „YellowBrickRoad“ eigentlich recht vielversprechend.
 
Einige Wissenschaftler, Forscher und Nichtskönner raffen sich zusammen, um das seltsame Verschwinden der Bewohner einer ganzen Stadt zu untersuchen. Bereits im Jahre 1940 folgte die Bevölkerung des fiktiven Örtchens „Friar“ in „New Hampshire“ einem geheimnisvollen Waldweg – keiner derer jedoch, die den Ort verlassen haben, kehrte je wieder lebend zurück. Nun 70 Jahre später wollen jene Einfaltspinsel derart ungelösten Fall erneut untersuchen und ihre Erkenntnisse in einem Buch niederschreiben. Sie scharren allerhand nützliches Equipment zusammen und folgen jenem sagenumwobenen Waldweg, der einst auch die Einwohner von „Friar“ ins Verderben stürzte. Nach nur wenigen Metern wird klar, dass die Gegend mitnichten so friedlich scheint, wie anfänglich gedacht. Die Geräte spielen verrückt und schnell stellen die Anwesenden fest, dass das gesamte technische Equipment wenig hilfreich ist, um die Expedition überhaupt fortsetzen zu können. Was nun folgt spottet jeglicher Beschreibung und ist an filmischen Dilettantismus kaum noch zu überbieten. Anstatt den Heimweg anzutreten, beschließen die Crew-Mitglieder dem Vorschlag des Expeditionsleiter „Teddy Barnes“ zu folgen. Der scheint noch nicht genug aussagekräftiges Material zu besitzen, um sein Buch zu füllen. Und so kommt es eben, wie der routinierte Filmfreund es vorausahnt. Je tiefer die Anwesenden in den Wald vordringen, umso lauter ertönt ein mysteriöses Gedudel, dass den Anwesenden (und vor allem dem Zuschauer) schier den Verstand raubt. In ihrer Panik teilt sich die Gruppe auf und beginnt sich im Wahn gegenseitig zu dezimieren.
 
Klingt alles nach vollkommen wirren Bullshit – ist es auch. Auch wenn das grobe Story-Geflecht weitaus ansprechendes Horror-Einerlei mutmaßen lässt, so ist der fertige „YellowBrickRoad“ ein niederschmetterndes Filmchen, das durch und durch enttäuscht. Allein schon der ziemlich zähe und langatmige Erzählfluss tapst genüsslich vor sich daher und birgt eine fast schon dreiste Ideenlosigkeit, dass dem Horrorfilmfreund glatt der Spaß am Genre vergehen könnte. Das nervtötend gemächliche Tempo des Filmes erweist sich als unzumutbar, dürfte jedoch unter Filmfreunden mit Schlafproblemen für einen wohlig-erholsamen Tiefschlaf sorgen.
Wirklich viel zu sagen hat „YellowBrickRoad“ nicht. Zumindest wenn man einmal die Erkenntnis außen vor lässt, wie unsäglich quälend lang 100 Minuten Filmlaufzeit sein können. Da werden Lollies gelutscht und von giftigen Beeren genascht, obwohl wenige Minuten zuvor vor der Ungenießbarkeit der Früchte gewarnt wurde. Da stibitzt eine Protagonistin aus Hunger den letzten Proviant, um wenige Minuten später freiwillig und ohne jegliche Logik von einer Felsklippe zu springen. Sinn ergibt das wirre Gequassel und die peinlichen Interaktionen der Anwesenden selten und so reduziert sich der Film allein darauf, irgendwie ein Ende zu finden. Das ist natürlich schnell gefunden. Anstatt die zugrunde liegenden Gegebenheiten in irgendeiner Weise kreativ zu Ende zu spinnen, sorgt die unzureichende Phantasie der Drehbuchautoren dafür, dass die wenigen Charaktere ein schnelles und vor allem unwichtiges Ende finden. Demnach metzeln sich die Helden der Geschichte uninspiriert um die Ecke, sodass nach gefühlten Stunden endlich der Abspann über den Bildschirm flimmern darf.
 
YellowBrickRoad“ ist ein ganz einfältiges Filmchen, auf das man als Filmfreund gänzlich verzichten kann. Hier stimmt einfach rein gar nichts. Die Erzählung ist zäh, unwichtig und eindeutig viel zu lang. Die handvoll unwichtiger Protagonisten beginnen schon nach nur wenigen Minuten zu nerven und die ganze Inszenierung erweist sich als einschläfernde und vor allem dilettantische Nummernrevue ohne Sinn und Verstand. Die Effekte wirken eher unfreiwillig komisch, als das sie ängstigen sollen (da reißt ein Charakter einer Protagonistin eigenhändig (!) eine Bein aus), sodass selbst Gorehounds keinen Spaß mit dieser Gurke haben dürften. Gott weiß, was in die beiden Regisseure Jesse Holland und Andy Mitton gefahren sein muss, als sie die glorreiche Idee hatten, diesen minderbemittelten Film zu drehen. Vermutlich haben die beiden sich in irgendeiner Bar gehörig besoffen, um wenige Minuten später ein unzureichend plausibles Drehbuch zu Papier zu bringen, dass innerhalb weniger Tage mit einer handvoll untalentierter Nachwuchspappnasen auf Zelluloid gebahnt werden musste. Wohlmöglich wäre es dem Film förderlicher gewesen, hätten sich die Macher hinter „YellowBrickRoad“ vor der Realisierung ihrer Schlaftablette einige bessere Vertreter des Genres zu Gemüte geführt, um zu studieren, wie ein „guter“ Horrorfilm auszuschauen hat! Auch wenn es hierbei im einen Indie-Film handelt, so hat man aus derart Sektor bereits schon unzählig bessere und vor allem innovative Vertreter gesehen. Wer allein nur nach guten Filmen Ausschau hält, der sollte um „YellowBrickRoad“ einen großen Bogen machen. Denn dieser Film ist einer dieser Beiträge, nach deren Sichtung man unweigerlich bereut, überhaupt kostbare Lebenszeit für derart hirnrissigen Schund verschwendet zu haben.
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Haste Einschlafprobleme? Oder suchst Du noch nach einem passenden Geschenk für Bekannte, die Du eigentlich weniger magst – „YellowBrickRoad“ bittet die Lösung!
 
 
 


 
 
 

YellowBrickRoad – Zensur

 
 
 

Die deutschen Fassung ist mit „keine Jugendfreigabe“-Kennzeichnung ungeschnitten.
 
 

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YellowBrickRoad – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:

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The Tunnel (2011)


Filmreview: „Obsession – Tödliche Spiele“ (2011)

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OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE

(LITTLE DEATHS)

Story

 
 
 
OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE ist eine Kurzgeschichtensammlung mit drei Episoden, die allesamt etwas mit Abhängigkeit, Begierde, Leid und sexuellem Verlangen zu tun haben:
In der ersten Geschichte (HOUSE & HOME) geht es um ein triebgesteuertes Ehepaar, das auf der Suche nach dem ganzen besonderen Kick fürs Bett ist. In einer Obdachlosen sehen sie das Objekt ihrer Begierde. Leider eine fatale Entscheidung – wie sich bald schmerzlich herausstellen wird. In der zweiten Episode (MUTANT TOOL) wird eine aus Naziplänen erstellte Kreatur allerhand abartigen Experimenten ausgesetzt, die in einem Keller an ihr durchgeführt werden. Gleichzeitig wird woanders eine Drogenabhängige von einem Arzt behandelt. Zwei scheinbar grundverschiedene Handlungsstränge, die dennoch am Ende zueinander finden. Die letzte Geschichte (BITCH) rückt ein junges Paar in den Mittelpunkt. Das ist voneinander sexuell abhängig, erkennt aber bald nicht mehr die Grenzen zwischen Rollenspielen im Bett und dem wahren Leben. Nachdem die Frau kein Ende im täglichen Erniedrigen, Demütigungen und Ignorieren ihres Partners findet, schmiedet der einen makaberen Plan.

 
 
 


 
 
 

OBSESSION: TÖDLICHE SPIELE – Kritik

 
 
 
Anthologien sind immer so ein Ding. Entweder mag man sie oder eben nicht. Da jedes Segment einer Kurzgeschichtensammlung in der Regel gerade einmal 15-20 Minuten lang ist, kann es für deren Macher oft ziemlich schwer werden Charakterentwicklung, Handlungsaufbau und Schlusspointe in so kurzer Laufzeit abzuhandeln. Das Nachsehen hat meist der Zuschauer. Wegen der Zeitnot der Macher bekommt der oftmals das Gefühl mehr Quantität statt Qualität zu sehen. Doch das gilt nicht für allen Sammlungen. Stöbert man in der Geschichte phantastischer Anthologien, gab es nämlich schon einige Horror-Anthologien, die man heute als Kult betitelt. Darunter Klassiker wie ASYLUM – IRRGARTEN DES SCHRECKENS, GESCHICHTEN AUS DER SCHATTENWELT oder H.P.LOVERCRAFT’S NECRONOMICON, die Jahre vor aktuellen Hits wie SOUTHBOUND, HOLIDAYS oder V/H/S 2 erschienen sind und gezeigt haben, dass das kompakte Erzählen von Horrorgeschichten durchaus funktionieren kann.
 
 
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Zu den weniger gelungenen Episodenfilmen gehört dagegen OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE, der im Entstehungsland als LITTLE DEATHS vermarktet wurde. Eine wirkliche Rahmenhandlung, wie bei genannten Horrorklassikern gibt es hier leider nicht, was dann doch bitter aufstößt. Die einzelnen Geschichten werden lose nacheinander erzählt, was den liebenswerten Anthologie-Flair missen lässt. Die Idee die Themen Leid, Abhängigkeit und Sex miteinander zu vermischen ist eigentlich interessant. Leider fehlt es dem Mix oft an Logik. Zudem wirkt die Inszenierung sehr konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. So funktioniert in OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE immer noch die erste Episode HOUSE & HOME am besten – vor allem auch deshalb, weil sie die einzige Kurzgeschichte ist, die überhaupt noch irgendetwas mit dem phantastischen Genre gemein hat. Diese Kurzgeschichte macht’s auf dem traditionellen Weg. Macher SEAN HOGAN zeigt deutlich, dass eben schlicht und einfach erzählt, oftmals besser funktioniert, als komplex und wirr. Natürlich sind auch die anderen Episoden keine völligen Spaßbremsen, bleiben aber weit hinter den Erwartungen zurück. So ist das dramatische Kammerspiel BITCH zügig erzählt und schafft es innerhalb des verfügbaren Zeitrahmens eine unangenehme Spannung zwischen den beiden Protagonisten aufzubauen. Leider verpufft die unbequeme Atmosphäre vollkommen, weil die Geschichte unschlüssig ausgeht. Warum die männliche Filmfigur genannter Episode die Freundin auf eher unkonventionelle Art ins Jenseits befördert, bleibt vollkommen ungeklärt. Immerhin rettet ein Farbfilter das Desaster. Der erinnert in seiner grellen Form an den Argento-Klassiker SUSPIRIA und macht zumindest atmosphärisch einiges her.
 
 
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OBSESSION: TÖDLICHE SPIELE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE ist eine nicht sonderlich liebenswerte Horror-Anthologie. Die erste Episode HOUSE & HOME geht vollkommen in Ordnung. Das Segment MUTANT TOOL geht dagegen als wirrer SAW-HOSTEL-Mix völlig den Bach hinunter und die abschließende Geschichte BITCH rettet mit Farbspielereien was zu retten ist. Da hat man mit so Kurzgeschichtensammlungen wie THE ABCs OF DEATH besseres gesehen. OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE ist solide Genre-Unterhaltung. Mehr aber auch nicht.
 
 
 


 
 
 

OBSESSION: TÖDLICHE SPIELE – Zensur

 
 
 
OBSESSION – TÖDLICHE SPIELE (im Original: LITTLE DEATHS) ist in Deutschland ungeschnitten erhältlich. Die hier erhältliche Fassung ist aber erst für Erwachsene freigegeben: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

OBSESSION: TÖDLICHE SPIELE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (Erstauflage)

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(c) Tiberius Film (Zweitauflage in der Bloody Movies Collection)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Little Deaths; Großbritannien 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Neuauflage in der Bloody Movies Collection: Amaray im Schuber

Extras: Trailer

Veröffentlichung: Erstauflage: 08.03.2012 | Zweitauflage in der Bloody Movies Collection: 11.08.2016

 
 
 

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OBSESSION: TÖDLICHE SPIELE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hostel (2005)
 
Hostel 2 (2007)
 
Caged (2010)
 
Territories (2010)
 
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V/H/S 3 – Viral (2014)
 
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Tom Holland’s Twisted Tales (2013)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
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5 Senses of Fear (2013)
 
Phobia 2 (2009)
 
Sanitarium (2013)
 
Scary or Die (2012)
 


Filmreview: „F“ (2010)

 

Bei „F“ (also der Note „6“ in den Britischen Schulen) handelt es sich um einen aktuellen Kandidaten des „Fantasy Filmfest 2011“.

Der Thriller, der bereits schon seit geraumer Zeit im Ausland auf DVD/Blu-ray erhältlich ist, wird nun auch im Rahmen des „Fantasy Filmfest“ in Deutschland zu sehen sein.

Eine nachfolgende deutsche Heimkinoauswertung ist für Herbst 2011 angepeilt.

 

 

Der Lehrer Robert Anderson, der nach einer Abmahnung der Schulbehörde den Glauben an sich und das Schulsystem verloren hat und seinen Kummer im Alkohol ertränkt, versucht die Beziehung zwischen ihm und seiner Tochter zu retten.

Eines Abends, während Andersons Tochter in der Schule nachsitzen muss, stürmen zwei mit Kapuzensweatshirts bekleidete Jugendliche das Gebäude und terrorisieren die wenigen noch anwesenden Angestellten und Lehrer auf grausame und blutige Weise.

In panischer Angst, das seinem Kind etwas zustoßen könnte, eilt Anderson seiner Tochter zu Hilfe und muss sich dem mordlustigen Duo stellen.

 

 

Nach gut einem Jahr Verspätung dürfen nun auch deutsche Zuschauer in den Genuss dieser kleinen fiesen Genreproduktion kommen.

Dabei bedient sich „F“ spürbar bei diverse Horrorklassikern.

Schon allein der sehr superbe Soundtrack erinnert stark an das Werk „Suspiria“ der italienischen Genregröße Dario Argento.

Da die mordenden Jugendlichen durch raffinierte Licht/Schatten-Spielereien gekonnt nicht personalisiert werden, verstärkt sich beim Zuschauer der enorm hilf- und auswegslose Eindruck der „Machtlosigkeit“ überhaupt irgendwas gegen diese Brut unternehmen zu können.

Dabei beginnt „F“ als düsteres Lehrerdrama, das in seiner arg sterilen Optik und seiner extrem zermürbten Hauptdarstellern im Verlauf der Handlung zu einem kleinen Slasher – Film umfunktioniert wird.

Freunde des harten Horrorfilms dürften hierbei jedoch weniger auf ihre Kosten kommen, da sich „F“ mit optischen Gemeinheiten eher zurückhält. Leider empfand ich gerade diesen Mix aus Drama, Selbstjustizthriller und diversen Horrorelementen als recht unpassend.

Da zu Beginn des Films der „Vater-Tochter“ Konflikt ausführlichst geschildert und ausgewalzt wird empfand ich die Killer-Szenen zwischen den persönlichen Diskrepanzen der Charakter untereinander als arg störend. Ich glaube „F“ hätte eben so gut ohne die „Killergang“ dafür mit mehr Drama funktioniert, ebenso aber auch als Horrorfilm ohne Drama dafür aber mit mehr „Killerbande“.

Dennoch, trotz aller Kritik ist die Darstellung des anonymen Killerduos als wirklich einmalig zu bezeichnen. Gerade dadurch, dass die Identität und die Motivation der Mörder nie wirklich aufgelöst wird, erinnert „F“ in seiner hilflosen Grausamkeit sehr an aktuelle Produktionen wie „Eden Lake“, oder „The Strangers“.

 

Fazit 6/10 Punkte

 

Was denn nun? Horrorfilm, Selbstjustizthriller, Lehrerdrama. Bitte entscheiden Sie sich JETZT. Gute Ansätze, aber recht wirrer Mix, ohne großartig-ausgewalztes Blutvergießen, aber einer wirklich fiesen Jugend-Killerbande.

Hellraiser80


Neuer Guillermo del Toro Gruselfilm „Dont be afraid of the Dark“

Alteingesessenen  „Fantasy Filmfest“ – Nerds dürfte die demnächst anlaufende neuste Guillermo del Toro-Produktion kein Geheimnis mehr sein.

Für alle anderen gibt es als Vorgeschmack den aktuellen Trailer zu „Dont be afraid of the Dark“, dem diesjährigen Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfestes 2011 mit Katie Holmes, Guy Pearce und Bailee Madison.

Ob das Gruselmärchen bei uns überhaupt einen offiziellen Kinostart erhalten wird, bleibt nach wie vor fraglich.

 

Hellraiser80

 


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