Filmkritik: „Jason und die Argonauten“ (1963)

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JASON UND DIE ARGONAUTEN

(JASON AND THE ARGONAUTS)

Story

 
 
 
Der Thron Thessaliens ist vom Umstürzler Pelios übernommen worden, der dafür die halbe Königsfamilie ausradiert. Überlebender ist sein Neffe Jason, ein Liebling der Götter. Unter dem Schutz des Olymps macht sich der junge Krieger auf, das legendäre Goldene Vlies zu finden. Mit der Hilfe dieses magischen Widderfells will Jason den Bösewicht wieder absetzen. Für die gefährliche Seereise mit seinem Schiff, der Argo, rekrutiert er weitere Helden, die er für den Kampf mit goldenen Titanen, Harpyien, Skeletten und der Hydra auch braucht.

 
 
 


 
 
 

JASON UND DIE ARGONAUTEN – Kritik

 
 
JASON UND DIE ARGONAUTEN ist die Verfilmung der griechischen Heldensage vom Goldenen Vlies. Somit ist das Drehbuch 2300 Jahre alt, könnte man witzeln. Penible Geschichts-, bzw. eher Altertums-Nerds werden bemerken, dass im Film andere Figuren über den Jordan gehen als in der Vorlage. Hat man seinen Gustav Schwab nicht verinnerlicht, stört diese Abweichung freilich kaum.
 
 
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Ein weiterer toller Film, der schon zu Kinozeiten, mehr aber noch durch die Verwertung als Homevideo und Fernsehausstrahlung und die daran gekoppelte Berichterstattung in Filmliteratur und -Journaille über die Stop-Motion-Effekte des Visual-Großzauberers von Hollywood, Ray Harryhausen ist natürlich gemeint, definiert wird. Letztes Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Nehmen wir nur den Schwertkampf mit der vielköpfigen Hydra und verwandeln uns wieder in Zehnjährige, die das Kino der Phantastik gerade neu für sich entdecken dürfen. Wie auch bei den SINDBAD-Filmen dieser Zeit folgt Harryhausens Technik, seine so unglaublich minutiös fotografierten, nach dem eigentlich simplen Prinzip des Daumenkinos funktionierenden Miniaturen und die antiken Traumlandschaften auf seinen Matte-Painting-Hintergründen, direkt auf die Arbeitsweise George Meliès, ist also der lineare Nachfolger des französischen Erfinders der Vision vom Kino als – im wahrsten Sinne des Wortes – Projektionsfläche des Staunens über vorgeführte Unmöglichkeiten.
 
 
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JASON UND DIE ARGONAUTEN ist auch jener Film, in dem die vielleicht bekannteste Sequenz aus der Traumerweckungs-Werkstatt des Meisters zu finden ist: Der Kampf gegen die aus den Zähnen der Hydra zum Leben erwachten Skelette. Allein diese, vier Monate der Kleinstarbeit beanspruchende Szene eines an herrlichen Ideen nicht gerade armen Films ist ein erklärter Meilenstein der Spezialeffekt-Geschichte und taucht als Zitat in unzähligen Filmen oder auch Videospielen auf.
Für Regisseur Don Chaffey ist der Film die Eintrittskarte für eine langjährige Karriere bei Walt Disney, wo er unter anderem den schrägen ELLIOT DAS SCHMUNZELMONSTER dreht. Auch beim Fernsehen und schließlich im Hause Hammer in England findet er Aufträge – wenn auch eher in den fürs Stamm-Horrorpublikum ungewohnten Fantasy- und Historienfilmen des beliebten Studios.
 
 
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In der Rolle des Herkules sehen wir Nigel Green, mehr oder minder die Definition eines Kultfilm-Schauspielers, Filmfreunden ist dieses höchstgradig britisch geschnittene Gesicht bekannt aus zahlreichen Abenteuerschinken wie DAS SCHWERT DES ROBIN HOOD, 1960, damals angesagten Agentenreißern (IPCRESS – STRENG GEHEIM, 1965 oder HEISSE KATZEN, 1967) und ganz besonders historischen Kriegsfilmen ZULU, 1964 oder KHARTOUM, 1966). Auch im Horrorgenre taucht Green immer mal auf. So etwa neben Vincent Price in SATANAS – SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE, 1964 oder als männlicher Hauptdarsteller neben Ingrid Pitt in Hammers Gräfin-Bathory-Vampirfilm COMTESSE DES GRAUENS, 1971. Ein Jahr danach nimmt er sich leider mit Schlaftabletten das Leben. Auch Honor Blackman aus MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE und eines der ersten Bond Girls, ist, als Hera, mit von der Partie und stiehlt dem eher hölzernen Jason-Darsteller Todd Armstrong doch die Show. Meint man gar nicht, ist der doch in der Schauspielschule in Kalifornien ein Jahrgangskollege von Gene Hackman und Dustin Hoffman. 1992 greift er nach einer Schmerzmittelabhängigkeit zur Waffe und reiht sich in den tragischen Club der Filmstar-Selbstmörder ein.
 
 
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JASON UND DIE ARGONAUTEN – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
JASON UND DIE ARGONAUTEN ist ein weiteres Märchen- oder Sagenfilm-Meisterwerk aus bester Technicolor-Zeit. Der Star der Produktion ist erwartungsgemäß hinter den Kulissen zu finden. Ray Harryhausens wunderbar nostalgische Effektarbeit versetzt den Zuschauer in eine Gefühlswelt, die durch immer gleich aufgezogene Horror- oder Phantastikfilme der Gegenwart einfach nicht mehr erreicht werden kann. Erstklassiger Stoff.
 
 


 
 
 

JASON UND DIE ARGONAUTEN – Zensur

 
 
 
JASON UND DIE ARGONAUTEN lief bereits ungeschnitten in den deutschen Kinos mit einer Freigabe ab 12 Jahren. Das hat sich weder auf VHS, DVD oder Blu-ray geändert. Letztere ist ebenso ungeschnitten und besitzt den grünen FSK12-Sticker.
 
 
 


 
 
 

JASON UND DIE ARGONAUTEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Explosive Media (KeepCase Blu-ray im Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Jason and the Argonauts; Großbritannien | USA 1963

Genre: Fantasy, Abenteuer

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Instrumental DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover mit Schuber

Extras: Deutsche Blu-Ray Erstveröffentlichung von brandneuem HD Master mit tonnenweise Bonus-Material, Isolierte Musiktonspur, Audiokommentar von Ray Harryhausen & Tony Dalton, Audiokommentar von Peter Jackson & Randy Cook, Über Jason and the Argonauts (11:52 Min.), Harryhausens Verdienste (25:32 Min.), Herrmanns Musik (26:51 Min.), Hinter den Kulissen (11:47 Min.), Harryhausen Chronicles (57:55 Min.), This is Dynamation (3:23 Min.), US Kino Trailer 1 (1:23 Min.), US Kino Trailer 2 (3:00 Min.), Bildergalerie (62 Bilder, 3:47 Min.)

Release-Termin: KeepCase: 03.12.2020

 

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JASON UND DIE ARGONAUTEN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei Explosive Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Kampf der Titanen (1981)
 
Sindbads siebente Reise (1958)
 
Die geheimnisvolle Insel (1961)
 

Filmkritik: „Deathstalker 2 – Duell der Titanen“ (1987)

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DEATHSTALKER 2 – DUELL DER TITANEN

(MYSTOR – DER TODESJÄGER II / DEATHSTALKER 2)

Story

 
 
 
Barbar Mystor nimmt die üblichen Unwegsamkeiten des Fantasy-Mittelalters nicht immer so ernst wie eigentlich nötig. Er überlegt es sich erst dann anders, als er Prinzessin Evie kennenlernt. Sie hat der Hexenmeister Jarek von Thron gejagt und sie sucht nach Mitstreitern, um jetzt wiederum den wenig bezaubernden Zauberschurken in die Wüste zu schicken. Auf dem Weg dorthin wird ausgiebig gekämpft, gezaubert und menschenfressenden Amazonen vom Teller gesprungen.

 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER 2 – Kritik

 
 
Auch Roger Cormans letztes Werk aus seiner zackig hintereinander in Argentinien heruntergekurbelten Reihe von Fantasy-Krachern überzeugt mit allem, was diese Art des grellen Unfugskinos so schön macht. In der Hauptrolle stolziert der Fernsehschauspieler und heute vielbeschäftigte Serienregisseur John Terlesky durch die Pampa – dieses lockere Scherzchen ist hier sogar geographisch korrekt – und hat Spaß dabei und nicht nur das: Für die Rollen der knappbekleideten Sword-And-Sorcery-Babes bringt der Beach Boy gleich zwei seiner Exfreundinnen mit: Monique Gabrielle und Toni Naples, zwei Autoritäten auf dem Gebiet des Mopshüpfens und in den Jahrzehnten nach DEATHSTALKER 2 in einem halben Videothekenregal handlungsarmer Softsex-Schmonzetten zu bewundern. Mit der wuchtigen Dee Boher, die unter dem Namen Queen Kong Wrestlerin bei GLOW (der Wrestling-Show, nicht der Netflix-Serie) aktiv ist, hat er unseren Informationen zu Folge vor den Dreharbeiten kein Date gehabt. Den hexenden Unhold gibt John LaZar, ein hagerer, halbindianischer Charakterkopf, der einst bei Russ Meyer mitspielen durfte und schon in mancher Serie kriminelle Elemente verkörpert hat.
 
 
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Für die Aufgabe der Regie vor Ort kommandiert Corman, dieser ewige Impressario des B-Movies weltweit, seinen Einser-Schüler Jim Wynorski, einen ausgewiesenen Fachmann für wutziges und witziges Horror-, Science-Fiction- und sonstiges Gaga-Kino, ab. Bei uns habt ihr schon über einige seiner Filme gelesen. Alles in allem ein schätzenswerter Mann.
 
 
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Wynorski bestätigt später, was der geneigte Liebhaber des Achtziger-Jahre-Barbarenfilm-Booms bereits vermutet: Roger Corman kann sich nie so ganz verzeihen, dass Anfang der Achtziger andere Produzenten die Verfilmung von Robert E. Howards CONAN-Heftchen auf die Beine stellen und dreisterweise damit auch noch einen Welterfolg landen. Also will er wenigstens mit den gleichen Zutaten arbeiten und sein Stück vom Kuchen mitnehmen. Jene Zutaten stammen natürlich viel eher aus dem Regal des Discounters, machen den testosterongefüllten Zuschauer aber auch satt. Magische Fantasy-Reiche mit Muskelmännern, Titten, Schwertkampfgewalt und dem einen oder anderen Billig-Monster – was will man mehr? Was Wynorski als Bonus für seine Zuschauer gelingt, ist die Beimischung von Humor, der auf dem Papier nicht ins Genre passt. In der Praxis sieht das anders aus. Terlesky ist kein Schwarzenegger, weiß das aber. Genau wie seine Gefährten und Gegenspieler scheint der schwertschwingende Geck zu wissen, in was für einem Mumpitz er da herumstapft und die Zähne zeigt. Vom Regisseur stammt auch der so passende Spruch, dass man versehentlich eine aus der Zeit gefallene Komödie gedreht habe. Passt so.
 
 
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DEATHSTALKER 2 – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Auch im zweiten Teil der spaßigen Reihe – insgesamt wurden derer vier auf die Welt losgelassen – werden keine Gefangenen genommen. Unter der Regie des Schlock-Meisterwerk-Garanten Jim Wynorski wandert der Todesjäger, wie ihn die deutsche Filmwirtschaft seinerzeit verkauft, durch eine halbe Persiflage auf Fantasyfilme, haut aber trotzdem in Schleifen, was ihm vor die Klinge springt. Essentieller Trash!
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER 2 – Zensur

 
 
 
1989 wurde DEATHSTALKER in der deutschen, ungeschnittenen FSK 18-VHS indiziert. Nach Ablauf der 25-Jahres-Frist erfolgte die Listenstreichung, was das Label daredo / Soulfood im Jahr 2019 dazu veranlasste den Kult-Trash auf Blu-ray in Deutschland angeschnitten zu veröffentlichen. Die erhältliche Fassung auf Blaustrahl und DVD ist daher ungeschnitten und komplett. Auf dem Cover befindet sich ein roter FSK-Flatschen. Interessant: Neben der Kinofassung von DEATHSTALKER 2 befindet sich auf der Blu-ray / DVD auch der Director’s Cut.
 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Mediabook mit Blu-ray + DVD auf 1500 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Deathstalker 2; Argentinien | USA 1987

Genre: Fantasy, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 77 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Audiokommentar mit John Terlesky, Toni Naples & Jim Wynorski, Originaltrailer (1:45 Min.), Artworkgalerie (0:54 Min.) | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit Infos zu Film und Darstellern sowie vielen Bildern

Release-Termin: Mediabook: 08.03.2019 | KeepCase: 27.11.2020

 

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DEATHSTALKER 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deathstalker – Der Todesjäger (1983)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 

Filmkritik: „Deathstalker – Der Todesjäger“ (1983)

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DEATHSTALKER – DER TODESJÄGER

(DEATHSTALKER)

Story

 
 
 
Unser Titelheld ist ein umhervagabundierender Schwertmann, der lieber für das Gute antritt. Eine Hexe gibt ihm die Mission, verschiedene magische Relikte aufzutreiben, von denen sich zwei im Besitz des Magier-Diktators Munkar befinden. Auf dem Weg zu diesem Munkar schließen sich dem Deathstalker die knapp bekleidete Kriegerin Kaira und ein findiger Taschendieb an. Sie nehmen an Kampfturnieren teil, deren Sieger zur nächsten Turnier-Runde auf Munkars Festung eingeladen werden. Wäre doch gelacht, wenn unsere Eisenbeißer nicht alle Kräfte bemühen könnten, um dem üblen Hexer das Handwerk zu legen.

 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Kritik

 
 
Passt alles. Die Gewalt ist ordentlich, Langeweile gibt’s nicht und man wird beim Anschauen des Films sofort wieder neun Jahre jung. Die Kaira spielt Lana Clarkson, jene ultra-amerikanisch aussehende Amazone, die in so manchem dieser Filme zu bewundern ist und 2003 von ihrem Mann, dem legendären Musikproduzenten Phil Spector, über den Haufen geballert wird. Angestachelt vom Erfolg des DEATHSTALKER lässt Produzent Roger Corman (ja, an dem Mann führt nix vorbei – niemals!) die Zelte am argentinischen Drehort gleich stehen und improvisiert der fitten Lana den auch geilen BARBARIAN QUEEN auf den knusprigen Leib. Prinzessin Codille wird von Barbi Benton gegeben, die eine ähnliche Biographie vorzuweisen hat, jedoch nicht erschossen wurde. Bisher noch nicht zumindest. Hach, die Barbarenfilm-Welt der frühen Achtziger! Ausgelöst vom Erfolg des geilsten aller Schwarzenegger-Böller, CONAN DER BARBAR, entfaltet sich eine regelrechte Schattenindustrie der Muskelidioten-Meisterwerke. Eine Schattenindustrie, der man noch heute jeden Abend ein Kerzchen anzünden und ein Käsebrot opfern sollte, aus Dank für all die so mordsmäßig unterhaltsamen Trash-Raketen, deren Ästhetik zwischen World Wrestling Federation, den Pulp-Gemälden Frank Frazettas und Dungeons & Dragons-Rollenspielen zuhause ist.
 
 
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Wie bei DEATHSTALKER! Man denkt, es habe zwischen 1982 und etwa 1988 ein inoffizieller Wettstreit bestanden. Ein Turnier, in dem die rücksichtslosesten Regie-Söldner aus den USA, Italien, bis rüber auf die Philippinen beweisen müssen, wer den geilsten Muckibude-gegen-Plastikmonster-Sudelfilm aufs von jeder inneren Qualitätskontrolle befreite Publikum loslassen kann. Wer dieses Turnier auf Produzentenseite für sich entscheiden konnte, wissen wir nicht. Was wir allerdings wissen, ist der erste Platz auf dem Siegertreppchen für den Zuschauer.
 
 
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Kinder, es gibt an manchen Tagen nichts Besseres, als Filme, in denen Bodybuilder ohne Schauspielerfahrung mit weiß glänzenden Raubtierzähnen durch das kalifornische oder römische Hinterland stapfen. Dort treffen sie auf ehemalige Playboy-Bunnys mit unglaublich hochgesprühten Mähnen, G-Strings und manchmal sogar Silikonhupen der garstigen Achtziger-Herstellungsweise – also zwei bewegungslos unter gespannter Haut steckende Tennisbälle, durch deren Mitte ein Motorrad fahren könnte. Dann noch ein Dieb, Elf, Zwerg, untalentierter Zauberer oder anderer Standard-Fantasy-Nebencharakter und die Sache kann losgehen. Gemeinsam muss die Crew wahlweise eine Prinzessin befreien, einen tyrannischen Herrscher stürzen oder einem schlecht in Stop-Motion, Pappmaché oder Pappmaché-Stop-Motion verwirklichtes Riesenmonster Mores lehren.
 
 
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Barbarenfilme sind immer gleich. Ja, gegen den variationsarmen und eigentlich nicht zu begreifend immer unterhaltsamen Stumpfsinn nach Conan sind Genres wie Italo-Western, Kung-Fu-Filme oder Porno-Best-Ofs Blumensträuße der Abwechslung. Trotzdem: Auf der Beerdigung des Rezensenten wird neben LSD-Zwang, einer Free Jazz Band und einem Ringkampfturnier auf ein 48-Stunden-Barbarenmarathon laufen.
 
 
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DEATHSTALKER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Ihr seht, heute steht hier der Text eines Genre-Liebhabers. Im vollbesetzten Umkleidepuff der Barbarenfilme trägt DEATHSTALKER, der erste von insgesamt vier Teilen, eine Kapitänsbinde. Wer Fantasy mag, die statt ätherischer Tolkien-Pose lieber rülpst und ihrem Nächsten auf die Nase haut, der kommt an dieser gut gelaunten Sonnencreme-Rakete von einem Film nicht vorbei.
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Zensur

 
 
 
1985 wurde DEATHSTALKER in der deutschen, ungeschnittenen FSK 18-VHS indiziert. Nach Ablauf der 25-Jahres-Frist erfolgte die Listenstreichung, was das Label daredo / Soulfood im Jahr 2018 dazu veranlasste den Kult-Trash auf Blu-ray in Deutschland angeschnitten zu veröffentlichen. Die erhältliche Fassung auf Blaustrahl ist daher ungeschnitten und komplett. Auf dem Cover befindet sich ein roter FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Mediabook mit Blu-ray + DVD auf 1500 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Deathstalker; Argentinien | USA 1983

Genre: Fantasy, Action, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Originaltrailer (2:03 Min.), Artworkgalerie (2:42 Min., 27 Bilder) | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit Infos zu Film und Darstellern sowie vielen Bildern

Release-Termin: Mediabook: 24.08.2018 | KeepCase: 23.10.2020

 

Deathstalker – Der Todesjäger [Mediabook mit Blu-ray + DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Deathstalker – Der Todesjäger [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DEATHSTALKER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mystor – Der Todesjäger II (1987)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 

Filmkritik: „Drei Engel auf der Todesinsel“ (1984)

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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL

(THE LOST EMPIRE)

Story

 
 
 
Es war einmal. Ein höchst bizarres Busenschwenkerinnen-Trio, wohlüberlegt zusammengecastet aus einer Polizistin mit Rachegedanken, einer taffen Gangsterbraut und der überdrallen Geisterwelt-Indianerin Whitestar schleust sich in die passend biblisch Golgatha getaufte Inselfestung eines irren Sektenchefs mit zwei Identitäten ein. Dessen gehörig üble Ideen der Weltherrschafts-Übernahme müssen freilich sofort unterbunden werden. Als Hindernisse legt der schizophrene Schuft den knusprigen Hüterinnen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung insektoide Monsterroboter, Killeraffen und den glatzköpfigen Stuntman und im Privatleben Motorradbanden-Kriminellen Bob Tessier (das Gesicht kennt jeder, mindestens aus dem A-TEAM und allen anderen Knaben-Actionserien der Eighties) in den Weg.
 
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Kritik

 
 
 
Was. Für. Ein. Film. Als DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL vor wie im Fluge vergangenen 27 Jahren im Nachtprogramm deutscher Privatfernsehens-Hölle versendet wurde, fanden sich die unschuldigen Äuglein manches jugendlichen Zusehers und eventuell späteren Hardcore-Fans der schlockigen Seite des Kinos in Tränen quasireligiöser Erweckung stehend. Geiler Satz. Danke, danke. Das mehr als rassige Russ-Meyer-Sexungeheuer Raven De La Croix kämpft als Kriegerin aus dem Reich der Toten Seit‘ an Seit‘ mit zwei etwas weniger bebend brustlastigen Halbschauspielerinnen gegen die sicherlich sträflich unterbezahlten Heerscharen des Bösewichts. Den verkörpert, als wären alle anderen Freuden dieses kalten Büffets des Grindhouse-Irrsinns nicht schon befriedigend genug, Angus Scrimm – Fans des Horrorgenres als Tall Man aus den PHANTASM/DAS BÖSE-Filmen des sträflich unterschätzten Don Coscarelli bekannt. Dem jungen Filmemacher, welchem die Community des schmutzigen Entertainments diesen Eisbecher und auch Eisbrecher des internationalen Kopfschüttel-Kinos verdankt, sollte das Anheuern eigentlich verblühter B-Stars in gnadenlosen Rumpel-Filmen zum Markenzeichen werden. Neben todesmutiger Verachtung auch der einfachsten Regeln kommerziellen Drehens natürlich. Da sind die Special Effects auch mal eher unspeziell, die abenteuerliche Musik aus der Feder des Carpenter-Kollaborateurs Alan Howarth von eher plastikhafter Synthesizer-Qualität und die Herausstellungsmerkmale der Hauptdarstellerinnen im Textil ihrer Büstenhalter gefangen. Trotzdem, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kinder, erstrahlt hier ein Film auf dem Bildapparat des Heimkinos, der nach dem Anschauen mit einem fürsorglichen Gutenachtküsschen ins Regal gestellt werden muss.
 
 
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Ja, man mag’s sprichwörtlich nicht glauben – selbst wenn’s ja anders nicht geht. Logik und so. Auch ein vermeintlich seit Anbeginn der Sudelfilm-Zeitrechnung existierendes und operierendes Trashologismus-Regie-Schlachtross wie Jim Wynorski hat irgendwann mal seinen Erstling gedreht. Dass es sich bei seinem Einstieg via Chefsessel am Set um ein Feuerwerk des feierlich ausgerufenen schlechten Geschmacks wie DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL handelt, spricht natürlich Bände und ließ Freunde autokinotauglicher Leinwandreißer seinerzeit geradezu frohlocken. Über dreißig Video-Ferkeleien zwischen Monstern, Brüsten und Monsterbrüsten sollten folgen; nicht selten auch mal im Produktions-Tag-Team mit seinem nicht minder schmerzfreien Regisseurs-Kollegen Fred Olen Ray. Wir lehnen uns nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass die vorliegende Model-Möpse-Moonboot-Show zu den besten und unterhaltsamsten Filmen aus der Kralle des guten Jimbo W. zählt. Eine nicht zu leugnende Amerika-Feindlichkeit des hiesigen Trashfilm-Publikums führte zu seligen VHS-Zeiten zu einer gewissen blasierten Ignoranz gegenüber den Werken dieser Generation breit grinsender US-Regisseure ohne Budget. Es ist an der Zeit, diese Leute als das zu würdigen, was sie sind: Die Fackelträger sympathisch hemdsärmeliger B-Hollywood-Filmkunst in Zeiten millionenschwerer und doch seelenloser Giga-Produktionen. THE LOST EMPIRE, wie der Film im Original eher planlos betitelt ist, bietet dem hingerissenen Konsumenten fast alles, was einen standesgemäßen Exploitation-Film am Fuße der achtziger Jahre ausmacht. Amerikanisch verschämte Nackedideleien, comicstriphafte Action, ein debiles Quäntchen Fantasy und im Regelfall schmackiges Tempo. Da ist die angemessen perverse deutsche Synchronisation fast schon Ehrensache. Wir bei FILMCHECKER sind alte Männer und gehen auf keine Partys. Würden wir das doch tun, bekäme DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL von uns völlig unverblümt das Prädikat Partyfilm auf seine schwitzig-schmierige Backe geklebt.
 
 
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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Hier beginnt die Karriere eines immer und immer wieder Resultate liefernden US-Trash-Meisters. Dieser Film ist ein Wirbelsturm knüppeldicker Exploitation mit Unterhaltungs-Versprechen und liegt obendrein in einer Referenz-Edition vor, die sogar Regisseur Jim Wynorski höchstselbst die Spucke wegbleiben ließ.
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Zensur

 
 
 
DREI ENGEL AUF DER TODEESINSEL hatte es in Deutschland nicht leicht. Noch im Veröffentlichungsjahr wurde der Film auf den Index verbannt und erst im Jahr 2009 „entlassen“. Weil niemand den indizierten Fantasyklassiker auf DVD veröffentlichen wollte, hat sich nun SCHRÖDER MEDIA erbarmt und im Zuge der Index-Listenstreichung eine Veröffentlichung direkt auf Blu-ray vorgenommen. Lobenswert. Jetzt kann man diesen seltenen Klassiker ohne Umwege und in bester Qualität im heimischen Wohnzimmer genießen.
 
 
 


 
 
 

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) MIG | Schröder Media (auf 1000 Stück limitiertes BD KeepCase im Schuber)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Lost Empire; USA 1984

Genre: Abenteuer, Action, Komödien

Ton:Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Videopitch, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono) = Kinopitch

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK18 – keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover und Schuber

Extras: Bildergalerie (6:32 Min.), Retro-Trailershow (14:35 Min.): Starker Verkehr, Hell’s Angels ’70, Mandingo, Alles fliegt dir um die Ohren, Die Teuflischen 8

Release-Termin: 01.12.2016

 

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DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei MIG | Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Herkules (1983)
 
Red Sonja (1985)
 
Conan der Barbar (1982)
 

Filmkritik: „Prince of the Sun“ (1990)

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PRINCE OF THE SUN

(TAI YANG ZHI ZI)

Story

 
 
 
In den tibetischen Gipfeln des Himalaja schlüpft ein Knabe ins irdische Jammertal, der als titelgebender Prinz der Sonne dem Bösen auf der Welt endlich einmal den Arsch versohlen könnte. Natürlich haben die Diszipeln der Finsternis besseres zu tun als den Buben zu voller Pracht pubertieren zu lassen und loben sich gegenseitig ein Kopfgeld auf den engelsgleichen Knirps aus. Kämpferin Bencheuk (Cynthia Rothrock) und ihr ebenfalls vor keiner nonverbalen Konfrontation zurückschreckender Waffenbruder Tiger (Conan Lee) werden beauftragt, den Knaben vor allem möglichen Düsternisgesindel zu schützen. Da fliegen die Fetzen links und rechts.
 
 
 


 
 
 

PRINCE OF THE SUN – Kritik

 
 
 
Cynthia Rothrock. Cynthia Fuckin’ Rothrock. Als sich in der westlichen Hemisphäre die Hirne schwafeliger Filmtheoretiker auf der Suche nach der Möglichkeit zur Erschaffung einer weiblichen Actionkino-Heroine heißzwirbelten, hatte Cynthia Rothrock schon fünf Jahre work and live in Hongkong hinter sich und eine ganze Reihe knackiger Chop-Socky-Filme unter ihrer Handvoll schwarzer Gürtel abgehakt. Das war eine andere Güteklasse als die karge Frau Ripley aus den ALIEN-Filmen! Die mehrfache Karateweltmeisterin, Jahrgang 1957, hatte schon bei ihrer Ankunft begriffen, sich dem hysterischen Actionstil der Kronkolonie anzupassen und wirkte mit ihrem beinharten Prügelstil inmitten halsbrecherischer Stunts völlig lebensmüder Chinesen auch nie wie ein großer, blonder Fremdkörper, sondern eher wie gelebte Integration und popkulturelle Bereicherung für den verschworenen Kosmos der damals auf vollen Touren laufenden Actionindustrie. Choreographien und Ideen der dortigen Macher stießen bei der Amerikanerin auf offene Ohren und führten zu einem Output an wilden Martial Arts Filmen, mal albern, mal knochentrocken und ernst, der eine Wiederentdeckung von La Rothrock zu einem wahren Quell ein paar schöner Heimkinostunden machen dürfte.
 
 
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PRINCE OF THE SUN ist nicht nur ein furioser Frack-voll-Film mit dem wilden Östrogentornado aus Delaware in erster Reihe, nein, er ist auch ein weiterer Beweis für die gnadenlose, ähem, „Inspirierbarkeit“ die sich das Weltkino der Exploitation-Filmemacher einst beim teuren großen Bruder Hollywood gestatten konnte. Heute würden amerikanische Anwälte vermutlich die Airforce ganze Straßenzüge in Schutt und Asche bomben lassen. 1990 aber wurden die Füße stillgehalten, als das Regisseursduo Yi-Jung Hua und Wellson Chin mehr als nur ein paar Ideen aus Kalifornien ausborgte und einen lupenreinen Klon des durchwachsenen Eddie-Murphy-Mystizismus-Vehikels AUF DER SUCHE NACH DEM GOLDENEN KIND auf den Markt schoss. Hektisches Karategekloppe, ein bisschen harmlose Grusewuselstimmung, und Effekte, die des Genrefilm-Nostalgikers Herzchen höher schlagen lassen. Ein Fantasy-Martial-Arts-Reißer vom Allerschönsten! Wäre der Film nur ein müder Aufguss der Monsterjagd mit dem Beverly Hills Cop, ohne eigenen, lokalen Charme und die geballte Brutalität von Cynthia und dem mächtigen Conan Lee im Kampf gegen schludrige Lasereffekte und Heerscharen von verprüglungsbereiten Statisten an Drähten, müssten wir uns an dieser Stelle nicht über dem gelungenen Release hier freuen. Glücklicherweise ist PRINCE OF THE SUN aber genau das. Ein Hollywood-Klaufilm mit den feinsten Ingredienzien Hongkong-chinesischer Trivialfilmkunst. Und, gerne wiederholen wir uns hier: Als einziger Film von ihr mit übersinnlichem Anstrich ist er ein geradezu idealer Ansatzpunkt zum Cynthia-Rothrock-Wertschätzungsfestival im heimischen Schundfilmkeller eines jeden richtigen Mannes! Frauen dürfen sich PRINCE OF THE SUN aber auch anschauen, sagt der Feminismusbeauftragte gerade.
 
 
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PRINCE OF THE SUN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Actionreicher Fantasy-Klopper der Kategorie „zu Unrecht in Vergessenheit geraten“. Schädelspaltende Martial Arts aus den Händen einer einzigartigen Protagonistin trifft auf Hongkong-typische Choreographien und Effekte, die heute als retro-cool gelten dürften.
 
 


 
 
 

PRINCE OF THE SUN – Zensur

 
 
 
Sammler ungeschnittener Filmfassungen dürfen sich freuen: Die deutsche Blu-ray basiert auf der Exportfassung, die für den internationalen Markt um etwas Handlung gestrafft werden musste. Aber keine Angst. Ebenfalls auf der Blu-ray ist die ursprüngliche Hongkong-Fassung enthalten, die mehr Filmmaterial (wenn auch in SD-Qualität) zeigt. In dieser wiederum fehlen jedoch ebenso Szenen, die aber in der Exportfassung enthalten sind. Fans dieses Films können demzufolge mit der erhältlichen Blu-ray aus dem Hause SHAMROCK MEDIA nichts falsch machen. Wer den Film komplett haben mag, ist mit dieser Veröffentlichung gut beraten. Diese ist zudem frei ab 16 Jahren – geschnitten werden musste für die FSK nix.
 
 
 


 
 
 

PRINCE OF THE SUN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Shamrock Media / Ascot Elite

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tai Yang Zhi Zi; Hong Kong 1990

Genre: Klassiker, Action, Thriller, Kampfkunst

Ton:Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Gelbes KeepCase mit Wechselcover

Extras: Alternative Filmfassung (Kantonesisch mit englischen Untertiteln), Deutscher Trailer, Englischer Trailer

Release-Termin: 21.07.2015

 

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PRINCE OF THE SUN – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei SHAMROCK MEDIA / ASCOT ELITE.

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Auf der Suche nach dem goldenen Kind (1986)

Filmkritik: „Sindbads fünfte Reise “ (2014)

Sinbad-The-Fifth-Voyage-2014
 
 
 

SINDBADS FÜNFTE REISE

Story

 
 
 
Irgendwo in jenem Bilderbuch-Orient, der so heute unvorstellbar wirkt: Der fiese Magier Deev klaut – wie im legendären SINDBADS SIEBENTE REISE – dem weitgereisten Kapitän (Shahin Sean Solimon) seine Herzallerliebste, Prinzessin Firoozeh (passend exotisch: Sadie Alexandru), unter den Fingern weg. Der macht sein Schiff startklar und bricht auf zur kämpferischen Nummernrevue gegen die Schergen des Zauberers und schließlich den Miesling selbst.

 
 
 


 
 
 

SINDBADS FÜNFTE REISE – Kritik

 
 
 
Wollen wir zuerst einmal die beiden sprichwörtlichen Elefanten verscheuchen, die sich da so wichtigtuerisch auf dem Cover der BluRay von SINDBADS FÜNFTE REISE niedergelassen haben: Patrick Stewart, bei aller finanziell entschädigten Freude am Mitmischen in niedrig budgetierten Filmen, steht zwar an erster Star-Stelle, gibt aber nur den Erzähler. Die beliebte Glatze des Captain Picard glänzt also nicht in die Linse. Dreist – aber als Köder zu entschuldigen. Schwerer wiegt da schon die Betonung der Spezialeffekte als Stop-Motion á la Ray Harryhausen. Es erfreut diesen Rezensenten zwar, wenn ein Publisher einmal etwas anderes als äffische Brutalität in gefliesten Tortur-Kellern zum Alleinstellungsmerkmal einer Veröffentlichung erklärt, trotzdem hat man nach dem hübschen Puppentricks mit Monstern, Riesenvögeln und anderen Unholden aus 1001 Nacht noch fleißig in die Tasten der computerisierten Nachbearbeitung gegniedelt.
 
Regisseur und Produzent, Drehbuchautor und gleich Hauptdarsteller Shahin Sean Solimon ist der Sohn eines iranischen – beziehungsweise vor der islamischen Revolution persischen – Popsängers und wuchs in Florida auf. Nach seinem Erstling DJINN, in dem er auch vor und hinter der Kamera am Ruder stand, erfreut er ein märchenaffines Publikum nun, genauer gesagt bereits 2011, zum zweiten Mal mit Abenteuern aus der Sagenwelt seiner kulturellen Wurzeln. Das ist sympathisch und strotzend vorm Herzblut des Amateurs, wenn wir dieses Wort einmal als das lesen, was es eigentlich bedeutet: Der, der etwas liebt. So kann man die oft euphorisch-hölzern daherrumpelnde Schauspielkunst, die sterile Digitalvideooptik und die steifen Effekte aus dem Heimcomputer auch nicht mit Hochglanzproduktionen aus Kalifornien vergleichen. Stattdessen sehen wir einen Independent-Abenteuerfilm nach bekannten Motiven, der sich redlich müht, die Technicolor-Magie der Fünfziger und Sechziger Jahre zu versprühen. Ob ihm das gelingt, liegt zu mindestens einmal der Hälfte beim Willen des Zuschauers, sich auf freundlich-antiquiertes Kino wie SINDBADS FÜNFTE REISE einzulassen.
 
 
 


 
 
 

SINDBADS FÜNFTE REISE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Liebevolle Märchen- und Fantasyfilm-Hommage, behutsam orientiert an den Vorbildern in Breitwand und Technicolor. Zwar nicht auf dem Level der süßen Farbfilm-Bonbons mit Kerwin Matthews oder John Philip Law und den beliebten Effekten Ray Harryhausens, aber durchaus unterstützenswert.
 
 
 


 
 
 

SINDBADS FÜNFTE REISE – Zensur

 
 
 
SINDBADS FÜNFTE REISE wurde von der FSK bereits für Zwölfjährige freigegeben. Dennoch wurde die aktuelle Heimkinoveröffentlichung mit blauen FSK16-Flatschen in den Handel gebracht, was mal wieder den Trailern auf der Scheibe zu schulden ist.
 
 
 


 
 
 

SINDBADS FÜNFTE REISE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sinbad: The Fifth Voyage; USA 2014

Genre: Horror, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Keine

Bild: 1,85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK 12 (ungeschnittene Fassung), Blu-ray wurde aufgrund des Bonusmaterials ab FSK16 heraufgestuft

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 28.10.2014

 

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SINDBADS FÜNFTE REISE – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sindbads 7. Reise (1958)
 
Sindbads gefährliche Abenteuer (1973)
 
Sindbad und das Auge des Tigers (1977)
 
Sindbad – Herr der sieben Meere (1989)
 

Filmkritik: „Jinn“ (2014)

Jinn-2014
 
 
 

JINN

Story

 
 
 
Böse Dämonen – zu denen auch die Djinn gehören – vermiesen Shawn (Dominic Rains) in diesem Film das Wochenende. Als er ein mysteriöses Videoband zugespielt bekommt, auf dem der verstorbene Vater vor drohendem Unheil warnt, tut sich plötzlich die Hölle auf. Shawn scheint dazu auserkoren zu sein die Menschheit vor den Djinn zu retten und fügt sich seinem Schicksal.
 
 
 


 
 
 

JINN – Kritik

 
 
 
Dass die Djinn nicht immer nur friedliebende Kreaturen sind, die den Menschen ungezwungen Wünsche erfüllen, dürfte seit Kurtzmanns Überraschungshit WISHMASTER längst bekannt sein. Der hat im Jahr 1997 eine düstere Version der bekannten Erzählung von ALADINS WUNDERLAMPE in Umlauf gebracht und damit vor allem das Interesse von Horrorfans geweckt. Viel mit dem ursprünglich islamischen Volksglauben hatte der Splatter-Spass jedoch nicht gemein, denn der bekannte Spezialeffekte-Guru konzentrierte sich zu verkrampft auf das Abhandeln möglichst grafischer Gewaltmomente, so dass der durchaus interessante Glaube vom Djinn etwas ins Abseits geriet. Der gebürtige Detroiter Filmemacher AJMAL ZAHEER AHMAD will das jetzt ändern und kramt für seinen Horrorfilm JINN (die englische Bezeichnung für „Djinn“) noch einmal jene Dämonen hervor, die laut arabischer und islamischer Folklore aus Feuer erschaffen wurden: die Djinn.
 
Die müssen im diesem Dämonen-Thriller zur Strecke gebracht werden, denn seit Jahrtausenden kämpfen die Kreaturen gegen die Menschheit, um die Macht über die Erde an sich reißen zu können. Der ahnungslose Autodesigner Shawn soll das verhindern. Er erfährt vom Fluch der Djinn, der seit Generationen der Familie anhaftet und für den plötzlichen Tod aller Nachkommen verantwortlich gemacht wird. Als Shawn ein mysteriöses Videoband per Post erhält, auf dem der verstorbene Vater vor drohendem Unheil warnt, geschehen plötzlich seltsame Dinge, die nichts Gutes verheißen.
 
Wer die Mythologie vom Djinn und dessen diversen Untergruppierungen nicht kennt, dürfte in diesem Fantasy-Grusler schnell fragend nach Antworten suchen, denn für den unbewanderten Zuschauer entwickelt sich JINN ziemlich schnell zu einer wirren Aneinanderreihung kaum Sinn ergebender Actionsequenzen. Immerhin geht hervor, dass die Wesen im Streifen böse sind und vernichtet werden müssen, bevor sie die Weltherrschaft an sich reißen können und die Menschen versklaven. Bis es jedoch soweit ist, muss sich Filmheld Shawn einer Menge Prüfungen unterziehen. Er gilt als der Auserwählte und soll den Kampf gegen die garstigen Kreaturen aufnehmen. Selbstverständlich besteht der tapfere Mittdreißiger die ihm auferlegten Prüfungen, so dass er ganz souverän den Dolch zücken und sich damit munter durch den Film schlitzen kann. Action am laufenden Band ist in JINN bitter nötig, denn schauspielerisch kann hier keiner überzeugen. Stattdessen überfrachtet der Regisseur sein unausgereiftes Fantasy-Spektakel mit Effekten, damit der Zuschauer nicht davon Wind bekommt, wie es den Schauspielern an Talent mangelt und im Drehbuch wurmt. Letzteres entpuppt sich als dreiste Mogelpackung, denn Regisseur und Drehbuchautor AJMAL ZAHEER AHMAD hat Stoff für eine halbstündige TV-Episode auf Spielfilmlänge geblasen, um JINN als Film bezeichnen zu können. Dem interessierten Horrorfan tut er damit keinen Gefallen, denn der sucht hier nicht nur vergebens nach dem roten Faden, sondern fühlt sich bei so konfusem Effekte-Gewitter sichtlich schnell gelangweilt. Da schmerzt das Cineasten-Herz, wenn Geld für wirklich sehenswerte Effekte verschwendet wird, das manch sehenswertem Horror-Indie in der Kasse fehlt. Wir können von JINN nur abraten, denn mit diesem langweiligen Fantasy-Horror vermiest man sich nur den Tag.
 
 
 


 
 
 

JINN – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
In JINN ist einiges schiefgelaufen. Zwar bekommt der Horrorfan ansprechende Effekte geboten; schauspielerisch und dramaturgisch ist dieser Fantasyfilm leider unter aller Kanone. Vielleicht sollte sich Regisseur AJMAL ZAHEER AHMAD demnächst vornehmlich auf das Drehen seiner Filme konzentrieren und das Schreiben von Drehbüchern Leuten überlassen, die sich damit auskennen. Sein JINN ist nicht nur vollkommen spannungsfrei inszeniert; dem Film fehlt der rote Faden und eine richtige Geschichte. Letztere besteht hier nur aus einer Aneinanderreihung wirrer Kampf- und Actionszenen, die scheinbar verbergen sollen, dass der Macher unausgereifte Einfälle zu Papier gebracht hat und daraus unbedingt einen Langfilm machen musste. Absolute Zeitverschwendung!
 
 
 


 
 
 

JINN – Zensur

 
 
 
Sonderlich hart ist JINN nicht. Hierzulande hat der Streifen keine Probleme mit der FSK erhalten und wurde bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben – selbstverständlich in ungekürzter Form.
 
 
 


 
 
 

JINN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WVG Medien GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Jinn; USA 2014

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray ohne Wendecover

Extras: Trailershow, Bildergalerie

Release-Termin: 31.10.2014

 

Jinn [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

JINN – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Wishmaster (1997)
 
Wishmaster 2 – Das Böse stirbt nie (1999)
 
Wishmaster 3 – Der Höllenstein (2001)
 
Wishmaster 4 – Die Prophezeiung erfüllt sich (2002)
 

Filmreview: „Die Schlümpfe“ (2011)

 

Auf der Flucht vor Gargamel springen Papa Schlumpf, Schlumpfine und einige andere Schlümpfe durch einen Zeitstrudel und landen im heutigen New York.

Dabei treffen sie auf ein junge Päärchen und bitten es ihnen bei ihrer Heimreise zurück ins geliebte Dorf zu helfen. Doch Gargamel ist den Schlümpfen auch in der Gegenwart dicht auf den Fersen.

 

 

Hurra, die „Schlümpfe“ sind da.

Wer kennt sie nicht, die kleinen frechen blauen Kobolde, die uns als Kind so manch abenteuerliche Flimmerstunde und so einige kreative Schulstunden-Kritzeleien beschert haben. Damit nun endlich auch Generation „Spangebob“, „Xbox“ und „Facebook“ in den Genuss der abenteuerlichen Geschichten rund um Papa Schlumpf, Schlumpfine und Gargamel kommen dürfen, wirft der Verleih Sony erneut die „Remake“- Maschinerie an und brezelt eine völlig unbrauchbare Real-Neuverfilmung in die hiesigen Kinoleinwände.

Eins vorweg, außer den Namen der Schlümpfe, deren Optik und den ständig ergebnisfreien Neckereien Gargamels hat diese extrem nervige Realverfilmung mit dem überaus charmanten Grundton der original Zeichentrickserie und den Comics nicht mehr viel gemein.

Schon allein der Gedanke die blauen Gnome aus ihrer Zeichentrick-Welt herauszureißen und in die reelle Gegenwart zu transferieren grenz schon an einer cineastischen Vergewaltigung.

Warum nur müssen eigentlich diverse Zeichentrickhelden unserer Kindheit derzeit ständig real animiert und Teil irgendwelcher gegenwärtigen Castings-Shows („HOP„), Plattenlabels („Alvin und die Chipmunks„), oder Werbeagenturen („Schlümpfe„) werden?

Man sollte sich auf der Zunge zergehen lassen, dass die Schlümpfe in aktueller Verfilmung Grund dafür sind, dass die Kampagne eines Modellabels ein voller Erfolg wird. Äh, hallo „Sony“? Schlümpfe und Modelabel? Wer ist denn auf derart bescheuerte Ideen gekommen?

Ich frag mich echt langsam, warum uns die Majors mit so einem cineastischen Dünnschiss umnebeln müssen.

Sicherlich dürfte die aktuelle Verfilmung der„Die Schlümpfe“ mit ihren schwindelerregenden und epilepsieverursachenden Schnitten und quitsch-bunten Bildern auf rege kindliche Zustimmung stoßen und derzeitig auf allen Schulhöfen für enorm Gesprächsthema sorgen, der erwachsene Kinobegleiter dürfte jedoch nach Sichtung geschockt in seinem Kinosessel sinken und fassungslos auf den Abspann starren.

Trotz harter Kritik:

Positiv nennenswert sind der Part der schwangeren Grace und „Schlumpfine“ . Beide bieten überhaupt annähernd Schauwert in diesem arg unsinnigen miserablen Werk und sind der einzige Lichtblick in diesem total überdrehten Kinderfilm.

Schlumpfine“ und „Grace“ harmonieren hervorragend und es gelingt ihnen sogar etwas Tiefgründigkeit, Wortwitz und emotionale Wärme in das so schon recht hektische und sterile Geschehen einzubinden.

Der Rest der Schlümpfe, allen voran „Papa Schlumpf“ , bleiben blass und lieblos.

Die Figur des „Gargamel“ wurde kurzum als strunz-dummer Kasper und Spast im total seltsamen Fummel, sein tierischer Begleiter „Azrael“ als Grimassen-Clown umfunktioniert.

Sicherlich gibt es bei weiten dümmere und schlechtere Filme und sicherlich bieten „Die Schlümpfe“ trotz aller Kritik noch genügend kurzweilige, einfache und sinnfreie Unterhaltung für das jüngere Publikum (die, ich gehe mit Sicherheit davon aus, leider Gottes in naher Zukunft mit einer Fortsetzung belohnt werden wird).

Dennoch, dass sich Drehbuchschreiber so unrespektabel an unser aller Kinderheitshelden vergehen und sie so seelen- und lieblos in total unklar-idiotische Handlungsstränge transferieren ist eine Zumutung.

Das haben die kleinen lustigen blauen Kobolde von damals wirklich nicht verdient.

 

 

Fazit 4,5/ 10

 

Seelen- und liebloses Comeback vertrauter  Kindheithelden. Auf eine glaubhafte und liebevolle Story wurde gänzlich versichtet, auf witzige Jokes natürlich auch. Warum es letztendlich überhaupt ein Realfilm-Comeback geben musste entzieht sich mir jeglicher Logik.

 

Hellraiser80