Filmkritik: „Never Hike Alone“ (2017)

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NEVER HIKE ALONE

Story

 
 
 

Blogger Kyle McLeod wandelt auf den Spuren des Kultkillers JASON VOORHEES und trifft dabei schnell auf den Antihelden höchstpersönlich. Mit blutigen Folgen.

 
 
 


 
 
 

NEVER HIKE ALONE – Kritik

 
 
 
Was Fans nicht alles für ihre Lieblings-Horrorfilmhelden tun. Die werden gern mal vergöttert wie richtige Stars, obwohl es eigentlich fiktive Figuren sind, die von irgendwelche Drehbuchschreibern und Tricktechnikern zum Leben erweckt wurden. Da werden nicht selten regelrechte Filmaltare im heimischen DVD-Regal gebaut, sich verkleidet wie der kultige Antiheld oder auch mal gern selbst zur Kamera gegriffen. Letzteres hat auch VINCENTE DISANTI gemacht. Der scheint ein großer Verfechter der wohl beliebtesten Slasher-Reihe der Welt zu sein und hat sich mit einem selbst gedrehten Fanfilm ein Denkmal gesetzt. Die Rede ist von NEVER HIKE ALONE – einem Horrorfilm, der durch Crowdfunding finanziert wurde und die legendäre FREITAG DER 13.-Filmserie rund um Kult-Killer JASON VOORHEES weiterspinnt. Entstanden ist professionelles Filmmaterial, das so souverän inszeniert wurde, dass man meinen könnte NEVER HIKE ALONE sei wirklich ein weiterer Ableger des Camp-Gemetzels, der vom tatsächlichen Rechteinhaber in Auftrag gegeben wurde. Leider scheint Filmstudio PARAMOUNT PICTURES nach dem finanziellen Flop RINGS kein sonderlich großes Interesse mehr am Franchise zu besitzen. Jegliche Pläne für Fortsetzungen wurden aufs Eis gelegt, obwohl Anhänger der Reihe sehnlichst auf ein neues Sequel warten. Umso mehr dürfte es FREITAG DER 13.-Fans freuen, was hier mit viel Herzblut entstanden ist. NEVER HIKE ALONE überzeugt durch gute Kameraarbeit, stimmungsvollen Klangteppich und punktgenaue Schocks. Da kann man nur hoffen, dass der Film Anklang findet und die Studiobosse von PARAMOUNT hellhörig macht, damit die Abenteuer rund um den Machete schwingenden Killer JASON in die nächste Runde gehen können.
 
 
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In NEVER HIKE ALONE will sich ein erfolgreicher Vlogger auf eine Erkundungsreise begeben mit dem Ziel das berüchtigte Camp am Crystal Lake zu finden in dem sich in den 1980ern Schauriges zugetragen hat. Dort ist ein ertrunkener Junge von den Toten zurückgekehrt, um den Tod seiner Mutter zu rächen. Dabei tötete er unzählige Jugendliche, die dort im Camp einfach nur Spaß haben wollten. Natürlich findet Kyle McLeod das legendäre Ferienlager nach langer Suche in den Wäldern. Doch er ist da nicht allein. Der Killer mit der Hockey-Maske treibt nämlich dort noch immer sein Unwesen und radiert jeden aus, der das Camp ohne Einladung betritt. Jene Erfahrung muss bald auch Kyle machen. Der trifft auf Serienmörder JASON VOORHEES und muss um sein Leben bangen. Er versucht zu flüchten. Doch die Flucht aus dem Camp ist gar nicht so leicht, wie gedacht. Der unkaputtbare Killer lässt sich nämlich nicht so leicht abschütteln und nimmt die Verfolgung auf. Ob es dem neugierigen Blogger gelingt, lebend zurück in die Zivilisation zu finden? Nach knapp 53 Minuten wird man es wissen.
 
 
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NEVER HIKE ALONE ist ein Film von Fans für Fans der beliebten Filmreihe. Obwohl der Streifen nicht einmal Spielfilmlänge erreicht, entwickelt der Slasher schnell eine bemerkenswerte Dynamik, die es vor allem in den letzten 20 Minuten versteht zu packen. Da erscheint die Horrorfilmikone endlich auf der Mattscheibe und nimmt eine atemstockende Verfolgungsjagd auf, die teilweise schon spannender ist, als einige der älteren Fortsetzungen zusammen. Bis jedoch gemetzelt werden kann, muss auch eine Geschichte erzählt werden. Die fokussiert sich auf die erste halbe Stunde und begleitet Held Kyle auf der Suche durch die Wälder nach dem sagenumwobene Schauer-Camp. Dabei macht Regisseur und Drehbuchautor VINCENTE DISANTI hin und wieder von Found-Footage-Elementen Gebrauch in denen der Hauptdarsteller durch Einsatz einer Handkamera mit dem Zuschauer spricht, um ihm alle wesentlichen Details seiner Suche zu erläutern. Offensichtlich scheint Filmemacher VINCENTE DISANTI die bisher zwölf gedrehten Filme um den Hockeymaskenmörder akribisch analysiert zu haben. Dessen Bewegungen und Gestiken wurden exakt aus den bereits veröffentlichten Filmen entnommen. Auch die Optik des Killers – der übrigens im Film auch kurz ohne Maske gezeigt wird – entspricht haargenau der Vorlage und macht NEVER HIKE ALONE deshalb zu einem Fanfilm, der wegen seiner Professionalität schon fast Kinoqualität erreicht.
 
 
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In Interviews erklärte Regisseur VINCENTE DISANTI, dass ihm die Idee zum Fanfilm ganz nebenbei kam. So baut er ein Jason-Kostüm und wollte davon im Wald einige Fotos machen. Das bereitete offenbar soviel Freude, dass daraus bald mehr wurde. So kam ihm eine Geschichte über einen Wanderer in den Sinn, der fernab der Zivilisation von JASON VOORHEES gejagt werden sollte. Von dieser Idee erzählte er DREW LEIGHTY – einem Produktionsassistenten mit dem er zusammen am Animationsfilm ROCK DOG arbeitete. Auch der war sofort Feuer und Flamme. So kam was kommen musste: Man trommelte ein kleines, ambitioniertes Team zusammen, das in den Wäldern Szenen für einen kleinen Filmtrailer anfertigte, um das Interesse all derer gewinnen zu können, die eine Leidenschaft für die FREITAG DER 13.-Filme besitzen. Das Feedback war überwältigend. Deshalb sammelt man Geld auf KICKSTARTER, um aus dem Trailer einen Fanfilm inszenieren zu können. Das kam schnell zusammen und die Dreharbeiten konnten starten. Der Rest ist Geschichte – das Resultat bemerkenswert.
 
 
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NEVER HIKE ALONE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Von einem dem es Leid war, vergebens auf eine weitere Fortsetzung von FREITAG DER 13. zu warten. Regisseur VINCENTE DISANTI ist großer JASON VOORHEES-Fan und wollte schon immer mal einen Film über seinen Lieblingskiller machen. Zwar landete er in der Filmindustrie, aber nicht dort, wo es ihm hätte ermöglicht werden können Filme zu drehen. Gleiches Schicksal erlitt auch DREW LEIGHTY. Der wollte sich schon immer mal als Schauspieler ausprobieren, wurde aber letztendlich „nur“ Produktionsassistent. Demzufolge taten sich beide zusammen und erfüllten sich Träume. Der eine machte den Film, den er schon immer mal machen wollte und der andere konnte darin seine Fähigkeiten als Schauspieler unter Beweis stellen. Entstanden ist etwas Großartiges, das vor allem Fans der legendären Filmreihe begeistern wird. Zwar ist NEVER HIKE ALONE nicht ganz so blutig ausgefallen, wie die Originalfilme des Franchise. Dennoch kann sich der professionell gemachte Fanfilm sehen lassen. Billig? Fehlanzeige! NEVER HIKE ALONE hinterlässt einen hochwertigen Eindruck und macht Lust auf mehr. Vielleicht schafft es der Streifen bis hoch in die Chefetage von PARAMOUNT und überzeugt die Studiobosse davon, dass Regisseur VINCENTE DISANTI nicht nur eingeschworener Fanboy ist, sondern auch der richtige Mann auf dem Regiestuhl für eine weitere Fortsetzung der Original-Filmreihe. Talente hat der Freitag-Fan definitiv.
 
 
 


 
 
 

NEVER HIKE ALONE – Zensur

 
 
 
Für einen inoffiziellen FREITAG DER 13.-Film ist der hier besprochene NEVER HIKE ALONE erstaunlich züchtig ausgefallen. Erst gegen Ende kommt etwas Gewalt ins Spiel, die aber nicht sonderlich zeigefreudig ausfällt. Ein Kopf wird von Jason zerquetscht, eine Machete bohrt sich durch Körper und auch Kultkiller Jason wird mit einer Axt bearbeitet. Sollte der Film überhaupt hierzulande erscheinen, dürfte der Slasher problemlos eine FSK16 erhalten.

 
 
 


 
 
 

NEVER HIKE ALONE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Womp Stomp Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Freitag der 13. (1980)
 
Freitag der 13. Teil 2 (1981)
 
Und wieder ist Freitag der 13. (1982)
 
Freitag der 13. – Das letzte Kapitel (1984)
 
Freitag der 13. Teil V – Ein neuer Anfang (1985)
 
Freitag der 13. – Jason lebt (1986)
 
Freitag der 13. – Jason im Blutrausch (1988)
 
Freitag, der 13. (2009)
 

Filmkritik: „Camp – Tödliche Ferien“ (2015)

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CAMP – TÖDLICHE FERIEN

(SUMMER CAMP)

Story

 
 
 

Der Titel lässt einen Slasher-FIlm vermuten, doch CAMP – TÖDLCIHE FERIEN ist im Zombiegenre beheimatet: Vier Mittzwanziger wollen ein Sommercamp auf Fordermann bringen. Leider kommt es zu einem Zwischenfall und die Freunde verwandeln sich in reissende Bestien.

 
 
 


 
 
 

CAMP – Kritik

 
 
 
Spanien ist immer eine Filmreise wert. Das Land des guten Essens und der feurigen Tänze hat sich über die letzten Jahre zum Eldorado für Grusel – und Horrorfans entwickelt. Was hier entsteht, kann sich mittlerweile mit dem messen, was in Hollywood fabriziert wird. Das hat man wohl auch in der Traumfabrik erkannt und sich die Rechte an diversen spanischen Kinohits gesichert. Der Zweck: Wenig glanzvolle Neuinterpretationen für den amerikanischen Markt produzieren. So auch geschehen mit dem Zombiestreifen [REC]. Weil der auch über die Landesgrenzen hinaus zum Kassenschlager wurde, musste die glattgebügelte Neuauflage her. Mit dem Found-Footage-Schocker QUARANTÄNE bastelte sich Hollywood seine eigene Version der genannten Zombie-Hatz und spielte damit sogar weltweit mehr Scheine ein, als die spanische Vorlage. Damit sich das Filmstudio das Remake sparen und die amerikanischen Zuschauer keine lästigen Untertitel lesen müssen, hat man den CAMP – TÖDLICHE FERIEN (Originaltitel: SUMMER CAMP) direkt in englischer Sprache gedreht. Der bleibt auch gleich beim Thema Zombies – offensichtlich, weil man damit beim Publikum nach wie vor gut landen kann. Anders als bei den üblichen Verdächtigen gibt es in dieser spanischen-amerikanischen Produktion überraschenderweise Neuerungen zu sehen. In CAMP – TÖDLICHE FERIEN verwandeln sich infizierte Menschen nach der Verwandlung zurück in Menschen. Frischer Wind also, der für Abwechslung sorgen soll. Doch, ob das nach gefühlt mehreren Tausend Filmen dieser Art überhaupt noch möglich ist, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
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In CAMP treffen drei Amerikaner und ein Einheimischer erste Vorbereitungen, um ein spanisches Ferienlager auf Fordermann zu bringen – bevor die Schüler anreisen. Doch die Ferienzeit steht unter keinem guten Stern. Sorge bereitet ein vermeintlich tollwütiger Hund, der im hauseigenen Streichelzoo andere Tiere verletzt und auch sonst ein aggressives Verhalten an den Tag legt. Aber der mutige Will (DIEGO BONETA) kennt sich aus. Er ist mit Tieren aufgewachsen und traut sich in den Käfig des erkrankten Tieres. Keine gute Idee; der Hund beißt zu. Doch der verletzte Arm ist nichts im Vergleich zu dem, was folgen wird. Die Freunde verwandeln sich nacheinander in unaufhaltsame Bestien und wollen den Übrigen an den Kragen. Seltsamerweise ist die Verwandlung nur von kurzer Dauer. Kaum wie eine Furie kreischend durchs Camp geflitzt, findet man sich wenig später verstört und orientierungslos auf dem Grundstück wieder. Lange bleibt die Ursache des Zombiewerdens ungeklärt. Bis man auf einer Wiese vor dem Ferienlager einen verlassenen Wohnwagen entdeckt.
 
 
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DAWN OF THE DEAD trifft auf 28 DAYS LATER. Am besten aber lässt sich der spanische Horrorbeitrag mit dem Epidemie-Streifen THE CRAZIES vergleichen, der vom Zombie-Vater GEORGE A. ROMERO persönlich gedreht und bereits über 40 Jahre auf dem Buckel hat. Dort verseucht ein biochemischer Kampfstoff das Grundwasser einer amerikanischen Kleinstadt und macht aus Bewohner aggressive Killer. Ganz ähnlich handhabt das auch ALBERTO MARINI. Der gibt zwar mit CAMP – TÖDLICHE FERIEN sein Regiedebüt, ist aber in spanischen Filmkreisen kein Unbekannter, weil er schon an mancher Horror-Produkion Spaniens beteiligt gewesen ist. So produzierte er nicht nur die erfolgreiche [REC]-Serie, den sehenswerten Thriller SLEEP TIGHT und den Weltuntergangsfilm LAST DAYS mit. Auch in Filmen wie EXTINCTION, DARKNESS und BEYOND RE-ANIMATOR hatte er seine Finger mit im Spiel. Gut unterhalten wird man mit CAMP. Filmemacher ALBERTO MARINI (übrigens gebürtiger Italiener) schafft es tatsächlich ein mittlerweile zu Tode gefilmtes Filmthema so zu inszenieren, dass man gebannt vor der Glotze verharrt. Warum das so ist, lässt sich einfach erklären. Der Regisseur jagt den Zuschauer unermüdlich durch ein hektisch zusammengeschnippeltes Szenario und gibt ihm kaum Gelegenheiten für Verschnaufpausen. Schock folgt auf Schock und gefackelt wird nicht lang. Das erhöht den Herzschlag und drischt auf das Nervenkostüm ein. Da muss man einfach wissen wie es ausgeht!
 
 
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Apropos ausgehen: Makaber, bitterböse und zynisch wird CAMP abgeschlossen. Der Auslöser der Verwandlung zieht weite Kreise und lässt das Publikum mit einem mulmigen Bauchgefühl zurück. Auch deshalb, weil Macher Marini Kompromisse scheut. Er meint es alles andere als gut mit seinen Figuren und lässt sie nacheinander gnadenlos über die Klinge springen. Dabei spielt er ganz unverfroren mit der Erwartungshaltung des Zuschauers. So gibt es im Film immer mal wieder genretypische Momente zu sehen, die dann doch andere Wege einschlagen, als man vermuten würde und gewohnt ist. Spätestens hier wird klar, dass es sie trotzdem noch gibt: gute und sehenswerte Zombiefilme, die fesseln. Leider werden die immer rarer.
 
 


 
 
 

CAMP – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schnörkelloser Zombiefilm – adrenalinlastig und packend inszeniert. Wenn sich Helden in aggressive Mörderbestien verwandeln und sich mit ohrenbetäubendem Lärm durch schlecht ausgeleuchtete Szenarien bewegen, kommt nicht nur Gruselstimmung auf. In seinem besten Momenten erinnert CAMP – TÖDLICHE FERIEN atmosphärisch sogar hin und wieder an das Remake zu EVIL DEAD in dem vom Prinzip ähnliche Handlungsverläufe zu sehen waren und sich Freunde vor sich selbst in Acht nehmen mussten. Die amerikanisch-spanische Produktion CAMP glänzt durch markerschütternde Hetzjagden, die kaum Zeit zum Verschnaufen geben. Ist erst einmal einer der Protagonisten infiziert, geht es Schlag auf Schlag. Weil sich Regisseur ALBERTO MARINI aufs Wesentliche reduziert und Nebensächlichkeiten außer Acht lässt, bleibt der Überlebenskampf über weite Strecken wirklich spannend. Das soll schon was heißen, in einem Subgenre, das seit Jahren die immer wieder gleichen Geschichten abspult. CAMP kann als die spanische Antwort zum Zombiethriller THE CRAZIES gewertet werden. Zombie-Vater GEORGE A. ROMERO hätte da vermutlich nichts einzuwenden. Auf den FANTASY FILMFEST WHITE NIGHTS 2016 zumindest konnte der Streifen manches Horrorfanherz begeistern. Das ist auch kein Wunder, denn CAMP ist ein kleiner, dreckiger Zombietrip mit ordentlich Tempo und einer fiesen Schlusspointe obendrein.
 
 
 


 
 
 

CAMP – Zensur

 
 
 
Für einen Zombiefilm hält sich CAMP (OT: SUMMER CAMP) ziemlich zurück mit der Zurschaustellung von Grausamkeiten. In den meisten Fällen blendet die Kamera weg. Einiges gibt es aber zu sehen. Ein Ast bohrt sich durch die Brust, ein Mann wird mit gepfählt und ein Hund beißt sich in einem Arm fest. Hierzulande hat CAMP – TÖDLICHE FERIEN in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

CAMP – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Summer Camp; Spanien 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 84 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 02.03.2018

 

Camp – Tödliche Ferien [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

CAMP – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Filmax International | Studio Hamburg)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Hive (2015)
 
The Crazies (1973)
 
The Crazies (2010)
 

Filmreview: „Solo“ (2013)

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SOLO

Story

 
 
 

Die angehende Feriencampmitarbeiterin Gillian soll auf einer verlassenen Insel ihr Können unter Beweis stellen, muss stattdessen jedoch um ihr (Über)Leben bangen …

 
 
 


 
 
 

SOLO – Kritik

 
 
 
Filmfreunde, die vor geraumer Zeit den höchst ansprechenden Trailer zum EVIL DEAD-Remake (2013) gesehen haben, dürften vermutlich die Trailermacher in Grund und Boden verflucht haben. Hier wurde zwar geschickt zusammengeschnitten, aber, wie so oft in den letzten Jahren, die besten Szenen des Splatterwerks vorweggenommen. Ähnlich verhält es sich bei der Vorschau zu SOLO, die im Grunde genommen den ganzen Film in knapp zwei Minuten zusammenfasst. Demzufolge sollte man sich den Trailer möglichst verkneifen, möchte man sich den Spaß am Filmeschauen nicht verderben lassen. Der Thriller SOLO ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass es für gute Filme keiner großen Geschichten bedarf. Außer fünf Protagonisten, einer kleinen Insel und Legenden die um die Idylle ranken, benötigt Regie-Neuling ISAAC CRAVIT nicht viel, um rund 90 Minuten zu unterhalten. SOLO lief bereits Oktober 2013 im Rahmen des TORONTO AFTER DARK FILM FESTIVALS, was Genrefans vermutlich hellhörig lassen dürfte, laufen dort meist ausgewählte Gruselstreifen, die nicht selten von hoher Qualität zeugen. Und in der Tat, SOLO ist besser, als das magere Produktionsbudget verspricht.
 
Wir begleiten die TV-erprobte ANNIE CLARK als zwar traumatisierte, aber sich wacker schlagende Gillian „Solo“ in ein kleines Feriencamp irgendwo im Wald. Sie hat in der Vergangenheit ganz schön viel Mist durchgemacht und versucht durch einen neuen Job als Campbetreuerin ihr gewohntes Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Pillen helfen, den Tagesablauf sicher bestreiten und den tragischen Tod ihrer Schwester zu vergessen. Doch bevor Gillian ihre neue Stelle antreten darf, werden ihre Qualifikationen auf die Probe gestellt. Campleiter Fred (RICHARD CLARKIN) bringt sie zu einer kleinen Insel, auf der sie zwei Tage verweilen und Pfadfinderfähigkeiten unter Beweis stellen soll. Doof nur, dass ihr zuvor einige unheimliche Legenden über das vermeintlich idyllische Eiland zu Ohren gekommen sind und ihr bald bange Stunden bescheren werden. Zum Glück ist die geistig instabile Jugendliche immer via Funkgerät in Kontakt zum Festland, so dass ihr auch gleich ein älterer Herr namens Ray (DANIEL KASH) zur Hilfe eilt, der meint, einen hilfesuchenden Funkspruch Gillians erhalten zu haben. Die scheint zwar anfänglich über das Missverständnis verdutzt, ist aber froh darüber nicht ganz so allein auf der gruseligen Insel zu sein. Ganz so verlassen wie an anfänglich gedacht ist der Ort jedoch nicht, denn das verängstigte Mädchen findet bald ein verlassenes Zelt inmitten des Waldes, in dessen Inneren Gillian mysteriöse Farbfotos von Kindern eines Feriencamps entdeckt.
 
Sind wir hier im Camp Crystal Lake oder was? Die Thematik lässt zumindest schwer darauf schließen, denn wenn es um Feriencamps geht, dürfte sich der Zuschauer vermutlich schnell an die berüchtigte FREITAG DER 13.-Reihe zurückerinnert fühlen. Die Route führt dann aber doch in ein ganz anderes Genre und mit bekannten Slasher-Klischees oder gar dem Hockeymaske tragenden Kult-Meuchler JASON VOORHEES hat SOLO rein gar nix am Hut. Regisseur ISAAC CRAVIT hat die wichtigsten Vertreter des Horrorfilms genauestens studiert, so dass der Zuschauer in seinem ersten Langfilm (zumindest am Anfang) ganz schön dreist an der Nase herumgeführt wird. Die Ausgangslage hätte verworrener nicht sein können. Nicht nur, dass Gillian täglich reichlich Medikamente zu sich nehmen muss, um den Tag bestreiten zu können; auch unheimliche Spukgeschichten ranken sich um die verlassene Insel. CRAVIT hält sich viele Optionen offen, wobei (sofern man sich noch nicht den Trailer angeschaut hat) nicht gleich wirklich ersichtlich ist, was SOLO denn nun eigentlich sein soll? Handelt es sich hier um Spuk-Horror von der Stange oder um gar einen knüppelharten Psychothriller, der die erschütternde Vergangenheit der Protagonistin zum Mittelpunkt des Films macht? Ist die Bedrohung rein psychologisch oder tatsächlich greifbar? Antworten die CRAVIT geschickt bis zur Filmmitte zu verschleiern versteht. Umso ernüchternder, dass das raffinierte Rätselraten in der Halbzeit zugunsten der gängigen Horrorregeln an Kreativität missen lässt. Immerhin ist ANNIE CLARK ein wirklicher Pluspunkt dieses kleinen, handwerklich sehenswerten Films. Die hat nämlich nicht nur eine unverkennbare Ähnlichkeit mit dem Teenie-Idol JENNIFER LAWRENCE (HOUSE AT THE END OF THE STREET), sondern überzeugt durch eine Natürlichkeit, die ihren Charakter recht sympathisch erscheinen lässt. Der smarten Schauspielerin gelingt es, den kurzen Wildnis-Schocker fast gänzlich allein zu tragen; ihr Agieren ist stets nachvollziehbar und logisch, was ja bei Teenagern im Horrorfilm selten gegeben ist. Trotz ausreichend Supsense bleibt auch Gillians Hintergrundgeschichte nicht unbeleuchtet. Ihr Schicksal und die Quelle ihrer Albträume werden bruchstückhaft im Verlauf der Geschichte gelüftet, wobei man jedoch auch bei SOLO bemängeln muss, dass die Entwicklung der Charaktere leider etwas oberflächlich abgehandelt wird. SOLO ist zeitgleich ANNIE CLARKS Spielfilmdebüt. Nach diversen TV-Serien fasst sie nun Fuß im Kinofilm und macht dabei gar keine üble Figur. Den Filmfan wird’s freuen, hält er mit SOLO ein ansprechendes und mysteriöses Stück kanadisches Suspensekino in den Händen, das sich auf jeden Fall zu den besseren Vertretern innerhalb des Horrorgenres zählen darf. Wer es kurz, schnörkellos und spannend mag, ist bei SOLO genau richtig. Da darf man gespannt sein, was Regie-Neuling ISAAC CRAVIT demnächst noch so alles an Projekten auf Film bannen wird – dieser Einstieg ins Filmbusiness ist schon einmal ein solider Anfang!
 
 
 


 
 
 

SOLO – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Klein aber oho. SOLO ist kanadisches Supsensekino vom Feinsten und ein gelungener Einstieg ins Filmbusiness für Regie-Newcomer ISAAC CRAVIT. Es muss nicht immer nur Horror mit dem Holzhammer sein. Manchmal sind die kleinen unscheinbaren Streifen die, die es ganz schön in sich haben.
 
 
 


 
 
 

SOLO – Zensur

 
 
 
Bis auf eine kurze Splatterszene am Ende gibt es in SOLO nix, was dem Gewaltfan gefallen dürfte. Demnzufolge wird SOLO mit Sicherheit ungeschnitten ab 16 Jahren in den Handel kommen.
 
 
 


 
 
 

SOLO – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Black Rock (2012)

The Mooring (2012)

Filmreview: „Bloody Bloody Bible Camp“ (2012)

Bloody Bloody Bible Camp
 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP

Story

 
 
 
Es ist 1977 und eine Gruppe bibeltreuer (*hust*) Teenager begibt sich für einige Tage in das fromme „Happy-Day-Bibel-Camp“, dass sich inmitten eines dicht bewachsenen Waldgebietes befindet. Doch an Beten und Beichten ist hier nicht zu denken, denn die gelüstge Rasselbande hat Anderes im Sinn. Schnell sind einige Joints gedreht und Alkohol gekauft, als auch schon eine vermummte Gestalt durchs Geäst schleicht und die Jugendlichen für ihr unchristliches Verhalten mit dem Tode bestraft. Sieben Jahre später, die Morde der sadistischen Nonne Mary Chopper (TIM SULLIVAN) gehören bereits unlängst der Vergangenheit an, wagen sich erneut einige Teens in das sagenumwobene Feriencamp. Trotz ausdrücklicher Warnungen der Einheimischen, lässt sich Pfarrer Richard Cummings (REGGIE BANNISTER) nicht von seinem Vorhaben abbringen, zusammen mit seiner kleinen Herde unerzogener Gören einige nette und erlebnisreiche Tage in dem geheimnisvollen Feriencamp zu verbringen. Unbeirrt richten sich die Jugendlichen häuslich ein, als auch schon der erste unsittliche Teen spurlos verschwindet …
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Kritik

 
 
 
Als 1971 der erste moderne Teen-Slasher mit dem Titel IM BLUTRAUSCH DES SATANS über die weltweiten Kinoleinwände flimmerte, hatte vermutlich kaum ein ernstzunehmender Filmkritiker mit derart Langlebigkeit dieses Horror-Subgenres gerechnet. Wurde die Popularität des Slasherfilms mit HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS und FREITAG DER 13. maßgeblich gefestigt, so löste der finanziell äußerst lukrative Teen-Slasher in den 80er Jahren einen wahren Horror-Boom aus. Vor allem unter Jugendlichen genossen die teilweise arg derben und billig heruntergekurbelten Filmchen Kultstatus und brachten eine regelrechte Lawine von thematisch ähnlichen Filmen ins rollen. Ob SLEEPAWAY CAMP, THE BURNING oder A NIGHTMARE ON ELM STREET – kaum ein Filmstudio existierte, das nicht auch einige Dollars aus dem bereits totgetrampelten Genre herausschlagen wollte und mehr oder wenige sinnvolle Beiträge ins Kino brachte oder direkt auf VHS veröffentlichte.
 
 
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Der vorliegende Horrorfilm BLOODY BLOODY BIBLE CAMP ist einer dieser Film, der vermutlich perfekt in jene Zeit gepasst hätte und der heute vermutlich nur eingefleischten Nostalgie-Horrorfans ein enthusiastisches Lächeln entlocken dürfte. BLOODY BLOODY BIBLE CAMP gehört zu der Art von Filmen, die sich ehrfürchtig vor den ganz großen Slasher-Klassiker der 70er und 80er verbeugen und versuchen wollen, den naiven aber dennoch liebenswerten Charme der diversen Teenager-in-Angst-Filmchen in das aktuelle Jahrtausend zu transferieren. Anstatt jedoch die bekannten Klischees dieser Filmchen uninspiriert abzuhandeln, versuchte Regisseur VITO TRABUCCO seine Geschichte mit einem gehörigen Augenzwinkern zu versehen, denn BLOODY BLOODY BIBLE CAMP ist kein Film, den man Ernst nehmen sollte. Die Richtung dieser Teenager-Farce ist schnell ergründet und so erweist sich „Das blutige Bibel-Camp“ als eine groteske Mischung aus bekanntem FREITAG DER 13.-Franchise sowie diversen TROMA-Werken der frühen 80er Jahre, ohne jedoch nur annähernd deren Genialität zu erreichen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass Trabucco die zugrundeliegenden Klassiker erstaunlich genau studiert haben muss, denn BLOODY BLOODY BIBLE CAMP bietet ein wahrhaftig umfangreiches Sammelsurium bekannter Metapher und Klischees der wegweisendsten Teen-Slasher, die im Schlagabtausch mit Unmengen pubertärer Fäkalwitzchen um die Gunst der Zuschauergunst buhlen wollen. Anfänglich gelingt dem Film das erstaunlich gut. Trotz aller Political Incorrectness und der immensen Anzahl haarsträubender Geschmacklosigkeiten weiß das blutige Bibel Camp mit einer unverbrauchten Frische und erheblichen Kurzweil zu überzeugen. Hierbei gestaltet sich das offensichtlich schlechte Schauspiel der (von mindestens 30jährigen Schauspielern gespielten) überdrehten Teens als unglaublich komisch. Die Absurditäten-Schau wird zudem mit einer reichlichen Priese Slapstick angereichert, welcher nicht selten für einige Schenkelklopfer sorgt. Dass selbst die wenigen Schauspieler am Set einen gehörigen Gaudi gehabt haben müssen fällt direkt ins Gewicht, denn selbst Filmlegende REGGIE BANNISTER (PHANTASM) versprüht einen erfrischenden Ehrgeiz, der sich direkt auf den Zuschauer überträgt.
 
 
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Leider schafft es BLOODY BLOODY BIBLE CAMP nicht, das anfänglich arg ansprechende Tempo konsequent über die ganze Filmlaufzeit zu halten. Nach den ersten Morden dauert es eine geschlagene Stunde, bis Schwester Mary Chopper (übrigens gespielt von TIM SULLIVAN, der sich zuletzt als Regisseur für die Filme CHILLERAMA, 2001 MANIACS verantwortlich zeichnete) ihr blutgieriges Treiben fortsetzen darf. Der enorme Leerlauf und die mangelnde Gag-Rate im Mittelteil des Films stellen hierbei das größtes Manko dieser Horrorparodie dar. Auch wenn einige nackte Tatsachen vor allem männliche Zuschauer vortrefflich munden dürften, so kann BLOODY BLOODY BIBLE CAMP nicht verbergen, dass hier einiges an Potenzial mangels unausgegorenen Drehbuch verschenkt wurde.
 
 
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BLOODY BLOODY BIBLE CAMP ist einer der wenigen Vertreter des Slasherfilms, der gar nicht vertuschen möchte, dass er eigentlich vollkommen hirnrissig ist. Hier werden bekannte Teenager-in-Angst-Klischees aus bekannten Klassikern, wie FREITAG DER 13. und HALLOWEN auf die Schippe genommen und mit reichlich pubertierenden Fäkalhumor gewürzt. Der hirnlose Muskelprotz ist die gesamte Filmlaufzeit über damit beschäftigt, die naive Top-Model-Barbie in die Kiste zu bekommen. Hinzukommt, dass sich der einzelgängerische Außenseiter mit einem reichlich naiven Fettwanst das Zimmer teilen muss und Pfarrer Cummings weniger am Wohl seiner Schützlinge interessiert ist, statt vielmehr unter Drogenkonsum in seinen schwulen Männermagazinen zu blättern. Die bewusst miese Charakterzeichnung birgt einige haarsträubende Stereotypen, die den Film jedoch erfrischend bereichern. Leider reduzieren sich die positiven Ansätze der vollkommen überdrehten Freakshow vorwiegend auf den Anfang des Films. Auch wenn einige Ideen an die goldene Ära des TROMA-Studios erinnern, so schafft es BLOODY BLOODY BIBLE CAMP in leider nur wenigen Momenten die grandiose Kreativität und den gesellschaftskritischen Zynismus der 80er Jahre Kultfilm-Schmiede zu erreichen. Trotzdem, gerade Horrorfilmfans, die eine Vorliebe für vollkommen sinnentleerten Trash besitzen, dürften an dem vorliegenden Nonsens vermutlich ihre helle Freude haben. Zum unübersehbaren Overacting der Protagonisten gesellen sich vollkommen superbe (handgemachte!) Splatterszenen, die trotz aller Liebe zum Detail eher ein lauthalses Lachen entlocken können, als markerschütternde Abscheu!
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Herrlich trashige und bewusst überzogen inszenierte Persiflage der gesamten Slasher-Werke der 80er Jahre, die bei weitem besser ist, als einige ernste und aktuelle Vertreter der Teenager in Angst-Filme.
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Zensur

 
 
 
Aufgrund vollkommen übertriebener Splatterszenen, hat BLOODY BLOODY BIBLE CAMP hierzulande eine Freigabe mit rotem FSK-Flatschen erhalten. Diese ist ungeschnitten – aber erst für Volljährige geeignet.
 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media GmbH (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bloody Bloody Bible Camp; USA 2012

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Featurette, Making of, Slide Show

Release-Termin: 23.03.2018

 

Bloody Bloody Bible Camp [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BLOODY BLOODY BIBLE CAMP – Trailer

 
 
 


 

Hellraiser80

(Rechte für Grafiken liegen bei I-ON NEW MEDIA)

 
 
 
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