Filmkritik: „Ein Schrei in der Dunkelheit“ (1988)

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EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT

(A CRY IN THE DARK | EVIL ANGELS)

Story

 
 
 

Tatsächlich – man mag es nicht glauben – wird hier eine wahre Geschichte verfilmt. Das Ehepaar Chamberlain, er ist der Pfarrer einer strammen evangelikalen Freikirche, steht vor Gericht. Dort soll herausgefunden werden, wie es zum Verschwinden der kleinen Tochter der beiden gekommen ist. Heftige Vorurteile gegen die so archaisch daherkommende Religion der Chamberlains und das strenge und emotionsarme Agieren gerade der Mutter vor Gericht führen zur Stimmungsmache gegen die Angeklagten und es scheint der Verteidigung beinahe unmöglich, gegen die wütende Vorverurteilung von Seiten der Öffentlichkeit zu bestehen.

 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Kritik

 
 
 
Eine echte Urban Legend ist jene doch sehr abenteuerliche Schote von dem Baby, das im unendlichen australischen Outback von einem Dingo, also dem ortstypischen Wildhund, verschleppt wird. Das eigentlich gar nicht so lustige aber hochbizarre Szenario dürfte es in manche Parodie geschafft haben und kam sogar schon bei den SIMPSONS und FAMILY GUY vor. Die Story hinter EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT allerdings ist the real deal. Im Land down under schon ganz kurz nach dem Prozess gegen das Pfarrersehepaar in Buch- und Film-Form veröffentlicht, ist die Geschichte eigentlich deutlich zu wahnsinnig um wahr zu sein und dürfte der medienpräsenteste Fall eines verschwundenen Kindes seit der des Lindbergh-Babys, viele Jahre zuvor, gewesen sein. Regisseur Fred Schepisi ist ein echter Exportschlager der australischen Kinoindustrie, der für zahlreiche große, weltweit kassenträchtige Hits verantwortlich zeichnet. Einige seiner Filme kennt wirklich jeder. Das Horror- oder Thriller-Genre touchiert er eher selten, wobei wir Euch sein 1978 entstandenes Frühwerk DIE BALLADE VON JIMMIE BLACKSMITH, einen sehr blutigen und bedrückenden Historienfilm über das elende Schicksal eines jungen Aborigine-Arbeiters, hier ausdrücklich empfehlen möchten.
 
 
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Machen wir uns nichts vor: EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT ist natürlich zu weiten Teilen ein Gerichtsfilm. Dieses kammerspielartige und betont dialogschwere Genre muss man mögen, wenn man an diesem äußerst gelungenen Film seine Freude haben möchte. Des Weiteren bietet er Kinofans mit einem Sinn für die Arbeiten der größten Leinwand-Könner die Möglichkeit, Meryl Streep im Rahmen einer echten One-Woman-Show zu erleben. Diese unglaubliche Schauspielerin gilt nicht umsonst als die wohl bedeutendste Vertreterin ihrer Zunft der letzten fünfzig Jahre.
 
 
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EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein wärmstens ans Herz gelegtes Thriller-Drama zwischen True-Crime- und Courtroom-Film. Das vom fähigen Fred Schepisi geführte Ensemble agiert auf höchstem Niveau und bietet der unvergleichlichen Meryl Streep in der Rolle der auf protestantische Selbstzucht bedachten Mutter eine Bühne, die sie mit Bravour zu der ihren macht. Solche Filme werden heute leider nicht mehr gedreht.
 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Zensur

 
 
 
Alle Fassung zu EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT waren bisher ungeschnitten frei ab 12 Jahren. Das traf auf die VHS ebenso wie diverse DVD-Auswertungen zu. Natürlich hat sich das auch im HD-Zeitalter nicht geändert. A CRY IN THE DARK (Originaltitel) ist hierzulande auf Blu-ray ungeschnitten und besitzt einen grünen FSK12-Sticker.
 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 111 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: A Cry in the Dark; USA | Australien 1988

Genre: Drama

Ton: Englisch DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 122 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Deutscher Trailer, Original Trailer | zusätzlich im Mediabook: 16 -seitiges Booklet von Mike Blankenburg und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 27.09.2019 | KeepCase: 28.02.2020

 
 
NSM hat 2019 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit Februar 2020 kann man EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT auch in Deutschland als Blu-ray im KeepCase im Handel erwerben und muss keine Umwege über das deutschsprachige Ausland in Kauf nehmen. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Ein Schrei in der Dunkelheit [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ein Schrei in der Dunkelheit [Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ein Schrei in der Dunkelheit [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ein Schrei in der Dunkelheit [Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

EIN SCHREI IN DER DUNKELHEIT – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Die Ballade von Jimmie Blacksmith (1978)
 
Die Jury (1996)
 
Das perfekte Verbrechen (2007)
 
A Fall From Grace (2020)
 

Filmkritik: „Zeit der Dunkelheit“ (1988)

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ZEIT DER DUNKELHEIT

Story

 
 
 
Frankreich, Anfang des finsteren zwölften Jahrhunderts. Klosterschülerin Heloise (Kim Thompson) treibt ihre verschleierten Aufpasserinnen mit ausführlichen Fragen zu Gott und der Welt fast in den Irrsinn und wird in die Obhut ihres kirchlich strengen Onkels Fulbert (Denholm Elliot aus INDIANA JONES) abgeschoben. Dort, in der Landeshauptstadt, gerät sie an den den eher fortschrittlich gesonnenen Religionsphilosophen Peter Abelard (Derek de Lint), der im Hause des Onkels einen kleinen Strafarrest abbrummt. Es kommt wie es kommen muss und das junge Ding verliebt sich in den gebildeten und silberzüngigen Teufel. Nach einigem Nacktsport kommt ihnen der Onkel auf die Schliche und ist ganz und gar nicht erfreut. Er lässt Abelard jagen und ihn von seinen Unterlingen kastrieren.
 
 
 


 
 
 

ZEIT DER DUNKELHEIT – Kritik

 
 
 
Aaah, heilige Mutter Kirche! Verlässlicher Lieferant extremster durchorganisierter Unmenschlichkeiten im Namen eines Mannes, den man der Überlieferung zufolge vor zweitausend Jahren an wüstenverdörrtes Holz genagelt hat, weil er den Ratschlag parat hatte, doch mal nicht mehr so scheiße zueinander zu sein. Die Geschichte von Abelard und Heloise – und das ist das Ekelhafte – ist belegt. Gehört also auch auf die endlose Kuhhaut blutiger Sauereien seitens der Katholischen Kirche, für die, um auf einen Gleichstand zu kommen, der aktuell so rotierende Islam zum Beispiel noch einige vollbesetzte Bürotürme knacken müsste. Clive Donner, englischer Regie-Routinier, irgendwann zum verlässlichen Ansprechpartner für die Verfilmung historischer Vorlagen geworden, nahm sich der fiesen Story an und fügte seiner Filmographie einen weiteren Eintrag stimmigen Ausstattungskinos zu. ZEIT DER DUNKELHEIT verdankt seine Existenz wohl dem unerwarteten Erfolg der Produktionen von Bio-Pics christlicher Schmerzensmänner in US-Reißern wie Scorseses DIE LETZTE VERSUCHUNG CHRISTI aus dem Vorjahr. Kino-Kirche ging gut, so kurz vor Ende des Kommunismus und so kam kurz darauf selbst der heilige Franziskus von Assisi zu einer Verkörperung durch ausgerechnet Mickey Rourke.
 
 
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Die Abelard-Adaption hier geht leider einen bedächtigen Weg, zeigt die Brutalitäten der Glaubenswächter und ihrer weltlichen „partners in crime“ nicht so drastisch wie der erwähnte Jesusfilm oder gar der von Mad Mel Gibson ein paar Jahrzehnte später. Da gibt es einen vielgesuchten und bekloppten deutschen Autorenfilm zum Thema. ABELARD – DIE ENTMANNUNG, der 1977 dem schmierigen Christian Kohlund wegen der süßen Susanne Uhlen die Eier abknipsen lässt, wäre das. Dieser Film spielt in der Gegenwart im Milieu Münchener fucking Tierärzte. Ja, Tierärzte. Er wirkt hier und da wie eine betont unseriöse Überspitzung der Heimatfilm-Momente aus HEXEN – ZU TODE GEQUÄLT, bietet aber trotzdem einen schönen Kontrast zum manches Mal einfach zu sauberen ZEIT DER DUNKELHEIT.
 
 
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ZEIT DER DUNKELHEIT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Solider Historienschinken mit tatsächlichem Hintergrund. Die mittelalterliche Splattergeschichte um die verlorenen Eier des Abelard und seiner Heloise wird vorsichtiger präsentiert als es Not täte. So ist ZEIT DER DUNKELHEIT zwar angemessen deprimierend, ist aber mitnichten der Horrorfilm, den ihn seine Verpackung vorzutäuschen sucht. Für historisch Interessierte eine sichere Wahl.
 
 
 


 
 
 

ZEIT DER DUNKELHEIT – Zensur

 
 
 
Der Film ist wie bereits die alte VHS ungeschnitten frei ab 16 Jahren. Das hat sich auch bei der erhältlichen DVD nicht geändert. Filmsammler können bedenkenlos zuschlagen.
 
 
 


 
 
 

ZEIT DER DUNKELHEIT – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Edel Germany (Capitol Film Classics)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Stealing Heaven; Großbritannien | Jugoslawien 1988

Genre: Drama, Historie, Monumental

Ton: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 4:3

Laufzeit: ca. 111 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 28.08.2015

 

Zeit der Dunkelheit (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

ZEIT DER DUNKELHEIT – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei Edel Germany (Capitol Film Classics)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Marquis de Sade: Justine (1969)
 
Hexen zu Tode gequält (1973)
 
Der Name der Rose (1986)