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Filmkritik: „The Disappointments Room“ (2016)

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THE DISAPPOINTMENTS ROOM

Story

 
 
 
Ein Film, der angeblich auf wahren Begebenheiten beruht: Eine kleine Familie zieht nach einem Schicksalsschlag in ein altes Landhaus, ohne zu ahnen, was die vorherigen Bewohner für grausame Dinge darin veranstaltet haben.
 
 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Kritik

 
 
 
Es gibt Horrorfilme, da braucht man sich nur Inhaltsangabe oder Trailer anschauen und schon spart man sich den mühsamen Weg bis zum Abspann. Gruselfilme haben seit Jahren im (Heim)Kino Hochkonjunktur, was eigentlich nichts Schlechtes bedeutet. Das Problem ist hierbei jedoch, dass die unheimlichen Streifen in dem meisten Fällen nach gleichem Muster gestrickt werden. Eine gut gemeinte Geste der Drehbuchautoren, um (amerikanische) Zuschauer nicht zu überfordern. Weil aber seit Jahren immer wieder die gleichen Handlungen im Geister- und Spukgenre abgespult werden, sind diese Filme zu richtigen Spannungskillern verkommen. So folgen Handlungen stets gleichem Ablauf, was Gruselfilme so vorhersehbar gestaltet, dass bereits nach wenigen Minuten klar sein dürfte, wohin die Reise gehen soll. Auch der glattgebügelte THE DISAPPOINTMENTS ROOM macht da keine Ausnahme. KATE BECKINSALE bleibt dem Horrorgenre treu, verändert aber ihren Stil. Statt dunkler Latexuniform (wie in den UNDERWOLRD-Filmen) trägt die Schauspielerin nun vornehmlich helle Baumwollgewänder und verwandelt sich von der erbarmungslosen Vampirjägerin in eine treusorgende Hausfrau und Mutter. Die Rolle nimmt man ihr zwar zu keinem Zeitpunkt ab, dafür bekommt der männliche Filmfan was fürs Auge geboten. Das Motto „Sex sells“ gilt eben auch im Horrorfilm. Leider kam der Film – trotz der Beckinsale als Blickfang – beim amerikanischen Publikum nicht sonderlich gut. Von knapp 14 Millionen US-Dollar Budget konnten gerade mal vier wieder eingespielt werden. Ein Kinoerfolg sieht anders aus.
 
 
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Dana (KATE BECKINSALE – übrigens diesmal blond) und David (MEL RAIDO) haben es nicht leicht. Nach dem plötzlichen Tod des neugeborenen Kindes soll die kleine Familie wieder zur Ruhe kommen. Der tragische Schicksalsschlag hat das Leben der noch jungen Eheleute ins Wanken gebracht. Doch ein Neuanfang soll’s wieder richten. Dafür bezieht das Paar zusammen mit Sohnemann Lucas ein altes Landhaus, das aber erst einmal auf Vordermann gebracht werden muss. Doch aus kleinen Reparaturen werden schnell große Probleme. Auf dem Dachboden entdeckt Dana einen verschlossenen Raum, der sich auf keinem Bauplan finden lässt. Das weckt die Neugier der leidenschaftlichen Architektin. Sie versucht einen Weg zu finden, um die Tür des geheimnisvollen Zimmers zu öffnen. Selbstverständlich ergibt sich bald eine Möglichkeit, doch der Raum ist leer. Kratzspuren an Wand und Tür hinterlassen ein ungutes Bauchgefühl. Das ist bald auch berechtigt, denn offenbar hat Dana etwas befreit, das eigentlich eingeschlossen bleiben sollte. Was folgt wird zum neuen Schreckgespenst. Furchtbare Albträume und Visionen machen der attraktiven Frau ein weiteres Mal das Leben schwer. Die sieht sich bald mit einer bösartigen Präsenz konfrontiert, die so rein gar nicht zu Scherzen aufgelegt ist. Was will der Geist von der ohnehin gebeutelten Mutter und was hat es mit dem mysteriösen Zimmer auf sich? Die Suche nach Antworten führt fast zur Katastrophe.
 
 
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Spielt sich das alles nur im Kopf der Hauptdarstellerin ab oder sind hier wirklich Geister am Werk? Regisseur D.J.CARUSO macht es Filmen wie DER BABADOOK oder THE HOUSE ON PINE STREET gleich. Das bedeutet, dass er gekonnt zwischen Psychothriller und Geisterfilm springt und damit mehrere Interpretationsansätze zulässt. THE DISAPPOINTMENTS ROOM funktioniert daher als lupenreiner Spukfilm ebenso, wie als Psychogramm einer von Schuldgefühlen geplagten Mutter, die wegen des tragischen Todes ihres Babys den Verstand verliert und plötzlich mysteriöse Dinge sieht. Auch wenn es derartige Taschenspielertricks in letzter Zeit so ziemlich oft auf die Mattscheibe geschafft haben, funktioniert das Verwirrspiel in diesem Film tadellos. THE DISAPPOINTMENTS ROOM ist aufgrund seiner anfänglich undurchsichtigen Machart nämlich ganz spannend geraten, weil lang ungeklärt bleibt, was es mit dem geheimnisvollen Raum im Dachgeschoss auf sich hat. Macher D.J.CARUSO lässt früh erahnen, dass mit diesem kargen Zimmer etwas nicht stimmt und webt darum ein Geheimnis, das von der Filmheldin erkundet werden soll. Die fängt an zu recherchieren und ebnet so ihren Weg in den Wahnsinn. Ein paar Geistererscheinungen sollen den Zuschauer auf falsche Fährten locken und von der psychische Instabilität der Filmheldin ablenken. Gemeine Manipulation, die aber immerhin für Gänsehaut sorgt und Liebhaber unheimlicher Mysterystreifen kurzweilige Schauer beschert. Wer demzufolge eine Vorliebe für alte Gemäuer mit grausamer Vergangenheit besitzt, kann gern dieser gruseligen Schnitzeljagd durch schlecht ausgeleuchtete Räume folgen. Konventionelle Schocks sind garantiert und die makellose Optik dürfte vor allem Mainstream-Zuschauern zusagen. Hollywood bleibt eben Hollywood.
 
 
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THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE DISAPPOINTMENTS ROOM ist spannend inszeniertes Gruselkino, das sich aber beim Ablauf am Altbewährten orientiert. Wer schon einmal Filme über alte Gemäuer gesehen hat in denen es spukt, weiß was gemeint ist. Die meisten Streifen dieser Art laufen nämlich nach gleichem Muster ab. So ist es nicht selten so, dass neue Bewohner alter Anwesen von Spukerscheinungen geplagt werden und die Ursachen dafür ergründen müssen. In der Regel ist das unfreiwillige Ableben ahnungsloser Menschen daran schuld, dass genau jene nach dem Tod nicht zu Ruhe kommen. Ganz ähnlich läuft das auch in THE DISAPPOINTMENTS ROOM ab. Hier muss eine attraktive Mutter den tragischen Tod ihres Neugeborenen verarbeiten und wird im neuen Heim auch noch mit Geistern konfrontiert. Hinter dem Spuk steckt Regisseur D.J.CARUSO, der bereits Kommerzielles für Hollywood gedreht hat. Mit DISTURBIA oder ICH BIN NUMMER VIER wurden schon einige Kassenschlager von ihm inszeniert, die für namhafte Studios viel Geld eingespielt haben. Zieht man THE DISAPPOINTMENTS ROOM zum Vergleich heran, ist das Gebotene zwar immer noch kurzweilig, aber weit weg vom potenziellen Kinohit. Der Mix aus Mystery, Psychothriller und Geisterfilm bietet nichts Neues oder gar Originelles, was ihn aus der Masse an Gruselstreifen hervorstechen lässt. Zudem wirkt die bekannte Schauspielerin KATE BECKINSALE (aus den UNDERWOLRD-Filmen) im Film unnahbar und lustlos. Für eine Identifikationsfigur fatal, soll die doch den Zuschauer an die Hand nehmen und durch den Film führen. Immerhin hat die attraktive Darstellerin in jeder Szene die Haare schön und steigt selbst nach einem Nickerchen aus dem Bett, als käme sie gerade aus dem Beautysalon. Da gibt’s von uns glatt mal ein Lob an das Haar- und Make-up-Team. THE DISAPPOINTMENTS ROOM erfindet das Rad nicht neu, bereitet jedoch altbewährte Gruselrezeptur so auf, dass es nicht langweilig wird. Wer Gruselnachschub benötigt, wird demnach nicht enttäuscht werden – auch wenn das Finale dann doch etwas sehr unglaubwürdig erscheint.
 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Zensur

 
 
 
Es gibt eine zerfleischt Katze zu sehen, die von einem Hund attackiert wurde. Weiterhin schlägt KATE BECKINSALE mehrmals mit einem Gegenstand auf einen Kopf ein, so dass vom Schädel nur noch Brei übrig ist. Auch wenn diese Szene sehr hart anzuschauen ist, hat es doch für eine FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Wild Bunch | Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Disappointments Room; USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Grusel, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Behind the Scenes

Release-Termin: 09.06.2017

 

The Disappointments Room [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE DISAPPOINTMENTS ROOM – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Wild Bunch | Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Noonday Witch (2016)
 
The Babadook (2014)
 
Darling (2015)
 
Dark Circles (2013)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
The House on Pine Street (2015)
 
Little Devil (2014)
 
Shining (1980)
 
The Suffering (2016)


Filmkritik: „Robert the Doll“ (2015)

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ROBERT – DIE PUPPE DES TEUFELS

(ROBERT THE DOLL)

Story

 
 
 
Eine besessene Holzpuppe macht der nichtsahnenden Familie Otto das Leben schwer.

 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Kritik

 
 
 
Wer erfolgreiche Horrorfilme in Lichtspielhäuser bringt, muss damit rechnen, dass sich auch andere am Erfolg bereichern möchten. So ist es in Horrorkreisen nicht unüblich, dass vor allem kleine Produktionen mehr schlecht als recht millionenschweren Blockbustern nacheifern, die viel Geld in leere Kinokassen geschwemmt haben. Diesmal traf es das CONJURING-Spin-off ANNABELLE. Das wurde zwar von Fans und Kritikern gnadenlos zerrissen, konnte aber immerhin so viel Umsatz generieren, dass an einer Fortsetzung gearbeitet werden musste. Der Indie-Horror ROBERT THE DOLL will da natürlich mitverdienen und versucht im Fahrtwasser des bekannten Puppen-Franchise selbst flink Kasse zu machen. Ganz zum Leidwesen aller Liebhaber gruseliger Puppenfilme, die im Falle des hier besprochenen Streifens hinterhältig um ihr Geld gebracht werden, weil keiner von denen ahnt, dass hinter dem Low-Budget-Werk ein Regisseur steckt, der in der Vergangenheit schon reichlich Quatsch verbrochen hat.
 
 
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Der Spaßverderber nennt sich ANDREW JONES und hat bereits Filme wie THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE oder THE NESTING 2 in die Wohnzimmer gebracht, die vor allem durch schlechte Machart in Erinnerung geblieben sind. Umso mehr sollte der Horrorfan in Zukunft Vorsicht walten lassen, wenn der Name des Regisseurs vom Filmcover blitzt, denn Jones scheint es sich zur Lebensaufgabe gemacht zu haben, die Gehirne der Zuschauer mit schlechten Horrorfilmen zu vernebeln. In ROBERT THE DOLL wendet er sich dämonischem Kinderspielzeug zu. Darin wird von einer Familie berichtet, die eine hässliche Holzpuppe geschenkt bekommt und fortan merkwürdige Dinge erlebt. So gerät Sohnemann Gene (FLYNN ALLEN) in den Fokus, denn der beginnt plötzlich hinter verschlossenen Türen mit unsichtbaren Freunden zu plaudern. Als die neue Haushälterin zum Putzen kommt, gehen die Probleme richtig los. Die wird aus unerklärlichen Gründen von Holzpuppe Robert die Treppe hinabgestoßen und stirbt in Folge ihrer Verletzungen. Aber auch ein Nachbarskind muss die Launen des Holzgnoms mit dem Leben bezahlen. Für Mutter Jenny (SUZIE FRANCES GARTON) eindeutig zu viel des Guten. Die beginnt stutzig zu werden und untersucht das grausige Spielzeug genauer. Familienoberhaupt Paul (LEE BANE) glaubt seine Frau sei von Sinnen, bis er selbst mit eigenen Augen sieht, dass sich der Leibhaftige im Körper der Puppe versteckt hält.
 
 
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ROBERT THE DOLL brüstet sich damit, auf wahren Begebenheiten zu beruhen. Das ist diesmal kein hinterlistiger Werbetrick, sondern wirklich der Fall. Der Film spielt zwar in der Moderne, greift aber Ereignisse auf, die sich 1898 in Keywest (Florida) zugetragen haben sollen. Dort trieb die von einem Dämon besessene Puppe eine gutbetuchte Familie in den Wahnsinn, die ihnen von einem unzufriedenen Haushälter überlassen wurde. Schnell schloss der Sohnemann Freundschaft mit dem Spielzeug und begann mit der Puppe zu sprechen. Die entwickelte ein Eigenleben und brachte der Familie Unglück. Heute kann die von Holzwürmern bewohnte Antiquität im Key West Martello Museum bestaunt werden, wo sie in einer Vitrine sitzend Besuchern Streiche spielen soll. So mag es die Puppe angeblich überhaupt nicht, wenn man sie ungefragt ablichtet. Die Folge sollen defekte Kameras und verschwommene Aufnahmen sein.
 
 
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Die Puppe, die jedem den Spaß verdirbt. ROBERT THE DOLL ist günstig zusammengeschusterter Recycling-Horror, der sich einfältig bei bekannter Horrorware wie ANNABELLE und CHUCKY bedient. Von den Qualitäten genannter Streifen ist dieser filmische Unsinn natürlich weit entfernt. In Zeiten moderner Tricktechnik bei der aus Kostengründen immer häufiger auf Computereffekte zurückgegriffen werden muss, sind Verbrechen wie ROBERT THE DOLL schon fast als Farce zu betiteln. Wer hier meint, dass im Finale eine animierte Puppe mit allerhand Mordwerkzeug zur Tat schreitet, irrt gewaltig. Der titelgebende Bösewicht scheint kamerascheu zu sein und immer nur steif den Kopf bewegen zu wollen, wenn er sich dem Zuschauer zeigen soll. Derart Gruseleffekte entsprechen keineswegs dem aktuellen Horrorstandard und wirken in erster Linie antiquiert, aber keinesfalls unheimlich. Da war selbst Regisseurin MARIA LEASE vor 25 Jahren weiter. Die hatte während der Killerpuppen-Ära in den 1990ern auch kaum Geld zur Verfügung, lies aber in den letzten Minuten von DOLLY DEAREST mit tricktechnisch überzeugenden Puppenanimationen die Katze aus dem Sack.
 
 
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Spannung, wo bist du? In ROBERT THE DOLL werden all jene Klischees angehandelt, die man in dieser Art von Horrorfilmen nun mal zu sehen bekommt. So fällt der Verdacht anfangs auf Sohn Gene, der für bitterböse Streiche verantwortlich gemacht wird. Puppe Robert tötet Störenfriede, schleicht nachts durchs Haus und gibt sich am Ende als böser Geist zu erkennen, der eine unbändige Lust am Töten besitzt. Der vorhersehbare Plot entpuppt sich als Spannungsbremse, denn nach neuen Ideen sucht man in diesem CHUCKY-Plagiat vergebens. Die Geschichte verläuft nach bekanntem Schema für Puppen-Grusler ab und hat für die Gewaltfraktion nicht einmal Schauwerte zu bieten. So sei jedem Horrorfan nur geraten, sich möglichst gut das Cover der Heimkinofassung einzuprägen, von dem er möglichst Abstand halten sollte. Darauf werden zwar bekannte Horrorfilme genannt; der Film selbst ist aber narkotisierender Zelluloidabfall, der nicht einmal annähernd gleiches Niveau jener Filme erreicht, mit denen er auf dem Poster genannt wird. Umso mehr stellt sich die Frage, was Regisseur ANDREW JONES dazu bewegt haben muss, eine Fortsetzung seines Puppen-Schnarchers in Auftrag zu geben? Unter dem Titel THE CURSE OF ROBERT THE DOLL sollen die Taten des mordenden Holz-Kaspers fortgesetzt werden. Fragt sich nur, wer den Film freiwillig sehen will, wenn es doch die Mehrheit der Zuschauer nicht einmal bis zum Abspann des Erstlings wach schaffen werden.

 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Die britische Antwort auf CHUCKY und ANNABELLE. Was jedoch verlockend klingt, ist keineswegs mit genannten Filmen vergleichbar. Schief singende Kinderchöre warnen im Film vor dem Desaster, das dem Zuschauer den Verstand rauben wird. Mit einfachsten Mitteln hat Low-Budget-Regisseur ANDREW JONES sein eigenes Drehbuch verfilmt, das mit unbeschreiblicher Langeweile schockieren möchte. Zwar macht es der Macher mieser Horrorfilm auf subtile Art. Letztendlich bleibt aber die Frage unbeantwortet, warum für einen Film wie ROBERT THE DOLL überhaupt ein Drehbuch geschrieben werden musste, wenn Geschichte und Dialoge doch ebenso auf einem Bierdeckel gepasst hätten. Das behäbig inszenierte Machwerk stibitzt fleißig beim Vorbild CHILD’S PLAY, kann jedoch nicht ansatzweise die Qualität des bekannten Kultklassikers erreichen. Weitaus schlimmer als dreister Ideendiebstahl sind jedoch die einfältigen Puppeneffekte im Film. Die reduzieren sich ausschließlich auf das steife Bewegen eines Puppenkopfes. In Zeiten, in denen oft der Computer Kreaturen animieren muss, lockt man mit solch faulen Gruseleffekten keinen Horrorfan mehr vorm Ofen hervor. ROBERT THE DOLL ist ein ermüdender Zeiträuber ohne eigene Ideen, der sogar einen Fortsetzung spendiert bekommen hat. Auf die hat vermutlich jeder Fan des düsteren Genres gewartet.
 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Zensur

 
 
 
Im Film ROBERT THE DOLL wird an allem gespart. Ebenso mit dem Einsatz von Gewalt. Eine Frau fällt die Treppe herunter und ein Mord wird am Ende im Off zelebriert. Zudem gibt es ein mit Blut verschmiertes Kind zu sehen, das zum Killer umfunktioniert wurde. Alle sehr harmlos und daher auch FSK16-tauglich.
 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl | Daredo Distribution | Soulfood Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Robert the Doll; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.05.2016

 
 
 

Robert – Die Puppe des Teufels (Uncut) [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn bestellen

 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken / Packshot liegen bei White Pearl | Daredo Distribution | Soulfood Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Curse of Chucky (2013)
 
Magic – Die Puppe des Grauens (1978)
 
Pinocchio – Puppe des Todes (1996)
 
Dolly Dearest (1992)
 
Annabelle (2014)