Filmkritik: „Dealer – Trip in die Hölle“ (2014)

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DEALER – TRIP IN DIE HÖLLE

Story

 
 
 
Irgendwo in Paris: Nach vielen Jahren als Drogenhändler, Zuhälter und unangenehmer Zeitgenosse hat der blonde Dealer Dan (Dan Bronchinson) langsam keine Lust mehr auf das rohe Leben. Nur noch ein paar Tausend Euro fehlen ihm, um endlich seinen Traum zu verwirklichen. Er möchte mit seiner Tochter nach Australien zu fliegen und dem krummen Business ein für alle Mal den Rücken zu kehren. Die ungewöhnliche Anfrage seines besten Kunden kommt wie gerufen und scheint ein guter Weg zu sein schnell Geld verdienen zu können. Um das heikle Gut zu beschaffen, muss er sich in den gefährlichen Kreis von Kollege Delo (Bruno Henry) begeben. Doch Dans Tag gerät plötzlich aus den Fugen, als das prall gefüllte Kokainpaket verschwindet. Es folgen Stunden, die selbst den hartgesottenen Dealer vor große Herausforderungen stellen werden.

 
 
 


 
 
 

DEALER – Kritik

 
 
 
Wie auch bei menschlichen Begegnungen kommt es beim Film oft auf den ersten Eindruck an. Im Fall von Jean Luc Herbulots „Dealer“ reißt dieser erste Eindruck nicht nur die Aufmerksamkeit des Zuschauers mit Gewalt an sich. Er gibt auch ein halsbrecherisches Tempo vor, das der Film über die gesamte Laufzeit aufrecht erhalten kann. Mit einer Lauflänge von knapp 70 Minuten beschäftigt er sein Publikum nicht sonderlich lang, dafür kitzelt er aus jeder Minute das Maximum. Eine wild gefilmte, frenetisch geschnittene Einleitung wirft den Zuschauer förmlich in den Alltag des zwar ungemütlichen, aber dennoch charismatischen Filmhelden. Komplettiert mit obszönen Dialogen im Sperrfeuer, großen Texteinblendungen und Dans Erzählerstimme, stösst „Dealer“ schon in den ersten sechs Minuten vor den Kopf und stellt klar, was Sache ist. So zieht dieser fieberhafte Trip durch die Unterwelt an jedem gnadenlos vorbei, der nur eine Minute unaufmerksam ist.
 
 
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Nachdem in den ersten Filmminuten gefühlt die komplette Drogenszene abgehandelt wurde, schaltet „Dealer“ einen Gang herunter, was sich allerdings kaum bemerkbar macht. Noch immer ist der Tag des Hauptdarstellers und dessen darauf folgende Nacht eine Abfolge von flinken Schlägen in einer Kausalitätskette, die in ihrer stetigen Abwärtsbewegung dem Zuschauer kaum Zeit zum Atmen oder Nachdenken lässt. Während man Dan als ungemütlichen Zeitgenossen kennenlernt, wächst er dem Zuschauer wider Erwarten im Verlauf des Films ans Herz. Nach und nach kommt der müde, erschöpfte Kriminelle zum Vorschein, der von seiner Umgebung nicht nur genervt, sondern sichtlich krank ist.
 
 
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Apropos Umgebung. Regisseur Jean Luc Herbulot verwandelt die Stadt der Lichter in eine sprichwörtliche Drogenhölle, in der es vor Gewalt, Sex und Drogen nur so wimmelt. Mit profanem Dialog, schmutziger und stimmiger Kameraarbeit sowie fieberhaften Schnitttempo versetzt „Dealer“ den Zuschauer in eine instabile und äußerst gefährliche Welt, in der niemand sicher ist. Spätestens wenn der erste, skrupellose Mord über den Bildschirm flimmert, bewahrheitet sich eine von Dans vielen Überlebensweisheiten: „Du bist allein.“
 
 
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DEALER – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
In einem fieberhaften Tempo hat Jean Luc Herbulot einen rohen und skrupellosen Thriller inszeniert, der ebenso hektisch und chaotisch daherkommt wie das Leben seines Protagonisten. Auf der Jagd nach Freiheit und Unabhängigkeit begleiten wir den namengebenden Dealer auf einer brutalen Jagd durch den Untergrund von Paris. Ein gnadenloser, adrenalinreicher Thriller, der das Herz jedes Zuschauers schneller schlagen lässt. Zudem ist „Dealer“ nichts für schwache Nerven!
 
 
 


 
 
 

DEALER – Zensur

 
 
 
Dans Odysee punktet mit gepfefferten Gewaltspitzen. Der Bodycount ist zwar insgesamt gering, aber die wenigen Mord- und Folterszenen im Film sind ausgesprochen blutig und unangenehm inszeniert. Der Streifen hat in seiner ungeschnittenen Form keine Jugendfreigabe erhalten und besitzt den roten FSK-Sticker.
 
 
 


 
 
 

DEALER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU (Blu-ray KeepCase-Version)

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(c) PIERROT LE FOU (limitiertes Blu-ray Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dealer; Frankreich 2014

Genre: Action, Drama, Krimi

Ton: Deutsch DTS HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 77 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | limitiertes Steelbook

Extras: Trailer, Interview mit Jean Luc Herbulot und Dan Bronchinson, Kurzfilme

Release-Termin: 06.11.2015

 

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DEALER – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei PIERROT LE FOU

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Crank (2006)
 
Crank: High Voltage (2009)
 
Colt 45 (2014)
 

Filmkritik: „Colt 45“ (2014)

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COLT 45

Story

 
 
 
Der junge Polizist Vincent (Ymanol Perset) ist zwar erst 22 Jahre alt, aber bei den Dezernaten der belgischen Polizei extrem begehrt. Obwohl die Kollegen der Abteilungen Schwerverbrechen und Bandenkriminalität sich um den Jungspund reißen, beharrt Vincent auf seinen Dienst im polizeilichen Waffenlager, wo er mit dem Reparieren und Warten der Ausrüstung seine Erfüllung findet. Als er im Rahmen eines Schießwettbewerbs sämtliche Rekorde bricht und sein Talent der Welt präsentiert, gewinnt sein Leben über Nacht an Dynamik. Nicht nur Vincents Kollegen wollen ihn abwerben, auch der geheimnisvolle Milo (Joey Starr) hat ein Auge auf ihn geworfen. In einem Haifischbecken aus Vorgesetzten, Kollegen und mysteriösen dritten Parteien versucht der sichtlich überforderte Vincent, eine Reihe an tödlichen Raubüberfällen aufzuklären, während die Einschläge immer näher kommen.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Kritik

 
 
 
In den letzten Jahren hat sich das belgische Arbeitstier Fabrice Du Welz mit einigen Werken Zutritt zur Weltbühne verschafft, darunter auch „Alleluia“, der auf Filmfestivals (unter Anderem in Hamburg) gezeigt wurde. Das Material, das er in „Colt 45“ umsetzt, ist weit vom bizarren Beziehungsdrama eines „Alleluia“ entfernt. Mit dem Schritt in die Welt der belgischen Gendarmerie spannt er ein komplexes Netz aus Korruption, Verbrechen und natürlich Gewalt.
 
 
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Im Mittelpunkt steht Vincent, die stille Hauptfigur, die gegen ihren Willen in einen Strudel aus Schuld, Reue und Verantwortung gezogen wird. Der steinige Weg des Protagonisten ist es, der den Film abrundet und ihm das nötige Gegengewicht zur Action gibt. Denn in erster Linie ist „Colt 45“ ein knallharter, blutiger Krimi mit einer Atmosphäre wie im Pulverfass. Du Welz zeigt sich als ökonomischer Filmemacher, der keine Zeit verschwendet und seine Geschichte in nur gut 80 Minuten erzählen kann. In Anbetracht der gradlinigen und simplen Handlung eine ausgezeichnete Wahl. Das rasante Tempo des Films und die respektabel gefilmten Actionsequenzen funktionieren außerdem wunderbar, um nähere Blicke auf den Handlungsablauf und die dazugehörigen Löcher in Logik und Plausibilität zu verhindern.
 
 
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COLT 45 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Training Day auf Belgisch! Knallharte Cop-Action – blutig und rasant. Dennoch, die Logikfüchse im Publikum werden den Raum nach „Colt 45“ mit einem berechtigten Kopfkratzen verlassen. Über eine besonders clevere und revolutionäre Story verfügt der Polizeithriller definitiv nicht. Dafür hat Fabrice Du Welz es geschafft, ihn mit einem sympathischen Hauptcharakter, kurzweiligen Actionszenen und einer explosiven, gefährlichen Stimmung anzureichern. Fans von schneller, halbwegs kluger Action können bedenkenlos zugreifen, denn „Colt 45“ ist schön, schnell und schmutzig.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Zensur

 
 
 
Das Aufeinandertreffen von korrupten Cops, ehrlichen Polizisten und rücksichtslosen Gangstern wird in „Colt 45“ durchaus blutig dargestellt. Zwar ist das Gezeigte hart anzusehen, erreicht aber zu keiner Zeit Extreme. Die FSK hat den Film aber ab 16 Jahren freigegeben und das sogar in der ungeschnittenen Fassung.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot Le Fou

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Colt 45; Belgien / Frankreich 2014

Genre: Action, Drama, Krimi

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making-of, Featurettes

Release-Termin: 16.10.2015

 

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COLT 45 – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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