Filmkritik: „Children of the Corn: Runaway“ (2018)

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CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY

Story

 
 
 

Eine junge Mutter wird in einem kleinen amerikanischen Städtchen von der schrecklichen Vergangenheit als Mitglied einer Kindersekte eingeholt.

 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Kritik

 
 
 
Nichts wie weg von hier. Vor vielen Jahren passierte im verschlafenen Gatlin das Unfassbare. Kinder schlossen sich einem mysteriösen Kult an und töteten alle Erwachsene. Der schrecklichen Vergangenheit des Ortes will auch die schwangere Ruth (MARCI MILLER aus MOST LIKELY TO DIE) entkommen. Die war selbst Teil der Sekte, will ein neues Leben beginnen und haust unter neuen Namen unentdeckt über Jahre an verschiedenen Orten. Als sie in einer kleinen Stadt in Oklahoma eine Stelle als Automechanikerin annimmt und auf einen Neustart mit Sohn Aaron hofft, holt sie die Vergangenheit trotzdem wieder ein. Offenbar ist ihr das Böse aus Gatlin auf den Fersen, vor dem sie jahrelang geflüchtet ist. Was folgt, sind schreckliche Visionen, die der Traumatisierten den Schlaf rauben. Ob das neue Leben der taffen Alleinerziehenden in Gefahr ist? Erste Vermutungen bewahrheiten sich schon sehr bald.
 
 
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Aber nun muss langsam mal Schluss sein. Film Nummer 10 rund um die zornigen Kinder ist – wie zu erwarten war – kein guter Horrorstreifen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Die Geschichte rund um eine mysteriöse Kindersekte wurde mittlerweile so oft verfilmt, dass sich Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Hinzukommt, dass keine der vielen Filme einen roten Faden erkennen lässt. Stattdessen orientieren die sich mehr oder weniger lose an der Kingschen Kurzgeschichte, ohne dass man sich die Mühe macht, die vom Horrormeister geschriebene Erzählung endlich mal konsequent fortzusetzen. Eine richtige Fortsetzung ist der hier besprochene CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY demnach auch nicht. Auch dieses Sequel spielt irgendwo im Universum der wütenden Kinder, besitzt aber – bis auf die Kindersekte – keine direkten Zusammenhänge zu den bisherigen Verfilmungen. Das erleichtert Unwissenden den Einstieg, weil keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, um CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY verstehen zu können. Doch die fehlenden Verbindungen zu den anderen Fortsetzungen sind Fluch und Segen zugleich. Mal wieder wird nämlich ignoriert und bei null begonnen. Wer die übrigen Filme gesehen hat, dürfte da langsam die Übersicht verlieren. Doch die fehlende Orientierung ist schon lange nicht mehr das einzige Problem der Kinder-des-Zorns-Reihe. Es ist die Grundidee selbst, die kaum noch Spannung entstehen lässt, weil jeder Zuschauer doch weiß, dass in diesem Filmfranchise doch ohnehin nur minderjährige Sektenmitglieder einen Maisgott huldigen, der es gar nicht gut mit Erwachsenen meint. Die Folge: Kinder töten Volljährige und Volljährige weisen fanatische Sektenanhänger in ihre Schranken. Originell ist was anderes.
 
 
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Auch CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY macht keinen Hehl daraus, dass das Konzept der Filmreihe schon längst zu Grabe getragen wurde. Die Geschichte des nunmehr zehnten Films ist wohl die dünnste der gesamten Serie. Drehbuchautor JOEL SOISSON (schrieb auch schon den Bodensatz KINDER DES ZORNS – GENESIS) musste wohl hier schnell was zu Papier bringen, weil DIMENSION FILMS dringend ein weitere Sequel benötigte. Für Ideen war da keine Zeit. Die Eile hatte seinen Grund. Das Filmstudio hatte zuvor die Rechte am HALLOWEEN-Franchise verloren, weil es nicht gelang eine weitere Produktion auf die Beine zu stellen, um eine neue Fortsetzung drehen zu können. Um nicht auch noch die Rechte an den zornigen Kindern abtreten zu müssen, musste schnell gehandelt werden. So entstand quasi heimlich CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY, dessen Dreharbeiten fast unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfanden. Erst zwei Wochen vor Drehschluss veröffentlichte man erste Informationen und Bilder. Ein Schelm wer da einen qualitativen Schnellschuss vermutet.
 
 
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In der Tat reiht sich CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY in die schier endlose Reihe überflüssiger Fortsetzungen ein, auf die man getrost verzichten kann. Mal wieder werden Erwachsene von Kindern getötet, die offenbar durch das ultimativ Böse angetrieben ein grausames Spiel mit Erwachsenen spielen. Neu ist jedoch, dass sich Drehbuchautor JOEL SOISSON einen Twist ausgedacht hat, um – zumindest unerfahrene Zuschauer – in die Enge zu treiben. Kalter Kaffee, weil sich quasi jeder Horror- und Gruselstreifen neueren Datums mit einer unerwarteten Wendung abheben will. Immerhin ein Lichtblick in einer Filmreihe, die keine Neuerungen kennt. So ist CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY zwar immer noch Durchschnitt, aber schon mal besser als die letzten sechs Fortsetzungen. Trotzdem hat auch der zehnte Film wegen bekannter Verläufe ein Problem mit der Spannungskurve, besitzt aber mit MARCI MILLER eine talentierte Schauspielerin, der es zumindest halbwegs gelingt, den Zuschauer mit Sympathie durch einen belanglosen Film zu führen. Ob das allein lohnt sich dieses schnell abgedrehte Sequel anzuschauen, muss jeder Zuschauer selbst entscheiden. Mittlerweile ist jedoch einfach die Luft raus, denn die Reihe entwickelt sich einfach nicht weiter.
 
 
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CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY besitzt eine gute Hauptdarstellerin und überrascht mit gut getricksten Zeitlupen-Sequenzen, in denen Menschen das Zeitliche segnen. Zudem sind die Morde diesmal sehr sadistisch ausgefallen und werden erstaunlich lang zelebriert. Dennoch ist auch diese Fortsetzung überflüssig und auch nicht sonderlich spannend. Das Problem: es fehlen Ideen und Neuerungen. Die Geschichte ist quasi die gleiche wie vor über 30 Jahren. Seither hat sich nicht viel Neues im Kinder-des-Zorns-Universum getan. Offenbar musste im Falle von CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY schnell gedreht werden. Wie bereits zuvor bei HELLRAISER: JUDGMENT musste man zügig eine Pflichtfortsetzung inszenieren, um Filmrechte behalten zu können. Dass da für Ideen, Qualität und Fanwünsche kaum Zeit vorhanden war, merkt man auch dem mittlerweile zehnten Film rund um die zornigen Maiskinder an. Das Sequel entpuppt sich als liebloses Video-Futter, das vermutlich niemanden interessieren würde, wenn da nicht ein Zusammenhang mit Horror-Autor STEPHEN KING bestehen würde. Der dürfte vermutlich beim Schreiben seiner Kurzgeschichte über einen mysteriösen Maiskult nicht einmal ansatzweise geahnte haben, welche Wellen seine Ideen noch Jahrzehnte später schlagen würden. Übrigens zeichnet als Regisseur jemand verantwortlich, der sich mit Horror auskennt. JOHN GULAGER hat zuvor Horrorfilme wie die FEAST-Trilogie, PIRANHA 2 oder ZOMBIE NIGHT gedreht. Alles Trash-Horror, für den man das Hirn ausschalten muss. Das wird bei CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY auch nicht sonderlich beansprucht. Dafür ist die Handlung zu rudimentär – trotz Twist am Ende.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Zensur

 
 
 
Es gibt einige wenige Morde in CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY zu sehen. Diese haben es aber in sich. Nicht nur, dass diese sehr zeigefreudig sind. Sie werden zudem in mehreren Stufen zelebriert, was die Kills lang, sehr hart und vor allem sadistisch erscheinen lässt. Weil hier auch noch ein kleines Mädchen gehörig daran Spaß besitzt Erwachsene zu ermorden, dürfte diese Fortsetzung wohl erst für Erwachsene geeignet sein. Die FSK versteht nämlich mit mordenden Kindern so gar keinen Spaß.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Lionsgate Home Entertainment | Dimension Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Speek no Evil (2013)
 
Come Out and Play – Kinder des Todes (2012)
 
Kinder des Zorns (1984)
 
Tödliche Ernte – Kinder des Zorns II (1992)
 
Kinder des Zorns III – Das Chicago-Massaker (1995)
 
Kinder des Zorns 4 – Mörderischer Kult (1996)
 
Kinder des Zorns 5 – Feld des Terrors (1998)
 
Kinder des Zorns 6 – Isaacs Rückkehr (1999)
 
Kinder des Zorns 7 – Revelation (2001)
 
Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang (2011)
 
Stephen Kings Kinder des Zorns (2009)
 

Filmkritik: „The Lodgers“ (2017)

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THE LODGERS

Story

 
 
 

Im Keller eines irischen Anwesens passieren komische Dinge. Die Bewohner des Hauses machen aber darum ein Geheimnis und spannen das Publikum so auf die Folter.

 
 
 


 
 
 

THE LODGERS – Kritik

 
 
 
Im Jahr 2014 sorgte Regisseur BRIAN O’MALLEY für Furore. Mit seinem Langfilmdebüt LET US PREY bewies der Ire, dass auch Irland Splatter kann und räumte auf einschlägigen Filmfestivals Lob und Preise ab. Wer jetzt aber denkt, dass sich der Filmemacher in eine Schublade pressen lässt und Filme nach immer gleicher Machart fabriziert, irrt gewaltig. Statt erneut Blut-Chaos zu inszenieren, macht der Regisseur für den zweiten Spielfilm eine Kehrtwende. Im Falle von THE LODGERS heißt das: Schluss mit Blut und expliziter Gewalt, hin zu ruhigeren Tönen und gepflegtem Schauer alter Schule. Damit macht er allen Fans altmodischen Gruselhorrors eine Freude, die es eher subtil und zurückhaltend bevorzugen. Doch, ob die Rückkehr zum traditionellen Gruselhandwerk so eine gute Entscheidung gewesen ist? Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Filmemacher beim klassischen Angstmachen übernimmt, der bisher eher durch handfeste Splatter-Raffinessen aufgefallen ist. Wir klären auf!
 
 
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Eine atmosphärische Schauererzählung alter Schule: Auf einem irischen Landsitz geht es nicht mit rechten Dingen zu. Dort leben die Zwillinge Rachel (CHARLOTTE VEGA) und Edward (BILL MILNER) allein ohne Eltern und haben sich an feste Regeln zu halten. So müssen beide vor Mitternacht in ihren Zimmern sein und kein Fremder darf das Heim betreten. Auch ist ein Verlassen des verwachsenen Grundstücks nicht erlaubt, was die ältere der beiden Jugendlichen aber nicht davon abhält, die Welt außerhalb zu erkunden und sich in den Händlersohn Sean zu verlieben. Doch der Regelverstoß hat Konsequenzen. Offenbar treibt etwas Böses im Keller des Hauses sein Unwesen und wagt sich erst dann aus seinem Versteck, wenn die beiden Waisen den Regeln folgen und um Null Uhr in ihren Betten liegen. Leider plant Rachel bald ein Leben außerhalb der modrigen Behausung, was das Böse im Keller gar nicht für gut heißt. Doch was verbirgt sich hinter dem schaurigen Familiengeheimnis? Um die Antwort darauf zu erhalten, muss man sich bis zum Ende gedulden.
 
 
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Ein altes Herrenhaus, minimalistische Beleuchtung und Gothic-Horror-Gruselatmosphäre, die an die Werke des EDGAR ALLAN POE erinnert. THE LODGERS bringt gute Voraussetzungen mit, um dem Zuschauer das Fürchten zu lehren. Alles dreht sich hier um ein mysteriöses Erbe, was die beiden Hauptdarsteller antreten müssen, aber nicht wollen. So lastet ein unheimlicher Familienfluch auf den Geschwistern, über dessen Hintergründe jedoch geschwiegen wird. Leider ist die Geheimniskrämerei gleichzeitig Fluch und Segen. Natürlich möchte man gern wissen, was da im Keller haust und täglich nach dem Rechten sieht. Doch die Ergründung der mysteriösen Vorkommnisse beansprucht viel Zeit, was nichts für jene ist, die es schnell und hektisch mögen. Regisseur BRIAN O’MALLEY geht es ruhig an und verteilt immer nur kleine Anhaltspunkte, um die Hintergründe über ein Familiengeheimnis möglichst lang verborgen zu halten. Das mag in hektischen Horrorfilmzeiten durchaus löblich sein, gestaltet sich aber im Falle von THE LODGERS äußerst schwerfällig, weil man viel unnützes Füllmaterial verwendet, um eine kleine Geschichte auf Spielfilmlänge bekommen zu können. Da werden regelmäßig surreale Visionen eingespielt, die nichts Gutes verheißen. Zudem ist immer wieder Wasser zu sehen, das vom Boden an die Decke tropft. Das künstliche Hinauszögern mit bedeutungsschwangeren Szenen und visuellen Metaphern überstrapaziert die Geduld des Zuschauers, der zwar mit schaurigen Bildern vertröstet wird, aber sich zu recht bald fragt, wann man denn hier langsam zum Punkt kommt. So schön THE LODGERS auch aussehen mag; in diesem Film passiert einfach nicht viel. Zu oft hat der Zuschauer mit Durststrecken zu kämpfen und wird am Ende nicht einmal dafür entlohnt. Die Auflösung ist nicht sonderlich spektakulär und auf einen Twist hat man gänzlich verzichtet. Angesichts des riesigen Tamtams, der hier veranstaltet wird, sind die Erklärungen für den Spuk dann doch sehr enttäuschend. Da hat man schon bessere Old-School-Gruselei auf dem Bildschirm gehabt. Der britische THE AWAKENING sei an dieser Stelle erwähnt.
 
 
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THE LODGERS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Visuell ansprechendes Gothic-Horrormärchen mit inhaltlichen Schwächen. Hier gilt das Sprichwort: außen hui, innen pfui. THE LODGERS schaut wirklich gut aus. Die schaurige Optik lässt auf gruselige Unterhaltung hoffen und die auf Hochglanz polierten Bilder ziehen schnell in den Bann. Doch die visuellen Raffinessen sind nur Blender. Bis auf seine Auflösung hat der Film kaum Substanz. Die ist nämlich hier gleichzeitig der Höhepunkt und fällt doch enttäuschend aus. Kein raffinierter Twist, kein kreatives CGI-Monster, keine Blutexzesse. Stattdessen surreale Erklärungsversuche, die kein Zuschauer ernst nehmen kann. Da will man die teilweise unbeholfen agierenden Hauptdarsteller tröstend in den Arm nehmen. Deren Charaktere werden zugunsten der gruseligen Bilderflut und einer zwanghaft auf poetisch getrimmten Auflösung vernachlässigt. Da wäre weitaus mehr möglich gewesen. Immerhin: Für Gothic-Horror-Fans einen Blick wert – erwarten sollte man aber nichts.
 
 
 


 
 
 

THE LODGERS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film eigentlich kaum zu sehen. Ein Gegenstand wird durch eine Hand gejagt, ein älterer Herr wird ermordet und in den Keller geworfen. Weiterhin ertrinkt eine der Filmfiguren und ein anderer Charakter wird erstochen. Die Gewalt-Handlungen werden dabei nicht zeigefreudig zelebriert, sondern passieren im Off oder die Kamera blendet weg. Hierzulande dürfte es für THE LODGERS daher eine FSK16 geben.
 
 
 


 
 
 

THE LODGERS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Epic Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Others (2002)
 
Marrowbone (2017)
 
The Awakening – Geister der Vergangenheit (2011)
 
Die Frau in Schwarz (2012)
 

Filmkritik: „Das Geheimnis von Marrowbone“ (2017)

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DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE

(MARROWBONE | EL SECRETO DE MARROWBONE)

Story

 
 
 

Vier Geschwister erleben auf einem abgelegenen Landsitz, das Grauen auf Erden. Offenbar spukt es hier, was die Kinder dazu veranlasst, die Spiegel im Haus mit Tüchern zu verdecken.

 
 
 


 
 
 

DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE – Kritik

 
 
 
Wer oft auf FILMCHECKER liest und die Vorlieben des Personals kennt, dürfte vermutlich mitbekommen haben, dass es uns nach Anspruch dürstet. Nicht, dass wir nicht auch gern mal einen sinnbefreiten Splatterfilm in den Player schieben würden. Dennoch sieht die Horrorwelt mit all den immer wieder gleichen Geschichten und Verläufen nicht mehr ganz so rosarot aus, wie wir sie noch als junge Hüpfer bewundert haben. Gott sei Dank belehrt uns Spanien gern mal eines besseren. Von dort gehen nämlich immer mal wieder Filme um die Welt, die Genre-Fans wachrütteln und zeigen, dass es auch anders gehen kann. Offenbar legt man in Spanien immer noch Wert auf das Erzählen von unverbrauchten Geschichten, die nicht nur allein mit Gewalt und Hochglanzbildern bei Laune halten wollen. Spanische Filmemacher versuchen mit Substanz, Qualität und Anspruch, dem zweifelhaften Ruf des Horror-Genres entgegenzuwirken. Mit einigen Filmen ist das zweifelsohne gelungen. Titel wie SHREW’S NEST, JULIA’S EYES oder TIMECRIMES wurden von Presse und Kritikern gelobt. Genau jene Reihe von hochwertiger Exportware setzt man nun mit dem Mysterydrama DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE (Originaltitel: EL SECRETO DE MARROWBONE) fort. Ein melancholischer und schön gefilmter – aber auch zutiefst trauriger Gruselfilm, wie wir finden.
 
 
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Neues Leben, neues Glück. Eine Familie will im England der 1960er ein neues Leben beginnen. Nach einem traumatischen Ereignis legt die alleinerziehende Mutter Rose Fairbairn (NICOLA HARRISON) den alten Namen ab und bezieht mit ihren Kindern ein altes Anwesen in ländlicher Idylle. Doch der Neuanfang steht unter keinem guten Stern. Das Familienoberhaupt erkrankt plötzlich und stirbt wenige Tage später. Zurück bleiben die Kinder Jack (GEORGE MACKAY), Billy (CHARLIE HEATON), Jane (MIA GOTH) und Sam (MATTHEW STAGG), die nun allein über die Runden kommen müssen. Doch das Leben ohne Eltern ist schwieriger als gedacht. Niemand darf nämlich vom Tod der Mutter erfahren. Um nicht getrennt zu werden und das Dasein im Waisenhaus fristen zu müssen, suggeriert man Besuchern die heile Welt. Doch im Schutze des Anwesens passieren bald seltsame Dinge. Offenbar geht es nicht mit rechten Dingen zu, was die Kinder vor Probleme stellt. Die können niemanden um Hilfe bitten, ohne dass erwähntes Familiengeheimnis gelüftet wird. Da ist guter Rat teuer.
 
 
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Dass dieses Gruseldrama großes Kino werden würde, war abzusehen. Hinter der spanischen Produktion steckt nämlich jemand, der sich mit subtilem und wendungsreichen Horror auskennt. DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE wurde von SERGIO G. SÁNCHEZ inszeniert und zu Papier gebracht. Der hatte vor einigen Jahren das Drehbuch zum erfolgreichen Mysterythriller DAS WAISENHAUS geschrieben, welcher international gut angenommen wurde und über 79 Millionen US-Dollar einspielen konnte. Offenbar wollte der spanische Meister des Subtilen allen zeigen, dass er sich nicht nur gute Gruselgeschichten ausdenken kann. Mit DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE feiert der Filmemacher sein Regiedebüt und zieht alle Register modernen Gruselkinos ohne dabei zu langweilen. Das Resultat kann sich sehen lassen und entpuppt sich als großartiges Verwirrspiel, das von Manipulationstaktik Gebrauch macht. Die findet bei Mysterystreifen neueren Datums mittlerweile ziemlich oft Verwendung und versucht mit falschen Fährten für Verwirrung zu stiften. Nicht anders sieht das bei DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE aus, der dem Zuschauer am Ende Illusionen raubt. Was nämlich wie Spukhaus-Horror beginnt, verwandelt sich im Verlaufe des Films zu etwas ganz anderem. Da darf natürlich ein unerwarteter Twist nicht fehlen, der spätestens seit THE SIXTH SENSE im Mystery-Genre nicht fehlen darf und DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE in eine ganz andere Richtung lenkt. Die überraschende Wendung sieht man nicht kommen und zeigt, dass SERGIO G. SÁNCHEZ ein hervorragendes Gespür für das Erzählen fesselnder und tiefgründiger Geschichten besitzt, die sich fernab der Eindimensionalität bewegen, mit der man im Horror-Genre seit Jahren gequält wird. Da können sich Drehbuchautor aus Hollywood und natürlich auch viele Möchtegern-Horrorfilm-Regisseure eine Scheibe abschneiden. Geschichte und Figuren sind eben alles.
 
 
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DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Großartiges Mysterykino, das am Ende die Katze aus dem Sack lässt. DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE hat alles, was man von einem Gruselfilm erwartet. Der Film kann mit hervorragendem Jung-Cast überzeugen, der hier nicht engagiert wurde, um von Schockmoment zu Schockmoment getrieben zu werden. Die talentierten Schauspieler verkörpern verunsicherte Figuren, die mit inneren Konflikten zu kämpfen haben und deshalb authentisch und zugänglich wirken. Doch weitaus bemerkenswerter als die Darsteller ist die Geschichte zum Film selbst, die nicht das ist, was sie dem Zuschauer versucht vorzugaukeln. Was als atmosphärischer Spukfilm beginnt, verirrt sich bald in andere Gefilde und fällt am Ende doch zermürbender aus, als anfangs vermutet. Da sitzt man am Ende verstört im Kinosessel und braucht was Hochprozentiges zum Verdauen. Großartig, tiefgründig, unvorhersehbar, sehenswert!
 
 
 


 
 
 

DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE – Zensur

 
 
 
DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE hat kaum Schauwerte zu bieten. Erst am Ende gibt es davon etwas zu sehen, das aber sehr zurückhaltend eingesetzt und nur angedeutet wird. Wegen der permanent unheilvollen Atmosphäre, einigen Gruselmomenten und dem doch etwas sehr krassen Twist hat die spanische Produktion eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: El secreto de Marrowbone; Spanien 2017

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 110 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 26.10.2018

 

Das Geheimnis von Marrowbone [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universum Filmmo)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Within (2016)
 
Das Waisenhaus (2007)
 
The Others (2001)
 
The Disappointments Room (2017)
 
Wait Till Helen Comes (2016)
 

Filmkritik: „Selfie from Hell“ (2018)

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SELFIE FROM HELL

Story

 
 
 

Eine Vloggerin beschäftigt sich zu intensiv mit dem Darknet und zieht so die Aufmerksamkeit des Bösen auf sich.

 
 
 


 
 
 

SELFIE FROM HELL – Kritik

 
 
 
Neue Technologien, neue Horrorfilme. Seit Fotohandys das Kommunizieren revolutioniert haben, sind auch Dinge in unseren Alltag vorgedrungen, die die einen verteufeln – andere jedoch nicht wieder missen möchten. Die Rede ist von Selfies, ohne die in der modernen Welt offenbar gar nichts mehr geht. Die oft gestellten Selbstporträts überfluten tagtäglich die sozialen Netzwerke und haben sich zu einer regelrechten Plage entwickelt. Doch die Sucht nach Selbstinszenierung kennt keine Grenzen. Mittlerweile reichen Selfie nicht mehr aus, um den eigenen Geltungszwang befriedigen zu können. Immer mehr junge Leute drehen Videos und machen diese viral. Da wird über das eigene Leben geplaudert, eingekaufte Produkte getestet oder vor der Kamera gesungen. Nichts ist peinlich und wird der Öffentlichkeit aufgezwungen. Für die deutsche Schauspielerin MEELAH ADAMS Grund genug, daraus Gruselstoff zu drehen. Die produzierte 2015 einen zweiminütigen Kurzfilm mit dem Titel SELFIE FROM HELL, der sich innerhalb weniger Wochen zu einem Internet-Hit entwickelte und über 26 Millionen Klicks erhielt. Der Clip war Teil ihrer Bachelorarbeit über die Wirkung viraler Videos und erhielt offenbar so viel positives Feedback, dass eine Langfilmversion nicht vermeidbar war. Die ist nun fertig und buhlt um die Gunst der Horrorfilm-Gemeinde. Ob der Langfilm genauso gut ist, wie der unheimliche Zweiminüter?
 
 
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Das kommt davon, wenn man sich nicht mit dem Internet auskennt. Vloggerin Julia (MEELAH ADAMS) führt nämlich einen erfolgreichen YouTube-Channel, auf dem sie neuerdings ihre Erfahrungen mit dem Darknet teilt. Dabei handelt es sich um einen Bereich des Internets, der wegen krimineller Machenschaften zu zweifelhaften Ruhm gekommen ist. Leider beschäftigt sich die junge Dame zu intensiv mit der dunklen Seite des Webs, weshalb sie bald die Aufmerksamkeit zwielichtiger Gestalten auf sich lenkt. Als sie Begegnung mit einer knöchrigen Kreatur macht, die an den SLENDER MAN erinnert, wird sie plötzlich krank und fällt in Dauerschlaf. Das versetzt Cousine Hannah (ALYSON WALKER) in Sorge. Die ist über den Gesundheitszustand der Verwandten gar nicht erfreut. Leider kann ihr niemand helfen, weshalb sie selbst auf Ursachensuche geht. Schnell sind erste Gründe gefunden. Offenbar lauert im Darknet etwas, dass es nicht gut mit neugierigen Nichtswissern meint. So kommt, was kommen muss. Hannah verfolgt die letzten Recherchen ihrer Cousine und stößt in düstere Bereiche des Internets vor, die man besser nicht genauer ergründet. Dass die Folgen fatal sein werden, dürfte an dieser Stelle keine Überraschung sein.
 
 
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Alle wieder mit an Bord. Für den Kinoausflug zum Kurzfilm haben sich alle Beteiligten erneut zusammengefunden. Wie beim Shorty übernahm ERDAL CEYLAN die Regie und schrieb das Drehbuch – MEELAH ADAMS produzierte. Letztere ergatterte auch gleich noch eine Rolle im Spielfilm. Leider dürfte die Langfilmversion von SELFIE FROM HELL nur wenig Eindruck hinterlassen. Der Film ist nämlich bei genauerer Betrachtung nichts weiter als dreister Ideenklau. So findet man Elemente aus Filmen wie UNFRIEND, UNKNOWN USER, THE RING oder auch THE DEN wieder, die man hier wild durcheinander gemixt hat, um den Zuschauer mit möglichst unerwarteten Schocks zu konfrontieren. Zugegeben sitzen die gut, was vor allem an der Arbeit der Tontechniker liegt, die mit abrupt laut eingespielten Klängen den Puls der Zuschauer nach oben treiben. Dennoch ist SELFIE FROM HELL kein Horror-Highlight. Der Film bewegt sich zu engstirnig in vordiktierten Genre-Bahnen. SELFIE FROM HELL ist ein Social-Media-Horrorfilm, der wie eine Art Gruselkrimi startet. So beginnt Heldin Hannah mit Forschungen im Internet, die nach und nach Aufschluss darüber geben sollen, was ihrer plötzlich erkrankten Cousine dort widerfahren ist. Da werden Anhaltspunkte in ominösen Chatportalen verteilt, um Puzzleteile zusammenfügen zu können. Dabei bekommt es die Hauptdarstellerin mit skrupellosen Menschen zu tun, die im Darknet boshaften Machenschaften nachgehen. Das Detektivspiel funktioniert ganz gut, bis sich der Cybercrime-Thriller plötzlich in Geisterblödsinn verwandelt, den man leider gar nicht mehr ernst nehmen kann. So kommt die Suchende plötzlich einem seltsamen Mysterium auf die Spur. Dabei geht es um einen geheimnisvollen Darknet-Fluch, der das Erscheinen einer unheimlichen Kreatur zur Folge hat. Überflüssiger Nonsens, der den Film beliebig macht. Da wäre es wohl weitaus besser gewesen, wenn man die zuvor aufgenommene Thematik über böse Jungs im Darknet weiter ausgebaut und das Publikum mit kontroversen Terror, Psycho – oder Folterszenarien schockiert hätte. SELFIE FROM HELL dürfte sich mangels neuer Ideen nicht in die Köpfe von Horrorfilmfans brennen können. Etwas mehr Originalität und vor allem Blut hätte dem überraschend düsteren Streifen weitaus besser getan. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass eben nicht jeder Kurzfilm auch als Langfilm überzeugen kann.
 
 
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SELFIE FROM HELL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Erst Mystery-Krimi, dann Psychothriller und am Ende ein Geisterfilm. SELFIE FROM HELL macht es dem Kinoerfolg LIGHTS OUT gleich. Beiden Filmen liegen Kurzfilme zugrunde, die im Internet Klickzahlen nach oben trieben. Da wäre man doch dumm, wenn man nicht einen Langfilm nachschieben würde, um damit viel Geld verdienen zu können. Im Falle von SELFIE FROM HELL ist die Entscheidung nicht ganz geglückt. Klar ist die Idee vom Ergründen der Darknet-Mysterien nicht uninteressant. So kommt die Hauptdarstellerin schnell mit der finsteren Seite des Internets in Berührung und gerät an kriminelle Leute, die nichts Gutes im Sinn haben. Leider verrennt sich SELFIE FROM HELL schnell vom Rationalen ins Paranormale. Das ist dahingehen unglücklich entschieden, weil der Film mit seinem Slender-Man-gleichen Einschlag kurz vor der Zielgeraden dann doch ziemlich haarsträubend und konfus wird. Immerhin sitzen die Schockmomente. Selbst alteingesessene Horrorfilmkenner werden da zusammenzucken.
 
 
 


 
 
 

SELFIE FROM HELL – Zensur

 
 
 
Auf schaufreudige Grausamkeiten hat man in SELFIE FROM HELL fast gänzlich verzichtet. Der Film lebt ausschließlich von seinen unerwarteten Schockmomenten und einer düsteren Grundstimmung. Dennoch ist der Film nichts für Kinder. Eine FSK16 ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

SELFIE FROM HELL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken stammen von der Webseite zum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Operator – Eine Marble Hornets Story (2015)
 
Smiley (2013)
 
The Den (2014)
 
Unknown User (2014)
 
FearDotCom (2002)
 
Gefällt mir (2014)
 
Ratter – Er weiß alles über dich (2015)
 

Filmkritik: „Beyond Skyline“ (2017)

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BEYOND SKYLINE

(SKYLINE 2)

Story

 
 
 

Menschen kämpfen gegen Aliens und Aliens kämpfen gegen Menschen. Ein Kampf der letztendlich nur einen Sieger kennt. Nur wer wird das sein?

 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Kritik

 
 
 
Es erscheinen immer mal wieder Filme für den Videomarkt, da merkt man auf den ersten Blick gar nicht, dass es sich eigentlich um Fortsetzungen bekannter Blockbuster handelt. Über die Gründe lässt sich spekulieren. Oft steckt dahinter aber Kalkül, denn nicht selten versucht man mit neuer Titelkreation von der miserablen Vorlage abzulenken, damit ahnungslose Filmfans möglichst unvoreingenommen die Fortsetzung kaufen. Ganz ähnlich dürfte das beim folgenden Film passiert sein. Im Falle von BEYOND SKYLINE hat man nämlich auf die „2“ im Titel verzichtet. Hierbei handelt es sich um ein Sequel des immerhin lukrativen Science-Fiction-Krawalls SKYLINE. Der sorgte 2010 weniger durch Inhalt für Furore, sondern brachte es wegen ausufernder Spezialeffekte zu einer stattlichen Umsatzzahl. Knapp 80 Millionen US-Dollar konnte das CGI-Spektakel an den Kinokassen erwirtschaften. In Anbetracht eines Budgets von gerade einmal 10 Millionen US-Dollar ein voller Erfolg, der aber weder bei Publikum noch Kritikern gut ankam. Deren Urteil viel vernichtend aus. Nicht grundlos, setzten die Brüder COLIN und GREG STRAUSE weniger auf Logik und Substanz. Stattdessen überforderten sie den Zuschauer mit banaler Geschichte ohne Tiefgang, während der immerhin visuell ansprechend eine ganze Stadt von Aliens in Schutt und Asche gelegt wurde.
 
 
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Für die Fortsetzung nahmen die Geschwister nicht erneut auf dem Regiestuhl platz. Die konnten sich durch Spezialeffekte in Filmen wie AVATAR und 2012 einen Namen machen, fungieren aber im Falle von BEYOND SKYLINE als Produzenten. Eine gute Entscheidung wie wir finden, denn offenbar können die Brüder zwar gut mit Spezialeffekten umgehen, beim Filmemachen beweisen sie leider so gar kein Geschick. Regie-Arbeiten wie ALIENS VS. PREDETOR 2 haben das bewiesen. Für BEYOND SKYLINE konnte man LIAM O‘ DONNELL als Regisseur gewinnen. Auch der hat eher Ahnung von visuellen Effekten und das merkt man auch. Der Film macht hinsichtlich computeranimierten Schnickschnack eine hervorragende Figur. Das Drehbuch dagegen sieht mau aus. Daher: Visual-Effekt-Experten machen Effekte, Regisseure übernehmen die Regie von Filmen. So und nicht anders. Ein Schuster sollte stets bei seinen Leisten bleiben.
 
 
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Der Film knüpft an erwähnten Vorgänger an. Diesmal werden wieder Menschen von Angriffen boshafter Aliens überrascht, die es auf die Gehirne ihrer Opfer abgesehen haben. Davon bekommt auch Polizist Mark Corley (FRANK GRILLO aus DEMONIC) Wind, der gerade auf dem Weg ist, seinen Sohn aus dem Knast zu holen, weil der mal wieder auf die schiefe Bahn geraten ist. Doch klärende Vater-Sohn-Gespräche müssen warten, denn plötzlich werden ahnungslose Menschen in den Himmel gerissen, wo sie von einem riesigen Raumschiff eingesaugt werden. Was ist nur los? Gleiche Frage stellt sich auch Gesetzeshüter Corley, der aber vor der Bedrohung nicht davonlaufen kann. Der befindet sich bald selbst mit Sohnemann Trent (JONNY WESTON aus UNDER THE BED) im Schlund des Ungetüms und muss nach einem Ausweg suchen. Doch die Flucht stellt sich als kompliziert heraus. Im Inneren des Alien-Schiffes tummelt es nur so von Kreaturen – halb Predator, halb Alien. Da stellt sich die Frage: Was tun? Dabei ist die Lösung ganz einfach. Filmheld Mark Corley nutzt alle erdenklichen Gegenstände, um der Alien-Brut den Hintern zu versohlen. Actionfans wird das freuen.
 
 
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Aliens und Dresche – das sind Zutaten, die für einen anspruchslosen Filmabend sorgen. In der Tat ist BEYOND SKYLINE alles andere als gehaltvoll. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn der Film will auch gar nicht helle sein. Dialoge halten sich in Grenzen. Stattdessen wird geballert, geschlitzt und gerannt, als würde es kein Halten mehr geben. Überraschenderweise funktioniert die einfache Rezeptur gut. BEYOND SKYLINE hat nämlich keine Längen und treibt den Zuschauer durch ein Science-Fiction-Abenteuer, das kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Da wird sich auf der Erde gegen boshafte Kreaturen zur Wehr gesetzt, die die Menschheit für eigene Zwecke missbrauchen wollen. Als sei das nicht bereits spektakulär genug, wird der Kampf wenig später im Raumschiff fortgesetzt, nur um die Alien-Brut am Ende noch einmal vor einem indonesischen Tempel herauszufordern. An Action mangelt es der Fortsetzung zu SKYLINE wenig. Doch die ist im Grunde genommen nur Mittel zum Zweck und soll den Zuschauer heimtückisch blenden. Vor lauter Krach, hastigen Kämpfen und schnellen Schnitten bekommt der nämlich erst gar nicht davon Wind, dass BEYOND SKYLINE genauso schwachsinnig ist, wie sein Vorgänger. Betrachtet man nämlich die zweckmäßige Story zum Film, kriegt man das kalte Grausen. Aber wir wollen nicht zu hart ins Gericht gehen. BEYOND SKYLINE ist schnörkelloses Popcorn-Kino mit hohem Unterhaltungswert, für das man eben den Kopf ausschalten muss. Die Protagonisten handeln dumm, die Aliens sind trotz weiterentwickelter Technik auch nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte und die Gründe für die Invasion wollen erst recht keinen Sinn ergeben. Fans dieser Art von Filmen wird das aber kaum kümmern. Die dürften vor allem von den vielen Spezialeffekten begeistert sein, die das dünne Handlungsgerüst tragen und BEYOND SKYLINE nach weitaus mehr aussehen lassen, als er letztendlich ist. Trotz hohem Trash-Anteil stellt diese Fortsetzung den bescheidenen Vorgänger in den Schatten. Das muss man erst einmal schaffen.
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Fazit

 
 
 

7 Punkte Final

 
 
 
Lautes Spezialeffekte-Gewitter mit hohem Action-Anteil. BEYOND SKYLINE ist nichts für Feingeister und Cineasten mit Anspruch. Der Film setzt auf niedere Instinkte und will dem Zuschauer einfach nur eine unterhaltsame Zeit bescheren. Es knallt, es donnert und es blitzt am laufenden Band. Damit hält sich der Streifen gut über die Runden und lässt gleichzeitig kaum Längen zu. BEYOND SKYLINE ist Science-Fiction-Edel-Trash. Die Effekte sehen Bombe aus und lassen erstaunen, was heutzutage alles mit dem Computer machbar ist. Da sieht man doch gern über die Tatsache hinweg, dass man auf eine Handlung mit Charakterentwicklung verzichtet hat. BEYOND SKYLINE ist das richtige Futter für Actionfans. Hier macht der Streifen keine Gefangenen, denn Action kann BEYOND SKYLINE zweifelsohne. Emmerichs INDEPENDENCE DAY ist ein Scheißdreck dagegen.
 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Zensur

 
 
 
BEYOND SKYLINE ist nicht sonderlich brutal. Ein paar Gehirne werden von außerirdischen Maschinen aus menschlichen Köpfen gerissen. Ansonsten gibt es im Finale noch einige Kämpfe zwischen Menschen und Aliens zu bestaunen. Hier werden noch einige Menschen in die ewigen Jagdgründe befördert. Hierzulande hat BEYOND SKYLINE in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Diese ist angemessen.
 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im limitierten Steelbook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Beyond Skyline; Großbritannien | Indonesien | Kanada | Singapur | USA 2017

Genre: Horror, Science Fiction, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 107 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making-of, Deleted Scenes, Trailershow

Release-Termin: 05.01.2018

 

Beyond Skyline [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Beyond Skyline – Steelbook [Blu-ray im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

BEYOND SKYLINE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Darkest Hour (2011)
 
Independence Day (1996)
 
Independence Day: Wiederkehr (2016)
 
Cloverfield (2008)
 

Filmkritik: „Hellraiser: Judgment“ (2018)

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HELLRAISER: JUDGMENT

(HELLRAISER 10)

Story

 
 
 

Drei Police Officer kommen einem grausamen Killer auf die Spur. Doch je weiter die Ermittlungen voranschreiten, umso gefährlicher wird es für die gründlichen Gesetzeshüter.

 
 
 


 
 
 

HELLRAISER: JUDGMENT – Kritik

 
 
 
Manche Filmmonster sind einfach nicht totzukriegen. Die kommen wieder und wieder, weil es die Horrorfilmfans wollen. Es gibt aber auch Filmbösewichte, die kommen wieder und wieder, weil es Studiobosse möchten. Letzteres dürfte wohl auf die Filme mit Kultfigur Pinhead zutreffen, die neben den Killerkollegen Chucky, Michael Myers und Freddy Krueger zu den wichtigsten Kreaturen gehört, die das Horror-Genre hervorgebracht hat. Doch leider tritt man seit Jahren das Höllenmonster mit Füßen. Was 1987 mit Raffinesse, Kreativität und Herzblut ins Leben gerufen wurde, ist längst nicht mehr das was es mal war. Das Hellraiser-Franchise wurde skrupellos ausgebeutet und seinem Schrecken beraubt. Grund hierfür sind schlechte Fortsetzungen, die oft kaum noch etwas mit dem eigentlichen Konzept der Filmreihe zu tun haben. Und so kam, was kommen musste. Statt die Geschichten rund um die Kreaturen der Hölle im Kino weiterzuspinnen, verbannt man die Zenobiten auf den Videomarkt, wo die von CLIVE BARKER ins Leben gerufenen Horror-Monster mittlerweile Dauergast sind.
 
 
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Der groß als Comeback bezeichnete zehnte Film mit dem Titel HELLRAISER: JUDGMENT stellt da freilich keine Ausnahme dar. Der erscheint nun sieben Jahre nachdem man mit HELLRAISER: REVELATIONS den bis dato schlechtesten Teil der gesamten Reihe veröffentlicht hatte. Fans sei aber versichert: Film Nr. 10 ist besser – aber auch nicht besonders gut. Wieder einmal tritt man in altbewährte Fußstapfen. Statt was Hochwertiges fürs Kino zu drehen, produzierte man direkt für den Videomarkt. Somit folgte man gleicher Vermarktungsstrategie, die offenbar schon bei den letzten fünf Fortsetzungen funktioniert hat. Die wurden mit schmalem Budget fürs Heimkino gedreht, was man den meisten dieser Filme auch ansah. Geändert hat sich seither nichts. Kleines Kapital stand nämlich auch für den mittlerweile zehnten Film der Hellraiser-Saga zur Verfügung. Mit gerade einmal 500.000 US-Dollar musste man haushalten, was angesichts der komplexen Bilderwucht eine Lachnummer ist, mit der zumindest die ersten beiden Filme im Kino noch beeindrucken konnten. Dass bei so wenigen Dollar Enttäuschungen vorprogrammiert sein dürften, liegt auf der Hand. Und in der Tat: Enttäuschungen bleiben nicht aus, ist doch HELLRAISER: JUDGMENT weit weg von dem, was sich Fans seit Jahren wünschen. Schnell abgedreht und ins Wohnzimmer gebracht. Da klingelt höchstens das Bankkonto raffgieriger Studiobosse.
 
 
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Die Story zu HELLRAISER: JUDGMENT ist überschaubar und hält erst zum Ende hin Überraschungen parat. Im Grunde genommen geht es um drei Police Officer, die es mit mysteriösen Morden zu tun bekommen. Diese scheinen einen religiösen Hintergrund zu besitzen, stehen doch die grausamen Verstümmelungen mit Versen aus der Bibel in Zusammenhang. Doch die Suche nach dem Täter führt zu keinem Erfolg. Bis man Bekanntschaft mit Zenobiten macht – jene Kreaturen der Hölle, die in nahezu jedem Hellraiser-Film das Highlight sind. Horrorfilmkenner wissen, dass diese Zeitgenossen weder Spaß noch Erbarmen kennen. Einmal in deren Fängen gelandet, gibt es kein Entkommen mehr. Auch die Polizisten schauen dumm aus der Wäsche, als sie plötzlich mit einem seltsamen Spielwürfel hantieren und so das Tor zur Hölle öffnen. Ihnen droht ein blutiger Denkzettel.
 
 
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Eigentlich sollte HELLRAISER: JUDGMENT bereits 2017 veröffentlicht werden, da die Hellraiser-Reihe in jenem Jahr ihren 30. Geburtstag feierte. Offenbar wurde man nicht rechtzeitig fertig und verschob das Sequel um wenige Monate. Die kleine Schonfrist hat dem zehnten Film nicht sonderlich gut getan, denn HELLRAISER: JUDGMENT bleibt weit hinter den Möglichkeiten. Lieblos wurde gedreht, was angesichts der Produktionsgeschichte kein Wunder ist. Böse Zungen behaupten nämlich, dass HELLRAISER: JUDGMENT gefertigt werden musste, damit das Produktionsstudio DIMENSION FILM die Rechte am Franchise behalten kann. Ganz abwegig sind die Gerüchte nicht, denn der hier besprochene Film wirkt hastig und eher zweckmäßig zusammengeschustert. Die Kulisse ist minimalistisch, die Splatter-Szenen überschaubar und der günstige Videolook tut sein Übriges. Wirklich Spaß macht HELLRAISER: JUDGMENT wenig, denn sonderlich viel Spannung will nicht aufkommen. Das liegt vor allem auch daran, weil der Verlauf der Geschichte – zumindest für Kenner der Filmreihe – vorhersehbar ist. So stoßen die ermittelnden Polizisten am Ende auf Kreaturen des Hellraiser-Universums und müssen um ihr Leben bangen. Hier liegt die eigentliche Stärke. Offenbar floss das ganze Produktionsbudget in das Design der Kreaturen. Da hat man viel Herzblut walten lassen, um die grotesken Masken möglich detailverliebt in Szene zu setzen. Doch die können HELLRAISER: JUDGMENT nicht vor dem Untergang retten, denn immer wieder stellt sich die Frage, was das wirre Aneinanderfügen von Versatzstücken aus Filmen wie RESURRECTION, SAW und auch SIEBEN überhaupt noch mit ursprünglichen HELLRAISER zu tun hat? Der Schöpfer dieser Welten dürfte da vermutlich ebenso ratlos sein, wie die meisten seiner Fans. Autor CLIVE BARKER schuf mit HELLRAISER – DAS TOR ZUR HÖLLE einen der wichtigsten Vertreter modernen Horrorkinos, der wegen ekligen Spezialeffekten und sonderbaren Filmmonstern Kinogeschichte schrieb. Im Gegensatz zum Kultfilm ist der zehnte Teil ein laues Lüftchen. Vollkommen überflüssig.
 
 
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HELLRAISER: JUDGMENT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Hellraiser auf Sparflamme! Ein Mix aus RESURRECTION, SAW und SIEBEN, dem es aber an kreativen Albtraum-Szenarien mangelt, die einst CLIVE BARKER mit HELLRAISER auf die Leinwand gebracht hatte. Was in HELLRAISER: JUDGMENT gezeigt wird, ist äußerst dürftig. Viel Substanz hat der Streifen leider nicht zu bieten. Ein paar Monster hier, eine konstruiert wirkende Serienkiller-Story da und am Ende ein paar Blutmomente – mit mehr darf sich die neuste Hellraiser-Fortsetzung nicht zufriedengeben. Man merkt dem Film an, dass er schnell notdürftig und zügig abgedreht werden musste. Viel Zeit und vor allem Budget stand nicht zu Verfügung. Ein Schelm wer da denkt, dass hier aus irgendeinem Grund irgendwas gedreht werden musste. Einzig die gut entworfenen Filmmonster bleiben in Erinnerung. Da fragt man sich doch glatt, was das Low-Budget-Theater soll. Warum kein Remake mit mehr Budget für die große Leinwand, um einen Neuanfang zu starten? Seit Jahren fristet die bekannte Horror-Reihe ein jämmerliches Video-Markt-Dasein und hat dem beliebten Franchise mit billigen Fortsetzungen die Ernsthaftigkeit geraubt. HELLRAISER: JUDGMENT tritt da in die gleichen Fußstapfen. Da bekommen Fans das kalte Grausen. Übrigens ist diesmal DOUG BRADLEY nicht in seiner Paraderolle des „Nagelkopfes“ zu sehen. Der verkörperte in acht Filmen den kultigen „Pinhead“, wurde danach aber kein weiteres Mal verpflichtet. Der zehnte Film der langlebigen Filmserie muss auch ohne Bradley auskommen. Allein dessen schon ist HELLRAISER: JUDGMENT eine Enttäuschung – auch wenn Schauspieler PAUL T. TAYLOR in der Rolle des Filmmonsters Herrn Bradley zum Verwechseln ähnlich sieht. Nur Original ist legal!
 
 
 


 
 
 

HELLRAISER: JUDGMENT – Zensur

 
 
 
HELLRAISER: JUDGMENT ist keine Splatter-Granate. Es geht überraschend zurückhaltend zu. Demzufolge steigt der zehnte Teil in die gleichen Fußstapfen, wie alle bisherigen Video-Fortsetzungen der Reihe. Es gibt einige kurze Gewaltmomente zu bestaunen, die aber hauptsächlich im Finale zelebriert werden. Hier gibt es auch eine Hommage an den ersten Hellraiser-Film zu sehen. Einer Filmfigur wird das Gesicht mit Ketten auseinandergerissen. Ansonsten reduziert sich HELLRAISER: JUDGMENT auf einige surreale Filmsequenzen in denen dem Treiben der Zenobiten beigewohnt wird. Weiterhin sieht man verstümmelte Leichen, die von den Höllenkreaturen übel zugerichtet wurden. Mit etwas Glück dürfte der hier besprochene Streifen mit einer FSK16 passieren. Wer’s deftig mag, wird daher enttäuscht werden.
 
 
 


 
 
 

HELLRAISER: JUDGMENT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Lionsgate Home Entertainment | Dimension Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hellraiser V: Inferno (2000)
 
Sieben (1995)
 
Resurrection – Die Auferstehung (1999)
 
Der Knochenjäger (1995)
 
Tattoo (2002)
 
8mm – Acht Millimeter (1999)
 

Filmkritik: „The Monster Project“ (2017)

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THE MONSTER PROJECT

Story

 
 
 

Und Monster gibt es doch: Vier Freunden wollen mit ungewöhnlichen Videos Geld auf YouTube verdienen. Sie kommen auf die Idee auf die Suche nach echten Monstern zu gehen. Da wir hier fast nur Horrorfilme besprechen, darf man davon ausgehen, dass dieses Vorhaben im Desaster enden wird.

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Kritik

 
 
 
Es gab mal eine Zeit, da hat man im Horror-Bereich Trends gesetzt. Einer derer nannte sich Found-Footage und war plötzlich so chic, dass beinahe jeder neue Horrorfilm davon Gebrauch machen musste. Das Resultat waren Horrorfilmen, die entweder im Dokumentarstil über Leinwände flimmerten oder aussahen, als habe man die mit der Videokamera selbstgedreht. THE MONSTER PROJECT ist ein später Nachzügler genau jener lukrativen Found-Footage-Welle, die angekurbelt durch den Erfolg von THE BLAIR WITCH PROJECT seit 1999 relativ lange durch die Filmwelt wütete. Offenbar hat sich aber mittlerweile ein Sättigungsgefühl eingestellt. Seit die Horror-Fortsetzungen BLAIR WITCH und PARANORMAL ACTIVITY: THE GHOST DIMENSION an den Kinokassen floppten, haben Studios das Interesse an Filmen im Found-Footage-Stil verloren. Ganz unbegründet ist der abebbende Hype aber nicht. Das Konzept auf authentisch und echt gebürstete Filme zu produzieren wurde so oft wiederholt, dass man sich sprichwörtlich daran satt gesehen hat. Leider ist das wohl noch nicht bis zu Regisseur VICTOR MATHIEU vorgedrungen. Der scheut nämlich mit THE MONSTER PROJECT neue Wege und setzt eher auf Altbewährtes, das aber niemand mehr sehen will. Entstanden ist typisches Found-Footage-Gewackel für das man unbedingt Fanboy sein muss, um es ertragen zu können. Irgendwann muss eben auch mal Schluss sein.
 
 
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Einmal mehr ist das Internet Schuld. Vier Freunde wittern nämlich dort die schnelle Kohle. Mit selbstgedrehten Videos will man auf einer Videoplattform Geld verdienen. Doch wie das Bankkonto füllen? Es müssen Videos von echten Monstern sein, die die Zuschauer um den Schlaf bringen sollen. Deshalb stellt man eine Anzeige ins Netz und bittet um Mithilfe. Es werden Kreaturen gesucht, die man nicht täglich zu Gesicht bekommt. Und wie es der Zufall so will melden sich wirklich drei Personen, die von sich selbst behaupten nicht menschlich zu sein. Ein gefundenes Fressen für unsere Kumpels. Diese laden die drei selbsternannten Monster für ein Interview in eine morsche Hütte ein. Ein fataler Fehler, denn wer schon einige Horrorfilme gesehen hat weiß, dass Geschöpfe der Hölle niemals friedliebend sind.
 
 
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Hilfe, es wackelt wieder. THE MONSTER PROJEKT ist ein lupenreines Found-Footage-Movies wie man es seit THE BLAIR WITCH PROJEKT so ziemlich oft gesehen hat. Wieder mal werden Geschehnisse aus der Ego-Perspektive gezeigt. Diesmal tragen mehrere Freunde Kameras bei sich, mit denen sie kleine Dokus für den eigenen YouTube-Kanal drehen wollen. Demzufolge sieht man das Treiben quasi aus deren Augen, weil die Protagonisten das filmen, was ihnen vor die Linse kommt. So wird das Gefühl vermittelt, dass der Zuschauer Teil der Gruppe ist. Ein erfinderischer Trick, um Geschehnisse authentischer wirken zu lassen. Leider bringt dieser Erzählstil die gleichen Probleme mit sich, mit denen nahezu alle Found-Footage-Filme zu kämpfen haben. So ist die Kamera nie konstant, sondern gerät permanent aus dem Ruder. Die Folge ist permanentes Gewackel, was vor allem dann anstrengend wird, wenn die Filmfiguren in Panik geraten und unkoordiniert durch die Szenerie flitzen. Das ist ab Filmmitte der Fall. Dann nämlich werden die vier Freunde von ihren Interview-Partnern durch ein Haus gehetzt, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt. Die geben sich tatsächlich als Kreaturen der Schattenwelt zu erkennen und jagen ihre Opfer durch Räume, Flure und Finsternis. Weil die Monster immer wieder unerwartet vor die Linse springen, während die Filmhelden einen Ausgang suchen, verwandelt sich THE MONSTER PROJECT zu einem filmgewordenen Ego-Shooter. Da werden Erinnerungen an so ähnlich gestrickte Streifen wie HOTEL INFERNO oder FIRST PERSON SHOOTER wach. Auch dort versuchte man Horror im Baller-Game-Stil und aus der Ego-Ansicht ins Wohnzimmer zu bringen. Leider verlor die ungewöhnliche Machart schnell seinen Reiz und verursachte Kopfschmerzen. Manche Ideen nutzen sich eben schnell ab.
 
 
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Nicht anders sieht es da bei THE MONSTER PROJECT aus, für den man einen gesunden Magen mitbringen sollte. Nicht, dass der Found-Footage-Horror sonderlich blutig wäre. Ganz im Gegenteil. Hier bekommt man wegen nicht konstanter Kamera und planlosem Gewackel schnell Schwindelgefühle. THE MONSTER PROJECT ist ab der zweiten Filmhälfte schwer zu ertragen, denn dann setzt man auf Hektik und vor allem auf die Möglichkeiten digitaler Tricktechnik. Wie in GRAVE ENTCOUNTERS werden plötzlich menschliche Gesichter in befremdliche Fratzen umfunktioniert, die für kurze Adrenalinkicks sorgen sollen. Aber die Schockwirkung nutzt sich schnell ab, weil Handlungsverläufe zu oft wiederholt werden mit denen man den Zuschauer aus der Reserve locken will. Da schluchzen immer mal wieder Protagonisten in der Ecke, die dann nach ihrem Befinden gefragt werden. Kommt man ihnen zu nahe, drehen sie sich um und entlarven ihr wahres Gesicht. Spätestens nach der zigsten Wiederholung fragt man sich, ob die Helden von THE MONSTER PROJECT nichts dazulernen wollen. Kluge Horror-Unterhaltung sieht anders aus.
 
 
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THE BLAIR WITCH PROJECT ist Schnee von gestern. Jetzt kommt THE MONSTER PROJECT. In Interviews erklärte Regisseur VICTOR MATHIEU, dass die Grundlage zum Film bereits in frühen Jahren geebnet wurde. Als Kind verschlang der Filmemacher die GÄNSEHAUT-Bücher von R.L. STINE und auch das Videospiel zur Buch-Reihe mit dem Titel ESCAPE FROM HORRORLAND hinterließ bleibenden Eindruck. Als der Filmemacher dann auch noch den Vampir-Horror THE HAMILTONS zu sehen bekam, in dem eine Vampirfamilie auf Beutefang ging, formte sich die erste Idee zu einem eigenen Film mit Vampiren. Doch bei Blutsaugern sollte es nicht bleiben. Weil Mathieu ein großer Verfechter klassischer Monster-Movies ist, mussten auch noch andere Gestalten her, die das Grusel-Universum hergibt. So entstand nach und nach THE MONSTER PROJECT in denen diverse Horror-Kreaturen vereint werden konnten. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Rasant, schockintensiv und adrenalinreich! Eine effektreiche Horror-Achterbahn, die kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Man kann THE MONSTER PROJECT nicht vorwerfen langweilig zu sein. Der Film verfügt über einen hektischen Inszenierungsstil, der seine Figuren durch die sprichwörtliche Hölle jagt. Die kommen nicht zur Ruhe, weil sie in einem Haus rastlos von Monstern attaktiert werden. So weit so gut. Wie man aber das Katz- und Mausspiel auf Film gebannt hat, ist weniger schön. THE MONSTER PROJECT ist nämlich ein Found-Footage-Film und macht sich jedes Klischee zu Eigen, mit denen erwähntes Subgenre seit Jahren polarisiert. Zu sehen gibt es kaum konstante Kamerabilder, furchtbares Gewackel, Bildausfälle und Störsignale. Es wird dem Zuschauer also nicht gerade leicht gemacht der minimalistischen Handlung zu folgen, die sich in wenigen Worten erklären lässt. Weil man oftmals nur erahnen kann, was da vor der Linse passiert, wird THE MONSTER PROJEKT schnell zum Geduldsakt. Somit ist auch dieser Found-Footage-Heuler auch nur etwas für jene, die mit dieser Gattung Film etwas anfangen können. Wer daher schon immer ein Problem mit Wackelcam-Streifen hatte, wird auch hier schnell abgeschalten haben. Dazu folgt THE MONSTER PROJECT schlichtweg zu engstirnig den Regeln, die dieses Subgenre zu berüchtigt gemacht haben.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Zensur

 
 
 
THE MONSTER PROJECT hat zwar einige Schauwerte zu bieten, aber hier ist alles so schnell und hektisch geschnitten, dass man davon kaum etwas zu sehen bekommt. Neben Verwandlungsszenen in denen sich Menschen plötzlich in garstige Gestalten verwandeln, sieht man auch noch einige nett getrickste Splatterszenen in denen die Monster getötet werden und ihre Körper zerfließen oder in Sekunden vertrocknen. Hierzulande hat das Label PIERROT LE FOU eine FSK16 für THE MONSTER PROJECT erhalten. Ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU (Blu-ray KeepCase-Version)

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(c) PIERROT LE FOU (Mediabook mit Blu-ray & DVD auf 3000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Monster Project; USA 2017

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnitten Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook auf 3000 Stück limitiert

Extras: Making-of, Deleted Scenes, Audiokommentar des Regisseurs und Produzenten, Trailer | Zusätzlich im Mediabook: Booklet und Plakat

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 27.04.2018

 

The Monster Project [Mediabook mit DVD+Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

The Monster Project [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Mediabook

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THE MONSTER PROJECT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
FPS: First Person Shooter (2014)
 
Hardcore Henry (2016)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
Frankenstein´s Army (2013)
 

Kritik: „She – Eine verrückte Reise in die Zukunft“ (1982)

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SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT

(SHE | SHE – EINE BRUTALE REISE IN DIE ZUKUNFT)

Story

 
 
 
Neulich in der Post-Apokalypse. Einmal mehr hat die dämliche Menschheit atomar gezündelt, sich den rettenden Ast unterm Hinterteil weggebombt. Klingt angesichts der gegenwärtigen Wendungen der menschlichen Saukomödie gar nicht mehr so abwegig. Die Ödlande sind nach dem großen Knall in die Hände sich meistens bekriegender Amazonenclans gefallen. Also weiter Kampf. Als der Wasteland-Cowboy Tom die Entführung seiner Schwester erleben muss, tritt ihm die Kämpferin „She“, verstrahlt verkörpert von Tänzerinnen-Hardbody und Schwarzenegger-Co-Star Sandahl Bergman, zur Seite.
 
 
 


 
 
 

SHE – Kritik

 
 
 
SHE ist nicht die intellektuelle Sci-Fi-Dystopie eines Philip K. Dick oder der endlos einflussreichen Schriftsteller-Gebrüder Strugatsky. Paten stehen hier eher Schnellfilm-Ungeheuer wie Joe D’Amato oder David A. Prior. Das Projekt SHE, entstanden als italienisch-amerikanische Co-Produktion, orientiert sich wenig überraschend an den trendigen Endzeitfilmen jener Jahre, wie sie auf beiden Seiten des Großen Teichs kostengünstig auf ausrangierten Steinbrüchen und in kargen Waldlandschaften entstehen. Regisseur Avi Nesher verbindet auf virtuose Art die Schwachsinnigkeit der Genrefilme von USA und ITA. Ein World-Cup-Unentschieden, könnte man sagen. Im Stil einer Comic-Erstausgabe bietet der Film Herkunftsgeschichten der Figuren, um sie final aufeinandertreffen zu lassen. Nüchtern betrachtet, entfaltet sich vorm Auge des geneigten Schlockfilm-Glotzers ein Potpourri aus allem, was schon einzeln zündet: Science-Fiction, Action, nackte Möpse, Spaß. Ein sicherer Treffer für Freunde des guten schlechten Geschmacks. Kommen wir hiermit zum Ende der halbwegs seriösen Faktenbeschreibung dieses schönen Films, der, möglich gemacht durch das Abgrasen noch nicht vergebener Lizenzen, über dreißig Lenze nach Entstehung auf DVD erscheint. Eine VHS im schicken, roten VPS-Cover gab es hierzulande mal.
 
 
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Was SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT vor vielen Jahren zum Liebling bierseliger Videoabende macht, ist, wie so oft im VHS-Zeitalter, die deutsche Synchronisation. Zu den großangelegten Mechanismen der Alltags-Straffung gehört das strenge Einsortieren und Benennen jedeweder Sache. Filmgenres entstehen auf Blogs und an den Vermarktungsschreibtischen der Hersteller bereits nach der Sichtung von drei Filmen mit sich ähnelnden Handlungselementen. Ärgerlich alberne tags wie Home-Invasion-Film versprechen Vereinfachung des Konsums und Schonung der grauen Zellen. Dieser Arbeitsweise benutzen wir heute auch einmal und ordnen SHE einem ganz besonderen Genre zu: Filme, in denen kein normaler Satz gesprochen wird. Einsamer Rekordhalter dieses Konstrukts ist der italienische Barbaren-Irrsinn SUPERMÄNNER GEGEN AMAZONEN, zufälligerweise damals auch bei VPS veröffentlicht. Avi Neshers Apokalypsen-Klopper hier braucht sich hinter dem aber nicht zu verstecken. Ein Fest.
 
 
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SHE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wie muss es sich für den Videothekenpilger in den späten Achtzigern angefühlt haben, verleitet von Covergestaltung und dem Hunger nach dem nächsten TERMINATOR, dem nächsten MAD MAX, Avi Neshers unglaublicher Trash-Atomrakete auf den Leim gegangen zu sein? Der Zuseher des Jahres 2018 kann den exotischen Hasscocktail aus Enttäuschung und Hirnverknotung quasi auf der Zunge schmecken, trotzdem nur ahnen und sich glücklich schätzen, SHE bewusst ausgewählt zu haben. Ein Film, den man mit dem Sticker „Das ist Trash“ mit einer Sonde ins All schießen müsste, auf dass unsere außerirdischen Herrscher in spe wissen, worauf sie sich hier unten einlassen.
 
 


 
 
 

SHE – Zensur

 
 
 
Im Kino und auf VHS gab es SHE nur gekürzt. Im digitalen Zeitalter ist das jetzt anders. Die erhältliche DVD beinhaltet die ungeschnittene Fassung. Fans und Sammler trashiger Perlen aus den 1980ern dürfte das freuen. Aber Obacht: SCHRÖDER MEDIA hat den Titel geändert. Auf dem Cover steht nun nicht mehr SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZUKUNFT. Das „verrückte“ wurde gegen „brutale“ ausgetauscht.
 
 
 


 
 
 

SHE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Schröder Media (DVD auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: She; USA | Italien 1982

Genre: Abenteuer, Action, Fantasy

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Ausgetauschte Szene (1:38 Min.), Genauso bekloppt! („Mission Force“-Trailer, 6:09 Min.), Damals war alles besser (Trailershow, 15:47 Min.)

Release-Termin: 07.09.2017

 

SHE – Eine brutale Reise in die Zukunft [Limited DVD Edition] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

SHE – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Packshot, Abbildungen und Szenenbilder liegen bei Schröder Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Conan der Barbar (1982)
 
Red Sonja (1985)
 
Die Barbaren (1987)
 
Drei Engel auf der Todesinsel (1984)

Filmkritik: „I Remember You“ (2017)

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I REMEMBER YOU

(Ég man þig)

Story

 
 
 
Im ländlichen Island geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das Verschwinden eines kleinen Jungen bringt einen mysteriösen Mordfall ins Rollen, der selbstverständlich gelöst werden muss.

 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Kritik

 
 
 
Jedes Jahr um die Sommerzeit zieht ein Fest durch Deutschland, das Genre-Fans hellhörig werden lässt. Dort nämlich werden aktuelle Filme aus den Bereichen Horror, Thriller und Fantasy auf die Leinwand gebracht, die es nach der Aufführung gern mal auf DVD und Blu-ray schaffen. Die Rede ist vom FANTASY FILMFEST, das sich mittlerweile zur ersten Adresse bei Fans des phantastischen Kinos entwickelt hat, weil die Veranstalter Spreu vom Weizen trennen. Statt üblen Low-Budget-Unfug und austauschbare Billigware zu zeigen, versuchen die Macher Filme aufzuführen, die auch einem gewissen Qualitätsstandard entsprechen. Wohl auch ein Grund für die Beliebtheit der Veranstaltung, weil das Fest vor Augen führt, dass unabhängiges Genrekino weit mehr kann, als das was uns Hollywood versucht vorzugaukeln.
 
 
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Weg vom bekannten Gruseleinerlei hin zu unkonventioneller Angstmacherei. Mit genau jenem Konzept konnte auch das isländische Mysterydrama I REMEMBER YOU glänzen, das sich auf genannter Veranstaltung als Publikumsliebling entpuppte. Während das FANTASY FILMFEST nämlich in verschiedenen Städten eine Reihe von Genrestreifen im Kino zeigt, darf das Publikum die Besten der Besten küren. Dabei mauserte sich genannter Island-Export schnell zum Geheimtipp und kletterte mit seiner etwas anderen Machart an die Spitze der beliebtesten Gruselfilme des FANTASY FILMFEST 2017. Ganz unbegründet ist die Entscheidung der Zuschauer nicht. I REMEMBER YOU ist nämlich wirklich gut, aber zweifelsohne nichts fürs Kommerzpublikum. Allein dessen ist dieser isländische Genre-Beitrag aber schon mal eine Sichtung wert.
 
 
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I REMEMBER YOU beansprucht die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers. Hier werden nämlich zwei Geschichten erzählt, die offenbar miteinander verbunden sind. So wollen drei junge Leute auf einer isländischen Insel ein Haus auf Vordermann bringen, um es zahlenden Touristen als Bed-and-Breakfast-Hotel zur Verfügung zu stellen. Die Arbeiten sind mühselig, hat seit über 60 Jahren kein Mensch mehr hier gewohnt. Doch die Renovierungsarbeiten stehen unter keinem guten Stern. In der Hütte scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen und auch zwischen den Anwesenden beginnt es bald zu brodeln, weil private Konflikte ans Tageslicht kommen. Währenddessen wird Kilometer weiter ein seltsamer Selbstmord untersucht. Dort hat sich eine alte Dame das Leben genommen auf deren Körper man sonderbare Verletzungen findet. Der ermittelnde und selbst von Sorgen zerfressende Psychologe Freyr beginnt zu forschen und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur, das ihm bald das Blut in den Adern gefrieren lässt.
 
 
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Auf Island kommt man langsam in die Gänge. Nach dem unheimlichen Abschiedsdrama RIFT folgt nun ein weiterer Gruselfilm, der gekonnt die Kulisse isländische Abgeschiedenheit nutzt, um daraus düstere Unterhaltung mit Anspruch zu machen. Offenbar nimmt man sich Schweden als Vorbild, wo selbst die Traumfabrik vor der unkonventionellen Machart den Hut zog und sich Rechte für Genre-Ware krallte, um daraus neu interpretiertes Kinomaterial im amerikanische Stile zu produzieren. Gleiches könnte auch mit I REMEMBER YOU passieren, denn der Film besitzt eine verschachtelte Geschichte, die gleichzeitig auch die Quintessenz dieses etwas anderen Geisterfilms ist. Spuk ist hier zwar vorhanden, spielt aber eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt stehen seltsame Todesfälle, die gelöst werden müssen. Passender Stoff also für Hobby-Detektive und leidenschaftliche Krimifans, denn I REMEMBER YOU ist bei genauerer Betrachtung eher ein spannender Kriminalfall, welcher an skandinavische TV-Thriller erinnert und sich erst am Ende im Geisterfach verirrt, um etwas Gänsehaut bescheren zu können. Dabei nimmt sich Regisseur ÓSKAR THÓR AXELSSON besonders viel Zeit beim Erzählen seiner Geschichte und analysiert dabei auch die Sorgen seiner authentischen Hauptdarsteller, die ohnehin schon von Schicksalsschlägen gebeutelt sind. Das macht I REMEMBER YOU auch auf emotionaler Ebene brauchbar und glaubhaft, was vor allem Schauspieler JÓHANNES HAUKUR JÓHANNESSON zu verdanken ist, der hier als Psychologe wegen des verschwundenen Sohns durch die Höhle geht. Mit ihm fühlt man mit, weil der unter dem kuriosen Verschwinden seines Kindes leidet. Der begegnet dem Sohnemann plötzlich an den undenkbarsten Orten und folgt ihm auf eine Spur, die am Ende des Rätsels Lösung ist. Berührend – auch wenn erst nach und nach viele Puzzleteile ein plausibles Ganzes ergeben.
 
 
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Der langsam und bedacht inszenierte I REMEMBER YOU beweist einmal mehr, dass es kein Blut oder reißerischer Spezialeffekte bedarf, um spannende Geschichten zu erzählen. Hier wird unheimliche Stimmung auf anderem Wege hervorgerufen. Der Film bewirkt gespenstiges Unbehagen durch einfache Mittel, wie sporadische Belichtung, trostlose Kulissen und grummelnden Sound. Letzterer dürfte Besitzer von Heimkinoanlagen das Fürchten lehren, weil der Subwoofer just in jenen Momenten besonders aktiv wird, wenn drohendes Unheil naht. Effektive Gruselzutaten, um einen sehenswerten Genrefilm zu inszenieren. Das ist I REMEMBER YOU mit Sicherheit.
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Die isländische Version des gefeierten Geisterklassikers WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN. Was hier wie eine Folge CSI:Rejkjavik beginnt, mausert sich ganz schnell zu einem fesselnden Mysterythriller, der vor allem wegen seiner verworrenen Handlung und der für Gruselfilme eher ungewöhnlichen Kulisse auf ganzer Linie überzeugt. Karge Landschaften treffen auf nicht minder karg eingerichtete Häuser und von Sorgen geplagte Figuren, die Teil eines ungewöhnlichen Genre-Mixes sind, der auf einem bekannten Bestseller beruht. Den Plot zum Film hat sich nämlich die vielfach ausgezeichnete Kriminalautorin YRSA SIGURÐARDÓTTIR ausgedacht, die mit dem zugehörigen Roman „Ég man þig“ einen isländischen Krimi verfasst hat, der angeblich bei Erscheinen im Jahr 2010 so viele isländische Leser nächtelang wach gehalten hat, wie wenige Bücher zuvor. Ganz unbegründet ist die Hype nicht. Auch die Verfilmung ist nicht ohne und fesselt mit mehreren Erzählebenen bis zum Schluss. Schnell ist man mittendrin und kann sich dem Mysterium nicht mehr entziehen, das sich im Film wie eine Schlaufe um alle Beteiligten zieht. I REMEMBER YOU besitzt zwar einen unterkühlten Look, ist aber zutiefst emotional und atmosphärisch stimmig. Da sag noch einer, die Isländer würden von der übrigen Welt nichts mitbekommen. In Sachen Genrefilm hat man auf der Insel im Norden offenbar einiges dazugelernt. I REMEMBER YOU zumindest ist eine Glanzleistung in Sachen Mysterykino. Geheimtipp für anspruchsvolle Cineasten!
 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Zensur

 
 
 
I REMEMBER YOU hat eigentlich kaum Gewalt zu bieten. Zwei Protagonisten werden von herabfallenden Steinen erschlagen und verenden an ihren Verletzungen. Zudem gibt es eine mumifizierte Kinderleiche und tote Körper mit seltsamen Wundmalen zu sehen. Hierzulande hat der isländische Horrorfilm eine FSK16 erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ég man þig; Island 2017

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Isländisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer

Release-Termin: 18.01.2018

 

I Remember You [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot und Grafiken liegen bei Concorde Filmverleih GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
We Go On (2016)
 
Devil in the Dark (2017)
 
Wenn die Gondeln Trauer tragen (1973)
 

Filmreview: „Devoured – Verschlungen“ (2012)

devoured 2012
 
 
 

DEVOURED – VERSCHLUNGEN

Story

 
 
 
Die alleinerziehende Mutter Lourdes (Marta Milans) muss in einem Restaurant das nötige Kleingeld für die Operation ihres kranken Sohnes verdienen und wird dabei mit einer unheimlichen Bedrohung konfrontiert …
 
 
 


 
 
 

DEVOURED – Kritik

 
 
 
Wenn man sich in der Horrorfilmwelt umschaut, kann man meinen, den Filmemachern gehen die Ideen aus. Nicht selten werden hinreichend bekannte Filmstoffe dreist stibitzt und die notdürftig zusammengeklöppelten Geschichten mit übelkeiterregender Gewalt kaschiert. Denn nur so lässt sich in schnelllebigen Zeiten halbwegs zügig ’ne Menge Asche verdienen. Gerade weil viele dieser unbedachten Gewaltorgien nur selten eine Kino und Video-Freigabe bei deutschen Zensurbehörden erhalten, haben spitzfindige Rechteinhaber einen höchst wirtschaftlichen Weg gefunden, wie man noch schneller viel Geld in noch weniger Zeit erbeuten kann. Man veröffentlicht einfach seine Blutgranate im deutschsprachigen Ausland und limitiert das böse Stück Film auf möglichst geringe Stückzahlen, damit man dem Filmfan deutlich mehr Euronen als nötig aus der Brieftasche ziehen kann. Der kommende Gruseltrip DEVOURED dürfte dabei in keine der beiden Schubladen rutschen. Hier haben wir es mit einem höchst interessanten und klug durchdachten Geheimtipp zu tun, der sich einen Deut darum schert sein Handlung im Blut zu ersäufen. Der reguläre Weg über den deutschen Handel dürfte die mögliche Konsequenz sein, was den deutschen Filmsammler freuen dürfte, der endlich mal wieder einen guten Horrorfilm zum normalen Obolus in sein Regal stellen darf – ungeschnitten versteht sich. Der düstere Mysterythriller DEVOURED ist mal wieder so ein Fall, der von zwei Neulingen auf dem Gebiet des Spielfilms inszeniert wurde. Während Regisseur GREG OLLIVER bisher nur Dokumentationen gedreht hat und mit dem Dokumentarfilm LEMMY schon einen beachtlichen Erfolg verbuchen konnte, liefert MARC LANDAU sein erstes Drehbuch ab und trifft damit alle Neune. Seine Geschichte versteht, sich gekonnt vom üblichen Horrormist der letzten Zeit abzuheben, wobei mit diesem intelligenten Stück Kino endlich Mal wieder ein Film ins Haus steht, der mit ganz einfachen Mitteln und kleinen Schritten versucht, dem Zuschauer das Gruseln näherzubringen. Interessanterweise setzt Regisseur GREG OLLIVER vernehmlich auf die subtile Wirkung des Bildes und die leisen Töne, denn gesprochen wird in DEVOURED ohnehin kaum. Stattdessen wird der zermürbende Zerfall der leidenden Hauptdarstellerin in ziemlich beunruhigende Bilder gepackt, die in ihrer schlichten Symbolhaftigkeit so erschütternd sind, dass man meinen könnte GREG OLLIVER hätte in seinem Leben nichts anderes gemacht, als psychologisch tiefgründige Horrorfilme zu drehen.
 
DEVOURED erzählt vom Schicksal der alleinerziehenden Lourdes (MARTA MILANS), die von Mexiko nach New York reist, wo sie Geld für eine wichtige Operation ihres kleinen Sohnes verdienen muss. Des nachts schrubbt sie in einem französischen Restaurant die Böden und deckt die Tische ein, damit tagsüber die dekadente Gesellschaft New Yorks dort den schönen Seiten des Lebens frönen kann. Abwechslung vom stupiden und einsamen Arbeitsalltag bieten Lourdes die allabendlichen Telefonate mit ihrem Kind, die kurzzeitig die üblen Schikanen ihrer Arbeitgeberin Kristen (KARA JACKSON) vergessen lassen. Die nutzt zusammen mit Küchenchef Billy (TYLER HOLLINGER) die missliche Lage der Gastarbeiterin aus und machen der besorgten Mutter das Arbeitsleben zur Hölle. Um möglichst schnell das Geld für die Operation aufbringen zu können, entscheidet sich Lourdes zu drastischeren Maßnahmen. Sie erweist einigen Restaurant-Gästen sexuelle Dienste gegen Geld, was bald zu ungeahnten Folgen führt. Türen schlagen wie von Geisterhand zu und eine gespenstische Präsenz scheint der jungen Mutter in jedem Winkel des Lokals zu folgen. Schnell wird der Arbeitsalltag für Lourdes zum Albtraum, denn sie ist fest davon überzeugt, dass es in diesem Restaurant spukt.
 
DEVOURED – VERSCHLUNGEN ist mehr Drama als Horror, wobei es sich OLLIVER nicht nehmen lassen hat, sich ausreichend beim düsteren Genre zu bedienen. Was sich anfänglich noch als bitteres gesellschaftskritisches Filmchen gibt, driftet im Verlauf der Handlung in weitaus unangenehme Sphären ab. Da sieht Lourdes plötzlich die verzerrte Fratze ihres Kindes im Spiegel grinsen und eine unheimliche Gestalt verfolgt die strebsame Mutter am Arbeitsplatz auf Schritt und Tritt. Zudem scheint es in der Umkleide zu spuken und plötzlich zuschlagende Türen erschrecken die fragile Lourdes fast zu Tode. Leicht verdient ist das Geld an diesem Arbeitsplatz mit Sicherheit nicht, zumal sich die junge Frau zusätzlich noch mit den Schikanen ihrer Vorgesetzten auseinandersetzen muss, die die Gastarbeiterin nicht nur einmal spüren lassen, in diesem Land nicht willkommen zu sein. Mit gesellschaftskritischen Seitenhieben wird in DEVOURED nicht gespart. Sei es Kritik an der im Land immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich und dem dekadenten und verschwenderischen Auftreten der gutbetuchten Gesellschaftsschicht, die meint mit Geld alles kaufen zu können. Oder die Frage nach dem Wert eines kranken Lebens, dass scheinbar nur dann gerettet werden kann, wenn man hierfür das nötige Kleingeld besitzt. In DEVOURED ist das Thema Geld allgegenwärtig, das regelt wer man ist, wie man lebt und ob man überlebt. Während man zuletzt bereits mit Erstaunen feststellen musste, mit welch hohen technischen Standard Debütfilme aus der Horrorsparte glänzen können, beweist natürlich auch Regisseur GREG OLLIVER mit seinem DEVOURED, dass man auch mit wenig Geld richtig gute Filme machen kann. Zwar spielt sich hier alles auf engstem Raum ab; nach günstig produzierter Videoware schaut das leider ganz und gar nicht aus. Der Film wurde mit MARTA MILANS als gebeutelte Seele hervorragend besetzt, die nicht nur den Film fast gänzlich allein tragen muss, sondern ebenso die Leistung vollbringt, nur anhand ihrer Mimik dem Zuschauer zu vermitteln, was ihr Charakter denkt und fühlt. Durch ihr zwar wortkarges aber stets zugängliches Schauspiel fühlt sich der Zuschauer schnell mit der Hauptdarstellerin verbunden und begleitet die leidende Protagonistin auf ihren von Angst und Einsamkeit geebneten Abstieg in den Wahnsinn. Finstere Gänge, farblose Bilder und fast schon nervenzehrende Stille untermauern das stetige ungute Gefühl der Verzweiflung und verbildlichen die Qualen, welche die Heldin durchleben muss, um das Leben ihres Kindes zu retten. Leider ernüchtert am Ende die Tatsache, dass auch OLLIVER auf den aktuell so beliebten Plottwist setzen muss, der im Horrorgenre zu einer unweigerlichen Selbstverständlichkeit geworden ist. Die paranormalen Vorkommnisse werden plausibel gelüftet und der Zuschauer erhält mit einer etwas arg derben Wendung nicht das Ende, dass man sich bei einem derartig todtraurigen Film vermutlich erhofft hätte.
 
Am Ende bleibt ein uneingeschränkt empfehlenswerter Geheimtipp, der all jenen Fans ans Herz gelegt sei, die auch beim Horrorfilm einen gewissen Anspruch voraussetzen, um gut unterhalten zu werden. Wer die Qualität eines Horrorfilms nur vom Blutgehalt und der Anzahl der Leichen abhängig macht, ist hier vollkommen falsch. DEVOURED ist ein unangenehmer Mysteryfilm, mit guter Besetzung und sehr gutem Drehbuch. Da kann man Regisseur GREG OLLIVER und Drehbuchautor MARC LANDAU nur viel Glück wünschen, dass es ihnen gelingt mit ihrem gelungenen Gruselauftakt maximale Erfolge zu erzielen. Glaubt man dem Filmplakat, hat DEVOURED bereits einschlägige Festivals überzeugen können – für das FILMCHECKER-Team absolut verständlich!
 
 
 


 
 
 

DEVOURED – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Brett von Film – uneingeschränkt empfehlenswerter Geheimtipp für all jene Freunde der gruseligen Unterhaltung, die eine Leidenschaft für subtile Horrorfilme jenseits des Mainstreams hegen.
 
 
 


 
 
 

DEVOURED – Zensur

 
 
 
DEVOURED – VERSCHLUNGEN ist ein eher ruhig inszenierter Film, der sich mit dem subtitle Gruseln beschäftigt. Gerade wegen dem etwas sehr finsteren Endes wurde DEVOURED hierzulande ab FSK16 freigegeben – ungeschnitten versteht sich. Die erhältliche Scheibe hat jedoch den roten „Keine Jugendfreigabe“-Stempel erhalten. Grund hierfür: Das Bonusmaterial der Heimkinofassung.
 
 
 


 
 
 

DEVOURED- Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Devoured; USA 2012

Genre: Drama, Horror, Thriller

Ton: Deutsch Dolby Digital 2.0 Stereo, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1,77:1

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Der Film ist eigentlich FSK16. Die BD wurde wegen dem Bonus jedoch erst ab 18 Jahren freigegeben

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: 22.07.2014

 
 
 

Devoured – Verschlungen [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DEVOURED – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It´s in the Blood (2012)

Under the Bed – Es lauert im Dunkeln (2012)

Zimmer 205 – Traust Du Dich rein? (2011)

Psych:9 (2010)