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Filmkritik: „Ghost House“ (2017)

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GHOST HOUSE

Story

 
 
 

Ein Urlaub mit Schrecken: Zwei Urlauber werden in Thailand von einem Geist verfolgt, der offenbar eine Leidenschaft fürs Terrorisieren von Touristen besitzt.

 
 
 


 
 
 

GHOST HOUSE – Kritik

 
 
 
Vermutlich glauben nur die wenigsten Leser hier an Geister oder Gespenster. In aufgeklärten Zeiten wie der unseren ist das aber auch kein Wunder, gehören Dämonen, Spuk und Geisterwesen in die Welt des Aberglaubens, mit denen man vor allem Kindern gern mal einen Schreck einjagen kann. Anders sieht es da in Thailand aus, denn dort ist der Glaube an Geister weit verbreitet. So ist es nicht unüblich einen eigenen Haus- und Hofgeist zu haben, der natürlich gebührend beherbergt werden muss! Thais glauben nämlich, dass jedes Stück Land von einem Geist bewohnt wird. Will man darauf ein Haus bauen, nimmt man der rastlosen Seele das Zuhause weg. Um die Kreaturen nicht zu verärgern, bauen ihnen die Thailänder eigene Häuschen und richten diese gemütlich ein. Die stehen in der Regel an Grundstücksgrenzen, damit unliebsame Menschen möglichs früh von den Bewohnern der kleinen Häuser vertrieben werden können. Genau jene Thematik liegt dem folgenden GHOST HOUSE zugrunde. Hier muss die interessante Folklore aber als Alibifunktion herhalten, damit lautes Spuktheater veranstaltet werden kann. Regisseur RICH RAGSDALE nutzt Thai-Legenden aus, um das Massenpublikum mit oberflächlicher Gruselware zu beglücken. GHOST HOUSE ist demzufolge eher Gruselhappen ohne Überraschungen. Wer mehr über die kleinen Geisterhäuser im Film wissen möchte, muss selbst recherchieren.
 
 
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Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sich Julie (SCOUT TAYLOR-COMPTON aus 247°F) und Jim (JAMES LANDRY HÉBERT aus CARNAGE PARK) vor ihrem Trip nach Thailand Reiseführer besorgt und diese auch studiert hätten. Dann wäre ihnen so manch Problem im Reiseland erspart geblieben. Die wollen dort heilige Geisterschreine – auch San Phra Phum genannt – fotografieren, ohne sich davor ausführlich mit diesen unheimlichen Gegenständen auseinandergesetzt zu haben. Die Lehre folgt auf dem Weg. Zwei Briten nutzen die Unwissenheit der Touristen aus, um ihnen etwas Furchtbares anzuhängen. Sie führen das ahnungslose Paar zu einem besonders gefürchteten Exemplar, wo Julie eine mysteriöse Figur aus genanntem Schrein entwendet und so den Zorn eines besonders bösen Geistes auf sich lenkt. Da ist plötzlich Schluss mit Reise- und Entdeckungslust. Eine grimmige Geisterfrau heftet sich an die Fersen der attraktiven Urlauberin und beschert ihr die Hölle auf Erden. Gut, dass Jim seine Freundin liebt. Der versucht dem Spuk ein Ende zu bereiten und findet heraus, dass die Liebste unter einem Fluch steht. Leider hat er nur drei Tage Zeit, um das Desaster rückgängig zu machen. Anderenfalls ist die Liebe seines Lebens für immer verloren. Ob am Ende alles gut wird? Man wird sehen.
 
 
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Wenn Amerikaner Gruselfilme drehen, die sich mit fremden Bräuchen und Traditionen beschäftigen, kann in der Regel nur überflüssiger Nonsens entstehen. GHOST HOUSE ist nichts anderes, als ein weiterer Versuch mit fernöstlicher Mythologie Kasse zu machen. Der Film macht es den Neuverfilmungen THE GRUDGE oder RING gleich und bringt seichte Gruselei ins Heimkino, die sich fremder Folklore bedient von der hierzulande nur die wenigsten gehört haben. Das mag sich zwar auf den ersten Blick erfrischend oder gar interessant anhören. Das Ergebnis wurde aber einfältig amerikanisiert, so dass die Erforschung thailändischen Geisteraberglaubens zügig ins Abseits gerät. GHOST HOUSE klappert ab, was eigentlich nicht neu ist und in so jedem Geisterfilm abgehandelt wird. Ein Geist ist wütend und treibt allerhand Schindluder mit seinen Opfern. Dabei wird der Zorn durch Einsatz möglichst fieser Schreckmomente, unheimlicher Geräuschkulisse und düsterer Optik zum Ausdruck gebracht. Leider wirken viele Schockmomente abgenutzt, denn sonderlich originell wird nicht erschreckt. So erscheint die garstige Kreatur der heimgesuchten Filmheldin in unmöglichsten Momenten abrupt und treibt ihr Opfer damit in den Wahnsinn. Immerhin besitzt GHOST HOUSE trotz Jump Scares und vorhersehbarer Handlung reichlich Tempo, das den konventionellen Spuk-Brei halbwegs unterhaltsam gestaltet. Die Protagonisten müssen einen Weg finden, den Fluch zu brechen und holen sich Rat bei Einheimischen, die selbstverständlich wissen wie man dem Spuk ein Ende bereiten muss. Klingt abgedroschen, ist es auch. Für Fans von DER FLUCH VON DARKNESS FALLS oder DON’T KNOCK TWICE vermutlich dennoch einen Blick wert. Ein informatives Buch über die sogenannten Geisterhäuser in Thailand dürfte hingegen wohl mehr Gänsehaut bescheren.
 
 
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GHOST HOUSE – Fazit

 
 
 

6 Punkte Final

 
 
 
Andere Länder, andere Sitten: Konventionelles Spuktheater, das sich zwar thailändischer Folklore bedient aber dann doch aussieht, wie Geister-Allerlei großer amerikanischer Studios. Visuell kann GHOST HOUSE überzeugen. Der Gruselstreifen schaut atmosphärisch aus und auch obligatorische Schreckmomente verfehlen ihre Wirkung nicht. Leider geht der Film zu beliebig vor und hebt sich nicht von den üblichen Konsorten ab. Wieder einmal treibt ein Geist Schabernack. Die Filmhelden müssen Antworten finden und den Unruhestifter in seine Schranken weisen. Sonderlich neu oder originell ist das nicht. Wegen der straffen Inszenierung ist GHOST HOUSE zumindest halbwegs unterhaltsam – Langeweile kommt nämlich kaum auf. Dennoch bleibt nach Sichtung nicht sonderlich viel hängen, weil GHOST HOUSE ein typischer Vertreter der Sorte „einmal gesehen und schnell wieder vergessen“ ist. Aufgrund der interessanten und unverbrauchten Thematik über thailändische Geisterschreine irgendwie schade.
 
 
 


 
 
 

GHOST HOUSE – Zensur

 
 
 
GHOST HOUSE hat kaum Gewaltmomente zu bieten. Hier handelt es sich in erster Linie um einen Gruselstreifen, der von Schocks und Schreckmomenten lebt. Immer wieder taucht die Geisterfrau unverhofft auf, um der Filmheldin den Verstand zu rauben. Gewalttechnisch gibt es nur einen abgeschnittenen Finger zu sehen – das war’s. Hierzulande dürfte der Streifen wegen seiner gruseligen Momente eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

GHOST HOUSE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Vertical Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Fluch – The Grudge (2004)
 
Drag Me to Hell (2009)
 
Don’t Knock Twice (2016)
 
Der Fluch – The Grudge 2 (2006)
 
The Eye (2002)
 
Make Me Shudder (2013)
 
Der Fluch von Darkness Falls (2003)
 

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Filmkritik: „Gremlin“ (2017)

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GREMLIN

(GIVE IT TO SOMEONE YOU LOVE)

Story

 
 
 

Die Büchse der Pandora: Aus einer Box krabbelt ein seltsames Ding, das einer Familie das Leben zur Hölle macht. Leider kann die Box weder zerstört oder weggeworfen werden. Wer sie einmal sein Eigen nennt, kann dem Fluch nicht mehr entkommen. Eine Erkenntnis, die auch Familienvater Adam Thatcher Sorgen bereitet.

 
 
 


 
 
 

GREMLIN – Kritik

 
 
 
Ach herje, die Gremlins sind wieder da. Zumindest liegt die Vermutung nahe, wenn man den Titel zu folgendem Horrorfilm liest. Der lässt nämlich unweigerlich Koboldschabernack ins Gedächtnis rufen, der in den 1980ern unter dem Titel GREMLINS – KLEINE MONSTER für Aufsehen gesorgt hat. Leider ist die Titelkreation im Falle von GREMLIN irreführend. Mit dem Monsterspaß aus der Mache von JOE DANTE hat dieser Streifen nämlich gar nichts gemein. Hier wird günstiger Nachschub für den Videomarkt geboten, der wegen seiner teils schlechten Effekte eher das Interesse von Trash-Fans auf den Plan rufen dürfte, die selbst an üblen Trash-Produktionen aus den legendären THE ASYLUM-Studios etwas Positives abgewinnen können. Wer jetzt aber glaubt, dass hinter GREMLIN genannte Produktionsschmiede steckt, dürfte eines Besseren belehrt werden. Weder THE ASYLUM noch der Trash-erfahrene Horrorsender SYFY haben sich diesen Käse ausgedacht und auf Film gebannt. Stattdessen geht der Monster-Blödsinn auf das Konto von RYAN BELLGARDT, der hier das Drehbuch geschrieben, Regie übernommen und auch noch produziert hat. Manch einer scheint offenbar zu viel Zeit und kaum gute Ideen zu haben. Anders lässt sich nicht erklären, warum in den letzten Jahren so viele dieser schlechten Billigschandtaten das Licht der (Heim)Kinowelt erblickt haben. GREMLIN ist weit weg von gut. Wer sich diesen Monster-Trash demnach freiwillig gibt und am Ende enttäuscht wird, ist selber Schuld. Viel erwarten sollte man nicht.
 
 
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Du kannst es nicht töten. Du kannst ihm nicht entkommen. Du kannst es nur jemandem übergeben, den Du auch wirklich liebst. So zumindest wird auf dem immerhin ansprechenden Poster für Aufmerksamkeit geworben, das immer noch zum Besten gehört, was der Film zu bieten hat. In GREMLIN erhält Familienvater Adam Thatcher (ADAM HAMPTON) von der Mutter ein mysteriöses Kästchen, das bald ein schauriges Eigenleben führt. Daraus schlüpft in regelmäßigen Abständen eine seltsame Kreatur, die es auf die übrigen Familienmitglieder abgesehen hat. Nachdem Großmutter und der Freund von Tochter Anna durch Attacken des geheimnisvollen Wesens ihr Leben lassen mussten, wird schnell klar, dass ein schrecklicher Fluch auf der rätselhaften Box liegen muss. Grund genug, um dem Geheimnis auf dem Grund zu gehen. Offenbar ist die Kiste ein uralter Kriegsgegenstand, der dem Besitzer Schaden bringen soll. Er tötet die Nahestehenden und am Ende den Eigentümer selbst. Doch dem Schicksal kann entkommen werden. Wer die Box an vertraute Menschen weiter verschenkt, kann sich und seine Lieben retten. Leider steht Familienoberhaupt Adam da vor unüberwindbaren Problemen. In seiner Familie haben bereits alle das Zeitliche gesegnet, die ihm gut und teuer waren. Deshalb muss er dem Bewohner der Box die Stirn bieten. Eine heikle Angelegenheit, denn die Büchse der Pandora kennt mit nichts und niemand Gnade.
 
 
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Schlechte Effekte und unerfahrene Schauspieler. Letztere handeln nicht immer helle und erinnern an Darsteller von TV-Soaps. Ein Problem, das offenbar immer mehr Indie-Horrorfilme haben, weil untalentierte Akteure wohl weniger kosten, als welche die was können. Überhaupt scheint in GREMLIN ein harter Sparzwang geherrscht zu haben. Das ist vor allem am Kreaturen-Design bemerkbar, das kaum überzeugen kann. Statt furchteinflößender Teufelskreatur, krabbelt eine Art Alien-Gnom aus der Box, der im überstürzten Finale zum Riesen mutiert und auf das Dach eines Hauses krabbelt. Komischerweise bricht die Bretterhütte nicht unter der Last des Mehrfüßlers ein, während ahnungslose Polizisten mit Gewehren ziellos ins Nichts feuern. Unfreiwillige Ironie nennt man so etwas oder auch in Fachkreisen: Filmfehler. In Interviews erklärte Regisseur RYAN BELLGARDT, dass sein GREMLIN eine Hommage an die B-Movies der 1950er und 1960er sein soll. Doch nicht nur die GODZILLA und viele RAY HARRYHAUSEN-Filme sollen Inspiration geliefert haben. Auch 80er Jahre Kult aus der Mache von STEVEN SPIELBERG oder RIDLEY SCOTT standen Pate und haben nachhaltig geprägt. Leider ist GREMLIN (der anfangs übrigens noch GIVE IT TO SOMEONE YOU LOVE) trotz gut gemeinter Absichten nicht der Rede wert. Der Streifen hat kaum Höhepunkte zu bieten und ist weit weg von clever oder gar originell. Da fragt man sich doch glatt, warum der Film ausgerechnet einen Namen wie GREMLIN trägt, obwohl im Film gar kein Kobold zu sehen ist. Vermutlich ist die Antwort in der Zugkraft genannten Wortes zu suchen. Das suggeriert ein Remake des Kassenschlagers GREMLINS, der 1984 bei einem Budget von 11 Mio. Dollar allein in den USA 148 Mio. Dollar einspielen konnte. Von solchen Summen kann RYAN BELLGARDT nur träumen. Der dürfte wohl erleichtert aufatmen, wenn er mit den Einnahmen seines zweiten Spielfilms die Cateringkosten der Filmcrew begleichen kann.
 
 
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GREMLIN – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
THE ZWILIGHT ZONE trifft auf OUTHER LIMITS. Günstig produzierter Monster-Trash, der Ähnlichkeit mit dem hat, was sonst Trash-Buden wie THE ASYLUM oder SYFY verbrechen. Während Gedrehtes dort mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Selbstironie genossen werden kann, nimmt sich GREMLIN bierernst. Der Film spult ein lustloses Ausradieren von Familienmietgliedern ab, die in den Besitz einer mysteriösen Schachtel kommen, auf der ein tödlicher Fluch liegt. Leider muss man den Spannungsbogen mit der Lupe suchen, denn die Geschichte von GREMLIN ist so vorhersehbar, dass wohl die meisten Zuschauer – vor allem auch wegen der miesen CGI-Effekte – rasch das Weite suchen werden. Da bereits der Trailer den halben Film zeigt, kann man sich die knapp 90 Minuten Spielfilm sparen. So ist GREMLIN nur etwas für hartgesottene Trash-Liebhaber.
 
 
 


 
 
 

GREMLIN – Zensur

 
 
 
GREMLIN hat kaum Schauwerte zu bieten. Die Kreatur im Film schneidet Hälse auf, bohrt sich durch den Bauch einer Frau und sticht mit seinen Gliedmaßen in einen Brustkorb. Der Film dürfte locker mit einer Freigabe ab 16 Jahre durch die FSK kommen.
 
 
 


 
 
 

GREMLIN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Hole – Wovor hast Du Angst? (2009)
 
Don’t Be Afraid of the Dark (2010)
 
Don’t Be Afraid of the Dark (1973)
 
The Gate (1987)
 
Gate II – Das Tor zur Hölle (1990)
 


Filmkritik: „The Devil’s Dolls“ (2016)

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THE DEVIL’S DOLLS

(WORRY DOLLS)

Story

 
 
 

Schwarze Magie und gruselige Talismane führen selten zu etwas Gutem. Auch hier nicht. Ihre Besitzer scheinen von Sinnen und töten alles und jeden. Ob es einen Weg geben wird, diese tickenden Zeitbomben zu vernichten?

 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S DOLLS – Kritik

 
 
 
2012 war ein großes Jahr für Regisseur PADRAIG REYNOLDS. Er erntete mit seinem Horror-Debüt RITES OF SPRING viel Aufmerksamkeit und konnte genug Interessenten für die internationale Vermarktung finden. Mittlerweile ist es etwas ruhiger um den auf Festivals gefeierten Filmemacher geworden. Offensichtlich hat er sich ausreichend Zeit genommen, den nächsten Streich vorzubereiten. Der ist nun fertig, heißt THE DEVIL’S DOLLS und kombiniert ebenso wie der Vorgängerstreifen diverse Subgenres miteinander – auch wenn diesmal das Resultat weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Da kann man nur hoffen, dass der Backwoods-Slasher RITES OF SPRING keine Eintagsfliege gewesen ist. THE DEVIL’S DOLLS hat weitaus mehr gekostet – inhaltlich herrscht jedoch das reinste Durcheinander. Hier mangelt es an allem – vor allem aber an Spannung. Demzufolge ist der neue Film nur was für Ausgeschlafene, denn der Regisseur macht es dem Horrorfan nicht leicht, seinem zähen Flickwerk zu folgen.
 
 
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Böse Puppen, gute Puppen. In THE DEVIL’S DOLLS (der im Ausland auch als WORRY DOLLS vertrieben wird) sind es die Erstgenannten, die zu Handlanger des Teufels umfunktioniert werden. Voodoo-Puppen sorgen in diesem Horrorfilm für Tod und Verderben, weil auf den geflochtenen Anhängern ein böser Fluch lastet. Eine Spur der Verwüstung ist die Folge. Im Mittelpunkt steht Polizist Matt (CHRISTOPHER WIEHL). Der bringt den kaltblütigen Serienkiller Henry Leonard Bale (MATTY FERRARO aus RED CLOVER) zur Strecke, der zuvor mit Voodoo-Puppen gespielt hat. Die hat er akkurat in eine Kiste verstaut und läuft anschließend dem Gesetzeshüter versehentlich vors Schießeisen. Leider scheint man es in THE DEVIL’S DOLLS nicht sonderlich ernst mit Beweismitteln zu nehmen. Die geheimnisvolle Kiste mit all den darin enthaltenen Puppen findet einen neuen Besitzer. Der, beziehungsweise die ist acht Jahre alt und die Tochter jenes Polizisten, der das Böse wenige Tage zuvor in die Schranken gewiesen hat. Leider geht es der neuen Eigentümerin bald gar nicht mehr gut. Sie verschönert die erhaltenen Anhänger mit Perlen und Strass, um sie anschließend an höchstbietende Interessenten zu verkaufen. Doch der Fluch der Puppen nimmt bald Besitz von jedem, der eine davon sein Eigen nennt. Die Besessenen verwandeln sich in unaufhaltsame Killermaschinen und ermorden kaltblütig Menschen, die ihnen nahe standen. Wird Cop Matt den Fluch stoppen und die kleine Tochter retten können?
 
 
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Manchmal kann es zum Nachteil sein, wenn man zu eifrig mit Genres experimentiert. Im Falle des Horrorthrillers THE DEVIL’S DOLLS sorgt die Flut an unterschiedlichen Filmrichtungen für Chaos. Der kunterbunte Schubladen-Mix möchte irgendwie nicht funktionieren. Regisseur PADRAIG REYNOLDS war wohl um Einzigartigkeit bemüht und warf Voodoo-Horror, Besessenheits-Grusel, Slasher-Film und Cop-Thriller in einen Topf. Entstanden ist trotz einer stattlichen Anzahl an Ideen eine regelrechte Schlaftablette, die ihre Potenziale nicht ausschöpft, weil der Macher nichts mit den Stilrichtungen anzufangen wusste. Dabei werden bereits im Prolog große Töne gespuckt. Hier erlebt der Streifen bereits seinen Höhepunkt, wenn der Serienkiller blutig zur Tat schreitet. Mit einem Abbruchhammer durchbohrt er den Schädel seines Opfers. Die Kamera hält drauf und ersäuft die Szene in Blut – Gorehounds wird’s freuen. Leider kann THE DEVIL’S DOLLS diese Schockwirkung nicht wiederholen. Nach dem zugegebenermaßen derben Beginn verliert der Film seinen roten Faden. Zu wenig Kills, dabei unwichtige Szenen und belanglose Dialoge, die den Zuseher quälen bis zum Abspann. Dazwischen konfuse Handlungsstränge, allerhand Unlogisches und einen der wohl lahmarschigsten Polizisten der Filmgeschichte. Der verpasst um Haaresbreite jeden Mord und hätte mit weitaus mehr Elan manches Verbrechen im Film verhindern können.
 
 
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Immerhin gibt sich Regisseur PADRAIG REYNOLDS als waschechter Slasher-Fan zu erkennen. In einer Filmszene wird eine Frau mit einer Heckenschere bearbeitet. Während dieser Szene gibt es eine Einstellung zu sehen, die dem Poster des 80er Kult-Slashers THE BURNING nachempfunden wurde. Die gut gemeinte Hommage freut zwar das Horrorfanherz, ändert aber nichts an der Tatsache, dass THE DEVIL’S DOLLS trotz Liebe zum Horrorfilm eine einzige Enttäuschung ist. Tempo wird schmerzlich vermisst und die Geschehnisse dümpeln zwischen den wenigen Morden vor sich hin. Demzufolge sollte man trotz des reißerisch zusammengeschnippelten Trailers nicht zu viel erwarten. Der ist bei weitem besser, als der eigentliche Film. Aus einer Mücke ’nen Elefanten machen – zumindest marketingtechnisch ist THE DEVIL’S DOLLS Königsklasse.
 
 
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THE DEVIL’S DOLLS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Viel Theater um eigentlich nichts. THE DEVIL’S DOLLS (der im Original übrigens WORRY DOLLS heißt) ist ein blutiger Genre-Mix, der sein ganzes Pulver in den ersten zehn Minuten verschießt und danach eine katastrophale Talfahrt hinlegt. Hier herrscht größtenteils Langeweile, weil der Slasher-Fan PADRAIG REYNOLDS viel Neues erzählen wollte, aber mit dem Mix der Horror-Subgenres überfordert ist. Selbstverständlich klingt die Idee Voodoo-, Slasher- und Besessenheits-Thematik miteinander zu vereinen, interessant; die Umsetzung gestaltet sich unterm Strich jedoch alles andere als prächtig. Der Grund: spannende Momente bleiben aus und die blutige Richtung, die zu Beginn eingeschlagen wird, kann leider nicht die gesamte Filmlänge über gehalten werden. Das frustriert, weil der Filmtrailer mehr versprochen hat. Wer sich demzufolge viel Zeit sparen möchte und dennoch mitreden will, sollte es demnach bei diesem Trailer belassen. Der fasst die besten Szenen zusammen und ist gerade einmal zwei Minuten lang. Eine richtige Enttäuschung.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S DOLLS – Zensur

 
 
 
Hart beginnt THE DEVIL’S DOLLS (OT: WORRY DOLLS) tatsächlich, denn hier wird ein Bohrer in den Kopf einer Frau gerammt und die Kamera hält reißerisch drauf. Die (wenigen) übrigen Morde sind zwar nicht von schlechten Eltern, aber nur halb so hart anzuschauen, wie der Kill in den ersten 10 Minuten. Ungewöhnlicherweise hat die ungeschnittene Fassung des Streifens in Deutschland eine FSK16 erhalten. Das wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Wichtig zu wissen: Die nun erhältlichen Heimkinofassung besitzt einen roten FSK-Faltschen. Der Grund hierfür liegt im Bonusmaterial. Das besitzt eine höhere Freigabe wie der Film. Deshalb ist die erhältliche Blu-ray und DVD erst für Erwachsene geeignet.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S DOLLS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media | Splendid Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Worry Dolls; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: Film: FSK16 | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 28.04.2017

 

The Devil’s Dolls [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S DOLLS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei I-ON New Media | Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Venom – Biss der Teufelsschlangen (2005)

Possession – Das Dunkle in dir (2012)

Needle – Deinem Schicksal entkommst du nicht (2010)


Filmkritik: „The Entity“ (2015)

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THE ENTITY

(LA ENTIDAD)

Story

 
 
 
Einige Filmstudenten bekommen es mit einem tödlichen Fluch zu tun. Eine zu Unrecht hingerichtete Frau ging vor ihrem Tod einen dämonischen Pakt ein und fordert Vergeltung für ihr viel zu frühes Ableben.

 
 
 


 
 
 

THE ENTITY – Kritik

 
 
 
Besser spät, als nie – doch so ganz ohne eigene Ideen? Jahre nach dem Found-Footage-Boom hat man jetzt auch in Peru den polarisierenden Wackelfilmstil für sich entdeckt und spring etwas lustlos auf dem Schüttelkamera-Zug auf, solange sich damit noch Geld verdienen lässt. Entstanden ist konventionell geratener und nach Schema F zusammengesetzter Wackel-Schlamassel, der vor allem Gegner dieser Sorte Filme darin bestätigen dürfte, dass die Erfolgsära der Found-Footage-Streifen bereits Jahre zurückliegt. Skurrilerweise zeichnet mit EDUARDO SCHULDT jemand verantwortlich, der bisher in einem ganz anderen Genre beheimatet gewesen ist. Animationsstreifen für Kinder gehen auf das Konto des Filmemachers, der wohl nach der Zeichentrickumsetzung des bekannten Romans DER TRÄUMENDE DELPHIN von SERGIO BAMBAREN etwas Neues ausprobieren wollte und nun Horror macht. Auch wenn der Titel ein Remake des Geisterspuks THE ENTITY aus dem Jahre 1982 vermuten lässt, geht der peruanische Gruselbeitrag andere Wege und erzählt von einer Gruppe Filmstudenten, die es mit dämonischen Kräften zu tun bekommen.
 
 
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Es sind mal wieder paranormale Aktivitäten, die für Chaos sorgen. Im Mittelpunkt stehen Studenten, die mit einem ganz besonderen Dokumentarfilm bei der Filmhochschule Eindruck hinterlassen wollen. Die durchforsten das Internet und suchen nach Filmschnipseln von Menschen, die sich dabei filmen, wie sie schockierende Dinge sehen. Schnell ist ein Videoclip von drei Jugendlichen gefunden, die offensichtlich Furchtbares gesehen haben müssen und darüber befragt werden sollen, was sie denn da erschauern lassen hat. Ominös: Keiner der Teenager ist mehr am Leben, weshalb die Studenten weitere Recherchen anstellen, um die Gründe ihres mysteriösen Ablebens in Erfahrung bringen zu können. Der Stiefbruder einer der plötzlich Verstorbenen weiß mehr und führt die Studenten zu einem Friedhof. Dort wartet eine mysteriöse Filmrolle auf die Dokumentarfilmer, die nach dem Abspielen eine Kette unheimlicher Vorkommnisse in Gang setzt. Ein Fluch ist dafür Schuld, dass jeder der dieses Filmmaterial gesehen hat einen furchtbaren Tod sterben muss. So auch die Studenten – die bald einsehen müssen, dass sie dieses Filmprojekt keinesfalls lebend beenden werden.
 
 
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Camcorder-Aufnahmen von Menschen, die des Nachts über Friedhöfe flitzen und dabei in Panik geraten. THE ENTITY macht dem Found-Footage-Genre alle Ehre, denn SERGIO BAMBAREN spult übliche Regeln jener Filmgattung ab, die so Filme wie PARANORMAL ACTIVITY oder THE BLAIR WITCH PROJECT zum Erfolg verholfen haben. LA ENTIDAD (so der Originaltitel) wurde nicht sonderlich einfallsreich oder gar klug inszeniert. Wieder einmal soll mit Handys und Videokameras festgehaltenes Filmmaterial maximalen Nervenkitzel bescheren, dem das Pseudo-Echtheitszertifikat aufgezwungen wurde, damit zartbesaitete Gemüter nach Sichtung nicht schlafen können. Das mag zumindest für wenige Zuschauer zutreffen, die bisher noch nicht so viele dieser immer wieder ähnlich gedrehten Machwerke gesehen haben, denn dank dämonisch guter Soundkulisse entsteht zumindest ab und an etwas Gruselstimmung. Leider mangelt es dem offensichtlich vom japanischen Export-Schlager RINGU inspirierten Horrorfilm an frischen Ideen, die auch jene fesseln können und mitfiebern lassen, die leider viel zu viele dieser Found-Footage-Streifen in der Vergangenheit gesehen haben. Für die wird der dünne Plot schnell zur langweiligen Schlafnummer, da sich Verläufe und Schreckmomente vorausahnen lassen, weil THE ENTITY kaum Überraschungen parat hält. Immerhin gibt’s für drei Millionen Dollar Produktionsbudget wenige (blutige) Spezialeffekte zu sehen, die kurz den Puls erhöhen. Trotzdem bleibt es beim Durchschnittsgruseln, weil Regisseur EDUARDO SCHULDT lieber Altbewährtes aufwärmt und keine Experimente wagt.
 
 
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THE ENTITY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Mit leichter Verspätung: Die peruanische Antwort auf BLAIR WITCH PROJEKT und PARANORMAL ACTIVITY im populären aber auch polarisierenden Wackelkamera-Stil. Abermals spukt es auf heimischen Flachbildschirmen, denn in THE ENTITY sind die Lebenden den Toten so nah wie noch nie. Auf einem Friedhof spielt sich Merkwürdiges ab, denn hier spielt eine garstige Präsenz tödliche Spiele mit neugierigen Studenten. Leider versinkt das gebotene Horrorspektakel in der Mittelmäßigkeit, denn im Zuge der erfolgreichen Found-Footage-Welle ist THE ENTITY nur ein weiterer Film mit Schüttelgimmick unter vielen. THE ENTITY ist souverän gemacht, was wohl auch das größtes Problem dieses Schauerwerks ist, denn Macher EDUARDO SCHULDT hält zu krampfhaft an der Found-Footage-Erfolgsformel fest, dass er dabei nicht an Neuerungen denkt, die in einem Subgenre benötigt werden, in dem seit Jahren verängstigte Protagonisten durch schlecht ausgeleuchtete Kulissen laufen und sich dabei filmen. Was in THE ENTITY gezeigt wird, ist nicht wirklich originell. Geübte Horrorkenner dürften vom dünnen Plot schnell gelangweilt sein, weil der Streifen kaum Überraschungen zu bieten hat. Einzig Geräuschkulisse (Besitzer einer Heimkinoanlage dürfen sich über schauriges Stöhnen freuen) und Szenarie ernten Pluspunkte, machen aber aus THE ENTITY keinen Horrorfilm, den man unbedingt gesehen haben muss. Alles schon einmal gesehen – wenngleich auch schlechter.
 
 
 


 
 
 

THE ENTITY – Zensur

 
 
 
Die Studenten werden von einer unsichtbaren Kraft in die Luft gezerrt und erdrosselt. Anderen wird der Kopf zermatscht. Hart ist das nicht anzuschauen, auch wenn es viele blutige Verletzungen auf den Gesichtern der Opfer zu sehen gibt. Hierzulande hat es für den Film wohl dem Gewaltgrad angemessen eine FSK16 gegeben. Wegen Bonusmaterial auf der Heimkinofassung ist diese jedoch erst für Erwachsene geeignet (keine Jugendfreigabe).
 
 
 


 
 
 

THE ENTITY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: La Entidad; Peru 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DD 2.0, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 2.0, Englisch DD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 29.04.2016

 

The Entity (Blu-Ray) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE ENTITY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken/Packshot liegen bei Maritim Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Katakomben (2014)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
Nightlight (2015)
 


Filmkritik: „Robert the Doll“ (2015)

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ROBERT – DIE PUPPE DES TEUFELS

(ROBERT THE DOLL)

Story

 
 
 
Eine besessene Holzpuppe macht der nichtsahnenden Familie Otto das Leben schwer.

 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Kritik

 
 
 
Wer erfolgreiche Horrorfilme in Lichtspielhäuser bringt, muss damit rechnen, dass sich auch andere am Erfolg bereichern möchten. So ist es in Horrorkreisen nicht unüblich, dass vor allem kleine Produktionen mehr schlecht als recht millionenschweren Blockbustern nacheifern, die viel Geld in leere Kinokassen geschwemmt haben. Diesmal traf es das CONJURING-Spin-off ANNABELLE. Das wurde zwar von Fans und Kritikern gnadenlos zerrissen, konnte aber immerhin so viel Umsatz generieren, dass an einer Fortsetzung gearbeitet werden musste. Der Indie-Horror ROBERT THE DOLL will da natürlich mitverdienen und versucht im Fahrtwasser des bekannten Puppen-Franchise selbst flink Kasse zu machen. Ganz zum Leidwesen aller Liebhaber gruseliger Puppenfilme, die im Falle des hier besprochenen Streifens hinterhältig um ihr Geld gebracht werden, weil keiner von denen ahnt, dass hinter dem Low-Budget-Werk ein Regisseur steckt, der in der Vergangenheit schon reichlich Quatsch verbrochen hat.
 
 
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Der Spaßverderber nennt sich ANDREW JONES und hat bereits Filme wie THE LAST HOUSE ON CEMETERY LANE oder THE NESTING 2 in die Wohnzimmer gebracht, die vor allem durch schlechte Machart in Erinnerung geblieben sind. Umso mehr sollte der Horrorfan in Zukunft Vorsicht walten lassen, wenn der Name des Regisseurs vom Filmcover blitzt, denn Jones scheint es sich zur Lebensaufgabe gemacht zu haben, die Gehirne der Zuschauer mit schlechten Horrorfilmen zu vernebeln. In ROBERT THE DOLL wendet er sich dämonischem Kinderspielzeug zu. Darin wird von einer Familie berichtet, die eine hässliche Holzpuppe geschenkt bekommt und fortan merkwürdige Dinge erlebt. So gerät Sohnemann Gene (FLYNN ALLEN) in den Fokus, denn der beginnt plötzlich hinter verschlossenen Türen mit unsichtbaren Freunden zu plaudern. Als die neue Haushälterin zum Putzen kommt, gehen die Probleme richtig los. Die wird aus unerklärlichen Gründen von Holzpuppe Robert die Treppe hinabgestoßen und stirbt in Folge ihrer Verletzungen. Aber auch ein Nachbarskind muss die Launen des Holzgnoms mit dem Leben bezahlen. Für Mutter Jenny (SUZIE FRANCES GARTON) eindeutig zu viel des Guten. Die beginnt stutzig zu werden und untersucht das grausige Spielzeug genauer. Familienoberhaupt Paul (LEE BANE) glaubt seine Frau sei von Sinnen, bis er selbst mit eigenen Augen sieht, dass sich der Leibhaftige im Körper der Puppe versteckt hält.
 
 
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ROBERT THE DOLL brüstet sich damit, auf wahren Begebenheiten zu beruhen. Das ist diesmal kein hinterlistiger Werbetrick, sondern wirklich der Fall. Der Film spielt zwar in der Moderne, greift aber Ereignisse auf, die sich 1898 in Keywest (Florida) zugetragen haben sollen. Dort trieb die von einem Dämon besessene Puppe eine gutbetuchte Familie in den Wahnsinn, die ihnen von einem unzufriedenen Haushälter überlassen wurde. Schnell schloss der Sohnemann Freundschaft mit dem Spielzeug und begann mit der Puppe zu sprechen. Die entwickelte ein Eigenleben und brachte der Familie Unglück. Heute kann die von Holzwürmern bewohnte Antiquität im Key West Martello Museum bestaunt werden, wo sie in einer Vitrine sitzend Besuchern Streiche spielen soll. So mag es die Puppe angeblich überhaupt nicht, wenn man sie ungefragt ablichtet. Die Folge sollen defekte Kameras und verschwommene Aufnahmen sein.
 
 
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Die Puppe, die jedem den Spaß verdirbt. ROBERT THE DOLL ist günstig zusammengeschusterter Recycling-Horror, der sich einfältig bei bekannter Horrorware wie ANNABELLE und CHUCKY bedient. Von den Qualitäten genannter Streifen ist dieser filmische Unsinn natürlich weit entfernt. In Zeiten moderner Tricktechnik bei der aus Kostengründen immer häufiger auf Computereffekte zurückgegriffen werden muss, sind Verbrechen wie ROBERT THE DOLL schon fast als Farce zu betiteln. Wer hier meint, dass im Finale eine animierte Puppe mit allerhand Mordwerkzeug zur Tat schreitet, irrt gewaltig. Der titelgebende Bösewicht scheint kamerascheu zu sein und immer nur steif den Kopf bewegen zu wollen, wenn er sich dem Zuschauer zeigen soll. Derart Gruseleffekte entsprechen keineswegs dem aktuellen Horrorstandard und wirken in erster Linie antiquiert, aber keinesfalls unheimlich. Da war selbst Regisseurin MARIA LEASE vor 25 Jahren weiter. Die hatte während der Killerpuppen-Ära in den 1990ern auch kaum Geld zur Verfügung, lies aber in den letzten Minuten von DOLLY DEAREST mit tricktechnisch überzeugenden Puppenanimationen die Katze aus dem Sack.
 
 
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Spannung, wo bist du? In ROBERT THE DOLL werden all jene Klischees angehandelt, die man in dieser Art von Horrorfilmen nun mal zu sehen bekommt. So fällt der Verdacht anfangs auf Sohn Gene, der für bitterböse Streiche verantwortlich gemacht wird. Puppe Robert tötet Störenfriede, schleicht nachts durchs Haus und gibt sich am Ende als böser Geist zu erkennen, der eine unbändige Lust am Töten besitzt. Der vorhersehbare Plot entpuppt sich als Spannungsbremse, denn nach neuen Ideen sucht man in diesem CHUCKY-Plagiat vergebens. Die Geschichte verläuft nach bekanntem Schema für Puppen-Grusler ab und hat für die Gewaltfraktion nicht einmal Schauwerte zu bieten. So sei jedem Horrorfan nur geraten, sich möglichst gut das Cover der Heimkinofassung einzuprägen, von dem er möglichst Abstand halten sollte. Darauf werden zwar bekannte Horrorfilme genannt; der Film selbst ist aber narkotisierender Zelluloidabfall, der nicht einmal annähernd gleiches Niveau jener Filme erreicht, mit denen er auf dem Poster genannt wird. Umso mehr stellt sich die Frage, was Regisseur ANDREW JONES dazu bewegt haben muss, eine Fortsetzung seines Puppen-Schnarchers in Auftrag zu geben? Unter dem Titel THE CURSE OF ROBERT THE DOLL sollen die Taten des mordenden Holz-Kaspers fortgesetzt werden. Fragt sich nur, wer den Film freiwillig sehen will, wenn es doch die Mehrheit der Zuschauer nicht einmal bis zum Abspann des Erstlings wach schaffen werden.

 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Die britische Antwort auf CHUCKY und ANNABELLE. Was jedoch verlockend klingt, ist keineswegs mit genannten Filmen vergleichbar. Schief singende Kinderchöre warnen im Film vor dem Desaster, das dem Zuschauer den Verstand rauben wird. Mit einfachsten Mitteln hat Low-Budget-Regisseur ANDREW JONES sein eigenes Drehbuch verfilmt, das mit unbeschreiblicher Langeweile schockieren möchte. Zwar macht es der Macher mieser Horrorfilm auf subtile Art. Letztendlich bleibt aber die Frage unbeantwortet, warum für einen Film wie ROBERT THE DOLL überhaupt ein Drehbuch geschrieben werden musste, wenn Geschichte und Dialoge doch ebenso auf einem Bierdeckel gepasst hätten. Das behäbig inszenierte Machwerk stibitzt fleißig beim Vorbild CHILD’S PLAY, kann jedoch nicht ansatzweise die Qualität des bekannten Kultklassikers erreichen. Weitaus schlimmer als dreister Ideendiebstahl sind jedoch die einfältigen Puppeneffekte im Film. Die reduzieren sich ausschließlich auf das steife Bewegen eines Puppenkopfes. In Zeiten, in denen oft der Computer Kreaturen animieren muss, lockt man mit solch faulen Gruseleffekten keinen Horrorfan mehr vorm Ofen hervor. ROBERT THE DOLL ist ein ermüdender Zeiträuber ohne eigene Ideen, der sogar einen Fortsetzung spendiert bekommen hat. Auf die hat vermutlich jeder Fan des düsteren Genres gewartet.
 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Zensur

 
 
 
Im Film ROBERT THE DOLL wird an allem gespart. Ebenso mit dem Einsatz von Gewalt. Eine Frau fällt die Treppe herunter und ein Mord wird am Ende im Off zelebriert. Zudem gibt es ein mit Blut verschmiertes Kind zu sehen, das zum Killer umfunktioniert wurde. Alle sehr harmlos und daher auch FSK16-tauglich.
 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl | Daredo Distribution | Soulfood Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Robert the Doll; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.05.2016

 
 
 

Robert – Die Puppe des Teufels (Uncut) [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZOn bestellen

 
 
 


 
 
 

ROBERT THE DOLL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken / Packshot liegen bei White Pearl | Daredo Distribution | Soulfood Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Curse of Chucky (2013)
 
Magic – Die Puppe des Grauens (1978)
 
Pinocchio – Puppe des Todes (1996)
 
Dolly Dearest (1992)
 
Annabelle (2014)
 


Filmkritik: „It Follows“ (2014)

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IT FOLLOWS

Story

 
 
 
Es sind die 80er, es ist Detroit und die junge, attraktive Jay (Maika Monroe) ist verliebt. Während einer Verabredung mit der rebellischen Flamme ist es schließlich soweit: der taffe Teenager verliert seine Jungfräulichkeit. Was jedoch danach folgt ist nicht sonderlich romantisch. Der Liebhaber betäubt die Filmheldin und verschleppt sie in eine heruntergekommene Lagerhalle. Dort fesselt er sein Opfer an einen Stuhl und sagt ihm ein schreckliches Schicksal voraus. Das Mädchen wurde durch das Schäferstündchen mit einem mysteriösen Fluch belegt. Fortan muss Jay mit offenen Augen durchs Leben gehen, um nicht vom Bösen in die ewigen Jagdgründe befördert zu werden.

 
 
 


 
 
 

IT FOLLOWS – Kritik

 
 
 
Seit seiner Premiere auf dem Filmfestival in Cannes ist der amerikanische Horrorfilm IT FOLLOWS gut herum- und angekommen. Unter anderem lief er auf dem Fantasy Filmfests 2014 und wurde dort von Horrorfans und Kritikern mit großartigen Kritiken bedacht. Zu Recht, denn der Film von David Robert Mitchell verpasst dem ermüdeten Horrorgenre einen überfälligen Schuss Adrenalin und Originalität. Die Gefahr im Film ist eine, die man so bislang nicht gesehen hat. Wie der Titel verrät, wird Filmheldin Jay fortan verfolgt. Nicht von einem geisteskranken Axtmörder, einem Rudel wilder Hunde oder einem besessenen Ex-Freund. Stattdessen ist die Bedrohung, die nur von Jay selbst wahrgenommen werden kann, allgegenwärtig, unermüdlich und nicht mit herkömmlichen Waffen zu bekämpfen. Dies nutzt Mitchell, um IT FOLLOWS mit einer fesselnden Grundspannung auszustatten, die sich durch den gesamten Film zieht.
 
 
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Eine derartige Grundspannung, die kontinuierlich aufrecht gehalten und gesteigert wird, ist alles, was ein Horrorfilm benötigt, um das Publikum im Kinosessel halten zu können. Es braucht keine brutalen Exzesse oder gewalttätige Tötungsszenen, um ihn funktionieren zu lassen. Unterstrichen wird die angespannte Stimmung des Films von blassen Bildern und einem ungeheuerlichen Synthie-Soundtrack (JOHN CARPENTER lässt grüßen), der an viele Horrorstreifen aus den 1980en erinnert. Der fügt sich perfekt in das Setting eines außergewöhnlichen Gruseltrips ein, den man als aufgeschlossener Filmfan unbedingt gesehen haben sollte.
 
 
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IT FOLLOWS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
IT FOLLOWS ist eine Perle in einem Genre, das sich mehr und mehr durchs Zeigen von Blut und Gewalt identifiziert. Der Film bringt klassische Spannung ins Gruselkino zurück, die man schon Jahre nicht mehr in dieser Form auf der großen Leinwand erlebt hat. Zusammen mit seiner stilsicheren Umsetzung ist mit IT FOLLOWS einer der erfrischendsten Horrorfilme der letzten Jahre entstanden, der vor allem jenen Zuschauern zusagen dürfte, die von Schauerware einen gewissen Anspruch erwarten. Kultkandidat!
 
 
 


 
 
 

IT FOLLOWS – Zensur

 
 
 
In Deutschland wurde „It Follows“ ungeschnitten ab 12 Jahren freigegeben. Das weitgehende Fehlen von brutalen Szenen ist dieser Freigabe angemessen. Aufgrund der Bonusmaterialien wurde die Heimkinoveröffentlichung jedoch mit einer FSK16 versehen.
 
 
 


 
 
 

IT FOLLOWS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Weltkino

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: It Follows; USA 2014

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: Film: FSK12 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: FSK16

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Audiokommentar von Filmkritiker Scott Weinberg, Interview mit Soundtrack-Komponist Disasterpeace, Trailer

Release-Termin: 21.11.2015

 

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IT FOLLOWS – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei WELTKINO

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Babadook (2014)
 
The Entity (1982)
 
Schocker (1989)
 
Jason Goes to Hell – Die Endabrechnung (1993)
 


Filmkritik: „We Are Still Here“ (2015)

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WE ARE STILL HERE

Story

 
 
 
Das ländliche New England in den 1950ern: Ihr neues Eigenheim entwickelt sich für ein älteres Paar zum Albtraum, hat sich dort schließlich vor vielen Jahren Tragisches ereignet, das das Haus nicht zu Ruhe kommen lässt.
 
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Kritik

 
 
 
Seit jeher üben Spukhäuser eine unbeschreibliche Faszination auf den Menschen aus. Vor allem im Horrorfilm werden die Gemäuer bevorzugt zum Thema erklärt, um den Zuseher effektiv mit seinen Urängsten zu konfrontieren. Mittlerweile hat das Spiel mit der Angst einige nennenswerte Vertreter des Spuk- und Geistergenres hervorgebracht, die aus der Welt des Horrorfilms nicht mehr wegzudenken sind. So gehören THE AMITYVILLE HORROR, BIS DAS BLUT GEFRIERT, DAS GRAUEN oder – um auch einen aktuellen Schauerstreifen zu nennen – THE CONJURING zu jenen raren Filmen, denen es mit Leichtigkeit gelingt, Gänsehaut zu bescheren. Nach Letzterer sucht man in Spukfilmen neueren Datums immer häufiger. Viele Filmschaffende von Heute scheinen das klassische Gruselhandwerk nicht ausreichend studiert zu haben. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn die Mehrheit aktueller Spuk- und Geisterware wirbt zwar mit Gänsehaut, ist aber alles andere als gruselig.
 
 
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Einer der das ändern möchte ist TED GEOGHEGAN. Der feilte bereits mit an Drehbüchern zu deutschem Underground-Quatsch aus der Werkstatt eines gewissen ANDREAS SCHNAAS (VIOLENT SHIT 1-4) und schrieb zudem das Drehbuch zum sehenswerten Mystery-Thriller BARRICADE. Mit WE ARE STILL HERE hat er nun endlich etwas Eigenes gemacht und landete mit seinem ersten Langfilm auch gleich einen Hit auf einschlägigen Filmfestivals, weil er ähnlich wie TI WEST in HOUSE OF THE DEVIL auf altmodische Weise versucht das Fürchten zu lehren.
 
 
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Im Mittelpunkt stehen Anne Sacchetti (BARBARA CRAMPTON) and Paul Sacchetti (ANDREW SENSENIG). Das Paar versucht den plötzlich Unfalltod von Sohnemann Bobby zu verarbeiten und zieht aus der Stadt ins ländliche New England. Ein gemütliches Landhaus soll das tragische Ereignis vergessen lassen, stellt aber die neuen Besitzer schon bald vor große Herausforderungen. Im Haus riecht es aus unerklärlichen Gründen nach Rauch und Anne glaubt die vertraute Gegenwart des verstorbenen Sohnes zu spüren. Als die neuen Nachbarn zu Besuch kommen und von der bewegten Geschichte des Hauses berichten, vergeht den stolzen Eigentümern die Freunde am neuen Heim. Doch Hoffnung ist in Sicht. Die Freunde May Lewis (LISA MARIE) and Jacob Lewis (LARRY FESSENDEN) wollen mit Hilfe einer Seance Klarheit schaffen ohne zu ahnen, dass sie damit ein gut behütetes Geheimnis zutage bringen, dass die Einheimischen seit Generationen versuchen zu bewahren.
 
 
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Regisseur und Drehbuchautor TED GEOGHEGAN bringt klassischen Spuk zurück in die Wohnzimmer. Das bedeutet langsame Kamerafahrten, (un)wohlige Schaueratmosphäre, dezent platzierte Gänsehautmomente und gedrosseltes Erzähltempo. WE ARE STILL HERE ist nichts für Fans hektisch geschnittener Horrorstreifen – ganz im Gegenteil. Macher TED GEOGHEGAN nimmt sich viel Zeit beim Erzählen seiner Geschichte und gibt immer nur bedingt Informationen preis, um den Zuschauer möglichst lang über die Hintergründe der merkwürdigen Gegebenheiten im Unklaren zu lassen. Stück für Stück werden Puzzleteile zu einem logischen Ganzen zusammengefügt und decken ein tragisches Ereignis auf, dass den Film am Ende in eine ganz andere Richtung drängen wird. So ändert sich in der Halbzeit ganz unerwartet der Ton. Subtiler Schrecken verwandelt sich zum blutigen Albtraum, in dem Schädel zerquetscht werden und Menschenfleisch geschmort wird.
 
 
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Man muss kein großer Filmkenner sein, um Geoghegans unbeschreibliche Leidenschaft zum Horror der alten Schule zu erkennen. WE ARE STILL HERE ist ein Spiel mit den verschiedenen Stilrichtungen des Old School Horrors. So wird Spukhorror mit Okkultismus-Elementen der 1970er kombiniert und um wilde Splatter-Exzesse der 1980er erweitert. Der außergewöhnliche Genre-Mix wirkt wie aus einem Guss und rechtfertigt die vielen positiven Kritiken, die bereits vor dem internationalen Filmstart sprichwörtlich durch das Internet geisterten. Aufgrund der gelungenen Umsetzung seines ersten abendfüllenden Spielfilms kann man sich nur wünschen, dass TED GEOGHEGAN demnächst öfters mal auf dem Regisseursstuhl Platz nimmt und nicht ausschließlich Drehbücher für andere schreibt oder Horrorware produziert. Dass hat er nämlich bisher getan – leider!
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Unheimlicher und blutgefüllter Gruselcocktail der alten Schule. WE ARE STILL HERE ist eine grandiose Hommage an die subtilen Spukhaus-Streifen der 70er Jahre mit Verweisen zu Werken von LUCIO FULCI und H.P.LOVECRAFT. Zu denen hegt Regisseur TED GEOGHEGAN nämlich eine ganz besondere Beziehung, haben die mit ihrem Schaffen die Kindheit des Regieneulings geprägt. Die Liebe zum Old School Horror kommt im ersten Spielfilm des Horrorfans zum Tragen. Statt übertriebene CGI-Effektorgien auf der Mattscheibe zu zelebrieren, lässt Goghegan seinen WE ARE STILL HERE mittels hervorragender Kameraarbeit so aussehen, wie jene Filme, mit denen der Macher aufgewachsen ist. Darunter auch der meisterhafte DAS GRAUEN (The Changeling) aus dem Jahr 1980, in dem zur Abwechslung nicht quirlige Jugendliche in ein Spukhaus geschickt werden, sondern ein Schriftsteller in den besten Jahren mit einer rastlosen Seele konfrontiert wird. Ähnliches Konzept verfolgt auch Geoghegan in seinem Erstling und schickt ein älteres Ehepaar in die Höhle des Löwen. Trotz in die Jahre gekommene Protagonisten gehört WE ARE STILL HERE jedoch nicht zum alten Eisen. Der Film besitzt nämlich einen ungewöhnlich hohen Splatter-Anteil und dürfte Fans der etwas gröberen Unterhaltung mit der unerwarteten Wendung Freudentränen in die Augen treiben. WE ARE STILL HERE gehört übrigens zu jener Art von Filmen, die man nicht unbedingt abschalten sollte, wenn der Abspann über den Bildschirm flimmert. Viele Geheimnisse der Geschichte werden nämlich erst hier durch Fotomontagen entschlüsselt. Geduld zahlt sich in diesem Fall aus!
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Zensur

 
 
 
Für Spukhorror geht es in der letzten halben Stunde außergewöhnlich blutig zu. Es werden Köpfe zerschössen und Körper durchbohrt. Menschen werden unter Treppen oder unter Tische gezerrt, wo sie dann mit Hilfe von viel Kunstblut zerfetzt werden. Zudem werden Küchenmesser in den Hals einer Protagonistin geschlagen. Hierzulande hat es dafür einen grünen FSK16-Stempel gegeben. Das mutet seltsam an, da bis vor einigen Jahren derart Horrorfilme ausschließlich für Erwachsene freigegeben wurden. Bleibt zu erwähnen, dass die deutsche Fassung von WE ARE STILL HERE trotz FSK16-Freigabe ungeschnitten ist.
 
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: We Are Still Here; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Audiokommentar des Regisseurs & Produzenten, Behind the Scenes

Veröffentlichung: 04.01.2016

 
 
 

We Are Still Here [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für alle Grafiken liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Grauen (1980)
 
The Conjuring (2013)
 
Amityville Horror (1979)
 
Das Haus an der Friedhofsmauer (1981)
 


Filmkritik: „Clown“ (2014)

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CLOWN

Story

 
 
 
Familienvater Kent schlüpft in ein altes Clownskostüm, das von ihm Besitz ergreift und schreckliche Dinge von seinem Träger fordert.

 
 
 


 
 
 

CLOWN – Kritik

 
 
Egal was ELI ROTH anpackt, es wird aus unerklärlichen Gründen zu Gold. Seit der Filmemacher mit dem unabhängig verwirklichten Horrorfilm CABIN FEVER einen Überraschungshit landete und mit HOSTEL das selbstzweckhafte Foltern im Kino salonfähig machte, sorgt er stets für Aufregung unter Fans „böser“ Filme, wenn er an neuem Horrormaterial arbeitet. Diesmal hat ROTH aber nicht selbst Regie geführt. Für den grimmigen Splatter-Horror CLOWN übergab er das Regiezepter an JON WATTS, der bisher für TV-Zeug verantwortlich zeichnete und fungierte – wie schon bei THE LAST EXORCISM – als Produzent, um im Hintergrund die Strippen zu ziehen. Auch wenn ROTH den Film nicht selbst gedreht hat; die unverkennbare Handschrift des Filmemachers zieht sich durch den gesamten Streifen, schließlich lässt sich mit Ekligkeiten, makabrem Humor und reichlich Gewalt am Besten polarisieren und Geld verdienen.
 
 
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Schluss mit lustig: seit jeher wissen Horrorfans, dass Clowns im Genre oft andere Intentionen hegen, als uns zum Lachen zu bringen. Hier steht meist blutiger Ernst statt harmloser Spaß auf der Tagesordnung, was nicht selten dazu führt, dass Psychopathen bunte Kostüme überstreifen, um mit spitzem Mordwerkzeug unschuldige Menschen zu ermorden. CLOWN macht da einiges anders, wenn auch nicht unbedingt besser. Um sich im Subgenre der mordgeilen Serienkiller ein wenig Kontur zu verpassen, bedient man sich beim Okkulten und lässt einen lustig verkleideten Familienvater zur dämonische Kreatur werden, die nur eines im Sinn hat: Kinder fressen.
 
 
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Ein teuflisches Narrenkostüm sorgt für eine schmerzhafte Metamorphose. Immobilienmakler Kent wollte dem Sohnemann zum 10. Geburtstag nur eine Überraschung bereiten und schlüpft in eine alte Clowns-Verkleidung, die er in einer Kiste im Keller einer zum Verkauf stehenden Immobilie entdeckt. Doch die modrige Kleidung führt ein seltsames Eigenleben und saugt sich am Körper ihres Trägers fest, der fortan von unbändigem Hunger nach Kinderfleisch getrieben wird. Doch es kommt noch schlimmer. Familienvater Kent beginnt sich zu verändern. Mit fortschreitendem Appetit nimmt er die Gestalt eines furchtbaren Dämons an, der fünf unschuldige Kinder fordert, um sich an ihnen laben zu können.
 
 
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Wenn aus Fake-Trailern richtige Horrorfilme werden. Seit sich ROBERT RODRIGUEZ und QUENTIN TARANTINO mit ihrem GRINDHOUSE (2007) vor den schmuddeligen B-Movies der 60er und 70er verbeugten, scheint in der Filmwelt zum Sport geworden zu sein, erst Kinotrailer zu zeigen und wenig später die zugehörigen Filme zu drehen. Im Fall des genannten GRINDHOUSE, das aus dem trashigen Double-Feature DEATH PROOF und PLANET TERROR bestand, waren es fiktive Kinoclips zu HOBO WITH A SHOTGUN und MACHETE, die zwischen den beiden Machwerken gezeigt und erst einige Jahre später umgesetzt wurden. Ähnlich verhielt es sich auch bei CLOWN. Regisseur JON WATTS brachte weit vor der eigentlichen Verfilmung im Jahr 2010 einen zweiminütigen Werbefilm zu einem fiktiven Horrorstreifen in Umlauf, der bei ROTH auf Interesse stieß. Weil dem bekannten Angstmacher die Idee dahinter so gut gefiel, beschloss er aus dem Fake-Trailer einen abendfüllenden Spielfilm zu machen und stand als Geldgeber zur Seite. Viel vom eigentlichen Spot, der durchaus beängstigend in Szene gesetzt wurde, ist letztendlich nicht mehr übrig geblieben. Statt Angst und Schrecken auf subtilem Wege in die Wohnzimmer zu bringen, wird Horror mit dem Holzhammer geboten, der sich dann doch eher an ein sehr magenstarkes Publikum richtet. Da werden Kinder vor den Augen des Zuschauers zermatscht, durchbohrt und angeknabbert – für ROTH-Fans nicht uninteressant, fühlen die sich von der stattlichen Anzahl bebilderten Grausamkeiten vermutlich bestens unterhalten.
 
 
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Auch wenn CLOWN mit eigenartigem, fast schon geschmacklosem Humor an die Werke von ELI ROTH anknüpft und sich beim Angst einjagen nicht gerade mit Ruhm bekleckert, findet der Film bei den Spezialeffekten zu eigentlicher Stärke. Die Figur des Besessenen durchlebt im Verlauf des Films eine nicht immer schmerzfreie Verwandlung vom besorgten Familienvater hin zur Marionette des Teufels. Dank hervorragender Arbeit kreativer Make-up-Künstler bekommt der Zuschauer am Ende eine deformierte Gestalt zu sehen, die endlich auch richtigen Horror auf die Mattscheibe bringt. Bis dahin verzettelt sich CLOWN im plumpen Aneinanderreihen fragwürdiger Tötungsarten von Kindern und gerät während des Mittelteils etwas ins Stolpern, weil die nicht uninteressante Thematik dann doch etwas zu wenig Material hergibt, um daraus einen 90-minütigen Horrorfilm drehen zu können. Immerhin wird im Finale geklotzt und nicht gekleckert. Da werden schon mal Erinnerungen an die abscheulichsten Metamorphosen der Kinogeschichte wach, in denen Wissenschaftler zu Fliegen mutierten (Cronenbergs DIE FLIEGE) und sich amerikanische Studenten (AMERICAN WEREWOLF) in Werwölfe verwandelten. Dennoch; so schön die Spezialeffekte in CLOWN auch sein mögen und so atmosphärisch die Dämonenhatz am Ende auch in Szene gesetzt sein mag – der aufdringliche Blutzoll ist irgendwie allgegenwärtig und erstickt jeden wohligen Schauer sofort wieder im Keim, weil ROTH als Werbemittel auf dem Cover nun mal triviales Metzelfutter und hirnloser Blutreigen bedeuten muss.
 
 


 
 
 

CLOWN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Wem bereits Stephen Kings ES schlaflose Nächte bereitet hat, wird nach der Sichtung von CLOWN nur bei Licht einschlafen können. Dieser Horror-Trip ist kein Film für jene, die unter Coulrophobie leiden. Hier werden bei vielen Zuschauern Kindheitstraumata wach, denn CLOWN bringt Filme wie POLTERGEIST oder genannte King-Adaption in Erinnerung, die mit der Clown-Thematik Albträume bescherten. Leider setzt die von ELI ROTH produzierte Filmumsetzung eines Fake-Trailers weniger auf subtile Gänsehaut-Taktik. Vielmehr war man darum bestrebt eine interessante Eigeninterpretation um den Jahrhunderte alten Clown-Mythos zu weben, die letztendlich mal wieder im Splatter-Fegefeuer enden muss. Nach einem starken Einstieg, hat CLOWN im Mittelteil so seine Probleme das vorgelegte Tempo halten zu können. Erst am Ende findet der Film Dank sehenswerter Maskeneffekte zu eigentlicher Stärke. Da ist es aber dann auch schon zu spät, denn so schön grimmig das Finale auch in Szene gesetzt wurde, so zügig flimmert auch schon der Abspann über den Bildschirm. Letztendlich will man das Gefühl nicht loswerden, einen Film mit unverbrauchter Thematik gesehen zu haben, bei dem mehr möglich gewesen wäre. Die interessante Geschichte hinter der Entstehung des menschenfressenden Kostüms bleibt weitestgehend unangetastet. Zudem stößt bitter auf, dass im Film Kinder grafisch getötet werden müssen, um die Sensationsgierig des blutgeilen Publikums befriedigen zu können? Splatter-Fans und Gore-Bauern dürfte das jedoch kaum stören. Für die gilt ELI ROTH ohnehin als der Meuchelkönig des Horrorfilms.
 
 


 
 
 

CLOWN – Zensur

 
 
 
Mittlerweile geht auch die FSK lockerer mit der Bewertung von Horrorfilmen um. Was vor zehn Jahren undenkbar ungeschnitten auf die deutschen Filmzuschauer losgelassen werden konnte, schafft es heutzutage ohne Probleme mit dem roten KJ-Flatschen in die Händlerregale. Ähnlich ist das auch bei CLOWN geschehen. Hier werden zwar Kinder vor der Kamera ermordet; trotzdem wurde der Film ungeschnitten in Deutschland veröffentlicht: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

CLOWN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

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(c) Tiberius Film (limitiertes Steelbook mit BD & DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Clown; USA | Kanada 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Steelbook

Extras: Originaltrailer, Trailershow | Zusätzlich im Steelbook: Poster A3, Postkarten-Set (3xA6)

Veröffentlichung: 01.03.2016

 
 
 

Clown [Blu-ray im Keepcase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Clown [Limitiertes Steelbook mit DVD & BD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

CLOWN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mockingbird (2014)
 
Stitches – Böser Clown! (2012)
 
100 Tears (2007)
 
Gacy (2003)
 
Stephen Kings Es (1990)
 
Clownhouse (1989)
 


Filmkritk: „Gnome Alone“ (2014)

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GNOME ALONE – GARTENZWERG DES GRAUENS

Story

 
 
 
Teilzeitkassiererin und Collegestudentin Zoe hat das Herz am rechten Fleck. Als eine obdachlose Frau von einem betrunkenen Autofahrer überfahren wird, ist sie sofort zur Stelle. Leider ahnt die menschelnde Lebensretterin nicht, dass ihr Einsatz Konsequenzen hat. Die sterbende Alte belegt das Mädchen mit einem sonderbaren Fluch. Wenn immer Zoe in Gefahr ist oder ihr Menschen Böses wollen, eilt ein Kobold zur Hilfe und nimmt Rache an ihren Peinigern.

 
 
 


 
 
 

GNOME ALONE – Kritik

 
 
Als Filmkritiker ist man vor keiner Horrorfilmgurke sicher, schließlich weiß man vorab nie, ob der zu besprechende Streifen was taugt oder nicht. In einem Genre, das sich scheinbar nur noch aus Fortsetzungen, Duplikaten und Prequels zusammensetzt, ist es mittlerweile ziemlich schwer geworden die guten Filme zu finden, weil Schundproduktionen wie GNOME ALONE – GARTENZWERG DES GRAUENS dem Fan das Hirn vernebeln. Wie unschwer am Filmplakat zu erkennen ist, hat man sich für diesen cineastischen Schnellschuss von der legendären LEPRECHAUN-Reihe inspirieren lassen und versucht nun eine Art Kopie des kultigen Killergnoms in die internationalen Heimkinos zu bringen, um die Gunst enttäuschter Horrorfans für sich gewinnen zu können. Denen wurde im vergangenen Jahr mit LEPRECHAUN: ORIGINS ein Neueinfang der nunmehr siebenteiligen Zwergen-Saga versprochen. Der wurde selbstverständlich pünktlich zu Halloween in die Wohnzimmer gebracht – nur ohne WARWICK DAVIS in der Hauptrolle, der in allen LEPRECHAUN-Filmen den garstigen Kobold verkörperte.
 
 
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Letztendlich entwickelte sich LEPRECHAUN: ORIGINS zu einer einzigen Enttäuschung von der auch GNOME ALONE nicht allzu weit entfernt ist, hat doch das hier Gebotene den Gehalt eines Baustellenklos am Ende der Arbeitswoche. Video-Trash ohne Niveau, plumpe Späße, peinliche Dialoge und schlechte Effekte. In GNOME ALONE bekommt man all das zu sehen, was man in Horrorfilmen eigentlich gar nicht mehr sehen will, wobei vor allem die schlechten schauspielerischen Leistungen das Fass zum Überlaufen bringen. Die sind nahezu kaum vorhanden und werfen die Frage auf, ob die hier zusammengeschusterte Lachnummer einfach nur unfreiwillig komisch ist oder sich selbst versucht auf die Schippe zu nehmen. Wir vermuten jedoch Ersteres, denn auch wenn VERNE TROYER die zynischen Wortspielchen eines LEPRECHAUNS unbeholfen kopiert – zünden wollen die gemeinen Sprüche des Kobolds keineswegs, weil TROYER (man mag es kaum glauben) nun mal kein talentierter Schauspieler ist.
 
 
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Eigentlich sollte der Rohrkrepierer anfänglich LEGEND heißen. Scheinbar war der Name zu beliebig, weshalb man mal wieder am Filmnamen gefeilt und die Titelkreation verschlimmbessert hat. Dass der neue Titel weitaus unsinniger klingt und eher an Kinderunterhaltung erinnert, ist aufgrund der desaströsen Machart ohnehin kaum von Gewichtung, schließlich ist dem Regie-Duo TIMOTHY WOODWARD JR. und JOHN MICHAEL ELFERS das Kunststück gelungen ist, den wohl erbärmlichsten Zwergen-Horror auf Zelluloid zu bannen, den die Filmwelt bis dato gesehen hat. Die musikalische Untermalung passt zu keiner Zeit, die Bluteffekte sind zwar handgemacht befinden sich aber auf Amateurlevel und Spannung – ja die sucht man hier mit der Lupe. Selten hat ein Film dem Zuschauer so heimtückisch Lebenszeit geraubt. GNOME ALONE entpuppt sich als filmischer Unfall, der den Zuschauer aus unerklärlichen Gründen am Abschalten hindert. Der dürfte leider vergebens auf richtige gute Momente warten, denn GNOME ALONE ist schlichtweg übelriechender Trash, der diesmal wirklich in den Mülleimer gehört.
 
 
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GNOME ALONE – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Ist das Trash oder kann das weg? GNOME ALONE – GARTENZWERG DES GRAUENS sollte möglichst gemieden werden, denn selbst Liebhaber charmanter Trash-Gurken werden sich mit dieser Videoproduktion keinen Gefallen tun. In diesem Film dominieren schlechte Schauspieler, die zur Abwechslung wirklich nichts können, miese Effekte und grottiges Zwergen-Make-up, für das angeblich zwei Stunden pro Tag benötigt wurde, um den kleinwüchsigen VERNE TROYER in einen mordenden Killergnom verwandeln zu können. GNOME ALONE ist eine einzige (unfreiwillige) Lachnummer und Welten von jener Vorlage entfernt, die die beiden Regisseure TIMOTHY WOODWARD JR. und JOHN MICHAEL ELFERS vehement versuchen zu kopieren: LEPRECHAUN. Man sollte sich im Übrigen nicht vom Filmplakat blenden lassen. Das Gechöpft auf dem Poster schaut mehr nach NOSFERATU aus als jene Kreatur, die man letztendlich im Film zu sehen bekommt. Daher: Im Händlerregal liegen lassen, denn das erspart Unmut, Zeit und Geld!
 
 
 


 
 
 

GNOME ALONE – Zensur

 
 
 
In GNOME ALONE – GARTENZWERG DES GRAUENS gibt es einige Splattermomente zu sehen, deren Qualitäten sich jedoch auf Amateurniveau befinden. Blut fließt hin und wieder, so dass es in Deutschland dafür den roten FSK-Flatschen gab: Keine Jugendfreigabe. Hierzulande wird es übrigens vorerst nur eine DVD-Auswertung geben. Eine Blu-ray ist nicht geplant.
 
 
 


 
 
 

GNOME ALONE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Eurovideo | Primal Screen Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gnome Alone; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Keine

Release-Termin: 15.01.2016

 

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GNOME ALONE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für alle Grafiken liegen bei Primal Screen Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Leprechaun (1993)

Leprechaun 2 (1994)

Leprechaun – Tödliches Spiel in Vegas (1995)

Space Platoon (1997)

Leprechaun 5 – In the Hood (2000)

Leprechaun 6 – Back 2 tha Hood (2003)

Leprechaun: Origins (2014)

Katzenauge (1985)

Troll (1986)

Troll 2 (1990)


Filmkritik: „Long Weekend – Thongsook 13“ (2013)

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LONG WEEKEND

THONGSOOK 13

Story

 
 
 
Sechs Jugendliche wollen auf einer verlassenen Insel – wo auch sonst – eine trinkfreudige Wochenendsause in einem Strandhaus veranstalten. Leider birgt das friedliche Eiland auch eine dunkle Vergangenheit. Früher wurden dort während des sogenannten Blutmondes geheimnisvolle Opferriten durchgeführt, um die Geister der Insel zu besänftigen. Hätten die Kids gewusst, dass ihr Feiervorhaben in genau jenen Ritualzyklus fällt, wären sie vermutlich zu Haus geblieben …
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Kritik

 
 
 
Wenn uns der Horrorfilm eins gelehrt hat, dann dass man Außenseitern besser keine gemeinen Streiche spielt, denn derart rücksichtsloses Verhalten wird im Genre eigentlich immer mit dem Tod bestraft. Bereits in Filmen wie Kings CARRIE (1976) oder dem Slasher BRENNENDE RACHE (1981) war das der Fall. Hier wurde Außenseitern derart übel mitgespielt, dass die Geschehnisse eine ungeahnte Wendung erfuhren und im Blutbad enden mussten. Auch in Thailand finden jene beständigen Horror-Regeln im Film immer wieder Verwendung. So auch in LONG WEEKEND – einem weiteren Teenie-Grusler, der freilich nichts mit dem australischen Öko-Horror von COLIN EGGLESTON zu tun hat, dem im Jahr 2008 unter gleichem Titel eine aufgehübschte Neuverfilmung folgen musste. Im thailändischen LONG WEEKEND ist es nicht Mutter Natur, die mit Umweltsündern kurzen Prozess veranstaltet, sondern eine Gruppe Thai-Kids, die unbeabsichtigt einen geheimnisvollen Schrein nach einem fiesen Streich an einem Mitschüler entweihen und die Missgunst böser Geister auf den Plan rufen. Einzelgänger und Schul-Mobbingopfer CHINAWUT INDRACUSIN fungiert hier als Medium, in dessen Körper die zornigen Geister schlüpfen nachdem dieser von seinen Klassenkameraden in eine Art Opferkammer gesperrt und seines Schutzamuletts beraubt wurde. Wenig später ist die Hölle los, denn der Rechner leistet ganze Arbeit, schließlich sind fast alle Horror-Elemente in LONG WEEKEND (der sich übrigens im Original THONGSOOK 13 schimpft) computeranimiert. Regisseur TAWEEWAT WANTHA (was für ein Zungenbrecher) übertreibt es in seinem glattgebügeltem Gruselstück ein wenig arg mit CGI-Gespuke. Zwar können sich die Spezialeffekte durchaus sehen lassen; der Film ist jedoch teilweise derart effektüberladen, dass das Wesentliche aus den Augen verloren wird. WANTHA verschwendet wenig Zeit mit der Charakterentwicklung. Stattdessen legt der Filmemacher Wert auf einem unhomogenen Klangteppich, der von anhaltendem Gewitterdonner begleitet wird und künstlich aus den TV-Boxen grummelt. Letzterer wurde zudem derart laut eingespielt, dass der Zuschauer permanent damit beschäftigt ist die Lautstärke des Fernsehapparats zu regulieren, weil ihm der Donnergeröll zu laut und die Dialoge zu leise abgemischt wurden. Die künstlichen, durch Lautstärke verursachten Schreckmomente hat LONG WEEKEND jedoch auch bitter nötig, denn ein Gruselfaktor ist kaum zu verzeichnen. Wie soll der auch entstehen, wenn ein atmosphärischer Erzählstrang und der konstant steigende Spannungsbogen zugunsten oberflächlicher Effekthascherei vernachlässigt wurde.
 
LONG WEEKEND oder THONGSOOK 13 ist jugendkonformer Teenie-Horror, der sich offensichtlich an ein junges Publikum richtet. Filmische Experimente werden nicht gewagt, stattdessen wird sich an den Konventionen des modernen Horrorkinos orientiert. Für den Zuschauer bedeutet das: Stereotype Helden, die nach dem Prinzip der 10 kleinen Negerlein das Zeitliche segnen müssen, damit der Horrorfan auch etwas Gewalt zu sehen bekommt. Für Geister-Horror aus Fernost kommt die überraschend schaufreudig daher, so dass sich auch der ein oder andere europäische Horrorfan mit LONG WEEKEND anfreunden dürfte. Warum an der hauchdünnen Handlung ausgerechnet vier (!) Autoren gleichzeitig kritzeln mussten, dürfte jedoch für immer ein Mysterium bleiben. Vermutlich war der aufgezwungene Schluss-Twist nicht anders zu bewerkstelligen.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
(Er)Schreckreiche Geisterhatz aus Thailand mit bitterbösem Ausgang. LONG WEEKEND (oder THONGSOOK 13, so wie er ins seinem Entstehungsland ins Kino gebracht wurde) ist garantiert nichts für Liebhaber des Old-School-Horrors. Die Macher haben sichtlich viel Spaß mit den Fähigkeiten von Hochleistungsrechner gehabt und reichlich Bath in Computereffekte fließen lassen. Die sehen zwar ganz brauchbar aus, können aber nicht verbergen, dass das Drehbuch zum Film kaum vom Hocker reißen will. In LONG WEEKEND treffen stereotype Kids auf animierte Geister und werden nacheinander in den Filmhimmel transferiert. Gruselig ist das zwar nicht, dafür aber ziemlich schockintensiv, weil die Ton-Macher dreist an den Lautstärkereglern ihrer Mischpulte hantiert haben. Unterm Strich ist der thailändische Horrortrip keine Offenbarung – Mainstream verwöhnte Kids haben an diesem halbherzigen Spuk-Quark vermutlich trotzdem ihre Freude.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Zensur

 
 
 
Einiges an Gewalt wird geboten. So wird ein Kopf im Motorboot-Motor zermatscht und Gegenstände durch Köpfe gejagt. Wir rechnen mit einer Freigabe für Erwachsene: KEINE JUGENDFREIGABE.
 
 
 


 
 
 

LONG WEEKEND – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Phobia (2009)
 
House of Dust (2013)
 
The Damned (2013)
 
The Quiet Ones (2013)