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Beiträge mit Schlagwort “Folterfilm 2012

Filmreview: „Countdown“ (2012)

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COUNTDOWN

Story

 
 
 
Ein durchgeknallter Drogendealer besitzt ganz eigene Methoden der Erziehung und erschreckt mit seiner Art der Erleuchtung drei junge Thais in ihrer New Yorker Wohnung zu Tode …
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Kritik

 
 
 
Wenn es um Horror aus Fernost geht, dürften vermutlich die meisten Horrorfans mit der Stirn runzeln, schließlich ist das was da in regelmäßig Abständen produziert wird, für den westlich Zuschauer nur selten Furcht einflößend. Mittlerweile hat man dort verstanden, dass mit pitschnassen Geistermädchen kein Blumentopf gewonnen werden kann, so dass asiatische Produzenten Rat suchend gen Westen schielen, um sich von dort gewinnbringende Inspirationen für neuen Filmstoff besorgen zu können. Was in Europa und Amerika gut funktioniert, kann auch in Thailand Kasse machen. Zumindest dürfte jenen Plan Regie-Neuling NATTAWUT POONPIRIYA verfolgt haben, der seinen ersten Ausflug ins Filmgeschäft um drei der momentan beliebtesten Horrorgewürze ergänzt, die bisher jeden Schocker zum Erfolg verholfen haben: Teenager, Terror und Gewalt. COUNTDOWN heißt der ungewöhnlich konventionell gestrickte Horrorspaß aus Thailand, wie man ihn eigentlich eher selten aus Asien serviert bekommt. Der orientiert sich nämlich an das auf Hochglanz polierte Horror-Kino aus Amerika, wo sich meist stereotype Teenager ihrem vorhersehbaren Filmschicksal beugen, statt das Böse mit Grips und Köpfchen in die Flucht zu schlagen. Bei so viel Liebe zur US-Filmkultur dürfte es den Zuschauer nicht überraschen, dass POONPIRIYA die Szenerie seines Debüts auch gleich nach New York verlegt hat, wo seine thailändische Protagonisten Englisch sprechen und sich natürlich ebenso nervig verhalten, wie ihre amerikanischen Film-Leidgenossen. „Home-Invasion“ heißt das Zauberwort, das Fans der härteren Filmgattung aufhorchen lässt. Für sein Debüt hat Macher POONPIRIYA nämlich gleich mal die Horror-Fibel durchgeblättert und jenes Sub-Genre ausgewählt, das sich auch nach YOU`RE NEXT, FUNNY GAMES und THE STRANGERS immer noch großer Beliebtheit erfreut. Mehr Terror statt Tortur heißt die Devise, was vermutlich nicht jedem Hobby-Sadisten schmecken dürfte, schließlich gehört mittlerweile ein gewisses Maß an menschenverachtender Brutalität zum Horrorfilm, wie das Salz in die Suppe.
 
Alles beginnt am Silvesterabend 2012 in New York. Die Kids Bee, Jack und Pam sitzen in ihrem Apartment und wollen den letzten Tag des Jahres entspannt ausklingen lassen. Da kommt es den Dreien gelegen, dass Womanizer Jack die Visitenkarte eines Drogendealers aus der Geldbörse zaubert, um ein bisschen Gras zu bestellen. Leider ist die Karte nicht komplett und die letzte Zahl der abgebildeten Telefonnummer unbekannt. Für die Freunde jedoch kein Grund, den lässigen Drogentrip sausen zu lassen. Schnell wird die unvollständige Nummer um eine „3“ ergänzt und die Kids staunen nicht schlecht, als sich am anderen Ende der Leitung wirklich ein Mister „Jesus“ meldet, der das beste Marihuana der ganzen Stadt vertreibt. Leider teilt „Jesus“ gern aus, aber nicht ein. Als er nach einem netten Pläuschen in der Küche Opfer eines Missverständnisses wird und sich die Teenager vor Lachen die Bäuche halten, zeigt der Sprüche klopfende Chaot sein wahres Gesicht. Er zwingt die Bande dazu, dass sie sich zu ihren dunkelsten Geheimnissen bekennen; brutale Strafen sollen den Kids Respekt eintrichtern.
 
Nervenaufreibender Terror in Verbindung mit zynischen Schenkelklopfern – das geht? Der thailändische COUNTDOWN überrascht mit einem gar sonderbaren Humor, der aber zur Abwechslung so beabsichtigt ist, schließlich weiß man bei asiatischer Exportware meist nie, ob das unerträgliche Overacting auf mangelndes Schauspieltalent zurückzuführen ist oder dem kreativen Geist des Regisseurs entspringt. In COUNTDOWN sind die Lacher zumindest gewollt, bleiben dem Zuschauer aber nicht selten im Halse stecken, entpuppt sich doch Dealer „Jesus“ als zynischen Richter, der seinen neunmalklugen Gegenspielern pünktlich zur Jahreswende die Fehler der vergangenen 365 Tage vor Augen führt. Anders als vermutet haben es Bee, Jack und Pam nämlich faustdick hinter den Ohren, so dass der schnell sprechende Fremde als Moralapostel in Erscheinung treten, den Zeigefinger heben und richten muss. Um die verzogenen Gören erneut auf den rechten Pfad der Tugend weisen zu können, werden Horrorfilm-typisch schmerzhafte Strafen verordnet. So kommt der sonst so taffe Jack in den Genuss einer gehörigen Tracht Prügel mit einem Küchenutensil, Pam werden die Hände gebrochen und dem Hund die Zähne gezogen. Die introvertierte Bee darf sich stattdessen den eigenen Dämonen stellen, reichlich flennen und dem Spuk nach knapp 90 Minuten ein Ende bereiten.
 
NATTAWUT POONPIRIYA spielt mit den Erwartungen des Publikums, denn das vermutet hinter COUNTDOWN ein ähnliches Ultra-Brutalo-Werk, wie man es seit HOSTEL, SAW und Co. immer häufiger im Kino zu sehen bekommt. Dem ist jedoch nicht so, denn auch wenn der hektisch geschnittene Trailer dem Zuschauer suggeriert, dass hier adrette Jungdarsteller in Stücke zerfetzt werden, so spritzt das Blut nur recht zaghaft. COUNTDOWN ist vielmehr ein makabres Kammerspiel, in dem ab Filmmitte die Sympathiepunkte neu verteilt werden. Die sympathischen Teenager werden als ausgefuchste Kleinkriminelle entlarvt und der anfänglich verhaltensauffällige Rauschmittel-Händler „Jesus“ entpuppt sich als schwarzhumoriger Engel Gottes, der auf die Erde hinabsteigt, um die Menschheit von ihren Sünden zu erlösen. DAVID ASAVANOND, der bisher nur wenig Schauspielerfahrung vorweisen kann, spielt den überdrehten „Jesus“ mit teuflischem Sarkasmus, der zwar anfangs Angst einjagt, aber dem man später gern noch weiter dabei zugesehen hätte, wie er missratene Grünschnäbel die Leviten liest. Mit ihm fällt und steigt nicht nur die Qualität, sondern auch das Tempo des Films. Letzteres braucht zwar etwas um in die Gänge zu kommen; ist dann erstmal „Jesus“ am Start bricht die Hölle los und die Spiele können beginnen. Mit COUNTDOWN hat Regisseur NATTAWUT POONPIRIYA einen recht guten Terror-Cocktail gedreht, in dem sich kompromisslose Härte und zynische Wortspielereien die Waage halten. Da kann man nur hoffen, dass der durchgestylte und schnell geschnippelte Schocker recht zügig den Weg nach Deutschland findet, schließlich gehört COUNTDOWN zweifelsohne zu den besseren Vertretern der momentan beliebten Home-Invasion-Welle und ist einer der besten thailändischen Horrorfilme der letzten Jahre.
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Bitterböser Terror-Spaß made in Thailand. COUNTDOWN bringt den vermutlich schwarzhumorigsten Bösewicht der Horrorfilmwelt auf die Leinwand und stößt Pizzagesicht FREDDY und Plastik-Gnom CHUCKY vom stark umkämpften Sprüche-Thron. Trotz Gebrauch von Nagelpistole und Schusseisen hat Drogen-Dealer „Jesus“ nämlich immer zynische Floskeln auf den Lippen, die routinierten Horrorfans reichlich Spaß bereiten dürften. Leider ist der Cocktail aus Lachern und Terror immer noch reichlich hart anzuschauen, so dass weniger nervenstarke Zuschauer ihre Probleme damit haben werden, dem ziemlich schroffen Treiben bis zum erlösenden Ende folgen zu können. Blut gibt es zwar kaum zu sehen, dafür wird die Terror-Schraube konstant fester gedreht. Stampfende Beats, hektische Schnitte und teils unerträgliches Gewimmer lassen schnell vergessen, dass man hier eigentlich Home-Invasion-Horror aus Fernost serviert bekommt, was vor allem daran liegen mag, dass sich Macher NATTAWUT POONPIRIYA an den Konventionen des amerikanischen Horror-Kinos orientiert und ein sehr konventionelles Süppchen gebraut hat, wie man es eigentlich eher von Hollywood erwartet hätte. Schlecht ist COUNTDOWN deswegen aber noch lange nicht, denn auch wenn das Bestrafungs-Prinzip der Protagonisten ein wenig SAW-Feeling ins Gedächtnis zurückkehren lässt, bereitet COUNTDOWN reichlich Kurzweil für unersättliche Genre-Gucker.
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Zensur

 
 
 
COUNTDOWN ist ein Terrorfilm wie er im Buche steht. Der Film bebildert das Demütigen und Schikanieren seiner Anti-Filmhelden. Blutig ist das zwar bis auf zwei kurze Momente nicht, aber dennoch sehr hart anzuschauen. Wir gehen davon aus, dass COUNTDOWN hierzulande mit KJ-Freigabe (Keine Jugendfreigabe) ungeschnitten in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

COUNTDOWN – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Home Sweet Home (2013)
 
Das Penthouse (2013)
 
The Aggression Scale (2011)
 
Mischief Night (2013)
 
Kidnapped (2010)
 
The Strangers (2008)
 
Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

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Filmreview: „Daddy’s Little Girl“ (2012)

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DADDY’S LITTLE GIRL

Story

 
 
 
Derek (Michael Thomson) und seine Ex-Frau Stacey haben keinen guten Draht zueinander. Seit der Scheidung gehen sich die beiden lieber aus dem Weg, als der gemeinsamen Tochter zuliebe das Kriegsbeil zu begraben. Immer wieder entbrennt Streit, weil sich das Fenster in Georgias Zimmer nicht schließen lässt. Mutter Stacy hat kein Geld für die Reparatur, weigert sich aber vehement Dereks Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein großer Fehler, wie sich bald herausstellen wird. Denn die kleine Georgia wird aus ihrem Zimmer entführt und tot am unweit entfernten Strand gefunden. Weil die polizeilichen Ermittlungen auch sechs Monate nach dem Vorfall zu keinem Ergebnis führen, nimmt Vater Derek das Gesetz selbst in die Hand. Ihm gelingt es den Kindsmörder ausfindig zu machen und an ihm ein grausames Exempel zu statuieren.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Kritik

 
 
 
Es ist schon höchst fraglich, welch morbide Geschichten manch Scriptschreiber zu Papier bringen muss, um die schonungslose Darstellung widerwärtiger Folterszenen rechtfertigen zu können. In DADDY’S LITTLE GIRL ist es die Thematik des Kindesmissbrauchs, die als Grundlage dient damit der Horrorfan eine halbe Stunde am Stück das sehen darf, was in Filme wie der legendären HOSTEL-Reihe vor allem der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) schlaflose Nächte bereitet hat. Die dürfte sich an diesem neusten Beitrag unmenschlichen Schlachthandwerks sichtlich die Zähne ausbeißen, rückt nämlich hier die eigentliche Problematik von der Trauerbewältigung nach einem Kindsmord ganz schnell im den Hintergrund, um Regisseur CHRIS SUN die Möglichkeit zu geben, möglichst viel selbstzweckhafte und detailfreudige Gewalt aneinanderzureihen. Leider verpufft mit dem ekelerregenden Foltergematsche auch die Ernsthaftigkeit der Geschehnisse, denn die zugrunde liegende Missbrauchs-Kontroverse wird spätestens mit dem elendig lang ausgewalzten Torturpart im Keim erstickt. Hier werden allerhand Abscheulichkeiten mittels zugegebenermaßen realistischen wirkenden F/X gezeigt, die von wirklich fingerfertigem Know How zeugen. Es werden Kniegelenke gebrochen, mit Stacheldraht im Beckenbereich des Opfers gehandwerkelt, Zähne herausgerissen und menschliches Fleisch verbrannt, nachdem es mit einem Cuttermesser bearbeitet wurde. Die Liste der dargestellten Grausamkeiten ist lang, wobei SUN mit fast schon detailgenauer Präzision damit beschäftigt ist zu zeigen, in welcher Art und Weise man an menschlichen Körpern sägen, hämmern und bohren kann.
 
DADDY’S LITTLE GIRL treibt das was man in Filmen wie 7 DAYS (2010) oder THE TORTURED – DAS GESETZ DER VERGELTUNG (in Deutschland übrigens um das „Gröbste“ erleichtert) gesehen hat auf die Spitze. Während man dort natürlich nicht minder zimperlich mit pädophilen Kindsmördern ins Gericht geht, dreht Macher CHRIS SUN noch etwas kräftiger an der Gewaltschraube, damit das foltergeile Horrorherz das zu sehen bekommt, was man halt nun einmal von neumodischen Horrorfilmen erwartet: Extremes Gekröse für die ganz Harten. Leider gerät die eigentliche Geschichte des Streifens bei soviel professionell umgesetzter Folterei vollkommen in Vergessenheit. Die wird nämlich zugunsten schaufreudiger Selbstjustiz ab Mitte rigoros aus dem Skript gestrichen, damit sich Vater Derek (MICHAEL THOMSON) vom anfänglich gesetzestreuen Schutzbefohlenen in einen selbsternannten Rächer verwandeln kann, der zuvor im Internet genau studiert hat, wie man bösen Menschen möglichst viel Leid antut. Leider ist die dargestellte Metamorphose nicht sonderlich nachhaltig oder glaubhaft, was man aber nicht Darsteller MICHAEL THOMSON in die Schuhe schieben kann. Der macht seine Sache nämlich ganz ordentlich und bereichert den kleinen Indie ungemein. Überhaupt sind die Darsteller für Low Budget Horror wie DADDY’S LITTLE GIRL durch die Bank weg gut gewählt. Da ärgert es schon ein wenig, dass die Kamera mal wieder nur auf nicht enden wollendes Gemetzel hält und sich Regisseur CHRIS SUN nicht tiefgründiger mit der eigentlichen Problematik beschäftigt hat.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Unglaublich schmerzhafter Folterstreifen für nervenstarke Horrorfans. Leider ist es in DADDY’S LITTLE GIRL mal wieder so, dass eine äußerst ernste Thematik als Vorwand genutzt wird, damit möglichst viel Tortur gezeigt werden kann. Nachwuchsregisseur CHRIS SUN schlägt gleichen Weg ein, wie viele andere Horrormacher vor ihm. Er nutzt Extremgewalt als Mittel zum Selbstzweck um sich im Genre einen Namen zu erkämpfen. Da wird Mord und Totschlag mit kontroverser Kindsmissbrauchsthematik vermischt, damit auch ja viele Horrorfans hellhörig werden und sich das unnötige Folterwerk ins heimische Filmregal stellen. Immerhin wird in punkto Gewalt geklotzt und nicht gekleckert. Das in DADDY’S LITTLE GIRL Gezeigte ist hart an der Grenze zum Erträglichen und dürfte hierzulande (insofern überhaupt veröffentlicht) Grund genug sein, der deutschlandweiten Verbreitung (in ungeschnittener Form) einen Riegel vorzuschieben.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Zensur

 
 
 
Die dargestellte Gewalt in DADDY’S LITTLE GIRL wird nahezu fast schon zelebriert, so dass die hiesige FSK diesen Rachefilm verständlicherweise nicht ungeschnitten freigeben hat. Der Rechteinhaber PIERROT LE FOU hat den Film demnach in ungekürzter Form SPIO/JK prüfen lassen und die Einstufung „strafrechtlich unbedenklich“ für DADDY’S LITTLE GIRL erhalten. Verkauft werden darf der Film in dieser Filmfassung nur auf Filmbörsen, in Videotheken und in einschlägigen Online-Shops. Der Verkauf des kompletten Thrillers im stationären Handel erfolgt nur durch den Drogeriemarkt MÜLLER. Dort erhält der Horror-Fan die Scheibe auf Nachfrage – vorausgesetzt er ist auch volljährig. Neben der normalen Auflage im Keep Case ist auch ein Mediabook (auf 3000 Stück limitiert) erschienen, das über Österreich vertrieben wird. Die hier enthaltene Fassung ist ebenfalls ungekürzt.
 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Daddys Little Girl Blu-ray uncut

(c) Pierrot Le Fou (Abbildung der ungeschnittenen Fassung in der Amaray-Variante)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Daddy’s Little Girl, Australien 2013

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 106 Min. (uncut)

FSK: SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover, ein Mediabook mit gleichem Inhalt wie die herkömmliche Blu-ray ist ebenfalls bereits erschienen

Extras: Trailer

Release-Termin: Amaray: 04.06.2014 (Uncut-Fassung) – Mediabook: 10.07.2014 (Uncut-Fassung)

 
 
 

BR+DVD – Daddy’s Little Girl – Limitierte Uncut Mediabook Edition (Deutsche Uncut Auflage) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 

Ungeschnittene Version in der Amaray-Variante bei Cyper-Pirates bestellen

 
 
 


 
 
 

DADDY’S LITTLE GIRL – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
7 Days (2010)
 
Big Bad Wolves (2013)
 
Tortured – Das Gesetz der Vergeltung (2010)
 


Kritik: „Unter Freunden – Komm, lass uns spielen“ (2012)

Among-Friends
 
 
 

UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN

(AMONG FRIENDS)

Story

 
 
 
Eine Abschlussfeier der etwas anderen Art: acht Freunde werden während einer feuchtfröhlichen Party mit ihren am liebsten verborgenen Geheimnissen konfrontiert und für ihr unkameradschaftliches Verhalten schmerzhaft bestraft …
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Kritik

 
 
 
Jeder hat so seine Leichen, über die er kaum sprechen möchte und wohl am liebsten ganz schnell wieder aus dem Gedächtnis streichen würde, im Keller. Umso problematischer, wenn scheinbar vertraute Personen lange verdrängte Gewissensbisse aus der Mottenkiste kramen und sie ungefragt und skrupellos ans Tageslicht bringen. Die naiven Knallchargen in UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN hätten sich vermutlich auch Besseres vorstellen können, als von der besten Freundin an den Pranger gestellt zu werden. Hätte nämlich jeder der Anwesenden geahnt, welch fieses Blutgematsche die selbsternannte Moralapostelette Bernadette mit den selbstsüchtigen Übeltätern veranstalten würde, hätten sie sich wohl eher nicht gerade in den edelsten Zwirn geworfen. DANIELLE HARRIS zeichnet für den cineastischen Denkzettel verantwortlich, und liefert mit AMONG FRIENDS (so heißt der Film nämlich im Original) ihre erste eigene Regiearbeit ab. Filmfans dürfte HARRIS keine Unbekannte sein. Sie schrie sich einst als Jamie Lloyd in HALLOWEEN 4 (1988) in die Herzen der Genre-Zuschauer und gehört mittlerweile zu einer der bekannteren Schauspielgrößen des modernen Horrorfilms. Als Marybeth in der Schlitzer-Reihe HATCHET hat sie sich selbst ein Denkmal gesetzt und vermutlich während ihre (Gast)Auftritte in einschlägigen Gruselfilmchen hin und wieder auch den Regisseuren bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut. Umso erfreulicher, dass sie mit UNTER FREUNDEN jetzt auch einmal hinter der Kamera Platz genommen hat und beweist, dass sie nicht nur eine charismatische Schauspielerin und Synchronsprecherin ist, sondern durchaus auch ein talentiertes Händchen für ganz schön gemeine Schocker hat. Welche Beliebtheit HARRIS unlängst unter Horrorjüngern genießt, macht ihr erster Ausflug als Filmemacherin deutlich. Hier gibt sich das Who-is-Who der Horrorszene die Klinke in die Hand. Neben JASON-VORHEES-Mime KANE HOODER, der hier gleich zu Beginn mit zynischem Humor vor der Kamera posiert, bekommt der Zuschauer auch einen Kurzauftritt von XAVIER GENS und MICHAEL BIEHN zu sehen, wobei Letzterer ja gut und gerne auch mal selber Filme dreht und produziert. Der scheint mit HARRIS nicht nur gern zusammen zu arbeiten, sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis zu hegen, ist doch die smarte Schauspielerin in letzter Zeit ganz schön oft in dessen Streifen zu sehen (THE VICTIM, THE FARM). Nach grandiosen Auftritten in ROSEANNE (1992-93), ZUM TÖTEN FREIGEGEBEN (1990) und DÜSTEREN LEGENDEN (1998), dürfte vermutlich ein jeder interessierte Fan wissen wollen, ob HARRIS´ Spielfilmdebüt eigentlich überhaupt ernstzunehmen ist, denn nicht selten erlebt der Filmfreund, dass offensichtlich erfolgreiche Leinwandgrößen gerade hinter der Kamera eine eher bescheidene Figur gemacht haben. All jenen Skeptikern sei gesagt, HARRIS´Debüt macht im Vergleich zu aktuellen Horrorschockern der letzten Zeit gar keine so dumme Figur und dürfte vor allem Liebhaber der etwas makabren Unterhaltung gut unterhalten. Während HARRIS´ bereits 2008 im Thriller PRANK neben ELLIE CORNELL (HALLOWEEN 5) und HEATHER LANGENKAMP (NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME) Regieluft schnuppern durfte, ist ihr nun echter Regie-Einstand – welches Wunder – auch ein Horrorfilm geworden. Hier hat sie sich von einem Drehbuch von ALYSSA LOBIT inspirieren lassen, die sogleich auch die Rolle der „wahnsinnigen“ Gastgeberin Bernadette übernahm. Während wir in UNTER FREUNDEN nicht nur Zitate bekannter Vertreter des Genres serviert bekommen (PROM NIGHT, CARRIE) erweist sich HARRIS´Debüt quasi als mehr oder weniger ernstzunehmendes Duplikat eines aktuellen Thrillers, der unter dem Titel WOULD YOU RATHER (2012) in Deutschland bereits ausgewertet wurde.
 
In UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN werden die Freunde Blane (CHRIS MEYER), Melanie (JENNIFER BLANC), Sara (KAMALA JONES), Marcus (CHRISOPHER BACKUS), Lily (DANA DAUREY) und die Geschwister (AJ BOWEN) und Jules (BRIANNE DAVIS) in das pompöse Anwesen Bernadettes geladen, wo unter dem Motto PROM NIGHT 1984 ein raffiniertes Rollenspiel samt Dinner stattfinden soll. Die Stimmung ist spritzig und Rauschmittel erhöhen den Spielspaß. Leider hat die Gastgeberin anderes im Sinn. Sie reichert die Bowle mit reichlich Drogen an und macht ihre Mitstreiter bewegungsunfähig, um ihnen daraufhin die Leviten zu lesen. Schnell stellt sich heraus, dass ein jeder der Anwesenden gehörig Dreck am stecken hat und dafür natürlich bestraft werden muss. Sie hält ihren Gästen mittels Videobeweisen den Spiegel vors Gesicht und versucht den reichlich unsympathischen Einfaltspinseln einzubläuen, dass die Bezeichnung „Freundschaft“ in dieser Clique etwas arg oberflächlich gehandhabt wird. So stellt Bernadette ihre ganz eigenen Freundschaftsregeln auf und schreitet mit Schere und Hammer zu Tat, um Moral und Anstand in die Hirne des reichlich selbstsüchtigen Bekanntenkreises zu schlitzen und zu hämmern. Ganz zum Leidwesen der hilflosen Opfer, die die psychopatisch veranlagte Hausherrin nach dieser versemmelten Party mit Sicherheit aus ihren Facebook-Liste verbannen dürften – vorausgesetzt sie überleben das blutige Abendessen.
 
Unangenehm gehts in UNTER FREUNDEN zugange. Nicht nur aufgrund der etwas zweifelhaften Thematik, sondern auch des klaustrophobischen Terrors wegen, der sich schleichend durch die gesamte Szenerie frisst. Anfänglich schön schrill und bunt, wirds im Verlauf der Geschichte ganz schön düster, was vor allem den vielen morbiden Geheimnissen zu schulden ist, die die reichlich hohlen Protagonisten längst im Unterbewusstsein vergraben haben. In UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN geht ein jeder Charakter im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, was gerade sensiblen Gemütern ganz schön an die Nieren gehen dürfte, wird die Vergeltung einmal mehr im typischen 08/15-Foltermurks auf dem Bildschirm zelebriert. Da wird munter skalpiert, kastriert und, ähm, pedikürt – was das Splatterherz jedoch nur selten in Wallung bringen dürfte. Die hier bebilderten Gewaltakte sind zwar vollkommen selbstzweckhaft; HARRIS blendet jedoch mit der Kamera weg, sobald es zu hart für den Zuschauer wird. Hart wirkt das alles dennoch, befindet sich das Schauspiel der wimmernden Protagonisten auf erstaunlichen hohem Niveau, so dass sich UNTER FREUNDEN mit seinem moralisch fragwürdigen Kontext vortrefflich in die Riege der vielen widerwärtigen HOSTEL-Plagiate einzureihen versteht. Immerhin weiß sich dieser Folterreißer mit seinem bitterbösen Humor vom üblichen Tortur-Gemansche abzuheben. HARRIS scheint eine Schwäche für sarkastischer Gemeinheiten zu besitzen, anders lassen sich einige der bissigen Schweinereien im Film nicht erklären. Die sorgen nämlich trotz kaltschnäutzigen Background für allgemeine Erheiterung. Auch wenn HARRIS mit ihrem zynischen Regie-Debüt ganz den Nerv gieriger Horrorfilmfans trifft, kränkelt auch dieser Film an der immens trivialen Geschichte. Die Szenarie beschränkt sich auf nur einen Schauplatz und auch das Schicksal des unnahbaren „Foltermaterial“ samt Richterin dürfte dem Zuschauer vollkommen Schnuppe sein. Dazu fehlt UNTER FREUNDEN einfach die Identifikationsfigur. Macht aber nichts, trotz Schnitzern darf Scream-Queen DANIELLE HARRIS gern weiterhin Filme drehen. Der (Horror)Regiestuhl ist wie für die zierliche Schauspielerin geschaffen und UNTER FREUNDEN gefällt mit seinen knackigen 80 Minuten Laufzeit durchaus – wenn auch vermutlich nur der Horror-Fanbase, denn Otto-Normal-Filmfreund dürfte an diesem perfiden Treiben nur wenig Freunde haben. Hoffen wir, dass HARRIS auch in Zukunft derart gemeine Streifen drehen darf und ihren ganz eigenen Humor nicht vernachlässigt. Der macht nämlich Laune und bereichert den eigentlich vollkommen austauschbaren UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN ungemein.
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Fest für Horrorfilmfans! HARRIS Regie-Debüt erweist sich als Klassentreffen der Ikonen des modernen Horrorfilms. Blutig, zynisch und unglaublich böse geht es im Terrorstreifen UNTER FREUNDEN zugange, was zartbesaiteteren Kinogängern ganz schön an die Nieren gehen dürfte.
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Zensur

 
 
 
Hart ist UNTER FREUNDEN – KOMM, LASS UNS SPIELEN auf alle Fälle – wenn auch eher auf psychologischer Ebene. Die „Kandidaten“ dieses Rollenspiels werden vornehmlich auf psychischer Ebene erniedrigt, so dass AMONG FRIENDS (wie der Film im Original heißt) hierzulande ungeschnitten durch die FSK gekommen ist. Mit dem roten KEINE JUGENDFREIGABE-Aufdruck versteht sich!
 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) TIBERIUS FILM / SUNFILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Among Friends; USA 2012

Genre: Thriller, Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 02.10.2014

 
 
 

Unter Freunden – Komm, lass uns spielen [Blu-ray] Ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

UNTER FREUNDEN – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Would you Rather (2012)

Hostel – Part III (2011)

The Bunny Game (2010)

Vile (2011)

The Helpers (2012)


Filmreview: „Piggy“ (2012)

piggy 2012
 
 
 

PIGGY

Story

 
 
 
Einzelgänger Joe (Martin Compston) ist gefangen in einem Albtraum. Als sein Bruder von einer Bande gewaltbereiter Burschen niedergestochen wird und kurz darauf seinen Verletzungen erliegt, bricht für den perspektivlosen Jungen eine Welt zusammen. Er begegnet Piggy (Paul Anderson), einem ehemaligen Jugendfreund des Bruders, der ihm anbietet den Mord zu rächen. Joe willigt ein und beide beginnen mit der Arbeit, die Übeltäter für ihre Taten zu Rechenschaft zu ziehen …
 
 
 


 
 
 

PIGGY – Kritik

 
 
 
Bei PIGGY handelt es sich um keinen Horrorfilm, was das Filmplakat vermuten lässt. Vielmehr ist es der Versuch des britischen Nachwuchsregisseurs KIERON HAWKES dem Zuschauer zu vermitteln, welche Folgen aus Gewalt resultieren können und ob Rache oder Vergeltung überhaupt die Genugtuung bringen, die man sich anfänglich erhofft hat.
 
Joe (MARTIN COMPSTON) ist menschenscheu, ängstlich und verschlossen. Er hangelt sich monoton von Tag zu Tag und findet im Alkohol und Joints Ausgleich zu seinem sonst so langweiligen Leben als Postkurier. Joe meidet jegliche menschliche Interaktion und geht Konfrontation aus dem Weg. Bezugspunkt und Sinn seines ernüchternden Dasein bilden sein Bruder John und dessen Freundin Claire. Doch sein langweiliges und strukturiertes Leben gerät aus den Bahnen, als Bruder John von einer Bande aggressiver Typen niedergestochen wird. In Joe bricht eine Welt zusammen, seine Trauer wird fortan mit einem unverständlichen „Warum?“ begleitet. Als dem verstörten Einzelgänger wenige Tage später ein Jugendfreund des Bruders begegnet, der sich selbst PIGGY nennt und dem Trauernden Hilfe anbieten will um den Mord zu rächen, wird Joe kurzum aus seiner Lethargie gerissen und sieht sich bald in einem Strudel aus Gewalt, Hass und Rache wieder. Auf der Suche nach den Verbrechern wird der Zuschauer nicht nur Zeuge, wie ein Täter nach dem nächsten das Zeitliche segnet, sondern auch wie Joe eine psychische Verwandlung durchlebt und sich schnell in einer gewalttätigen Welt wiederfindet, die er so sein ganzes Leben gefürchtet hat. Die Begegnung der beiden Männer setzt eine Reihe von eskalierenden Ereignissen in Bewegung. Während PIGGY mit einer Schweinenase aus Pappe maskiert die physische Vergeltung ausübt und die Mitgliedern der Bande meuchelt, steht ihm Joe als stiller Beobachter zur Seite, der jedoch schnell erkennt, dass ihm das Ableben der Bösewichte kein befriedigendes Gefühl der Genugtuung spendiert. Stattdessen fühlt er innerlich die gleiche Leere, die er auch vor den Gewalttaten verspürt hatte. Während PIGGY die Rache-Morde geradezu genüsslich zelebriert, empfindet Joe nur noch Abscheu für das immer brutalere Vorgehen seines Gehilfen, wohnt aber teilnamslos dem menschenunwürdigen Treiben bei. Schnell begreift er, dass PIGGY nicht die erhoffte, innere Befriedigung erzielt, die sich Joe eigentlich gewünscht hätte. Stattdessen verwandelt sich der schüchternen Bursche selbst zu einer erbarmungslosen und höchst reizbaren Killermaschine, die kein Erbarmen kennt.
 
PIGGY ist ein Glücksfall für Drehbuchautor und Regisseur KIERON HAWKES. Seine Studie über Gewalt und welche Folgen sie bei allen Beteiligten bewirken kann, ist hartes Kino das unter die Haut geht. In düsteren und teils schon farblosen Bildern erleben wir den moralischen Verfall eines vermeintlich perspektivlosen Protagonisten, der sich durch Gewalt getrieben am Ende vom Opfer zum Täter entwickelt. Die Veränderung vollzieht sich hierbei stets nachvollziehbar, ungezwungen und glaubhaft, was auch Schauspieler MARTIN COMPSTON (DOOMSDAY – TAG DER RACHE) gutzuschreiben ist, der seine Rolle mit unglaublicher Präzision meistert und dem die Rolle des traumatisierten, aber dennoch sanftmütigen Postkuriers wie auf den Leib geschneidert scheint. Ihm zur Seite wird PAUL ANDERSON (A LONELY PLACE TO DIE) gestellt, der den wahnsinnigen und unberechenbaren PIGGY mimt und der den Wechsel zwischen Kumpel und Psycho mit derart überzeugender Leichtigkeit spielt, dass selbst der Zuschauer diesem mysteriösen Zeitgenossen nicht im Dunkeln begegnen möchte. PIGGY ist ein verstörendes und schwermütig erzähltes Stück Zelluloid, dass den Filmfreund die Abgründe der menschlichen Seele zeigt und sich mit der Frage an den Zuschauer wendet, wie er sich in ähnlicher Situation selbst verhalten hätte. Lindert Rache das eigene Seelenleid? Vergilt man Mord mit Mord? Auch wenn die Idee hinter PIGGY durchaus interessant ist und der Film mit Sicherheit auch nach dem Abspann durchaus nachwirkt, sollte der Filmfreund genügend Sitzfleisch mitbringen. Das Thema wird zwar mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrachtet und unterscheidet sich grundlegend von üblichen Rachefilmchen aus der Welt des Horrorfilms; dennoch lässt sich nicht leugnen, dass PIGGY mit seinen knapp zwei Stunden ein wenig arg lang geraten ist und trotz regelmäßiger Folterszenen mit einigen Längen zu kämpfen hat. Zudem sind die bebilderten Gewalttaten Marke besonders perfide: obwohl nur selten gezeigt wird, was PIGGY mit den Übeltätern auf der Mattscheibe veranstaltet, lassen die Schreie der Opfer dem Zuschauer rasch die Nackenhaare zu Berge stehen, so dass PIGGY von empfindsamen Gemütern mit Vorsicht genossen werden sollte.
 
 
 


 
 
 

PIGGY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
PIGGY ist einer der härtesten psychologischen Thriller der letzten Zeit, der dem Zuschauer die tiefen Abgründe der menschlichen Seele vor Augen führt. Ein kontroverses Rachedrama, mit erschütternder Einsicht. Ein Film der mit Sicherheit noch lange nachwirken wird.
 
 
 


 
 
 

PIGGY – Zensur

 
 
 
PIGGY wird in Deutschland vermutlich ungeschnitten ab 18 Jahren erscheinen. Zwar wird hier bis auf einen derben Kehlenschnitt nichts wirklich Blutiges gezeigt; die im Off zelebrierten Handlungen wirken aber aufgrund ihrer verzweifelten Schreie nicht weniger unangenehm. Demnach ist die mögliche KEINE JUGENDFREIGABE-Kennzeichnung vollkommen gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

PIGGY – Trailer

 
 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
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Filmreview: „Headhunt“ (2012)

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HEADHUNT

(Redd Inc.)

Story

 
 
 
Willkommen in der neuen Firma: sechs unwissende Menschen finden sich in einem heruntergekommenen Bürokomplex wieder. An einen Schreibtisch gekettet, empfängt sie alsbald der ehemalige Regionalleiter „Thomas Reddman“, der nach einem ihm zugeschobenen Mord, alsbald hinter Gitter wandert, aber letztendlich entkommen kann. Nun fordert er Vergeltung und eine korrekte Darstellung der Gegebenheiten, denn seine Unschuld ist ihm wichtig. Alle sechs Anwesenden scheinen mit dem fälschlicherweise ihm zugeschobenen Mord in irgendeiner Weise in Verbindung zu stehen. Ihre Aufgabe ist es nun, den mysteriösen Fall zu rekonstruieren und Reddmanns Unschuld zu beweisen. Damit sich die unfreiwilligen Zeugen auch durchweg motiviert fühlen, die Gegebenheiten möglichst gründlich zu bearbeiten, drohen den neuen „Angestellten“ schmerzhafte Bestrafungen, insofern sie ihre essentiellen Aufgaben zur Aufklärung der Vorfälle nicht ernst genug nehmen …
 
 
 


 
 
 

HEADHUNT – Kritik

 
 
 
Man stelle sich vor, man sucht händeringend nach einer neuen Herausforderung und gerät bei seiner eifrigen Suche nach einer neuen Arbeitsstelle geradezu an den Arbeitgeber aus der Hölle. Für viele Arbeitnehmer vermutlich keine wirklich unbekannte Geschichte, gehören leistungsbedingter Druck und körperlich zermürbender Stress im Beruf fast schon zum guten Umgangston erfolgsorientierter Unternehmen von Heute. Auch die unfreiwilligen Arbeitnehmer des nun vorliegenden Horror-Schockers HEADHUNT (der im Original REDD INC. heißt) haben sich ihren ersten Arbeitstag in der neuen, kleinen Firma des ehemaligen Regionalbetreuers „Thomas Reddmann“ gänzlich anders vorgestellt, denn der vermeintlich seriös wirkende Chef im noblen Zwirn entpuppt sich alsbald als vollkommen durchgeknallter Psycho, der seine ganz eigene Art besitzt, potenzielle Berufs-Quereinsteiger ausreichend zu motivieren.
 
Ursprünglich als INHUMAN RESOURCES betitelt, gehört dieser australische Independent-Thriller zu einer ganzen Reihe günstig produzierter Low-Budget-Filmchen, die zum größten Teil durch Crowdfounding finanziert wurden und die aufgrund der teilweise schon zu Tode gerittenen Folterthematik und der Masse ähnlich gewerkelter Gewaltware nur selten die Gunst interessierte Horrorfans für sich gewinnen können. Im Falle von HEADHUNT eigentlich bedauernswert, denn hinter diesem vermeintlich vollkommen belanglosen Terrorfilm versteckt sich ein durchaus bösartiger Horrorspaß, denn sich ausgehungerte Genre-Fans bereits jetzt schon einmal vormerken sollten. Zwar spielen sich die Gegebenheiten in HEADHUNT nach bereits bekannten Folter-Einerlei ab, aber trotzdem lässt sich nicht leugnen, dass der hier bebilderte Überlebenskampf durchweg spannend und kurzweilig inszeniert wurde. Klischees gibt es hier zuhauf. Die wenigen „Angestellten“ handeln grob fahrlässig und scheinen vermutlich eine Vorliebe für adrenalingetränkte Momente zu besitzen, in denen sie fast schon zwanghaft-genüsslich, das eigene Leben in Gefahr bringen müssen. Die Interaktionen gestalten sich demnach als vollkommen planlos und bedeppert, was aber aufgrund des teilweise bitterbös-zynischen Untertons vollkommen in Ordnung geht und es durchaus Freude bereitet, den vollkommen geistlosen Intelligenzbestien beim Sterben beizuwohnen. Das eigentliche Plus verdient sich HEADHUNT jedoch durch seinen ziemlich kompromisslosen Hauptdarsteller NICHOLAS HOPE, der die Rolle des vollkommen gestörten „Thomas Reddman“ mit Bravour meistert. Seine Agieren als psychotischer Bösewicht, ist derart grandios, dass der Qualitätsgehalt der Handlung mit seinem Erscheinen steigt und fällt. Eigentlich schade, dass sich eine derart böswillige und dennoch charismatische Figur in einen derart uninspirierenden Horrorfilm verirrt hat, denn der Charakter hätte durchaus Potenzial dazu gehabt, in Serie zu gehen. Trotzdem, auch wenn die Geschichte schon irgendwie arg an die diversen Hochglanz-Fortsetzungen des SAW-Franchise erinnert und einige wirklich derbe Szenen (übrigens, umgesetzt von TOM SAVINI) gerade zartbesaitete Gemüter durchaus erhitzen dürfte, so ist HEADHUNT einer der wenigen Thriller seiner Art, dessen grobmotorische Ungereimtheiten zwar offensichtlich in Erscheinung treten, aber zu verschmerzen sind. Immerhin ist der vorliegende Schocker einer der wenigen Fälle, denen die teilweise etwas unbeholfene und unprofessionelle Inszenierung vollends zugute kommt. Die Ausleuchtung ist teilweise derart grenzwertig, dass man als Zuschauer nur erahnen kann, was sich da vor der Kamera abspielt. Immerhin entwickelt die spärlich ausgeleuchtete Kulisse eine unfreiwillig gespenstig-düstere Atmosphäre, die den morbiden Unterton des Filmes vortrefflich zu unterstreichen weiß.
 
Damit sich HEADHUNT zumindest ein wenig vom einfältig, unkreativem Folter-Nonsens abheben kann, spendiert Regisseur DANIEL KRIGE seiner zynischen, böswilligen Terror-Hatz eine verblüffende Wendung. Derart Vorgehen scheint sich ja aktuell im Genre großer Beliebtheit zu erfreuen. Der abrupte Plott wertet den bis dato routiniert inszenierten Horrorfilm erfrischend auf, sodass es HEADHUNT mit einer Leichtigkeit schafft, sich positiv von gängig dummer Gewaltkost prägnant abzuheben. Zwar erfindet auch dieser Film das Rad nicht neu; der Indie-Schocker beweist aber, dass es oftmals nicht notwendig ist, viel Geld in ein unterhaltsames Filmchen zu investieren, sondern dass man auch mit nur wenig finanziellen Mitteln Gorehounds und Horror-Fans kurzweilig bei Stange halten kann. Von daher: Praktikum in der HEADHUNT gefällig?
 
 
 


 
 
 

HEADHUNT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Darf ich vorstellen: der kleine Bruder von SAW – Gemeines Kammerspiel mit einem ziemlich bösartigen Psychopathen. Willkommen zum Vorstellungsgespräch direkt in der Hölle!
 
 
 


 
 
 

HEADHUNT – Zensur

 
 
 
Glücklicherweise wurde REDD INC. – so wie HEADHUNT im Original heißt – in Deutschland ungeschnitten in den Handel gebracht. Folterfans können demnach bedenkenlos zugreifen, denn ein paar fiese Schauwerte gibt es zu bestaunen.
 
 
 


 
 
 

HEADHUNT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
headhunt-blu-ray

(c) Mad Dimension

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Redd Inc.; Australien 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK18 – Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 26.09.2014

 

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HEADHUNT – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: „Girls against Boys“ (2012)

girls against boys
 
 
 

Girls against Boys

Story

 
 
 

Manche Frauen haben einfach nur Pech im Leben, so auch die junge Shea (Danielle Panabaker), die sich scheinbar immer in die falschen Männer verliebt. Nachdem sie von ihrem Partner verlassen wurde, weil dieser verheißungsvolle Zukunftspläne zusammen mit seiner Frau schmiedet, ist Shea am Boden zerstört und vertraut sich ihrer Arbeitskollegin Lu (Nicole LaLiberte) an. Kurzum flüchten die beiden auf eine angesagte Party, um sich den Frust von der Seele zu tanzen. Doch der nächste Morgen offenbart Tragisches, denn auf ihrem Heimweg wird Shea von einer flüchtigen Party-Bekanntschaft skrupellos vergewaltigt. Vollkommen verstört schleppt sich das junge Mädchen zusammen mit ihrer neuen besten Freundin Lu in eine der nächsten Polizeistationen, wo das missbrauchte Opfer jedoch auf wenig tröstende Worte stößt, als vielmehr Spott und Hohn erntet. Da beschließen die beiden Frauen, dass Gesetz selbst in die Hände zu nehmen und den Peiniger auf grausame Art und Weise zu bestrafen …
 
 
 


 
 
 

Girls against Boys – Kritik

 
 
 
Um Gottes willen, was war denn das? Horror, Satire, Thriller oder gar gesellschaftskritisches Selbstfindungs-Drama? So wirklich einordnen lässt sich „Girls against Boys“ nämlich nicht wirklich, auch wenn der notdürftig zusammengeschusterte Plot einmal mehr expolitationhaftes Revenge-Kino der Extra-Klasse suggeriert. Zwar werden hier diverse Filmzutaten aus unterschiedlichen Genres katastrophal wirr miteinander verknüpft, dennoch kann man trotzdem nicht behaupten, dass das vorliegende Rache-Filmchen dadurch schlechter ist, als manch klassischer Rape-and-Revenge-Thriller, der sich vordergründig mit zeigefreudigem Rache-Gekröse beschäftigt. Der Film wird hierbei aus der Sicht der leidenden und durchaus naiv handelnden Shea geschildert, die erkennen muss, dass man in einer egoistischen und selbstsüchtigen Welt wie der Unseren, doch besser einen dicken Schutzwall um das eigene Seelenheil zimmert, damit man nicht derart schnell verletzt und enttäuscht werden kann, wie der Film zu Beginn erschreckend dokumentiert. Durch prägende Schicksalsschläge, welche sie im Verlauf des Filmes über sich ergehen lassen muss, wächst sie letztendlich über sich selbst hinaus und wird zur skrupellosen Rächerin, die sich von Nichts und Niemanden aufhalten lässt. Dabei dient ihr die geheimnisvolle Lu als erfahrene Lehrerin, die bereits schon früh gelernt haben muss, jedem Mann mit einer gehörigen Portion Skepsis gegenüberzutreten. Ihr Charakter wird durch unnahbare, unterkühlte und emotionslose Gestiken bebildert, welche vermuten lassen, dass Lu ebenso einschneidende Erfahrungen mit Männern erlebt und nun einen unstillbaren Hass gegenüber dem starken Geschlecht geschürt haben muss. Dennoch bleibt ihr Schicksal gänzlich ungeklärt, was ihre Rolle durchaus einige interessante Facetten verleiht, dennoch gleichzeitig diverse Fragen in den Raum wirft. Woher ihr Zorn und ihre Verachtung rührt, hinterfragt „Girls against Boys“ leider nicht, sodass man als Zuschauer meinen könnte, dass Lu aus reinem Genuss am Foltern, Männer skrupellos über den Jordan meuchelt.
 
Trotz eigentlich kontroverser Botschaft, reduziert sich die dramenlastige Inszenierung und das Martyrium Sheas leider nur auf den Beginn der Geschichte. Wie so oft in klassischen Rape-and-Revenge-Filmen, werden die Gegebenheiten einmal mehr auf die Spitze getrieben. Auch „Girls against Boys“ macht da keine Ausnahme. Das Opfer Shea wird schön sadistisch durch die emotionale Hölle gejagt, sodass die Frau jegliche Selbstachtung vor ihrer eignen Person verliert, damit letztendlich der Racheakt eingeleitet werden kann und die „(Folter)Spiele“ beginnen dürfen. Der gierige Horrorfilmfreund dürfte sich hierbei natürlich gierig die Hände reiben, zumal „Girls against Boys“ hier durchaus Zündstoff bietet, ein angemessenes Gorefest zu zelebrieren. Wer jedoch hier auf zeigegeiles Foltergekröse hofft, dürfte gänzlich enttäuscht werden, denn Regisseur hält sich bei der blutigen Zurschaustellung obligatorischer Gemeinheiten dezent zurück, was in diesem Falle natürlich nicht negativ gewertet werden soll. Die Kamera ist zwar auch in den „bösen“ Szenen immer aktiv am Geschehen beteiligt, hält die Linse aber hierbei immer auf die Gesichter der beiden Rächenden, die mit Sägen und Macheten schonungslos zur Tat schreiten und ihren Peinigern Löcher durch Genitalien jagen oder die Gliedmaßen von den Körpern ihrer Opfer trennen. Zwar wirken diese Szenen schonungslos hart, dennoch weiß ein unbeschwerter Sarkasmus die ansprechenden Folterszenen zu begleiten, sodass einige Gewaltakte dadurch bereits wieder weniger hart wirken. Überhaupt durchzieht die gesamte Szenarie ein merklich befremdlicher Unterton. Da laufen Popsongs im Hintergrund, die von der Schönheit des Verliebtseins berichten und davon erzählen, wie stark die Liebe von Mann zu Frau sein kann – das alles natürlich in einem Kontext, der das ganze Gegenteil symbolisiert. Auch die grotesken Wortgefechte zwischen den beiden Mädchen wirken während ihren sadistischen Racheakten durchaus erheiternd, was den Film durchaus aufzuwerten weiß und ein wenig abhebt von üblicher Revenge-Kost.
 
Dennoch, auch wenn „Girls against Boys“ am Ende doch etwas anders sein will, als die üblichen Konsorten seines Sub-Genres, so schafft es Regisseur „Austin Chick“ letztendlich dennoch nicht, seinen recht fiesen und vor allem überraschend wortkargen Schocker vor groben Schnitzern zu bewahren. Die stereotype Betrachtungsweise von Mann und Frau wirkt hier mitunter sehr eindimensional. Der Mann wird, wie so oft, als triebgesteuerter Primat skizziert, der wie so oft die Frau allein nur als Begattungsmaschine betrachtet. Die Frau wiederum wird natürlich einmal mehr als primitives Dummchen beschrieben, die zwar mit ihren Reizen zu provozieren weiß, dennoch am Ende immer das Nachsehen trägt, egal in welcher Hinsicht. Eine wirklich ernstzunehmende Auseinandersetzung mit den Geschlechterverhältnissen findet hier natürlich keineswegs statt, zumal die Sicht einzig aus der Perspektive der Frau geschildert wird. Auch verliert der eigentlich kontroverse Charakter des Films spätestens mit der Einleitung des Racheakts jegliche Glaubwürdigkeit. Shea und Lu hinterfragen ihre Schandtaten natürlich zu keiner Minute und werden natürlich weder von Polizei verfolgt, noch von sonst irgendjemanden in die Schranken gewiesen. Zudem fragt man sich als Zuschauer ohnehin, warum die missbrauchte Shea auch Tage nach ihrem körperlichen Mißbrauch immer noch mit Highheels und Minirock durch die dunklen Gassen der Großstadt stolziert.
 
Austin Chick“ ist mit seinem „Girls against Boys“ ein recht passabler Thriller geglückt, der schon irgendwie ein wenig abgefahren wirkt. Leider scheint der ziemlich erschütternde und bierernste Beginn nicht so wirklich zum vollkommen durchgeknallten und zynisch-dialogisierten zweiten Teil der Geschichte zu passen. Teilweise mag man als Zuschauer das Gefühl nicht loswerden wollen, als hätte Regisseur „Austin Chick“ zu Beginn selbst nicht wirklich gewusst, in welche Richtung denn nun sein „Geschlechterkampf“ abzielen sollte. Trotz der wenigen psychologisch ansprechenden Ansätze wirkt sein Film irgendwie substanzlos und eine wirklich plausible Aussage mag der Film auch nicht so recht treffen wollen. Trotzdem, auch wenn es das rabenschwarze „Thelma und Louise“-Plagiat nur selten schafft, sich auf ernsthafter Basis mit gesellschaftskritischen Themen auseinanderzusetzen, kann man Chick nicht vorwerfen einen miesen und überflüssigen Film gedreht zu haben. „Girls against Boys“ wird seine Liebhaber finden, da sind wir uns sicher, immerhin wissen die wenigen Racheakte mit einer ziemlich kompromiss- und schonungslosen Darbietung zu überzeugen. Somit dürfte „Girls against Boys“ gerade für all die Horrorfilmfans interessant sein, die bisher noch immer nicht genug von missbrauchten Frauen haben, die sich schön selbstzweckhaft und grafisch ansprechend an ihren Peinigern zu rächen wissen!
 
 
 


 
 
 

Girls against Boys – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Man sollte nie die Rache einer Frau unterschätzen – Bitterböser Geschlechterkampf mit einigen ziemlich markerschütternden Szenen.
 
 
 


 
 
 

Girls against Boys – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung dürfte ungeschnitten eine „Keine Jugendfreigabe“-Einstufung erhalten.
 
 
 


 
 
 

Girls against Boys – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Review: „Tödliches Spiel – Would you Rather?“ (2012)

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Tödliches Spiel – WOULD YOU RATHER?

Story

 
 
 
Um die wichtige Operation ihres krebskranken Bruders finanzieren zu können, lässt sich die hilfsbereite und rücksichtsvolle Iris von einem ihr unbekannten Milliardär namens Lambert überreden, an einer seiner großzügigen Veranstaltung teilzunehmen. Dort können interessierte Gäste eine großzügige Summe Geld verdienen, wenn sie sich nur dazu bereit erklären, an einem eigens von Lambert entwickelten Spiel mitzuspielen. Unwissend, was den Teilnehmern nach ihrer Zusage erwartet, willigen die ahnungslosen Gäste ein in der Hoffnung, jene Veranstaltung mit einer gefüllten Brieftasche verlassen zu können. Hierfür werden die Räumlichkeiten verschlossen und jedem Spieler die Aufgabe erteilt, entweder sich selbst physische Schmerzen zuzufügen oder einen der anwesenden Gäste zu verstümmeln …
 
 
 


 
 
 

WOULD YOU RATHER – Kritik

 
 
 
Das dreckige Tortur-Kino der 70er Jahre ist einfach nicht totzukriegen. Nach einem geglückten, generalüberholten und äußerst sadistischen Revival, dass durch Filme wie das TEXAS CHAINSAW MASSACRE, HOSTEL und SAW im Jahre 2003 eindrucksvoll ins Leben gerufen wurde und an brutaler Zeigefreudigkeit kaum zu übertreffen war, folgten bisher unzählige Plagiate, die mal mehr und mal weniger überzeugen konnten. Ob bei lebendigen Leibe zersägt, schaufreudig gefoltert oder lukrativ gehäutet – kaum eine perfide und präzis-dokumentierte Todesart wurde hierbei ausgelassen, um auch ja der sensationsgeilen Erwartungshaltung angehender Hobby-Masochisten gerecht werden zu können. Nach dem (eigentlich) abschließenden siebenten Teil des bekannten SAW-Franchise wurde es verdächtig „handzahm“ und ruhig um die expliziten und (teilweise) menschenverachtenden Tortur-Reißer, sodass es vermutlich Liebhaber dieses zweifelhaften Sub-Genres erfreuen dürfte, dass nun im Zuge der langsam abebbenden Folter-Welle ein weiterer Indie-Kandidat ins Rennen geschickt wurde, um einmal mehr die stahlharten Nerven unterversorgter Horrorfilmfans auf die Probe zu stellen zu dürfen. Erstaunlicherweise reduzieren sich die bisher letzten Veröffentlichungen jener Art (TRUE OR DARE, VILE, THE HELPERS, SCHLARAFFENHAUS) nicht mehr allein nur auf das blutige Ausreizen perverser Gewaltakte, sondern verfrachten das derbe Zurschaustellen abartiger Grausamkeiten auf vordergründig psychischer Ebene, wie es bereits in den Werken der experimentierfreudigen 70er Jahre der Fall gewesen war. Der krude Horror-Folterporno von Heute scheint eine Kehrtwende eingeschlagen zu haben und sich zu seinen Wurzeln zurückbegeben zu wollen, wobei nach wie vor auch heute noch der fragwürdige Ideenreichtum emsiger Filmemacher keine Grenzen findet. Und so werden grafisch ansprechende Folterakte weitestgehend in ihrer Blutgeilheit reduziert und mehr das Martyrium des Hauptdarstellers in den Mittelpunkt der Geschehnisse verfrachtet (MARTYRS), wobei deren Überlebenskampf sich unweigerlich auf den Gemütszustand des Zuschauers überträgt. Waren es vor mehr als 30 Jahren hauptsächlich Frauen, die in derart Filmen genüsslich gedemütigt, missbraucht und gequält wurden, so findet im „aufgeklärten“ und „toleranten“ 21. Jahrhundert eine Art geschlechtliche Gleichberechtigung statt, was zur Folge hat, das aktuell sogar auch männliche Protagonisten um ihr Überleben winseln, jammern und betteln dürfen.
 
Auch der vorliegende WOULD YOU RATHER ist einer dieser sagenumwobenen „Meisterwerke“, welche sich virtuos in die Reihe der Zurschaustellung perverser Abartigkeiten einzureihen weiß und sich mit allerhand moralisch zweifelhaften Interaktionen und den verstörten Denkstrukturen seiner Protagonisten beschäftigt. Dabei, und das sollte man diesem Film positiv anrechnen, erinnert sich Autor und Regisseur DAVID GUY LEVY zurück an die Glanzzeiten des allseits beliebten Terrorkinos und verfrachtet seine Geschehnisse in eine ansprechend düstere Umgebungskulisse, die in ihrem dreckigen Look teilweise an den Beginn des allseits beliebten Tortur-Kinos erinnert, welches in Filmen wie TEXAS CHAINSAW MASSACRE und LAST HOUSE ON THE LEFT seinen Anfang fand. Unüblicherweise wartet WOULD YOU RATHER mit einem ansprechenden Staraufgebot aus. War Hauptdarstellerin BRITTANY SNOW zuletzt noch munter trällernd und vor allem ungeniert jugendfrei im Teenie-Komödchen PITCH PERFECT unterwegs, so scheint sie ihr facettenreiches Schauspiel mit dem Auftritt in diesem Schreckensszenario erweitern zu wollen. Löblicherweise recht ambitioniert, scheitert doch ihre Rolle nicht an jenen stereotypen Verhaltensmustern, mit welchen man so oft in ähnliche Produktionen dieser Art konfrontiert wird. Ihr Verhalten durchzieht sich relativ glaubwürdig durch die dünne Handlung, auch wenn ihr das Drehbuch hin und wieder suspekte Denkphrasen eintrichtern möchte, die so rein gar nicht zu ihrem Charakter passen möchten. Neben Ex-Porostar SASHA GRAY, welche eine äußerst unsympathische Leidensgenossin miemt, dürften vermutlich alle Fans der Horrorlegende JEFFREY COMBS überrascht sein, dass einer der ganz großen Gerne-Helden der 80er Jahre sich für derart Quark hat überreden lassen. Dennoch bieten gerade Combs kongenialen Auftritte den eigentlichen Schauwert dieses fragwürdigen Tortur-Filmchens. Der Mann beweist einmal mehr, dass er es auch nach Kultfilmen wie RE-ANIMATOR und FROM BEYOND immer noch drauf hat, selbst dem miesesten Film das gewisse Etwas zu verleihen. Seine schwarzhumorigen Wortfloskeln bereichern den eigentlich vollkommen unwichtigen WOULD YOU RATHER ungemein, sodass die plumpe Foltergeschichte einen halbwegs seh- und ertragbaren Unterhaltungswert erreicht. Die Rolle des kompromisslosen Sadisten scheint Combs einmal mehr wie auf den Leib geschneidert zu sein und als Zuschauer spürt man regelrecht mit welcher Inbrunst der Schauspieler selbige lebt. Mit seinem Auftritt fällt und steigt der Qualitätsgehalt der Handlung und heben den zynischen Folter-Nonsens weitestgehend über den Durchschnitt.
 
TÖDLICHES SPIEL – WOULD YOU RATHER (so die deutsche Titelkreation) ist einer dieser Filme, die ihre Wirkung trotz aller Vorhersehbarkeit keinesfalls verfehlen. Zwar geht es hier nicht maßgeblich blutig zugange, trotzdem wirken einige Szenen aufgrund ihrer schonungslosen Kompromisslosigkeit erheblich hart, sodass vermutlich einige zartbesaitete Zuschauer flink zur Fernbedienung ihres Heimkino-Abspielgerät greifen dürften, um die gewalttätigen „Show-Einlagen“ leichter ertragen zu können. Die Protagonisten werden hierbei mit allerlei physischen und psychischen Unannehmlichkeiten konfrontiert, wobei sich der Film immer wieder die Frage stellt, wie kostbar letztendlich ein Menschenleben ist und wie weit jeder Einzelne gehen würde, um aus seinem selbstsüchtigen Handeln das meiste Kapital zu schlagen. Statt Augenmerk auf altbekannte Mordwerkzeuge, wie Kettensägen, Macheten und Schusswaffen zu legen, rücken hier traditionelle Folterinstrumente in den Mittelpunkt der Gegebenheiten. Neben einem primitiv zusammengewerkelten Fass gefüllt mit klarem Leitungswasser, finden sogar Silvesterraketen und Reitgerten vollkommen neue Einsatzgebiete. Zwar beginnt das muntere Treiben mit erheblich leichten Aufgaben (Vegetarierin soll Fleisch essen), diese bilden jedoch nur den Auftakt eines perfiden Sammelsuriums an kranken Ideen. Auch wenn der moralische Background durchaus Diskussionsstoff bietet, so wirkt das widerliche Szenario durchaus selbstzweckhaft, sodass die brenzliche Kontroversität des Themas im Zuge breit ausgewalzter Foltereinlagen vollkommen untergeht. Die Beweggründe der Gastgeber bleiben weitestgehend ungeklärt, sodass der Zuschauer mit allerhand Fragen zurückbleibt und nur darüber spekulieren kann, aus welchem Beweggrund Lambert diese Veranstaltung organisiert hat.
 
 
 


 
 
 

WOULD YOU RATHER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
WOULD YOU RATHER ist hartes Gewaltkino, das stahlharte Nerven voraussetzt. Ein moralisch fragwürdiges Filmchen, das aufgrund seiner kompromisslosen Darstellung ziemlich hart daherkommt. Zudem beweist JEFFREY COMBS einmal mehr, dass seine Auftritte selbst den miesesten Horrorfilm aufwerten können.
 
 
 


 
 
 

WOULD YOU RATHER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von TÖDLICHES SPIEL – WOULD YOU RATHER hat Glück gehabt und den Segen der FSK erhalten. Die hat den Streifen ungeschnitten ab 18 Jahren (KJ-Freigabe) freigegeben. Eine etwas skurrile Entscheidung, fühlt sich die FSK bei derart Thematik nicht selten doch arg vor den Kopf gestoßen und verweigert die Freigabe sogar oftmals. Somit kann der Filmfreund bedenkenlos zugreifen und muss keinen Umweg übers Ausland in Kauf nehmen.
 
 
 


 
 
 

WOULD YOU RATHER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Would You Rather; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Deutsch Dolby Digital 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Audiokommentar, Bildergalerie, Outtakes, Trailer

Release-Termin: 25.02.2014

 
 
 
Die hiesige FSK muss einen guten Tag gehabt haben, anders lässt sich wohl nicht erklären, dass der Folter-Schocker TÖDLICHES SPIEL – WOULD YOU RATHER ungeschnitten durch die Zensurinstanz gekommen ist. Anbieter MARITIM PICTURES hat sich dem Horrorfilm angenommen und veröffentlicht ihn auf einer brauchbaren Blaustrahl-Scheibe. Nach dem Einlegen geht’s auch gleich los. Der Zuschauer wird in ein äußerst liebloses Hauptmenü gelotst, das aus einer Aneinanderreihung von Szenen des Hauptfilms besteht und mit einer arg nervigen und sich ständig wiederholenden Melodie unterlegt wurde. Größeres Ärgernis bietet jedoch die unglaublich miserable deutsche Synchronisation, bei der einmal mehr die ewig gleichen Sprecher zum Einsatz kamen, die sonst auch bei Indie-Streifen aus dem Hause MARITIM PICTURES ins Mikrophon quasseln. Das raubt den Film erheblich die Atmosphäre und ist kaum zu ertragen. Besonders unglimpflich wurde JEFFREY COMBS deutsche Stimme gewählt, die ihren Text derart gelangweilt und kraftlos vom Teleprompter abliest, dass COMBS-Fans das kalte Grausen bekommen. Immerhin ist das Bild solide, das eher in erdige und farblose Töne getaucht wurde und durchaus annehmbar ist. Unter dem Menüpunkt „Extras“ werden dem Filmfreund eine kleine Anzahl an Boni geboten. Den Anfang macht eine animierte Slideshow, die aus Plakaten des Films besteht (rund 1 Minute, HD). Weiter geht’s mit 15 (!) Sekunden Outtakes (HD) und dem englischsprachigen Trailer (rund 2 Minuten, HD). Angerundet wird das Minibonuspaket mit einem filmbezogenen (und teilweise schweigsamen) Audiokommentar, bei dem aber Untertitel schmerzlich vermisst werden. Die gibt es übrigens nicht einmal für den Hauptfilm. Wer harte und professionell gewerkelte Folterfilme mag kann dennoch bedenkenlos zugreifen, zumal TÖDLICHES SPIEL – WOULD YOU RATHER ziemlich günstig zu haben ist und auch die Originaltonspur bereithält. Hier werden aber mangels deutscher Untertitelspur gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Wer übrigens immer noch nicht mit dem lästigen FSK-Sticker zurechtkommt, kann das Cover umdrehen, denn ein Wechselcover liegt anbei.
 
 
 

Tödliches Spiel – Would You Rather? [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

WOULD YOU RATHER – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: „Axed“ (2012)

"Axed" (2012) - Filmplakat - Filmreview und Filmkritik auf Filmcheck
 
 
 

Axed

Story

 
 
 
Nachdem „Dad“ unglücklicherweise seinen Job verloren hat scheint er mit sich und seiner heilen Welt vollkommen abgeschlossen zu haben. Am nächsten Morgen düst er zusammen mit seiner unwissenden Frau und den beiden ahnungslosen Kindern hinaus aufs Land, wo er seine kleinen Familie mit deren düsteren Geheimnissen konfrontiert. Was anfänglich als munterer Landausflug beginnt, endet für die Nichtsahnenden in einem ausweglosen Fiasko, das für alle Beteiligten in einem blutigen Ende gipfelt.
 
 
 


 
 
 

Axed – Kritik

 
 
 
Geschichten, die vom scheinbar perfekten Familienidyll berichten, hinter deren Fassade Terror und Angst regieren hat das Kino bereits unzählige Male thematisiert. Ob in der sagenumwobenen „Stepfather“-Trilogie, dem Tatsachenbericht „An American Crime“ oder im kontroversen Thriller „Alexandras Project“ nichts scheint beunruhigender, schockierender und beängstigender als das Grauen, dass sich in den heimischen vier Wänden unter seinesgleichen abspielt – dort wo man eigentlich Zuflucht, Geborgenheit, Vertrauen und Zugehörigkeit erwartet und genießt, dort wo man sich verstanden fühlt und geliebt wird: der eigenen Familie.
 
Auch der aktueller Horrorthriller „Axed“ beschäftigt sich mit derart Unbehagen und erzählt die Geschichte von „Dad“, der sich in seiner Ausweglosigkeit von allen verraten, unverstanden und verlassen fühlt und so zu einer tickenden Zeitbombe mutiert. Welche Faktoren dazu beigetragen haben müssen, dass „Dad“ letztendlich zum Amokläufer mutiert, scheinen nur vage erklärt sieht der Zuschauer im Film einzig den Ehebruch seiner Frau und den Jobverlust als Auslöser für derart Affekthandlung. Denn kaum in einer idyllischen Landhütte angekommen, stellt er seine Familie auf recht zynische Art und Weise zur Rede und beginnt seine Unbehagen in Wort zu fassen und fordert Vergeltung. Die Mutter wird des Ehebruchs bezichtigt, der Sohn als homosexueller Schwächling und Feigling tituliert und die Tochter als freizügiges und leichtes Mädchen betitelt, dass der Mutter in nichts nachsteht.
 
Zugegeben, so erschreckend sich das alles liest, umso zynischer gestalten sich die Argumente des Vater, der die Anwesenden auf recht konsequent-bösartige Art und Weise in die Schranken weist. Schauspieler „Jonathan Hansler“ als sadistischer Familienvater spielt seine Rolle erschreckend gut und ist leider auch der einzige Lichtblick in diesem arg zähen und unbedeutenden Stelldichein. Seine Verkörperung des unzufriedenen und rachsüchtigen Betrogenen verleiht dem Hauch einer Handlung die halbwegs goutierbare Würze und bewahrt den Film vor dem vorzeitigen Untergang. „Axed“ verpulvert bereits im Trailer nennenswerte Höhepunkte und bietet im Film selbst kaum irgendetwas was überhaupt überzeugen, oder bei Stange halten könnte.
 
Die wenigen makaberen Wortwitze sind bereits nach der Hälfte der Filmlaufzeit aufgebraucht und „Dad“ schreitet in der zweiten Filmhälfte zur außergerichtlichen Bestrafung mit der titelgebenden Axt. Was folgt, ist typischer 08/15-Einheitsbreit, der nicht einmal Splatter-Freunde zufriedenstellen dürfte. Ein Flüchten hier, ein Einfangen dort, etwas Gewinsel da und eh sich der Filmfreund versieht ist der unbedeutende Spuk auch schon wieder vorbei. So wirklich innovativ und neu ist das alles leider nicht, sondern gestaltet sich erschreckend ernüchternd, belanglos und unwichtig! Die beiden fast volljährigen Kinder verhalten sich, wie hätte es auch anders sein sollen, bemerkenswert dumm, dass man als Filmfreund deren unklaren Interaktionen erst gar nicht hinterfragen sollte, denn es gibt hinter deren Handlungen keine nachvollziehbare Logik. Besonders Tochter „Megan“ stellt sich beim näheren Betrachten, als wahrhaftige Intelligenzbremse heraus, ist es doch sie selbst, die es schafft vor „Dad“ ein hilfreiches Handy zu verstecken, es aber in ihrer Aufregung nicht checkt, den Klingelton abzuschalten.
 
Was im Trailer noch auf einen frivolen Survival-Horrortrip der Extraklasse hoffen lies, ist in der Umsetzung leider weniger überzeugend, als vielmehr unsinnig. Nach einem recht sarkastischen und euphorisch-vielversprechenden Einstieg legt „Axed“ eine gehörige Bruchlandung hin und als Filmfreund mag man das Gefühl nicht loswerden wollen, als wären den Drehbuch-Schreibern bereits kurz nach Beginn des Szenarios die hilfreichen Ideen ausgegangen, die eigentlich dazu notwendig gewesen wären, um den restlichen Film zu tragen. So wirklich fesseln will „Axed“ leider nicht, unterhalten will dieser Nonsens leider auch nicht. Was bleibt ist eine gute Idee, und ein motivierter Schauspieler, der es zwar schafft der Vaterrolle die nötige bösartige Energie einzuverleiben, dessen Bemühungen aber aufgrund des unkreativen Drehbuches vollkommen unter gehen. Ein unwichtiger Film, der vollgepackt ist mit ausgelutschten Genre-Klischees und der routinierte Horrorfilmkenner kaum ein müdes Lächeln entlocken dürfte.
 
 
 


 
 
 

Axed – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Steile Bruchlandung – Ein stimmiger und zynischer Beginn gipfelt in einem unbedeutenden Finale. Ein Film, dessen Trailer und vor allem das Film-Plakat mehr verspricht, als der eigentliche Film überhaupt zu bieten hat!
 
 
 


 
 
 

Axed – Zensur

 
 
 
Obwohl im Film selbst etwas roter Lebenssaft zu sehen ist, geht „Dad“ dennoch recht züchtig zur Sache. Das Filmplakat lässt auf einen axt-schwingenden Familienvater hoffen – dem ist aber leider nicht so! Vermutlich hätte es „Axed“ gehörig gut getan, wäre das Szenario etwas „zeigefreudiger“ in Sachen Gewalt ausgefallen. In der mir gesichteten ungeschnittenen britischen Version dürfte dieser Film bedenkenlos von der FSK mit einer ungeschnittenen „keine Jugendfreigabe“-Plakette abgesegnet werden.
 
 
 


 
 
 

Axed – Trailer

 
 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
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