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Beiträge mit Schlagwort “Found-Footage-Dokumentation

Filmkritik: „The Blackout Experiments“ (2016)

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THE BLACKOUT EXPERIMENTS

Story

 
 
 
Einige Filmemacher wollen zusammen mit freiwilligen Probanten das Mysterium über die Lust an der extremen Angst ergründen. Sie buchen den sogenannten BLACKOUT – eine schaurige Dienstleistung, die ein amerikanisches (wirklich existierendes Unternehmen) im Internet anbietet.
 
 
 


 
 
 

THE BLACKOUT EXPERIMENTS – Kritik

 
 
 
Woher kommt eigentlich die Vorliebe für Horrorfilme und warum gibt es immer mehr Filmfans, die eine regelrechte Sucht nach Mord, Angst und Grusel im Film entwickeln? Befragt man Psychologen, wird oft von Angstlust gesprochen. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Furcht und Wonne, die an eine Rückkehr zur Sicherheit gekoppelt ist. Dabei verlassen die Zuschauer nur in Gedanken die sichere reale Welt und setzen sich bewusst mit der Lust an virtuellen Gefahren aus, weil stets eine Rückkehr ins sichere Wohnzimmer möglich ist, wenn man den Fernsehapparat abschaltet. Leider scheint die Gier nach dem Nervenkitzel in Zeiten von Internet und Co. immer absurdere Dimensionen zu erreichen. So reicht Vielen das Grauen aus dem heimischen TV-Gerät nicht mehr aus, um die eigenen Grenzen erkunden zu können. Die suchen nach Extremen, um den ultimativen Kick zu erhalten. Für all jene gibt es ein Unternehmen, das sich auf sogenannte „Blackouts“ spezialisiert hat. Hierbei handelt es sich um Grenzerfahrungen, die mit Terror, Angst und Schikane bewirkt werden – insofern man dafür nötiges Kleingeld zahlt.
 
 
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Wenn Achter- und Geisterbahnen nicht mehr genügend Adrenalin ausschütten, müssen halt perfidere Methoden her, um den Puls rasen zu lassen. So existiert im amerikanischen Untergrund ein Unternehmen, das mit sogenannten „Blackouts“ Kohle macht. Auf der hauseigenen Webseite bucht man 30-minütige Quäl-Sessions, um zu einem vereinbarten Termin mit vorher besprochenen Ängsten konfrontiert zu werden. Mit dieser neuen, zweifelhaften Art der Perversion beschäftigt sich die Dokumentation THE BLACKOUT EXPERIMENTS, in der Probanten freiwillig Geld zahlen, um sich von Unbekannten zu Tode ängstigen zu lassen. So folgt diese unheimliche Doku einigen Teilnehmern mit der Kamera und versucht zu beantworten, warum sich Menschen dieser extremen Lust an der Angst aussetzen. Dabei werden die Probanten von den Filmemachern interviewt und heimlich bei der Teilnahme an Blackouts gefilmt. Zimperlich geht es da keinesfalls vonstatten, wie hektisch eingefangene Bilder von Überwachungskameras zeigen. Darauf ist zu sehen, wie unmenschliche Dinge angetan werden. Vom Blockieren der Atemwege bis hin zu Schikanen oder Waterboarding werden die Freiwilligen psychischem Terror ausgesetzt, der irgendwann nicht mehr auszuhalten ist. Manche Menschen haben schon absurde Leidenschaften.
 
 
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Echt oder fiktiv? Aufgrund der realistischen Aufmachung kommt schnell die Frage auf, ob das Gezeigte wirklich authentisch ist. Dem ist nur bedingt so. Auch wenn THE BLACKOUT EXPERIMENTS aussieht wie eine Dokumentation mit Hintergrund, nutzt der Film die gleichen Mechanismen, wie einst schon der Found-Footage-Hit THE BLAIR WITCH PROJEKT von 1999. Das bedeutet, dass besagtes Unternehmem tatsächlich existiert. Dennoch handelt es sich bei allen Menschen vor der Kamera um Schauspieler. Zudem wurden Handlungsverläufe oder Interviews zuvor in einem Drehbuch niedergeschrieben. Ein gewisser Realismus lässt sich aufgrund der glaubhaften Darstellerleistungen trotzdem nicht abstreiten, was vor allem zusätzlich durch den akribisch eingehaltenen Dokumentationsstil verstärkt wird. Der orientiert sich in seiner Machart an die reißerisch aufbereiteten Real-Life-Dokus aus Amerika, wo weniger der Inhalt zählt, als mehr der Unterhaltungsfaktor. Leider erreicht der Streifen trotz Doku-Charakter zu keiner Zeit die beunruhigende Wirkung der genannten Blair-Witch-Mockumentary. THE BLACKOUT EXPERIMENTS macht nämlich einen Fehler. Der Streifen verspricht im Trailer zu viel und hält nicht einmal annähernd, was reißerische Sprüche dort angedeutet haben. So enttäuscht was sich letztendlich auf der Mattscheibe abgespielt. Von groß angekündigter Schaufreudigkeit oder gar expliziter Quälerei ist kaum etwas zu sehen. Das dürfte vor allem Voyeure abschrecken, die sich hier mal wieder möglichst kompromisslose Filmgewalt erhofft haben. Die wenigen Erniedrigungen werden nur angerissen und der Zuschauer darf stets nur einen kurzen Blick erhaschen, bevor mit dem nächsten Interview fortgesetzt wird. Weil sich die Abläufe ständig wiederholen, stellt sich rasch Langeweile ein. Hinzukommt, dass hier eher einseitig berichtet wird. In diesem fiktiven Dokumentarfilm kommen weder Psychologen noch Experten zu Wort, um die Gier nach Angst wissenschaftlich zu beleuchten. Stattdessen werden Probanten immer wieder in die Höhle des Löwen geschickt, bis sie es nicht mehr aushalten. Anschließend werden sie nach ihren Eindrücken befragt und schildern, welche seelischen Spuren die Demütigungen hinterlassen haben. Wegen den ständig gleichen Abläufen und dem mangelnden Informationsgehalt dürften da schnell die Augen schwer werden. Demnach sollte man THE BLACKOUT EXPERIMENTS eher unter Horror verbuchen. Von ernstzunehmender Auseinandersetzung mit dem Thema Angst ist dieser Found-Footage-Streifen weit entfernt. Dazu riecht der Streifen zu sehr nach subtiler Werbung für ein Unternehmen, das mit zweifelhaften Methoden Geld verdienen möchte.
 
 
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THE BLACKOUT EXPERIMENTS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Einfallsreicher und beunruhigender Angstmacher im Dokumentarstil mit raffiniertem Sound-Design und interessanter Thematik. Angst spielt in THE BLACKOUT EXPERIMENTS eine tragende Rolle, weil sich die fiktive Dokumentation mit der Gier nach Angst in seiner Extremform beschäftigt. Warum setzen sich Menschen freiwillig der Angst im Film aus? Und warum zahlen Menschen Geld dafür, um sich von Fremden zu Tode ängstigen zu lassen? Sonderlich aufschlussreiche Antworten erspart sich THE BLACKOUT EXPERIMENTS, was ihn relativ oberflächlich erscheinen lässt und ihn dann doch mehr in die Horrorschublade presst. THE BLACKOUT EXPERIMENTS will eher reißerisch unterhalten, statt wissenschaftlich zu untersuchen. Das macht ihn trotz der interessanten Ansätze irgendwie austauschbar. In Interviews erklärte Regisseur RICH FOX, wie ihm die Idee zum Film kam. Bei Recherchen über das Thema Angst stieß er auf einen Artikel über sogenannte „Extreme Haunts“, der seine Aufmerksamkeit erregte. So gibt es neben den beliebten Horror-Häusern in Amerika weitaus perfidere Dienstleistungen für die man Geld zahlt, um das Fürchten gelehrt zu bekommen. Einer dieser Extremformen bietet die Seite theblackoutexperience.com an. Dort werden sogenannte „Blackouts“ als ultimatives Horror-Erlebnis beworben. Man zahlt Geld dafür, um anschließend knapp 30 Minuten irgendwo in Los Angeles oder New York mit seinen schlimmsten Ängsten konfrontiert zu werden. Wird’s den Teilnehmern dann zu viel, haben die die Möglichkeit das teils rabiate Vorgehen mit einem vorher abgesprochenen Codewort zu beenden. Ins Leben gerufen wurde der fragwürdige Blödsinn von Josh Randall and Kristjan Thor, die sich mit dieser neuen Dimension der Angst ein goldenes Näschen verdient haben. Sachen gibt’s, die will man eigentlich gar nicht wissen.
 
 


 
 
 

THE BLACKOUT EXPERIMENTS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es in THE BLACKOUT EXPERIMENTS nicht zu sehen. Hier werden in wenigen Einstellungen Menschen angeschrieen und schikaniert. Sollte der Film nach Deutschland finden, gibt es wohl eine FSK16 für diese Found-Footage-Dokumentation.
 
 
 


 
 
 

THE BLACKOUT EXPERIMENTS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Vatican Tapes (2015)

The Atticus Institute (2015)

Apollo 18 (2011)

Trollhunter (2010)

Mann beißt Hund (1992)


Filmkritik: „Houses of Terror“ (2014)

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HOUSES OF TERROR

(THE HOUSES OCTOBER BUILT)

Story

 
 
 
Die fünf Freunde Bobby (Bobby Roe), Zack (Zack Andrews), Jeff (Jeff Larson), Brandy (Brandy Schaefer) und Mikey (Mikey Roe) beschließen eine Rundreise durch die Staaten zu machen, um die gruseligsten Horror-Attraktionen zu finden, die alljährlich im Oktober Hochkonjunktur haben. Doch die Reise wird bald zum Horrortrip, denn unter den Betreibern amerikanischer Geisterbahnen befinden sich auch einige Zeitgenossen, denen das Erschrecken ahnungsloser Besucher allein nicht mehr ausreicht …

 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Kritik

 
 
 
Es grenzt fast schon an Ironie, dass aus wirklich jeder halbwegs vernünftigen Idee – und sei sie auch noch so absurd – ein Horrorfilm gemacht werden muss. Diesmal sind es Geisterbahnen in Amerika, die für Gruselunterhaltung herhalten müssen. Die von Privatleuten betriebenen Spukhäuser erfreuen sich dort vor allem während der Halloween-Zeit großer Beliebtheit, weil sie oft ziemlich professionell aufgezogen werden und nur ein Ziel verfolgen: viel Geld mit dem Erschrecken anderer Leute verdienen. Der Horror-Thriller HOUSES OF TERROR (im Original: THE HOUSES OCTOBER BUILT) nimmt sich diesem typisch amerikanischen Grusel-Phänomen an. Dem folgen alljährlich Millionen Mutige in den Staaten, die in den zu Horrorkabinetten umgebauten Scheunen und Fabrikhallen den ultimativen Adrenalinkick suchen. Allmählich reichen jedoch wandelnde Skelette und lautes Kettengerassel nicht mehr aus, um Besucher zu Tode zu ängstigen. Wie im Horrorfilm des 21. Jahrhunderts gängig, macht man mittlerweile auch im wahren Leben von reißerischen Erschreckmethoden Gebrauch und lässt Motorsägen schwingende Irre und foltergeile Psychopathen auf nichtsahnende Gäste los.
 
 
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Hinter dem Filmprojekt steckt BOBBY ROE, der scheinbar eine Schwäche für diese beliebten Gänsehaut-Attraktionen besitzt und hier eine als Dokumentarfilm getarnte Horrorfilmgurke unter die Leute bringt. Zuschauer, die sich im Genre etwas auskennen, dürften vermutlich bereits ahnen was er mit HOUSES OF TERROR fabriziert hat, schließlich kann Horror in Verbindung mit Dokumentarstil meist nur eines bedeuten: Found-Footage. Grauenhaft geht es in diesem Grusler zugange, wobei hier aber nicht die zugrundeliegende Geschichte gemeint ist. ROES Wackeldesaster bringt nach all den unglaublichen miserablen Schüttelfilmen das Fass zum Überlaufen, denn dem Regisseur gelingt das Kunststück, dass es dem Zuschauer unmöglich gemacht wird der ohnehin kaum vorhandenen Handlung zu folgen. Selten hat man cineastische Sternstunden zu sehen bekommen in denen man das Gefühl nicht loswerden will, als würde man das Geschehen aus der Sicht eines an Parkinson erkrankter Kameramanns zu sehen bekommen. Die Kameraführung in HOUSES OF TERROR ist katastrophal, denn in diesem Film scheint es kaum eine Szene zu geben, in der nicht der unsäglich nervige Schüttel-Look Verwendung findet.
 
 
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Fünf Freunde ziehen los, um das Fürchten gelehrt zu bekommen. Sie reisen von Stadt zu Stadt, um sich von den Qualitäten berüchtigter Horrorhäuser zu überzeugen, die um Halloween Hochkonjunktur feiern. Zwar wird in den privaten Schauer-Einrichtungen reichlich geschrien; den Jungs reicht das dort Gebotene jedoch nicht aus – sie wollen die härtesten, schockierendsten und furchterregendsten Geisterbahnen im Lande aufspüren. Die Suche nach Nervenkitzel erreicht bald eine sonderbare Wendung, denn auf ihrer Reise passieren plötzlich seltsame Dinge. Einige der grotesken Kreaturen besuchter Attraktionen scheinen der Gruppe zu folgen und daran interessiert zu sein, dieses Halloween für alle unvergesslich zu machen. Was folgt entwickelt sich für die Clique zum Albtraum, denn einige Schausteller jener besuchten Geisterbahnen scheint das Erschrecken von Besuchern allein nicht auszureichen. Sie wollen terrorisieren und töten, koste es was es wolle.
 
 
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HOUSES OF TERROR dürfte wohl als sparsamste Schauerproduktion in die Geschichte des Horrorfilms eingehen. Regisseur BOBBY ROE hat nämlich tatsächlich existierende Horror-Attraktionen aufgesucht und die Macher gefragt, ob er deren Lokalitäten und verkleidete Mitarbeiter für seinen Found-Footage-Quatsch verwenden kann. Schenkt man ROE Glauben, waren alle Betreiber derart begeistert von diesem Projekt, dass man ohne Probleme einwilligte und als Statist teilnahm – natürlich ohne bezahlt zu werden. Gänzlich ohne Hintergedanken dürfte das Mitmachen nicht gewesen sein, schließlich hat man ganz unauffällig Werbung für die jeweiligen Attraktionen betrieben, die in Zukunft mit noch mehr Besuchern rechnen dürfen. Trotzdem, auch wenn man in HOUSES OF TERROR ziellos von einer Jahrmarktattraktion zu nächsten läuft, ist das Konzept hinter diesem Gruselmurks erheblich unausgegoren. Wir folgen fünf Protagonisten, die nur mit einer Kamera ausgerüstet von Geisterbahn zu Geisterbahn reisen, dort angekommen durch finstere Gänge laufen und von plötzlich auftauchenden Berufserschreckern überrascht werden. Da sprinten verkleidete Clownskiller durch Flure, geistern Kinder mit Porzellanköpfen durch dunkle Räume und ein Mann im Hasenkostüm jagt den Freunden einen furchtbaren Schrecken ein. ROE hat hier wahllos Szenen zusammenschneiden lassen, die mit einem Horrorfilm nur wenig am Hut haben. Stattdessen präsentiert er ein Best-of aller Grusel-Etappen, die man in Amerikas Horrorhäusern zu sehen bekommt. Immerhin kommt der Streifen so dem Doku-Konzept weitaus näher, als manch andere pseudo-dokumentarische Found-Footage-Produktion, die dem Zuschauer vorgaukelt echt zu sein.
 
 
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Lohnt HOUSES OF TERROR denn nun gesehen zu werden? Wir meinen nein, denn auch wenn im Film des Öfteren echte Interviews mit Besuchern und Initiatoren von Horrorhäusern eingeblendet werden und viele der tatsächlich existierenden Gruselattraktionen unheimlicher ausgestattet sind, als manch fiktiver Horrorfilm, fehlt hier eine richtige Handlung, die sich ihren Weg durch den gesamten Film bahnt. Dieser wird erst kurz vor Ende Beachtung geschenkt, wenn sich der Streifen zu konfusem Terrorkino entwickelt und sich die Freunde mit einer ominösen Bande gerissener Schausteller konfrontiert sehen, die Erschrecken mit Töten verwechseln. Ob der Zuschauer nach 90 Minuten ultimativer Wackelei überhaupt noch Lust hat, dem Treiben folgen zu wollen, dürfte fraglich sein. Wir vermuten, dass die meisten Filmfans ohnehin schon nach zehn Minuten ausgeschaltet haben, schließlich dürfte HOUSES OF TERROR als jener Found-Footage-Film gehandelt werden, der mit der nervigsten Kameraführung den Spaß am Horror verdirbt.
 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Fazit

 
 
 4 Punkte Final
 
 
 
Die ultimative Lektion in Sachen Horror, was in HOUSES OF TERROR (Originaltitel: THE HOUSES OCTOBER BUILT) hauptsächlich auf die unerträgliche Wackelei gemünzt ist, die das Schauen dieses neuen Found-Footage-Machwerks für den Zuschauer unzumutbar macht. Regisseur BOBBY ROE (der im Film übrigens auch gleich selbst spielt) verdeutlicht in seinen konfus gedrehten Horrorfilm, welch groteske Geldschneiderei mit dem Halloween-Brauch in Amerika veranstaltet wird. Da wird nicht nur mit Partys, Kostümen und Süßigkeiten Asche gemacht; mittlerweile haben auch 2500 private Schausteller den schnellen Dollar gewittert und bauen Scheunen und Fabriken zu Horror-Häusern um, in denen sich alljährlich 30 Millionen Amerikaner gegen Geld erschrecken lassen können. Leider ist die Konkurrenz unter den Attraktionen hart, so dass man sich immer perfidere Methoden einfallen lassen muss, um die Sensationsgeilheit manch Besuchers befriedigen zu können. Schenkt man den Aussagen im Film Glauben gab es sogar schon Betreiber, die ihre Gäste mit Terrormacherei unabsichtlich in den Tod getrieben haben. Genau jene Thematik liegt HOUSES OF TERROR zugrunde, die aber hier weitaus unspektakulärer abgehandelt wurde, als sich die Idee dahinter liest. Statt einen packenden Horrortrip zu inszenieren, hat BOBBY ROE vielmehr einen wirren Streifen gedreht, der sich im Grunde genommen als Werbefilm für die Berüchtigsten dieser Horrorhäuser entpuppt. Eine vernünftige Handlung wird gänzlich aus den Augen verloren und scheint in HOUSES OF TERROR eher nur lästiges Beiwerk zu sein. Stattdessen bekommt der Zuschauer ein nicht enden wollende Abfolge loser Best-of-Momente zu sehen, die einem als Gast in den diversen Attraktionen geboten werden. Immerhin kommt HOUSES OF TERROR so dem allmählich nervendem Found-Footage-Filmstil näher, als manch andere Produktion gleichen Kalibers, die dem Zuschauer weismachen will, dass gebotene Gruselware absolut authentisch und wahr ist. Als Amateur-Reportage über die vielen Geisterbahnen in Amerika geht ROES Filmprojekt deshalb in Ordnung – als Horrorfilm ist HOUSES OF TERROR jedoch eine filmische Katastrophe. Übrigens ist das Konzept hinter diesem Film nicht gänzlich neu. Bereits im Jahr 2013 warf man den THE BATES HAUNTING auf den internationalen Filmmarkt, der sich auch eine beliebte Gruselattraktion Amerikas zu eigen machte. Wer sich von den Qualitäten amerikanischer Horrorhäuser ein Bild machen möchte, sollte lieber zu diesem Horrorstreifen greifen, denn der ist bei Weitem besser als HOUSES OF TERROR.
 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Zensur

 
 
 
Auch wenn in HOUSES OF TERROR (OT: THE HOUSES OCTOBER BUILT) Kettensägen schwingende Berufserschrecker durchs Bild sausen, gibt es hier weder Gewalt noch Blut zu sehen. Am Ende bekommt der Zuschauer etwas seichten Terror geboten. Hierzulande hat der Film eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Ascot Elite Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Houses October Built; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 22.04.2016

 

Houses of Terror [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HOUSES OF TERROR – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für Grafiken & Packshots liegen bei Ascote Elite Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Bates Haunting (2012)
 
Jack the Reaper – Jahrmarkt des Grauens (2011)
 
Gingerclown (2013)
 
Killer Holliday (2013)
 
Dark Ride (2006)
 
Das Kabinett des Schreckens (1981)
 


Filmreview: „Absence“ (2013)

Absence 2013
 
 
 

ABSENCE

Story

 
 
 
Liz (Erin Wray) ist schwanger und wird im siebten Monat ihres ungeborenen Babys beraubt. Niemand kann sich die Geschehnisse erklären – auch die Ärzte finden keine plausible Auflösung des Vorfalls. Nur die Polizei glaubt an ein Verbrechen. Damit Liz den Kopf leer bekommt und ein wenig Erholung finden kann, nimmt ihr Freund Rick (Eric Matheny) die seelisch angeschlagene Frau mit in ein Haus irgendwo in die Einöde. Ihr Bruder Evan (Ryan Smale) soll die Schwester mit einer Videokamera begleiten. Während allerhand seltsame Dinge passieren, werden die drei wenig später mit etwas konfrontiert, was nicht von dieser Welt sein kann …
 
 
 


 
 
 

ABSENCE – Kritik

 
 
 
Achtung, Kritik enthält Spoiler!
 
 
 
Wer hätte je daran gedacht, dass sich der Found-Footage-Stil 14 Jahre nach BLAIR WITCH PROJECT immer noch oder schon wieder so großer Beliebtheit erfreut. Kaum ein Subgenre hat die Fanbase so gespalten wie der Wackelkamerafilm. Kaum ein Horrorthema existiert, das noch nicht in unscharf-verwackeltem Bildmaterial verwertet wurde. Leider hat sich der Found-Footage-Film für viele Debütanten zum Sprungbrett in die große Filmwelt entwickelt. Die hoffen nun, sich mit ihren mäßig kreativen Beiträgen auf dem internationalen Filmmarkt beweisen zu können. Vermutlich sind darunter nicht wenige, von denen der Horrorfan nie wieder hören wird. Zu recht, denn viele dieser Produktionen sind so unsagbar schlecht, dass der Zuschauer sie möglichst meiden sollte. Auch ABSENCE ist einer dieser Filme, bei dem der Zuschauer schon einmal die Kotztüte bereithalten sollte, denn auch hier wird so gewackelt, dass dem Betrachter ganz schnell schwindlig werden dürfte. Man erinnere sich zuletzt an DEVILS PASS, der trotz Wackelcam-Malus immer noch verstand, die Geschehnisse in halbwegs konstante Bilder zu packen. In ABSENCE ist das mal wieder nicht der Fall, denn hier dreht Held Evan (RYAN SMALE) mit seiner hochmodernen Digicam ein stinklangweiliges Homevideo über Schwester Liz (ERIN WRAY), die mit Freund Rick (ERIC MATHENY) in einem Landhaus Erholung finden will. Natürlich wird die Familienbande mit allerhand komischen Vorkommnissen konfrontiert, die unweigerlich nach Gefahr „schreien“, aber nicht wirklich wahrgenommen werden. Zuerst sehen die drei Freunde blau schimmernde Lichter am Himmel, die sich seltsam fortbewegen. Wenig später filmt Frauenheld Evan dreiste Gnome, die hektisch durch die Behausung huschen. Zudem werden die Anwesenden von unerklärlichen Blackouts geplagt und etwas Fremdartiges beginnt sich unter Liz´s Haut fortzubewegen. Für die Helden kein Grund, die vermeintlich sichere, ländliche Behausung zu verlassen. Stattdessen wird seelenruhig darauf gewartet, dass noch Schlimmeres passiert. Während der Zuschauer sich des Gefühls nicht verwehren kann, dass es sich hier um eine waschechte Alienheimsuchung handelt, tapsen die Helden der Geschichte weiterhin im Dunkeln, ohne überhaupt einmal darüber nachzudenken, das Videomaterial doch mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
 
JIMMY LAWRENCE, der Verbrecher hinter ABSENCE (er schrieb, drehte und produzierte selbst) muss noch einiges zur Umsetzung von Horrorfilmen lernen. Beherzigen sollte er dabei, dass Langeweile Gift für jeden Gruselschocker ist. Sein Erstlingswerk ABSENCE ist ein Paradebeispiel dafür, wie einfach es doch sein kann, den Zuschauer in Narkose zu quasseln. Wirklich viel will hier nicht passieren. Während Brüderchen Evan in der ersten Stunde beweist, wie leicht es doch sein kann, Frauen um den Finger zu wickeln, beginnen sich die Protagonisten in regelmäßigen Abständen selbst zu erschrecken, damit die einschläfernde Handlung etwas an Fahrt gewinnt. Zudem wirkt die dialoglastige Inszenierung auf Dauer sehr ernüchternd. Hier wird zwar durchweg gut improvisiert, was die Szenerie authentisch wirken lässt; wirklich sympathisch wirken die Schauspieler in ihren Rollen jedoch zu keiner Minute. Immerhin wissen die subtilen Anspielungen zu gefallen, die als Vorbote gelten, was den Helden im letzten Akt bevorstehen wird. Trotz Mikro-Budget-Status sind die wenigen Spezialeffekte ziemlich geschickt gestrickt und bilden die wenigen Glanzmomente dieser eigentlich vollkommen unbrauchbaren Gruselgeschichte. Trotz des ermüdend langsamen Aufbaus schafft es LAWRENCE, dass sein ABSENCE in einem tobenden Finale mündet, damit zumindest die Found-Footage-Fanfraktion gänzlich auf ihre Kosten kommen kann. Auch wenn sich die Ereignisse in den letzten 15 Filmminuten überschlagen und der Film recht übereilt zum Schluss kommt, ist ABSENCE erneut eines dieser Debütwerke, die man als Horrorfilmfan nicht unbedingt gesehen haben muss.
 
 
 


 
 
 

ABSENCE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
BLAIR WITCH PROJECT trifft INDEPENDENCE DAY – Geschickt getrickster Alienfilm in beliebter Wackelkamera-Optik. Leider gibt es bis auf die handvoll Effekt hier nichts zu sehen, was von Interesse wäre. Regisseur, Drehbuchautor und Produzent JIMMY LAWRENCE hat mit seinem Debütwerk ABSENCE ein Film geschaffen, dem es ganz einfach gelingt den Zuschauer rezeptfrei in den Schlaf zu wiegen – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Videothekar Ihres Vertrauens oder meiden Sie, ABSENCE im Handel zu kaufen!
 
 
 


 
 
 

ABSENCE – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es bis auf eine ganz kurze Szene am Ende gar nicht zu sehen. Wäre die nicht gewesen, ABSENCE hätte frei ab 12 Jahren in den Handel kommen können. Sollte sich ein Label erbarmen und diesen Wackelkamera-Film veröffentlichen, dürfte der locker den blaue FSK16-Flatschen erhalten.
 
 
 


 
 
 

ABSENCE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stripped (2012)

The Dyatlov Pass Incident (2013)

The Vatican Exorcisms (2013)

The Frankenstein Theory (2013)

Apollo 18 (2011)

Grave Encounter 2 (2012)

The Dinosaur Project (2012)

The Bay (2012)

Blair Witch Project (1999)


Filmreview: „The Vatican Exorcisms“ (2013)

THE VATICAN EXORCISM (2013)
 
 
 

THE VATICAN EXORCISMS

Story

 
 
 
Das Thema Exorzismus ist immer für eine Dokumentation gut, besonders, dann wenn der Fokus allen Übels auf Italien liegt. Drum reist Joe Marino mit einem Kamerateam in den Vatikan, um dort einen geschulten Dämonenaustreiber bei seiner täglichen Arbeit zu begleiten und seine Praktiken mit der Kamera festzuhalten.
 
 
 


 
 
 

THE VATICAN EXORCISMS – Kritik

 
 
 
Man hat als Horrorfilmkritiker bereits schon so einige faule Tomaten gesehen. Filme, die oftmals so mies waren, dass sich die Spielzeit von knapp 90 Minuten zu einer halben Ewigkeit entwickelt haben. Ob sich die Produzenten hinter den Machwerken manchmal überhaupt im Klaren sind, was sie mit ihren miserablen Schundfilmchen aussagen oder gar bewirken wollen, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass es auf dieser Welt eindeutig zu viele dieser unbrauchbaren Titel gibt. Das kostet den Zuschauer einfach zu viel Lebenszeit! THE VATICAN EXORCISMS fügt sich perfekt in die Riege der Filme ein, auf die die Welt nur gewartet hat – um sie zu meiden! Das hübsche (natürlich an THE LAST EXORISM angelehnte) Cover schaut zwar durchaus vielversprechend aus, wurde aber vermutlich nur gestrickt, um Käufer neugierig zu machen. Auf besessene Geschöpfe, die grotesk verdreht die Wände emporklettern wartet man in THE VATICAN EXORCISMS vergebens. Stattdessen hat es der Zuschauer hier mit kostengünstigem Pseudo-Grusel zu tun, der so unsagbar schlecht umgesetzt wurde, dass sich einem während der Sichtung die Zehennägel krümmen.
 
THE VATICAN EXORCISMS ist wohl DER dilettantischste und schlechteste Wackelcam-Thriller, den man die letzten Jahren auf der Mattscheibe hatte. Dabei ist Regisseur JOE MARINO zwar leidlich bemüht, seinem unterirdischen Schocker so etwas wie Authentizität einzuhauchen. Das Treiben gestaltet sich aber derart beschämend, dass sich diese Peinlichkeit kaum in Worte fassen lässt. THE VATICAN EXORCISMS ist Quasi die unspektakuläre Version des 2012 erschienenen THE DEVIL INSIDE. Unter dem Deckmantel realer Gegebenheiten wird hier eine Dokumentation gezeigt, die sich mit dämonischer Besessenheit im tiefreligiösen Süden Italiens beschäftigt und einem Exorzisten bei seiner täglichen Arbeit beiwohnt. Nun gut, vermutlich kein schlechter Stoff für einen schick reißerischen Found-Footage-Beitrag. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch derart ereignislos, dass dem Zuschauer zu raten ist, sich diesen ermüdenten Quark möglichst wach anzuschauen. Da werden tagebuchartig Geschehnisse protokolliert und Angehörige der vermeintlich vom Teufel Besessenen vor der Kamera mit unangenehmen Fragen gelöchert, um dem Zuseher unwichtiges Hintergrundwissen zu bieten. Danach werden vier Fälle geschildert, in denen sich PATER LUIGI leidlich darum bemüht sieht, den besessenen Opfern Heilung zu verschaffen. Während eine betagte Nonne vermutlich bereits seit Jahren im Wachkoma liegt und ab und an wütend Zähne aus ihrem Mund spuckt, wenn LUIGI aus seiner Bibel vorliest, beobachtet das Kamerateam woanders ein kleines Mädchen, das düstere Bilder malt und wirres Zeug faselt, wenn der Exorzist ihr etwas arg nah zu Leibe rückt. Die nicht vorhandenen schauspielerischen Leistungen lassen sich kaum verschleiern, wobei sich die wenigen Leidtragenden leidlich darum bemüht sehen, durch ihr Schreien, Kichern und Umherwälzen so etwas wie Gruselfeeling entstehen zu lassen. Das kommt jedoch nie zustande, auch dann nicht, als sich JOE MARINO (der im Übrigen auch den fiktiven Regisseur des Films mit gleichen Namen mimt) vom Teufel höchstpersönlich verfolgt fühlt.
 
Das Found-Footage-Genre will sich partout keine Auszeit gönnen. Mit THE VATICAN EXORCISMS beweist der Wackelcam-Film einmal mehr, dass dieses Subgenre bereits unlängst seinen erfrischenden Reiz verloren hat. Regisseur JOE MARINO spielt sich selbst, um dem Film die nötige Glaubwürdigkeit zu verleihen. Das wäre ihm um Haaresbreite gelungen, würden da nicht die grottigen Schauspieler den Film zur Lachnummer machen. Grandiose Effektszenen sucht man hier vergebens. Die Besessenen versuchen den Zuschauer mit einfachen Mitteln zum „Lachen“ zu bringen. Während eines der geplagten Opfer mit seinen Leibeswindungen beeindruckend den Fußboden wischt, weiß ein anderer wie er sich mit ausgiebigen Leibesübungen selbst „beglücken“ kann. Was bleibt, ist eine vollkommen schwachsinnige Pseudo-Reportage, die ideenlos versucht auf den aktuell so beliebten Exorzisten-Zug aufzuspringen. Hände weg von diesem Nonsens!
 
 
 


 
 
 

THE VATICAN EXORCISMS – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
Schockierend, beängstigend, beunruhigend! DAS alles ist THE VATICAN EXORCISMS natürlich nicht, auch wenn es das Filmplakat suggeriert. Einer der miesesten Filme im Kinojahr 2013.
 
 
 


 
 
 

THE VATICAN EXORCISMs – Zensur

 
 
 
Mit etwas Glück dürfte THE VATICAN EXORCISMS hierzulande ungeschnitten mit FSK12-Freigabe erscheinen. Ob es der miese Film jedoch überhaupt je nach Deutschland schaffen wird, steht vermutlich in den Sternen.
 
 
 


 
 
 

THE VATICAN EXORCISMS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der letzte Exorzismus 2 (2013)

Besessen – Der Teufel in mir (2012)

Possession – Das Dunkle in Dir (2012)

Apartment 143 (2011)

Der Exorzist (1973)

Exorzist 2 – Der Ketzer (1977)

The Devil Inside (2012)