Filmkritik: „The Monster Project“ (2017)

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THE MONSTER PROJECT

Story

 
 
 

Und Monster gibt es doch: Vier Freunden wollen mit ungewöhnlichen Videos Geld auf YouTube verdienen. Sie kommen auf die Idee auf die Suche nach echten Monstern zu gehen. Da wir hier fast nur Horrorfilme besprechen, darf man davon ausgehen, dass dieses Vorhaben im Desaster enden wird.

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Kritik

 
 
 
Es gab mal eine Zeit, da hat man im Horror-Bereich Trends gesetzt. Einer derer nannte sich Found-Footage und war plötzlich so chic, dass beinahe jeder neue Horrorfilm davon Gebrauch machen musste. Das Resultat waren Horrorfilmen, die entweder im Dokumentarstil über Leinwände flimmerten oder aussahen, als habe man die mit der Videokamera selbstgedreht. THE MONSTER PROJECT ist ein später Nachzügler genau jener lukrativen Found-Footage-Welle, die angekurbelt durch den Erfolg von THE BLAIR WITCH PROJECT seit 1999 relativ lange durch die Filmwelt wütete. Offenbar hat sich aber mittlerweile ein Sättigungsgefühl eingestellt. Seit die Horror-Fortsetzungen BLAIR WITCH und PARANORMAL ACTIVITY: THE GHOST DIMENSION an den Kinokassen floppten, haben Studios das Interesse an Filmen im Found-Footage-Stil verloren. Ganz unbegründet ist der abebbende Hype aber nicht. Das Konzept auf authentisch und echt gebürstete Filme zu produzieren wurde so oft wiederholt, dass man sich sprichwörtlich daran satt gesehen hat. Leider ist das wohl noch nicht bis zu Regisseur VICTOR MATHIEU vorgedrungen. Der scheut nämlich mit THE MONSTER PROJECT neue Wege und setzt eher auf Altbewährtes, das aber niemand mehr sehen will. Entstanden ist typisches Found-Footage-Gewackel für das man unbedingt Fanboy sein muss, um es ertragen zu können. Irgendwann muss eben auch mal Schluss sein.
 
 
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Einmal mehr ist das Internet Schuld. Vier Freunde wittern nämlich dort die schnelle Kohle. Mit selbstgedrehten Videos will man auf einer Videoplattform Geld verdienen. Doch wie das Bankkonto füllen? Es müssen Videos von echten Monstern sein, die die Zuschauer um den Schlaf bringen sollen. Deshalb stellt man eine Anzeige ins Netz und bittet um Mithilfe. Es werden Kreaturen gesucht, die man nicht täglich zu Gesicht bekommt. Und wie es der Zufall so will melden sich wirklich drei Personen, die von sich selbst behaupten nicht menschlich zu sein. Ein gefundenes Fressen für unsere Kumpels. Diese laden die drei selbsternannten Monster für ein Interview in eine morsche Hütte ein. Ein fataler Fehler, denn wer schon einige Horrorfilme gesehen hat weiß, dass Geschöpfe der Hölle niemals friedliebend sind.
 
 
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Hilfe, es wackelt wieder. THE MONSTER PROJEKT ist ein lupenreines Found-Footage-Movies wie man es seit THE BLAIR WITCH PROJEKT so ziemlich oft gesehen hat. Wieder mal werden Geschehnisse aus der Ego-Perspektive gezeigt. Diesmal tragen mehrere Freunde Kameras bei sich, mit denen sie kleine Dokus für den eigenen YouTube-Kanal drehen wollen. Demzufolge sieht man das Treiben quasi aus deren Augen, weil die Protagonisten das filmen, was ihnen vor die Linse kommt. So wird das Gefühl vermittelt, dass der Zuschauer Teil der Gruppe ist. Ein erfinderischer Trick, um Geschehnisse authentischer wirken zu lassen. Leider bringt dieser Erzählstil die gleichen Probleme mit sich, mit denen nahezu alle Found-Footage-Filme zu kämpfen haben. So ist die Kamera nie konstant, sondern gerät permanent aus dem Ruder. Die Folge ist permanentes Gewackel, was vor allem dann anstrengend wird, wenn die Filmfiguren in Panik geraten und unkoordiniert durch die Szenerie flitzen. Das ist ab Filmmitte der Fall. Dann nämlich werden die vier Freunde von ihren Interview-Partnern durch ein Haus gehetzt, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt. Die geben sich tatsächlich als Kreaturen der Schattenwelt zu erkennen und jagen ihre Opfer durch Räume, Flure und Finsternis. Weil die Monster immer wieder unerwartet vor die Linse springen, während die Filmhelden einen Ausgang suchen, verwandelt sich THE MONSTER PROJECT zu einem filmgewordenen Ego-Shooter. Da werden Erinnerungen an so ähnlich gestrickte Streifen wie HOTEL INFERNO oder FIRST PERSON SHOOTER wach. Auch dort versuchte man Horror im Baller-Game-Stil und aus der Ego-Ansicht ins Wohnzimmer zu bringen. Leider verlor die ungewöhnliche Machart schnell seinen Reiz und verursachte Kopfschmerzen. Manche Ideen nutzen sich eben schnell ab.
 
 
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Nicht anders sieht es da bei THE MONSTER PROJECT aus, für den man einen gesunden Magen mitbringen sollte. Nicht, dass der Found-Footage-Horror sonderlich blutig wäre. Ganz im Gegenteil. Hier bekommt man wegen nicht konstanter Kamera und planlosem Gewackel schnell Schwindelgefühle. THE MONSTER PROJECT ist ab der zweiten Filmhälfte schwer zu ertragen, denn dann setzt man auf Hektik und vor allem auf die Möglichkeiten digitaler Tricktechnik. Wie in GRAVE ENTCOUNTERS werden plötzlich menschliche Gesichter in befremdliche Fratzen umfunktioniert, die für kurze Adrenalinkicks sorgen sollen. Aber die Schockwirkung nutzt sich schnell ab, weil Handlungsverläufe zu oft wiederholt werden mit denen man den Zuschauer aus der Reserve locken will. Da schluchzen immer mal wieder Protagonisten in der Ecke, die dann nach ihrem Befinden gefragt werden. Kommt man ihnen zu nahe, drehen sie sich um und entlarven ihr wahres Gesicht. Spätestens nach der zigsten Wiederholung fragt man sich, ob die Helden von THE MONSTER PROJECT nichts dazulernen wollen. Kluge Horror-Unterhaltung sieht anders aus.
 
 
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THE BLAIR WITCH PROJECT ist Schnee von gestern. Jetzt kommt THE MONSTER PROJECT. In Interviews erklärte Regisseur VICTOR MATHIEU, dass die Grundlage zum Film bereits in frühen Jahren geebnet wurde. Als Kind verschlang der Filmemacher die GÄNSEHAUT-Bücher von R.L. STINE und auch das Videospiel zur Buch-Reihe mit dem Titel ESCAPE FROM HORRORLAND hinterließ bleibenden Eindruck. Als der Filmemacher dann auch noch den Vampir-Horror THE HAMILTONS zu sehen bekam, in dem eine Vampirfamilie auf Beutefang ging, formte sich die erste Idee zu einem eigenen Film mit Vampiren. Doch bei Blutsaugern sollte es nicht bleiben. Weil Mathieu ein großer Verfechter klassischer Monster-Movies ist, mussten auch noch andere Gestalten her, die das Grusel-Universum hergibt. So entstand nach und nach THE MONSTER PROJECT in denen diverse Horror-Kreaturen vereint werden konnten. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Rasant, schockintensiv und adrenalinreich! Eine effektreiche Horror-Achterbahn, die kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Man kann THE MONSTER PROJECT nicht vorwerfen langweilig zu sein. Der Film verfügt über einen hektischen Inszenierungsstil, der seine Figuren durch die sprichwörtliche Hölle jagt. Die kommen nicht zur Ruhe, weil sie in einem Haus rastlos von Monstern attaktiert werden. So weit so gut. Wie man aber das Katz- und Mausspiel auf Film gebannt hat, ist weniger schön. THE MONSTER PROJECT ist nämlich ein Found-Footage-Film und macht sich jedes Klischee zu Eigen, mit denen erwähntes Subgenre seit Jahren polarisiert. Zu sehen gibt es kaum konstante Kamerabilder, furchtbares Gewackel, Bildausfälle und Störsignale. Es wird dem Zuschauer also nicht gerade leicht gemacht der minimalistischen Handlung zu folgen, die sich in wenigen Worten erklären lässt. Weil man oftmals nur erahnen kann, was da vor der Linse passiert, wird THE MONSTER PROJEKT schnell zum Geduldsakt. Somit ist auch dieser Found-Footage-Heuler auch nur etwas für jene, die mit dieser Gattung Film etwas anfangen können. Wer daher schon immer ein Problem mit Wackelcam-Streifen hatte, wird auch hier schnell abgeschalten haben. Dazu folgt THE MONSTER PROJECT schlichtweg zu engstirnig den Regeln, die dieses Subgenre zu berüchtigt gemacht haben.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Zensur

 
 
 
THE MONSTER PROJECT hat zwar einige Schauwerte zu bieten, aber hier ist alles so schnell und hektisch geschnitten, dass man davon kaum etwas zu sehen bekommt. Neben Verwandlungsszenen in denen sich Menschen plötzlich in garstige Gestalten verwandeln, sieht man auch noch einige nett getrickste Splatterszenen in denen die Monster getötet werden und ihre Körper zerfließen oder in Sekunden vertrocknen. Hierzulande hat das Label PIERROT LE FOU eine FSK16 für THE MONSTER PROJECT erhalten. Ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU (Blu-ray KeepCase-Version)

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(c) PIERROT LE FOU (Mediabook mit Blu-ray & DVD auf 3000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Monster Project; USA 2017

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnitten Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook auf 3000 Stück limitiert

Extras: Making-of, Deleted Scenes, Audiokommentar des Regisseurs und Produzenten, Trailer | Zusätzlich im Mediabook: Booklet und Plakat

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 27.04.2018

 

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THE MONSTER PROJECT – Mediabook

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THE MONSTER PROJECT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
FPS: First Person Shooter (2014)
 
Hardcore Henry (2016)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
Frankenstein´s Army (2013)
 

Filmkritik: „Re-Kill“ (2015)

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RE-KILL

Story

 
 
 
RE-KILL schaut einem SWAT-TEAM bei der täglichen Arbeit über die Schultern. Die Aufgabe der Spezialeinheit ist es, möglichst viele Zombies zu vernichten, damit sich amerikanische Einwohner sicher fühlen können. Dabei werden die Kämpfer von den Kameramännern des TV-Formats „R-Division, Frontline“ begleitet, die die Zuschauer der Sendung über teils beunruhigende Einsätze in den zombieverseuchten Randgebieten bewohnter Städte informieren wollen.
 
 
 


 
 
 

RE-KILL – Kritik

 
 
 
Fast zehn Jahren ist es nun bereits her, seit die Spanier JAUME BALAGUERÓ und PACO PLAZA mit dem sehenswerten Horrortrip [REC] ein Glanzstück in puncto Grauen ins Kino brachten, in dem Zombie- und Found-Footage-Genre auf bis dato noch nie dagewesene Weise vermischt wurde. Mittlerweile sind mehrer Ableger und genug ähnliche gestrickte Streifen erschienen, von denen aber nur die wenigsten überzeugen konnten. Die Festivalbetreiber von AFTER DARK wissen, was Horrorfans wollen und produzieren nach dem erfolgreichen AFTER DARK HORRORFEST unter dem Banner AFTER DARK ORIGINALS seit einigen Jahren selbst Schocker am Fließband (u.a. DARK CIRCLES, RITUAL und CHILDREN OF SORROW). RE-KILL schimpft sich ein weiterer Streifen aus dem reichhaltigen Fundus kurzweiliger Gruselware der AFTER DARK-Horrorexperten. Der sollte bereits 2010 veröffentlicht werden, kam aber erst fünf Jahre später in die Gunst einer Kinoauswertung. Die lange Entstehungszeit tut der Tatsache aber keinen Abbruch, dass RE-KILL gar nicht so übel ist, wie die meisten Zombiefilme neueren Datums. Für diesen Actioner wurde kurzerhand das [REC]-Prinzip noch einmal aufgriffen, um daraus eine fiktive Reality-TV-Show zu machen – blutige Kills und Patronengewitter inklusive.
 
 
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Fünf Jahre ist es nun bereits her, seit eine Katastrophe knapp 85% der Menschheit in geifernde Kreaturen namens Re-Ans verwandelt hat, die unentwegt durch Dörfer und Städte hetzen, um sich am Fleisch Nichtinfizierter zu laben. Die meisten Großstädte sind immer noch unbewohnbar. Dennoch existieren Überlebende, die sich in kleinen Städten zusammengerafft haben, um weiterhin einem geregelten Leben nachgehen zu können. Um deren Sicherheit zu gewährleisten wurde die sogenannte R-Division gegründet. Dabei handelt es sich um ein speziell geschultes SWAT-Team (darunter Kampfkünstler SCOTT ADKINS), das Zombies in menschenleere Zonen drängen soll, um sie dort von ihren Qualen erlösen zu können. Leider ist der Einsatz für die Mitglieder der Spezialeinheit nicht frei von Gefahren. Etwas, das viele der mutigen Kämpfer unterschätzen und deshalb mit ihrem Leben bezahlen müssen.
 
 
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Der komplett in Bulgarien gedrehte Film gleicht reißerisch inszenierten Reality-Dokus aus Amerika (wie COPS) in denen Polizisten bei der Verbrecherjagd von einem Kamerateam begleitet werden. In RE-KILL werden jedoch keinen Bösewichte hinter schwedische Gardinen gebracht; hier nimmt man den Kampf gegen eine ernstzunehmende Plage auf: Zombies. Die werden mit schwerem Geschütz in den Filmhimmel befördert und knabbern hin und wieder an den Mitgliedern eines SWAT-Teams, die bei gefährlichen Einsätzen etwas zu unachtsam durch das Schlachtfeld stolpern. Das dürfte vermutlich ganz im Sinne des Zuschauers sein. Der wird nicht nur Zeuge schießwütiger Kampfeinsätze, sondern darf sich auch an so manch explodierendem Zombieschädel und genug blutigen Einschusswunden erfreuen.
 
 
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Hektik und grausames Auslöschen soll in RE-KILL Unterhaltungswert beschweren. In diesem Streifen läuft alles in rasender Geschwindigkeit ab. Die Kamera kommt dabei nie zur Ruhe, weil sie nahezu überall sein möchte, damit der Zuschauer das Gefühl bekommt, Teil einer unaufhaltsamen Hetzjagd auf infizierte Bürger zu sein. Das bewirkt zwar anfangs ein hohes Maß an Realität und Tempo, verursacht aber so ziemlich schnell Schwindelgefühl, weil das Geschehen ausschließlich mit Hilfe von verwackelten Bildern vorangetrieben wird. Für kurze Verschnaufpausen sorgen fiktive und zynische Werbefilmchen, wie man sie auch schon in der SciFi-Actionern ROBOCOP oder STARSHIP TROOPERS zu sehen bekommen hat. Die sollen der Bevölkerung im Ausnahmezustand die schönen Dinge des Lebens vor Augen führen. Ein gefundenes Fressen für habgierige Unternehmer, die selbst noch während der Katastrophe möglichst viel Geld mit dem Ängste der Menschen verdienen wollen.
 
 
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Hinter dem etwas anderen Zombiefilm steckt der Bulgare VALERI MILEY. Dessen Arbeiten lesen sich bisher noch sehr übersichtlich. So konnte er immerhin Regie in einem Sequel der bekannten (und nicht gerade sehenswerten) Hinterwäldler-Reihe führen: WRONG TURN 6. Von den inhaltlichen Schwächen des fünften Ablegers jener Kannibalen-Hatz ist RE-KILL weit entfernt. Der Film richtet sich an all jene, denen es im Kino nicht rasant genug zugehen kann. Hier werden nicht nur minütlich hunderte von Patronen zur Vernichtung von Zombies abgefeuert; RE-KILL scheut sogar nicht mit satirischen Seitenhieben gegen das entfesselte kapitalistische System sowie unterschwelliger Kritik an die immer sensationshungrigeren Medien. In diesem Falle hat sich die lange Wartezeit gelohnt, denn der hektische Action-Mix ist wirklich nicht übel!
 
 


 
 
 

RE-KILL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schnell, schneller, RE-KILL. Rasantes Action-Zombie-Werk, das so hektisch und temporeich inszeniert wurde, dass man nach dem Abspann erstmal nach Luft ringen muss. Der Bulgare VALERI MILEY hat hier eine Art Reality-Show des spanischen [REC] zusammengeschnippelt, die durchaus Unterhaltungswert besitzt. So mixt er Found-Footage-Elemente mit im wahrsten Sinne des Wortes schwindelerregenden Zombie-Vernichtungseinsätzen, während denen man sich fragt, wie viel Munition so ein Maschinengewehr eigentlich abfeuern kann. Damit das pausenlose Auslöschen von infizierten Menschenfressern nicht zu eintönig wird, bringt RE-KILL unterschwellige Gesellschaftskritik an den Zuschauer. Die wird bissig und satirisch verpackt – ROBOCOP und STARSHIP TROOPERS lassen grüßen.
 
 


 
 
 

RE-KILL – Zensur

 
 
 
Wie es sich für Zombie-Action gehört, werden vor allem die Untoten hingerichtet und Kämpfer angefressen. Die meisten Gewaltmomente reduzieren sich auf Kopfschüsse und Einschusswunden. Weil RE-KILL derart hektisch zusammengeschnitten wurde, bekommt man viele der Spezialeffekte nur kurz zu sehen. Hierzulande reicht das für eine ungeschnittene Freigabe mit rotem FSK-Sticker: Keine Jugendfreigabe.
 
 


 
 
 

RE-KILL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
[REC] (2007)
 
RoboCop (1987)
 
Starship Troopers (1997)
 

Filmkritik: „Hungerford“ (2014)

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HUNGERFORD

Story

 
 
 
Die kleine Stadt Hungerford bekommt überraschend Besuch aus dem All und der ist nicht friedlich gestimmt. Kleine gemeine Alienkäfer kriechen in die Körper der Bewohner und funktionieren sie in aggressive Killermaschinen um. Zum Glück hat Cowen Rosewell soeben ein Uni-Bewerbungsprojekt gestartet und hält die nächsten sieben Tage auf Film fest. Er nimmt auf, was sich in den Straßen und Gassen der Stadt ereignet. Zusammen mit seinen Freunden sucht er nach der Ursache allen Übels und weiß sich mit Ungezieferspray gegen ungebetenen Besuchern zur Wehr zu setzen.
 
 
 


 
 
 

HUNGERFORD – Kritik

 
 
 
Eigentlich ist HUNGERFORD ein weiter Found-Footage unter so vielen, wäre da nicht die Tatsache, dass Co-Autor, Hauptdarsteller und Regisseur DREW CASSON gerade einmal 19 Jahre alt ist. Während Gleichaltrige gerade die Schule abzuschließen und versuchen ihren Weg zu finden, hat der Engländer bereits ein souveränen inszeniertes Horrordebüt abgeliefert, das die Möglichkeiten des nicht mehr ganz so frischen Found-Footage-Genres aufzeigt. CASSON hat verstanden, wie es geht. Der Found-Footage-Stil ist hier nur Beiwerk. Vielmehr konzentriert er sich auf Geschichte und Figuren, statt die für das Genre beliebten Klischees abzuarbeiten. HUNGERFORD ist zur Abwechslung keine dieser vorhersehbaren Zeiträuber, die bereits erahnen lassen, was passieren wird. Der Film lässt sich Zeit und versorgt den Zuschauer immer nur häppchenweise mit Informationen. Da gibt es zu Beginn eine Explosion zu sehen, die die Menschen in Aufruhr bringt. Später legen Bewohner seltsames Verhalten an den Tag, das auf eine Zombie-Invasion schließen lässt. Doch nachdem man seltsame Wundmale im Nacken vermeintlich Infizierter entdecken und daraus riesige Parasiten krabbeln ist klar: die Ursache hierfür ist nicht durch Menschenhand gemacht.
 
 
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Verwirrende Fährten und unerwartete Wendungen. HUNGERFORD zollt Filmen wie DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN und INVASION VOM MARS Tribut. Findige Zuschauer dürften schnell die vielen Anspielungen an diverse Science-Fiction-Klassiker entdecken. Die wurden mit reichlich Sinn für Ironie in die Handlung integriert, was HUNGERFORD positiv aus der Masse an beliebigen Schüttelfilmen hervorstechen lässt. Für einen Low-Budget-Film agieren zudem die Darsteller äußerst authentisch und erfahren, scheinen sogar des Öfteren zu improvisieren – und das ausnahmsweise richtig gut. Anders als in den meisten amerikanischen Horrorfilmen entsprechen die keinen Stereotypen, sondern benehmen sich nachvollziehbar und sympathisch. Leider hat HUNGERFORD wie so viele ambitionierte Indie-Produktionen ein großes Problem mit dem Kapital. Knapp 20.000 Britische Pfund soll der Streifen gekostet haben. Geld, das wohl nur für einen kleinen Teil der vielen Ideen ausgereicht haben muss. Immer wieder zwängt sich der Gedanke auf, dass mehr möglich gewesen wäre, wenn mehr Budget zur Verfügung gestanden hätte. So mussten viele Spezialeffekte aus dem Boden gestampft werden – gut erkennbar an den Kokons in den Endszenen des Films. Die haben nämlich eine gewisse Ähnlichkeit mit Kunst-Spinnennetzen aus dem Halloween-Shop und rauben dem Film die Illusionen.
 
 
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Trotzdem, HUNGERFORD ist ein spannendes Science-Fiction-Spektakel mit wenig Geld, das sich wegen seines knappen Budgets nicht in die Schranken weisen lässt. Das ehrgeizige Projekt ist zwar nicht perfekt, besitzt aber das, was vielen Found-Footage-Filmen neueren Datums fehlt: Charme und Unterhaltungswert. Da sieht man gern über einige holprig umgesetzte Spezialeffekte hinweg.
 
 


 
 
 

HUNGERFORD – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Der kleine Bruder von CLOVERFIELD – Schweißtreibender Found-Footage-Wahnsinn der besseren Sorte. Man nehme eine Priese CLOVERFIELD, mische etwas INVASION OF THE BODY SNATCHERS dazu, würze das Ganze mit THE CRAZIES nach und schmecke mit Found-Footage ab. Fertig ist HUNGERFORD – ein weiterer Nachzügler der lukrativen Schüttelfilme, die seit BLAIR WITCH PROJECT und PARANORMAL ACTIVITY nahezu wöchentlich in die Händlerregale gebracht werden. Im Unterschied zu den meisten desaströsen Schundproduktionen dieser Art ist HUNGERFORD eine seltene Randerscheinung, die ausnahmsweise wirklich sehenswert ist. Regisseur DREW CASSON verrät nämlich nicht zu viel und lässt den Zuschauer im Dunkeln tappen. Der weiß nie mehr als die Protagonisten und folgt den Helden sprichwörtlich auf Schritt und Tritt. Dass der nervende Wackelstil diesmal nicht plakativ zum Einsatz kommt gefällt. Der unliebsame Schüttelgimmick wird dezent eingesetzt und kommt nur sehr selten zum Einsatz, schließlich richtet CASSON das Hauptaugenmerk auf Charaktere und Geschichte, statt HUNGERFORD in Found-Footage-Klischees zu ertränken. Das macht sich bezahlt, denn HUNGERFORD ist einer der wenigen Filme jener Gattung, die so geschickt zusammengeschnippelt wurden, dass man unbedingt wissen will, wie es ausgeht. Das Spiel mit der Spannungsschraube beherrscht der erst 19-jährige Regisseur sicher. Da kann man gespannt darauf sein, was der Brite in Zukunft drehen wird, schließlich gehört HUNGERFORD in die Kategorie: Horror-Geheimtipp!
 
 
 


 
 
 

HUNGERFORD – Zensur

 
 
 
Für einen Found-Footage-Streifen geht es doch recht blutig zu, wobei gerade gegen Ende einige Köpfe weggeschossen werden – CGI sei Dank. Man darf davon ausgehen, dass HUNGERFORD hierzulande erst für Volljährige geeignet sein wird: keine Jugendfreigabe.
 
 


 
 
 

HUNGERFORD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cloverfield (2008)
 
Starship Troopers (1997)
 
Invasion vom Mars (1986)
 
Invasion of the Body Snatchers (1978)
 

Filmkritik: „The Atticus Institute“ (2015)

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THE ATTICUS INSTITUTE – TEUFLISCHE EXPERIMENTE

Story

 
 
 
„…Auf dieser Welt gibt es Dinge, die wir nicht erklären können und Judith Winstead ist eines dieser Dinge …“

Parapsychologen untersuchen die telekinetischen Fähigkeiten von Testobjekt Judith Winstead und entdecken, dass im Körper der Frau das Böse schlummert.

 
 
 


 
 
 

THE ATTICUS INSTITUTE – Kritik

 
 
 
Dass mit Dämonen und Geistern nicht gut Kirschen essen ist und es im Horrorfilm immer wieder übermütige Protagonisten geben muss, die das Böse unnötig herausfordern, scheint eine der vielen Absurditäten im Genre zu sein, die sich in nahezu jedem Film dieser Art wiederholen. Seit jeher ist der Mensch vom Unerklärlichen fasziniert, was auch der Grund dafür sein dürfte, weshalb paranormal angehauchte Gruselwerke so viel Zuspruch erhalten und nicht mehr von der Bildfläche verschwinden wollen. Paranormales geht immer. Ob als Komödie, Drama oder im längst totgefilmten Found-Footage-Stil; seit PARANORMAL ACTIVITY im Kino zum Renner wurde, haben Filme mit unerklärlichen Phänomenen Hochkonjunktur.
 
 
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Ein weiterer in der Runde dieser Unbehagen verursachenden Mystery-Grusler ist das Schauererlebnis THE ATTICUS INSTITUTE in dem drei Filmzutaten miteinander kombiniert werden, die momentan die Horrorlandschaft dominieren. Regisseur CHRIS SPARLING hat vor einigen Jahren an den Drehbüchern zu BURIED (2010) und ATM (2012) geschrieben und vereint in seiner zweiten Regiearbeit Dämonen- und Exorzismus-Genre mit der Wackelkamera-Methode, damit alles authentischer wirkt. In dem als Dokumentarfilm getarnten Gruseltrip wird die telepathisch veranlagte Judith Winstead (sehr beängstigend verkörpert von RYA KIHLSTEDT) von Wissenschaftlern in einem kleinen Forschungslabor bei Pennsylvania untersucht. Sie kann Dinge mit der Kraft ihrer Gedanken bewegen und verhält sich im Vergleich zu gleichaltrigen Geschlechtsgenossinnen nicht sonderlich normal. Es sind die späten 70er und die Erforschung paranormaler Ereignisse steckt noch in den Kinderschuhen, so dass es selbst erfahrenen Forschern nicht immer auf Anhieb gelingt Betrüger oder Scharlatane zu entlarven. Die meist abwesend und aggressiv auftretende Frau scheint da jedoch aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein. Ihre Präsenz verursacht bei Experten Gänsehaut und in Experimenten bestätigt sich die Vermutung, dass ihre Fähigkeiten nicht menschlicher Natur sein können. Schnell wird das Militär auf die sonderbare Gabe aufmerksam und erweckt im Körper der hilflosen Frau das Böse, das von der Regierung nun gezähmt werden möchte, um es für eigene Belange nutzen zu können.
 
 
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THE ATTICUS INSTITUTE gehört zur Gattung „Mockumentary“, was ein Filmgenre bezeichnet, in dem die Geschehnisse in einen gestellten Dokumentarfilm verpackt werden. Hier bekommt der Zuschauer auf echt getrimmte Interviews mit Angehörigen und Professoren vor die Linse, die von schrecklichen Ereignissen berichten und das grausames Vorgehen des Militärs beschreiben, das in diversen Experimenten versucht, den Willen eines widerspenstigen Dämons zu brechen. Der Hauptteil der Handlung wird jedoch von Hindergrundmaterial, Aktenaufzeichnungen und Archivaufnahmen getragen, in denen unmenschliche Versuche an einer labilen Frau protokolliert werden. Die sollen dazu dienen, um das Böse heraufbeschwören zu können, das sich hartnäckig in Protagonistin Judith Winstead versteckt hält. Lang dauert es jedoch nicht, bis der dämonischen Präsenz der Geduldsfaden reißt. Ganz unerwartet verwandelt sich die anfänglich verwirrte Patientin in eine unkontrollierbare Furie und scheint sichtlich Spaß daran zu haben Zuschauer, Militär und Professoren ausgiebig in Sachen Terror zu unterrichten – Mord und Totschlag inklusive.
 
 
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In Judith schlummert das Grauen, was angesichts des reichlich spektakulär geschnittenen Trailers niemand verwundern dürfte, zeigt der nämlich die besten Szenen am Stück und nimmt dem Zuschauer die Spannung. Demzufolge raten wir von der Sichtung des Trailers ab, der mal wieder viel zu viel verrät und dem Fan solcher Streifen das Filmsehen vermiest. Immerhin bahnt sich der Schrecken langsam seinen Weg durch die finsteren Versuchsräume und garantiert zumindest in den ersten dreißig Minuten wohlig altmodisches Gänsehautfeeling, was vor allem durch die auf alt getrimmten Videobänder verstärkt wird, die immer mal wieder längst vergessene VHS-Zeiten wach werden lassen. Leider kann Schocktherapie-Macher CHRIS SPARLING das hohe Grusel-Niveau der ersten halben Stunde nicht konstant halten, denn nach einem spannenden Einstieg dümpelt der Film lustlos auf der Stelle und quält mit immer haarsträubenderen Experimenten, die nur unnötig das Tempo bremsen. Was folgen wird ist vorhersehbar, denn die Absurdität der im Film gezeigten Ereignisse lässt darauf schließen, dass der jähzornige Dämon letztendlich nur mit einem Exorzismus bekämpft und die Menschheit so gerettet werden kann. Doch die Austreibung fruchtet nur bedingt und gipfelt mal wieder im ach so überraschenden Schlussgag, mit dem sich Horror-Regisseure in letzter Zeit scheinbar gegenseitig selbst übertrumpfen möchten.
 
 
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Dass THE ATTICUS INSTITUTE trotz Found-Footage-Gewand weitestgehend nach Film ausschaut, muss man Regisseur CHRIS SPARLING hoch anrechnen. Die für diese Art von Filmen bekannten und gehassten Kameraausfälle, Wackelattacken und Bildstörungen bleiben aus, so dass THE ATTICUS INSTITUTE auch bei Gegnern von pseudodokumentarischen und auf echt getrimmten Schüttelfilmen Eindruck hinterlassen dürfte. Im Rahmen des Found-Footage-Genres gehört dieser Besessenheits-Spuk zu den besseren Vertretern jener Gattung Filme. Zumal es einige gut platzierte Schreckmomente schaffen, den Puls mutiger Filmfreunde nach oben zu treiben. Zusammen mit den gelungenen Spezialeffekten garantiert THE ATTICUS INSTITUTE auf jeden Fall kurzweilige Mystery-Unterhaltung von der man dennoch nichts Großes erwarten sollte.
 
 
 


 
 
 

THE ATTICUS INSTITUTE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Unheimliche Schocktherapie, die den Puls des Zuschauers nach oben treiben wird. In THE ATTICUS INSTITUTE sind dämonische Kräfte am Werk, die dem Mensch mal wieder klar machen wollen, dass man das Tor zur dunklen Seite besser verschlossen halten sollte. Regisseur CHRIS SPARLING kombiniert Exorzismus-, Dämonen- sowie Found-Footage-Genre und macht daraus eine finstere Geschichte im Mockumentary-Stil, die sich am derzeit immer noch beliebten Paranormal-Trend orientiert. Das anfänglich subtile Gruselkino verwandelt sich recht zügig zum schreckintensiven Besessenheits-Thriller, der leider im späteren Verlauf eine ziemlich absurde Metamorphose durchlebt. Immerhin beweist SPARLING ein gutes Gespür für treffende Schockmomente. Trotz Vorhersehbarkeit sitzen die sicher und machen THE ATTICUS INSTITUTE zur Mutprobe unter zartbesaiteten Gemütern. Abschließend bleibt zu erwähnen, dass man sich gegen nervige Found-Footage-Klischees entschieden hat, die man vermutlich von pseudodokumentarischen Horrorflicks erwartet. THE ATTICUS INSTITUTE schaut mehr nach Film aus, weil man bewusst auf Kameraausfälle, Wackelattacken und Bildstörungen verzichtet hat. Für den als Dokumentation getarnten Mystery-Grusler eine Bereicherung, können so auch Gegner mittlerweile nicht mehr ganz so beliebter Schüttelfilme endlich mal wieder in den Genuss gut getrickster Horrorware kommen.
 
 
 


 
 
 

THE ATTICUS INSTITUTE – Zensur

 
 
 
THE ATTICUS INSTITUTE ist typischer Mystery-Horror ohne großes Blutvergießen. Zu sehen gibt es nicht viel Gewalttätiges. Die vermutlich blutigste Szene ist die, in der die Besessene allein mit ihrer Gedankenkraft das Herz eines aufgeschnittenen Frosches zerfetzt. Ansonsten ist der Horror hier hauptsächlich subtiler Natur. THE ATTICUS INSTITUTE hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten und ist ungeschnitten veröffentlicht worden.
 
 
 


 
 
 

THE ATTICUS INSTITUTE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Atticus Institute; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton:Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 01.10.2015

 

The Atticus Institute – Teuflische Experimente [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE ATTICUS INSTITUTE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

Die Rechte für die verwendeten Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment.

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Taking of Deborah Logan (2014)
 
The Dyatlov Pass Incident (2013)
 
The Vatican Exorcisms (2013)
 
The Bay (2012)
 
The Dinosaur Project (2012)

Filmkritik: „V/H/S: Viral“ (2014)

V-H-S-Viral-2014
 
 
 

V/H/S: VIRAL

Story

 
 
 
Der dritte Teil einer erfolgreichen Kurzgeschichtensammlung. Diesmal handeln die Episoden von einem mysteriösen Eiswagen, gefräßigen Zauberumhängen, Doppelgängern und mordenden Anhängern eines mysteriösen Kultes.

 
 
 


 
 
 

V/H/S: VIRAL – Kritik

 
 
 
Manchmal kann es nur von Vorteil sein, wenn man Fortsetzungen erfolgreicher Horrorfilmen nicht am Fließband produziert, sondern sich die nötige Zeit lässt, um gleichbleibende Qualität abliefern zu können. Nicht einmal drei Jahre ist es her, seit mit V/H/S – EINE MÖRDERISCHE SAMMLUNG (2012) ein neues Horror-Franchise ins Leben gerufen wurde mit dem das totgefilmte Found-Footage-Genre einen neuen Aufschwung erleben sollte. Weil der Streifen von Horrorfans gut angenommen wurde und es die Macher äußerst kreativ verstanden mit der unliebsamen Wackeldreingabe umzugehen, musste die obligatorische Fortsetzung her, die unter dem Titel S-VHS genau das auf Zelluloid bannte, was Fans der härteren Filmgattung von guten Horrorfilmen erwarteten. V/H/S 2 wurde ein internationaler Hit, staubte diverse Preise ab und war in allen Belangen sogar besser als der Vorgänger, so dass zügig an einem weiteren Ableger getüftelt werden musste, um die Kuh leer melken zu können. Leider ist V/H/S: VIRAL nicht das geworden, was man nach zwei hervorragenden Vorgängern vermutlich erwartet hätte, denn zu offensichtlich fällt der Zeitdruck ins Gewicht, mit dem sich die Macher konfrontiert gesehen haben müssen. Teil drei ist ein heilloses Durcheinander, wirkt übertrieben hektisch und reichlich gehetzt, so dass Zuschauer mit Hang zur Epilepsie besser drei mal überlegen sollten, ob sie sich der schnell geschnittenen Abfolge wirrer Kamerabilder und Störsignale aussetzen möchten.
 
Abermals zeichnen mehrere Filmschaffende aus der Horrorwelt verantwortlich, um sich der Umsetzung verschiedener Kurzgeschichten zu widmen, die letztendlich zu einem Machwerk verschmelzen. Diesmal haben sich GREGG BISHOP, MARCEL SARMIENTO, AARON MOORHEAD und JUSTIN BENSON sowie der Spanier NACHO VIGALONDO die Freiheit genommen, um ihre ganz eigenen Visionen verwackelter Kameraspielereien auf Film zu bannen. Wie in den meisten Anthologien jedoch üblich, ist es auch hier mal wieder der Fall, dass nicht alle Segmente gleich überzeugen können, denn nach einem fulminanten und effektreichen Einstieg zeichnet sich ein rapider Abwärtstrend ab. Im dritten Ableger der beliebten Filmserie steckt der Wurm, was nicht nur den qualitativen Unterschieden der einzelnen Kurzgeschichten zu schulden ist, sondern auch der unschlüssigen Machart mit der sich die Macher scheinbar irgendwie weg vom eigentlichen Found-Footage-Konzept bewegen wollen. Viel richtiges Found-Footage gibt es demzufolge in V/H/S: VIRAL nicht mehr sehen, weil im ständigen Perspektivenwechsel nicht mehr klar ersichtlich ist, wer hier überhaupt noch was und vor allem wen filmt. Während die Protagonisten das Geschehen in V/H/S und V/H/S 2 noch mit Hand-, Helm- und Handykameras anzufangen wussten, scheint die Kamera diesmal immer mal wieder frei im Raum zu schweben und lässt den Streifen mehr nach Film aussehen.
 
Trotzdem, der künstliche Einsatz altbekannter Störsignale, permanenter Bildausfälle und abrupter Szenenwechsel ist in V/H/S: VIRAL eine einzige Zumutung und hinterlässt vor allem während die Rahmenhandlung einen mehr als ungenießbaren Beigeschmack. Im hyperaktiven Schnittgewitter lässt sich kaum noch erahnen, was da überhaupt auf der Mattscheibe passiert zumal es dem Zuschauer von MARCEL SARMIENTO ohnehin unnötig schwer gemacht wird, den Sinn seiner etwas übereifrigen Rahmenhandlung verstehen zu können. Mit ebenso sinnbefreiter Unterhaltung geht es auch im letzten Segment BONESTORM zugange, in dem einige Skateboarder die Anhänger eines mysteriösen Kults verärgern und sich mit Skateboard und Pistole zu Wehr setzen müssen. Da wird zermatscht und geschlitzt ohne Rücksicht auf Verluste, was vermutlich das Interesse bluthungriger Gorehounds auf den Plan rufen dürfte, die mit dem trivialen Splatter-Reigen von AARON MOORHEAD und JUSTIN BENSON ihren Spaß haben werden. Weitaus mehr Gedanken hat sich da Regisseur GREGG BISHOP gemacht. Mit seinem Beitrag DANTE THE GREAT zeigt er zugleich die beste Geschichte der gesamten Trilogie und berichtet von einem Magier, der mit Hilfe eines geheimnisvollen Umhangs spektakuläre Illusionen zaubert. Leider ist das Zauberwerkzeug nur dann einatzfähig, wenn es regelmäßig Menschenfleisch zu fressen bekommt, was Dante dazu veranlasst für sein Arbeitsutensil über Leichen zu gehen.
 
Auch der Spanier NACHO VIGALONDO hat eine durchaus sehenswerte Kurzgeschichte beigesteuert, die wie auch schon die Zauberer-Episode nicht so recht in das V/H/S-Gesamtkonzept passen will, weil das Found-Footage-Prinzip hier nur sehr reduziert zum Einsatz kommt. VIGALONDO macht es mysteriös und erzählt in seinem zynischen PARALLEL MONSTERS von einem Tor in eine Parallelwelt, das der Hobbywissenschaftler Alfonso versehentlich öffnet. Dort trifft er auf seinen Doppelgänger und schlägt ihm vor die Seiten für 15 Minuten zu tauschen. Da es sich bei V/H/S: VIRAL um eine Horroranthologie handelt, darf davon ausgegangen werden, dass der Tausch zu schwerwiegenden Folgen für alle Beteiligten führen wird – auch wenn sich VIGALONDO mehr auf seinen grandiosen Twist konzentriert, statt blutiges Gemetzel zu zeigen. Letztendlich ist der Abschluss der erfolgreichen V/H/S-Reihe (vermutlich werden ohnehin noch weitere Teile folgen) eine kleine Enttäuschung, weil hier nichts so recht zusammenpassen will und zudem chaotisch aber auch unfertig wirkt. Dass aus anfänglich vier Episoden kurzum nur drei wurden zeigt, unter welchem Zeitdruck die Produktion gestanden haben muss. Filmemacher TODD LINCOLN (APPARATION – DUNKLE ERSCHEINUNG) war nämlich ein weiterer derer, die für den Streifen eine Kurzgeschichten beisteuern sollten. Im Netz kursieren seit Veröffentlichung von V/H/S: VIRAL die verschiedensten Gerüchte, weshalb LINCOLNS Beitrag GORGEOUS VORTEX kurzum aus dem Film gestrichen wurde. Schenkt man dem Produzenten Glauben, konnte die Episode nicht rechtzeitig fertig gestellt werden. Wir vermuten wohl eher, dass sie einfach nur schlecht war und das ungewöhnlich hohe Tempo des Streifens ausgebremst hätte.
 
 
 


 
 
 

V/H/S: VIRAL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Rasanter und blutreicher Abschluss einer erfolgreichen Horror-Trilogie. Für V/H/S: VIRAL wird ein gesunder Magen vorausgesetzt, weil die Episoden dieser Anthologie mit einer fast schon übertriebenen Hektik über die Bildschirm sausen, dass dem Zuschauer recht schnell schwindelig werden dürfte. Unter dem erheblichen Tempo leidet vor allem die Rahmenhandlung, weil sie derart konfus zusammengeschnitten wurde, dass es schwerfallen dürfte, deren Sinn zu entschlüsseln. Aber auch die übrigen drei Geschichten sind von unterschiedlicher Qualität, wobei man aber immerhin sagen muss, dass die trickreiche Zauberumhang-Episode zu eine der besten Kurzgeschichten gehört, die die V/H/S-Reihe bisher hervorgebracht hat. Leider wird im dritten Teil der beliebten Wackelkamera-Serie der Schüttel-Gimmick etwas vernachlässigt, so dass die Bezeichnung „Found Footage“ nur bedingt richtig ist. Die meisten der Kurzgeschichten pfeifen auf die bis dato festgelegten Found-Footage-Regeln und die Kamera scheint sich wie von Geisterhand frei im Raum zu bewegen. Wer demzufolge immer Probleme mit der übereifrigen Schüttelei in Found-Footage-Filmen gehabt hat, für den dürfte V/H/S: VIRAL eine Offenbahrung sein. Nichtsdestotrotz ist das Finale der Trilogie nicht der Kracher geworden, den man vermutlich erwartet hätte. Trotz Schallgeschwindigkeit, wirkt der Film unfertig und nicht aus einem Guss. Dass eine Geschichte mit dem Titel GORGEOUS VORTEX vor Erscheinen kurzfristig aus dem Film gestrichen werden musste zeigt, dass die Macher unter einen erheblichen Zeitdruck gestanden haben müssen. Dennoch dürfte V/H/S: VIRAL seine Fans finden und dafür sorgen, dass eine weitere Fortsetzung folgen wird.
 
 
 


 
 
 

V/H/S: VIRAL – Zensur

 
 
 
Anders als im Vorgänger hält sich V/H/S: VIRAL in Sachen Gewalt zurück. Einzig in der letzten Episode, in der sich einige Skateboarder gegen einen Kult zur Wehr setzen müssen, wird reichlich gesplattert. Da werden mit den fahrenden Brettern Köpfe eingeschlagen und mit einer Pistole in die Körper von Sektenmitgliedern geschossen. Der dritte Teil wurde von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. Über Österreich wird es eine ungeprüfte Veröffentlichung geben. Diese beinhaltet die fehlende Episode GORGEOUS VORTEX.
 
 
 


 
 
 

V/H/S: VIRAL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
v-h-s-viral-bluray

(c) OFDB Filmworks (einfache Veröffentlichung)

 
v-h-s-viral-mediabook

(c) OFDB Filmworks (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: V/H/S: Viral; USA 2014

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase im Schuber und Wechselcover

Extras: Behind the scenes, Interviews, Trailer – zusätzlich im Mediabook: Booklet, ”Gorgeous Vortex” (die der Kinofassung fehlende vierte Episode / ca. 15 Min.)

Release-Termin: 24.03.2015

 

V/H/S: Viral – Uncut [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

V/H/S – Viral [Blu-ray] [Limited Collector’s Edition im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

V/H/S: VIRAL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The ABC’s of Death (2012)

Still 2 (2014)

 
Tom Holland’s Twisted Tales (2013)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
The Penny Dreadful Picture Show (2013)
 
5 Senses of Fear (2013)
 
Phobia 2 (2009)
 
Sanitarium (2013)
 
Scary or Die (2012)

Filmkritik: „Hollows Grove“ (2014)

hollows-grove-2014
 
 
 

HOLLOWS GROVE

Story

 
 
 
Die Crew einer Reality-TV-Show macht in einem verlassenen Waisenhaus Jagd auf Geister, die über den unangemeldeten Besuch jedoch gar nicht erfreut sind und die unwillkommenen Gäste mit dem Tod bestrafen …

 
 
 


 
 
 

HOLLOWS GROVE – Kritik

 
 
 
So langsam glaubt jeder semiprofessionelle Filmemacher Horrorabfall drehen zu müssen, der sich der nicht mehr der ganz so frischen Found-Footage-Machart bedient. Zwar ist die Umsetzung solcher Filme immer noch finanziell lukrativ, weil wenig Produktionsbudget benötigt wird, um sie drehen zu können. Dennoch bringen es nur noch wenige von ihnen zum Erfolg, weil es schlichtweg zu viele von ihnen gibt, die sich dazu auch noch kaum voneinander unterscheiden. Mit schnell heruntergekurbelten Found-Footage-Gruslern den Fuß ins Horrorgeschäft zu bekommen ist schwer geworden, denn mittlerweile haben sich Filmfans am auf authentisch getrimmten Wackel-Wahn sattgesehen und winken nicht selten ab, wenn von neuen Schüttel-Schockern die Rede ist. Der Grund hierfür ist in der offensichtlichen Ideenarmut zu suchen, schließlich haben die immer gleichen Handlungsverläufe, Schreckmomente und Stilmittel dazu beigetragen, dass das einst durch BLAIR WITCH PROJECT gefeierte Sub-Genre nur noch eins verbreitet: Kopfschmerzen und Langeweile.
 
Auch wenn im Grunde genommen niemand mehr Found-Footage-Filme sehen will, scheint es da draußen trotzdem noch Regisseure zu geben, die noch nicht davon Wind bekommen haben, dass der Schüttelfilm-Zug längst ohne sie abgefahren ist. Einer derer ist CRAIG EFROS. Der Regie-Newcomer hat mit seinem HOLLOWS GROVE einen dieser überflüssigen Nachzügler gedreht, der dem schlechten Ruf jener totgedrehten Filmgattung gerecht wird. Neues sucht man nämlich in seinem Filmdebüt vergebens. Stattdessen vereint er wahllos all jene Stilmittel und Filmelemente in einem Streifen, die aus dem Found-Footage-Genre das gemacht haben, was es heute ist: eine cineastische Plage, die man partout nicht mehr loswird.
 
HOLLOWS GROVE ist ein einfältiges GRAVE ENCOUNTERS-Plagiat, in dem einige Hobby-Geisterjäger ein verlassenes Waisenhaus für ihre Reality-Show auf paranormale Aktivitäten untersuchen. Mit an Bord der Dokumentarfilmer Harold (MATTHEW CAREY), der die Dreharbeiten einer Folge der beliebten TV-Serie begleiten möchte, um darüber eine eigene Dokumentation drehen zu können. Selbstverständlich ranken düstere Legenden um das Gebäude, die vom mysteriösen Selbstmord zweier Krankenschwestern berichten und einem kleinen Mädchen, dass eine Leidenschaft für das Durchschneiden von Kehlen besaß. Anfänglich noch guter Dinge und zu pubertären Späßen aufgelegt, beginnt die Gruppe das verlassene Anwesen nach Geistern abzugrasen und finden die Erkundungstour plötzlich gar nicht mehr lustig, als eine Katze kopfüber gegen die Wand geschleudert wird und verendet. Was folgt ist wenig originell. Da rütteln Kochtöpfe in der Küche, spielen Plattenspieler ohne Strom und bewegen sich Dreiräder wie von Geisterhand durch lange Hausflure. Unartige Geistergören sind in HOLLOWS GROVE am Schaffen und möchten garantiert nicht nur spielen.
 
80 Minuten Film können lang sein, vor allem dann, wenn man das Gezeigte schon unzählige Male gesehen hat. HOLLOWS GROVE erzählt die gleiche Geschichte, die in Found-Footage-Werken immer wieder über Bildschirm und Leinwand flimmert sobald rastlose Geister ihr Unwesen treiben. Die einzige Neuerung besteht diesmal darin, dass die Kulisse ausgetauscht wurde, damit dem Zuschauer etwas Abwechslung geboten wird. Ansonsten bleibt alles beim Alten und die wenigen Protagonisten arbeiten sich Schritt für Schritt von Zimmer zu Zimmer nur um Ende feststellen zu müssen, dass die hier festsitzenden Seelen den unangemeldeten Besuch so schnell wie möglich loswerden wollen. Sobald der erste Tote zu beklagen ist, gerät auch die Kameraführung aus dem Ruder und der rote Faden (insofern es bis dahin überhaupt einen gegeben hat) verliert sich im hektischen Geschrei der noch lebenden Helden. Die sehen plötzlich die Hand nicht mehr vor Augen, weil die Geisterkinder ununterbrochen das Licht an- und ausknipsen, um sich im Schutz der Dunkelheit an ihre Opfer heranschleichen zu können. Für den Zuschauer ein Geduldsspiel, lässt sich mangels schlechter Ausleuchtung und wilder Wackelei bald kaum noch Erkennen, was da eigentlich überhaupt in HOLLOWS GROVE passiert.
 
Regisseur CRAIG EFROS hat mit seinem Erstling eine vollkommen spannungsarme Horror-Gurke inszeniert, die auch kein einziges Found-Footage-Klischee auslässt. Wie eh und je wird hier unentwegt gewackelt, gelaufen, gerannt und geschrieen, damit die Nerven des Horrorfans überstrapaziert werden. Bei so überraschungsarmer Horror-Ware fragt man sich ohnehin, was Altstar LANCE HENRIKSEN (IT’S IN THE BLOOD, DAS HALLOWEEN MONSTER, ALIEN und GINGERCLOWN) dazu getrieben hat in HOLLOWS GROVE einen Nebenrolle zu übernehmen und sogar noch den Allerwertesten in die Kamera zu strecken. Wir werden es vermutlich nie erfahren.
 
 
 


 
 
 

HOLLOWS GROVE – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Schockintensive Geisterjagd vor gespenstiger Kulisse. Unerwartete Schreckmomente sind aber auch das einzige, was HOLLOWS GROVE überhaupt nennenswert macht. Regisseur CRAIG EFROS hat mit seinem Schauerdebüt einen der langweiligsten Vertreter Gattung „Found-Footage“ gedreht, der erst in den letzten zehn Minuten aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Bis dahin gibt es schläfrigen Budenzauber von der Stange, der mal wieder von den gleichen Spukklischees Gebrauch macht, die man in nahezu jedem Gruselfilm zu sehen bekommt. Da bewegen sich Gegenstände von Geisterhand und unangenehme Gerüche deuten darauf hin, dass in HOLLOWS GROVE irgendwas nicht so läuft, wie man es sich gern gewünscht hätte. Der Überraschungserfolg GRAVE ENCOUNTERS hat wahrscheinlich mächtig Eindruck hinterlassen, denn im Grunde genommen ist EFROS Spielfilmdebüt nichts anderes als die langweiligere Light-Variante besagter Geisterhatz aus dem Jahre 2011. Auch hier erkundet eine TV-Crew ein unheimliches Gebäude mit mysteriöser Vergangenheit und wird am Ende für die ungefragte Schnüffelei mit dem Tode bestraft. Von den Qualitäten eines GRAVE ENCOUNTERS und dessen Fortsetzung ist HOLLOWS GROVE dennoch Lichtjahre entfernt, dazu fehlen dem Streifen einfach die guten Ideen, um aus der Masse an vielen unbrauchbaren Found-Footage-Streifen hervorstechen zu können. Dennoch: Wer immer noch nicht die Nase voll hat, sich die ständig gleichen Filme mit dem allmählich nervenden Schüttel-Gimmik anzuschauen, dürfte auch HOLLOWS GROVE auf seine Filmliste setzen. Wir meinen jedoch, dass dieser Film dahin gehört, wo er wohl am besten aufgehoben wäre: in der Mülltonne.
 
 
 


 
 
 

HOLLOWS GROVE – Zensur

 
 
 
In HOLLOWS GRAVE werden Protagonisten aus Fenstern geschleudert, Kehlen durchgeschnitten und Helden bei lebendigem Leibe verbrannt. Man darf von einer ungeschnittenen FSK 16 ausgehen, denn sonderlich brutal anzuschauen ist das hier Gezeigte nicht.
 
 
 


 
 
 

HOLLOWS GROVE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Raised by Wolves (2014)

The Possession of Michael King (2014)

 
Grave Encounter 2 (2012)
 
SX Tape (2013)
 
Grave Encounters (2011)
 
Paranormal Activity (2007)
 

Filmkritik: „Play: Tödliches Spiel“ (2014)

mockingbird-2014
 
 
 

PLAY: TÖDLICHES SPIEL

(MOCKINGBIRD)

Story

 
 
 
Einige nichtsahnende Protagonisten werden Teilnehmer eines perfiden Spiels, dessen Ausgang im Desaster endet.

 
 
 


 
 
 

PLAY: TÖDLICHES SPIEL – Kritik

 
 
 
Regisseur BRYAN BERTINO bleibt dem Home-Invasion-Genre treu und lässt nun nach dem in Fankreisen gefeierten THE STRANGERS (2008) erneut einige nichtsahnende Protagonisten in den eigenen vier Wänden ums Überleben bangen. PLAY – TÖDLICHES SPIEL (im Original als MOCKINGBIRD bezeichnet) heißt die neue Terror-Hatz, die im Grunde genommen nichts anderes ist, als eine Neuaufbereitung des erfolgreichen Zu-Hause-Horrors mit LIV TYLER. Dennoch ist dies keine Fortsetzung zu THE STRANGERS, obwohl sich im neusten Streifen des Regisseurs allerhand Parallelen zum Terror-Hit aus dem Jahr 2008 finden lassen. Mit PLAY – TÖDLICHES SPIEL macht sich BERTINO keine Freunde, denn der Verfechter der düsteren Filmgattung macht wenig originell Gebrauch vom mittlerweile nicht mehr ganz so beliebten Found-Footage-Stil, der sich auch in diesem Machwerk den gängigen Klischees jener Filmmethodik unterwirft. Da wird gewackelt als gebe es keinen Morgen mehr und verängstigte Protagonisten filmen ihren Überlebenskampf ganz selbstverständlich mit der Handkamera, damit jede Einzelheit ihres Ablebens auch ja auf Film gebannt werden kann. Das ist nicht nur ziemlich unglaubwürdig, sondern nervt gewaltig, weil BERTINO sich einen Deut darum schert sein uninspiriertes Kameragewackel um neue Ideen zu bereichern. Zudem leuchtet mal wieder nicht ein, wie die Hauptfiguren in Extremsituationen immer noch in der Lage sein können, eine Kamera zu halten, während ihnen ein Fremder nach dem Leben trachtet.
 
PLAY – TÖDLICHES SPIEL lässt Splatter-Herzen schneller schlagen, zumindest geizt die Eröffnungssequenz nicht mit grafischen Details, in der einem wimmernden Jungen recht unfein das Hirn weggeblasen wird. Gewalt als Mittel zum Selbstzweck lautet hier die Devise, wobei der fragwürdige Kindermord vermutlich nur dazu dienen soll, um die Erwartungshaltung des Horrorfans zu wecken. Der dürfte aber recht schnell genervt aus seinem Filmsessel springen, weil PLAY vermehrt auf Terror setzt, statt viel Blut zu zeigen. Bis der jedoch zum Einsatz kommt, muss der Filmfreund reichlich Geduld aufbringen, schließlich lässt sich der Invasion-Terror-Flick eine geschlagene Stunde Zeit, bis es endlich mal interessant wird. Bis dahin klappert BERTINO die gröbsten Etappen üblicher Terror-Macherei ab. Dies langweilt leider schnell, weil die Szenenverläufe der gängigen Found-Footage-Machart entsprechen und sich ständig wiederholen: schreien, wackeln, rennen, wackeln.
 
Ähnlich wie in BERTINOS Debüt THE STRANGERS werden in PLAY einigen Familien von Fremden – diesmal jedoch in Clown-Maskierung – eingeschüchtert, manipuliert und terrorisiert bis sie sich am Ende selbst auslöschen, weil sie unwissend gegeneinander aufgehetzt werden. Das mag zwar durchaus vielversprechend klingen, ist aber im Grunde genommen nicht der Rede Wert, weil PLAY nichts anderes ist, als eine günstig gedrehte Shaky-Cam-Variante des besagten THE STRANGERS, der es einfach an Spannung und vor allem Schauwerten mangelt, die sich Horrorfans nun mal von solchen Streifen wünschen. Diese reduzieren sich auf den genannten Anfangsmord und ein erstaunlich knappes Finale, in dem kurzer Prozess veranstaltet wird. Zudem fehlt dem Terrorfilm einfach das Fünkchen Originalität, um aus der riesigen Masse ähnlicher Wackel-Produktionen hervorzustechen zu können. Demnach ist MOCKINGBRIRD (übrigens der Name der Straße, auf der sich am Ende ein Massaker ereignet) ein mehr als enttäuschendes Zweitwerk, das dem Vorgängerfilm des Regisseurs nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen kann.
 
 
 


 
 
 

PLAY: TÖDLICHES SPIEL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Lass uns ein Spiel spielen: THE STRANGERS im Found-Footage-Gewand. Leidlich spannender und vor allem vollkommen überflüssiger Terrorfilm, bei dem das teils konfuse Gewackel erneut ziemlich störend in Erscheinung tritt. Zwar hat Regisseur BRYAN BERTINO ein ganz brauchbares Drehbuch geschrieben; die lästigen Found-Footage-Klischees berauben dem Streifen aber ganz schnell jeglicher Spannung, damit dem Filmfreund der Spaß um Zusehen vergeht. Die letztendliche Auflösung des gesamten Treibens wirkt aufgrund der halbherzigen Inszenierung erheblich aufgesetzt und hat man in derart Weise auch schon in Filmen wie dem französischen THEM (2006) gesehen. Daher meinen wir: PLAY – TÖDLICHES SPIEL (Originaltitel: MOCKINGBIRD) ist ein gemeiner Zeiträuber und muss man nicht gesehen haben!
 
 
 


 
 
 

PLAY: TÖDLICHES SPIEL – Zensur

 
 
 
Aufgrund des recht ruppigen Mord an einem unschuldigen Jungen in der Eröffnungsszene wurde PLAY – TÖDLICHES SPIEL hierzulande direkt mit der blauen FSK-Kennzeichnung in den Handel gebracht. Zwar werden am Ende einige Protagonisten erschossen; abgesehen von einem toten Haustier gibt es sonst keinerlei Gewalt zu sehen, da PLAY – TÖDLICHES SPIEL eher auf psychischen Terror setzt, statt das Geschehen im Blut zu ersäufen. Die erhältliche FSK16-Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

PLAY: TÖDLICHES SPIEL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Play-Tödliches-Spiel-DVD

(c) Universal Pictures Home Entertainment

 

(Der Film ist hierzulande aus nicht bekannten Gründen vorerst nur als DVD erhältlich)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mockingbird; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Sonstige

Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 79 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Keine

Release-Termin: 09.07.2015

 

Play – Tödliches Spiel (DVD) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

PLAY: TÖDLICHES SPIEL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Strangers (2008)

Them (2006)

Home Sweet Home (2013)

Rage (2010)

The Purge – Die Säuberung (2013)

Filmkritik: „Raised by Wolves“ (2014)

raised-by-wolfes-2014
 
 
 

RAISED BY WOLVES

Story

 
 
 
Einige Kids wagen sich auf die Ranch eines ehemaligen Sektenanführers, dessen Geist hier scheinbar immer noch sein Unwesen treibt …
 
 
 


 
 
 

RAISED BY WOLVES – Kritik

 
 
 
Auch große Namen hinter Filmprojekten müssen nicht gleichzeitig Qualität bedeuten. Manchmal können auch Regisseure Filme vermasseln, die eigentlich bisher immer sehenswerte Horror-Hits in die Heimkinos gebracht haben. MITCHELL ALTIERI und PHIL FLORES sind im Genre mittlerweile keine Unbekannten mehr. Unter dem Namen BUTCHER BROTHERS ist ihnen vor einigen Jahren mit ihrem Indie-Grusler THE HAMILTONS (2006) ein Überraschungshit gelungen, der sechs Jahre später mit THE THOMPSONS erfolgreich fortgesetzt werden konnte. Für HOLY GHOST PEOPLE wagte MITCHELL ALTIERI im Jahr 2013 den Schritt in die „Selbstständigkeit“ und erhielt für sein Solo-Projekt von Kritikern und Fans nur lobende Worte, so dass der Regisseur darin bekräftigt wurde, noch einmal allein Regie zu führen. RAISED BY WOLVES heißt der filmische Schnellschuss, der vermutlich Beweis dafür ist, dass die BUTCHER BROTHERS erst einmal eine kreative Pause einlegen sollten, um nach guten Ideen für neue Filme zu suchen.
 
Es geht um einige Skater-Kids, die das Abenteuer suchen, weil sie mit ihrer Freizeit nichts anzufangen wissen. Der leere Pool einer verlassenen Ranch soll den ultimativen Kick zum Skateboarden bescheren. Dort hat einst Sektenguru Ernest Plainsong sein Unwesen getrieben und seinen minderjährigen Anhängern eingetrichtert, dass sie angeblich von Dämonen besessen wären. Die wurden paranoid und ermordeten sich gegenseitig. Nun, viele Jahre später scheinen sich die Ereignisse erneut so abzuspielen, wie sie sich in den 70ern zugetragen haben. Mit der Ankunft der neugierigen Teenager geschehen abermals seltsame Dinge auf dem Grundstück des verfallenen Anwesens, die erwartungsgemäß kein gutes Ende nehmen werden. Schnell sind die Körper der Kinder vom Bösen besessen, die sich wie Zombies durch die Flure der morschen Hütte bewegen und Jagd auf Jene veranstalten, die noch nicht vom Bösen infiziert wurden. Mikey (Evan Crooks) hält mit seiner Kamera alles auf Film fest und hat sogar einen Ersatzakku dabei, damit er das Massaker an seinen Freunden am Stück filmen kann.
 
Regisseur MITCHELL ALTIERI bedient sich für seinen RAISED BY WOLVES der momentan beliebten Sekten-Filmwelle, die bereits mit THE SACRAMENT, Apocalyptic und CHILDREN OF SORROW einige ähnliche Vertreter vorzuweisen hat, die in letzter Zeit das Licht der Zelluloid-Welt erblickt haben. Offensichtlich von den Morden der Charles Manson Family inspiriert, hat ALTIERI hier einen eher bescheidenen Beitrag zur zwiespältigen Found-Footage-Thematik geschaffen, der nicht einmal ansatzweise dem gerecht werden kann, was man eigentlich bisher von den BUTCHER BROTHER zu sehen bekommen hat. Viel zu sehr kopiert RAISED BY WOLVES jene Erfolgsformeln, die weitaus bessere „Wackelfilme“ zum Erfolg verholfen haben. Eigenständigkeit ist hier Fehl am Platz, denn das Meiste wirkt in diesem Horrorsüppchen derart lieblos zusammenstibitzt, dass ein frühzeitiges Abschalten vorprogrammiert sein dürfte, schließlich lässt sich ohnehin recht schnell vorausahnen, was den einfältigen Protagonisten am Ende blühen wird. Die gehören zu jenen unsympathischen Zeitgenossen, denen man ohnehin das grausame Ausradieren wünscht, ist es dem Zuschauer aufgrund der nicht vorhandenen Identifikationsfiguren ohnehin kaum möglich, überhaupt für einen der Jugendlichen Sympathien zu entwickeln.
 
Konstruiert wirkende Panikmache durch planloses Umhergeirre ist auch in RAISED BY WOLVES Programm. Macher MITCHELL ALTIERI lässt die Kamera nie zur Ruhe kommen, die permanent damit beschäftigt ist, möglichst viele verzerrte Einstellungen zu zeigen, damit dem Zuschauer ganz schnell der Geduldsfaden reißt. Vor allem während der zweiten Filmhälfte wird das Nervenkostüm des Filmfans auf eine harte Probe gestellt. ALTIERI verlagert sein Szenario vom Tag in die Nacht und zeigt nur dass, was das Kameralicht preisgibt. Meist ist das jedoch nur Wand und Boden, denn mit fortschreitender Dunkelheit werden auch die Kids panischer, die bald nur noch verschreckt und orientierungslos durch das Gelände flitzen und reichlich zu kreischen haben. Aus Testosteron gesteuerten Jungs werden scheue Angsthasen und zuvor selbstbewusste Kampfamazonen schreien sich um Kopf und Kragen. Förderlich ist das dem Film leider nicht, zumal sich keiner der Protagonisten einige Minuten Zeit nimmt um darüber nachzudenken, wie man der Misere Herr werden könnte. Stattdessen scheint ALTIERI Spaß daran zu haben, mit immer gleichen Schockmomenten erschrecken zu wollen. Die reduzieren sich auf das meist wenig überraschende Erscheinen der dämonisch infizierte Skater-Freunde, die just dann in den Lichtkegel der Kamera stolpern, wenn diese endlich mal zur Ruhe kommt.
 
RAISED BY WOLVES ist kein guter Film. Hier hält der Horrorfan ein austauschbares Found-Footage-Debakel in den Händen, das aufgrund der Masse an ähnlich gestrickter Billig-Ware schnell wieder vergessen sein dürfte. Apropos: Während die männlichen Kollegen leidlich talentiert um ihr Überleben schreien, haben sie immerhin Ahnung vom Skaten. Leider reicht das nicht aus, um RAISED BY WOLVES halbwegs erträglich zu gestalten. Demnach sollten sich nur Fans der Wackelkamera auf diese Ranch wagen. Gegner der Found-Footage-Plage werden nämlich auch an diesem Schüttel-Ausflug rein gar keine Freude haben. Wir haben gewarnt!
 
 
 


 
 
 

RAISED BY WOLVES – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Beliebiges Wackel-Chaos ohne Höhepunkte, das nur von all jenen gesehen werden sollte, die sich jedes Found-Footage-Desaster reinziehen, um mitreden zu können. RAISED BY WOLVES besitzt weder neue Ideen noch gute Effekte, die den Streifen aus der Masse an ähnlichen Filmen hervorstechen lassen könnten. Ganz übel ist im Übrigen (was für eine Überraschung) die Kameraführung, die den Zuschauer mit heftigem Geschüttel scheinbar an den Rand des Wahnsinns treiben will. RAISED BY WOLVES ist überflüssiger Sekte-trifft-auf-Dämonen-Blödsinn, den man getrost im Händlerregal stehen lassen sollte. Daher: Den nächsten Found-Footage-Film, bitte – Schließlich gibt es ja nicht bereits genug solcher Streifen!
 
 
 


 
 
 

RAISED BY WOLVES – Zensur

 
 
 
Außer einigen Kratzern an Bein und Rücken sowie einem Rohr, das sich durch den Körper eines Protagonisten bohrt, gibt es in RAISED BY WOLVES kaum Gewalt zu sehen. Demnach darf man bedenkenlos mit einer ungeschnittenen FSK16 rechnen.
 
 
 


 
 
 

RAISED BY WOLVES – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Sacrament (2013)

Children of Sorrow (2012)

Apocalyptic (2014)

The Manson Family (2003)

Helter Skelter (2004)

Helter Skelter – Die Nacht der langen Messer (1976)

Filmkritik: „The Possession of Michael King“ (2014)

The-Possession-of-Michael-King-2014
 
 
 

THE POSSESSION OF MICHAEL KING

Story

 
 
 
Die Dämonen, die er rief wird er nun nicht mehr los: Nach dem tragischen Tod seiner Frau Samantha lässt sich Titelheld Michael King (Shane Johnson) mit dem Okkulten ein und öffnet die Pforte zur Finsternis. Die Kamera soll alles in Bilder einfangen und protokolliert die Abwärtsspirale eines Mannes, der tatenlos mit ansehen muss, wie ein Dämon von ihm Besitz ergreift und all die in den Filmhimmel meuchelt, die dem Skeptiker gut und teuer gewesen sind …
 
 
 


 
 
 

THE POSSESSION OF MICHAEL KING – Kritik

 
 
 
Gute Filme braucht das Horror-Genre, schließlich muss man sehenswerte Horrorstreifen mittlerweile wie die Nadel im Heuhaufen suchen, weil Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseuren partout nichts Neues einfallen will. Die Folge sind Genre-Streifen, die den ständigen gleichen Handlungsverläufen folgen und um Klischees und Stereotypen bereichert werden, die Horrorfilme allmählich kaum noch ertragbar gestalten, weil man sich an den ständig wiederholenden Grusel- und Splatter-Rezepturen sattgesehen hat. So wurden in den letzten Jahren unzählige Folterexperten, Serienkiller, Geisterjäger und Remake-Verbrechen in die Wohnzimmer gebracht, von denen sich aber nur wenige in die Herzen der Horrorfans schlitzen, bohren und erschrecken konnten. Viel Unbrauchbares war dabei, wobei sich vor allem kontroverses Found-Footage-Gewackel als überflüssige Spaßbremse herausstellte, weil es sich wie eine Plage durch die Filmlandschaft fraß und in Nullkommanichts alle Bereiche des Horrorfilms infizierte. Nach Kassen-Hits wie PARANORMAL ACTIVITY und BLAIR WITCH PROJECT wurde nahezu jede Kategorie von Horrorfilmen mit dem anfänglich euphorisch gefeierten Wackelstil ausgestattet. Gefühlt tausend Werke später, war die Kuh gemolken und niemand wollte mehr wackelige Filmaufnahmen sehen.
 
Auch wenn Horrorfilme mit dem Schüttel-Gimmick mittlerweile keinen guten Ruf mehr genießen, scheint sich im Found-Footage-Bereich etwas zu tun. Vermutlich haben die Macher gewittert, dass die Shaky-Cam-Flut der letzten Jahre tiefe Spuren hinterlassen hat und sich derart Schaffen immer schlechter verkaufen lässt. Die schwindende Kaufkraft für solche Streifen ist jedoch nicht verwunderlich, haben sich viele der Wackelfilme meist als billige Dutzendware entpuppt, die Horrorfans vorsichtiger werden ließen. Immerhin zeichnet sich aktuell ein Trend ab. Die nächste Generation von Found-Footage-Filmen besticht immer häufiger durch innovativen Umgang mit der Kamera, die nicht mehr nur allein dafür da ist, plakativ erschrecken zu können. Der Trend geht weg vom einfallslosen No-Budget-Streifen hin zu rasanten Hetzjagden, die der Zuschauer aus der Egoperspektive beiwohnen darf und meist um verblüffende Spezialeffekte ergänzt werden. Wie gut das funktionieren kann, haben bereits einige Regisseure im Filmjahr 2014 unter Beweis gestellt. So brachten DEREK LEE und CLIF PROWSE mit AFFLICTED den etwas anderen Vampirfilm in die Kinos; WILLIAM BRENT BELL stockte mit seinem effektreichen Werwolf-Actioner namens WER horrorbegeisterten Zuschauern den Atem.
 
Der nächste Filmemacher, der dem längst totgefilmten Found-Footage-Genre neues Leben einverleiben will ist DAVID JUNG. Mit seinem Debüt THE POSSESSION OF MICHAEL KING versorgt er dem Wackelfilm mit genau jener Zutat, die das Subgenre auch dringend benötigt. Es sind interessante Gedanken und eine bemerkenswerte Sound-Kulisse, die dem Zuschauer reichlich Schauer bescheren sollen, denn JUNGS Tontechniker drehen mächtig an den Reglern, damit perfekt sitzende Schockmomente aus den Heimkinoboxen schallen können. JUNG bedient sich für seinen Erstling bei der aktuell sehr beliebten Okkult-Thematik, die es nach der letzten Okkultismus-Welle in den 70ern erneut ins Kino geschafft hat. Statt jedoch wie so oft von unfreiwillig Besessenen oder der Geburt des Antichristen zu berichten, geht JUNG andere und somit vollkommen neue Wege.
 
Diesmal ist es der Protagonist selbst, der seinen Körper zu Verfügung stellt, damit das Böse hineinschlüpfen kann. Es handelt sich um Dokumentarfilmer Michael King (SHANE JOHNSON), für den die Welt nach dem tragischen Tod seiner geliebten Frau nicht mehr die gleiche ist. Als alleinerziehender Vater schlägt er sich von Kummer geplagt mehr schlecht als recht durch den Alltag und findet auch bald die Ursache für das plötzliche Ableben seiner Frau. Es sind Wahrsager, die er für das schreckliche Ereignis zur Verantwortung zieht, denn hätten die der verunglückten Gattin keine Flausen ins Ohr gesetzt, wäre sie vermutlich noch am Leben. Um zu beweisen, dass die Existenz von Übernatürlichem nur eine Farce raffgieriger Betrüger ist, die so ihr Geld machen, nimmt er seine Arbeitsutensil in die Hand und setzt sich in okkulten Experimenten dem Bösen aus. Lang muss er jedoch auf dämonischen Besuch nicht warten. Mit Hilfe von Drogen und dem Einsatz von Hypnose öffnet er die Pforte zu Finsternis und verschafft einem bösartigen Zeitgenossen Zutritt, der sich ganz ungefragt dem Körper des Rufenden bemächtigt. Leider lässt sich der ungebetene Besuch nicht so leicht wieder los werden, schließlich hat die dämonische Kreatur einen unstillbaren Blutdurst, der nun durch die Hand des Unwissenden befriedigt werden soll.
 
Was als harmloses Experiment beginnt, entwickelt sich für Found-Footage-Verhältnisse zur optisch beeindruckenden Terror-Macherei. THE POSSESSION OF MICHAEL KING dokumentiert in furchterregenden Bildern die Abwärtsspirale eines Mannes, der sich am Rande zum Wahnsinns bewegt, weil er schon bald von bösartigen Stimmen verfolgt wird, die er partout nicht mehr loswird. Genretypisch lässt sich bald nicht mehr differenzieren, was hier Realität ist und was der Psyche des Protagonisten entspringt. Natürlich ist der manipulierte Wahnsinn dem Dämon zu schulden, der sich des nachts dem Körper seines Opfers bemächtigt und diesen als Hülle missbraucht, um schreckliche Dinge veranstalten zu können. Zimperlich gehts demnach nicht in THE POSSESSION OF MICHAEL KING zu, denn Protagonist Michael King muss so einiges über sich ergehen lassen, was Regisseur DAVID JUNG in durchaus unangenehme Bilder einzufangen versteht. Mit fortlaufend psychischen und physischen Verfall, der teils mit Hilfe von gelungenen Spezialeffekten protokolliert wird, verändert sich auch die Kulisse des Gruseltrips. Diese färbt sich wie die Pupillen des vom Bösen Infizierten in grausiges Schwarz und garantiert treffliches Gruselvergnügen, dass durch eine gar unheimliche Surround-Kulisse zusätzlich verstärkt wird. Filmheld Michael King darf sich in THE POSSESSION OF MICHAEL KING nach Herzenslust räkeln, verbiegen und unter Knurren und Stöhnen im Stakkatogang durch die Szenerie bewegen. Für Debüt-Horror ist das technisch beachtlich umgesetzt, denn die Ein-Mann-Show glänzt mit ordentlichen Make-up-Effekten, intelligenten Kameraspielereien und temporeicher Inszenierung, die bald vergessen lässt, dass man hier eigentlich unliebsames Found-Footage-Kino vorgesetzt bekommt.
 
THE POSSESSION OF MICHAEL KING gehört somit zu den Glücksfällen in Sachen Found-Footage und sollte nicht unbeachtet bleiben. Dank stetig steigendem Spannungsbogen, hervorragender Schauspielleistung von Hauptdarsteller Shane Johnson und einer handvoll guter Ideen gehört dieser Besessenheits-Flick trotz Wackelcam-Bonus zu den besseren Vertretern dieser eigentlich unliebsamen Sub-Gattung von Horrorfilmen. Wer im Übrigen akustische Raffinessen im Horrorfilm bevorzugt, darf gern im Abspann etwas lauter drehen, schließlich lässt sich hier nicht vermeiden, dass der ansprechende Soundtrack zum mitwippen einlädt
 
 
 


 
 
 

THE POSSESSION OF MICHAEL KING – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Vergesst THE DEVIL INSIDE und DEVIL’S DUE! THE POSSESSION OF MICHAEL KING ist der bisher beste Okkult-Schocker im Found-Footage-Gewand. Nachwuchs-Horrormacher DAVID JUNG beweist, dass Wackelcam-Filme durchaus eine zweite Chance verdient haben. Wer das nicht glauben will, sollte sich eines Besseren belehren lassen. Dank frischer Ideen, interessanter Geschichte und einfachen, aber wirkungsvollen Schreckmomenten hat es JUNG geschafft, dass Found-Footage erneut auf mehr hoffen lässt. Man darf gespannt sein, was demnächst noch von der Wackelfront kommen wird. Nach Werwolf-Horror WER, Gruselsammlung V/H/S 2 und Vampir-Grauen AFFLICTED wird die Reihe sehenswerter Shaky-Cam-Angstmacher um den Okkult-Schaurer THE POSSESSION OF MICHAEL KING bereichert. Wir meinen: Diesen gut getricksten Found-Footage-Heuler sollte man nicht verpassen!
 
 
 


 
 
 

THE POSSESSION OF MICHAEL KING – Zensur

 
 
 
Trotz Rated R-Freigabe in Amerika gibt es nicht viel Grauenvolles zu sehen. Vorwiegend verstümmelt sich der Titelheld selbst. So bohrt er Nadeln in die Finger oder ritzt sich ein Pentagramm auf die Brust. In Deutschland dürfte der Streifen demnach frei ab 16 Jahren sein.
 
 


 
 
 

THE POSSESSION OF MICHAEL KING – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:

 
Besessen – Der Teufel in Mir (2012)
 
At the Devil’s Door (2014)
 
Wer (2013)
 
Afflicted (2013)
 
Chronicle – Wozu bist du fähig? (2012)

Filmreview: „Hotel Inferno“ (2013)

hotel-inferno-2013
 
 
 

HOTEL INFERNO

Story

 
 
 
Frank Zimosa ist einen Auftragsmörder und erlebt den Einsatz seines Lebens. In einem Hotel soll er ein Killer-Duo auslöschen, erlebt aber hier die Hölle auf Erden …
 
 
 


 
 
 

HOTEL INFERNO – Kritik

 
 
 
Nach dutzenden Serienkiller, Folter- und Geisterstreifen ist es für uns FILMCHECKER eine Wohltat, wenn da per Post Filmnachschub eintrudelt, bei dem man einfach mal den Kopf ausschalten kann. Label LFG hat uns ein ansprechendes Mediabook zugeschickt, dessen Inhalt zumindest bei Splatter-Fans gehörig Eindruck hinterlassen dürfte. HOTEL INFERNO heißt der Splatter-Quatsch für den Film- und Videospielschmiede NECROSTORM verantwortlich zeichnet. Das italienische Produktionsstudio hat sich auf die Herstellung ultra-derber Horrorstreifen spezialisiert, in denen Eimer Kunstblut rudimentäre Filmhandlungen rot färben sollen. Mit blutreichen Gore-Hits wie ADAM CHAPLIN (2011) und TAETER CITY (2012) konnte man sich international bereits einen kleinen Fankreis aufbauen, der natürlich gierig darauf wartet, dass die italienischen Splatter-Werkstatt emsig weiter solche Streifen produziert. Für HOTEL INFERNO hat man sich etwas Neues einfallen lassen und wirbt damit ganz dezent auf dem Cover. Als „The First Ego-Shooter Splatter Movie“ betitelt, werden hier ganz ungeniert Videospiel-Elemente mit der aktuell so beliebten Found-Footage-Zutat kombiniert, was durch Zugabe von reichlich übertriebenem Splatter eine erfrischende Alternative zu all den minderwertigen Wackelgurken der letzten Jahre darstellt. Regisseur GIULIO DE SANTI schien nach TAETER CITY Gefallen am Horror der harten Gangart gefunden zu haben und lies es sich nicht nehmen auch für HOTEL INFERNO auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Ganz nebenbei ist ihm dabei sogar das Kunststück gelungen eine gänzlich neue Filmgattung ins Leben zu rufen, die man tatsächlich so noch nicht auf dem Bildschirm hatte.
 
Die Geschichte des Films dreht sich um Frank Zimosa. Der ist Profilkiller und erhält ein lukratives Angebot bei dem sich eine Menge Geld verdienen lässt. Er wird zu einem Hotel gerufen in dem zwei Mörder ein Zimmer gemietet haben, die nun möglichst kaltblütig um die Ecke gebracht werden sollen. Eine Brille soll die Tat aufzeichnen, die während des Auftrages getragen werden soll. Doch alles läuft anders als erwartet. Auftraggeber Jorge Mistrandia entpuppt sich als gerissenes Schlitzohr und benutzt Zimosa als Marionette, um eine jahrhundertealte Kreatur nähren zu können, die tief unter dem Hotel ihr Dasein fristet. Der Dämon labt sich am Schmerz der Menschen, der mit der Brille eingefangen werden kann. Für Killer Zimosa kein guter Tag, ist doch sein Leben bald selbst in großer Gefahr.
 
HOTEL INFERNO führt den Zuschauer zurück in eine Zeit, in der Horrorfilme mit handgemachten Effekten den Videomarkt erobert haben. Lang ist es her seit Splatter-Streifen wie BRAINDEAD, BAD TASTE oder TANZ DER TEUFEL dem Gewaltfan feuchte Höschen und Zensurbehörden schlaflose Nächte bereitet haben. Für Macher GIULIO DE SANTI vermutlich Grund genug, die glorreichen Zeiten des Splatter-Kinos erneut aufleben zu lassen. Wie zuletzt in Ajas produzierten Remake zu MANIAC (2012) wird der Zuschauer in der Ego-Perspektive durch eine haarsträubende Filmhandlung gejagt und sieht quasi das Geschehen durch die Augen des Filmhelden Frank Zimosa. Der hetzt durch enge Flure, flitzt durch dunkle Gewölbe und kriecht durch dichtes Geäst, um Horden von Gegnern aufzulauern und zur Freude des Horrorfans blutgeil abschlachten zu können. Es werden Köpfe geteilt, Hände zermatscht und Gliedmaßen abgeschlagen – zwar hat der Computer bei einigen Gewaltakten nachgeholfen; die Blutexzesse sehen jedoch so ungekünstelt aus, dass man meinen könnte sie wären in liebevoller Handarbeit entstanden. Leider ist bei soviel Liebe zur Hausmannskost mal wieder der Inhalt etwas sehr kurz gekommen. Auch wenn HOTEL INFERNO mit all seinen Matscheffekten und den diversen Gegner-Invasionen an die berüchtigte Shooter-Reihe DOOM erinnert findet die Geschichte rund um das unheimliche Hotel und seinen grotesken Bewohnern kaum Beachtung. Stattdessen flitzen im Minutentakt Scharen von teils mutierten Filmschurken durch die finstere Szenarie und trachten Held Frank mit allerlei Hieb- und Schusswaffen nach dem Leben. Das Drehbuch wurde zugunsten des Blutzolls auf das Wesentliche beschränkt, besitzt aber dennoch ein annehmbares Tempo, damit es dem Zuschauer bei den oftmals hektischen Schwenks der Kamera nicht langweilig wird. Immerhin lässt Regisseur GIULIO DE SANTI den Zuschauer wissen, dass er eine besondere Leidenschaft für das moderne Horrorkino aus Italien hegt. Sein minimalistisch Score orientierte sich an die kultigen Sound-Kompositionen der italienischen Band GOBLIN, die Ende der 70er und Anfang der 80er durch Soundtracks für italienische Horrorfilme wie SUSPIRIA (1977), DAWN OF THE DEAD (1978) und PHENOMENA (1985) zu Weltruhm gekommen ist. Ob HOTEL INFERNO gleichen Erfolg verbuchen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass Studio NECROSTORM nach ADAM CHAPLIN und TAETER CITY einen Schritt in die richtige Richtung gewagt und dem Splatter-Film durch ein neuartiges Filmerlebnis frische Impulse verleiht hat. Gerade weil die Genre-Schmiede vehement darum bemüht ist sich stetig weiterentwickelt zu wollen, darf man gespannt sein, was da demnächst noch an herrlich überzogenem Gewaltmaterial aus dem schönen Italien kommen wird.
 
 
 


 
 
 

HOTEL INFERNO – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Herrlich überzogener Splatter-Nonsens für Fans bluttriefender Gewaltorgien. Die Schlachtplatte aus dem Hause NECROSTORM verspricht ein gänzlich neues Filmerlebnis, das man so vermutlich noch nie auf dem Bildschirm hatte. In einer Art Splatter-Variante des beliebten Ego-Shooters DOOM werden hier Gegnerscharen im Akkord ins Jenseits befördert und das nicht gerade unblutig. Besonderes Augenmerk sei an dieser Stelle auf die Spezialeffekte gerichtet, die für einen Splatterfilm aller erste Sahne sind und kaum vermuten lassen, dass hier CGI zum Einsatz gekommen ist. Sieht man von der dünnen und leider vollkommen hirnriesigen Geschichte ab, gehört HOTEL INFERNO zweifelsohne zu einer der besten Indie-Gewaltorgien neueren Datums. Bei soviel handwerklichem Geschick können sich deutsche Splatter-Könige wie ITTENBACH, WALZ und Konsorten gern Inspiration holen, schließlich wissen die Jungs von NECROSTORM wie man auch mit kleinem Geld sehbare Splatter-Werke für hungrige Gorehounds werkelt.
 
 
 


 
 
 

HOTEL INFERNO – Zensur

 
 
 
Rechteinhaber LFG hat HOTEL INFERNO direkt im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht und umgeht dabei den strengen Auflagen der hiesigen FSK. Diese hätte das selbstzweckhafte Blutgemansche niemals in ungeschnittener Form freigegeben. Wer demnach den Streifen komplett haben mag, muss sich an den Händler seines Vertrauens wenden. Der Film kann problemfrei bei Onlinehändlern erworben werden, die indizierte Ware im Programm führen. Wer die Möglichkeit hat Filmbörsen zu besuchen, wird auch dort die deutsche Fassung von HOTEL INFERNO kaufen können.
 
 
 


 
 
 

HOTEL INFERNO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Hotel Inferno Mediabook 1
 
Hotel Inferno Mediabook 2
 
Hotel Inferno Mediabook 3
 
Hotel Inferno Mediabook 4
 
Hotel Inferno Mediabook 5

(c) LFG

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Hotel Inferno; Italien 2013

Genre: Horror, Thriller, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 78 Min.

FSK: nicht von der FSK geprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook mit 16-teiligem Buchteil auf 2000 Stück limitiert

Extras: Fun at Work-Feature (01:08 Min.), Special Effects-Feature (02:04 Min.), Ritual-Clip (00:29 Min.), Deutscher Trailer (01:04 Min.), zusätzliche DVD mit dem Hauptfilm

Release-Termin: 06.06.2014

 
 
 
Nach dem Release des Neo-Giallos TULPA spendiert Rechteinhaber LFG auch dem Splatter-Nonsens HOTEL INFERNO eine schöne Veröffentlichung im beliebten Mediabook, das passend zum Hauptfilm ansprechend bunt gestaltet wurde. Besonderes Lob gilt der Übersetzung. Für einen Nischenfilm wie HOTEL INFERNO konnte LFG professionelle Sprecher gewinnen, so dass eine vernünftige Synchronisation zusammengestellt werden konnte. Leider ist das bei Veröffentlichungen von Low-Budget-Produktionen keine Selbstverständlichkeit, gehören mittlerweile minderwertige Übersetzungen zum obligatorischen Standard in Horrorfilmen. Wer nach Sichtung des Streifens gern wissen möchte, wie man die teils verblüffend echt wirkenden Gewalteffekte umgesetzt hat, kann sich hierfür gern das kleinen Special-Effects-Feature zu Gemüte führen, das sich neben Trailer und einem kleinen Gag-Reel auch auf der Scheibe befindet. Ein richtiges Making of oder einen Audiokommentar sucht man stattdessen vergebens. Das ist ärgerlich. Dafür ist jedoch neben der Blu-ray im Mediabook auch die DVD enthalten, die ebenso den Hauptfilm beinhaltet. Das Sammlerstück ist im Übrigen auf 2000 Exemplare limitiert.
 
 

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HOTEL INFERNO – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Evidence (2011)
 
Alexandre Ajas Maniac (2012)
 
Doom (2005)
 
Cloverfield (2008)
 
Enter the Void (2009)
 
Gamer (2009)