Filmreview: „Home Sweet Home“ (2013)

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HOME SWEET HOME

Story

 
 
 
Frank und Sarah sind ein glückliches Paar. Nach einer durchzechten Partynacht zieht es die beiden zurück in die heimischen vier Wände, wo sie jedoch bald feststellen müssen, dass dort irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Die Erklärung offenbart sich schnell. Ein Killer hat sich Zugang zur Wohnung verschafft und beginnt nun ein erbarmungsloses Spiel mit dem jungen Paar zu spielen. Jegliche Fluchtwege sind verbarrikadiert, ein Entkommen scheint unmöglich …
 
 
 


 
 
 

HOME SWEET HOME – Kritik

 
 
 
Horrorfilme aus Frankreich sind inzwischen häufig Garanten für deftigen Schlachthaus-Stil. Nach Beispielen wie HIGH TENSION, MARTYRS, INSIDE und FRONTIER(S) steht Gekröse aus dem benachbarten Ausland nach wie vor für astrein-derbes Splatter-Vergnügen, auch wenn der Erfolg solch „böser“ Produktionen in den letzten Jahren merklich abnehmen musste. Auch Regisseur DAVID MORLET ist einer derer, der sich zu jener jungen Garde mutiger Filmemacher zählen darf, der es eindrucksvoll gelang, den unlängst vergessenen europäischen Horrorfilm zurück in die Lichtspielhäuser der Welt zu transferieren. Sein düsteres Weltuntergangszenario MUTANTS aus dem Jahre 2009 dürfte dem interessierten Horrorfilmfan noch merklich in Erinnerung sein und gehört zu einem der wenigen noch sehenswerten französischen Beiträge. Nun wandelt der Regieneuling auf internationalen Pfaden, was kaum verwundert, wenn man sich die steilen Karrieren seiner ebenso erfolgreichen Landsgenossen betrachtet. Ob ALEXANDRE AJA, XAVIER GENS oder PASCAL LAUGIER; für sie alle bot der moderne, französische Horrorfilm das Sprungbrett ins lukrative Hollywood, wo ihnen die Möglichkeit geboten wurde, ihr cineastisches Talent mittels hoch budgetierten Hochglanzstreifen breitem Publikum zugänglich zu machen.
 
HOME SWEET HOME von DAVID MORLET betritt die just besprochenen internationalen Pfade. Der Home-Invasion-Thriller ist sein englischsprachiger Einstand. Vom klassischen Heim-Terrorfilm Marke FUNNY GAMES (MICHAEL HANEKE), und KIDNAPPED (MIGUEL ANGEL VIVAS) inspiriert, verbrennt er hier ein durchaus beängstigendes Slasher-Feuerwerk, dass zwar bei Weitem nicht die brutale Intensität eines INSIDE (ALEXANDRE BUSTILLO, JULIEN MAURY) erreicht, aber doch für 80 Minuten schweißtreibende Schocker-Unterhaltung sorgt. Die Umschreibung „Schocker“ kommt HOME SWEET HOME dabei ganz gelegen, denn nach all den ultra-brutalen Folterwerken der Vergangenheit holt Regisseur MORLET die traditionellen Zutaten des einst so berüchtigten Horrorkinos zurück auf die große Leinwand. Schreckhaften Gemütern sei mit dieser Kritik an Herz gelegt, dass HOME SWEET HOME in Bezug auf treffsichere Schocks ein ganz schön fieses Filmchen ist, das den Horrorfilmfreund nicht nur einmal ziemlich gemein zusammenzucken lässt. Auch wenn einige dieser Momente erheblich vorhersehbar erscheinen, verfehlen sie ihre Wirkung nur sehr selten. Anders als in klassischen Home-Invasion-Thrillern beginnt HOME SWEET HOME nicht damit, die potenziellen Opfer ausführlich zu charakterisieren. Die ersten 15 Minuten sind gänzlich dem identitätslosen Psychopathen gewidmet, der sich Zutritt zu einem ihm unbekannten Haus verschafft, die Räumlichkeiten studiert und mögliche Fluchtwege versperrt. Danach bereitet er sich auf sein Verbrechen vor, kleidet sich in seine „Arbeitsuniform“ und versteckt sein Gesicht hinter einer perfiden Maskierung. Erst nachdem er seine Vorbereitungen getroffen und sich ein Versteck im Anwesen gesichert hat, werden die potenziellen Opfer eingeführt, die bald realisieren müssen, dass es kein Entkommen aus dem vermeintlich sicheren Heim gibt.
 
HOME SWEET HOME ist ein Paradebeispiel, wie finsterer, gemeiner Horror auszuschauen hat. Auch wenn die Geschichte im Grunde genommen kaum Neues zu bieten hat, durchlebt der Zuschauer zusammen mit den beiden Opfern ein wahres Martyrium, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ungewöhnlicherweise hält sich MORLET gesittet mit dem Abhandeln obligatorischer Schauwerte zurück, was ein wenig verwundert, wenn man sich den Horror-Mainstream vor Augen führt, der aktuell erfolgreich über die internationalen Leinwände flimmert. Die Taten des unbekannten Killers werden zwar angedeutet, jedoch im Off zelebriert, so dass der Zuschauer oftmals nur das Ergebnis der kranken Handlungen zu Gesicht bekommt. Dem vorliegenden HOME SWEET HOME schadet diese Prämisse jedoch keineswegs, wirkt der Film gerade aufgrund seiner durchweg wortkargen und sachlich protokollierten Inszenierung erstaunlich hart und lässt natürlich gegen Ende noch soviel Lebenssaft fließen, dass zumindest der Gorehound zufriedengestellt werden kann. Leider trüben einige altbackene Klischees wie so oft den durchweg positiven Gesamteindruck. So mag man als Zuschauer schon wieder rein gar nicht verstehen wollen, warum der Handyempfang ausgerechnet in solchen Situationen wie diesen auszufallen beginnt und die Protagonisten teilweise vollkommen unüberlegt handeln. Zudem wirkt die letztendliche Auflösung des gesamten Spuks etwas arg reißerisch und ziemlich makaber, was aber dennoch kein Grund sein sollte, HOME SWEET HOME zu verschmähen.
 
DAVID MORLETS englischsprachiges Debüt ist erstaunlich kompromissloser Erwachsenen-Horror, der souverän inszeniert wurde und teilweise schon deutlich professioneller und polierter daherkommt, als sein Erstlingswerk MUTANTS. Der Genre-Freund darf sich überraschen lassen, was MORLET als nächstes aus dem Hut zaubern wird. Dass er ein sicheres Händchen in der Umsetzung spannender Schocker besitzt, beweist er mit HOME SWEET HOME eindrucksvoll. Der Film ist zwar kein Meisterwerk, hebt sich im Vergleich zu all den austauschbaren Filmchen der letzten Zeit aber allemal positiv ab.
 
 
 


 
 
 

Home Sweet Home – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schockintensiver Home-Invasion-Thriller für nervenstarke Filmfreunde. DAVID MORLETS englischsprachiges Debüt ist ein ziemlich schmerzhafter Horrorfilm geworden, der den Vergleich zu ähnlich gestrickter Terrorware nicht scheuen braucht.
 
 
 


 
 
 

HOME SWEET HOME – Zensur

 
 
 
Zwar sind die hier bebilderten Gewaltszenen durchaus hart anzuschauen. Dennoch schwenkt die Kamera wohlwollend in den entscheidenden Momenten weg, so dass dem Zuschauer allzu grausame Szenen erspart bleiben, was aber nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass der Film dadurch weniger schroff wirkt. Es gibt immer noch genügend Gewaltakte, was begründet, warum der Film in seiner ungeschnittenen Fassung seitens der FSK mit der KJ-Kennzeichnung eingestuft wurde.
 
 
 


 
 
 

HOME SWEET HOME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Home-Sweet-Home-2013-Blu-ray-Cover
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Home Sweet Home; Frankreich/Kanada 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Detscher Trailer, Trailershow mit zehn Trailern aus dem Katalog des Anbieters (alle in dt. Sprache)

 
 
 
Anbieter MAD DIMENSION erweitert die Reihe an Horrorveröffentlichungen um HOME SWEET HOME, wobei für den Filmfreund erfreulich sein dürfte, dass es der Film ungeschnitten durch die FSK geschafft hat. Die optische Präsentation des Einlegers orientiert sich an der Gestaltung der übrigen Titel des Hauses und macht sich zusammen mit dem edlen, schwarzen Keep Case hervorragend im Sammlerregal. Nach dem Einlegen der Blu-ray geht es direkt in ein Hauptmenü. Das ist zwar nicht wirklich schön, erfüllt aber seinen Zweck. Neben einer deutschen Tonspur hat der Zuschauer die Möglichkeit den Streifen auch in Englisch zu sehen. Bei der deutschen Synchronisation wird man jedoch schnell feststellen, dass hier etwas wenig Herzblut investiert wurde, denn die Übersetzung ist etwas unglücklich ausgefallen. Zwar sind hier keine Laien am Werk, trotzdem mag man partout nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die Sychronstimmen irgendwie nicht wirklich zu den Darstellern passen möchten. Da im Film ohnehin kaum gesprochen wird und die Sprecher ihre Arbeit dennoch gut meistern, ist dieses kleine Manko aber zu verschmerzen. Tonal gibt es an der DTS-HD MA 5.1-Abmischung nichts zu meckern und auch beim Bild wird dem Horrorfan ein hochwertiger Transfer geboten. Das Bild überzeugt durch gute Schärfe und die vorwiegend erdigen und farblos-düsteren Bilder unterstreichen die arg unangenehme Atmosphäre des grausigen Geschehens optimal. Bei den Extras ist jedoch mal wieder Flaute. Mangelnde Extras gehören vermutlich bei Veröffentlichungen aus dem Hause MAD DIMENSION zum Standard, denn auch die bisherigen Blu-rays des Anbieters besaßen bisher kaum Bonusmaterial. Bis auf den Trailer in deutscher Sprache und eine Trailershow mit zehn Werbefilmchen weiterer Streifen von MAD DIMENSION hat es nichts Nennenswertes auf die Scheibe geschafft. Im Falle von HOME SWEET HOME ist das etwas schade, da es sich schließlich hier um einen Streifen der neuen, jungen französischen Horrorgarde handelt, die mit HIGH TENSION, MARTYRS und MUTANTS den etwas deftigeren Horror zurück in die europäischen Lichtspielhäuser gebracht hat. Auch wenn es noch nicht einmal optionale Untertitel für gehörlose Zuschauer (und die, die sich gern Filme im Original anschauen) gibt, mildert immerhin ein Wechselcover ohne FSK-Flatschen den Ärger des Filmfreundes.
 
 
 

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HOME SWEET HOME – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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THE THEATRE BIZARRE

Story

 
 
 
Nachdem sich eine junge Dame in ein leerstehendes Theater locken lassen hat, zeigt ihr eine menschliche Holzpuppe (Udo Kier) sechs abwechslungsreichen Horrorkurzgeschichten auf der Kinoleinwand:
 
 
Epidsode 1 – The Mother of Toads (Regie: Richard Stanleys -”Dust Devil”/ “M.A.R.K. 13”)
 
Martin und Karina – ein amerikanisches Studentenpärchen – zieht es zum Entspannen ins spanische Bergland. Doch der erhoffte Urlaub endet für das verliebte Paar frühzeitig, als Martin von einer Einheimischen erfährt, dass sie eine Kopie des sagenumwogenen Necronomicon-Buches besitzt.
 
 
Epidsode 2 – I love You (Regie: Buddy Giovinazzos – „Combat Shock“ / “Maniac 2”)
 
Für den alkoholabhängige Axel bricht eine Welt zusammen. Seine große Liebe Mo scheint ihn wegen eines gemeinsamen Bekannten verlassen zu wollen. In seiner Verzweiflung bittet er um Erklärungen für ihre Entscheidung. Da zeigt Mo ihr wahres Gesicht und beichtet ihm alle Vergehen während drei Jahren Beziehung. Eine Beichte mit Folgen …
 
 
Episode 3 – Wet Dreams (Regie: Tom Savini – „Night of the living Dead“ / „Maniac“)
 
Donnie ist ein Frauenheld und betrügt seine Gattin Carla wo und wann es nur geht. Seltsamerweise plagen ihn seit geraumer Zeit Alpträume, in denen seine Affären sich den Spaß machen, ihm seines Genitals zu entledigen. Da der junge Casanova mit der Situation so langsam nicht mehr zurecht zu kommen scheint, vertraut er sich einem Psychologen an. Ein fataler Fehler.
 
 
Episode 4 – The Accident (Regie: Douglas Bucks – “Sisters”)
 
Ein kleines Mädchen wird zusammen mit ihrer Mutter Zeuge eines tragischen Unfalls. Auf einer Waldstraße müssen die beiden hilflos mit ansehen, wie ein junger Motorradfahrer mit einem Hirsch zusammenstößt und beide aufgrund ihrer Verletzungen tragisch verenden.
 
 
Episode 5 – Vision Stains (Regie: Karim Hussain – „Subconscious Cruelty“)
 
Das recht perfide Hobby einer Schriftstellerin: Eine Autorin bringt Leute um die Ecke und entzieht ihren Opfern im Augenblick ihres Todes Flüssigkeit aus deren Augäpfeln, welche sie sich letztendlich selbst injiziert. Daraufhin durchlebt sie noch einmal das Leben derer und hält es auf Papier fest. Der Drang nach neuen Erfahrungen und neuen Geschichten wird immer stärker, als sie eine schwangere Frau vor einem Wohnblock stehen sieht. Der Reiz zu sehen, was ein sterbendes Ungeborenes sehen könnte bevor es stirbt, wird ihr letztendlich zum Verhängnis.
 
 
Episode 6 – Sweets (Regie: David Gregory – “Plague Town”)
 
Estelle und Greg stehen vor den Scherben ihrer Beziehung. Greg liebt Estelle über alles, aber Estelle liebt Greg nicht mehr. Auf einer Vernissage soll das „Beziehungsproblem“ gelöst werden und endet im Desaster.

 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Kritik

 
 
 
Mit THE THEATRE BIZARRE präsentieren diverse namhafte Horrorregisseure ihre ganz eigenen makabren, zynischen und düsteren Interpretationen des „Théâtre du Grand Guignol“ – einem französischem Theater, das in der Zeit von 1897 bis 1962 mit allerhand Gruselstücken, Krimis und rabiat-derben Komödien versuchte das Publikum zu schockieren und somit das aktuelle Splatter- und Horrorkino maßgeblich mitprägte. Herausgekommen sind sechs derart unterschiedlich gestrickte Kurzwerke, die allesamt vereint durch ein recht grotesk-anmutendes Story-Rahmengerüst durchaus Filmkost der etwas anderen und ungewohnteren Art bieten dürften.
 
Unter der Führung von DAVID GREGORY (PLAGUE TOWN) erhielten sechs, in der Horrorfilmszene nicht unbekannte Kult-Regisseure die Aufgabe, unter gleichen Bedingungen und mit jeweils gleichem Budget ausgestattet ihr cineastisches und künstlerisches Können unter Beweis zu stellen. Das Endergebnis gestaltet sich als nicht uninteressant, denn kein Film gleicht sich dem anderen. Die einzelnen Kurzgeschichten lassen durch ihre gekonnt innovative Umsetzung eindeutig die Bildsprache und Erzählweise des jeweiligen Regisseurs erkennen. Demnach dürfte jeder Filmgeschmack unter den Kurzgeschichten befriedigt werden. Ob nun klassisch gruselig, Arthaus-like künstlerisch oder einfach nur ekelhaft; THE THEATRE BIZARRE dürfte auch für den noch so speziellen Horrorfilmgeschmack den passenden Beitrag bieten.
 
Überraschenderweise gestaltet sich die Entscheidung nach seiner ganz persönlichen Lieblingsepisode als überaus schwierig, da alle Segmente auf ihrer ganz eignen charmanten Weise funktionieren und zu überzeugen wissen. Das merklich minimale Budget ist dem Gesamtmeisterwerk an keiner Stelle anzumerken. Jede Episode wurde stimmig, atmosphärisch und liebevoll umgesetzt. Gerade das Rahmengerüst, das die einzelnen Glieder miteinander verknüpft strotzt nur so vor diversen Anspielungen an die großen Horrorfilme der 70er sowie 80er Jahre und punktet mit einer derart liebevollen Umsetzung, dass der Horrorfan vor Freude im Kreise tanzen möchte.
 
Die erste Episode THE MOTHER OF TOADS ist eine liebevolle Hommage an das triviale, hölzerne, aber dafür sehr atmosphärische italienische Trash-Kino der 70er Jahre und entpuppt sich am Ende als stimmiges Horrormärchen. Horrorfilmfans, die einen Hang zu asiatischem Extrem-Arthauskinos besitzen dürften in Episode vier vollends auf ihre Kosten kommen. Aufgrund der arg superben Ausgangssituation gepaart mit ein paar überaus markerschütternden Spezialeffekten sowie dem sehr ernüchternden Ende, dürften sich Freunde asiatischer Genre-Produktionen a lá NAKED BLOOD gierig die Hände reiben. Das dieses innovative Horrorprojekt gerade aufgrund der recht zeigefreudigen und drastischen Darstellung von Gewalt bei deutschen Zensurbehörden für Missgunst sorgen dürfte, sei vorab schon einmal angedeutet. Gerade TOM SAVINIS Episode mit dem recht zynischen, aber irgendwie passenden Titel WET DREAMS und der bitterböse Beitrag SWEETS zeigen sich gewalttechnisch nicht zimperlich, so dass es ein wenig verwundert, dass THE THEATRE BIZARRE hierzulande ungeschnitten von der FSK freigegeben wurde.
 
THE THEATRE BIZARRE ist ein richtiger Kracher geworden und dürfte nicht umsonst als potenzieller neuer Kultfilm gehandelt werden. Hier haben kreative Regisseure sechs abwechslungsreiche und vor allem gehaltvolle Kurzgeschichten abgeliefert, die in ihrer Darstellung ihresgleichen suchen dürften und die jedem offenen Horrorfilmfan aufgrund ihrer absolut unkommerziellen Umsetzung auf jeden Fall zur Sichtung zu empfehlen sind. Schade nur, dass bereits nach kurzweiligen zwei Stunden Spiellaufzeit bereits der Abspann über den Bildschirm flimmert und man das Gefühl nicht los werden möchte, mehr vom THE THEATRE BIZARRE sehen zu wollen. Da darf man nur hoffen, dass dieses Projekt die nötige Aufmerksamkeit erntet, die der Film offensichtlich verdient hat und bald mit einer Fortsetzung gerechnet werden kann. Glaubt man diversen Gerüchten im Internet, ist das Sequel bereits in Arbeit.
 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Gerade aufgrund der absolut unkonventionellen Inszenierung und einer durchweg kreativen Umsetzung haarsträubender Horrorkurzgeschichten darf sich THE THEATRE BIZARRE einen Ehrenplatz in den Herzen weltweiter Genre-Fans sichern – Pflichtprogramm!
 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Zensur

 
 
 
Zu aller Erstaunen wurde THE THEATRE BIZARRE hierzuland ungeschnitten in den Handel gebracht und ist aufgrund einiger deftiger Gewaltakte leider erst für Volljährige geeignet: Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

THE THEATRE BIZARRE – Deutsche Heimkinoveröffentlichung

 
 
 
Neben der herkömmlichen Blu-ray erschien der Film auch als Teil eines umfangreichen Splatter-Pakets mit sechs Filmen auf DVD. Auf diesem Heimkinomedium, das als BLOODY SPLATTER 6 MOVIE PACK in den Handel gebracht wurde, ist der Streifen ebenso ungeschnitten enthalten, wie auf der bereits erhältlichen Einzel-Blu-ray.
 
 
 
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(c) SchröderMedia HandelsGmbH

 
 
 

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THE THEATRE BIZARRE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
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