Filmkritik: „Abrakadabra“ (2018)

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ABRAKADABRA

Story

 
 
 
30 Jahre nachdem sein Vater bei einem tragischen Bühnenunfall verstorben ist, hat Lorenzo Mancini selber eine Karriere als Magier. Doch neben dem Alkoholismus und der überfälligen Miete muss er sich jetzt auch noch mit einem blutrünstigen Mörder rumschlagen, der seine Opfer auf Mancinis Bühne drapiert….

 
 
 


 
 
 

ABRAKADABRA – Kritik

 
 
Die Gebrüder Onetti dürften Genrefans nach den letzten Jahren bereits bekannt sein, zeichnet sich Luciano Onetti doch mitverantwortlich für die Regie, und eigenverantwortlich für die Score zu den bisherigen Neo-Gialli „Sonno Profondo“ und „Francesca“ sowie dem grimmigen Slasher „What the Waters left Behind“, während Nicolás Onetti sich hauptsächlich als (Mit-)Produzent bei Werken wie „Asylum“, – dessen Job als Creative Director er auch belegte – „Aquaslash“ oder gar „Trauma“ betätigt hat, aber neben den eigenen Filmen z.B. auch als Segment Director bei „A Night of Horror: Nightmare Radio“ vertreten war.
 
 
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Einige Jahre an Übung zur Perfektionierung der hauseigenen Low- bis No-Budget-Giallohommage also, und die Zeit hat sich gelohnt: Der mittlerweile dritte Langfilmanlauf setzt voll und ganz auf die audiovisuellen Stärken des Genres und versteht sich zugleich als Hommage, Stilübung und augenzwinkernde Parodie des – in erster Linie – Argentoschen Giallo, dezimiert jeden Anflug von Langeweile oder Aufgeblähtheit mit einer Kürze von gerade einmal 69 Minuten (mit Abspann!) und dürfte jedem Genrefan munden, der die abstrusen Geschichten, endlosen Twists und unbedarft chargierenden Charaktere der alten Filme ebenso genießen konnte, wie die oppulente Optik.
 
 
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Nach einem sehr stumpf brutalen Labelintro mit peinlichem 2000er-CGI, eben jenem Label, das bei der Laufzeitangabe auf dem Backcover stolze 24 Minuten dazu gedichtet hat, nehme ich an, beginnt „Abrakadabra“ mit einem Flashback ins Turin der 50er Jahre, direkt fällt auf wie die kräftig übersättigten Technicolor-Farben die roten Vorhänge nahezu glühen lassen, wie die Font 1:1 aus den Argentofilmen geliehen wurde, wie im Intro eine Femina Ridens-Anspielung zu finden ist, wie eine in Zeitlupe zerberstende Glasscheibe zusammen mit progressiven, verzerrten Gitarrensounds und einem auf der Bühen gehaltenem Vortrag über das Übernatürliche ganz eindeutig „Profondo Rosso“ sowie „Vier Fliegen auf grauem Samt“ Tribut zollen.
 
 
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30 Jahre später, so informiert uns die altmodische Texttafel, wird zu großartigen Panflöten und Chören eine Lustfahrt auf dem Mofa durch den Turiner Sommer gefeiert und von den Kostümen bis hin zum Framing der Einstellungen, Pacing der einzelnen Szenen für sich als auch in der Montage oder den Dialogen fühlt man sich in Rekordzeit in das Jahrzehnt, die Stadt, das Genre hineinversetzt. Als dann das erste Opfer vor dem Auftritt unserers Zauberers Lorenzo Mancini sowie auf dessen Bühne sein Schicksal erleiden darf, tobt sich der Film dermaßen aus was Stilmittel und Argento-Rhetorik angeht, – Nahaufnahmen panischer Augen, Puppen, Reißzooms, mörderische Kunst, artifizierte Tötungen, ermordete Künstler, Bühne als entkoppelter Raum, schnelle Schnittmontagen – dass erstmalig die Idee einer Parodie aufkommt. Auf dem Rückweg vom Theater wird Lorenzo nun fotografiert, was in schwarzweißen Freeze Frames festgehalten wird, erneut ganz wie beim italienischen Meister. Das Radio spricht derweil gelangweilt von einem weiteren Verbrechen im Theater, ich grinse und stelle schockiert fest, dass wir uns erst sieben Minuten im Film befinden.
 
 
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Lorenzo Mancini, der dauerhaft saufende, Schulden habende Magier, ist der Sohn des im Intro verstorbenen Dante des Großen und wird nun des Mordes verdächtigt, dazu findet er nach seiner überraschend zahm inszenierten Zaubershow einen mysteriösen Brief in der Post. Die folgenden Szenen könnte man nun wahlweise konfus, sinnlos oder langsam nennen, ist man rein auf der Suche nach Slasher-Action oder Dialogen, die die Story vorantreiben, doch schon in den Originalfilmen ist szenenweise „nichts“ passiert und auch hier IST der Stil die Substanz. Bei besagter Bühnenshow wird aus Versehen für eine halbe Sekunde der nächste Track angespielt, beim rauchigen Pokerspiel werden drei Augenpaare gleichzeitig eingeblendet, wird nach einer Duschszene herumstolziert, dann natürlich im roten Handtuch und steht irgendwo eine dekorative Flasche rum, ist es selbstverständlich J&B.
 
 
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Wem dieser letzte Block zu zäh war, der dürfte durch das stimmungsvolle, farbenfrohe Licht und die einfallsreichen Winkel hoffentlich trotzdem noch am Ball bleiben, denn nun imitiert Onetti eine astreine Goblin-Score, die mit Hexenchören, Hammond-Orgel, Synthesizern und catchiger Bassgitarre in die Vollen geht, bevor als Nächstes die obligatorische 70s-Barszene mit Progressive Rock und anschließender Schmuseszene von der Genrefilmliste abgehakt wird. Weder die Duschszene, noch diese trippige Einlage mit Mehrfachbelichtung sind dabei je ausgewalzt oder exploitativ, da hier offensichtlich eher dem stilvollen, langsamen und sich auf Charaktere, ihre Umgebungen, und Ermittlungen konzentrierendem Giallo gehuldigt wird, denn den sleazigeren Machwerken der Marke Bianchi.
 
 
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Eine unfassbar stilvolle, mehrfach verspiegelte Präsentation der nächsten Leiche weiß zu beeindrucken, auch wenn die Schauspielerin natürlich noch atmet, etwas Recherche im Zeitungsarchiv, die nächste archetypische Genrestation, offenbart die ersten Hintergrundinformationen. Was von nun an geschieht, ist herrlich angedeutet und doch im Detail unvorhersehbar, leicht verworren präsentiert, blutig, nach gerade einmal 65 Minuten wieder vorbei und bis dahin jede Sekunde wert – denn ich möchte nicht spoilern, doch die Story versteht es trotz der wenigen Charaktere bestens, Giallo-Formulare zu adaptieren, zu überraschen und zu unterhalten. Okkultes, rituelles Zischen wechselt sich mit einem waschechten 80s-Beat ab, gotischer Horror mit neumodischer Parodie, Fulci-Puppen mit expliziten Tenebrae-Zitaten. Hier fühl ich mich wohl.
 
 


 
 
 

ABRAKADABRA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Ein bildhübscher, witziger, charmanter, atmosphärischer und größtenteils kurzweiliger Neo-Giallo mit guten bis „stimmigen“ Darstellern und einem unverwechselbarem Gespür für die Zeit und das Genre. Ein Fantraum im richtigen Bildformat, mit der richtigen Font, den richtigen Farben, Kostümen, Charakteren, Dialogen, Settings, Twists, Kills, Morden usw., ein kurzer Happen verspielter Nostalgie.
 
 


 
 
 

ABRAKADABRA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Abrakadabra“ ist ungeschnitten und ungeprüft. Da bisher noch keine FSK-Prüfung erfolgte, ist die Veröffentlichung automatisch erst für Erwachsene geeignet. Sollte eine FSK-Prüfung erfolgen, kann man von einer ungeschnittenen Freigabe ab 16 Jahren ausgehen.
 
 
 


 
 
 

ABRAKADABRA – Deutsche Blu-ray

 
 
 

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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Abrakadabra; Argentinien | Mexiko | Neuseeland 2018

Genre: Horror, Mystery, Thriller, Krimi

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0, Italienisch DTS-HD MA 5.1, Italienisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 70 Min.

FSK: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Hardbox | Mediabook

Extras: Behind The Scenes „Abrakadabra Raw“ (11:25 Min.), Bildergalerie (2:15 Min.), Trailer (1:51 Min.) | zusätzlich im Mediabook: Hauptfilm auf DVD, Soundtrack, 24-seitiges Booklet von Leonhard Elias Lemke

Release-Termin: Mediabooks: 04.01.2021 | Hardbox: 15.12.2020

 

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ABRAKADABRA – Trailer

 
 



 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Cinestrange Extreme)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Francesca (2015)
 
The Editor (2014)
 
Amer (2009)
 
Der Tod weint rote Tränen (2013)
 
Symphony in Blood Red (2009)
 
Masks (2012)
 
Tulpa (2012)
 

Filmkritik: „Asylum – Irre-phantastische Horror-Geschichten“ (2020)

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ASYLUM – IRRE-PHANTASTISCHE HORROR-GESCHICHTEN

(ASYLUM: TWISTED HORROR AND FANTASY TALES)

Story

 
 
 
Ein alternder, von seiner Frau verlassener Stand-Up-Comedian assoziiert sich durch Genre-Kurzfilme mit Bruchstücken seiner düsteren Vergangenheit.

 
 
 


 
 
 

ASYLUM – Kritik

 
 
Die Liste internationaler Indie-Horroranthologien ist endlos und nur für abenteuerlustige Genrefans in Gänze zu empfehlen, um einen argentinisch-neuseeländischen, so glaube ich, Titel erweitert wird sie durch den vorliegenden Streifen. Produzent und Creative Director Nicolás Onetti, den man schon durch den ideenlosen, aber recht harten Backwood-Slasher „What the Waters Left Behind“ oder den scheinbaren Neogiallo „Abrakadabra“ kennen dürfte, hat hierfür ganze zehn Regisseure zusammengetrommelt, die allesamt entweder einen bereits existenten Kurzfilm beigesteuert, oder einen neuen Beitrag gedreht haben. Was genau der Fall ist, war mir aufgrund fehlender Blu-ray-Extras oder imdb-Einträge leider nicht ersichtlich.
 
 
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Wie dem auch sei: Zu verzerrten, dröhnenden E-Gitarren präsentiert Nicolas Ornetti Opening Credits und hochaufgelöste Nahaufnahmen eines rauchenden, sich auf seinen Auftritt vorbereitenden Clowns. Er betritt die Bühne und erzählt sardonisch von seiner traurigen Geschichte, seiner Ex-Frau und seinen Depressionen.
 
Nach diesen ordentlich gespielten und geschriebenen, wenn auch tonal verwirrenden ersten fünf Minuten startet der erste Kurzfilm, „The Cleansing Hour“. Dieser sehr gelungene Exorzistenhorror mit Twist ist zwar bereits einige Jahre alt und zahlreichen Usern durch das Internet bekannt – doch weniger effektiv macht das die Episode keinesfalls. Mir waren der bissige Dialog, der wunderbar gespielte Fake-Pastor, das erfrischend locker und knackig präsentierte Konzept noch neu. Auch wenn der Zusammenhang zum Anthologie-Intro mit dem Clown nicht klar wird, die Effekte am Ende des Shorts ziemlich peinlich aussehen und der letzte Twist vorhersehbar ist, so gehören diese knapp 20 Minuten definitiv mit zu den besten dieser Anthologie: Noch 8(-)/10.
 
Übrigens ist „The Cleansing Hour“ ein Kurzfilm aus dem später ein Langfilm wurde. Der Streifen lief lange vor Auswertung in dieser Kurzgeschichtensammlung auf Genre-Festivals und kam dort ziemlich gut an. Für Regisseur Damien LeVeck Grund genug, das Exorzismus-Spektakel ein weiteres Mal als Langfilm mit mehr Budget zu adaptieren. Das Ergebnis: „Exorzismus 2.0“, der vor einiger Zeit auch in Deutschland veröffentlicht wurde.
 
 
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Ein bestenfalls mittelmäßiges Bühnenintro mit einer halbnackten, an einen Stuhl gefesselten Frau und vagen Andeutungen später spielt „Asylum – Irre-phantastische Horror-Geschichten“ dann seine Wildcard aus, denn der folgende Zehnminüter, „Drudge“, ist je nach Gusto genial oder absolut dämlich.
 
Ein Mann flext sich zuhause eine metallene Maske und befestigt eine Klinge an seinem Handgelenk, mit epischer Musik und lauten Trommeln im Hintergrund. Eine junge Frau wird von einer Gestalt am Fenster verängstigt und ruft ihre Freundin an. Das Colourgrading ist hässlich und lieblos, die Einstellungen selber aber durchaus ansprechend. Pseudo-Jumpscare, der unfassbar unsympathische Jerk-Boyfriend erscheint und darf miesen Dialog sprechen. ABER DANN kommt der Maskenmann vom Beginn zurück und was folgt, ohne Erklärung, ohne Pointe, mit schwachem CGI, ist so rabiat, kurz, sinnlos und brachial, dass ich es absolut gefeiert habe. 7.5/10
 
 
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Zurück beim, inzwischen hat man es erfasst, in verschiedene Kostüme und grob an die Kurzfilme angepasste Rollen schlüpfenden Moderator für weitere Erinnerungen über die Ex-Freundin, dann geht es weiter mit dem absoluten Tiefpunkt der Sammlung, dem Zombiefilm.
 
Zombies hat vermutlich jeder Horrorfan irgendwann lieben und dann wieder hassen gelernt: Atmosphärische, alte, handgemachte Produktionen lege ich dann und wann immer noch gerne ein, doch die endlose Reihe billiger Non-Produktionen der letzten 25 Jahre hat einer ehemaligen Schreckensgestalt längst jeden Terror genommen und egal ob als Comedy, Drama, Romanze, Schwulenporno, Actionfilm, Thriller, Musical oder Kunstfilm, jedes Genre wurde bereits mehrfach in jeder Länge beackert und mit Zombies durchexzerziert bis zur absoluten Übermüdung. „A Father’s Day“ versucht sich scheinbar an einer leicht dramatischen Rom-Com im postapokalyptischen Zombieszenario, kann aber trotz deftiger Goreeffekte seinen billigen Look nicht verstecken, trotz dauerhaft pseudosentimentaler Streicher im Soundtrack auch seine Ideenlosigkeit nicht. Schlechte Computereffekte, klischeehafte Geigen, eine zu niedrig aufgelöste, letzte Sequenz – immerhin ist dieser belanglose, französische Unfall von einem Beitrag nur 8 Minuten kurz. 3(-)/10
 
 
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Das nächste Zwischenspiel spielt zu Beginn in einer Scheune mit Scheinwerfern und blauem Licht und begnügt sich scheinbar damit, einfach nur eine Zombie- Fressanspielung zu machen – doch dann folgt ein recht abgefuckter Monolog mit beunruhigender Stimmung die wirkt wie die verrückten Reden eines verbitterten Typen mitten im Nichts und siehe da, nach 43 Minuten, also etwa dem ersten Drittel des gesamten Werks, hat „Asylum“ sogar in den bisher nur halb geglückten Interludes meine Aufmerksamkeit.
 
Weiter geht es mit dem argentinischen Beitrag „RIP“, der mit warmen Farben und gemütlicher Wohnzimmer-Stimmung einlullt, bevor sich durch den neugierig machenden Dialog langsam aber sicher Surrealismus und wachsende Verlaufsspannung einstellt. Diese äußerst makabere und schwarzhumorige, wirklich witzige Episode wird zwar leider vom Menü gespoilt, verwandelt sich aber trotztdem auf höchst amüsante und stellenweise immer noch überraschende Weise in eine echte Schlammschlacht, die zwar nie sonderlich explizit ausfällt, aber doch als originell, böse und blutig im Gedächtnis bleibt. Eine witzige, wenn auch in letzter Konsequenz etwas unpointierte Viertelstunde. 7/10
 
 
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Die nächste Überleitung hat man sich quasi ganz gespart, hier ist lediglich ein minimalistisches Set ohne Dialog zu sehen, dann wird man auch schon in die Perspektive eines Patienten geworfen, der in einem spanischen Krankenhaus spanisch in die Notaufnahme gerollt wird. Nach wenigen wirren Sekunden ändert sich das Setting schlagartig zu einer leeren, weiten Landschaft und mit, für das vermutlich überschaubare Budget, sehr überzeugenden Effekten fallen zahlreiche Objekte und Menschen, Krankenhausutensilien sowie ganze Familien, scheinbar aus offenem Himmel in den Shot. Einige Details sorgen für Lacher durch visuelle Comedy, danach offenbart sich schnell der eigentliche Punkt des Shorts: Wir befinden uns vor Trumps Mauer zwischen Mexiko und den USA, die protestierenden Menschen wurden gerade wortwörtlich herausgeworfen. Doch es kommt noch schlimmer, etwas kommt aus Amerika auf die hilflosen Leute zu… Eine kurze und amüsante Polit-Satire mit dem Holzhammer, die weiß ab wann es anstrengend oder zu beliebig werden würde und ein paar nette Ideen hat – 7/10.
 
 
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Eine langsame Mariachi-Einlage in hübschen Bildern leitet eine Ansprache des wandlungsfähigen Moderators ein. Darüber, dass er nur so unglücklich geworden ist, weil er es seinem Vater beweisen bzw. heimzahlen wollte und darüber, dass die Halbzeit erlangt ist. Mein Highlight dieser knappen zwei Stunden lässt sich nun folgend im Animationsbereich finden, da „The Death, Dad and Son“ eine herzerwärmende und stilistisch deutlich von Tim Burton beeinflusste Stop-Motion- Animation ist, die das Nutzen von Film Noir-Vibes ebenso meistert wie visuelle Comedy, nonverbales Charakterisieren oder allgemein ästhetische Einstellungen. Die Animationen begeistern, die Schlusspointe passt perfekt zum verfolgten Stil, der schwarze Humor sitzt. 8.5/10 für diese ideal gepaceten 11 Minuten und „schon“ fehlen nur noch drei Geschichten.
 
 
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Die Zwischenstücke, die bereits düster geworden und ins Manische abgedriftet sind, steuern natürlich auch auf ihren Höhepunkt zu: Zwar kann man schwerlich von einer eigenen Story oder funktionierend aufgebauten Dramaturgie sprechen, für sich allerdings funktionieren mit der Zeit mehr und mehr der Einspieler – so geht es nun vier Minuten lang in einem Bauchredner-Skit in die Vollen, in dem mit männlicher Zerbrechlichkeit und Paranoia gearbeitet wird, mit Alarmsirenen und somit einem perfekten Übergang zur nächsten Episode.
 
Denn in „Entity“ wird, bis auf den Kopf der Hauptdarstellerin wohl komplett mit CGI animiert, die seit Gravity fast schon übliche Geschichte einer Astronautin in misslicher Lage erzählt, die nach einem Unfall alleine im Weltall verloren ist. Die Effekte sind dabei leider allenfalls durchschnittlich und deutlich als solche zu erkennen, doch da die Episode fortan nicht auf Länge und Realismus setzt, sondern auf kurzes Eye-Candy mit bunten Lichtern, einer prägenden letzten Einstellung und pompösen Sounddesign, geht das in Ordnung. Kein Meisterwerk, aber zehn Minuten sehr hübsche Videospiel-Cutscene, die auf Leinwand definitiv zu wirken weiß. 7.5(+)/10
 
 
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Die erste der letzten vier Sequenzen des Films ist nun die wohl gelungenste Zwischensequenz der ganzen Chose, da in bester Aphex-Twin-Manier und mit bunten Lichtern sowie Störgeräuschen endgültig geistiger Zerfall inszeniert wird, bevor die letzte meiner Lieblingsepisoden folgt: „Bloodbath“ ist garstig, böse, konsequent, mit fünf Minuten perfekt lang für das Script und sieht profesionell aus – eine humorlose und nüchtern-realistisch erzählte Situation, mehr braucht es manchmal nicht, 8/10.
 
 
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Ein letztes Mal zurück zu unserem gematerten Präsentator und abseits seiner lächerlichen Mimik wird ein „nettes“, wenn auch unspektakuläres Finale seiner Rahmengeschichte geliefert, die letzte, neunte Episode des Films heißt dann „The Last Show“ und übt sich leider Gottes in reiner Nerverei: Überblende nach Überblende, Wackelkamera und zu schnelle Schnitte, anstrengend unpassende Alternative Rock/Metal-Musik. Hier wollte jemand unbedingt einen auf Rob Zombie machen und dachte „Mehr ist mehr“, aber noch so viele Bildverschmutzungen und aufgesetzte Retro-Looks können nicht über fehlendes Talent hinwegtäuschen, nicht darüber dass einfach nur brutal und eklig und sadistisch sein, ohne gute Effekte oder auch nur annährend ansprechende Bildsprache, nicht annährend genug ist. Weil es nur vier Minuten waren, das Ende nett und ein einzelner Kill spaßig konzipiert wurde noch knappe 4/10, aber hiermit hat sich niemand einen Gefallen getan.
 
 
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Und das war es dann also, nach gerade einmal 103 statt 117 Minuten „schon“, denn der Rest ist Abspann. Was bleibt zu sagen? „Asylum“ hat eine der unüblichsten und unnachvollziehbarsten Entscheidungen für eine Rahmenhandlung bzw. -moderation, die ich bisher gesehen habe und auch wenn die Performance größtenteils zu gefallen weiß, so hätte man sich einige der Passagen ganz sparen, andere verlängern oder gehaltvoller schreiben können. Der Rest ist relativ wild und unzusammenhängend international zusammengeklaut und kann schwerlich in Verbindung zum jeweils letzten Segment gebracht werden, weiß dafür aber auch fast durchgängig zu unterhalten, oder zumindest überraschen. Der altbekannte Horrorkurzfilm „The Cleansing Hour“ konnte punkten, bei der liebevollen Stop-Motion-Animation „The Death, Dad and Son“ ist mir das Herz aufgegangen, „Entity“ war ein bildgewaltiger Weltraum-Trip und „Bloodbath“ zeigt, wie man mit einem Set und einer netten Idee einen auf den Punkt gegarten, garstigen Fünfminüter erstellt – doch der Rest der Filme reicht entweder nur für ein vergnügtes Schmunzeln beim einmaligen Sehen, – „Drudge“, „RIP“ und „Mamon“ sind alle keine Meisterwerke, aber machen noch Spaß – oder aber es handelt sich um einen der beiden echten Rohrkrepierer, auch wenn diese zusammen keine Viertelstunde ausmachen.
 
 
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ASYLUM – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Etwas über 100 Minuten für neun Episoden und eine Rahmenhandlung sind weise gewählt. Durch die Reihenfolge der Stories ist das Pacing trotzdem teils etwas zu behäbig, zum Ende hin dann merkwürdig rasant. Ein echter Hit, gruseliger Horror, durchgängig überzeugender Film oder auch nur mit ein mit einem Geniestreich versehender Streifen ist „Asylum – Irre-phantastische Horror-Geschichten“ also schlußendlich nicht geworden. Doch genug Originalität, Kurzweil, Abwechslung und Blut für aufgeschlossene Genrefans und Fans internationaler Anthologien ist trotzdem zu finden. Rein mathematisch wären es in etwa 6,7, runden wir also doch auf knappe 7/10 auf.
 
 


 
 
 

ASYLUM – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Asylum – Irre-Phantastische Horror-Geschichten“ ist ungeschnitten und besitzt den roten FSK-Flatschen. Horrorfans und Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

ASYLUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Asylum: Twisted Horror and Fantasy Tales; Argentinien | Neuseeland 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1., Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 118 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: Poster, Booklet + Hauptfilm auf DVD

Release-Termin: Mediabook 27.11.2020

 

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ASYLUM – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
A Night of Horror: Nightmare Radio (2019)
 
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Filmkritik: „What the Waters Left Behind“ (2017)

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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND

(LOS OLVIDADOS)

Story

 
 
 

Eine stylischer und kruder Terrorfilm im amerikanischen Stil: Ein Kamerateam gerät in einer verlassenen Stadt an eine ominöse Sippe, die abartigen Neigungen frönt. Dass die Filmleute da bald um Ihr Leben fürchten müssen, dürfte alteingesessenen Horrorfilmkennern klar sein.

 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Kritik

 
 
 
Wenn junge Menschen zu heruntergekommenen Orten reisen, an denen selbst Tankstellenbesitzer nicht mehr das sind, was sie mal waren, dürfte schnell klar sein, wo der Frosch die Locken hat. Hier wird es gewalttätig und unbequem, wie uns bereits TOBE HOOPER in seinem TEXAS CHAINSAW MASSACRE zu verstehen gab. Der drehte im Jahr 1974 einen schmuddeligen Horrorfilm und sorgte damit für Kontroversen. Gleichzeitig verhalf er dem Terrorfilm zu zweifelhaftem Ruhm. Mittlerweile ist nicht mehr ausschließlich Amerika darum bestrebt die Nachfrage an harten Backwood- und Terrorfilmen zu befriedigen. Horror ist schon lange auch ein internationales Phänomen, das ebenso andere Länder dazu bewegt blutige und gewalttätige Schocker zu drehen, die nicht minder kompromisslos sind. Genau jene Reihe Filme wird nun auch um einen argentinischen Beitrag erweitert. WHAT THE WATERS LEFT BEHIND schimpft sich ein weiterer Vertreter dieser Gattung Film, der von Hinterwäldlern erzählt, die Menschen fangen, quälen und anschließend verspeisen. Offenbar gibt es die nicht nur in amerikanischen Horrorfilmen. Auch in Argentinien hausen zwielichtige Gestalten.
 
 
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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND erzählt die Geschichte eines ambitionierten Filmteams, das eine Katastrophe näher untersuchen will. Im Jahr 1985 versankt die argentinische Stadt Epecuén nach einem Unwetter. Der Wasserspiegel stieg an und Lehmdämme konnten der Wasserflut nicht mehr standhalten. Binnen Stunden verschwand die Stadt in den Fluten und musste aufgegeben werden. Erst seit 2009 zieht sich das Wasser langsam zurück und gibt Reste der Stadt frei. Ein gefundenes Fressen für unsere Filmleute. Die machen sich mit einer Augenzeugin auf, um eine Dokumentation über das Atlantis Argentiniens zu drehen. Leider werden die Dreharbeiten schnell unnötig erschwert. Ein Teammitglied nach dem anderen verschwindet unter mysteriösen Umständen. Natürlich wird die Antwort darauf gelüftet. Die verlassene Stadt ist nämlich nicht unbewohnt. Hier leben seltsame Zeitgenossen, die es mit neugierigen Touristen gar nicht gut meinen. Statt ihnen die Stadt zu zeigen, sind die Bewohner am Fleisch der Durchreisenden interessiert. Eine Erkenntnis, die dem Filmteam leider sehr spät kommt.
 
 
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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND ist TEXAS CHAINSAW MASSACRE nur ohne Leatherface. Der Film mit dem poetischen Titel aus der Feder der Regisseure LUCIANO und NICOLÁS ONETTI ist bei genauerer Betrachtung nichts anderes, als eine dreiste Kopie genannten Kettensägenmassakers – nur ohne den Kettensägen schwingenden Bösewicht dieses Kultfilms. Die Verläufe sind identisch und auch für den düsteren Look hat man sich vor allem bei der Neuauflage besagten Terror-Hits bedient. Das bedeutet: dreckige Optik, unbequeme Terrorstimmung, kontrastreiche Bilder und makellose Hochglanzoptik. Mit diesen Erfolgszutaten konnte bereits Produzent und Regisseur MICHAEL BAY Eindruck hinterlassen. Der interpretierte 2003 das TEXAS CHAINSAW MASSACRE neu und deklarierte den kruden Horror der 1970er gleich noch zum Mainstream. Offenbar kam das bei den beiden Onetti-Gebrüdern gut an. Anders lässt sich nicht erklären, warum ihr WHAT THE WATERS LEFT BEHIND dann doch mehr nach Bay ausschaut und eine eigene Handschrift missen lässt.
 
 
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Immerhin scheinen LUCIANO und NICOLÁS ONETTI im Kopieren talentiert zu sein. Zuletzt begaben sie sich mit dem Neo-Giallo FRANCESCA auf die Spuren von einflussreichen Gerne-Filmgrößen Italiens. Ihre Antwort auf den populären Giallo der 1970er Jahre bediente sich Stilmitteln großer Meister dieses Faches. Darunter italienische Filmemacher wie DARIO ARGENTO oder SERGIO MARTINO. Was man mit FRANCESCA ganz brauchbar auf Zelluloid gebannt hat, hinterlässt im Falle von WHAT THE WATERS LEFT BEHIND einen faden Nachgeschmack. Hier hat man wirklich zu viel stibitzt. Weil die argentinischen Filmemacher bekannte Wege scheuen, sind die Verläufe vorhersehbar. Das wirkt sich natürlich negativ auf den Spannungsbogen aus. Zu viele Déjà-vu-Gefühle machen den Streifen zu einer faden Gewaltorgie, die erst im Finale wegen einiger Spezialeffekte etwas interessant wird. Leider bleibt aber auch hier das große Massaker aus. Für einen Film dieses Subgenres sind die Gewaltmomente überschaubar und nicht sonderlich schockierend. Von daher ist WHAT THE WATERS LEFT BEHIND zwar eine lieb gemeinte Hommage an das berüchtigte Kettensägenmassaker von TOBE HOOPER und dem gleichnamigen Remake aus der Mache des MICHAEL BAY. Die Klasse beider Filme erreicht dieser argentinische Beitrag leider zu keinem Zeitpunkt.
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die argentinische Antwort auf TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Frisches Setting, ansprechende Schmuddelästhetik, aber zu vertraute Abläufe. WHAT THE WATERS LEFT BEHIND ist wie eine Lieblingsspeise, die man zu oft auf dem Teller hatte und irgendwann nicht mehr sehen kann. Die optische Aufbereitung ist ein Leckerbissen, die wenig originelle Handlung verursacht dagegen Magengrummeln. Die argentinischen Onetti-Brüder präsentieren dem Zuschauer einen Mix aus TEXTAS CHAINSAW MASSACRE und HILLS HAVES EYES, der rein gar nichts Neues bieten will. Da rollen sich bei alteingesessenen Horrorfilmkennern die Zehennägel. Die Liste an Backwood-Klischees ist lang und wird fleißig abgearbeitet. Nahezu jeder Handlungsverlauf wurde in die rudimentäre Handlung gepresst, den man aus Filmen dieses Subgenre her kennt. Eine ermüdende Prämisse, die kaum Spannung aufkommen lässt, weil Vorhersehbarkeiten nicht ausbleiben werden. Während in der ersten Stunde ausschließlich geredet und gelaufen wird, geht es zumindest in den letzten dreißig Minuten zur Sache. Da werden Beine abgesägt und die für harte Horrorfilme obligatorisch gewordene Vergewaltigung fehlt ebenso wenig. Ob das aber ausreicht, um für diesen Horrorfilm eine Empfehlung auszusprechen, möchten wir bezweifeln. Man sollte sich daher nicht vom ansprechend zusammengeschnittenen Trailer blenden lassen. Wir meinen: Nette Verpackung, lahmer Inhalt – auch wenn der Film interessanterweise an Originalschauplätzen gedreht wurde, die eine tragische Geschichte erzählen.
 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Zensur

 
 
 
In WHAT THE WATERS LEFT BEHIND gibt es einige Gewaltmomente zu sehen. Ein Bein wird mit einer Säge abgetrennt. Ein Bauch wird aufgeschlitzt und Därme fallen auf dem Boden. Eine Vergewaltigung rundet den Gewaltcocktail ab. Der Streifen hat von der FSK eine ungeschnittene Erwachsenenfreigabe erhalten. Angesichts der kruden Thematik schon verwunderlich.
 
 
 


 
 
 

WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) BUSCH MEDIA GROUP (Blu-ray im Keepcase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Los Olvidados; Argentinien 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Trailer, Q&A mit Darsteller Agustín Pardella auf dem Obscura Festival

Release-Termin: 16.11.2018

 

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WHAT THE WATERS LEFT BEHIND – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen: Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Escape from Cannibal Farm (2017)
 
Leatherface – The Source of Evil (2017)
 
Drifter (2016)