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Filmkritik: „Leprechaun Returns“ (2018)

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LEPRECHAUN RETURNS

Story

 
 
 

Nach 25 Jahren wird ein boshafter Zwerg aus seinem Gefängnis befreit und beginnt eine Gruppe von Studenten zu terrorisieren.

 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Kritik

 
 
 
Manche Monster sind einfach nicht tot zu kriegen – vor allem, wenn man mit ihnen Geld verdienen kann. So hat es sich Hollywood seit den 2000ern zur Aufgabe gemacht jeder noch so kultverdächtigen Horror-Kreatur durch ein glattgebügeltes Remake neues Leben einzuverleiben. Viel zu oft scheiterte das Vorhaben – in wenigen Fällen war die Neuauflage dennoch besser als das Original. Da mittlerweile alle bekannten Genre-Bösewichte der 70er/80er durch eine Neuverfilmung den Weg ins neue Jahrtausend gefunden haben und es kaum noch etwas zu remaken gibt, setzt man eben fort, was bei Horror-Nerds von Begriff sein könnte. So gelang es einem irischen Kobold sich in den 1990ern Dank Video-Ära einen Namen zu machen. LEPRECHAUN hies der Horrorspaß, der zwar in den unteren Regalen der Videotheken sein Dasein fristete, es aber bis heute auf sechs mehr oder weniger brauchbare Filme und ein überflüssiges Reboot brachte. Offenbar waren die Rechte in Zeiten günstig, in denen sich kaum noch jemand an den Killergnom erinnern kann. Die letzte, richtige Fortsetzung liegt schon einige Jahre zurück. Grund für die eher für Trash-Filme bekannte Filmbude SYFY genannte Filmreihe 15 Jahre nach dem letzten Sequel fortzuführen. Unter dem Titel LEPRECHAUN RETURN geht es daher nun in Runde 7. Wer die bisherigen Produktionen von SYFY gesehen hat, dürfte mit Grausen erahnen können, was das bedeutet.
 
 
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LEPRECHAUN RETURNS ignoriert alle bisherigen Streifen und Ereignisse. Stattdessen knüpft der Film an das Original von 1993 an und erzählt die Geschichte von College-Studentin Lila (TAYLOR SPREITLER). Die ist die Tochter der Heldin aus dem Original-Leprechaun, welche dort von JENNIFER ANISTON verkörpert wurde. Mittlerweile ist die aber an Krebs verstorben. Dennoch verschlägt es Lila zurück an den Ort, an dem die Mutter einst gelebt hat. Dort will die junge Frau mit ihren Kommilitonen ein Haus auf Vordermann bringen, das als neues Verbindungsheim dienen soll. Leider befreit man bei den Renovierungsarbeiten genau jenen Leprechaun, den einst die Mutter vor 25 Jahren in die Knie gezwungen hat. Der macht genau dort weiter, wo er in den 1990ern aufgehört hat und begibt sich auf die Suche nach seinem Gold, das ihm vor 25 Jahren von seinen Gegenspielern weggenommen wurde. Das ist für die jungen Helden in LEPRECHAUN RETURNS nicht sonderlich erfreulich. Die wissen anfangs nicht, wie ihnen geschieht und was der Kobold will. Doch Heldin Lila bietet dem raffgierigen Gnom die Stirn.
 
 
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Ach nee, das hätte nun nicht wirklich sein müssen. Was aus den SYFY-Studios kommt, ist berechtigterweise für die Tonne. Gleiches kann man auch über LEPRECHAUN RETURNS sagen, der genau das widerspiegelt, für das Produktionen aus genannter Resterampe stehen. Die zeichnen sich durch mindere Qualität aus, mit der man möglichst viel Geld verdienen möchte. Demzufolge macht LEPRECHAUN RETURNS dem Namen SYFY alle Ehre und kurbelt eine überraschungsarme Geschichte ab, die nach den bekannten Formeln abgehandelt wird, welche sich das Studio SYFY seit Bestehen auf die Stirn geschrieben hat. Für all jene, die nicht wissen, was gemeint ist: LEPRECHAUN RETURNS ist seichte Horrorunterhaltung auf TV-Niveau, die schnell abgedreht wurde, kaum Substanz besitzt und auch sonst eher leichte Gemüter ansprechen möchte.
 
 
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Wie in den meisten SYFY-Gurken kämpfen auch in LEPRECHAUN RETURNS nicht sonderlich helle Jungdarsteller gegen ein Monster, das irgendwie in die Knie gezwungen werden muss. Diesmal sind es aber keine Zombies, CGI-Kreaturen oder Geister. Dieser SYFY-Film rückt einen Kobold in den Mittelpunkt, der zynische Sprüche von sich gibt, über die man mit fortschreitender Laufzeit gar nicht mehr lachen kann. Zwergen-Darsteller LINDEN PORCO tritt ein großes Erbe an. Dem wurde die ungnädige Ehre zuteil, in die Fußstapfen von WARWICK DAVIS zu treten, der in allen bisherigen LEPRECHAUN-Streifen den Kultkobold verkörpert hat. Ein Unterfangen, das bereits vor Drehbeginn zum Scheitern verurteilt war. Horrorfans sind so ziemlich eigen, wenn es um Horrorfilm-Ikonen geht, die das Genre maßgeblich mitgeprägt haben. Genau das wird auch in LEPRECHAUN RETURNS zum großen Problem. Zwar sieht der Kobold aus, wie der Leprechaun aus genannter Film-Reihe. Dennoch bleibt für eingefleischte Fans unübersehbar, dass die Rolle des goldgierigen Gnoms von einem anderen Darsteller verkörpert wird. Somit macht es LEPRECHAUN RETURNS dem Remake von A NIGHTMARE ON ELM STREET gleich. Auch dort tauschte man den beliebten Hauptdarsteller gegen einen neuen aus. Weil ROBERT ENGLUND nicht mehr als zynische FREDDY KRUEGER zu sehen war, erhielt die Neuverfilmung von Genre-Anhängern kaum Zuspruch.
 
 
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Gleiches Schicksal dürfte nun auch LEPRECHAUN RETURNS ereilen, der kaum der Rede wert ist und irgendwie überflüssig wirkt. Die Handlung wurde aufs Wesentliche beschränkt und besteht einzig darin eindimensionale Darsteller nacheinander in den Filmhimmel zu jagen. Immerhin versucht SYFY das beste aus dem rudimentären Filmkonzept zu machen. Der Film nimmt sich nicht immer bierernst und zieht die trashige Inszenierung bewusst ins Lächerliche. Das wird vor allem bei den diversen Morden deutlich. Die sind zwar blutig aber derart überzeichnet, dass ein comicgleicher Unterton nicht von der Hand zu weisen ist. Leider mangelt es dem Streifen an Neuerungen. LEPRECHAUN RETURNS spult die gleichen Verläufe ab, die bereits in den Filmen zuvor Programm gewesen waren. Man erfährt nichts Neues über den mordenden Kobold und auch sonst fehlen diesem Ableger frische Ideen. Das mag für all jene nicht schlimm sein, die bisher noch keinen Streifen dieser Reihe gesehen haben. Wer jedoch alle sechs LEPRECHAUN-Filme (das doofe Reboot mal ausgenommen) kennt, dürfte sich bei diesem Ausflug ins irische Kobold-Universum schnell gelangweilt fühlen.
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wo SYFY draufsteht, ist auch SYFY drin. LEPRECHAUN RETURNS ist dreiste Resteverwertung und fühlt sich an, als habe das Studio SYFY einen ihrer bisherigen Kreaturen-Filme genommen und einfach nur das Filmmonster gegen einen mordenden Kobold ausgetauscht. Das Filmkonzept ist rudimentär. Das bedeutet: eindimensionale Jungdarsteller werden nacheinander durch einen Killergnom ermordet – Spannungsfreiheit inklusive. Das ist ziemlich langweilig, auch wenn sich der Streifen nicht immer bierernst nimmt. Immerhin erwähnenswert: LEPRECHAUN RETURNS ist der bisher blutigste Teil der Reihe. Ob das einen guten Horrorfilm auszeichnet, möchten wir bezweifeln.
 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Zensur

 
 
 
LEPRECHAUN RETURNS ist der blutigste Teil der Reihe und auch ziemlich zeigefreudig. Ein Auto fährt über einen Kopf, der Leprechaun wühlt sich durch Gedärm und ein Protagonist wird von einer herabfallenden Solaranlage in zwei Hälften geteilt. Aber das ist noch längst nicht alles. Für die Rückkehr des Killerkobolds hat man sich noch weitere zynische Morde einfallen lassen, was dafür sorgen dürfte, dass LEPRECHAUN RETURNS hierzulande wohl eher mit rotem FSK-Flatschen in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Syfy)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Leprechaun’s Revenge (2012)
 
Leprechaun (1993)
 
Leprechaun 2 (1994)
 
Leprechaun – Tödliches Spiel in Vegas (1995)
 
Space Platoon (1997)
 
Leprechaun 5 – In the Hood (2000)
 
Leprechaun 6 – Back 2 tha Hood (2003)
 

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Filmreview: „Red Clover“ (2012)

Red Clover (2012)
 
 
 

RED CLOVER – LEPRECHAUN’S REVENGE

Story

 
 
 
Karen (Courtney Halverson) stolpert während eines Jagdausflugs mit ihrem Großvater im Wald über ein rotes Kleeblatt, rupft es aus und erweckt dadurch einen bösartigen Leprechaun, der sich durch die nahe liegende Stadt meuchelt …
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Kritik

 
 
 
Vor geraumer Zeit noch als SYFY TV-Produktion für den gleichnamigen Sender unter dem Titel LEPRECHAUN’S REVENGE gelaufen, wurde der Streifen noch einmal für den Videomarkt zurechtgestutzt und läuft nun direkt unter dem AFTER DARK ORIGINAL-Banner. Unüblicherweise hat der Spartenkanal diesmal nicht selbst produziert, sondern die Arbeit den Kreativen von AFTER DARK FILMS überlassen. Eine gute Entscheidung, wissen doch schließlich die Macher des kanadischen Filmfestivals, wie man gruselige Filme zaubert. Unter neuem Namen kommt das Schauermärchen nun auch in die Heimkinos. Um sich von der miserablen Qualität der Werke des trashigen SYFY-Channels zu distanzieren, wurde nicht nur das Intro verändert, sondern auch gleich LEPRECHAUN’S REVENGE in RED CLOVER umbetitelt. So bleiben Verwechslungen mit der beliebten LEPRECHAUN-Serie erspart, in der WARWICK DAVIS als garstiger irischer Kobold habgierigen Zeitgenossen die Leviten las. Trotz AFTER DARK FILM Produktionsteam muss man jedoch sagen, dass RED CLOVER zwar bedeutend besser ist, als das was SYFY sonst so alles selbst hervorbringt; im Vergleich zum kürzlich besprochenen DARK CIRCLES, der ebenso aus der AFTER DARK-Mache stammt, liegen jedoch Welten zwischen diesen Filmen. Das mag vor allem an der relativ unhomogenen Handlung liegen. Die ist zwar vorhanden, aber derart hektisch und lieblos zusammengekleistert, dass nur selten wirkliche Gruselstimmung oder gar Spannung entstehen will. Zwar gibt es hin und wieder einige stimmige Momente, dennoch läuft in RED CLOVER mal wieder alles nach der bekannten Genre-Rezeptur ab: Töten und getötet werden. Der erweckte Leprechaun ist permanent damit beschäftigt, Gold zu fressen oder die Bewohner des Ortes in Stücke zu reißen. Sein Vorgehen läuft immer und viel zu oft nach gleichem Schema ab, so dass der nette Splatter-Gimmick schnell in Langeweile verpufft und sich der märchenhafte Charme der irischen Folklore in Luft auflöst. Immerhin hat man sich beim Creature-Design viel Mühe gegeben. Der irische Kobold hat nichts im Geringsten mit dem Antagonisten der beliebten LEPRECHAUN-Reihe gemein. Statt einem giftigen Waldzwerg bekommen wir hier ein tierähnliches Monstrum vor die Linse, das glatt aus der Welt von PANS LABYRINTH (2006) entsprungen sein könnte. Statt Wünsche zu erfüllen, bringt die bedrohliche Kreatur den Tod, wobei man lobenswert erwähnen sollte, dass man hier auf ein wirklich gutes Kostüm zurückgegriffen hat und keine vorgefertigten Pixel aus dem Computer zum Einsatz kommen mussten, um den Leprechaun zum Leben zu erwecken.
 
Wie es mal wieder im Horrorfilm üblich ist, müssen viele Menschen auf möglichst ruppige Art und Weise sterben. Nachdem Heldin Karen (COURTNEY HALVERSON) ein geheimnisvolles rotes Kleeblatt aus dem Waldboden gerupft hat, erwacht auch gleich ein zorniges Fabelwesen aus seinem Schönheitsschlaf und beginnt eine amerikanische Kleinstadt zu attackieren. Trotz vieler Leichen tappt die Polizei wie üblich ewig im Dunkeln und der leidgeplagten Karen will mal wieder niemand Glauben schenken, obwohl ihr seit der Begegnung im Wald ein bösartiges Wundmal in Kleeblattform auf der Hand wuchert. Vier mystische Hufeisen sollen den Kobold in die Schranken weisen und den Fluch aufheben, mit dem die selbstbewusste Karen belegt wurde. Doch die müssen erst einmal gefunden werden. Zusammen mit Großvater Pop O’Hara (WILLIAM DEVANE) und dem heimlichen Verehrer Dax (DAVE DAVIS) macht sich die Tochter des örtlichen Sheriffs (BILLY ZANE) an die Arbeit, die Relikte zu finden und dem blutigen Treiben ein Ende zu setzen. Apropos blutig: Lebenssaft fließt in RED CLOVER zur Freude der Gorefraktion doch großzügig. Das Spezialeffekte-Team hat beim Ekel-Make-up auf Handgemachtes zurückgegriffen, was durchaus seine Vorteile besitzt. Da spritzt grotesk viel Blut an Wände und Körper werden entweder zerschlissen oder zerfetzt. Ganz zur Freude der Monstertrash-Fans, die sich bei derart übertriebenem Einsatz an Kunstblut und Schweinedärmen an die guten alten Splatterzeiten der 80er Jahre zurückerinnert fühlen dürften. Trotzdem, RED CLOVER ist nichts Halbes aber auch nichts Ganzes. Blut und Gewalt allein machen nämlich noch keinen guten Horrorfilm aus. Irgendwie haben die Macher ganz vergessen, aus den Legenden des Leprechauns etwas Gescheites zu machen, obwohl genug Potenzial vorhanden gewesen wäre. Statt stimmigen und düsterem Horror-Märchen mit vielen Grusel- und Schockmomenten, blitzt in RED CLOVER viel zu oft das typische SYFY-Niveau durch, dass eigentlich stets dumme und gehaltlose 08/15-Unterhaltung verspricht. Es wird gemetzelt, geschrieen und gerannt – das war´s. Das hat man alles bis zum Erbrechen auf der Mattscheibe gehabt, so dass RED CLOVER einfach nur ein beliebiger Monsterklamauk ist, der sich zwar nicht immer ganz so ernst nimmt, aber sein Dasein ganz schnell in den hinteren Regalen der Videotheken fristen wird. Im Fall von RED CLOVER ist wieder offensichtlich, dass manche Filme einfach nur fürs TV gemacht sind und auch nur dort laufen sollten, denn wer dafür Geld bezahlt, ist selber schuld!
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Blutiger Horrorspass für Liebhaber rasanter Monster-Märchen. RED CLOVER ist Fast-Food-Horror für den kleinen Hunger zwischendurch, der zwar kurzfristig das Hungergefühl stillt, aber schon nach wenigen Stunden erneutes Magenknurren verursacht. Auch wenn AFTER DARK ORIGINAL auf dem Cover steht, entpuppt sich der Fabelwesen-Grusler als typischer SYFY-Murks, der sich zwar nicht immer ganz so ernst nimmt aber außer etwas Gewalt nichts weiter Gehaltvolles zu bieten hat. Wer schnell heruntergekurbelten Trash mag, darf gern zugreifen. Filmfans, die spannend unterhalten werden möchten, schauen leider doof aus der Wäsche.
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Zensur

 
 
 
RED CLOVER ist ein TV-Film und das merkt man auch bei den Gewalteffekten. Die sind zwar zahlreich, aber nicht sonderlich grausam, so dass RED CLOVER hierzulande bedenkenlos ab 16 Jahren auf Heimkinomedium erscheinen wird.
 
 
 
 


 
 
 

RED CLOVER – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
 
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