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Filmkritik: „Little Devil“ (2014)

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LITTLE DEVIL

(DEMON BABY | WANDERING ROSE)

Story

 
 
 
Rose (Carina Birrell) und Theo (David Wayman) wollen die kränkelnde Beziehung in den Bergen Schottlands auffrischen. Bis Rose ällmählich dem Wahnsinn verfällt und sich der friedliche Campingausflug zum Albtraum entwickelt.
 
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Kritik

 
 
 
Achtung Mogelpackung im Anmarsch, denn im Falle von LITTLE DEVIL (Originaltitel: DEMON BABY) wird der Zuschauer mal wieder äußerst geschickt hinters Licht geführt. Der Originalfilmtitel suggeriert nämlich das, was der Streifen gar nicht ist: teuflischer Okkult-Horror in dem der Leibhaftige wiedergeboren wird. Warum der anfänglich betitelte WANDERING ROSE im Original eine reißerische Umbenennung erhalten musste, wirft Fragen auf. Man darf aber davon ausgehen, dass die Marketingabteilung des Produktionsstudios eine wesentliche Rolle bei der Neukreation des Titels gespielt haben dürfte, um den Film international besser vermarkten zu können.
 
 
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Statt einem teuflischen Kinovergnügen steht psychologischer Horror auf der Tagesordnung. Für den zeichnet einmal mehr jemand Unbekanntes verantwortlich, der erste Erfahrungen auf dem Gebiet des Filmemachens beginnt zu sammeln. Das ist bei Indie-Horrorfilmen mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr und hat bisher manch unentdecktes Talent zum Vorschein gebracht, das nun für große Studios in Hollywood Kinoerfolge am Fließband fabriziert. Doch kann CORRIE GREENOP legendären Regiegrößen wie SAM RAIMI oder PETER JACKSON das Wasser reichen, denen ebenso kleine Indie-Produktionen die Tür zur Traumwerkstatt geöffnet haben?
 
 
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In seinem ersten Film sind Rose (CARINA BIRRELL) und Theo (DAVID WAYMAN aus NAZI ZOMBIE BATTLEGROUND) ein unverheiratetes Paar, das im Nordosten Schottland versucht zueinander zu finden. Die Beziehung liegt im Argen und Rose ist im dritten Monat schwanger, so dass die angeschlagene Bindung bei einem gemeinsamen Campingausflug etwas aufgefrischt werden soll. Leider wird das Liebesglück vor unerwartete Herausforderungen gestellt, denn inmitten der Wildnis fühlt sich Rose furchterregenden Bedrohungen ausgesetzt. Ein geisterhaftes Wesen scheint der verunsicherten Frau auf Schritt und Tritt zu folgen und die Begegnung mit einem Polizisten schürt Misstrauen. Als die werdende Mutter beginnt eine seltsame Paranoia gegenüber der eigenen Schwangerschaft zu entwickeln, kommt es zur Katastrophe.
 
 
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LITTLE DEVIL ist erschütterndes Kopfkino, bei dem sich das Grauen im Kopf des Zuschauers manifestiert. Die mitleiderregende Figur der Rose erlebt im Film eine tragische Verwandlung, die Schuldgefühlen und Ängsten den Weg weist. Regisseur CORRIE GREENOP arbeitet mit Metaphern und Mehrdeutigkeiten – schlüssige Erklärungen werden nicht geliefert und die Vergangenheit der traumatisierten Filmheldin nur spartanisch beleuchtet. Wie sich im Verlauf des Streifens herausstellen wird, hat sich Rose für eine Abtreibung des Kindes entschieden und ist umso überraschter als der nichtsahnende Liebste beim Kuscheln von kleinen Schlägen unter der Bauchdecke seiner Freundin berichtet. Das lässt die Kindsmutter zweifeln, die plötzlich nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann und dem Wahnsinn verfällt.
 
 
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Mit Horror im herkömmlichen Sinne hat LITTLE DEVIL nichts am Hut. Vielmehr verfolgt der Filmfreund den mentalen Abstieg einer jungen Frau, die in der Vergangenheit Schlimmes erlebt haben muss und alles dafür tut, dass der Partner nichts davon erfährt. Rose scheint ein unnatürliches Misstrauen gegenüber dem männlichen Geschlecht aufgebaut zu haben. Hier ist wohl auch der Grund des plötzlichen Schwangerschaftsabbruchs zu suchen. Hat Rose die Treue in ihrer Beziehung nicht ernst genommen oder wurde sie Opfer eines sexuellen Missbrauchs? Eine plausible Erklärung gibt CORRIE GREENOP nicht. Stattdessen spielt er mit Rückblenden und räumt dennoch genug Interpretationsspielraum ein, damit sich der Zuschauer am Ende – trotz überraschendem Twist – ein eigenes Urteil bilden kann.
 
 
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Dass LITTLE DEVIL dann doch tiefgründiger ist, als der reißerische Titel vermuten lässt kommt nicht von Ungefähr. In einem Interview erklärte der Regisseur, dass er ein großer Fan südkoreanischer und japanischen Horrorfilmen ist, die nicht durch Splatter auffallen sondern durch psychologisches Grauen bewegen wollen. Ungewöhnlicherweise zählt er neben asiatischen Genre-Perlen wie THE EYE oder TALE OF TWO SISTERS auch den australischen THE BABADOOK zu seinen Favoriten. Letzterer ist dem Aufbau von LITTLE DEVIL nicht unähnlich, erreicht aber nicht einmal ansatzweise dessen zermürbende Intensität. Wer sich trotzdem mit diesem psychologischen Horrordrama auseinandersetzen möchte, sollte sich nicht von dem auf Horror getrimmten Trailer und dem irreführenden Filmplakat verwirren lassen. Wie schon bei genanntem THE BABADOOK aus dem Jahre 2014 wurde auch das Marketing für LITTLE DEVIL unglücklich geplant, das unheimlichen Geisterhorror verspricht. Leider sucht man Spuk und Gänsehaut im Film vergebens!
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Genrefilm, der sprichwörtlich unter die Haut geht. LITTLE DEVIL (im Original: DEMON BABY – Produktionstitel: WANDERING ROSE) ist verstörendes Kopfkino mit tragischem Ausgang vor traumhafter Naturkulisse. Anders als der Titel und das Filmplakat vermuten lassen ist LITTLE DEVIL jedoch kein Film in der Machart des Polanski-Klassikers ROSEMARIES BABY. Vielmehr protokolliert dieses Debütwerk den mentalen Abstieg einer von Schuldgefühlen zerfressenen Frau, die von den Dämonen ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Dabei verwendet Regisseur CORRIE GREENOP immer wieder Elemente aus asiatischen Geisterfilmen und legt so falsche Fährten. Die versuchen nicht nur den Zuschauer zu verwirren, sondern auch die scheinschwangere Protagonistin, die bald nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann. Demzufolge sollte man LITTLE DEVIL (der mit WANDERING ROSE anfänglich einen anderen und weitaus plausibleren Titel besaß) mit dem Wissen sehen, dass es sich hier um keinen waschechten Horrorfilm handelt. Nur mit dieser Erwartungshaltung wird man nicht enttäuscht werden.
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt gibt es in LITTLE DEVIL nicht zu sehen. Kein Wunder, handelt es sich hier eher um psychologischen Horror der nicht viel Blut zum Verstören benötigt. Die Protagonistin verletzt sich in der Dusche selbst und am Ende gibt es einen unerwarteten Mord zu sehen. Der wird aber nicht explizit gezeigt, denn die Kamera blendet weg. LITTLE DEVIL hat hierzulande eine FSK16 erhalten. Wegen Bonusmaterial ist die erhältliche Scheibe aber FSK18.
 
 
 


 
 
 

LITTLE DEVIL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies | Soulfood Entertainment (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demon Baby; Großbritannien 2014

Genre: Drama, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 74 Min.

FSK: Film: FSK16 | Blu-ray wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016 (BD KeepCase)

 

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LITTLE DEVIL – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte liegen bei Daredo | White Pearl Movies | Soulfood Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Babadook (2014)
 
Rosemaries Baby (1968)
 
Devil’s Due – Teufelsbrut (2014)
 
Unborn – Kind des Satans (1991)
 
Delivery: The Beast Within (2013)
 
Dark Circles (2013)
 
The Devil Incarnate (2013)
 

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Kritik: „Blood Lake: Attack of the Killer Lampreys“ (2014)

Blood Lake (2014)
 
 
 

BLOOD LAKE –

ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS

Story

 
 
 
Eine amerikanische Kleinstadt wird von hungrigen Neunaugen terrorisiert, die ihren natürlichen Lebensraum verlassen müssen, weil sie nichts mehr zu fressen finden …
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Kritik

 
 
 
THE ASYLUM ist wieder da und versucht sein Glück erneut auf dem Fischmarkt. Nach dem Überraschung-Hit SHARKNADO, über dessen Erfolg sich noch immer die Geister scheiden, ist es verdächtig ruhig um die Trash-Werkstatt geworden, obwohl das Studio rastlos damit beschäftigt ist, neue billig produzierte Mockbuster in Läden und Fernsehen zu bringen. Scheinbar haben trashige Ableger erfolgreicher Blockbuster, wie ANDROID COP (die B-Movie-Version des ROBOCOP-Remakes) oder APOCALYPSE POMPEII (ASYLUMS Billig-Antwort auf Andersons Effekteschlacht POMPEII) nicht die nötige Aufmerksamkeit erhalten, die man sich nach den fliegenden Haifischen erhofft hatte. Kurzum wurde die SHARKNADO-Erfolgsformel noch einmal aus der Schublade gekramt und leidlich unterhaltsam aufgewärmt. Seltsamerweise hat ASYLUM den Arbeitgeber gewechselt. Statt wie bisher minderwertige Filme für den amerikanischen Science-Fiction-Sender SYFY zu produzieren, arbeitet man jetzt auch für den Tierkanal ANIMAL PLANET, der eigentlich für seine eher familienfreundlichen Tierdokumentationen bekannt ist. Was dort jedoch ein Film wie BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS zu suchen hat dürften vermutlich allein die Programmdirektoren zu beantworten wissen, die wohl enach einem kräftigen Zugpferd gesucht haben, mit dem sich die Einschaltquoten nach oben treiben lassen.
 
Abfallbeseitigungsanlage THE ASYLUM holt längst verschollen geglaubte Seriendarsteller der 90er zurück aus der Versenkung. Nachdem Ex-Beverly-Hills-90210-Darsteller IAN ZIERING in SHARKNADO den Kampf gegen menschenfressende Haie mit Bravour bestanden hat, sieht sich Ex-Serienkollegin SHANNEN DOHERTY ebenfalls mit blutgeilem Getier aus dem Meer konfrontiert. Sexhungrige Neunaugen vermehren sich in BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS wie die Fliegen und haben einen eigenwilligen Appetit auf warmes Menschenblut entwickelt, der selbstverständlich im Desaster enden muss. Eine Kleinstadt am Michigan Lake wird Ziel einer blutigen Invasion aalartiger Fische, die sich mit ihrem spitzen Rundmäulern an all das festsaugen, was ihnen vor den zahnreichen Zungenkopf kommt. Doch ASYLUM wäre nicht ASYLUM, würde der ohnehin kaum Sinn ergebende Nonsens nicht noch auf die Spitze getrieben werden. Die Fische entwickeln Intelligenz, verlassen ihren natürlichen Lebensraum, erklettern Stauseemauern und gelangen durch die Trinkwasserversorgung in die Haushalte der Menschen. SHANNEN DOHERTY ist mit Sack und Pack in Gefahr und schlägt am Ende, wie hätte es auch anders sein können, die gefrässige Brut in die Flucht. Die hat ganz unbemerkt die nächste Evolutionsstufe erklommen, anders lässt sich nämlich auch nicht erklären, warum Fische neuerdings schreien können.
 
Auch nach der Sichtung von BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS konnten wir nicht in Erfahrung bringen, welch sonderbaren Stoff ASYLUMS Drehbuchautoren (u.a. DELONDRA WILLIAMS, die bereits am unsäglichen schlechten ZOMBIE NIGHT mitgetüftelt hat) konsumiert haben müssen, um derart peinlichen Schwachsinn zu Papier bringen zu können. Der Zuschauer bekommt hier erneut unterirdischen Tier-Trash geboten, der jedoch im Gegensatz zu Asylums SHARKNADO uninspiriert und ironiefrei heruntergekurbelt wurde. Auch wenn die unzähligen CGI-Effekte ganz brauchbar umgesetzt wurden mangelt es BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREY eindeutig an Spannung, denn die Geschichte wird nach dem für Tier-Horrorfilme bekanntem Schema abgespult. So müssen erst unschuldige Bewohner der Zeitliche segnen, weil der skrupellose Bürgermeister nicht handeln will. Der wird hier von einem überraschend ernsten CHRISTOPHER LLOYD (ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT, PIRANHA 2) verkörpert, der am Ende den Folgen eines Fischeinlaufes erliegt. Aufregend, gruselig oder gar unterhaltsam ist das mitnichten, denn BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS ist eines jene Werke, das seine billige TV-Herkunft nicht verleugnen kann. Dann doch lieber noch einmal SKARKNADO in den Player werfen. Denn wenn es schon sinnbefreiter Trash sein soll, dann so und nicht anders.
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Teils nicht unblutiger Splatter-Trash vom Regisseur des kontroveren Folter-Machwerks HATE CRIME. Wenn Ex-Beverly-Hills-90210-Sternchen SHANNEN DOHERTY auf Abfallpresse THE ASYLUM trifft kann eigentlich nichts Gutes bei herumkommen. Nachdem das Trash-Studio schon jede erdenkliche Tierart für lächerlichen Schwachsinn missbraucht hat, werden nun vom Aussterben bedrohte Wasserbewohner auf ahnungslose Menschen losgelassen. Leider hat die fürs TV produzierte Invasion der Killer-Neunaugen unter einem nahezu nichtvorhandenen Spannungsbogen zu leiden, was BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS zu einer schläfrigen Angelegenheit macht. Der Streifen folgt der bekannten ASYLUM-Formel und kombiniert eine hanebüchene Geschichte mit „wegweisenden“ CGI-Effekten, die ausnahmsweise nicht ganz so grottig umgesetzt wurden, wie man es eigentlich von THE ASYLUM gewohnt ist. Neuerdings scheint die C-Movie-Kreativschmiede ein Herz für gescheiterte Serienstars zu besitzen. Nach IAN ZIERING ist die DOHERTY bereits die zweite Ex-Serien-Ikone der 90er die versucht mit unterirdischen TV-Trash zurück ins Rampenlicht zu kriechen. Wie es jedoch THE ASYLUM immer wieder gelingt namhafte Schauspieler (in diesem Fall CHRISTOPHER LLOYD) für deren hirnfreien Produktionen zu gewinnen, bleibt wohl ein gutgehütetes Geheimnis. Fazit: ASYLUM macht auch mit BLOOD LAKE – ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS das, was es am besten kann. Nämlich haarsträubenden Zelluloid-Müll, der einem nur kostbare Lebenszeit raubt. Da reichen selbst die wenigen Splatter-Momente nicht aus (ein Rasentrimmer wird hier zweckentfremdet), um BLOOD LAKE überhaupt irgendwie schönreden zu können.
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Zensur

 
 
 
BLOOD LAKE: ATTACK OF THE KILLER LAMPREYS ist ein typischer Vertretung der Gattung Tier-Horror. Wirklich grausam wird es nicht. Immerhin darf am Ende auch mal etwas gesplattert werden. Mit Hilfe eines Rasentrimmers werden Neunaugen vor der Kamera zermatscht. Der Film ist mit dem roten „Keine Jugendfreigabe“-Flatschen in den Handel gekommen – ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

BLOOD LAKE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Blood Lake: Attack of the Killer Lampreys; USA 2014

Genre: Horror, Thriller, Trash

Ton: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS 5.1)

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray

Extras: HD-Bonusfilm, Original Trailer, Gag Reel, Making of, Trailershow, 3D-Version des Streifens

Release-Termin: 10.10.2014

 

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BLOOD LAKE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Animal (2014)
 
Benath (2013)
 
Bait 3D (2012)
 
Sharkado (2013)
 
Big Ass Spider (2013)
 


Filmreview: „The Amityville Haunting“ (2011)

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THE AMITYVILLE HAUNTING

Story

 
 
 
Trotz grausamer Vorgeschichte bezieht Familie Benson das unheimliche Amityville –Spukhaus, indem Jahrzehnte zuvor ein blutiges Familienmassaker stattfand. Nach anfänglich unerklärbaren Phänomenen freundet sich die 6-jährige Tochter Melanie mit einem imaginären Freund namens „John“ an, der ihr erzählt, dass er seit sehr langer Zeit in dem alten unheimlichen Haus leben würde. Doch niemand will dem kleinen Mädchen so recht Glauben schenken. Als der Vater nach diversen seltsamen Vorfällen besorgt um das Wohl seiner Kinder ist, lässt er überall im Haus Überwachungskameras installieren und muss erschreckend feststellen, dass die Familie scheinbar doch nicht ganz so allein im Haus ist, wie anfänglich vermutet …
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Kritik

 
 
 
Nachdem das Found-Footage-Genre mit dem Kassenschlager PARANORMAL ACTIVITY weltweit richtig bekannt wurde und bei Filmfans auf dem gesamten Globus für reichlich Nervenkitzel gesorgt hat, scheinen sich nun auch Ableger bekannte Horrorklassiker der recht lukrativen Filmmethode zu bedienen. Der wohl bekannteste unter den Spukhausfilmen THE AMITYVILLE HORROR (1979) zog bisher unzählige Fortsetzungen nach sich. Doch vermutlich wurde die Kuh noch nicht gänzlich leer gemolken. Im Zuge erfolgreicher Wackelcam-Hits wie V/H/S 2 und erfolgreichem Geisterkino, dürfte es niemanden überraschen, dass auch jenes Horror-Franchise noch einmal für eine Vermarktung herhalten musste, um maximale Gewinne auf die Konten raffgieriger Produzenten fließen zu lassen.
 
THE AMITYVILLE HAUNTING schaut handwerklich durchaus solide aus, insofern man schwindelfrei genug ist, dass planlose Umhergewackel der Digitalkamera ertragen zu können. Denn wie in unzähligen anderen derartigen Werken zuvor, sieht man das Geschehen vorwiegend aus der Sicht von Haus- und Überwachungskameras. Regisseur GEOFF MEED scheint seine Hausarbeiten gründlich erledigt zu haben, denn die Erfolgszutaten eines PARANORMAL ACTIVITY werden auch in THE AMITYVILLE HAUNTING verwendet. So finden sich auch hier bekannte Schockelemente und Kameraperspektiven wieder, die man bereits im besagten Found-Footage-Kassenschlager zu sehen bekam. Oftmals wurde so dreist kopiert, dass man sogar meinen könnte einem weiteren Sequel aus dem PARANORMAL ACTIVITY-Universum beizuwohnen. Von Türen, die sich wie von Zauberhand schließen bis hin zu Kindern, die mit imaginären Freunden quasseln werden alle erdenklich bekannten Spukhausklischees abgehakt und bis zum Erbrechen wiederholt. Gerade weil THE AMITYVILLE HAUNTING nichts Eigenständiges und Neues zu sagen hat und sich die Geschehnisse im Gruselhaus arg hölzern und unspektakulär gestalten, macht sich schnell Langeweile beim Zuschauen breit. Die technische Komponente des Kamerabild-Totalausfalls beim bevorstehenden Erscheinen der bösartigen Präsenz mit der Tochter Melanie gern die Freizeit verbringt, ist zwar anfangs durchaus effektiv, beginnt jedoch nach der zehnten Wiederholung gehörig auf die Nerven zu gehen. Scheinbar war Regisseur GEOFF MEED darum bestrebt, die nicht vorhandene Spannung und die ungruselige Spukatmosphäre mit jener Zutat steigern zu wollen, bewirkt aber den gänzlich gegenteiligen Effekt. Leider hat THE AMITYVILLE HAUNTING nicht nur mit wilder Wackelei zu kämpfen. Auch mit der Logik hapert es im neusten AMITYVILLE-Teil – von wirklicher Gruselstimmung ganz zu schweigen. Die Handlungsbeweggründe der Protagonisten sind selten nachvollziehbar. So leuchtet nicht ein, die Familie überhaupt noch in ihrem gruseligen Heim hält, wenn bereits die Vorgeschichte ihres neuen Heims bekannt ist und innerhalb weniger Tage nach Einzug schon drei Menschen im Haus ums Leben bekommen sind.
 
Sohnemann und Kameramann (er filmt die Ereignisse mit seiner Kamera) Tyler ist dabei von unglaublich dummer Sorte. Nicht nur, dass seine Rolle mit einem Statisten besetzt wurde; sein Hang zum logischen Denken scheint mit dem Bezug seines neuen Zimmers auch abhanden gekommen zu sein. So bleibt wenig einleuchtend, warum sich der Sohnemann nach all den mysteriösen Ereignissen im Haus nicht die Mühe macht und sich das von ihm gefilmte Kameramaterial anschaut. Denn hätte er frühzeitig sein Filmmaterial nach Merkwürdigkeiten durchforstet, wären dem Zuschauer und den Protagonisten manch Dummheit erspart geblieben, THE AMITYVILLE HAUNTING ist Fastfood-Horror für Zwischendurch. Während Spukhausfreunde und Fans des polarisierenden Found-Footage-Genres mit Sicherheit gut unterhalten werden, dürften alte Horrorfilm-Hasen an diesem austauschbaren Einheitsbrei nur wenig Gefallen finden. Für Letztere sei empfohlen den Original-AMITIYVILLE aus dem DVD-Regal zu kramen und in den Player zu legen. Auch wenn der Klassiker nicht mehr der Frischeste ist und im Gegensatz zu effekthascherischen Mainstream-Erfolgen wie THE CONJURING reichlich bieder daherkommt, ist der von STUART ROSENBERG inszenierte Erstling immer noch um Welten besser, als das was GEOFF MEED mit seinem THE AMITYVILLE HAUNTING serviert.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Was sich da wie ein weiterer Teil der beliebten AMITYVILLE-Reihe aufzuzwängen versucht, ist eigentlich weniger AMITYVILLE HORROR als vielmehr PARANORMAL ACTIVITY. Der bekannte Spukhaus-Klassiker wurde hier mit derzeit beliebten Found-Footage-Elementen kombiniert und ist eine Schlaftablette vor dem Herrn. Gerade weil wackelige Kameras seit Jahren in fast jedem zweiten Horrorfilme auf den Zünder gehen, verursacht THE AMITYVILLE HAUNTING mehr Frust statt Unterhaltung. Die altbekannte Geschichte des Horrorhauses besitzt kaum Neuerungen und der Gruselfaktor wird auf Sparflamme geköchelt, schließlich gruseln Schockeffekte nicht, die man so ähnlich schon zig Mal auf dem Bildschirm hatte. Eine öde Rückkehr in das vermutlich bekannteste Spukhaus der Welt.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Zensur

 
 
 
Die deutsche Veröffentlichung von THE AMITYVILLE HAUNTING ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Wegen dem Bonus der hiesigen Heimkinofassung wurden Selbige jedoch erst ab 18 Jahren freigegeben. Demnach ziert die deutsche Fassung der KEINE JUGENDFREIGABE-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Star Movie / Edel Germany

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: THE AMITYVILLE HAUNTING; USA 2011

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Film eigentlich FSK16, wegem dem Bonusmaterial jedoch: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Interviews mit Augenzeugen

Release-Termin: 06.12.2012 (Erstauflage) – 18.07.2014 (Zweitauflage)

 
THE AMITYVILLE HAUNTING erschien bereits Ende 2012 von GREAT MOVIE auf Heimkinomedium. Nun, zwei Jahre später kommt der Streifen in einer Neuauflage in die Händlerregale. STAR MOVIE / EDEL GERMANY werten die gleiche Scheibe mit leicht verändertem Rückcover erneut auf DVD und Blaustrahl aus. Der Inhalt bleibt gleich.
 
 
 

The Amityville Haunting [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE AMITYVILLE HAUNTING – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
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The Amityville Horror (1979)