Filmkritik: „Demon“ (2015)

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DEMON – DIBBUK

Story

 
 
 
Aus England reist der junge Piotr (Itay Tiran) ins ländliche Polen, um seine Freundin Zaneta (Agnieszka Zulewska) zu heiraten und dort mit ihr den Rest seines Lebens zu verbringen. Im Vorfeld der Hochzeit schwelgt seine zukünftige Familie in beseelter, alkoholisierter Vorfreude. Nur Piotr selbst wirkt unruhig und abgelenkt. Nach der Hochzeitszeremonie beginnt der Hauptteil einer polnische Hochzeit: der Empfang. Während der Pegel und die gute Laune bei den Gästen steigt, wird Piotrs Verhalten immer rätselhafter. Schon bald ist klar, dass es sich dabei nicht bloß um eine Unverträglichkeit des polnischen Feuerwassers handelt, denn der Bräutigam ist vom ruhelosen Geist einer jungen Frau besessen.

 
 
 


 
 
 

DEMON: DIBBUK – Kritik

 
 
 
Der langweilige Titel des Films tut ihm keinen Gefallen. Er weckt Erinnerungen an den ähnlich benannten und erst kürzlich besprochenen DEMONIC, der zu den schwächsten Filmen über Dämonen und Besessenheit zählt, die man in letzter Zeit zu sehen bekommen hat. Dass DEMON meilenweit über dem Niveau solch unwichtiger Filme schwebt, wird bereits zu Beginn klar. Regisseur Marcin Wrona steckt effektiv den Rahmen seines Films ab – sowohl stilistisch als auch inhaltlich. Zu Nutzen macht er sich die triste Stimmung der polnischen Provinz, in der sein Film spielt. Eine Glocke aus dichtem Nebel hängt über einer verlassenen Stadt und ominöse Musik gibt dem Zuschauer zu verstehen, dass es sich hier um einen Film handelt, in den viel Mühe und Planung geflossen ist.
 
 
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Im Mittelpunkt dieses Films steht ein junger Bräutigam, der eine sichtliche Unruhe mit sich herumträgt. Gespielt wird der rätselhafte Charakter von Itay Tiran, der beachtliches Schauspiel an den Tag legt. Vor allem im späteren Verlauf des Films, in dem Piotrs Körper mehr und mehr von einem missmutigen „Dämon“ übernommen wird, ist die Leistung des Schauspielers beeindruckend. Damit macht er ohne Frage Linda Blair Konkurrenz, die seit ihrer Darbietung im Kultklassiker DER EXORZIST zu den Ikonen des Genres zählt.
 
 
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Doch damit nicht genug. Macher Marcin Wrona schüttelt einige Tricks aus dem Ärmel, die den Hergang seines Films verändern. Kaum einer davon findet auf Inhaltsebene statt. Es warten keine grausigen Offenbarungen über die Herkunft des Geistes oder dessen Absicht auf den Zuschauer. Stattdessen macht der polnische Regisseur von einem Richtungswechseln Gebrauch, den man als Fan von Horrorfilmen so nicht erwartet hätte. Während der Film gemächlich das Tempo und die Spannung steigt, würzt der Regisseur mit einer weiteren Zutat, die sich etwas absurd anhören mag. Ab etwa der Hälfte seiner Laufzeit beginnt DEMON plötzlich lustig zu werden. Das Verhalten der Hochzeitsgesellschaft – dabei vor allem die des Schwiegervaters gegenüber dem Bräutigam – wird in amüsante Bilder eingefangen, die für manch heiteren Moment sorgen. Trotz dieser spontanen Leichtigkeit bleibt DEMON dennoch ein kluger Thriller über dämonische Besessenheit, der sich anders als übliche Besessenheitsfilme nicht an der christlichen Mythologie orientiert. So macht sich Marcin Wrona stattdessen eine jüdische Volkssage zu Eigen, die dem Film trotz Humoreinsatz unheimliche Momente beschert. Wer demnach das Besondere Gruselkino sucht, ist mit DEMON gut beraten, denn mit diesem Streifen beweisen auch unsere im Genre eher unerfahrenen Nachbarn, dass man dort souverän das Gruselhandwerk beherrscht.
 
 
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DEMON: DIBBUK – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
DEMON ist ein bemerkenswerter und einzigartiger Film. Der Streifen besticht nicht nur mit schönen Bildern und Sets. Er ist auch ein effektiver, spannender und exzellent gespielter Gruselfilm, der souverän Thriller-Elemente mit humoristischen Einlagen kombiniert und daraus etwas Eigenständiges webt. Gerade der ausgefallene Mix macht DEMON zu einem nennenswerten Genre-Beitrag, der aus der Masse an immer wieder dämlichen Exorzismus-Filmen positiv hervorsticht. Unbedingt anschauen!
 
 
 


 
 
 

DEMON: DIBBUK – Zensur

 
 
 
In Deutschland lief der Film unter anderem auf dem 1. SHIVERS-Festival in Konstanz, bevor er im Dezember 2015 auf den Fantasy Filmfest White Nights gezeigt wird. Schocks und Gewalt werden in DEMON kaum gezeigt. Der Gruselfilm konstruiert seine ungewöhnliche Atmosphäre hauptsächlich durch schaurige Bilder und die guten Leistungen seiner Schauspieler. Es ist mit einer ungeschnittenen Freigabe ab 16 Jahren in den Handel gekommen.
 
 


 
 
 

DEMON: DIBBUK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Donau Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Demon; Polen | Israel 2015

Genre: Thriller, Komödien, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Polnisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 99 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover

Extras: Teaser, Trailer

Release-Termin: 28.10.2016

 

Dibbuk – Demon (Blu-ray) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DEMON: DIBBUK – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei DONAU FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Exorzist (1973)

The Atticus Institute (2015)

The Possession of Michael King (2014)

Der letzte Exorzismus 2 (2013)

Filmkritik: „Paranormal Transmission“ (2015)

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PARANORMAL TRANSMISSION – BOTSCHAFT AUS DER HÖLLE

(TRACE)

Story

 
 
 
Einige Mittzwanziger rufen die Geister und werden sie nicht mehr los. Ein Dämon heftet sich an ihre Fersen und holt sie nacheinander in die Welt der Toten.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL TRANSMISSION – Kritik

 
 
 
EVP (auch als Electronic Voice Phenomenona betitelt) schimpft sich eine Art der Kommunikation, mit der man Kontakt zur Geisterwelt aufnehmen kann. Dabei handelt es sich um Aufnahmen von Stimmen und Geräuschen, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Meist werden diese Signale erst nach dem Abhören der Aufnahmen erkannt. Dank moderner Technik können daraus Stimmen und Botschaften gefiltert werden, von denen Parapsychologen glauben, dass sie der Welt der Geister zuzuordnen sind. Bereits im Jahr 2005 brachte man das beunruhigende Phänomen auf die große Leinwand. In WHITE NOISE experimentierte MICHAEL KEATON mit dieser unheimlichen Methode des Kommunizierens und erhielt von seiner toten Frau mysteriöse Nachrichten aus dem Jenseits. Leider wurde ihm schnell klar, dass auch böse Geister gern plaudern wollen und sah sich mit einer Bedrohung konfrontiert, die ihm am Ende das Leben kostete. Ganz ähnlich läuft es auch in TRANCE ab – schnell für den Videomarkt gedrehter Spuk-Blödsinn, der nicht der Rede wert ist, weil er vorhersehbare Gruselklischees spannungsarm aneinanderreiht.
 
 
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Darin haben Mittzwanziger einen Mordsgaudi mit EVP und nehmen dummerweise planlos Kontakt mit den Toten auf. Leider ist der Gesprächspartner aus dem Jenseits keiner von den guten Seelen. Statt freundlicher Begrüßung spricht ein Dämon eine Totenliste auf Band und erklärt, in welcher Reihenfolge die Freunde bald sterben werden. Was anfänglich noch als makabrer Scherz gehalten wird, entpuppt sich als ernstzunehmende Bedrohung. Nacheinander segnen die Kumpel das Zeitliche. Die, die noch am Leben sind, versuchen dem Bösen zu entkommen. Doch der unberechenbare Dämon hat kein Erbarmen. Der setzt seine Mordgier fort und klärt den Zuschauer auf, dass es besser wäre nicht unachtsam mit EVP zu experimentieren.
 
 
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PARANORMAL TRANSMISSION – der im Original eigentlich TRACE heißt – hat nichts, was man eigentlich von Gruselfilmen erwarten würde. Der Film ist weder beängstigend oder schaurig. Zudem mangelt es dem Streifen an Nervenkitzel, Atmosphäre und einer unheimlichen Geschichte, die den Zuschauer in den Bann ziehen könnte. Was bleibt ist triviale Genre-Unterhaltung auf TV-Niveau, die nicht einmal Lebenssaft für jene zeigt, die sich am blutigen Horror-Handwerk erfreuen können. All das sind keine guten Voraussetzungen, um dem Publikum den Schlaf zu rauben. Auch wenn sich Macher RYAN BROOKHART bisher im Hintergrund an so manch günstiger Horror-Produktion beteiligt hat (u.a. PUPET MASTER X: AXIS RISING), muss er in Sachen Horror noch viele Erfahrungen sammeln. So gehört PARANORMAL TRANSMISSION zu jener Sorte Gruselfilm, die nicht einmal ansatzweise gruselig sind. Unterm Strich erweist sich dieser fade Gruselgähner als enttäuschendes Regiedebüt eines ambitionierten Regisseurs, der mit seinem ersten Spielfilm großes Angstkino inszenieren wollte. Das hat leider nicht geklappt, denn statt Gänsehaut zu bescheren, dürfte dem Zuschauer nach nur wenigen Minuten bereits die Augen schwer werden. Das ist kein gutes Zeugnis für einen Regisseur, der mit Drehen von Horrorfilmen Geld verdienen möchte.
 
 
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PARANORMAL TRANSMISSION – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
08/15-Gruselmurks von der Stange mit teils miesen Spezialeffekten. PARANORMAL TRANSMISSION (Originaltitel: TRACE) ist ein Schauerstreifen, der nicht einmal ansatzweise schaurig ist. Zudem gibt es weder Schreckmomente oder atmosphärische Bilder zu sehen, die man eigentlich von Spukfilmen erwarten würde. Regisseur RYAN BROOKHART hat mit seinem Filmdebüt eindeutig das Ziel verfehlt und spannungsarmen Billig-Horror inszeniert, der keine Höhepunkte zu bieten hat. Originelle Ideen sind Fehlanzeige, ein gutes Drehbuch ebenso. Letzteres hat der Regisseur gleich selbst geschrieben und darin Klischee an Klischee gereiht, die den Film derart vorhersehbar gestalten, dass schnell das Interesse an der ohnehin langweiligen Geschichte verloren geht. Was in diesem überflüssigen Gruselfilm passiert hat man einfach zu oft gesehen. Wir meinen: PARANORMAL TRANSMISSION ist eine Schlafnummer – daher unbedingt meiden.
 
 


 
 
 

PARANORMAL TRANSMISSION – Zensur

 
 
 
PARANORMAL TRANSMISSION bzw. TRACE ist ein harmloser Horrorfilm, der keine Schauwerte zu bieten hat. Die meisten Morde passieren im Off. Demzufolge hat dieser Film in Deutschland eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Wegen einigen Trailern anderer Filme im Bonusmaterial der Blu-ray / DVD befindet sich auf der Heimkinoveröffentlichung von PARANORMAL TRANSMISSION ein roter FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL TRANSMISSION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trace; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinoveröffentlichung wegen Bonusmaterial: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 04.10.2016

 

Paranormal Transmission [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

PARANORMAL TRANSMISSION – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot: MARITIM PICTURES)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
White Noise (2005)
 
White Noise 2: The Light (2007)
 

Filmkritik: „Insidious: Chapter 3“ (2015)

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INSIDIOUS: CHAPTER 3 – JEDE GESCHICHTE HAT EINEN ANFANG

Story

 
 
 
Im Prequel zu Teil 1 und 2 trifft das Medium Elise Rainier auf die junge Quinn, die gerne Kontakt zu ihrer verstorbenen Mutter aufnehmen möchte. Natürlich geht dabei etwas schief und sowohl Quinn als auch Elise müssen sich fortan mit Wesen aus der Schattenwelt herumschlagen, die gerne im Diesseits Fuß fassen möchten.
 
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Kritik

 
 
 
Der erste Teil der „Insidious“-Reihe hat sich ja story- und figurentechnisch fast ausnahms-, aber vor allem hemmungslos bei diversen anderen Horrorfilmen bedient. Erstlings-Regisseur Leigh Wannell (der in den „Insidious“-Filmen den Sidekick Specs spielt und bislang nur als Schauspieler und Drehbuchautor diverser „Saw“-Filme einen Namen gemacht hat) geht gleich noch einen dreisten Schritt weiter und klaut sich seinen ersten eigenen Film bei den beiden „Insidious“-Vorgängerteilen zusammen. So dreist muss man auch erst mal sein, da könnte man fast vergessen, was für ein lahmes Grusel-Filmchen Whannell im hier vorliegenden dritten Teil der vollkommen überflüssigen Reihe abgeliefert hat. Aber eben nur fast.
 
 
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Das Medium Elise (Lin Shaye) – *unheilvolle Musik einspiel* – wird von der jungen Quinn (Stefanie Scott) aufgesucht, die ihre Mutter an den Krebs verloren hat und nun mit Vater (Dermot Mulroney) und Bruder (Tate Berney) allein klarkommen muss. Sie hätte da aber doch noch ein paar Fragen an Mutti (vielleicht sowas wie „Hast du mein Lieblingsshirt gewaschen“ oder „Können Bienen pupsen“ oder „Warum hat mein Agent mich für diesen grauenhaften Horrortrip unterschreiben lassen“) und möchte deshalb gerne, dass Elise mit dem verstorbenen Familienmitglied Kontakt aufnimmt. Beim Versuch der Kontaktaufnahme nimmt das Medium allerdings eine böse Kraft wahr, die ins Diesseits drängt. Daraufhin bricht Elise die Sitzung ab und bittet das Mädchen, nicht selbst zu versuchen, die tote Mutter im Jenseits zu kontaktieren. Was nun passiert ist vorhersehbar. Wie diese renitenten Rotzblagen in dem Alter nun mal so sind, hören sie auf solcherlei Warnungen grundsätzlich nicht. Was zur Folge hat, dass Quinn immer häufiger von einem verschrumpelten Opa in versifftem Krankenhaus-Flatterhemd und mit Sauerstoffmaske (seltsamerweise aber ohne die dazugehörige Sauerstoffflasche – der rebellische Alte) heimgesucht wird. Irgendwann ist auch der natürlich skeptische Papa überzeugt und engagiert das Flachpfeifen-Vollobst-Gespann Trick und Track, ach nee: Tucker (Angus Sampson) und Specs (Leigh Whannell). Was nun folgt, ist natürlich der unlogische, dämliche, vor allem aber unspannende Showdown, in dem die diesseitigen Blitzbirnen auf die jenseitigen Schreckgespenster treffen und ein wenig paranormalen Rabbatz veranstalten. Bedauerlicherweise dauert dieser Humbug 97 Minuten, wobei der Genrekenner spätestens 30 Minuten ob der dargebotenen Langeweile sanft entschlummert sein dürfte.
 
 
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Die „Insidious“-Reihe ist eine weitere goldene Kuh, die so lange gemolken wird, bis sich kein Dollar Gewinn mehr mit ihr machen lässt. Das war schon bei den „Saw“-Filmen so, die immer überflüssiger wurden und lässt sich auch bei diversen anderen Fortsetzungsreihen feststellen, die so lange immer neue Teile generieren, bis auch der letzte Zuschauer genervt das Weite gesucht hat. Warum dies allerdings im vorliegenden Fall nicht schon nach Teil 1 passiert ist, scheint weiterhin schleierhaft. Schon der Erstling zeichnete sich durch das Fehlen jeglicher inszenatorischer Kreativität aus, wirkte einfach nur schlecht aus anderen Filmen zusammengestümpert (wie aus POLTERGEIST von 1982) und war mit einem so albern aussehenden Dämon besetzt, dass man kurz vor einem hysterischen Lachanfall stand. Aber nein, die Einspielergebnisse bewiesen das Gegenteil und so wurde flugs ein zweiter Teil gedreht, der ähnlich uninspiriert daherkam und die unsägliche Geschichte plump fortsetzte.
 
 
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Regisseur Leigh Wannell (der im Übrigen auch das murksige Drehbuch zu diesem Schnarchnasen-Film verbrochen hat) hingegen dachte wohl, es sei clever, nicht erneut auf die Inhalte der ersten beiden Teile einzugehen, sondern seine Geschichte vor den Ereignissen von Teil 1 anzusetzen. Was daran allerdings clever sein soll – man weiß es nicht. Zumindest dürfte der Macher mit so unfassbar behäbiger und standardisierter Vorgehensweise keinen Blumentopf gewinnen. Der Film ist entweder todlangweilig und wird von überflüssigen Dialogen flankiert oder wartet mit schon beleidigend plumpen Krawall-Schocksequenzen auf, bei denen Whannell wohl dachte, laut = cool und schockierend. Laut sind die Schockmomente – keiner Frage, aber ebenso schockierend schlecht. So lassen sich die Schocks leicht vorausahnen: einfach jedes Mal von drei runterzählen, dann kommt punktgenau die „überraschende“ Schrecksekunde. Fantastisch. Selten sind die Schreckmomente zwar nicht, dafür wurden sie aber immer wieder selten dämlich umgesetzt. So ist in „Insidious 3“ beim Erschrecken Einfallslosigkeit Programm, schließlich entpuppen sich die Schocksequenzen als 08/15 Angstmacher, die in ihrer trivialen Form auch dem Kopf eines Dreijährigen entsprungen sein könnten, der hier versucht hat seine persönlichen Hui-Buh-Momente auf Zelluloid zu bannen.
 
 
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Also, wir haben hier zur Hälfte dieselben stumpfsinnigen Charaktere wie in den Vorgängerfilmen und zur anderen Hälfte neue Gesichter, die aber ebenso austauschbar sind wie Familie Lambert (wobei man sich fragen muss, wie schlecht es um Dermot Mulroney finanzielle Situation bestellt sein muss, wenn er in so einem Murks mitspielt). Lin Shaye arbeitet sich gewohnt souverän auch noch durch den größten Horror-Mumpf (damit hat sie ja ausreichend Erfahrung – die Senioren-Horrorqueen) und Pips und Pups, äh Sampson und Whannell sehen noch behämmerter aus als in den anderen „Insidious“-Teilen. Der angezettelte Budenzauber unterläuft problemlos jegliches Interesse-Radar und ist so konventionell, zäh und laberlastig geworden, dass man aufpassen muss, den Film nicht mit tausenden anderen Genrebeiträgen zu verwechseln. Wurde der lächerlichen Schlussakkord erwähnt, der den Zuschauer unsanft zu dem zeitlich danach angesiedelten Teil 1 der Reihe schubst?
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
„Insidious Chapter 3“ ist genauso überflüssig und einfallslos wie die ersten beiden Teile. Leigh Whannell ist bestenfalls ein mittelmäßiger Schauspieler und ein schaurig schlechter Regisseur. Die hier angewandten Schockmomente sind Standards des Standard und bestenfalls laut und lächerlich. Die Darsteller spielen zugegebenermaßen solide, aber was nützt gutes Schauspiel, wenn der Film selbst für die Tonne ist? Zwischen den plumpen Erschreckversuchen ist der Film zäh und viel zu dialoglastig. Schauspielerin und Horrorikone Lin Shaye ist mittlerweile über 70. Vielleicht sollte sie lieber in Rente gehen, als in immer weiteren Horrorgurken mitzuspielen. Für Fans der Reihe vermutlich wieder ganz großes Gruselkino. Für den Genrekenner eher eine Anleitung zum wiederholten Gähnen. Nicht mehr als zwei von zehn Fortsetzungsreihen, die besser nie fortgesetzt worden wären.
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Zensur

 
 
 
„Insidious: Chapter 3“ ist – wie schon die Vorgänger – subtiles Gruselvergnügen ohne blutige Raffinessen. Hier wird in erster Linie erschreckt und gespukt. Das hat dem Streifen eine FSK16 beschert. Natürlich in ungeschnittener Form versteht sich.
 
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Sony Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Insidious: Chapter 3; Kanada | USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1, Italienisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Heimsuchung: Ein Medium berichtet, Entfallene Szenen, Stunts: Der Autounfall, Cherry Glazerr: Tiptoe Through the Tulips, Makabre Kreationen, Enthält auch die Geschichte des Anfangs: Blick „Hinter die Kulissen“ von Chapter 3

Release-Termin: 12.11.2015

 

Insidious: Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang [Blu-ray] ungeschnitten bei AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

INSIDIOUS: CHAPTER 3 – Trailer

 
 


 
 

MissVega

(Mehr Kritiken von MISSVEGA gibt es hier zu lesen)

Die Rechte aller Grafiken liegen bei SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Insidious (2010)
 
Insidious: Chapter 2 (2013)
 
Poltergeist (1982)
 
Poltergeist II – Die andere Seite (1986)
 
Poltergeist III – Die dunkle Seite des Bösen (1988)

Filmkritik: „Kinder aus der Hölle“ (2015)

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KINDER AUS DER HÖLLE

(HELLIONS)

Story

 
 
 
Am Halloween-Abend bekommt Teenager Dora (Chloe Rose) Besuch aus der Hölle. Verkleidete Kinderdämonen wollen Streiche spielen und dem schwangeren Mädchen Angst einjagen.
 
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Kritik

 
 
 
Außen hui, innen pfui. Weise Wort, die auch für KINDER AUS DER HÖLLE (Originaltitel: HELLIONS) gelten – einem Film, der sich mal wieder mit Home-Invasion-Terror beschäftigt. Diesmal ist jedoch alles etwas anders, denn der unangemeldete Besuch ist keine zehn Jahre alt, hält sich aber im fiesen Terrorisieren kein Stück zurück. Visueller Ideenreichtum und inhaltliche Leere stehen auf der Umsetzungsagenda, die Regisseur BRUCE MCDONALD mit wenig Herzblut abarbeitet. Dieser hat sich zwar bisher in vielen Genres ausprobiert und stets mutig zwischen Genres und Stilen gewechselt; positiv in Erinnerung blieb er bisher aber nur mit PONTYPOOL, der aber bereits 2008 veröffentlicht wurde. Das seither kaum etwas über Filme aus der Mache McDonalds durchgedrungen ist, dürfte auch seine Gründe gehabt haben, schließlich waren die letzten Arbeiten des kanadischen Filmemachers leider nicht immer sehenswert. Da macht auch KINDER AUS DER HÖLLE keine Ausnahme, der es sogar in die engere Auswahl des FANTASY FILMFEST 2015 geschafft hat, bei Zuschauern des beliebten Festivals aber nicht sonderlich gut angekommen ist. Die negativen Bewertungen kommen nicht von ungefähr, denn mit KINDER AUS DER HÖLLE bekleckert sich der kanadische Regisseur nicht gerade mit Ruhm. Hier läuft einiges schief, was jedoch nicht auf Unerfahrenheit zurückzuführen ist. McDonald weiß was er tut, erweckt jedoch hin und wieder den Eindruck, als hätte er den Film nur des Geldes wegen gedreht. Keine gute Voraussetzung, um Horrorfans gruselige Halloween-Unterhaltung zu bescheren, denn statt wohlige Schauer zu garantieren wird das Einschlafen erleichtert.
 
 
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In KINDER AUS DER HÖLLE folgt der Zuschauer der 17-jährigen Dora (gespielt von CLOE ROSE), die vor lauter Liebesglück nicht bemerkt, dass sie ein Kind erwartet. An Halloween will sie die Zeit mit dem Liebsten verbringen und ihm von der unerfreulichen Nachricht berichten. Erste Pläne sind geschmiedet, denn der ungewünschte Nachwuchs soll abgetrieben werden. Leider kommt alles anders. Kaum sind die Eltern aus dem Haus, klopft es an der Tür und seltsam verkleidete Kinder jagen der Jugendlichen einen Mordsschrecken ein. Erst wird der Kindsvater einen Kopf kürzer gemacht, danach der Frauenarzt um die Ecke gebracht. Allein zurück bleibt die verängstigte Dora, die mit Badesalz und Schusseisen bewaffnet um ihr Leben bangen muss.
 
 
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Ist KINDER AUS DER HÖLLE ein Aufklärungsfilm über Schutz vor ungewollter Schwangerschaft oder ein Plädoyer der Abtreibungsgegner? Sonderlich aufschlussreich ist dieser Horrorfilm nicht, weil kein Standpunkt bezogen wird. Heldin Dora ringt im Film mit Entscheidungen. Einerseits entwickelt sie Muttergefühle zu einem Kind, das mit rasender Geschwindigkeit in ihrem Bauch heranwächst, andererseits ist der Teenager darum bestrebt, die Leibesfrucht so schnell wie möglich aus ihrem Körper zu schneiden. Die Protagonistin will keine Stellung beziehen und lässt den Zuschauer am Ende mit Fragen zurück, die viel Interpretationsspielraum zulassen. So offen die Fragen, so lieblos die Machart. KINDER AUS DER HÖLLE verharrt auf der Stelle und vergeudet Zeit mit immer gleichen Szenenverläufen. Ständiges Wiederholen ist hier Programm, denn anders hätte der Streifen wohl auch nie Spielfilmlänge erreicht. Um zu verbergen, dass KINDER AUS DER HÖLLE kaum Substanz besitzt, gibt es ansprechend durchgestylte Bilder zu sehen, die von grausigen Kindergesängen begleitet werden. So wird mit Einsatz von Farbfiltern Atmosphäre vorgetäuscht und einige Verweise zum Kinderbuch DER ZAUBERER VON OZ bewahren KINDER AUS DER HÖLLE vor dem gänzlichen Untergang. Letzteres aus der Feder des US-amerikanischen Schriftstellers LYMAN FRANK BAUM stand unter anderem für die Maskierungen der Dämonenkindern Pate. Die tragen schrullige Verkleidungen für deren Design man sich von Kostümen inspirieren lies, die man zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Halloween getragen hat. Eine gelungene Idee, die KINDER AUS DER HÖLLE zumindest kurze unheimliche Momente beschert. Mehr aber auch nicht!
 
 
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KINDER AUS DER HÖLLE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Visuell beeindruckender Schauerstreifen mit den wohl knuddeligsten Filmbösewichten seit GREMLINS. Leider ist die gelungene Optik das einzige, was im Falle von KINDER AUS DER HÖLLE (im Original: HELLIONS) Erwähnung findet, denn inhaltlich herrscht gähnende Leere. KINDER AUS DER HÖLLE besteht aus einer Aneinanderreihung immer wieder gleicher Szenen, was so ziemlich schnell für Langeweile sorgt. So wird Heldin Dora unentwegt von einem Schauplatz zum nächsten getrieben und kann sich offensichtlich nicht entscheiden, ob sie den anfänglich ungewollten Nachwuchs denn nun austragen möchte, oder nicht. Weiterhin bleibt offen, was uns KINDER AUS DER HÖLLE nun eigentlich mitteilen möchte. Insofern der Streifen überhaupt eine tiefere Botschaft beinhaltet, bleibt sie leider unerhört – bedauerlich!
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Zensur

 
 
 
In KINDER AUS DER HÖLLE wird kaum Gewalt gezeigt. Die meisten Gewaltakte passieren im Off. Demzufolge hat der Film ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Die Rechte hat sich in Deutschland Streaminganbieter NETFLIX gekrallt. Dort läuft er ungeschnitten.
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Torment (2013)
 
White Settlers (2014)
 
The Night before Halloween (2013)
 
The Strangers (2008)
 

Filmkritik: „Last Shift“ (2014)

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LAST SHIFT

(PAYMON – THE KING OF HELL)

Story

 
 
 
Neuer Job, absolutes Grauen: Polizistin Jessica Loren (Juliana Harkavy) erlebt am ersten Arbeitstag in einer Polizeiwache die Hölle auf Erden.
 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Kritik

 
 
 
ANTHONY DIBLASI ist aus der Versenkung aufgetaucht. Lang war es still um jenen Regisseur geworden, der vor einigen Jahren noch als vielversprechender Newcomer in der Horror-Szene gehandelt wurde, weil er sich den Filmadaptionen diverser Kurzgeschichten von Erfolgsautor CLIVE BARKER (HELLRAISER) angenommen hatte. So fungierte er 2008/2009 in MIDNIGHT MEAT TRAIN und BOOK OF BLOOD als ausführender Produzent und nahm für den Psycho-Horror DREAD gleich selbst Platz auf dem Regiestuhl. Mit Letzterem feierte er sein Regiedebüt und erhielt für seine gelungene Arbeit von Kritikern und Fans viel Lob. Im Falle des neuen Streifens LAST SHIFT muss ANTHONY DIBLASI jedoch ohne Kultschriftsteller CLIVE BARKER auskommen, denn diesmal ist das Drehbuch und die Idee zum Film auf eigenem Mist gewachsen. Ein gewagtes Unterfangen, das der Regisseur jedoch mehr als souverän meistert, schließlich besitzt LAST SHIFT all das, was man von einem guten Horrorfilm neueren Datums erwartet. Um sich jedoch nicht die Spannung nehmen zu lassen, sei an dieser Stelle vorm Lesen der Kritik gewarnt, denn dieser Streifen gehört zu jener Art von Filmen, die nur dann ihr ganzes Gruselpotenzial entfalten können, wenn man vorab so wenig wie möglich über Handlung und Auflösung in Erfahrung bringt. Demzufolge gilt: Weiterlesen aus eigene Gefahr!
 
 
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Es geht um Jessica Loren (JULIANA HARKAVY), die als junge Polizistin in einer Polizeidienststelle das absolute Grauen erlebt. Die attraktive Mittdreißigerin ist gerade in den Dienst getreten und soll in einer Polizeistation die letzte Wache halten bevor das Gebäude für immer geschlossen wird. Was sie erst später erfährt: in diesem Gemäuer regiert der Terror, denn vor genau einem Jahr hat sich hier der Anführer eines satanischen Kultes (JOSHUA MIKEL) zusammen mit zwei weiblichen Anhängern das Leben genommen. Seitdem geht es in der Polizeiwache nicht mit rechten Dingen zu, denn der brutale Sektenguru scheint keine Ruhe gefunden zu haben. Mit allerhand paranormalen Schabernack sorgt er für blutige Unruhe und versucht aus dem Jenseits heraus sein Serienkillerdasein fortzusetzen.
 
 
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Fiese Schockmomente, verstörende Schreie und jede Menge Gänsehaut. Nein, LAST SHIFT ist keiner dieser quälend langweiligen Geisterfilme, die seit PARANORMAL ACTIVITY unermüdlich gedreht werden und sich bis auf Titel und Schauspieler kaum voneinander unterscheiden. Statt die immer gleichen Szenenverläufe nach vorhersehbarem Muster abzuspielen macht ANTHONY DIBLASI von hinterlistiger Verwirrungstaktik Gebrauch und versucht Heldin und Zuschauer zu manipulieren. Die sehen in einer menschenleeren und spärlich ausgeleuchteten Wache plötzlich ominöse Gestalten und werden Zeuge schrecklicher Visionen, die den Augen angsteinflößende Streiche spielen. Was in dieser Polizeistation im Argen liegt, lässt sich nicht so einfach durchschauen, denn Macher Diblasi geizt mit Anhaltspunkten. Ein mehr als geschickter Schachzug, um die Spannung konstant aufrechterhalten zu können, denn erst nach und nach macht Sinn, was anfangs überhaupt nicht einleuchten möchte.
 
 
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Kein Film für schreckhafte Gemüter. PAYMON – THE KING OF HELL, so wie LAST SHIFT in England vermarktet wird, bietet nicht nur atmosphärisches Gruseln nach allen Regeln der Kunst. Dieser Streifen zeigt, dass die eigentliche Geheimzutat eines jedes Geisterfilms seine unvorhersehbaren Schreckmomente sind. LAST SHIFT hat einige der makabersten Schocks in petto, welche man zuletzt im Horrorkino zu sehen bekommen hat. Die sitzen tief vor allem oder gerade wegen einem höchst gelungenen Einsatz von unheilvollen Geräuschen in Kombination mit unbequemen Bildern. Letztere sprechen für sich und sorgen im Finale für schnellen Puls, so dass der von den Morden eines gewissen CHARLES MANSON inspirierte Ausflug ins Horrorgenre länger nachwirkt, als man es anfangs vermutlich erwartet hätte.
 
 
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LAST SHIFT – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT trifft auf LET US PREY. LAST SHIFT ist ein Lehrfilm in Sachen Angstmacherei, der endlich auch mal wieder für Gänsehaut und schnelleren Puls sorgt. Demnach bleibt nicht viel zu sagen außer vielleicht, dass LAST SHIFT ein verdammt guter Grusel-Schocker ist, weil Macher und Horrorfan ANTHONY DIBLASI verstanden hat, worauf es im Horrorkino ankommt. Die clever gestrickte Handlung gibt nur spärlich Informationen preis, die Schockmomente haben es in sich und für Freunde blutiger Horrorware gibt es sogar am Ende etwas Rot zu sehen – bitterböse Auflösung inklusive. Eine markerschütternde Geräuschekulisse komplettiert das gelungene Gruselpaket – was will das Horrorherz eigentlich mehr?
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Zensur

 
 
 
Anfangs noch sehr zurückhaltend, überschlagen sich im Finale die Ereignisse. Dort gibt es Kopfschüsse zu sehen. Trotz rotem Lebenssaft ist LASH SHIFT jedoch keine Gewaltorgie. Der Streifen lebt hauptsächlich von der ungemütlichen Atmosphäre, die in bedrohliche Bilder eingefangen wird. Der Film hat hierzulande in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Aus irgendeinem Grund wurde aber der rote FSK-Flatschen auf die Blu-ray gedruckt. Vermutlich wegen einigen Werbefilmchen im Bonusmaterial.
 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Last Shift; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial ist die Blu-ray: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.01.2017

 

Last Shift [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot / Grafiken liegen bei I-ON New Media

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Let us Prey (2014)
 
Raised by Wolves (2014)
 
Children of Sorrow (2012)
 
The Manson Family (2003)
 
Helter Skelter – Die Nacht der langen Messer (1976)
 

Filmkritik: „Pod“ (2015)

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POD

Story

 
 
 
Drei Geschwister erleben im Ferienhaus der Eltern das Grauen. Dort soll im Keller das Böse lauern, das Bruder Martin mit viel List eingesperrt haben soll.
 
 
 


 
 
 

POD – Kritik

 
 
 
Willkommen zu POD – jenem Film mit der wohl kürzesten Titelsequenz, die das Horrorgenre bis dato gesehen hat. Gerade mal zwei Sekunden benötigt der Vorspann, um wichtige Mitglieder des Filmteams zu nennen bevor der Zuschauer in ein Abenteuers geschickt wird, das gekonnt versucht zu manipulieren. Regisseur MICKEY KEATIN möchte ein Spiel spielen und sorgt mit POD für reichlich Verwirrung. Hier wird das Publikum bewusst an der Nase herumgeführt, bevor am Ende die Katze aus dem Sack gelassen wird. Der Überraschungseffekt ist groß und zeigt auf, dass nicht immer viel Geld oder Aufwand von Nöten sein muss, um Geschichten zu erzählen, an die man sich gern erinnert.
 
 
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Dass Macher MICKEY KEATIN Gefallen an Horrorfilmen gefunden hat und sich im Genre hervorragend auskennt, hat er bereits mit dem Okkult-Thriller RITUAL bewiesen. Den hatte er vor einigen Jahren nach eigenem Drehbuch für AFTER DARK FILM inszeniert und lehrte darin Mystery- und Thrillerfans mit viel Terror das Fürchten. Furcht spielt auch im aktuellen Leinwandausflug eine tragende Rolle, denn in POD dominiert vornehmlich psychologisches Grauen. Paranoia wird hier geschürt und das bis zum bitteren Ende. Der Film folgt den besorgten Geschwistern Ed (DEAN CATES) und Lyla (LAUREN ASHLEY CARTER aus JUG FACE) ins Hinterland. Die haben eine mysteriöse Telefonbotschaft erhalten, in der Bruder Martin (BRIAN MORVANT aus THE DEN) um Hilfe gebeten hat. Das emotionale Frack lebt nach seiner unehrenhaften Entlassung aus der Armee im Ferienhaus der Familie irgendwo in den Wäldern. Das hat er zur Festung umgebaut, weil er der festen Überzeugung ist, dass die Regierung in der Gegend unheimliche Experimente durchführt. Für die Geschwister ist ganz klar, dass der Bruder unter Wahnvorstellungen leidet muss. Der hat seit Jahren mit psychischen Problemen zu kämpfen und scheint schon lange nicht mehr zurechnungsfähig zu sein. Doch Martin hat Beweise. Im Keller hält er etwas gefangen, das vom Gegenteil beweisen soll. Leider wollen seine Verschwörungstheorien nicht so recht ernst genommen werden – mit fatalen Folgen.
 
 
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Regierungsexperiment, Alien oder doch nur Einbildung? POD ist spannungsgeladener Indie-Horror, der raffiniert mit der Macht der Suggestion spielt. Hält Ex-Soldat Martin wirklich etwas Böses im Keller versteckt oder scheint er nur allmählich dem Wahnsinn zu verfallen? POD-Regisseur MICKEY KEATIN spielt mit den Erwartungen der Zuschauer, streut falsche Fährten, lässt zweifeln und verunsichert erbarmungslos. Das gelingt ganz gut, denn bis zum Finale hält er den Spannungsbogen aufrecht, liefert kaum Anhaltspunkte und fesselt dadurch ungemein. POD ist ein klaustrophobischer Thriller, der von den außerordentlichen Leistungen seiner Schauspieler lebt. Hier brennt sich vor allem BRIAN MORVANT ins Gedächtnis, der mit beängstigender Intensität einen verzweifelten Mann verkörpert, dem irgendwie niemand glauben möchte. Der sorgt für Gänsehaut, da er nahezu besessen von Verschwörungstheorien plaudert, dass man aus Angst am liebsten Reißaus nehmen möchte. Leider nützt Flucht nichts, denn POD ist trotz Mikrobudget so packend inszeniert, dass man bleibt, weil man einfach wissen möchte wie der Film ausgehen wird.
 
 
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POD – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Klaustrophobisches und spannungsgeladenes Horrorkino, das raffiniert mit der Macht der Suggestion spielt. POD ist das beste Beispiel dafür, dass manchmal weniger mehr ist. Statt teure Effekte zu verbraten oder viel Blut zu zeigen konzentriert sich Regisseur BRIAN MORVANT in erster Linie auf seine drei Protagonisten, deren Beziehung mangels Vertrauen zu zerbrechen droht. Die schauspielerischen Leistungen sind überzeugend und bewirken Paranoia. Letztere ist die Quintessenz dieses klugen Horrorstücks, das mit fieser Auflösung aufwartet. Unbedingt sehenswert – insofern man Psychothriller wie BUG aus der Mache von WILLIAM FRIEDKIN bevorzugt.
 
 


 
 
 

POD – Zensur

 
 
 
POD ist keine Schlachtplatte. Es gibt einen Kopfschuss und einen Kehlenschnitt zu sehen. Zudem wird gewaltsam ein Schädel eingeschlagen. Die Szenen werden angedeutet oder nur kurz gezeigt. Die FSK hat den Film in ungeschnittener Fassung für Erwachsene freigegeben (keine Jugendfreigabe).
 
 
 


 
 
 

POD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: POD; USA 2015

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 76 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase Blu-ray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 02.05.2016

 

POD – Es ist hier (Blu-Ray) ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

POD – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot und Grafiken liegen bei MAD DIMENSION)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bug (2006)
 
Beneath (2013)

Filmkritik: „The Circle“ (2015)

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THE CIRCLE

(CIRKELN)

Story

 
 
 
In einer kleinen Stadt im Süden Schwedens passieren seltsame Dinge. Das Böse zieht seine Kreise und ist für den Tod eines Teenagers verantwortlich. Sechs Schülerinnen des Engelsfors Gymnasiums gehen der Sache auf den Grund und lüften ein gruseliges Geheimnis.
 
 
 


 
 
 

THE CIRCLE – Kritik

 
 
 
Jetzt wird es episch, denn wer glaubt, dass nur Hollywood mehrteilige Fantasy-Romane verfilmen kann, der irrt. Schweden mischt jetzt auch mit auf dem internationalen Fantasy-Markt und hat sich der dort äußerst populären ENGELSFORS-TRILOGIE angenommen, die von MAT STRANDBERG und SARA BERGMARK ELFGREN geschrieben und sich im Land des Knäckebrots vor allem unter Teenagern großer Beliebtheit erfreut. Mit dem ersten Band CIRKELN hat man nun den Sprung auf die Leinwand gewagt, der mit einer Gesamtlänge von knapp 144 Minuten doch umfangreicher ausgefallen ist, als anfänglich geplant. Damit der erste Leinwandausflug auch ein Erfolg wird, konnte man mit Ex-Abba-Mitglied BENNY ANDERSSON einen weltweit bekannten Geldgeber finden, der die erste Verfilmung THE CIRCLE (so der internationale Titel) nicht nur mitfinanziert hat, sondern auch mit der selbst geschriebenen Filmmusik für Aufmerksamkeit sorgen soll.
 
 
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Das Böse kennt keinen Urlaub. Was bereits in HARRY POTTER, TWILIGHT und HERR DER RINGE Kernthema war, bildet auch in THE CIRCLE das Fundament für ein packendes Abenteuer voller Gefahren. Ein mysteriöser Selbstmord sorgt an der Schule des schwedischen Städtchens Engelsfors für ein heilloses Durcheinander. Sechs Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickeln plötzlich geheimnisvolle Kräfte und fühlen sich von einer bösartigen Macht bedroht, die ihnen nach dem Leben trachtet. Die Schuldirektorin klärt auf. Die Mädchen sind Hexen und seit ihrer Geburt dazu bestimmt, die Menschheit vor bösen Dämonen zu beschützen. Mit vereinten Kräften und mit Hilfe der magischen Fähigkeiten schreitet man zur Tat. Doch der Kampf gegen das Böse stellt die Teenager nicht nur vor große Herausforderungen; er konfrontiert sie auch mit ihren größten Ängsten.
 
 
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Willkommen zur schwedischen Kinoversion der beliebten US-Fernsehserie CHARMED – ZAUBERHAFTE HEXEN. So zumindest lässt sich beschreiben, was das Publikum von THE CIRCLE zu erwarten hat. Vorerst sehr wenig, denn die Filmadaption des ersten Buches CIRKELN konzentriert sich dann doch vorrangig auf seine sechs Heldinnen, die in erster Linie mit irdischen Problemen zu kämpfen haben. Statt sich in Magie auszuprobieren, sehen sich die Figuren im Film mit Problemen konfrontiert, mit denen wohl die meisten Pubertierenden gleichen Alters zu kämpfen haben. Da wird Mobbing an der Schule betrieben, aber auch das hoffnungslose Verliebtsein zum Thema gemacht. THE CIRCLE ist mehr Coming-of-Age-Drama statt Mysterystreifen, der Themen aufgreift, mit denen sich wohl hauptsächlich heranwachsende Zuschauerinnen identifizieren können – auch wenn die Protagonisten im Film wenig glaubhaft von Schauspielern verkörpert werden, die längst dem Teenageralter entsprungen sind.
 
 
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THE CIRCLE ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Mädchenfilm, dem es ein wenig an Drive mangelt. Sechs unerfahrene Schülerinnen sollen zu Nachwuchshexen ausgebildet werden, um den Wesen der Finsternis in die Allerwertesten zu treten. Das entpuppt sich in Anbetracht der viel zu langen Laufzeit als reichlicher zäher und klischeebehafteter Kinotrip in dem erhofftes Fantasy doch etwas zu kurz kommt, schließlich muss sich das Böse der Teenagerprobleme wegen zurückhalten. Da kann man nur hoffen, dass die Verfilmungen der anderen Bücher FIRE und THE KEY etwas straffer inszeniert werden, denn im direkten Vergleich zur Fantasy-Referenz zieht diese durchwachsene Romanadaption aus Schweden den Kürzeren.
 
 


 
 
 

THE CIRCLE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die schwedische Antwort auf DER HEXENCLUB und CHARMED – ZAUBERHAFTE HEXEN. Mit ähnlich trist-unterkühlter Bildsprache wie sie auch im schwedischen Ausnahmedrama SO FINSTER DIE NACHT verwendet wurde, hat der Schwede LEVAN AKIN das erste Buch der ENGELSFORS-TRILOGIE mit dem Titel THE CIRCLE verfilmt und liefert eine solide Leistung ab. Leider fehlt dem souverän gedrehten Streifen Tempo, denn THE CIRCLE tut sich zwischen anstrengenden Teenager- und Alltagsproblemen schwer mit dem Erzählen einer interessanten Fantasygeschichte. So gibt es statt Magie, Fantasy und Dämonen doch eher ein Coming-of-Age-Drama mit Längen zu sehen, das von der Suche nach sich selbst erzählt und Mädchen auf Ihren Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Insofern CIRKELN (so der Originaltitel) genug Geld einspielt, sollen Verfilmungen der übrigen Bücher folgen. Bis dahin darf man davon ausgehen, dass auch Hollywood eine eigene Filmversion der ENGELSFORS-Bücher ins Rennen schicken wird. Schließlich ist die Traumfabrik nicht weit, wenn schnell Geld verdient werden kann.
 
 


 
 
 

THE CIRCLE – Zensur

 
 
 
Nein, THE CIRCLE ist kein Film für Fans des derben Gewaltkinos. Blut oder Hinrichtungen gibt es gar nicht zu sehen. Einzig die bedrohliche und düstere Stimmung des Streifens, sowie einige verstörende Spezialeffekte dürften dafür sorgen, dass CIRKELN (so wie der Film im Schweden betitelt wird) mit FSK16 nach Deutschland kommen wird.
 
 


 
 
 

THE CIRCLE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Charmed – Zauberhafte Hexen (1998 – 2006)
 
Die Hexen von Eastwick (1987)
 
Practical Magic – Zauberhafte Schwestern (1998)
 
Der Hexenclub (1996)
 

Filmkritik: „Dark was the Night“ (2014)

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DARK WAS THE NIGHT – DIE WURZELN DES BÖSEN

Story

 
 
 
Etwas Böses terrorisiert die keine Stadt Maiden Woods. Zerfetzte Körper werden gefunden und seltsame Dinge geschehen. Sheriff Paul Shields (KEVIN DURAND) will den Bewohnern die Angst nehmen und geht den mysteriösen Ereignissen auf den Grund.
 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Kritik

 
 
 
Monsterfilme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – und das ist auch gut so. Seit einiger Zeit sind ambitionierte Filmemacher daher bestrebt, dummen Monsterstreifen so etwas wie Anspruch einzuhauchen. Entstanden sind so herausragende Horrordramen wie SPRING oder LATE PHASES, die auf eindrucksvolle Weise zeigten, dass sich Kreaturen-Horror nicht zwangsläufig in eine Schublade packen lässt. Auch BAD MILO– und STATIC-Produzent JACK HELLER versucht mit seinem DARK WAS THE NIGHT Tiefe in die Materie der Monsterheuler zu bringen. Statt Augenmerk auf Böses zu richten, sind ihm seine Figuren wichtig. Die haben in erster Linie mit Schicksalsschlägen und inneren Dämonen zu kämpfen – gefräßige Monster haben zu warten.
 
 
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KEVIN DURAND spielt den sensiblen Sheriff Paul Shields, der entgegen dem stereotypen Bild des Helden auch einmal weinen darf und sogar Angst kennt. Er hat kein einfaches Los gezogen und befindet sich nach dem tragischen Unfalltod des Sohnemanns in einer Lebenskrise. Das Familieleben leidet darunter, denn der Zweitgeborene hat erkannt, dass sich die Eltern nach dem Ableben des Bruders voneinander entfernt haben. Als plötzlich Dinge im Ort geschehen, muss der Sheriff aus seiner Lethargie erwachen. Er soll dem Mysterium auf den Grund gehen, denn die Bewohner seiner Stadt Maiden Woods vermuten, dass etwas Böses aus den Wäldern gekommen ist und nichts Gutes im Schilde führt. Für den rational denkenden Gesetzeshüter eine Herausforderung. Der muss sich nämlich bald eingestehen, dass es auf der Welt Dinge gibt, die sich nicht so einfach erklären lassen.
 
 
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Deprimierende Familientragödie mit Monstern: eigentlich macht Regisseur JACK HELLER fast alles richtig. DARK WAS THE NIGHT besitzt Tiefgang, authentische Protagonisten, unwohlige Atmosphäre und einen ständig wachsenden Spannungsbogen. Auch räumt man Publikum und Figuren genügend Zeit ein, damit sich Charaktere entwickeln und Zuschauer mit den Geschehnissen vertraut machen können. Was trotzdem übel aufstößt ist die Tatsache, dass das Monster nicht vor die Linse darf. Das tritt den blutigen Rachefeldzug gegen die Menschheit bereits im Prolog an – in voller Pracht wird es nur für wenige Sekunden im Finale gezeigt. Filmemacher JACK HELLER übertreibt das Spiel mit der Andeutung. Das Monster scheint allgegenwärtig zu sein und dennoch bekommt der Zuschauer nur dunkle Schatten zu sehen oder vernimmt unheilverkündendes Stampfen. Warum das so ist, wird im Endkampf klar. Ein rigoroser Sparkurs zwang die Produktion in die Knie. Um wirtschaften zu können, musste der Filmbösewicht am Rechner geboren werden – leider mehr schlecht als recht. Die Animationen wirken unglaubhaft und das Wesen derart künstlich, das es nicht in die Szenerie passen will. Dass da das Gänsehautgefühl in den Keller saust und aufgebaute Illusionen zu Staub verpuffen, ist nur die logische Konsequenz. Da kann auch der rabenschwarze Schlussgag nichts reißen, der die Tür für eine mögliche Fortsetzung offen hält. DARK WAS THE NIGHT ist eine Enttäuschung und das trotz Tiefgang. Wer demzufolge in Monsterstreifen fressgierige Bestien sehen will, sollte sich fern halten – dieser Film macht’s eher subtil.
 
 
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DARK WAS THE NIGHT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Monster-Grusler alter Schule. Bei diesem Indiestück handelt es sich in erster Linie um ein deprimierendes Drama, das sich als Monsterfilm tarnt. Statt blutige Fressorgien oder hektische Hetzjagden zu zelebrieren, geht es Regisseur JACK HELLER ruhiger an und beschäftigt sich in erster Linie mit seinen Protagonisten, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Dennoch; was hätte DARK WAS THE NIGHT – DIE WURZELN DES BÖSEN für ein großartiger Film werden können – wenn mehr Geld zur Verfügung gestanden hätte! In diesem Monsterfilm steckt zwar Hirn; weil Budget knapp war musste man wohl improvisieren und auf subtile Weise Gänsehaut heraufbeschwören. DARK WAS THE NIGHT ist ein Monsterfilm ohne Monster. Nicht, dass es nicht da wäre. Ganz im Gegenteil, die Filmkreatur ist allgegenwärtig. Dennoch wird sie erst am Ende für wenige Sekunden gezeigt wohl, weil man keine Dollars für ausuferndes Creature-Design übrig hatte. Mit den miserablen CGI-Effekten verpuffen auch die Illusionen, die Regisseur JACK HELLER zuvor mit viel Liebe für Oldschool-Horror aufgebaut hat. Übrigens: dieser Film ist nichts für die Liebhaber hektisch geschnittener Hochglanzfilme aus der Mache eines Michael Bay. DARK WAS THE NIGHT ist langsam erzählte Gruselware, die den Anspruch bewahrt. Zuschauer, die nichts mit Horror der alten Schule anfangen können, dürften gelangweilt abschalten.
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Zensur

 
 
 
Sonderlich zeigefreudig ist DARK WAS THE NIGHT – DIE WURZELN DES BÖSEN nicht. Die meisten Gewaltmomente passieren im Off. Zudem setzt der Streifen vordergründig auf subtilen Horror. Hierzulande hat es dafür eine FSK16 gegeben.
 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo Medien

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark was the Night; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Keine Extras

Release-Termin: 07.04.2016

 

Dark was the Night [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshots liegen bei: Eurovideo Medien)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Indigenous (2014)
 
Feed the Gods (2014)
 
Exists (2014)
 
Leprechaun: Origins (2014)
 

Filmkritik: „Private Number“ (2014)

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PRIVATE NUMBER

Story

 
 
 
Ein erfolgreicher Autor wird von mysteriösen Anrufen aus dem Jenseits gequält, die ihm beinahe den Verstand rauben.
 
 
 


 
 
 

PRIVATE NUMBER – Kritik

 
 
 
Guten Zeiten sind für Hobbygeisterjäger angebrochen, denn nach der Slasher, Folter- und Found-Footage-Welle erlebt nun auch der Geisterfilm ein kleines Comeback. Der macht seit wenigen Jahren Kinosäle aber auch Wohnzimmer unsicher und hat mit THE CONJURING oder der erfolgreichen INSIDIOUS-Saga sogar brauchbare Vertreter jüngeren Datums hervorgebracht. Den Filmemachern sind beim Angstmachen kaum Grenzen gesetzt. Trotzdem gehen nur wenige den unkonventionellen Weg und versuchen sich an Geschichten fernab des Mainstreams. Nicht anders macht das LAZRAEL LISON. Der hat sein eigenes Drehbuch verfilmt und will mit altbekannter Gruselformel zartbesaiteten Zuschauer ein paar unheimliche Momente bescheren. Trotz handwerklich solider Umsetzung ist es nur beim Versuch geblieben. Der Gruselfaktor in PRIVATE NUMBER ist nämlich äußerst gering. Stattdessen wird seichter Mystery geboten, in dem ein erfolgreicher Autor mysteriösen Stimmen folgt und so ein schreckliches Geheimnis lüftet.
 
 
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Eigentlich hätte für Autor Michael Lane (HAL OZSAN) alles so gut laufen können. Nach dessen erfolgreichen Roman KNIGHT FIRE soll nun die Fortsetzung entstehen, doch leider wird die Arbeit von einer Schreibblockade gestört. Dass Gattin Katherine (NICHOLLE TOM) auch noch ihre biologische Uhr ablaufen sieht und ans Kinderkriegen denkt, setzt den Schriftsteller zusätzlich unter Druck. Da mehren sich plötzlich seltsame Anrufe, die nicht nur den Frieden stören, sondern das Paar vor unüberwindbare Probleme stellt. Michael scheint den Verstand zu verlieren, versucht er seinen Mitmenschen weismachen zu wollen, dass die Opfer eines Serienmörders mit ihm telefonisch Kontakt aufnehmen wollen. Weil ihm niemand glauben möchten, beginnt er selbst nach Antworten zu suchen, ohne zu wissen, dass er damit die Büchse der Pandora öffnet.
 
 
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Warum in Gottes Namen können Geister im Horrorfilm eigentlich nie Tacheles reden? Statt am Telefon eindeutige Hinweise zu geben, müssen Kontaktpersonen aus der Welt der Lebenden stets aufmerksam nachforschen, um das meist tragische Ablebenden jener Geister ans Tageslicht zu bringen von denen sie penetrant geärgert werden. PRIVATE NUMBER reiht sich ohne Probleme in jene Reihe Filme ein, in denen das Gruselkonzept zugunsten akribischer Detektivarbeit weichen muss. So folgt der Rätselthriller ähnlichem Handlungsstrang, wie so viele ähnlich gestrickte Pseudo-Grusler der letzten Jahre. Während die meisten jedoch mit gut platzierten Schreckmomenten für kurzes Herzklopfen sorgen können, macht sich in PRIVATE NUMBER schnell Langeweile breit. Regisseur LAZRAEL LISON konzentriert sich zu versteift auf den nervlichen Abstieg seines Filmhelden und fokussiert dabei zu detailliert den Bruch einer einst glücklichen Beziehung, dass die Gruselmomente etwas zu kurz kommen. Immerhin gewinnt der Streifen kurz vor der Ziellinie etwas an Fahrt und versucht mit überraschender Wendung zu verblüffen. Erfahrene Zuschauer wittern jedoch schnell die Fährte, denn sonderlich geistreich ist die Auflösung des Spuks leider nicht. So bleibt ein beliebiger Mysterfilm mit guten Darstellern und vorhersehbarer Geschichte, der schnell sein Dasein in den Wühltischen bekannter Elektrofachmärkte fristen wird.
 
 
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PRIVATE NUMBER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wendungsreicher Mysterythriller mit überraschendem Ende für Zuschauer, die gern mitraten wollen. Im Falle von PRIVATE NUMBER wollte Macher LAZRAEL LISON vermutlich schnell noch im Zuge erfolgreicher Geisterfilme Kasse machen, bevor der Trend wieder am Abklingen ist. PRIVATE NUMBER ist trotz überraschender Auflösung einer dieser Gruselfilme, von denen man irgendwie schon zu viele gesehen hat. Der Zuschauer folgt einem verworrenen Rätselplot, der kaum Gruselmomente zu bieten hat. Gänsehaut bleibt aus und die Spannung hält sich auch in Grenzen. Stattdessen liegt der Fokus auf ereignisreiche Detektivarbeit, damit die Ursachen von Spuk und Geistererscheinungen aufgedeckt werden können. Handwerklich ist PRIVATE NUMBER durchaus solide inszeniert und die Schauspieler agieren ordentlich. Dennoch fehlen dem Streifen Drive und die für das Genre obligatorischen (Er)Schreckmomente. Wer eine Leidenschaft für seichte Mysteryfilme besitzt könnte sich durchaus unterhalten fühlen. Dennoch werden auch diejenigen PRIVATE NUMBER schnell vergessen haben, denn Höhepunkte bleiben aus. Ob das letztendlich einen guten Film ausmacht, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Wir meinen: lieber den thematisch ähnlichen ECHOES – STIMMEN AUS DER ZWISCHENWELT anschauen. Dort stimmt wenigstens das Verhältnis zwischen Grusel- und Rätselanteil.
 
 


 
 
 

PRIVATE NUMBER – Zensur

 
 
 
Wie es sich für Mysteryfilme gehört, gibt es nicht sonderlich viel Gewalt zu sehen. Bis auf einige Polizeifotos hingerichteter Menschen und einer Traumsequenz in der Held und Küche in Flammen stehen, sucht man nach brutalen Momenten im Film vergebens. Hierzulande wird PRIVATE NUMBER ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 


 
 
 

PRIVATE NUMBER – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Echoes (2014)
 
The Last House on Cemetery Lane (2015)
 
Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt (1999)
 

Filmkritik: „Pernicious“ (2014)

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PERNICIOUS

Story

 
 
 
JU-ON: THE GRUDGE in Thailand. Drei amerikanische Urlauberinnen werden in Thailand von einem wütenden Kindergeist terrorisiert, der sich den Körpern der Frauen bemächtigt, um Rache zu nehmen.
 
 
 


 
 
 

PERNICIOUS – Kritik

 
 
 
Einmal Horror immer Horror – zumindest gibt es nicht wenige Regisseure, die am blutigen Genre Gefallen finden und plötzlich Horrorstreifen am Fließband drehen, als gebe es nichts Besseres. Das mag zwar durchaus löblich sein, wird aber spätestens dann gefährlich, wenn Quantität auf Kosten der Qualität geht. Einer derer, der in seiner Arbeitswut nicht mehr zwischen guten und schlechten Drehbüchern unterscheiden kann ist JAMES CULLEN BRESSACK. Der brachte es mit dem widerwärtigen Home-Invasion-Schund HATE CRIME zu beachtlicher Bekanntheit und das, obwohl sein kontroverses Machwerk in vielen Ländern erst gar nicht ausgewertet wurde. Dennoch sah Trash-Schmiede THE ASYLUM Potenzial. Das berüchtigte Produktionsstudio beauftragte den Filmemacher für die Umsetzung hauseigener Videoware. So entstand günstiger Schwachsinn wie 13/13/13 oder BLOOD LAKE der Bressack lehrte, wie man mit einfältigen Filmen möglichst große Gewinne erzielt! Seither produziert, schreibt und dreht der ambitionierte Horrorfan, als wäre der Teufel hinter ihm her. Zum Leidwesen des Zuschauers, der unwissend durchwachsene Film kauft, obwohl mit vielversprechenden Coverabbildungen geworben wird.
 
 
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Nach TO JENNIFER (übrigens der erste vollständig mit dem iPhone5 gedrehte Spielfilm) ist PERNICIOUS ein weiterer Streifen aus dem umfangreichen Portfolio des strebsamen Newcomers. Der nimmt den Zuschauer mit nach Thailand und begleitet drei Schönheiten durch einen blutigen Albtraum – Geist inklusive. Die suchen im Land des Lächelns nach Erholung, stoßen in der Ferienunterkunft jedoch auf die rastlose Seele eines kleinen Mädchens, die versehentlich aus einer goldenen Statue befreit wird. Rache steht auf den Plan, denn auch in PERNICIOUS ist ein furchtbares Ableben dafür verantwortlich, dass ein Geist keine Ruhe finden kann. Der bringt die drei Frauen unter seine Kontrolle und tötet so grausam all jene, die Schuld am Tod des Mädchens haben.
 
 
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Günstige Videoproduktion – souverän inszeniert. PERNICIOUS ist Grusel-Horror, der für den amerikanischen DVD-Markt gemacht wurde. Das bedeutet einmal mehr Fast-Food-Schauer ohne Tiefgang oder Anspruch, der vor allem Feingeister übel aufstoßen lassen dürfte. Zu sehen gibt es konventionelles Grauen, das sich teils ganz frei beim japanischen JU-ON bedient und mit etwas Folterei sowie derzeit beliebter Besessenheitsthematik verfeinert wurde. Die weiblichen Darsteller fallen durch Optik nicht durch Können auf und falsche Fährten sind dann doch vorhersehbarer, als vermutlich gewollt. Trotzdem schafft BRESSACK das, was vielen Horror-Regisseuren eben nicht gelingt: sein PERNICIOUS unterhält und sorgt für Lacher, denn die Heldinnen besitzen trotz misslicher Lage genügend Humor, um den männliche Zuschauer mit naivem Wortwitz (zumindest in der Originalfassung) und knackigen Rundungen bei Laune halten zu können. PERNICIOUS kommt fast ohne Längen aus, denn Regisseur JAMES CULLEN BRESSACK gibt Gas. Nach kurzem Ausflug ins Tortur-Genre muss ein mysteriöses Puzzle gelöst werden, das erst nach und nach ein Ganzes ergibt. Die unwissenden Protagonisten werden von einem Schauplatz zum nächsten getrieben und versuchen das zu entschlüsseln, was das erfahrene Publikum ohnehin schon weiß. Weitaus rätselhafter als die vorhersehbaren Ereignisse im Film ist die Tatsache, wie es den drei Mädchen nach albtraumreichen Nächten gelingt am Morgen danach perfekt geschminkt und frisch frisiert aus dem Bett zu steigen. Ein mysteriöses Phänomen, das am Ende leider nicht aufgelöst wird. Vermutlich wird das obligatorische Making-of wichtige Antworten liefern.
 
 
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PERNICIOUS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ungewöhnliche Mischung aus brutalem Folter-Horror und japanischem Gruselexport – kurzweilig und souverän inszeniert. Im Falle von PERNICIOUS ist dennoch nicht alles Gold was glänzt. Nicht nur, dass eine goldene Statue im Film Unglück bringt; Regisseur JAMES CULLEN BRESSACK stibitzt viel aus anderen Horrorstreifen, um Interesse zu wecken. So erinnern viele Momente an die klassischen Geisterfilme aus Fernost – allen voran JU-ON: THE GRUDGE. Zudem werden Fans der HOSTEL-Reihe manch unerwartetes Déjà-vu erleben, denn auch in PERNICIOUS scheint man daran Gefallen gefunden zu haben, intensiv an heraushängenden Augäpfeln zu schnippeln. Leider lassen sich viele Zitate nur mit geschultem Auge erkennen. So bemerken wohl ausschließlich erfahrene Horrorfans Anspielungen wie die, in der sich das Geistermädchen im Film krampfhaft versucht in die Ecke der Zimmerdecke zu zwängen. Aufmerksame Zuschauer haben da vermutlich gleich das Filmplakat zum Austreibungs-Horror THE LAST EXORZISMUS mit ähnlichem Motiv vor Augen. Nichtsdestotrotz ist PERNICIOUS nicht so einfältig, wie viele der genannten Zitate. Filmemacher JAMES CULLEN BRESSACK zündet den Turbo und lässt kaum Längen entstehen. Sein Film ist zwar nicht sonderlich helle, besitzt aber genügend Unterhaltungswert und bietet mit seinen drei attraktiven Hauptdarstellerinnen auch was fürs Auge. Männliche Zuschauer sehen da vermutlich gern über Defizite im Schauspiel hinweg, ist PERNICIOUS ohnehin nichts Großes, sondern astrein gemachtes Videofutter für den kleinen Horror-Hunger zwischendurch.
 
 


 
 
 

PERNICIOUS – Zensur

 
 
 
Der Folter-Anteil in PERNICIOUS ist recht zeigefreudig. Da werden Zangen und Macheten geschwungen und Zähne, Fingernägel aber auch Augäpfel bearbeitet. Auch im übrigen Film finden Gore-Bauern an unangenehmen Schlitzmethoden Gefallen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass PERNICIOUS hierzulande ungeschnitten erscheinen wird: keine Jugendfreigabe!
 
 


 
 
 

PERNICIOUS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
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