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Kritik: „The Ones Below – Das Böse unter uns“ (2015)

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THE ONES BELOW – DAS BÖSE UNTER UNS

Story

 
 
 
Die Geburt des neuen Sohnes wird für Kate und Jack (CLÉMENCE POÉSY und STEPHEN CAMPBELL MOORE) zum Albtraum, als in der Wohnung im Erdgeschoss neue Nachbarn (LAURA BIRN und DAVID MORRISSEY) einziehen, die sich äußerst merkwürdig verhalten.

 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Kritik

 
 
 
Von werdenden Eltern und bösen Nachbarn. In THE ONES BELOW erwarten Kate und Jack ihr erstes Kind. Umso erfreulicher für das junge Paar, dass in der Wohnung unter ihnen ebenso glückliche Leute einziehen, die ebenfalls auf Nachwuchs warten. Schnell sind die Gesprächthemen gefunden und man freundet sich an. Doch die frisch geschlossene Freundschaft steht unter keinem guten Stern. Die neuen Nachbarn haben nämlich einige Marotten, die nicht sonderlich gut ankommen. Erst ist es der penetrante Zwang nach Ordnung, der bei Kate und Jack für Verwirrung sorgt. Später verursacht die überfreundliche Art der neuen Hausbewohner Gänsehaut, wirkt die doch trotz aller Bemühungen nicht sonderlich vertrauenserweckend. Doch das alles ist nichts im Gegensatz zu dem, was noch kommen wird. Während eines gemeinsamen Abendessens kommt es zu einem folgenschweren Vorfall, der die wahren Intentionen der neuen Nachbarn ans Tageslicht bringt. ALFRED HITCHCOCK und ROMAN POLANSKI lassen grüßen.
 
 
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MIT THE ONES BELOW gibt’s Nachschub für all jene, die eine Abreibung fürs Nervenkostüm brauchen. Morbider Psycho-Horror wird geboten, der sich einmal mehr einer Thematik widmet, die sich im Genre neuerdings wieder großer Beliebtheit erfreut. Albtraum Schwangerschaft – das ist Stoff, der bereits in den 1960ern durch ROMAN POLANSKI furchteinflößend für die Leinwand aufbereitet wurde. Viele Jahrzehnte später lässt sich aus bekannter Formel immer noch makabrer Horrorstoff drehen, der vor allem werdenden Mütter an die Substanz gehen dürfte. Hinter dem kleinen Indie-Thriller steckt kein Mann vom Fach. Trotzdem weiß Nachwuchsregisseur DAVID FARR ziemlich genau, wie er Spannungsschrauben fester drehen muss, damit es dem Zuschauer unbequem wird. Der britische Newcomer bewegt sich in seinem Filmdebüt weg vom Holzhammer-Horror und geht über zum Daumenschrauben-Kino, in dem sich die Spannung bis zum makabren Finale steigert, damit am Ende die Katze aus dem Sack gelassen werden kann. Das gelingt ganz ohne Blut- und Schockmomente – verursacht aber gerade deswegen ein unangenehmes Bauchgefühl, weil Macher DAVID FARR das Grauen auf subtile Weise heraufbeschwört und den Horror im Kopf des Zuschauers entstehen lässt. So etwas nennt man Horror mit Hirn, der mittlerweile im Genre ziemlich selten geworden ist, weil Horror vor allem beim jungen Publikum in erster Linie mit Mord und Totschlag in Verbindung gebracht wird. Brachiale Kills und ausufernde Gewalt sucht man hier aber vergebens. THE ONES BELOW setzt auf Charakteraufbau und Dialoge – klappt scheinbar auch heute immer noch so gut wie vor 30 Jahren.
 
 
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In THE ONES BELOW bahnt sich das Grauen langsam seinen Weg durch den Film. Immer wieder geraten die Sympathieträger in verzwickte Situationen, die den Zuschauer mit flauem Magengefühl vor der Flimmerkiste zurücklassen. Man ahnt schnell, dass mit den neuen Nachbarn nicht gut Kirschen essen ist. So lauert hinter der Fassade gesitteter Bürger mal wieder das Böse. Eine Erkenntnis mit welcher der Film in die Fußstapfen vieler Genrefilme der 1980er und 1990er tritt, die unter so berüchtigten Titeln wie THE STEPFATHER, DAS KINDERMÄDCHEN oder FEAR – WENN LIEBE ANGST MACHT bei Fans des Genres ein Begriff sein dürften. THE ONE BELOW ist nach dem gleichen Muster gestrickt und strapaziert mit knisternder Spannung die Nerven des Publikums. Demzufolge sollte man diesen kleinen Psychothriller eine Chance geben – insofern man was mit langsam erzählten Psycho-Kicks anfangen kann, die sich viel Zeit für das Wesentliche im sogenannten Angstkino lassen.
 
 
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THE ONES BELOW – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Hätte ALFRED HITCHCOCK den Okkult-Schocker ROSEMARIES BABY verfilmt, wäre vermutlich so etwas wie THE ONES BELOW dabei herausgekommen. Der auf dem Fantasy Filmfest ausgestrahlte und vielgelobte Psychothriller ist nichts für Fans hektisch geschnittener Gewaltepen. Das minimalistische Psychodrama hat was von einem Kammerspiel und konzentriert sich auf Charakterentwicklung und Spannungsaufbau. Statt die Augen des Horrorfans mit Blut und Gewalt zu blenden, kümmert sich Regieneuling DAVID FARR um die Hirne seines Publikums und vernebelt die mit astreinem Psycho-Terror. Dafür musste mal wieder das Thema Schwangerschaft herhalten mit dem (Found-Footage) Filmemacher in letzter Zeit reichlich Schabernack getrieben haben. Mit THE ONES BELOW wird aber wieder alles besser, denn DAVID FARR lässt das Böse nicht im Bauch der Mutter heranwachsen, sondern funktioniert freundliche Nachbarn zu ultimativen Psychopathen um. Für knisternde Spannung und unangenehmes Bauchgefühl ist somit gesorgt, denn der britische Regisseur scheint viele Altmeister des Thrillerfachs genau studiert zu haben. Er beherrscht die subtile Angstmacherei erstaunlich gut, was THE ONES BELOW zu einem echten Indie-Psycho-Geheimtipp macht.
 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Zensur

 
 
 
Wer Gewalt sucht, ist hier falsch. Davon gibt es im Film nichts zu sehen. Eigentlich könnte man THE ONES BELOW bereits ab 12 Jahren freigeben. Wegen dem kompromisslosen Ende, einiger Schimpfwörter und bedrohlicher Stimmung hat es THE ONES BELOW aber mit einer FSK16 in die Händlerregale geschafft.
 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) METEOR FILM (Blu-ray KeepCase-Version)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Ones Below; Großbritannien 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016

 

The Ones Below – Das Böse unter uns [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE ONES BELOW – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei METEOR FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Stepfather (2009)
 
The Stepfather (1987)
 
The Roommate (2011)
 
The Harvest (2013)
 
One Hour Photo (2002)

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Filmkritik: „Momentum“ (2015)

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MOMENTUM

Story

 
 
 
Ein Bankraub der Zukunft ist der Startschuss für den rasanten „Momentum“. Komplett mit Masken, blinkenden Roboter-Anzügen und vollautomatischen Feuerwaffen. Der Schaden: Eine Leiche, ein Wachmann mit Platzwunde und eine heikle Beute, bestehend aus einem Haufen Diamanten und einer kleinen Festplatte. Für Alexis (Olga Kurylenko) und Kevin (Colin Moss) bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, wenig später erscheinen böse Jungs mit schweren Waffen vor ihrer Tür. Ein blutreiches Scharmützel in einem Hotelzimmer später ist Alexis mit dem mysteriösen digitalen Gut auf der Flucht und einige unfreundliche Zeitgenossen kleben an ihren Spuren. Auf der Suche nach der Wahrheit und dem Rennen um ihr eigenes Leben wird Alexis mit den Dämonen ihrer Vergangenheit und etlichen Kugeln konfrontiert. Nebenbei tritt sie gehörig Ärsche.
 
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Kritik

 
 
 
Der Titel „Momentum“ ist keineswegs übertrieben. Ab der ersten Sekunde nach dem Vorspann tritt der Film voll aufs Gas und kommt beinahe in den schwindelerregenden Bereich. Sobald sich der anfängliche Bankraub abgewickelt und der Staub etwas gelegt hat, kann das Publikum trotzdem in aller Ruhe einsteigen und der Handlung folgen. Nicht dass ihr besonders schwer zu folgen wäre. Wie sich schon früh herausstellt, enthält die begehrte Festplatte Informationen über einen schmierigen US-Senator (Morgan Freeman). Der möchte um jeden Preis verhindern, dass jene Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Mit der Wiederbeschaffung werden der ebenso schmierige und ungleich sadistischere Anzugträger Mr. Washington (James Purefoy) und seine Schergen beauftragt.
 
 
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Ein simpler Plot wie dieser bietet nicht viel mehr als eine anderthalbstündige Verfolgungsjagd. Glücklicherweise scheint Regisseur und ehemaliger Kameramann Stephen S. Campanelli zuzustimmen und hat seinen Film mit einem deutlichen Fokus auf schnelle Action gedreht. Abgesehen von einem kuriosen Interesse für Füße (vor allem die von Olga Kurylenko) zeichnet den Film neben seinem hohen Schnitt- und Kameratempo kaum etwas aus. Mit anderen Worten bietet „Momentum“ genau das, was man von einem kurzweiligen Spektakel erwartet – Gott sei Dank nicht mehr. Den wichtigsten Aspekt bekommen Campanelli und Crew sogar überdurchschnittlich gut hin. Mit kreativen Kameraeinstellungen und aufregend konzipierten, schnell geschnittenen Action-Szenen sticht „Momentum“ aus der üblichen Genre-Kost heraus und macht bis zum Abspann Spaß.
 
 
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Bleibt zu erwähnen, dass der Film über einen gewissen Grad an Schmutzigkeit verfügt und Campanelli sich in Szenen von Gewalt oder Folter nur wenig zurückhält. Man ist froh darüber, mal wieder einen Actionfilm zu sehen, der nicht vor der Bedrohung eines Kindes oder einer (versuchten) Vergewaltigung zurückschreckt und sich nicht hinter politische Korrektheit versteckt. Stattdessen gibt es skrupellose, arrogante Bösewichte zu sehen, die einen legitimen Hassreiz versprühen. Auf der anderen Seite steht Olga Kurylenko, die in der Rolle als Alexis mit ihrer dunklen Vergangenheit und einem Talent fürs Entsorgen böser Menschen eine gute Figur macht. Dabei wird aus der Tatsache, dass es sich hier um eine der seltenen Action-Heldinnen handelt, nicht einmal eine große Angelegenheit gemacht. Ein Erfolg für die geschlechtliche Gleichberechtigung!
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
„Momentum“ ist satte Actionkost – kurzweilig, hart, adrenalinreich und unterhaltsam. Dem dünnen Plot schenkt Debüt-Regisseur Stephen Campanelli dabei genau so viel Beachtung, wie er verdient hat. Star der Show ist das ehemalige Bond-Girl Olga Kurylenko, die nicht nur etwas für die Augen ist, sondern auch eine tolle Actionheldin abgibt.
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Zensur

 
 
 
Der Film ist kein Blutbad, hat aber durchaus seine rauen Momente, die ihm sehr gut tun. Bis ins Extreme oder Bedenkliche greift der Film nicht, trotzdem gehört MOMENTUM zu einem der brutaleren FSK-16-Filme. Nachdem der Film auf dem FANTASY FILMFEST 2015 lief, wurde er von UNIVERSUM FILM ungeschnitten mit FSK16 in den Handel gebracht.
 
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Momentum; Südafrika / USA 2015

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Making of

Release-Termin: 13.11.2015

 

Momentum [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

MOMENTUM – Trailer

 
 

 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Ascot Elite Filmverleih

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Haywire (2011)
 
Mad Max: Fury Road (2015)
 
Shooter (2007)

 


Filmkritik: „Containment“ (2015)

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CONTAINMENT

Story

 
 
 
Für Misanthrop Mark beginnt der Tag nicht wie jeder andere. Türen und Fenster der Wohnung sind versiegelt und auf dem Platz vor dem Haus geht ein Team in Schutzanzügen ein und aus. Was ist hier geschehen? Auch den restlichen Bewohnern des Hauses geht es nicht anders. Sie befinden sich in Todesangst und versuchen einen Weg aus ihrem Gefängnis zu finden – wenn auch vergebens.
 
 
 


 
 
 

CONTAINMENT – Kritik

 
 
 
Zombies, Zombies, überall Zombies. In Zeiten in denen es scheint, als würde das Genre fast ausschließlich von Zombies, Virusepidemien und Weltuntergangsszenarien dominiert, ist es schön zu sehen, wenn Filmemacher versuchen gegen den Zombiestrom zu schwimmen. Einer dieser mutigen Regisseure ist der Engländer NEIL MCENERY-WEST. Der hat mit CONTAINMENT (zu Deutsch: Eindämmung) seinen ersten Langfilm inszeniert, geht aber andere Wege und das, obwohl das Filmplakat zum Debüt einen weiteren, austauschbaren Zombieschnarcher inklusive unerbittlichen Überlebenskampf vermuten lässt.
 
 
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Biologische Desaster ja, Zombieplage nein! Realismus steht bei CONTAINMENT im Fokus. Das bedeutet, dass Fans schlurfender Menschenfresser vergebens auf die Horden der hungrigen Untoten warten dürften. Macher NEIL MCENERY-WEST ergründet menschliche Ängste in Zeiten todbringender Katastrophen, die im Falle von CONTAINMENT dafür sorgen, dass eine Evakuation von Überlebenden aus dem Ruder läuft. Fressgeiles Zombiepack und literweise Kunstblut haben Sendepause. Stattdessen macht es der Regieneuling unkonventionell, lockt auf falsche Fährten und überzeugt mit unerwarteten Wendungen.
 
 
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Ein Wohnblock steht in CONTAINMENT unter Quarantäne. Der Ausnahmezustand sorgt in einer britischen Wohnsiedlung für Panik und treibt die Bewohner an den Rand ihrer mentalen Kräfte. Die müssen feststellen, dass sie in ihren Wohnungen festsitzen, weil Fenster und Türen von Außen versiegelt wurden. Doch was ist geschehen? Mieter Mark (LEE ROSS) entdeckt schnell, dass dieser Morgen nichts Gutes bringen wird. Er verbündet sich mit seinen Nachbarn, die sich durch ein Loch in der Wand Zutritt in die Wohnung verschafft haben. Gemeinsam versucht man einen Weg nach draußen zu finden, doch die Flucht ist schwieriger als gedacht. Auf dem Platz vor dem Block haben Rettungskräfte ein Zelt aufgebaut. In Schutzanzügen verpackt trägt man erkrankte Bewohner aus den Häusern in das provisorische Lager. Eine scheinbar unüberbrückbare Mauer, werden doch Flüchtende erschossen, die versuchen unentdeckt in die Freiheit zu laufen. Da wird eine der Rettungskräfte zur Geisel umfunktioniert. Sie soll nötige Antworten liefern und das Ticket in die Freiheit sein. Leider verläuft die Flucht nicht nach Plan, denn die Situation gerät außer Kontrolle.
 
 
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Klaustrophobie als Panikmacher. Die drängt die Protagonisten in CONTAINMENT an den Rand ihrer mentalen Kräfte. Abermals versucht ein Filmemacher die Raumangst effektiv für einen Film zu nutzen und zeigt auf zu was Menschen fähig sind, wenn sie in die Freiheit wollen. Verstärkt wird dieses Gefühl der Not durch die Angst vor dem Unbekannten, denn NEIL MCENERY-WEST bevorzugt es Figuren und Zuschauer lang darüber im Unklaren zu lassen, in welch misslicher Lage sich die Bewohner dieses Wohnkomplexes befinden. Spannung ist garantiert, die vor allem durch die Gemütslagen der unterschiedlichen Protagonisten verstärkt wird. Die geraten während der Flucht des Öfteren aneinander, denn nicht alle handeln zum Wohle der Gruppe. So schlummert in Nachbar Sergei (ANDREW LEUNG) ein unkontrolliertes Gewaltpotenzial, das die Gruppe vor gefährliche Herausforderungen stellen und das Leben aller in Gefahr bringen wird.
 
 
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CONTAINMENT ist ein überzeugend inszenierter und überraschend guter Film geworden, der gerade wegen der anderen Herangehensweise aus dem riesigen Angebot an mehr schlechter als rechter Virusfilme hervorsticht. Durch rigorosen Verzicht auf klischeebeladene Horrorelemente und den dezenten Einsatz pechschwarzen Humors wagt MCENERY-WEST viel, macht aber letztendlich alles richtig. Der etwas andere Epidemie-Film sollte unbedingt gesehen werden – zumindest von denen, die nicht zwingend auf den Zombieauftritt warten, wenn todbringende Krankheiten und Viren ausbrechen und die Menschheit vor dem Untergang steht.
 
 


 
 
 

CONTAINMENT – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Kein Film für Klaustrophobiker. CONTAINMENT ist der etwas andere und weitaus bessere Virusfilm, weil er lieber die Angst vor dem Ungewissen seiner Protagonisten und deren Verzweiflung in den Mittelpunkt rückt, statt Horden fressender Zombies durch die Kulisse geifern zu lassen. Paranoia und Klaustrophobie sind die Geheimzutaten dieses aus Großbritannien stammenden Thrillerdramas, das menschliche Konflikte im Ausnahmezustand studiert und trotzdem typisch britischen Humor zu bieten hat. Die sonderbare Mischung funktioniert trotz ernstem Hintergrund und überrascht sogar noch mit gut platzierten Wendungen. Wir meinen: Dieser Film sollte definitiv auf die Must-See-Liste gesetzt werden – zumindest, wenn man sehenswerte Virusstreifen nicht ausschließlich vom Blut- und Effektgehalt abhängig macht, sondern in erster Linie die Geschichte zählt.
 
 


 
 
 

CONTAINMENT – Zensur

 
 
 
Gewalt spielt in CONTAINMENT keine große Rolle. Dennoch werden Menschen erschossen. Zudem wird ein vermummter Biologe mit einem Baseballschläger erschlagen und eine Überlebende muss sterben, weil eine Glasscherbe die Halsschlagader streift. Sollte der Film in Deutschland veröffentlicht werden, dürfte er ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 


 
 
 

CONTAINMENT – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Contagion (2011)
 
Carriers (2009)
 


Filmkritik: „The Target“ (2014)

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THE TARGET

Story

 
 
 
Für den Arzt Tae-joon (Jin-wook Lee) läuft alles wie geschmiert. Einen stabilen Job im Krankenhaus, eine coole Wohnung und eine schwangere Frau. Natürlich lässt das drohende Unheil nicht lange auf sich warten und platzt in Form des schwer verletzten Yeo-hoon (Seung-ryong Ryu) in Tae-joons Leben. Der mysteriöse Mann, der nicht nur eine Kugel im Bauch, sondern auch eine direkte Konfrontation mit einem Auto überlebt hat, wird ins Krankenhaus eingeliefert und mit Mühe stabilisiert. Als behandelnder Arzt übernimmt Tae-joon die Verantwortung für Yeo-hoon, was sich als wenig vernünftige Entscheidung herausstellt. Einige Stunden später liegt der Arzt mit einer Platzwunde am Kopf auf dem Boden seiner Küche, von seiner entführten Frau keine Spur. Bis das Telefon klingelt.
 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Kritik

 
 
 
Nachdem die Filmwelt seit vielen Jahren die Früchte Koreas geerntet und für den jeweiligen Markt aufbereitet hat, wurde der Spieß jetzt umgedreht. Glücklicherweise funktioniert der internationale Remake-Austausch in dieser Richtung besser, „The Target“ („Pyojeok“) vom koreanischen Regisseur mit dem markanten Namen Chang ist um Einiges weniger gesundheitsschädlich als beispielsweise ein „Oldboy“-Massaker von Spike Lee. Bedienen tun Chang und Konsorten sich in Frankreich, genauer gesagt bei „Point Blank – Aus kurzer Distanz“ („À bout portant“), einem Krimi/Action-Thriller aus dem Jahr 2010.
 
 
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Die Tatsache, dass es es sich bei „The Target“ streng genommen um ein Remake handelt, ist allerdings weitgehend bedeutungslos. Dafür kommt die Handlung mit den gewohnten Pinselstrichen eines Actionkrimis aus, die nicht gerade vor innovativem, kreativem Genie strotzen. Unter ihnen finden sich neben entführter Familie und korrupten Cops die üblichen Twists, Kurven und Offenbarungen. Für Überraschungen oder gar Schocks genügt die Story um Tae-joon, Yeo-hoon und ihre Angehörigen zwar nicht, allerdings vermag sie ihr Publikum mühelos bei Laune zu halten. Dazu trägt auch das flotte Tempo des Films bei. Über die Laufzeit von gut 90 Minuten legt „The Target“ kaum Atempausen ein und wirft dem Zuschauer in schöner Regelmäßigkeit Action-Sequenzen, Verfolgungsjagden und andere interessante Dinge um die Ohren. Als visueller oder erzählerischer Maßstab wird Changs zweiter Film sicher nicht in die Geschichtsbücher einziehen. Dafür konzentriert er sich auf das, was man von einem schnellen Action-Reißer für zwischendurch erwarten kann, und liefert einen kurzweiligen, genießbaren Krimi ab.
 
 
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THE TARGET – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Nach unzähligen asiatischen Filmen, die für den europäischen und/oder amerikanischen Markt übersetzt und nachgemacht wurden, ist Korea dran und versucht sich an der Interpretation eines französischen Action-Krimis. Das Resultat ist Changs „The Target“, ein schneller, schnörkelloser Film, mit dem man die nächsten anderthalb Stunden etwas schneller verfliegen lassen kann.
 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Zensur

 
 
 
Der Film hat seine saftigen Szenen, übertreibt es mit der Gewalt aber nicht. Insgesamt ist die 16er-Freigabe, die „The Target“ unzensiert in Deutschland erhalten hat, nachvollziehbar.
 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Weltkino Filmverleih

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Pyojeok; Korea 2014

Genre: Action, Thriller

Ton: Deutsch (5.1 DTS-HD MA, Stereo DTS-HD MA), Koreanisch (5.1 DTS-HD MA)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,40:1 (1080/24p Full HD)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 07.08.2015

 

The Target [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE TARGET – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Weltkino Filmverleih

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Point Blank – Aus kurzer Distanz (2010)
 
Chain of Command (2015)
 
The Divine Move (2014)
 


Filmkritik: „Colt 45“ (2014)

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COLT 45

Story

 
 
 
Der junge Polizist Vincent (Ymanol Perset) ist zwar erst 22 Jahre alt, aber bei den Dezernaten der belgischen Polizei extrem begehrt. Obwohl die Kollegen der Abteilungen Schwerverbrechen und Bandenkriminalität sich um den Jungspund reißen, beharrt Vincent auf seinen Dienst im polizeilichen Waffenlager, wo er mit dem Reparieren und Warten der Ausrüstung seine Erfüllung findet. Als er im Rahmen eines Schießwettbewerbs sämtliche Rekorde bricht und sein Talent der Welt präsentiert, gewinnt sein Leben über Nacht an Dynamik. Nicht nur Vincents Kollegen wollen ihn abwerben, auch der geheimnisvolle Milo (Joey Starr) hat ein Auge auf ihn geworfen. In einem Haifischbecken aus Vorgesetzten, Kollegen und mysteriösen dritten Parteien versucht der sichtlich überforderte Vincent, eine Reihe an tödlichen Raubüberfällen aufzuklären, während die Einschläge immer näher kommen.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Kritik

 
 
 
In den letzten Jahren hat sich das belgische Arbeitstier Fabrice Du Welz mit einigen Werken Zutritt zur Weltbühne verschafft, darunter auch „Alleluia“, der auf Filmfestivals (unter Anderem in Hamburg) gezeigt wurde. Das Material, das er in „Colt 45“ umsetzt, ist weit vom bizarren Beziehungsdrama eines „Alleluia“ entfernt. Mit dem Schritt in die Welt der belgischen Gendarmerie spannt er ein komplexes Netz aus Korruption, Verbrechen und natürlich Gewalt.
 
 
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Im Mittelpunkt steht Vincent, die stille Hauptfigur, die gegen ihren Willen in einen Strudel aus Schuld, Reue und Verantwortung gezogen wird. Der steinige Weg des Protagonisten ist es, der den Film abrundet und ihm das nötige Gegengewicht zur Action gibt. Denn in erster Linie ist „Colt 45“ ein knallharter, blutiger Krimi mit einer Atmosphäre wie im Pulverfass. Du Welz zeigt sich als ökonomischer Filmemacher, der keine Zeit verschwendet und seine Geschichte in nur gut 80 Minuten erzählen kann. In Anbetracht der gradlinigen und simplen Handlung eine ausgezeichnete Wahl. Das rasante Tempo des Films und die respektabel gefilmten Actionsequenzen funktionieren außerdem wunderbar, um nähere Blicke auf den Handlungsablauf und die dazugehörigen Löcher in Logik und Plausibilität zu verhindern.
 
 
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COLT 45 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Training Day auf Belgisch! Knallharte Cop-Action – blutig und rasant. Dennoch, die Logikfüchse im Publikum werden den Raum nach „Colt 45“ mit einem berechtigten Kopfkratzen verlassen. Über eine besonders clevere und revolutionäre Story verfügt der Polizeithriller definitiv nicht. Dafür hat Fabrice Du Welz es geschafft, ihn mit einem sympathischen Hauptcharakter, kurzweiligen Actionszenen und einer explosiven, gefährlichen Stimmung anzureichern. Fans von schneller, halbwegs kluger Action können bedenkenlos zugreifen, denn „Colt 45“ ist schön, schnell und schmutzig.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Zensur

 
 
 
Das Aufeinandertreffen von korrupten Cops, ehrlichen Polizisten und rücksichtslosen Gangstern wird in „Colt 45“ durchaus blutig dargestellt. Zwar ist das Gezeigte hart anzusehen, erreicht aber zu keiner Zeit Extreme. Die FSK hat den Film aber ab 16 Jahren freigegeben und das sogar in der ungeschnittenen Fassung.
 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot Le Fou

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Colt 45; Belgien / Frankreich 2014

Genre: Action, Drama, Krimi

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making-of, Featurettes

Release-Termin: 16.10.2015

 

Colt 45 [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

COLT 45 – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei PIERROT LE FOU

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Alléluia (2014)
 
Training Day (2001)
 
Brooklyn’s Finest (2009)