Filmkritik: „The Killing Time“ (1987)

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THE KILLING TIME

Story

 
 
 
Ein Mörder nimmt die Identität eines Sheriffs an und wird in einer Kleinstadt selbst Opfer eines Betruges.
 
 
 


 
 
 

THE KILLING TIME – Kritik

 
 
„The Killing Time“ ist ein 1987 entstandener Thriller, der jetzt neu in HD abgetastet veröffentlicht wurde und wohl am ehesten mit seiner Besetzung lockt. Gerade als Fan der 80er-Filmwelt darf man da hellhörig werden, aber im Endeffekt bekommt man mehr versprochen, als geboten wird.
 
 
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Ein namenloser Fremder ermordet den jungen Deputy Sheriff Brian Mars und nimmt seine Identität an. In einer Kleinstadt macht er es sich dann gemütlich und darf fortan für das Gesetz arbeiten. Sein Kollege Sam, der den Mann einarbeiten soll, will sich Mars nützlich machen. Sam hat nämlich eine Affäre mit seiner Jugendliebe Laura. Diese ist jedoch unglücklich verheiratet und der Ehemann soll nun verschwinden. Den Mord will Sam Mars in die Schuhe schieben, doch er kann natürlich nicht ahnen, dass er es sowieso mit einem Mörder zu tun hat. Die Story klingt auf dem Papier ganz gut, wird im Endeffekt aber zu langsam vorgetragen. Bis sich die Ereignisse, welche die Inhaltsangabe beschreibt, nämlich erst mal abspielen, vergeht einige Zeit. Das wirkt zuweilen wie eine extrem lange Vorbereitung zu einem Mord und man fühlt sich fast ein wenig an „Columbo“ erinnert. Dort geschieht der Mord dann aber wenigstens nach meistens 15 Minuten. Im letzten Drittel nimmt das endlich etwas an Fahrt auf, doch zuvor ist das Tempo deutlich zu gering und besonders aufregend wird die Geschichte nicht erzählt. Die konstruierte Wendung am Ende kann da auch nicht viel retten.
 
 
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Am ehesten macht „The Killing Time“ sowieso wegen seiner Besetzung neugierig. Mit Kiefer Sutherland macht man nämlich selten etwas falsch. Auch früher war Sutherland schon ein gewisser Garant für Qualität. Er spielt den psychopathischen Killer ganz gut, bekommt aufgrund der belanglosen Figurenzeichnung aber leider nicht die Chance sein ganzes Können abzurufen. Beau Bridges darf man wohl als fehlbesetzt bezeichnen, was seine Leistung trotzdem nicht schlecht machen sollen, denn mit seinem einzigartigen Charme ist er immer dabei. Wayne Rogers und Joe Don Baker erfüllen ihre Nebenrollen solide und in einer kleinen Rolle gibt es noch Michael Madsen zu sehen. Lediglich Camelia Kath fällt etwas ab, doch insgesamt kann man mit den Darstellern gut leben. Wäre die Figurenzeichnung auf einem ähnlichen Niveau, dann hätte das Werk auch deutlich mehr überzeugen können, aber leider lassen einen die Charaktere überwiegend kalt und ein authentisches Profil erhalten sie ebenfalls nicht.
 
 
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Da die Handlung sich in zu langen, belanglosen Vorbereitungen verliert, ist der Unterhaltungswert leider nicht besonders hoch. Hier von einem Thriller zu sprechen, ist zwar eigentlich richtig, aber es kommt einem dennoch selten so vor, denn es mangelt ganz einfach an Spannung. Action kommt ebenfalls selten vor. Wenn überhaupt, sieht man solche Elemente im letzten Drittel, welches dann ganz in Ordnung ist, aber dennoch nicht viel retten kann. Die Regie übernahm Rick King, der jetzt nicht unbedingt für Qualität bekannt ist, aber die Inszenierung ist soweit noch ganz okay. Es mangelt dem Treiben eben nur an Highlights. Das Tempo ist zu gering und das gesamte Geschehen plätschert ziemlich gemütlich vor sich hin, bis das Finale dann noch ein wenig mehr Thrill besitzt. Mit viel Gewalt braucht man dabei übrigens nicht zu rechnen, aber die wenigen Kills sind immerhin relativ blutig umgesetzt worden. Die handwerkliche Arbeit ist sowieso ganz in Ordnung, aber der Score ist ähnlich langweilig, wie alles andere an diesem Streifen auch.
 
 
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THE KILLING TIME – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Mit „The Killing Time“ gibt es leider keinen Klassiker aus den 80ern zu sehen und nicht mal Fans von Kiefer Sutherland kommen besonders auf ihre Kosten. Er spielt zwar, so wie alle anderen, ganz gut, aber das Drehbuch taugt nicht viel. Es gibt viel zu viele Belanglosigkeiten, alles wirkt zu konstruiert und vor allen Dingen ist der Film viel zu langsam. Das, was es da an Substanz gibt, hätte man innerhalb einer halben Stunde erzählen können. Die Inszenierung ist passabel und das letzte Drittel besitzt immerhin noch ein wenig Thrill, aber insgesamt schreit die Atmosphäre viel zu sehr nach Seifenoper. Unterhaltsam ist das echt nicht und somit leider ziemlich enttäuschend!
 
 


 
 
 

THE KILLING TIME – Zensur

 
 
 
„The Killing Time“ erschien 1988 direkt auf Video von NEW VISION. Das Videoband war ungeschnitten. Seither war es verdächtig ruhig um den Streifen. Nach einigen ungeschnittenen Ausstrahlungen im Pay-TV in den 2000ern hat es der Thriller nun endlich wieder ins Heimkino geschafft. Mit der Blu-ray hält „The Killing Time“ nun auch ins HD-Zeitalter Einzug und kommt – wie zu VHS-Zeiten – ungeschnitten mit FSK16 ins Wohnzimmer.
 
 
 


 
 
 

THE KILLING TIME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Daredo (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Killing Time; USA 1987

Genre: Liebesfilme, Thriller, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook

Extras: Deutsche Erstveröffentlichung, Uncut Kinofassung, Limitiertes Mediabook mit Blu-ray + DVD, In HD neu abgetastet, Original Artwork, 16-seitiges Booklet mit Fotos und weiteren interessanten Zusatzinformationen, Film zusätzlich auf DVD

Release-Termin: Mediabook: 16.04.2021

 

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THE KILLING TIME – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Daredo)

 
 
 
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