Filmkritik: „Horns“ (2013)

horns-2013
 
 
 

HORNS

Story

 
 
 
Ig Perrish (Daniel Radcliffe) weiß nicht mehr weiter. Nicht nur, dass ihn die Bewohner seines Heimatstädtchen für den Tod seiner Schulliebe Merrin Williams (Juno Temple) verantwortlich machen; ihm wachsen auch noch plötzlich Teufelshörnchen aus dem Schädel, die dem Beschuldigten mit ungeahnten empathischen Fähigkeiten segnen. Plötzlich kann er die Sünden seiner Mitmenschen erkennen und nutzt die neue Gabe um den wahren Mörder seiner großen Liebe ausfindig zu machen …
 
 
 


 
 
 

HORNS – Kritik

 
 
 
ALEXANDRE AJA scheint der Gewalt in seinen Filmen abtrünnig geworden zu sein. Nach Extrem-Horror made in Frankreich (HIGH TENSION) und blutreichen Horror-Remakes (THE HILLS HAVE EYES), die er in der amerikanischen Traumfabrik verwirklichen konnte, hat er nun einen neuen Streifen gedreht und sieht fast gänzlich von der für seine Werke obligatorischen Brutalität ab. HORNS heißt der neue, reichlich schwarzhumorige Ausflug ins Thriller-Fach für den AJA einen der wohl gefragtesten Jungdarsteller unserer Zeit gewinnen konnte: DANIEL RADCLIFFE. Der Brite konnte sich durch die Verkörperung des „Harry Potter“ in acht Romanverfilmungen ein Denkmal setzen, hat aber Jahre nach dem letzten Leinwandauftritt als Hogwarts-Schüler vermutlich immer noch Probleme damit, dass ihn Zuschauer ausschließlich auf die Rolle des wohl bekanntesten Zauberlehrlings der Welt reduzieren. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum RADCLIFFE mit HORNS nun schon ein weiteres Mal auf Horror-Pfaden wandelt, konnte er in der HAMMER-Produktion DIE FRAU IN SCHWARZ (2012) doch schon einmal unter Beweis stellen, dass er auch ohne Zauberstab und Panto-Brille eine durchaus passable Figur als Schauspieler macht.
 
In HORNS darf RADCLIFFE endlich mal das tun, was ihm als Potter-Darsteller immer verwehrt geblieben ist, denn in seiner neue Rolle konnte er sich sprichwörtlich gleich mal die Hörner abgestoßen. Als Filmheld Iggie macht er Dinge, die halt Erwachsene tun; darf fluchen, an weiblichen Brüsten knabbern und sogar auch mal mit Zunge küssen. Leider durchlebt sein Filmcharakter ein Wechselbad der Gefühle, denn in seinem Heimatort ist man nicht gut auf ihn zu sprechen. Er wird des Mordes an seiner großen Liebe Merrin (JUNO TEMPLE) beschuldigt, deren lebloser Körper im Wald gefunden wurde. Doch mit den vagen Anschuldigungen fangen die Probleme erst an. Eines Morgens entdeckt Iggie zwei hornartige Verknöcherungen aus seinem Schädel sprießen, die nicht nur stündlich weiterwachsen, sondern auch zu ungeahnten Fähigkeiten führen. Iggie kann plötzlich die tiefsten Geheimnisse seiner Mitmenschen entlocken, die sich in seiner Gegenwart nicht nur schonungslos offen geben, sondern auch jede Menge Leichen im Keller versteckt halten. Was sich anfänglich als Fluch herausstellt entwickelt sich allmählich zum Segen, denn mit seiner neuen Gabe versucht er den bis dato noch unaufgeklärten Mordfall an seiner geliebten Merrin zu entschlüsseln.
 
TEUFELSZEUG (im Original HORNS) nennt sich die Romanvorlage zur Kinoadaption HORNS für die JOE HILL verantwortlich zeichnet. Der dürfte vermutlich niemanden ein Begriff sein, lässt aber aufhorchen insofern man weiß, dass sich hinter dem Pseudonym der Sohn des wohl bekanntesten Horror-Autoren der Neuzeit verbirgt: STEPHEN KING. Splatter-Maestro ALEXANDRE AJA sah Potenzial in der Geschichte und nahm sich die Freiheit gleich selbst Regie zu führen und zu produzieren. Ganz so klar schien ihm die angestrebte Richtung dann doch nicht gewesen zu sein, was vor allem Anhänger des französischen Horror-Machers vor den Kopf stoßen dürfte, die in AJAS neusten Kinofilm vergebens auf den nächsten Gewalt-Adrenalin-Kick warten. Stattdessen hat AJA eine Leidenschaft fürs Drama und Puzzeln entwickelt und konfrontiert seinen leidenden Filmhelden mit einer verzwickten Suche nach Antworten, die sich durch HORNS wie ein roter Faden zieht, damit am Ende das Rätsel des tragischen Tods der geliebten Merrin aufgeklärt werden kann. Mittels Rückblenden und Visionen wird Licht ins Dunkel gebracht. Immer dann wenn Held Iggie „Sünder“ berührt, erhält er Einblick in deren tiefsitzende Geheimnisse und rekonstruiert so, was wirklich mit Merrin passiert ist. Die Rolle des zu Unrecht Verdächtigten stellt RADCLIFFE vor große Herausforderungen, denn sein Charakter Iggie durchlebt in HORNS ein regelrechtes Chaos der Gefühle. Mal verliebt, dann auch launisch, später aggressiv und verzweifelt. Die Stimmungslagen des Filmhelden wechseln nahezu im Minutentakt, was dann doch oftmals mehr Drama als Fantasy ist und RADCLIFFE etwas unsicher agieren lässt, weil er mit der Rolle einfach an seine schauspielerischen Grenzen stößt. Einige der Gefühlsausbrüche werden von ihm derart überzogen verkörpert, dass ein Hang zum Overacting nicht von der Hand zu weisen ist. Aber auch Regisseur ALEXANDRE AJA scheint oftmals orientierungslos, weil er HORNS zwanghaft versucht nicht in die Horror-Schublade pressen zu wollen. Das gelingt ihm teils nur sehr unbeholfen, denn immer wieder lässt er dann doch durchblitzen, welche Art von Horror er bevorzugt. Die gehört selbstverständlich zur härteren Sorte und äußert sich im Falle von HORNS durch zwei unpassend platzierte Splatter-Momente, die irgendwie nicht zum Rest des Films passen wollen. Zudem bereichert er seinen Streifen um humoristische Momente, die jedoch nicht wirklich erheitern wollen, weil sie reichlich geschmacklos anmuten und einfach nicht lustig sind.
 
Unterm Strich ist HORNS ein solider Film, aus dessen interessanter Roman-Vorlage man hätte eindeutig mehr machen können. Die Produktion befindet sich auf einem beachtlichen Niveau und auch die diversen Spezial- und Make-up-Effekte können sich durchaus sehen lassen. Dennoch, trotz Staraufgebot hat der für Splatter-Filme berüchtigte ALEXANDRE AJA mit HORNS den wohl enttäuschendsten Film seines bisherigen Karriere gemacht, der irgendwie nicht so homogen wirkt, wie das was man bislang von AJA zu sehen bekommen hat. Somit sei AJA empfohlen, sich dann doch lieber mit Filmthemen zu beschäftigen, die er gut beherrscht: harte Horrorfilme mit reichlich Blut und Gewalt.
 
 
 


 
 
 

HORNS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein wütender und diabolischer „Harry Potter“ auf verzwickter Mörderjagd: HORNS ist ein effektreiches Fantasy-Spektakel mit überraschenden Wendungen und grandiosen Spezialeffekten. Letztere wurden wieder einmal sehenswert vom Effekte-Titan KNB EFX in Szene gesetzt, der im Bereich „Spezialeffekte“ (u.a. THE WALKING DEAD) jedem Horrorfan mittlerweile ein Begriff sein dürfte. So gut die Effekte, so enttäuschend die Umsetzung des Machwerks, denn im Falle von HORNS trifft mal wieder die Tatsache zu, dass der Roman (übrigens vom Sohn der Autoren-Legende STEPHEN KING geschrieben) bei Weitem besser ist, als seine glattgebügelte Leinwandadaption. Einerseits ist die Rolle des aufgebrachten Filmhelden „Iggie Perish“ für Darsteller DANIEL RADCLIFF eine Nummer zu groß, andererseits wandelt Regisseur ALEXANDRE AJA für HORNS auf weitaus unblutigen Pfaden und konzentriert sich zu sehr auf die Gefühlsdusselei seiner Filmfigur, die in diesem Fantasy-Streifen eine Achterbahn der Gefühle durchlebt. Leider geht dem Streifen nach knapp 90 Minuten die Puste aus, so dass AJA noch einmal zur Effekte-Schlacht ausholen muss, um das reichlich erzwungen wirkende Finale beim Zuschauer interessant machen zu können. Eigentlich schade, hätte der Film doch auch ohne den überflüssigen Rattenschwanz funktioniert. HORNS ist somit ein zweischneidiges Schwert, denn weder AJA-Fans noch RADCLIFFE-Anhänger bekommen das zu sehen, was sie sich wohl von HORNS erwartet hätten. Demnach sollten Erwartungen herabgeschraubt werden, denn der Fantasy-Drama-Thriller leidet nicht nur unter chronischer Blutarmut, sondern ist mit seinen 120 Minuten auch eindeutig zu lang. Demnach: teils frech und flott erzählt, aber bei Weitem kein Überflieger.
 
 
 


 
 
 

HORNS – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt gibt es nicht zu sehen. Der Zuschauer wird Zeuge eines eingeschlagenen Schädels. Zudem wird eine Hande mittel Feuerwerkskörper zerfetzt. AJA-Fans werden enttäuscht sein. Wegen der wenigen Schauwerte hat der Film auch eine FSK 16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HORNS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UNIVERSAL PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Horns; Kanada | USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 120 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer, Hinter den Kulissen

Release-Termin: 17.12.2015

 

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HORNS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei UNIVERSAL PICTURES HOME ENTERTAIMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ghost Rider (2007)
 
Ghost Rider: Spirit of Vengeance (2011)
 
Constantine (2005)
 
Heartless (2009)
 

Filmreview: „Flowers in the Attic“ (2014)

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FLOWERS IN THE ATTIC

Story

 
 
 
Die geldgeile Corrine (Heather Graham) sperrt ihre vier Kinder jahrelang auf dem Dachboden der Großeltern ein, damit sie die Zuneigung und das Vertrauen des eigenen Vaters zurückgewinnen kann. Der liegt im Sterben und hat seine Tochter aus dem Nachlass gestrichen hat, weil die vor Jahren dessen Halbbruder geheiratet hat …
 
 
 


 
 
 

FLOWERS IN THE ATTIC – Kritik

 
 
 
Im TV tut sich was, vor allem in den USA, wo Serien nicht selten Kinoqualität erreichen und oftmals sogar erfolgreicher sind, als manch teurer Blockbuster im Lichtspielhaus. Einige prominente Leinwandsternchen scheinen den Trend erkannt zu haben und lassen sich hin und wieder dazu verleiten, parallel zu ihren Kinoproduktionen auch mal in unbedeutenden Fernsehfilmen und TV-Serien aufzutreten, schließlich sind so kleine Gastrollen im anspruchslosen Trivial-TV recht lukrative Geldquellen. HEATHER GRAHAM macht’s nun auch und verkörpert mal nicht das kleine, heiße Püppchen, das das männliche Publikum vor allem in Werken wie BOOGIE NIGHTS (1997), KILLING ME SOFTLY (2002) und HANGOVER (2009) mit sexy Kurven vernebeln konnte. Fürs Fernsehen distanziert sich die GRAHAM mal vom auf dem Leib geschriebenen Hot-Girl-Image und schlüpft stattdessen in die Rolle einer geldgeilen Mutter, die zugunsten von Wohlstand und Luxus das Leben der eigenen Kinder in Gefahr bringt. FLOWERS IN THE ATTIC heißt das Gruselstück und ist nun bereits schon die zweite Verfilmung des gleichnamigen Besteller-Romans von VIRGINIA CLEO ANDREWS. Der wurde nämlich schon einmal im Jahr 1987 ins Kino gebracht und hierzulande unter der Titelneuschöpfung BLUMEN DER NACHT ausgewertet.
 
Im Film geht es um Mutter Corrine (HEATHER GRAHAM), die zusammen mit ihrem Mann und den vier gemeinsamen Kindern ein Leben wie im Bilderbuch führt. Leider gerät die heile Welt recht schnell aus den Fugen, als Vater Christopher bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Nun ist guter Rat teuer, denn der hohe Lebensstandard soll ja schließlich beibehalten werden. Weil Geld im Leben nun mal wichtig ist, zieht die junge Witwe mit den Kids zu den wohlhabenden Eltern in ein riesiges Anwesen. Corrine hat nämlich erfahren, dass ihr Vater im Sterben liegt und ein üppiges Testament zu Papier gebracht hat. Leider wurde die habgierige Tochter aus dem Erbe gestrichen, weil sie einst des Vaters Halbbruder geheiratet hat. Damit sie das Vertrauen des bald Sterbenden zurückgewinnen kann, werden die Kinder gezwungen auf dem Dachboden zu hausen, weil der Vater nichts vom Nachwuchs wissen darf. Unter dem strengen Regime der dominanten Großmutter vergehen Monate ohne Kontakt zur Außenwelt. Als die einst regelmäßigen Besuche von Mutter Corrine plötzlich ausbleiben und die Kinder aus unerklärlichen Umständen krank werden, ahnen die Kids, dass ihre Mutter ein ganz böses Spiel mit ihnen spielt.
 
Nach amerikanischen Sendern wie AMC, CHILLER oder SHOWTIME glänzt nun auch US-Kanal LIFETIME durch Selbstgebasteltes, das sich souverän ins Ausland verkaufen lassen dürfte. Auch wenn sich für Kenner der Originalverfilmung und des vielverkauften Buches mal wieder nicht der Grund für diesen Neuaufguss erschließen lässt, überrascht doch die kurzweilige Erzählweise, die dem Fan düsterer Psychothriller einige packende Minuten verspricht. Die unangenehme Problematik ist der Grund, denn die schafft es den Zuschauer direkt in ihren Bann zu ziehen. Bereits Filme wie JACK KETCHUM’S EVIL (2007), AN AMERICAN CRIME (2007) oder THE AFFLICTED (2010) haben auf recht zweifelhafte Weise Verbrechen innerhalb der Familie zum Thema gemacht, wobei jene Filme mit ihrer teils sehr schroffen Zurschaustellung menschlicher Abgründe in Form von abstoßender Gewalt für ein eher genreverliebtes Publikum angedacht waren. Das Remake zu FLOWERS IN THE ATTIC hält sich da dezent zurück und setzt vermehrt auf subtile Psychoquälerei, die vor allem von Großmutter Olivia (grandios beängstigend verkörpert von ELLEN BURSTYN) in Form von Demütigungen, boshafter Verachtung und religiösem Fanatismus gegenüber den vier liebreizenden Kindern eingesetzt wird, welche von ihr hasserfüllt als die „Ausgeburten des Teufels“ bezeichnet werden. Mutter Corrine scheint in ihrer Kindheit eine äußerst strenge und diktatorische Erziehung genossen zu haben, die sie nun ein weiteres Mal durchleben muss, scheut doch die Großmutter nicht davor die Tochter vor den Augen ihrer vier Kinder abschreckend bloßzustellen.
 
HEATHER GRAHAM spielt hier mal was ganz anderes. Die knappe Strip-Uniform hängt sie kurzum an den Nagel, bürstet das Haar akkurat und zwängt sich mit ihren (kleinen) Schauspielkollegen in fast schon biedere 1950er Klamotten. Mit fast schon schrulligem Overacting spielt sie hier eine herzlose Mutter, die sich im Verlauf des Streifens von der sorgenden Schutzbefohlenen zur habgierigen Schmuckelster verwandelt. Im Unterschied zur Erstverfilmung von JEFFREY BLOOM hält sich die aktuelle Adaption etwas präziser an den düsteren Roman, mit welchem VIRGINIA CLEO ANDREWS im Jahre 1979 ihr Debüt feierte und letztendlich auch den Beginn ihrer fünfteiligen FOXWORTH SAGA einläuten konnte. Das Buch sorgte seinerzeits vor allem der Thematisierung von Inzucht und Sadomasochismus wegen für reichlich Gesprächsstoff, schließlich wird hier eine inzestuöse Entwicklungen zwischen den älteren Geschwistern beschrieben, die sich im Rahmen ihres sexuellen Reifeprozesses und der jahrelangen Gefangenschaft auf dem Dachboden Schritt für Schritt näher kommen. Leider wird der Tabubruch ebenso wie in der BLOOM-Verfilmung mit eher zurückhaltender Distanz betrachtet, was mal wieder daher rührt, weil man derart heikle Themen natürlich nicht so ungeniert im amerikanischen TV abhandeln kann, schließlich handelt es sich bei FLOWERS IN THE ATTIC um einen Fernsehfilm für die ganze Familie. Dennoch funktioniert der Psychotrip gerade aufgrund seiner fast schon zwanghaften Zurückhaltung bebilderter Tabubrüche. Gewalt passiert wenn nur im Off und die Liaison zwischen Bruder und Schwester wird mit fast schon kindlicher Naivität in zaghafte Bilder getaucht. Unterm Strich ist FLOWERS IN THE ATTIC kein dummes Filmchen und das trotz mangelndem Mord und Totschlag. Die Kulisse ist zermürbend und die kleinen Jungdarsteller meistern ihre Sache souverän. Zwar lässt sich die GRAHAM recht selten sehen, dafür sorgt aber Großmutter Olivia für Zucht und Ordnung. Betritt die nämlich den Raum sinkt die Temperatur rapide unter die Nullgradgrenze.
 
 
 


 
 
 

FLOWERS IN THE ATTIC – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Romanverfilmung die Zweite: Bereits zum wiederholenden Male wird der Besteller-Roman FLOWERS IN THE ATTIC für den lesefaulen Suspense-Fan für die Mattscheibe aufbereitet. Im Gegensatz zur Adaption aus dem Jahre 1987 hält sich das von DEBORAH CHOW fürs amerikanische TV gedrehte Remake weitaus genauer an die Buchvorlage. Gruselstimmung ist garantiert, vor allem dann, wenn ELLEN BURSTYN als boshafte Großmutter den Dachboden betritt, um die eingesperrten Kinder zu bestrafen. Trotz guter Ansätze erreicht FLOWERS in THE ATTIC nicht einmal annähernd die Kontroverse, welche seinerzeits der Roman verursacht hat. Der Film ist schick gefilmt, spannend inszeniert und überrascht durch wirklich gute Schauspieler (KIERNAN SHIPKA als ältere Schwester Cathy erinnert doch etwas arg an EMMA WATSON), hätte aber ein Müh mutiger und vor allem einen Tick ruppiger sein können. Da es sich hier aber um fürs TV gedrehte Unterhaltung handelt, muss man mit eher seichtem Gewaltpegel leben. Trotz allem gibt es aber mit FLOWERS IN THE ATTIC eine durchweg unheimliche und spannende Familientragödie zu sehen, die wie einst der Roman eine äußerst unangenehme Botschaft an den Zuschauer bringt, über die es lohnt im Anschluss zu diskutieren.
 
 
 


 
 
 

FLOWERS IN THE ATTIC – Zensur

 
 
 
FLOWERS IN THE ATTIC ist ein fürs amerikanische TV gedrehter Psychothriller, mit dezenten Horrorelementen. Blut und derbe Gewalt gibt es hier nicht zu sehen. Das Grauen spielt sich hauptsächlich im Kopf des Zuschauers ab. Wird es dann doch einmal kurz unangenehm, blendet die Kamera weg. FLOWERS IN THE ATTIC wird in Deutschland vermutlich ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben werden.
 
 
 


 
 
 

FLOWERS IN THE ATTIC – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
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Another American Crime (2010)
 
Jack Ketchum’s Evil (2007)
 
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