FILMCHECKER – Die Seite im Netz für Horror. ☠☠☠ Kritiken zu den besten Horrorfilmen ☣☣☣ Slasher, Folterfilme, Thriller, Splatterfilme, Gruselfilme.

Beiträge mit Schlagwort “Home-Invasion-Horrorfilm 2015

Filmkritik: „Tiger House“ (2015)

tiger-house-2015
 
 
 

TIGER HOUSE

Story

 
 
 
Vier Einbrecher legen sich mit einem Teenager an, der den ungebetenen Besuchern eine Lektion erteilt.
 
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Kritik

 
 
 
Nicht schon wieder ein Home-Invasion-Thriller. Die wurden seit der Mediensatire FUNNY GAMES ziemlich zahlreich fürs Heimkino produziert und spielen mal mehr, mal weniger drastisch mit den Urängsten des Zuschauers. So verwandelt sich in den meisten dieser Werke das eigene Zuhause zur gnadenlosen Todesfalle, weil sich Fremde Zutritt verschaffen, um ihre Lust am Quälen befriedigen zu können. Nicht ganz so heftig geht es in TIGER HOUSE zu. Hier versuchen Einbrecher Lösegeld zu erpressen, haben aber nicht mit der Raffinesse eines mutigen Teenagers gerechnet. Der bewegt sich wie eine Raubkatze unbeobachtet durch die verwinkelten Räume einer Villa und schlägt die Eindringlinge am Ende – im wahrsten Sinne des Wortes – mit den eigenen Waffen. Der nicht uninteressante Thriller geht auf das Konto des noch unbekannten THOMAS DELAY, welcher bisher nur Kurzfilme gedreht und mit TIGER HOUSE quasi den ersten Langfilm inszeniert hat. Ein solider Start ins Filmgeschäft, der nichts Großes ist, aber immerhin kurzweilige Momente beschert.
 
 
tiger-house-bild-3
 
 
TIGER HOUSE erzählt die Geschichte der smarten Kelly (verkörpert von KAYA SCODELARIO aus THE MAZE RUNNER), die den Liebsten (DANIEL BOYD) zum 18. Geburtstag überraschend möchte. Weil dessen wohlhabende Eltern nicht gut auf das Mädchen zu sprechen sind, schleicht sich der Teenager durch das Fenster ins Zimmer ihres Freundes und beichtet ihm von der bevorstehenden Schwangerschaft. Logischerweise ist die Freude nicht sonderlich groß. Doch für überschwängliche Predigten bleibt keine Zeit. Vier skrupellose Gestalten brechen in das Anwesen ein und nehmen die Familie gefangen. Sie wollen Lösegeld erpressen, bemerken aber die verängstigte Kelly nicht, die in letzter Minute unter das Bett ihres Freundes kriechen konnte. Nun versucht sie einen Ausweg zu finden. Doch der Weg hinaus ist voller Gefahren.
 
 
tiger-house-bild-2
 
 
Dass Newcomer THOMAS DELAY noch etwas grün hinter den Ohren ist, fällt im unausgereiften Inszenierungsstil auf. TIGER HOUSE bremst sich spannungstechnisch oft selbst aus, denn immer wieder werden die packenden Fluchtversuche der Hauptdarstellerin durch unnötige Dialoge zwischen den Einbrechern unterbrochen. Die haben nicht Gutes im Sinn und wurden mal wieder mit schablonenhafter Charakterentwicklung gesegnet, damit das Szenario bedrückender wirkt, als es eigentlich ist. So musste unter den Bösewichten auch ein Frauenschänder gemischt werden, was mittlerweile im Home-Invasion-Genre irgendwie zum Standard gehört. Im Falle von TIGER HOUSE ist das ED SKREIN. Der spielt hier einen verhaltensauffälligen Psychopathen, der leider etwas einseitig denkt. Statt nicht aufzufallen und die geplante Erpressung im Auge zu behalten, kommt ihm partout nichts anderes in den Sinn, als an hinterhältigen Geiselmissbrauch und kaltblütiges Morden zu denken. Dass der für sein krankes Verhalten am Ende mit dem Tod bestraft werden muss, liegt auf der Hand – so sind schließlich die Gesetze im Horrorfilm.
 
 
tiger-house-bild-1
 
 
Trotz klaustrophobischem Katz- und Mausspiel hat TIGER HOUSE ein großes Problem. Das liegt in der Glaubwürdigkeit seiner Protagonisten. Die handeln teils derart dämlich und unvorsichtig, dass Fluchen nicht ausbleiben dürfte. So flitzt die minderjährige Heldin wieder zurück in die Festung des Bösen, nachdem sie sich einen Weg in die Freiheit bahnen konnte. Auch die Einbrecher handeln unklug, legen Feuer im Haus und ziehen damit die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter und Nachbarn auf sich. Wer Filme mit unerwarteter Auflösung bevorzugt, ist mit TIGER HOUSE übrigens gut beraten. Dumm nur, dass die nicht sonderlich geistreich ist. Hier bekommt es der Zuschauer mit einem der hanebüchensten Filmenden zu tun, die man zuletzt im Genre zu sehen bekommen hat. Zieht man die Werke eines M. NIGHT SHYAMALAN (THE VILLAGE oder THE VISIT) zum Vergleich heran, sind dessen Filme hinsichtlich dummer Schlusstwiste diesem hier haushoch überlegen.
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein schweißtreibender Überlebenstrip. TIGER HOUSE ist ein packender Home-Invasion-Thriller mit fieser Auflösung und charmanter Hauptdarstellerin, der aber nicht frei von Fehlern ist. Regie-Newcomer THOMAS DELAY hat hier einen soliden Erstling abgeliefert, dem es des Öfteren gelingt Herzrasen zu verursachen. Gerade wenn Filmheldin wie eine Raubkatze unbemerkt an ihren Gegner vorbeihuscht, wächst der Streifen zu eigentlicher Größe heran. Leider hat TIGER HOUSE unter den teils dummen Handlungen seiner Figuren zu leiden. Die verhalten sich nicht immer klug und sorgen für lautes Fluchen. Dennoch; Zuschauer mit einer Vorliebe für Home-Invasion-Thriller werden vermutlich gut unterhalten – auch wenn TIGER HOUSE kaum Schauwerte oder Gewalt zu bieten hat.
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Zensur

 
 
 
Im Vergleich zu anderen Home-Invasion-Streifen geht es in TIGER HOUSE erheblich zahmer zu. Bis auf einen eingeschlagenen Kopf, diverse Schusswunden oder einen Pfeil, der sich durch einen Körper bohrt, gibt es kaum nennenswerte Schauwerte zu sehen. Der Film hat eine FSK16 erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
tiger-house-bluray

(c) Studio Hamburg (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tiger House; Großbritannien | Südafrika 2015

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Keine Extras

Release-Termin: 13.10.2016 (BD KeepCase)

 

Tiger House [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Knock Knock (2015)

Hate Crime (2013)

Home Invasion (2012)

The Aggression Scale (2012)

Home Sweet Home (2013)

In their Skin (2012)

Advertisements

Filmkritik: „Knock Knock“ (2015)

knock-knock-2015
 
 
 

KNOCK KNOCK

Story

 
 
 
Unangemeldete Besucher, sollten lieber draußen bleiben: Familienvater wird im gemütlichen Eigenheim von zwei durchgeknallten Schönheiten bedroht, die eine Leidenschaft für perverse Machtspielchen besitzen.
 
 
 


 
 
 

KNOCK KNOCK – Kritik

 
 
 
Willkommen zum neuesten Streich eines gewissen ELI ROTH, indem nicht drinsteckt, was man eigentlich von Filmen aus der Mache des polarisierenden Regisseurs erwarten würde. Nach HOSTEL (Regie), CABIN FEVER (Regie) und AFTERSHOCK (hier angeblich nur als Produzent) ist man vom Experten für heftigen Torture Porn deftige Hausmannskost gewohnt, in der nicht immer zimperlich mit den Protagonisten umgegangen wird. ROTH wechselt diesmal die Fronten und versucht sich zur Abwechslung in subtiler Angstmacherei. Entstanden ist glattgebügeltes Home-Invasion-Grauen dessen Geschichte lose auf den Thriller DEATH GAME – TÖDLICHE SPIELE basiert, der bereits Ende der 1970er in die Kinos gebracht wurde. KNOCK KNOCK heißt die Neuauflage des einst brisanten Stoffes, der von den damaligen Hauptdarstellerinnen gleich mitproduziert wurde. Die dürften vermutlich auch der Grund gewesen sein, weshalb KNOCK KNOCK eine gänzlich andere Richtung einschlägt und eingeschworene Roth-Anhänger verzweifeln lässt, schließlich ist das neue Werk des Filmemachers ungewöhnlich blutleer und ausgesprochen lahm dazu.
 
 
knock-knock-2015-bild-1
 
 
Kaum ist die Familie aus dem Haus gehen KEANU REEVES die Hormone durch. Der für Action-Filme bekannte Schauspieler muss diesmal ohne laute Explosionen und umfangreichen Waffenfundus auskommen. Stattdessen gehen ihm zwei Psychopathinnen auf die Nerven, die ihn an die Grenzen des psychisch Belastbaren treiben. Reeves spielt im Film den glücklichen Architekten Evan Webber, der Kinder und Ehegattin an den See fahren lässt, damit er zu Hause in Ruhe arbeiten kann. Leider ist er nicht lang allein, denn die angeblichen Flugbegleiterinnen Genesis (LORENZA IZZO aus THE STRANGER) und Bel (ANA DE ARMAS) klingeln an der Tür und benötigen Hilfe. Weil es in Strömen regnet, bittet Reeves herein, merkt aber erst spät, dass er sich damit zwei lästige Terrorbräute ins Haus geholt hat. Die versuchen nach einem gemeinsamen Schäferstündchen das Leben des Familienvaters auf den Kopf zu stellen und machen selbst vor Erpressung und Demütigungen nicht Halt. Was folgt ist für Familienoberhaupt Evan Webber ein nicht endender Albtraum, der aber auch vom Zuschauer einiges abverlangt. Dieser bekommt hier wohl die verhaltensauffälligsten Filmbösewichte der letzten Jahre zu sehen, die offensichtlich vergessen haben ihre tägliche Dosis Ritalin zu schlucken.
 
 
knock-knock-2015-bild-2
 
 
Wenig schockierender Zu-Hause-Horror, der den Kampf der Geschlechter immerhin aus einer anderen Sicht betrachtet. KNOCK KNOCK dreht den Spieß nämlich um. So werden die Opferrollen neu verteilt und das starke Geschlecht muss sich diesmal perversen Machtspielchen zweier ausgefuchster Feministinnen unterwerfen. Leider sind die guten Ansätze rasch verbraucht, denn die vielen Psychospielchen werden in KNOCK KNOCK relativ schnell ins Absurdum getrieben, was den Film nicht nur unglaubhaft, sondern auch zu einer äußerst anstrengenden Angelegenheit macht. Reeves handelt als machtloses Opfer unentschlossen und versäumt konsequentes Handeln. Für den Zuschauer ein Geduldsspiel, weil der nicht nachvollziehen kann, warum sich die Filmheld nicht zu wehren weiß. Der ist selbst in größter Rage noch Gentleman und lässt sich von skrupellosen Frauen auf der Nase herumtanzen, die mit hyperaktiven Geschnattere so ziemlich schnell zu nerven beginnen.
 
 
knock-knock-2015-bild-4
 
 
Was vermeintlich als ernster Psychothriller geplant war, gleicht ab Filmmitte dank weiblichem Overacting einer bitterbösen Satire, die die Machtkämpfe zwischen Mann und Frau auf die Schippe zu nehmen scheint. Ob das so bewusste geplant war, darf bezweifelt werden, denn sonderlich klug durchdachte Doppelbödigkeit ist nicht gerade das Spezialgebiet des ELI ROTH. Der selbsternannte Horrorfan hat mit KNOCK KNOCK ein löchriges Drehbuch verfilmt, das aufgrund absurder Handlungsverläufe und Logikfehlern dann doch mehr Unterhaltungsfilm ist, als gesellschaftskritisches Emanzipationskino. Wer kein Fan des Filmemachers ist, wird sich natürlich auch hier wieder die Hände reiben und gehässig über den Genre-Regisseur schmunzeln können, weil es Roth trotz neuer Herangehensweise wieder mal verbockt hat einen guten Film zu inszenieren.
 
 
knock-knock-2015-bild-3
 
 


 
 
 

KNOCK KNOCK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFAIRE trifft auf FUNNY GAMES. Fieser Psychothriller mit den heimtückischsten Psychopathinnen der Filmgeschichte. ELI ROTH probiert was Neues aus und scheitert wie eh und je. Die löchrige Neuinterpretation eines Thrillers aus dem Jahre 1977 hat viel nackte Haut und zwei schöne Hauptdarstellerinnen zu bieten. Deren Auftreten wirkt jedoch so schrill und naiv, dass der Überlebenstrip namens KNOCK KNOCK ganz schön schnell auf den Zeiger geht. KEANUE REEVES als hilfloses Terroropfer verblasst im lauten Geschnatter seiner Gegenspielerinnen. Die sorgen des Öfteren dafür, dass man daran zweifelt, ob der Home-Invasion-Ausflug überhaupt ernst gemeint sein soll. Leider mangelt es KNOCK KNOCK an Glaubwürdigkeit. Zudem bleibt bis kurz vor dem Abspann ungeklärt, warum hier gedemütigt und schikaniert wird. Die letztendlich Auflösung ist ein schlechter Scherz. Allen Fans des kontroversen Regisseurs sei demnach geraten: Erwartungen herunterschrauben, denn KNOCK KNOCK ist nicht das, was man eigentlich von ELI ROTH erwartet hätte.
 
 


 
 
 

KNOCK KNOCK – Zensur

 
 
 
Enttäuschte Gesichter bei allen Fans von ELI ROTH. Dessen neuer Film hat keine Gewalt zu bieten. Es fällt nur ein Mann nach einem Asthmaanfall mit dem Kopf auf einen Stein – das war’s. Hierzulande hat der Film daher eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.
 
 
 


 
 
 

KNOCK KNOCK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Knoch-knock-bluray

(c) UNIVERSUM FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Knock Knock; Chile | USA 2015

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 100 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Audiokommentar von Eli Roth, Nicolás López, Lorenza Izzo und Colleen Camp, Entfallene Szene: Zerstörung (3:13 Min.), Alternatives Ende (1:33 Min.), Making-of: Die Kunst der Zerstörung (14:41 Min.), Deutscher Trailer (2:00 Min.), Trailershow

Release-Termin: 29.04.2016

 

Knock Knock [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

KNOCK KNOCK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Die Rechte aller Grafiken liegen bei UNIVERSUM FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Death Dame – Tödliche Spiele (1977)
 
Funny Games (1997)
 
Beautiful People (2014)
 
White Settlers (2014)
 
Gefesselt – Liebe. Ehre. Gehorsam. (2014)
 
Torment (2013)
 
Countdown (2012)
 


Filmkritik: „Kinder aus der Hölle“ (2015)

hellions-2015-poster
 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE

(HELLIONS)

Story

 
 
 
Am Halloween-Abend bekommt Teenager Dora (Chloe Rose) Besuch aus der Hölle. Verkleidete Kinderdämonen wollen Streiche spielen und dem schwangeren Mädchen Angst einjagen.
 
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Kritik

 
 
 
Außen hui, innen pfui. Weise Wort, die auch für KINDER AUS DER HÖLLE (Originaltitel: HELLIONS) gelten – einem Film, der sich mal wieder mit Home-Invasion-Terror beschäftigt. Diesmal ist jedoch alles etwas anders, denn der unangemeldete Besuch ist keine zehn Jahre alt, hält sich aber im fiesen Terrorisieren kein Stück zurück. Visueller Ideenreichtum und inhaltliche Leere stehen auf der Umsetzungsagenda, die Regisseur BRUCE MCDONALD mit wenig Herzblut abarbeitet. Dieser hat sich zwar bisher in vielen Genres ausprobiert und stets mutig zwischen Genres und Stilen gewechselt; positiv in Erinnerung blieb er bisher aber nur mit PONTYPOOL, der aber bereits 2008 veröffentlicht wurde. Das seither kaum etwas über Filme aus der Mache McDonalds durchgedrungen ist, dürfte auch seine Gründe gehabt haben, schließlich waren die letzten Arbeiten des kanadischen Filmemachers leider nicht immer sehenswert. Da macht auch KINDER AUS DER HÖLLE keine Ausnahme, der es sogar in die engere Auswahl des FANTASY FILMFEST 2015 geschafft hat, bei Zuschauern des beliebten Festivals aber nicht sonderlich gut angekommen ist. Die negativen Bewertungen kommen nicht von ungefähr, denn mit KINDER AUS DER HÖLLE bekleckert sich der kanadische Regisseur nicht gerade mit Ruhm. Hier läuft einiges schief, was jedoch nicht auf Unerfahrenheit zurückzuführen ist. McDonald weiß was er tut, erweckt jedoch hin und wieder den Eindruck, als hätte er den Film nur des Geldes wegen gedreht. Keine gute Voraussetzung, um Horrorfans gruselige Halloween-Unterhaltung zu bescheren, denn statt wohlige Schauer zu garantieren wird das Einschlafen erleichtert.
 
 
hellions-bild1
 
 
In KINDER AUS DER HÖLLE folgt der Zuschauer der 17-jährigen Dora (gespielt von CLOE ROSE), die vor lauter Liebesglück nicht bemerkt, dass sie ein Kind erwartet. An Halloween will sie die Zeit mit dem Liebsten verbringen und ihm von der unerfreulichen Nachricht berichten. Erste Pläne sind geschmiedet, denn der ungewünschte Nachwuchs soll abgetrieben werden. Leider kommt alles anders. Kaum sind die Eltern aus dem Haus, klopft es an der Tür und seltsam verkleidete Kinder jagen der Jugendlichen einen Mordsschrecken ein. Erst wird der Kindsvater einen Kopf kürzer gemacht, danach der Frauenarzt um die Ecke gebracht. Allein zurück bleibt die verängstigte Dora, die mit Badesalz und Schusseisen bewaffnet um ihr Leben bangen muss.
 
 
hellions-bild3
 
 
Ist KINDER AUS DER HÖLLE ein Aufklärungsfilm über Schutz vor ungewollter Schwangerschaft oder ein Plädoyer der Abtreibungsgegner? Sonderlich aufschlussreich ist dieser Horrorfilm nicht, weil kein Standpunkt bezogen wird. Heldin Dora ringt im Film mit Entscheidungen. Einerseits entwickelt sie Muttergefühle zu einem Kind, das mit rasender Geschwindigkeit in ihrem Bauch heranwächst, andererseits ist der Teenager darum bestrebt, die Leibesfrucht so schnell wie möglich aus ihrem Körper zu schneiden. Die Protagonistin will keine Stellung beziehen und lässt den Zuschauer am Ende mit Fragen zurück, die viel Interpretationsspielraum zulassen. So offen die Fragen, so lieblos die Machart. KINDER AUS DER HÖLLE verharrt auf der Stelle und vergeudet Zeit mit immer gleichen Szenenverläufen. Ständiges Wiederholen ist hier Programm, denn anders hätte der Streifen wohl auch nie Spielfilmlänge erreicht. Um zu verbergen, dass KINDER AUS DER HÖLLE kaum Substanz besitzt, gibt es ansprechend durchgestylte Bilder zu sehen, die von grausigen Kindergesängen begleitet werden. So wird mit Einsatz von Farbfiltern Atmosphäre vorgetäuscht und einige Verweise zum Kinderbuch DER ZAUBERER VON OZ bewahren KINDER AUS DER HÖLLE vor dem gänzlichen Untergang. Letzteres aus der Feder des US-amerikanischen Schriftstellers LYMAN FRANK BAUM stand unter anderem für die Maskierungen der Dämonenkindern Pate. Die tragen schrullige Verkleidungen für deren Design man sich von Kostümen inspirieren lies, die man zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Halloween getragen hat. Eine gelungene Idee, die KINDER AUS DER HÖLLE zumindest kurze unheimliche Momente beschert. Mehr aber auch nicht!
 
 
hellions-bild2
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Visuell beeindruckender Schauerstreifen mit den wohl knuddeligsten Filmbösewichten seit GREMLINS. Leider ist die gelungene Optik das einzige, was im Falle von KINDER AUS DER HÖLLE (im Original: HELLIONS) Erwähnung findet, denn inhaltlich herrscht gähnende Leere. KINDER AUS DER HÖLLE besteht aus einer Aneinanderreihung immer wieder gleicher Szenen, was so ziemlich schnell für Langeweile sorgt. So wird Heldin Dora unentwegt von einem Schauplatz zum nächsten getrieben und kann sich offensichtlich nicht entscheiden, ob sie den anfänglich ungewollten Nachwuchs denn nun austragen möchte, oder nicht. Weiterhin bleibt offen, was uns KINDER AUS DER HÖLLE nun eigentlich mitteilen möchte. Insofern der Streifen überhaupt eine tiefere Botschaft beinhaltet, bleibt sie leider unerhört – bedauerlich!
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Zensur

 
 
 
In KINDER AUS DER HÖLLE wird kaum Gewalt gezeigt. Die meisten Gewaltakte passieren im Off. Demzufolge hat der Film ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Die Rechte hat sich in Deutschland Streaminganbieter NETFLIX gekrallt. Dort läuft er ungeschnitten.
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Torment (2013)
 
White Settlers (2014)
 
The Night before Halloween (2013)
 
The Strangers (2008)
 


Filmkritik: „White Settlers“ (2014)

white-settlers-2014
 
 
 

WHITE SETTLERS

Story

 
 
 
Ed (Lee Williams) und Sarah (Pollyanna McIntosh) bekommen während der ersten Nacht im neuen Heim unerwarteten Besuch und müssen um ihre Leben kämpfen.

 
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Kritik

 
 
Immer öfter wird auch der Horrorfilm zum Sprachrohr für Kritik an gesellschaftlichen Missständen. Im Fall des Thrillers WHITE SETTLERS lag dieser Kritik eine brisante Debatte zugrunde, die im September 2014 weltweit durch die Medien ging. Per Volksabstimmung sollte über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien entschieden werden. Letztendlich scheiterte die schottische Unabhängigkeitsbewegung aufgrund mangelnder Befürworter, so dass der Landesteil im Norden und der Rest des Vereinigten Königreichs auch weiterhin eins bleiben mussten. Regisseur SIMEON HALLIGAN bezieht in seinem Kinostück klare Position. Im Gewand eines Horror-Thrillers nutzt er die Gelegenheit, sich kritisch über die politische Lage zu äußern. Sein Standpunkt ist kaum zu überhören, denn im Film wird mehrmals darauf hingewiesen, dass Engländer und Schotten besser nicht miteinander vermischt werden sollten. Dass sein WHITE SETTLERS auch noch kurz vor Ende des Schottland-Referendums in britischen Kinos kommen musste, unterstreicht nur die radikale Einstellung des Regisseurs, dem aber als Befürworter der Bewegung und gleichzeitig Systemkritiker trotzdem kein schlechter Horrorstreifen gelungen ist.
 
 
white-settlers-bild3
 
 
In WHITE SETTLERS erleben Ed (Lee Williams) und Sarah (Pollyanna McIntosh) eine Nacht des Grauens. Sie haben gerade in der schottischen Einöde ein morsches Häuschen von einer Maklerin zum Schnäppchenpreis gekauft, die offenkundig froh darüber war, dass sie das historische Gemäuer an den Mann bringen konnte. Das verliebte Paar stört sich nicht an der bewegten Vergangenheit des alten Gebäudes und beginnt sogleich mit der Sanierung, schließlich soll das neue Heim für Entspannung fernab der hektischen Stadt sorgen. Die Möbel sind kaum an ihre Plätze gerückt, da raschelt es schon auf dem Hof. Einbrecher mit Schweinemasken haben sich Zutritt zum Haus verschafft und beginnen ein erbarmungsloses Katz- und Mausspiel zu veranstalten, das die ahnungslosen Opfer an die Grenzen des Erträglichen treibt.
 
 
white-settlers-bild2
 
 
„Schottland ist ein sehr freundliches Land“ beteuert die Maklerin beim Hausverkauf zu Beginn des Streifens – eine der vielen doppeldeutigen Aussagen, mit denen die lokalpolitische Unzufriedenheit des Regisseurs zum Ausdruck gebracht werden soll. Ein rauer Wind weht durch WHITE SETTLERS, denn Macher SIMEON HALLIGAN macht mal wieder von jener Panikmache Gebrauch, die schon der alte SAM PECKINPAH mit STRAW DOGS beängstigend real in Szene zu setzen verstand: Home-Invasion-Horror. Diesmal bleibt das Grauen jedoch weniger durch Sadismus und Folterei im Gedächtnis. HALLIGAN macht sich die bekannte Terrormasche zu Eigen und hetzt seine Opfer lieber von Zimmer zu Zimmer, um ihnen anschließend so viel Angst wie möglich einzujagen. In WHITE SETTLERS steht das Finden kreativer Verstecke auf dem Programm, denn die Protagonisten sind die Hälfte der Laufzeit damit beschäftigt sich neue Orte zu suchen, an denen sie sich vor den mit Schweinemasken vermummten Einbrechern in Sicherheit wähnen können. Doch die Bösewichte scheinen nicht sonderlich daran interessiert zu sein, ihre Beute brutal und bestialisch niederzustrecken. Warum das so ist klärt das Filmende auf. Das darf zur Abwechslung mal wirklich die Etikette „garantiert nicht vorhersehbar“ tragen.
 
 
white-settlers-bild1
 
 
Ein Schelm, wer bei Schweinemasken tragenden Einbrechern an den Splatter-Hit YOU’RE NEXT denken muss. Der ist dem hier besprochenen WHITE SETTLERS nicht unähnlich, wenngleich WINGARDS Gewalt-Orgie aus dem Jahr 2011 hauptsächlich durch fiese Effekt-Raffinessen auffallen konnte. Die fehlen in WHITE SETTLERS gänzlich, schließlich will SIMEON HALLIGAN mit gesellschaftskritischer Botschaft vor den Kopf stoßen, statt dem Zuschauer mit blutigen Gemeinheiten auf den Magen zu schlagen. Trotz Blutarmut und mittlerweile bekanntem Handlungsverläufen überrascht, dass das hier inszenierte Katz- und Mausspiel durchaus spannende Momente auf die Mattscheibe bringt. Zwar erfindet HALLIGAN keinesfalls das Rad neu; dank gutem Schauspiel und souveräner Machart wird aus einem einfachen Plot trotzdem fesselndes Angstkino ohne Längen. Aufgrund der kontroversen Thematik wird WHITE SETTLERS die Zuschauer jedoch in zwei Lager spalten. Die, die sich an der Problematik des Films nicht stoßen, dürften sich nicht nur einmal dabei ertappen, wie sie sich tief in den Filmsessel graben.
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Nervenzerfetzendes Angstkino à la carte. Wer meint, dass in Schottland die Welt noch in Ordnung ist, irrt. SPLINTERED-Regisseur SIMEON HALLIGAN nutzt die friedliche Kulisse schottischen Weidelandes, um einen Home-Invasion-Schocker mit politischer Botschaft an den Zuschauer zu bringen. Was in WHITE SETTLERS gezeigt wird, hat man eigentlich schon unzählige Male gesehen. Abermals werden unschuldige Menschen von maskierten Fieslingen terrorisiert, die ihre Opfer durch den Film hetzen und – das scheint neu – nicht daran interessiert sind, ihnen Böses anzutun. Warum das so ist wird erst am Ende erklärt. Bis dahin schafft es Macher SIMEON HALLIGAN trotz einfacher Geschichte, uns zu fesseln. Sein ungemütliches Terrorwerk reduziert sich auf das Wesentlich und lässt keine Längen entstehen. Zudem laden kräftige Adrenalinschübe zum Mitfiebern ein – den glaubhaften und guten Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller sei Dank.
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Zensur

 
 
 
WHITE SETTLERS hält sich im direkten Vergleich zu ähnlichen Thrillern dieser Art mit der Zurschaustellung von Gewalt und Gore zurück. Für die Splatter-Fraktion gibt es gerade einmal einen zermatschten Kopf, einen unglücklichen Tritt in eine Bärenfälle sowie „Schnitzarbeiten“ mit einem Teppichmesser an der Wade der Heldin zu sehen. Demnach wird der Film garantiert mit FSK16 im Handel stehen, denn viel zu beanstanden wird die FSK hier nicht haben.
 
 
 


 
 
 

WHITE SETTLERS – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deadly Virtues: Love.Honour.Obey. (2014)
 
Hate Crime (2013)
 
Home Invasion (2012)
 
Home Sweet Home (2013)
 
In their Skin (2012)
 
Funny Games (1997)
 
Kidnapped (2010)
 


Filmkritik: „Enter the Dangerous Mind“ (2013)

Enter-the-Dangerous-Mind-2013
 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND

Story

 
 
 
Die Stimmen in seinem Kopf wird er nicht mehr los: Jim Whitman ist musikbegeistert, schüchtern und leidet dazu auch noch unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Als eine Frau in sein Leben tritt, geraten die Stimmen in seinem Kopf aus dem Gleichgewicht.
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Kritik

 
 
 
Wenn psychisch gestörte Persönlichkeiten zu kaltblütigen Killermaschinen werden. Filmstoff, der im Horrorfilm immer wieder gern Verwendung findet, aber meist nicht gründlich und ernstzunehmend ausgearbeitet wird. Leider dienen immer wieder psychische Krankheiten im Horrorkino nur als Vorwand, um viele grausame Bilder aneinanderschnippeln zu können, denn scheinbar gewinnt man nur so das Interesse der Zuschauer. Das Regie-Duo YOUSSEF DELERA und VICTOR TERAN macht es unzähligen Filmemachern gleich und hat sich dem psychologischen Horror angenommen. Mit ihrem ENTER THE DANGEROUS MIND versuchen sie Werke wie dem erschütternden CLEAN, HAVEN (1993) nachzueifern. Leider scheitern die beiden aber kläglich an der Unentschlossenheit ihres Machwerks, denn in welche Sparte sie es letztendlich stecken wollten, scheint ihnen doch nicht ganz so einleuchtend gewesen zu sein. Erfahrene Leser ahnen vermutlich schon was damit gemeint ist, denn was bei FILMCHECKER besprochen wird, ist garantiert kein Kinderkino. SNAP (so der ursprüngliche Titel des Filmprojekts) ist knüppelharter Psycho-Thrill, der anfänglich zwar vortäuscht ein Drama zu sein, am Ende jedoch sehr ins Horrorfach abgleitet und mal wieder viele unangenehme Momente im Heimkino zelebriert, die Zartbesaitete mit Sicherheit verstören werden.
 
 
Enter-the-Dangerous-Mind-bild2
 
 
Jim Whitman (JAKE HOFFMAN) ist ein Einzelgänger, hat kaum Freunde und flüchtet bevorzugt in die Welt der Musik, um dem monotonen Alltag entfliehen zu können. Er besitzt eine Leidenschaft für selbstgemachte Dubstep-Tracks und versucht als PC-Spezialist seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Eigentlich ein normaler Mittzwanziger, wäre da nicht jenes schreckliche Erlebnis zu Kindstagen gewesen, das seither jeden Tag zum Albtraum werden lässt. Das böse Alter Ego Jake (THOMAS DEKKER aus LAID TO REST 2) hat es sich in Jims Leben bequem gemacht und ist als Person oder Stimme im Kopf allgegenwärtig. Ob in den eigenen vier Wänden, im Job oder auf der Straße – der böse Mann im Ohr gibt zwar Nachhilfe in Sachen „Frauen“, macht dem unerfahrenen Eigenbrödler jedoch das Leben zur Qual. Als Jim durch einen Nebenjob zufällig Bekanntschaft mit der attraktiven Wendy (NIKKI REED) macht und in ihr einen verständnisvollen Seelenverwandten sieht, scheint nach jahrelanger Finsternis endlich wieder die Sonne aufzugehen. Doch ENTER THE DANGEROUS MIND wäre kein Horror-Thriller, würde nicht doch etwas Unerfreuliches passieren.
 
 
Enter-the-Dangerous-Mind-bild1
 
 
Musik spielt in ENTER THE DANGEROUS MIND eine tragende Rolle. Immer wieder werden ausweglose Schreie, unkontrollierbare Störgeräusche und pulsierende Schläge aus der selbstgemachten Musik der psychisch labilen Filmfigur eingespielt, die quasi den psychischen Zusammenbruch des Antihelden einläuten und dessen Durcheinander im Kopf widerspiegeln sollen. Der Zuschauer wird hierbei ganz nebenbei zum Mitleidenden, denn nicht selten verursachen die Elektronikklänge auch bei ihm Kopfschmerzen und versinnbildlichen, was da eigentlich im Kopf des Hauptprotagonisten vorgeht. ENTER THE DANGEROUS MIND protokolliert in ungemütlichen Bildern den psychischen Verfall eines Mannes, der allmählich die Kontrolle über sich selbst verliert und von seinem zweiten bösen Ich gesteuert wird. Das manipuliert den Filmhelden auf heimtückische Weise, damit der am Ende an unschuldigen Menschen ein Exempel statuieren darf. Den Fan kontroverse Gewaltakte dürfte das vermutlich freuen, bekommt der doch ziemlich gemeine Szenen zu sehen, in dem ein Luftgewehr auf Menschen gerichtet wird. In einem Finale, das an abgebrühtem Home-Invasion-Terror erinnert, läuft ENTER THE DANGEROUS MIND dann zu Hochform auf. Da wird ausradiert und gewimmert, als gebe es keinen Morgen mehr. Für Horrorfans durchaus interessant – wer es stattdessen plausibel und tiefgründig bevorzugt wird enttäuscht, denn ein glaubhaft inszeniertes Psychogramm eines traumatisierten Menschen, der für sich und andere zur Gefahr wird, ist ENTER THE DANGEROUS MIND leider keineswegs. Der Film verläuft sich zu sehr im Genre und ist am Ende lediglich FSK18-Gematsche mit „Hab-ich-morgen-wieder-vergessen“-Garantie. Die Protagonisten bleiben blass und wirken unzugänglich. Sympathien werden im Keim erstickt, noch bevor sie aufgebaut werden können und die Krankheitsproblematik wird nur oberflächlich umrissen, damit sich die Verwandlung vom Niemand zum Serienkiller rechtfertigen lässt. So wird aus einem anfänglichen Psycho-Drama lediglich Dutzendware für Leute, die beim Schauen von Filmen nicht sonderlich gefördert werden wollen.
 
 
Enter-the-Dangerous-Mind-bild3
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Kontroverser Psycho-Schocker, der dem Zuschauer am Ende in die Magengegend tritt. Im Falle von ENTER THE DANGEROUS MIND sollte jedoch kontrovers nicht zwangsläufig mit anspruchsvoll gleichgesetzt werden, denn sonderlich diskussionswürdig ist ENTER THE DANGEROUS MIND nicht. Das liegt vor allem daran, dass die brisante Thematik von Schizophrenie im Film nur als Indikator dient, um ein blutiges und unangenehmes Finale im Heimkino zelebrieren zu können. Die beiden Regisseure YOUSSEF DELERA und VICTOR TERAN schienen kein Interesse an einem glaubhaften und durchdachten Psycho-Drama gehabt zu haben. Statt sich ernsthaft mit dem Krankheitsverlauf des Antihelden zu beschäftigen, muss mal wieder alles aus dem Ruder laufen und die Mattscheibe rot gefärbt werden. In diesem Film dient Gewalt als einziges Mittel zur Problemlösung. Warum das so sein musste, scheint unklar. Vermutlich haben die vielen Stimmen im Kopf der Macher über den unpassenden Ausgang der halbherzigen Geschichte entschieden. Starker Beginn, schwache Wendung – deshalb: mittelprächtig!
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Zensur

 
 
 
Weil am Ende mit einem Luftgewehr wahllos und grafisch in Gesichter ahnungsloser Menschen geschossen wird, dürfte ENTER THE DANGEROUS MIND definitiv erst für Volljährige geeignet sein: keine Jugendfreigabe!
 
 
 


 
 
 

ENTER THE DANGEROUS MIND – Trailer

 
 
 

 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

Die in der Kritik hinterlegten Grafiken stammen von der offiziellen Seite zum Film

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Hemorrhage (2012)
 
Simon Killer (2012)
 
Alexandre Aja´s Maniac (2012)
 
Magic Magic (2013)
 
A beautiful Mind (2001)
 
Fight Club (1999)