Filmreview: „Rage“ (2010)

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RAGE

Story

 
 
 
Nachdem er seine Affäire zu Dana beendet hat, wird Dennis von einem wütenden Motorradfahrer verfolgt, der nichts Gutes im Schilde führt …
 
 
 


 
 
 

RAGE – Kritik

 
 
 
Schmerzverzerrte Gesichter auf Filmplakaten wecken den Horror-Heißhunger bei Fans düsterer Kinoware, schließlich lässt sich meist daran ableiten, dass den Protagonisten im Film viel Leid widerfahren wird. Im Falle von RAGE ist das gar nicht so abwegig, denn in diesem Indie beweist der Sensenmann, dass er eine Leidenschaft für schnelle Flitzer hegt. Die Angst vor dem gewalttätigen Unbekanntem wird in RAGE zum Mittelpunkt der Geschichte deklariert, in der sich Held Dennis Twist (RICK CRAWFORD) vor einem wütenden Motorradfahrer in Sicherheit bringen muss. Dessen Missgunst ruft der ahnungslose Ehebrecher während einer Verabredung mit Affäre Dana (ANNA LODEJ) auf den Plan, die nicht so recht fassen mag, dass sich ihr Liebhaber letztendlich für Frau Crystal entschieden hat und nicht für ein knisterndes Abenteuer mit ihr. Leider scheint die Einsicht zum falschen Zeitpunkt gekommen zu sein, hat sich doch ein Motorrad fahrender Albtraum aus JASON VOORHEES und MICHAEL MEYERS an die Fersen des potenten Junghengstes geheftet und will nun gern ein makabres Katz- und Mausspiel mit dem unwissenden Dennis treiben. Der Psychopath beginnt sein Opfer durch die Straßen der Stadt zu hetzen, das sich selbst zu Hause nicht in Sicherheit wähnen kann. Der Unbekannte folgt Dennis bis vor die Haustür, wo Gattin Crystal so rein gar nicht erfreut ist über den mordlüsternen Besucher.
 
RAGE ist ein waschechter Indie, der bereits auf einschlägigen Festivals Preise einheimsen konnte. Hinter dem Psycho-Spielchen steckt Autor und Regisseur CHRISTOPHER R. WITHERSPOON, der hier persönliche Schicksalsschläge verarbeitet hat. Zudem lies er sich für seine zweite Regiearbeit von Spielbergs DUELL (1971) inspirieren und hat eine für Indie-Verhältnisse erstaunlich rasante Mixtur aus Verfolgungs-Thriller und Terrorfilm abgeliefert. Gerade einmal 100.000 Dollar soll RAGE gekostet haben – eine Tatsache, die der Zuschauer nicht so recht glauben mag. WITHERSPOON beweist nämlich ein hohes Maß an technischem Verständnis und lässt sein Zweitwerk bedeutend teurer aussehen, als es letztendlich gewesen ist. Hektische Schnitte, durchdachte Kamerafahrten und sogar symbolhafte Bildsprache (die Alarmfarbe Rot dient als Vorbote drohender Gefahr) deuten von Erfahrung auf dem Gebiet des Filmemachens. Die kommt nicht von Ungefähr, hat WITHERSPOON in einem Interview zu verstehen gegeben, dass er Werke von Hitchcock, Spielberg, Carpenter, Craven und Kubrick penibel studiert hat, um deren Erfolgsrezeptur auch für seine (künftigen) Werke nutzen zu können. Die Hausaufgaben hat der Regisseur mit nötiger Sorgfalt erledigt, denn RAGE lässt ganz schnell die schlimmen No-Budget-Streifen aus letzter Zeit vergessen, die durch beliebtes Found-Footage-Gewackel unverständlich viel Aufmerksamkeit erhalten haben. Von allmählich überdrüssigem Kameragewackel sieht WITHERSPOON ab und sorgt stattdessen endlich wieder für Spannung in einem Low-Budget-Indie. Die erreicht der Filmemacher durch rasante Verfolgungsjagden, die WITHERSPOON geschickt in Szene gesetzt hat. Benötigt Filmcharakter Dennis dann doch mal eine Verschnaufpause, wandelt RAGE auf Terror-Pfaden, schließlich frönt der wortkarge Fremde einer Leidenschaft für gemeine Terrorspiele. Er attackiert sein Opfer in der Toilette und verfolgt es sogar bis in die Tagträume – für Zuschauer und Filmheld bleibt da kaum Zeit um aufatmen zu können.
 
Leider verliert WITHERSPOON in der zweiten Filmhälfte das eigentliche Ziel vor Augen, endet doch RAGE im üblichen Blut- und Splatter-Rausch. Der zuvor kontinuierlich aufgebaute Spannungsbogen wird zugunsten bekannter Terror- und Home-Invasion-Regeln außer Acht gelassen. Der anonyme Killer, dessen Identität selbst nach dem Abspann ungeklärt bleibt, vergreift sich an Ehegattin Crystal, die als schuldlose Unbeteiligte die Wut des Fremden mit aller Härte zu spüren bekommt. Dass die obligatorische Vergewaltigung da freilich nicht fehlen darf, dürfte auf die lukrative Ausschlachtung jenes zweifelhaften Filmthemas zurückzuführen sein, das sich vor einigen Jahren großer Beliebtheit erfreut hat. RAGE wurde bereits im Jahr 2010 auf den amerikanischen Filmmarkt geworfen – zu einer Zeit, als kontroverse Remakes zu Klassikern wie I SPIT ON YOUR GRAVE oder LAST HOUSE ON THE LEFT im Kino Kasse machten und sich schmuddeliges Exploitation-Kino schon längst zu Mainstream entwickelt hatte. Dass WITHERSPOON auf dieser durchaus wirtschaftlichen Welle mitreiten wollte, kann man dem Regisseur nicht verübeln, schließlich ist es im Filmgeschäft keine Seltenheit mehr, dass unbekannte Filmemacher lukrative Trends nacheifern, wenn andere damit viele Dollars verdient haben. Auch wenn RAGE nach dem temporeichen Beginn enttäuschend viel Potenzial verschenkt und mal wieder nur die Erwartungen blutgeiler Gorehounds befriedigt werden, kommt immerhin der raue Indie-Look den diversen Brutalo-Momenten gelegen, die mit der ungeschönten Optik dann doch schon recht hart anzuschauen sind. So bedient sich der Killer wie einst LEATHERFACE aus dem berüchtigten TEXAS CHAINSAW MASSACRE auch einer Kettensäge und zerteilt zur Freude der Splatter-Gemeinde die netten Nachbarn von Nebenan. Die wimmern vergebens ums Überleben und werden ziemlich ruppig ins Jenseits befördert. Dass die Szene jedoch vollkommen deplatziert wirkt und rein gar nicht zum Rest des Filmes passen will, ist nur eines der vielen kleinen Vergehen, für die man WITHERSPOON nicht tadeln sollte. Unterm Strich ist RAGE kein übler Film, betrachtet man das erschreckend niedrige Budget, das dem Streifen zur Verfügung gestand hat. Eigentlich wollte Macher WITHERSPOON statt RAGE unheimlichen Anthologie-Horror drehen. Weil ihm das benötigte Kapital fehlte, entschied er sich vorerst für die Umsetzung dieses blutreichen Thriller-Plots. Da kann man nur hoffen, dass Horrorfans auch Jahre nach der Fertigstellung von RAGE Interesse bekunden und sich das Filmchen kaufen. Nur so dürften garantiert werden, dass WITHERSPOON eifrig weiter werkeln kann. Insofern man ihm die Gelegenheit geben würde mit mehr Budget drehen zu dürfen, könnte da durchaus etwas Kultiges entstehen – da sind wir uns sicher.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Spielbergs DUELL trifft auf FREITAG DER 13. und HALLOWEEN. RAGE ist ein temporeicher Indie-Horrorstreifen, der die Gewaltschraube am Ende nahezu im Minutentakt fester dreht. Man muss schon eine Vorliebe für ungeschliffenes Indie-Kino besitzen, um WITHERSPOONS Slasher-Variante von Spielbergs DUELL überhaupt genießen zu können. Mainstream verwöhnte Kinogänger werden an den teils schlecht ausgeleuchteten Bildern und den manchmal hölzern agierenden Schauspielern kaum Gefallen finden. Tadeln darf man Regisseur CRISTOPHER WITHERSPOON dafür jedoch nicht, hat er schließlich mit einem Mikro-Budget von gerade einmal 100.000 Dollar einen soliden Thriller auf die Beine gestellt, den manch Filmschaffender selbst mit millionenschwerem Kapital nicht besser gemacht hätte. Sichtlich von Meistern wie HITCHCOCK, CARPENTER und SPIELBERG inspiriert beweist WITHERSPOON ein talentiertes Händchen für geschickt platzierte Spannungsmomente und rasante Verfolgungsjagden – auch ohne Bluescreen-Technik und CGI. Dass er sogar an die Gorebauern unter den Horrorfans gedacht hat, gehört leider zum notdürftigen Übel, schließlich erwarten Fans von „bösen“ Filmen nun mal heutzutage, dass in Horrorfilmen reichlich Lebensaft zu sehen ist. Fazit: Offene Horror-Zuschauer dürfen gern mal einen Blick wagen, denn RAGE ist ein ambitioniertes Projekt eines eifrigen und talentierten Filmemachers, dem man auf jeden Fall eine Chance geben sollte.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Zensur

 
 
 
RAGE gibt sich nicht zurückhaltend. Gerade das Ende geizt nicht mit reichlich Brutalität. Da werden Körper mit Kettensäge und Messer bearbeitet. Zudem schlägt die Vergewaltigung einer Protagonistin auf den Magen. Sollte RAGE in Deutschland veröffentlicht werden gibt’s den roten FSK-Flatschen. Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

RAGE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
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Filmreview: „Kristy – Lauf um dein Leben“ (2014)

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KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN

Story

 
 
 
Studentin Justine Wells (Haley Bennett) ist allein auf dem Campus und erhält unangemeldeten Besuch von vier vermummten Gestalten, die der Hochschülerin nach dem Leben trachten wollen …
 
 
 


 
 
 

KRISTY – Kritik

 
 
 
Wann lernen Killer in Horrorfilmen endlich, dass man nicht mit (Hoch)Schülerinnen gemeinen Schabernack treibt, die intellektuell in einer ganz anderen Liga spielen. Seit jeher sind nämlich jene Protagonistinnen dafür prädestiniert, den immer gleichen Kampf gegen unzureichend intelligentes Pack aufzunehmen, dessen Ausgang ohnehin stets vorbestimmt ist. Auch Jahrzehnte nachdem der Slasher durch MARIO BAVA ins Leben gerufen wurde, haben sich die Regeln jenes Sub-Genres kaum verändert. Das meist „anständige“ Final Girl darf in derart Filmen nicht nur reichlich kreischen, sondern legt den Bösewichten am Ende eigentlich immer das Handwerk. Im Gegensatz zu JAMIE LEE CURTIES in HALLOWEEN (1978) ist so eine Racheakt heute natürlich wesentlich blutiger, schließlich erwartet der Horrorfan im Jahr 2014 von einer Heldin, dass die sich mit dem grobschlächtige Handwerk auskennt.
 
KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN (im Original auch als RANDOM bezeichnet) ist ein weiterer Streifen aus der Reihe „Ich komm dich zu Hause besuchen und befördere dich ins Jenseits“-Werke, die sich zur Zeit im Kino und auf dem Heimkinomarkt großer Beliebtheit erfreuen. Offensichtlich von aktuellen Horror-Erfolgen wie THE PURGE und YOU’RE NEXT inspiriert, darf sich hier eine taffe Einzelkämpferin gegen eine Truppe vermummter Irrer behaupten, die mal wieder nichts anderes zu tun haben, als ahnungslose Studentinnen möglichst gemeingefährlich zu terrorisieren. DONKEY PUNCH-Regisseur OLIVER BLACKBURN lässt nach längerer Regiepause wieder von sich hören und versucht mit konventionell gestrickter Horror-Ware den Einstieg zurück in die Filmwelt. Der ist ihm tatsächlich geglückt, denn nur selten gelingt Filmemachern der Sprung zurück ins Rampenlicht mit Low-Budget-Horror von der Stange. Es geht um die attraktive Justine, die leider nicht wie der Rest ihrer Freunde Thanksgiving zu Hause feiern kann, weil ihr das Geld für die Reise zu den Eltern fehlt. Daher beschließt sie sich eine schöne Zeit auf dem Campus zu bereiten, schließlich ist sie hier ja nicht ganz allein. Einige Sicherheitsbeamte und der Hausmeister sind vor Ort, damit sich die Studentin in den langen Fluren der Universität auch sicher fühlen kann. Weil KRISTY ein Horrorfilm ist dürfte klar sein, dass das nicht lang der Fall sein wird, denn an einer Tankstelle macht die strebsame Hochschülerin Bekanntschaft mit einer gar bedrohlichen Zeitgenossin, die scheinbar nicht alle Latte am Zaun zu haben scheint. Nach einer beängstigenden Verfolgungsjagd flüchtet Justine zurück auf den Campus, hat aber nicht mit der Hartnäckigkeit ihrer Verfolgerin gerechnet, die sich natürlich an die Fersen ihres Opfers heftet und nur eins will: Den Tod ihres ahnungslosen Opfers. Den wollen auch drei weitere Gestalten, die sich der Terrorsause anschließen und eine grausamen Jagd auf die verängstigte Studentin einläuten.
 
Wie es sich für einen Slasher nun mal gehört, verlaufen die Handlungsstränge nach bekanntem Schema. Täter und Opfer liefern sich eine unerbittliche Schlacht, die selbstverständlich nur einen Sieger kennt. Während zu Beginn die Fieslinge ganz klar im Vorteil liegen und noch mit Taktik versuchen der ahnungslosen Justine Angst einzujagen, haben selbige nicht mit der Klugheit ihrer Gegenspielerin gerechnet, die es leider gar nicht lustig findet, dass zig Unwissende im Verlauf der Hetzjagd ihr Leben lassen mussten. Sie stellt sich ihren Ängsten und bekämpft die maskierten Killer mit ihren eigenen Waffen. Die erhalten am Ende die wohlverdiente Strafe und der Zuschauer ist verblüfft darüber, was für ein kurzweiliges Filmvergnügen soeben über den Bildschirm geflimmert ist. Auch wenn OLIVER BLCKBURN das Genre mit seinem KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN freilich nicht revolutioniert hat, ist ihm doch ein zügig inszenierter Thriller gelungen, der trotz bekannter Klischees kaum Längen besitzt. Die bunte Mischung aus Slasher, Home-Invasion-Schocker und Terrorfilm verfügt über einen stetig steigenden Spannungsbogen, der von der Unwissenheit des Zuschauers zerrt. Der erfährt wie die Heldin des Films erst kurz vor dem Abspann von den Hintergründen der perfiden Jagd. Das Motiv sind Ritualmorde, die eng in Verbindung mit dem Internet stehen – einem weitläufigen Tummelplatz finsterer Gestalten, die dort ungehindert ihren perversen Phantasien nachgehen können ohne ertappt zu werden.
 
Mit KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN hat OLIVER BLACKBURN eine weitere Horror-Version des 90er-Hits KEVIN ALLEIN ZU HAUS gedreht, der natürlich auch den für Slasher-Streifen obligatorischen Mankos unterliegt. Opfer und Killer verhalten sich wie immer selten dämlich und Wutausbrüche erfahrener Filmfans dürften nicht ausbleiben, wenn Protagonistin Justine Dinge tut, die normal denkende Menschen wohl niemals in solche Situationen anstellen würden. Ebenso hirnriesig ist die Tatsache, dass die vier Täter partout über den Aufenthaltsort ihres Opfer bescheid wissen und sich auf dem riesigen Unigelände wie von Geisterhand von einem Ort zum nächsten bewegen können. Trotz zig Logikfehler ist jedoch weitaus ausschlaggebender, dass ein Horrorfilm unterhält und nicht langweilt. KRISTY ist schnörkellose Suspense-Unterhaltung ohne Längen und das ist die Hauptsache. Wer nach THE PURGE, THE STRANGERS und all den packenden Terror-Slashern in letzter Zeit immer noch nicht die Nase voll hat von ungebetenen Gästen, darf selbstverständlich gern in KRISTY mit um das Leben von Heldin Justine laufen. Zeitverschwendung ist dieser handwerklich hervorragend umgesetzt Horror-Trip mit Sicherheit nicht.

 
 
 


 
 
 

KRISTY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Alles beim Alten und doch irgendwie kurzweilig. DONKEY PUNCH-Regisseur OLIVER BLACKBURN hat Altbekanntes neu aufbereitet und unterhält trotz Logikbarrieren und Horror-Klischees ungemein. Die finstere Mischung aus Terrorfilm, Slasher und Home-Invasion-Schocker besitzt Tempo, was man bei vielen Indie-Horrorfilmen neueren Datums schmerzlich vermisst. Damit lässt sich nämlich manch Ungereimtheit im Drehbuch geschickt vertuscht, schließlich bleibt bei temporeich inszenierter Horror-Ware kaum Zeit, sich Gedanken über Filmfehler zu machen. Erstaunlicherweise wurde KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN so ziemlich unblutig umgesetzt, was nicht dem aktuellen Horror-Trend entspricht. Der Fokus liegt vermehrt auf Suspense und Terror, was dem Streifen jedoch sichtlich gut steht. Somit gehört KRISTY auf jedem Fall zu den besseren Vertretern der momentan immer noch lukrativen Horror-Welle, der es hätte auch gut und gern ins Kino schaffen können. Wer die Möglichkeit hat BLACKBURNS Slasher-Flick auf der großen Leinwand sehen zu können, sollte die Gelegenheit nutzen. Dort wird er vermutlich seine ganz Wirkung entfalten können, denn KRISTY ist ohne Zweifel ein spannungsgelandener Slasher für Fans von Schockern wie THE STRANGERS und THE PURGE.
 
 
 


 
 
 

KRISTY – Zensur

 
 
 
KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN ist nicht sonderlich brutal. Gegen Ende werden die Täter recht kreativ um die Ecke gebracht. Die Brutalität des Racheakts hält sich in Grenzen. Das sah auch die FSK so und hat KRISTY bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben.
 
 
 


 
 
 

KRISTY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film / Sunfilm

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Random; USA 2014

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 7.1, Englisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 07.08.2014

 

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KRISTY – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
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The Purge (2013)
 
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Filmreview: „Ritual“ (2013)

Ritual-2013
 
 
 

RITUAL

Story

 
 
 
Ein junges Pärchen hat eheliche Problemchen: Die Liebste geht fremd und gerät dabei versehentlich an ein Sektenmitglied, das sie in einem schmuddeligen Motel im Affekt niedersticht. Gatte Tom soll es richten und beseitigt das Nötigste. Die Vorkehrungen nützen aber nicht viel, denn der Rest der okkulten Bande hat längst Witterung aufgenommen …
 
 
 


 
 
 

RITUAL – Kritik

 
 
 
RITUAL ist wieder ein Film mit großer Verwechslungsgefahr. Wer ein wenig im Genre bewandert ist, dürfte sich bei diesem Titel direkt an den 2002 veröffentlichten Spielfilmausflug der beliebten TALES FROM THE CRYPT-Serie zurückerinnert fühlen. Hier ist jedoch nicht der kultige Cryptkeeper am Start; vielmehr handelt es sich bei diesem Horrorfilm um ein weiteres Werk aus der beliebten AFTER DARK FILMS Horrorschmiede. Die hat nun schon einige höchst sehenswerte Gruselhits hervorgebracht und mit dem kultigen AFTER DARK HORRRORFEST ein Festival im Petto, das für Anhänger des Phantastischen Films zum alljährlichen Pflichttermin geworden ist. Nun folgt nach Eigenproduktionen wie DARK CIRCLES und RED CLOVER blutiger Nachschub für all jene, die einfach nicht genug von Home- und Hotelinvasionen bekommen können. Der Titel ist hierbei nur irreführende Deko, denn auch wenn RITUAL eigentlich Okkult-Horror vermuten lässt, sind die Wurzeln doch eher im Terror- und Invasion-Genre zu suchen. Mit MICKEY KEATING sitzt mal wieder ein Neuer auf dem Regiestuhl. Im Horrorfilm ist es mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass sich hier ambitionierte Newcomer im Filmemachen ausprobieren wollen. Viele von Ihnen schaffen sogar das Unmögliche und erkämpfen sich einen anerkannten Namen in der Horrorszene. Auch KEATING könnte das gelingen, denn mit RITUAL präsentiert er dem Zuschauer nicht nur spannungsgeladenen Psychohorror (übrigens: Drehbuch schrieb KEATING selbst); sein Schaffen wurde in Amerika sogar unter der Fuchtel von LIONSGATE vermarktet – jenes Label, das der berüchtigten SAW-Saga und dem damals noch unbekanntem JAMES WAN (SAW, THE CONJURING) zu internationalem Ruhm verholfen hat.
 
In RITUAL macht der Zuschauer Bekanntschaft mit Tom (DEAN CATES), der einen merkwürdigen Anruf von seiner Frau (LISA MARIE SUMMERSCALES) erhält. Die ruft ihren Gatten unter Tränen zu einem kleinen Stundenhotel im Nirgendwo. Als er dort ankommt, macht er eine grausige Entdeckung: Die Liebste hat in einer Bar einen Unbekannten aufgegabelt und selbigen im Motelzimmer niedergestochen, weil er ihr Böses wollte. Nachdem sich der Betrogene vom ersten Schock erholt hat, folgt auch gleich der zweite. Denn im Kofferraum des erdolchten Fieslings findet das Paar eine Videokamera, auf deren Band ein Mord zu sehen ist, der den beiden eine Heidenangst einjagt. Was folgt ist das übliche Horrorgeplänkel, was zwar nicht gerade vor Innovationen strotzt, aber dem Filmfreund solide Spannung bietet. Der versehentlich Ermordete gehört zu einem ominösen Clan von Masken tragenden Fanatikern, die nichtsahnende Menschen opfern und die Verbrechen auf Video festhalten.
 
Ist RITUAL ein neues Sequel aus dem MOTEL-Universum? Bereits 2007 kam mit MOTEL ein ähnlicher Terror-Streifen in die weltweiten Kinos und lies wenig später ein überflüssiges Video-Prequel folgen, das aber nicht einmal annähernd dem Vorgängers das Wasser reichen konnte. In MOTEL wurde ein gestrandetes Pärchen zu unfreiwilligen Statisten eines Snuff-Movie-Drehs, der von den Inhabern einer schäbigen Raststätte initiiert wurde. So ähnlich geht es auch in RITUAL zugange, nur mit dem Unterschied, dass aus perversen Rasthaus-Besitzern kurzum satanistische Sektenanhänger werden, die ihre Opfer gut und gerne mal einen Kopf kürzer säbeln. Welche Beweggründe die Gruppe für ihr Handeln besitzt bleibt ungeklärt, schließlich braucht KEATING ja noch Stoff für eine mögliche Fortsetzung, die im Falle seines günstig gedrehten Erstlings nicht lange auf sich warten lassen dürfte. Auch wenn RITUAL kaum Überraschungen für den erfahrenen Filmfan bereithält, muss man KEATING für die saubere Umsetzung loben. Der Film beginnt unscheinbar und mausert sich zu Terrorkino par excellence. Wie bereits in THE STRANGERS (2008) besitzen die Hauptdarsteller ihre Problemchen untereinander und werden wenig später von Masken tragenden Unbekannten wortlos durch das Gelände gescheucht. Regisseur MICKEY KEATING fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus. Er lässt seinen Helden genügend Zeit, die verzwickte Situation zu erkunden. Dann erst schlägt er knallhart zu und lädt zum obligatorischen Terror-Stelldichein. Die Helden müssen allerhand Boshaftigkeiten über sich ergehen lassen und erfahren nur in Häppchen, was ihnen bald blühen wird. Ebenso ergeht es auch dem Zuschauer, der sich genauso unwissend wie die Opfer durch die unbequeme Szenerie quälen muss und erst kurz vor Ende mit der Auflösung des (zugegebenermaßen äußerst vorhersehbaren) Puzzles konfrontiert wird. Bis dahin weiß der durchweg packende Thriller solide und kurzweilig zu unterhalten, denn wie man Suspense in Reinform auf Zelluloid bannt hat KEATING definitiv verstanden.
 
 
 


 
 
 

RITUAL – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
THE STRANGERS meets MOTEL. RITUAL ist ein atmosphärischer und spannungsgeladener Terrorfilm der alten Schule. Nach mysteriösem Beginn wird die Spannungsschraube fast schon minutiös fester gedreht. Zwar erfindet KEATING mit seinem Erstling das Rad nicht neu; er versteht aber wie man altbekannte Genre-Zutaten raffiniert mixt, damit das ewig gleiche Filmthema eine peppige Würze erhält. RITUAL ist wie gemacht für die große Leinwand und dürfte vermutlich auch nur dort das ganze Potenzial entfalten können. Schade nur, dass sich wahrscheinlich hierzulande kein Label dazu erbarmen wird diesen kleinen Indie ins Kino zu bringen.
 
 
 


 
 
 

RITUAL – Zensur

 
 
 
Wie es sich für einen waschechten Terror- und Invasionsflick gehört, gibt es auch in RITUAL einiges an blutigen Gemeinheiten zu sehen. Die Momente sind aber rar gesät, reichen aber immerhin für eine ungeschnittene FSK-Freigabe. RITUAL dürfte hierzulande mit rotem KJ-Sticker in den Handel kommen.
 
 
 


 
 
 

RITUAL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
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Filmreview: „The Night before Halloween“ (2013)

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MISCHIEF NIGHT – THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN

Story

 
 
 
Die blinde Emily ist allein zu Hause und erhält ungebetenen Besuch von einem maskierten Fremden, der statt leckerem Kuchen allerhand spitzes Mordwerkzeug mitgebracht hat …
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Kritik

 
 
 
Wenn am 31. Oktober Halloween gefeiert wird, schlüpfen nicht nur freche Kinder und jung gebliebenen Erwachsene in möglichst schauerhafte Kostüme; auch bösartige Serienkiller und maskierte Psychopathen beginnen im Horrorfilm ihre grausamen Feldzüge mit Axt, Kettensäge und Machete. Das wohl bekannteste Exemplar wurde zweifelsohne 1979 von JOHN CARPENTER gedreht und hat mittlerweile sieben Fortsetzungen und zwei Neuverfilmungen nach sich gezogen. Der von CARPENTER geschaffene Kultschlitzer MICHAEL MEYERS hat der legendären HALLOWEEN-Reihe zu beachtlichem Ruhm verholfen und gehört neben Hockeymaskenträger JASON VOORHEES (FREITAG DER 13.) zu einer der ganz großen Ikonen des modernen Horrorfilms. Doch nicht nur das beliebte Halloween-Fest bietet sich immer wieder als Ausgangspunkt für bluttriefende Gruselstreifen an. In Amerika, Kanada und einigen Teilen Großbritanniens gehört die MISCHIEF NIGHT zu einer der beliebtesten Bräuche vorm Herbstfest der Druiden. An diesem Tag erhält ein jeder Bürger uneingeschränkte Narrenfreiheit und darf seinem Nachbarn einmal böse Streiche spielen, ohne dabei Konsequenzen tragen zu müssen. Die Tradition geht bis ins Jahr 1790 zurück und ist vor allem bei Teenagern und Kindern äußerst beliebt. Die hüllen nicht selten die Bäume der Nachbarn in Lagen von Toilettenpapier, sondern haben auch außerordentlich Spaß daran, die Fensterscheiben unliebsamer Mitmenschen mit Eiern zu bewerfen. Drehbuchschreiber und Regisseur RICHARD SCHENKMAN hat als Kind vermutlich so viel Freude an diesem unbändigen Treiben gehabt, dass er jene Tradition in der Nacht vor Halloween zum Mittelpunkt seines Filmes gemacht hat. SCHENKMAN dürfte eingefleischten Horrorzuschauern kein Unbekannter sein. Vor seinem aktuellen Home-Invasion-Thriller THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN (im Original: MISCHIEF NIGHT) hat er sich mit ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES (2012) mit der Thematik Horrorfilm vertraut gemacht und sogleich Gefallen am „bösen“ Genre gefunden. Eine gute Entscheidung, konnte er sich doch bisher nie wirklich zwischen herzergreifendem Dramen-Kitsch und kruden Action-Thrillern entscheiden. Nach seichtem Comedymist fürs amerikanische Fernsehen und der überdrehten Zombiegurke aus den zweifelhaften ASYLUM-Trashstudios, dürfte SCHENKMAN mit THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN in Genrekreisen weitaus ernster genommen werden, als es bisher der Fall gewesen ist. Sein neuster Streich ist nämlich bedeutend fieser, als das was er bisher gedreht hat und schlägt ernstere Töne an. In seiner Machart lässt sich THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN mit dem bereits 2008 entstandenen Thriller THE STRANGERS vergleichen, in dem sich Darstellerin LIV TAYLOR zusammen mit Schauspielpartner SCOTT SPEEDMAN gegen eine Gruppe maskierter Irrer zur Wehr setzen muss, die Freude daran haben, unwissende Menschen zu terrorisieren um sich anschließend kaltblütig abzuschlachten.
 
In THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN ist das so ähnlich und Heldin Emily Walton (NOELL COET) wird zu Haus von einem maskierten Bösewicht überrascht, der sich in einen gelben Regenmantel gekleidet hat und nun an MISCHIEF NIGHT so seine ganz eigene Methode besitzt, der nichts ahnenden Teenagerin gemeine und todbringende Streiche zu spielen. Damit das abgedroschene Thema vom boshaften Killer und dem unterlegenen Opfer nicht ganz überraschungsarm abgehandelt wird, hat SCHENKMAN seiner Protagonistin ein Handicap gegeben. Neun Jahre zuvor hat die in Folge eines Autounfalls nicht nur die Mutter, sondern auch ihr Augenlicht verloren und quält sich seither mit schwerem Asthma, Schuldgefühlen und Erinnerungslücken durchs Leben. Immerhin findet die Jugendliche Trost bei Vater David (DANIEL HUGH KELLY) und Schwarm Jimmy (IAN BAMBERG), der lieber durchs Fenster steigt um Emily zu besuchen, als wie jeder andere auch an der Haustür zu klingeln. Für Vater David steht die erste weibliche Verabredung seit Jahren bevor und das sorgsame Familienoberhaupt lässt die kesse Emily mit mulmigem Gefühl daheim zurück. Ganz so Unrecht hat er mit seiner Vorahnung nicht, denn kaum ist der Vater aus dem Haus, schleicht sich ein unwillkommener Eindringling in das riesige Anwesen und verfolgt die blinde Tochter auf Schritt und Tritt. Deren übrige Sinne schlagen bald Alarm und sie beginnt, sich gegen den bewaffnete Killer zur Wehr zu setzen.
 
Die körperlichen Beeinträchtigungen seiner Protagonisten haben schon so manchem Horrorfilm aus der Patsche geholfen, denn mit so einem gemeinen Handicap lassen sich allerhand lustige Dinge veranstalten. Dank der blinden Emily wird aus dem austauschbaren Home-Invasion-Slasher ein spannendes Überlebensfilmchen, dass nicht nur unterhaltsam mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, sondern auch ganz hinterlistig mit der Sehbehinderung seiner Heldin spielt. Das fängt bereit mit der Bedienung des Handys an. Emily will den Notruf mittels Sprachwahl wählen, scheitert aber am Akkustand ihres mobilen Telefons, den sie nicht sehen kann. In einer weiteren Szene fällt der Protagonistin Geschirr auf den Küchenboden. Anfänglich kann sie den Scherbenhaufen glimpflich umgehen, während sie in einer hektischen Fluchtszene später direkt in das spitze Glas tritt. Der Killer bewegt sich geisterhaft durchs gesamte Haus und ist für den Zuschauer immer ersichtlich. Emily besitzt den Vorteil nicht und schleicht sich von Zimmer zu Zimmer ohne zu wissen, dass sie von der maskierten Gestalt auf Schritt und Tritt verfolgt und beobachtet wird. Am Ende flüchtet die erblindete Heldin aus dem abgelegenen Elternhaus orientierungslos in die Dunkelheit der Nacht und stolpert ganz ungewiss über die hinterlistige Blutspur und die erdolchten Opfer des unbekannten Killers. Mit makabren Schockmomenten wird in THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN nicht gegeizt und das nicht minder fiese Treiben wertet den eigentlich belanglosen Slasher ganz nebenbei positiv auf. Zudem hebt sich THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN nennenswert von üblicher Videoware ab. Der Film wurde professionell gedreht und entwickelt sogar ab und an so etwas wie richtiges Gruselfeeling mit Spannung. Vor allem den gut und sympathisch agierenden Darstellern ist es zu verdanken, dass THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN sehbar und erträglich bleibt. Emily wird zugänglich von NOELL COET verkörpert, die sich am Ende als mutige Rache-Queen entpuppt und das kurzweilige Katz-und-Mausspiel Dank motorisierten Gartengeräts in die tiefrote Körperflüssigkeit taucht. Einen Gastauftritt gibt es übrigens auch zu sehen. Schauspiellegende RICHARD RIEHLE gibt sich die Ehre mal kurz als ahnungsloser Helfender über die Landstraße zu düsen, um wenig später dem Killer in die Arme zu laufen. Der Amerikaner hat nämlich zuletzt gern mal in Horrorfilmen vorbeigeschaut. Nach HALLOWEEN 2 (2009), CHILLERAMA (2011) und TEXAS CHAINSAW 3D (2013) folgt nun ein Cameo in THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – den Horrorfan freut’s.
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
THE STRANGERS meets THE PURGE – DIE SÄUBERUNG. Kleiner, aber feiner Psycho-Thriller mit gut platzierten Schock-und Gruseleffekten und überraschend hinterlistigen Wendungen. Nach eher bescheidenem Schaffen hat ABRAHAM LINCOLN VS. ZOMBIES-Regisseur RICHARD SCHENKMAN seinen ersten richtig guten Horrorfilm gedreht. Trotz altbekannter Story vom Mädchen, das zu Haus von einem Killer durch die Räumlichkeiten gejagt wird, schafft SCHENKMAN das Kunststück, dass THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN (oder MISCHIEF NIGHT, so der Originaltitel) niemals langweilig ist oder Leerlauf erhält. Wer das Home-Invasion-Genre mag, kann bedenkenlos zugreifen!
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Zensur

 
 
 
Anfänglich dürfte es den Horrorfan wundern, warum THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN erstaunlich handzahm abgehandelt wird. Für einen Slasher gibt es erstaunlich wenige Opfer und auch die Meuchelszenen lassen lang auf sich warten. Am Ende jedoch erwacht THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN aus seinem Dornröschenschlaf, damit auch der Gorehound auf seine Kosten kommt. Viel gibt es zwar nicht zu sehen; für eine ungeschnittene FSK16 hat es dennoch gereicht. Trotz Jugendfreigabe besitzt das Heimkinomedium jedoch einen roten KJ-Flatschen. Die Ursache ist ein Trailer, der von der FSK nur für Erwachsene freigegeben wurde und sich auf die DVD/ Blu-ray befindet.
 
 
 


 
 
 

THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
The-Night-Before-Halloween-blu-ray

(c) Meteor Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Mischief Night; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min. (uncut)

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes-Feature, Originaltrailer, Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: 23.05.2014

 
 
 

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THE NIGHT BEFORE HALLOWEEN – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Crawl – Home Killing Home (2011)

Home Sweet Home (2013)

You´re Next (2011)

The Aggression Scale (2012)

In their Skin (2012)

Kidnapped (2010)

The Strangers (2008)

Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

Filmreview: „You’re Next“ (2011)

youre-next_2011
 
 
 

YOU’RE NEXT

Story

 
 
 
Das wohlhabende Ehepaar Paul (Rob Moran) und Aubrey (Barbara Crampton) lädt zum Hochzeitstag. Für die vier Kinder Grund genug zusammen mit ihren Lebensgefährten zum weit ab vom Schuss liegenden Anwesen der Eltern zu reisen. Man will den besonderen Tag mit Mutter und Vater gebürtig feiern. Doch es kommt anders als erhofft. Drei mit Tiermasken vermummte Gestalten verschaffen sich Zutritt in das elterliche Heim und beginnen, die Gäste auf schreckliche Weise zu dezimieren …
 
 
 


 
 
 

YOU’RE NEXT – Kritik

 
 
 
Wenn Horrorfilme mit reichlich Verspätung in die Kinos kommen, bedeutet das oftmals nichts Gutes. Im Falle von YOU´RE NEXT wird das wohl eher am leicht verspäteten Erfolg des Nachwuchsregisseurs ADAM WINGARD gelegen haben, der 2010 mit seinem A HORRIBLE WAY TO DIE nicht gerade das Genre revolutioniert hat, es jedoch mit Beiträgen in THE ABC`S OF DEATH (2012), V/H/S (2012) und V/H/S 2 (2013) schaffte, bei Fans des düsteren Filmes bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gerade weil genannte Anthologiestreifen international Kasse machen konnten, war es nur logisch, dass auch sein bereits 2011 abgedrehter Spielfilm YOU´RE NEXT in die Kinos kommen durfte. Das Ziel: möglichst schnell ganz viel Reibach machen. Deutschlandpremiere feierte der kompromisslose Slasher bereits auf dem 27. FANTASY FILMFEST, wo er im Programmheft als „Partyfilm mit cleverem Script, coolem Tempo, blutigen Einlagen und großartig fiesen Finale“ angepriesen wurde und sogar als Abschlussfilm glänzen durfte. Eine etwas beschämende Prämisse; wurde diese Ehre bisher nur außergewöhnlich sehenswerten Filmen zuteil, denen der Terror-Slasher im direkten Vergleich nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen kann. Anders als im Programmheft beworben, erweist sich der Film als reichlich unspektakuläres Sammelsurium der unterschiedlichsten Horrorzutaten der letzten 20 Jahre. Raffinierte Ideen oder gar Originalität sucht man in YOU´RE NEXT vergebens. Im Grunde genommen wird dem Zuschauer hier die gleiche Grütze erneut lauwarm aufgeköchelt, die zum Standard jedes beliebigen Home-Invasion-Streifens geworden ist. Gewalt kaschiert hier die unzureichende Kreativität der leidlich ambitionierten Drehbuchautoren, denn nach dem obligatorischen Einführungsgequassel geht es in WINGARDS Horrorstreifen nicht gerade zimperlich vonstatten. Kanonenfutter ist reichlich vorhanden, so dass sich der Film hauptsächlich auf das möglichst derbe Abschlachten seiner unzureichend intelligenten Protagonisten konzentriert. Die sind natürlich durch die Bank weg unsympathisch skizziert, weshalb deren Ableben nicht wirklich Nachdruck haben will und dem Zuschauer vollkommen wurscht ist. Nur Heldin und Scream-Queen SHARNI VINSON lockert den etwas eintönigen Nonsens nennenswert auf und erweist sich als einziger Glücksgriff des geistlosen Machwerks. Die lässt sich vom kaltschnäuzigen Einbrecherpack nicht so schnell beirren und schlitzt und hackt auf das Killer-Trio ein, als gäbe es kein Morgen. Das wirkt nicht selten sehr erheiternd, zumal Regisseur ADAM WINGARD fast krampfhaft darum bemüht ist, YOU´RE NEXT in die Klamaukschiene zu zwängen. Leider schafft auch sie es nicht, von der beschämenden Vorhersehbarkeit des arg trivial gestrickten Drehbuchs abzulenken, denn sonderlich spannend ist das Geschehen rund um YOU´RE NEXT nämlich nicht.
 
Das macht sich vor allem bereits in der Halbzeit bemerkbar, in der die noch Anwesenden über die Identität der Killer in Kenntnis gesetzt werden. Anders als im nicht unähnlichen Terrorschocker THE STRANGERS (2008), haben die Bösewichte in YOU´RE NEXT ein plausibles Motiv für ihr Agieren, das mittels vermutlich überraschend gemeintem Twist, etwas sehr unbeholfen gelüftet wird. Leider verpufft mit der viel zu frühen Auflösung des vorhersehbaren Rätsels auch die kaum vorhandene Spannung, so dass sich die restliche Laufzeit im genretypischen Blutrausch verläuft, der zugegebenermaßen schmerzintensiv zelebriert wird. Da wird in genagelte Bretter getreten und Kehlen werden aufgeschlitzt, wobei ein im Mixer steckender Kopf das klägliche Schlusslicht dieses absurden Slasherflicks bildet, um erneut WINGARDS Leidenschaft für das Schwarzhumorige hervorzuheben. Immerhin bekommen wir in YOU´RE NEXT auch einmal Kultregisseur TI WEST vor die Linse. Der hat sich im Genre mit Filmen wie HOUSE OF THE DEVIL (2009) und THE INNKEEPERS (2011) einen Namen gemacht und spielt im Film, was für ein Zufall, einen talentierten Nachwuchsregisseur, der bereits zu Beginn in den Kinohimmel transferiert wird. Unterm Strich bleibt mit YOU´RE NEXT ein leidlich spannender Horrorfilm, der auf der aktuellen Home-Invasion-Welle mitreitet, aber außer grafischer Gewalt kaum etwas wirklich Brauchbares zu bieten hat. Die unruhige Kameraführung erinnert an jüngste Found-Footage-Debakel und der nette, retrolastige Synthesizer-Soundtrack verliert sich in der lieblosen und vollkommen austauschbaren Inszenierung. Wer seine regelmäßige Ration Blutgekröse benötigt, darf sich auf dieses hirnlose Meisterwerk cineastischer Verdummung freuen. Filmfans, die jedoch auch beim Horrorfilm gewisse Originalität erwarten und Spannung vorausetzen, sollte YOU´RE NEXT möglich meiden.
 
 
 


 
 
 

YOU’RE NEXT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die weitaus blutigere Antwort auf den Horror-Thriller THE STRANGERS. Wer einer Vorliebe für dummes, aber dafür reichlich gewaltgeiles Geschlitze frönt, ist hier genau richtig!
 
 
 


 
 
 

YOU’RE NEXT – Zensur

 
 
 
Trotz hohem Blutzoll gab es bei der Freigabe der Heimkinofassung keine Probleme. YOU’RE NEXT ist in seiner ungeschnittenen Form problemlos durch die FSK gewandert. Demnach ist die erhältliche Fassung mit dem roten FSK-Flatschen absolut komplett.
 
 
 


 
 
 

YOU’RE NEXT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
you're next blu-ray

(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: You’re Next; USA 2011

Genre: Thriller, Horror, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min. (uncut)

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 28.03.2014

 
 
 

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YOU’RE NEXT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Aggression Scale (2012)

Home Sweet Home (2013)

In their Skin (2012)

Kidnapped (2010)

The Strangers (2008)

Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

Filmreview: „Crawl – Home Killing Home“ (2011)

crawl 2011
 
 
 

CRAWL – HOME KILLING HOME

Story

 
 
 
Ein mysteriöser und dazu ziemlich wortkarger Kroate (George Shevtsov) entpuppt sich als gerissener Auftragsmörder. Er wird von einem schleimigen Barbesitzer (Paul Holmes) beauftragt, einen zahlungsunwilligen Kunden zu beseitigen. Auf seinem Heimweg wird er in einen Unfall verwickelt, der einer beängstigenden Kettenreaktion auslöst, an deren Ende Kellnerin Marilyn Burns (Georgina Haig) um ihr Leben bangen muss.
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Kritik

 
 
 
Home-Invasion-Thriller sind nicht erst seit THE STRANGERS, KIDNAPPED, etc. in aller Munde. Wer heutzutage einen derartigen Streifen produzieren möchte, sollte ihn mit allerlei Bösartigkeiten bestücken, denn nur so brennt sich das Werk auch längerfristig in die Hirne der hungrigen Horrormeute. Mit schön blutigen und psychisch nicht minder grenzüberschreitenden Szenen sollte ein jeder dieser Thriller den Nervenapparat des Fans gehörig strapazieren, damit der sich am Ende schweißgebadet und mit hochfrequenzigem Herzschlag zurück in den Kinosessel lehnen kann. Das kleine „Homevideo“ des Australiers PAUL CHINA gehört auch zu jener zwiespältigen Filmgattung und ist, welch Überraschung, ein weiterer Beitrag aus der Kategorie: „Debütstreifen“. CHINA, der für seinen Erstling nicht nur hinter der Kamera Platz genommen hat, sondern auch das Drehbuch quasi über Nacht zu Papier gebracht haben muss, scheint in seinem dunklen Kämmerlein nur unzureichend erkannt haben, was er da eigentlich zusammengekritzelt hat. Womöglich hat er sich die Vor- und Nachteile gängiger Heim-Invasionsfilme zu Gemüte geführt und kurzerhand die Vorteile von seiner To-Do-List gestrichen. Im Vergleich zu nennenswerten „Heim“-Schockern wie FUNNY GAMES und INSIDE zieht CRAWL erbarmungslos den Kürzeren, denn CHINA hat partout aus den Augen verloren, dass ein jeder guter Horrorfilm von der Geschichte und seinen Helden zehrt. CRAWL ist todlangweilig, seine Handlung inhaltsleer und minimalistisch. Durch langsame Kamerafahrten soll die nicht vorhandene Spannung gesteigert werden, kaum gesetzte Schnitte machen CRAWL zu einer eher einschläfernden Angelegenheit. Es will einfach nichts Aufregendes passieren.
 
Die banale Geschichte beginnt mit Bardame Marylin Burns (GEORGINA HAIG), die auf Bald-Ehegatte Travis wartet und schon länger auf einen Heiratsantrag hofft. Daraus wird leider nix, weil der unbedarfte Schönling von einem alternden Cowboy, gleichzeitig Auftragskiller (GEORGE SHEVTSOV) versehentlich über den Haufen gebrettert wurde. Der ominöse Fremde sucht nach Hilfe, kann aber in der Einöde nur ein beleuchtetes Haus entdecken. Doof nur, dass darin ausgerechnet die nichtsahnende Marylin lebt, die dem wortkargen Fremden sogleich als perfektes Aggressionsventil dient und das Katz-und-Maus-Spiel eröffnet wird. Selbiges ist natürlich kaum der Rede wert. Es wird weder gefoltert, noch gedemütigt, was in Zeiten ultra harten Torture Porns schon ziemlich altbacken wirkt. Das Mädchen flüchtet durch die Räumlichkeiten des Hauses, wobei der Widersacher ihr dicht auf den Fersen ist. Unterstrichen wird das lustlose Treiben von allerlei unheilvollen Streich-Akkorden, die auf prägnante und ziemlich ungewöhnliche Art die „bösen“ Szenen einläuten. Die sind zwar rar gesät, aber immerhin vorhanden. Es wird wild um sich geschossen, sogar ein Beil zweckentfremdet. Filmfreunde, die die Sichtung eines Films immer vom Trailer abhängig machen, werden verblüfft feststellen, dass der Clip ein wenig arg an A SERIOUS MAN (2009) erinnert. Das fertige Werk kann den im Trailer zitiertem Film der bekannten COEN-Brüder (TRUE GRIT, NO COUNTRY FOR OLD MEN) natürlich nicht im Entferntesten das Wasser reichen. Zwar besitzt auch CRAWL – HOME KILLING HOME (so das deutsche Titelverbrechen) skurrile Typen, bizarre Momente und verzweifelt cool gemeinte Sprüche. Die wirken jedoch in ihrer unfreiwilligen Komik aufgesetzt und wollen irgendwie nicht so recht in den Film passen. Vor allem die Figur des permanent koksenden und schmierigen Barbesitzers Slim Walding mag zwar mit PAUL HOLMES gut besetzt sein, die teils recht gut gewählten Schauspieler gehen aber in der geistlosen und ziemlich dialogarmen Szenarie vollkommen unter.
 
Mit seinen gerade einmal 73 Minuten Nettolaufzeit bietet CRAWL allen schlafgeplagten Leidgenossen eine gute Alternative zu herkömmlichen Pharmazeutika aus der Apotheke. Hier muss der Anwender nur einmal bezahlen und kann sich risikolos vor der Wohnzimmerglotze in den Tiefschlaf flimmern lassen – wann immer er möchte. Zwar gibt es hier einiges an farbintensiven Rot zu sehen; von nervenzerfetzendem Terror oder gar Spannung ist hier jedoch nichts zu verzeichnen. CRAWL ist ein ansprechend gefilmter Thriller, der den Zuschauer aber leider aufgrund seines Schneckentempos schnell zur Vorspultaste greifen lässt. Nach etwas über einer Stunde endet CRAWL genauso unspektakulär, wie er begonnen hat – Gott sei Dank!
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Langsames Tempo, unspektakuläre Handlung und null Identifikationsmöglichkeiten – Wer will denn so was sehen? Auch wenn der Name der Figur Marylin Burns witzigerweise als kleine Hommage an BLUTGERICHT IN TEXAS-Darstellerin MARY LYNN ANN BURNS gemeint ist (der Künstlername der kultigen Sally-Darstellerin schimpft sich nämlich ebenfalls MARYLIN BURNS), so ist CRAWL trotzdem ein langweiliges Debüt-Filmchen, auf das der Horrorfan getrost verzichten kann.
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Zensur

 
 
 
Zwar bekommt der Zuschauer in CRAWL einige derbe Einschüsse zu sehen, viel Mord und Totschlag wird aber nich auf der Mattscheibe zelebriert. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten und trägt das KEINE JUGENDFREIGABE-Siegel.
 
 
 


 
 
 

CRAWL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Crawl-Home-Killing-Home-Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Crawl; Australien 2011

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Rote Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailer, Teaser

 
 
 
Was für eine Name für eine deutsche Heimkinofassung: CRAWL–HOME KILLING HOME. Rechteinhaber EUROVIDEO haut mit dieser Titelneuschöpfung mächtig auf die Kacke und verschleiert so die diversen Unzulänglichkeiten in der Inszenierung des Thrillers. Immerhin schaut die Präsentation des Streifens wirklich gut aus. Die Blu-ray wurde in eine tiefrote Amaray gesteckt und entpuppt sich im Sammlerregal als waschechter Hingucker. Zudem hat der Anbieter an ein Wendecover gedacht. Das wird wie üblich ohne FSK-Flatschen ausgeliefert und erfreut das Sammlerherz. Legt man die Disc in den Player betreibt EUROVIDEO erstmal mit zwei Trailern aus dem hauseigenen Fundus Eigenwerbung. Danach wird der Zuschauer in ein animiertes Hauptmenü gelotst, das mit Szenen aus dem Film untermalt wurde. Interessant dürfte hier vermutlich der Bonusbereich sein. Doch leider verbergen sich hinter dem Menüpunkt „Extras“ lediglich Trailer und Teaser zum Film, was einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt, hätte der Zuschauer dann doch gern gewusst, warum Regisseur PAUL CHINA von teils gewöhnungsbedürftigen Stilmitteln Gebraucht gemacht hat. Der Hauptfilm selbst wird in würdiger Qualität geboten. Ironischerweise ist der HD-Transfer besser geraten, als der durchwachsene Film. Die Schärfe ist gut und der Kontrast gelungen. Hinzukommt, dass man sich bei der Synchronisation erstaunlich Mühe gegeben hat. Für diesen eher lauen Streifen hätte man vermutlich alles erwartet, nur keine professionelle Übersetzung. Hier hat man jedoch Sorgfalt walten lassen und erfahrene Sprecher engagiert, so dass tonal alles im grünen Bereich bleibt. Vor allem die etwas außergewöhnliche, musikalische Untermalung donnert satt aus den Boxen, weshalb man bei aufgedrehter Anlage das ein oder andere Mal herrlich zusammenzucken dürfte. Wer auf Untertitel angewiesen ist, kann sich freuen. Trotz spärlicher Ausstattung haben es die immerhin auf die Blu-ray geschafft, was heutzutage keine Selbstverständlichkeit ist. Vor allem kleine Label verzichten hin und wieder auf diese wichtige Ausstattung, so dass vor allem hörbehinderte Filmzuschauer so rein gar nichts mit diesen Veröffentlichungen anzufangen wissen. Unterm Strich wird dem Filmfreund mit der Blu-ray zu CRAWL-HOME KILLING HOME eine technisch anständige Scheibe geboten, die ruhig etwas mehr Bonus vertragen hätte können. Ob eine so mager ausgestattete Blu-ray direkt am Erstveröffentlichungstag gekauft werden muss, sollte jeder Filmfreund selbst entscheiden.
 
 
 

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CRAWL – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Home Sweet Home (2013)

The Aggression Scale (2012)

In their Skin (2012)

Kidnapped (2010)

The Strangers (2008)

Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

Filmreview: „The Anniversary at Shallow Creek“ (2011)

THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK
 
 
 

THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK

Story

 
 
 
Sam (Eric Fischer) und Paige (Brianna Lee Johnson) studieren gemeinsam Medizin. Um das Leben im Fleiß mit etwas Freizeit aufzulockern, begibt sich das Pärchen zusammen mit Freunden für ein Wochenende in die Einöde. Das schicke Landhaus des Onkels bietet die perfekte Gelegenheit, sich vom hektischen Uni- und Stadtleben zu erholen. Doch der Frieden währt nicht lang. Während die jungen Leute einen gemütlichen Abend bei Wein und Bier ausklingen lassen, wird einem der Freunde aus der Ferne eine Gewehrkugel in den Kopf gejagt. Doch das scheint nur der Auftakt einer ganzen Reihe brutaler Übergriffe zu sein, denn ein maskiertes Killer-Duo schleicht um das Anwesen und kennt nur ein Ziel: die Gruppe möglichst brutal auszulöschen …
 
 
 


 
 
 

THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK – Kritik

 
 
 
Vielen Filmemachern scheinen allmählich die Ideen für ihre Beiträge auszugehen. Das macht sich vor allem im Bereich Horrorfilm bemerkbar. Die produzierte Ware lässt schon seit mehreren Jahren arg zu wünschen übrig. Da werden aus erfolgreichen Horrorstoffen lieblose Remakes gezimmert und die immer wieder gleichen Geschichten uninspiriert wiederverwertet. Die Zeiten, in denen Drehbuchautoren und Regisseure in einer erstaunlichen Regelmäßigkeit zwar eigensinnige, aber stets erfrischende Filmstoffe auf Zelluloid bannten, scheinen längst vorbei zu sein. Und so sind wirklich sehenswerte und wegweisende neue Genreperlen leider ziemlich rar gesät.
 
Der Horror-Thriller THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK aus dem Jahre 2011 macht da leider keine Ausnahme. Mit minimalem finanziellem Aufwand und offensichtlich mangelnder Eigenständigkeit wird hier einmal mehr versucht, dem interessierten Fan das hart verdiente Geld zu entlocken. Dabei versucht Regisseur JOB D. WAGNER (übrigens u.a. auch in das Projekt STATIC involviert gewesen) nicht einmal ansatzweise, die austauschbare Handlung halbwegs spannend in Szene zu setzen oder sie gar mit interessante Aspekten zu bereichern. Stattdessen handelt die Geschichte einmal mehr von einer Gruppe ahnungsloser Erwachsener, die von zwei maskierten Fremden in einem Haus eingeschlossen und wenig später kaltherzig über den Jordan gebracht werden.
 
Wie aktuell üblich, werden die selbstzweckhaften Gewaltakte entsprechend voyeuristisch ausgeschlachtet und dem Zuschauer zeigegeil offenbart. Anders lassen sich die Bilder voll Ungereimtheiten und die unzählbaren inhaltlichen Schwächen kaum mehr vertuschen. Und so erlebt der erwartungsfreudige Filmfreund einmal mehr völlig hölzerne Protagonisten, die in manchem Momente der Dummheit die sinnbefreitesten Dinge veranstalten. Da schleichen sich die Opfer, in der Hoffnung dem Verbrecherpack unbemerkt entfliehen zu können, in das obere Stockwerk des Hauses. Natürlich scheint eines der weiblichen Opfer dem Druck nicht gewachsen zu sein, und beginnt ihre Verzweiflung etwas lautstark zum Ausdruck zu bringen, wobei sie natürlich die übrigen Protagonisten in Gefahr bringt. Zudem mag man als Zuschauer einmal mehr nicht begreifen, warum Frauen in Horrorfilmen partout lauthals kreischen müssen, wenn sie auf einen leblosen Körper stoßen.
 
Eine wirkliche Identifikationsfigur gibt es in THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK nicht. Stattdessen gibt es Terror von der Stange, der aber alles andere als bedrohlich und verängstigend in Erscheinung tritt. Trotz der wenigen Gewaltdarstellungen wirkt THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK nicht wirklich schockierend, da die uninteressanten, idiotisch handelnden Figuren kaum Potenzial zum Mitfiebern bieten. Da ist es dem Film letztlich auch nicht förderlich, dass sich aus dem anfänglich klischeebeladenen 08/15-Slasher schnell ein überraschungsarmer Home-Invasion-Flick entwickelt, der am Ende sogar ins torturlastige abdriftet. Auch wenn sich die Kombination aus diversen Subgenres durchaus ansprechend liest; sehenswert ist dieser wilde Cocktail dennoch zu keiner Minute. Das mag vor allem daran liegen, dass der Film nur selten konsequent ist. Da wird wild umhergeschossen, und mit einem Messer ins Fleisch geschnitten. Im Vergleich zu ähnlich gelagerten Schockern wirkt die unsichere Zurückhaltung der Schlachtszenen schon sehr mädchenhaft. Zudem gestaltet sich der gesamte Szenenverlauf derart durchschaubar, so dass dem Zuschauer schnell der Spaß an der Sichtung vergehen dürfte. Die vermeintlich überraschende Auflösung des Spuks wirkt unglaubhaft und erzwungen und der scheinbar bitterbös’ gemeinte Schlussgag will nicht so recht nachwirken. Was bleibt ist ein vollkommen überflüssiger, ja kaum daseinsberechtigter Thriller.
 
Fakt ist, dass THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK ein unbeholfener Versuch eines zwar motivierten Debütanten darstellt, aber aufgrund der Masse unzähliger ähnlicher Filme kaum Beachtung finden wird. Im übrigen fungiert hier Baseballspieler ERIC MARK FISCHER nicht nur als Produzent des Films. Zusammen mit seiner Ehefrau BRIANNA LEE JOHNSON zeichnet er ebenso als Co-Autor verantwortlich und agiert in THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK sogar noch als Schauspieler – wohl um Kosten zu sparen. Ob man jedoch stolz darauf sein kann, in einem ideenlosen Horrorfilm mitgewirkt zu haben, der sich sogar noch die Dreistigkeit erlaubt mit der Tatsache zu werben, dass er von wahren Begebenheiten inspiriert wurde, ist natürlich fraglich.
 
 
 


 
 
 

THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
FUNNY GAMES meets THE COLLECTOR. Ein etwas arg unausgegorener Terrorfilm, mit beliebiger, austauschbarer Handlung, dummen Helden und laschen Morden!
 
 
 


 
 
 

THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK – Zensur

 
 
 
Da die Gewalteinlagen zwar vorhanden sind, aber im Vergleich zu ähnlichen Filmen sehr zaghaft in Erscheinung treten, dürfte THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK hierzulande ungeschnitten ab 18 Jahren erhältlich sein. Demnach ist eine „Keine Jugendfreigabe“-Einstufung denkbar.
 
 
 


 
 
 

THE ANNIVERSARY AT SHALLOW CREEK – Trailer

 
 


 
 

Hellraiser80/ Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Home Sweet Home (2012)

In their Skin (2012)

The Aggression Scale (2012)

Kidnapped (2010)

The Strangers (2008)

Funny Games (1997)

Funny Games – Remake (2007)

Them (2006)

Filmreview: „Home Sweet Home“ (2013)

home-sweet-home-2013
 
 
 

HOME SWEET HOME

Story

 
 
 
Frank und Sarah sind ein glückliches Paar. Nach einer durchzechten Partynacht zieht es die beiden zurück in die heimischen vier Wände, wo sie jedoch bald feststellen müssen, dass dort irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Die Erklärung offenbart sich schnell. Ein Killer hat sich Zugang zur Wohnung verschafft und beginnt nun ein erbarmungsloses Spiel mit dem jungen Paar zu spielen. Jegliche Fluchtwege sind verbarrikadiert, ein Entkommen scheint unmöglich …
 
 
 


 
 
 

HOME SWEET HOME – Kritik

 
 
 
Horrorfilme aus Frankreich sind inzwischen häufig Garanten für deftigen Schlachthaus-Stil. Nach Beispielen wie HIGH TENSION, MARTYRS, INSIDE und FRONTIER(S) steht Gekröse aus dem benachbarten Ausland nach wie vor für astrein-derbes Splatter-Vergnügen, auch wenn der Erfolg solch „böser“ Produktionen in den letzten Jahren merklich abnehmen musste. Auch Regisseur DAVID MORLET ist einer derer, der sich zu jener jungen Garde mutiger Filmemacher zählen darf, der es eindrucksvoll gelang, den unlängst vergessenen europäischen Horrorfilm zurück in die Lichtspielhäuser der Welt zu transferieren. Sein düsteres Weltuntergangszenario MUTANTS aus dem Jahre 2009 dürfte dem interessierten Horrorfilmfan noch merklich in Erinnerung sein und gehört zu einem der wenigen noch sehenswerten französischen Beiträge. Nun wandelt der Regieneuling auf internationalen Pfaden, was kaum verwundert, wenn man sich die steilen Karrieren seiner ebenso erfolgreichen Landsgenossen betrachtet. Ob ALEXANDRE AJA, XAVIER GENS oder PASCAL LAUGIER; für sie alle bot der moderne, französische Horrorfilm das Sprungbrett ins lukrative Hollywood, wo ihnen die Möglichkeit geboten wurde, ihr cineastisches Talent mittels hoch budgetierten Hochglanzstreifen breitem Publikum zugänglich zu machen.
 
HOME SWEET HOME von DAVID MORLET betritt die just besprochenen internationalen Pfade. Der Home-Invasion-Thriller ist sein englischsprachiger Einstand. Vom klassischen Heim-Terrorfilm Marke FUNNY GAMES (MICHAEL HANEKE), und KIDNAPPED (MIGUEL ANGEL VIVAS) inspiriert, verbrennt er hier ein durchaus beängstigendes Slasher-Feuerwerk, dass zwar bei Weitem nicht die brutale Intensität eines INSIDE (ALEXANDRE BUSTILLO, JULIEN MAURY) erreicht, aber doch für 80 Minuten schweißtreibende Schocker-Unterhaltung sorgt. Die Umschreibung „Schocker“ kommt HOME SWEET HOME dabei ganz gelegen, denn nach all den ultra-brutalen Folterwerken der Vergangenheit holt Regisseur MORLET die traditionellen Zutaten des einst so berüchtigten Horrorkinos zurück auf die große Leinwand. Schreckhaften Gemütern sei mit dieser Kritik an Herz gelegt, dass HOME SWEET HOME in Bezug auf treffsichere Schocks ein ganz schön fieses Filmchen ist, das den Horrorfilmfreund nicht nur einmal ziemlich gemein zusammenzucken lässt. Auch wenn einige dieser Momente erheblich vorhersehbar erscheinen, verfehlen sie ihre Wirkung nur sehr selten. Anders als in klassischen Home-Invasion-Thrillern beginnt HOME SWEET HOME nicht damit, die potenziellen Opfer ausführlich zu charakterisieren. Die ersten 15 Minuten sind gänzlich dem identitätslosen Psychopathen gewidmet, der sich Zutritt zu einem ihm unbekannten Haus verschafft, die Räumlichkeiten studiert und mögliche Fluchtwege versperrt. Danach bereitet er sich auf sein Verbrechen vor, kleidet sich in seine „Arbeitsuniform“ und versteckt sein Gesicht hinter einer perfiden Maskierung. Erst nachdem er seine Vorbereitungen getroffen und sich ein Versteck im Anwesen gesichert hat, werden die potenziellen Opfer eingeführt, die bald realisieren müssen, dass es kein Entkommen aus dem vermeintlich sicheren Heim gibt.
 
HOME SWEET HOME ist ein Paradebeispiel, wie finsterer, gemeiner Horror auszuschauen hat. Auch wenn die Geschichte im Grunde genommen kaum Neues zu bieten hat, durchlebt der Zuschauer zusammen mit den beiden Opfern ein wahres Martyrium, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Ungewöhnlicherweise hält sich MORLET gesittet mit dem Abhandeln obligatorischer Schauwerte zurück, was ein wenig verwundert, wenn man sich den Horror-Mainstream vor Augen führt, der aktuell erfolgreich über die internationalen Leinwände flimmert. Die Taten des unbekannten Killers werden zwar angedeutet, jedoch im Off zelebriert, so dass der Zuschauer oftmals nur das Ergebnis der kranken Handlungen zu Gesicht bekommt. Dem vorliegenden HOME SWEET HOME schadet diese Prämisse jedoch keineswegs, wirkt der Film gerade aufgrund seiner durchweg wortkargen und sachlich protokollierten Inszenierung erstaunlich hart und lässt natürlich gegen Ende noch soviel Lebenssaft fließen, dass zumindest der Gorehound zufriedengestellt werden kann. Leider trüben einige altbackene Klischees wie so oft den durchweg positiven Gesamteindruck. So mag man als Zuschauer schon wieder rein gar nicht verstehen wollen, warum der Handyempfang ausgerechnet in solchen Situationen wie diesen auszufallen beginnt und die Protagonisten teilweise vollkommen unüberlegt handeln. Zudem wirkt die letztendliche Auflösung des gesamten Spuks etwas arg reißerisch und ziemlich makaber, was aber dennoch kein Grund sein sollte, HOME SWEET HOME zu verschmähen.
 
DAVID MORLETS englischsprachiges Debüt ist erstaunlich kompromissloser Erwachsenen-Horror, der souverän inszeniert wurde und teilweise schon deutlich professioneller und polierter daherkommt, als sein Erstlingswerk MUTANTS. Der Genre-Freund darf sich überraschen lassen, was MORLET als nächstes aus dem Hut zaubern wird. Dass er ein sicheres Händchen in der Umsetzung spannender Schocker besitzt, beweist er mit HOME SWEET HOME eindrucksvoll. Der Film ist zwar kein Meisterwerk, hebt sich im Vergleich zu all den austauschbaren Filmchen der letzten Zeit aber allemal positiv ab.
 
 
 


 
 
 

Home Sweet Home – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Schockintensiver Home-Invasion-Thriller für nervenstarke Filmfreunde. DAVID MORLETS englischsprachiges Debüt ist ein ziemlich schmerzhafter Horrorfilm geworden, der den Vergleich zu ähnlich gestrickter Terrorware nicht scheuen braucht.
 
 
 


 
 
 

HOME SWEET HOME – Zensur

 
 
 
Zwar sind die hier bebilderten Gewaltszenen durchaus hart anzuschauen. Dennoch schwenkt die Kamera wohlwollend in den entscheidenden Momenten weg, so dass dem Zuschauer allzu grausame Szenen erspart bleiben, was aber nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass der Film dadurch weniger schroff wirkt. Es gibt immer noch genügend Gewaltakte, was begründet, warum der Film in seiner ungeschnittenen Fassung seitens der FSK mit der KJ-Kennzeichnung eingestuft wurde.
 
 
 


 
 
 

HOME SWEET HOME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Home-Sweet-Home-2013-Blu-ray-Cover
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Home Sweet Home; Frankreich/Kanada 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Schwarze Amaray mit Wendecover

Extras: Detscher Trailer, Trailershow mit zehn Trailern aus dem Katalog des Anbieters (alle in dt. Sprache)

 
 
 
Anbieter MAD DIMENSION erweitert die Reihe an Horrorveröffentlichungen um HOME SWEET HOME, wobei für den Filmfreund erfreulich sein dürfte, dass es der Film ungeschnitten durch die FSK geschafft hat. Die optische Präsentation des Einlegers orientiert sich an der Gestaltung der übrigen Titel des Hauses und macht sich zusammen mit dem edlen, schwarzen Keep Case hervorragend im Sammlerregal. Nach dem Einlegen der Blu-ray geht es direkt in ein Hauptmenü. Das ist zwar nicht wirklich schön, erfüllt aber seinen Zweck. Neben einer deutschen Tonspur hat der Zuschauer die Möglichkeit den Streifen auch in Englisch zu sehen. Bei der deutschen Synchronisation wird man jedoch schnell feststellen, dass hier etwas wenig Herzblut investiert wurde, denn die Übersetzung ist etwas unglücklich ausgefallen. Zwar sind hier keine Laien am Werk, trotzdem mag man partout nicht das Gefühl loswerden wollen, dass die Sychronstimmen irgendwie nicht wirklich zu den Darstellern passen möchten. Da im Film ohnehin kaum gesprochen wird und die Sprecher ihre Arbeit dennoch gut meistern, ist dieses kleine Manko aber zu verschmerzen. Tonal gibt es an der DTS-HD MA 5.1-Abmischung nichts zu meckern und auch beim Bild wird dem Horrorfan ein hochwertiger Transfer geboten. Das Bild überzeugt durch gute Schärfe und die vorwiegend erdigen und farblos-düsteren Bilder unterstreichen die arg unangenehme Atmosphäre des grausigen Geschehens optimal. Bei den Extras ist jedoch mal wieder Flaute. Mangelnde Extras gehören vermutlich bei Veröffentlichungen aus dem Hause MAD DIMENSION zum Standard, denn auch die bisherigen Blu-rays des Anbieters besaßen bisher kaum Bonusmaterial. Bis auf den Trailer in deutscher Sprache und eine Trailershow mit zehn Werbefilmchen weiterer Streifen von MAD DIMENSION hat es nichts Nennenswertes auf die Scheibe geschafft. Im Falle von HOME SWEET HOME ist das etwas schade, da es sich schließlich hier um einen Streifen der neuen, jungen französischen Horrorgarde handelt, die mit HIGH TENSION, MARTYRS und MUTANTS den etwas deftigeren Horror zurück in die europäischen Lichtspielhäuser gebracht hat. Auch wenn es noch nicht einmal optionale Untertitel für gehörlose Zuschauer (und die, die sich gern Filme im Original anschauen) gibt, mildert immerhin ein Wechselcover ohne FSK-Flatschen den Ärger des Filmfreundes.
 
 
 

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HOME SWEET HOME – Trailer

 
 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: „The Aggression Scale“ (2012)

the aggression scale
 
 
 

The Aggression Scale

Story

 
 
 
Vater „Bill Ruthledge“ (Boyd Kestner) zieht es zusammen mit den Kindern „Lauren“ (Fabianne Therese) und „Owen“ (Ryan Hartwig), sowie seiner Ehefrau zurück auf Land. Der Umzug verlief überraschend zügig, sodass die Kinder ziemlich verstört wirken, als sie plötzlich ihre neuen Zimmer beziehen sollen. Am nächsten Morgen erhalten die Ruthledge´s unwillkommenen Besuch. Es ist nicht die erhoffte Maklerin, die sich selbst kurzum zum Frühstück eingeladen hat, sondern der Auftragskiller „Hand Lloyd“ (Dana Ashbrook), der zusammen mit seiner Bande, die halbe Million Dollar zurückfordert, die Vater „Bill“ einem geldgierigen Mafiaboss gestohlen haben soll. In erwartungsvoller Freude den Auftrag kurz und schmerzlos abhandeln zu können, haben die Schergen nicht mit der Cleverness des kleinen, wortkargen „Owen“ gerechnet. Denn nachdem das Killerpack die Eltern der Kinder über den Jordan gemeuchelt haben, stellen sie alsbald fest, dass mit dem scheinbar eingeschüchterten Jungen irgendetwas nicht zu stimmen scheint.
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Kritik

 
 
 
Man stelle sich vor, eine Bande skrupelloser und mordgieriger Schwerstkrimineller klopft des morgens an die Haustür einer gutbürgerlichen und friedliebenden Familie, um sich von selbiger einige unterschlagene Dollars zurückzuerbeuten. Flink dürfte der interessierte Horrorfilmfan einen weiteren uninspirierten Folter- und Terrorstreifen erwarten, der die Opfer abermals durch eine gewalttätige Achterbahn des Schreckens jagt, nur damit selbige am Ende mittels explizit-ausgewalzten Racheakt Vergeltung an ihren Peinigern üben dürfen, um der Erwartungshaltung des Gore-Freunde halbwegs gerecht werden zu können. Blickt man in der Geschichte des „Home Invasion„-Genre zurück, so haben die Opfer in diesen Filmen vermutlich schon allerlei Scheußlichkeiten erdulden müssen, um das eigene Leben oder das der Familienangehörigen zu schützen. Auch der vorliegende Beitrag „The Aggression Scale“ macht keinen Hehl daraus, was er eigentlich sein will. Schnell beginnt sich der Grundton des Films zu verändern und die obligatorischen „Home Invasion„-Klischees beginnen eine merklich unwohlige Stimmung zu verbreiten. Doch anstatt das Geschehen in den perfiden Abartigkeiten dieses Subgenres zu ertränken und erneut die altbekannten Regeln des „Home Invasion„-Genres abzuhaken, schlägt „The Aggression Scale“ eine gänzlich andere Kerbe ein. Aus dem vermeintlich unangenehmen Psycho-Thriller entwickelt sich ein ziemlich zynisches Stück Zelluloid aus dem kurzum die Jäger zu Gejagten umfunktioniert werden. Am Besten lässt sich die Geschichte rund um „Steven C. Millers“ vorliegenden Kracher als eine recht kurzweilige Mischung aus „Kevin allein zu Haus„, „Rambo“ und „MacGyver“ betiteln, denn der minderjährige Sohn jener Familie, entpuppt sich kurzum als wandelnde Killermaschine, die auf recht gerissene Art und Weise dem Verbrecherpack das Handwerk zu legen weiß. Hierbei entwickelt sich das wortkarge Kerlchen als überaus erfinderisch und zäh, was diesem Thriller einen ordentlichen Unterhaltungswert beschert und ihn von der grauen Masse an ähnlichen Produktionen positiv abhebt. Regisseur „Steven C. Miller“ hat es mit seinem aktuellen Beitrag endlich geschafft, einen durchweg sehenswerten und vor allem spannenden Genre-Beitrag abzuliefern. Mit seinem enttäuschenden Splatter-Remake „Silent Night“ (2012) und dem arg durchwachsenen „Scream of the Banshee“ (2011) hatte er zuletzt weniger durch Qualität, als vielmehr durch lieblosen Trash auf sich aufmerksam gemacht. Umso mehr verwundert es, dass der vorliegende „The Aggression Scale“ mit einer beachtlich-skurrilen Leichtigkeit daherkommt, die den Zuschauer überraschend schnell in ihren Bann zu ziehen weiß. Das Finale ist rasch erreicht und eh sich der Zuschauer versieht, flimmern auch bereits die Endcredits über den Bildschirm. Kurzweiligkeit ist definitiv garantiert und so kann sie der Horrorfilmfreund einmal mehr auf einen recht gelungenen Genre-Beitrag erfreuen, der aus der breiten Massen mieser Thriller-Filmkost der letzten Monate positiv hervorsticht.
 
 
 
Nach arg durchwachsenen Filmwerken hat es der motivierte Jungregisseur „Steven C. Miller“ mit seinem vorliegenden „The Agression Scale“ endlich geschafft den Nerv der Fans des bösen und gemeinen Films zu treffen. Auch wenn die Geschichte relativ schwermütig und behäbig beginnt und einen weiteren idiotischen Terrorfilm suggeriert, so sollten interessierte Filmfreunde noch ein wenig durchhalten. Denn nach dem obligatorischen Einleitungsgeplänkel, geht die Post gehörig ab. Das mag vor allem an der arg einfallsreichen Wendung liegen, die dem Zuschauer hier voller Sarkasmus serviert wird. Der unangenehme „Home Invasion„-Thriller mutiert rasch zu einer bitterbösen und ziemlich zynischen Survival Trip und birgt so manche Überraschungen. Aus dem anfänglich taffen Gangstergesindel entwickeln sich alsbald minderbemittelte Angsthasen, die sich von einem pubertierenden Jungen gehörig auf der Nase umhertanzen lassen. Parallelen zum „Mccully Kalkin„-Klassiker „Kevin allein zu Hause“ sind unübersehbar, nur dass die hier vorliegende Variante weniger familienfreundlich daherkommt und mit einigen deftigen Gewaltakten überzeugt. Der erfrischenden Szenarie bekommt das muntere Katz- und Mausspiel erheblich gut und so sieht man gern über einige Logikhänger in der Handlung hinweg. „The Aggression Scale“ macht Spaß, keine Frage und bereichert das Horror-Genre ungemein. Bitte mehr davon!
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Eine wahrlich homogene Symbiose aus „Kevin allein zu Hause“ und „Rambo“ – Zynische, blutig und bitterböse!
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Zensur

 
 
 
Der Film ist in Deutschland ungeschnitten mit „keine Jugendfreigabe„-Kennzeichnung erhältlich
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Deutsche Blu-ray

 
 
 
AGGRESSION SCALE_BD
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Aggression Scale; USA 2011

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Engl. DTS HD Master Audio 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 1:2.35

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making Of, Trailer – leider gänzlich ohne UT

 
 
 
Die Deutsche Blu-ray macht einen hervorragenden Eindruck und wird direkt über „Sunfilm“ vertrieben – natürlich ungeschnitten. Neben einem minimalistisch, aber ansprechenden Menü, darf der Filmfreund ein durchaus sauberes und scharfes Bild genießen. Auch der Ton besitzt hin und wieder seine Momente und ist stets präsent. Ein kleines informatives Making of (übrigens in HD!), sowie der Trailer zum Film und zu weiteren kommenden Highlights aus dem Hause „Sunfilm“ runden diese kleine, sehenswerte Veröffentlichung ab.
 
 

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The Aggression Scale – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
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