Filmreview: „Confine“ (2013)

confine 2012
 
 
 

CONFINE

Story

 
 
 
Ein Unglück kommt selten allein. Nach einem schweren Autounfall ist Ex-Model Pippa (Daisy Lowe) gar nicht mehr so hübsch, wie einst auf all denn schönen Hochglanzcovern der Modezeitschriften. Und als ob das nicht schon Bestrafung für Pippa genug wäre, bekommt die verängstigte Frau auch noch ungebetenen Besuch von einer adretten Gangsterbraut, die sich als waschechte Psychopathin entpuppt …
 
 
 


 
 
 

CONFINE – Kritik

 
 
 
Das Böse muss nicht immer nur widerwärtig, dreckig und düster aussehen. Manchmal kann die Bedrohung auch in Gestalt einer echten Schönheit in Erscheinung treten, die dann ebenso fies zur Tat schreiten kann, wie ihre männlichen Killer-Kollegen. Während 2007 eine Hochschwangere im französischen INSIDE von einer mysteriösen Fremden in den eigenen vier Wänden terrorisiert wurde, schwimmt der Home-Invasion-Thriller CONFINE auf ähnlicher Welle. Zwar erwartet Opfer Pippa keinen Nachwuchs, hat aber dafür mit einem anderen Handicap zu kämpfen, das es der gewaltbereiten Einbrecherin Kayleigh leicht macht, ihre Geisel gefügig zu machen. Die hat nämlich nur nicht panische Angst, vor der Welt jenseits ihrer Haustür, sondern auch sonst mit allerlei Neurosen und Ängsten zu kämpfen, denen sie einzig durch Hyperventilieren in eine Papiertüte entgehen kann. Der Brite TOBIAS TOBBELL zeichnet für diesen Wohnungs-Terror verantwortlich, hat hier nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben. Trotz kaum vorhandenen Budgets konnte er für die Hauptrolle der leidtragenden Pippa das bekannte Model DAISY LOWE gewinnen, die zwar schon ab und an TV-Luft schnuppern konnte, aber in CONFINE ihre erste eigene Hauptrolle übernahm. Für diese erweist sich LOWE als durchweg gelungene Wahl, wobei ihr das etwas haarsträubende Drehbuch kaum die Möglichkeit bietet, nachhaltigen Eindruck bei Zuschauern und Kritikern zu hinterlassen. Dass LOWE was kann, ist unumstritten. Den großen Sprung nach oben ist ihr jedoch mit CONFINE nicht gelungen.
 
Im Thriller CONFINE lag Model Pippa (DAISY LOWE) der Erfolg einst zu Füssen. Sie war schön, reich und begehrenswert – konnte sich vor männlichen Verehren kaum retten. Das war einmal, denn die Zeiten haben sich geändert. Ein schweren Unfall hat sie nicht nur körperlich gezeichnet; auch psychisch leidet die einst erfolgreiche Geschäftsfrau unter den Folgen des Schicksalsschlags. Seit vier Jahren hat sie ihr kleines Apartment im Herzen Londons nicht mehr verlassen. Da ihre familiären Beziehungen belastet sind, sucht sie Trost bei Freunden im Internet. Neurosen und Ängste begleiten ihr tägliches Dasein, bis die aufgedrehte Kayleigh (ELIZA BENNETT) in ihr Leben tritt und ihr geordnetes Leben aus den Bahnen wirft. Die sucht nämlich dringend nach einem geheimen Unterschlupf, um sich nach einem gescheiterten Raubüberfall vor der Polizei zu verstecken. Sie bricht in die Wohnung Pippas ein und scheint etwas verdutzt, als sie dort auf die vollkommen verängstigte Bewohnerin trifft. Schnell sieht sich das Ex-Modell geknebelt und ans Bett gefesselt, wobei sich der dreiste Eindringling rasch als gemeingefährliche Psychopathin entpuppt und mit ihren Machtspielchen eine Kette von Ereignissen entfacht.
 
Das größte Problem in CONFINE heißt fehlende Glaubwürdigkeit. Sicherlich handelt es sich hier um einen Horrorfilm und sicher sollte man gerade im phantastischen Genre von Logik und Sinn Abstand halten. Was uns jedoch Filmemacher TOBBELL hier lauwarm aufzuköcheln versucht, ist schon etwas arg skurril, zumal sich seine eindimensionalen Figuren nicht nur künstlich sondern auch vollkommen willkürlich verhalten. Das beginnt bereits bei kleinen Rangeleien zwischen Pippa und Kayleigh, die in ihrer vehementen Unbeholfenheit offensichtlich nach Choreografie schreien. Zudem hat die kleine Geschichte ab Filmmitte mit fast schon beschämenden Zufällen und überraschenden Wendungen zu kämpfen, die vermutlich ambitioniert gemeint sind, aber nicht wirklich Sinn ergeben wollen. Außerdem will man die Handlungen der beiden Frauen partout nicht verstehen. Vor allem Kayleigh verhält sich selten nachvollziehbar, wobei irgendwie nicht ersichtlich wird, welches Problem die schmucke Dame denn nun hat. Einerseits verschanzt sie sich in Pippas Wohnung in der Hoffnung von der Polizei nicht entdeckt zu werden. Andererseits poltert sie mit ihren halbgaren Folterspielen lautstark durch die Szenerie und provoziert mit ihrem unbedachten Handeln das Interesse von Nachbarn und Polizei. Schnell geraten die überzogenen Machtspielchen der adretten Blondine aus den Fugen und lassen das neunmalkluge Gör ganz schön doof aus der Wäsche schauen. Damit es nicht allzu langweilig wird, wird in CONFINE ein wenig gefoltert. Warum sich Regisseur TOBBELL für das Grobe entscheidet, mag vermutlich nur er selbst wissen. Fakt ist, dass das irgendwie so rein gar nicht in den Film passen will und aus heiterem Himmel passiert. Wer jedoch glaubt, dass die wenigen „bösen“ Szenen blutig zelebriert werden, der irrt. Da wird etwas in „Hand-Maniküre“ vorgenommen – das war´s. Wirklich förderlich ist es der Handlung nicht – hätte demnach auch unter den Teppich gekehrt werden können. Technisch ist CONFINE über jeden Zweifel erhaben. Kameramann EBEN BOLTER ist es zu verdanken, dass dieses britische Terrorwerk nicht ganz den Bach hinabrauscht. Ihm gelingt es mit geschickten Kamerawinkeln und Schnitten, dass der Thriller trotz beschränktem Handlungsort nie langweilig wird und hochwertiger ausschaut, als er eigentlich ist. Trotz unlogischer Schnitzer flimmert der Abspann ganz unerwartet nach bereits 80 Minuten über den Bildschirm. Zwar hebt sich CONFINE mittels Zicken-Fight erfrischend von üblicher Haus-Terror-Ware ab; das Oscar-verdächtige Meisterwerk ist TOBBELL mit seinem ersten Genrefilm jedoch nicht gelungen.
 
 
 


 
 
 

CONFINE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
In CONFINE wird dem Zuschauer die wohl sexieste Filmpsychopathin der Filmgeschichte geboten. Trotzdem kann ELIZA BENNETT in ihrer Rolle als unfreiwilligen Killerin nicht verhindern, dass CONFINE ganz schön einfältiger Dummfug ist und mit vielen Logiklücken zu kämpfen hat. Wer jedoch mit der nur selten glaubwürdigen Geschichte leben kann, dürfte hier spannend unterhalten werden. Denn sieht man einmal von den genannten Unzulänglichkeiten ab, erweist sich CONFINE als einer der klaustrophobischsten und fiesesten Terrorflicks der letzten Jahre.
 
 
 


 
 
 

CONFINE – Zensur

 
 
 
Was mit Folterrei angepriesen wird, muss nicht zwangsläufig in derben Gematsche ausarten. CONFINE ist keiner dieser unterträglichen Terror-Schocker, wo exploitationhaft vergewaltigt und gemeuchelt wird. Der Film kommt nahezu ohne Gewalt aus, was aber nicht bedeutet, dass hier nicht auch etwas Lebenssaft fließt. Die Grausamkeiten halten sich jedoch in Grenzen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass CONFINE in Deutschland ungeschnitten ab 16 Jahren erscheinen wird.
 
 
 


 
 
 

CONFINE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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Penthouse North 2013
 
 
 

DAS PENTHOUSE – GEFANGEN IN DER DUNKELHEIT

Story

 
 
 
Die ehemalige Fotojournalistin Sarah (Michelle Monaghan) hat bei einem Auslandseinsatz ihr Augenlicht verloren. Drei Jahre später wird sie in ihrem Apartment von zwei Unbekannten terrorisiert. Die wollen das Geld und einige Diamanten zurück, die Sarahs Freund Ryan (Andrew W. Walker) unterschlagen haben soll. Dumm nur, dass sie rein gar nichts vom finsteren Doppelleben des Partners weiß, womit sie den Eindringlingen weiterhelfen zu können. Ein Spiel um Leben und Tod beginnt …
 
 
 


 
 
 

DAS PENTHOUSE – Kritik

 
 
 
Regisseur JOSEPH RUBEN (DER FEIND IN MEINEM BETT, DAS ZWEITE GESICHT, MONEYTRAIN) mag zwar nicht zu den gefragtesten Filmemachern Hollywoods gehören; dennoch gilt er als sicherer Handwerker und konnte mit seinen Filmen schon einige Erfolge verbuchen. Interessanterweise hat sich RUBEN bisher meist für das Realisieren hochkarätig besetzter Thriller entschieden, wobei der berüchtigte STEPFATHER (1987) wohl zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört. Ihm wurde 2009 sogar ein glattpoliertes aber seelenloses Remake spendiert. Hochkarätigen Stars wie, manchmal ein Who-Is-Who, tummelte sich vor seiner Linse. So inszenierte er Filme mit bekannten Gesichtern wie JENNIFER LOPEZ, JULIANNE MOORE, JULIA ROBERTS, WESLEY SNIPES und WOODY HARRELSON, die er durch schweißtreibende Szenarien hetzte und den Studiobossen so die Konten füllte. Auch die berüchtgten Produzentenbrüder WEINSTEIN sahen in RUBEN einen Gewinnbringer, so dass sie den Regisseur nach fast zehnjähriger Kinorente aus der Versenkung holten und ihm einen weiteren Thriller auf den Leib schneiderten. Wie in vergangenen Zeiten stellten sie ihm prominente Unterstützung zur Seite. Im Altstar MICHAEL KEATON sahen sie den geeigneten Hauptdarsteller für DAS PENTHOUSE (der im Original eigentlich PENTHOUSE NORTH heißt), in welchem er einen Bösewicht mimt, der mit allen Wassern gewaschen ist.
 
KEATON übernimmt in DAS PENTHOUSE die Rolle des Fieslings Hollander, der sich mit seinem Komplizen Zutritt zum Apartment der blinden Sarah (MICHELLE MONAGHAN) verschafft und kurzum deren Freund Ryan (Andrew W. Walker) tötet. Als die ahnungslose Sarah nach Hause kommt und vor vollendete Tatsachen gestellt wird, wird sie mit der düsteren Vergangenheit ihres toten Freundes konfrontiert. Der hat seine Freundin nicht nur dreist hinter das Licht geführt, sondern auch einige Diamanten und reichlich Geld unterschlagen, um ein sorgenfreies Leben genießen zu können. In der Hoffnung, die gestohlene Beute schnell wiederzufinden, wird Sarah fortan von den beiden Unbekannten terrorisiert, was sich in seiner Gesamtheit als durchaus fieses Home-Invasion-Kino entpuppt. Ließen ähnliche Vertreter (KIDNAPPED, THE STRANGERS, INSIDE) zuletzt durch fast unerträglichen Blutgehalt und schonungslose Kompromisslosigkeit von sich hören, ist das Tempo von DAS PENTHOUSE zaghafter. Hier wird nicht der Schaufreudigkeit wegen geschlitzt, vergewaltigt und gequält – zweifelhafte Exploitation ist hier Mangelware! Stattdessen belehrt JOSEPH RUBEN den Zuschauer eines Besseren und beweist, dass ein Terrorfilm auch ohne Blutvergießen auskommen kann.
 
DAS PENTHOUSE ist Suspense in Reinform, wobei RUBEN weniger auf raffinierte Wendungen setzt, als vielmehr einen geradlinigen Thriller inszeniert, der ohne Überraschungen auskommt. Bereits der (zu viel verratende) Trailer lässt erahnen, was dem Zuschauer erwarten wird. Hier gibt es satte 80 Minuten schnörkelfreien Thrill zu begutachten, der trotz seiner Banalität spannungsreich unterhält. Das kleine Kammerspiel ist straff durchdacht und bietet kaum Zeit zu verschnaufen. Protagonistin Sarah erweist sich hierbei zwar als Charakter mit Handicap, schafft es trotz Extremsituation einen kühlen Kopf zu bewahren. Trotz Trauma zerfließt sie nicht in Selbstmitleid, sondern handelt souverän und bedacht, was man vermutlich von einem Film dieser Sparte wohl kaum gedacht hätte. DAS PENTHOUSE beweist einmal mehr, dass selbst das schwächste Script zu kurzweiliger Kinounterhaltung werden kann – vorausgesetzt man bestückt die dünne Geschichte mit erfahrenen Schauspielern, die vorhandene Unzulänglichkeiten des Drehbuchs geschickt kaschieren können. Hauptdarsteller KEATON ist hierbei eine großartige Hilfe. Auch wenn er bisher nur im düsteren DESPERATE MEASURES (1998) als Schurke zu sehen war und sonst lieber die Heldenrollen spielt, schafft er es in DAS PENTHOUSE einen merklich hinterlistigen Killer zu mimen, der ganz schnell vergessen lässt, dass dieser Film eigentlich nur selten über TV-Niveau hinausreicht. Auch wenn dieser Thriller nichts wirklich Neues bieten will und alle Beteiligten unter dem arg ideenlosen Drehbuch leiden, so sollte man dennoch einen Blick in das DAS PENTHOUSE wagen. Für einen verregneten Sonntagabend ist dieser Home-Invasion-Beitrag die optimale Empfehlung!
 
 
 


 
 
 

DAS PENTHOUSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Altstar versucht sich noch einmal als Bösewicht. DAS PENTHOUSE ist ein schnörkelloser und spannungsreicher Thriller, der für Herzklopfen sorgen wird. Dank erfahrener Schauspieler und straffer Inszenierung erwarten den Zuschauer hier rund 80 Minuten klassische Home-Invasion-Unterhaltung – Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
 
 
 


 
 
 

DAS PENTHOUSE – Zensur

 
 
 
DAS PENTHOUSE verhält sich eher züchtig. Hier wird eher Wert auf Suspense und Thrill gelegt. Es gibt zwar wenige Gewaltszenen, diese haben aber die FSK nicht darin gehindert, den vorliegenden Home-Invasion-Beitrag auch für Jugendliche zugänglich zu machen. DAS PENTHOUSE ist frei ab 16 Jahren erhältlich.
 
 
 


 
 
 

DAS PENTHOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Das-Penthouse-Gefangen-in-der-Dunkelheit-Blu-ray

(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Penthouse North; USA 2013

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Making of (10 Minuten, HD, keine UT), deutscher Trailer zum Film (2 Minuten, HD), BD Live-Zugang, sieben weitere Trailer aus dem Programm von UNIVERSUM FILM (alle HD)

Release-Termin: 29.11.2013

 
 
 
Während der Film für die Heimkinoumsetzung in der Schweiz sogar seinen ursprünglichen Titel beibehalten durfte, kommt der ursprünglich betitelte PENTHOUSE NORTH in Deutschland unter dem neuen Namen DAS PENTHOUSE – GEFANGEN IN DER DUNKELHEIT ohne Kinoauswertung in den Handel. Wie es bei Blu-rays aus dem Hause UNIVERSUM FILM üblich ist, machen den Anfang einige Pflichttrailer aus dem Katalog des Labels. So flimmern Werbefilmchen von THE CALL, OLYMPUS HAS FALLEN und CRUSH über die Mattscheibe – synchronisiert und hochauflösend versteht sich. Danach geht es auch gleich in ein simples aber wirklich schön gestaltetes Menü, was ja in BD-Zeiten nicht immer selbstverständlich ist, werden doch hin und wieder Kunden mit lieblosen Standmenüs abgespeist. Leider ist dort bei den Extras Flaute. Neben einem wirklich knappen Making of (gerade einmal 11 Minuten, HD) gibt es noch den Trailer in Deutsch (rund 2 Minuten, Deutsch, HD) und einen BD-Live-Zugang (Internet vorausgesetzt) – das war es. Zudem ist ärgerlich, dass man sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, das wirklich kurze Hinter-den-Kulissen-Feature deutsch zu untertiteln. Eine umfangreiche Trailershow mit sieben Titeln aus dem aktuellen Programm von UNIVERSUM FILM schließen den Extrasektor ab. Für einen derart kommerziellen Streifen etwas sehr wenig. Immerhin ist die technische Ausstattung erstaunlich gut geworden. Das Bild bietet eine gute Detailschärfe sowie hervorragenden Kontrast. Die Synchronisation ist sehr gut geworden und auch der Ton wurde angenehm abgeschmischt, so dass immer wieder eine angenehme Räumlichkeit zu verzeichnen ist, wenn der Score durch die Boxen schallt. Das obligatorische Wendecover ohne FSK-Zeichen gibt selbstverständlich für Sammler dazu. Auf Untertitel für den Hauptfilm muss dagegen verzichtet werden. DAS PENTHOUSE – GEFANGEN IN DER DUNKELHEIT ist mit Sicherheit kein Must-See-Titel, wer aber eine Vorliebe für prominent besetzte Thriller besitzt kann bedenkenlos zuschlagen. Die Blu-ray zumindest gefällt durch gutes Bild und angenehmen Ton.
 
 
 

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DAS PENTHOUSE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
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The Aggression Scale (2012)

Kidnapped (2010)

Filmreview: „The Aggression Scale“ (2012)

the aggression scale
 
 
 

The Aggression Scale

Story

 
 
 
Vater „Bill Ruthledge“ (Boyd Kestner) zieht es zusammen mit den Kindern „Lauren“ (Fabianne Therese) und „Owen“ (Ryan Hartwig), sowie seiner Ehefrau zurück auf Land. Der Umzug verlief überraschend zügig, sodass die Kinder ziemlich verstört wirken, als sie plötzlich ihre neuen Zimmer beziehen sollen. Am nächsten Morgen erhalten die Ruthledge´s unwillkommenen Besuch. Es ist nicht die erhoffte Maklerin, die sich selbst kurzum zum Frühstück eingeladen hat, sondern der Auftragskiller „Hand Lloyd“ (Dana Ashbrook), der zusammen mit seiner Bande, die halbe Million Dollar zurückfordert, die Vater „Bill“ einem geldgierigen Mafiaboss gestohlen haben soll. In erwartungsvoller Freude den Auftrag kurz und schmerzlos abhandeln zu können, haben die Schergen nicht mit der Cleverness des kleinen, wortkargen „Owen“ gerechnet. Denn nachdem das Killerpack die Eltern der Kinder über den Jordan gemeuchelt haben, stellen sie alsbald fest, dass mit dem scheinbar eingeschüchterten Jungen irgendetwas nicht zu stimmen scheint.
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Kritik

 
 
 
Man stelle sich vor, eine Bande skrupelloser und mordgieriger Schwerstkrimineller klopft des morgens an die Haustür einer gutbürgerlichen und friedliebenden Familie, um sich von selbiger einige unterschlagene Dollars zurückzuerbeuten. Flink dürfte der interessierte Horrorfilmfan einen weiteren uninspirierten Folter- und Terrorstreifen erwarten, der die Opfer abermals durch eine gewalttätige Achterbahn des Schreckens jagt, nur damit selbige am Ende mittels explizit-ausgewalzten Racheakt Vergeltung an ihren Peinigern üben dürfen, um der Erwartungshaltung des Gore-Freunde halbwegs gerecht werden zu können. Blickt man in der Geschichte des „Home Invasion„-Genre zurück, so haben die Opfer in diesen Filmen vermutlich schon allerlei Scheußlichkeiten erdulden müssen, um das eigene Leben oder das der Familienangehörigen zu schützen. Auch der vorliegende Beitrag „The Aggression Scale“ macht keinen Hehl daraus, was er eigentlich sein will. Schnell beginnt sich der Grundton des Films zu verändern und die obligatorischen „Home Invasion„-Klischees beginnen eine merklich unwohlige Stimmung zu verbreiten. Doch anstatt das Geschehen in den perfiden Abartigkeiten dieses Subgenres zu ertränken und erneut die altbekannten Regeln des „Home Invasion„-Genres abzuhaken, schlägt „The Aggression Scale“ eine gänzlich andere Kerbe ein. Aus dem vermeintlich unangenehmen Psycho-Thriller entwickelt sich ein ziemlich zynisches Stück Zelluloid aus dem kurzum die Jäger zu Gejagten umfunktioniert werden. Am Besten lässt sich die Geschichte rund um „Steven C. Millers“ vorliegenden Kracher als eine recht kurzweilige Mischung aus „Kevin allein zu Haus„, „Rambo“ und „MacGyver“ betiteln, denn der minderjährige Sohn jener Familie, entpuppt sich kurzum als wandelnde Killermaschine, die auf recht gerissene Art und Weise dem Verbrecherpack das Handwerk zu legen weiß. Hierbei entwickelt sich das wortkarge Kerlchen als überaus erfinderisch und zäh, was diesem Thriller einen ordentlichen Unterhaltungswert beschert und ihn von der grauen Masse an ähnlichen Produktionen positiv abhebt. Regisseur „Steven C. Miller“ hat es mit seinem aktuellen Beitrag endlich geschafft, einen durchweg sehenswerten und vor allem spannenden Genre-Beitrag abzuliefern. Mit seinem enttäuschenden Splatter-Remake „Silent Night“ (2012) und dem arg durchwachsenen „Scream of the Banshee“ (2011) hatte er zuletzt weniger durch Qualität, als vielmehr durch lieblosen Trash auf sich aufmerksam gemacht. Umso mehr verwundert es, dass der vorliegende „The Aggression Scale“ mit einer beachtlich-skurrilen Leichtigkeit daherkommt, die den Zuschauer überraschend schnell in ihren Bann zu ziehen weiß. Das Finale ist rasch erreicht und eh sich der Zuschauer versieht, flimmern auch bereits die Endcredits über den Bildschirm. Kurzweiligkeit ist definitiv garantiert und so kann sie der Horrorfilmfreund einmal mehr auf einen recht gelungenen Genre-Beitrag erfreuen, der aus der breiten Massen mieser Thriller-Filmkost der letzten Monate positiv hervorsticht.
 
 
 
Nach arg durchwachsenen Filmwerken hat es der motivierte Jungregisseur „Steven C. Miller“ mit seinem vorliegenden „The Agression Scale“ endlich geschafft den Nerv der Fans des bösen und gemeinen Films zu treffen. Auch wenn die Geschichte relativ schwermütig und behäbig beginnt und einen weiteren idiotischen Terrorfilm suggeriert, so sollten interessierte Filmfreunde noch ein wenig durchhalten. Denn nach dem obligatorischen Einleitungsgeplänkel, geht die Post gehörig ab. Das mag vor allem an der arg einfallsreichen Wendung liegen, die dem Zuschauer hier voller Sarkasmus serviert wird. Der unangenehme „Home Invasion„-Thriller mutiert rasch zu einer bitterbösen und ziemlich zynischen Survival Trip und birgt so manche Überraschungen. Aus dem anfänglich taffen Gangstergesindel entwickeln sich alsbald minderbemittelte Angsthasen, die sich von einem pubertierenden Jungen gehörig auf der Nase umhertanzen lassen. Parallelen zum „Mccully Kalkin„-Klassiker „Kevin allein zu Hause“ sind unübersehbar, nur dass die hier vorliegende Variante weniger familienfreundlich daherkommt und mit einigen deftigen Gewaltakten überzeugt. Der erfrischenden Szenarie bekommt das muntere Katz- und Mausspiel erheblich gut und so sieht man gern über einige Logikhänger in der Handlung hinweg. „The Aggression Scale“ macht Spaß, keine Frage und bereichert das Horror-Genre ungemein. Bitte mehr davon!
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Eine wahrlich homogene Symbiose aus „Kevin allein zu Hause“ und „Rambo“ – Zynische, blutig und bitterböse!
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Zensur

 
 
 
Der Film ist in Deutschland ungeschnitten mit „keine Jugendfreigabe„-Kennzeichnung erhältlich
 
 
 


 
 
 

The Aggression Scale – Deutsche Blu-ray

 
 
 
AGGRESSION SCALE_BD
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Aggression Scale; USA 2011

Genre: Horror/Thriller

Ton: Deutsch + Engl. DTS HD Master Audio 7.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1080p/24, 1:2.35

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making Of, Trailer – leider gänzlich ohne UT

 
 
 
Die Deutsche Blu-ray macht einen hervorragenden Eindruck und wird direkt über „Sunfilm“ vertrieben – natürlich ungeschnitten. Neben einem minimalistisch, aber ansprechenden Menü, darf der Filmfreund ein durchaus sauberes und scharfes Bild genießen. Auch der Ton besitzt hin und wieder seine Momente und ist stets präsent. Ein kleines informatives Making of (übrigens in HD!), sowie der Trailer zum Film und zu weiteren kommenden Highlights aus dem Hause „Sunfilm“ runden diese kleine, sehenswerte Veröffentlichung ab.
 
 

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The Aggression Scale – Trailer

 
 
 


 
 

Hellraiser80

 
 
 
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