Filmreview: „Bait 3D – Haie im Supermarkt“ (2012)

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BAIT 3D – HAIE IM SUPERMARKT

Story

 
 
 
Was für ein Zufall: Eine riesige Tsunami-Welle überschwemmt eine australische Großstadt und bringt die Besucher eines Supermarktes in eine ausweglose Situation. Nicht nur, dass die Kunden sich mit einigen Kleinkriminellen auseinandersetzen müssen; auch ein Tigerhai wurde mit an Land gespült und macht sich nun in den Räumlichkeiten des Supermarktes an die Arbeit, den unnachgiebigen Hunger nach Menschenfleisch zu stillen. Auch Mädchenschwarm Josh hat allen Grund zur Sorge, denn genau jener Hai hat vor genau einem Jahr einem ihm nahestehenden Menschen auf den Grund des Meeres gezerrt. Was folgt, ist für die Besucher des Einkaufszentrums ein schweißtreibender Kampf um Leben und Tod.
 
 
 


 
 
 

BAIT 3D – Kritik

 
 
 
Die dreidimensionale Filmschmiede ist auch im Jahr 2014 nicht totzukriegen und produziert fleißig ein Filmchen nach dem anderen. Ganz zum Leidwesen des interessierten Filmfreundes, der so langsam den Überblick über die Veröffentlichungen verliert und nicht mehr Spreu vom Weizen trennen kann. Schon lange ist der 3D-Gimmik kein Garant mehr für sehenswertes Kino. Denn es ist schon lange keine Seltenheit mehr, dass profitgierige Filmlabel ihre desaströsen 2D-Werke in lukratives 3D nachkonvertieren, um zumindest auf Nummer sicher gehen zu können, das die Produktionskosten an den Kinokassen wieder eingespielt werden. Vermutlich sind einige der Filmemacher von der miserablen filmischen Qualitäten der eigenen Werke überzeugt, so dass sie mit dem beliebten 3D-Effekt von den inhaltlichen Drehbuch-Schwächen und den unfähigen darstellerischen Leistungen ablenken möchten. Der Filmfreund ist hierbei oftmals der Leidtragende, dem zwar halbwegs passable 3D-Effekte garantiert werden, dennoch miserable Filmware untergejubelt wird. Als krönender Höhepunkt dieser dreisten Maschinerie sei der unterbemittelte 3D-Film SHARK NIGHT 3D aus dem Jahr 2011 genannt. Zwar wurde diese Haifisch-Gurke nicht mittels 3D-Technik nachkonvertiert und punktet mit Real 3D; dennoch handelt es sich hierbei um einen vollkommen desaströsen Filmbeitrag, der trotz der dreidimensionalen Effekte nichts zu bieten hat, was überhaupt Mehrwert verspricht, um den Zuschauer bei Laune halten zu können. Wer nun jedoch glaubt SHARK NIGHT 3D sei bereits der trauriger Tiefpunkt des 3D-Genres gewesen, der irrt. Denn der thematisch ähnlich gestrickte Horrorfilm BAIT 3D toppt die katastrophale, inhaltliche Leere eines SHARK NIGHT 3D um Längen.

Die Ernüchterung beginnt schon wenige Minuten nach Filmstart. Denn nachdem eine riesige Tsunami-Welle einen Haifisch (!) aus den Weiten des Meeres in ein städtisches Einkaufszentrum gespült hat und dieser ein munteres Katz-und-Maus-Spiel mit den Überlebenden des Markes veranstaltet, mag man nicht verstehen, was dem Zuschauer hier an Schwachsinn verkauft wird. Physikalische Gesetze lässt BAIT 3D außer Acht, denn unabhängig von der unglaublichen Ausgangssituation gibt es im Film selbst ein dutzend Ungereimtheiten über deren dilettantisch vorgeheuchelte Glaubwürdigkeit man als Filmfreund nur mit dem Kopf schütteln kann. Da parkt ein Auto in der Tiefgarage – darin zwei Protagonisten, deren IQ niedriger zu sein scheint als die Raumtemperatur des Kinosaales. Als nun das Wasser beginnt in der Parkanlage zu steigen scheren sich die beiden Intelligenzbestien einen Deut darum das Auto zu verlassen. Stattdessen verharren die beiden im Fahrzeug bis es gänzlich vom kühlen Nass umschlossen ist und warten darauf das irgendwas passiert. Unverständlicherweise scheint dies eine gänzlich gute Idee zu sein. Denn im Inneren des Wagens bleibt es kuschelig warm und vor allem schön trocken (!). Und so dürfen die beiden dem Hai interessiert dabei zuschauen, wie selbiger einige erkundungsfreudige Streifzüge um das Auto und durch die Tiefgarage macht. Vermutlich wären die diversen auffällig-groben Schnitzer in der Logik halbwegs verschmerzbar gewesen, würde sich BAIT 3D nicht derart bierernst nehmen. Stattdessen rasselt Regisseur Kimble Rendall die Geschichte routiniert und trocken nach typischen 10-kleine-Negerlein-Konzept herunter und lässt dabei jeglichen Trash-Charme missen. Selbst von unfreiwilliger Komik ist in BAIT 3D kaum etwas zu spüren, was hauptsächlich daran liegen mag, dass Rendalls Haifisch-Thriller zumindest auf technischer Ebene vollends zu überzeugen weiß. Das Setting ist ansprechend. Die kontrastreichen und stylischen Bonbon-Farben zu Beginn des Filmes erinnern unweigerlich an aktuelle Musikvideos, die auf bekannten Musiksendern rauf und runter gespielt werden. Dennoch, trotz hohem technischen Standard will BAIT 3D einfach nicht zünden. Die für Haifisch-Thriller typischen Suspense-Momente bleiben aus – so wirkliche Spannung will zu keiner Minute eintreten. Dabei gibt sich Regisseur Kimble Rendall alle Mühe den Haifisch so bösartig und kaltblütig wie möglich in Aktion treten zu lassen. Er zerfetzt Unterleiber, zerkaut Gliedmaßen und frisst sich regelrecht durch das F/X-Arsenal der Spezialeffekte-Crew. Überhaupt gib sich BAIT 3D überraschend zeigefreudig und erstaunlich blutrünstig. Da treiben abgetrennte Köpfe auf hellblauen Ozeanblau und Hände werden abgesägt, um das Tier auf falsche Fährten locken zu können. Zimperlich gibt sich BAIT 3D zu keiner Minute, was den Streifen zumindest in dieser Hinsicht von den üblichen Vertretern dieses Subgenres positiv abhebt und was vor allem die Splatter-Fans unter den Horrorfilmfreunden zufriedenstellen dürfte.
 
 


 
 
 

BAIT 3D – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
BAIT 3D – HAIE IM SUPERMARKT ist eine intellektuelle Katastrophe. Nichteinmal zwei Kästen Bier würden diesen Film erträglich machen. BAIT 3D – HAIE IM SUPERMARKT ist eine einzige Enttäuschung. Die Produktion befindet sich auf einem technisch hohen Standard und doch vermasselt Regisseur Kimble Rendall (CUT auf dem Jahr 2000 mit Kylie Minogue in einer Nebenrolle) den Versuch, dem Tierhorror-Genres neue Facetten zu verleihen. Das Drehbuch zu BAIT 3D wirkt von Anfang bis Ende unfertig, die wahllosen Segmente des Films beliebig zusammengezimmert. Als Zuschauer hat man nicht nur einmal das zwanghafte Gefühl, als hätten die Autoren einige Ideen gesammelt, diese für gut befunden und wahllos in die Handlung geworfen. Da nützt es letztendlich auch nichts, wenn diese Horrorproduktion zumindest was den Gewaltpegel betrifft auf aktueller Horrorwelle mitschwimmt. Dennoch, eine handvoll gut getrickster Splatter-F/X und hübsch gefilmter Kamerafahrten machen noch lange keinen guten Horrorfilm aus. Und so ersäuft BAIT 3D in einem halbgaren Aufguss aus altbekannten Genre-Regeln, aufdringlicher Unlogik und Protagonisten, deren Handlungsbeweggründe dem normalgeistigen Zuschauer nicht einleuchten wollen.
 
 
 


 
 
 

BAIT 3D – Zensur

 
 
 
Im Film selbst fließt gehörig Blut und Körperteile werden zeigefreudig zerfressen, wobei die Kamera immer nah am Geschehen ist und die Grausamkeiten genaustens dokumentiert. Die ungeschnittene, deutsche Version wurde von der FSK bereits ab 16 Jahren freigegeben, was aufgrund der ziemlich harten Splattereffekte schon doch sehr erstaunt.
 
 
 


 
 
 

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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bait; Australien 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Making of, Interview mit Xavier Samuel, Interview mit Sharni Vinson, Interview mit Phoebe Tonkin, Interview mit Alex Russel, Interview mit Lincoln Lewis, Interview mit Cariba Heine, Interview mit Martin Sacks, Interview mit Adrian Pang, Interview mit Alice Parkinson, Interview mit Qi Yu Wu, Interview mit Kimble Rendall, 3D Trailer

Release-Termin: Erstveröffentlichung: 19.07.2013 / Zweitveröffentlichung im 2-Movie-Pack: 14.11.2014

 

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BAIT 3D – Trailer

 
 


 
 
 

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Filmreview: „2-Headed Shark Attack“ (2012)

 

Ein riesiger mutierter und zweiköpfiger Haifisch befindet sich auf Beutezug.

Auf einer Jacht geht derweil die Sause so richtig ab – einige Jugendliche erhoffen das große Abendteuer. Leider macht der „hyperintelligente“ Meeresbewohner der Truppe einen Strich durch die Rechnung. Mitten im Meer kommt das Schiff zum erliegen, da der zweiköpfige Gegner ein totes „Etwas“ vor die Schiffswand donnert und es sich in der Schiffsschraube verheddert. Da die Jacht zu sinken droht retten sich die Jugendlichen auf eine Insel mitten im Meer. Aber der Fisch, mit dem überirdischen Wissen lässt nicht locker.

 

 

Eine neue Dimension unbeschreiblich deftigen und verstörenden Terrors bahnt sich demnächst seinen Weg in deutsche Heimkinos.

Der Titel des aktuellen „Asylum“ – Machwerkes „ 2 Headed Shark Attack“ dürfte, ohne den Film zuvor überhaupt gesehen zu haben, schon erahnen lassen, was für unaussprechlich dummer Mist erwartungsfreudige Filmzuschauer demnächst gehörig Albtraumreiche Nächte bereiten wird.

Mit seinem Haifilmmurks hat sich das B-Movie-Studio „Asylum“ erneut selbst übertroffen, denn ich habe in meinem bisherigen Leben selten so einen miesen und vollkommen schlechten Film gesehen.

Bereits der erste minderbemittelte digitale Effekt nach gerade einmal 60 (!) Sekunden Filmlaufzeit, lässt grob erahnen wohin das gesamten Produktionsbudget geflossen sein muss. In die Effektsequenzen vermutlich nicht, denn die sehen, gelinde gesagt, unter aller Kanone aus und haben mit Spezialeffekten so viel gemein, wie der Papst mit Verhütungsmittel.

Selbst die Grafik des Arcade Klassikers „Pac-Man“ gibt mehr her, als die vollkommen desaströsen CGI-Effekte eines „2 Headed Shark Attack“.

Vermutlich wurde hier weniger in glaubhafte Effekte investiert, als vielmehr in die Brust-Operationen der vorwiegend weiblichen Protagonisten, denn eigentlich hätte diese aktuelle Haifischgurke wohlmöglich besser als Softporno, ohne das gesamte Drumherum, funktioniert.

Wobei wir auch gleich bei der peinlich ins Gewicht fallenden Schauspielkunst wären. Die Schauspieler können durch die Bank weg nämlich NICHTS. Statt Schauspiel sehen wir hier eher ein Improvisieren und ein unfreiwillig komisches Interagieren. Irgendwie schon erbärmlich, dass erst bei dieser No-Buget-Produktion ersichtlich wird, dass selbst die Schauspielerin Carmen Elektra eigentlich auch rein gar nix kann, und sich der Filmfreund fragt, wie diese Frau sich bisher mit „NICHTS“ überhaupt im Schauspielgenre über Wasser halten konnte.

Das Drehbuch gestaltet sich als katastrophal wirr und überfordert selbst die unzureichend talentierten Jungschauspieler. Wer der Ideenkasper für diesen Müll gewesen sein muss, will ich erst gar nicht wissen. Die Story ist so dumm und abartig schlecht, dass einem als Filmliebhaber, regelrecht der Spaß auf weitere Haifisch-Horrorfilme vergeht.

Da der zweiköpfige Mutanten-Haifisch scheinbar nunmehr für „zwei“ speisen muss, giert er nach jedem Happen Fleisch, der ihm vor die vier Augen springt. Da sich die gut zwei duzend Teenies auf einer Insel mitten im Meer retten können, hat der blutgierige Hai eine der schlechtesten Ideen der Filmgeschichte ever: er zwingt die Insel (!) zum Untergang um an leckeres Menschenfleisch zu gelangen. Die Logik dahinter sollte man nicht ergründen, physikalische Gegebenheiten sollte man außer acht lassen.

Wer denkt, dass das alles nicht noch schlechter geht, der irrt.

Eine weitere Szene findet Beachtung, aber nicht aufgrund ihrer künstlerischen Einzigartigkeit, sondern aufgrund des einzigartigen Schwachsinns.

Drei Teenager finden Gefallen am ausgiebigen Liebsspiel im hüfttiefen Wasser. Natürlich lässt sich der mutierte, und mit Sicherheit 5m breite und 10m lange, Hai dieses Festmahl nicht entgehen. Nur komisch, dass man dennoch bei hüfttiefen Wasser und des immensen Körperumfangs des Haies, weder Rumpf noch sonst etwas des Tieres entdecken kann.

Gut, mag der interessierte Filmfan sagen, sinnfreie Trashfilme sind immer mal für gehörig Abwechslung gut. Aber „2 Headed Shark Attack“ scheitert auch in diesen Belangen. Mit Trash hat das alles nicht einmal ansatzweise zu tun. Der Film scheint wohlmöglich auch diese Schiene fahren zu wollen, aber selbst auf bewusst inszenierter Trash-Ebene scheitert Asylum, was beweist, dass die B-Movie-Schmiede „Asylum“ rein nichts kann. Wobei sich mir die Frage stellt, wie derart untalentierter Verein sich so viele Jahre über Wasser halten konnte und es schafft auch weiterhin vollkommen unbrauchbare Genrefilme zu produzieren.

Seit ihrem Bestehen, haben die Burschen von „Asylum“ bisher keinen einzigen sehenswerten Film geschaffen. Statt innovative eignen Ideen zu entwickeln werden die der anderen Filmemacher dreist, und vor allem schlecht, kopiert.

 

Auch das aktuelle Werk „2 Headed Shark Attack“ ist derart Fall, wobei dieser No-Budget-Film vermutlich der traurige Tiefpunkt seit dem bisherigen Bestehen des Produktionshauses darstellt. Hier stimmt einfach rein gar nix. Das krampfhaft komödiantisch inszenierte Geschehen ist absolut unwitzig, die Effekte sind so derb mies, dass sie die Bezeichnung „Effekte“ rein gar nicht verdienen und der Hauch einer Handlung entpuppt sich als  vollkommen wirrer und haarsträubend-unlogischer Nonsens. Einzig auf Splatterebene scheint „2 Headed Shark Attack“ ein bis zwei stimmige Momente vorweisen zu können, was darauf schließen lässt, dass die kommende deutsche Fassung mit einer kassenträchtigeren „Keine Jugendfreigabe“ – Einstufung daherkommen dürfte.

 

 

 

Fazit 1/10 Punkten

 

Dieser Film ist nicht schlecht, diese Gurke ist unsagbar schlecht. Wer sich diesen hirnverblödeten Murks ausgedacht hat, gehört gesteinigt.

Freunde, die hier Hochspannung, ähnlich der eines „Der Weiße Hai“ erwarten, sollten einen großen Bogen um diesen Abschaum machen.

FSK-Prognose: ungeschnitten mit „Keine Jugendfreigabe„.

 

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