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Kritik: “Silent Night – Leise Rieselt das Blut” (2012)

silent night (2012) poster
 
 
 

SILENT NIGHT

LEISE RIESELT DAS BLUT

Story

 
 
 
Weihnachten steht vor der Tür und ein kleines amerikanisches Städtchen bereitet sich mit einem riesigen Festumzug auf die bevorstehende Weihnachtsfeiertage vor. So wirklich genießen kann die unscheinbare Polizistin Aubrey das Weihnachtsfest nicht, ist es ausgerechnet sie, die in der besinnlichen Zeit ihren Pflichten als Polizistin nachgehen muss. Zu allem Übel gerät sich auch noch an einen blutgeilen Killer, der sich als Weihnachtsmann getarnt an die Arbeit macht, einige “unartige” Bewohner des Ortes auf grausame Art zu bestrafen!
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Kritik

 
 
 
Als zu Beginn der 80er Jahre die beiden Slasher HALLOWEEN und FREITAG DER 13. einen regelrechten Horror-Boom auslösten, war es nur eine Frage der Zeit bis auch andere Filmserien entstanden, die von den mittlerweile bekannten Slasher-Regeln Gebrauch machten sollten. Neben der SLEEPAWAY CAMP und NIGHTMARE ON ELM STREET-Reihe brachte es auch der fiese SILENT NIGHT – DEADLY NIGHT zu passablem Erfolg, so dass im Laufe der darauffolgenden Jahre vier weitere Fortsetzung gedreht werden mussten, um die Kuh leer melken zu können. Knapp 30 Jahre nach dem Erstling folgt nun die Wiederauferstehung in Form einer Neuverfilmung, schließlich gibt es in Zeiten lukrativer Remakes immer noch genug alte Horror-Klassiker, denen eine Frischzellenkur verpasst werden muss. Von der liebenswert-naiven Machart und dem trashigen Schlitzer-Charme der Vorlage ist in der Neuverfilmung kaum noch etwas zu verzeichnen. Stattdessen wird dem Zuschauer ein ideenlos zusammengeflickter Horror-Slasher vorgesetzt, der sich hauptsächlich mit blutrünstiger Schlitzerei über Wasser halten kann und bis auf den Killer kaum noch etwas mit dem filmischen Original gemein hat. So wirklich fesseln will SILENT NIGHT demnach zu keiner Minute, was vor allem an der überraschungsarmen Inszenierung und dem einfallslosen Plot liegen mag, der mal wieder nach gängiger Slasher-Formel abgehandelt wird. Verschenktes Potenzial, was gerade aufgrund der Weihnachtsthematik hätte witzig werden können.
 
SILENT NIGHT folgt der Mittdreißigerin Aubrey, die bereits in jüngster Vergangenheit einen tragischen Schicksalsschlag erlitten hat und nach einigen beruflichen Niederlagen nicht daran glaubt, sich als Polizistin behaupten zu können. Eigentlich einen durchaus interessante Ausgangssituation, die Komplikationen verspricht. Doch bevor sich die adrette Filmheldin um Kopf und Kragen schreien kann und den männlichen Protagonisten zeigt, das auch Frauen in Männerrollen keine schlechte Figur machen, vergeht viel Zeit, die dem Zuschauer Geduld abverlangt. Immerhin scheint Regisseur STEVEN C. MILLER eine Leidenschaft für bitterböse Späße zu besitzen, denn die lästige Warterei wird mit sarkastischer Wortspielerei versüßt, was den Streifen trotzdem nicht besser macht. Der heimliche Star dieses Films ist – wie schon das Filmplakat erahnen lässt – der kostümierte Killer. Leider lässt der sich nur selten blicken. Erscheint er dann endlich, zieht er mit perfiden Spielchen in den Bann und lässt Splatter-Herzen schneller schlagen, schließlich ist er kein Mann der vielen Worte und lässt lieber Blut fließen. Political incorrectness steht hierbei an erster Stelle, was der hiesigen FSK überhaupt nicht zugesagt hat, die Schnittauflagen forderte, damit der Rechteinhaber eine Freigabe fürs Kaufhaus erhalten konnte.
 
Heute auf dem Plan: Kreatives Morden, das in SILENT NIGHT ziemlich rabiat zelebriert wird und dem Slasher-Genre alle Ehre macht. Da werden spitze Geweihe (übrigens eine Hommage an das Original) und Lichterketten als Mordinstrumente verwendet; Opfer aber auch auf traditionellem Wege mit der Axt aus dem Leben gerissen. „Bad Santa“ ist einfallsreich und muss sich am Ende mit der Heldin einen eifrigen Schlagabtausch liefern, der die schläfrige Handlung zumindest für Gewalt-Fans unterhaltsam macht. Dass im Finale sogar Farbspielereien im Stile eines jungen ARGENTOS zum Einsatz kommen, mag zwar löblich sein – trotzdem bleibt SILENT NIGHT eines der enttäuschendsten Reboots, das die Horror-Welt in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat.
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Das Remake zu SILENT NIGHT – DEADLY NIGHT ist zu aller Enttäuschung nicht einmal annähernd so gut geworden, wie es der Trailer zuvor versprochen hatte. Sah man im Trailer diverse Mordutensilien durch die Luft sausen und hoffte auf flott inszenierte Slasher-Ware mit frischen Schocks, enttäuscht das fertige Machwerk durch Belanglosigkeit und Spannungsarmut. Trotz Weihnachtskulisse gibt es im Film keinen Schnee zu sehen und die Handlung wird mal wieder nach bekannter Slasher-Formel abgehakt. Immerhin hat man an einen ausgefuchsten Killer gedacht, der SILENT NIGHT zu eigentlicher Größe heranwachsen lässt. Ohne den wäre die Neuverfilmung vermutlich gänzlich zum Rohrkrepierer verkommen, der mit deftiger Schlitzerei das Interesse von Gewalt-Fans auf sich lenkt. Neben den grafisch ansprechenden Morden erweist sich vor allem das Finale als großer Pluspunkt und lässt enttäuschte Horrorfans nicht ganz so verbittert vorm heimischen TV-Apparat zurück. Das straff inszenierte Ende lässt den spannungsarmen Hauptteil vergessen, kann aber trotzdem nicht davon ablenken, dass SILENT NIGHT nur ein solider Slasher geworden ist, der kaum Überraschungen zu bieten hat. Unterm Strich bleibt nur Durchschnittsware, die der Bezeichnung „Remake“ kaum gerecht werden kann. SILENT NIGHT fühlt sich eher wie eine überschnell produzierte Fortsetzung an, die der kultigen Vorlage aus den 80ern kaum gerecht wird. Dass das offene Ende mal wieder nicht fehlen darf und die Türen für mögliche Sequels offen hält, dürfte nicht verwundern. Weil SILENT NIGHT in Amiland aber alles andere als ein Verkaufserfolg gewesen ist, dürften die vorerst auf sich warten lassen.
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Zensur

 
 
 
Weil die FSK dem Film in der ungeschnittenen Version keine Freigabe attestierte, wird SILENT NIGHT nun in zwei Fassungen auf den Markt gebracht. Zum einen gibt es eine geschnittene Fassung zu kaufen, die knapp 38 Sekunden Federn lassen musste und am roten KJ-Flatschen erkannt werden kann. Wer den Streifen ungeschnitten sein Eigen nennen möchte, sollte auf das leichte SPIO/JK-Siegel (keine schwere Jugendgefährdung) achten, das auf der Rückseite der DVD/Blu-ray aufgedruckt wurde. Diese Filmfassung ist komplett. Verwunderlich ist das Vorgehen der FSK jedoch nicht, denn Aufgrund kruder Spezialeffekte (Weihnachtsbaum-Schredder-Szene) und der Ermordung von Kindern war es abzusehen, dass SILENT NIGHT Probleme mit der Zensurbehörde erhalten würde.
 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (geschnittene FSK-Fassung)

 
 
 
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(c) Pierrot le Fou (ungeschnittene SPIO/JK-Fassung im limitierten Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Silent Night, USA 2012

Genre: Horror, Slasher, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 94 Min. (uncut) / ca. 93 Minuten (cut)

FSK: SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung (ungeschnittene Fassung), Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover (geschnittene Fassung), Mediabook (ungeschnittene Fassung)

Extras: Trailer, Interviews mit Regisseur und Schauspielern, Deleted Scenes – Mediabook zusätzlich mit 24-seitiges Booklet

Release-Termin: 05.12.2014

 
 
 


 
 
 

SILENT NIGHT – Mediabook

 
 
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Sammler dürfen sich freuen, denn auch SILENT NIGHT erscheint im hochwertig verarbeitetem Sammlerstück. Nachdem der Rechteinhaber PIERROT LE FOU in seiner neuen „PIERROT LE FOU UNCUT“-Reihe bereits die Streifen RAZE und DADDY’S LITTLE GIRL veröffentlicht hat, kommt nun auch der Weihnachtsschocker in der edlen Aufmachung daher und trägt die Nummer drei. Diese ist ebenfalls nur begrenzt zu haben, denn das gute Stück wurde auf 3000 Exemplare (händisch durchnummeriert) limitiert, so dass sich Liebhaber seltener Verpackungen beeilen sollten, bevor das Mediabook zu horrenden Preisen gehandelt wird. Neben Blu-ray und DVD in exzellenter Bild- und Tonqualität, gibt es als besonderes Schmankerl 24 Seiten Hintergrundinformationen in Form eines Buchteils. Zudem haben es auch einige Extras auf die Veröffentlichung geschafft, die der Rechteinhaber deutsch untertitelt hat. Dass SILENT NIGHT sogar noch mit professioneller Synchronisierung ausgestattet wurde ist löblich und zeigt, dass das Label PIERROT LE FOU darum bestrebt ist, dem Käufer das Maximum an Qualität zu bieten. Wer harte Horrorfilme bevorzugt sollte zugreifen, denn SILENT NIGHT ist ein potenzieller Indizierungskandidat und dürfte in der hier enthaltenen Uncut-Fassung bald nicht mehr so einfach zu haben sein.
 
 

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SILENT NIGHT – Trailer

 
 

 
 
 

Hellraiser80

 
 
 
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Filmreview: “Wrong Turn 5 – Bloodlines” (2012)

wrong turn 5 bloodline filmreview filmplakat filmkritik
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines

Story

 
 
 
Es ist Halloween und in einer kleinen Stadt in West Virginia finden sich kostümierte Menschen zusammen um das sagenumwobene “Mountain Man”-Musikfestival zu feiern. Auch eine Gruppe feierfreudiger Jugendlicher macht sich auf den Weg in das kleine idyllische Örtchen.Doch als sie auf dem Weg zu jener Feierlichkeit einen einsamen Landstreicher mit dem Fahrzeug streifen, ahnen sie noch nicht, wen sie da versehentlich versucht haben in Jenseits zu befördern. Der ominöse Fremde (Doug Bradley) scheint das Familienoberhaupt einer äußerst gefährlichen Inzucht-Bande zu sein, die sich die Zeit damit vertreibt, ahnungslosen Touristen in den Tod zu meucheln, um sich an deren Fleisch zu bedienen.
 
 
 


 
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines – Kritik

 
 
 
Nachdem Filmfreunde aus aller Welt vor einiger Zeit in einschlägigen Diskussions-Foren von der gelüstgen Kunde einer weiteren Fortsetzung des “Wrong Turn”-Franchise lesen durften, haben sich vermutlich Millionen Fans des düster-gebeutelten Genre-Film gefragt, warum Filmstudio 20th Century Fox der Allgemeinheit einen weiteren Teil dieses cineastischen Abfalls zumuten möchte. Die Antwort auf diese Frage scheint vollkommen offensichtlich, denn vermutlich müssen einfach zu viele “Volltrottel” den desaströsen Vorgänger gekauft haben, sodass es für Fox lukrativ schien mit “Wrong Turn 5. – Bloodlines” einen weiteren Ableger dieser vollkommen totgefilmten Scheiße (Entschuldigung, aber ich finde keine nett umschreibenden Gesten mehr für diese unterbelichtete Film-Reihe) in Produktion geben zu müssen. Dem Filmstudio kam dabei eine relativ “verrückte” Idee in den Sinn, mit welcher Regisseur Declan O’Brien (“Wrong Turn 4“) es nun letztendlich gelingen könnte, den bisherigen Gegebenheiten dieser Horror-Serie frischen Wind einzuverleiben. Statt die Geschichte rund um die ominöse Kannibalen-Sippschafft weiterzuspinnen, wurden die bisherigen Geschehnisse einfach aus dem Gedächtnis der Produzenten gestrichen und das Grundgerüst der Story zu einem billigen Remakes zusammengezimmert.
 
Die fünfte Reise in die Hölle der niveaulosen Absurditäten erzählt von einer neuen geistig umnebelten Familie, die ebenso wie ihre Vorgänger, nichts anderes im Sinn zu haben scheint, als den Zuschauer an den Rande des Wahnsinns zu langweilen und empfindsame Gemüter zur Öffnung des Toilettenbeckens zu treiben. Der Zuschauer darf dem unglaublich sadistischen Treiben der Sippe beiwohnen und dabei zuschauen, wie die robuste Bande einem ausgehungerten Mädchen die eigenen Gedärme in den hungrigen Schlund stopft, wie die Kreaturen mit Hilfe einer Ackerpflug-Maschine einem jungen College-Burschen den Kopf kürzer scheren und wie einem hormongesteuertem Muskelprotz die Knie dank Amboss-Hammer-Massage pflegeleicht weich „geklopft“ werden. Gorehounds werden vermutlich ihre helle Freude an diesem zeitweise enorm derben Splatter-Quark haben, denn hier geht es, wie bereits in “Wrong Turn 4 – Bloody Beginning”, heftig ungeniert brutal vonstatten. Der Blutzoll ist streckenweise derart zeigefreudig und der Sadismus wird derart nervig-ausgewalzt zelebriert, dass bereits jetzt schon eine ungeschnittene deutsche Freigabe zurecht ausgeschlossen werden darf. Aufgrund der bisher miesen CGI-Effekte in den Teilen 2-4 und der begründeten Kritik seitens der Horror-Fans, darf es dem interessierten Filmfreund eventuell freuen, dass dem Gewimmer der Fanbase Gehör geschenkt wurde, und im aktuellen Streifen vorwiegend hausgemachter Splatter über die Mattscheibe trieft.
 
Immerhin scheint Regisseur Declan O’Brien aus den Vergehen seines unsagbar schlechten, vierten Teils dazugelernt zu haben. “Wrong Turn 5 – Bloodlines” ist nicht ganz so derber Müll geworden wie anfänglich gedacht. Im Vergleich zu den bisherigen Fortsetzung darf man getrost sagen, dass “Wrong Turn 5″ sogar einen positiven Floh-Sprung nach vorn gemacht hat. Sollten sich die Qualitäten der bald folgenden Sequels (das Ende des aktuellen Sequels ist “überraschenderweise” offen) ebenso halbwegs positiv fortsetzen, kann man vermutlich davon ausgehen, dass die “Wrong Turn”-Reihe spätestens bei Teil 30 die nennenswerten Qualitäten des Original-Films erneut erreicht haben dürfte.
 
Vermutlich mag die positive Kehrtwende der Horror-Reihe in der Besetzung des Vaters der drei Freak-Hohlbirnen liegen. Denn die Rolle dieses abgebrühten Filmbösewichts übernahm keinem geringerer als Doug Bradley (“Hellraiser”), der zwar in der Horrorfilmszene bereits zum alten Eisen gehört, sich aber durch die Darstellung des “Pinheads” in der Clive Barker Verfilmungen “Hellraiser” und dessen mehr oder weniger sehenswerten Fortsetzungen, weltweit einen Namen gemacht hat. Nachdem Doug Bradley als bisheriger “Hellraiser”-Darsteller für das Filmstudio “Dimension” keinen lukrativen Nutzen mehr darstellte und er in die ewigen Jagdgründe befördert wurde, schien Bradley nach einem neuen Standbein Ausschau gehalten und seine Bestimmung in der ungenießbaren “Wrong Turn”-Reihe gefunden zu haben. Die Rolle des widerlichen, charismatischen und unberechenbaren Familienoberhaupts steht ihm ersichtlich gut. Tut aber dennoch keinen Abbruch, dass dem Horrorfilmfreund die Seele bluten dürfte, wenn er darüber nachdenkt, dass eine sollche Kult-Größe sich in einem derart miesen C-Movie verbraten lässt. Dass er sich neben den teilweise unzureichend talentierten und beliebig austauschbaren Jungdarstellern reichlich unterfordert fühlt, sieht man Bradley im Verlauf der Handlung des öfteren offensichtlich an. Immerhin sollte man Regisseur Declan O’Brien zugute kommen lassen, dass er diesmal zumindest auf eine halbwegs vorzeigbare Schauspieler-Riege zurückgreifen kann. Die handvoll Nachwuchsschauspieler sind nicht ganz so unfähig, wie zuletzt im Teil davor. Dennoch scheint O´Brain mit seinem bekannten Zugpferd “Bradley” und vermutlich dessen horrender Gage auch finanziell katastrophal aus den Vollen geschöpft zu haben, sodass für essenzielle Dinge demnach kaum noch Produktionsbudget zur Verfügung gestanden haben muss. Das wird vor allem im Make-up Design der Kreaturen und dem faden Setting deutlich. Das Masken-Design der Flachpfeifen von Mutanten gestaltet sich bei genaueren Betrachten als Marke “in der Grundschule selbstgebastelt” und teilweise schauen die Freaks eher so aus, als hätten sie mit halbseitiger Gesichtslähmung zu kämpfen. Hinzu kommt, dass man sogar aufgrund der schlechten Masken nur selten als Zuschauer verstehen kann, was die Missgeburten da überhaupt in ihrer eigenwilligen Sprache in den nichtvorhandenen Bart murmeln.
 
Mit “Wrong Turn 5 – Bloodline” hat es Regisseur Declan O’Brien nicht ansatzweise geschafft überhaupt etwas Neues zu erzählen. Die ewig gleiche Geschichte, spielt sich auf ewig gleiche Weise ab. Da nützt es Declan O’Brien leider auch nicht, mit Doug Bradley eine der beliebtesten Horror-Ikonen zur Cast-Riege zählen zu dürfen. Immerhin macht gerade der Auftritt Bradleys den aktuellen “Neuanfang” halbwegs erträglich. Wie schon als “Pinhead” in “Hellraiser” schafft er es eine geheimnisvolle bösartige Aura um die von ihm besetzte Figur zu weben. Dass aufgrund Bradleys Gage vermutlich kaum noch “Dollars” für das Wesentliche vorhanden gewesen sein müssen, sieht man dem trostlosen Setting bereits nach nur wenigen Film-Minuten an. Der Ort des Geschehens schaut überaus monoton und unwirklich aus, was auch daran liegen mag, dass die Straßenzüge und Häuser der fiktiven Stadt den Anschein von gewöhnlich bemalter Pappe haben. Splatter-Freunde werden einmal mehr Gefallen an den teilweise recht schmerzvollen F/X finden, die zudem fast ausschliesslich “Old-School” daherkommt.
 
Im übrigen am Rande, um das Niveau des aktuellen Films bildlich widerzuspiegeln:
 
 
Eine Protagonistin im Film werden aufgrund ihrer naiven Achtlosigkeit die Augen ausgestochen. Fortan wimmert sie vor sich her und bekundet immer wieder von Neuem, wie DUMM sie doch wäre. Wo sie Recht hat, da hat sie Recht!
 
 
 


 
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Kennste Einen – Kennste Alle. Trotz Neuanfang der gleiche nervige Hirn-Schiss wie eh und je! Nur für Hardcore-Fans zu empfehlen!
 
 
 


 
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines – Zensur

 
 
Aufgrund der sadistischen Härte und der minutiös zelebrierten Gewaltspitzen, hat es auch dieser 5. Teil nicht ungeschnitten nach Deutschland geschafft. Der Film wurde hierzulande um einige Szenen erleichtert, sodass er mit dem “Keine Jugendfreigabe“-Stempel leider nur geschnitten erhältlich ist.
 
 
 


 
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Wrong Turn 5 - Bloodlines Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Wrong Turn 5 – Bloodlines; USA 2012

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch + Engl. DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1; (1920x1080p) Full HD

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK 18 – Keine Jugendfreigabe (geschnitten)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Hinterwäldler-Morde (ca. 6 Min.), Ein Tag im Tod (ca. 5 Min.), Videotagebuch des Regisseurs (ca. 8 Min.), Trailer „Wrong Turn 5“

 
 
 
Den Beginn macht der Trailer zum kommenden Action-Thriller „PARKER“; danach geht geradezu ins nicht animierte Hauptmenü, wo der Filmfreund neben dem Hauptfilm in erstaunlich hochwertiger Qualität, auch zwischen einigen Extras wählen kann. Diese wurden löblicherweise Deutsch untertitelt. Zudem gibt es den Trailer zum Film in deutscher Sprache zu begutachten. Vier weitere Trailer aus dem Programm von CONSTANTIN FILM runden das Bonus-Paket ab. Qualitativ kommt diese Trash-Gurke erstaunlich hochwertig daher, wobei die miese deutsche Synchronisation das Niveau des Films perfekt zu unterstreichen weiß. Trotzdem kann man über Bild- und Tonqualität nicht meckern. Ob man für einen hierzulande geschnittenen WRONG TURN 5 dennoch ein Wechselcover benötigt, dürfte fraglich sein. Dieses wird zwar zusammen mit einem Kapitelindex-Einleger ausgeliefert, aber ist vermutlich ebenso wie diese Fortsetzung vollkommen überflüssig.
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines [Blu-ray]

 
 


 
 
 

Wrong Turn 5 – Bloodlines – Trailer

 
 

 
 

Hellraiser80

 
 
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