Filmkritik: „Child’s Play – Remake“ (2019)

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CHILD’S PLAY

(CHILD’S PLAY – REMAKE)

Story

 
 
 

Eine von einem gefrusteten Fabrikarbeiter aufs Töten programmierte Puppe gerät in die Hände eines pubertierenden Jungen.

 
 
 


 
 
 

CHILD’S PLAY – Kritik

 
 
 
Nun hat es auch noch Chucky getroffen. Jahre nach der großen Remake-Welle der 2000er wagt die Produktionsbude MGM den Schritt und macht den vielleicht letzten Heiligen Gral des Horrorkinos zu Geld. Ganz zum Ärger der Chucky-Schöpfer DON MANCINI und DAVID KIRSCHNER. Die wollten eigentlich schon im Jahr 2008 eine Neuinterpretation der eigenen Filmreihe in die Kinos bringen, legten das Vorhaben aber später auf Eis, weil die Remakes anderer bekannter Horror-Reihen wie A NIGHTMARE ON ELM STREET und FREITAG DER 13. von Fans und Kritikern gleichermaßen verrissen wurden. Umso verständlicher die Enttäuschung, als MGM die Rechte zu CHILD’S PLAY (so heißt das Chucky-Franchise im Original) 2018 erneut aus der Schublade kramt und ein Remake ohne die Schöpfer der Killerpuppe in Auftrag gibt. Das kam natürlich bei Machern des Originals und eingefleischten Liebhabern des Killergnoms gar nicht gut an. Bereits nach der Veröffentlichung von ersten Bildern der Killerpuppe wurde ein Shitstorm losgetreten. Dieser dürfte auch nach Veröffentlichung der Neuauflage nicht enden. Der 2019er CHILD’S PLAY ist Remake und Reboot zugleich: Der wohl größte Fehler überhaupt.
 
 
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Eigentlich ist der dreizehnjährige Andy über diesen Neuanfang gar nicht erfreut. Er ist mit Mutter Karen in eine neue Wohnung gezogen und hat hier weder Freunde noch Möglichkeiten, seine Freizeit irgendwie sinnvoll zu nutzen. Eine Situation, mit der sich der Junge nicht anfreunden möchte, zumal der neue Partner der Mutter auch nicht sonderlich nett ist. Doch die Alleinerziehende hat eine Idee. Um den Neustart zu erleichtern und Konflikten entgegenzuwirken, bekommt der pubertierende Teenager ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk überreicht. Hierbei handelt es sich um eine lernfähige Puppe (von Luke MARK HAMILL Skywalker gesprochen), die Mutter Karen günstig auf der Arbeit erworben hat, wo genau dieses Spielzeug von einer unzufriedenen Kundin umgetauscht wurde. Doch das gekaufte Mängelexemplar stellt sich bald als Todesfalle heraus. Chucky – wie sich der Miniroboter selbst nennt – scheint an Programmierfehler zu kranken und handelt bald wie von Sinnen. Erst will er der Hauskatze an den Kragen. Später entwickelt er eine Abneigung gegen all jene, die dem Spielzeugbesitzer schaden wollen. Da sterben plötzlich Menschen um Andy herum und niemand hegt Verdacht gegen das Spielzeug. Das hat aber auch seinen Grund. Im Horrorfilm sind die Protagonisten eben nicht immer helle.
 
 
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Der hier besprochene CHILD’S PLAY erfüllt genau das, was man sich für gewöhnlich von Neuverfilmungen erwartet: nicht viel. Der Film ist so überflüssig wie ein Sandkasten in der Sahara, wobei das Hauptproblem darin liegt, dass der Neuanfang eben gleichen Titel trägt wie die tricktechnisch beachtliche Vorlage von 1988. Da bleiben Vergleiche natürlich nicht aus. Die Figuren haben die gleichen Namen, das Filmprinzip ist ähnlich und auch sonst hat sich nicht sonderlich viel geändert. Die einzige Neuerung besteht darin, dass der Filmbösewicht nicht mehr menschlich ist, sondern ein emotionsloser Roboter. Ein großes Problem, was sich in erster Linie dadurch auszeichnet, dass die Kreatur unnahbar und starr bleibt. Sie besitzt keine Gefühle und empfindet weder Schmerz, Hass oder Zuneigung. Das ist schon etwas bitter, zumal Chucky zwar Chucky heißt und gewisse Ähnlichkeiten aufweist, aber nicht der Chucky ist, den man aus den diversen Filmen des Franchise kennt. Unterm Strich bedeutet das: keine fiesen Grimassen – keine zynischen Sprüche. Nur starre Bewegungen und ausdruckslose Blicke. Eine befremdliche Prämisse mit der sich dieses Reboot/Remake so gar keinen Gefallen tut.
 
 
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Dabei sind einige Gedanken gar nicht mal so uninteressant. Während der Original-Chucky Dank übernatürlichen Hokuspokus‘ mittlerweile von Körper zu Körper schlüpfen kann, verfügt der Kandidat in der Neuverfilmung über andere Fähigkeiten. Er kann sich mithilfe von WLAN in Netzwerke hacken. Einmal dort eingedrungen hat er Zugriff auf gekoppelte Elektrogeräte und kann Schindluder treiben. Das dürfte Splatterfans freuen. Der 2019er CHILD’S PLAY hat nämlich zwei recht detaillierte Morde zu bieten, die man in dieser Zeigefreudigkeit wohl in keinem bisherigen Chucky-Film zu sehen bekommen hat. Da wird durch feindliche Übernahme mittel Wifi Heimelektronik zweckentfremdet. Das Resultat ist nicht ohne. Wer da die Kritik an so sprachgesteuerte und überall vernetzte Alltagsbegleiter wie Alexa und Konsorten überhört, ist schlicht taub.
 
 
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Immerhin ist der Neuanfang recht kurzweilig geraten. Wie es sich für Mainstream-Horror gehört, bietet auch die CHILD’S PLAY-Neuverfilmung bekannte Abläufe und wenig Überraschungen. Immerhin bleibt sogar der Humor nicht auf der Strecke. So sehen wir so ziemlich zu Beginn eine der wenigen wirklich guten Szenen des Films. Darin muss der mängelbehaftete Chucky erst einmal rudimentäre Dinge – wie das Interpretieren von menschlicher Mimik – erlernen. Einmal ausgepackt und gestartet beginnt der Roboter jede Information aufzusaugen, die ihm vor die Kamera kommt. Er erlernt den Unterschied zwischen Mensch und Haustier, speichert Zorn und Liebe ab – kann aber noch nicht zwischen Spaß und Ernst entscheiden. Ein Problem, das für schwarzen Humor sorgt. Da schauen sich Andy und einige Kids Ausschnitte aus dem Kultklassiker TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2 im Fernsehen an. Als Leatherface im Film einem Opfer die Gesichtshaut abzieht, beginnen die Kinder zu lachen. Chucky kombiniert falsch. Er tötet einen Menschen, zieht dem Opfer ebenfalls die Gesichtshaut vom Kopf und schenkt die Trophäe seinem besten Freund Andy. Dass der darüber plötzlich nicht mehr schmunzeln kann, will das Killerspielzeug so gar nicht verstehen.
 
 
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Leider sind solche makabren Gemeinheiten rar gesät. Stattdessen daddelt CHILD’S PLAY ab, zu was das Genre seit Anbeginn bestimmt ist. Im Fokus Mord- und Totschlag – irgendwie müssen die knapp 90 Minuten im wahrsten Sinne des Wortes, ja, totgeschlagen werden. Da kommt plötzlich der Computer zum Einsatz und Chucky wirbelt dank CGI im überhasteten Finale durch ein Spielzeuggeschäft, um dort mit seinem leuchtenden Finger (E.T. lässt grüßen) möglichst viel Chaos anzurichten. Den Kopf muss man spätestens jetzt unbedingt ausschalten, denn die anfangs noch steif durchs Kinderzimmer schlurfende Maschine scheint eine Wunderölung erhalten zu haben. Anders lässt sich nicht erklären, wie sie nun plötzlich flüssig animiert Seile erklettern kann oder zum Meister des Weitsprungs mutiert. Ein Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde dürfte der Killerpuppe mit dieser sportlichen Meisterleistung sicher sein.
 
 
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Wir meinen, dass das Reboot/Remake zu CHILD’S PLAY kein großer Wurf und für eingefleischte Fans der Original-Reihe eine herbe Enttäuschung ist. Der Film bietet zwar 90 Minuten Kurzweil, verschwindet danach aber genauso schnell aus den Köpfen. Vielleicht wäre es hier besser gewesen, man hätte – fernab vom großen Franchise – einfach einen Film gedreht, den gar nichts mit dem großen Namen verbindet. Das bedeutet: andere Figuren, andere Puppe und natürlich anderer Titel. Zwar hätten Kritiker dann immer noch nach dreistem Ideenklau geschrien; der Film hätte sich dann aber nicht dem Spott unterziehen müssen, einen der großen modernen Horrorfilme mäßig gelungen neu zu interpretieren. Spätestens hier zieht die Neuverfilmung den Kürzeren. Vorhaben gescheitert!
 
 


 
 
 

CHILD’S PLAY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Film mit Chucky, in dem Chucky aber abstinent ist. Okay, die Optik der Puppe in diesem Remake/Reboot des kultigen CHILD’S PLAY von 1988 erinnert an den bekannten Plastikkiller, der sich durch unzählige Fortsetzungen mordete. Das Innenleben der neuen Puppe ist aber so fad, uninteressant und leer, wie die Drähte die die Mechanik dieses Spielzeugs zusammenhalten. Der 2019er CHILD’S PLAY ist wieder mal eine Neuverfilmung, auf die vermutlich kein Horrorfan gewartet hat. Die Geschichte über eine mordende Puppe wurde minimal abgeändert und thematisiert nun moderne Technologien, die uns umgeben aber gleichzeitig das Leben zur Hölle machen können. Ganz nett, wäre da nicht immer wieder diese Puppe, die einfach so gar nichts mit dem bekannten Chucky gemein haben will. Beinahe will man sich wünschen, dass das Original das Zepter übernimmt und dem steif und unbeholfen agierenden Plagiat die Lebenslichter ausknipsen möge. Doch das ist Wunschdenken. Immerhin sind die Splatterszenen nett anzuschauen. Übrigens bewies das Marketing zum Kinostart des Chucky-Reboots ein ziemlich großes Mundwerk. Parallel zum Kinostart in Amerika lief der vierte Teil der beliebten TOY STORY in den Lichtspielhäusern, in dem ebenfalls Spielzeug um die Gunst des Publikums buhlte. Ein Umstand, den sich die Marketing-Abteilung der Chucky-Neuverfilmung zu Nutzen machte. Prompt entstanden werbewirksame Filmplakate auf denen der neue Chucky zahlreiche Figuren aus dem TOY STORY-Universum um die Ecke brachte. Ein netter Gag, der den CHILD’S PLAY-Neubeginn aber nicht besser macht. Selbst die schlechtesten Produktionen der DISNEY/PIXAR-Schmiede sind immer noch besser als das, was POLAROID-Regisseur LARS KLEVBERG hier verzapft hat. Immerhin sollte der geniale wie groteske Score zum Remake aus der Feder von BEAR MCCREARY Erwähnung finden. Der passt thematisch, wie die Faust aufs Auge ist aber angesichts der schwachen Qualität der Neuverfilmung sprichwörtlich Perlen vor die Säue.
 
 
 


 
 
 

CHILD’S PLAY – Zensur

 
 
 
In Sachen Gewalt ist das Remake/Reboot zu CHUCKY – DIE MÖRDERPUPPE nicht ohne. Wir sehen wie ein Rasenmäher und eine Kreissäge zu Mordwerkzeugen umfunktioniert werden. Weiterhin gibt es am Ende ein Massaker in einem Spielzeugladen zu sehen. Außerdem wird einer Filmfigur die Gesichtshaut vom Kopf gezogen. Der Film läuft ab 18. Juli 2019 auch in deutschen Kinos. Hier war die Freigabe lange fraglich. Im Film werden nämlich alle blutigen Ausschnitte aus dem Horrorklassiker TEXAS CHAINSAW MASSACRE 2 gezeigt. Der wurde rehabilitiert (war bis Dezember 2016 indiziert) und ist jetzt frei ab 18 Jahren. Da verwundert es dann doch etwas, dass die FSK trotz genau jener Szenen und einigen eigenen Slatterszenen, die das CHILD’S PLAY-Reboot/Remake zu bieten hat, alles ungeschnitten mit FSK16 passieren ließ. Die Kinofassung des Neuanfangs ist demnach ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.

 
 
 


 
 
 

CHILD’S PLAY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dolly Dearest (1991)
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
 
Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da (1990)
 
Pinocchio – Puppe des Todes (1996)
 
Demonic Toys (1992)
 

Filmkritik: „Mollywood“ (2019)

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MOLLYWOOD

Story

 
 
 

Keine Macht den Drogen: Ein Drogen-Dealer vertickt nicht nur gern Rauschmittel auf einer Party. Er tötet auch die Konsumenten seiner bunten Pillen – blutig und grausam. Zur Abschreckung, als Lehre oder nur zum Spaß? Wer die langweiligsten 90 Minuten des Jahres 2019 übersteht, wird vermutlich nicht viel klüger sein.

 
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Kritik

 
 
 
Hoch lebe die IMDB. Seit vielen Jahren gehört diese Webseite zum unverzichtbaren Nachschlagewerk für Filmemacher und Filmbegeisterte. Das Online-Portal hält nicht nur wichtige Fakten über jede erdenkliche Kino-, Video- oder TV-Produktion parat. Auch Filmbewertungen gehören zum obligatorischen Standard, damit sich Besucher über die Qualität des gesuchten Streifens informieren können. Oftmals verrät die viel, vor allem auch deshalb, weil Nutzer weltweit dazu beitragen können, die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Filmdatenbank ermöglicht es nämlich, dass Kinoliebhaber gesehen Filme bewerten können. Da werden schnell mal mehrere tausend Stimmen abgegeben, damit andere Besucher wissen, ob ein Film lohnt gesehen zu werden oder eben nicht. Eine wichtige Funktion, die so überflüssige Machwerke wie MOLLYWOOD entlarvt. Schenkt man nämlich den IMDB-Bewertungen Glauben, hat man es hier mit Bodensatz zu tun. Die Warnung können wir nur bestätigen. MOLLYWOOD ist Zelluloid-Verschwendung und ein gemeiner Zeiträuber dazu. Der Farbe beim Trocknen zuschauen ist spannender.
 
 
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Irgendwo in Chicago steht ein Club namens Mollywood, der zu den begehrtesten Diskotheken gehört, die die Stadt zu bieten hat. Die Gründe für die Beliebtheit liegen auf der Hand. Dort läuft nicht nur angesagte Mukke – auch neue Drogen bekommt man dort unter der Hand. Eine Tatsache, die ein Irrer namens Chase ausnutzt. Er verkauft jungen Menschen ein selbstgemachtes Betäubungsmittel und schlachtet seine Käufer in der Phase des Rauschzustandes ab. Da häufen sich so langsam die Leichen, was den Undercover-Polizisten Zach zu Ermittlungen zwingt. Leider ist die Suche nach dem selbsternannten Rächer nicht gerade einfach. Die Drahtzieher im Untergrund halten nämlich dicht, schließlich lässt sich mit Drogen und deren Konsumenten ganz schön viel Geld verdienen.
 
 
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Von leicht zu erobernden Frauen und prolligen Alphamännchen – Herr wirf Hirn vom Himmel. Die Welt von Drehbuchautor KEN HOYD scheint ziemlich verschoben zu sein. Der hat mit MOLLYWOOD einen Horrorthriller zu Papier gebracht, dessen intelligenzfreien Figuren man besser nicht im Dunkeln begegnen möchte. Frauen werden hier zu unterwürfigen und nicht immer hellen Begattungswesen deklariert; Männer dagegen verhalten sich wie allseits potente Macho-Gangster, die sofort zum Messer greifen, wenn man zu persönlich wird. So oberflächlich die Charakterisierung, so oberflächlich gestalten sich auch die Gespräche zwischen den Protagonisten. Der beschränkte Wortschatz besteht ausschließlich aus einer Aneinanderreihung vulgärer Floskeln. Im Vergleich dessen sind die Dialoge in TV-Formaten privaten Fernsehanstalten preisverdächtig.
 
 
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MOLLYWOOD besitzt keinerlei Sympathieträger und auch sonst quält sich der Streifen damit eine Geschichte zu erzählen. Regisseur MOROCCO VAUGHN hat seinen Film mit vielen unwichtigen Szenen gefüllt, in denen uninteressante Figuren etwas sagen, das ohnehin nicht von Bedeutung ist. Irgendwo dazwischen passieren Morde, die MOLLYWOOD offenbar ihre Daseinsberechtigung geben. Betrachtet man sich das Machwerk nämlich genauer fällt schnell auf, dass die Handlung um die wenigen Gewaltexzesse geschrieben wurde und nur Alibifunktion besitzt, damit MOLLYWOOD überhaupt Spielfilmlänge erreicht. Nun gut, mag man meinen. Im Slasher-Film der 1980er Jahre hat man das nicht anders gemacht. Das ist korrekt. Nur war dort das abwechslungsreiche Morden der eigentliche Höhepunkt jedes Meuchelthrillers. Anders dagegen in MOLLYWOOD. Zwar sind auch hier sadistische Kills vorhanden; die einfältigen Effekte sind aber so durchschaubar, billig und hektisch geschnitten, dass selbst Fans härterer Filme gelangweilt abwinken. Alles wirkt hingeschludert und wirklich böse oder gar schonungslos ist MOLLYWOOD zu keiner Minute. Angesichts dessen, dass viele Horrorfilme neueren Datum zumindest versuchen mit grausamen und perfiden Gewalteinlagen zu schockieren ist das, was in MOLLYWOOD gezeigt wird, kaum der Rede wert. Selten so einen schlechten Horrorstreifen gesehen. Das sahen wohl auch die vielen Nutzer der Filmdatenbank IMDB so. Die hinterließen auf dem Portal ein vernichtendes Feedback zu MOLLYWOOD, das sich mit unseren negativen Eindrücken deckt. Besser meiden!
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Die wohl langweiligste Suche nach einem perfiden Killer im aktuellen Filmjahr. Okay, MOLLYWOOD hat ein paar Gewaltmomente zu bieten in denen ein fanatischer Serienkiller aus Bestrafung jungen Menschen tötet, die kurz zuvor noch selbstgebraute Drogen beim Mörder gekauft haben. Die Morde machen dieses Machwerk aber auch nicht zur Sternstunde des Slasher-Kinos, weil die wenigen Kills schlichtweg beliebig sind. Da wird ein Bein abgesägt und Chemikalien ins Auge geträufelt. Sieht alles billig und semiprofessionell aus, was wohl vermutlich von den Machern nicht so gewollt war. MOLLYWOOD will in seinen Gewaltexzessen brutal und schonungslos sein. Das Resultat ist ernüchternd, weil man wegen mangelnder Sympathie zu den Opfern kaum Interesse am Ableben der Opfer hegt. Die mangelnde Qualität der Spezialeffekte tut da ihr Übriges. Dass dieser miserable Anti-Drogen-Propaganda-Film dazu noch kaum Handlung besitzt, macht ihn gleich doppelt unbrauchbar. Immerhin lässt man kurz einige Horror-Kultfilme der 1980/90er aufleben. MOLLYWOOD erinnert mit seinem vermummten Rächer an jene Horrorfilme in denen Polizisten aus der Hölle das Gesetz selbst in die Hand nahmen und Opfer wie Täter kaltblütig des Spaßes wegen ausradiert haben. Wer jetzt nicht weiß welche Filme gemeint sind: PSYCHO COP oder MANIAC COP sind einige derer.
 
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Zensur

 
 
 
MOLLYWOOD hat in der zweiten Filmhälfte einige Gewaltszenen zu bieten. Es werden u.a. Chemikalien in das Auge eines Frau geträufelt, die zur Folge haben, dass die Haut verätzt. Weiterhin wird das Bein eines soeben mit Drogen benebelten Opfers abgesägt. Die meisten Gewaltszenen reduzieren sich auf die letzte halbe Stunde. MOLLYWOOD ist ein FSK18-Kandidat. Eine Indizierung muss nicht befürchtet werden.
 
 
 


 
 
 

MOLLYWOOD – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Momentum Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Psycho Cop (1989)
 
Maniac Cop (1988)
 
Maniac Cop 2 (1990)
 
Maniac Cop 3 (1993)
 

Filmkritik: „The Haunting Of Sharon Tate“ (2019)

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THE HAUNTING OF SHARON TATE

Story

 
 
 

Die hochschwanger SHARON TATE wird von schrecklichen Träumen geplagt, in denen Sie den eigenen Tod kommen sieht. Alles nur Einbildung oder doch drohendes Unheil?

 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF SHARON TATE – Kritik

 
 
 
Der Sommer 1969 schockierte ein ganzes Land. Am 9. August genannten Jahres zogen Mitglieder einer rassistischen Sekte los, um in den Hollywood Hills ein grausames Verbrechen auszuüben, das selbst heute noch Schauer verursacht. Im Fokus: Die damals hochschwangere Frau von Kult-Regisseur ROMAN POLANSKI. Sie galt zu ihrer Zeit als eine der schönsten Frauen der Welt und als Stilikone der Swinging Sixties. Leider wurde ihr der Erfolg zum Verhängnis. Zusammen mit einigen Freunden wurde sie von Anhängern der Hippie-Kommune MANSON FAMILY ermordet, die von Psychopath CHARLES MANSON gegründet und geleitet wurde. Kontroverser Stoff, der offenbar auch heute noch für so einige Regisseure von Interesse ist, um ihn kommerziell ausschlachten zu können. Zu einem dieser Filmemacher gehört DANIEL FARRANDS. Der war schon an so einigen Horrorfilm-Produktionen beteiligt und scheint ein großes Herz für Genre-Ware zu besitzen. So schrieb er nicht nur das Drehbuch zu HALLOWEEN 6 und HAVENHURST. Auch als Produzent bewies er den richtigen Riecher und finanzierte so Horrorfilme wie HAUS DER DÄMONEN oder AMITYVILLE – THE AWAKENING mit. Dass bei so viel Liebe zum Horror auch THE HAUNTING OF SHARON TATE jene Schiene bedient, verwundert wenig. Statt einen informativen Tatsachenbericht über die Manson Morde abzuliefern, werden eher niedere Instinkte befriedigt. Damit tritt man in die gleichen Fußstapfen, wie der ähnlich gelagerte WOLVES AT THE DOOR. Auch dort wurde der Kriminalfall für einen Horrorthriller missbraucht, um möglichst detailreich das Ableben der Opfer zeigen zu können. Das ist irgendwie den Opfern und Angehörigen pietätlos gegenüber.
 
 
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Die Frau von Regisseur ROMAN POLANSKI ist im neunten Monat schwanger. Leider befindet sich der Gatte bei Dreharbeiten in London, weshalb sich SHARON TATE (gespielt von HILARY DUFF) in das gemeinsam angemietete Haus über den Hügeln Hollywoods zurückgezogen hat und sich dort mit Freunden die Zeit vertreibt. Leider erlebt die attraktive Sharon bald den Horror auf Erden. Sie wird von schrecklichen Albträumen und Visionen geplagt, in denen sie den eigenen Tod und den der Freunde voraussieht. Als wäre das nicht schon schaurig genug, fühlt sich die junge Frau auch noch verfolgt. Ein Fremder dringt in das Anwesen ein und hinterlässt Tonaufnahmen mit satanistischen Versen. es Sharon da mit der Angst bekommt ist verständlich. Leider will niemand der Freunde Glauben schenken. Die führen die plötzlichen Panikattacken auf die Schwangerschaft zurück. Eine Fehlinterpretation – wie sich bald herausstellen wird. Da klopft es plötzlich an der Tür und einige Fremde meinen es nicht gut mit der aufgebrachten Feiergesellschaft.
 
 
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Mittlerweile muss man mit einer gesunden Skepsis an Filme herangehen, die Themen aufgreifen, welche sich tatsächlich ereignet haben. So auch bei THE HAUNTING OF SHARON TATE. Der Film suggeriert dem Publikum nämlich, dass Kult-Schauspielerin SHARON TATE vor ihrem Tod schreckliche Visionen vom eigenen Ableben durchlebt hat. Das ist dreiste Blendung am Zuschauer, denn die Schwester der Ermordeten beteuerte in Interviews, dass es derartige Vorhersehungen in keinster Weise gegeben haben soll. Doch bei dieser Falschaussage soll es nicht bleiben. Neben wüsten Verschwörungstheorien, die hier beinahe ungeniert ins Drehbuch geschrieben wurden, ist es vor allem auch Filmemacher ROMAN POLANSKI, der eine Menge einstecken muss. Der wird zwar von keinem Schauspieler im Film verkörpert, ist aber dennoch ziemlich oft Thema. So wird er als ignoranter Ehepartner im Film beschrieben, der sich einen Deut um seine Gattin schert und sich stattdessen mit anderen Frauen vergnügt. Das ist irgendwie unverschämt.
 
 
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Doch THE HAUNTING OF SHARON TATE vermittelt nicht nur ein falsches Bild von Vorfällen und Opfern. Der Streifen kann sich auch nicht entscheiden, was er denn nun eigentlich sein will. Regisseur, Drehbuchautor und Produzent DANIEL FARRANDS vermischt hier Tatsachenberichte mit Mystery und Horrorelementen. Das Resultat ist verwirrend. Da träumt Filmfigur SHARON TATE vom eigenen Tod und ist plötzlich ihren Peinigern einen Schritt voraus. Sie überwältigt die Täter und bringt sie mit ihren Freunden um die Ecke, nur um in der folgenden Szene plötzlich doch von der Polizei tot aus dem Vorgarten herausgetragen zu werden. Abschließende Wort über Schicksal und Vorhersehung geben keinen Aufschluss und lassen das Publikum ratlos vor der Glotze zurück. Da stellt sich zu Recht die Frage, was uns Initiator DANIEL FARRANDS mit seinem doch ziemlich einfältigen THE HAUNTING OF SHARON TATE sagen wollte. Weil ein Regie-Audiokommentar auf der Blu-ray und DVD-Veröffentlichung fehlt, dürfte man als Zuschauer wohl nur spekulieren können.
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF SHARON TATE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Zum 50. Jahrestag der Manson-Morde folgt ein weiterer Film über die Ereignisse, den man aber nicht ernst nehmen kann. Was dem Zuschauer hier vermittelt wird, ist haarsträubend. Unter dem Deckmantel eines schockierenden Kriminalfalls, der sich in den 1960er Jahren tatsächlich in Amerika abgespielt hat, wird hier Wahrheit mit Fiktion vermischt. Das Resultat ist ein Horrorthriller, der zum Ende hin äußerst wirr anmutet und auch noch ins Esoterische abdriftet. Einzig der bedrohliche Score von FANTOM in Kombination mit der soliden Kameraarbeit von CARLO RINALDI retten THE HAUNTING OF SHARON TATE vor dem völligen Untergang. Im Strudel aus totgefilmten Jump-Scares und komischen Handlungsverläufen tut dann auch Sängerin und Ex-Disney-Vorzeigesternchen HILARY DUFF leid. Nach kleiner Schauspielabstinenz meldet die sich mit einem kontroversen Horrorthriller zurück, der gerade wegen seiner reißerischen Zurschaustellung tatsächlich geschehener Ereignisse und unnötiger Falschaussagen von Kritikern und Publikum verrissen wurde. Duff verkörpert im Film die schwangere SHARON TATE und spielt die von Albträumen geplagte und paranoid werdende Frau Polanskis glaubhaft. Dennoch ein Kampf gegen Windmühlen. THE HAUNTING OF SHARON TATE ist unnötig und auch nicht sonderlich spannend. Ein paar Gewaltszenen gehen dann aber doch etwas zu weit – zumindest für die von der FSK attestierte Freigabe ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF SHARON TATE – Zensur

 
 
 
Wenn die Sektenmitglieder unzählige Male auf ihre Opfer einstecken, ist das doch schon sehr hart anzusehen. Da wundert es schon etwas, dass THE HAUNTING OF SHARON TATE hierzulande ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben wurde. Offenbar hatte die FSK einen guten Tag und ließ den Film passieren.
 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF SHARON TATE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UNIVERSUM FILM (Blu-ray im Keepcase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Haunting of Sharon Tate; USA 2019

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Trailershow, Trailer, Interviews

Release-Termin: 10.05.2019

 

The Haunting of Sharon Tate [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE HAUNTING OF SHARON TATE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei UNIVERSUM FILM )

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wolves at the Door (2016)
 
The Manson Family (2003)
 
Once Upon a Time… in Hollywood (2019)
 
Helter Skelter – Die Nacht der langen Messer (1976)
 

Filmkritik: „Death House“ (2017)

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DEATH HOUSE – GEFANGEN IN DER HÖLLE

(DEATH HOUSE)

Story

 
 
 

Enttäuschender Low-Budget-Horror: In einem Hochsicherheitsgefängnis bricht das Chaos los, als plötzlich der Strom ausfällt und sich alle Gefangenen aus ihren Zellen befreien können.

 
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Kritik

 
 
 
Was wäre GUNNAR HANSEN glücklich gewesen, wenn er erfahren hätte, das man sein einziges Drehbuch verfilmt. Der Leatherface-Darsteller aus dem allerersten TEXAS CHAINSAW MASSACRE von 1974 hatte nämlich ein Skript verfasst in dem er alle Schauspiellegenden des modernen Horrorkinos vereinen wollte. Leider machte ihm der Tod einen Strich durch die Rechnung. Im Jahre 2015 verstarb der gebürtige Isländer ganz plötzlich und hinterließ eine Idee, die das Blut vieler Horrorfilmfans in Wallung brachte. Um dem verstorbenen Freund die letzte Ehre zu erweisen, griff Regisseur B. HARRISON SMITH das Projekt neu auf. Der ordnete die Idee über eine Horror-Version von THE EXPANDABLES, schliff am Drehbuch seines Vorgängers und inszenierte das Zusammentreffen der Horror-Ikonen unter dem Titel DEATH HOUSE. Das Resultat ist beachtlich – vor allem vor dem Hintergrund, wer sich da alles die Türklinke in die Hand gibt. Nahezu jeder Horror-Star erhielt eine Nebenrolle im Film. Da stellt sich berechtigterweise die Frage, ob so viele Gastauftritte überhaupt gut für eine Filmhandlung sein können. Im Falle von DEATH HOUSE ist das Ergebnis dann doch mehr schlecht, als recht. Da werden Enttäuschungen vorprogrammiert sein, denn dieses Wiedersehen bekannter Horror-Ikonen entpuppt sich als cineastischer Schnellschuss.
 
 
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Irgendwo in der Wüste Nevadas steht ein geheimes Hochsicherheitsgefängnis, das die Regierung als „Death House“ bezeichnet. Der Grund für die grausige Bezeichnung kommt nicht von ungefähr. Wer hier einsitzt, hat es geschafft und wird sein Lebtag kein Tageslicht mehr sehen. In diesem Knast lungern die gefährlichsten Verbrecher Amerikas, an denen Wissenschaftler obskure Experimente mit neuen Technologien durchführen. Von denen sollen sich zwei Bundesbeamten Toria Boon (CORTNEY PALM) und Jae Novak (CODY LONGO) ein Bild machen. Die erhalten eine exklusive Führung durch die Hallen der schaurigen Gefängnisanlage über die bald die Hölle hereinbrichen wird. Da fällt plötzlich der Strom aus, Knastzellen öffnen sich und die Angestellten werden zu Freiwild. Eine dumme Situation, die auch unsere beiden Besucher an Grenzen bringt. Die müssen sich durch das Gebäude kämpfen und sehen sich mit unzähligen Irren konfrontiert, die nur ein Ziel kennen: töten, töten, töten.
 
 
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Horror-Ikonen sind kein Garant für sehenswerte Horrorware. Zu dieser Einsicht muss man zwangsläufig kommen, wenn man DEATH HOUSE gesehen hat. Hier tummeln sich zwar bekannte Gesichter aus Horrorfilmen vor die Linse, sonderlich sehenswert ist das große Wiedersehen aber nicht. DEATH HOUSE entpuppt sich als günstig gedrehter Horror-Murks, der ohne Genre-Größen wie TONY TOOD, KANE HOODER oder BILL MOSELEY wohl kaum Aufmerksamkeit erhalten hätte. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. DEATH HOUSE ist vollkommen spannungsfrei und wirr. Die Handlung wirkt an den Haaren herbeigezogen und besitzt keinen roten Faden. Oftmals will man das Gefühl nicht loswerden, als habe man hier wahllos Gedanken zusammengewürfelt und in eine Handlung gepresst, die zu keiner Minute Sinn ergibt. Nun gut, mag man meinen – im Horrorfilm macht selten etwas Sinn. Was aber im Falle von DEATH HOUSE zugemutet wird, ist jenseits von Gut und Böse. Der Film hangelt sich von Gastauftritt zu Gastauftritt. Dazwischen herrscht gähnende Langeweile. Nicht einmal die kurzen und nicht immer professionell in Szene gesetzten Gewaltspitzen können das filmische Desaster vor dem Untergang bewahren. Da will man nicht wissen, was Leatherface-Darsteller GUNNAR HANSEN zuvor geraucht haben muss, als er diesen unschlüssigen Rohrkrepierer zu Papier brachte. Offenbar müssen es Drogen von einem fernen Planeten gewesen sein. Anders lässt sich dieser filmische Totalausfall nicht erklären.
 
 
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DEATH HOUSE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Boah, gar nicht mal so gut. Der Trash-Heuler DEATH HOUSE hätte ein Fest für Horror-Fans werden können. Leider hat man all das vermasselt, was man nur vermasseln kann. Das Drehbuch ist eine Zumutung, der abstrusen Handlung lässt sich nur schwer folgen und auf ein ausuferndes Splatterfest wartet man vergebens. Hinzukommt, dass die Ausleuchtung dunkler Flure und Gänge in der zweiten Filmhälfte derart schlecht ist, dass sich kaum erkennen lässt, was sich da auf der Mattscheibe abspielt. Da hat man nach zähen 45 Minuten Einleitung doch mehr erwartet, zumal auch die Gore-Effekte nicht unbedingt die besten sind. Immerhin bekommt man ein paar Gesichter aus bekannten Horrorfilmen zu sehen, die im Genre Rang und Namen haben. Ob die aber vor den Dreharbeiten geahnt haben, auf was für ein Desaster sie sich hier einlassen, steht auf einem anderen Blatt. Offenbar war für viele der hier Beteiligten Ebbe in der Geldbörse. Um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, hat man wohl einfach unterschrieben. So hat man sich ein Klassentreffen der Horror-Ikonen nicht unbedingt vorgestellt.
 
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von DEATH HOUSE ist ungeschnitten und erst für Erwachsene freigegeben. Im Film gibt es diverse Gewalszenen, die aber für eine FSK18-Freigabe in Ordnung gehen, um dafür im stationären Handel ungeschnitten ausgelegt werden zu können. Sonderlich brutal – wie anfangs gedacht und vom Label KSM beworben – ist DEATH HOUSE nicht. Auch wenn ab und an Menschen das Zeitliche segnen, ist dieser Horror-Trash keine Sternstunde des Gewalt- und Splatterkinos.
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NewKSM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Death House; USA 2017

Genre: Horror, Action, Krimi, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: 2 Blu-rays im Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow, Behind The Scenes, Interviews, Bildergalerie

Release-Termin: 28.03.2019

 

Death House [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

DEATH HOUSE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei NewKSM )

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Incident (2011)
 
Aftershock – Die Hölle nach dem Beben (2012)
 
Prison – Rückkehr aus der Hölle (1987)
 

Filmkritik: „Havana Darkness“ (2019)

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HAVANA DARKNESS

Story

 
 
 

Drei neugierige Mittdreißiger bekommen ein Manuskript von Schriftsteller Ernest Hemingway in die Hände, das sie nach Havanna führt, wo sie an eine seltsame Organisation geraten, die eine Leidenschaft fürs Terrorisieren und Foltern hegt.

 
 
 


 
 
 

HAVANA DARKNESS – Kritik

 
 
 
Manchmal ist es besser, wenn man seine Nase nicht in Dinge steckt, die einen doch nichts angehen. Weise Worte, die leider Protagonisten in Horrorfilmen zu oft nicht ernst nehmen wollen. Da ist die Neugierde meist größer als der Verstand, was zur Folge hat, dass Figuren in Umstände hineingerissen werden, aus denen sie schnell nicht mehr entkommen können. Auch der mexikanische Regisseur GUILLERMO IVÁN liebt offenbar Horror-Klischees und nutzt die für etwas reißerisch in Szene gesetzten Horror. Der hat in Kuba im Filmfach studiert und verdient seit Jahren als Schauspieler, Produzent und Regisseur sein Lohn und Brot. Offenbar hat er während seiner Studienzeit ein paar düstere Ecken in Havanna gefunden, die geradezu prädestiniert dafür sind, dort einen Horrorfilm spielen zu lassen. Das Ergebnis ist HAVANA DARKNESS – ein beliebiger Folter-Slasher-Mix mit immerhin atmosphärischen Momenten.
 
 
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Wenn Neugierde in der Sackgasse endet. Carlos Carrasco ist Historiker und bekommt ganz zufällig ein unveröffentlichtes Manuskript in die Hände, das der Schriftsteller Ernest Hemingway während seiner Zeit im kubanischen Havanna geschrieben haben soll. Grund genug das Schriftstück genauer unter die Lupe zu nehmen und mit zwei Freunden nach Kuba zu reisen. Dort will man die Echtheit des Textes prüfen und geht dabei einem Abschnitt im Manuskript auf dem Grund, in dem von einer mysteriösen Mordserie erzählt wird. Die soll sich während des Aufenthalts Hemingways in einer Villa im Herzen der Stadt zugetragen haben. Düstere Legenden oder tatsächlich passiert? Eine Frage, die den drei Hobbydetektiven bald zum Verhängnis wird. Schnell hat man nämlich das geheimnisvolle Anwesen gefunden und verschafft sich trotz Warnung Einheimischer Zutritt. Ein fataler Fehler, der den Freunden zum Verhängnis wird.
 
 
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Ein Horrorfilm aus Kuba? Nun ja nicht ganz. HAVANA DARKNESS ist der erste englischsprachige Genre-Film, der in Kuba gedreht wurde und die Kulisse maroder Bausubtsanz dafür nutzt, um etwas HOSTEL-Feeling auf Zelluloid bannen zu können. Kuba ist nämlich nicht nur für karibisches Nächte und Salsa berüchtigt; das kommunistische Land hat auch enorme wirtschaftliche Probleme. Da bröckelt es an allen Ecken und Kanten. Doch Geld für die Restaurierung alter Gebäude ist nicht vorhanden. Ein Vorteil, der HAVANA DARKNESS förderlich ist. Der Horrorthriller entführt den Zuschauer schnell in eine dunkle Welt, die sich inmitten von Bauruinen auftut und eine Atmosphäre zutage fördert, wie man sie aus schmuddelig-dreckigen Folterwerken kennt. Da werden Erinnerung an so deftige Hausmannskost wie HOSTEL, SEE NO EVIL oder WHAT THE WATERS LEFT BEHIND wach. Wobei wir auch schon beim Film wären. HAVANA DARKNESS ist bei genauerer Betrachtung ein Mix aus Folterfilm und Slasher-Streifen, der sich aber erstaunlich zurückhält bei dem, was solche Filme eben ausmachen. Da wird Gewalt auf das Nötigste beschränkt. Eine etwas unsanfte Beinbehandlung mit einem Sägewerkzeug bildet da leider auch schon den Höhepunkt. Terror- und Folterfilme sind eben auch nicht mehr das, was sie mal waren.
 
 
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Doch bevor der Streifen überhaupt erst einmal an Fahrt gewinnen kann, hat der Film mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Da wird viel recherchiert und um den heißen Brei geredet. So müssen die Helden erst einmal die Fährte wittern und nach Havanna reisen. Der Handlungsverlauf wirkt hierbei unglaubwürdig und konstruiert. So stellt sich bald heraus, dass die Texte des Ernest Hemingway keineswegs echt sind. Die wurden von zwielichtigen Personen in Umlauf gebracht, um ahnungslose Menschen in eine Art unterirdische Kampfarena zu locken. Dort angekommen, werden Nägel mit Köpfen gemacht. Drei maskierte Killer spielen mit ihren Opfern und jagen sie mit Mordwerkzeugen ausgestattet durch blutbesudelte Flure und schlecht ausgeleuchtete Zimmer. Dabei wird die perfide Hetzjagd von einem geheimnisvollen Beobachter über verschiedene Überwachungskameras verfolgt. Das klingt krass, liest sich aber reißerischer, als es letztendlich ist.
 
 
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Viel Lärm um nichts also. HAVANA DARKNESS hat zwar eine Million Dollar gekostet, kann aber seine Video-Herkunft nicht verleugnen. Offenbar ist das gesamte Produktionsbudget in das schmuddelige Set und die immerhin gut kreierten Masken geflossen. Letztere erinnern an die Maskierung des Fallenstellers im Online-Survival-Game DEAD BY DAYLIGHT. Kenner des Horror-Spiels dürften zweifelsohne Parallelen entdecken. Das macht HAVANA DARKNESS aber nicht zum Highlight. Dem Streifen mangelt es an dem, was man eben von Slashern und Terrorfilmen erwartet. Das ist nun mal Gewalt, Gewalt und nichts als Gewalt. Die ist überschaubar und deren Mangel wohl auf fehlendes Budget zurückzuführen. Damit dennoch Spielfilmlänge erreicht werden kann, hetzt man die Protagonisten am Ende etwas zu lang durch ein dunkles Verlies. Da wird’s dem Zuschauer selbst bald düster vor Augen, weil er vom ewigen Gehetze und Verfolgen ganz müde wird. Immerhin fühlten sich die Schauspieler gefordert. In einem Interview erklärte Schauspielerin CAROLINA RAVASSA, dass HAVANA DARKNESS für sie der herausforderndste Film ihrer bisherigen Karriere gewesen sei: emotional, physisch und psychisch. So musste die Darstellerin unentwegt laufen, keuchen, weinen und zittern. Für ihren Körper eine Herausforderung, die die Schauspielerin an ihre Grenzen brachte.
 
 


 
 
 

HAVANA DARKNESS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
HAVANA DARKNESS zeichnet sich durch die schaurigste Killer-Maskierung aus, die man in einem Horrorfilm zu sehen bekommen hat. Zudem gefällt das schmuddelige Folter-Set, das Erinnerungen an Filme wie HOSTEL oder KILLER INK wach werden lässt. Leider war’s das dann aber auch schon mit den Höhepunkten. HAVANA DARKNESS ist ein B-Movie, dem oft das kleine Budget einen Strich durch die Rechnung macht. Das macht sich vor allem am mageren Blutzoll bemerkbar. Irgendwie will man das Gefühl nicht loswerden wollen, als hätten die Macher mehr gewollt, aber nicht mehr gekonnt. Für einen Film dieser Kategorie sind die gezeigten Grausamkeiten beinahe eine Beleidigung. Trotz Folter- und Überlebensthematik sollten Fans dieser Gattung Film demzufolge nicht zu viel erwarten. Hier winkt definitiv ein blauer FSK-Sticker – der Albtraum eines jeden Liebhabers härterer Horrorfilme.
 
 
 


 
 
 

HAVANA DARKNESS – Zensur

 
 
 
Man sollte sich nicht vom reißerischen Filmplakat blenden lassen. HAVANA DARKNESS ist kein Foltermeisterwerk in dem der Lebenssaft minütlich fließt. Der Fan für härtere Filmware darf sich nur an wenigen Gewaltmomenten erfreuen, die dazu auch noch sehr kurz gezeigt werden. Pfeile bohren sich in Körper, ein Kehlenschnitt hat es in den Film geschafft und eine festgebundene Filmheldin muss eine schmerzhafte Fußmaniküre über sich ergehen lassen. Weiterhin fällt ein Protagonist in eine Pfütze und erliegt anschließend einer Elektrobehandlung, weil Strom ins Wasser geleitet wird. HAVANA DARKNESS dürfte hierzulande ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HAVANA DARKNESS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Gravitas Ventures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sportkill (2007)
 
Hostel (2003)
 
Raze – Fight or Die! (2013)
 
Are You Scared (2006)
 

Filmkritik: „The Ranger“ (2018)

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THE RANGER

Story

 
 
 

Jedes Jahr besuchen Millionen Menschen die Nationalparks Amerikas – aber nicht jeder kehrt auch wieder zurück. So auch im Horrorfilm THE RANGER. Darin meint es der Ordnungshüter eines Nationalparks gar nicht gut mit Besuchern, die meinen Regeln brechen zu müssen.

 
 
 


 
 
 

THE RANGER – Kritik

 
 
 
Wenn Überlebende im Horror-Genre auf Gesetzeshüter treffen und um Hilfe betteln, muss man mittlerweile auf alles gefasst sein. Filme wie MICHAEL BAY’S TEXAS CHAINSAW MASSACRE oder LEATHERFACE haben gezeigt, dass sich hinter der Fassade des hilfsbereiten Polizisten gern auch mal das personifizierte Böse verstecken kann. Ganz zum Leidwesen der ahnungslosen Opfer. Die werden in dieser Art von Filmen plötzlich selbst zu Gejagten und werden am Ende doch schon mal vom Ordnungshüter höchstpersönlich zu Wurst verarbeitet. Der Horror-Slasher THE RANGER macht auch von dieser Verwirrungstaktik Gebrauch. Hier ist zwar keine Kannibalensippe im Einsatz deren Familienoberhaupt als Polizist getarnt Hilfesuchende in mundgerechte Häppchen zerteilt. In diesem Horror-Indie nimmt ein Ranger seine Arbeit zu ernst und sorgt mit radikalen Mitteln für Zucht und Ordnung. Handgemachten Splatter gibt’s obendrauf. Das wird ein Spaß.
 
 
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Böse Punks: in einem Club werden Chelsea und ihre Clique von der Polizei überrascht. Die führt dort eine Razzia durch und geht dabei alles andere als zimperlich vor. Für einen der Freunde zu viel des Guten. Als der sieht, wie einer der Wachleute die taffe Chelsea festnehmen will, macht er kurzen Prozess. Er zückt ein Messer und sticht den Polizisten nieder. Nun aber nichts wie weg. Gemeinsam flüchtet man in die Wälder zu einer Hütte im Wald. Dort will man erst einmal untertauchen, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Leider hat Chelsea bei diesem Plan gar kein gutes Gefühl. Die Bretterbude gehört nämlich dem verstorbenem Onkel, der unter tragischen Umständen das Zeitliche segnen musste. Weitaus mehr Sorgen als die mysteriöse Familiengeschichte unserer tapferen Filmheldin macht aber ein Ranger. Der sorgt in den Wäldern für Ordnung und will, dass im Naturschutzgebiet Regeln befolgt werden. An die halten sich die rebellischen Kleinganoven aber nicht. So kommt, was kommen muss: der mürrische Ranger sieht rot und bestraft einen nach dem anderen.
 
 
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Wenn dein Freund und Helfer ein Psycho ist. THE RANGER ist ein solider Vertreter der Gattung Slasher. Naive Teenager treffen auf einen Killer, der seine grünschnäbeligen Opfer nacheinander abwechslungsreich tötet. Also alles beim Alten, würde diesmal nicht eine Frau auf dem Regiestuhl sitzen, die ihren männlichen Kollegen zeigt, was eine Harke ist. Mit ihrem ersten Langfilm zeigt JENN WEXLER, dass auch Frauen blutige Horrorfilme inszenieren können. Die zitiert fleißig Klassiker wie EVIL DEAD und FREITAG DER 13. und scheint damit so ziemlich viel Spaß zu haben. THE RANGER lässt mit Punkmusik und handgemachten Effekten die 1980ern aufleben. Das hat zur Folge, dass der Streifen den Eindruck erweckt, als wäre er zu dieser Zeit entstanden. Retro-Horrorfilmfans wird das wohl gefallen – auch, wenn THE RANGER das Slasher-Rad nicht neu erfindet. Regisseurin JENN WEXLER daddelt die Verläufe gängiger Horror-Slasher zu unoriginell ab. Wirklich Spannung kann so nicht entstehen, zumal auch die Figuren eher Stickern aus dem Slasher-Sammelalbum entsprechen und nur als Kanonenfutter herhalten müssen, um zumindest den Blutzoll des Zuschauers befriedigen zu können. Letzterer ist für einen Indie-Schlitzer ganz ordentlich. Für den kleinen Slasher-Hunger zwischendurch daher ganz brauchbar. Bleibenden Eindruck hinterlässt THE RANGER aber nicht.
 
 
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THE RANGER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Blutiger Slasher, der vor allem durch eines hervorsticht: Retro-Charme und blutige Spezialeffekte. Story und Figuren sind in THE RANGER nebensächlich. Regisseurin JENN WEXLER fügt ihrem ersten Langfilm keine Neuerungen hinzu. Wer hier sein Leben lassen muss, ist so ziemlich schnell klar. Auch ist bereits nach wenigen Minuten ersichtlich, wer es am Ende als Held mit dem Bösen aufnehmen muss. Das dürfte für all jene langweilig erscheinen, die schon mindestens einen Slasher gesehen haben, der nach klassischem Aufbau inszeniert wurde. Was aber Erwähnung finden sollte, sind die hervorragenden Spezialeffekte, die für einen so kleinen Horrorthriller beachtlich heftig und professionell in Szene gesetzt wurden. THE RANGER ist ein solider Vertreter der Gattung Slasher und auch eher nur für jene geeignet, die eine Leidenschaft für diese Art von Filmen besitzen. Kann man sehen, muss man aber nicht.
 
 
 


 
 
 

THE RANGER – Zensur

 
 
 
Ein paar grafische Gemeinheiten gibt es in THE RANGER zu sehen. So reißt sich ein Protagonist den Fuß ab, um aus einer Bärenfalle entkommen zu können, eine Axt kommt zum Einsatz und Gewehrkugeln bohren sich durch Kopf und Körper. Weiterhin wird einer Filmfigur erst mehrmals mit einem Gegenstand ins Gesicht geschlagen bevor sie dann von einem Turm gestoßen wird. Weil alles dann doch schon sehr blutig und zeigefreudig zelebriert wird, dürfte THE RANGER vermutlich von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE RANGER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Hood River Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Hitcher (2007)
 
Wolf Creek (2005)
 
Killing Ground (2016)
 
Carnage Park – Willkommen in der Hölle (2016)
 
The Mooring (2012)
 
Desolation (2017)
 

Filmkritik: „Leprechaun Returns“ (2018)

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LEPRECHAUN RETURNS

Story

 
 
 

Nach 25 Jahren wird ein boshafter Zwerg aus seinem Gefängnis befreit und beginnt eine Gruppe von Studenten zu terrorisieren.

 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Kritik

 
 
 
Manche Monster sind einfach nicht tot zu kriegen – vor allem, wenn man mit ihnen Geld verdienen kann. So hat es sich Hollywood seit den 2000ern zur Aufgabe gemacht jeder noch so kultverdächtigen Horror-Kreatur durch ein glattgebügeltes Remake neues Leben einzuverleiben. Viel zu oft scheiterte das Vorhaben – in wenigen Fällen war die Neuauflage dennoch besser als das Original. Da mittlerweile alle bekannten Genre-Bösewichte der 70er/80er durch eine Neuverfilmung den Weg ins neue Jahrtausend gefunden haben und es kaum noch etwas zu remaken gibt, setzt man eben fort, was bei Horror-Nerds von Begriff sein könnte. So gelang es einem irischen Kobold sich in den 1990ern Dank Video-Ära einen Namen zu machen. LEPRECHAUN hies der Horrorspaß, der zwar in den unteren Regalen der Videotheken sein Dasein fristete, es aber bis heute auf sechs mehr oder weniger brauchbare Filme und ein überflüssiges Reboot brachte. Offenbar waren die Rechte in Zeiten günstig, in denen sich kaum noch jemand an den Killergnom erinnern kann. Die letzte, richtige Fortsetzung liegt schon einige Jahre zurück. Grund für die eher für Trash-Filme bekannte Filmbude SYFY genannte Filmreihe 15 Jahre nach dem letzten Sequel fortzuführen. Unter dem Titel LEPRECHAUN RETURN geht es daher nun in Runde 7. Wer die bisherigen Produktionen von SYFY gesehen hat, dürfte mit Grausen erahnen können, was das bedeutet.
 
 
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LEPRECHAUN RETURNS ignoriert alle bisherigen Streifen und Ereignisse. Stattdessen knüpft der Film an das Original von 1993 an und erzählt die Geschichte von College-Studentin Lila (TAYLOR SPREITLER). Die ist die Tochter der Heldin aus dem Original-Leprechaun, welche dort von JENNIFER ANISTON verkörpert wurde. Mittlerweile ist die aber an Krebs verstorben. Dennoch verschlägt es Lila zurück an den Ort, an dem die Mutter einst gelebt hat. Dort will die junge Frau mit ihren Kommilitonen ein Haus auf Vordermann bringen, das als neues Verbindungsheim dienen soll. Leider befreit man bei den Renovierungsarbeiten genau jenen Leprechaun, den einst die Mutter vor 25 Jahren in die Knie gezwungen hat. Der macht genau dort weiter, wo er in den 1990ern aufgehört hat und begibt sich auf die Suche nach seinem Gold, das ihm vor 25 Jahren von seinen Gegenspielern weggenommen wurde. Das ist für die jungen Helden in LEPRECHAUN RETURNS nicht sonderlich erfreulich. Die wissen anfangs nicht, wie ihnen geschieht und was der Kobold will. Doch Heldin Lila bietet dem raffgierigen Gnom die Stirn.
 
 
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Ach nee, das hätte nun nicht wirklich sein müssen. Was aus den SYFY-Studios kommt, ist berechtigterweise für die Tonne. Gleiches kann man auch über LEPRECHAUN RETURNS sagen, der genau das widerspiegelt, für das Produktionen aus genannter Resterampe stehen. Die zeichnen sich durch mindere Qualität aus, mit der man möglichst viel Geld verdienen möchte. Demzufolge macht LEPRECHAUN RETURNS dem Namen SYFY alle Ehre und kurbelt eine überraschungsarme Geschichte ab, die nach den bekannten Formeln abgehandelt wird, welche sich das Studio SYFY seit Bestehen auf die Stirn geschrieben hat. Für all jene, die nicht wissen, was gemeint ist: LEPRECHAUN RETURNS ist seichte Horrorunterhaltung auf TV-Niveau, die schnell abgedreht wurde, kaum Substanz besitzt und auch sonst eher leichte Gemüter ansprechen möchte.
 
 
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Wie in den meisten SYFY-Gurken kämpfen auch in LEPRECHAUN RETURNS nicht sonderlich helle Jungdarsteller gegen ein Monster, das irgendwie in die Knie gezwungen werden muss. Diesmal sind es aber keine Zombies, CGI-Kreaturen oder Geister. Dieser SYFY-Film rückt einen Kobold in den Mittelpunkt, der zynische Sprüche von sich gibt, über die man mit fortschreitender Laufzeit gar nicht mehr lachen kann. Zwergen-Darsteller LINDEN PORCO tritt ein großes Erbe an. Dem wurde die ungnädige Ehre zuteil, in die Fußstapfen von WARWICK DAVIS zu treten, der in allen bisherigen LEPRECHAUN-Streifen den Kultkobold verkörpert hat. Ein Unterfangen, das bereits vor Drehbeginn zum Scheitern verurteilt war. Horrorfans sind so ziemlich eigen, wenn es um Horrorfilm-Ikonen geht, die das Genre maßgeblich mitgeprägt haben. Genau das wird auch in LEPRECHAUN RETURNS zum großen Problem. Zwar sieht der Kobold aus, wie der Leprechaun aus genannter Film-Reihe. Dennoch bleibt für eingefleischte Fans unübersehbar, dass die Rolle des goldgierigen Gnoms von einem anderen Darsteller verkörpert wird. Somit macht es LEPRECHAUN RETURNS dem Remake von A NIGHTMARE ON ELM STREET gleich. Auch dort tauschte man den beliebten Hauptdarsteller gegen einen neuen aus. Weil ROBERT ENGLUND nicht mehr als zynische FREDDY KRUEGER zu sehen war, erhielt die Neuverfilmung von Genre-Anhängern kaum Zuspruch.
 
 
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Gleiches Schicksal dürfte nun auch LEPRECHAUN RETURNS ereilen, der kaum der Rede wert ist und irgendwie überflüssig wirkt. Die Handlung wurde aufs Wesentliche beschränkt und besteht einzig darin eindimensionale Darsteller nacheinander in den Filmhimmel zu jagen. Immerhin versucht SYFY das beste aus dem rudimentären Filmkonzept zu machen. Der Film nimmt sich nicht immer bierernst und zieht die trashige Inszenierung bewusst ins Lächerliche. Das wird vor allem bei den diversen Morden deutlich. Die sind zwar blutig aber derart überzeichnet, dass ein comicgleicher Unterton nicht von der Hand zu weisen ist. Leider mangelt es dem Streifen an Neuerungen. LEPRECHAUN RETURNS spult die gleichen Verläufe ab, die bereits in den Filmen zuvor Programm gewesen waren. Man erfährt nichts Neues über den mordenden Kobold und auch sonst fehlen diesem Ableger frische Ideen. Das mag für all jene nicht schlimm sein, die bisher noch keinen Streifen dieser Reihe gesehen haben. Wer jedoch alle sechs LEPRECHAUN-Filme (das doofe Reboot mal ausgenommen) kennt, dürfte sich bei diesem Ausflug ins irische Kobold-Universum schnell gelangweilt fühlen.
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wo SYFY draufsteht, ist auch SYFY drin. LEPRECHAUN RETURNS ist dreiste Resteverwertung und fühlt sich an, als habe das Studio SYFY einen ihrer bisherigen Kreaturen-Filme genommen und einfach nur das Filmmonster gegen einen mordenden Kobold ausgetauscht. Das Filmkonzept ist rudimentär. Das bedeutet: eindimensionale Jungdarsteller werden nacheinander durch einen Killergnom ermordet – Spannungsfreiheit inklusive. Das ist ziemlich langweilig, auch wenn sich der Streifen nicht immer bierernst nimmt. Immerhin erwähnenswert: LEPRECHAUN RETURNS ist der bisher blutigste Teil der Reihe. Ob das einen guten Horrorfilm auszeichnet, möchten wir bezweifeln.
 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Zensur

 
 
 
LEPRECHAUN RETURNS ist der blutigste Teil der Reihe und auch ziemlich zeigefreudig. Ein Auto fährt über einen Kopf, der Leprechaun wühlt sich durch Gedärm und ein Protagonist wird von einer herabfallenden Solaranlage in zwei Hälften geteilt. Aber das ist noch längst nicht alles. Für die Rückkehr des Killerkobolds hat man sich noch weitere zynische Morde einfallen lassen, was dafür sorgen dürfte, dass LEPRECHAUN RETURNS hierzulande wohl eher mit rotem FSK-Flatschen in den Handel kommen wird.
 
 
 


 
 
 

LEPRECHAUN RETURNS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Syfy)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Leprechaun’s Revenge (2012)
 
Leprechaun (1993)
 
Leprechaun 2 (1994)
 
Leprechaun – Tödliches Spiel in Vegas (1995)
 
Space Platoon (1997)
 
Leprechaun 5 – In the Hood (2000)
 
Leprechaun 6 – Back 2 tha Hood (2003)
 

Filmkritik: „Hell Fest“ (2018)

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HELL FEST

Story

 
 
 

Wenn die Geisterbahn zur grausamen Realität wird: in einem Horror-Themenpark geht ein Killer um, der Gefallen daran findet junge Menschen zu töten.

 
 
 


 
 
 

HELL FEST – Kritik

 
 
 
Was nur ist mit dem Slasher passiert. Diese Unterart des Horrorfilms flimmert nun seit mehr als über 40 Jahren über die Leinwand – mit Ruhm bekleckert die sich aber seit Jahren nicht mehr. Den letzten wirklich großen Streifen dieser Gattung Film gab es 1996 mit SCREAM. Seither muss man nennenswerte Slasher-Produktionen mit der Lupe suchen. Doch man kann noch hoffen; zumindest wenn man sich den Trailer zum Meuchelstreifen HELL FEST anschaut. Der macht auf den ersten Blick eine gute Figur. Da wird mit rasanten Schnitten, glattgebügelten Bildern, panischer Musikuntermalung und einem furchterregenden Killer geworben. Leider alles heiße Luft. HELL FEST wird Erwartungen nicht gerecht, denn sonderlich spannend oder gar neu ist Gebotenes keineswegs. Ein großes Problem: Regisseur GREGORY PLOTKIN folgt zu engstirnig den Regeln, die der Slasherfilm zu seinen Anfangszeiten festgelegt hat. Wer demzufolge schon mal einen Streifen dieser Art gesehen hat, dürfte ahnen, was ihm blüht. Das hat zur Folge, dass alles absolut vorhersehbar bleibt. Spannung wird demnach zunichtegemacht. Das ist irgendwie ärgerlich.
 
 
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Rummelplatz des Grauens. Offenbar sind Horror-Themenparks, Geisterbahnen und Horror-Häuser seit einiger Zeit eine beliebte Kulisse, um dort Protagonisten an Halloween über die Klinge springen zu lassen. So haben wir zuletzt mit BLOOD FEST, THE FUNHOUSE MASSACRE oder TALON FALLS bereits ähnliche Streifen besprochen, in denen auf schaurigen Kirmes-Veranstaltungen das Böse Runden gedreht hat. In HELL FEST passiert etwas ganz ähnliches. Darin machen sich junge Menschen auf zu einer Attraktion, die Ihresgleichen sucht. Auf dem sogenannten „Hell Fest“ können sich Besucher zu Tode erschrecken lassen. Dieser riesige Themenpark hat sich dem Horror-Genre verschrien und entpuppt sich als riesige Freiluft-Geisterbahn, die dem Besucher das Blut in den Adern gefrieren lassen soll. Zumindest erhoffen sich den ultimativen Schock-Trip auch unsere fünf Helden. Die besorgen sich VIP-Bändchen und können es kaum erwarten sich von Zombies, Geistern und Serienmördern durch die Nacht hetzen zu lassen. Leider befindet sich auch unter den vielen Gästen auch einer, der nicht alle Latten am Zaun hat. Der macht nämlich aus Spaß Ernst und beginnt Besucher zu ermorden. Leider kann er auf dieser Veranstaltung ungestört töten. Die meisten der hier Anwesenden glauben nämlich, dass die Leichen zum Programm gehören. Doch Heldin Natalie (AMY FORSYTH) ist clever. Der kommt alles etwas spanisch vor und bringt sich so in große Gefahr. Der Killer will sich nämlich von ihr nicht den Spaß verderben lassen und heftet sich an ihre Fersen, um die neugierige Zeugin einen Kopf kürzer zu machen.
 
 
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Joar, ist halt ein Slasher. HELL FEST unterscheidet sich nicht unwesentlich von den üblichen Verdächtigen dieses nicht mehr ganz so frischen Subgenres des Horrorfilms. Der Streifen hakt die wichtigsten Regeln ab, die dieser Art von Filmen zugrunde liegen. Wer hier überleben wird, ist bereits zu Beginn klar. So haben wir die obligatorische Scream-Queen, die es am Ende mit dem Killer aufnehmen wird, vorher aber tatenlos zusehen muss, wie die nicht immer klugen Freunde nacheinander abgeschlachtet werden. Selbstverständlich wird dabei die Identität des Killers bewahrt. Der versteckt sich hinter einer schaurigen Maske und darf am Ende entkommen, damit HELL FEST bei Erfolg in eine zweite Runde gehen kann. Der rudimentäre Ablauf dürfte selbst alteingesessene Slasher-Fans unterfordern, denn eine richtige Handlung besitzt HELL FEST keineswegs. Vielmehr sehen wir, wie dumme junge Menschen von einer Themenpark-Attraktion zur nächsten laufen und dabei nacheinander das Zeitliche segnen. Das ist ermüdend, gerade auch deshalb, weil mehr Wert auf Kulisse gelegt wird, statt die Protagonisten und die Taten des Killers in den Mittelpunkt zu rücken. In HELL FEST ist nämlich der Ort der Geschnehnisse der eigentliche Star. Hier haben Bühnenbildern ganze Arbeit geleistet. Das Set glänzt durch Abwechslungsreichtum, die Masken der Schausteller sehen verdammt gut aus und jede Attraktion in diesem Freizeitpark besticht durch Liebe zum Detail. Das mag löblich sein, kann aber den Slasher nicht vor der Belanglosigkeit retten, weil visuelle Raffinessen allein einen Horrorfilm nicht tragen können.
 
 
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Unterm Strich bedeutet das: außen hui, innen pfui. HELL FEST kann nicht halten, was der aussichtsreiche Trailer verspricht. Der Streifen schaut zwar ziemlich gut aus, ist aber bei genauerer Betrachtung keine Spannungsgranate. Die Ereignisse passieren eben und wirkliche Höhepunkte muss man mit der Lupe suchen. Erst im Finale kommt endlich so etwas wie Herzklopfen auf. Dass zudem auch dem Gewaltpegel kaum Beachtung geschenkt wurde, dürfte vielen Slasher-Fans gar nicht gefallen. Mit beinahe schon übertriebener Zurückhaltung geht der Killer in HELL FEST zugange. Da kommen leider zu oft nur unscheinbare Stichwaffen zum Einsatz. Viel Blut fließt demzufolge nicht. Das ist dahingehend enttäuschend, weil deftige Gewalt für viele Zuschauer zum essenziellen Bestandteil in Horrorfilmen geworden ist.
 
 


 
 
 

HELL FEST – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SCREAM auf dem Rummel. HELL FEST besitzt nennenswerte Voraussetzungen für einen guten Horrorfilm. Das Set ist ungewöhnlich und glänzt durch Liebe zum Detail, Kameraarbeit und Schnitt überzeugen und auch den Schauspieler kann man Talent bescheinigen. Ein großes Problem jedoch ist die Handlung selbst. Die passt auf einen Bierdeckel und bietet garantiert nichts Neues, das man nicht schon in über 40 Jahren Slasher-Geschichte zu sehen bekommen hat. HELL FEST ist so vorhersehbar und konventionell gestrickt, dass erfahrene Slasher-Kenner müde von den immer wieder gleichen Abläufen werden. Nun gut, mag man meinen, Regisseur GREGORY PLOTKIN hat Anlaufschwierigkeiten. Der hat mit HELL FEST gerade mal seine zweite Regiearbeit für einen Langfilm abgeliefert. Zuvor saß der Filmemacher für PARANORMAL ACTIVITY: GHOST DIMENSION auf dem Regiestuhl und kümmert sich für die übrigen vier Streifen genannter Grusel-Reihe um den Schnitt. Demzufolge sollte man Erwartungen herunterschrauben. Auch, wenn der Trailer zum Film neues Slasher-Fieber entfacht – ein Slasher-Highlight ist HELL FEST definitiv nicht. Da hat man weitaus Besseres auf dem Schirm gehabt. Vieles davon entstand aber während den Slasher-Hochzeiten in den 1980ern.
 
 
 


 
 
 

HELL FEST – Zensur

 
 
 
Für einen Slasher ist HELL FEST so ziemlich zurückhaltend ausgefallen. Die härteste Szene ist die, in der einem Protagonisten ein spitzer Gegenstand durch das Auge gejagt wird. Ansonsten wird meist nur kurz mit Stichwaffen in Körper gestochen. Hierzulande ist locker eine FSK16 drin.
 
 
 


 
 
 

HELL FEST – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei CBS FILMS / LIONSGATE / GRANVILLE PICTURES INC.)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blood Fest (2018)
 
Bates Haunting – Das Morden geht weiter (2011)
 
The Funhouse Massacre (2015)
 
Scream Park (2013)
 
Dark Ride (2006)
 
Das Kabinett des Schreckens (1981)
 

Kritik: „Campus Killer – Das Böse kehrt zurück“ (2017)

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CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK

(DEL PLAYA)

Story

 
 
 

Das Tier in uns: Einem Mobbing-Opfer brennen die Sicherungen durch. Er greift zum Mordwerkzeug und begeht einen blutigen Amoklauf.

 
 
 


 
 
 

CAMPUS KILLER – Kritik

 
 
 
Außenseiter und Mobbing im Horrorfilm. Das ist Stoff, aus dem man gerne Horror-Slasher macht. Filmkenner wissen, dass in dieser Art von Filmen gern Rache genommen wird, und zwar von Menschen, mit denen man es nicht immer gut gemeint hat. Was bereits mit CARRIE in den 1970ern bei Zuschauern gut ankam, ist auch heute noch gängiger Horrorstoff, den man häufig ins (Heim)Kino bringt. Der Grund ist in der Brisanz dieses Themas zu suchen, das auch heute genauso aktuell ist, wie noch vor über 30 Jahren. Mobbing an Schulen und deren Folgen ist auch im Horrorthriller CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK (im Original: DEL PLAYA) Programm. Doch Vorsicht. Dieser Thriller ist ein hinterlistiger Blender. Der Trailer suggeriert nämlich ein kontroverses Rachedrama, das auf tiefgründige Ursachenforschung hoffen lässt und sich auf einen tatsächlichen Kriminalfall von 2014 stützt. Hat man den Film im Player, kommt schnell die Ernüchterung. CAMPUS KILLER will ein kontroverser Amokbericht mit Hintergrund sein, ist aber unterm Strich ein beliebiger Slasher mit Fokus auf Langeweile. Hier hält man leider keinen Beitrag für die DVD-Reihe KINO KONTROVERS in den Händen.
 
 
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Jede High School hat seine Außenseiter. So auch in jener, in der die attraktive Teenagerin Claire für die Zukunft paukt. Die kann sich vor Verehrern nicht retten und hat demzufolge die Qual der Wahl, wenn es um ihre Begleitung zum Schulball geht. Auch der introvertierte Matthew hat ein Auge auf die unnahbare Schönheit geworfen. Leider bleibt das Objekt seiner Begierde unerreicht und auch sonst hat der Einzelgänger an der Schule nichts zu lachen. Tagtäglich sieht sich der schüchterne Schüler mit den Mobbing-Attacken seiner Klassenkameraden konfrontiert. Aber auch zu Hause herrscht ein rauer Ton. Dort gibt es regelmäßig Prügel vom Stiefvater, was zur Folge hat, dass der Sonderling rot sieht und einen Mitschüler im Affekt tötet. Fünf Jahre später genießt die schöne Claire ihr Studentenleben auf dem Campus. Auch hier verdreht sie den Kommilitonen den Kopf und hat Spaß auf Partys. Doch ihre Stunden sind gezählt. Der Außenseiter aus High-School-Zeiten ist zurück und hat über die Jahre eine Obsession für unsere Filmheldin entwickelt. Er radiert Liebhaber und Freunde der taffen Claire aus, um so der Studentin besonders nahe zu sein. Da stellt sich die Frage, wie man mit so aufdringlichen Verehrern umgeht. In diesem Falle hilft nur eines: weglaufen.
 
 
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Viel Lärm um nichts. CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK sorgte 2015 mit einem Filmtrailer für Trubel. Darin wohnte man einen skrupellosen Amoklauf bei, der nicht unwesentlich an ein tragisches Ereignis erinnerte, welches sich ein Jahr zuvor in Amerika ereignet hatte. Beim sogenannten Amoklauf von Isla Vista ermordete der damals 22-jährige Elliot Rodger sechs Menschen und verletzte dreizehn andere Personen, bevor er sich selbst tötete. Obwohl Regisseur und Drehbuchautor SHAUN HART zwar Parallelen erkannte, beteuerte der Filmemacher gleichzeitig, dass sein Horrorthriller nicht mit dem tatsächlichen Amoklauf in Verbindung steht, sondern nur davon inspiriert wurde. Das war einem erbosten UCSB-Studenten aber zu wenig. Der startete auf change.org eine Petition und forderte den Veröffentlichungsstopp von CAMPUS KILLER. Weil sich über 29000 Unterstützer fanden, musste die Veröffentlichung des Streifens auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Drei Jahre nach der Kontroverse kommt CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK nun in die Heimkinos.
 
 
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Das Resultat rechtfertigt den Ärger in keiner Weise. CAMPUS KILLER ist nämlich ein schlechter Streifen, der sich als langweiliger Slasher von der Stange entpuppt. Da mutet es schon etwas grotesk an, wenn Macher SHAUN HART in Interviews zu verstehen gibt, dass er in seinem Horrorthriller nach einem ernsthaften „Warum“ für Amokläufe forscht. Das Ergebnis ist leider alles andere als glaubhaft und lässt sich keineswegs ernst nehmen. So wird im Film in Turbogeschwindigkeit Ursachenforschung fürs kaltblütige Morden betrieben und kurz in der Horror-Klischeekiste gewühlt. Schlechtes Elternhaus, Mobbing und unerwiderte Liebe. Das macht also einen Psychopathen aus? Damit macht es sich Hart zu einfach – ein Buch über Psychologie hätte in diesem Falle mehr Aufschluss über die Taten fehlgeleiteter Teenager gegeben. Sieht man von der oberflächlichen Suche nach Antworten ab, ist CAMPUS KILLER auch als Slasher kaum zu gebrauchen. Zu sehen gibt es kaum Inhalt. Die Handlung ist rudimentär. Wir sehen, wie sich Hauptprotagonistin Claire mit Männern verabredet, Beziehungsprobleme klärt, auf Partys feiern geht und immer wieder an jenen tragischen Tag vor fünf Jahren zurückdenkt, der einem rebellischen Teenager das Leben gekostet hat. Ein klar definiertes Drehbuch mit Charakterentwicklung, Geschichte oder gar Spannung gibt es nicht. Stattdessen taucht der Streifen in den Alltag eines unwichtigen Teenagers ein, der mit unwichtigen Figuren verkehrt, die ebenso unwichtige Dinge erleben. Das alles ist trotz technisch ansprechender Umsetzung vor allem wegen fehlender Spannung, kaum vorhandenem Tempo und wenig talentierter Schauspieler eine Zumutung. Knapp 100 Minuten Lebenszeit kann man auch sinnvoller investieren.
 
 
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Immerhin rütteln die für Slasher üblichen Gemeinheiten aus dem Tiefschlaf. Die sind anfangs ganz ordentlich. So muss ein Mobbing-Opfer ziemlich viel Gewalt von Mitschülern und dem Stiefvater über sich ergehen lassen. Doch mit fortlaufender Spielzeit wird auch der Gewaltpegel reduziert. So wird die Filmheldin vom gepeinigten Klassenkameraden verfolgt, der erst Claires Freunde wenig spektakulär in die Jagdgründe befördert und dann auch noch das Objekt der Begierde mit Küchenutensilien bearbeitet, als die nicht dessen Liebe erwidern möchte. Wer jetzt aber denkt, dass sich die Mattscheibe blutrot färben wird, dürfte bitterlich enttäuscht werden. Kreatives und vor allem deftiges Töten ist nicht gerade die Stärke von Drehbuchschreiber und Regisseur SHAUN HART. Somit darf man CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK an dieser Stelle als waschechten Rohrkrepierer bezeichnen, denn weder für Slasher-Fans noch für Liebhaber kontroverser Schocker ist dieser Blödsinn zu gebrauchen. Ein gemeiner Zeiträuber.
 
 
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CAMPUS KILLER – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Monster werden nicht geboren, sie werden erschaffen. So steht es auf dem Kinoplakat von CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK (Originaltitel: DEL PLAYA). Das lässt auf einiges hoffen. Doch in diesem Falle ist der verheißungsvolle Spruch nur überflüssiges Marketing-Geplapper. CAMPUS KILLER ist ein wenig origineller Slasher, der einen gepeinigten Schüler Amok laufen lässt. Die Hintergründe sind oberflächlich und auch die Handlung ist rudimentär. Alles läuft nach dem gleichen Schema ab, wie man es von den meisten Horror-Slashern her kennt. Ein Killer meuchelt sich durch das Fleisch diverser Jungdarsteller und wird am Ende vom Final Girl zur Strecke gebraucht. Viel Originelles hat CAMPUS KILLER nicht zu bieten. Die Morde sind beliebig und wenig spektakulär. Aber auch den Darstellern hätte man vor den Dreharbeiten empfehlen sollen, vielleicht noch ein paar Schauspielstunden zu nehmen. Was dem Zuschauer nämlich da geboten wird, verursacht Gänsehaut. Unsere Empfehlung: Besser Finger weg von diesem viel zu lang geratenen Horrorthriller.
 
 
 


 
 
 

CAMPUS KILLER – Zensur

 
 
 
Der Beginn von CAMPUS KILLER – DAS BÖSE KEHRT ZURÜCK ist schon hart anzusehen. Hier wird ein Schüler immer wieder von Mitschülern zusammengeschlagen. Was aber anfangs noch heftig in Szene gesetzt wird, dürfte Fans härterer Filme schnell enttäuschen. Die weiteren Gewaltszenen sind Slasher-Standard und kaum der Rede wert. Dennoch hat CAMPUS KILLER für die ungeschnittene Fassung hierzulande eine Erwachsenenfreigabe erhalten.
 
 
 


 
 
 

CAMPUS KILLER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Lighthouse Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Del Playa; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.39:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 102 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 14.12.2018

 

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CAMPUS KILLER – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Terror Films | Lighthoue Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rob Zombie’s Halloween (2007)
 
The Final – Nächste Stunde: Rache! (2010)
 
Tormented (2009)
 

Filmkritik: „Ruin Me“ (2017)

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RUIN ME

Story

 
 
 

Eine Art Escape Room im Freien wird zum Albtraum. Sechs Leute nehmen an einer Horror-Schnitzeljagd teil und können bald nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Spiel unterscheiden.

 
 
 


 
 
 

RUIN ME – Kritik

 
 
 
Neue Trends bedeuten neue Horrorfilmstoffe. Immer wenn gute Ideen, neue Innovationen oder raffinierte Technologien die Gesellschaft bewegen, kann man davon ausgehen, dass daraus auch Horrorfilme entstehen. Das war bei dem Siegeszug von Social Media der Fall und wurde auch zum Erfolgsgaranten als sogenannte Horror-Pranks oder Streiche in den Medien schockierten. Nicht weit davon entfernt sind Escape Rooms, die sich momentan in größeren Städten enormer Beliebtheit erfreuen. Hierbei lassen sich Freiwillige in Räume einschließen und versuchen darin Rätsel zu lösen, um wieder nach Draußen zu finden. Ein spannendes Thema, das offenbar Inspiration für den folgenden Horrorthriller geliefert hat. Der stammt von jemandem, der mit dem ersten Horrorfilm den großen Durchbruch erhofft. PRESTON DEFRANCIS zeichnet als Regisseur verantwortlich und hat auch gleich mit am Drehbuch geschrieben. Das Ergebnis ist gar nicht mal so übel, wie man es sonst von anderen Newcomer so sieht. Im Falle von RUIN ME kann man also durchaus einen Blick riskieren – vor allem deshalb, weil die zugrundeliegende Thematik noch relativ unverbraucht ist.
 
 
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Eigentlich sollte es nur ein unterhaltsamer Campingausflug mit Gruseleinlagen werden. Doch für Nathan (MATT DELLAPIANA) und Alex (MARCIENNE DWYER) wird dieser Trip in die Natur zum blanken Horror. Die nehmen an der ultimativen Horrorerfahrung namens „Slasher Sleepout“ teil und erhalten die Lektion ihres Lebens. Dabei handelt es sich um eine Art fiktive Slasher-Schnitzeljagd während der zahlungswillige Gäste zu Tode geängstigt werden und makabre Rätsel lösen müssen. Doch die Mutprobe wird nicht allein absolviert. Vier andere Teilnehmer sind mit an Bord, die sich ebenso fürchten lassen wollen und dafür Geld zahlen. Eine Mordsgaudi, die aber irgendwann aus dem Ruder läuft. So werden die Horrorfans plötzlich von einem Psychopathen verfolgt, der es nicht gut mit den Teilnehmern meint. Passiert das alles wirklich oder ist das nur Teil des Spiels? Die Frage ist berechtigt, denn einer nach dem anderen stirbt. Nun ist guter Rat teuer, zumal sich der Gruselspaß durch ein erlösendes „Aloha, willkommen auf Hawaii“ nicht mehr beenden lässt. Ein Grund mehr warum Heldin Alex die Zähne zusammenbeißen und den Albtraum über sich ergehen lassen muss. Ein vorbildliches Final Girl eben!
 
 
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Der Film mit dem komischen Namen ist verwirrende Gruselunterhaltung, welche an ähnliche Horrorfilme erinnert, die wir vor einiger Zeit besprochen haben. Bei genauerer Betrachtung ist RUIN ME nämlich aus ähnlichem Holz geschnitzt, wie die Streifen SCARE CAMPAIGN, THE BLACKOUT EXPERIMENTS oder FEAR INC. Auch in diesen Horrorfilmen wurden ahnungslose Menschen Teil gruseliger Streiche und makabrer Spiele, die die unfreiwilligen Teilnehmer beinahe in den Wahnsinn getrieben haben. Dem steht auch die Heldin Alex im hier besprochenen Horrorthriller nahe, denn die wird – wie auch der Zuschauer selbst – ziemlich oft an der Nase herumgeführt. Ist hier wirklich ein maskierter Mörder unterwegs oder hat die Hauptdarstellerin nur einen an der Klatsche? Die zuletzt genannte Vermutung kommt nicht von ungefähr. Mehrmals wird Figur Alex im Film darauf hingewiesen, dass die ihre Pillen schlucken soll. Offenbar ist in der Vergangenheit Tragisches passiert, dass ein Trauma hinterlassen hat. Wie das aber in Verbindung mit den Ereignissen in RUIN ME steht, bleibt bis zum Finale ein gut gehütetes Geheimnis. RUIN ME ist kein Horror-Highlight, aber immerhin spannend genug, um zumindest etwas Kurzweil zu versprühen. Regisseur PRESTON DEFRANCIS hat an falsche Fährten, brauchbare Schauspieler und den obligatorischen Twist gedacht. Auf Letzteren kann man im Horrorfilm mittlerweile gar nicht mehr verzichten. Der kommt im Falle von RUIN ME zwar nicht mehr ganz so überraschend daher, macht aber diesen Indie-Horror zu einer runden Angelegenheit. Da verschmerzt man doch gern einige Schnitzer im Drehbuch. So verlässt der Filmemacher kurz das Slasher-Fach, um sich etwas im SAW-Milieu auszutoben, nur um anschließend zur Slasher-Tagesordnung zurückzukehren. Irgendwie passt dieser abrupte Richtungswechsel gar nicht zum eigentlichen Film. Wir von FILMCHECKER drücken diesmal noch ein Auge zu, denn gute Horrorfilme sind leider ziemlich rar geworden.
 
 
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RUIN ME – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Die Horror-Version von ICH BIN EIN STAR, HOLT MICH HIER RAUS. Der Indie-Horror RUIN ME ist kein Horror-Highlight, aber wegen seiner noch unverbrauchten Thematik und einiger falscher Fährten immer noch besser, als das, was einem sonst mittlerweile im Horror-Genre zugemutet wird. Im Grunde genommen besitzt der Streifen all das, was man von Horrorfilmen neueren Datums erwartet. Es gibt einige Morde zu sehen, falsche Fährten und den wichtigen Twist. Leider ist die Auflösung schnell vorhersehbar, auch wenn Macher PRESTON DEFRANCIS vehement darum bemüht ist, das Geheimnis rund um Filmheldin Alex gut zu bewahren. Immerhin wird der belohnt, der sich über den seltsamen Filmtitel Köpfchen macht. Was zu Beginn Fragen aufwirft, ergibt am Ende einen Sinn. Dann erst passt die Titelkreation wie die Faust aufs Auge. RUIN ME ist nichts, was das Horror-Genre maßgeblich verändern wird. Als kleiner Lückenfüller für einen verregneten Sonntag reicht er aber aus.
 
 
 


 
 
 

RUIN ME – Zensur

 
 
 
RUIN ME ist kein Splatter-Hit. Die Gewaltmomente sind überschaubar. Ein Mann ertrinkt, es gibt eine Schussverletzung und eine durchgeschnittene Kehle. Sollte der Film hierzulande veröffentlicht werden, winkt vermutlich eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

RUIN ME – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Terror Weekend Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scare Campaign (2016)
 
Fear Inc. (2015)
 
April Fool’s Day (1986)
 
Happy Birthday (2016)