Filmkritik: „Lebendig skalpiert“ (2019)

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LEBENDIG SKALPIERT

Story

 
 
 
Im amerikanischen Stadtlohner Bürgerkrieg läuft ein wiederbelebter Südstaaten-Soldat maskiert umher und tötet uns unbekannte Charaktere.

 
 
 


 
 
 

LEBENDIG SKALPIERT – Kritik

 
 
Ich wusste auch, dass dieser Tag hier folgen würde – der Tag, an dem ich durch meine Reviews an einen Film gelange, der dem Wertungsfass wirklich fast den Boden ausschlägt ganz allgemein einerseits, aber auch der, an dem ich erstmalig einen Film von Jochen Taubert sehen würde. Nun gibt es endlose Ansätze in der von mir oftmals so heiß geliebten Spielwiese der Non-Budget-Indie-und Amateurproduktionen, ja gar des lupenreinen Trashs, seine Werke zu gestalten. Seien es mit Herzblut in jahrelanger Kleinarbeit entstandene Epen mit Ambitionen weit über dem Budget, pointiert minimalistische Kammerspiele, gerne in Belagerungssituationen, oder Hirn-aus Trash der Marke Zombies und Nacktheiten, sei es mit Arthouse-Kunstanspruch und Zeitraffer-Aufnahmen sich paarender Insekten versehen oder gefühlt mit einer Kartoffel gedreht, aber immerhin unterhaltsam dabei – fast all diesen unterschiedlichen Auswüchsen des Herzblut-Hobby-Horrors bin ich bereits begegnet, konnte ich gar etwas abgewinnen, stammen einige meiner persönlichen Favoriten doch aus dem Bereich „Gute Idee > Riesenbudget“.
 
 
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Doch irgendwann, und auch das ist kein Novum, gerät man als Underground-Filmfan an seine Grenzen moralischer, psychologisch erträglicher, konsumierbarer Kunst und fängt an über Gerüchte, Titel und Regisseure zu stolpern, deren Werk sich einem entweder nicht erschließt, oder deren Ruf einem derart voraus eilt, dass bei aller Neugierde von vornerein kein Interesse aufkommt – und einer dieser Regisseure ist Jochen Taubert. Doch Stopp gleich hier denn ich bin mir bewusst, in welches Kritiker-Fettnäpfchen ich trete: Tauberts Werke sind gerade in der deutschen Online-Filmszene schließlich keinesfalls unbekannt, ein berühmt-berüchtigter Kino-Outlaw, der in der beschaulichen deutschen Naturumgebung frei von Budget oder politischer Korrektheit einen Scheiß nach dem anderen dreht, mit dem Motto „Hirn aus, Bier rein, ab dafür!“. Und demnach werde ich ihn weder weiter vorstellen, noch auf seine anderen Werke eingehen, noch einfach nur paraphrasenlang darüber ab lästern, wie unfassbar misslungen und schlecht dieser Film doch ist – nicht darüber, dass die Kostüme alle aus dem Karnevalsverleih kommen, nicht über das grottige CGI-Blut und nicht über das Fehlen von Schauspieltalent, denn das ist alles gegeben und wurde erwartet und wurde jahrelang bereits genug getan.
 
 
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Nein, was ich stattdessen ausdrücken möchte ist, ganz zugrunde liegend, dass ich Taubert, seine Filme, seine Art von Humor, und seine Fans schlicht und ergreifend nicht verstehe, nicht erfassen kann – denn oft liest man die „Verteidigung“ oder „Ausrede“ oder „Anweisung“, man solle die Filme ja auch „aus Spaß!“ gucken, mit Freunden und in einer Gruppe und mit Bier und Bombenlaune und dass Szenenanalyse oder auch nur das Suchen einer wirklichen Story fehl am Platz sei – doch GENAU DAS habe ich, bzw. haben wir dann tatsächlich auch gemacht und so saß ich dann also mit Bier und 1,5m Mindestabstand zwischen weiteren ungläubigen Mündern, Notizen machend, eine Antwort suchend –was übersehe ich?
 
 
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Bill Zebub ist ein amerikanischer Independent-Regisseur, der endlos Titel mit vielen nackten Frauen, schlechten Effekten, Überlänge und peinlichen pseudophilosophischen Gesprächen füllt und reißerisch auf den Markt wirft, und sagt in einem Interview wortwörtlich dass er die Filme nicht für Kunst macht, sondern damit irgendwelche Perversen ihm Geld dafür geben – ehrliche Einstellung, erklärt die Werke, kann ich mit leben, auch wenn er mit „Santa Claus: Serial Rapist“ für den einzigen Film in den letzten 3 Jahren oder so zuständig ist, den ich tatsächlich noch schlechter fand, als das kurze Taubert-Verbrechen hier. Tauberts Aussagen nach hingegen ist dieser Film hier aber das persönliche Baby des Iserlohner Filmteams, der ambitionierteste Film, der den amerikanischen Bürgerkrieg mit einem Zombie-Slasher und Western kreuzt. Gott, wie würde ich mich nur freuen, würden Astron 6 z.B. eine solche Ansage machen –aber Astron 6 this ain’t, wie ein Herzensprojekt auch nur annährend so unmotiviert und hingerotzt aussehen kann wie das hier weiß ich nicht und wer auf liebevolle Genrezitate, nachgemachte Kamerafahrten, schlitzohrige Querverweise hofft, der wird enttäuscht.
 
 
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Und da kommt auch schon das Hauptthema auf, „Enttäuschung“. Enttäuschung beim unbedarften 0815-Käufer, Gott hab ihn selig, der einen nachbearbeiteten Ralf Richter auf dem Cover sieht und wirklich glaubt, dass dieser nicht nur im Kölner Stadtpark 10 Minuten nachgedrehte Szenen hat in denen er missgelaunt in die Kamera guckt und dann stirbt, zum Beispiel, aber etwas Besseres habe ich ohnehin nicht erwartet. Enttäuschung aber auch, wenn man denkt dass die gelobten, handgemachten Effekte splattertechnisch vielleicht Punkte sammeln würden, weil bis auf einen halbgaren Kehlenschnitt bleibt auch hier nichts hängen, viel eher die vielen schwachen CGIMomente. Enttäuschung darüber, dass der Film Brüste auf dem Cover hat und scheinbar mit seinen Reizen überzeugen will, aber als Exploitation spätestens dann versagt, wenn es neben der fehlenden Gewalt also auch nur ein flachbrüstiges „Apachenmädchen“ gibt, das wenig lasziv durch die drögen Wälder und Wiesen stapft. Enttäuschung, weiter geht es, darüber, dass Taubert scheinbar wirklich etliche Statisten mit Kostümen und ein paar halbwegs nette weite Aufnahmen und Panoramas organisiert bekommen hat, diese aber alle in den ersten 5 Minuten verheizt, und der Film daraufhin nur immer schlechter und schlechter aussieht. Enttäuschung, seufz, dass, wenn man von dieser Splatter-Hommage-Erotik-Komödie (?) also den Splatter, die Erotik und den Hommage-Part nimmt, nur noch eigentliche Story und Comedy überbleiben und es hier dann erst richtig finster aussieht.
 
 
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Denn, unter uns, schlechte Wald-und Wiesen-Slasher mit zu Unrecht versprochenen guilty pleasures und ohne jeglichen optischen Flair hat man schon einmal gesehen und die können sich immer noch ein paar Punkte verdienen durch die bloße Unbedarftheit, den Soundtrack, einen netten Twist oder generelle Kurzweil, in der man sich nicht permanent mit einer Gabel durch die Nase das Gehirn entfernen möchte. Doch wo „Taubert“ draufsteht, und das ist eine dieser zahlreichen Formulierungen, die ich jetzt erstmalig verstehen und unterschreiben kann, da ist wohl auch „Taubert“ drin und das soll heißen, dass der Humor wirklich das platteste, unwitzigste, anstrengendste ist, das ich in einer langen Zeit gesehen habe. Stumpf ist Trumpf, ich albere gerne herum, konnte Tromas „Hectic Knife“, in dem budgetlos minutenlang Donuts über den Boden getreten werden, z.B. absolut genießen und empfehlen, aber Tauberts Sinn für Komik reicht leider nicht viel weiter, als einem (Karnevals)-Mönch (in irgendeiner Wohnung als Set) einen Pfeil in seinen Pimmel zu schießen –ohne jeglichen Effekt, Splatter, ohne Konsequenz, versteht sich. Und die Geschichte, die einen sehr anstrengenden und pseudoernsten, aber nie wirklich witzigen Sprecher verpasst bekommen hat, hat einen groben Haupthandlungsrahmen, verlässt diesen aber nach etwa der Hälfte, wenn alle uns bekannten Charaktere und somit möglichen Protagonisten etc. verstorben sind. Als wüsste der Film nun so gar nicht, was der tun soll mit der Zeit, als gäbe es kein Script, kommen nun nur noch qualvoll langgezogene, unwitzige Szenen uns größtenteils gerade erst vorgestellter und somit völlig egaler Charaktere, die alle von schrecklich unbegabten Laien besetzt wurden. Der Soundtrack verbreitet dabei im Menü sogar direkt Atmosphäre mit einem gehauchten „Lebendig…lebendig….Skalpiert…skalpiert…“und anschließend ansprechend wirkendem Lagerfeuer-Gesang, doch so schön dieses etwa einminütige Stück auch ist und so positiv es mich überrascht hat – für 80 Minuten ohne Handlung oder bemerkenswerte Bilder und demnach Musikvideo-Flair reicht das absolut nicht, erst Recht nicht wenn ohne Zusammenhang – im ganzen Film wird EINMAL lebendig skalpiert – der Titel geflüstert wird und das immer gleiche, furchtbar unpassende Lied läuft.
 
 
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Es ist wirklich viel mehr Verwirrung, denn Wut oder Frust, die sich bei mir breit macht, denn abseits von Mockbuster-Marketing durch Fake-Reviews auf Amazon und das manipulative Cover und demnach aus Versehen getätigte Käufe weiß ich wirklich nicht, für wen diese Filme gemacht, bzw. veröffentlich werden. Wären ich und meine Freunde das auf der Bildfläche, ja, ein paar Szenen wären großartig lustig und man würde es sich gerne angucken, aber wieso müssen mehr als die paar hundert Beteiligten Menschen und Anwohner sich der Taubert’schen Filmkunst nur ausgesetzt sehen, wenn wirklich auf überhaupt keiner Ebene irgendeine Art von Unterhaltung geliefert wird. Für 10 Minuten mit ein paar netten Aufnahmen, etwas Splatter, ein paar Brüsten und recht vielen Kills für die kurze Laufzeit, hätte es gereicht, für einen billigen Kurzfilm der einen nicht hungrig nach mehr lässt, aber auch keinem weh tut, auch dass es nur ein Lied mit einer Minute Laufzeit gibt, fiel dann nicht negativ ins Gewicht. Aber 80 Minuten lang mit so einem Aufwand etwas zu schaffen, das weder als Horror noch Comedy noch Schenkelklopfer-Trash unterhält, das weder hängen bleibt weil es fies exploitativ, noch originell kreativ, noch so unbedarft schlecht und verblendet ist, das grenzt wirklich an ein Verbrechen. Taubert und seine Leute nehmen es mit Selbstironie und wissen scheinbar, dass sie nur Scheiße produzieren, aber der Unterschied ist der, dass sie ihren Werken nicht jeglichen Unterhaltungswert absprechen. Die einzige Szene, die spontan hängen geblieben ist und als Meme, Running Gag oder sonst was taugen könnte, ist eine der traurigen Ralf Richter im Stadtpark-Inserts: Er schubst mit seiner Waffe die Spinne von seiner Brust und sagt (Achtung) „Ich glaub, ich spinne!“–nichts Großes, aber hat für ein Ausatmen aus der Nase gereicht. Ist aber auch im Trailer, bevor ich hier noch Gründe zum selber Anschauen nenne. Politische Deutung überlass ich anderen Kritikern und auch Moral suche ich in solchen Filmen nicht, aber wenn Frauen am laufenden Band als Schlampen bezeichnet werden, zwar aus der Sicht des Killers aber trotzdem undifferenziert im sonst so objektiven Voiceover und unsere Protagonisten/Helden zudem prinzipiell eher Pro-Sklaverei sind, sorgt das nicht für Bonuspunkte – kurios ist es schon, aber auch nur auf dem Papier und nicht im Ansatz Wert, selber erfahren zu werden.
 
 


 
 
 

LEBENDIG SKALPIERT – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
„Lebendig skalpiert“ ist eine ununterhaltsame Geduldsprobe, wie sie selten in den Regalen zu finden ist. Angetrunken, mit Freunden, Bombenlaune und Erwartungshaltung nahe dem Tiefpunkt noch ganz knappe 2/10.
 
 


 
 
 

LEBENDIG SKALPIERT – Zensur

 
 
 
Der Film ist uncut ab 16, was verständlich ist bei den billigen und wenigen handgemachten Effekten sowie dem Fehlen jeglicher Ernsthaftigkeit oder Immersion. Dennoch ziert die Heimkinofassung ein roter FSK-Sticker. Dieser ist dadurch begründet, weil auf der Scheibe Bonusmaterial zu finden ist, das von der FSK höher eingestuft wurde. Übrigens: Die rund 30 Minuten Extras stammen größtenteils von der Premiere und zeigen nach 80 Minuten Leiden nur auf, die sehr man diese Filme scheinbar genießen kann, wenn man selber dabei ist.
 
 
 


 
 
 

LEBENDIG SKALPIERT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Lebendig skalpiert; Deutschland 2019

Genre: Horror, Thriller, Splatter, Amateur, Western

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray wegen Bonusmaterial: keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Behind the Scenes, Interviews mit den Machern, Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.04.2020

 

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LEBENDIG SKALPIERT – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tal der Skorpione (2019)
 
Ich piss‘ auf deinen Kadaver (1999)
 
Piratenmassaker (2000)
 

Filmkritik: „The Wind“ (2018)

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THE WIND

Story

 
 
 

Ein Siedler-Paar erlebt im Westen Amerikas den blanken Horror, als man in der verlassenen Prärie versucht ein neues Leben zu beginnen.

 
 
 


 
 
 

THE WIND – Kritik

 
 
 
Frauen, die Horrorfilme drehen sind immer noch eine Randerscheinung. Aber es gibt sie. Die sind nicht weniger kreativ im Angstverursachen, wie die männlichen Filmkollegen und machen auch in Sachen Filmgewalt keine Gefangenen. So gehen Kultfilme wie FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE oder SLUMBER PARTY MASSACRE auf das Konto genau jener Regisseurinnen. Aber auch in Schockern jüngeren Datum sitzen immer häufiger Frauen auf dem Regiestuhl. Mit Erfolg. So erhielt Horror-Ware wie RAW, BRAID oder DER BABADOOK international viel Lob von Fans und Kritikern. Letztere waren mindestens genauso vom psychologischen Grauen in THE WIND angetan. Auch für diesen Film übernahm eine Frau das Ruder. Newcomerin EMMA TAMMI drehte zuvor Dokumentationen und hat nun zum ersten Mal für einen Spielfilm Regie geführt. In Anbetracht dessen, was einem sonst an Debüt-Werken im Horrorfilm-Sektor zugemutet wird, ist THE WIND eine regelrechte Offenbarung. Der Streifen schaut hochwertig aus und ist alles andere – nur kein Einheitsbrei. Wem es daher im Horror-Genre nach Anspruch dürstet, ist hier goldrichtig.
 
 
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Das ländliche Amerika irgendwann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Lizzy Macklin (CAITLIN GERARD) und Gatte Isaac (ASHLEY ZUKERMAN) lassen sich auf einem unbesiedelten Stück Land nieder, um dort den amerikanischen Traum zu leben. Doch so weit weg von der Zivilisation passieren bald seltsame Dinge. Die treusorgende Ehefrau beginnt plötzlich eine unheimliche Präsenz zu spüren, die offenbar vom Wind getragen wird. Doch der Liebste tut die Bedenken als Aberglauben ab und schenkt den Sorgen seiner Frau noch wenig Beachtung. Da bekommt das Paar Besuch. Zwei neue Nachbarn stellen sich vor und wollen in der Nähe auch ein neues Leben beginnen. Eigentlich eine schöne Sache, wären da nicht Lizzys Ängste, die die Leidgeplagte an ihre Grenzen gehen lässt. Letztere ist fest davon überzeugt, dass etwas Böses sie heimgesucht hat. Da entwickelt sich Furcht mit einem Male zu Wahn und bringt alle Beteiligten in große Gefahr.
 
 
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Ein Grusel-Western, den man mehrdeutig interpretieren kann. Sind hier wirklich dämonische Kräfte am Werk, die der Hauptdarstellerin zu schaffen machen oder macht THE WIND Einsamkeit zum Thema, welche die Filmheldin an ihre psychischen Grenzen bringt? Regisseurin EMMA TAMMI macht es so Filmen wie THE NOONDAY WITCH oder THE HOUSE ON PINE STREET gleich. Auch dort vermischte man menschliche Ängste mit übernatürlichem Hokuspokus, hielt sich aber mit Antworten zurück, um das Kopfkino des Zuschauers zu aktivieren. Ein cleverer Schachzug, der den metaphernreichen THE WIND aus dem Strudel an immer trivialer werdenden Spuk-, Dämonen- und Geisterfilmen hervorstechen lässt. So bleibt lang unklar, worauf Filmemacherin EMMA TAMMI hinauswill. Die hat sich bei ihrem Debüt-Stück für eine nicht-lineare Erzählweise entschieden, um den Zuschauer zu fordern. Was anfängt wie eine bloße Ansammlung von Momenten, entwickelt sich schnell zu einem beunruhigenden Filmalbtraum, der in den letzten 20 Minuten auf Hochtouren läuft. Dann laufen die Geschehnisse aus dem Ruder und steuern auf ein Desaster hin, das nicht unberührt lässt.
 
 
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THE WIND ist ein gutes Beispiel dafür, mit welch einfachen Mitteln sich ein unheilvolles Gefühl der Unruhe und Bedrohung auf Zelluloid bannen lässt. Der Film besitzt weder Spezialeffekte, noch reißerische Gewaltszenen. Stattdessen folgt Regisseurin EMMA TAMMI den Gruselregeln der alten Schule, lässt lieber Bilder sprechen und übergibt hervorragenden Darstellern das Zepter. Die Protagonisten haben kaum etwas zu sagen und Dialoge sind aufs Wesentliche reduziert. So kann sich der Zuschauer ganz auf die Geschehnisse konzentrieren und der hervorragenden Hauptdarstellerin folgen, die den Film fast ganz allein auf ihren Schultern tragen muss. Die verfällt in einen von Trauer getriebenen Wahnsinn und kann bald nicht mehr zwischen Gut und Böse entscheiden. Hierbei erweist sich Schauspielerin CAITLIN GERARD als perfekte Wahl. Die geht in ihrer Rolle als gequälte Lizzy derart auf, dass man sich schnell mit ihr verbunden fühlt und Verständnis für ihre Ängste entwickelt. Apropos Angst: mit Genrefilmen kennt sich die attraktive Amerikanerin aus. CAITLIN GERARD schrie sich bereits durch die Horrorstreifen THE AWAKENING, SMILEY und INSIDIOUS 4. Die Filme sind keine Glanzleistungen. THE WIND kommt dieser Bezeichnung schon ein Stück näher, weil er den Zuschauer mit Köpfchen das Fürchten lehren möchte und nicht durch den Dauereinsatz von Schockmomenten und Horrorfilm-Klischees.
 
 
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THE WIND – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Intelligenter Grusel-Western mit Arthaus-Flair und hervorragender Hauptdarstellerin. Der wortkarge THE WIND erinnert ein wenig an den gleichnamigen Stummfilm mit LILLIAN GISH aus dem Jahre 1928. Regisseurin EMMA TAMMI beteuerte in Interviews aber, dass ihr Langfilm-Regiedebüt rein gar nichts mit genanntem Klassiker zu tun hat. Ihr THE WIND ist eine nicht-lineare Erzählung über Verlust, Paranoia, Angst und Zorn, die schnell eine ganz eigene Dynamik entwickelt, sodass ein Desaster unvermeidbar bleibt. Was langsam brodelt, entwickelt sich schnell zum Psycho-Trip. Dabei werden mit Absicht Grenzen zwischen Realität und Aberglauben verwischt, um den Zuschauer – wie die Filmheldin – zu verunsichern. Was passiert in THE WIND wirklich? Folgt der Film eine psychisch labilen Frau, die im Wahn ihr eigenes Grab schaufelt? Oder sind hier wirklich paranormale Kräfte am Werk, die es mit der Hauptfigur gar nicht gut meinen. Die Antwort darauf ist mehrdeutig auslegbar.
 
 
 


 
 
 

THE WIND – Zensur

 
 
 
THE WIND hat nur wenige Gewaltmomente zu bieten. Diese werden zudem nicht selbstzweckhaft eingesetzt. Ein Säugling wird tot zur Welt gebracht, eine Protagonistin wird erschossen, ein anderer Protagonist wird erstochen. Hierzulande hat THE WIND eine FSK16 in der ungeschnittenen Fassung erhalten. Diese Freigabe ist angemessen. Dennoch befindet sich auf der erhältlichen Blu-ray in roter FSK-Flatschen. Warum das so ist, lässt sich leicht erklären. Auf der Blu-ray befinden sich neben dem Hauptfilm auch Trailer zu weiteren Filmveröffentlichungen des Labels. Diese wurden von der FSK höher eingestuft, als der Hauptfilm selbst.
 
 
 


 
 
 

THE WIND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON NEW MEDIA (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Wind; USA 2018

Genre: Horror, Western, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Wegen Bonusmaterial ist Blu-ray FSK18

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Original Kinotrailer, weitere Trailer

Release-Termin: 28.08.2020

 

The Wind [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE WIND – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC MIDNIGHT | I-On New Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Noonday Witch (2016)
 
Der Babadook (2014)
 
The Disappointments Room (2016)
 
The Hole in the Ground (2019)
 
Dark Circles (2013)
 

Filmkritik: „Spuk am Lagerfeuer“ (1990)

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SPUK AM LAGERFEUER

(GRIM PRAIRIE TALES)

Story

 
 
 

So direkt am Lagerfeuer spukt es nicht wirklich. Im gesponnenen Cowboy-Garn (ähem…) allerdings schon. Wenn man diese Bilder aus den Tiefen der Americana-Folklore kennt, müssen schon Generationen von Menschen am muckelig-warmen Campfire gesessen haben um ihrem jeweiligen Gegenüber die Schweißperlen der Furcht unters Mützchen zu zaubern. Hier sind´s die Westmänner James Earl Jones und Brad Dourif, die sich mit vier gar schaurigen Stories die Nacht um die Ohren hauen. Da geht es um den Trip einer Frau durch die Wüste, oder die missliche Lage eines Fallenstellers auf einem Indianerfriedhof. Alles natürlich einhundert Prozent wahr und stimmig.


 
 
 


 
 
 

SPUK AM LAGERFEUER – Kritik

 
 
 
Schöne Ideen, tolles Setting und eine erstklassige Besetzung obendrein. Wo kam 1990 die Kohle her, einen, wie der Hammer/Amicus-Liebhaber sagt, Omnibus-Horrorfilm im Cowboy-Setting zu realisieren? Ehrlich, James Earl Jones und Brad Dourif nur fürs Rahmengeflecht der erzählenden Frontiersmen? Möglicherweise unter Zuhilfenahme amerikanischer Fernsehgelder entstanden, entführt uns SPUK AM LAGERFEUER ins Herz der vielleicht staubigsten Western Gothic Fiction der Filmgeschichte. Ohnehin interessant, bedenkt man, dass allein in den letzten drei Jahren hervorragende US-Bücher zum Phänomen des übernatürlichen Westernfilms erschienen sind, man hierzulande aber selbst als Super-Filmfan oder herber gestrickter Allesglotzer nur ein paar versprengte Beispiele in deutscher Synchro aufzählen kann. Noch am ehesten im Rahmen ebenfalls als Anthologie konzipierter Prestige-Fernsehserien wie GESCHICHTEN AUS DER GRUFT oder Spielbergs UNGLAUBLICHE GESCHICHTEN wagten sich die vielbeschäftigten Geschichtenschreiber auch mal aufs Terrain des Spuks im Old West.
 
 
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Zurück zum vorliegenden Filmchen. Die vier Stories sind atmosphärisch und standesgemäß bedeutungsschwanger aufgezogene Angsteinflößer, wie sie Jung und Alt gleichermaßen ins Gebein fahren können. Wenn man ihnen denn die Chance gibt. Großes Vorbild dieser Geschichten ist natürlich der spätere „MAD“-Erfinder Bill Gaines mit seinen EC-Comics, deren schwarzhumorige und groteske Horror-Fabeln regelmäßig mit ihre Protagonisten moralisch zurechtweisenden Pointen versehen waren und, der Kreis schließt sich, in den GESCHICHTEN AUS DER GRUFT ein Denkmal gesetzt bekommen sollten. Man hört auch beinahe schon den berühmten Zyniker-Gummipuppen-Arsch Cryptkeeper lachen und Danny Elfmans Musik galoppieren, wenn sich zum Beispiel in Lagerfeuer-Geschichte Nummer drei ein unbedarfter Wildwest-Siedler zwischen dem Wohlergehen der Familie und dem eigenen Moralkompass entscheiden muss. Geschenkt. Knallharter Körperhorror für Erwachsene sieht gewiss anders aus, aber wenn man sich als Genrefan nicht ausschließlich über die unpenetrierbare Stahlmantel-Legierung der eigenen Magenwände definiert, wird man an diesem wie aus einer anderen Zeit des Filmemachens gefallenen Grusel-Anthologie seinen Spaß haben.
 
 
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SPUK AM LAGERFEUER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Was ganz Feines! Die aufgemotzte Edition eines sturmerprobten Klassikers, gleichzeitig ewigen Geheimtipps des Brit-Horrors abseits der großen Genrefilm-Lieferanten. Gehört sowas von in jede Sammlung. Bastapasta.
 
 
 


 
 
 

SPUK AM LAGERFEUER – Zensur

 
 
 
Die erhältliche DVD-Fassung von SPUK AM LAGERFEUER ist genauso wie die VHS-Fassung ungeschnitten trotz FSK16. Die Freigabe ist gerechtfertigt. Sonderlich brutal ist der Anthologie-Horror nämlich nicht.
 
 
 


 
 
 

SPUK AM LAGERFEUER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Castle View Film (DVD KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Grim Prairie Tales: Hit the Trail… to Terror; USA 1990

Genre: Horror, Klassiker, Thriller, Western

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Trailer, Originaltrailer

Veröffentlichung: KeepCase: 21.07.2017

 
 

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SPUK AM LAGERFEUER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei Castle View Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
H.P. Lovecrafts Necronomicon (1993)
 
Geschichten aus der Schattenwelt (1990)
 
Geschichten aus der Gruft (1989 – 1996)
 

Filmkritik: „Bone Tomahawk“ (2015)

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BONE TOMAHAWK

Story

 
 
 
Irgendwo im Nirgendwo stoßen vier Cowboys auf einen hungrigen Indianerstamm aus Kannibalen und müssen um ihr Leben fürchten.

 
 
 


 
 
 

BONE TOMAHAWK – Kritik

 
 
 
Der Western lässt sich einfach nicht unterkriegen. Seit einigen Jahren erlebt das immer wieder totgesagten Genres unregelmäßige Revivals und das, obwohl die Hochzeiten des Spät- und Italo-Western schon längst Dekaden zurückliegen. Dass man mit dieser Art von Filmen auch heute noch genug Asche verdienen und auch Oscars gewinnen kann, bewies 2012 Kultregisseur QUENTIN TARANTINO. Der lies mit dem Neo-Western DJANGO UNCHAINED nicht nur Kinokassen klingeln; ihm gelang sogar das Kunststück den staubigen Western einer neuen, jungen Generation schmackhaft zu machen, die bisher nur in Gesprächen mit den Eltern von der Existenz jener Filme erfahren hat. Im Fahrtwasser des aktuellen Cowboy-Hypes will nun auch Newcomer S. CRAIG ZAHLER ein Stück vom Erfolgskuchen abhaben. Der eifert mit BONE TOMAHAWK nicht nur genannten Tarantino nach, sondern holte sich beim obligatorischen Filmtwist kreativen Ideeninput bei FROM DUSK TILL DAWN (übrigens auch von Tarantino geschrieben) – jenem Roadmovie, das sich nach der Halbzeit unerwartet zum irrwitzigen Splatter-Trip verwandelt, in dem Vampire die Leinwand heimsuchen.
 
 
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Ebenso blutig, aber weniger spaßig geht es in BONE TOMAHAWK zu. Der erzählt von seltsamen Ereignissen in der kleinen Stadt Bright Hope, wo plötzlich Menschen verschwinden oder tot aufgefunden werden. Wilde Tiere sollen für schlimm zugerichteten Leichen verantwortlich gemacht werden. Doch einer der Einheimischen weiß Genaueres. So sollen Kannibalen – sogenannte Troglodyten – in den Bergen ihr Unwesen treiben und sich vom Fleisch der Menschen ernähren. Als der Höhlenbewohner erneut in die Stadt einkehren, einen farbigen Stallburschen abschlachten, Pferde stehlen und Stadtbewohner in ihre Höhlen verschleppen, beschließt Sheriff Franklin Hunt (gespielt von Altstar KURT RUSSELL) dem grausamen Treiben ein Ende zu bereiten. Er trommelt eine Gruppe Freiwilliger zusammen und folgt den Entführern in die Berge. Leider sind die stärker als erwartet, denn bewaffnet mit Pfeil und Bogen trotzen sie den Gewehren ihrer Verfolger. Leider haben unsere tapferen Helden nicht mit der Zähheit ihrer Gegner gerechnet. Die befinden sich bald selbst auf dem Speiseplan der Kannibalen und müssen ums Überleben bangen.
 
 
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Laut diversen Interviews schlug das Herz des amerikanischen Regie-Neulings schon immer für das Western-Genre. So wirkte er bereits als Kameramann und Drehbuchautor (darunter der Anstalts-Horror THE INCIDENT) an diversen Filmprojekten mit, nahm sich aber auch die Freiheit selbst Romane und Drehbücher über den Wilden Westen zu schreiben. Mit BONE TOMAHAWK konnte sich Macher S. CRAIG ZAHLER einen langjährigen Traum verwirklichen und eines seiner eigenen Western-Skripte auf die Leinwand bringen. Angelehnt an die schmuddligen Spaghetti-Western der späten 1960, überrascht Zahler mit unüblicher Kreuzung von Filmgenres. BONE TOMAHAWK ist kein lupenreiner Western in dem Postkutschen ausgeraubt oder Revolverduelle zelebriert werden. Vielmehr entpuppt sich der Streifen als Western-Spektakel der Extreme, das von deftigen Horrorelementen Gebrauch macht und das nicht gerade wenig.
 
 
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Regisseur S. CRAIG ZAHLER verlangt einiges vom Zuschauer ab. Er setzt Sitzfleisch und Geduld voraus, belohnt dafür mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und überraschend brutalem Ende. So ist der erste Langfilm mit knapp 130 Minuten äußerst lang geraten, weil er sich zu viel Zeit lässt, um den beschwerlichen Fußmarsch seiner vier Helden auf Film zu bannen. Die erzählen viel und erreichen erst kurz vor der Zielgerade das Land der Kannibalen. Spätestens dann erwacht BONE TOMAHAWK aus seiner Lethargie. Dank drastischem Richtungswechsel hinterlässt der Film Eindruck, denn im Finale wird der anfängliche Neo-Western zum harten Überlebens-Horror, in dem die wohl deftigsten Gewaltmomente vor die Linse kommen, die man bisher im Cowboy-Genre gesehen hat. Statt lustigem Fun-Splatter zu zelebrieren, bleibt BONE TOMAHAWK todernst, sorgt aber immerhin für einige Schmunzler, weil die Helden trotz ernster Lage, coole Sprüche auf den Lippen haben. Trotzdem ist BONE TOMAHAWK ein zweischneidiges Schwert. Fans staubiger Wildwestfilme dürfte die schwerfällige Inszenierung und das zu grausame Ende abschrecken. Horrorfans werden sich dagegen mit der ersten Hälfte schwertun, die im Grunde kaum Schauwerte bietet und nur wenig zu erzählen hat. Dennoch sollte man S. CRAIG ZAHLER für den Mut zum Unkonventionellen beglückwünschen. Der hat trotz zähem Erzählstil einen Western geschaffen von dem man zweifelsohne behaupten kann, so etwas noch nie gesehen zu haben.
 
 
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BONE TOMAHAWK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein seltsamer Mix zwei Filmgenres, die unterschiedlicher nicht sein könnten. BONE TOMAHAWK ist ein außergewöhnlicher Film der Extreme. So ist der Streifen mit knapp 130 Minuten nicht nur ziemlich lang; er hat auch 90 Minuten kaum Erwähnenswertes zu erzählen. So wohnt der Zuschauer vier Helden bei, die unermüdlich durch staubige Landschaften stiefeln und dabei über Gott und die Welt plaudern. Immerhin hat Regie-Newcomer S. CRAIG ZAHLER ein Ass im Ärmel. Der Neo-Western wird kurz vor der Zielgeraden zum harten Überlebens-Horror in dem Menschen wie Vieh vor der Kamera zerlegt werden. Leider dürfte die ungewöhnliche Machart nicht bei jedem Zuschauer gut ankommen, denn die teils ereignislose Machart, die lange Laufzeit und das behäbige Tempo machen die Augen des Publikums schwer.
 
 
 


 
 
 

BONE TOMAHAWK – Zensur

 
 
 
BONE TOMAHAWK hat wegen der kompromisslosen Splattereinlagen von der FSK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Verwunderlich ist das nicht, denn am Ende gibt es einige harte Hinrichtungen zu sehen. Löblicherweise ist der Film hierzulande ungeschnitten erschienen.
 
 
 


 
 
 

BONE TOMAHAWK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Bone-Tomahawk-bluray

(c) Constantin Film | Highlight Communications

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bone Tomahawk; USA 2015

Genre: Horror, Western

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p)

Laufzeit: ca. 132 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Kinotrailer, Trailershow

Release-Termin: 21.01.2016

 

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BONE TOMAHAWK – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei Constantin Film | Highlight Communications

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Gallowwalkers (2012)

John Carpenters Vampire (1988)

Ravenous – Friss oder stirb (1999)
 

Filmreview: „Gallowwalkers“ (2012)

Gallowwalkers2012
 
 
 

GALLOWWALKERS

Story

 
 
 
Ein Cowboy auf Rachefeldzug: Amans (Wesley Snipes) große Liebe wurde von fünf Fremden vergewaltigt, geschwängert und stirbt bei der Geburt des Kindes. Grund genug, den Peinigern die Leviten zu lesen. Er macht sich auf, das Verbrecherpack zu lynchen, ahnt aber nicht, dass auf ihm ein Fluch lastet. Denn ein jeder, der durch die Kugel Amans ins Jenseits befördert wird, kehrt als Untoter, sogenannter Gallowwalker, zurück an die Erdoberfläche. So zieht der schwarze Rächer erneut in die Schlacht gegen die skrupellose Bande. Diesmal jedoch nützen ihm die Kugeln nichts, denn ein Gallowwalker kann nur durch Enthauptung seinen Frieden finden …
 
 
 


 
 
 

GALLOWWALKERS – Kritik

 
 
 
WESLEY SNIPES war Ende des 20. Jahrhunderts einmal einer der ganz großen Action-Stars. Bis er im Jahre 2006 wegen Steuerbetrugs angeklagt wurde und schließlich 2010 eine 2-jährige Haftstrafe absitzen musste. Auf sein Konto gehen einige bekannte und erfolgreiche Filmwerke (DEMOLITION MAN, MONEY TRAIN), wobei besonders die Rolle als Vampirjäger BLADE (1998-2004) mit Sicherheit jedem Horrorfilmfreund ein Begriff sein dürfte. Seit dem letzten Leinwandauftritt in BLADE-TRINITY (2004) ist es ruhiger um SNIPES geworden, der mittlerweile primär in günstig abgedrehten Direct-to-DVD-Produktionen zu sehen ist und daran Gefallen gefunden hat, auch als Produzent eigener Projekte zu fungieren. Bereits lange vor seiner Haftstrafe drehte er in Namibia den Trash-Western GALLOWWALKERS, der jetzt einige Jahre nach der Fertigstellung endlich in die heimischen Wohnzimmer kommt.
 
Mit dem Slogan “Blade is Back!“ wird vielversprechend auf dem Cover von Blu-ray und DVD geworben, wobei derart Werbesprech bei Fans der Reihe eine vollkommen falsche Erwartungshaltung schürt. Mit dem Vampirhorror BLADE hat GALLOWWALKERS rein gar nichts am Hut. Statt hinterhältiger Blutsauger treiben hier intelligente Untote ihr Unwesen, die, wie einst beim HIGHLANDER, nur mittels Enthauptung in die ewigen Jagdgründe befördert werden können. WESLEY SNIPES spielt Aman, einen farbigen Rächer, der so rein gar keinen Spaß versteht. Bandenanführer Kansa (KEVIN HOWARTH) hat seine große Liebe auf dem Gewissen, so dass sich Aman auf dem Weg macht, den Tod der Geliebten zu rächen. Doch so einfach scheint sich sein Rachetrip nicht bewerkstelligen zu lassen, da die vermeintlich erschossenen Bösewichte kurzum als wandelnde Tote zurück auf den Wüstenacker ziehen und zum Gegenangriff blasen. Um für die Schlacht gewappnet zu sein, holt sich GALLOWWALKER Aman den Sträfling Fabulous (RIPLEY SMITH) an Bord, der ihm hilfreich zur Seite stehen soll. Dumm nur, dass sich die Kreaturen nicht so einfach erledigen lassen.
 
Während der DAYWALKER BLADE bevorzugt im Dunkeln agierte, scheuen die GALLOWWALKERS (man beachte die verblüffende Ähnlichkeit in der Namensgebung) nicht davor, ihr Duell unter brennender Sonne auszutragen. Regisseur ANDREW GOTH (COLD AND DARK, EVERYBODY LOVES SUNSHINE) verlagert seinen dünnen Plot genreuntypisch in die Wüste, wo die spartanische Kulisse an alte Western erinnert. Dass der unerfahrene Filmemacher mit GALLOWWALKERS seinen gerade einmal dritten Langfilm inszeniert und die Drehbuchgrundlage zum Film geliefert hat, ist diesem Crossover aus Western, Zombie- und Rachefilm wenig förderlich. Denn in GALLOWWALKERS ist der Wurm drin. Man merkt dem Beitrag an, dass hier jemand dahinter gesteckt hat, der bisweilen zwar ambitionierte Ideen besaß, aber nicht wirklich wusste, wie er sie effektiv umsetzen sollte. Vor allem die etwas wirre Erzählweise wirkt in ihrer Zähigkeit wenig einladend. Nach 30 Minuten Laufzeit beginnt GOTH in kurzen Rückblenden Licht ins Dunkel der Story zu bringen. Bis dahin muss sich der Zuschauer durch abstruse Handlungsverläufe quälen, die anfänglich so gar keinen Sinn machen. Zudem will partout keine Spannung aufkommen und die dröge und bierernst erzählte Geschichte wirkt mit ihren auf cool getrimmten Phrasen nicht selten unfreiwillig albern und peinlich. Das muss auch WESLEY SNIPES kurz nach Drehbeginn erkannt haben, denn wirklich Lust scheint er nicht gehabt zu haben, bei GALLOWWALKERS mitzumachen. Sein Schauspiel wirkt nicht selten desinteressiert und lieblos. Wobei auch der klägliche Rest der Cast wohl viel lieber ein erfrischendes Bier getrunken hätte, anstatt in der prallen Hitze einen ziemlich miesen Film zu drehen. Immerhin bekommt der Horrorfilmfreund in puncto Gewalt einiges geboten. Hier werden Köpfe mitsamt Wirbelsäulen aus Körpern gerissen, wobei sich die Frage stellt, wie derartige Drastik problemlos durch die FSK gekommen ist. Zwar wurden einige der Enthauptungen am Computer getrickst; das meiste wurde jedoch handmade realisiert und kann sich durchaus sehen lassen.
 
BLADE-Fans sollten sich nicht verwirren lassen. GALLOWWALKERS hat nicht nur nichts mit dem Vampirjäger zu tun; der Film ist zudem meilenweit von den Qualitäten des Spitzzahns entfernt. Hier stimmt eigentlich rein gar nichts. Die Geschichte ist wirr, die Handlung dünn und die Lustlosigkeit der Agierenden überträgt sich rasch auf den Zuschauer. Was bleibt ist ein Horror-Western mit unpassend elektronischen Soundtrack, der eigentlich nur wegen der recht ansehnlichen Enthauptungsszenen Daseinsberechtigung besitzt.
 
 
 


 
 
 

GALLOWWALKERS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
WESLEY SNIPES in seinem vermutlich miesesten Film und das soll was heißen! Ein vollkommen wirrer Mix aus Western, Rache- und Zombiefilm, der gut hätte werden können, aber am unausgegorenen Drehbuch scheitert.
 
 
 


 
 
 

GALLOWWALKERS – Zensur

 
 
 
Es gibt ein paar ziemlich deftige Enthauptungen zu sehen, wobei etwas unverständlich ist, wie die FSK den Film hierzulande ungeschnitten mit der KEINE JUGENDFREIGABE-Kennzeichnung absegnen konnte. Die Kaufversion ist demnach vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

GALLOWWALKERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
Gallowwalkers_Blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gallowwalkers; USA 2012

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch und Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover und Schuber

Extras: Interviews mit dem Cast (ca. 20 Minuten, dt. UT), B-Roll (ca. 16 Minuten, keine UT), Originaltrailer in Deutsch und Englisch, Trailershow mit 7 Trailern aus dem Programm von ASCOT

 
 
 
Technisch kommt die Veröffentlichung aus dem Hause ASCOT solide daher. Da der Film vorwiegend am Tage spielt, kann sich das Bild durchaus sehen lassen und gefällt durch gute Schärfe. In den Nahaufnahmen wurde scheinbar mit Weichzeichner nachgeholfen. Leider werden hier Filmkorn-Gegner keinen Spaß verstehen, denn dieses ist den ganzen Film über dabei. Akustisch wurde GALLOWWALKERS brauchbar abgemischt, wenngleich die Originalfassung der deutschen Synchronisation vorzuziehen ist; die deutsche Übersetzung wirkt nicht selten arg lustlos. Im Bonussektor gibt es einige Interviews (rund 20 Minuten) und B-Roll-Aufnahmen (16 Minuten) zu bewundern. Ergänzt werden die Extras durch den Trailer in Deutsch und Englisch. Wirklich tiefgründige Extras, wie ein Making of sucht man auf der Blu-ray jedoch vergebens. Bleibt zu erwähnen, dass der deutschen Veröffentlichung ein Schuber spendiert wurde, der den Release durchaus aufzuwerten versteht. Ein Wendecover ist zudem auch mit an Bord und die Interviews wurden deutsch untertitelt. Im schick gestalteten Menü können sogar Untertitel zum Film ausgewählt werden.
 
 

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GALLOWWALKERS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Blade (1998)

Blade (2002)

Blade-Trinity (2004)

Dust Devil (1992)

El Topo (1970)

John Carpenter’s Vampire (1998)

Filmreview: „Dawn of the Undead“ (2008)

The Burrowers (2008)
 
 
 

Dawn of the Undead

Story

 
 
 
Wir schreiben das Jahr 1879 und im mittleren Westen der USA toben noch immer die Kämpfe gegen die Zurückdrängung der indianischen Ureinwohner des Kontinents. Einem derartigen Konflikt scheint auch eine unschuldige Farmerfamilie zum Opfer gefallen sein, worauf sich eine selbsternannte Bürgerwehr sowie eine Einheit der US-Kavallerie auf den Weg macht, den Täter zu finden. Doch die Suche nach der vermeintlich rachsüchtigen Rothaut erweist sich rasch als durchaus schwieriges Unterfangen. Nachts verschwinden Soldaten auf mysteriöse Weise, was plausibel als Fahnenflucht deklariert wird. Doch der wahrer Grund für das Verschwinden lauert tief unter der Erde: nach dem Auslöschen der Büffelherden gieren riesige, wurmartige Ungeheuer nach Beute. Um ihren Appetit zu stillen, verschlägt es die Kreaturen hin und wieder an die Oberfläche, wo friedliche Bürger alsbald in den Schlund der „Burrower“ verschwinden …
 
 
 


 
 
 

Dawn of the Undead – Kritik

 
 
 
Zwischen all den konventionellen Horrorgurken der letzten Zeit, mag man als Filmfan kaum glauben, dass es da draußen noch Filmstoffe gibt, denen man bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt hat und die noch nicht bis zum Erbrechen totgefilmt wurden. Zu einer, dieser kleine Genre-Überraschungen gehört der bereits im Jahre 2008 entstandene THE BURROWERS – DAS BÖSE UNTER DER ERDE, der nun unter dem reißerischen Titel DAWN OF THE UNDEAD erneut seinen Weg in die deutschen Kaufhäuser findet. Warum sich das hiesige Label INTERGROOVE/SAVOY FILM für eine Neuveröffentlichung unter einem anderen Namen entschieden hat, ist bei derart lukrativen Titel offensichtlich: hier versucht man auf den aktuell so beliebten Zombie-Zug aufzuspringen, um flink den schnellen Euro zu erhaschen. Natürlich hat DAWN OF THE UNDEAD rein gar nichts mit fleischfressenden Zombies am Hut, denn statt amoklaufender Untoter bekommt es der Zuschauer in diesem Horrorfilm mit raffinierten Killerwürmern zu tun, die tief unter der Erde lauern und ahnungslose Menschen verspeisen. Natürlich lassen sich Parallelen zum Trash-Spaß TREMORS – IM LAND DER RAKETENWÜRMER (1990) nicht leugnen, wobei DAWN OF THE UNDEAD natürlich etwas klassischer daherkommt und eher im Western-Milieu anzusiedeln ist. Dennoch ist das zugrundeliegende Wurm-Prinzip das Gleiche, wenn auch in THE BURROWERS bedeutend ernster, spannender und sozialkritischer inszeniert. Hier stiften mysteriösen Erdbewohnern für reichliche Unfrieden, wobei Regisseur J.T. PETTY stets bedacht ist nur soviel von den seltsamen Kreaturen zu offenbaren, wie nur nötig. Mit jedem Angriff erfährt der Zuschauer mehr über das Vorgehen der grotesken Wesen, wobei die Monster im Verlauf der Handlung natürlich auch in seiner ganzen Pracht präsentiert werden. Das Creature-Design weiß hierbei erstaunlich solide zu überzeugen. In Anbetracht des Low-Budget-Status sind die Effekte sogar als durchaus beachtlich zu betiteln. Die technisch saubere Umsetzung der Würmer sorgt gerade in den Kampf- und Angriffsszenen für einige ziemlich Adrenalin fördernde Momente, so dass der Zuschauer mit THE BURROWERS rund 90 Minuten erstklassig unterhalten wird. Einige sozialkritische Seitenhiebe bekommt der Filmfan in DAWN OF THE UNDEAD natürlich auch zu spüren. So wird nicht nur die sinnlose Gewalt und die Vorurteile gegenüber Minderheiten (in diesem Falle die Ureinwohner Amerikas) zum Thema des Films gemacht, sondern auch das skrupellose Ausbeuten des Lebensraums durch den Menschen. Umso gerechter die Bestrafung durch Mutter Natur, die kurzerhand den Mensch zur neuen Beute der Würmer deklariert, nachdem dieser die Nahrungsgrundlage der Kreaturen vernichtet und für das Ausrotten ganzer Büffelherden verantwortlich gemacht wird.
 
 
 


 
 
 

Dawn of the Undead – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
THE BURROWERS / DAWN OF THE UNDEAD ist ein raffiniert umgesetzter Horror-Western für Horrorfreunde, die ein Faible für klassischen Monster-Trash hegen. Dieses kurzweilige Wurm-Abenteuer ist spannend, originell und ziemlich gemein. Ein kleiner Geheimtipp!
 
 
 


 
 
 

Dawn of the Undead – Zensur

 
 
 
Der Film ist ungeschnitten ab FSK 16 freigegeben. Wirklich viele brutale Schauwerte hat der Film nicht. Dennoch sind einige der ekligen Creature-Effekte nicht ganz ohne.
 
 
 


 
 
 

Dawn of the Undead – Deutsche Blu-ray

 
 
 
dawn of the undead_blu-ray
 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Burrowers; USA 2008

Genre: Horror, Thriller, Western

Ton: Deutsch+Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1920x1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK 16

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Originaltrailer, Slideshow, Werbeclip zum Film – alle Extras ohne dt. UT

 
 
 
Bei der Neuauflage zu The BURROWERS unter dem kassenfreudigen Titel DAWN OF THE UNDEAD handelt es sich um ein etwas seelenloses Re-Pack, der bereits erhältlichen Scheibe. Wie bereits bei der Vorlage aus dem Hause Schröder Media kommt diese Blu-ray mit sehr bescheidenem Bild daher. Die Qualität schwankt von sehr gut (vor allem bei den Tageslichtszenen) bis fürchterlich verpixelt und grobkörnig. Vor allem in den dunklen Szenen vermisst man einen anständigen Schwarzwert. Auf tonaler Ebene gibt es jedoch nix zu meckern. Der Ton erweist sich gerade in den Angriffsszenen als durchaus förderlich. Zudem überzeugt er mit einer permanenten Räumlichkeit. Leider sind die Extras etwas mager ausgefallen. Bis auf einer Slideshow, den Trailer und einen Promotion-Clip in bescheidener VHS-Qualität, hat es rein gar nichts Nennenswertes auf die Scheibe geschafft. Bleibt zu erwähnen, dass die Neuauflage mit einem Wechselcover daherkommt und günstig zu haben ist. Für den Hauptfilm gibt es übrigen deutsche Untertitel. Wer über die Mängel hinwegsieht und gern Horrorfilme schaut, die eher ruhig und stimmig erzählt werden, ist bei dem eher unblutigen Creature-Feature THE BURROWERS / DAWN OF THE UNDEAD genau richtig.
 
 

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Dawn of the Undead – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth / Hellraiser80

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
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Tremors 3 – Die neue Brut (2001)

Tremors 4 – Wie alles begann (2004)