Filmkritik: „The Cloth – Kampf mit dem Teufel“ (2013)

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THE CLOTH – KAMPF MIT DEM TEUFEL

Story

 
 
 
Die Kirche wird der wachsenden Zahl von Besessenen nicht mehr Herr und rekrutiert deshalb den Atheisten Jason, um den Kampf gegen den Teufel doch noch gewinnen zu können …
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Kritik

 
 
 
Warum fühlen sich eigentlich so viele Schauspieler auch zum Regisseur und/oder Drehbuchautor berufen? Denn erwiesenermaßen sind nur die Wenigsten von ihnen der Doppel- oder Dreifachbelastung gewachsen, so dass ihre Filme oft schlicht daran scheitern, dass sie unbedingt auf mehreren Hochzeiten tanzen wollen. So auch Schauspieler/Regisseur/Drehbuchautor Justin Price, der all diese Funktionen in seinem vierten Film übernommen hat – und an allen Fronten gescheitert ist. Es fängt schon mit der gern genommenen Dreistigkeit an, vermeintliche „Stars“ (hier B-Movie-Ikonen Danny Trejo und Eric Roberts) aufs Cover zu pinseln, die dann im Film schlussendlich nur einen Mini-Auftritt haben. Wenigstens hatten Trejo und Roberts das Glück, nur wenige Minuten in dieser immerhin vier Millionen Dollar teuren Produktion mitzuspielen. Dem Zuschauer ist so viel Glück nicht vergönnt, er muss 88 Minuten seines Lebens opfern, um sich anzusehen, was Justin Price alles nicht kann.
 
 
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Jason (Kyler Willett) wird eines schönen Tages von Father Diekmen (Lassiter Holmes) aufgesucht, der ihn bittet, einem Geheimorden der Kirche beizutreten. Der Orden beschäftigt sich ausschließlich damit, die wachsende Zahl von Besessenen wieder zu dezimieren und den Betroffenen den Teufel auszutreiben. Offenbar hat man festgestellt, dass es einen Ungläubigen braucht, um dem Teufel effektiv entgegenzutreten. Jason lässt sich bequatschen und folgt dem Gottesmann in irgendwelche Kellergewölbe, wo sich unter anderem auch Father Tollman (Eric Roberts) rumtreibt. Lange Rede, kurzer Sinn: Jason wird von Helix (Cameron White) mit einer albernen „Rüstung“ und geweihten Waffen ausgestattet und schon geht sie los, die Beezlebub-Hatz ohne Sinn und Verstand.
 
 
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So, Justin Price…das war ja wohl nix. Mal eben so eine hirnrissige Geschichte um einen hampeligen Exorzisten-Orden hinzukritzeln und zu glauben, dass B-Movie Stars wie Danny Trejo und Eric Roberts schon dafür sorgen werden, dass ordentlich die Kasse klingelt, reicht leider nicht. Vor allem nicht, wenn beide nur minutenkurze Auftritte haben und diesem Schund ansonsten wohlweislich ferngeblieben sind. Besser wird es auch nicht, wenn man dem Geheimorden eine im Keller gefangen gehaltene Besessene andichtet, die eine schlechte Monster-Gummimaske trägt und redet wie die Schlümpfe. Die an Tiefsinnigkeit nicht mehr zu überbietenden Dialoge wie „Jeder stirbt, Laurel. Aber nicht jeder lebt“ versetzen „The Cloth“ dann fast den Todesstoß.
 
 
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Aber nur fast, denn dem Regisseur gelingt es, noch auf vielen weiteren Baustellen seine absolute Talentfreiheit zu untermauern: Da wären die unfassbar schlechten CGI-Effekte, die vermuten lassen, man säße wieder vor einem Commodore 64. Wirklich, die „Special Effects“ sind so schlecht, dass man fast schon wieder drüber lachen könnte. Wenn man sich nicht immer wieder über die wirklich schlechte Qualität des Heimkinomediums ärgern müsste. Wobei man hier ausnahmsweise mal dankbar für das Fehlen jeglicher Extras ist. Lustig weiter geht es mit dem Unbegabten-Synchronisationsverein, der emotionslos und steif runterbetet (ha ha), was Justin Price in seinem Dilettanten-Script vorgegeben hat. Und als wäre das noch nicht genug, lässt der Regisseur seine Schauspieler-Attrappen immer mal wieder pseudohistorische Details runterleiern oder willkürlich in lateinische Beschwörungsformeln verfallen, um hier einen Hauch von Intelligenz vorzutäuschen. Klappt natürlich nicht.
 
 
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So, nachdem Pfaffe und Atheist in der Waffenkammer der göttlichen Grotte mit tollem Exorzisten-Werkzeug ausgestattet wurden (z. B. mit „Heiligen Granaten“), werfen sie sich ihre „Rüstung“ über (billige Lederkluft und radkappengroße Kreuze) und machen erst mal auf lau ein paar Besessene platt (Latein faseln dabei nicht vergessen), bevor es dann zum großen Endkampf gegen Dämonen und den Teufel höchstselbst geht. Hier geizt der Regisseur selbstredend nicht mit mies choreographierten Kämpfen, bei denen er immer rechtzeitig abblendet, diese aber immer noch mit hochgradigem Schwachsinnsgefasel garniert, soviel Zeit muss sein.
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
 
Und irgendwann, nach schier endlosen 88 Minuten, ist der Budenzauber dann endlich vorbei. „The Cloth“ ist ein Film aus der untersten Schund-Schublade, der keinen einzigen Cent einer eventuellen Ausgabe rechtfertigt. Die Effekte sind grauenhaft schlecht und werfen einen optisch zurück in die 80er Jahre. Die Schauspieler verdienen größtenteils diese Bezeichnung nicht. Die Dialoge sind hirnhautlösend dämlich und die Kulissen sehen oft so aus, als würden sie gleich umfallen. Hoffentlich dann auf Justin Price, dem man Kamera und Laptop wegnehmen und ihn selbst unter Hausarrest stellen sollte, damit er nie wieder als Schauspieler/Drehbuchschreiber/Regisseur tätig werden kann. Einen von zehn Mitleidspunkten für Trejo und Roberts, denn so eine miese Gurke von Film haben selbst diese beiden Allesspieler nicht verdient.
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Zensur

 
 
 
„The Cloth – Kampf mit dem Teufel“ wurde von der FSK bereits für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch hat sich der Rechteinhaber dazu entschieden, den Streifen mit roter Freigabeplakette in den Handel zu bringen. Das macht die Veröffentlichung bei Horrorfans interessanter.
 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Cloth; USA 2013

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Heimkinofassung wegen Extras: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer

Veröffentlichung: 15.07.2014

 
 
 

The Cloth – Kampf mit dem Teufel [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Weitere Veröffentlichungen

 
 
 
Vom-Teufel-besessen-The-ultimate-Devils-Collection

(c) Maritim Pictures GmbH im Vertrieb der KNM Home Entertainment GmbH

 
 
Neben der erhältlichen Film-DVD und Blu-ray wurde „The Cloth – Kampf mit dem Teufel“ auch zusammen mit drei weiteren Horrorfilmen in der „Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection“ veröffentlicht. Auf zwei DVDs sind neben besagtem „The Cloth“ auch folgende drei Streifen enthalten: „Way of the Wicked“, „The Presence“ und „Holy Ghost People“. Alle Filme dieser Zusammenstellung sind selbstverständlich ungeschnitten.
 
 

Vom Teufel besessen – The ultimate Devils Collection (2DVDs) auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE CLOTH – Trailer

 
 


 
 

MissVega

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Die Rechte aller Grafiken liegen bei Maritim Pictures

 
 
 
Ähnche Filme:
 
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The Quiet Ones (2014)
 
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Filmkritik: „Backtrack: Nazi Regression“ (2014)

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BACKTRACK: NAZI REGRESSION

Story

 
 
 
Ralph träumt vom Zweiten Weltkrieg und erfährt mittels Rückführung, dass er wohl vor 70 Jahren ein Nazi war. Er beginnt, den Schauplatz seiner Alpträume zu suchen und Nachforschungen anzustellen – mit gefährlichem Ausgang.
 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Kritik

 
 
 
Liest man den Titel dieses Films, kommen einem als Erstes wohl unweigerlich Bilder eines billigen Trashfilms mit blutigen Nazi-Eskapaden in den Sinn. Erstaunlicherweise aber ist „Backtrack“ kein solcher Film. Natürlich ist das Erstlingswerk des erst 24jährigen Regisseurs Tom Sands und das ebenfalls erste Langfilm-Drehbuch seines Bruders Mick weit davon entfernt, ein guter Film zu sein, aber zumindest ist „Backtrack“ nicht der ultrabillige Schund, den man wohl aufgrund des Titels und des Covers erwarten würde. Zur Geschichte: Ralph (Mark Drake) hat wiederkehrende Alpträume, in denen er sich im Jahr 1940 befindet und offensichtlich als deutscher Nazi an gar „Schröcklichem“ beteiligt ist. Um Klarheit zu erlangen, schlägt seine Bekannte Claudia (Rosie Akerman) vor, bei ihm eine Rückführung durchzuführen. Dadurch jedoch werden die bedrückenden Ereignisse von damals nur noch deutlicher und intensiver, so dass Ralph beschließt, den Ort, den er in seinen Träumen gesehen hat, aufzusuchen und Nachforschungen anzustellen. Also Zelt, Freundin Andrea (Sophie Barker), Claudia und deren Freund Lucas (Miles Jovian) eingepackt und auf den Weg gemacht. Vor Ort angekommen, wird alles natürlich noch unheimlicher – ein Fremder verfolgt sie und Ralphs Visionen werden immer intensiver. War er nun ein Nazi oder nicht? Und welches Geheimnis birgt der kleine Ort, an dem sich die Vier aufhalten?
 
 
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Das Grundproblem bei „Backtrack“ könnte sein, dass hier sowohl vor als auch hinter der Kamera ausnahmslos Anfänger am Werk waren. Hier ist niemand mit Erfahrung dabei, der das Ruder noch hätte herumreißen können damit wenigstens durchschnittlicher Horror an den Zuschauer gebracht werden kann. So wird aus „Backtrack“ leider ein ziemlich…nun ja…unspektakulärer Film, dem man an allen Ecken und Enden anmerkt, dass hier Laien am Werk waren. Zwar hat Regisseur Tom Sands schon einige Dokumentarfilme gedreht, aber er ist auch erst 24 und hatte es vorher offensichtlich noch nicht mit dem Führen von Schauspielern zu tun. Aber auch das Drehbuch seines Bruders Mick weist viele Mängel auf. Das beginnt bei der recht dünnen Story, geht weiter über die ziemlich oberflächliche Figurenzeichnung und endet bei dem Nichtvorhandensein von Spannung und Tempo. Die 97 Minuten Laufzeit ziehen sich wie Kaugummi und leider interessiert es einen nicht im Geringsten, was dort auf den Feldern irgendwo in Irland passiert.
 
 
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Dennoch ist man erstmal froh, dass man es hier nicht mit billigstem Horrortrash zu tun hat, in dem wildgewordene Nazis blutrünstig durch die Gegend trampeln und man schlechte CGI-Effekte zu sehen bekommt. Die Erleichterung darüber reicht aber natürlich nicht aus, um „Backtrack“ schlussendlich wohlgesonnen zu sein. Dafür hapert es einfach an zu vielen Stellen. Die Charaktere sind allesamt ziemlich bescheuert. Ralph guckt vorrangig großäugig-fassungslos in der Gegend herum, während er versucht, Ordnung in sein traumchaotisches Hirn zu bringen. Claudia faselt derweil was von Rückführungen und dass sie auch etwas gespürt hat, als sie Ralph rückgeführt hätte. Derweil sind Lucas (der übrigens aussieht wie zwölf und wie ein pubertierendes Ghettokid aus Londons East End redet, obwohl er der Freund von Esoteriktante Claudia sein soll) und Andrea (bumsbirnige Freundin von Träumerle Ralph) damit beschäftigt, sich flachzulegen, ohne dass ihre jeweiligen Partner etwas davon mitbekommen. Die Strafe folgt natürlich auf dem Fuße, denn Lucas und Andrea werden von einem mysteriösen Traktorfahrer entführt. Die Protagonisten bleiben dabei so oberflächlich, uninteressant oder gar unsympathisch, dass der Zuschauer hier keine Sympathien aufbauen kann. Da hier bis auf Mark Drake totale Schauspiel-Anfänger am Werk sind, wirken die Figuren kaum glaubhaft und man sieht dem gesamten Cast an, dass er größtenteils überfordert war mit der Darstellung des jeweiligen Charakters.
 
 
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„Backtrack“ wirkt kaum wie ein Horrorfilm. Über weite Strecken wähnt man sich eher auf einem Ausflug aufs Land mit blöden Leuten. Die Sonne scheint, die Felder blühen – wie da überhaupt so etwas wie gruselige Stimmung entstehen soll, ist schleierhaft. Gepaart mit dem leider eher dilettantischen Inszenierungsstil von Tom Sands und dem inhaltlich mehr als holprigen Script seines Bruders gelingt es „Backtrack“ bis zum Finale nicht, sich als Horrorfilm zu positionieren. Spätestens dann gibt es zwar ein paar kleine Folterwunden zu sehen und eben noch den unheimlichen Fremden, dessen Geheimnis gelüftet wird; schlussendlich reicht das nicht aus, um „Backtrack“ beim Publikum interessant machen zu können. Dennoch, so richtig böse kann man den Sands-Brüdern irgendwie nicht sein. Der Film ist zwar weder ein Horrorfilm und nicht einmal ansatzweise gruselig (außer vielleicht bei den darstellerischen Leistungen), aber so richtig schlecht ist er eben auch nicht. Gut, warum jemand nachts mit Sonnenbrille Motorrad fährt, muss vielleicht nochmal erklärt werden. Zudem sind viele Szenen in der Regel deutlich zu lang geraten, der Finaltwist ist lahm und die Darsteller hoffnungslos überfordert. Trotzdem ist man einfach dankbar, dass man hier nicht mit dem Trash konfrontiert wurde, den man bei so einem Titel und der dazugehörigen Inhaltsangabe erwartet hätte. Darüber hinaus wartet „Backtrack“ mit einem wunderschön gesungenen Titelsong auf (Abi Phillips‘ „Gravity“) – Etwas, mit dem man bei diesem Crowdfunding-Projekt wohl nicht gerechnet hätte.
 
 
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BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
„Backtrack“ ist ein ungewöhnlicher englisch/irischer Genrebeitrag. Zwar ist er schlussendlich kein guter Film (was man bei einem Erstlingswerk eines Mittzwanzigers vielleicht auch nicht erwarten sollte) und bei Weitem kein gruseliger Horrorfilm, dennoch unterwandert er die Erwartungshaltung des Zuschauers auf ungewöhnliche Weise. Gesehen haben muss man das zwar nicht, aber ein paar kleine Bonuspunkte für diesen seltsamen Nicht-Horrorfilm sollten schon drin sein. Deshalb also drei von zehn Rückführungen, die man besser hätte sein lassen sollen.
 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Zensur

 
 
 
„Backtrack: Nazi Regression“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Auf dem Cover der erhältlichen Heimkinoversion prangt daher der rote FSK-Flatschen. Immerhin ist der Film diesmal wirklich erst für Volljährige geeignet, denn oftmals werden Blu-rays und DVDs deren Filme eine 16er-Freigabe erhalten haben, künstlich durch Bonus in der Altersfreigabe nach oben getrieben. Diesmal ist das jedoch nicht der Fall.
 
 
 


 
 
 

BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Castle View Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Backtrack; Großbritannien / Irland 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making-of

Release-Termin: 28.08.2015

 

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BACKTRACK: NAZI REGRESSION – Trailer

 
 


 
 

MissVega

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Die Rechte für alle Grafiken liegen bei CASTLE VIEW FILM

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Warhouse – Kriegszustand (2013)

Filmkritik: „Rise Of The Animals“ (2011)

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RISE OF THE ANIMALS – MENSCH VS. BIEST

Story

 
 
 
Völlig ohne Grund fangen Tiere an Menschen zu töten. Mitten im Chaos versuchen drei Teenager ein verlorenes Handy dem Besitzer wiederzubringen.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Kritik

 
 
 
RISE OF THE ANIMALS ist Chris Wojciks Spielfilmdebüt, das er für rund 7.000 Dollar inszeniert hat. Leider ist das dann auch so ziemlich alles, was man an erwähnenswerten Hintergrundinformationen über den Film in Erfahrung bringen kann. Wenig inszenatorische Qualität steckt hinter diesem Machwerk, wobei man fairerweise sagen muss, dass es sich bei RISE OF THE ANIMALS um blödsinnigen Trash handelt, den die Macher immerhin lustvoll zelebrieren. So sieht man knapp 60 Minuten, wie Laiendarsteller von Plüschtieren angesprungen und von schlecht animierten CGI-Tieren gefressen werden. Irgendwo dazwischen versteckt sich dann auch eine völlig belanglose Teen-Romanze, die vollkommen deplatziert wirkt. Dennoch, RISE OF THE ANIMALS sorgt dank seiner fürchterlichen Effekte zumindest für einige Lacher. Die allein reichen jedoch nicht aus, um den Zuschauer die gesamte Laufzeit über unterhalten zu können. Stellen, die wohl erheiternd wirken sollten, sind nicht lustig und immer wieder mangelt es dem Film an Spannung, so dass sich RISE OF THE ANIMALS zieht wie Kaugummi. Ganz besonders übel sind diverse Fremdschämmomente, die auf Unerfahrenheit des Machers zurückzuführen sein dürften, so dass es keine große Freude bereitet sich RISE OF THE ANIMALS anzusehen. RISE OF THE ANIMALS ist nichts fürs Otto-Normal-Horrorpublikum und dürfte daher nur für den Fan des schlechten Filmgeschmacks von Interesse sein.
 
 
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RISE OF THE ANIMALS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Leider ist RISE OF THE ANIMALS kein neuer BIRDEMIC. Für Amateur- und Trashfilmfans gibt es dennoch den ein oder anderen spaßigen Moment. Für alle übrigen Horrorfans hat RISE OF THE ANIMALS leider kaum etwas zu bieten.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Zensur

 
 
 
Der Film ist am 4. September 2015 von Cosmopolitan Pictures in seiner ungeschnittenen Fassung auf DVD und Blu-ray veröffentlicht worden. Als Bonusmaterial bieten sowohl die DVD als auch die Blu-ray einen Audiokommentar mit Cast & Crew. Die erhältliche Fassung wurde jedoch erst für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben und besitzt den roten 18er-Flatschen. Der Grund für die hohe Freigabe ist im Bonusmaterial zu suchen, denn der Film selbst ist bereits frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Cosmopolitan Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Rise of the Animals; USA 2011

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton:Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Aufgrund des Bonusmaterials: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Trailershow, Audiokommentar

Release-Termin: 21.08.2015

 

Rise of the Animals – Mensch vs. Biest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Trailer

 
 


 
 

Sam Freissler

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei COSMOPOLITAN PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Panik in der Sierra Nova (1977)
 
Birdemic: Shock and Terror (2010)
 
Die Meute (1977)
 
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Filmkritik: „Cooties“ (2014)

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COOTIES

Story

 
 
 
Ein typischer Montag für den jungen Hobby-Schriftsteller und Lehrer Clint (Elijah Wood). Nach einem längeren Aufenthalt in Brooklyn ist er in seine Heimatstadt Fort Chicken zurückgekehrt um dort in Ruhe an seinem Buch zu arbeiten und an seiner ehemaligen Grundschule zu lehren. Doch an Stelle von enthusiastischen Kindern und freundlichen Kollegen trifft er auf eine Horde missmutiger Lehrer. Auch Proleth Wade (Rainn Wilson) unterrichtet an der Schule. Der ist mit Clints alter Flamme Lucy (Alison Pill) liiert und macht Probleme. Weitaus mehr Sorgen bereitet jedoch eine tödliche Krankheit. Die verwandelt die Schule in ein Schlachtfeld. So verbreitet sich in eine mysteriöse Seuche, die Schüler in blutrünstige Zombies verwandelt. Eingesperrt in den Klassenräumen und umringt von angeknapperten Leichen macht sich die ungleiche Bande aus Erziehern auf die Suche nach einem Ausweg.

 
 
 


 
 
 

COOTIES – Kritik

 
 
 
Was für eine grandiose Prämisse, mit der die Regie-Debütanten Cary Murnion und Jonathan Milott arbeiten dürfen. Wie oft hat sich manch Zuschauer über nervige Kinder in Filmen aufgeregt? In „Cooties“ soll der Spieß umgedreht und eine Horde von minderjährigen Zombies aufs Korn genommen werden. Dabei versprüht die Horror-Komödie anfangs ein Fest aus politisch unkorrektem Spaß, das dank Mengen abgetrennter und halb ausgewachsener Gliedmaßen sowie einer Tonne Lehrergedärmen für gute Lacher sorgt. Mit einer herrlich widerlichen Montage wird im Vorspann der Hergang des verheerenden Virus verfolgt. Kurz darauf lernen wir den schüchternen Clint (ELIJAH WOOD aus ALEXANDRE AJAS MANIAC) kennen, der noch bei seiner Mutter wohnt und den Tag mit einem naiven Grinsen startet. Auch die Gruppe aus Lehrern, die sich mit unterhaltsamen Sticheleien bei Laune hält, verspricht einen unterhaltsamen und kurzweiligen Horrorfilm.
 
 
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Viele der anfänglichen Versprechen kann „Cooties“ leider nicht halten. Bis auf wenige Ausnahmen kommt das Grundschüler-Gemetzel äußerst zahm daher. Wer sich also auf einen absurden Zombiefilm freut, in dem reihenweise Kinder niedergestreckt werden, wird enttäuscht. Hinzu kommen irritierende Wechsel im Ton des Films. Was vermutlich als abseitige und schräge Komödie geplant war, verwandelt sich zwischenzeitlich in einen Gruselfilm, der vergeblich versucht Spannung aufzubauen. Zudem passen die Entwicklungen der Charaktere, die zum Teil bis in den dramatischen Bereich gehen, nicht zu dem, was „Cooties“ eigentlich ausmachen sollte. Als größtes Manko des Films erweisen sich jedoch nicht die tonalen Schwankungen oder die Ungleichmäßigkeit der Figuren, sondern eine geradezu rätselhafte und überflüssige Endsequenz. Die wirft unnötige Fragen auf und will im Kontext des Films absolut keinen Sinn machen. Erfahrene Horrorfans dürften bei einem derart haarsträubenden Abschluss wohl nur mit dem Kopf schütteln. Enttäuschend!
 
 
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COOTIES – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Eine Handvoll blutiger Szenen und zwei oder drei müde Lacher. Mehr ist es nicht, was „Cooties“ als Horrorkomödie ausmacht. Der gute Cast, der zunächst mit Elijah Wood, Rainn Wilson und Alison Pill überzeugt und Spaß macht, wird im Verlauf des Films stetig uninteressanter. Aber auch die Lacher, die anfangs zu begeistern wissen, machen sich viel zu schnell rar. Alles in allem handelt es sich bei „Cooties“ um eine coole, abwechslungsreiche Prämisse, die leider von einem schwachen Drehbuch und dem mangelnden Fokus der Regisseure sabotiert wird.
 
 
 


 
 
 

COOTIES – Zensur

 
 
 
In Deutschland erscheint „Cooties“ ohne Schnitte mit einer Freigabe ab 16 Jahren. In den wenigen Sequenzen, in denen es zur Sache geht, gibt es die gewohnten, matschigen Bilder üblicher Zombiefilme zu sehen. Der amüsante Grundton des Films macht die 16er-Freigabe trotz einiger brutaler Bilder und Gewalt gegen (zombiefizierte) Kinder nachvollziehbar.
 
 
 


 
 
 

COOTIES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cooties; USA 2014

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Polnisch DTS 5.1, Portugiesisch DTS 5.1, Ungarisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Bulgarisch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Isländisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Interview mit Elijah Wood

Release-Termin: 15.10.2015

 

Cooties [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

COOTIES – Trailer

 
 


 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei UNIVERSAL PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Turbo Kid (2015)
 
Stalled (2013)
 
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Dawn of the Dead (2004)
 

Filmkritik: „Berkshire County“ (2014)

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BERKSHIRE COUNTY

Story

 
 
 
Babysittern vs. Einbrecherbande. Letztere führen nichts Gutes im Sinn und scheinen das Entführen von Babysittern zum Hobby gemacht zu haben.

 
 
 


 
 
 

BERKSHIRE COUNTY – Kritik

 
 
 
Ein weiterer Film über Psychopathen mit Schweinemasken. Die sind im Genre mittlerweile ziemlich häufig anzutreffen, um ahnungslosen Menschen viel Angst einzujagen. Auch der kanadische BERKSHIRE COUNTY macht von bekannter Terrorpraktik Gebrauch, die bevorzugt im Horrorfilm Anwendung findet. So lassen sich seit einigen Jahren regelmäßig Psychopathen im Horrorkino blicken, die unschuldige Familien zu Hause besuchen, um sie dort zu terrorisieren und zu quälen. BERKSHIRE COUNTY macht da keine Ausnahme und dürfte bei vielen Zuschauern – gerade der Maskierung wegen – so manch Déjà-vu-Erlebnis auslösen. Der ruft nämlich Filme wie MADISON COUNTY, TORMENT und YOU’RE NEXT ins Gedächtnis, weil dort ebenfalls Tiermasken-Killer eine perverse Lust am Töten hilfloser Menschen entwickelt haben.
 
 
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Schnörkelloser Home-Invasion-Schocker mit doofem Ende. Für den zeichnet der Kanadier AUDREY CUMMINGS verantwortlich und liefert für ein Regiedebüt ganz passable Arbeit ab. Ein Schulmobbing-Opfer gerät in diesem Thriller an eine Bande kaltblütiger Killer, deren Beweggründe auch nach dem Abspann unbeantwortet bleiben. Die nehmen es mit der attraktiven ALYSA KING auf, die im Film Babysitterin Kylie Winters verkörpert und nur ein Ziel hat: zwei Kinder zu schützen und zu überleben. Natürlich wird das gelingen, schließlich will das offene und reichlich konstruiert wirkende Ende dem Zuschauer klarmachen, dass man diesen Streifen in Serien schicken möchte. Damit stapft man in Spuren bekannter Fortsetzungsware, die so lange fortgeführt wurde, bis sie keiner mehr sehen wollte.
 
 
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Nichts neues, aber kurzweilig. BERKSHIRE COUNTY bietet nichts, was man nicht bereits in vielen Ablegern dieser Art von Filmen zu sehen bekommen hat. Die scheint Macher AUDREY CUMMINGS immerhin penibel studiert zu haben, so dass trotz vorhersehbarem Handlungsverlauf ab und an etwas Spannung aufkommt. So folgt der Zuschauer einem aufgebrachten Babysitter, der unentwegt damit beschäftigt ist sich zusammen mit zwei Schützlingen in einem riesigen Anwesen zu verstecken und auf Hilfe zu hoffen. Unterstützt wird das Versteckspiel von pumpenden Synthesizer-Klängen, die nicht selten Werke von Altmeister JOHN CARPENTER Revue passieren lassen. Leider gerät der kontinuierlich aufgebaute Spannungsbogen durch teils nicht sonderlich gelungene Synchronisation ins Wanken. Für die wurden nicht immer professionelle Sprecher besetzt, so dass der Film des Öfteren Probleme mit der Ernsthaftigkeit erhält. Die sucht man übrigens im Finale vergebens, denn je mehr sich BERKSHIRE COUNTY der Zielgerade nähert, umso haarsträubender und unglaubwürdiger gestaltet sich der Überlebenskampf. Der wird ins Absurdum getrieben und versucht erst gar nicht wesentliche Fragen zu beantworten. Letztendlich kommt BERKSHIRE COUNTY leider einige Jahre zu spät. Nach FUNNY GAMES wurden einfach zu viele dieser Filme in die Wohnzimmer gebracht, um den Zuschauer immer noch damit schockieren zu können. Wer Home-Invasion-Thriller mag, wird’s wohl kaum kümmern. Der dürfte auch mit BERKSHIRE COUNTY ein paar pulstreibende Minuten erleben – auch wenn dieses Subgenre dringend neue Ideen nötig hat.
 
 
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BERKSHIRE COUNTY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Klassischer Home-Invasion-Schocker mit unbefriedigendem Finale. Der Kanadier AUDREY CUMMINGS liefert nach diversen Kurzfilmen den ersten Langfilm ab und wagt keine Experimente. Er mixt bekannten Home-Invasion-Stoff mit Zutaten gängiger Slasher und verfeinert das Gebräu mit etwas Terror. Die Rezeptur funktioniert sechzig Minuten lang. Danach gerät der Streifen ins Taumeln und bekommt Probleme mit der Glaubwürdigkeit. Antworten über die Beweggründe der Filmbösewichte werden nicht geliefert. Die hat man sich offensichtlich für die Fortsetzung aufgehoben. Ob das eine gute Idee gewesen ist, wird sich zeigen, denn leider ist BERKSHIRE COUNTY nur ein weiterer Home-Invasion-Film unter vielen, der kaum nennenswerte Höhepunkte zu bieten hat.
 
 
 


 
 
 

BERKSHIRE COUNTY – Zensur

 
 
 
Anders als das Cover vermuten lässt, ist BERKSHIRE COUNTY bereits ab 16 Jahren freigegeben worden. Das hat auch seine Gründe, denn sonderlich gewalttätig ist der Film nicht. Viele Morde passieren im Off und erst am Ende gibt es Lebenssaft zu sehen. Der rote FSK-Sticker auf der Heimkinofassung ist wegen einiger Trailer auf dem Heimkinocover zu finden.
 
 
 


 
 
 

BERKSHIRE COUNTY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Mad Dimension (KeepCase)

 
Berkshire-County-mediabook

(c) Mad Dimension (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Berkshire County; Kanada 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Film: FSK 16 (ungeschnittene Fassung) / Blu-ray jedoch aufgrund der Extras: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: Schwarze KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer zum Film, Trailershow

Release-Termin: 09.10.2015 (KeepCase) | 09.10.2015 (Mediabook)

 

Berkshire County [Blu-ray im Keepcase]

Berkshire County – Limited Mediabook (DVD + Blu-Ray) [Limited Edition]

 
 
 


 
 
 

BERKSHIRE COUNTY – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei MAD DIMENSION

 
 
 
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Beautiful People (2014)

White Settlers (2014)
 
Deadly Virtues: Love.Honour.Obey. (2014)
 
Hate Crime (2013)
 
Home Invasion (2012)
 
Home Sweet Home (2013)
 
In their Skin (2012)
 
The Aggression Scale (2012)
 
Funny Games (1997)
 
Kidnapped (2010)
 

Filmkritik: „Last Shift“ (2014)

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LAST SHIFT

(PAYMON – THE KING OF HELL)

Story

 
 
 
Neuer Job, absolutes Grauen: Polizistin Jessica Loren (Juliana Harkavy) erlebt am ersten Arbeitstag in einer Polizeiwache die Hölle auf Erden.
 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Kritik

 
 
 
ANTHONY DIBLASI ist aus der Versenkung aufgetaucht. Lang war es still um jenen Regisseur geworden, der vor einigen Jahren noch als vielversprechender Newcomer in der Horror-Szene gehandelt wurde, weil er sich den Filmadaptionen diverser Kurzgeschichten von Erfolgsautor CLIVE BARKER (HELLRAISER) angenommen hatte. So fungierte er 2008/2009 in MIDNIGHT MEAT TRAIN und BOOK OF BLOOD als ausführender Produzent und nahm für den Psycho-Horror DREAD gleich selbst Platz auf dem Regiestuhl. Mit Letzterem feierte er sein Regiedebüt und erhielt für seine gelungene Arbeit von Kritikern und Fans viel Lob. Im Falle des neuen Streifens LAST SHIFT muss ANTHONY DIBLASI jedoch ohne Kultschriftsteller CLIVE BARKER auskommen, denn diesmal ist das Drehbuch und die Idee zum Film auf eigenem Mist gewachsen. Ein gewagtes Unterfangen, das der Regisseur jedoch mehr als souverän meistert, schließlich besitzt LAST SHIFT all das, was man von einem guten Horrorfilm neueren Datums erwartet. Um sich jedoch nicht die Spannung nehmen zu lassen, sei an dieser Stelle vorm Lesen der Kritik gewarnt, denn dieser Streifen gehört zu jener Art von Filmen, die nur dann ihr ganzes Gruselpotenzial entfalten können, wenn man vorab so wenig wie möglich über Handlung und Auflösung in Erfahrung bringt. Demzufolge gilt: Weiterlesen aus eigene Gefahr!
 
 
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Es geht um Jessica Loren (JULIANA HARKAVY), die als junge Polizistin in einer Polizeidienststelle das absolute Grauen erlebt. Die attraktive Mittdreißigerin ist gerade in den Dienst getreten und soll in einer Polizeistation die letzte Wache halten bevor das Gebäude für immer geschlossen wird. Was sie erst später erfährt: in diesem Gemäuer regiert der Terror, denn vor genau einem Jahr hat sich hier der Anführer eines satanischen Kultes (JOSHUA MIKEL) zusammen mit zwei weiblichen Anhängern das Leben genommen. Seitdem geht es in der Polizeiwache nicht mit rechten Dingen zu, denn der brutale Sektenguru scheint keine Ruhe gefunden zu haben. Mit allerhand paranormalen Schabernack sorgt er für blutige Unruhe und versucht aus dem Jenseits heraus sein Serienkillerdasein fortzusetzen.
 
 
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Fiese Schockmomente, verstörende Schreie und jede Menge Gänsehaut. Nein, LAST SHIFT ist keiner dieser quälend langweiligen Geisterfilme, die seit PARANORMAL ACTIVITY unermüdlich gedreht werden und sich bis auf Titel und Schauspieler kaum voneinander unterscheiden. Statt die immer gleichen Szenenverläufe nach vorhersehbarem Muster abzuspielen macht ANTHONY DIBLASI von hinterlistiger Verwirrungstaktik Gebrauch und versucht Heldin und Zuschauer zu manipulieren. Die sehen in einer menschenleeren und spärlich ausgeleuchteten Wache plötzlich ominöse Gestalten und werden Zeuge schrecklicher Visionen, die den Augen angsteinflößende Streiche spielen. Was in dieser Polizeistation im Argen liegt, lässt sich nicht so einfach durchschauen, denn Macher Diblasi geizt mit Anhaltspunkten. Ein mehr als geschickter Schachzug, um die Spannung konstant aufrechterhalten zu können, denn erst nach und nach macht Sinn, was anfangs überhaupt nicht einleuchten möchte.
 
 
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Kein Film für schreckhafte Gemüter. PAYMON – THE KING OF HELL, so wie LAST SHIFT in England vermarktet wird, bietet nicht nur atmosphärisches Gruseln nach allen Regeln der Kunst. Dieser Streifen zeigt, dass die eigentliche Geheimzutat eines jedes Geisterfilms seine unvorhersehbaren Schreckmomente sind. LAST SHIFT hat einige der makabersten Schocks in petto, welche man zuletzt im Horrorkino zu sehen bekommen hat. Die sitzen tief vor allem oder gerade wegen einem höchst gelungenen Einsatz von unheilvollen Geräuschen in Kombination mit unbequemen Bildern. Letztere sprechen für sich und sorgen im Finale für schnellen Puls, so dass der von den Morden eines gewissen CHARLES MANSON inspirierte Ausflug ins Horrorgenre länger nachwirkt, als man es anfangs vermutlich erwartet hätte.
 
 
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LAST SHIFT – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
ASSAULT – ANSCHLAG BEI NACHT trifft auf LET US PREY. LAST SHIFT ist ein Lehrfilm in Sachen Angstmacherei, der endlich auch mal wieder für Gänsehaut und schnelleren Puls sorgt. Demnach bleibt nicht viel zu sagen außer vielleicht, dass LAST SHIFT ein verdammt guter Grusel-Schocker ist, weil Macher und Horrorfan ANTHONY DIBLASI verstanden hat, worauf es im Horrorkino ankommt. Die clever gestrickte Handlung gibt nur spärlich Informationen preis, die Schockmomente haben es in sich und für Freunde blutiger Horrorware gibt es sogar am Ende etwas Rot zu sehen – bitterböse Auflösung inklusive. Eine markerschütternde Geräuschekulisse komplettiert das gelungene Gruselpaket – was will das Horrorherz eigentlich mehr?
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Zensur

 
 
 
Anfangs noch sehr zurückhaltend, überschlagen sich im Finale die Ereignisse. Dort gibt es Kopfschüsse zu sehen. Trotz rotem Lebenssaft ist LASH SHIFT jedoch keine Gewaltorgie. Der Streifen lebt hauptsächlich von der ungemütlichen Atmosphäre, die in bedrohliche Bilder eingefangen wird. Der Film hat hierzulande in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 erhalten. Aus irgendeinem Grund wurde aber der rote FSK-Flatschen auf die Blu-ray gedruckt. Vermutlich wegen einigen Werbefilmchen im Bonusmaterial.
 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) I-ON New Media (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Last Shift; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial ist die Blu-ray: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 27.01.2017

 

Last Shift [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

LAST SHIFT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot / Grafiken liegen bei I-ON New Media

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Let us Prey (2014)
 
Raised by Wolves (2014)
 
Children of Sorrow (2012)
 
The Manson Family (2003)
 
Helter Skelter – Die Nacht der langen Messer (1976)
 

Filmkritik: „Bait“ (2014)

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BAIT

(THE TAKING)

Story

 
 
 
Zwei strebsame Frauen, geraten in die Fänge eines gewissenlosen Kredithais, der mit den Damen ein krankes Spiel treibt. Doch die Freundinnen wissen sich zu wehren.
 
 
 


 
 
 

BAIT – Kritik

 
 
 
Unterschätze nie den Zorn wütender Frauen, denn der kann unberechenbar und tödlich sein. Im Horrorfilm scheint jene Weisheit für männliche Bösewichte auch Jahre nach I SPIT ON YOUR GRAVE und LAST HOUSE ON THE LEFT fremd zu sein, denn oftmals kommt denen die Einsicht zu spät, dass man Frauen weder betrügt, missbraucht oder hintergeht. Auch Regisseur DOMINIC BRUNT beschäftigt sich in seinem Rachethriller BAIT mit blutigem Geschlechterkampf und erzählt von Frauen, denen der Geduldsfaden reißt. Das passiert zur Freude des Zuschauers blutig und detailreich, steckt doch hinter BAIT nicht nur ein Regisseur, der Horrorfilme macht. In Interviews mit der Fachpresse erklärte Macher DOMINIC BRUNT, dass er eine unbeschreibliche Liebe zum Genre hegt. Die kam bereits im Backwood-Slasher INBRED zum Tragen, wo er kurzerhand in die Rolle eines Hinterwäldlers schlüpfte und Teenager abschlachtete. Mittlerweile steht Brunt jedoch nicht mehr nur als Schauspieler vor der Kamera (u.a. in der britischen Erfolgsserie EMMERSDALE). Seit einiger Zeit produziert und dreht er selbst. So stellte er mit dem Zombiestreifen BEFORE DAWN sein Regiedebüt auf die Beine, das von Fans und Presse leider nur durchwachsene Kritiken erntete. Ob BAIT gleiches Schicksal ereilen wird?
 
 
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Ähnlich wie im Erstling BEFORE DAWN erzählt auch Brunts zweiter Spielfilm von Monstern. Die entspringen diesmal jedoch nicht der Welt der Mythen, Märchen und Legenden, sondern sind irdischen Ursprungs. So regiert in einer von Arbeitslosigkeit geplagten englischen Kleinstadt der Terror. Ein schmieriger Kredithai namens Jeremy (unberechenbar widerlich: JONATHAN SLINGER) verbreitet im Ort Angst und Schrecken. Der führt Anwohner hinters Licht und bietet scheinbar lukrative Kredite an, fordert sie jedoch binnen weniger Tage zurück. Wer seine Rechnungen nicht zahlen kann hat ein Problem, denn der bekommt die Faust eines glatzköpfigen Handlangers zu spüren. Auch die Freundinnen Bex (VICTORIA SMURFIT) und Dawn (JOANNE MITCHELL aus WHITE SETTLERS) tappen in die Darlehnfalle. Die träumen von einem eigenen Tee- und Kuchengeschäft, bekommen jedoch kein Geld von der Bank. Kurzum leihen sie sich Geld bei Halsabschneider Jeremy, der bald sein wahres Gesicht zeigt. Er beginnt die Frauen zu terrorisieren, stellt unmenschliche Forderungen und demütigt seine Opfer. Doch die Freundinnen wissen sich zu wehren. Sie locken ihren Peiniger zu sich nach Haus und erteilen dem hinterlistigen Geldgeber eine Lektion.
 
 
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Ein Film mit wahrem Hintergrund: BAIT wurde von kontroversen Artikeln aus der internationalen Presse inspiriert in denen von unseriösen Kreditgeber berichtet wurde, die mit der finanziellen Not ahnungsloser Menschen grausames Schindluder getrieben haben. Doch die bittere Botschaft des Films lässt sich nicht ausschließlich auf ausgewählte Zeitungsberichte übertragen, sondern ist aktueller denn je. In einer Zeit in der Englands Bürger mit den Folgen der Inflation zu kämpfen haben, fällt es Millionen Briten immer schwerer, ihren gewohnten Lebensstandard zu halten. So frisst sich die drastisch gestiegene Inflationsrate und die Anhebung der Mehrwertsteuer besonders in die Einkommen der Geringverdiener. Viele Bürger, die einen Vollzeitjob suchen, finden nur Teilzeitstellen, weil nach schwerer Rezession die Wirtschaftserholung in Großbritannien weitgehend ausgeblieben ist. Zudem werden Haushalte durch hohe Schulden für Hauskauf und Konsum belastet, die sich in den fetten Jahren vor der Krise angesammelt haben. Die Folgen sind fatal, denn Wirtschaftsflaute und Bankenbeben haben einer Nischenbranche die Türen geöffnet, weil Banken keine Kredite mehr gewähren möchten. So bringt das blühende Geschäft mit den Geldproblemen immer neue Anbieter auf dem britischen Markt hervor, die für Darlehn horrende Zinsen fordern – darunter viele schwarze Schafe.
 
 
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THE TAKING – so wir THE BAIT anfangs eigentlich heißen sollte – treibt das Thema Finanzkrise auf die Spitze und taucht die Problematik in sattes Rot. Regisseur DOMINIC BRUNT stößt seine zwei Hauptcharaktere immer weiter in die Verzweiflung und lässt sie in einem unerbittlichen Showdown Amok laufen, der verstörend und brutal zugleich ist. Kompliment gilt dabei Schauspieler JONATHAN SLINGER, der den Bösewicht in Perfektion verkörpert. Der ist zwar anfangs vertrauenserweckend und freundlich, offenbart sich dem Publikum aber schon bald als das Böse in Menschengestalt. BAIT ist eine Geschichte über die Schrecken des modernen Kapitalismus und lässt keinesfalls kalt. Aufgrund der äußerst brutalen Inszenierung richtet sich der Streifen aber dann doch an jene, die mit reißerisch dargestellten Gewaltszenen keine Probleme besitzen. Übrigens: Knet-Splatter gibt es nach dem Abspann zu sehen. Der für seine Claymation-Kurzfilme bekannte LEE HARDCASTLE spinnt den Film durch Einsatz witziger Todesszenen weiter. Fans des kreativen Knet-Künstlers wird das freuen, denn dessen morbider Humor sorgt für einige Lacher.
 
 


 
 
 

BAIT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Unangenehm, brutal und verstörend: BAIT ist eine schockierende Geschichte über die Schrecken des modernen Kapitalismus, wie sie brisanter nicht sein könnte. Erneut rückt Regisseur DOMINIC BRUNT unberechenbare Monster in den Mittelpunkt – diesmal sind es jedoch keine Zombies, sondern das personifizierte Böse in Menschengestalt. Aufgrund des zermürbenden und bedrohlichen Erzählstils gehört BAIT zu jenen Filmen, die man nicht nebenbei sieht. Dieser Streifen ist harter Tobak, der sich vor allem an ein Publikum richtet, das mit Gewalt im Kino keine Probleme besitzt. Gerade weil Macher DOMINIC BRUNT Gesellschaftskritik mit harten, zweifelhaften Gewalteskapaden vermischt, liegt BAIT äußerst schwer im Magen. Dennoch meinen wir: sehenswert!
 
 


 
 
 

BAIT – Zensur

 
 
 
In BAIT geht es nicht zimperlich zu. Menschen werden gedemütigt und zusammengeschlagen. Im Finale wird ein Kopf mit einem Waschbecken zertrümmert und Gegenstände in Körper gebohrt. Hierzulande dürfte der Film vermutlich mit einer Freigabe für Erwachsene erscheinen. Da auf sehr grafische Weise Selbstjustiz ausgeübt wird, könnte es aber auch sein, dass BAIT keine Freigabe von der FSK erhalten wird.
 
 


 
 
 

BAIT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bound to Vengeance (2015)
 
Evangeline (2013)
 
Girls against Boys (2012)
 
Big Driver (2014)
 
Autumn Blood – Zeit der Rache (2013)
 

Filmkritik: „X Moor“ (2014)

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X MOOR

Story

 
 
 
Dokumentarfilmer wollen in Englands Mooren Beweise für die Existenz einer mysteriösen Raubkatze auf Film festhalten. Leider kommt alles anders.
 
 
 


 
 
 

X MOOR – Kritik

 
 
 
Das reale Leben erzählt stets die besten Geschichten. Im Horrorfilm ist diese Weisheit schon längst die Regel, denn Genrefilme, die auf tatsächlichen Begebenheiten beruhen, lassen ausgehungerte Horrorfans hellhörig werden. Mit dem Wildnis-Horror X MOOR wird die Reihe jener Streifen um einen Kandidaten erweitert, der aber nicht zu jenen Werken gehören dürfte, die man sich unbedingt vormerken sollte. Die Grundlage zum Film lieferten schaurige Legenden der Mythenwelt Großbritanniens. Glaubt man den Erzählungen Einheimischer im Südwesten Englands, sollen in den 1980ern dort ominöse Raubkatzen ihr Unwesen getrieben haben, die für den Tod unzähliger Schafe verantwortlich zeichneten. Bis heute konnte eine Existenz derartiger Wildtiere nicht bewiesen werden, so dass die Bestien von Exmoor wohl auf ewig Teil der mysteriösen Sagenwelt Großbritanniens bleiben dürften.
 
 
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Trotz Erzählungen und Legenden ist die Jagd nach einem Wesen, das im Grunde genommen nicht existiert, für die Dokumentarfilmer Georgia (MELISA KREILING) und Matt (NICK BLOOD) eine gute Gelegenheit, die leere Haushaltskasse aufzustocken. Denen winken 25.000 Pfund, wenn sie in der Gegend um Exmoor den Beweis auf Video festhalten, dass dort eine Panther-artige Raubkatze Tiere in den Mooren reißt. Zusammen mit dem erfahren Beobachter Fox (MARK BONNAR) begibt man sich auf Exkursion in die Moore, stellt Kameras auf und beobachtet. Doch mit Einbruch der Nacht beginnt das Grauen. Im dichten Wald entdeckt man ein Massengrab. Zerfetzte Frauenkörper sorgen für Panik und werfen bald die Vermutung auf, dass das Verschwinden von Tier und Mensch rationale Ursachen besitzen muss.
 
 
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Wenn vermuteter Tier-Horror dann doch eine andere Richtung einschlägt: X MOOR trickst den Zuschauer aus. Der Film ist nicht das, was er anfangs vorgibt zu sein. Ein radikaler Richtungswechsel sorgt für Verwirrung, denn hinter einfältiger Publikumsmanipulation verbirgt sich konfuser Serienkiller-Murks, der so seine Probleme mit der Glaubwürdigkeit besitzt. Da stehen plötzlich scheintote Opfer von den Toten auf, fuchteln wild um sich und wollen den überhysterischen Rettern an die Gurgel. Die geraten in Panik, flitzen durch ungesichertes Moorgeländer und fallen aus Unachtsamkeit in die Sümpfe. Als wäre das nicht schon schwachsinnig genug, ergänzt auch noch ein debiler Mörder die Handlung, der die nichtsahnende Tochter mit zum Tatort geschleppt hat. Die wartet geduldig im Auto, während Papa im Wald unschuldige Menschen ermordet. X MOOR ist sprichwörtlich zugemüllt mit dummen Ideen und unlogischen Handlungsverläufen, wobei man nicht hinterfragen sollte, warum die Protagonisten ausgerechnet bei Nacht durch ein ungesichertes Moorgebiet irren. Die gehen bei absoluter Finsternis mit unzureichender Ausrüstung auf Erkundungstour und geraten in das Jagdgebiet eines Killers, der kurzen Prozess veranstaltet. Eine logische Konsequenz, schließlich kann grenzenlose Dummheit im Horrorfilm nur mit dem Tod bestraft werden.
 
 
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So stockduster wie das Drehbuch ist im Übrigen auch die Szenarie, in der Zuschauer wie Helden kaum die Hand vor Augen sehen. Das mag zwar anfangs förderlich für den Spannungsaufbau sein und für gut platzierten Schrecken sorgen; nachdem jedoch des Pudels Kern entlarvt wurde, verliert sich der zuvor stimmig aufgebaute Horror-Thriller in einer Flut aus konfusen Bildern und Schnitten. Es wird gekreischt, gewinselt und gerannt; geschlitzt, ermordet und gerächt. Hier kämpft Gut gegen Böse und Gut gegen Gut, denn im Dunkel der Nacht kann es schon mal vorkommen, dass man versehentlich die Fronten wechselt. Trotz vieler unvorhersehbarer Wendungen bleibt am Ende kein guter Film übrig. In diesem Streifen passiert allerhand haarsträubendes Zeug, dass man partout nicht ernstnehmen kann. Umso unverständlicher die Tatsache, dass sich X MOOR bis zum erlösenden Abschluss bierernst nimmt, obwohl der Film so viele Fehler besitzt, dass ein Großteil der Handlung unfreiwillig komisch wirkt. Wer eine Schwäche für Überlebensthriller besitzt, in denen Protagonisten vor dem Bösen durch finstere Wälder sausen, könnte vermutlich einige Adrenalinschübe erleben. Wer auch beim Horrorfilm nicht den Kopf ausschalten kann, bekommt wohl bei einem dummen Thriller wie X MOOR nicht nur Kopfschmerzen, sondern definitiv Migräne.
 
 
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X MOOR – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Schockreicher Filmalbtraum mit unvorhersehbaren Wendungen und radikalem Richtungswechsel – dennoch: Herr wirf Hirn vom Himmel. Es mag vermutlich fatal sein, in Horrorfilmen von Logik zu sprechen. Trotzdem darf man auch von Horrorware erwarten, dass man als Zuschauer nicht veräppelt wird. X MOOR brüstet sich damit, auf wahren Begebenheiten zu beruhen. Dennoch ist das, was man hier ertragen muss jenseits von Gut und Böse. Selten hat man Figuren im Horrorfilm gesehen, die sich verhalten, als wären sie von Sinnen. In X MOOR handelt niemand nachvollziehbar, geschweige denn klug oder rational. Nach einem stimmigen Einstieg, verwandelt sich Tier-Horror in Serienkiller-Terror und sorgt für entnervte Gesichter. Die Kulisse ist finster, so dass das Folgen der Geschichte unnötig erschwert wird. Protagonisten treffen seltsame Entscheidungen und handeln ausschließlich nach Regeln moderner Horrorfilme. Zudem bremst sich X MOOR auch noch mit seinem aufgesetzten Finale selbst aus. Gerade als man denkt der Film wäre zu Ende, folgt ein deplatzierter Rattenschwanz, der den nicht sonderlich intelligenten Streifen unnötig in die Länge treibt. Überleben in der Wildnis mal anders: X MOOR ist x-beliebig und strunzdumm
 
 


 
 
 

X MOOR – Zensur

 
 
 
Zwar gibt es Filmblut zu sehen; da der Film aber in stockfinsterer Nacht spielt und X MOOR öfters mit guter Ausleuchtung zu kämpfen hat, können einige der Spezialeffekte nur erahnt werden. Man darf von einer FSK16 ausgehen.
 
 


 
 
 

X MOOR – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Jungle (2013)
 
Trail of Blood (2011)
 
Treehouse (2014)
 

Filmkritik: „Dark was the Night“ (2014)

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DARK WAS THE NIGHT – DIE WURZELN DES BÖSEN

Story

 
 
 
Etwas Böses terrorisiert die keine Stadt Maiden Woods. Zerfetzte Körper werden gefunden und seltsame Dinge geschehen. Sheriff Paul Shields (KEVIN DURAND) will den Bewohnern die Angst nehmen und geht den mysteriösen Ereignissen auf den Grund.
 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Kritik

 
 
 
Monsterfilme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – und das ist auch gut so. Seit einiger Zeit sind ambitionierte Filmemacher daher bestrebt, dummen Monsterstreifen so etwas wie Anspruch einzuhauchen. Entstanden sind so herausragende Horrordramen wie SPRING oder LATE PHASES, die auf eindrucksvolle Weise zeigten, dass sich Kreaturen-Horror nicht zwangsläufig in eine Schublade packen lässt. Auch BAD MILO– und STATIC-Produzent JACK HELLER versucht mit seinem DARK WAS THE NIGHT Tiefe in die Materie der Monsterheuler zu bringen. Statt Augenmerk auf Böses zu richten, sind ihm seine Figuren wichtig. Die haben in erster Linie mit Schicksalsschlägen und inneren Dämonen zu kämpfen – gefräßige Monster haben zu warten.
 
 
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KEVIN DURAND spielt den sensiblen Sheriff Paul Shields, der entgegen dem stereotypen Bild des Helden auch einmal weinen darf und sogar Angst kennt. Er hat kein einfaches Los gezogen und befindet sich nach dem tragischen Unfalltod des Sohnemanns in einer Lebenskrise. Das Familieleben leidet darunter, denn der Zweitgeborene hat erkannt, dass sich die Eltern nach dem Ableben des Bruders voneinander entfernt haben. Als plötzlich Dinge im Ort geschehen, muss der Sheriff aus seiner Lethargie erwachen. Er soll dem Mysterium auf den Grund gehen, denn die Bewohner seiner Stadt Maiden Woods vermuten, dass etwas Böses aus den Wäldern gekommen ist und nichts Gutes im Schilde führt. Für den rational denkenden Gesetzeshüter eine Herausforderung. Der muss sich nämlich bald eingestehen, dass es auf der Welt Dinge gibt, die sich nicht so einfach erklären lassen.
 
 
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Deprimierende Familientragödie mit Monstern: eigentlich macht Regisseur JACK HELLER fast alles richtig. DARK WAS THE NIGHT besitzt Tiefgang, authentische Protagonisten, unwohlige Atmosphäre und einen ständig wachsenden Spannungsbogen. Auch räumt man Publikum und Figuren genügend Zeit ein, damit sich Charaktere entwickeln und Zuschauer mit den Geschehnissen vertraut machen können. Was trotzdem übel aufstößt ist die Tatsache, dass das Monster nicht vor die Linse darf. Das tritt den blutigen Rachefeldzug gegen die Menschheit bereits im Prolog an – in voller Pracht wird es nur für wenige Sekunden im Finale gezeigt. Filmemacher JACK HELLER übertreibt das Spiel mit der Andeutung. Das Monster scheint allgegenwärtig zu sein und dennoch bekommt der Zuschauer nur dunkle Schatten zu sehen oder vernimmt unheilverkündendes Stampfen. Warum das so ist, wird im Endkampf klar. Ein rigoroser Sparkurs zwang die Produktion in die Knie. Um wirtschaften zu können, musste der Filmbösewicht am Rechner geboren werden – leider mehr schlecht als recht. Die Animationen wirken unglaubhaft und das Wesen derart künstlich, das es nicht in die Szenerie passen will. Dass da das Gänsehautgefühl in den Keller saust und aufgebaute Illusionen zu Staub verpuffen, ist nur die logische Konsequenz. Da kann auch der rabenschwarze Schlussgag nichts reißen, der die Tür für eine mögliche Fortsetzung offen hält. DARK WAS THE NIGHT ist eine Enttäuschung und das trotz Tiefgang. Wer demzufolge in Monsterstreifen fressgierige Bestien sehen will, sollte sich fern halten – dieser Film macht’s eher subtil.
 
 
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DARK WAS THE NIGHT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärischer Monster-Grusler alter Schule. Bei diesem Indiestück handelt es sich in erster Linie um ein deprimierendes Drama, das sich als Monsterfilm tarnt. Statt blutige Fressorgien oder hektische Hetzjagden zu zelebrieren, geht es Regisseur JACK HELLER ruhiger an und beschäftigt sich in erster Linie mit seinen Protagonisten, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Dennoch; was hätte DARK WAS THE NIGHT – DIE WURZELN DES BÖSEN für ein großartiger Film werden können – wenn mehr Geld zur Verfügung gestanden hätte! In diesem Monsterfilm steckt zwar Hirn; weil Budget knapp war musste man wohl improvisieren und auf subtile Weise Gänsehaut heraufbeschwören. DARK WAS THE NIGHT ist ein Monsterfilm ohne Monster. Nicht, dass es nicht da wäre. Ganz im Gegenteil, die Filmkreatur ist allgegenwärtig. Dennoch wird sie erst am Ende für wenige Sekunden gezeigt wohl, weil man keine Dollars für ausuferndes Creature-Design übrig hatte. Mit den miserablen CGI-Effekten verpuffen auch die Illusionen, die Regisseur JACK HELLER zuvor mit viel Liebe für Oldschool-Horror aufgebaut hat. Übrigens: dieser Film ist nichts für die Liebhaber hektisch geschnittener Hochglanzfilme aus der Mache eines Michael Bay. DARK WAS THE NIGHT ist langsam erzählte Gruselware, die den Anspruch bewahrt. Zuschauer, die nichts mit Horror der alten Schule anfangen können, dürften gelangweilt abschalten.
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Zensur

 
 
 
Sonderlich zeigefreudig ist DARK WAS THE NIGHT – DIE WURZELN DES BÖSEN nicht. Die meisten Gewaltmomente passieren im Off. Zudem setzt der Streifen vordergründig auf subtilen Horror. Hierzulande hat es dafür eine FSK16 gegeben.
 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Eurovideo Medien

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark was the Night; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Keine Extras

Release-Termin: 07.04.2016

 

Dark was the Night [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

DARK WAS THE NIGHT – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshots liegen bei: Eurovideo Medien)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Indigenous (2014)
 
Feed the Gods (2014)
 
Exists (2014)
 
Leprechaun: Origins (2014)
 

Filmkritik: „Starve“ (2014)

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STARVE

Story

 
 
 
Drei Mittzwanziger geraten in einer Geisterstadt auf der Suche nach urbanen Legenden in die Hände eines gelangweilten Psychopathen, der mit Durchreisenden abartige Hungerspiele spielt.
 
 
 


 
 
 

STARVE – Kritik

 
 
 
Mit STARVE (zu Deutsch: verhungern) folgt ein Film, der all jene glücklich machen dürfte, die die Qualität von Horrorfilmen an ihrem Blutgehalt und den gezeigten Abartigkeiten festmachen. Die Urangst des Verhungerns muss diesmal als Alibi herhalten, damit sich Menschen gegenseitig töten, um überleben zu können. Das ist Stoff aus dem Horrorfanträume sind – insofern man sich am Leid verzweifelter Protagonisten erfreuen kann und kein Problem damit besitzt, wenn sich Menschen des eigenen Überlebenswillen wegen in Raubtiere verwandeln. Hinter der Kamera hat jemand Platz genommen, der sich mit dem Machen von Horrorfilmen und dem Einsatz blutiger Spezialeffekte auskennt. Multitalent GRUFF FURST ist Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent aber auch Regisseur und war schon an viel Horrorschlamassel beteiligt. Seine umfangreiche Vita umfasst Filme wie DEMONIC (Schauspieler), MASK MAKER (Drehbuch/Regie) oder die unnötige Fortsetzung LAKE PLACID 3 (Regie). Letztgenannter Streifen feierte auf dem amerikanischen Sender SYFY Premiere – kein gutes Omen.
 
 
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Im Low-Budget-Horror STARVE geht es zwei Brüdern samt Freundin an den Kragen. Eine urbane Legende führt die drei in eine unheimliche Geisterstadt. Erzählungen von wilden Kannibalenkindern machen hier die Runde und sollen als Inspiration für einen Comic dienen. Doch es kommt alles anders. Als man in einem verlassenen Haus auf Entdeckungsreise geht, gerät man in die Fänge eines gewissenlosen Schurken, der mit neugierigen Durchreisenden abartige Spiele spielt. Die werden in eine leerstehenden Schule gebracht, dort in Zellen gesperrt und auf Diät gesetzt, damit sie sich dann im Hungerwahn gegenseitig an die Gurgel gehen, wenn herzhafte Zwischenmahlzeiten kredenzt werden. Auch unsere Helden bekommen es bald mit dem Hunger zu tun. Der Verstand schaltet sich aus und man wird vor die Wahl gestellt: gegeneinander kämpfen und töten oder sich ergeben und verhungern.
 
 
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Mit Video- und TV-Produktionen ist FURST vertraut, schließlich wurden viele seiner bisherigen Regiearbeiten direkt fürs Fernsehen oder den Heimkinomarkt gemacht. Dennoch, Fursts ausgeprägtes Gespür für schnell abgedrehte Dutzendware bekommt STARVE negativ zu spüren. Der Überlebensschocker erweckt kostengünstigen Eindruck und lässt Schlimmes befürchten. Schmuddelige TV- und Videooptik dominiert. Die unterstreicht aber immerhin den perversen Ton der nicht immer nachvollziehbaren Geschehnisse. Trotzdem, inhaltlich wird kaum Substanz geboten. STARVE folgt dem Einmaleins austauschbarer Horrorfilme, in denen vornehmlich geschrieen und gestorben wird. Logik kommt da nur selten zum Einsatz, Opfer und Täter handeln willkürlich nach Drehbuch – nicht nach Menschenverstand. So häufen sich im Finale Ungereimtheiten und Filmfehler, weil sich Gut und Böse den Gesetzen des Genres unterwerfen müssen. Das frustriert, vor allem deshalb, weil STARVE nicht sonderlich einfallsreich geschrieben wurde und vorhersehbar ist.
 
 
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Die Hungerspiele sind eröffnet: Regisseur GRIFF FURST konfrontiert in STARVE mit der Frage, wie weit Menschen gehen würden, wenn der Magen knurrt. Eine durchaus interessante Thematik, die aber in STARVE zum plakativen Gewaltrausch umfunktioniert wird. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit menschlichen Urängsten gibt es nicht. Stattdessen müssen sich die Protagonisten mit abwechslungsreichem Waffenarsenal die Rübe einschlagen, damit das Publikum – RAZE lässt grüßen – blutige Erwachsenenunterhaltung zu sehen bekommt. Auch wenn es manch böse Momente zu sehen gibt; die reißerische Zurschaustellung von hungrigen Menschen, die alles dafür tun, um etwas essen zu können, langweilt schnell. Wie im genannten RAZE folgen die immer gleichen Szenenverläufe, in denen Menschen gegeneinander antreten müssen, um sich gegenseitig auszulöschen. Wer nicht genug vom stumpfsinnigen Morden bekommen kann, dürfte wohl trotz Logiklöcher auch mit STARVE gut unterhalten werden. All jene, die hungrig nach guten Horrorfilmen sind, sollten stattdessen auf FILMCHECKER nach sehenswerten Horrorperlen mit Hirn Ausschau halten, schließlich macht STARVE nicht hungrig, sondern verdirbt den Magen.
 
 
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STARVE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Hungerst du noch, oder kämpfst du schon? STARVE ist die Erwachsenenversion von DIE TRIBUTE VON PANEM. In diesem Überlebensfilm werden ahnungslose Menschen auf Diät gesetzt und müssen sich für Essen gegenseitig auslöschen. Originalität? Fehlanzeige! STARVE wurde für die Filmfraktion gemacht, die von Horrorfilmen nicht viel erwartet. So liegt der Fokus auf blutigen Spezialeffekten und reißerischen Überlebenskämpfen – Filmfehler inklusive. STARVE ist beliebiges Horrorfutter, das nach Schema F gefertigt wurde. Wer mehr erwartet, ist selber schuld.
 
 


 
 
 

STARVE – Zensur

 
 
 
Einige böse Szene gibt es in STARVE zu sehen. Ein Protagonist verstümmelt sich selbst und reißt sich die gebrochene Hand eigenständig vom Arm. Außerdem bekommt eine Protagonistin einen Elektroschocker in den Hals gerammt. Körper werden zermatscht und Blut gibt es auch zu sehen. Keine Gewaltgranate. Trotzdem gibt es für STARVE in Deutschland wohl die rote FSK-Plakette. Vermutlich immerhin ungeschnitten.
 
 


 
 
 

STARVE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hunger (2009)
 
Raze – Fight or Die! (2013)
 
The Hole (2001)