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Filmkritik: „Hellraiser: Judgment“ (2018)

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HELLRAISER: JUDGMENT

(HELLRAISER 10)

Story

 
 
 

Drei Police Officer kommen einem grausamen Killer auf die Spur. Doch je weiter die Ermittlungen voranschreiten, umso gefährlicher wird es für die gründlichen Gesetzeshüter.

 
 
 


 
 
 

HELLRAISER: JUDGMENT – Kritik

 
 
 
Manche Filmmonster sind einfach nicht totzukriegen. Die kommen wieder und wieder, weil es die Horrorfilmfans wollen. Es gibt aber auch Filmbösewichte, die kommen wieder und wieder, weil es Studiobosse möchten. Letzteres dürfte wohl auf die Filme mit Kultfigur Pinhead zutreffen, die neben den Killerkollegen Chucky, Michael Myers und Freddy Krueger zu den wichtigsten Kreaturen gehört, die das Horror-Genre hervorgebracht hat. Doch leider tritt man seit Jahren das Höllenmonster mit Füßen. Was 1987 mit Raffinesse, Kreativität und Herzblut ins Leben gerufen wurde, ist längst nicht mehr das was es mal war. Das Hellraiser-Franchise wurde skrupellos ausgebeutet und seinem Schrecken beraubt. Grund hierfür sind schlechte Fortsetzungen, die oft kaum noch etwas mit dem eigentlichen Konzept der Filmreihe zu tun haben. Und so kam, was kommen musste. Statt die Geschichten rund um die Kreaturen der Hölle im Kino weiterzuspinnen, verbannt man die Zenobiten auf den Videomarkt, wo die von CLIVE BARKER ins Leben gerufenen Horror-Monster mittlerweile Dauergast sind.
 
 
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Der groß als Comeback bezeichnete zehnte Film mit dem Titel HELLRAISER: JUDGMENT stellt da freilich keine Ausnahme dar. Der erscheint nun sieben Jahre nachdem man mit HELLRAISER: REVELATIONS den bis dato schlechtesten Teil der gesamten Reihe veröffentlicht hatte. Fans sei aber versichert: Film Nr. 10 ist besser – aber auch nicht besonders gut. Wieder einmal tritt man in altbewährte Fußstapfen. Statt was Hochwertiges fürs Kino zu drehen, produzierte man direkt für den Videomarkt. Somit folgte man gleicher Vermarktungsstrategie, die offenbar schon bei den letzten fünf Fortsetzungen funktioniert hat. Die wurden mit schmalem Budget fürs Heimkino gedreht, was man den meisten dieser Filme auch ansah. Geändert hat sich seither nichts. Kleines Kapital stand nämlich auch für den mittlerweile zehnten Film der Hellraiser-Saga zur Verfügung. Mit gerade einmal 500.000 US-Dollar musste man haushalten, was angesichts der komplexen Bilderwucht eine Lachnummer ist, mit der zumindest die ersten beiden Filme im Kino noch beeindrucken konnten. Dass bei so wenigen Dollar Enttäuschungen vorprogrammiert sein dürften, liegt auf der Hand. Und in der Tat: Enttäuschungen bleiben nicht aus, ist doch HELLRAISER: JUDGMENT weit weg von dem, was sich Fans seit Jahren wünschen. Schnell abgedreht und ins Wohnzimmer gebracht. Da klingelt höchstens das Bankkonto raffgieriger Studiobosse.
 
 
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Die Story zu HELLRAISER: JUDGMENT ist überschaubar und hält erst zum Ende hin Überraschungen parat. Im Grunde genommen geht es um drei Police Officer, die es mit mysteriösen Morden zu tun bekommen. Diese scheinen einen religiösen Hintergrund zu besitzen, stehen doch die grausamen Verstümmelungen mit Versen aus der Bibel in Zusammenhang. Doch die Suche nach dem Täter führt zu keinem Erfolg. Bis man Bekanntschaft mit Zenobiten macht – jene Kreaturen der Hölle, die in nahezu jedem Hellraiser-Film das Highlight sind. Horrorfilmkenner wissen, dass diese Zeitgenossen weder Spaß noch Erbarmen kennen. Einmal in deren Fängen gelandet, gibt es kein Entkommen mehr. Auch die Polizisten schauen dumm aus der Wäsche, als sie plötzlich mit einem seltsamen Spielwürfel hantieren und so das Tor zur Hölle öffnen. Ihnen droht ein blutiger Denkzettel.
 
 
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Eigentlich sollte HELLRAISER: JUDGMENT bereits 2017 veröffentlicht werden, da die Hellraiser-Reihe in jenem Jahr ihren 30. Geburtstag feierte. Offenbar wurde man nicht rechtzeitig fertig und verschob das Sequel um wenige Monate. Die kleine Schonfrist hat dem zehnten Film nicht sonderlich gut getan, denn HELLRAISER: JUDGMENT bleibt weit hinter den Möglichkeiten. Lieblos wurde gedreht, was angesichts der Produktionsgeschichte kein Wunder ist. Böse Zungen behaupten nämlich, dass HELLRAISER: JUDGMENT gefertigt werden musste, damit das Produktionsstudio DIMENSION FILM die Rechte am Franchise behalten kann. Ganz abwegig sind die Gerüchte nicht, denn der hier besprochene Film wirkt hastig und eher zweckmäßig zusammengeschustert. Die Kulisse ist minimalistisch, die Splatter-Szenen überschaubar und der günstige Videolook tut sein Übriges. Wirklich Spaß macht HELLRAISER: JUDGMENT wenig, denn sonderlich viel Spannung will nicht aufkommen. Das liegt vor allem auch daran, weil der Verlauf der Geschichte – zumindest für Kenner der Filmreihe – vorhersehbar ist. So stoßen die ermittelnden Polizisten am Ende auf Kreaturen des Hellraiser-Universums und müssen um ihr Leben bangen. Hier liegt die eigentliche Stärke. Offenbar floss das ganze Produktionsbudget in das Design der Kreaturen. Da hat man viel Herzblut walten lassen, um die grotesken Masken möglich detailverliebt in Szene zu setzen. Doch die können HELLRAISER: JUDGMENT nicht vor dem Untergang retten, denn immer wieder stellt sich die Frage, was das wirre Aneinanderfügen von Versatzstücken aus Filmen wie RESURRECTION, SAW und auch SIEBEN überhaupt noch mit ursprünglichen HELLRAISER zu tun hat? Der Schöpfer dieser Welten dürfte da vermutlich ebenso ratlos sein, wie die meisten seiner Fans. Autor CLIVE BARKER schuf mit HELLRAISER – DAS TOR ZUR HÖLLE einen der wichtigsten Vertreter modernen Horrorkinos, der wegen ekligen Spezialeffekten und sonderbaren Filmmonstern Kinogeschichte schrieb. Im Gegensatz zum Kultfilm ist der zehnte Teil ein laues Lüftchen. Vollkommen überflüssig.
 
 
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HELLRAISER: JUDGMENT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Hellraiser auf Sparflamme! Ein Mix aus RESURRECTION, SAW und SIEBEN, dem es aber an kreativen Albtraum-Szenarien mangelt, die einst CLIVE BARKER mit HELLRAISER auf die Leinwand gebracht hatte. Was in HELLRAISER: JUDGMENT gezeigt wird, ist äußerst dürftig. Viel Substanz hat der Streifen leider nicht zu bieten. Ein paar Monster hier, eine konstruiert wirkende Serienkiller-Story da und am Ende ein paar Blutmomente – mit mehr darf sich die neuste Hellraiser-Fortsetzung nicht zufriedengeben. Man merkt dem Film an, dass er schnell notdürftig und zügig abgedreht werden musste. Viel Zeit und vor allem Budget stand nicht zu Verfügung. Ein Schelm wer da denkt, dass hier aus irgendeinem Grund irgendwas gedreht werden musste. Einzig die gut entworfenen Filmmonster bleiben in Erinnerung. Da fragt man sich doch glatt, was das Low-Budget-Theater soll. Warum kein Remake mit mehr Budget für die große Leinwand, um einen Neuanfang zu starten? Seit Jahren fristet die bekannte Horror-Reihe ein jämmerliches Video-Markt-Dasein und hat dem beliebten Franchise mit billigen Fortsetzungen die Ernsthaftigkeit geraubt. HELLRAISER: JUDGMENT tritt da in die gleichen Fußstapfen. Da bekommen Fans das kalte Grausen. Übrigens ist diesmal DOUG BRADLEY nicht in seiner Paraderolle des „Nagelkopfes“ zu sehen. Der verkörperte in acht Filmen den kultigen „Pinhead“, wurde danach aber kein weiteres Mal verpflichtet. Der zehnte Film der langlebigen Filmserie muss auch ohne Bradley auskommen. Allein dessen schon ist HELLRAISER: JUDGMENT eine Enttäuschung – auch wenn Schauspieler PAUL T. TAYLOR in der Rolle des Filmmonsters Herrn Bradley zum Verwechseln ähnlich sieht. Nur Original ist legal!
 
 
 


 
 
 

HELLRAISER: JUDGMENT – Zensur

 
 
 
HELLRAISER: JUDGMENT ist keine Splatter-Granate. Es geht überraschend zurückhaltend zu. Demzufolge steigt der zehnte Teil in die gleichen Fußstapfen, wie alle bisherigen Video-Fortsetzungen der Reihe. Es gibt einige kurze Gewaltmomente zu bestaunen, die aber hauptsächlich im Finale zelebriert werden. Hier gibt es auch eine Hommage an den ersten Hellraiser-Film zu sehen. Einer Filmfigur wird das Gesicht mit Ketten auseinandergerissen. Ansonsten reduziert sich HELLRAISER: JUDGMENT auf einige surreale Filmsequenzen in denen dem Treiben der Zenobiten beigewohnt wird. Weiterhin sieht man verstümmelte Leichen, die von den Höllenkreaturen übel zugerichtet wurden. Mit etwas Glück dürfte der hier besprochene Streifen mit einer FSK16 passieren. Wer’s deftig mag, wird daher enttäuscht werden.
 
 
 


 
 
 

HELLRAISER: JUDGMENT – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Lionsgate Home Entertainment | Dimension Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hellraiser V: Inferno (2000)
 
Sieben (1995)
 
Resurrection – Die Auferstehung (1999)
 
Der Knochenjäger (1995)
 
Tattoo (2002)
 
8mm – Acht Millimeter (1999)
 

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Filmkritik: „The Wailing“ (2016)

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THE WAILING: DIE BESESSENEN

(THE WAILING | GOKSEONG | GOKSUNG)

Story

 
 
 
Sehenswertes Gruselkino aus Fernost: In einem südkoreanischen Bergdorf geht es nicht mit rechten Dingen zu. Friedliebende Bewohner werden plötzlich zu kompromisslosen Mördern. Was ist hier nur im Gange?

 
 
 


 
 
 

THE WAILING – Kritik

 
 
 
Es passieren doch noch Wunder. Deutschland ist nicht unbedingt das Paradies für Fans asiatischer Filmproduktionen. Nur wenige Perlen aus Fernost schaffen es in deutsche Händlerregale, wo sie nicht selten ein bescheidenes Dasein fristen und irgendwann preislich reduziert in den Wühltischen bekannter Elektrofachmärkte landen. Ein deprimierender Kreislauf, der nicht sein muss, wenn sich mehr Cineasten die Zeit nehmen und vorurteilslos das begutachten würden, was da immer seltener von Asien nach Deutschland exportiert wird. Darunter befinden sich gern mal Geheimtipps zu denen auch der südkoreanische THE WAILING gehört. Der Film feierte seine Europa-Premiere auf dem Cannes-Filmfestival 2016 und hinterließ dort offenbar Eindruck – nicht nur bei Filmfans und Kritikern. Vermutlich einer der Gründe, warum das Ausnahmewerk vom Label PIERROT LE FOU nun in ansprechender Aufmachung veröffentlicht wird. Lobenswert!
 
 
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Irgendwo im südkoreanischen Hinterland passieren seltsame Dinge. Der kleine verschlafene Ort Goksung wird von mysteriösen Mordfällen heimgesucht, die die ganze Gegend schockieren. Offenbar verwandeln sich friedliebende Dorfbewohner grundlos in abgebrühte Killermaschinen und töten Familie und Freunde, bevor sie anschließend in eine Art Schockstarre verfallen. Doch worin liegen die Ursachen? Das fragt sich auch Polizist Jong-gu (KWAK DO-WON), der die Morde genauer untersucht. Er findet heraus, dass alle Täter von einem großflächigen Ausschlag betroffen sind, mit dem auch bald die Tochter des Gesetzeshüters zu kämpfen hat. Ist sie etwa die Nächste? Das lässt Alarmlocken beim Familienvater läuten. Der will seine Tochter beschützen – koste es was es wolle. Deshalb geht er Gerüchten auf den Grund, die verlauten lassen, dass ein neu hinzugezogener Japaner offenbar mit den Morden in Verbindung stehen soll. Schnell ist der zur Rede gestellt. Doch als man in einer Kammer seines Hauses Bilder von toten Einheimischen entdeckt, die für ominöse Rituale verwendet werden, verhärten sich Gerüchte, dass sich hier wohl das Böse ins Dorf eingeschlichen haben muss.
 
 
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Eine traurige aber zugleich verwirrende Geschichte über Aberglauben und Traditionen. Es ist nicht leicht THE WAILING (der im Original übrigens GOKSUNG heißt) in eine Schublade zu pressen. Der viel gelobte Film trotz jeglichen Genre-Konventionen und funktioniert als Familiendrama ebenso gut, wie als Mystery-Horror oder Okkult-Thriller. Dabei stets allgegenwärtig: subtile Kritik am aktuellen Zeitgeschehen. So scheint im ländlichen Asien immer noch der Glaube in den Köpfen zu sitzen, dass Dämonen und Geister für Schicksalsschläge und Missetaten verantwortlich zeichnen. Statt nach wissenschaftlichen Erklärungen zu suchen, verkriecht man sich in die Welt der Mystik und Folklore. Relikte längst vergangener Zeiten, die offenbar immer noch in den südkoreanischen Bergen verankert sich, wo Fortschritt dem Aberglauben weichen muss. Genau jene Thematik macht sich THE WAILING zu eigen, der sich als schwer zu durchschauende Gruselgeschichte entpuppt, die vom Stilmittel der Desorientierung Gebrauch macht. Regisseur NA HONG-JIN experimentiert im dritten Langfilm mit buddhistischen aber auch christlichen Angstmotiven und stiftet damit Verwirrung. Lang bleibt nämlich unklar, was denn hier der Grund für seltsame Ereignisse ist. Haben die Geschehnisse eine rationell erklärbaren Hintergrund oder sind tatsächlich paranormale Kräfte am Werk. Die Antwort darauf wird erst in den letzten Minuten des knapp zweieinhalbstündigen Kinostücks gelüftet, an dem Filmemacher NA HONG-JIN nach eigener Aussage sechs Jahre tüftelte. Der hatte offenbar genug von actionlastigen Filmen, die gradlinig inszeniert eher einfache Gemüter befriedigen sollten. Nach den international erfolgreichen Actionfilmen THE CHASER und THE YELLOW SEA hegte er einen anderen Anspruch. Den hat er mit THE WAILING definitiv erreicht, denn mit diesem Filmepos findet er den Spagat vom actionlastigen Blockbusterkino hin zu dramaturgisch vertrackten und abstrakteren Themen.
 
 
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THE WAILING – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 

Weniger Action, dafür mehr Hirn. Asiatischer Ausnahmefilm, der durch Komplexität und Tiefgang beeindruckt. Nach eher rasanten Thrillern, macht der südkoreanischen Regisseur NA HONG-JIN Ernst. THE WAILING – DIE BESESSENEN ist ein Gruselerlebnis par excellence. Was wie ein Mystery-Polizeikrimi beginnt, entwickelt sich schleichend zu einem verwirrenden Schauer-Albtraum, der die volle Konzentration seines Publikums beansprucht. Schlüssig ist hier auf den ersten Blick nichts. Wer sich aber unter die Oberfläche traut und forscht, bekommt einen der besten Genre-Vertreter zu sehen, die bis dato Südkorea hervorgebracht hat. Macher NA HONG-JIN hält im dritten Spielfilm das Spannungslevel konstant hoch. Was ist hier des Pudels Kern? Leicht durchschauen lässt sich THE WAILING nicht. Das Verwirrspiel hat Hintergrund, kritisiert Rassismus ebenso wie das sture Verharren in alten Traditionen. Offene Cineasten werden da hellhörig. Dennoch muss man schon eine gewisse Leidenschaft für fernöstliche Filme besitzen. Nicht jedem dürfte die langsame Erzählmethode und das Eintauchen in asiatischer Folklore zusagen.
 
 
 


 
 
 

THE WAILING – Zensur

 
 
 
Wer von THE WAILING Blut und Gewalt erwartet, wird enttäuscht werden. Der Fokus liegt auf subtiles Grauen. Es gibt meist nur die Resultate von Gewaltakten zu sehen. Meist sind das ermordete Dorfbewohner, die von anderen Familienmitgliedern getötet wurden. Hierzulande hat das koreanische Gruseldrama in ungeschnittener Form eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE WAILING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) PIERROT LE FOU (Blu-ray KeepCase-Version)

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(c) PIERROT LE FOU (limitiertes Mediabook mit Blu-ray und DVD)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Goksung; Südkoreak 2016

Genre: Drama, Grusel

Ton: Deutsch DTS HD MA 5.1, Koreanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 156 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | limitiertes Mediabook

Extras: Making-of, Behind the Scenes, B-Roll, Interview, Trailer | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, Booklet, Plakat

Release-Termin: 23.02.2018

 

The Wailing [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

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THE WAILING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
A Tale of Two Sisters (2003)
 
I Saw the Devil (2010)
 
Manhole (2014)
 


Filmkritik: „The Monster Project“ (2017)

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THE MONSTER PROJECT

Story

 
 
 

Und Monster gibt es doch: Vier Freunden wollen mit ungewöhnlichen Videos Geld auf YouTube verdienen. Sie kommen auf die Idee auf die Suche nach echten Monstern zu gehen. Da wir hier fast nur Horrorfilme besprechen, darf man davon ausgehen, dass dieses Vorhaben im Desaster enden wird.

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Kritik

 
 
 
Es gab mal eine Zeit, da hat man im Horror-Bereich Trends gesetzt. Einer derer nannte sich Found-Footage und war plötzlich so chic, dass beinahe jeder neue Horrorfilm davon Gebrauch machen musste. Das Resultat waren Horrorfilmen, die entweder im Dokumentarstil über Leinwände flimmerten oder aussahen, als habe man die mit der Videokamera selbstgedreht. THE MONSTER PROJECT ist ein später Nachzügler genau jener lukrativen Found-Footage-Welle, die angekurbelt durch den Erfolg von THE BLAIR WITCH PROJECT seit 1999 relativ lange durch die Filmwelt wütete. Offenbar hat sich aber mittlerweile ein Sättigungsgefühl eingestellt. Seit die Horror-Fortsetzungen BLAIR WITCH und PARANORMAL ACTIVITY: THE GHOST DIMENSION an den Kinokassen floppten, haben Studios das Interesse an Filmen im Found-Footage-Stil verloren. Ganz unbegründet ist der abebbende Hype aber nicht. Das Konzept auf authentisch und echt gebürstete Filme zu produzieren wurde so oft wiederholt, dass man sich sprichwörtlich daran satt gesehen hat. Leider ist das wohl noch nicht bis zu Regisseur VICTOR MATHIEU vorgedrungen. Der scheut nämlich mit THE MONSTER PROJECT neue Wege und setzt eher auf Altbewährtes, das aber niemand mehr sehen will. Entstanden ist typisches Found-Footage-Gewackel für das man unbedingt Fanboy sein muss, um es ertragen zu können. Irgendwann muss eben auch mal Schluss sein.
 
 
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Einmal mehr ist das Internet Schuld. Vier Freunde wittern nämlich dort die schnelle Kohle. Mit selbstgedrehten Videos will man auf einer Videoplattform Geld verdienen. Doch wie das Bankkonto füllen? Es müssen Videos von echten Monstern sein, die die Zuschauer um den Schlaf bringen sollen. Deshalb stellt man eine Anzeige ins Netz und bittet um Mithilfe. Es werden Kreaturen gesucht, die man nicht täglich zu Gesicht bekommt. Und wie es der Zufall so will melden sich wirklich drei Personen, die von sich selbst behaupten nicht menschlich zu sein. Ein gefundenes Fressen für unsere Kumpels. Diese laden die drei selbsternannten Monster für ein Interview in eine morsche Hütte ein. Ein fataler Fehler, denn wer schon einige Horrorfilme gesehen hat weiß, dass Geschöpfe der Hölle niemals friedliebend sind.
 
 
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Hilfe, es wackelt wieder. THE MONSTER PROJEKT ist ein lupenreines Found-Footage-Movies wie man es seit THE BLAIR WITCH PROJEKT so ziemlich oft gesehen hat. Wieder mal werden Geschehnisse aus der Ego-Perspektive gezeigt. Diesmal tragen mehrere Freunde Kameras bei sich, mit denen sie kleine Dokus für den eigenen YouTube-Kanal drehen wollen. Demzufolge sieht man das Treiben quasi aus deren Augen, weil die Protagonisten das filmen, was ihnen vor die Linse kommt. So wird das Gefühl vermittelt, dass der Zuschauer Teil der Gruppe ist. Ein erfinderischer Trick, um Geschehnisse authentischer wirken zu lassen. Leider bringt dieser Erzählstil die gleichen Probleme mit sich, mit denen nahezu alle Found-Footage-Filme zu kämpfen haben. So ist die Kamera nie konstant, sondern gerät permanent aus dem Ruder. Die Folge ist permanentes Gewackel, was vor allem dann anstrengend wird, wenn die Filmfiguren in Panik geraten und unkoordiniert durch die Szenerie flitzen. Das ist ab Filmmitte der Fall. Dann nämlich werden die vier Freunde von ihren Interview-Partnern durch ein Haus gehetzt, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt. Die geben sich tatsächlich als Kreaturen der Schattenwelt zu erkennen und jagen ihre Opfer durch Räume, Flure und Finsternis. Weil die Monster immer wieder unerwartet vor die Linse springen, während die Filmhelden einen Ausgang suchen, verwandelt sich THE MONSTER PROJECT zu einem filmgewordenen Ego-Shooter. Da werden Erinnerungen an so ähnlich gestrickte Streifen wie HOTEL INFERNO oder FIRST PERSON SHOOTER wach. Auch dort versuchte man Horror im Baller-Game-Stil und aus der Ego-Ansicht ins Wohnzimmer zu bringen. Leider verlor die ungewöhnliche Machart schnell seinen Reiz und verursachte Kopfschmerzen. Manche Ideen nutzen sich eben schnell ab.
 
 
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Nicht anders sieht es da bei THE MONSTER PROJECT aus, für den man einen gesunden Magen mitbringen sollte. Nicht, dass der Found-Footage-Horror sonderlich blutig wäre. Ganz im Gegenteil. Hier bekommt man wegen nicht konstanter Kamera und planlosem Gewackel schnell Schwindelgefühle. THE MONSTER PROJECT ist ab der zweiten Filmhälfte schwer zu ertragen, denn dann setzt man auf Hektik und vor allem auf die Möglichkeiten digitaler Tricktechnik. Wie in GRAVE ENTCOUNTERS werden plötzlich menschliche Gesichter in befremdliche Fratzen umfunktioniert, die für kurze Adrenalinkicks sorgen sollen. Aber die Schockwirkung nutzt sich schnell ab, weil Handlungsverläufe zu oft wiederholt werden mit denen man den Zuschauer aus der Reserve locken will. Da schluchzen immer mal wieder Protagonisten in der Ecke, die dann nach ihrem Befinden gefragt werden. Kommt man ihnen zu nahe, drehen sie sich um und entlarven ihr wahres Gesicht. Spätestens nach der zigsten Wiederholung fragt man sich, ob die Helden von THE MONSTER PROJECT nichts dazulernen wollen. Kluge Horror-Unterhaltung sieht anders aus.
 
 
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THE BLAIR WITCH PROJECT ist Schnee von gestern. Jetzt kommt THE MONSTER PROJECT. In Interviews erklärte Regisseur VICTOR MATHIEU, dass die Grundlage zum Film bereits in frühen Jahren geebnet wurde. Als Kind verschlang der Filmemacher die GÄNSEHAUT-Bücher von R.L. STINE und auch das Videospiel zur Buch-Reihe mit dem Titel ESCAPE FROM HORRORLAND hinterließ bleibenden Eindruck. Als der Filmemacher dann auch noch den Vampir-Horror THE HAMILTONS zu sehen bekam, in dem eine Vampirfamilie auf Beutefang ging, formte sich die erste Idee zu einem eigenen Film mit Vampiren. Doch bei Blutsaugern sollte es nicht bleiben. Weil Mathieu ein großer Verfechter klassischer Monster-Movies ist, mussten auch noch andere Gestalten her, die das Grusel-Universum hergibt. So entstand nach und nach THE MONSTER PROJECT in denen diverse Horror-Kreaturen vereint werden konnten. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Rasant, schockintensiv und adrenalinreich! Eine effektreiche Horror-Achterbahn, die kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Man kann THE MONSTER PROJECT nicht vorwerfen langweilig zu sein. Der Film verfügt über einen hektischen Inszenierungsstil, der seine Figuren durch die sprichwörtliche Hölle jagt. Die kommen nicht zur Ruhe, weil sie in einem Haus rastlos von Monstern attaktiert werden. So weit so gut. Wie man aber das Katz- und Mausspiel auf Film gebannt hat, ist weniger schön. THE MONSTER PROJECT ist nämlich ein Found-Footage-Film und macht sich jedes Klischee zu Eigen, mit denen erwähntes Subgenre seit Jahren polarisiert. Zu sehen gibt es kaum konstante Kamerabilder, furchtbares Gewackel, Bildausfälle und Störsignale. Es wird dem Zuschauer also nicht gerade leicht gemacht der minimalistischen Handlung zu folgen, die sich in wenigen Worten erklären lässt. Weil man oftmals nur erahnen kann, was da vor der Linse passiert, wird THE MONSTER PROJEKT schnell zum Geduldsakt. Somit ist auch dieser Found-Footage-Heuler auch nur etwas für jene, die mit dieser Gattung Film etwas anfangen können. Wer daher schon immer ein Problem mit Wackelcam-Streifen hatte, wird auch hier schnell abgeschalten haben. Dazu folgt THE MONSTER PROJECT schlichtweg zu engstirnig den Regeln, die dieses Subgenre zu berüchtigt gemacht haben.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Zensur

 
 
 
THE MONSTER PROJECT hat zwar einige Schauwerte zu bieten, aber hier ist alles so schnell und hektisch geschnitten, dass man davon kaum etwas zu sehen bekommt. Neben Verwandlungsszenen in denen sich Menschen plötzlich in garstige Gestalten verwandeln, sieht man auch noch einige nett getrickste Splatterszenen in denen die Monster getötet werden und ihre Körper zerfließen oder in Sekunden vertrocknen. Hierzulande hat das Label PIERROT LE FOU eine FSK16 beantragt, denn sonderlich hart ist THE MONSTER PROJECT nicht.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
FPS: First Person Shooter (2014)
 
Hardcore Henry (2016)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
Frankenstein´s Army (2013)
 


Filmkritik: „Tragedy Girls“ (2017)

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TRAGEDY GIRLS

Story

 
 
 
Zwei Mädchen gehen für mehr Likes und Fans über Leichen. Um den eigenen Internet-Blog zum Laufen zu bringen, wird man selbst zum Mörder.

 
 
 


 
 
 

TRAGEDY GIRLS – Kritik

 
 
 
Die Macht der Selbstinszenierung: Social Media. Was noch vor einigen Jahren als harmlose Möglichkeit gedient hat, um sich mit Freunden zu vernetzen und mit ihnen zu kommunizieren, dient mittlerweile ganz anderem Zweck. Schon lange nicht mehr geht es auf Plattformen wie Facebook, Instagram und Konsorten darum, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder an deren Leben teilzuhaben. Wer heute im Gespräch bleiben möchte oder auffallen will, muss sich inszenieren – möglichst oft und ausreichend. Daher hat seit einiger Zeit ein regelrechter Run nach Followern, Likes und Shares im Internet begonnen, der nicht selten absurde Ausmaße erreicht. Auch der folgende TRAGEDY GIRLS setzt sich mit der Gier nach Anerkennung im Web auseinander, betrachtet die Thematik aber mit einem Augenzwinkern. Das Resultat entpuppt sich als schwarze Horror-Satire, die genau jene Geltungssucht an den Pranger stellt, aber dennoch Spaß bereitet. Dafür sorgen lockere Sprüche, attraktive Hauptdarstellerinnen und knackige Morde. Slasher-Fans wird’s freuen.
 
 
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Das Kleinstädtchen Rosedale hat seit einiger Zeit mit blutigen Morden zu kämpfen. Immer wieder werden ermordete Schüler gefunden, die übel zugerichtet vor allem den örtlichen Sheriff vor Rätsel stellen. Doch zwei Teenager wissen mehr. Die führen einen kleinen Internet-Blog in der Freizeit und berichten darauf über die schrecklichen Ereignisse. Leider halten sich Leserzahlen in Grenzen, was Sadie (BRIANNA HILDEBRAND) und McKayla (ALEXANDRA SHIPP) auf eine Idee bringt. Sie stellen Recherchen an und kommen dem Killer auf die Schliche. Der wird überwältigt, an einen Stuhl gebunden und fortan mit Hundefutter gefüttert. Doch statt das Böse der Polizei auszuhändigen, haben die Mädchen andere Pläne. Sie übernehmen einfach den Job des High-School-Mörders, bringen unbeliebte Mitschüler um die Ecke und haben so Neuigkeiten für Ihren Blog, um exklusiv berichten zu können. Doch die Sucht nach Likes und Fans hat auch so seine Schattenseiten. Zwar verzeichnet der „Tragedy Girls“-Blog schon bald hohe Zugriffszahlen, doch zwischen den Betreiberinnen kommt es zu Differenzen. Ob das perfide Spiel auffliegen wird?
 
 
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Alles etwas anders. TRAGEDY GIRLS ist zwar im Slasher-Genre beheimatet, geht die Sache jedoch frischer an. Statt die ewig gleiche Geschichte vom rastlosen Killer zu erzählen, der bestialisch Menschen ermordet und am Ende entlarvt wird, versucht TRAGEDY GIRLS frischen Wind ins angestaubte Schlitzer-Fach zu bringen. Bekannte Verläufe werden umgekrempelt. Zudem wird beinahe ungeniert mit Stereotypen und Klischees gespielt. So wird die Identität des Killers bereits zu Beginn gelüftet und das für Slasher typische Bluttreiben ins Absurdum getrieben. Wohl einer der Gründe, warum sich Regisseur TYLER MACINTYRE zum Projekt überreden lies. Der hatte zuvor die Horrorkomödie PATCHWORK gedreht, war aber über den Vorschlag als nächstes einen Slasher zu drehen alles andere als erfreut. Als man ihm aber erklärte, dass sich dieser Streifen vom grauen Rest abheben würde, las er das Drehbuch und war Feuer und Flamme. In der Tat verleibt TRAGEDY GIRLS dem totgefilmten Slasher neues Leben ein und geht so quasi gleichen Weg, wie der leider 2015 verstorbene WES CRAVEN mit dem Meta-Horror SCREAM. Statt neu aufzuwärmen und damit zu langweilen, persifliert man das Slasher-Genre und nimmt dessen Klischees und Abläufe aufs Korn. TRAGEDY GIRLS strotzt nur so vor Metakniffen auf das Slasher-Subgenre und unterhält Horrorfilm-Kenner mit teils überdeutlichen Genre-Verweisen. So werden bekannte Szenen aus Filmen wie HALLOWEEN, PROM NIGHT oder CARRIE zitiert – liebevoll und überzeichnet. Offenbar waren da selbst leidenschaftliche Fans bei der Arbeit. Anders lassen sich die vielen Verweise, Doppeldeutigkeiten und Insider-Gags nicht erklären, die sich wie eine Linie durch das Drehbuch des Films ziehen. TRAGEDY GIRLS ist ein Film von Slasher- für Slasherfans. Das ist unverkennbar. Der Film ist witzig, blutig und weit weg von den monotonen Abläufen mit denen der Slasherfilm seit Jahrzehnten zu kämpfen hat. Aufgrund dessen dürfte das Herz eines jeden Fans besagten Genres schneller schlagen und das nicht ohne Grund. TRAGEDY GIRLS ist eine clevere Splatter-Komödie, die Kultpotenzial besitzt. Da kann man nur hoffen, dass das Beispiel Schule macht und sich endlich mal Filmemacher daran machen, bekannte Genre-Formeln zu überdenken. Slasher so wie sie seit den Anfängen auch heute noch gedreht werden, will niemand mehr sehen. Neuerungen und Abwechslung tun Not. Daher weisen Filme wie SCREAM, FINAL GIRLS und auch TRAGEDY GIRLS den richtigen Weg. Unbedingt mehr davon.
 
 
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TRAGEDY GIRLS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Sexy, rabenschwarz und blutig – TRAGEDY GIRLS ist einer der besten Slasher der letzten Jahre. Der Grund hierfür ist ganz einfach. Regisseur TYLER MACINTYRE will mit seiner Horror-Satire nicht neu aufzuwärmen. Stattdessen bereichert er das angestaubte Slasher-Genre mit neuen Ideen und nimmt sich dabei nicht immer bierernst. Bekannte Abläufe und auch Klischees werden aufs Korn genommen. Das macht aus dem cleveren Meta-Slasher eine schwer unterhaltsame Angelegenheit, vor allem auch deshalb, weil TRAGEDY GIRLS andere Wege geht. Der Film will nicht ausschließlich dumme Teenager zeigen, die – wie im Slasher üblich – möglichst grausam zur Strecke gebracht werden. Der Streifen ist auch an einer Botschaft interessiert – für einen Slasher doch irgendwie unüblich. So wird hier die Geilheit nach Sensationsgier ebenfalls an den Pranger gestellt, wie die Sucht nach Geltungsgier im Internet. Wer daher Abwechslung benötigt und fernab bekannter Genre-Pfade wandeln möchte, ist mit TRAGEDY GIRLS gut beraten. Ein überraschender Partyslasher vor dem Herrn – Kultpotenzial inklusive! Die vielen positiven Stimmen auf einschlägigen Filmfestivals sprechen für sich. Wir können die hervorragende Resonanz nur bestätigen.
 
 
 


 
 
 

TRAGEDY GIRLS – Zensur

 
 
 
TRAGEDY GIRLS ist zwar eine Komödie, aber einige Gewaltszenen haben es in sich. So fällt ein Kopf auf eine Kreissäge und Macheten bohren sich durch Körper. Weiterhin zermatscht ein herabfallendes Gewicht den Schädel eines Fitnessraumnutzers und einer Filmfigur wird die Kehle aufgeschlitzt. Mit etwas Glück gibt es wegen dem humoristischen Unterton eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

TRAGEDY GIRLS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Gunpowder & Sky)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Detention – Nachsitzen kann tödlich sein (2011)
 
Final Girls (2015)
 
Scream – Schrei! (1996)
 
Heathers (1988)
 


Filmkritik: „The Midnight Man“ (2016)

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THE MIDNIGHT MAN

Story

 
 
 
Ist da eine Erwachsenenversion des Kultfilms JUMANJI? Eine junge Frau öffnet die Büchse der Pandora. Auf dem Dachboden der Oma findet sich beim Stöbern ein altes Spiel. Kaum zu spielen begonnen, öffnet sich das Tor zu Hölle. Bevor falsche Erwartungen geweckt werden: Nein, das hier ist kein weiterer Abstecher in das beliebte HELLRAISER-Universum.

 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Kritik

 
 
 
Wenn im Horrorfilm Spiele gespielt werden, denkt man vermutlich an die Horror-Serie SAW. Dort wurden bitterböse Spiele gespielt bei denen Teilnehmer nur dann gewinnen konnten, wenn sie dazu bereit waren an körperliche Grenzen zu gehen. Unterm Strich eine blutrote Sache, denn die meisten der dort zelebrierten Spielereien endeten für die unfreiwilligen Überlebenskämpfer mit dem Tod. Ganz anders geht es da im folgenden Horrorfilm weiter. Statt die Splatter-Keule zu schwingen, will man in THE MIDNIGHT MAN den Horror auf klassische Weise heraufbeschwören. Das bedeutet: Weniger Gewalt – dafür zurück zum alten Handwerk. Löbliche Ziele also, die Regisseur TRAVIS ZARIWNY verfolgt. Der Filmemacher hatte vor einigen Jahren bereits von sich hören lassen. Mit dem Remake zu CABIN FEVER bot er Zündstoff und lieferte Horror ab, der sich nicht gerade durch Kreativität auszeichnete. Das Resultat war enttäuschend. Seine Neuinterpretation über einen Menschenfleisch fressenden Virus fiel bei Fans und Kritikern durch und verschwand schnell in der Versenkung. Nicht unbegründet, sah zwar die Neuauflage zu CABIN FEVER verdammt gut aus. Dennoch klammert sich die Neuverfilmung zu sehr am bekannten Stoff und machte das Remake überflüssig. THE MIDNIGHT MAN ist da aus ähnlichem Holz geschnitzt. Auch hier bringt es folgende Floskel auf den Punkt: Außen hui – innen pfui. Manche Filmemacher haben eben kein glückliches Händchen bei der Auftragsauswahl oder einfach nur ein falsches Verständnis für Horror, der das Blut in en Adern gefrieren lassen soll.
 
 
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Bevor man Spiele spielt, sollte man auch deren Anleitung studieren. Leider kommt der Ratschlag für die attraktive Alex zu spät. Die macht sich Sorgen um die an Alzheimer erkrankte Großmutter und zieht daher in das Haus der alten Dame, um sich um das verwirrte Familienmitglied zu kümmern. Doch in der schlecht beleuchteten Hütte geht bald der Horror los. Die Enkelin findet nämlich auf dem Dachboden eine Kiste und darin ein seltsames Spiel. Natürlich ist da die Neugierde groß. Und so kommt was kommen muss. Let’s play a Game: Alex ruft beim ersten Spielzug den boshaften MIDNIGHT MAN herbei, der ebenfalls Lust auf eine Runde Monopoly hat. Doch die Gestalt ist nicht an fairen Spielrunden interessiert. Stattdessen ist ihr Ziel der Tod aller Mitspieler – und sei es mit Lug und Betrug. Weil es Alex bald mit der Angst zu tun bekommt, weiht sie den Liebsten und eine Freundin ein. Ein fataler Fehler, denn somit stehen auch die auf der Todesliste des MIDNIGHT MAN. Was folgt, hätte man besser machen können. Die verängstigten Spielteilnehmer müssen es mit einem nichtmenschlichen Gegner aufnehmen, der alles daran tut, um seine Opfer mit deren Ängsten zu konfrontieren. Leider verhält sich der „Mitternachtsmann“ nicht annähernd so fies, wie anfangs gedacht. Etwas mehr Raffinesse beim Schummeln hätte man schon von einer Gestalt aus der Welt des Übernatürlichen erwartet. Der Drehbuchautor war eben nicht der Ausgeschlafenste
 
 
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Immer wieder kommen uns Filme auf die Mattscheibe, die zwar atmosphärisch inszeniert wurden und Dank ansprechender Optik Eindruck hinterlassen. Blickt man aber hinter die „schöne“ Fassade, bekommen erfahrene Horrorkenner gern mal das kalte Grausen. THE MIDNIGHT MAN ist so ein Kandidat. Hier hat man sich fürs Visuelle so richtig ins Zeug gelegt. Zu sehen gibt es stimmungsvolle Kamerafahrten und eine unheimliche Bilderflut, die gerade wegen minimalistischer Beleuchtung angenehme Schaueratmosphäre bewirkt. Leider hat man sich am gruseligen Bilder-Mix schnell stattgesehen. Deshalb muss Plan B her. Dumm nur, dass auf den verzichtet wurde. THE MIDNIGHT MAN hat außer Optik nur wenig zu bieten. Die Substanz fehlt, denn bei genauerer Betrachtung spult der Streifen eine Geschichte ab, die auf einen Bierdeckel passt und zu oft von Drehbuchschreibern zu Papier gebracht wurde, das sie schnell langweilt. Was woanders im Zuge einer Anthologie Verwendung gefunden hätte oder als Kurzfilm auf Festivals aufgeführt worden wäre, hat man im Falle genannten Gruselstreifens auf Spielfilmlänge geblasen, damit das Resultat auf Blu-ray gepresst werden kann. Ein Schelm, wer da Geldgier vermutet. Dabei ist Gebotenes weit weg von originell. THE MIDNIGHT MAN erinnert nämlich in seiner Machart an so Gruselfilme wie THE BYE BYE MAN oder DER FLUCH DER HEXE. Das sind Filme in denen das Böse versehentlich gerufen wurde und danach einen möglichst heimtückischen Tod für jenen fordert, der es aus dem Schönheitsschlaf gerissen hat. Weil es mittlerweile zu viele dieser Streifen gibt, sind Abläufe relativ vorhersehbar. Die Opfer müssen Wege finden, um der herbeigerufenen Gefahr entkommen zu können. Leider müssen einige von ihnen das Zeitliche segnen, denn ohne Todesopfer verkaufen sich Horrorfilme nur schleppend. Gleiches Erfolgsrezept verfolgt auch THE MIDNIGHT MAN, der mit leichtem Inhalt sein kommerzverwöhntes Publikum nicht überfordern möchte. Der gradlinige Film spult belanglos ab, was ohnehin jeder kennt. Demzufolge bleiben Überraschungen aus. Der einfache Weg ist eben nicht immer der beste.
 
 
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THE MIDNIGHT MAN – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Atmosphärische Geisterbahn mit erschreckend dünner Story. Mehr als düstere Bilder voller Unbehagen besitzt THE MIDNIGHT MAN leider nicht. Da macht sich schnell Langeweile breit, zumal sich der Streifen auch noch ziemlich viel Zeit nimmt seine ohnehin schon überschaubare Geschichte zu erzählen. Statt originell und überraschungsreich setzt man auf Altbewährtes. Das bedeutet, dass man eher den konventionellen Weg einschlägt und Horror aus der Klischee-Kiste serviert. Da fragt man sich doch glatt, wie sich zwei Horrorikonen im Film verlaufen haben. Keine Geringeren als ROBERT ENGLUND und LIN SHAYE sind zu sehen. Letztere ist im Horrorgenre Dauergast und tritt in gefühlt jeder zweiten Horror-Produktion auf. Offenbar gab’s im Falle von THE MIDNIGHT MAN anständige Gage. Anders lassen sich die Cameos genannter Horror-Altstars nicht erklären. Besser wird der Film trotz Kurzauftritte leider nicht. Dazu fehlt es THE MIDNIGHT MAN eindeutig an Ideen und Neuerungen. Standard-Gruselware ohne Überraschungen. Irgendwie überflüssig!
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Zensur

 
 
 
Der Hauptfokus in THE MIDNIGHT MAN liegt auf subtilen Horror. Viel Gewalt wird nicht gezeigt. Zu Beginn werden einige Kinder von einer unsichtbaren Macht getötet. Danach ist hinsichtlich Gewalt Funkstille. Erst im Finale gibt’s noch kurze Schauwerte zu sehen. Das hat THE MIDNIGHT MAN eine FSK16 eingebracht.
 
 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Midnight Man; USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Grusel

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wendecover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Featurette: Behind the Scenes

Release-Termin: 09.03.2018

 

The Midnight Man [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE MIDNIGHT MAN – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Bye Bye Man (2017)
 
The Midnight Game (2013)
 
Candyman’s Fluch (1992)
 
Boogeyman 3 (2008)
 


Filmkritik: „Mom and Dad“ (2017)

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MOM AND DAD

(MUM AND DAD)

Story

 
 
 
In einer amerikanischen Kleinstadt ist plötzlich der Teufel los. Eltern wollen ihre Kinder töten und Kinder müssen sich vor ihren Eltern in Acht nehmen. Auch Vater Brent (NICOLAS CAGE) und Mutter Kendall (SELMA BLAIR) entwickeln plötzlich seltsame Aggressionen und wollen den Nachwuchs einen Kopf kürzer machen. Shit happens.

 
 
 


 
 
 

MOM AND DAD – Kritik

 
 
 
From Hero to Zero: NICOLAS CAGE nimmt alles. Seit der nämlich seine Finanzen nicht mehr unter Kontrolle hat und offenbar Geld benötigt, um Schulden abzuzahlen, muss sich der einst gefeierte Hollywoodstar die Brötchen mit Arbeit verdienen. Leider sind die fetten Jahre vorbei. Die Traumfabrik hat kein großes Interesse mehr am ehemaligen Actionstar, weshalb sich der Schauspieler mit Auftritten in B-Movies über Wasser hält, um irgendwie über die Runden kommen zu können. Leider hat das wahllose Drehen von Filmen Konsequenzen. Cage wird nämlich mittlerweile ausschließlich mit Trash und Billigware in Verbindung gebracht. Die Folge: die meisten seiner Filme landen in Wühltischen großer Elektronikfachmärkte oder werden nach der Fertigstellung direkt auf dem Videomarkt veröffentlicht. Was für ein trauriges Schicksal.
 
 
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Immerhin scheint sich NICOLAS CAGE noch nicht ganz aufgegeben zu haben, wie der folgende Streifen beweist. Der nennt sich MOM AND DAD und wurde ebenfalls mit überschaubarem Budget produziert – hat aber vor Erscheinen mit kontroversem Trailer Neugier geweckt. Und in der Tat: Der Streifen bleibt im Gedächtnis und macht sich vor allem unter Fans des blutigen Filmhandwerks Freunde. Der Grund ist schnell erklärt. MOM AND DAD besitzt nämlich Zutaten, die Horrorfilme neueren Datums dringend benötigen, um sich abheben zu können. So fehlen blutige Szenen ebenso wenig wie schwarzer Humor und satirische Elemente. Letztere machen in überspitzter Weise den Generationenkonflikt zum Thema und rücken Eltern in den Mittelpunkt, die sich wegen der Erziehung der eigenen Kinder im wahrsten Sinne des Wortes gern mal selbst vergessen. Da spricht der Film so manchem Vormund aus der Seele.
 
 
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MOM AND DAD beginnt wie jede Familienkomödie. Heiles Familienglück also – wären da nicht die vielen kleinen Sorgen mit denen sich die Familienmitglieder konfrontiert sehen. Sohn Josh vergeht sich am Auto des Vaters, obwohl es ihm verboten wurde. Tochter Carly durchlebt die Pubertät und wird zum anstrengenden Problemfall. Aber auch Vater Brent hatte schon bessere Tage. Der bleibt bewusst länger auf Arbeit, um der tagtäglichen Verantwortung als Familienvater zu entgehen und sich an Zeiten zu erinnern, in denen er als Junggeselle Frauen am Fließband vernaschen konnte. Da kommen seltsame Vorfälle gerade recht, die die meisten Probleme genervter Eltern lösen dürften. So schallen plötzlich mysteriöse Störgeräusche aus TV und Radio, die dem Nachwuchs den Kampf ansagen. Das hat zur Folge, dass sich zuvor besorgte Mütter und Väter in aggressive Killermaschinen verwandeln und nur ein Ziel kennen: die Kids zu ermorden. Natürlich ist auch Familie Ryan betroffen. „Mom“ Kendall und „Dad“ Brent“ kommen überraschend früh von der Arbeit und wollen das alte Leben zurück. Sie läuten eine Jagd auf ihre Kinder ein und scheuen beim Vorhaben weder Mühen noch Herausforderungen. Ob alles gut ausgehen wird?
 
 
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Dass MOM AND DAD kein Rohrkrepierer werden würde, war abzusehen. Die Horrorsatire wurde nämlich von BRIAN TAYLOR geschrieben und inszeniert. Der hat zuvor mit Regie-Partner MARK NEVELDINE einige hektische Action-Hits auf Zelluloid gebannt, die unter Fans rasanter Verfolgungsjagden Kult-Status genießen. So dürfte vielen Horrorfilmkennern CRANK und dessen Fortsetzung CRANK 2 – HIGH VOLTAGE nicht unbekannt sein. Die konnten sich durch hektische Schnitte, temporeicher Inszenierung im Split-Screen-Verfahren und greller Musikclip-Ästhetik in Filmkreisen einen Namen machen. MOM AND DAD macht von gleicher Handschrift Gebrauch. Der Film ist nicht minder hektisch und temporeich gedreht, bremst sich aber immer wieder durch Rückblenden und abrupte Szenenwechsel selbst aus. Das unterbricht den Spannungsbogen, der leider erst im Finale so richtig an Fahrt gewinnt. Immerhin wächst MOM AND DAD dort zu eigentlicher Stärke heran. Dann nämlich dürfen die Hauptdarsteller SELMA BLAIR und NICOLAS CAIGE ungeniert die Sau herauslassen, schreien, keifen und angestauten Aggressionen freien Lauf lassen. Selten hat man beide Darsteller so politisch inkorrekt gesehen, wie in diesem boshaften Horrorspaß. Auch Eltern dürften im Horrorfilm gern mal rot sehen.
 
 
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MOM AND DAD – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Die Lösung von Generationenkonflikten in blutrot. MOM AND DAD hat gute Voraussetzungen: Ein NICOLAS CAGE in Bestform, blutige Szenen, einen Cameo von Horror- und Actionikone LANCE HENRIKSEN sowie zynischer Sarkasmus, der trotz politischer Inkorrektheit für Lacher sorgt. Ja, MOM AND DAD ist kein Horrorfilm von der Stange, so wie sie der ehemalige Actionstar in den letzten Jahren mehr gelangweilt als ambitioniert am Fließband gedreht hat. Der rabenschwarze Horrortrip zeigt, dass das Zombie-Genre noch längst nicht tot ist. Irgendwo dort lässt sich MOM AND DAD nämlich einordnen und erinnert dabei an so Filme wie WHAT WE BECOME, CRAZIES oder ALONE. Leider hat man auf Gründe für die Bedrohung im Film verzichtet. Die braucht man auch nicht, denn MOM AND DAD ist bei genauer Betrachtung eine Satire, in der Erwachsene auf überspitzter Weise ein Ausweg aus dem „Knast“ Familie suchen, um endlich mal wieder Zeit für sich haben zu können. Übrigens sollten sich fürsorgliche Eltern nicht zu beunruhigt über den Inhalt der Horrorsatire zeigen. Regisseur BRIAN TAYLOR diktiert schnell die Richtung. Spätestens wenn nach einer Geburt eine Mutter den frisch geschlüpften Nachwuchs töten will und im Hintergrund der Roxette-Klassiker „It Must Have Been Love“ zu hören ist, sollte jedem klar sein, dass die zelebrierten Boshaftigkeiten mit einem Augenzwinkern genossen werden sollten. MOM AND DAD ist zwar total bescheuert, aber irgendwie originell. Netter Zeitvertreib, der mal endlich wieder zeigt, was Schauspieler NICOLAS CAGE wirklich kann.
 
 
 


 
 
 

MOM AND DAD – Zensur

 
 
 
MOM AND DAD ist keine Gewaltgranate, wie es der Trailer suggeriert. Die wenigen Gewaltmomente halten sich in Grenzen und werden nur selten in voller Pracht gezeigt. Demzufolge ist dem Film eine FSK16 sicher.
 
 
 


 
 
 

MOM AND DAD – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Momentum Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Crazies – Fürchte deinen Nächsten (2010)
 
Crazies (1973)
 
What We Become (2015)
 
Alone (2017)
 
Quarantäne (2008)
 
Carriers (2009)
 


Filmkritik: „Inside“ (2016)

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INSIDE

(INSIDE – REMAKE)

Story

 
 
 
Ein spanisches Remake des französischen Horrorfilms INSIDE: So schnell steigt die hochschwangere Sarah Clarke (RACHEL NICHOLS) nicht wieder in ein Auto. Nach einem Autounfall verliert die nämlich nicht nur ihr Gehör. Auch der Gatte stirbt unter tragischen Umständen am Unfallort und lässt die Mutter allein mit dem ungeborenen Nachwuchs zurück. Keine leichte Situation für Sarah, die das gemeinsame Haus verkaufen und es sich trotz Kummer an Heiligabend allein Zuhause gemütlich machen möchte. Da klopft es plötzlich an der Tür. Eine Dame bittet um Einlass, weil sie eine Autopanne hat. Nun benötigt sie ein Telefon, um einen Anruf tätigen zu können. Doch die junge Mutter hat kein gutes Gefühl. Sie weist die Unbekannte ab und lenkt somit den Zorn der Hilfesuchenden auf sich. Natürlich wird schnell klar, dass der unerwartete Besuch andere Gründe hat. Die Frau will das ungeborene Kind der ahnungslosen Mutter und verschafft sich Zutritt zum Haus. Was folgt ist kein Kaffeekränzchen. Die beiden Damen liefern sich ein unerbittliches Kopf- an Kopfrennen, das nur einen Sieger kennt. Mutterglück geht eben über Grenzen hinaus. Ein hektischer Adrenalinkick! Trotz „Made in Spain“ diesmal Schrecken in englischer Sprache! Verkauft sich international besser.

 
 
 


 
 
 

INSIDE – Kritik

 
 
 
Es gibt Filme, die darf man einfach nicht neu drehen, weil man sonst den Zorn von Horrorfans auf sich lenkt. So stehen bestimmte Horrorklassiker auf der Liste geschützter Lieblingsfilme, deren Neuinterpretationen bereits im Vorfeld verrissen werden noch bevor überhaupt ein Drehbuchschreiber am Schreibtisch gesessen hat. Doch nicht nur alter Kult-Horror wird von Anhängern verehrt und verteidigt. Auch viele neuere Produktionen stehen mittlerweile unter Schutz und Vergehen wird nicht selten mit Hetze bestraft. So geschehen mit der amerikanisierten Neuinterpretation des französischen Extrem-Schockers MARTYRS. Die Vorlage gilt als einer der größten Errungenschaften modernen Horrorkinos und hat mittlerweile eine riesige Fanbase aufgebaut, die sich über den gesamten Globus verteilt. Deren Empörung war natürlich groß, als im Internet die Nachricht von einem Remake die Runde machte. Letzteres wurde veröffentlicht und von Zuschauern und Kritikern nicht unbedingt mit Lob überhäuft. Demzufolge verschwand es so schnell wie es gekommen war wieder in der Versenkung. Berechtigt!
 
 
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Gleiches Schicksal dürfte auch dem hier besprochenen INSIDE ereilen. Auch bei diesem Horrorthriller handelt es sich um die Neuverfilmung eines Beitrags genannten Extremkinos aus Frankreich, welches in den 2000ern aufgrund fragwürdiger Gewaltausbrüche für Furore gesorgt hat. Leider dürfte die Kontroverse nicht wiederholt werden, denn das INSIDE-Remake sieht zwar makellos aus, besitzt aber nicht einmal annähernd den Zündstoff, den einst der von JULIEN MAURY und ALEXANDRE BUSTILLO inszenierte Home-Invasion-Stoff unter dem Titel À L’INTÉRIEUR geliefert hat. Das mutet seltsam an, hat doch diesmal auf dem Regiestuhl jemand Platz genommen, der sich eigentlich mit Terror in den eigenen vier Wänden auskennt. Der Spanier MIGUEL ÁNGEL VIVAS drehte vor einigen Jahren mit KIDNAPPED einen nicht minder reißerischen Vertreter der Gattung Home-Invasion-Horror. Auch dort wurden alle Register klassischer Exploitation gezogen, um den Zuschauer schockieren zu können. Da fragt man sich doch glatt, was im Falle von INSIDE schiefgelaufen ist. Das Remake ist trotz Horror-Fachmann eine Enttäuschung und dürfte die Vita des talentierten Filmemachers nicht unbedingt bereichern. Shit happens manchmal!
 
 
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Vermutlich wäre der spanische INSIDE ein passabler Vertreter des Genres geworden, wenn es da nicht schon die Vorlage gegeben hätte, die letztendlich bereits alles gesagt hat, was es zu sagen gibt. Viele Neuerungen gibt es im Remake nämlich nicht zu sehen, denn der Film erzählt gleichen Stoff wie das Original und weicht dabei nur wenig vom rechten Weg ab. Das macht die Neuauflage irgendwie überflüssig, die zudem auch hinsichtlich Gewalt einen Rückzieher macht mit der sich immerhin der französische INSIDE von 2007 in die Herzen von Horrorfans schlitzen konnte. Statt Blutkeule probiert sich der spanische Regisseur MIGUEL ÁNGEL VIVAS in Sachen Suspense und Thrill aus. Demzufolge ist das Katz- und Mausspiel weitaus hektischer geraten, als anfangs vermutet – scheitert aber an Ideenarmut und den katastrophalen Entscheidungen seiner Figuren. Was dem Zuschauer hier zugemutet wird, ist jenseits von Gut und Böse. Selten hat man einen Horrorfilm zu Gesicht bekommen, in dem die Dummheit seiner Protagonisten einen ganzen Film zerstört. Rationales Denken ist hier Fehl am Platz. Egal, ob Nachbar, Angehörige oder die Polizei – niemand denkt hier über Konsequenzen für unüberlegtes Handeln nach. So fliegen alle Figuren wie Motten ins Licht und geraten somit in die Fänge einer schwarzen Witwe, die mit den naiven Opfern kurzen Prozess macht. Die Auszeichnung für den im wahrsten Sinne des Wortes „dümmsten Film“ der letzten Jahre geht somit zweifelsohne an den englischsprachigen INSIDE. Spanien 12 Punkte – Herzlichen Glückwunsch!
 
 
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Unterm Strich steigt die Neuinterpretation des Splatter-Hits INSIDE in die gleichen Fußstapfen, wie die meisten Neuverfilmungen beliebter Horrorfilme. Der Streifen macht zwar handwerklich und atmosphärisch einiges her, bestätigt aber Zweifler darin, dass lieber neue Filminhalte fürs Lichtspielhaus inszeniert werden sollten, statt kalten Kaffee immer neu aufzuwärmen. Der spanische INSIDE verdeutlicht einmal mehr, dass Neuinterpretationen nur dann Sinn machen, wenn man sie auch wirklich neu und auf eigene Weise interpretiert. Das kann passieren, wenn Klassiker einfach nicht mehr heutigen Sehgewohnheiten entsprechen und man angestaubte Botschaften in neue, moderne Zeiten transferieren möchte. Demzufolge bleibt fraglich, was Filmemacher MIGUEL ÁNGEL VIVAS denn mit seinem INSIDE bezwecken wollte? Letztendlich lag es wohl bestimmt wieder am amerikanischen Zuschauer. Bekanntermaßen bevorzugt der englischsprachige Produktionen, weil er bei internationalen Filmen zu bequem ist deren Untertitel zu lesen. Manchmal ist eben nur Original legal. Immerhin geht’s diesmal glücklich aus. Die Neuauflage von INSIDE verfügt nämlich über ein Happy End in dem sich die schwangere Filmheldin mit Hilfe einer Geburts-Metapher selbst ins Leben zurückkämpft. Das dürfte dem Mainstream-verwöhnten Allesschauer in Amerika gefallen. Wir Europäer hier brauchen die rosarote Brille nicht, denn uns genügt das grimmige, bitterböse und rohe Original aus Frankreich. Das Leben ist eben nicht immer nur Ponyhof.
 
 
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INSIDE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Versuch Schockwirkung auch ohne Blutkeile zu bewirken. Der englischsprachige INSIDE aus Spanien wäre vermutlich kein übles Remake geworden, wenn sich einerseits die Figuren gescheit verhalten hätten und sich Regisseur MIGUEL ÁNGEL VIVAS etwas weiter von der Vorlage entfernt hätte. Bis auf eine Verfolgungsjagd am Ende und dem guten Ausgang der Geschehnisse sind die Verläufe nahezu identisch zum französischen INSIDE von 2007. Nur bei der Gewalt wird ein Gang heruntergeschalten. Somit taugt der Film nur für jene, die sich bisher noch nicht an das französische Original herangetraut haben, weil es ihnen einfach zu brutal gewesen ist. Dennoch ist auch diese Neuverfilmung überflüssig, weil der Sinn dahinter nicht schlüssig ist. Aber in Zeiten schnell verdienten Geldes sind Gründe eher Nebensache. Vermutlich geht es ohnehin nur um Geldschneiderei. Das nächste (unnötige) Remake wartet wahrscheinlich bereits auf seine Veröffentlichung. Somit kann man den spanischen INSIDE sehen, abhaken und wieder vergessen. Wir meinen: Offensichtliche Budget- und für Horrorfans definitiv Zeitverschwendung.
 
 
 


 
 
 

INSIDE – Zensur

 
 
 
Das spanische Remake hält sich in Sachen Gewalt zurück. Einige kurze Gemeinheiten gibt es dennoch zu sehen. So kommt eine Spiegelscherbe zum Einsatz, die in einen Hals gestochen wird. Weiterhin greift man auf gutes altes Mordhandwerk zurück: dem Küchenmesser. Anders wie der Originalfilm aus Frankreich, dürfte es der spanische INSIDE bei der FSK einfacher haben. Man darf auf eine Freigabe ab 16 Jahren hoffen.
 
 
 


 
 
 

INSIDE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Nostromo Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
À l’intérieur (2007)
 
The Clinic (2010)
 
Das Wiegenlied vom Tod (2016)
 
Schlaraffenhaus (2011)
 


Filmkritik: „I Remember You“ (2017)

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I REMEMBER YOU

(Ég man þig)

Story

 
 
 
Im ländlichen Island geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das Verschwinden eines kleinen Jungen bringt einen mysteriösen Mordfall ins Rollen, der selbstverständlich gelöst werden muss.

 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Kritik

 
 
 
Jedes Jahr um die Sommerzeit zieht ein Fest durch Deutschland, das Genre-Fans hellhörig werden lässt. Dort nämlich werden aktuelle Filme aus den Bereichen Horror, Thriller und Fantasy auf die Leinwand gebracht, die es nach der Aufführung gern mal auf DVD und Blu-ray schaffen. Die Rede ist vom FANTASY FILMFEST, das sich mittlerweile zur ersten Adresse bei Fans des phantastischen Kinos entwickelt hat, weil die Veranstalter Spreu vom Weizen trennen. Statt üblen Low-Budget-Unfug und austauschbare Billigware zu zeigen, versuchen die Macher Filme aufzuführen, die auch einem gewissen Qualitätsstandard entsprechen. Wohl auch ein Grund für die Beliebtheit der Veranstaltung, weil das Fest vor Augen führt, dass unabhängiges Genrekino weit mehr kann, als das was uns Hollywood versucht vorzugaukeln.
 
 
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Weg vom bekannten Gruseleinerlei hin zu unkonventioneller Angstmacherei. Mit genau jenem Konzept konnte auch das isländische Mysterydrama I REMEMBER YOU glänzen, das sich auf genannter Veranstaltung als Publikumsliebling entpuppte. Während das FANTASY FILMFEST nämlich in verschiedenen Städten eine Reihe von Genrestreifen im Kino zeigt, darf das Publikum die Besten der Besten küren. Dabei mauserte sich genannter Island-Export schnell zum Geheimtipp und kletterte mit seiner etwas anderen Machart an die Spitze der beliebtesten Gruselfilme des FANTASY FILMFEST 2017. Ganz unbegründet ist die Entscheidung der Zuschauer nicht. I REMEMBER YOU ist nämlich wirklich gut, aber zweifelsohne nichts fürs Kommerzpublikum. Allein dessen ist dieser isländische Genre-Beitrag aber schon mal eine Sichtung wert.
 
 
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I REMEMBER YOU beansprucht die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers. Hier werden nämlich zwei Geschichten erzählt, die offenbar miteinander verbunden sind. So wollen drei junge Leute auf einer isländischen Insel ein Haus auf Vordermann bringen, um es zahlenden Touristen als Bed-and-Breakfast-Hotel zur Verfügung zu stellen. Die Arbeiten sind mühselig, hat seit über 60 Jahren kein Mensch mehr hier gewohnt. Doch die Renovierungsarbeiten stehen unter keinem guten Stern. In der Hütte scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen und auch zwischen den Anwesenden beginnt es bald zu brodeln, weil private Konflikte ans Tageslicht kommen. Währenddessen wird Kilometer weiter ein seltsamer Selbstmord untersucht. Dort hat sich eine alte Dame das Leben genommen auf deren Körper man sonderbare Verletzungen findet. Der ermittelnde und selbst von Sorgen zerfressende Psychologe Freyr beginnt zu forschen und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur, das ihm bald das Blut in den Adern gefrieren lässt.
 
 
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Auf Island kommt man langsam in die Gänge. Nach dem unheimlichen Abschiedsdrama RIFT folgt nun ein weiterer Gruselfilm, der gekonnt die Kulisse isländische Abgeschiedenheit nutzt, um daraus düstere Unterhaltung mit Anspruch zu machen. Offenbar nimmt man sich Schweden als Vorbild, wo selbst die Traumfabrik vor der unkonventionellen Machart den Hut zog und sich Rechte für Genre-Ware krallte, um daraus neu interpretiertes Kinomaterial im amerikanische Stile zu produzieren. Gleiches könnte auch mit I REMEMBER YOU passieren, denn der Film besitzt eine verschachtelte Geschichte, die gleichzeitig auch die Quintessenz dieses etwas anderen Geisterfilms ist. Spuk ist hier zwar vorhanden, spielt aber eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt stehen seltsame Todesfälle, die gelöst werden müssen. Passender Stoff also für Hobby-Detektive und leidenschaftliche Krimifans, denn I REMEMBER YOU ist bei genauerer Betrachtung eher ein spannender Kriminalfall, welcher an skandinavische TV-Thriller erinnert und sich erst am Ende im Geisterfach verirrt, um etwas Gänsehaut bescheren zu können. Dabei nimmt sich Regisseur ÓSKAR THÓR AXELSSON besonders viel Zeit beim Erzählen seiner Geschichte und analysiert dabei auch die Sorgen seiner authentischen Hauptdarsteller, die ohnehin schon von Schicksalsschlägen gebeutelt sind. Das macht I REMEMBER YOU auch auf emotionaler Ebene brauchbar und glaubhaft, was vor allem Schauspieler JÓHANNES HAUKUR JÓHANNESSON zu verdanken ist, der hier als Psychologe wegen des verschwundenen Sohns durch die Höhle geht. Mit ihm fühlt man mit, weil der unter dem kuriosen Verschwinden seines Kindes leidet. Der begegnet dem Sohnemann plötzlich an den undenkbarsten Orten und folgt ihm auf eine Spur, die am Ende des Rätsels Lösung ist. Berührend – auch wenn erst nach und nach viele Puzzleteile ein plausibles Ganzes ergeben.
 
 
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Der langsam und bedacht inszenierte I REMEMBER YOU beweist einmal mehr, dass es kein Blut oder reißerischer Spezialeffekte bedarf, um spannende Geschichten zu erzählen. Hier wird unheimliche Stimmung auf anderem Wege hervorgerufen. Der Film bewirkt gespenstiges Unbehagen durch einfache Mittel, wie sporadische Belichtung, trostlose Kulissen und grummelnden Sound. Letzterer dürfte Besitzer von Heimkinoanlagen das Fürchten lehren, weil der Subwoofer just in jenen Momenten besonders aktiv wird, wenn drohendes Unheil naht. Effektive Gruselzutaten, um einen sehenswerten Genrefilm zu inszenieren. Das ist I REMEMBER YOU mit Sicherheit.
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Die isländische Version des gefeierten Geisterklassikers WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN. Was hier wie eine Folge CSI:Rejkjavik beginnt, mausert sich ganz schnell zu einem fesselnden Mysterythriller, der vor allem wegen seiner verworrenen Handlung und der für Gruselfilme eher ungewöhnlichen Kulisse auf ganzer Linie überzeugt. Karge Landschaften treffen auf nicht minder karg eingerichtete Häuser und von Sorgen geplagte Figuren, die Teil eines ungewöhnlichen Genre-Mixes sind, der auf einem bekannten Bestseller beruht. Den Plot zum Film hat sich nämlich die vielfach ausgezeichnete Kriminalautorin YRSA SIGURÐARDÓTTIR ausgedacht, die mit dem zugehörigen Roman „Ég man þig“ einen isländischen Krimi verfasst hat, der angeblich bei Erscheinen im Jahr 2010 so viele isländische Leser nächtelang wach gehalten hat, wie wenige Bücher zuvor. Ganz unbegründet ist die Hype nicht. Auch die Verfilmung ist nicht ohne und fesselt mit mehreren Erzählebenen bis zum Schluss. Schnell ist man mittendrin und kann sich dem Mysterium nicht mehr entziehen, das sich im Film wie eine Schlaufe um alle Beteiligten zieht. I REMEMBER YOU besitzt zwar einen unterkühlten Look, ist aber zutiefst emotional und atmosphärisch stimmig. Da sag noch einer, die Isländer würden von der übrigen Welt nichts mitbekommen. In Sachen Genrefilm hat man auf der Insel im Norden offenbar einiges dazugelernt. I REMEMBER YOU zumindest ist eine Glanzleistung in Sachen Mysterykino. Geheimtipp für anspruchsvolle Cineasten!
 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Zensur

 
 
 
I REMEMBER YOU hat eigentlich kaum Gewalt zu bieten. Zwei Protagonisten werden von herabfallenden Steinen erschlagen und verenden an ihren Verletzungen. Zudem gibt es eine mumifizierte Kinderleiche und tote Körper mit seltsamen Wundmalen zu sehen. Hierzulande hat der isländische Horrorfilm eine FSK16 erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Ég man þig; Island 2017

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Isländisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer

Release-Termin: 18.01.2018

 

I Remember You [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

I REMEMBER YOU – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot und Grafiken liegen bei Concorde Filmverleih GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
We Go On (2016)
 
Devil in the Dark (2017)
 
Wenn die Gondeln Trauer tragen (1973)
 


Filmkritik: „Devil’s Gate“ (2017)

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DEVIL’S GATE

Story

 
 
 
Auf einer unheimlichen Farm passieren seltsame Dinge. Was die Polizei dort jedoch findet, geht weit über rationalen Menschenverstand hinaus.

 
 
 


 
 
 

DEVIL’S GATE – Kritik

 
 
 
Ist es eigentlich ein gutes Zeichen, wenn ein Film von Festival zu Festival gereicht wird? Nicht selten steckt dahinter Kalkül. Viele Festival-Initiatoren zeigen sehenswerte Filme, um möglichst viele Besucher in die Vorstellungen locken zu können. Aber das Einreichen von Filmen kann auch einem anderen Zweck dienen. So kann es gut sein, dass Filme keinen Verleih finden und daher so lange auf diversen Festivals ihr Dasein fristen bis sich endlich ein Einkäufer findet. Im Falle von DEVIL’S GATE können wir aber Entwarnung geben. Auch dieser Streifen wurde auf einschlägigen Veranstaltungen wie dem FRIGHTFEST oder dem TRIBECA FILMFESTIVAL aufgeführt, vermutlich aber nicht mit dem Hintergrund unbedingt ein Käufer für die Heimkinoauswertung zu finden. Diesen dürfte erwähnter Indie-Horror ohnehin schnell gefunden haben, denn DEVIL’S GATE ist weit weg von schlecht und bringt gute Horrorunterhaltung ins gemütliche Wohnzimmer. Darauf dürfen sich Genre-Fans freuen.
 
 
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Was ist denn hier nicht in Ordnung? Das denkt sich auch FBI-Agentin Daria Francis (AMANDA SCHULL). Die muss sich im ländlichen Amerika mit einem Fall beschäftigen, der viele Fragen aufwirft. Im Fokus der Ermittlungen steht Familienvater Jackson Pritchard (MILO VENTIMIGLIA aus STATIC und KISS OF THE DAMNED). Seit einer Ewigkeit sind nämlich dessen Frau und der gemeinsame Sohn verschwunden. Man glaubt an Mord. Doch der ortsansässige Sheriff Conrad ‚Colt‘ Salter (SHAWN ASHMORE aus HATCHET 2 und FROZEN) kennt den Beschuldigten seit der Kindheit persönlich und vermutet andere Ursachen. Grund genug sich auf der heruntergekommenen Ranch besagter Familie umzuschauen. Dort stößt man auf das verstörte Familienoberhaupt, das über den Besuch der Gesetzeshüter so gar nicht erfreut ist. Offenbart versucht er die Farm vor etwas zu beschützen, das es mit der Familie nicht sonderlich gut meint. Und in der Tat. Im Keller erhält man erste Hinweise. Dort haust in einem Käfig ein Wesen, das keinesfalls menschlich ist. Da stellt sich glatt die Frage, was in diesem Heim nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Antwort darauf sucht man in dieser Kritik vergebens. Jeder noch so kleine Spoiler raubt nämlich DEVIL’S GATE die Spannung.
 
 
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Eine abgelegene Farm, bedrohliche Wolken, ein religiöser Fanatiker und der Teufel im Titel. Dieser Film muss mit dem Okkulten zu tun haben, was wohl das Interesse eines Exorzisten auf den Plan rufen dürfte, der hier mit Weihwasser und Kruzifix zu Tate schreiten muss. Überraschenderweise macht Regisseur CLAY STAUB alles anderes. DEVIL’S GATE ist im anderen Subgenre Zuhause und treibt mit unerwarteten Handlungsverläufen die Spannung voran. Leider beinhaltet der Streifen viele Rätsel und überraschende Wendungen, was es an dieser Stelle schwer macht den Film zu rezensieren. Jede Information zu viel zerstört den nicht uninteressanten Plot, der hier immer nur knappe Hinweise darüber liefert, was letztendlich des Pudels Kern ist. Der Zuschauer wird stets häppchenweise mit Antworten versorgt, die am Ende ein rundes Ganzes ergeben. Erst dort macht der Mystery-Plot Sinn und verinnerlicht einmal mehr, dass selbst bekannte Geschichten immer noch gut funktionieren, wenn man sie in einem unvorhersehbaren Drehbuch niederschreibt, das nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt. Dass die erste eigene Arbeit von Regisseur CLAY STAUB eine atmosphärische wie spannende Glanznummer geworden ist, scheint nicht von ungefähr zu kommen. Der Macher war nämlich zuvor an einigen Horror-Produktionen beteiligt, bei denen er wohl das Einmaleins des Angstmachens studiert hat. So stand er als Regisseur der zweiten Unit an der Neuverfilmung des Kultstreifens DAWN OF THE DEAD und dem Prequel zu Carpenters THE THING zur Seite. Immerhin erfolgreiche Filme, die besser waren, als die meisten Neuinterpretationen geliebter Kultklassiker. Qualitativ bleibt Macher CLAY STAUB zumindest seinem Kurs treu. DEVIL’S GATE kann sich sehen lassen und dürfte Freunde unabhängigen Gruselkinos bestens unterhalten. Dank guter (aus TV-Serien bekannter) Schauspieler, professionell getrickster Kreaturen-Effekte und durchdachter Erzählweise ist aus diesem kleinen Grusel-Indie definitiv ein Geheimtipp geworden. Sollte man sich auf die Filmliste setzen.
 
 
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DEVIL’S GATE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Bedrohlich-düsteres Indie-Kino, das sich nicht gleich durchschauen lässt und bis zum Ende fesselt. DEVIL’S GATE gelingt das Kunststück, welches immer wenigeren unabhängig produzierten Horrorfilmen gelingt. Der Streifen erzählt eine Geschichte, die schnell in den Bann zieht und von der man unbedingt wissen will, wie sie ausgeht. Grund hierfür: Man hat sich beim Verfassen des Drehbuchs Gedanken gemacht und an einem Plot gebastelt, der den Zuschauer anfangs versucht in die Irre zu führen. Wohin die Reise wohl gehen wird? Das bleibt bis zur Hälfte ungewiss. Ein guter Schachzug, um das Publikum bei Laune zu halten. Offenbar war im Falle von DEVIL’S GATE jemand am Regler, der selbst Horrorfan ist und weiß, was Genre-Fans wollen. Letztere dürstet es nach spannenden Geschichten, die gute Unterhaltung versprechen. Das ist Regisseur CLAY STAUB definitiv gelungen. Der zitiert hier Altmeister wie JOHN CARPENTER oder TOBE HOOPER. Die permanent bedrohliche Kulisse tut da ihr Übriges. Essentiell für einen Horrorfilm. Dieser Mysterythriller ist zweifelsohne sehenswert. Bitte mehr von diesen kleinen, qualitativen Low-Budget-Schockern.
 
 
 


 
 
 

DEVIL’S GATE – Zensur

 
 
 
Viel Gewalt zeigt DEVIL’S GATE nicht. Ein Mann wird von einer Bärenfalle zerquetscht, Ein Bein wird mit einem metallischen Gegenstand durchbohrt, der Brustkorb eines Protagonisten wird aufgerissen und ein Gesicht wird ebenfalls weggeschossen. Hierzulande dürfte eine FSK16 drin sein.
 
 
 


 
 
 

DEVIL’S GATE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC Midnight)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Extraterrestrial (2014)
 
The Recall (2017)
 
Dark Skies – Sie sind unter uns (2013)
 


Filmkritik: „Escape from Cannibal Farm“ (2017)

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ESCAPE FROM CANNIBAL FARM

Story

 
 
 
ESCAPE FROM CANNIBAL FARM fängt passabel an, wird aber schnell unfreiwillig albern. Eine Familie gerät an eine Sippe, die auf einer Farm Menschen mit der Kettensäge in kleine Wurstscheiben schneidet.

 
 
 


 
 
 

ESCAPE FROM CANNIBAL FARM – Kritik

 
 
 
Es war einmal ein kleiner Junge, der hat sich während seiner Jugend Horrorfilme im Überfluss angeschaut. Irgendwann kam ihn ein krasses Stück Genre-Kino vor die Funzel, das ihn derart beeindruckt hat, weshalb er später auch mal einen ähnlichen Schocker drehen wollte. So oder so ähnlich dürfte es zur Entstehung des folgenden Streifens gekommen sein, der bereits Dank plakativ gewähltem Titel mit der Tür ins Haus fällt und sich nicht um Subtilität oder Geheimniskrämerei kümmert. Bei ESCAPE FROM CANNIBAL FARM ist die Titelkreation Programm. Die klärt auf, dass es wohl etwas blutiger zugehen wird. Und in der Tat. Der Trailer erfreut durch härtere Gangart und zeigt, wo der Splatter-Frosch die Locken hat. Leider der einzig nennenswerte Bonus in diesem sonst eher stumpfsinnigen Plagiat eines umjubelten Horrorfilmklassikers. ESCAPE FROM CANNIBAL FARM ist eine blutige Schlachtplatte eines noch unerfahrenen Regisseurs, der sich erst noch im Genre ausprobieren und finden muss. Hier ist der Blutzoll zwar hoch, aber das Drehbuch hätte dringend einen Lektor benötigt. Offenbar war es dem (Horrorfilm-begeisterten) Regisseur wichtiger einen Film mit viel Rot zu inszenieren, der bei Gleichgesinnten gut ankommt. Nun ja, das Resultat ist – sagen wir mal so – zweckmäßig.
 
 
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Von nervenden und unsympathischen Figuren, die (Gott sei Dank) Bekanntschaft mit der Kettensäge machen. Ein Wochenendtrip mit Familie und Wohnwagen. Das wollen Mutter und Stiefvater Harver. Die sammeln die drei Kinder ein und nehmen auch gleich noch den Fast-Schwiegersohn in spe mit auf die Reise ins britische Hinterland. Das kommt natürlich bei den Kids gar nicht gut an. Die müssen Handys und Laptop abgeben und sollen das Wochenende ohne Elektrosmog überstehen. Eine unglückliche Entscheidung, denn auf Elektrogeräte wird man bald angewiesen sein. So brennt während der Nachtruhe plötzlich das Zelt der Eltern lichterloh. Dumm nur, dass die Mutter darin geschlafen hat und schlimmste Verbrennungen erleidet. Wie kann das sein? Handelt es sich hier um Brandstiftung? Aber selbstverständlich. In dieser Gegend haust eine seltsame Sippe, die es nicht gut mit Durchreisenden meint. Auf einer Farm werden die zu Gulasch verarbeitet und das Fleisch an gut zahlende Kunden verkauft. Ganz ähnliches Schicksal müssen nun auch unsere Wohnwagen-Camper befürchten. Die werden zu besagter Farm verschleppt und in Käfige gesperrt. Ein Teenager mit Menschenhaut-Maske und Kettensäge hält Wache. Das kommt einen doch irgendwie bekannt vor.
 
 
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Was für ein Blödsinn. ESCAPE FROM CANNIBAL FARM macht in visueller Hinsicht eine hervorragende Figur. Das Szenario ist atmosphärisch, düster und dreckig. Zumindest hier erinnert der Streifen gut und gerne mal an jenen Film, von dem sich ESCAPE FROM CANNIBAL FARM offensichtlich hat inspirieren lassen: dem TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Was aber bitter aufstößt ist das haarsträubende Drehbuch mit dem sich dieser Backwood-Slasher mehr schlecht als recht über die Runden schlägt. Der Film übertrumpft sich förmlich selbst mit unerwarteten Wendungen, die aber so konstruiert wirken, dass sich einem beinahe schon die Zehennägel kräuseln. So wird hier unter fadenscheinigen Gründen nicht nur Menschenfleisch zubereitet. Ein abstruser Streit zwischen Familien lässt vor allem Feingeister die Haare zu Berge stehen. Der Zank muss – wie hätte es anders auch sein sollen – im Blutrausch ausgetragen werden, damit Gorehounds etwas zu sehen bekommen. Doch nicht nur die einfältige Handlung hinterlässt Magengrummeln. Auch seltsames Schauspiel macht den Horrorthriller zum Geduldsspiel. Hier sind zwar talentierte Darsteller am Winseln. Dennoch spielen die Akteure derart überzogen, dass man meinen könnte, hier eine Parodie auf das legendäre Meisterwerk aus der Mache des 2017 verstorbenen TOBE HOOPER zu sehen. Auch wenn ESCAPE FROM CANNIBAL FARM einige zynische Momente zu bieten hat, ist der Streifen weit weg von lustig. Man meint Gezeigtes im wahrsten Sinne des Wortes ernst, was vor allem mit Hilfe von deftigen Gewaltmomenten unterstrichen wird. Demzufolge bleibt schleierhaft, was sich Regisseur, Drehbuchautor und Produzent CHARLIE STEED mit seinem unausgereiften Plagiat zum berüchtigten TEXAS CHAINSAW MASSACRE gedacht hat. Was soll der Quatsch und warum eine so aufgeblähte Handlung, wenn alles ohnehin nur auf ein Blut- und Eingeweidefest hinausläuft? Fans heftiger Gewaltmomente wie WRONG TURN, INBRED und dem Remake zu THE HILLS HAVE EYES wird’s vermutlich weniger stören. Die bekommen als Entschädigung für Sondermüll gut getrickste Spezialeffekte vor die Linse und ein paar knackige Szenen in denen die Motorsäge knattert. ESCAPE FROM CANNIBAL FARM ist nur für Hardcore-Backwood-Horror-Fans geeignet. Für alle anderen dürfte diese britische Blutsauerei zur Farce werden.
 
 
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ESCAPE FROM CANNIBAL FARM – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
The British Chainsaw Massacre. Es hätte so schön werden können: Eine Familie gerät an Hinterwäldler und muss sich mit spitzem Werkzeug zur Wehr setzen, um dem Schicksal entkommen zu können. Leider schießt sich ESCAPE FROM CANNIBAL FARM mit üblen Nebensträngen und schwachsinnigen Wendungen selbst ins Aus. Die Erklärungsversuche für das im Film zelebrierte Massaker sind nicht nur unglaubhaft. Das Splatterfest wirkt dilettantisch und konstruiert. Hier wird eine simple Ausgangssituation mit komischen Nebenhandlungen aufgebläht, die ohnehin darauf hinauslaufen wird, möglichst viele blutige Szenen zu zeigen. Wozu der ganze überflüssige Schnickschnack? Die Frage darauf dürfte wohl nur Regisseur CHARLIE STEED beantworten können. Fakt ist, dass das unnötige Füllmaterial ESCAPE FROM CANNIBAL FARM zu lang macht und das Treiben zu schwerfällig gestaltet. Manchmal funktioniert gradlinig und simpel gestrickt besser – vor allem dann, wenn man sich in einem Subgenre bewegt, das ohnehin nur auf die niederen Instinkte des Zuschauers abzielt.
 
 
 


 
 
 

ESCAPE FROM CANNIBAL FARM – Zensur

 
 
 
ESCAPE FROM CANNIBAL FARM hat schon fiese Szenen zu bieten. Hinsichtlich Spezialeffekte fährt der Backwood-Slasher groß auf und gibt sich äußerst zeigefreudig. Es werden Hände abgerissen, nachdem ein Protagonist einen Käfig angefasst hat, der unter Starkstrom steht. Weiterhin verbrennt eine Filmfigur in einem Ofen. Eine andere kann gerade noch so aus einem brennenden Zelt gezogen werden, sieht danach aber nicht mehr ganz so frisch aus. Da im Film eine Kettensäge rattert, muss diese natürlich auch zum Einsatz kommen. Diese wird zweckentfremdet und für das Abschneiden von Gesichtshaut benötigt. Hierzulande bleibt fraglich ob ESCAPE FROM CANNIBAL FARM ungeschnitten erscheinen wird. Einige der Szenen sind hart anzuschauen und kommen allein deshalb zum Einsatz, um zu schockieren. Sollte die FSK einen guten Tag haben, könnte es gut sein, dass der Kannibalen-Kracher vollständig mit einer Erwachsenenfreigabe passieren wird. Wir rechnen aber eher mit dem Schlimmsten.
 
 
 


 
 
 

ESCAPE FROM CANNIBAL FARM – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Dark Temple Motion Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn (2003)
 
Inbred (2011)
 
Killbillies (2015)
 
The Horde (2016)
 
The Hills Have Eyes (2006)
 
The Texas Chainsaw Massacre (1974)