Filmkritik: „Theater des Grauens“ (1973)

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THEATER DES GRAUENS

(THEATRE OF BLOOD)

Story

 
 
 

Edward Lionheart (Vincent Price) ist ein very britischer Shakespeare-Schauspieler, und das mit Leib und Seele. Allerdings sind seine Interpretationen der Stücke des größten Dramatikers englischer Zunge auf der eher hackfleischigen Seite des bühnenhandwerklichen Spektrums angesiedelt. Sowas wie Subtilität oder feinere Nuancen der Theaterdarsteller-Kunst müssen in Lionhearts Spiel meist der Brachialität des sprichwörtlichen Elefanten in der filigranen Kulisse des Kaffeegeschirrs weichen. Nachdem der Ruf des Mimen von spitzfedrigen Kritiker-Würstchen einmal zu oft der Lächerlichkeit preisgegeben wird, nimmt sich der sensible Künstler das Leben. So. Seltsamerweise widerfahren den Kritikern nach Lionhearts Ableben, einem nach dem anderen, gar grausame Dinge: Sie fallen einem perversem Mordknecht zum Opfer, der die Schreiberlinge nach der Façon der Mordopfer in Shakespeares Dramen um die Ecke bringt…

 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Kritik

 
 
 
Oh, Vincent Price! Du wölfischster aller Horrorfilm-Böslinge. Du heimlich doch gutherziger Grusel-Onkel aus dem 30-Kilo-Fernseher von früher. Du schnarrender Overacting-Grandseigneur für die Ewigkeit. Sir Lord Vincent Price, gnadenloser Drehbuchfresser und ab einem gewissen Karrierezeitpunkt nur noch Vincent-Price-Darsteller, zieht in THEATER DES GRAUENS alle Register seines stets so sympathischen Knallchargen-Könnens.
 
 
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Es dürfte auch den Taubnesseln unter den Horrorfilmfans klar sein, wer da nach dem Abtreten des Bühnenstars mit der groben Kelle aufräumt unter dem frechen Journalistengesindel. Natürlich ist’s der alte Meister Löwenherz selbst, der die Stücke William Shakespeares neurotisch genug verinnerlicht hat, um solch brutale Mordmaßnahmen zur Anwendung bringen zu können. So werden die Lästermäuler – übrigens allesamt verkörpert von großen englischen 70er-Nebendarsteller-Widerlingen kotelettenlastigster Schmierlappigkeit – etwa, wie in RICHARD III. in einem Weinfass ertränkt oder bekommen, wie bei DER KAUFMANN VON VENEDIG, das Herz herausgesäbelt. Einer vom unvergleichlichen Miss-Marple-Perversling Robert Morley gespielten Kritikaster setzt ein als Starkoch verkleideter Lionheart das zarte Fleisch seiner betüdelten Pudel als Pastetenfüllung vor, die der feiste Gourmet unwissentlich mit großem Genuss verschlingt. Diese zutiefst PETA-untaugliche Untat ist von der Barbarenkönigin in TITUS ANDRONICUS inspiriert. Ja, Lionheart alias Price wirft sich für seine Rachemord-Szenarien in schrägste Kostüme und schreckt auch vor der wilden Verkörperung eines tuntigen Frisörs nicht zurück, um eine Kritikerin unter der Trockenhaube zu frittieren. Unterstützt wird er von seiner Tochter, die ganz nach dem größenwahnsinnigen Gusto ihres Vaters, Edwina heißt und von Emma Peel höchstselbst, Diana Rigg that is, gegeben wird und obendrein einer Horde dezent zombieartiger Obdachloser. Die waren’s nämlich, die den selbstmitleidigen Lionheart nach seinem Suizidversuch gerettet haben. Ein Handlungselement, das wir in der Zukunft bei Maestro Tim Burton wiederfinden – und der ist bekanntermaßen riesiger Verehrer von Vincent Price. Dessen letzte Rolle ist gar in Burtons EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN.
 
 
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THEATER DES GRAUENS ist nun nicht wirklich ein ernsthafter Horrorfilm. Direkt im Anschluss an die beiden erfolgreichen DR. PHIBES Filme entstanden und sich der gleichen Zehn-kleine-Negerlein-Handlung bedienend, funktioniert er als Persiflage oder zumindest humoristisches Update. Dazu gehört noch nicht einmal viel Fabulierungskunst auf unserer Seite, gilt zu erkennen, wie Regisseur Douglas Hickox (Vater des WAXWORKS-Schöpfers Anthony H.) gemeinsam mit seinem Hauptdarsteller das Gerüst des Films dazu nutzt, den Kritikern von Vincent Price‘ nennen wir sie eigentümlichen Schauspielfähigkeiten im wahren Leben die Zunge herauszustrecken. Ein Glück, dass dessen Selbstbewusstsein und vor allem Selbstironie zeitlebens groß genug waren, sich die körperliche Anstrengung eines grausamen Rachefeldzugs zu ersparen.
 
 
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THEATER DES GRAUENS – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Ein Rating von vollen zehn! Donnerknispel, das seht Ihr hier auch nicht so oft, nech? Wenn aber ein Film des Horror-Unter-Unter-Unter-Genres „Vincent Price führt sich auf wie die Axt im Walde“ derart gekonnt alle Lampen ausballert wie THEATER DES GRAUENS das tut, dann ist selbstredend die Höchstwertung angebracht. Mindestens. Und jetzt raus hier und die Scheibe des Films kaufen!
 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Zensur

 
 
 
THEATER DES GRAUENS lief bereits bei seiner deutschen Kinoauswertung ungeschnitten und mit einer Freigabe ab 16 Jahren über die Kinoleinwände. Das hat sich auch bei der VHS- und Videoauswertung nicht geändert. Nun erschien die deutsche HD-Veröffentlichung. Diese ist auch ungeschnitten und wurde mit einer FSK16 eingestuft.
 
 
 


 
 
 

THEATER DES GRAUENS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Blu-ray KeepCase)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover A – auf 444 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover B – auf 333 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (limitiertes Mediabook – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Theatre of Blood; Großbritannien 1973

Genre: Horror, Horror, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 104 Min.

FSK: KeepCase: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Daniel Perée vom Wicked Vision-Magazin, Bildergalerie, Filmographien, Originaltrailer | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet mit Text von Nando Rohner und den Film auf DVD

Veröffentlichung: Mediabook: 26.08.2016 | KeepCase: 27.09.2017

 
 
NSM hat 2017 drei limitierte Mediabooks mit zusätzlichem Booklet zum Film veröffentlicht. Seit September 2017 kann man THEATER DES GRAUENS auch als deutsche Blu-ray im KeepCase erwerben. Die darin enthaltene Filmfassung ist selbstverständlich ebenso ungeschnitten.
 
 

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Theater des Grauens [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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THEATER DES GRAUENS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM Records)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes (1971)
 
Die Rückkehr des Dr. Phibes (1972)
 
Das Schreckenshaus des Dr. Death (1974)
 

Filmkritik: „Don’t be Afraid of the Dark“ (1973)

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DON’T BE AFRAID OF THE DARK

Story

 
 
 
Alex (John Hutton) und Sally (Kim Darby) sind glücklich verheiratet. Doch als sie in das große alte Haus ziehen, welches Sally von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt hat, nimmt ihr einst recht friedlicher Alltag eine düstere Wendung. In dem Haus finden die beiden einen zugeschlossenen dunklen Raum in dem sich ein zugemauerter Kamin befindet. Als Sally den Kamin schließlich öffnet, setzt sie damit böse Mächte frei. Seltsame kleine Kreaturen wollen sich ihrer Seele bemächtigen …
 
 
 


 
 
 

DON’T BE AFRAID OF THE DARK – Kritik

 
 
 
Es gibt einige alte Horrorfilme, an die sich heute kaum noch einer erinnert. Entweder, weil sie es veröffentlichungsmäßig nie über die Ära der VHS-Kassetten geschafft haben, oder, weil sie zwar gut sind, aber eben nicht sonderlich bedeutsam und über die Jahre hinweg sichtlich alterten. Der zu Beginn der 1970er entstandene Fernsehfilm DON’T BE AFRAID OF THE DARK (GATE OF DARKNESS, 1973) von Regisseur John Newland gehört zweifellos zu diesen Filmen. Newland, der zuvor schon für das Fernsehen arbeitete und den Thriller CRAWLSPACE (1972), sowie einige Folgen von ALFRED HITCHCOCK PRÄSENTIERT (1955-1962) inszenierte, drehte DON’T BE AFRAID OF THE DARK in Rekordzeit! Der komplette Film wurde aufgrund eines nahenden Autorenstreiks in nur zwei Wochen fertiggestellt. Damit zählt er zu einem der am schnellsten für das Fernsehen produzierten Filme aller Zeiten. Trotz des engen Zeitplans, ist aus DON’T BE AFRAID OF THE DARK ein ordentlicher Film geworden, der viel Wert darauf legt eine Gruselatmosphäre und Spannung aufzubauen. Bei heutigen Sehgewohnheiten mag einem der Streifen gerade deswegen vielleicht etwas altbacken vorkommen – bedenkt man, dass John Newlands Werk ein für kleines Geld inszenierter TV-Film aus den 70er-Jahren ist. Wer eine eher schnelle Erzählung mit vielen lauten Jump-Scares bevorzugt, sollte die Finger von DON’T BE AFRAID OF THE DARK lassen und eher zum von Guillermo del Toro produzierten Remake DON’T BE AFRAID OF THE DARK aus dem Jahre 2010 greifen, welches unter der Regie von Troy Nixey entstand und hierzulande leider direkt auf DVD und Blaustrahl-Scheibe veröffentlicht wurde. Del Toro selbst bezeichnete sich als großer Fan des Originals, seit er es damals zusammen mit seinem Bruder im Fernsehen gesehen hat. Schon seit vielen Jahren versuchte er eine Neuauflage auf die Beine zu stellen. 2010 war dann schließlich die Tat vollbracht. Doch leider vermisst man in der glattpolierten Neuverfilmung den ruhigen Spannungsaufbau und die Einfachheit des Originals. Letzteres konnte sich über die Jahre hinweg als kleiner Kultfilm unter Horrorfans etablieren. Weil die Veröffentlichung des Remakes zumindest im Entstehungsland sehr werbewirksam durchgeführt wurde, konnten so zumindest noch einige Zuschauer auf das Original aufmerksam gemacht werden.
 
 
 


 
 
 

DON’T BE AFRAID OF THE DARK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
John Newlands Original DON’T BE AFRAID OF THE DARK, oder wie er hier in Deutschland heißt, GATE OF DARKNESS, ist ein kleiner aber feiner Gruselfilm mit einer nettes Atmosphäre, ruhiger Erzählweise und netten Creature-Effects. Fans dieser „alten Schinken“ dürften hier auf ihre Kosten kommen.
 
 
 


 
 
 

DON’T BE AFRAID OF THE DARK – Zensur

 
 
 
Sowohl das alte VCL-Tape als auch die DVD von Maritim Pictures enthalten die ungekürzte Fassung des Films. Die Altersfreigabe ab 16 Jahren entspricht den alten “Standards“ der FSK. Bei einer Neuprüfung würde GATE OF DARKNESS mit Sicherheit eine 12er-Freigabe erhalten.
 
 
 


 
 
 

DON’T BE AFRAID OF THE DARK – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Maritim Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Don’t Be Afraid of the Dark; USA 1973

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 71 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover der alten dt. Videokassette

Extras: Trailershow

Release-Termin: 27.06.2014

 
 
 
Maritim Pictures hat den Film hierzulande unter seinem Originaltitel am 27. Juni 2014 (endlich) auf DVD veröffentlicht. Zuvor war GATE OF DARKNESS nur auf VHS-Kassette von VCL in Deutschland erhältlich. Leider ist die Bildqualität der DVD nur mäßig. Eine Restaurierung dieses Klassikers wäre sehr wünschenswert. Einziges Extra ist das Wendecover ohne FSK-Logo, welches das Motiv der alten deutschen Videokassette zeigt.
 
 

Don’t Be Afraid of the Dark – Das Original auf DVD bei AMAZON ungeschnitten kaufen

Don’t be afraid of the Dark [Blu-ray] – Die Neuverfilmung auf AMAZON ungeschnitten kaufen

 
 
 


 
 
 

DON’T BE AFRAID OF THE DARK – Trailer

 
 
 


 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Gate – Die Unterirdischen (1987)
 
Ghoulies (1984)
 
Don’t be Afraid of the Dark (2010)

Filmreview: „Messias des Bösen“ (1973)

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MESSIAS DES BÖSEN

Story

 
 
 
Arlett (Marianna Hill) reist an den Wohnort ihres leicht verwirrten Vaters, das gar nicht gesund wirkende Küstenkaff Point Dune und selbst einem zeitgemäß unbedarften Hippiemädchen wie ihr wird klar, dass hier einiges im Argen liegt. Fieserweise ist der alte Herr nicht aufzutreiben und bis auf ein paar vereinzelte Gestalten, besonders Thom (Michael Greer) und seine Freunde, ist die Einwohnerschaft des doch sehr H.P. Lovecraft-artigen Nests alles andere als hilfsbereit. Im Gegenteil. Nach einer Nacht im verlassenen und psychedelisch-vergruselten Malatelier des Vaters muss Arletty feststellen, dass die Dorfbevölkerung einer kannibalistischen Satanssekte angehört. Und Essenszeit ist immer.
 
 
 


 
 
 

MESSIAS DES BÖSEN – Kritik

 
 
 
Amerika, 1973. Es ist noch nicht lange her, dass die LSD-fritierte Manson Family in den Hügeln von Los Angeles den Mumpitz vom Summer Of Love auf den Kopf gestellt und die Wände von Roman Polanskis Haus mit dem Blut seiner Gattin, Model Sharon Tate, gestrichen haben. Die Filmwelt, selbst nicht arm an über Nacht erwachsen gewordenen Blumenkindern, reagiert und schafft ein kleines Subgenre von Horrorfilmen mit gewaltgeilen Sektenführern. I DRINK YOUR BLOOD von DAVID DURSTON 1970 geschossen, könnte der erste seiner Art sein und zeigt TROMAesken Supersplatter anderthalb Jahrzehnte vor TROMA. MESSIAS DES BÖSEN kam drei Jahre später und wuchs auf dem Mist von WILLARD HUYCK und GLORIA KATZ. Mag ja sein, denkt sich die geschätzte Leserschaft jetzt, nur warum erzählt der das jetzt hier. Nuja, beide sind alte Uni-Weggefährten vom Großen kinnlosen Rechteverwalter GEORGE LUCAS und sorgten später für wichtige Drehbuchmitarbeit an INDIANA JONES und, verschweigen wir es nicht, dem mächtigen und oft missverstandenen Meisterfilm HOWARD THE DUCK. Lachen Sie nicht, der Erpel bekommt demnächst ein Remake!
 
Aus der Cast herauszudeuten sind die legendären Charakterdarsteller-Asse ELISHA COOK, Jr. – bekannt aus diversen Film Noirs der 50er, unter anderem STANLEY KUBRICKS großem THE KILLERS und das Abraham Lincoln Double ROYAL DANO, die dem Drive-In Sektenheuler hier eine gewissen Aura alten Hollywoods verleihen. Die Hauptriege ist da, stört nicht, brilliert aber auch nicht auf dem Weg zum Oscar.
 
Donnerkeil, was für eine Perle des Irrsinns. Zu seligen Videozeiten erst unter diesem Titel, später unter dem Beklopptheitsnamen BLOOD BUSTERS veröffentlicht, beschert uns MARITIM mit MESSIAS DES BÖSEN einen US-Indiehorror-Schlocker der späten Autokinozeit. Und das in beachtlicher Qualität. Der Film hat den Ferkelcharme von Titeln, die man sich am besten im Double Feature mit ähnlichem Stoff und ähnlich gesinnten Freunden reinzieht. Finster, trashig und trotzdem nicht arm an Atmosphäre – was natürlich an den in nicht geringem Maße am Set gereichten Marihuana liegen könnte. Junge und schlecht frisierte Menschen bezeichnen solcherlei Programm heute einmal frech als Bahnhofskino, nicht einmal wissend, dass es, 20 Jahre vor der eigenen lumpigen Geburt Kinos in Bahnhöfen gegeben hat. MESSIAS DES BÖSEN dürfte keine Top 20 der Genrefilme des Jahrhunderts entern, macht aber doch Spaß. Selbstverständlich nur denjenigen unter uns Menschen mit viereckigen Augen, die sich an teilnahmslosen Hippieschauspielern, wirrer Handlung und der puren Zeitkapselhaftigkeit eines Filmes seiner Zeit nicht stören.
 
 
 


 
 
 

MESSIAS DES BÖSEN – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
B-Movie-Amerika verarbeitet Charles Manson. Und das auch noch aus dem Stall von GEORGE LUCAS. Seventies-Horror vom Erlesensten. Nix für Anfänger.
 
 
 


 
 
 

MESSIAS DES BÖSEN – Zensur

 
 
 
Die deutsche Filmfassung ist uncut frei ab 18 Jahren. Filmliebhaber können daher bedenkenlos zur aktuellen Veröffentlichung aus dem Hause MARITIM PICTURES/ AL!VE AG greifen – hier wurde nix geschnitten.
 
 
 


 
 
 

MESSIAS DES BÖSEN – Deutsche DVD

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Messiah of Evil; USA 1973

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch+Englisch Dolby Digital 2.0 (Stereo)

Untertitel: keine

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Audiokommentar mit Regisseur/Autor William Huyck und Co-Autorin Gloria Katz, Dokumentation „Remembering Messiah of Evil“ über die Entstehung des Films [englisch, keine Untertitel] (20:38 Min.)

 
 
 

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MESSIAS DES BÖSEN – Trailer

 
 


 
 

Christian Ladewig

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Tollwütigen (1970)

Nachts, wenn die Leichen schreien (1975)