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Beiträge mit Schlagwort “Horrorfilme 2015

Filmkritik: „What We Become“ (2015)

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WHAT WE BECOME

(SORGENFRI)

Story

 
 
 
In einer dänischen Vorstadt-Siedlung herrscht das Chaos. Eine unbekannte Seuche zieht von Haus zu Haus und macht aus den Bewohnern infizierte Furien. Mittendrin: Teenager Gustav (BENJAMIN ENGELL) und dessen Familie, die während einer Zombie-Invasion versuchen zu überleben.

 
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Kritik

 
 
 
Virusepidemie mit nachfolgender Zombie-Plage, die ungefähr 8299te. Diesmal passiert die Katastrophe bei unseren dänischen Nachbarn und erlebt die Heimkinopremiere bei einem deutschen Indie-Label, das eigentlich für Qualitätskino bekannt ist und dafür in Filmliebhaber-Kreisen geschätzt wird. Dass sich CAPELIGHT PICTURES ausgerechnet die Rechte an einem Zombiefilm gesichert hat, könnte den einen oder anderen Cineasten ein wenig ärgerlich stimmen. Das wäre natürlich nicht unbegründet, haben die meisten Horrorfans von Zombies doch so allmählich die Nase voll. Einfach zu viele dieser (schlechten) Filme wurden in der jüngeren Vergangenheit gedreht. Dennoch dürfte der ungewöhnliche Einkauf gleichzeitig Hoffnung auf Qualität wecken, hat das Berliner Label bei der Filmauswahl doch meistens ein goldenes Händchen bewiesen und mit Neuerungen im Genre überrascht. Das ist auch bei WHAT WE BECOME nicht anders, der gar nicht mal so übel ist, wie die meisten der eher unterdurchschnittlichen Videoproduktionen der letzten Jahre. Gut, der dänische Horrorbeitrag berichtet von einem ähnlichen postapokalyptischen Weltuntergangs-Szenario, wie die meisten der vielen Zombiefilme aus Amerika. Im Unterschied zu den dort oft in Eigenregie produzierten Zeiträubern wird der Überlebenskampf in diesem dänischen Zombie-Streifen aber spannend in Szene gesetzt – obwohl die Untoten nur selten beim Fressen ihrer bedauernswerten Opfer zu sehen sind. Hui, wie kann das sein?
 
 
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In der dänischen Vorstadt-Siedlung SORGENFRI (was übrigens – Ihr werdet es ahnen – „sorgenfrei“ bedeutet und gleichzeitig der Originaltitel des Films ist) ist die Welt noch in Ordnung. Hier kümmert man sich um das Wohl des Nachbarn und sorgt sich liebevoll um Neuhinzugezogene, wenn die desorientiert durch die Straßen irren. Doch mit der friedlichen Idylle ist es bald vorbei. Der Ort wird aus vorerst nicht erklärten Gründen unter Quarantäne gestellt. Das will dem rebellischen Teenager Gustav so gar nicht schmecken! Er will wissen, was in den Straßen vor sich geht und der neuen Nachbarin zu Hilfe eilen, auf die er ein Auge geworfen hat. Diese gibt vom Fenster gegenüber zu verstehen, dass sie sich in einer verzwickten Situation befindet. Freilich bewegt das den Heranwachsenden, mal nach dem Rechten zu sehen. Doch die Rettungsaktion führt zur Katastrophe. Gustav öffnet bei seinen Erkundungstouren versehentlich einen Container des Militärs und lässt rasend aggressive Stadtbewohner frei, die sich mit einem ominösen Virus angesteckt haben. Die rennen nun fauchend durch die Gassen und fallen über die Gesunden her, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Leider sind das keine guten Aussichten für das malerische Örtchen im Norden von Kopenhagen, wo sich nun eine Seuche rasend verbreitet und weder vor Freunden, noch Nachbarn halt macht. Was folgt ist ein Kampf um Leben und Tod, bei dem Familien nur noch ein Ziel kennen: Überleben.
 
 
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Zombie-Invasion auf Dänisch. WHAT WE BECOME beginnt eigentlich da, wo jeder andere Film dieser Art auch beginnt. Eine nicht näher beschriebene Seuche verbreitet sich in einem kleinen Ort und macht aus Bewohnern aggressive Killermaschinen. Interessanterweise distanziert sich Regisseur BO MIKKELSEN weitestgehend vom üblichen Zombie-Einerlei und versucht in erster Linie die verzweifelte Situation seiner Protagonisten zu beschreiben. Die wollen überleben, wissen aber nicht von der Bedrohung, die draußen auf den Straßen lauert. Erst nach und nach offenbart sich das ganze Grauen. Nachbarn werden zur Gefahr und die sicheren vier Wände zum todbringenden Gefängnis. Technisch und dramaturgisch ist das Gebotene ganz ordentlich. Der Film quält selten durch Längen und fällt nicht gleich mit der Tür ins Haus. So deutet BO MIKKELSEN anfangs nur an und entwickelt dadurch ein beklemmendes Gefühl der Angst und Unsicherheit, das sich durch den gesamten Film zieht. Das macht WHAT WE BECOME spannend, vor allem auch deshalb, weil sich im Film um Realismus bemüht wird und der Zuschauer nie mehr weiß als die Protagonisten dieses dänischen Genrestreifens selbst. Statt Zombies fokussiert sich das Virus-Szenario auf die missliche Lage einer vierköpfigen Familie. Die droht aufgrund des Vorfalls psychisch zu zerbrechen, was zusätzlich für (An)Spannung sorgt. Bei so viel psychologischem Horror wirken die Auftritte der eigentlichen Menschenfresser beinahe störend. WHAT WE BECOME ist nämlich einer dieser Filme, bei dem man das mit den Zombies auch gut und gerne hätte weglassen können. Der Film lebt hauptsächlich von dem Gefühl der Machtlosigkeit und der resultierenden Verzweiflung. Demzufolge ist die immerhin bildgewaltig in Szene gesetzte Zombie-Invasion am Ende überflüssig. WHAT WE BECOME hätte auch ohne die gut funktioniert.
 
 
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WHAT WE BECOME – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Ein Zombiefilm mit nur wenigen Zombie-Szenen. WHAT WE BECOME zeigt erst in den letzten Minuten einige Menschenfresser in Aktion. Bis dahin werden sie durch Schatten und lautes Stöhnen angedeutet. Das steht dem Streifen erstaunlich gut, denn mit dem bloßen Andeuten wird das Kopfkino angekurbelt. WHAT WE BECOME bemüht sich um möglichst viel Realität und versucht abzuspulen, wie sich so eine Virusepidemie in einem europäischen Vorort abspielen könnte, in dem ganz normale Menschen leben. Bis die Zombies in voller Pracht zu sehen sind, funktioniert das wirklich gut. Erst in den letzten Minuten driftet WHAT WE BECOME zu sehr ins amerikanische Untoten-Genre ab und wird albern. Das ist dahingehend fatal, weil dieser dänische Katastrophenfilm die wandelnden Toten gar nicht gebraucht hätte. Die Situation der Machtlosigkeit – so wie sie in WHAT WE BECOME beschrieben wird – ist allein schon erschreckend genug, um Unbehagen bewirken zu können. Weil sich dieser Streifen weitestgehend vom Splatter-Quatsch üblicher Zombiefilme distanziert, ist WHAT WE BECOME für THE WALKING DEAD-Fans leider so gar nicht geeignet. Alle anderen können gern einen Blick wagen.
 
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Zensur

 
 
 
WHAT WE BECOME (im Original: SORGENFRI) ist kein Zombiefilm, wie man ihn sonst immer zu sehen bekommt. Fressattacken und Gewaltmomente sind die Seltenheit. Das hatte zur Folge, dass der Film hierzulande eine Jugendfreigabe erhalten hat. Die FSK gab den Film bereits für Minderjährige frei. Die deutsche Fassung von WHAT WE BECOME ist ungeschnitten und steht mit FSK16-Flatschen im Händlerregal.
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sorgenfri; Dänemark 2015

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Dänisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 18.11.2016

 

What We Become (Blu-Ray) ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WHAT WE BECOME – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Viral (2016)
 
Summer Camp (2015)
 
Don’t Grow Up (2015)
 
Anger of the Dead (2015)
 


Filmkritik: „Killbillies“ (2015)

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KILLBILLIES

(IDILA)

Story

 
 
 
Von Leben und Inzest deformierte Landmenschen gegen makellose Städter. Letztere verirren sich aufs Privatgrundstück verrückter Rednecks, die ganz eigenen Methoden beherrschen, Schnaps zu brennen. Das hat Tradition.

 
 
 


 
 
 

KILLBILLIES – Kritik

 
 
 
Wenn man an degenerierte Hinterwäldler, Land-Mutanten oder Hillbillies denkt, kommen einem unweigerlich Horrorfilme wie THE HILLS HAVE EYES oder WRONG TURN in den Sinn. Die findet man definitiv sogar in jedem Sammlerregal. Backwoods-Horror nennt sich jenes Horror-Subgenre, das seit einigen Jahren den Videomarkt zurückerobern will und vor allem dafür berüchtigt ist, dass es nicht unbedingt zimperlich zur Sache geht. Dabei war das zu den Anfängen noch ganz anders, denn was nur wenige Horrorfans wissen: Die ersten Hinterwäldler-Filme wurden bereits in den 1960ern gedreht. Hier entstanden frühe Vorläufer heutiger Backwoods-Exploitationer wie SPIDER BABY oder TWO THOUSAND MANIACS!, die hinsichtlich kaltschnäuziger Gewalt mit den heutigen Brutalo-Werken nur wenig gemein hatten und damals kaum ein Publikum fanden. Das änderte sich erst mit den kommerziellen Erfolgen schmuddeliger Exploitationfilme, die in den 1970ern wie Pilze aus dem Boden schossen und vorwiegend in den Bahnhofskinos und Drive-Ins zu sehen waren. Zu einem dieser Gewaltwerke gehörte Hoopers TEXAS CHAINSAW MASSACRE, der nicht nur Sittenwächter und Zensurbehörden beunruhigte. Der in Deutschland als BLUTGERICHT IN TEXAS oder KETTENSÄGENMASSAKER betitelte Horrorklassiker verstörte zwar Millionen Kinogänger, läutete aber gleichzeitig den eigentlichen Beginn heute so beliebter Backwood-Horror-Schocker ein, die mittlerweile versuchen, sich in Sachen Brutalität gegenseitig zu übertrumpfen. Der Mainstream-Erfolg von John Boormans nicht minder verstörendem BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE tat da sein Übriges zur Etablierung einer eigenen Bildsprache und eigener Spielregeln des Backwoods-Kinos.
 
 
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Auch im filmisch exotischen Ländchen Slowenien ist Backwoods-Horror ein Begriff. Unter dem schrägen Titel KILLBILLIES (im Original IDILA) wurde dort ein Horrorfilm produziert, der für den internationalen Filmmarkt plakativ als „erster slowenischer Horrorfilm“ beworben wurde. Das ist natürlich nur reißerisches Werbegequassel, denn mit dem „Todesschiff“ MRTVA LADJA (1971), MORENA (1994) und PREHOD (2008) wurden dort lang vor KILLBILLIES bereits Genrefilme gedreht, die mehr oder weniger für Gänsehaut gesorgt haben. Leider ist der von TOMAZ GORKIC inszenierte Redneck-Horror weit weg von schaurigen Qualitäten genannter Horror-Streifen. Der erzählt hier wenig überzeugend die altbekannte Geschichte von den Landmenschen, die weder Recht noch Gesetz kennen und eine Vorliebe fürs Jagen von Stadtmenschen besitzen. Diese Erfahrung müssen auch einige Möchtegern-Models machen, die sich zusammen mit einem Fotografen ins slowenische Hinterland verirren, um dort ein paar Bewerbungsfotos für potenzielle Arbeitgeber anzufertigen. Leider endet die Fotosafari im Desaster, denn man gerät an zwei entstellte Country-Burschen, die mit den Städtern ihre eigenen Pläne haben. So wird man überwältigt und in den Keller einer heruntergekommenen Baracke verschleppt. Dort beginnt für die Ortsunkundigen der Terror, denn die Leute in dieser Gegend haben eine Methode gefunden, wie man aus menschlichen Körpern Alkohol zum Schwarzbrennen gewinnen kann. Leider geht man für diese Alkoholgewinnung mit seinen potenziellen Opfern nicht gerade zimperlich um. Die sterben an den Folgen des qualvollen Eingriffs. Kein gutes Omen für unsere Model-Clique. Die Mädels winseln schon bald um Überleben und müssen den Kampf gegen die völlig skrupellosen Hinterwäldler aufnehmen.
 
 
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Willkommen bei einer Sternstunde slowenischer Kinounterhaltung. KILLBILLIES ist ganz großer Unsinn, was aber keineswegs ein Hinweis dafür ist, dass der Streifen selbstironisch Klischees gängiger Backwood-Horror aufs Korn nehmen würde. KILLBILLIES lockt zwar mit einer absurden Idee, nimmt sich aber unbegründeterweise bierernst. Das ist bitter und verpasst der immerhin technisch versiert gefilmten Gurke den Todesstoss. Hier wird gar lustlos abgespult, was man in zu vielen Backwoods-Slashern schon bis zum Erbrechen gesehen hat. So verhalten sich gewohnt unsympathische Protagonisten gewohnt dämlich, die Handlungsverläufe sind vorhersehbar und so etwas wie Schockwirkung soll durch kurze Splatter-Szenen erzielt werden. Regisseur TOMAZ GORKIC schielt gen Westen und kopiert platt das, was Tooper, Aja und Konsorten weitaus besser fürs Horror-Publikum aufbereitet haben. Das bedeutet reißerische Exploitation im Wortsinne: Mittel zum Selbstzweck. Mehr kann KILLBILLIES leider nicht, schließlich sind neue Ideen Mangelware. Wer jetzt aber hofft, dass Gore vor Hirn kommt, irrt gewaltig. Die kompromisslosen Morde halten sich Grenzen. Was hinsichtlich Gewalt gezeigt wird, ist Standard und reißt 2016 keinen Horror-Fan mehr vom Hocker. Ein paar eingeschlagene Schädel hier, eine Messerattacke da – viel gibt es nicht zu sehen, was Fan-Herzen schneller schlagen lassen könnte. Das ist für einen Film dieser Art dann doch etwas sehr mager. Außer langen Verfolgungsjagden durch Wald und Flur hat er kaum etwas zu bieten, was länger als 80 Minuten im Kopf bleibt. Demzufolge ist dieser Horrorfilm nur Hardcore-Nerds und Exotik-Fans zu empfehlen, denn so schnell wie man KILLBILLIES gesehen hat, ist er auch schon wieder vergessen. Das zeichnet keinen sehenswerten Schocker aus.
 
 
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KILLBILLIES – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Die slowenische Antwort auf WRONG TURN? Nee, KILLBILLIES ist nichts, was man erwähnen müsste, denn der slowenische Horrorfilm macht es dem Zuschauer schwer. Was hier passiert, liest sich auf dem Papier weitaus unterhaltsamer, als es auf der Kinoleinwand ist. Die Handlung ist rudimentär und absolut vorhersehbar. Demzufolge sollte man erst gar nicht nach einem Spannungsbogen Ausschau halten, denn von fesselndem Überlebens-Horror ist hier weit und breit keine Spur. Regisseur TOMAZ GORKIC kopiert Handlungsverläufe aus weitaus besseren (amerikanischen) Filmen dieser Art und lässt kein Backwoods-Horror-Klischee aus. Als ob das nicht schon alles deprimierend genug wäre, hält man sich auch hinsichtlich Filmgewalt zurück. Die wenigen Splatter-Momente sind rar gesät und reißen nicht gerade vom Hocker. Angesichts der Tatsache, dass Horrorfilme aus Slowenien nicht am Fließband produziert werden, ist das, was da mit KILLBILLIES auf den internationalen Filmmarkt geworfen wurde, doch schon eine große Enttäuschung. Hier hätte man sich dann doch etwas mehr Herzblut gewünscht. Und wenn es nur mehr Gewalt gewesen wäre.
 
 
 


 
 
 

KILLBILLIES – Zensur

 
 
 
Für einen Backwood-Slasher sind die gezeigten Gewaltakte sehr rar gesät. Vorwiegend werden hier Köpfe eingeschlagen. Die krudesten Morde reduzieren sich auf das Ende. Auch hier werden Köpfe eingeschlagen. Einmal mit einem Gegenstand – das andere Mal mit dem Fuß. Bei letzterem Gewaltakt haben die Maskenbildner ganze Arbeit geleistet. Aufgrund der wenigen Gewaltmomente, könnte KILLBILLIES sogar eine FSK16 erhalten. Ob das jedoch für den Film spricht, dürften die meisten Fans dieser Art von Film bezweifeln.
 
 
 


 
 
 

KILLBILLIES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Bilder wurden entnommen von der Artsploitation Films-Webseite

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrong Turn (2003)
 
The Hills Have Eyes (2006)
 
Wolf Creek 2 (2013)
 
The Horde (2016)
 
Wrong Turn 5 (2012)
 
Wrong Turn 6: Last Resort (2014)
 
No One Lives (2012)
 
Inbred (2011)
 
Hotel zur Hölle (1980)
 


Filmkritik: „All Through the House“ (2015)

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ALL THROUGH THE HOUSE

(A NIGHTMARE CHRISTMAS | SANTA’S KNOCKING)

Story

 
 
 
Ein Mörder im Weihnachtsmannkostüm hält eine amerikanische Kleinstadt auf Trab. Der rüstet sich mit Heckenschere und Machete aus und hinterlässt eine blutige Spur der Verwüstung.

 
 
 


 
 
 

ALL THROUGH THE HOUSE – Kritik

 
 
 
Was zeichnet gute Slasher eigentlich aus? Brutale Effekte und kaltblütige Killer? Wenn es danach ginge, wäre wohl der folgende US-amerikanische-Horrorthriller ganz vorn mit dabei, denn gemeuchelt wird hier nicht selten blutig und kreativ. Dennoch erfindet der Film mit dem eigensinnigen Titel keineswegs das Slasher-Rad neu. Ganz im Gegenteil. ALL THROUGH THE HOUSE (der in England als A NIGHTMARE CHRISTMAS vermarktet wird) hakt all das ab, was seit den ersten Slasherfilmen in den 1970er bereits über Kinoleinwände geflimmert ist und bekleckert sich damit nicht gerade mit Ruhm. Newcomer TODD NUNES macht es Regisseur CHARLES E. SELLIER, JR. gleich und lässt Santa Claus schlitzen. Letztgenannter Filmemacher brachte während der Slasher-Welle in den 1980ern mit SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT einen der wohl bekanntesten Weihnachtshorrorfilme in die Kinos, dem später vier (schlechtere) Fortsetzungen und ein Remake folgten. Von genau jenem Horrorhit lies sich ALL THROUGH THE HOUSE inspirieren. Auch hier läuft ein Fremder – diesmal mit einer Vorliebe für Kastrationen – im Weihnachtsmannkostüm durchs Drehbuch und schlachtet wahllos sexhungrige Teenager ab, die ihm vor Heckenschere oder Machete kommen. Im Unterschied zum genannten Horrorklassiker von 1984 geht das aber relativ lustlos und spannungsarm über die Bühne, was das Folgen dieser Metzelorgie nicht gerade einfach gestaltet. So wird der Zuschauer von einem Mord zum nächsten getrieben. Dazwischen wird irgendwie auf Biegen und Brechen eine Geschichte erzählt, die ziemlich früh erahnen lässt, wer hier nicht alle Latten am Zaun hat und deshalb Menschen tötet.
 
 
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Im Mittelpunkt des blutigen Treibens steht die attraktive Rachel (ASHLEY MARY NUNES aus HEADHUNT). Die besucht wegen dem Weihnachtsfest die Heimatstadt und wird dort gleich wieder mit schlechten Erinnerungen aus der Vergangenheit konfrontiert. Der Empfang ist nämlich alles andere als einladend. So nervt mal wider die spitzzüngige Großmutter mit ihren dreisten Sprüchen und die durchgeknallte Nachbarin sorgt einmal mehr mit eigensinniger Art für Gänsehaut. Doch die nicht sonderlich warmherzige Begrüßung ist das kleinere Übel. Mit Rachels Ankunft beginnt das Sterben. Ein kaltblütiger Killer (LITO VALASCO, der übrigens die Filmmusik zum Horrorthriller FOUND beigesteuert hat) im Weihnachtsmannkostüm geht auf Beutejagd und ermordet Menschen – bevorzugt die, die Sex haben. Der trifft bald auch auf die Heimkehrende und bittet zum blutigen Duell. Hat man so leider schon ganz oft gesehen und verursacht weitestgehend Langeweile. Warum denken sich die Macher solcher Filme nicht langsam mal etwas Neues aus?
 
 
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Bereits 2011 versuchte sich Nachwuchsregisseur TODD NUNES im Angstmachen vor weihnachtlicher Kulisse aus. Der Kurzfilm HERE COMES SANTA erzählt nämlich eine ähnliche Geschichte wie ALL THROUGH THE HOUSE und präsentierte bereits einen ersten Vorgeschmack auf das, was er dem Zuschauer nun mit ALL THROUGH THE HOUSE zumuten möchte. Der Weihnachts-Slasher entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als typisches Videofutter mit schmalem Budget, das wohl in erster Linie in die Effekte geflossen ist. Der Rest ist unterirdisch. Schlechtes Schauspiel macht den Film unerträglich und abrupte Schnitte und Szenenübergänge mit plötzlich endender Musik erwecken den Anschein, als wenn hier Filmmaterial im Nachhinein beschnitten wurde. Ob die Schnitten aus Zensurgründen vorgenommen werden mussten, darf bezweifelt werden. Vielmehr dürfte sich hier ein Cutter mit wenig Berufserfahrung am Schnittpult ausgetobt haben, der seine Arbeit unprofessionell gemacht hat. Unprofessionalität ist demzufolge die passende Umschreibung für den gesamten Film, der nicht einmal annähernd versucht aus der grauen Masse an mittlerweile nicht mehr zählbaren Slasher-Werken hervorzustechen. Was hier gezeigt wird, hat man alles schon weitaus besser gesehen. Demzufolge kann man bei so liebloser Machart auch nicht mehr vom gut gemeinten Zitieren sprechen, wenn Regisseur TODD NUNES die Morde aus Slasher-Klassikern wie THE BURNING oder FREITAG DER 13. kopiert. Angesichts der unzureichenden Qualitäten von ALL THROUGH THE HOUSE ist das nicht mehr als Hommage zu bezeichnen, sondern als dreister Diebstahl. Dieser Film ist ein hinterlistiger Zeiträuber ohne Charme, Originalität und Spannung bei dem man sich fragt, wie er auf einigen Horrorfestivals Preise abstauben konnte. Vermutlich saßen wohl Bekannte und Freunde des Regisseurs in der Jury. Kann man daher getrost liegenlassen.
 
 
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ALL THROUGH THE HOUSE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Heißer Sex und harte Kills vor weihnachtlicher Kulisse. Dieser Film ist nicht für jedermann, sondern nur Hardcore-Slasherfans zu empfehlen. ALL THROUGH THE HOUSE (deutscher Titel: SANTA’S KNOCKING) ist kein guter Horrorthriller, weil ihm einfach jegliche Spannung fehlt. Die Schauspieler sind schlecht und das (vom Regisseur selbst geschriebene) Drehbuch überraschungsarm. Zudem schleppt sich der Film träge von Mord zu Mord, was ALL THROUGH THE HOUSE zum Geduldsspiel macht. Immerhin wurden die diversen Kills ordentlich umgesetzt. So darf man sich über handgemachte Manschereien freuen, für die sich Regisseur TODD NUNES offensichtlich von diversen Slasher-Klassikern hat inspirieren lassen. Leider machen blutige Morde allein noch keinen guten Horrorfilm. Im Vergleich zu vielen Klassikern, die Regisseur TODD NUNES zitiert, fehlen ALL THROUGH THE HOUSE nämlich nicht nur Spannung und Substanz – auch Alleinstellungsmerkmale und neue Ideen sucht man in diesem Schnarcher vergebens. Wer demzufolge schon einige Slasher gesehen hat, dürfte schnell das Gähnen bekommen und frustriert abschalten. Besser meiden und sich nicht vom Filmplakat blenden lassen.
 
 
 


 
 
 

ALL THROUGH THE HOUSE – Zensur

 
 
 
In ALL THROUGH THE HOUSE (der in Österreich, Deutschland und der Schweiz unter dem Titel SANTA’S KNOCKING zu haben ist) gibt es viele Morde zu sehen, die recht grafisch zelebriert werden. Da werden Heckenscheren und Macheten in vielen erdenklichen Varianten in Köpfe und Körper gerammt. Zudem werden relativ häufig Penisse abgetrennt. In den 1980ern wäre das definitiv aus dieser Art von Filmen entfernt worden. Heute ist die FSK da schon etwas offener. Dennoch dürfte bezweifelt werden, dass es ALL THROUGH THE HOUSE hierzulande ungeschnitten in den Handel schaffen wird. Um die deutschen Zensurproblematik umgehen zu können, hat ihn das Label EXTREME ungeprüft im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht. So kann der Film dort als Mediabook mit dem Titelschriftzug SANTA’S KNOCKING gekauft werden. Ob dieser schlechte Film eine so besondere Verpackung überhaupt verdient hat, sollte aber jeder für sich entscheiden. Die knapp 33 Euro sind es definitiv nicht wert.
 
 
 


 
 
 

ALL THROUGH THE HOUSE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Grafiken stammen von der Webseite zum Film: allthroughthehousemovie.com)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Silent Night, Deadly Night (1984)
 
Silent Night – Leise rieselt das Blut (2012)
 
Saint (2010)
 
Böse Weihnacht (1980)
 
Fröhliche Weihnacht (1984)
 


Filmkritik: „The Witch“ (2015)

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THE WITCH

Story

 
 
 
Neuengland im 17. Jahrhundert: Eine streng gottesfürchtige Puritanerfamilie wird infolge von Glaubensgegensätzen aus der sicheren Siedlungsgemeinschaft einer britischen Kolonie ausgeschlossen. Die Verstoßenen versuchen nun verzweifelt, in der rauhen Wildnis am Rande eines unheimlichen Waldes ihr Überleben zu sichern. Doch als wäre dies nicht hart genug, werden die Strenggläubigen zudem mit einer Hexe konfrontiert, die sich trotz aller Gebete und beschworenem Zusammenhalt zu einer existenziellen Gefahr entwickelt.

 
 
 


 
 
 

THE WITCH – Kritik

 
 
 
Bereits der Einstieg zum sich im Vorspann als New-England-Folktale beschreibenden Horrordramas lässt erahnen, wie kompromisslos bitter die folgenden 90 Minuten werden könnten. So wird kurz nach den ersten Einlebeversuchen auf dem als neue Lebensgrundlage erwählten unwirtlichen Stück Land ein unschuldiger Säugling entführt und getötet, was allerdings erst den furchtbaren Auftakt einer Unglückslawine darstellt, die über die Farmersfamilie hereinbricht. Als einzige Gegenwehr gegen das daraufhin Misstrauen säende Böse fungieren allein der anfängliche Zusammenhalt und Gebete, die jedoch nicht wirklich viel auszurichten vermögen. Während alle Familienmitglieder ihre Frömmigkeit gegenseitig immer fanatischer infrage stellen und sich für zutiefst menschliche Gefühle geißeln, rückt das Verderben unaufhaltsam näher.
 
 
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The Witch macht es dem Zuschauer bewusst nicht wirklich leicht. So spürt man in jeder Szene die Professionalität, die den melancholischen Bildern innewohnt. Allerdings wirkt alles derart trost- und hoffnungslos, dass die Atmosphäre auf Dauer unangenehm bedrückend wirkt und zunehmend ausgehalten werden muss. Dies wird durch die Langsamkeit des sich leise entwickelnden Grauens, welches von wohldosierten Schocksequenzen durchbrochen wird, nachhaltig unterstrichen. Dass hier weder hilflos verzweifelte Gegenwehr noch aufrechte Hoffnung eine echte Chance haben, macht das Gesehene noch deprimierender und schwer verdaulich. Kammerspielartig werden die Leiden, der sich im Grunde ihrem Schicksal und Gottes Willen ergebenen, ihre wahren Gefühle unterdrückenden Familie zelebriert, was für den Betrachter wohl ebenso anstrengend ist, wie für die gebeutelten Protagonisten selbst. Dass dies trotzdem nicht ausschließlich nervt oder gar albern wirkt, liegt unter anderem an den durchweg sehr guten Schauspielern, bei denen insbesondere die großartigen Leistungen der Kinderdarsteller hervorzuheben sind.
 
 
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Während die mit dem Verdacht, selbst eine Hexe zu sein, konfrontierte Tochter Thomasin (Anya Taylor-Joy) sich auch infolge ihrer Pubertät immer rebellischer zeigt, muss Sohn Caleb (Harvey Scrimshaw) neben dem Erwachen des sündhaften Interesses am anderen Geschlecht eine Besessenheit performen, die abseits von Special Effects absolut beeindruckend rüberkommt. Als irritierend kann man in The Witch allerdings die unklare Position des Drehbuchs werten, das sich sowohl beeindruckend gegen selbstzerstörerischen Aberglauben als auch die bereits den eigenen Willen als Sünde geißelnde, zwanghafte puritanische Gottesfürchtigkeit richtet, nur um dann eindeutig schmerzhaft deutlich zu machen, dass das Teuflische durchaus real in das Leben aller Beteiligten eingreift. Zumal dessen Präsenz überraschend früh eindeutig visualisiert wird. Während Filme oft am Anfang einfältig damit werben, auf wahren Begebenheiten zu beruhen, wird hier im Abspann neben dem Bezug auf Volksmärchen auf die Grundlage realer Schriften und Prozesse verwiesen, die durch Eggers unbestrittenes Können in äußerst unangenehmen symbolhaften Bildern ihre Realisierung finden. Was von dem vom Vater kraftvoll verbalisierten „Wir werden die Wildnis erobern! Sie wird uns nicht verzehren“ letzten Endes bleibt, wird an dieser Stelle fairerweise nicht verraten. Nur soviel: gerade die letzten Sequenzen wirken infolge atmosphärischer Optik und einer inhaltlich dann zudem noch recht überraschenden Twistentwicklung, die zumindest für ein Familienmitglied ein „zynisch-rabenschwarzes Happy End“ bereithält, nachhaltig positiv.
 
 
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THE WITCH – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
The Witch zählt zu den Filmen, die das Gesamtspektrum von völliger Ablehnung bis hin zu begeisterter Wertschätzung abzudecken verstehen – wobei man sich letztere ein Stück weit selbst erarbeiten muss. Kunstvoll und engagiert wird eine wahrlich bittere Geschichte erzählt, von der man weiß, dass sie sich nach Abzug phantastischer Elemente historisch so zugetragen haben könnte. Und auch wenn dies natürlich generell gilt, sei besonders erwähnt, dass es bei Robert Eggers polarisierendem Langfilmregiedebüt von immens großer Bedeutung ist, es nicht mit den falschen Erwartungen auszuwählen. Sonst könnten sowohl diejenigen, die klassischen Hexenzauber, als auch jene, die ein reales Drama erwartet haben, enttäuscht werden. Anstelle von lautem, hektisch plakativen Horror dominiert ruhiges, sich stetig verstärkendes Unbehagen, dem es bei entsprechender Bereitschaft gelingt, den Rezipienten mit auf eine düstere und berührende Zeitreise zu nehmen, in der eine völlige Unterwerfung des Lebens unter biblische Grundsätze gefordert wurde und ein sündiges Menschenbild die freie Persönlichkeitsentwicklung unterdrückte. Somit ist die historisch verbürgte, von Menschenhand gestaltete selbstzerstörerische Wirklichkeit sicher nicht weniger schauderhaft, als das durch die Hexen drehbuchmäßig verbreitete Grauen.
 
 
 


 
 
 

THE WITCH – Zensur

 
 
 
Neben durchaus erträglichen bzw. nur angedeuteten Gewaltspitzen wirkt The Witch eher durch verstörende Bilder nach, die hier wegen einer eventuellen Effektivitätsschmälerung nicht näher benannt werden. Der Film hat eine FSK-Einstufung ab 16 Jahren erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE WITCH – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment (KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Witch; USA 2015

Genre: Horror, Drama, Thriller

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS 5.1, Italienisch DTS 5.1, Spanisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Türkisch

Bild: 1.66:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Kein Bonusmaterial

Release-Termin: 29.09.2016

 

The Witch [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE WITCH – Trailer

 
 

 
 

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(Die Rechte für alle Grafiken liegen bei Universal Pictures Home Entertainment )

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Village – Das Dorf (2004)
 
The Wicker Man (1973)
 
The Wicker Man (2006)
 


Filmkritik: „Blood Trap“ (2015)

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BLOOD TRAP

(BITE)

Story

 
 
 
Sechs Kleinkriminelle wollen Geld erpressen. Doch das Opfer ist nicht das, was es zu sein scheint.

 
 
 


 
 
 

BLOOD TRAP – Kritik

 
 
 
Vor knapp 20 Jahren gelang ROBERT RODRIGUEZ und QUENTIN TARANTINO der ganz große Coup. Mit FROM DUSK TILL DAWN schafften die beiden Filmemacher das Unmögliche und kreierten einen ungewöhnlichen Genre-Mix, über den man in Horrorkreise auch heute noch lobend spricht. Die kongeniale Symbiose aus schwarzhumoriger Gangsterfilm und bitterböses Roadmovie erntete vor allem deshalb viel Beifall, weil das Kultwerk in der zweiten Filmhälfte die Puppen tanzen ließ. Darin mussten sich zwei kriminelle Brüder durch Horden von Vampiren schlitzen und machten dabei nicht vor unorthodoxen Methoden Halt. Das kam beim Publikum gut an, lies zwei Fortsetzungen und eine TV-Serie folgen. Dennoch konnte man den Erfolg der Vorlage nicht noch einmal wiederholen. Dem eben genannten Splatter-Spaß übrigens nicht unähnlich ist der folgende Horrorfilm. Der wurde anfangs noch als BITE gehandelt, kam aber später in die Gunst einer Titelneukreation. Unter dem weitaus reißerischeren BLOOD TRAP folgt der Film ähnlichem Prinzip wie FROM DUSK TILL DAWN. Freilich ohne Ideenreichtum, flotten Sprüchen und blutigem Splatter. Ob das gut gehen kann?
 
 
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Manchmal ist es besser, wenn man schaffen geht, sobald man Geld benötigt. Mit dieser Weisheit können sechs Kleinganoven (darunter DREW KENNEY – einer der Teilnehmer aus der amerikanischen TV-Datingshow THE BACHELORETTE) leider gar nichts anfangen. Die gehen besser den einfachen Weg und wollen Geld erpressen. Ein Opfer ist schnell gefunden und ein Plan rasch geschmiedet. So soll die Tochter eines wohlhabenden Mannes entführt werden, um Lösegeld fordern zu können. Doch weil BLOOD TRAP nun mal ein Horrorfilm ist, dürfte klar sein, dass alles anders kommen wird, als geplant. Kaum in die heiligen Hallen ihres Opfers eingebrochen, schließen sich Türen und Fenster aus unerklärbaren Gründen. Die geldgierige Bande sitzt in der Falle und versucht zu entkommen. Leider vergebens. Die heroinabhängige Tochter des gutbetuchten Opfers klärt auf. So bleibt das Haus bis zur Abenddämmerung verschlossen. Es gibt weder rein noch raus. Warum das so ist, wird bald klar. In diesem Heim leben Vampire, die sich am Blut der Menschen laben und sich vor der Sonne schützen wollen. Dumm für die Eindringlinge – gut für die Hausbesitzer. Die sparen sich den abendlichen Beutezug und jagen die Einbrecher durch das gesamte Haus.
 
 
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BLOOD TRAP ist qualitätsloser Indie-Horror, wie man ihn einfach zu oft zu sehen bekommt. Einmal mehr flimmert lieb- und hirnlos zusammengeschusterter Einheitsbrei über die Mattscheibe, der noch nicht einmal wichtige Splatter-Momente zu bieten hat. Die Darsteller spielen wenig überzeugend und auch die Story von BLOOD TRAP dürfte mit ihrer (bewusst?) eingeschobenen Komik keinen Innovationspreis gewinnen. Somit macht BLOOD TRAP dem Begriff Low-Budget-Horror alle Ehre, denn für erfrischende Neuerungen und Einfälle hatte man wohl kein Geld mehr übrig. Da fragt man sich doch glatt, was hier fünf Millionen Dollar Produktionsbudget verschlungen haben soll. Die wenigen Spezialeffekte fallen kaum ins Gewicht und auch die Kulissen glänzen nicht gerade durch Detailreichtum. Entweder hat sich’s jemand in die eigene Tasche gesteckt oder man lies sich bei der Verköstigung des Filmteams nicht lumpen. Wir werden es wohl nie erfahren.
 
 
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BLOOD TRAP hat nicht viel zu erzählen. Was eigentlich auf einen Bierdeckel passt, wurde hier auf knapp 90 Minuten Filmlänge geblasen und entpuppt sich am Ende als gemeiner Zeiträuber, der wegen des flott zusammengeschnittenen Trailers falsche Erwartungen weckt. Vom dort versprochenen Tempo ist kaum etwas zu verzeichnen. Stattdessen kriecht BLOOD TRAP ziel- und orientierungslos einem Ende entgegen, das der Bezeichnung Finale nicht einmal ansatzweise gerecht werden kann. Vom sogenannten Endgegner oder einer fulminanten Blutmanscherei ist weit und breit keine Spur. Stattdessen irren skrupellose Schurken durch visuell immerhin nett ausgeleuchtete Flure und Gänge und finden – wie hätte es auch anders sein sollen – im Verlauf des Films irgendwie den Tod. Entweder gehen sie sich selbst an die Gurgel oder werden von einer Vampirsippschaft nach deren eigenen Regeln ausradiert. Klingt vermutlich vielversprechend – ist aber wegen kaum vorhandener Schauwerte eine herbe Enttäuschung. Damit macht man sich in Horrorfilmkreisen keine Freunde.
 
 


 
 
 

BLOOD TRAP – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Schon einmal Neugeborene gesehen, denen es nach warmen Menschenblut dürstet? Vampirbabys knabbern in BLOOD TRAP an den Hälsen gestandener Männer. Das ist aber auch der einzige Höhepunkt in diesem sonst eher einfallslosen Vampir-Thriller, der sich unterm Strich als langweilige Falle für den Zuschauer entpuppt. Schlechtes Schauspiel macht viel an Atmosphäre kaputt und nahezu kaum vorhandene Schauwerte sorgen für Ernüchterung. Hinter dem dilettantischen BLOOD TRAP verbirgt sich demzufolge kein empfehlenswerter Horrorbeitrag – vor allem auch deshalb, weil es dem Film an Tempo mangelt. Da fragt man sich doch glatt, warum sich Drehbuchautor und Regisseur ALBERTO SCIAMMA nicht am eigenen Filmdebüt von 1996 ein Beispiel genommen hat. Damals sorgte er mit dem Splatter-Trash KILLER TONGUE für zufriedene Horrorfan-Gesichter. Gleiches wird mit BLOOD TRAP wohl nicht gelingen. Knapp zehn Jahre nach dem letzten Ausflug ins Regiefach hat man da vermutlich etwas anderes von ALBERTO SCIAMMA erwartet. BLOOD TRAP sieht eher wie eine Arbeit des Geldes wegen aus. Von Leidenschaft oder Liebe zum (Horror)Film ist kaum etwas zu spüren.
 
 
 


 
 
 

BLOOD TRAP – Zensur

 
 
 
Zwar gibt es in BLOOD TRAP einige blutige Momente zu sehen. Diese rechtfertigen aber keine Erwachsenenfreigabe. Einem Protagonisten wird ein Finger abgetrennt. Ein anderer verliert seinen Kopf. Zudem wird eine Frau zusammengeschlagen, der ein Sack über den Kopf gezogen wurde und Babys saugen Blut an den Hälsen der Kleinganoven im Film. BLOOD TRAP dürfte ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

BLOOD TRAP – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Vertical Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
From Dusk till Dawn (1996)
 
From Dusk Till Dawn: The Series (2014 – ???)
 


Filmkritik: „Tank 432“ (2015)

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TANK 432

(BELLY OF THE BULLDOG)

Story

 
 
 

In einem verlassenden Panzer treffen flüchtende Soldaten auf unsichtbare Feinde. Die nennen sich Stress und Paranoia und machen aus Verbündeten Feinde.

 
 
 


 
 
 

TANK 432 – Kritik

 
 
 
Krieg hinterlässt Spuren – nicht nur bei Zivilisten. Auch Soldaten und Friedenskämpfer bleiben vom hässlichen Gesicht des Krieges nicht unverschont und sind während ihrer Einsätze psychischem Stress ausgesetzt, der erst nach dem Krieg zum eigentlichen Problem wird. Studien belegen, dass immer mehr Soldaten schwer traumatisiert von der Front heimkehren und sich später in psychologische Behandlung begeben müssen, damit sie Erlebtes verarbeiten können. Leider gelingt vielen die Rückkehr ins normale Leben nicht, denn mittlerweile sterben immer mehr Veteranen durch Selbstmord, als bei Einsätzen in Kriegsgebieten. Was Krieg mit Soldaten macht, versucht auch Regisseur NICK GILLESPIE auf die Leinwand zu bringen. Der britische Filmemacher hat sich bisher eher als Fachmann hinter der Kamera einen Namen gemacht und versuchte sich als Regisseur von Kurzfilmen. TANK 432 gehört nun zu einem der ersten Langfilme bei denen der ambitionierte Brite die Regie übernommen hat. Als Produzent stand Kumpel BEN WHEATLEY (SIGHTSEERS und KILL LIST) zur Seite für den NICK GILLESPIE bisher immer mal wieder als Kameramann zur Verfügung stand. Was der Regie-Newcomer aber hier unter dem Banner Spielfilm fabriziert hat, wird in Filmkreisen oft als Rohrkrepierer bezeichnet. Der günstig produzierte BELLY OF THE BULLDOG (so der Alternativtitel) ist nämlich trotz brisanter Thematik reichlich konfus und zäh. Etwas, mit dem man bei Horrorfans gewöhnlicherweise keinen Eindruck hinterlässt.
 
 
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Das selbst geschriebene Drehbuch erzählt die Geschichte von einer Gruppe britischer Soldaten, die sich auf eine geheime Mission begeben. Mit zwei Gefangenen im Schlepptau sollen Kriegsgebiete erkundet werden, damit die Umgebung wieder sicher gemacht werden kann. So entdeckt man bei Streifzügen durch das Land auf einem verlassenen Bauernhof einen Container. Darin haust eine verwirrte Frau, die erst einmal mit Medikamenten ruhiggestellt und anschließend mitgenommen wird. Leider kommt die Gruppe nicht weit. Auf der Flucht vor vermeintlichen Feinden verschanzt man sich in einem Bulldog-Panzer und wähnt sich in Sicherheit. Doch die Unterschlupf entpuppt sich als fiese Falle, denn die Tür nach draußen lässt sich nicht mehr öffnen. So verharrt man bangend im Panzer und hofft auf Rettung. Was die Soldaten aber unterschätzen ist der psychische Stress. Mit steigendem Druck und auf engstem Raum wächst die Paranoia jedes Teammitglieds. Was folgt ist kein Kindergarten, denn aus vermeintlich Verbündeten werden plötzlich unerbittliche Feinde. Fragt sich nur wer in einer solchen verzwickten Situation einen kühlen Kopf bewahren kann.
 
 
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DOG SOLDIERS trifft auf JACOB’S LADDER. Das Konzept hinter TANK 432 ist eigentlich gar nicht mal so dumm. So haben schon viele Regisseure menschliches Verhalten in Extremsituationen studiert und damit für unangenehme Filmminuten gesorgt. Leider ist die von Regisseur NICK GILLESPIE auf Zelluloid gebannte psychologische Studie von Menschen unter Druck keine nennenswerte Angelegenheit, denn zwischen Paranoia und Klaustrophobie entsteht hier leider nur eines: Grenzenlose Langeweile. Dass NICK GILLESPIE durchaus Geschick im Umgang mit der Kamera besitzt will man dem ambitionierten Filmemacher sicher nicht streitig machen. Talent für Spannungsbogen und Erzählaufbau besitzt er leider nicht, denn TANK 432 ist so wirr, langatmig und nervig inszeniert, des dem Zuschauer spätestens bei den Szenen im Panzer die Lust am Weiterverfolgen der Handlung vergeht. Die Figuren sind unnahbar und unsympathisch. Ihre Streitereien rauben den letzten Nerv. Zudem wirkt ein Überraschungstwist aufgesetzt und erzwungen. Gut, dass der Horrorfan die Macht über die Fernbedienung besitzt. Die ermöglicht das Abschalten – wann immer man es will. Wir raten so früh wie möglich abzuschalten, denn man verpasst nichts, wenn man TANK 432 nicht gesehen hat. Das vermeidet nicht nur Enttäuschungen, sondern spart auch Zeit, Geld und Nerven.
 
 
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TANK 432 – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Wer TANK 432 gesehen hat, wird im wahrsten Sinne des Wortes paranoid vor Wut, denn dieser Film gehört zur jener Gattung Kinoschund, für den man am liebsten sein Geld zurück haben möchte. Die psychologische Studie über Stress und seine Folgen ist nicht nur langweilig; sie schafft es nicht einmal in den Bann zu ziehen und irgendwie emotional zu bewegen. Schuld sind die unsympathischen Figuren, deren Leid nicht einmal die Bohne interessiert. Angesichts der kontroversen Thematik über Folgen von Kriegseinsätzen ist die Anteilslosigkeit des Zuschauers schon irgendwie als grotesk zu betiteln. Vielleicht wäre es demnach in Zukunft für Regisseur NICK GILLESPIE besser, wenn er sich wieder auf das konzentriert, was er auch wirklich kann. Drehbücher schreiben und Regie führen scheint nicht sein Ding zu sein – hinter der Kamera stehen schon eher.
 
 
 


 
 
 

TANK 432 – Zensur

 
 
 
TANK 432 ist eher psychologischer Natur und hält sich mit Schauwerten zurück. Einige kurze Gewaltmomente gibt es dennoch zu sehen. So wird ein Protagonist von einem Panzer überrollt, andere erschossen oder mit spitzen Gegenständen verwundet. Hierzulande dürfe der Paranoia-Horror eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

TANK 432 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Belstone Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Beneath (2013)
 
POD (2015)
 
Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (1990)
 
The Noonday Witch (2016)
 


Filmkritik: „Another Deadly Weekend“ (2015)

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ANOTHER DEADLY WEEKEND

(MUCK)

Story

 
 
 
Die (im Grunde nicht vorhandene) Story: Eine Gruppe debil-nerviger, leicht bekleideter Spätjugendlicher verschlägt es ohne Erklärung vom Moor in ein einsam gelegenes Haus, in dem – warum auch immer – eine Horde Albinokiller auf sie wartet, die Lust zum Raufen hat.

 
 
 


 
 
 

ANOTHER DEADLY WEEKEND – Kritik

 
 
 
Horrorslasher dürfen sich einer eingeschworenen Fangemeinde erfreuen, die stetig nostalgisch danach giert, Zutaten zu entdecken, die das geliebte Genre ausmachen. ANOTHER DEADLY WEEKEND (Originaltitel: MUCK) enthält sie wohl alle. Angefangen bei blanken Brüsten über dumme Sprüche bis hin zur dumpfen Gewalt. Und trotzdem vermag hier – sollte man den Streifen tatsächlich ohne eine Form von Stimulanzien konsumieren – kein Detail wirklich zu zünden. Das ist irritierend, da der Look anfänglich stimmig scheint. Doch mit zunehmender Laufzeit wird an nahezu allen Fronten genervt.
 
 
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Ja, die Playmates haben eine Bekleidungsallergie und schöne Körper ( auch der sexy Hintern auf dem Cover ist keine Mogelpackung, da man ihn tatsächlich zu sehen bekommt), aber wenn der ohnehin zähe Handlungsfluss durch gefühlt 5-minütige Umziehszenen zusätzlich gedehnt wird, dürften wohl nur die Fans von Sexy Clips ihre Freude haben, die dann jedoch gleich den Sportkanal wählen könnten.
 
 
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Dialoge wie: Sie: „Fass mir nicht auf den Po, nur weil deine Freundin tot ist …“ Er: „Baby, ich darf das. Ich hab dir den Tag gerettet.“ Sie: Okay, jetzt hast Du gepunktet!“ durchbrechen spielend die Schmerzgrenze bis hin zur Penetranz. Dabei dürfen über Pensigrößen selbstverständlich ebenso „Späßchen“ gemacht werden, wie über bereits verstorbene Protagonisten, was zu 90 Prozent unlustig und unsympathisch wirkt. Den präsentierten Witz mit pubertär zu umschreiben, wäre eine Beleidigung aller tapfer Pubertierenden. Da einen sämtliche Beteiligten allerdings eh völlig kalt lassen, ist dies nicht weiter tragisch. Selten hat man den Opfern, die hier den Mund aufmachen, einen schnelleren Tod gewünscht. Aber auch das Metzeln der Dumpfbacken zieht sich, da hier die Palette von völliger Wehrlosigkeit bis hin zur unbegründeten Superkraftentwicklung reicht.
 
 
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Auch die Gewalt regiert wenig überzeugend, da das zigste stereotype Schlagen und Stechen mit Schaufel oder Spitzhacke eher ermüdet, als dass sie den Puls in die Höhe schnellen lässt. Manche Tode sieht man dagegen – wohl aus Budgetgründen – überhaupt nicht. Stattdessen fliegt den tapferen Damen und Herren der eine oder andere Liter Kunstblut ins Gesicht. Andere sind einfach nur bescheuert, wie ein sich im Off aufs Dach drehende Auto, welches laut Drehbuchtext ein Mädel unter sich begräbt.
 
 
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Mit ANOTHER DEADLY WEEKEND ist eine Chimäre entstanden, die das Kunststück fertig bringt, trotz einiger gelungener Bilder und typischer Genreanspielungen unsympathisch dröge zu wirken, obwohl man man sich tief im Inneren eigentlich wünscht, den Film trotzdem zu mögen. Wohl oft vergeblich, denn dafür ist die ganze Chose unterm Strich viel zu langweilig und frei von Charme. Ein offenes Ende ohne kleinste Cliffhangerqualitäten „krönt“ den Film, bei dem wohl nur die Mitwirkenden ihren Spaß gehabt haben dürften, als engagierte Zeitverschwendung. Ach ja, einer der weiß angemalten Albinos ist der horrorfortsetzungserprobte KANE HODDER (aus Filmen wie HATCHET, FREITAG DER 13. oder WISHMASTER), der in den Credits als „The world´s most prolific cinematic killer“ gewürdigt wird. Er ist dann auch tatsächlich der Einzige der oberkörperfreien Truppe, der auch überschminkt irgendwie bedrohlich wirkt. Mut zur Selbstironie beweist Regisseur Steve Walsh, der sich im Abspann mit den Worten: „Der Mann für den Hollywood nicht bereit ist“ beschreiben lässt. Eine Gemeinsamkeit, die der eine oder andere mit dem legendären Zentrum der Filmindustrie teilen dürfte.
 
 
 


 
 
 

ANOTHER DEADLY WEEKEND – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Nach dem fragwürdigen Genuss der quälend langen 98 Minuten von MUCK, so der verdammt ehrliche Originaltitel der anstrengenden Horrorgroteske, fragt man sich dann doch, an welche Zielgruppe sich der obendrein gnadenlos auf zwei weitere Fortsetzungen ausgelegte Film gerichtet hat. Wer sich nach sinnfreier Berieselung und getunten Brüsten, hohlen Sprüchen und spannungsfrei abgefilmten Gewalteinlagen innerhalb eines nicht vorhandenen Spannungsbogens sehnt, dürfte dem durchaus bemühten Angebot etwas abgewinnen können. Alle Anderen sollten aber eher zu irgendeinem der im Vorfeld der Blu-ray beworbenen Horrorfilme aus der BLOODY MOVIE COLLECTION greifen.
 
 
 


 
 
 

ANOTHER DEADLY WEEKEND – Zensur

 
 
 
Wirklich tolle Effekte gibt es in ANOTHER DEADLY WEEKEND (der im Übrigen nichts mit dem Horrorfilm DEADLY WEEKEND am Hut hat) nicht zu bewundern. Das wüste Hauen und Stechen wird jedoch relativ roh und heftig ohne CGI-Schnickschnack optisch aufbereitet. Einsamer Höhepunkt dürfte wohl das die Treppe Hinaufziehen eines der Opfer sein, indem man praktischerweise die noch im Bauch befindliche Axt nutzt.
 
 
 


 
 
 

ANOTHER DEADLY WEEKEND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Muck; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 14.07.2016 (BD KeepCase)

 

Another Deadly Weekend [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

ANOTHER DEADLY WEEKEND – Trailer

 
 

 
 

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Die Rechte aller für die Review verwendeten Bilder liegen bei Tiberius Film

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bikini Girls on Ice (2009)
 
Slasher in the Woods (2013)
 
Bikini Island (1991)
 


Filmkritik: „Thirst“ (2015)

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THIRST

Story

 
 
 

Gar ungehorsame Teenager geraten in einem Boot Camp an ein hungriges Monstrum aus dem All. Langweilig!

 
 
 


 
 
 

THIRST – Kritik

 
 
 
Na? Kennt Ihr noch ALIEN und dessen Fortsetzungen? Na klar! Das Original von RIDLEY SCOTT ist bis heute unerreicht und wurde während der letzten Jahrzehnte oft und gern kopiert. Leider konnte keine dieser mehr oder weniger direkten Kopien die Klasse des wohl besten Alien-Schockers auf unserem Film-Planeten erreichen. Das ist auch kein Wunder, hat es ALIEN doch geschafft, ein ganzes Genre zu revolutionieren und nachhaltig zu prägen. Dafür muss man Regisseur RIDLEY SCOTT an dieser Stelle zu Recht Dank aussprechen. Leider hat der Science-Fiction-Klassiker auch viele Nachahmer auf den Plan gerufen. Einer derer ist GREG KIEFER. Der macht sich erst gar keine Gedanken darüber, dass das plumpe Kopieren von Scotts Weltraum-Grusler in Fankreisen nicht unbedingt auf Zustimmung stoßen dürfte und geht auf Risiko. Entstanden ist genau das, was man sich vorstellt, wenn jemand versucht ALIEN nachzueifern: Trash, Trash und nochmals Trash. Viel Action aber günstig lautet die Devise in dieser für den Videomarkt schnell gedrehten Alien-Hetzjagd in der mal wieder Menschen vor Aliens fliehen müssen und Aliens Menschen fressen. Gott, ist das einfallsreich.
 
 
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In THIRST geht es dummen Teenagern an den Kragen. Die wurden von den Eltern in ein Boot Camp gesteckt, wo sie endlich wieder auf den Pfad der Tugend gebracht werden sollen. Schluss mit Drogen, Alkohol und Ungehorsam. In staubiger Wildnis sollen die Kids Erleuchtung finden. Dazu werden aber erst einmal die Handys einkassiert. Keine gute Idee, hätten die doch manche Tragödie verhindern können. Was in THIRST niemand weiß: Inmitten der kargen Landschaft treibt ein außerirdisches Monster sein Unwesen. Das ist einige Nächte zuvor auf der Erde gelandet und scheint von der langen Reise durstig zu sein. Gut, dass die Beute im neuen Revier reich ist. So macht sich die Kreatur auf zu jagen und saugt den neunmalklugen Teenagern die Lebensenergie aus. Leider befindet sich innerhalb der Gruppe ein besonders zähes Exemplar. Das nimmt den Kampf auf und erlöst das Alien am Ende mit einem Gnadenschuss. Hat man alles schon etliche Male gesehen. Innovativ ist anders.
 
 
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THIRST verspricht auf dem Filmplakat viel, doch hält herzlich wenig. Die Mischung aus ALIEN und dem Action-Hit PREDATOR ist so einfallsreich, wie die komponierten Songs des Hit-Giganten DIETER BOHLEN. Hier läuft alles nach Schema F ab – Überraschungen: Fehlanzeige. Ein passabel animiertes Alien, das eher Ähnlichkeit mit einem Roboter besitzt, flitzt in THIRST durch die Kulissen und tötet alles und jeden. Bei einer so rudimentären Handlung kommt nur selten Spannung auf. Das hätte man durchaus verschmerzen können, wenn der Zuschauer wenigstens mit abwechslungsreichen Todesarten entschädigt worden wäre. Leider reduzieren sich die Schauwerte auf Explosionen und das Creature-Design. Auf Dauer etwas wenig, um Sci-Fi-Horror interessant zu machen. So ist THIRST auch nur denen zu empfehlen, die entweder Fans trashiger Filmstudios wie THE ASYLUM und SYFY sind oder nicht unbedingt den Kopf einschalten wollen, wenn sie sich Horrorfilme ansehen. Den benötigt man für THIRST in der Tat nicht. Ob das wiederum einen guten Film aus THIRST macht, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
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THIRST – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Rasantes Horror-B-Movie für Trashfilm-Fans. Nur die dürften sich unterhalten fühlen. Das Filmplakat suggeriert atmosphärischen und düsteren Alien-Schauer mit grotesken Monstern und ekligen Momenten. Wer das nun von THIRST erwartet, wird dumm aus der Wäsche schauen. Offenbar scheint das ein Poster zu einem anderen Film zu sein, denn atmosphärisch ist hier vielleicht höchstens die weiße Schrift vor dunklen Hintergrund im Abspann. Günstig gedrehter Trash wird mit THIRST geboten, der eher an Filme der Produktionsstudios THE ASYLUM oder SYFY erinnert. Einzig der hohe Actionanteil dürfte vorm Einschlafen abhalten, weil nahezu ständig ein Roboter-ähnliches Alien zu sehen ist, das geifernd durchs Bild läuft. Demzufolge sollte man besser die Lautstärke herabdrehen – dann klappt’s auch mit dem Einschlafen. THIRST ist so arm an Ideen, dass man nicht viel verpasst, wenn man zwischendurch mal einnickt und kurz vorm Ende aufwacht. Das ist vielleicht auch besser, denn die Handlung ist derart zusammenstibitzt, dass Alien-Regisseur RIDLEY SCOTT wohl das kalte Grausen bekommen dürfte, wenn er erfahren würde, welche Kreise das von ihm geschaffene Alien-Franchise mittlerweile zieht.
 
 
 


 
 
 

THIRST – Zensur

 
 
 
THIRST ist 08/15-Alienhatz in dem Protagonisten nacheinander von einem Außerirdischen ausgesaugt werden oder als Snack für dessen Nachwuchs dienen. Einige Aussaug-Szenen sind ganz passabel umgesetzt. So sieht man, wie die Opfer merklich an Masse verlieren. Ansonsten ist der Gewalt- oder Härtegrad gering. Hier steht in erster Linie Action im Mittelpunkt. THIRST dürfte in Deutschland mit einer 16er-Freigabe die FSK passieren.
 
 
 


 
 
 

THIRST – Trailer

 
 

Um den Trailer zu sehen auf „Watch on VIMEO“ klicken

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Aliens – Die Rückkehr (1986)
 
Pitch Black – Planet der Finsternis (2000)
 
Predators (2010)
 
Astaron – Brut des Schreckens (1982)
 
Xtro II – Die zweite Begegnung (1990)
 
X-Tro 3 (1995)
 


Filmkritik: „The Mind’s Eye“ (2015)

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THE MIND’S EYE

Story

 
 
 

Ein Arzt (JOHN SPEREDAOS aus THE INNKEEPERS und THE HOUSE OF THE DEVIL) ist besessen von Psychokinese. Er macht Jagd auf Menschen mit jener Fähigkeit und extrahiert aus ihren Körpern ein Sekret, das er sich selbst spritzt.

 
 
 


 
 
 

THE MIND’S EYE – Kritik

 
 
 
Wenn Köpfe nur mit Kraft der Gedanken zum Explodieren gebracht werden können, ist DAVID CRONENBERG nicht weit. Der Experte für Body-Horror experimentierte bereits in den frühen 1980ern mit Psychokinese und Telepathie und erschuf mit SCANNERS einen der wohl kontroversesten Genrefilme seiner Zeit, der dem Schöpfer des Körper-Horrors den kommerziellen Durchbruch brachte. Nach zwei Fortsetzungen sowie den Spin-Offs SCANNER COP 1 & 2 wurde es merklich still um das Franchise. Erst in den letzten Jahren kam der Stoff wieder ins Gespräch. SAW-Regisseur DARREN LYNN BOUSMAN hatte Pläne zu einem Remake, verwarf sie aber kurz Zeit später wieder, weil er den Film nicht ohne Cronenbergs Segen machen wollte. Dafür kann man dem lieben Gott nur danken, denn in einer Zeit in der Machern von Horrorfilmen nichts mehr einfällt, tun neue Filmideen Not. Kein weiterer SCANNERS, aber ein Streifen, der dem wegweisenden Sci-Fi-Horror nicht unähnlich ist: THE MIND’S EYE. Der könnte gut und gerne auch als weiteres Sequel der kultigen Filmreihe durchgehen, denn Regisseur JOE BEGOS zitiert hier Altmeister Cronenberg gut, häufig und unübersehbar. Wieder einmal werden Gedanken manipuliert, Köpfe per Gedankenkraft zermatscht oder von telekinetisch bewegten Gegenständen abgetrennt. Freunde nett getrickster Schweinereien wird’s freuen, denn in THE MIND’S EYE geht es alles andere als zimperlich zu.
 
 
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Psychokinetisch veranlagte Menschen haben es in diesem Film nicht leicht. So auch Zack Connors (GRAHAM SKIPPER aus DEMENTIA und WORRY DOLLS) und Rachel Meadows (LAUREN ASHLEY CARTER aus POD und DARLING), die sich auf der Flucht vor einem irren Arzt befinden. Doktor Michael Slovak hat einen Weg gefunden, die mysteriösen Kräfte psychokinetisch begabter Probanten zu extrahieren und Normalsterblichen zu spritzen, damit die über gleiche Fähigkeiten verfügen. Eine effektive Waffe, die man im Krieg einsetzen könnte. Leider fehlen potenzielle Opfer, die man melken kann. Nach langen Recherchen hat man einige ausfindig gemacht und beginnt sie zu jagen. Die werden verschleppt, tagtäglich ruhig gestellt und angezapft. Das gewonnene Sekret spritzt sich der Doktor selbst, der sich nicht nur körperlich verändert. Die Gier nach Einzigartigkeit und Forschung sorgt dafür, dass er allmählich den Verstand verliert. Doch die Opfer können fliehen. Kaum dem Gefängnis entkommen, haben auch schon Handlanger des Herrn Slovak die Witterung aufgenommen. Kein Versteck ist sich, weshalb Zack und Rachel beschließen sich dem Bösen zu stellen. Spätestens dann wird’s blutig.
 
 
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Low-Budget, aber wirklich gut. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, welche Dekade Regisseur JOE BEGOS am Herzen lag. Wie bereits im Vorgängerfilm ALMOST HUMAN sind es mal wieder die 1980er, die es dem Filmemacher angetan haben. THE MIND’S EYE verbeugt sich nicht nur vorm Cronbergschen SCANNERS, sondern schaut auch so aus wie ein Film, der in jener Zeit gedreht wurde. Zudem wird Retro-Feeling durch Stilmittel anderer Altmeister bewirkt. Akustische Anleihen an die Werke des legendären JOHN CARPENTER sind unüberhörbar. Aber auch die für frühere BRIAN DE PALMA-Streifen berüchtigten Kameraspielereien kommen nicht zu kurz. Das wirkt zwar oft etwas dick aufgetragen, hat aber Charme, zumal es Macher JOE BEGOS schafft wenig nach mehr aussehen zu lassen. Das macht sich vor allem bei den handgemachten Effekten bemerkbar. Die sind simpel gestickt, aber verfehlen ihre Wirkung nur selten. Da werden Schädel gespalten, Knochen gebrochen und Köpfe einmal um die eigene Achse gedreht. Der blutige Bilderrausch und die eher unkonventionelle Thematik bringen es auf den Punkt und zeigen mehr als deutlich, was Indie-Kino alles möglich macht. Hier dürfen sich Filmemacher austoben und zeigen was sie wirklich können. Das bedeutet mehr Eigenständigkeit und Erfindungsreichtum – etwas, das wegen diktierten Auflagen großer Studios in kommerziellen Filmen meist nicht möglich ist.
 
 
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In Gesprächen mit der Presse ließ Regisseur JOE BEGOS verlauten, dass ihm die Idee zum Film während der Festival-Tour zu seinem Debüt ALMOST HUMAN kam. Dort wurde er von Fans und Kritikern immer wieder gefragt, was als nächstes kommen wird. Sofort geisterten ihm Gedanken zu einem Rache-Thriller mit telekinetischen Elementen durch den Kopf – etwas, was seiner Meinung nach schon lange niemand mehr auf die Leinwand gebracht wurde. Nach dem Festival-Rummel begann er an einem Skript zu schreiben. Das ging anfangs noch eher in Richtung Home-Invasion-Horror. Doch Begos verwarf die Ideen und machte daraus Science-Fiction-Horror à la DAVID CRONENBERG. Eine gute Entscheidung, wie auch der Regisseur meint. Ihm waren die missratenen Scanners-Ableger ein Dorn im Auge, weshalb er seinen THE MIND’S EYE selbst als eine Art inoffizielle Fortsetzung zum Kulttitel beschreibt. Ganz Unrecht hat er da natürlich nicht. Vergleicht man die überflüssigen Ableger und Spin-offs der bekannten Filmreihe, ziehen die im Vergleich zu THE MIND’S EYE vor allem atmosphärisch definitiv den Kürzeren.
 
 
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THE MIND’S EYE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
EIN MANN SIEHT ROT meets SCANNERS. Splattriger Indie-Horror für Horrorfans von einem waschechten Fan gemacht. Wer THE MIND’S EYE gesehen hat, wird wissen was gemeint ist. Regisseur JOE BEGOS verbeugt sich vor einer Zeit, in dem sich das Horrorkino enormer Beliebtheit erfreut hat. Nahezu jedes bekannte Horror-Franchise, das von Hollywood in den letzten Jahren neu interpretiert wurde, entspringt den wegweisenden 1980ern. Vor genauer jener Filmära verbeugt sich der Macher von THE MIND’S EYE, der offensichtlich eine Leidenschaft für das Vermischen von Subgenres hegt. Nach Alien-Film und Horrorschocker, kombiniert er nun Cronbergs Körper-Horror mit Rachethematik. THE MIND’S EYE fühlt sich an, wie eine Fortsetzung des Kultfilms SCANNERS. Das kommt nicht von ungefähr, denn Begos bekundete in Interviews, dass er die Sequels der Filmreihe schlecht fand. Dennoch; bei so viel Liebe zum Old School sollten man sich im Klaren sein, dass THE MIND’S EYE nichts fürs verwöhnte Mainstream-Publikum ist. Wer es schnell, hektisch und makellos mag, ist hier falsch. Der Film zitiert Klassiker wie SCANNERS oder TEUFELSKREIS ALPHA. Wer damit nichts anfangen kann, sollte ohnehin diesen Film meiden, denn THE MIND’S EYE richtet sich in erster Linie an alteingesessene Horrorfans, die des aktuellen Horrorfilmmarktes überdrüssig sind.
 
 
 


 
 
 

THE MIND’S EYE – Zensur

 
 
 
Die Splatter-Gemeinde bekommt was geboten. Es werden Köpfe zum Explodieren gebracht, Schädel gespalten und in Köpfe geschossen. Zudem gibt es viel Kleinkram und nett getrickste Spezialeffekte zu sehen. Alles hausgemacht versteht sich. Hierzulande dürfte das THE MIND’S EYE eine Erwachsenenfreigabe bescheren. Keine Jugendfreigabe – ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

THE MIND’S EYE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981)
 
Scanners II (1991)
 
Scanners III (1991)
 
Scanner Cop (1994)
 
Scanner Cop II (1995)
 
Teufelskreis Alpha (1978)