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Filmkritik: „The Toybox“ (2018)

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THE TOYBOX

Story

 
 
 

Eine Familie muss während einer Reise durch Amerika feststellen, dass ihr Wohnwagen ein Eigenleben führt.

 
 
 


 
 
 

THE TOYBOX – Kritik

 
 
 
Mordende Fahrzeuge. Wer Horrorfilme für sein Leben gern schaut, dürfte dem Teufel auf vier Rädern bereits begegnet sein. Das Genre hat diesbezüglich einiges zu bieten – auch wenn die Zahl von Filmen immer noch überschaubar ist, in denen Autos über Straßen flitzen und ein Eigenleben führen. Ob HYBRID 3D, THE CAR oder RHEA M von Horrorautor Stephen King; es muss nicht immer ein Killer mit Machete sein. Auch hinter Blech und Schrauben kann sich das ultimativ Böse verstecken. Offenbar dachten das auch die Macher von THE TOYBOX. Die entführen den Zuschauer auf einen gemeinen Roadtrip durch’s amerikanische Hinterland und meinen es dabei nicht sonderlich gut mit ihren menschlichen Helden. Doch was macht das Wohnmobil in THE TOYBOX so wütend? Wir haben uns den Horror-Indie mal angeschaut und geschaut, ob der was kann.
 
 
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Eigentlich sollte es ein spannender Trip zum Grand Canyon werden. Dafür hat sich Großvater Charles extra einen Wohnwagen gekauft, der genug Platz für Enkelin und Söhne hat, die ihn auf der Reise begleiten. Die ersten Kilometer sind aufregend, denn unterwegs gabelt man zwei Reisende auf, die mit ihrem Auto eine Panne haben. Hätten die aber gewusst, in was für ein mörderisches Fahrzeug sie eingestiegen sind, wäre sie wohl zu Fuß in die nächste Werkstatt gelaufen. Schnell entpuppt sich nämlich das Wohnmobil als schaurige Höllenmaschine. Offenbar hat dieses Fahrzeug Mordlust entwickelt. Es tötet Menschen auf heimtückische Weise und hat dabei offenbar Spaß. Eine Einsicht zu der bald auch unsere Filmfamilie gelangt. Bis die aber des Pudels Kern ergründen kann, müssen erst einmal paar Protagonisten über die Klinge springen.
 
 
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Was sich hier liest, wie eine weitere Version des Stephen-King-Romans CHRISTINE ist weit weg von dem, was in den 1980ern von JOHN CARPENTER auf die Leinwand gebracht wurde. THE TOYBOX ist bei genauerer Betrachtung ein schnell und günstig gedrehter Mystery-Horror, der sich beim Erzählen seiner rudimentären Geschichte nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Angesichts der Leute nicht verwunderlich, die sich am Drehbuchschreiben ausprobiert haben. Schaut man sich nämlich mal an, was die in der Vergangenheit an Horror-Blödsinn verbrochen haben, dürfte alteingesessenen Horrorfilm-Kennern das kalte Grausen ereilen. So zeichnen JEFF DENTON, JEFF MILLER und TOM NAGEL für Story und Drehbuch verantwortlich. Die drei verbindet nicht nur THE TOYBOX. Im Jahr 2016 beteiligten sich die drei Herren am unterirdischen CLOWNTOWN. Wer den gesehen hat, dürfte sich in etwa vorstellen können, was ihn nun mit diesem Streifen erwarten wird. Ein guter Horrorfilm sieht zweifelsohne anders aus.
 
 
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Das größte Problem an THE TOYBOX sind seine mehr als oberflächlichen und stereotypen Figuren. Die verhalten sich seltsam und unplausibel. Beispiel gefällig? Nachdem der Wohnwagen aus unerklärlichen Umständen nicht bremsen kann und die Insassen im Inneren unsanft durchgeschüttelt werden, schlägt einer der Mitfahrer mit dem Kopf gegen einen Schrank und stirbt an seinen Verletzungen. Die Trauer über den tragischen Verlust hält nicht lang an. Wenige Minuten später sind wieder alle froher Dinge. In einer anderen Szene sehen wir, wie Großvater Charles am Motor seines Fahrzeugs schraubt, um den Wohnwagen wieder zum Laufen zu bringen. Natürlich springt just dann der Motor an, wenn die Filmfigur nicht hinschaut. Das Resultat: ein schwer verletzter Arm, der schnell mit Jod und Binden verarztet wird. Doch wer glaubt, dass die Anwesenden nun unter Schock stehen irrt. Die Protagonisten schlafen erst einmal eine Nacht darüber, bevor man am nächsten Morgen wieder zur Tagesordnung übergeht. Spätestens jetzt verliert THE TOYBOX seine Ernsthaftigkeit. Drehbücher sollten eben auch nur von Leuten geschrieben werden, die ihr Handwerk beherrschen.
 
 
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Unterm Strich ist THE TOYBOX kein Film für Feingeister und die, die von Filmen einen gewissen Anspruch erwarten. Angesichts der Auflösung kein Wunder. Für die sollte man unbedingt das Hirn abschalten. Die schauspielerischen Leistungen sind bescheiden und die Umsetzung auf B-Movie-Niveau. Zudem hätte dem Film etwas mehr Gewalt gut gestanden, um zumindest bei der Fan-Fraktion Interesse zu wecken. Was man zu sehen bekommt, ist Slasher-Standard und teils steif und unbeholfen in der Inszenierung. Demzufolge ist THE TOYBOX nichts, was in Erinnerung bleibt und auf das Regisseur TOM NAGEL stolz sein kann. Letzterer erklärte in Interviews, dass er sich für seinen Mystery-Slasher-Geister-Mix von tatsächlichen Vorfällen hat inspirieren lassen. So stand „Toy-Box Killer“ DAVID PARKER RAY Pate für den Horrorstreifen, welcher im Jahr 1999 wegen Entführung, Folter und Vergewaltigung von mindestens zwei Frauen zu 223 Jahren Haft verurteilt wurde. Der Serienmörder kaufte sich einen Wohnwagen und baute ihn zu einem schalldichten Folterkeller um. Zusammen mit einem bizarren Komplizinnengespann tötete er darin mindestens 60 Frauen, deren Leichen aber nie gefunden wurden.
 
 


 
 
 

THE TOYBOX – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Etwas steifer Mix aus Geisterthriller und Roadmovie, dessen Story auf den ersten Blick zwar interessant erscheint. Hat man aber die erste halbe Stunde gesehen, dürfte dem Zuschauer aber das seltsame Verhalten der Protagonisten gegen den Strich gehen. Klar, mag man meinen, im Horrorfilm geht es nicht immer plausibel und logisch zu. THE TOYBOX übertreibt es da etwas, weil sich die Figuren derart unglaubwürdig verhalten, dass man sich fragt, wer sich so einen Käse ausgedacht hat. Die Antwort: ein paar Jungs, die zuvor schon an reichlich B-Movie-Trash und Amateur-Quatsch gearbeitet haben. Was anfangs ein weiteres THE HILLS HAVE EYES-Plagiat vermuten lässt, verwandelt sich nach einer halben Stunde in FINAL DESTINATION und entpuppt sich am Ende als dummer Geisterthriller, der immerhin dann ein paar nette Gewaltmomente zu bieten hat. Statt den Streifen mit unerwarteten Wendungen zu überladen, hätte ein anständiges Drehbuch Not getan. Wenn sich der Zuschauer mit den Helden und deren Handlungen nicht identifizieren kann, verliert der berechtigterweise schnell das Interesse am Film. Genau jene Vorhersage trifft auch bei THE TOYBOX ein, der solide und ansprechend beginnt, aber mit fortschreitender Laufzeit haarsträubend und dämlich wird. THE TOYBOX ist typisches Futter für den Videomarkt. Muss man definitiv nicht gesehen haben, auch wenn die Thematik über ein besessenes Wohnmobil noch relativ unverbraucht ist.
 
 
 


 
 
 

THE TOYBOX – Zensur

 
 
 
THE TOYBOX ist kein blutiger Horrorfilm. Ein Arm wird von einem Auto verletzt. Ein Kind und ein Mann werden überfahren. Zudem schießt sich ein Protagonist in den Kopf. Als wäre das nicht schon genug, wird auch noch eine Frau mit einem Seil erdrosselt. Hierzulande lief der Streifen schon ungeschnitten im Pay-TV in deutscher Sprache. Ein sicherer FSK16-Kandidat.
 
 
 


 
 
 

THE TOYBOX – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei UNIVERSAL TV)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Christine (1983)
 
Super Hybrid (2010)
 
Duell (1971)
 
Der Teufel auf Rädern (1977)
 

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Filmkritik: „Jeepers Creepers 3“ (2017)

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JEEPERS CREEPERS 3

(JEEPERS CREEPERS 3: CATHEDRAL)

Story

 
 
 

Eine jahrhundertealte Kreatur hat es auf die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt abgesehen. Die setzen sich zur Wehr und versuchen dem boshaften Fremden Paroli zu bieten.

 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Kritik

 
 
 
2001 war ein gutes Jahr für Regisseur VICTOR SALVA. Der hatte es zuvor nicht leicht und wurde immer wieder mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert, für die er sich rechtfertigen musste. Doch Anfang der 2000er folgte ein Lichtblick. Mit dem düsteren Monster-Grusler JEEPERS CREEPERS gelang ihm der Durchbruch. Über Nacht mauserte sich der Horror-Trip zum Überraschungserfolg und konnte bei einem Budget von knapp zehn Millionen US-Dollar über das sechsfache an den Kinokassen wieder einspielen. Dass bei einem derartigen Erfolg ein Nachzügler gedreht werden musste, war abzusehen. Zwei Jahre später folgte JEEPERS CREEPERS 2, der aber wegen seiner flachen Handlung von Kritikern und Publikum nicht mehr so gut angenommen wurde, weil sich der Film vom subtilen Schauer abwandte und mehr in Richtung Splatter-Slasher abdriftete. Dennoch wurde auch die Fortsetzung ein finanzieller Erfolg und konnte sich im Heimkino behaupten. Leider wurde es danach ruhig. Eigentlich wollte Salva ein weiteres Sequel nachschieben, doch es scheiterte an der Suche nach einem Filmstudio, das die Fortsetzung produzieren sollte. Angesichts der kontroversen Vergangenheit des Filmemachers nicht unbegründet. So hatte VICTOR SALVA bereits in seinen Anfangsjahren als Regisseur Schlagzeilen gemacht, weil er sich während der Dreharbeiten zum Regiedebüt CLOWNHOUSE an einen Kinderdarsteller verging und die Handlungen auf Video aufgezeichnete. Dafür wurde er verurteilt und musste ins Gefängnis. Jahre später scheint Salva die Vergangenheit immer wieder einzuholen, was die Produktionen zu Wunschprojekten verzögert. Immerhin hatte man Erbarmen mit Filmfans. Aufgrund großer Resonanz wurde man dennoch fündig und ließ JEEPERS CREEPERS 3 folgen. Der lange Planungs- und Entstehungsprozess hat dem dritten Film aber nicht gutgetan. Sonderlich gelungen ist der nämlich nicht. Was lange währt, wird nicht unbedingt gut.
 
 
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Die Handlung von JEEPERS CREEPERS 3 siedelt sich irgendwo zwischen dem ersten und dem zweiten Teil an. So macht sich alle 23 Jahre ein Monster (JONATHAN BRECK aus MASKERADE) für wenige Wochen auf, um seinen unstillbaren Hunger zu stillen. Doch das Wesen, welches sich in einem alten Truck von Ort zu Ort bewegt, hat nicht etwa eine Leidenschaft für Huhn, Schwein oder Rind. Der „Creeper“ bevorzugt Menschenfleisch auf der Speisekarte, weshalb er durch die Landschaft streift, um ahnungslose Kleinstadtbewohner zu fressen. Auch die Einwohner eines nicht näher erwähnten Ortes im amerikanischen Hinterland sehen die Ankunft des Bösen kommen. Man findet besagten Truck, der jede Menge Leichen beherbergt. Da klingeln bei Sheriff Dan Tashtego (STAN SHAW) die Alarmglocken. Der hat so seine Ahnung und weiß mit welchem Gegner er es hier zu tun hat. Er scharrt eine Einsatz-Truppe um sich, damit dem Übeltäter das Handwerk gelegt werden kann. Doch der „Creeper“ lässt sich davon nicht beirren. Dieser streift durchs Land und sammelt Körper ein, an denen er später knabbern kann. Darunter soll auch der von Teenagerin Addison Brando (GABRIELLE HAUGH aus THE MIDNIGHT MAN) gehören. Die ist unsterblich in Händlersohn Buddy verschossen, traut sich aber nicht es ihm zu sagen. Leider müssen Liebesbotschaften warten. Das Mädchen muss es nämlich erstmal mit jener Kreatur aufnehmen, die ihr nach dem Leben trachtet.
 
 
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Qualitativer Rückschritt. Während sich der erste Teil noch als origineller Road-Movie-Horror-Mix entpuppte, der ein spannendes Mysterium um seinen Filmbösewicht webte, entstand mit JEEPERS CREEPERS 2 beliebiger Teenie-Horror, der sich in erster Linie auf das Ausradieren von Jugendlichen konzentrierte. Die rudimentäre Handlung ist auch im dritten Ausflug Programm, der es nur noch in wenige amerikanische Lichtspielhäuser schaffte. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. JEEPERS CREEPERS 3 wurde nicht nur 14 Jahren zu spät gedreht, weshalb wohl Horrorfilmfans jüngeren Semesters wohl kaum etwas mit der Reihe anfangen können. Das Sequel ist zudem auch handlungstechnisch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Der Film setzt das fort, mit dem sich sein Vorgänger bereits über die Runden schlagen musste. Das bedeutet, dass hier vorwiegend Bewohner einer Kleinstadt von einer jahrhundertealten Kreatur gejagt und mit allerhand ominösen Tötungswerkzeugen in die ewigen Jagdgründe befördert werden. Da macht sich natürlich schnell Müdigkeit breit, was vermutlich auch Regisseur VICTOR SALVA aufgefallen sein muss, der in letzter Instanz die Notbremse zieht. Um Abwechslung in die dünne Geschichte bringen zu können, versucht man den Zuschauer mit Neuerungen zu überraschen. So rückt schnell das mysteriöse Gefährt des Monsters in den Mittelpunkt, das bald mehr Aufmerksamkeit erhält, als der Filmbösewicht selbst. Der unkaputtbare Truck des Creepers ist nämlich mit Fallen bestückt, die es in sich haben. Ein geschickter Schachzug um Abwechslung in die Geschehnisse zu bringen. Leider hat JEEPERS CREEPERS 3 das Problem, dass er sich zu sehr auf seinen boshaften Antihelden und dessen Eigenarten konzentriert. Das hat zur Folge, dass dem Bösen schnell der Schrecken genommen wird. Beinahe jedes Mysterium wird ergründet, was die Frage in den Raum wirft, mit was sich mögliche Fortsetzungen beschäftigen sollen. Zudem wirkt hier alles durcheinander. Filmemacher und Drehbuchautor VICTOR SALVA nimmt zu viele Handlungsstränge auf, bei denen sich nicht mal mehr klare Kurven erkennen lassen. Das macht den dritten Ableger konfus, weil sich ein roter Faden schwer finden lässt. Anders als der Erstling ist JEEPERS CREEPERS 3 weder gruselig noch spannend, was es schwer macht das Interesse des Publikums für weitere Filme der Reihe zu gewinnen. Vermutlich wird das aber weder Schöpfer VICTOR SALVA noch profitgeile Studiobosse interessieren. Die deuten kurz vor dem Abspann eine Fortführung der Geschehnisse sowie die Rückkehr von Heldin Trish Jenner (GINA PHILIPS) aus dem ersten Teil an. Vermutlich wird’s ne Serie, laut Salva soll die nämlich nach dem dritten Film kommen und die Ursprünge der Kreatur in 13 Folgen beleuchten. Es wäre nicht das erste Mal, wenn Horrorfilm-Reihen auf Streaming-Plattformen fortgesetzt werden. Lieber Filmgott, habe erbarmen mit uns.
 
 
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JEEPERS CREEPERS 3 – Fazit

 
 
 

5 Punkte Final

 
 
 
JEEPERS CREEPERS 3 siedelt sich qualitativ weit hinter seinen Vorgängern an. Die unheimliche und zugleich mysteriöse Atmosphäre des Originalfilms wird nicht einmal annähernd erreicht. Stattdessen werden viele Handlungsstränge aufgenommen, die den Film wirr erscheinen lassen. Beinahe will man das Gefühl nicht loswerden wollen, als habe Regisseur VICTOR SALVA auf Krampf einen dritten Ableger drehen müssen, für den er nicht viel Zeit hatte, um ein durchdachtes Drehbuch verfassen zu können. So verliert der Filmemacher schnell seine von ihm erschaffene Filmkreatur aus den Augen, die hier zum neuen JASON VOORHEES mutiert und ausschließlich zum Töten deklariert wird. Deren unheimliche Aura wird zugunsten einer Menschenjagd geopfert. Spätestens ab dem dritten Film verliert die JEEPERS CREEPERS-Reihe somit ihren Reiz. Spannung und Atmosphäre? Fehlanzeige. Stattdessen wir getötet und geschrien. So kann man eine gute Grundidee auch zu Grabe tragen.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Zensur

 
 
 
Die Gewalt in JEEPERS CREEPERS 3 ist nicht so dolle. Alles geht recht schnell und ist auch nicht sehr zeigefreudig. Eine Axt wird in einen Schädel geschlagen. Weiterhin bohren sich Wurfspeere durch Körper. Außerdem wird eine Stange durch einen Kopf gejagt. Hierzulande hat der dritte Teil eine FSK16 in ungeschnittener Fassung erhalten.
 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Jeepers Creepers 3; USA 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 101 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Interview mit dem Creeper

Release-Termin: 23.03.2018

 

Jeepers Creepers 3 [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

JEEPERS CREEPERS 3 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte führ Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jeepers Creepers (2001)
 
Jeepers Creepers (2003)
 
Hatchet (2006)
 
Hatchet II (2010)
 
Hatchet III (2013)
 


Filmkritik: „Monolith“ (2016)

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MONOLITH

(LOCKED IN | TRAPPED CHILD)

Story

 
 
 

Ein Kleinkind sperrt sich versehentlich in ein neumodisches Super-Auto ein. Mutter Sandra muss nun versuchen einen Weg hinein zu finden, doch die Fenster sind aus kugelsicherem Glas und die Karosserie aus unzerstörbarem Titan. Da ist guter Rat teuer.

 
 
 


 
 
 

MONOLITH – Kritik

 
 
 
Ach, was waren die Zeiten noch schön, als Pferdekutschen über Wege, Pfade und Straßen rollten. Da konnte man sich lauen Fahrtwind ins Gesicht wehen lassen und die vorbeiziehende Natur in vollen Zügen genießen. Seit der technische Fortschritt jedoch Einzug gehalten hat, ist Schluss mit Landluft und Schneckentempo. Aus den klapprigen Fortbewegungsmitteln von einst sind moderne Hochgeschwindigkeitsmaschinen geworden, die kaum noch Wünsche offen lassen und das Leben erleichtern. So können sich einige Fahrzeuge mittlerweile in speziell definierten Situationen und über kurze Zeitspannen selbst steuern. Zudem ermöglichen automatische Parkassistenten ein unfallfreies Einparken und über Internet oder GPS gesteuerte Navigationssysteme machen es dem Fahrer leicht gewünschte Ziele schneller zu erreichen. Dass aber neue Technologien und Mobilitätsfortschritt auch Tücken haben können, zeigt das Thriller-Drama MONOLITH. Hier wird das hypermoderne Traumauto zum Problem und der Mensch muss dabei tatenlos zusehen, wie die von ihm geschaffene Maschine zur gefährlichen Falle mutiert. Das Gefährt verschluckt hier quasi die Fahrgäste und lässt sie nicht mehr hinaus. Angesichts dieser Tatsache schwingt man sich doch gern wieder auf’s Fahrrad, denn das scheint – wenn man MONOLITH Glauben schenken darf – offenbar sicherer zu sein.
 
 
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„Der Monolith ist das sicherste Auto, das jemals gebaut wurde und der wohl sicherste Ort für Sie und Ihre Familie“. So zumindest wird in MONOLITH ein fescher Flitzer beworben, der eine neue Ära des Autofahrens einläuten soll. Da wir aber auf FILMCHECKER in erster Linie Filme besprechen, die meist blutige, gruselige oder makabere Richtungen einschlagen, dürfte klar sein, dass in MONOLITH kein Kinderfasching gefeiert wird. In diesem Thriller-Drama wird das Bedürfnis nach Sicherheit fast schon auf die Spitze getrieben. Regisseur IVAN SILVESTRINI hat hier einen gemeinen Streifen inszeniert, dessen Ausgangssituation in seiner simplen Form derart bitterböse ist, dass manch besorgter Mutter bereits beim Lesen der Inhaltsangabe Angstschweiß von der Stirn tropfen dürfte. Der macht auch der jungen Sandra in MONOLITH zu schaffen, die in diesem fiesen Streifen die Hölle auf Erden erleben muss. Dank ihres Gatten darf sie in einem der sichersten Autos der Welt durch staubige Wüstenlandschaften düsen und nutzt die Gunst der Stunde, um mit Kleinkind David zum Haus der Großeltern zu fahren. Doch kaum angekommen, macht ihr die Eifersucht zu schaffen. Sie hat den Verdacht, dass der Liebste sie betrügt. Um Gewissheit zu erhalten, macht sie kehrt und will die bessere Hälfte zur Rede stellen. Doch soweit kommt es nicht. In ihrer Unachtsamkeit vergisst die verunsicherte Mutter, dass das Fahrzeug über neuste Technik verfügt. So kann es mittels Handy-App gesteuert und mit nur einem Fingerwisch verschlossen werden. Da gern wie der Sohnemann mit dem Telefon der Mutter spielt, kommt was kommen muss: Nach einem Wildunfall verriegelt der kleinen David versehentlich das Fahrzeug von innen mit dem Smartphone und die Mutter kommt nicht mehr hinein. Nun ist guter Rat teuer, zumal in der Wüste keine Menschenseele zu sehen ist und bald unerträgliche Temperaturen das Leben des Kindes in Gefahr bringen. Ob am Ende alles gut ausgehen wird? Wir werden sehen. MONOLITH zumindest ist der ultimative Albtraum für Eltern.
 
 
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Man stelle sich vor, man wäre nur durch eine Autoscheibe vom eigenen Kind getrennt und kann trotzt aller Versuche dem Nachwuchs nicht zur Hilfe eilen. MONOLITH spielt mit der Angst besorgter Eltern und ist darin gar nicht mal so ungeschickt. Der Film entwickelt in Windeseile ein Gefühl permanenter Hilflosigkeit – vor allem gegenüber neuen Technologien – und baut damit Spannung auf, die vor der Glotze verharren lässt. Was tun, wenn das Kind in Lebensgefahr schwebt und an Hilfe nicht zu denken ist? Mit dieser essentiellen Frage beschäftigt sich MONOLITH, der eine verzweifelte Mutter in einer Art Wüstenkammerspiel an die körperlichen Grenzen gehen lässt. Dabei sind Isolation, Natur und Hitze die größten Feinde – machen aber erfinderisch. So wird nach Lösungen gesucht, die anfangs plausibel erscheinen, aber gegen Ende dann abstruse Ausmaße annehmen. Dennoch will man nicht meckern. MONOLITH macht seine Sache gut und spinnt aus einer kleinen Idee kurzweiliges Spannungskino zusammen, das Mitfiebern lässt. Einen großen Beitrag hierzu leistet die aus TUCKER AND DALE VS EVIL oder NURSE 3D bekannte Schauspielerin KATRINA BOWDEN. Die attraktive Blondine liefert souveränes Schauspiel ab und denkt zu keiner Zeit ans Aufgeben, obwohl jegliche Unternehmungen – angesichts der Umstände – bereits zum Scheitern verurteilt sind noch bevor man daran gedacht hat. Das lässt ihre Rolle sympathisch erscheinen und macht diesen atemlosen Überlebensthriller interessant. Letzterer wurde übrigens vom italienischen Ableger des Pay-TV-Anbieter und Streaming-Portals SKY mitfinanziert, der es wohl nun den Konkurrenten AMAZON und NETFLIX gleich machen will. Letztere produzieren mittlerweile ebenso Filme und Serien am Fließband, um damit zahlende Kunden das Abonnement schmackhaft zu machen. Auch wenn sich hinter MONOLITH nichts Großes verbirgt und das meiste Budget in das Design des Super-Flitzers geflossen sein dürfte, ist der Mix aus PANIC ROOM und OPEN WATER (freilich ohne Haie) ganz ordentlich. Mit einfachsten Mitteln wird hier maximales Unbehagen heraufbeschworen und das ohne ausufernde Gewaltmomente oder spektakuläre Spezialeffekte. Davor kann man schon mal seinen Hut ziehen.
 
 
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MONOLITH – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
KNIGHT RIDER trifft auf OPEN WATER. Wie aus einer simplen Ausgangssituation ultimativer Horror werden kann. MONOLITH (der anfangs übrigens TRAPPED CHILD heißen sollte und international auch als LOCKED IN vertrieben wird) beruht auf einer italienischen Comicroman und wurde vom größten Pay-TV-Anbieter Italiens SKY ITALIA mitfinanziert. Entstanden ist ein handwerklich tadelloser Thriller, der in Windeseile maximales Unbehagen – vor allem bei fürsorgenden Eltern – entstehen lässt. Hier wird ein Superauto zum Gefängnis für ein Kleinkind und lässt dessen Mutter über sich hinauswachsen, die in knappen 85 Minuten einen Weg finden muss, um ins Innere eines Titan-Panzers zu kommen. IVAN SILVESTRINI liefert eine spannende Wüstenodysee ab, die von einer einzigen Person getragen wird. Schauspielerin KATRINA BOWDEN schultert den gesamten Film im Alleingang und avanciert schnell zur Mutter der Herzen. Die irrt in der zweiten Filmhälfte verzweifelt durch staubige Wüstenlandschaften und verliert beinahe selbst den Kampf gehen Durst und Hitze. MONOLITH ist trotz fehlender Gewaltmomente oder Spezialeffekte – vor allem wegen der makabren Filmidee – schon harter Tobak. Wer deshalb eine Vorliebe für fiese Überlebensthriller besitzt, sollte mal einen Blick riskieren. Allzu besorgte Eltern sollten hingegen MONOLITH besser meiden. Denen könnte dieser Thriller schlaflose Nächte bereiten.
 
 
 


 
 
 

MONOLITH – Zensur

 
 
 
MONOLITH hat gar keine Gewalt zu bieten. Der Horror im Film ist psychologischer Natur. Einzig der Angriff eines Hundes erinnert an den Horrorfilm Cujo und sorgt für etws Gänsehaut. Demzufolge könnte der Streifen mit etwas Glück in Deutschland bereits für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben werden.
 
 
 


 
 
 

MONOLITH – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei True Colours Glorious Films | Sky Cinema HD)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wrecked – Ohne jede Erinnerung (2010)
 
Panic Room (2002)
 
Open Water (2003)
 
Open Water 2 (2006)
 
Buried – Lebend begraben (2010)
 
Detour – Gefährliche Umleitung (2013)


Filmkritik: „Scathing“ (2016)

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SCATHING

Story

 
 
 
Zwei Frischverliebte geraten in die Fänge eines skrupellosen Kannibalen.
 
 
 


 
 
 

SCATHING – Kritik

 
 
 
Wie sich Zeiten ändern. Vor zwanzig Jahren noch haben leidenschaftliche Filmliebhaber mit Videokamera und Freunden in der Garage ihre eigenen Horrorfilme gedreht. In den meisten Fällen war der hervorgebrachte Blödsinn wegen mangelnder Professionalität, fehlendem Budget und unzureichendem Equipment kaum zu ertragen. Dank Wegbereiter modernen Amateur-Horrors wie JÖRG BUTTGEREIT oder OLAF ITTENBACH konnte sich dennoch ein kleiner Nischenmarkt etablieren, der auch heute noch im Untergrund lauert und durchaus seine Fans hat. Mittlerweile hat sich das Blatt aber gewendet. Amateur-Horror lässt sich in einer hochmodernen Zeit wie der heutigen nicht mehr so einfach als solcher identifizieren. Dazu hat vor allem die allgegenwärtige Digitalisierung beigetragen, die ästhetische Videoschnipsel auf heimische TV-Geräte manövriert, die man zuvor mit dem Handy oder Urlaubskamera aufgenommen hat. Jeder kann Horrorfilme drehen. Ein Smartphone und zugehörige Handyprogramme reichen aus, um HD-Schocker zu inszenieren. Schnittsoftware und Farbfilter gibt’s im Internet als Downloads zuhauf. So kann man den Horrorfilm Marke Eigenbau mit individueller Handschrift versehen. Ein Grund mehr, warum Amateur-Schocker von heute so aussehen, wie Hollywood-Filme von vor 30 Jahren. Eine beunruhigende Entwicklung, die schon so einigen Horrorfilmfans Lebenszeit geraubt hat, weil sich hinter hochauflösender Grusel-Ästhetik nicht selten grauenhafte Amateur-Drehbücher und untalentierte Laiendarsteller versteckt haben.
 
 
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Auch für den Horrorfilm SCATHING trifft das zu. Der Film wurde mit 4K-Kameras gedreht und schaut dementsprechend auch fabelhaft aus. Leider dürfte schnell die Freude am visuellen Gaumenschmaus vergehen, wenn man genauer unter die Lupe nimmt, was überhaupt geboten wird. Viel ist das leider nicht, denn die Handlung ist erschreckend rudimentär und orientiert sich beim Aufbau am Slasher-Einerlei der letzten gefühlt 100 Jahre. Im Langfilmdebüt von Regisseur JOSEPH MAZZAFERRO will Teenager Amanda (ALLIE SPARKS) nicht auf die Eltern hören. Die darf nicht außer Haus, springt aber trotzdem ins Auto von Boyfriend Adam (MICHAEL FRASCINO), der Lust auf Fummeln und Anfassen hat. Der Flitzer wird auf menschenleerem Gelände geparkt, damit man ungestört knutschen kann. Doch Ungehorsam muss bestraft werden. So springt am nächsten Morgen der Motor nicht an. Freunde eilen zur Hilfe und geraten ins Visier eines gewissenlosen Kannibalen, der in seiner Hütte Menschen zerlegt und verspeist. Keine guten Voraussetzungen für Amanda und Adam. Die können sich noch rechtzeitig im Auto verschanzen, während die Freunde auf grausame Weise ihr Leben lassen müssen. Was folgt, hat man schon so oft gesehen. Der Killer spielt mit seinen Opfern perfide Spiele und sorgt damit für unerträgliches Opfergeschrei. Immerhin spritzt dabei reichlich Blut, sodass zumindest Gorehounds zufriedengestellt werden können. Alle übrigen Zuschauer dürften wegen stümperhafter Schnitte, schlechter Ausleuchtung und fiesem Schauspiel schon nach wenigen Minuten das Weite suchen.
 
 
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Willkommen zur Slasher-Version des King’schen Roman-Albtraums CUJO. So zumindest lässt sich am besten beschreiben, was dem Zuschauer in SCATHING zugemutet wird. Hier flüchten zwei nicht sonderlich kluge Teenager in ein Auto, das wenig später von einem langhaarigen Psychopathen belagert wird. Letzterer trägt aus nicht näher erläuterten Gründen einen Schweißerhelm und erinnert wegen seiner hünenhaften Erscheinung an Killer in Filmen wie BIKINI GIRLS ON ICE und HAZARD JACK. Weil der Filmbösewicht nicht gerade zimperlich zur Sache geht und gern mal an Menschenherzen oder Babys knabbert, wird ein gesunder Magen vorausgesetzt. Der ist vor allem deshalb wichtig, weil einige der billigen Effekte wegen ihrer schmuddeligen Inszenierung dann doch recht hart anzusehen sind. Da werden Opfer ausgeweidet und zerstückelt. Ganz zur Freude der Splatter-Fraktion, die an den kruden Ekelmomenten ihre Freude haben wird. Leider ist der technisch solide in Szene gesetzte Amateur-Backwood-Slasher trotzdem kein Hit. Die Gewaltmomente sind nämlich das einzige, was in Erinnerung bleibt. Der Rest ist unzumutbar, wobei vor allem das unerträgliche Schauspiel zu nennen wäre. Hier hat man wohl Leute von der Straße aufgelesen, die sich für eine Packung Chips vor der Kamera zum Apfel machen wollten. Gott sei Dank mussten die untalentierten Jungdarsteller nur wenig Text lernen, denn außer Schreien, Winseln und schließlich Sterben wird den Leutchen nicht viel abverlangt. Umso verwunderlicher, was Regisseur JOSEPH MAZZAFERRO in der Kickstarter-Kampagne zu SCATHING schrieb. Leicht selbstüberschätzt erklärte er spendablen Fans dort, was er sich vom ersten Langfilm erhofft: I aim to make the critics say this is the best horror film of it’s kind since Friday the 13th.
 
 
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SCATHING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
BIKINI GIRLS ON ICE meets HAZARD JACK. SCATHING ist ein Amateur-Slasher der neuen Generation, der dank 4K-Kameras ziemlich gut ausschaut und zumindest visuell gesehen vielen Meuchelfilmen aus den 1980ern um Längen voraus ist. Inhaltlich wird hier aber auf Sparflamme geköchelt. Zwei Teenager werden von einem Psychopathen tyrannisiert, der Lust auf Katz- und Mausspiele hat. Die Atmosphäre mit ihrer dreckigen Optik und der Ablauf der Handlung erinnert an das TEXAS CHAINSAW MASSACRE aus der Mache des MICHAEL BAY. Trotzdem sollte man erst gar nicht versuchen, irgendwelche Vergleiche zu ziehen. SCATHING ist eine ganz andere Hausnummer und wurde vermutlich mit einem Minimum an Dollars umgesetzt. Das wird vor allem beim rudimentären Drehbuch und an den mehr als schlechten Schauspielern deutlich. Zumindest gewalttechnisch tischt SCATHING groß auf. Wer sich damit zufrieden gibt und sich dessen bewusst ist, dass es sich hier immer noch um Amateurware handelt, kann gern mal einen Blick wagen – sollte aber nicht zuviel erwarten.
 
 
 


 
 
 

SCATHING – Zensur

 
 
 
In SCATHING geht es nicht gerade zimperlich zu. Von Ausweidungen über Zerstückelung von Menschen gibt es einiges zu sehen. Zudem knabbert der Filmkiller gern mal an menschlichen Herzen oder brät sich ein Baby. Wegen des schlecht ausgeleuchteten Amateurlooks sehen die simpel getricksten Spezialeffekte doch recht heftig aus. Weil es in der Vergangenheit schon ähnliche Filme gegeben hat (u.a. SLASHER IN THE WOODS) dürfte SCATHING wohl nur geschnitten in Deutschland erscheinen – insofern der Film hier überhaupt ausgewertet werden sollte.
 
 
 


 
 
 

SCATHING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Midnight Releasing)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Slasher in the Woods (2013)
 
Pinup Dolls on Ice (2013)
 
Girlhouse – Töte, was du nicht kriegen kannst (2014)
 
Hazard Jack (2014)


Filmkritik: „Paranormal Drive“ (2016)

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PARANORMAL DRIVE

(MARSHRUT POSTROEN)

Story

 
 
 

Psychothriller oder Geisterdrama? Niemand weiß es so genau. In PARANORMAL DRIVE stimmt was nicht mit dem neu gekauften BMW eines Ehepaares. In dem Wagen spielen sich plötzlich ganz seltsame Dinge ab.

 
 
 


 
 
 

PARANORMAL DRIVE – Kritik

 
 
 
Böse Autos, die mordend über Landstraßen fegen, gibt es im Horror-Genre immer wieder mal zu sehen. Der wohl bekannteste Film dieser Art dürfte die von JOHN CARPENTER inszenierte Stephen-King-Verfilmung CHRISTINE gewesen sein, in der ein gut polierter Oldtimer ein blutiges Eigenleben führt. Doch es geht noch weiter. Nach thematisch ähnlich gelagerten Streifen wie WRECKER, BLOOD CAR, HYBRID oder dem sehr speziellen Tschechoslowaken DER AUTOVAMPIR erweitert nun ausgerechnet Russland die faszinierende Riege unberechenbarer Killerautos im Film um einen weiteren Kandidaten. Der wurde im eigenen Land unter dem Titel MARSHRUT POSTROEN ins Multiplex gebracht und verschlang eine Million Russische Rubel an Produktionsbudget. Zieht man das Einspielergebnis zum Vergleich heran, kann MARSHRUT POSTROEN dann doch schon als finanzieller Erfolg bezeichnet werden. 58 Millionen Russische Rubel Gewinn erzielte der Streifen allein im Entstehungsland. Eine beachtliches Ergebnis, von dem manches Filmstudio in Hollywood nur träumen kann. Garantieren viele Kinogänger auch gleichzeitig einen guten Horrorfilm? Im Falle von PARANORMAL DRIVE (so der ebenso sympathische wie einfallsreiche internationale Titel) dürfte der eine oder andere russische Gruselfan enttäuscht das Kino verlassen haben. Der Grund liegt mal wieder an der Unentschlossenheit der Macher. OLEG ASSADULIN hatte sich vor einiger Zeit schon einmal im Horrorgenre ausprobiert. PHOBOS nannte sich der etwas holprig inszenierte Mysteryt-Triller in dem sich sieben Freunde versehentlich selbst in einem geheimnisvollen Bunker eingeschlossen hatten. Holprig und unüberlegt geht es auch im aktuellen Werk zu. Hier sind nicht die Schauspieler das Problem, sondern das Drehbuch. Die Handlung passt auf einen Bierdeckel, wurde aber mit Effekten und JumpScares auf Spielfilmlänge aufgeblasen. Nur Spuk- und Geisterfans mit Liebe für oberflächliche Schocks könnte das gefallen. Wer’s gut überlegt und atmosphärisch aufgebaut braucht, kommt hier leider zu kurz.
 
 
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Eigentlich will sich das Paar Andrey und Olga (scheinbar gibt es in Russland nur diesen einen Frauennamen) bloß den Wunsch vom neuen Auto erfüllen. Dass der Gatte beim Autohändler mit dem neuen Fahrzeug ein richtiges Schnäppchen macht, kommt natürlich gelegen, denn man will verreisen und benötigt jeden Rubel. Doch das neue Auto bereitet technische Probleme. Erst ist es ein elektrischer Schlag am Lautstärkeregler des Radios. Später kommen ominöse Geräusche und plötzlicher Benzinverlust dazu. Leider treten bald Zweifel auf, ob der Autokauf doch nicht zu übereilt abgeschlossen wurde. Hinzu kommt, dass sich das Paar in einer Ehekrise befindet und man in Erwähnung zieht, nicht doch die Scheidung einzureichen. So kommt, was unweigerlich kommen muss. Die Fahrt zum Flughafen wird zum blanken Horror. Etwas Böses scheint das Steuer übernommen zu haben und will die Beziehung der beiden auseinandertreiben. Was Andrey und Olga nicht wissen: Der Vorbesitzer des Fahrzeugs hat nach einem Ehekrach die Liebste ermordet und deren Einzelteile im Kofferraum durch die Gegend kutschiert. Da liegt der Verdacht nahe, dass es sich der Geist der Ermordeten auf dem Rücksitz gemütlich gemacht hat.
 
 
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Entscheiden Sie sich jetzt. Was Regisseur und Drehbuchautor OLEG ASSADULIN mit PARANORMAL DRIVE abliefert, ist weder Fisch noch Fleisch. Der Gute scheint sich irgendwie nicht so recht schlüssig darüber gewesen zu sein, was er denn nun für einen Film drehen wollte. Was anfänglich einen Geisterstreifen vermuten lässt, verwandelt sich in den letzten zehn Minuten zum Psychothriller. Da werden plötzlich Themen wie Schizophrenie und Wahnsinn gestreift und lassen den bis dato akribisch auf Spuk getrimmten Horrorfilm löchrig und vor allem unplausibel erscheinen. Seit dem Erfolg des Mystery-Thrillers THE SIXTH SENSE gehören unerwartete Filmauflösungen in Horrorstreifen wieder zum guten Ton. Das ist auch gut so, insofern Filmwendungen Hand und Fuß haben. Im Falle des russischen PARANORMAL DRIVE ist das leider nicht so, denn der plötzliche Twist verwirrt unnötig und wirft mehr Fragen auf, als dass er Antworten geben kann. Demzufolge sollte man doch besser einige Kilometer weiter gen Osten schauen. Dort liegt nämlich jenes Land von dem sich der russische Geister-Psycho-was-auch-immer-Streifen hat inspirieren lassen: Japan. Da werden zwar Geisterfilme en masse produziert – tragen aber dann auch wirklich das Prädikat: unheimlich. Meistens. Davon ist PARANORMAL DRIVE leider weit entfernt. Gruselig sind hier nur die ständigen Streitereien zweier Eheleute, deren Beziehung schon bessere Tage erlebt hat. Kann man aber auch günstiger haben. Einfach mal das Ohr an die Wohnungstür des Nachbars halten und aufmerksam lauschen. Spätestens dann ist man garantiert mittendrin statt nur dabei.
 
 
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PARANORMAL DRIVE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Wenn die Fahrt zum Flughafen mit dem neuen Auto zum Albtraum wird. PARANORMAL DRIVE ist genauso einfallslos, wie die enervierend plumpe Titelkreation für den internationalen Filmmarkt. PARANORMAL DRIVE heißt im russischen Original eigentlich MARSHRUT POSTROEN. Weil das aber keiner versteht, musste etwas Auffälligeres her. „Paranormal“ heißt das Zauberwort, mit dem sich sichere Umsätze generieren lassen, denn seit PARANORMAL ACTIVITY vor fast zehn Jahren Traumsummen an den Kinokassen erwirtschaftete, geht in der Horrorwelt ohne als paranormal verkaufte Phänomene offensichtlich nur noch wenig. Leider verbirgt sich hinter PARANORMAL DRIVE eine Mogelpackung. Der Film beginnt wie jeder 08/15-Spukhausfilm, nur mit dem Unterschied, dass sich unerklärliche Ereignisse diesmal in einem Auto abspielen. Leider schlägt der Streifen in den letzten Filmminuten eine ganz andere Richtung ein und sorgt so für unangenehme Verwirrung. Nur Regisseur und Drehbuchautor OLEG ASSADULIN allein weiß, warum Protagonisten im Film handeln, wie sie handeln. Da funktionieren plötzlich Bremsen nicht mehr, ist Benzin aus unerklärlichen Gründen knapp und Fahrer schlafen am Steuer ein, fahren aber trotzdem weiter. Normalsterbliche Reisende hätten da wohl gleich den ADAC-Pannennotdienst gerufen oder ein Nickerchen am Rastplatz gemacht. Nicht in PARANORMAL DRIVE. Hier werden mysteriöse Ereignisse von genervten Eheleuten weggestritten. Was für ein Blödsinn.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL DRIVE – Zensur

 
 
 
PARANORMAL DRIVE bzw. MARSHRUT POSTROEN – wie er in Russland vermarktet wird – ist ziemlich harmlos. Es gibt Dutzende plakativ eingesetzte Schockmomente zu sehen. Die Grausamkeiten reduzieren sich auf eine Nagelschere, die einem Protagonisten in den Hals gerammt wird. Zudem wird einer Verkäuferin in den Kopf geschossen und die Heldin verletzt sich am Finger. PARANORMAL DRIVE ist ein sicherer FSK16-Kandidat.
 
 
 


 
 
 

PARANORMAL DRIVE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Christine (1983)
 
Hybrid 3D (2010)
 
The Car – Der Teufel auf Rädern (1977)
 
Der Autovampir (1981)
 
Blood Car (2007)