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Filmkritik: „Crush the Skull“ (2015)

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CRUSH THE SKULL

Story

 
 
 

Ein paar Kleinkriminelle erleben die Hölle auf Erden. Sie steigen in Häuser ein und rauben sie aus. Leider haben sie sich diesmal das falsche Anwesen ausgesucht. Denn hier lebt das personifizierte Böse.

 
 
 


 
 
 

CRUSH THE SKULL – Kritik

 
 
 
Wenn Träume wahr werden. Die Webseite KICKSTARTER hat einmal mehr ein Wünschlein erfüllt und ermöglicht, dass ein Horrorfilm gedreht werden konnte. Der nennt sich CRUSH THE SKULL und wurde vom Newcomer VIET NGUYEN inszeniert, der bereits 2014 auf der bekannten Finanzierungsplattform zum Spenden aufrief und genug Filmfans dazu bewegen konnte mehr als 75.000 US-Dollar zu sammeln. Was jedoch auf der Crowdfunding-Seite als rabenschwarzer Mix aus Komödie und Horrorthriller beworben wurde, ist letzten Endes mehr Horror statt bitterböse Lachnummer. Für eine Komödie sind die eingestreuten Comedy-Elemente zu rar gesät. Tauchen sie dann doch mal auf, funktionieren sie nicht und wirken eher störend, weil CRUSH THE SKULL tatsächlich vorrangig ernster Natur ist. Das ist etwas bedauerlich, weil der Streifen durchaus was kann. CRUSH THE SKULL unterhält – zwar nicht immer helle, dafür kurzweilig. Etwas, dass immer wenigeren Horrorfilmen neueren Datums gelingt.
 
 
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Home-Invasion-Horror wird geboten, der jedoch diesmal nicht aus der Perspektive der Opfer erzählt wird, sondern die Geschehnisse aus den Augen der Bösewichte betrachtet. Ollie (CHRIS DINH) und Blair (KATIE SAVOY) sind eigentlich anständige Leute. Nur ab und an steigen sie in fremde Häuser ein, um sich mit gestohlenem Schmuck über Wasser halten zu können. Doch damit soll nun Schluss sein. Ein letzter Einbruch – danach möchte das Paar die kriminelle Laufbahn an den Nagel hängen. Leider verläuft der Einsatz nicht nach Plan, Ollie landet im Gefängnis und wird von der Liebsten für ein stattliches Sümmchen freigekauft. Neues Geld muss her, denn der Wunsch nach Freiheit hat ein großes Loch in die ohnehin schon leere Haushaltskasse gefressen. Abermals soll es ein Einbruch richten. Doch der wird diesmal für alle Beteiligten zum Verhängnis. Ein schmuckes Haus in einer guten Wohngegend ist nicht, was es zu sein scheint. Statt Kostbarkeiten finden die Hobbyeinbrecher darin Gevatter Tod. Ein wahnsinniger Serienkiller hat aus dem Haus seinen ganz privaten, hochperversen Foltertempel gemacht. Hier quält er ahnungslose Menschen zu Tode und lässt dazu die Kamera rattern. Drinnen ist man schnell – nur Rauszukommen wird zum Problem. Ob die unvorbereiteten Diebe ihren gesetzeswidrigen Fehler überleben werden?
 
 
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CRUSH THE SKULL basiert auf zwei früheren Werken des Regisseurs, die er bereits 2010 bzw. 2013 in Form von Kurzfilmen veröffentlicht hat. Bereits dort konnte der Filmemacher unter Beweis stellen, dass man auch mit kleinem Budget kurzweiligen Nervenkitzel heraufbeschwören kann. Seiner Linie bleibt VIET NGUYEN treu, der schon als Cutter an Serien wie IZOMBIE oder THE FOLLOWING beteiligt gewesen ist und mit dem ersten eigenen Spielfilm zeigt, dass man nicht viel Geld braucht, um durchaus unterhaltsame Filme zu drehen – insofern das Drehbuch überzeugt. Dieses vergleichsweise magere Budget sieht man CRUSH THE SKULL zu keiner Minute an. Ganz im Gegenteil. Regisseur VIET NGUYEN lässt den ersten Langfilm nach deutlich mehr Kohle ausschauen und improvisiert, wenn es der Finanzplan gebietet. So werten erfahrene Schauspieler das Geschehen auf, die bereits in den Kurzfilmen des Machers zu sehen waren. Sie agieren im Filmdebüt sympathisch und sorgen dafür, dass der Zuschauer mitfiebert, wenn es ihnen im Film an den Kragen geht. Damit ist CRUSH THE SKULL vielen Low-Budget-Produktionen gleichen Kalibers Längen voraus, denn oftmals machen dort untalentierte Laiendarsteller das Treiben fürs Publikum ungenießbar und schaffen es, sich seinen Zorn zuzuziehen. Von ungenießbar ist CRUSH THE SKULL also weit entfernt. Der Film kopiert nicht ungeschickt einen der Horror-Geheimtipps von 2009, der unter dem Titel THE COLLECTOR vor allem bei Fans fürs Grobe auf Interesse stieß. Hier musste sich ein Einbrecher durch ein mit Fallen bespicktes Heim vorarbeiten, um wieder in die Freiheit zu gelangen. Ähnliches Prinzip verfolgt auch CRUSH THE SKULL in dem Bösewichte zu Helden umfunktioiert werden und sich vor einem Psychopathen in Acht nehmen müssen, der die Eindringlinge in seinem Folterhaus eingesperrt hat, damit er sie möglichst brutal abschlachten kann. Leider musste auf übertriebenes Gemetzel verzichtet werden, weil Geld knapp war. Schlecht macht das diesen Überlebens-Horror nicht unbedingt, denn der Streifen gleicht dieses Manko anderweitig aus.
 
 
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CRUSH THE SKULL folgt unkonventionellem Wege und überrascht mit souveränem Tempo. So wird die Geschehnisse nie langweilig. Die Machart orientiert sich an gutem Horrorstandard und lässt nacheinander Freunde sterben, bevor auch der wahre Übeltäter sein Leben lassen muss. Aufgelockert wird die eigentlich austauschbare Handlung durch unerwartete Wendungen und einen knackigen Filmtwist. Beides gehört ja im Horrorfilm mittlerweile zum guten Ton, damit man sich an Filme auch noch drei Tage nach der Sichtung erinnern kann. Verübeln kann man die massentaugliche Inszenierung keineswegs. Im Falle von CRUSH THE SKULL sorgt die nämlich für kurzweiliges Popcornkino für das man den Kopf besser ausschaltet. Ohne Schnörkel zum Ziel lautet die Devise, die definitiv für unterhaltsame 90 Minuten sorgt. Nur darauf kommt es beim Schauen von Filmen an, schließlich ist das Unterhalten des Publikums das eigentliche Ziel eines jeden Filmemachers.
 
 
 


 
 
 

CRUSH THE SKULL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Spannender und wendungsreicher Überlebens-Horror im Stile von THE COLLECTOR. CRUSH THE SKULL wurde mit einem Budget gedreht, das man in Hollywood-Kreisen auch als Mikrobudget betitelt. Relativ: Dort bekommt man für das gleiche Geld gerade mal ein Catering geliefert, damit das Filmteam satt über den Tag kommt. Umso überraschender, was Regisseur VIET NGUYEN mit jenem überschaubaren Kapital von gerade einmal 75.000 US-Dollar auf die Leinwand gebracht hat. Sein Spielfilmdebüt bietet ein solides Drehbuch mit Drive und Wendungen. Zudem konnte man trotz kleinem Geld anständige Schauspieler engagieren, die den Zuschauer durch eine bitterböse Geschichte führen und gleichzeitig unterhalten. Da kann sich manch teurer Blockbuster eine Scheibe abschneiden. Viele von denen schaffen es trotz konventioneller Geschichten und üppiger Produktionsgelder nicht einmal, den Zuschauer vom Einschlafen zu bewahren. CRUSH THE SKULL zeigt, wie’s besser gehen kann.
 
 
 


 
 
 

CRUSH THE SKULL – Zensur

 
 
 
Viele bösen Szenen gibt es nicht zu sehen. Ein Kopf wird abgetrennt und Messer werden in Körper gerammt. Zudem kommt gegen Ende auch mal die Pistole zum Einsatz und eine Kehle wird aufgeschnitten. Einige Morde passieren im Off. Das dürfte dafür sorgen, dass CRUSH THE SKULL in Deutschland bereits für Jugendliche geeignet sein wird: FSK16.
 
 
 


 
 
 

CRUSH THE SKULL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Collector (2009)
 
Haus der Vergessenen (1991)
 
Don’t Breathe (2016)
 
The Collector 2 – The Collection (2012)
 
Tiger House (2015)
 


Filmkritik: „Tiger House“ (2015)

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TIGER HOUSE

Story

 
 
 
Vier Einbrecher legen sich mit einem Teenager an, der den ungebetenen Besuchern eine Lektion erteilt.
 
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Kritik

 
 
 
Nicht schon wieder ein Home-Invasion-Thriller. Die wurden seit der Mediensatire FUNNY GAMES ziemlich zahlreich fürs Heimkino produziert und spielen mal mehr, mal weniger drastisch mit den Urängsten des Zuschauers. So verwandelt sich in den meisten dieser Werke das eigene Zuhause zur gnadenlosen Todesfalle, weil sich Fremde Zutritt verschaffen, um ihre Lust am Quälen befriedigen zu können. Nicht ganz so heftig geht es in TIGER HOUSE zu. Hier versuchen Einbrecher Lösegeld zu erpressen, haben aber nicht mit der Raffinesse eines mutigen Teenagers gerechnet. Der bewegt sich wie eine Raubkatze unbeobachtet durch die verwinkelten Räume einer Villa und schlägt die Eindringlinge am Ende – im wahrsten Sinne des Wortes – mit den eigenen Waffen. Der nicht uninteressante Thriller geht auf das Konto des noch unbekannten THOMAS DELAY, welcher bisher nur Kurzfilme gedreht und mit TIGER HOUSE quasi den ersten Langfilm inszeniert hat. Ein solider Start ins Filmgeschäft, der nichts Großes ist, aber immerhin kurzweilige Momente beschert.
 
 
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TIGER HOUSE erzählt die Geschichte der smarten Kelly (verkörpert von KAYA SCODELARIO aus THE MAZE RUNNER), die den Liebsten (DANIEL BOYD) zum 18. Geburtstag überraschend möchte. Weil dessen wohlhabende Eltern nicht gut auf das Mädchen zu sprechen sind, schleicht sich der Teenager durch das Fenster ins Zimmer ihres Freundes und beichtet ihm von der bevorstehenden Schwangerschaft. Logischerweise ist die Freude nicht sonderlich groß. Doch für überschwängliche Predigten bleibt keine Zeit. Vier skrupellose Gestalten brechen in das Anwesen ein und nehmen die Familie gefangen. Sie wollen Lösegeld erpressen, bemerken aber die verängstigte Kelly nicht, die in letzter Minute unter das Bett ihres Freundes kriechen konnte. Nun versucht sie einen Ausweg zu finden. Doch der Weg hinaus ist voller Gefahren.
 
 
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Dass Newcomer THOMAS DELAY noch etwas grün hinter den Ohren ist, fällt im unausgereiften Inszenierungsstil auf. TIGER HOUSE bremst sich spannungstechnisch oft selbst aus, denn immer wieder werden die packenden Fluchtversuche der Hauptdarstellerin durch unnötige Dialoge zwischen den Einbrechern unterbrochen. Die haben nicht Gutes im Sinn und wurden mal wieder mit schablonenhafter Charakterentwicklung gesegnet, damit das Szenario bedrückender wirkt, als es eigentlich ist. So musste unter den Bösewichten auch ein Frauenschänder gemischt werden, was mittlerweile im Home-Invasion-Genre irgendwie zum Standard gehört. Im Falle von TIGER HOUSE ist das ED SKREIN. Der spielt hier einen verhaltensauffälligen Psychopathen, der leider etwas einseitig denkt. Statt nicht aufzufallen und die geplante Erpressung im Auge zu behalten, kommt ihm partout nichts anderes in den Sinn, als an hinterhältigen Geiselmissbrauch und kaltblütiges Morden zu denken. Dass der für sein krankes Verhalten am Ende mit dem Tod bestraft werden muss, liegt auf der Hand – so sind schließlich die Gesetze im Horrorfilm.
 
 
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Trotz klaustrophobischem Katz- und Mausspiel hat TIGER HOUSE ein großes Problem. Das liegt in der Glaubwürdigkeit seiner Protagonisten. Die handeln teils derart dämlich und unvorsichtig, dass Fluchen nicht ausbleiben dürfte. So flitzt die minderjährige Heldin wieder zurück in die Festung des Bösen, nachdem sie sich einen Weg in die Freiheit bahnen konnte. Auch die Einbrecher handeln unklug, legen Feuer im Haus und ziehen damit die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter und Nachbarn auf sich. Wer Filme mit unerwarteter Auflösung bevorzugt, ist mit TIGER HOUSE übrigens gut beraten. Dumm nur, dass die nicht sonderlich geistreich ist. Hier bekommt es der Zuschauer mit einem der hanebüchensten Filmenden zu tun, die man zuletzt im Genre zu sehen bekommen hat. Zieht man die Werke eines M. NIGHT SHYAMALAN (THE VILLAGE oder THE VISIT) zum Vergleich heran, sind dessen Filme hinsichtlich dummer Schlusstwiste diesem hier haushoch überlegen.
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein schweißtreibender Überlebenstrip. TIGER HOUSE ist ein packender Home-Invasion-Thriller mit fieser Auflösung und charmanter Hauptdarstellerin, der aber nicht frei von Fehlern ist. Regie-Newcomer THOMAS DELAY hat hier einen soliden Erstling abgeliefert, dem es des Öfteren gelingt Herzrasen zu verursachen. Gerade wenn Filmheldin wie eine Raubkatze unbemerkt an ihren Gegner vorbeihuscht, wächst der Streifen zu eigentlicher Größe heran. Leider hat TIGER HOUSE unter den teils dummen Handlungen seiner Figuren zu leiden. Die verhalten sich nicht immer klug und sorgen für lautes Fluchen. Dennoch; Zuschauer mit einer Vorliebe für Home-Invasion-Thriller werden vermutlich gut unterhalten – auch wenn TIGER HOUSE kaum Schauwerte oder Gewalt zu bieten hat.
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Zensur

 
 
 
Im Vergleich zu anderen Home-Invasion-Streifen geht es in TIGER HOUSE erheblich zahmer zu. Bis auf einen eingeschlagenen Kopf, diverse Schusswunden oder einen Pfeil, der sich durch einen Körper bohrt, gibt es kaum nennenswerte Schauwerte zu sehen. Der Film hat eine FSK16 erhalten und ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TIGER HOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Studio Hamburg (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tiger House; Großbritannien | Südafrika 2015

Genre: Thriller

Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080i)

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Keine Extras

Release-Termin: 13.10.2016 (BD KeepCase)

 

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TIGER HOUSE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Knock Knock (2015)

Hate Crime (2013)

Home Invasion (2012)

The Aggression Scale (2012)

Home Sweet Home (2013)

In their Skin (2012)