Filmkritik: „Living Among Us“ (2018)

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LIVING AMONG US

Story

 
 
 

Endlich geben sich die Vampire zu erkennen. Nach jahrhundertelangem Versteckspiel trauen sich die untoten Kreaturen an die Oberfläche und wollen einem Reporter-Team beweisen, dass man auch gesittet kann. Statt Menschen zu ermorden, will man Blut aus Blutbanken trinken. Ehrlich gemeint oder nur Schein, um die Weltherrschaft an sich zu reißen? LIVING AMONG US klärt auf.

 
 
 


 
 
 

LIVING AMONG US – Kritik

 
 
 
Vampire im Horror-Kino – das ist immer so eine Sache. Die meisten Zuschauer haben da vermutlich noch romantisierte Vorstellungen in den Köpfen und denken in erster Linie an so Schauspieler wie CHRISTOPHER LEE, die noch eher zurückhaltend und gesittet an den Hälsen junger, nackiger Frauen geknabbert haben. Mittlerweile hat sich auch im Vampirfilm der Wind gedreht. Da wird schon lange nicht mehr nur in Hälse gebissen. Vampire von heute kennen weder Skrupel noch Furcht. Die gehen mittlerweile mindestens genauso skrupellos zugange, wie Kultkiller-Kollegen MICHAEL MYERS oder JASON VOORHEES. Da werden Körper zerfetzt und munter filetiert. Filme wie 30 DAYS OF NIGHT oder BLADE geben den Takt vor. Auch der folgende Vampir-Streifen gehört zu dieser neuen Reihe von Blutsaugerfilmen, die den Staub der klassischen Vampir-Gruselfilmchen abklopfen wollen. Der nennt sich LIVING AMONG US und versucht den Vampirstoff in die Moderne zu transportieren. Das macht man zwar im Found-Footage-Stil – schlecht ist LIVING AMONG US deswegen aber nicht unbedingt.
 
 
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Trügerischer Frieden. In LIVING AMONG US haben sich die Vampire der Öffentlichkeit gestellt. Die haben bisher im Untergrund gelebt, wollen sich jetzt aber nicht mehr verstecken. Damit man nicht unschuldige Menschen töten muss, um Überleben zu können, wird unter den Vampiren die Forderung nach Blutbanken laut. An diesen Blutspendeeinrichtungen sollen sich nichtinfizierte Menschen Blut abzapfen lassen, damit sich die Vampir-Brut davon ernähren kann. Doch die Bevölkerung ist skeptisch, was Vampir-Botschafter Samuel dazu veranlasst Aufklärungsarbeit zu leisten. In Interviews mit der Presse stellt er klar, dass Vampire schon lange nicht mehr mörderisch sind und friedlich neben der Menschheit koexistieren können. Um die These zu bekräftigen, lädt er ein TV-Team in seine heiligen Hallen ein. Das sollen sich selbst ein Bild vom Alltag der Vampire machen. Doch die Einladung – man habe es geahnt – verläuft schnell in katastrophale Bahnen. Nach ersten Interviews mit den Vampiren wird es schnell ernst. Da beginnt plötzlich ein Wettlauf um Leben und Tod, der mal wieder vor Augen führt, dass Draculas Nachfahren noch immer raubtierähnliche Kreaturen sind.
 
 
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Was lange währt, wird irgendwann auf den Videomarkt geworfen. LIVING AMONG US ist ein waschechter Found-Footage-Film und wurde zu den Hochzeiten der Wackelcam-Ära im Jahre 2013 fertiggestellt. Knapp fünf Jahre später hat man den Streifen in Amerika ausgewertet. Alteingesessene Horrorfilmkenner haben da kein gutes Gefühl. Oft haben verzögerte Kinostarts oder verspätete Heimkinoauswertungen ihren Grund. Nicht selten sind nämlich die Leute hinter wenig von der Qualität ihrer Filme überzeugt. Doch an letzterer scheitert LIVING AMONG US nicht zwingend. Der Streifen gehört nämlich zu den besseren Filmen dieser Art. Das sollte dahingehend positiv hervorgehoben werden, weil das Found-Footage-Genre seit Jahren einen zweifelhaften Ruf genießt. Das schlechte Image kommt nicht von ungefähr. Schuld daran ist der fast schon inflationäre Gebrauch jener Stilelemente, die diese Filmgattung seit Anbeginn prägen. Das bedeutet in der Regel, dass man hier pseudodokumentarisches Filmmaterial untergejubelt bekommt, welches dem Zuschauer vorgaukeln will echt zu sein. Quasi: eine Dokumentation, die eigentlich gar keine ist.
 
 
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Was Ende der 1990er mit BLAIR WITCH PROJECT noch gut funktioniert, ist in Zeiten von Fake-News und alternativen Fakten eigentlich längst kalter Kaffee. Nach gefühlt tausenden Found-Footage-Filmen und den immer wieder gleichen Abläufen, Schreckmomenten und Kameraspielereien verursacht man bei Horrorfilmfans mehr Augenrollen, statt Vorfreude, wenn man über einen Found-Footage-Film berichtet. Eine traurige Entwicklung, die vor allem jene Found-Footage-Produktionen zu Unrecht straft, die dann doch versuchen wollen den Zuschauer zu unterhalten. Dazu gehört freilich auch LIVING AMONG US, der innerhalb erwähnten Subgenres keine üble Figur macht. Regisseur BRAIN A. METCALF legt nämlich ein ordentliches Tempo vor und hetzt den Zuschauer durch einen Film, der dem festgefahrenen Vampirfilm neues Leben einverleiben möchte. Schluss mit angestaubten Vampirklischees. Stattdessen versucht man dem Vampir-Mythos einer Frischzellenkur zu unterziehen in dem man dem Publikum mitteilt, dass Vampire von heute auch zeitgemäß leben können. Wir sehen weder Särge, die zu Betten umfunktioniert wurden, noch Knoblauch oder angebissene Hälse. Stattdessen wird eine moderne Horrorgeschichte erzählt, die grade wegen des Verzichts auf Vampirfilm-Klischees ganz solide unterhält.
 
 
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Eigentlich ganz brauchbare Gruselunterhaltung. Wäre da nicht der Dauerbeschuss nerviger Found-Footage-Stilmittel. Die Kamera bleibt zwar weitestgehend konstant, sodass man der Handlung gut folgen kann. Was aber nervt, ist der übertriebene Einsatz von Störsignalen und Bildrauschen. Die wirken dahingehend unnötig, weil selbst aktuelle Smartphones fehlerfrei in HD aufnehmen können. Wozu dann das Einspielen der ständig gleichen Pixel- und Störeffekte? Wir leben doch nicht mehr in Zeiten qualitativ minderwertiger VHS-Bänder. Ansonsten kann LIVING AMONG US zweifelsohne mehr, als die üblichen Verdächtigen. Der Film hat einige sehenswerte Spezialeffekte zu bieten, die natürlich aus dem Computer stammen und ein letzter Auftritt von JOHN HEARD erfreut. Der Vater von Kevin aus dem Kultstreifen KEVIN – ALLEIN ZU HAUS starb 2017 im Alter von 71 Jahren. Wenige Monate nach seinem Tod brachte man LIVING AMONG US in . Ein Schelm, wer denkt, dass im Zuge der traurigen Umstände noch schnelles Geld verdient werden sollte.
 
 


 
 
 

LIVING AMONG US – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Kurzweiliges Filmvergnügen, mit gelungenen Spezialeffekten. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich bald zu einem hektischen Überlebenskampf. LIVING AMONG US ist einer der wenigen Found-Footage-Filme, der sich dem Horror-Subgenre des Vampirfilms annimmt. Die Klischees klassischer Vampir-Streifen werden für diese Mockumentary kurz abgelegt, was vor allem jenen gefallen dürfte, die mit so schaurigem Vampir-Grusel gar nichts anfangen können. Von letzterem hat es rein gar nichts in diese Produktion geschafft. Stattdessen gibt es kurzweilige aber auch nicht unbedingt tiefgründige Unterhaltung für die Generation NETFLIX, die sich vor allem durch hektische Schnitte, viel Panik und plakativen Effekten auszeichnet. Regisseur BRAIN A. METCALF macht Nägel mit Köpfen und legt dabei ein ordentliches Tempo an den Tag, vor allem im letzten Drittel auch mal den Puls rasen lässt. Das macht LIVING AMONG US zu einem brauchbaren Wackelcam-Film für ausgehungerte Genrefilm-Fans, die ohne ihre tägliche Ration Horror nicht einschlafen können.
 
 
 


 
 
 

LIVING AMONG US – Zensur

 
 
 
LIVING AMONG US ist trotz Vampir-Thematik jetzt nicht unbedingt zeigefreudig was die Schauwerte betrifft. Es verbrennen einige Vampire durch Sonneneinstrahlung. Ein weibliches, menschliches Opfer wird von Vampiren mit Messern bearbeitet, damit die Kreaturen besser ans Blut kommen. Weiterhin gibt es eine Szene zu sehen in der sich ein Vampir freiwillig den Arm verbrennen lässt, in dem er ihn dem Sonnenlicht aussetzt. LIVING AMONG US dürfte eine FSK16 in ungeschnittener Form erhalten.
 
 
 


 
 
 

LIVING AMONG US – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Red Compass Media)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Afflicted (2013)
 
The Monster Project (2017)
 
Black Water Vampire – Die Nacht des Grauens (2014)
 

Filmkritik: „Haunting on Fraternity Row“ (2018)

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HAUNTING ON FRATERNITY ROW

(THE PARTY CRASHER)

Story

 
 
 

In HAUNTING ON FRATERNITY ROW gerät eine Studentenparty aus dem Ruder, weil ein Dämon das Zepter in die Hand nimmt.

 
 
 


 
 
 

HAUNTING ON FRATERNITY ROW – Kritik

 
 
 
Vermutlich kennt jeder folgendes Phänomen: man sieht einen hektisch zusammengeschnittenen Trailer, bei dem reichlich geschrien und getötet wird. Das macht Lust auf mehr. Hat man dann aber den fertigen Film im Player, ist von angepriesenem Mord- und Totschlag kaum noch etwas zu sehen. Die Filmindustrie schummelt, wo es nur geht, damit im Zuge der immer träger werdenden Kaufbereitschaft des Filmfans überhaupt noch Heimkinomedien und Kinokarten verkauft werden können. Ganz vergönnen kann man die zweifelhaften Marketingmethoden nicht. In einer Zeit, in der der Streaming-Markt boomt und Zuschauer lieber auf der Couch sitzen bleiben, statt Media Markt oder Lichtspielhaus zu besuchen, wird nach Tricks gesucht den Kauf neuer Filme irgendwie schmackhaft zu machen. Leider hat nicht selten der zahlungswillige Zuschauer den Nachteil. Der kauft die Blu-ray oder ein Kinoticket und ist enttäuscht, weil der zuvor im Trailer angepriesene Blut- und Schockrausch nahezu kaum vorhanden ist. Gleiche Erfahrung haben wir mit HAUNTING ON FRATERNITY ROW gemacht. Der Trailer suggeriert einen intensiven Horrortrip mit viel Geschrei. Nach dem muss man im fertigen Film genauer suchen. Offenbar haben schlitzohrige Schnittmeister die besten Szenen in knapp zwei Minuten Werbefilm gepackt. Verflixt und zugenäht.
 
 
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Im Haus einer Studentenverbindung wird eine groß angekündigte „Winter Luau“-Party gefeiert, die vielen Studenten im Gedächtnis bleiben soll. Doch die Vorbereitungen zur Sause offenbaren ein düsteres Geheimnis. Durch einen Unfall entdeckt man im Keller des Wohnheims einen geheimnisvollen Raum, der viele Fragen aufwirft. Wurden hier etwa geheimnisvolle Rituale abgehalten? So in etwa! Was die Studenten nämlich nicht wissen ist, dass sie mit der Öffnung des Zimmers einen Dämon befreit haben, der sich nun unter die Partygäste gemischt hat. Der will nicht feiern, sondern töten. Was folgt, ist ein folgenschweres Massaker, das im Chaos endet. Wer wird diese Party wohl überleben? Wir zumindest verraten es an dieser Stelle nicht.
 
 
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Du hast eine Vorliebe für MTV-Reality-Shows in denen verzogene Gören feiern, saufen und grölen? Dann könnte HAUNTING ON FRATERNITY ROW nach Deinem Geschmack sein. Der Film ist nichts anderes als der hyperaktive Zusammenschnitt einer mehr als dummen Party während der sauf- und paarungsbereite Studenten mit paranormalen Dingen konfrontiert werden. Dabei wird von Found-Footage-Stilmitteln Gebrauch gemacht, die aber im Verlauf schnell an Bedeutung verlieren. So bekommt der Zuschauer anfangs noch das zu sehen, was die Partygänger mit Smartphones und Handkameras filmen. Später scheint sich aber die Kamera aus unerklärlichen Gründen zu verselbständigen, sodass unklar bleibt, wer denn nun eigentlich das Bewegtmaterial zur Party liefert. Regisseur BRANT SERSEN nimmt es mit der Found-Footage-Rezeptur nicht so genau und das ist offenbar auch das Beste, was er machen konnte. Weil sich plötzlich die Kamera löst und die Ego-Perspektive vernachlässigt, ist HAUNTING ON FRATERNITY ROW zumindest einfacher zu verdauen, als manch anderer Streifen dieses Sub-Genres. Gut für den Zuschauer. Dieser muss diesmal weitestgehend auf jene Stilelemente verzichten, die das Found-Footage-Genre so berüchtigt und unbeliebt gemacht haben. Das bedeutet, dass Bild-Ausfälle, Störgeräusche oder Wackelattacken aus dem Drehbuch verbannt wurden. Ist HAUNTING ON FRATERNITY ROW daher auch gleichzeitig sehenswert? Wir meinen: Nein!
 
 
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HAUNTING ON FRATERNITY ROW hat ein großes Problem mit seinen Figuren. Gute Filme zeichnen sich dadurch aus, dass ein sympathischer Protagonist den Zuschauer an die Hand nimmt und durch den Film führt. Von zugänglichen Figuren ist aber in diesem Horrorstreifen weit und breit keine Spur. Der Zuschauer bleibt sich selbst überlassen und muss sich durch eine sperrige Handlung quälen, die in erster Linie mit unwichtigen Szenen gefüllt wurde. Da wird sich die Birne weggekokst, gesoffen und mit Mädels geflirtet. Halbstarke Anmachsprüche runden den Partygau ab. Irgendwie bleibt im Trubel der Gruselfaktor auf der Strecke, der bei genauer Betrachtung erst in den letzten 15 Minuten Gewichtung erhält. Eine enttäuschende Prämisse mit dem sich HAUNTING ON FRATERNITY ROW wohl keine Freunde machen wird. Warum? Der Film ist zu viel PROJEKT X statt PARANORMAL ACTIVITY und hat auch sonst keinerlei Spannungsbogen zu bieten. Bevor hier überhaupt irgendwann der Horror losbricht, dürfte der Zuschauer entweder eingeschlafen sein oder seine Klamotten gepackt haben, um selbst auf der nächsten Party zu tanzen. Ein einfältiges Stück Zelluloid und definitiv nur etwas für Hardcore-Found-Footage-Liebhaber.
 
 
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HAUNTING ON FRATERNITY ROW – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
PROJEKT X trifft auf PARANORMAL ACTIVITY. Klingt gut, oder? Ist es aber nicht. Bei diesem Schnarcher handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes, um die geistloseste Party ever. Durch knapp 80 Minuten Film muss sich der Zuschauer im Falle von HAUNTING ON FRATERNITY ROW quälen, bis hier überhaupt mal etwas Nennenswertes passiert, was der Bezeichnung „Horrorfilm“ gerecht werden kann. Bis dahin muss man Sprüche primitiver Alpha-Männchen und das Gegacker nicht sonderlich heller Blondinen ertragen. Ein paar wenig zeigefreudige Fummelszenen und etwas Party-Pop-Musik gibt’s obendrein. HAUNTING ON FRATERNITY ROW ist typischer Filmschrott für die Generation NETFLIX, der es nach anspruchslosen Filmen dürstet, nur mit dem Ziel, die Zeit irgendwie über die Runden zu bekommen. Dass einem hier Horror untergejubelt wird, der noch nicht mal einen Spannungsbogen oder gar sympathische Figuren besitzt, dürfte wohl jenem Zuschauer-Klientel erst gar nicht auffallen. Nein, HAUNTING ON FRATERNITY ROW ist weit weg davon ein guter Film zu sein. Hier hat alles den Anschein, als haben die Macher eine Villa gemietet, Mucke aufgedreht und die Darsteller sich selbst überlassen. Die Handlung ist rudimentär und selbst Schocks sind Mangelware. Gute Voraussetzungen also, um von HAUNTING ON FRATERNITY ROW die Finger zu lassen. Den hat übrigens Regisseur BRANT SERSEN (SANATORIUM) mit einem für Indie-Horror ordentlichen Budget auf die Beine gestellt. Sage und schreibe fünf Millionen Dollar Produktionsbudget standen zur Verfügung, um was Gruseliges zu inszenieren. Wer den Streifen gesehen hat, dürfte sich zu Recht fragen, in was denn die Kohle investiert wurde. Die für Horrorfilme wichtigen Gewaltszenen fehlen fast gänzlich, die Schauspieler agieren eher zweckmäßig und für das Set hätte eine mit Lichterketten geschmückte Garage ausgereicht. Zum Vergleich: Ein Film, wie CULT OF CHUCKY musste mit gleichem Budget haushalten. Ratet mal, welcher der beiden Filme das Rennen macht.
 
 
 


 
 
 

HAUNTING ON FRATERNITY ROW – Zensur

 
 
 
HAUNTING ON FRATERNITY ROW, der anfangs eigentlich mal THE PARTY CRASHER heißen sollte, ist gewalttechnisch kaum der Rede wert. Am Ende sieht man ein paar Protagonisten, denen vom Dämon die Augen herausgerissen wurden. Das sieht teils aus, als habe man über die Gesichter der Opfer einen Snapchat-Filter gelegt und lockt wohl keinen Horrorfilmfan vorm Ofen hervor. Weiterhin gibt es eine aufgeschnittene Kehle zu sehen und etwas „Kleinkram“. Hierzulande dürfte HAUNTING ON FRATERNITY ROW eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

HAUNTING ON FRATERNITY ROW – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Vertical Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Monster Project (2017)
 
Grave Encounters (2011)
 
The Entity (2015)
 

Filmkritik: „The Monster Project“ (2017)

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THE MONSTER PROJECT

Story

 
 
 

Und Monster gibt es doch: Vier Freunden wollen mit ungewöhnlichen Videos Geld auf YouTube verdienen. Sie kommen auf die Idee auf die Suche nach echten Monstern zu gehen. Da wir hier fast nur Horrorfilme besprechen, darf man davon ausgehen, dass dieses Vorhaben im Desaster enden wird.

 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Kritik

 
 
 
Es gab mal eine Zeit, da hat man im Horror-Bereich Trends gesetzt. Einer derer nannte sich Found-Footage und war plötzlich so chic, dass beinahe jeder neue Horrorfilm davon Gebrauch machen musste. Das Resultat waren Horrorfilmen, die entweder im Dokumentarstil über Leinwände flimmerten oder aussahen, als habe man die mit der Videokamera selbstgedreht. THE MONSTER PROJECT ist ein später Nachzügler genau jener lukrativen Found-Footage-Welle, die angekurbelt durch den Erfolg von THE BLAIR WITCH PROJECT seit 1999 relativ lange durch die Filmwelt wütete. Offenbar hat sich aber mittlerweile ein Sättigungsgefühl eingestellt. Seit die Horror-Fortsetzungen BLAIR WITCH und PARANORMAL ACTIVITY: THE GHOST DIMENSION an den Kinokassen floppten, haben Studios das Interesse an Filmen im Found-Footage-Stil verloren. Ganz unbegründet ist der abebbende Hype aber nicht. Das Konzept auf authentisch und echt gebürstete Filme zu produzieren wurde so oft wiederholt, dass man sich sprichwörtlich daran satt gesehen hat. Leider ist das wohl noch nicht bis zu Regisseur VICTOR MATHIEU vorgedrungen. Der scheut nämlich mit THE MONSTER PROJECT neue Wege und setzt eher auf Altbewährtes, das aber niemand mehr sehen will. Entstanden ist typisches Found-Footage-Gewackel für das man unbedingt Fanboy sein muss, um es ertragen zu können. Irgendwann muss eben auch mal Schluss sein.
 
 
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Einmal mehr ist das Internet Schuld. Vier Freunde wittern nämlich dort die schnelle Kohle. Mit selbstgedrehten Videos will man auf einer Videoplattform Geld verdienen. Doch wie das Bankkonto füllen? Es müssen Videos von echten Monstern sein, die die Zuschauer um den Schlaf bringen sollen. Deshalb stellt man eine Anzeige ins Netz und bittet um Mithilfe. Es werden Kreaturen gesucht, die man nicht täglich zu Gesicht bekommt. Und wie es der Zufall so will melden sich wirklich drei Personen, die von sich selbst behaupten nicht menschlich zu sein. Ein gefundenes Fressen für unsere Kumpels. Diese laden die drei selbsternannten Monster für ein Interview in eine morsche Hütte ein. Ein fataler Fehler, denn wer schon einige Horrorfilme gesehen hat weiß, dass Geschöpfe der Hölle niemals friedliebend sind.
 
 
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Hilfe, es wackelt wieder. THE MONSTER PROJEKT ist ein lupenreines Found-Footage-Movies wie man es seit THE BLAIR WITCH PROJEKT so ziemlich oft gesehen hat. Wieder mal werden Geschehnisse aus der Ego-Perspektive gezeigt. Diesmal tragen mehrere Freunde Kameras bei sich, mit denen sie kleine Dokus für den eigenen YouTube-Kanal drehen wollen. Demzufolge sieht man das Treiben quasi aus deren Augen, weil die Protagonisten das filmen, was ihnen vor die Linse kommt. So wird das Gefühl vermittelt, dass der Zuschauer Teil der Gruppe ist. Ein erfinderischer Trick, um Geschehnisse authentischer wirken zu lassen. Leider bringt dieser Erzählstil die gleichen Probleme mit sich, mit denen nahezu alle Found-Footage-Filme zu kämpfen haben. So ist die Kamera nie konstant, sondern gerät permanent aus dem Ruder. Die Folge ist permanentes Gewackel, was vor allem dann anstrengend wird, wenn die Filmfiguren in Panik geraten und unkoordiniert durch die Szenerie flitzen. Das ist ab Filmmitte der Fall. Dann nämlich werden die vier Freunde von ihren Interview-Partnern durch ein Haus gehetzt, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt. Die geben sich tatsächlich als Kreaturen der Schattenwelt zu erkennen und jagen ihre Opfer durch Räume, Flure und Finsternis. Weil die Monster immer wieder unerwartet vor die Linse springen, während die Filmhelden einen Ausgang suchen, verwandelt sich THE MONSTER PROJECT zu einem filmgewordenen Ego-Shooter. Da werden Erinnerungen an so ähnlich gestrickte Streifen wie HOTEL INFERNO oder FIRST PERSON SHOOTER wach. Auch dort versuchte man Horror im Baller-Game-Stil und aus der Ego-Ansicht ins Wohnzimmer zu bringen. Leider verlor die ungewöhnliche Machart schnell seinen Reiz und verursachte Kopfschmerzen. Manche Ideen nutzen sich eben schnell ab.
 
 
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Nicht anders sieht es da bei THE MONSTER PROJECT aus, für den man einen gesunden Magen mitbringen sollte. Nicht, dass der Found-Footage-Horror sonderlich blutig wäre. Ganz im Gegenteil. Hier bekommt man wegen nicht konstanter Kamera und planlosem Gewackel schnell Schwindelgefühle. THE MONSTER PROJECT ist ab der zweiten Filmhälfte schwer zu ertragen, denn dann setzt man auf Hektik und vor allem auf die Möglichkeiten digitaler Tricktechnik. Wie in GRAVE ENTCOUNTERS werden plötzlich menschliche Gesichter in befremdliche Fratzen umfunktioniert, die für kurze Adrenalinkicks sorgen sollen. Aber die Schockwirkung nutzt sich schnell ab, weil Handlungsverläufe zu oft wiederholt werden mit denen man den Zuschauer aus der Reserve locken will. Da schluchzen immer mal wieder Protagonisten in der Ecke, die dann nach ihrem Befinden gefragt werden. Kommt man ihnen zu nahe, drehen sie sich um und entlarven ihr wahres Gesicht. Spätestens nach der zigsten Wiederholung fragt man sich, ob die Helden von THE MONSTER PROJECT nichts dazulernen wollen. Kluge Horror-Unterhaltung sieht anders aus.
 
 
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THE BLAIR WITCH PROJECT ist Schnee von gestern. Jetzt kommt THE MONSTER PROJECT. In Interviews erklärte Regisseur VICTOR MATHIEU, dass die Grundlage zum Film bereits in frühen Jahren geebnet wurde. Als Kind verschlang der Filmemacher die GÄNSEHAUT-Bücher von R.L. STINE und auch das Videospiel zur Buch-Reihe mit dem Titel ESCAPE FROM HORRORLAND hinterließ bleibenden Eindruck. Als der Filmemacher dann auch noch den Vampir-Horror THE HAMILTONS zu sehen bekam, in dem eine Vampirfamilie auf Beutefang ging, formte sich die erste Idee zu einem eigenen Film mit Vampiren. Doch bei Blutsaugern sollte es nicht bleiben. Weil Mathieu ein großer Verfechter klassischer Monster-Movies ist, mussten auch noch andere Gestalten her, die das Grusel-Universum hergibt. So entstand nach und nach THE MONSTER PROJECT in denen diverse Horror-Kreaturen vereint werden konnten. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Rasant, schockintensiv und adrenalinreich! Eine effektreiche Horror-Achterbahn, die kaum Zeit zum Verschnaufen bietet. Man kann THE MONSTER PROJECT nicht vorwerfen langweilig zu sein. Der Film verfügt über einen hektischen Inszenierungsstil, der seine Figuren durch die sprichwörtliche Hölle jagt. Die kommen nicht zur Ruhe, weil sie in einem Haus rastlos von Monstern attaktiert werden. So weit so gut. Wie man aber das Katz- und Mausspiel auf Film gebannt hat, ist weniger schön. THE MONSTER PROJECT ist nämlich ein Found-Footage-Film und macht sich jedes Klischee zu Eigen, mit denen erwähntes Subgenre seit Jahren polarisiert. Zu sehen gibt es kaum konstante Kamerabilder, furchtbares Gewackel, Bildausfälle und Störsignale. Es wird dem Zuschauer also nicht gerade leicht gemacht der minimalistischen Handlung zu folgen, die sich in wenigen Worten erklären lässt. Weil man oftmals nur erahnen kann, was da vor der Linse passiert, wird THE MONSTER PROJEKT schnell zum Geduldsakt. Somit ist auch dieser Found-Footage-Heuler auch nur etwas für jene, die mit dieser Gattung Film etwas anfangen können. Wer daher schon immer ein Problem mit Wackelcam-Streifen hatte, wird auch hier schnell abgeschalten haben. Dazu folgt THE MONSTER PROJECT schlichtweg zu engstirnig den Regeln, die dieses Subgenre zu berüchtigt gemacht haben.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Zensur

 
 
 
THE MONSTER PROJECT hat zwar einige Schauwerte zu bieten, aber hier ist alles so schnell und hektisch geschnitten, dass man davon kaum etwas zu sehen bekommt. Neben Verwandlungsszenen in denen sich Menschen plötzlich in garstige Gestalten verwandeln, sieht man auch noch einige nett getrickste Splatterszenen in denen die Monster getötet werden und ihre Körper zerfließen oder in Sekunden vertrocknen. Hierzulande hat das Label PIERROT LE FOU eine FSK16 für THE MONSTER PROJECT erhalten. Ungeschnitten versteht sich.
 
 
 


 
 
 

THE MONSTER PROJECT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Monster Project; USA 2017

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1,85:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnitten Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook auf 3000 Stück limitiert

Extras: Making-of, Deleted Scenes, Audiokommentar des Regisseurs und Produzenten, Trailer | Zusätzlich im Mediabook: Booklet und Plakat

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 27.04.2018

 

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THE MONSTER PROJECT – Mediabook

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THE MONSTER PROJECT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei PIERROT LE FOU)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
FPS: First Person Shooter (2014)
 
Hardcore Henry (2016)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
Frankenstein´s Army (2013)