Filmkritik: „Big Daddy – Make America Stoned Again“ (2019)

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BIG DADDY – MAKE AMERICA STONED AGAIN

(HIGH ON THE HOG)

Story

 
 
 
Schweine- und Marihuana-Farmer „Big Daddy“ lebt mit seiner Sippe friedlich dealend im idyllischen Council Hill, bis ein alternder Agent auf seine Spur kommt….

 
 
 


 
 
 

BIG DADDY – Kritik

 
 
Fuck Mann. Was zum Teufel war das gerade nur, was in Gottes Namen habe ich hier gerade erdulden müssen? Entschuldigt den Einstieg aber es ist Sonntag, 16 Uhr, ich bin seit etwa 6 Stunden wach und einfach nur weil ich bereits knapp 100 Minuten davon mit „Big Daddy – Make America Stoned Again“ (Originaltitel: „High on the Hog“) gefüllt habe, kann ich mich jetzt schon zurücklehnen und sagen „Wow, was ein Tag doch.“. Nur leider nicht im positiven, gemütlichen Sinne, als hätte man gerade erfolgreich den Garten umgegraben oder seinen Roman beendet, nein, viel eher als hätte man gerade 2,5 Stunden „The Turin Horse“ gesehen, nur ohne die Ästhetik oder den atmosphärischen Mehrwert. Was ich abgesehen von der geöffneten Energydrinkdose gerade vor mir liegen habe, das sind jedenfalls 8 Din A4-Seiten Notizen denn ja, das hier könnte lang werden, gar einer meiner ausführlichsten Texte überhaupt. Erlebt habe ich so etwas nämlich noch nicht und auch wenn ich vor dem Genuss des Films tunlichst warnen werde, so möchte ich doch eben deswegen einen kleinen Einblick geben – also kommt mit mir auf eine Reise in den mit unerträglichsten Wahnsinn, der je auf Blu-ray gepresst wurde.
 
 
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Der vor 40 Jahren in Illinois geborene Tony Wash besuchte erst die legendäre Special F/X-School von Horror-Urgestein Tom Savini in Pennsylvania, bevor er 2007 mit „It’s my Party and I’ll die If I want to“ einen durchaus in Festivalkreisen gefeierten Indiefilm auf die Welt losgelassen hat, dessen positive Resonanz wohl genügte, um einen Fuß zu fassen, einige Kurzfilme zu kreieren und schlußendlich noch die mir bisher unbekannten Werke „Chop Shop“ und „The Rake“ zu drehen. Bevor dann, letztes Jahr, „High on the Hog“ verbrochen wurde, hierzulande wenig sinnvoll in „Big Daddy – Make America stoned again“ umbenannt – was einfach nur der Name von Sid Haigs Charakter zusammen mit einer Tagline ist, die weder inhaltlich noch wörtlich je vorkommt.
 
 
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Sid Haig selber war so überzeugt von Wash und seiner Arbeit als Regisseur, dass er den Film direkt mitproduziert hat – und dass Haig seine simple und nie fordernde Rolle mochte, in der er kiffend zwischen 50 Jahre jüngeren Frauen auf seiner Farm chillt und kaum was tun muss, kann ich mir auch vorstellen. Aber wie sich dieses sehr lose „Konzept“ als Film präsentiert, das ist noch einmal eine ganz, ganz andere Frage. „For Bobby Z“ lautet die Widmung im Intro dieses Werks, da der im März 2015 bereits verstorbene Charakterdarsteller Robert Zdarsky, mir schon aus den Otto & Caesar-Filmen, anderen Lesern vielleicht eher aus „Tango & Cash“ bekannt war, hier als Mayor seine wohl vorletzte Rolle innehat – danke, Robert, dass du den Streifen mit deiner Präsenz veredelt hast, gerade da deine Szenen das wohl beste Acting dieses Trauerspiels beinhalten. „So it begins“ erzählt Sid Haig zu Drohnenfahrten über sonnige nordamerikanische Farmgebäude & Felder, und direkt fällt das körnige Bild auf, direkt die bemühten 70s-Farben, direkt das in „Grindhouse“ von Rodriguez und Tarantino deutlich zurückhaltender, deutlich pointierter benutzte Filtern von eigentlich ganz netten Aufnahmen, die möglichst gritty werden sollen. Wieso, fragt ihr euch? Bietet sich eine Story über einen Marihuana-Farmer, in dem echtes Material von aktuellen Ausgabestellen bzw. deren Razzias reingeschnitten werden, unbedingt für ein Throwback-Retro-Grindhouse-Erlebnis an? Nein? Nun, dann habt ihr jetzt wohl schon mehr über das Konzept nachgedacht, als der Regisseur.
 
 
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Ich will wirklich nicht die ganze Zeit austeilen, ich würd mich freuen über einen gelungenen Hybrid aus exploitativem Trash á la „Pervert!“ und entspanntem Kifferfilm, aber nichts von beidem braucht einen Fake-Bezug zu den Siebzigern, erst Recht nicht mit FSK 16 und ohne mit diesem Edi– egal, bleiben wir chronologisch. „Ain’t nobody gonna take our family farm away!“ slangt sich Haig durch das Voiceover, dann direkt zeigt der Editor sein hässliches Gesicht und in einem epileptischen Tobsuchtanfall von Opening Credits fährt ein schmissiges Muscle Car durch die Gegend, während generischer Hard Rock läuft und Splitscreen an Splitscreen an Splitscreen gereiht wird. Mal sehen wir das Auto gleichzeitig von der Seite und von oben, mal nur die Reifen ganz nah, dann wieder teilt sich das Bild in drei um simultan die mehrfach eingeblendete, amerikanische Flagge, die immer wieder identische Aufnahme einer Marihuanapflanze und das rumrasende Vehikel festzuhalten. Das ist noch deutlich anstrengender als es sich liest und würde selbst als Musikvideo nicht durchgehen, aber hey, im Intro toben sich überengagierte Editoren ja gerne mal aus und der Film hat schließlich noch nicht einmal richtig begonnen – denkste. Das Muscle Car fährt zum Stripclub, Stahlkappen auf den Lederboots des Fahrers, im Club direkt ein paar nackte Damen und ein schmieriger, schwitzender Typ, der einen geblasen bekommt. Das Schauspiel der gesamten Szene ist direkt auffallend grauenhaft, wenngleich auch nicht viel Dialog ausgetauscht wird, der Sound ist unverständlich und schlecht abgemischt, die Musik und Geräusche der Umgebungsatmosphäre wirken absolut nicht, als kämen sie aus dem Nebenraum.
 
 
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Kaum hat man das Intro halbwegs verdaut und kratzt sich fragend am Kopf, kommt der unfassbarste, anstrengendste, belastendste Part des gesamten Films, der Grund für mein Trauma: Es fängt damit an, dass völlig unvermittelt und ohne jede Vorstellung von irgendwem eine Frau panisch schreiend zu lauter Metalmusik und mit tausend Schnitten eine nächtliche Straße entlang rennt, und sich dabei bis auf die Unterwäsche entkleidet. Wer das ist oder warum wissen wir nicht, nur wie unfassbar es auch für den Zuschauer schmerzt, immer wieder festgefrorene Aufnahmen. Zu. Haben. Und. Dann. Wiedergehtesganzschnellweitermittausendschnitten. Und. Dann. Wieder. Einzelne. Frames. Unddannsiehtmanwiederwiesierenntundschreitundrennt. Unkonsumierbar, unzusammenhängend, unverständlich. Nächste Szene des gleichen Szenenblocks, ein Typ hat ne Schere im Kopf stecken, er und drei weitere junge Leute stehen scheinbar unter Schock am Krankenwagen, Polizei ist auch da. „How did this happen?“, Schreierei, mehr laute „Wuusch!“-Geräusche, überlagernde Tonspuren, Freeze Frames, Jumpcuts, der ganze Wahnsinn. Jetzt, nach der Frage also, FLASHBACK, denn diese uns völlig unbekannte Gruppe, die auch nichts mit der Farm oder dem Stripclub zu tun haben scheint, scheint zu diesem Zeitpunkt der eigentliche Fokus der Geschichte zu sein, als Aufhänger für den ganzen Film zu dienen – schließlich haben wir sonst noch nichts bekommen bis auf ein Voiceover von Sid Haig und einen ominösen Auftrag im Stripclub, richtig? Denkste.
 
 
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2 Stunden vorher, so informiert uns der hässliche Schriftzug, in diesem von hässlichen Einblendungen und Effekten und flackernden Einstellungen nicht gerade verschont gebliebenem Film, wollte die Gruppe „shit from some new guy“ holen. Durchschnittliche, generische Musik läuft zu laut im Vordergrund, dann geht der Film nach stolzen 8 Minuten Laufzeit auch direkt in die Vollen: War die bisherige, durchschnittliche Einstellungslänge bereits bei etwa 1-2 Sekunden, so wird jetzt in der Gruppe schlecht und unauthentisch wie sonst was gekifft und wenn dieser Film, mit diesem geisteskrankem Editor, der bereits da schon das mit Anstrengendste geliefert hat, das ich je gesehen habe, einen „bad trip“ inszenieren will, eine geistige Überforderung von drogeninduzierten Sinneseindrücken also, ja heilige Scheiße, verzeiht die Wortwahl, aber dann kann das Intro von „Enter the Void“ echt einpacken. Mit Verdopplungen und Zeitraffer und Zeitlupe und tausend Winkeln und hyperschnellem schwindelig machendem Editing und viel zu vielen Sounds und Eindrücken versehen wird sich hier durch eine Claymation-Splattersequenz gefiebert und genau diese Mischung aus hektischen Breakbeats und Panik und Desorientierung und Angst und Schweiß und Psychose verursachendem Editing ist es, die ich als „filmischen Bad Trip“ bezeichnen würde. Absolut unaushaltbar unangenehm, sehr immersiv und keine Ahnung was diese Szene, die wirklich nichts erzählt bis auf dass es gepanschtes Gras gibt, in diesem furchtbaren Film macht, aber so mitgenommen und unerwartet abgefuckt so völlig aus dem Nichts und ohne Warnung war ich lange nicht mehr. Alles wird viel zu schnell abgespielt, die unglückliche Kifferin rastet aus und sticht den Typen mit der Schere ab, den wir vor wenigen Minuten gesehen haben, ihr ist heiß, sie rennt weg und zieht sich aus, dann kommt ein Auto und überfährt sie – Cut, zurück zu der Stelle von vorher. Wofür das alles? Wieso diese Erzählstruktur? Wie zum Teufel hat dieser kurze Vorgang 2 Stunden gedauert? Ich weiß es nicht und es verwirrt nur noch mehr, darüber nachzudenken, aber einzigartig war dieser Höllentrip definitiv. Zu diesem Zeitpunkt, etwa 10 Minuten in „Big Daddy – Make America Stoned Again“ also, wünschte ich mir bereits einfach nur dass Entschleunigung stattfindet, dass auch nur eine Einstellung mal länger laufen darf als ein paar Sekunden, dass wir keine Shakycam auf engsten Raum haben mit tausend Überblenden und Filtern, sondern Tarkovsky-mäßige, ruhige, langsame Einstellungen zum Reinsetzen und Genießen. Doch selbst wenn Sid Haig als „Big Daddy“ einfach nur auf der Terasse sitzt und einen Joint raucht schafft der Editor es, das ganze sehr sehr kräftezehrend zu gestalten. B-Movie Legende Joe Estevez darf den eindimensionalen und wenig spannenden oder witzigen „Agent Dick“ spielen, der Big Daddy auf die Spur kommt und einen Durchsuchungsbefehl für die Farm möchte, bis auf Alkoholismus und eine leichte Verwirrung, die vermutlich eher von Estevez selber kommt, hat auch dieser Charakter aber leider keine weiteren Eigenschaften bekommen. In einer hässlichen, rot-blau-grün beleuchteten Wohnung steht Estevez nun im peinlichen Kostüm vor ein paar Dealern und erzählt zu weiterhin irritierendem Editing genau die Szene des Unfalls nach, die wir gerade gesehen haben. Drei bewaffnete „bad ass bitches“ dealen wohl das giftige Gras im Stripclub, so werden wir informiert. Der „Scene missing“-Gag wird zum zweiten Mal wiederholt, der Dealer schlecht getrickst verkloppt, Estevez nuschelt sich irgendwas in seinen Bart. Szene Ende. 14 Minuten im Film, 83 also noch, wie soll ich das nur aushalten?
 
 
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Die Bildfehler nerven, Sid Haig kriegt von seiner 50 Jahre jüngeren Frau/Freundin einen Blowjob, zu dieser wenig appetitlichen Vorstellung gesellt sich noch sein erzwungener Catchphrase „Pack it tight!“. Weil sinnloses Gelaber über das Joint drehen aber noch nicht genug sinnloses Gelaber für einen Film ist, wird zum Zeit füllen und zur Tortur des Zuschauers noch regelmäßig eine Radiomoderatorin eingeblendet, die, natürlich sinnloserweise oben ohne und notwendigerweise die ganze Zeit kiffend, „Queen Kush“ (!!!) heißt und ihren Sender auch wirklich einfach nur „Kush“ genannt hat, ohne jeden Witz dahinter oder auch nur den Versuch eines cleveren Wortspieles. Die mit ästhetischsten Aufnahmen, mit Rauchschwaden im pinken Licht, stammen dabei zwar von eben dieser Location, aber weil alles was sie labert leider nur unbrauchbarer Müll der unwitzigsten Sorte ist, kann ich selbst diese Inserts nichts als Pluspunkt verbuchen. Die restlichen Frauen auf Big Daddys Hof werden vorgestellt, sind aber unerwarteterweise weder sonderlich prägnant geschrieben, noch dargestellt, noch gecastet, noch halbnackt, einzig das Schauspiel fällt wie erwartet unterdurchschnittlich aus. Der Soundtrack begnügt sich derweil damit, uninspirierten Stock-Rock zu spielen, der so auch in 2000er-Rennspielen im Menü laufen könnte. 22 Minuten im Streifen, ich will sterben. Nach diesem überlang aufgebauten und verwirrenden Intro und einer weiteren unnötigen Szene, in der Dick einen Dealer beschattet oder so, kickt dann auch langsam mal die Hauptstory ein, da ein junger, weiblicher Cop sich zu außerordentlich grässlicher Musik auf der Toilette entscheidet, undercover als Prostituierte in den Stripclub zu gehen, um von den „bad bitches“ auf die Farm gebracht zu werden und den Fall endlich zu knacken. Immer die gleichen Bildfehler, flackernden Lichter und Überblenden erschweren das Sehvergnügen, fast als sei der gerade gelieferte Ansatz einer Story aber schon wieder zu viel für den Film, lehnt er sich jetzt narrativ im Stripclub erneut einmal komplett zurück und lässt einfach nur die Bilder und das gelungen groovige Rockcover sprechen, das im Hintergrund läuft. So verkommt die Seherfahrung also minutenlang endgültig zur unmotivierten und unerotischen Fleischbeschau ohne Dialog, ohne Handlung, ohne Substanz – und der schickste Shot ist ironischerweise der von Estevez, der draußen im Auto wartet.
 
 
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Nach 29 Minuten ging mir ein Herz auf, da es hier tatsächlich einen etwa 10-sekündigen Take gibt, in dem nicht geschnitten wurde – eine Insel der Ruhe in diesem endlosen Chaos. Die Polizistin wird wie geplant undercover weggefahren und zieht zum Verbrennen ihrer Kleider im Wald blank – doch so archaisch dem Exploitationfilm zugehörig dieses Szenenkonzept sich liest, der Zuschauer darf hieran nicht teilhaben. Lucy, unser Cop, wacht auf der Farm nackt im Bett auf und wird von Sid Haig begrüßt, der ohne Fragen ein Outfit bereit hat und sie hier arbeiten und leben lassen will. Warum eine dieser belanglosen Einstellungen plötzlich schwarz/weiß ist, weiß wohl auch nur der Regisseur selber, auch hab ich Sid Haig noch nie SO dermaßen schlecht spielen sehen, wie in dieser kleinen Szene, in der er seine anderen Frauen angiftet. Lucys Backstory steht als nächstes auf dem Menü, natürlich shit childhood, wird wortwörtlich so gesagt im Film, Frau #2 hatte auch ne schwierige Vergangenheit versteht sich, prinzipiell würd ich die Szene loben weil es endlich mal relativ ruhig ist und das Editing nicht ganz so verrückt rumspringt, aber dann kommen wieder laute Schreie und unfreiwillig komische Einblendungen zu eigentlich so ernsten Themen und der Film hat mich wieder völlig verloren. Es wird einfach erzählt, wie in einer Comedy – wenn erzählt werden soll, dass Zeit vergeht, sehen wir wirklich eine große Uhr, die schnell abläuft. Wenn es um Misshandlung in der Vergangenheit geht, hören wir ein Schlaggeräusch wie bei „Ups! Die Pannenshow“, wenn in der Vergangenheit jemand ermordet wurde, gibt’s nen Stock-Schrei von freesound und ne Blutspur auf dem Bildschirm. Nach dieser tiefschürfenden Szene wird erneut nur rumgesessen und, well, absolut gar nichts getan, bis auf dass Lucy mit Sid und den Mädels einen raucht, obwohl sie wenige Minuten vorher noch entschieden abgelehnt hat. Dick ist sich derweil alleine im Büro am wegsaufen, weil der Film natürlich vermitteln will Gras = Gut und Alkohol = Böse, auch wird die Tatsache dass es Alkohol ist ganz dezent mit einem Neonschild kommentiert, wie quirky doch. Fast so quirky, wie wenn in der folgenden Sexszene zwischen Daddy und einem seiner Girls ein filmfremdes stock-Pärchen reingeschnitten wird, das Sex hat, oder wenn eine Gurke eingeblendet wird für einen kurzen Moment, weil ein Mann nackt durch das Haus läuft. Haha, pickle rick!
 
 
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Magischwerweise sind wir, obwohl kaum etwas passiert ist, bereits bei 45 Minuten Editingunfall und alles was im hier und jetzt geschieht, ist, dass Lucy von einer der Frauen angemacht wird. Zudem offenbart sich langsam ein weiteres Problem des Editings, denn abgesehen vom Tempo und davon, dass es augenkrebsverursachend anstrengend und nervig ist, fehlen auch einfach jegliche Markierungen, Zäsuren oder Hinweise für den Zuschauer, wie viel Zeit vergangen ist, was gerade echt oder ein Traum oder ein Flashback ist, wo welche Stelle beginnt oder aufhört. Wenn man alles betont, wie bei Transformers z.B. auch, dann wird gar nichts mehr betont – wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig. Und wenn fast jede Szene ähnlich hektisch und flirrend und verwirrend geschnitten ist, dann geht alles in einem reinen Schnipselmatsch unter, aus dem man sich kaum noch zu helfen weiß. Und warum ständig „Scene missing“, soll das wirklich witzig sein? Warum regelmäßig Stellen in schwarz/weiß, ohne dass es konsistent oder clever genutzt wäre? Die One-Liner von Queen Kush gehen weiterhin auf den Senkel, während zu wie gewohnt schlechter und austauschbarer, zu lauter Musik auf n paar Glasflaschen geballert wird – wie in einem meiner Lieblingsfilme, Donnie Darko. Da schießt unser Protagonist zusammen mit seinen Freunden auch auf ein paar Glasflaschen und wie kommt es nur, dass ich bei Donnie Darko sofort erinnere, wie die Jungs einen legendären Dialog über die Schlümpfe und deren Sexualität führen, ich bei „Big Daddy“ aber nicht nur nicht den Inhalt erinnere, sondern mir gar keine Notizen zu der Szene gemacht habe, bis auf „null Charisma“? Ich lasse das Rätsel mal so stehen. Eine Collage von Gras-induzierten Unfällen bzw. Vergiftungen wird gezeigt und treibt irgendwo am Rand also auch diesen „Plot“ an, danach kommt als kurioser Szenenübergang, der witzig wäre wenn nicht der ganze Film so random und dumm wäre, ein zweisekündiger Einspieler von einer schweinemasketragenden Frau, die oben ohne zwei Pistolen auf den Zuschauer richtet und abdrückt. Ja, bitte, erlöse mich. 50 Minuten im Film, schlappe 47 also nur noch, haha, da scheinen sich die Dinge eeeeeendlich zuzuspitzen: In einer erträglichen, fast schon normal editierten und nett beleuchteten Barszene wird etwas diskutiert und schlecht gespielt, („So I’ll uuuhh…get you your icecream now.“) bevor Lucy wenig versteckt Dick anruft, von der Farm erzählt und dabei von Blondie entdeckt wird.
 
 
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Sie gibt direkt zu dass sie undercover ist und wird vermöbelt und siehe da, Sid Haig, von unten gefilmt, hühnenhaft in der dunklen Scheune, eine bestrafte Frau vor ihm auf dem Boden, das hätte prinzipiell wirklich Exploitation-Charakter und wirkt für ein paar Sekunden so sehr als Genrehommage und gelungenes Fanprojekt, wie es vermutlich wirken sollte – nur draus gemacht wird leider überhaupt nichts, erst Recht nicht mit dem Wissen dass wir unsere Protagonistin scheinbar nicht nackt sehen sollen und der Film eine FSK 16 bekommen hat. Eine Stunde im Werk, wieso muss es jetzt nur noch 37 Minuten gehen, statt 10? Während ich noch darüber nachgedacht habe, ob ich Queen Kushs Spruch „We put the oui in Weed“ oder doch lieber „We put the joy in Joint“ witziger fand, macht sich Big Daddy bereit, die ausspionierte Farm zu verlassen und mit den Mädels nen Neustart an einem anderen Grundstück zu versuchen, das er zum Glück noch besitzt. Im Intro und allgemein immer wieder wurde uns ellenlang erzählt, wie wichtig dieses spezifische Stück Farmland hier ist, das seit Generationen im Familienbesitz ist, aber sei’s drum. Einen unverständlichen „Semper Fi Motherfucker!“-Ausruf und erzwungen pseudocoole Dialoge später folgt dann, nach 64 Minuten die erste tatsächlich ganz okay bis gut gespielte Szene zwischen Zdarsky als parteiischen Mayor und Estevez als wütenden Dick, der endgültig die Schnauze voll hat. Großes Kino ist anders, für B-Moviefans aber definitiv eine spaßige kleine Konfrontation und vermutlich auch das traurige Highlight des Films. Echte Aufnahmen werden reingeschnitten um extrem tumbe Pro-Weed-Propaganda am Zuschauer auszulassen, mit der Subtilität von „Cool Cat saves the kids!“ und ohne, dass es je in die Story oder Szene passen würde. Das Niveau wird mit Big Daddy’s Maxime „Better pissed off than pissed on“ immerhin konsequent gehalten, mit unfassbar lautem Dröhnen und Schreien darf Daddy dann auch noch einen Alptraum erleben, einzig um Zeit zu strecken. Wieso muss dieser Film noch gleich 97 Minuten lang sein?
 
 
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Oh nein, der anstrengende, speedziehende, dadurch das Editing natürlich wieder sehr belastend machende, Dealer vom Anfang ist wieder da mit viel zu lauter Musik doch tut nichts wirklich Wichtiges, viel eher ist aber traurig wie dieser Film nun, nach 75 Minuten, 22 Minuten vor dem Ende der Chose, noch versucht für Sid „Big Daddy“ Haig eine Backstory zu erzählen, die natürlich lange nicht mehr interessiert. So prinzipiell nett diese Szene, mit ruhiger Erzählung und einer sympathischen Gitarrenmusik mit Geige und Ambient-Note im Hintergrund auch sein mag, so verschenkt ist die Möglichkeit. Weniger als eine Sekunde lang darf man dabei tatsächlich einen ziemlich brutalen und rabiaten Splattereffekt bewundern, aber wenn dann eine Szene später Agent Dick IMMER NOCH versucht den Durchsuchungsbefehl zu kriegen, frage ich mich echt womit zum Teufel ich die letzten 80 Minuten verbracht habe, da absolut nichts passiert ist. Die gorigste Szene des Films ist dann überraschenderweise echt, da die Jungs von Big Daddys Farm jetzt wohl für die ganze Stadt ein BBQ hosten und es sich nicht genommen wurde, echte Szenen des Ausweidens und Häuten und Schneidens des Schweins in den Film zu packen. Gehört zu der Vorbereitung und sieht auch recht horrorlastig, gut saftig, aus, aber wie so oft muss ich hinterfragen, was zum Fick damit bezweckt werden sollte. Der Mayor kommt auch dazu, 15 Minuten Film noch halleluja gleich geschafft, und auch einen Haufen Statisten hat man sogar gefunden für die überzeugende Kleinfeier auf dem Land, nur musst ich leider spätestens dann an den marginal besseren, aber immer noch sehr schlechten „Daddy’s Girl“ denken, als Sid Haig, also Daddy, „Welcome to Hell, Assholes“ sagt. 12 Minuten vor Ende, nachdem man sich durch dieses Schnittmassaker von einem fiebrigen Alptraum bar jedes Plots gekämpft hat, startet dann endlich auch mal eine Konfrontation und wie erwartet ist diese unlogisch, sinnlos, unrealistisch und mit (falschen) Stock-Sounds versehen. Eine Schrotflintenhülse fällt auf den Boden zum Sound einer 9mm-Hülse, Einschüsse sind nicht existent oder offscreen, sowohl auf Seiten der Farmbewohner, aber gerade auf Seite der Polizei, verhalten sich alle haltlos dämlich und gegen jede Vorschrift.
 
 
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Quer über die flüchtende Menschenmasse wird geballert, ohne jegliche Deckung auf kurze Distanz am Feind vorbei gerannt, Inkompetenz wo man hinsieht. Es gibt einen überraschenden und überraschend blutigen, erbarmungslosen Kill und der Versuch einen schlechten Catchphrase zu etablieren ist so absurd, dass ich wirklich lachen musste, aber dann sagt Sid Haig auch schon wortwörtlich „Well that’s a shitty ass way for it all to end“ und ich kann nur zustimmend nicken, Amen. Was bleibt zu diesem einmaligen Verbrechen zu sagen? „Big Daddy – Make America Stoned Again“ ist definitiv DER eine, herausstechende Film mit dem anstrengendsten, schlimmsten Editing, das ich je gesehen habe. Es ist ein Film, der es gleichzeitig schafft an den Problemen eines hochbudgetierten, seelenlosen Studio-Schrotts wie „Suicide Squad“ zu scheitern, da er sich anfühlt wie ein ewiges, auf Speed von Grundschülern editiertes Musikvideo, als auch an den schauspielerischen Unzugänglichkeiten und Budget-Makeln, die überambitionierte oder schlichtweg misslungene Indieproduktionen oftmals plagen. Song an Song, mal ok bis gut mal ganz fürchterlich wird aneinandergereiht, aber ebenso vergessenswert und kräftezehrend wie das Editing, das keine scheiß Einstellung mal zu Ende wirken lassen kann, werden auch die Lieder stets nur angespielt und dürfen kaum mal durchlaufen – und wenn doch, dann aber ohne, dass gleichzeitig etwas erzählt wird, oder passiert. Dass ich 100 Minuten mit einem Haufen Charaktere verbringe, die alle nicht durch ihre Taten oder Optik glänzen sollen, da es eben kein Exploitationfilm ist, und trotzdem niemanden davon näher kennenlerne, ist schon fast bemerkenswert.
 
 
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Da der Schnitt so desaströs ist, kommt allerdings die Frage auf wie dieser Celluloidhaufen ohne einen arrhythmisch auf der Tastatur breakdancenden Editor aussähe und die Antwort lautet, dass man auch dann noch mit relativ großen Namen und ziemlich viel Aufwand einen merkwürdig genrelosen und leeren Film geschaffen hat, der nun nicht mehr nervt, aber dafür einfach nur langweilt. Wirklich gemütlich, so dass wir einfach mit den Charakteren Zeit verbringen wollen, wird es nie, narrativ tut sich aber leider auch nichts. Script und Dialoge sind leider Müll ohne ausgleichende Faktoren, das Schauspiel hapert meistens an den sinnlosen Lines, ob es optisch ansprechende Szenen gab kann man wirklich kaum sagen, da durch die penetranten Bildeffekte kein Shot goutiert werden kann. Irgendwo zwischen peinlich stumpf politische Propaganda betreibendem Kifferfilm, Grindhouse-Abgesang und Stroboskoplichtclubbesuch nach der zehnten Nase mit Rattengift gestreckten Dingern hat „Big Daddy – Make America Stoned Again“ es sich gemütlich gemacht, als Film möglichst ungemütlich für jeden Zuschauer zu sein. Egal ob als Sid Haig-Fan oder Kiffer, egal ob auf der Suche nach einer Comedy oder einer reinen Stilhommage, egal was man sucht bis auf einen „How not to edit“-Kurs, man wird es hier wirklich nicht finden. Wenn man denkt, dass es das endlich war, folgen immerhin noch zwei durchaus gelungene Schmankerl: Einereits kifft „Queen Kush“ nämlich natürlich noch etwas, nur um auf die bereits bekannte, wenn auch abgeschwächte Bad-Trip-Art zu krepieren, inklusive erneut sehr starker Claymation-Effekte und effektiv abfuckendem Editings. Und dann folgt der beste Part des Films, mit Abstand: Die Credits am Ende. Hier nämlich tanzen die drei Darstellerinnen des Films alle oben ohne zu einem Lied, am Rand neben den Namen, das wars. Keine Schnitte, keine Überblenden, keine lauten Geräusche, keine schrecklichen Dialoge und ein Lied, das am Stück durchläuft. Es sind immer die gleichen drei Frauen in den immer gleichen Outfits, herausstechend bezaubernd finde ich persönlich niemanden davon und das Lied ist auch kein Kracher – aber im Vergleich zu allem vorher, muss ich die Ending Credits doch definitiv positiv betonen.
 
 


 
 
 

BIG DADDY – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Handwerklich prinzipiell deutlich über Tauberts Werken angesiedelt, schafft „Big Daddy – Make America Stoned Again“ es, durch das unangenehmste Editing, das ich je miterleben musste, einen Platz im Olymp der nervigsten und ungenießbarsten Filme aller Zeiten zu sichern. Als alptraumhafter Bad Trip, und das beweist der Film ganz eindeutig, funktioniert das bestens – als Langfilm aber eine reine Tortur im negativen Sinne.

 
 


 
 
 

BIG DADDY – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Big Daddy – Make America Stoned Again“ wurde von der FSK in der ungeschnittenen Fassung mit einer FSK16 freigegeben. Filmsammler können daher bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

BIG DADDY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Lighthouse Home Entertainment (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: High on the Hog; USA 2019

Genre: Action, Drama, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer

Release-Termin: KeepCase: 15.05.2020

 

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BIG DADDY – Trailer

 
 


 
 
 

Dr. Barry Nyle

(Rechte für Grafiken liegen bei Lighthouse Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Nixon and Hogan Smoke Christmas (2010)
 
Domino (2005)
 
96 Hours – Taken 3 (2014)
 

Filmkritik: „Carnage Park“ (2016)

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CARNAGE PARK – WILLKOMMEN IN DER HÖLLE

Story

 
 
 

Ein schießwütiger Heckenschütze (PAT HEALY aus STARRY EYES, COMPLIANCE und THE INNKEEPERS) schießt im staubigen Kalifornien aus der Ferne auf Menschen. Beim neusten Opfer hat er sich ein besonders zähes Ziel ausgesucht. Das lässt sich nämlich nichts gefallen.

 
 
 


 
 
 

CARNAGE PARK – Kritik

 
 
 
Regisseur MICKEY KEATING goes Exploitation. Wer regelmäßig die Filmvorstellungen auf FILMCHECKER liest und sich auch mit den Filmen auseinandersetzt, die er sich angeschaut hat, wird mittlerweile erkannt haben, dass der noch nicht einmal dreißig Jahre alte Filmemacher und seine Werke zu den ganz großen Geheimtipps im Genre zählen. Sie fallen durch Experimentierfreudigkeit und Einfallsreichtum auf. Keating lässt sich nicht reinreden, bei dem was er tut. Er dreht, worauf er Lust hat und schreibt sogar seine Drehbücher selbst. Warum das so vonstatten geht, verriet er erst kürzlich in einem Interview. So erklärte er, dass er sich nicht vorstellen könne, ein fremdes Skript zu verfilmen, weil er seinem Schaffen gern eine individuelle Note verpassen möchte. Deshalb geht bei ihm – vom Schreiben des Drehbuchs bis hin zum Führen der Regie – stets alles Hand in Hand, um beim Filmemachern alle Zügel selbst halten zu können. Keating bleibt seiner Richtung treu und probiert sich weiter aus. Nach dem Okkultismus-Horror RITUAL, der Sci-Fi-Mystery POD und dem minimalistischen Psycho-Geister-Drama DARLING wird es mit CARNAGE PARK reißerischer. Das Grindhouse-Kino der späten 1970er und frühen 1980er lässt grüßen. CARNAGE PARK besucht eine Zeit, in der es im Kino nicht gerade zimperlich zu ging.
 
 
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CARNAGE PARK beruht angeblich auf wahren Begebenheiten – zumindest wird das im Vorspann zum Film erklärt. Im Film folgt der Zuschauer einem Diebes-Duo, das irgendwo im wüstenartigen Hinterland Kaliforniens vor der Polizei flüchtet, weil es zuvor eine Bank überfallen hat. Doch das letzte Stündlein hat geschlagen. Schüsse fallen und bringen die Kleinganoven zur Strecke. Zurück bleibt eine Geisel (ASHLEY BELL aus THE LAST EXORCISM 2), die bald selbst ums Überleben bangen muss. Ein Vietnamveteran scheint von Sinnen zu sein und schießt auf alles und jeden, der sich auf sein Privatgrundstück verirrt hat. Dumm nur, dass die gekidnappte Bankangestellte Vivian unfreiwillig zum nächsten Ziel wird, weil sie im Kofferraum des Fluchtfahrzeuges eingesperrt war. Leider kennt der durchgeknallte Scharfschütze kein Erbarmen – auch nicht mit Unschuldigen. Er beginnt eine gnadenlose Jagd auf sein verängstigtes Opfer, das dem schießwütigen Militär hilflos ausgeliefert ist. Zartbesaitete Zuschauer halten da lieber Abstand – dieser Überlebenskampf setzt starke Nerven voraus.
 
 
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Als Hommage an die Crime- und Survival-Filme der 1970er beschreibt Regisseur MICKEY KEATING selbst seinen unbequemen Terrorstreifen CARNAGE PARK für den er sich von Werken alteingesessener Filmemacher wie SAM PECKINPAH, PETER WATKINS und angeblich sogar ROBERT ALTMAN hat inspirieren lassen. So erklärte Keating, dass er schon immer mal einen Film im Stile eines GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN machen wollte und sich nun endlich mit CARANAGE PARK die Möglichkeit ergeben hat, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Selbstverständlich ist sein Ausflug ins Terrorfach nichts im Vergleich zu wegweisenden Klassikern wie BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE oder DIEBE WIE WIR, die den kanadischen Filmemacher beim Schreiben des Drehbuchs beeinflusst haben sollen. Statt Nervenkitzel zu zelebrieren, liegt der Fokus auf schnellen Schocks und ein paar unappetitlichen Szenen. So wird der Zuschauer in erster Linie durch ein absurdes Szenario gejagt, das dann doch mehr an so ruppige Horrorstreifen wie TEXAS CHAINSAW MASSACRE oder THE HILLS HAVE EYES erinnert, die ebenfalls in den 1970ern entstanden sind. Visuell zumindest sind Vergleiche zu genannten Low-Budget-Schockern nicht von der Hand zu weisen, denn auch in CARNAGE PARK dominiert die vor Hitze flirrende Einöde des ländlichen Amerikas, in der die Schreie der verzweifelten Protagonisten ungehört bleiben.
 
 
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Auch wenn das Resultat ambitionierten Vorhabens dann doch mehr plakatives Zur Schau Stellen von Gewalt ist, muss man Macher MICKEY KEATING zu Gute halten, dass er den Terror souverän einfängt. Die Filmheldin wird nahezu unentwegt durch die trostlose Landschaft getrieben und entdeckt auf ihrem Irrweg weitere Opfer, die ganz unerwartet im Kugelhagel ihr Leben lassen müssen. Auf dem mit Leichen gepflasterten Grundstück des Bösewichts wird am Ende in einer verlassenen Mine der Showdown aufgetragen, der das willenstarke Opfer über sich hinauswachsen lässt. Gegen diese rastlose Überlebenshatz voller adrenalinreicher Momente ist eine Geisterbahn ein Scheißdreck. Trotz Lobesgesang auf die harten Überlebensthriller der 1970er gab es in der Vergangenheit schon Besseres zu sehen. Die Idee, von einem scheinbar unsichtbaren menschlichen Gegner attackiert zu werden, haben schon andere Filmemacher effektiv auf Zelluloid gebannt. Einer dieser zu Unrecht kaum beachteten Streifen ist der spanische KING OF THE HILL. Darin wird ebenso auf Unschuldige gefeuert – dort jedoch in den spanischen Bergen und mit einer Prise Gesellschaftskritik. Letztere sucht man in CARNAGE PARK leider vergebens. Logik übrigens auch – manchmal.
 
 
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CARNAGE PARK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Wenn aus einem Crime-Thriller ein adrenalinreicher Terrorstreifen wird. Ruppiger Terrorfilm, vor dem ungeübte Zuschauer besser einen Bogen machen sollten. CARNAGE PARK lebt von der ungemütlichen Idee, einem scheinbar unsichtbaren Gegner ausgeliefert zu sein und treibt eine ahnungslose Frau rastlos durch staubige Wildnis, die von einem psychopathischen Sniper beschossen wird. Der unfaire Überlebenskampf scheint das Opfer nicht nur an den Rand mentaler Kräfte zu treiben; auch psychisch meint es Regisseur MICKEY KEATING nicht sonderlich gut mit seiner Heldin, die aus Angst beinahe den Verstand verliert, sich aber immerhin stets zu wehren weiß. CARNAGE PARK ist psychologisch nicht sonderlich raffiniert und auch die Beweggründe des Täters, sowie dessen übermenschliche Cleverness haben kaum Hand und Fuß. Das scheint aber auch nicht die eigentliche Intension des kanadischen Filmemachers gewesen zu sein. Der probiert sich in Exploitation aus und versucht mit Terror zu schockieren. Gelungen ist Keating das allemal, denn CARNAGE PARK ist allein schon wegen der bizarren Thematik und dem teils unerwarteten Munitionshagel im Film nichts für Zartbesaitete.
 
 
 


 
 
 

CARNAGE PARK – Zensur

 
 
 
CARNAGE PARK ist nicht einfach zu verdauen. Der Fokus liegt auf Terror. Die Heldin wird ununterbrochen durch den Film gehetzt. Dabei sieht sie übel zugerichtete Leichen und wird selbst von einer Kugel gestreift. Bereits am Boden liegende Opfer werden – insofern sie noch leben – noch einmal mit einem Schuss aus der Ferne in die ewigen Jagdgründe befördert. Weiterhin gibt es eine unappetitliche Szene mit einer Bärenfalle zu sehen. Grafische Kopfschüsse sind hier Standard. Demzufolge wurde der Film hierzulande erst für Erwachsene freigegeben mit „keine Jugendfreigabe“.
 
 
 


 
 
 

CARNAGE PARK – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Carnage Park; USA 2016

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 02.01.2017 (BD KeepCase)

 
 
 


 
 
 

CARNAGE PARK – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Poster liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
King of the Hill (2007)

Outback – Tödliche Jagd (2011)

Tower Block (2012)

Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)

Filmkritik: „Headless“ (2015)

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HEADLESS

Story

 
 
 
Ein Spin-Off des erfolgreichen Indie-Horrorfilms FOUND: Ein Serienkiller macht Jagd auf junge Frauen, um sie zu köpfen und ihre abgetrennte Schädel zu penetrieren.
 
 
 


 
 
 

HEADLESS – Kritik

 
 
 
Jeder alteingesessene Horrorfan weiß, dass Fortsetzungen spätestens dann folgen müssen, wenn Horrorfilme mehr einspielen, als sie in der Herstellung gekostet haben. Gleiches Schicksal ereilt nun auch den Überraschungshit FOUND, der nicht nur von Kritikern gelobt und auf Filmfestivals ausgezeichnet wurde. Reichlich Aufmerksamkeit erhielt der Streifen vor allem wegen seiner drastischen Zurschaustellung von Gewalt, die in einigen Ländern dafür sorgte, dass FOUND nur geschnitten oder erst gar nicht veröffentlicht wurde. HEADLESS heißt nun der Nachfolger, der gleichen Erfolg verbuchen soll und vermutlich weitaus mehr Zensurprobleme nach sich ziehen wird, als der von SCOTT SCHIRMER inszenierte Low-Budget-Indiefilm aus dem Jahr 2012. Letzterer überließ die Regie seinem Kollegen ARTHUR CULLIPHER, der für die diversen Gore-Effekte in FOUND verantwortlich zeichnete und in HEADLESS seinem Fach alle Ehre macht. Was hier mit einfachen Mitteln an Perversion auf Zelluloid gebracht wird, stellt die in FOUND zelebrierten Gewaltmomente deutlich in den Schatten. Treu dem Fortsetzungscredo „mehr Gewalt, mehr Blut, mehr Tote“ wird in HEADLESS ein Gorefest der Extraklasse verbraten, das dem eher unerfahrenen Teil des Publikums tüchtig auf den Magen schlagen dürfte.
 
 
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HEADLESS ist keine Fortsetzung im herkömmlichen Sinne. Regisseur ARTHUR CULLIPHER hat hier jenen Streifen in Spielfilmlänge gedreht, den sich der kleine Marty mit seinem Klassenkameraden im Horrorfilm FOUND angesehen hat. Das Film-in-Film-Konzept ist nicht neu. Bereits das von den Regisseuren Robert Rodriguez und Quentin Tarantino umgesetzte GRINDHOUSE-Double-Feature bestehend aus DEATH PROOF und PLANET TERROR wurde um Werbeclips fiktiver Horrorfilme bereichert, die erst Jahre später zu abendfüllender Horrorware gemacht wurden nachdem sich ein regelrechter Hype um die erfundenen Filmtrailer entwickelt hatte. Innerhalb des immer noch beliebten Grindhouse-Stils macht es sich auch HEADLESS-Regisseur ARTHUR CULLIPHER bequem. Der hat nicht nur aus einem in Wirklichkeit nicht existenten VHS-Video ein Splatter-Erlebnis geschaffen; er gaukelt dem Zuschauer zudem vor einen Film aus dem Jahr 1978 zu sehen in dem Gewalt und Sex eine wesentliche Rolle spielen. Neben nackter Haut und genügend Splatter hat HEADLESS aber auch eine Geschichte zu erzählen. Die handelt von einem namenlosen Serienmörder, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Mit Skelettmaske vermummt folgt er einem imaginären Alter-Ego, das ihn zu schrecklichen Taten anstiftet. So werden Frauen geköpft, ihre Augen verspeist und die abgetrennten Köpfe penetriert. Die Ursachen sind – wie meistens – in der Kindheit zu suchen. Unter dem harten Regime einer dominanten Mutter wurde der Killer als Kind in einen Käfig gesperrt und von Mutter aber auch Schwester schikaniert und gedemütigt. Jahre später wird er von einem unbändigern Hass auf Frauen getrieben, den auch bald die Mitarbeiterinnen einer Rollschuhbahn zu spüren bekommen. Die sehen sich bald im ungemütlichen Heim des Mörders wieder, der in seinem Wohnzimmerregal eine stattliche Sammlung enthaupteter Frauenschädel ausgestellt hat.
 
 
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HEADLESS ist kein Film für kommerzverwöhnte Mainstream-Zuschauer, denn die Produktion befindet sich auf gehobenem Amateur-Niveau und hatte kaum Budget zur Verfügung. Das kam teils per Crowdfunding zusammen und ließ wenig Spielraum für Experimente zu. Vor allem bei den schauspielerischen Leistungen fällt das magere Kapital negativ ins Gewicht. Das laienhafte Schauspiel sorgt nicht selten für unfreiwillige Komik, denn die Akteure kreischen und winseln derart übertrieben und situationsfremd, dass es sogar zur Übersteuerung der Heimkinoboxen kommt. HEADLESS-Drehbuchautor NATHAN ERDEL erklärte in Interviews mit der Genre-Presse, dass er sich beim Schreiben von Filmen wie THE LAST HOUSE ON DEAD END STREET und THE HEADLESS EYES inspirieren lies – schmuddlige Werke, die in jenem Jahrzehnt entstanden, in dem auch HEADLESS spielen soll. So ist es demnach keine Wunder, dass der Film auch so ausschaut, als wäre er in jener Zeit entstanden, erinnert er in seiner schonungslosen Gewaltverliebtheit an ruppigen B-Horror der späten 1970er und den frühen 1980er. Dennoch, trotz aller Liebe zur Old School besitzt HEADLESS nur wenig Substanz. Der Film fokussiert sich all zu krampfhaft auf das Zeigen von Gewalt. Dabei war man offensichtlich bestrebt, die Gewaltschraube stetig fester zu ziehen, so dass der Film fast ausschließlich aus einer Aneinanderreihung drastischer Bilder besteht. Dass dem erfahrenen Zuschauer aufgrund mangelnder Abwechslung schnell die Augen schwer werden, ist da nur die logische Konsequenz. Schnell hat man sich an den immer gleichen Szenenabläufen sattgesehen.
 
 
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Auch wenn sich Macher ARTHUR CULLIPHER hinsichtlich der Splatter-Einlagen richtig austoben konnte, enttäuscht HEADLESS im direkten Vergleich zum Vorgängerfilm FOUND auf ganzer Linie. Der dreckige Retro-Mix aus MANIAC und TEXAS CHAINSAM MASSACRE macht nur bedingt Spaß, denn der Streifen wirkt lieblos und erzwungen. Fast schon möchte man meinen, dass man nach dem Überraschungserfolg von FOUND schnell noch die besten Szenen des Indies wiederverwerten und daraus krampfhaft einen Film machen musste, um erneut die Kassen klingeln zu lassen. HEADLESS bietet gerade einmal Stoff für einen Kurzfilm. Warum man auf Heller und Pfennig was fürs Abendprogramm drehen musste, dürfte in der Profitgeilheit gewinnorientierter Produzenten zu suchen sein. So darf man davon ausgehen, dass auch in Zukunft mehr aus dem erfolgreichen FOUND-Universum kommen wird und das Franchise so lang mit Fortsetzungen und Prequels vorangetrieben wird, bis keiner mehr den Killer mit der blutigen Totenkopfmaske sehen möchte. Wer von FOUND begeistert war und demnach einen ähnlich guten Film erwartet, sei an dieser Stelle vorgewarnt, denn HEADLESS ist alles andere als herausragende Horrorunterhaltung. Ein enttäuschendes Spin-Off und wie der Titel es hätte besser nicht umschreiben können: kopflos!
 
 
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HEADLESS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein dreckiger, tabuloser, schonungsloser und rabiat-blutiger Mix aus MANIAC und TEXAS CHAINSAW MASSACRE, der in Sachen Gewalt Fanherzen schneller schlagen lässt. HEADLESS erinnert in seiner Machart an reißerische Horrorstreifen, die Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre in den berüchtigten Grindhouse-Kinos liefen und vor allem durch das Zeigen drastischer Gewalt in Kombination mit schlechten Schauspielern und reichlich Sex zu beachtlicher Popularität kamen. Auf gleicher Welle schwimmt auch HEADLESS, der viele böse Szenen aneinanderreiht, damit pubertierende Jugendliche auf dem Schulhof was zu erzählen haben. Sieht man jedoch von den wirklich fragwürdigen Mordszenen ab, bleibt nicht mehr viel übrig, womit HEADLESS überzeugen kann. Die technische Standart ist bescheiden und das Schauspiel eine Katastrophe. Dafür sind die handgemachten Gore- und Splatter-Effekte für Indie-Verhältnisse durchaus sehenswert. Leider besitzt HEADLESS kaum Substanz, so dass man sich schnell an den bösen Momenten satt gesehen hat, die sich ständig wiederholen damit man Spielfilmlänge ereicht. Mehr als Stoff für einen Kurzfilm bietet die rudimentäre und wortkarge Handlung nämlich nicht, die zudem weder Identifikationsfiguren, noch einen Spannungsaufbau besitzt. Wer demzufolge nach dem Ausnahmefilmchen FOUND ähnlich Großes erwartet, sollte mit dem Schlimmsten rechnen. Kein Wunder, ist HEADLESS weit davon entfernt ein guter Horrorfilm zu sein und das obwohl er doch vielversprechend von den Machern als „lost slasher film from 1978“ beworben wird.
 
 


 
 
 

HEADLESS – Zensur

 
 
 
HEADLESS ist in Sachen Gewalt weitaus zeigefreudiger als der Vorgängerfilm FOUND – MEIN BRUDER IST EIN SERIENKILLER. Es werden Kehlen durchgeschnitten, Beine und Köpfe mit einer Machete abgeschlagen und Augäpfel aus Augenhöhlen gerissen, damit sie verspeist werden können. Weitaus derber sind die äußerst langen Penetrationsszenen in denen der Serienkiller die abgetrennten Schädel seiner Opfer penetriert. Die Effekte sind zwar simpel aber ziemlich hart anzusehen. Offenbar ein Grund, warum sich das österreichische Label ILLUSIONS UNLTD. die Rechte gesichert und den Streifen ungeprüft im deutschsprachigen Ausland veröffentlicht hat. HEADLESS kann synchronisiert und im Mediabook in drei limitierten Cover-Ausführungen über Österreich bezogen werden. Die Fassung im Mediabook ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HEADLESS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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Mediabook Cover A – auf 666 Stück limitiert (c) ILLUSIONS UNLIMITED

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Mediabook Cover B – auf 555 Stück limitiert (c) ILLUSIONS UNLIMITED

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Mediabook Cover C – auf 333 Stück limitiert (c) ILLUSIONS UNLIMITED

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Headless; USA 2015

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: nicht geprüft (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook in drei verschiedenen Ausführungen

Extras: 20-seitiges Booklet, Audiokommentar mit Regisseur & Drehbuchautor, Audiokommentar mit den Schauspielern, Making Of, Arthur Cullipher Exposed, Gag Reel, Raw Takes, Outtakes (aus FOUND), Kickstarter Spot (Blu-ray exkusiv), Kickstarter „Thank-you-Clips“ (Blu-ray exklusiv), Trailer

Release-Termin: Mediabook: 18.04.2019

 

Headless [Mediabook – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Headless [Mediabook – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

Headless [Mediabook – Cover C] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

HEADLESS – Mediabook

 
 
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HEADLESS – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Abbildungen liegen bei Illusions Unltd.)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Found – Mein Bruder ist ein Serienkiller (2012)
 
Alexandre Aja´s Maniac (2012)
 
The Orphan Killer (2011)
 
Carl (2012)
 
Maniac (1980)