Filmkritik: „Trick“ (2019)

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TRICK

Story

 
 
 

Ein Teenager richtet an Halloween ein Blutbad an und wiederholt sein perfides Treiben fortan zu jedem Halloween-Fest.

 
 
 


 
 
 

TRICK – Kritik

 
 
 
Was wäre Halloween nur ohne seine Horrorikonen und vor allem ohne seine bluttriefenden Horrorfilme. Alljährlich buhlen viele neue Genre-Produktionen am Tag vor Allerheiligen um die Gunst der Horrorfilmfans. Da wird massakriert, gemeuchelt und gefoltert – nicht immer erfolgreich. Viele dieser neuen Filme verschwinden danach in der Bedeutungslosigkeit, weil sie über keinerlei Alleinstellungsmerkmale verfügen. Eine Tatsache die Regisseur PATRICK LUSSIER nun ändern möchte. Der will sich nach DRIVE ANGRY und MY BLOODY VALENTINE 3D an den ganz großen Kultwerken des modernen Horrorfilms messen und prophezeit im Trailer zum Film TRICK die „Geburt einer Horror-Legende“. Vielversprechende Worte, die nicht selten Schlimmes erahnen lassen. So hat die Vergangenheit gezeigt, dass genau diese ach so hochgelobten Schocker nicht unbedingt von Qualität zeugen, die bereits beim Marketing den Mund zu voll nehmen. Im Falle von TRICK bestätigt sich dieses Muster. Viel Tamtam und am Ende nur heiße Luft. Eine gesunde Skepsis sollte bei derart Werbegequassel vorausgesetzt werden.
 
 
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Halloween 2015 – irgendwo in Benton, New York. Der 18-jährige Patrick ‘Trick’ Weaver feiert mit seinen Klassenkameraden eine Kostümparty. Doch die Feier endet im Massaker. Der Teenager zückt ein Messer und ermordet seine Mitschüler kaltblütig. Doch der Jugendliche kann überwältigt werden und landet wenig später in einem Krankenhaus, wo er von Gesetzeshütern bewacht wird. Der Friede ist aber nicht von langer Dauer. Trick kann sich losreißen und entkommt schwer verletzt. Ein Jahr später wiederholen sich blutige Morde, die sich auch diesmal haargenau so zutragen, wie bereits an Halloween des Jahres 2015. Für den Polizeibeamten Mike Denver zu viel des Guten. Der stellt Ermittlungen an und kommt bald zur Einsicht, dass es sich bei dem Wiederholungstäter um jenen Teenager handeln muss, der einst Halloween zu einer blutigen Nacht des Schreckens verwandelt hat.
 
 
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Nicht schon wieder ein Teen-Slasher. Zumindest könnte man das meinen, wenn man den ersten zehn Minuten von TRICK folgt. Darin sehen wir wie ein maskierter Teenager an Halloween diverse Mitschüler abschlachtet und anschließend in Polizeigewahrsam genommen wird. Doch der Halbstarke kann entkommen und mordet ein Jahr später erneut – pünktlich an Halloween. Da werden natürlich Erinnerungen an Carpenters Kult-Slasher HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS wach, wo ebenfalls ein von Hass getriebener Killer alljährlich am Abend vor Allerheiligen eine Kleinstadt in Angst versetzt. TRICK macht aber einiges anders. Der Streifen ist nicht unbedingt im Teenager-in-Angst-Genre beheimatet. Schnell schlägt der Streifen eine andere Richtung ein und wandelt auf Pfaden, die eher an so harte Thriller wie THE COLLECTOR und dessen Fortsetzung erinnern. Statt Teenager rücken Polizisten in den Mittelpunkt. Die hetzten einem Mörder hinterher, der stets einen Schritt voraus ist. Letzterer hinterlässt eine blutige Spur der Verwüstung und handelt fast schon übermenschlich. Das mag mancherorts unglaubwürdig und konstruiert erscheinen, bereichert den Thriller aber um eine gewisse Dynamik. Leider hat die Sache nur einen Haken. TRICK mangelt es an Spannung. Der Grund: die Szenenabfolge wiederholt sich zu oft. So wohnen wir den Taten des Killers bei, der anschließend von den Gesetzeshütern verfolgt wird – aber entkommen kann. Gleicher Ablauf wiederholt sich anschließend bis zum Erbrechen. Mit so einem „Trick“ kann man auch Spielfilmlänge erreichen.
 
 
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Immerhin glänzt der Horrorthriller durch blutige Schlachtereien. Der unberechenbare Mörder geht nicht zimperlich vor. Anfangs nur mit Messer bewaffnet, denkt er sich im Verlauf der Handlung perfide Tötungsarten aus, die nicht selten SAW-reske Ausmaße annehmen. Dabei zieht TRICK seinen Reiz daraus, dass lang unklar bleibt, warum das Böse hier Amok läuft. Ist es Rache an Mitschülern, Mobbing oder einfach nur die Lust am Töten? Viel erfährt der Zuschauer nicht über das personifizierte Böse, das vor allem wegen seiner unvorsichtigen Opfer leichtes Spiel hat. Das Kanonenfutter verhält sich reichlich dumm. So kann es schnell und effizient in den Filmhimmel gemeuchelt werden. Demnach ist der Blutzoll hoch – nur mit der Auflösung tut sich TRICK schwer. Die Erklärungen für die Taten haben es in sich. Hier wühlt der Streifen äußerst krampfhaft in der Twistkiste und versucht mit einer unvorhersehbaren Auflösung nach einer Fortsetzung zu schielen. Die wird nicht lange auf sich warten lassen – auch wenn des Rätsels Lösung das wohl dümmste ist, was das Filmjahr 2019 so hergegeben hat.
 
 
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TRICK – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SAW meets THE COLLECTOR. Blutiger Mix aus Cop-Thriller und Horror-Slasher mit an den Haaren herbeigezogener Auflösung, dummen Figuren und teils üblem Schauspiel. Ein großer Wurf ist Regisseur PATRICK LUSSIER mit seinem TRICK nicht gelungen. Der Filmemacher hat hier vermutlich versucht eine neue Horrorikone à la CHROMESKULL oder GHOSTFACE zu etablieren. Gelungen ist das Vorhaben nicht. Sein Bösewicht ist zwar böse, aber nicht sonderlich interessant und vor allem: austauschbar. Als wäre das schon nicht deprimierend genug, fehlt TRICK dazu auch noch ein Spannungsbogen. Hier wird Mord an Mord gereiht, bis man sich sattgesehen hat. Originell ist das nicht. Filmemacher PATRICK LUSSIER war als Regisseur fast ausschließlich für Videoware oder TV-Produktionen tätig. Genau in diese Schublade passt auch TRICK, der dann doch eher an schnell abgedrehte Low-Budget-Filme erinnert, die seit Jahren schnell und lieblos auf den Markt geworfen werden. Einzig der hohe Gewaltanteil dürfte bei Horrorfans in Erinnerung bleiben. Hier wird schnell, hektisch und oft gemordet. Ein paar fiese Splatterszenen gibt es obendrein. Ob das alles für neuen Horror-Kult ausreicht, steht auf einem anderen Papier. TRICK ist trotz Meuchelparade irgendwie langweilig und das, obwohl man mit SCREAM-Randy JAMIE KENNEDY und TOM ATKINS auch noch zwei bekannte Gesichter gewinnen konnte, die in so einigen gelungenen Genre-Beiträgen zu sehen waren. Offenbar hat das Geld gelockt oder es war ein Freundschaftsdienst. Anders lässt sich nicht erklären, warum sich zwei erfahrene Schauspieler in einem mäßigen Horrorfilm unter Wert verkaufen.
 
 
 


 
 
 

TRICK – Zensur

 
 
 
TRICK ist nicht ohne. Neben Messerstichen, werden ebenfalls Köpfe zermatscht und Kehlen durchgeschnitten. Hierzulande dürfte das zeigefreudige Gewaltspektakel aber erst für Erwachsene freigegeben werden. Man darf mit einer Veröffentlichung mit rotem FSK-Flatschen rechnen.
 
 
 


 
 
 

TRICK – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei RLJE Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
ChromeSkull: Laid to Rest 2 (2011)
 
Sieben (1995)
 
Bastard (2015)
 
You’re Next (2011)
 

Filmkritik: „Halloween Haunt“ (2019)

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HALLOWEEN HAUNT

(HAUNT)

Story

 
 
 

In einer Halloween-Attraktion müssen sich Studenten vor maskierten Irren in Sicherheit bringen.

 
 
 


 
 
 

HALLOWEEN HAUNT – Kritik

 
 
 
Wenn Regisseur ELI ROTH in der Produktion eines Horrorfilms involviert ist, läuten bei vielen Genre-Fans die Alarmglocken. Das nicht ohne Grund, hat sich der Macher von so kontroversen Filmen wie THE GREEN INFERNO oder HOSTEL in den letzten Jahren nicht unbedingt mit Ruhm beim Filmemachen bekleckert. Statt raffiniertes Grauen mit Hirn gabs von Roth meisten nur triviale Schlachtplatten aufgetischt, die sich vor allem durch drei Attribute auszeichneten: rohe Gewalt, dumme Protagonisten und triviale Handlungen. Dass damit ausgerechnet auch der hier vorgestellte HALLOWEEN HAUNT im Trailer wirbt, lässt Schlimmes erahnen. Auch dort wird reichlich Mord und Splatter gezeigt und ELI ROTH steht Pate. Ob das gutgehen kann?
 
 
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Das hat Harper (KATIE STEVENS) nicht verdient. Die hat in der Kindheit Furchtbares erlebt und kommt seither aus dem Teufelskreis nicht mehr heraus. Nachdem sie als Kind unter den aggressiven Attacken des Vaters leiden musste, quält sie sich nun in einer Beziehung mit einem trinkfesten Alkoholiker, dem gern mal die Hand ausrutscht. Doch das soll jetzt ein Ende haben. Die Studentin beendet kurzerhand die Beziehung und schließt sich einigen Freunden an, die an Halloween schlicht und einfach nur Spaß haben wollen. Der wird in einem der vielen Spukhäuser gesucht, die amerikanische Privatleute an Halloween betreiben, um darin zahlende Gäste erfolgreich zu erschrecken. Nach kurzer Suche wird man fündig. Ein abgelegenes Haus verspricht maximalen Terror. Den will man sich nicht entgehen lassen. Die Freunde hinterlegen am Eingang die Telefone und begeben sich ins Innere der morschen Hütte. Was sie dort erleben, ist nicht ohne. So hegen die maskierten Betreiber perverse Neigungen. Statt Besucher zu erschrecken, will man die Gäste jagen, foltern und töten. Keine guten Aussichten für die ohnehin schon traumatisierte Harper und ihre nervigen Kumpels.
 
 
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ELI ROTH hat diesmal nicht selbst inszeniert. Stattdessen fungierte der amerikanische Regisseur für HALLOWEEN HAUNT als Produzent und überließ das Regiezepter den zwei Filmemachern SCOTT BECK und BRYAN WOODS. Die konnten mit der Regie-Arbeit NIGHTLIGHT zumindest schon mal Luft im Horror-Genre schnuppern, waren aber damit nicht unbedingt erfolgreich. Weitaus lukrativer war da die Beteiligung am Horror-Hit A QUIT PLACE. Hier war das horrorfilmgegeisterte Duo als Produzent beteiligt und verdiente sich ein goldenes Näschen. Der Horrorthriller spielte über 340 Millionen Dollar ein. Angesichts der Produktionskosten von gerade einmal 17 Millionen Euro dürfte die Gewinnbeteiligung für der beiden Horrorfans ganz ordentlich gewesen sein.
 
 
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Während THE QUIT PLACE vor allem für seine starken Protagonisten, die mysteriöse Handlung und wegen der permanent angespannten Stimmung Lobeshymnen erntete, werden selbige im Falle von HALLOWEEN HAUNT überschaubar bleiben. Von den Qualitäten genannten Ausnahme-Horrors ist der hier vorgestellte Slasher weit entfernt. Offenbar fehlte jemand mit Erfahrung, der noch mal über das Drehbuch hätte schauen können. Dem Skript mangelt es nämlich an Originalität und frischen Ideen, die den Horrorthriller aus der Masse an Meuchelfilmen hervorgehoben hätte. Statt unerwartete Wendungen und blutiger Überraschungen reduziert sich HALLOWEEN HAUNT dann doch eher auf das, mit dem sich Geldgeber ELI ROTH seit den Anfängen seiner Karriere über Wasser hält. Das bedeutet: geistfreier Gewalt-Blödsinn nach Slasher-Schema F, der die niederen Instinkte des Zuschauers stimulieren soll.
 
 
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Unterm Strich alles wie gehabt – vermutlich, um das Publikum nicht zu überfordern. HALLOWEEN HAUNT – der übrigens im Original nur HAUNT heißt – ist ein Slasher unter so vielen. Wir sehen nicht sonderlich helle Studenten, die nicht sonderlich kluge Entscheidungen treffen und vor mysteriösen Fremden davonlaufen, die die jungen Leute möglichst kreativ um die Ecke bringen wollen. Das Regie-Duo SCOTT BECK und BRYAN WOODS nimmt aktuelle Horror-Blockbuster zum Vorbild. Etwas ESCAPE ROOM hier, einige SAW-Referenzen dort und ein bisschen HELL FEST ist auch dabei. Der Mix reicht aber nicht aus, um alteingesessene Horrorfilmkenner zu begeistern. Dafür fehlt es HALLOWEEN HAUNT einfach an Alleinstellungsmerkmalen, um im Sumpf der unzähligen Slasher-Produktionen hervorstechen zu können. Der Streifen baut einzig auf Schreckmomente und kurze Gewaltspitzen auf. Der Rest ist rudimentär und vor allem vorhersehbar.
 
 
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So läuft alles nach gleichem Konzept ab, mit dem sich schon Klassiker in den 1970ern über Wasser gehalten haben. Wir haben maskierte Killer, intelligenzfreies Kanonenfutter, blutige Morde und das obligatorische Final-Girl. Letzteres geht am Ende auf Rachefeldzug und ist auch die einzige Figur im Film, der Tiefe zuteil wird, um die Sympathien des Publikums zu ernten. Nun ja, es mag ja Zuschauer geben, die sich an den immer gleichen Abläufe des Slasher-Films nicht sattsehen können. Nachdem wir alten Säcke aber über die Jahre so viele dieser Produktionen gesehen haben, stellen sich langsam Müdigkeitserscheinungen ein. HALLOWEEN HAUNT ist ein Horror-Slasher von der Stange. Da ändert auch ein ELI ROTH nichts dran.
 
 
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HALLOWEEN HAUNT – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Jede Menge Geschrei, fiese Kills und reichlich Blut. HALLOWEEN HAUNT ist ein Horror-Slasher von der Stange, der das Slasher-Kino nicht unbedingt neu erfindet. Killer ermorden dumme Opfer, die genau das tun, über das man sich in so Horrorspäßen wie SCREAM oder SCARY MOVIE lustig macht. Immerhin überrascht der etwas zu ernste Horrorthriller mit guter Ausstattung, tollen Kostüme, souveränem Schnitt, atmosphärischer Beleuchtung und bemerkenswerter Kamera. Alles befindet sich für eine so kleine Low-Budget-Produktion auf einem erstaunlich hohem Niveau. Leider schwächelt das unkreative Drehbuch. Das wird nur durch eine makabre Schlusspointe auffällig. Darin spickt das Final-Girl das Heim mit genau jenen Fallen, die auch die Killer für das Fangen ihrer Opfer eingesetzt haben. Letztere erfahren erst zu spät vom cleveren Hinterhalt und schauen dumm aus der Wäsche, als sie in die Fallen tappen. Leider ist die Retourkutsche von nur kurzer Dauer. Kaum begonnen ist der Revenge-Part schon wieder zu Ende. Ein umfangreicher Rachefeldzug mit viel Blut hätte dem ermüdend vorhersehbaren HALLOWEEN HAUNT besser gestanden.
 
 
 


 
 
 

HALLOWEEN HAUNT – Zensur

 
 
 
HALLOWEEN HAUNT läuft pünktlich zum Halloween-Fest in den deutschen Kinos, obwohl wir der Meinung sind, dass eine Videoauswertung ausgereicht hätte. Ein Film wie HALLOWEEN HAUNT hat eigentlich im Kino nichts zu suchen. Es gibt einige Schauwerte, die aber nicht übertrieben zelebriert werden. Im Kino hat der Film eine Erwachsenenfreigabe erhalten und lief ungeschnitten. Das gilt nun auch für die Heimkinoauswertung. Die besitzt einen roten FSK-Flatschen und ist uncut.
 
 
 


 
 
 

HALLOWEEN HAUNT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Haunt; USA 2019

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making-of, The Sound of Haunt, Behind the Scenes

Release-Termin: 27.03.2020

 

Halloween Haunt [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HALLOWEEN HAUNT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Hell Fest (2018)
 
The Funhouse Massacre (2015)
 
The Bates Haunting (2012)
 
Das Kabinett des Schreckens (1981)
 
Dark Ride (2006)
 
Blood Fest (2018)
 
House of Terror (2014)
 
Killer Holiday (2013)
 
Circus Kane (2017)
 

Filmkritik: „Holidays – Surviving Them Is Hell“ (2016)

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HOLIDAYS – SURVIVING THEM IST HELL

(HOLIDAYS)

Story

 
 
 

Neun Regisseure berichten in acht boshaften Kurzgeschichten von ahnungslosen Menschen denen an geläufigen Feiertagen schlimme Dinge zustoßen.

 
 
 


 
 
 

HOLIDAYS – Kritik

 
 
 
Feiertage haben so an sich, manchmal in Stress auszuarten. Die ungeliebten Verwandten kommen zu Besuch, Stau sorgt für Chaos auf den Straßen und der Feststagsschmaus verkohlt ungewollt im Backofen. Festtage können also zum blanken Horror werden, was seit Jahrzehnten das Interesse von Filmemachern auf den Plan ruft, die besondere Anlässe in filmgewordene Albträume umformen. So hat das moderne Horror-Genre gezeigt, dass Feiertage nicht nur der Inbegriff von Besinnlichkeit, Nächstenliebe und Familienzusammenführung sein müssen. Im Horrorfilm sind es immer mal wieder gern diese Entschleunigungs-Tage, an denen die schlimmsten Tragödien passieren und das meiste Blut vergossen wird. Ob Valentinstag, Halloween oder Muttertag – nahezu jedes dieser Feste hat über die Jahre seinen eigenen Film-Schocker spendiert bekommen, was einmal mehr bekräftigt, dass die fleißigen Handlanger der Hölle einfach keinen Ruhetag kennen. Sie meucheln, fressen und foltern sich bevorzugt an freien Tagen durch das Fleisch ahnungsloser Menschen und stoßen damit auf Zustimmung beim Publikum, dem es trotz Festzeit gar nicht blutig und hart genug auf der Kinoleinwand zugehen kann.
 
 
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Obskure Kreaturen und gestörte Serienkiller wüten selbstverständlich auch im vorliegenden Streifen durch Kino und Wohnzimmer. Der buhlt unter dem Titel HOLIDAY (deutscher Titel: HOLIDAYS – SURVIVING THEM IST HELL) um die Gunst der Horrorfans und hat acht knackige Episoden zu bieten, die schockieren, erheitern und unterhalten wollen. Eine Handvoll im Horror-Bereich erfahrener Regisseure hat sich zusammengetan, um mit einem bitterbösen Festtagsprogramm beim Publikum Eindruck zu hinterlassen. Darunter auch Comic-Nerd KEVIN SMITH, der sich zuletzt mit Filmen wie TUSK und mit RED STATE sogar im Horror- und Thrillergenre ausprobiert hat. Auch dort mit ordentlich schwarzen Humor, der einem das Lachen im Halse stecken bleiben lassen konnte. Gleiche Humorschiene wird in HOLIDAYS beibehalten, der definitiv nichts für jene ist, die mit Galgenhumor auf Kriegsfuss stehen. Die Horror-Anthologie ist vollgestopft mit bitterbösen Späßen, die viele Episoden der bekannten Serie GESCHICHTEN AUS DER GRUFT in Erinnerung rufen. Dort endete jede der halbstündigen Geschichten mit einem möglichst makabren Höhepunkt und machte die Serie über Nacht zum Pflichtprogramm unter Horrorfans. So ähnlich wird das auch in der folgenden Anthologie gehandhabt. Fiese aber dennoch schwer unterhaltsame Kurzgeschichten gibt es nämlich auch in HOLIDAYS zu sehen. Die werden nacheinander erzählt und müssen diesmal leider ohne Rahmenhandlung auskommen, welche die einzelnen Segmente in den meisten Filmen dieser Art miteinander verknüpft. Jede Geschichte trägt die (visuelle) Handschrift des jeweiligen Filmemachers und gipfelt in einem Überraschungstwist. Das bringt Abwechslung in die Horrorsammlung und macht die Angelegenheit kurzweilig.
 
 
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Ein starker Auftakt wird mit der ersten Geschichte VALENTINE’S DAY geboten. Darin hat sich ein weibliches Mobbing-Opfer unsterblich in den Schulsportlehrer verliebt und zeigt ihm ihre Zuneigung auf gar blutige Weise. Okkultismus-Horror wird in ST. PATRICK’S DAY an den Zuschauer gebracht. Hier wird eine Grundschullehrerin aus heiterem Himmel schwanger und erlebt eine Geburt des Grauens – ROSEMARIES BABY lässt grüßen. Die dritte und schwächste Episode handelt von einem kleinen Mädchen, das sich Gedanken über die Ursprünge des Osterfestes gemacht hat. Des Nachts bekommt das Kind Besuch von einer grotesken Kreatur – halb Osterhase, halb Jesus – die von dem Mädchen Furchtbares fordert. In MOTHER’S DAY gerät eine verzweifelt Frau in die Fänge einer ominösen Gruppe, die seltsame Fruchtbarkeitszeremonien in der Wüste betreibt, während in der darauffolgenden Kurzgeschichte eine schaurige Schnitzeljagd Gänsehaut bereitet. Die nennt sich FATHER’S DAY und ist sogleich eines der unheimlichen Highlights von HOLIDAYS. Das Segment berichtet von einer Mittzwanzigerin, die vom verstorbenen Vater mittels Kassettenaufzeichnung zu einem geheimnisvollen Ort navigiert wird, an dem sich beide endlich wieder in die Arme schließen können. Schonungslos emanzipiert geht es in HALLOWEEN weiter. Die von KEVIN SMITH inszenierte Folter-Episode rückt drei Camgirls in den Mittelpunkt, die die Launen und Demütigungen ihres Bosses satt haben. Sie überwältigen ihren kriminellen Arbeitgeber und erteilen dem frauenverachtenden Macho eine blutige Lektion. Weitaus unblutiger geht es in CHRISTMAS zugange. Ein Weihnachtsgeschenk bringt darin die dunklen Geheimnisse einer Familie ans Tageslicht, mit denen selbst der Zuschauer nicht gerechnet haben dürfte. Wer Splatter und Gematsche bevorzugt, muss zwar lange warten, wird aber am Ende mit NEW YEARS EVE entschädigt. Hier verabredet sich ein Frauenmörder über ein Chatportal mit einer Unbekannten. Leider verläuft das Date anders als erhofft, was – zur Freude der Gewaltfraktion – haarsträubend grotesk und blutrot endet. Ein bitterböser Abschluss für eine gelungene Kurzfilmsammlung.
 
 
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Es ist erstaunlich, was für eine hohe Beliebtheit Horror-Anthologien seit den überraschenden Erfolgen von V/H/S und THE ABCs OF DEATH in Fankreisen genießen. Die beiden Filmreihen waren quasi maßgeblich dafür verantwortlich, dass dem längst vergessenen Kurzfilm-Horror neues Leben eingehaucht werden konnte. Seither sind viele weitere Episoden-Filme (hervorragend: SOUTHBOUND) entstanden, die von der Frischzellenkur profitiert haben. Leider ist es wie so oft bei Filmtrends: jeder will mitverdienen. Da wird kopiert und nachgeeifert, als gebe es keinen Morgen mehr, was nicht immer auf Zuspruch stößt. Schnell und lieblos abgedrehte Horror-Anthologien (zuletzt: TOM HOLLAND’S TWISTED TALES) verheißen nämlich schon lange nichts Gutes mehr, denn oftmals muss aufgrund mangelnden Budgets auf Qualität verzichtet werden. Das trifft im Fall von HOLIDAYS aber nicht zu. Hier wird Liebe zum Detail geboten, schließlich waren hier Filmemacher am Werk, die bereits sehenswerte Horrorfilme gedreht haben und ihr Handwerk verstehen. Alle Regisseure (u.a. SCOTT STEWART – DARK SKIES und NICHOLAS MCCARTHY – AT THE DEVIL’S DOOR) waren für die Umsetzung der eigenen Episode verantwortlich und durften sogar selbst die Drehbücher ihrer bitterbösen Geschichten verfassen. Die Entscheidungsgewalt über eigene Projekte hat Kreativität gefördert, denn selten wurden Feiertage derart makaber und grotesk in Szene gesetzt, dass man nach dem Abspann unbedingt noch mehr von diesem grimmigen Horrorspaß sehen möchte. Eine Fortführung der Idee wäre wünschenswert. Nur schade, dass der Kalender nicht so viele verschiedene Festtage hergibt.
 
 
 


 
 
 

HOLIDAYS – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Zynisch, makaber und rabenschwarz. HOLIDAYS ist die wohl schwarzhumorigste Horror-Antologie, die man bisher zu sehen bekommen hat! Vergesst demnach CREEPSHOW und V/H/S. Der neue Kurzgeschichten-Horror-Hit heißt HOLIDAYS und macht Lust auf mehr. HOLIDAYS hat definitiv Suchtpotenzial, was in erster Linie an den makabren Episoden liegt. Darin werden amerikanische Feiertage durch den Horrorfilter gesehen, die für die Hauptdarsteller der jeweiligen Segmente keinen guten Ausgang haben. Jede Kurzgeschichte in dieser schaurigen Anthologie ist konzipiert, möglichst bitterböse zu enden. Wer mit Galgenhumor nichts anfangen kann, ist hier keineswegs gut aufgehoben, denn krude Scherze im Stil eines TALES FROM THE CRYPT lassen einem definitiv das Lachen im Halse stecken. Qualitativ ist HOLIDAYS Königsliga und abwechslungsreich. Von subtil bis blutig ist alles vertreten. Neun (horrorerprobte) Regisseure waren am Ball und haben albtraumhafte Visionen des Grauens filmisch verarbeitet, die sich durch gemeine Ideen und reichlich Herzblut ins Gedächtnis brennen. Bis auf die unfertig und gehaltlos wirkende Oster-Episode sind alle Kurzgeschichten durch die Bank weg als gelungen zu betiteln und so abgedreht, dass HOLIDAYS zweifelsohne Anthologie-Pflichtprogramm ist. Wir empfehlen die Sammlung ungeliebten Verwandten zu einem Fest Eurer Wahl zu schenken. Damit hinterlässt man garantiert prägenden Eindruck und hat zum nächsten Festtag mit Sicherheit einige Gäste weniger. Da bleibt dann mehr Zeit, um sich viele schaurige Gruselfilme anschauen zu können.
 
 
 


 
 
 

HOLIDAYS – Zensur

 
 
 
HOLIDAYS, der in Deutschland unter dem Titel HOLIDAYS – SURVIVING THEM IST HELL veröffentlicht wurde, hält sich mit Gewalt zurück. Die meisten Gewalttaten werden nur angedeutet oder die Kamera blendet weg. Demzufolge hat HOLIDAYS von der FSK eine Jugendfreigabe erhalten. Das ist etwas merkwürdig, weil in der letzten Episode dann doch etwas zeigefreudig Beil und Metzgermesser geschwungen wird. Vor einigen Jahren wäre eine FSK16 dafür undenkbar gewesen. Die deutsche Veröffentlichung von HOLIDAYS – SURVIVING THEM IST HELL ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HOLIDAYS- Deutsche Blu-ray

 
 
 
Holidays - Surviving them is hell-bluray

(c) Meteor Film (Blu-ray im KeepCase)

Holidays - Surviving them is hell-Mediabook

(c) Meteor Film (limitiertes Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Holidays; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 105 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Limitiertes Mediabook | KeepCase mit Wendecover

Extras: Holiday-Clips, Deutscher Trailer, Originaltrailer | zusätzlich nur im Mediabook: Booklet und Film in DVD-Version

Release-Termin: 15.07.2016

 

Holidays – Surviving them is hell – [limitiertes Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Holidays – Surviving them is hell (Uncut) [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

HOLIDAYS – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshots liegen bei METEOR FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
V/H/S 2 (2013)
 
V/H/S 3 – Viral (2014)
 
Still 2 (2014)
 
P.O.E. Project of Evil (2012)
 
5 Senses of Fear (2013)
 
Phobia 2 (2009)
 
Sanitarium (2013)
 
Scary or Die (2012)

Filmkritik: „Kinder aus der Hölle“ (2015)

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KINDER AUS DER HÖLLE

(HELLIONS)

Story

 
 
 
Am Halloween-Abend bekommt Teenager Dora (Chloe Rose) Besuch aus der Hölle. Verkleidete Kinderdämonen wollen Streiche spielen und dem schwangeren Mädchen Angst einjagen.
 
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Kritik

 
 
 
Außen hui, innen pfui. Weise Wort, die auch für KINDER AUS DER HÖLLE (Originaltitel: HELLIONS) gelten – einem Film, der sich mal wieder mit Home-Invasion-Terror beschäftigt. Diesmal ist jedoch alles etwas anders, denn der unangemeldete Besuch ist keine zehn Jahre alt, hält sich aber im fiesen Terrorisieren kein Stück zurück. Visueller Ideenreichtum und inhaltliche Leere stehen auf der Umsetzungsagenda, die Regisseur BRUCE MCDONALD mit wenig Herzblut abarbeitet. Dieser hat sich zwar bisher in vielen Genres ausprobiert und stets mutig zwischen Genres und Stilen gewechselt; positiv in Erinnerung blieb er bisher aber nur mit PONTYPOOL, der aber bereits 2008 veröffentlicht wurde. Das seither kaum etwas über Filme aus der Mache McDonalds durchgedrungen ist, dürfte auch seine Gründe gehabt haben, schließlich waren die letzten Arbeiten des kanadischen Filmemachers leider nicht immer sehenswert. Da macht auch KINDER AUS DER HÖLLE keine Ausnahme, der es sogar in die engere Auswahl des FANTASY FILMFEST 2015 geschafft hat, bei Zuschauern des beliebten Festivals aber nicht sonderlich gut angekommen ist. Die negativen Bewertungen kommen nicht von ungefähr, denn mit KINDER AUS DER HÖLLE bekleckert sich der kanadische Regisseur nicht gerade mit Ruhm. Hier läuft einiges schief, was jedoch nicht auf Unerfahrenheit zurückzuführen ist. McDonald weiß was er tut, erweckt jedoch hin und wieder den Eindruck, als hätte er den Film nur des Geldes wegen gedreht. Keine gute Voraussetzung, um Horrorfans gruselige Halloween-Unterhaltung zu bescheren, denn statt wohlige Schauer zu garantieren wird das Einschlafen erleichtert.
 
 
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In KINDER AUS DER HÖLLE folgt der Zuschauer der 17-jährigen Dora (gespielt von CLOE ROSE), die vor lauter Liebesglück nicht bemerkt, dass sie ein Kind erwartet. An Halloween will sie die Zeit mit dem Liebsten verbringen und ihm von der unerfreulichen Nachricht berichten. Erste Pläne sind geschmiedet, denn der ungewünschte Nachwuchs soll abgetrieben werden. Leider kommt alles anders. Kaum sind die Eltern aus dem Haus, klopft es an der Tür und seltsam verkleidete Kinder jagen der Jugendlichen einen Mordsschrecken ein. Erst wird der Kindsvater einen Kopf kürzer gemacht, danach der Frauenarzt um die Ecke gebracht. Allein zurück bleibt die verängstigte Dora, die mit Badesalz und Schusseisen bewaffnet um ihr Leben bangen muss.
 
 
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Ist KINDER AUS DER HÖLLE ein Aufklärungsfilm über Schutz vor ungewollter Schwangerschaft oder ein Plädoyer der Abtreibungsgegner? Sonderlich aufschlussreich ist dieser Horrorfilm nicht, weil kein Standpunkt bezogen wird. Heldin Dora ringt im Film mit Entscheidungen. Einerseits entwickelt sie Muttergefühle zu einem Kind, das mit rasender Geschwindigkeit in ihrem Bauch heranwächst, andererseits ist der Teenager darum bestrebt, die Leibesfrucht so schnell wie möglich aus ihrem Körper zu schneiden. Die Protagonistin will keine Stellung beziehen und lässt den Zuschauer am Ende mit Fragen zurück, die viel Interpretationsspielraum zulassen. So offen die Fragen, so lieblos die Machart. KINDER AUS DER HÖLLE verharrt auf der Stelle und vergeudet Zeit mit immer gleichen Szenenverläufen. Ständiges Wiederholen ist hier Programm, denn anders hätte der Streifen wohl auch nie Spielfilmlänge erreicht. Um zu verbergen, dass KINDER AUS DER HÖLLE kaum Substanz besitzt, gibt es ansprechend durchgestylte Bilder zu sehen, die von grausigen Kindergesängen begleitet werden. So wird mit Einsatz von Farbfiltern Atmosphäre vorgetäuscht und einige Verweise zum Kinderbuch DER ZAUBERER VON OZ bewahren KINDER AUS DER HÖLLE vor dem gänzlichen Untergang. Letzteres aus der Feder des US-amerikanischen Schriftstellers LYMAN FRANK BAUM stand unter anderem für die Maskierungen der Dämonenkindern Pate. Die tragen schrullige Verkleidungen für deren Design man sich von Kostümen inspirieren lies, die man zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Halloween getragen hat. Eine gelungene Idee, die KINDER AUS DER HÖLLE zumindest kurze unheimliche Momente beschert. Mehr aber auch nicht!
 
 
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KINDER AUS DER HÖLLE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Visuell beeindruckender Schauerstreifen mit den wohl knuddeligsten Filmbösewichten seit GREMLINS. Leider ist die gelungene Optik das einzige, was im Falle von KINDER AUS DER HÖLLE (im Original: HELLIONS) Erwähnung findet, denn inhaltlich herrscht gähnende Leere. KINDER AUS DER HÖLLE besteht aus einer Aneinanderreihung immer wieder gleicher Szenen, was so ziemlich schnell für Langeweile sorgt. So wird Heldin Dora unentwegt von einem Schauplatz zum nächsten getrieben und kann sich offensichtlich nicht entscheiden, ob sie den anfänglich ungewollten Nachwuchs denn nun austragen möchte, oder nicht. Weiterhin bleibt offen, was uns KINDER AUS DER HÖLLE nun eigentlich mitteilen möchte. Insofern der Streifen überhaupt eine tiefere Botschaft beinhaltet, bleibt sie leider unerhört – bedauerlich!
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Zensur

 
 
 
In KINDER AUS DER HÖLLE wird kaum Gewalt gezeigt. Die meisten Gewaltakte passieren im Off. Demzufolge hat der Film ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Die Rechte hat sich in Deutschland Streaminganbieter NETFLIX gekrallt. Dort läuft er ungeschnitten.
 
 


 
 
 

KINDER AUS DER HÖLLE – Trailer

 
 


 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Torment (2013)
 
White Settlers (2014)
 
The Night before Halloween (2013)
 
The Strangers (2008)