Filmkritik: „Cat Sick Blues“ (2015)

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CAT SICK BLUES

Story

 
 
 
Ein Katzenmasken tragender, introvertierter Mann startet ein Massaker um seine Katze wieder zu beleben, als sein Weg eine traumatisierte, junge Katzen-Youtuberin trifft.

 
 
 


 
 
 

CAT SICK BLUES – Kritik

 
 
Das Menü schreit bereits nach Indiefilm, bockt durch seinen düsteren, treibenden, metallisch kreischenden Elektrosound zugleich sehr, die ersten sieben Minuten präsentieren sich dann als Opening-Kill in gewohnter Slasher-Manier, nur bereits sehr eigenständig, sehr außergewöhnlich zubereitet: So sind kiffende, junge Frauen, die Youtube-Videos gucken zum Beispiel direkt viel sympathischer, wenn sie die albernen Videos selber enttäuschend und unlustig finden, so ist der Killer in seinem zu kurzen, roten Sweatshirt und mit seiner kindlichen Maske per se erstmal eine lächerliche Figur, die dann aber gnadenlos zuschlägt. Allzu explizit und drastisch wird es nun noch nicht, doch der dreckige, schrille Retro-Grindhouse Synthesizer, die für wenige Sekunden punkig und lautstark explodierende John Carpenter-Score und die bunt aufblinkenden, in Farbklecksen designten Opening Credits mit Gaspar Noé-Vibes, Noise Metal und Stativaufnahme lassen bereits voraus ahnen, dass wir es hier mit einer ungewöhnlichen und wilden Mischung zu tun haben.
 
 
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Und so soll es auch kommen: Die junge Claire hat ihre Katze durch Videos zum Youtube-Star gemacht, doch da ihr feliner Star, „Imelda“, momentan eine Halskrause trägt und keine Lust zu filmen hat, steckt sie in einer kreativen Sackgasse. Ihre Freundin Emma kommt kurz zu Besuch und der Film scheint sich nun seine Zeit zu nehmen, die Charaktere langsam aufzubauen und einen Konflikt zu schaffen, der mit der Katze zu tun hat – doch falsch gedacht, denn nach einer Viertel Stunde Laufzeit betritt ein beunruhigender Fan des Channels das Gebäude, bittet um Einlass, verhält sich undurchsichtig, hat Probleme richtig zu sprechen oder Blickkontakt zu halten – und tötet daraufhin Imelda, nur um die völlig schockierte Claire in diesem Moment der Schwäche auszunutzen, zu vergewaltigen und dies zu filmen.
 
 
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Keine exploitativ ausgebeutete Szene, keine die witzig sein soll, trotzdem eine unerwarteterweise todernste, höchst dramatisch und staubtrocken inszenierte Passage, die mich schwer verwundert hat – ist „Cat Sick Blues“ etwa ein wahrer „Sicko“, „Misery Porn“ zum Mitleiden statt kurzweiliger Indie-Splatterunterhaltung? Es scheint, als sei das filmische Aufweisen beider Inszenierungsweisen solcher Gewalttaten und Täter hier das Ziel gewesen, denn während der Katzenmaske tragende, zu Catgirls im Webcam-Erotikchat masturbierende, sich von einem herrlich bodenständig gespielten Künstler und Handwerker zielgerichtete Katzen-Waffen anrichten lassende, Killer, sehr kurzweilig ist und mit einer haften bleibenden, Synthesizerscore mit Glocken und Ohrwurmmelodie unterlegt wurde, zeigt der Film ebenso die weinende, völlig verstörte Claire, wie sie schluchzend auf dem Boden ihrer Wohnung liegt. Bittere Realität gegen filmische Ikonisierung kranker Gewalttäter, so könnte man den Einstieg in „Cat Sick Blues“ zusammenfassen.
 
 
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Nachdem der Täter sich eine seiner Tötungen in verrohender Endlosschleife anguckt wie es schon in „Benny’s Video“ mit dem Schwein geschah und zufrieden schnurrt, was mich immer wieder zum Lachen gebracht hat in diesem kranken Kontext, verfolgt er unser traumatisiertes Vergewaltigungsopfer zu ihrer Bewältigungsgruppe – nur, dass Claire sich abstruserweise entschieden hat, in eine Gruppe für die Verarbeitung verstorbener Haustiere zu gehen, nicht in eine für Vergewaltigungsopfer?! Absurde, böse, Comedy, oder soll ich das ernst nehmen? Der Gipfel der absoluten Unglaubwürdigkeit folgt auf den Schritt, denn nachdem es in einer expliziten sowie grotesk-witzigen Szene in der Gruppe selber, in der Patrick von seiner explodierenden Katze erzählt, wieder recht witzig wurde, fragt unser Killer höchst unbeholfen und sozial inkompetent nach einem Date – und Claire sagt prompt ja. Scheinbar ohne Zweifel im Hinterkopf, ohne böse Vorahnung, ohne sich bei einer Freundin zu melden und abzusichern, oder sich zu bewaffnen, trifft sie sich mit diesem definitiv nicht vertrauenswürdigem Charakter, der am ganzen Körper zittern und stöhnen musste, als sie von ihrer Vergewaltigung erzählt hat, und trifft sich auch noch bei ihm zuhause, nicht bei ihr oder in der Öffentlichkeit.
 
 
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Hat man allerdings auch das „geschluckt“, zu diesem Zeitpunkt nicht frustriert aufgegeben, so hat „Cat Sick Blues“ für den geneigten, und abgehärteten Indie-Fan, dann doch noch einige Highlights und amüsante Schmankerl zu bieten – so versteckt Patrick in einer witzigen Montagesequenz mit hämmerndem Bass die Leichenteile in seiner Wohnung, später werden im Soundtrack psychdelische 70s-Töne angeschlagen, bevor einige höchst amüsante, wenn auch tief zynische Youtuber-Cameos folgen. So amüsant diese Szenen jedoch sind, so belanglos sind sie auch oftmals – zu einem sehr guten Dreampop-Track werden zum Beispiel blutigs vier Backpackerinnen umgebracht, doch da sich keine von ihnen wehrt, wir niemanden davon kennen und bereits wissen, dass alle sterben werden, ist hier nur der halbe Unterhaltungswert gegeben.
 
 
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Der dritte Akt ist es dann allerdings, in dem mich ein paar Zeilen Dialog versöhnlich gestimmt haben: Ohne zu viel vorwegzunehmen war ich nämlich sehr erfreut, dass hier offensichtliche Kritikpunkte, die es hageln könnte, vom Film selber angesprochen und ausgehobelt werden, mehr noch, ein vorher aufgebauter Charakter in wenigen, messerscharfen Zeilen gezielt zugrunde gerichtet wird. Was bleibt nach dieser sehr eigenwilligen, tonalen Achterbahnfahrt also noch zu sagen? „Cat Sick Blues“ ist mir zu sehr in die Länge gezogen, zu zynisch ohne wirklichen Mehrwert oder Aussagekraft, zu erbarmungslos für einen Film der Spaß machen will und zu slashertypisch für einen, der sich ernst nimmt – doch die kreative Inszenierung, der wunderbare Soundtrack, die einmalige Performance und die blutigen Kills sorgen in ihrer Zusammenstellung dann doch für einen fiesen Genre-Bastard, den man sich als Fan definitiv mal angucken kann.
 
 


 
 
 

CAT SICK BLUES – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Bitterböse, gemein, realistisch und unwitzig, dann wieder ziemlich überdreht, kreativ, spaßig und losgelöst von modernen Konventionen – kein überragend guter, sehr wohl aber ein sehr eigenständiger Film.
 
 


 
 
 

CAT SICK BLUES – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung „Cat Sick Blues“ fiel bei der FSK durch. Diese wollte den kontroversen Streifen in seiner ungekürzten Fassung nicht freigeben. Demzufolge ging Rechteinhaber Busch Media Group zur Juristenkommission. Im Gegensatz zur FSK sah diese aber bei genanntem Horrorfilm keine Probleme und vergab das Siegel: keine schwere Jugendgefährdung. Die deutsche Fassung von „Cat Sick Blues“ ist demzufolge ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

CAT SICK BLUES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Busch Media Group (2 Blu-rays im Mediabook – limitiert auf 2000 Exemplare)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cat Sick Blues; Australien 2015

Genre: Thriller, Horror, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Minuten

FSK: SPIO JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet mit Text von Faye Hell (in Kooperation mit dem deadline-Filmmagazin), Musikvideos, Behind-the-Scenes, Webserie, Kurzfilm Cat Sick Blues

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 20.08.2021

 

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CAT SICK BLUES – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Greasy Strangler (2016)
 
Der goldene Handschuh (2019)
 
100 Tears (2007)
 
Mosquito der Schänder (1977)
 

Filmkritik: „Satanic – Ausgeburt des Wahnsinns“ (1989)

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SATANIC – AUSGEBURT DES WAHNSINNS

(SONNY BOY)

Story

 
 
 
Redneck-Gangster Slue findet auf dem Rücksitz eines auf illegalem Wege bei ihm gelandeten Autos ein Baby. Seine Frau, eigentlich ein Herr, spürt das Mutterherz und man beschließt, das Bürschchen aufzuziehen. Mit rausgeschnittener Zunge und einer Erziehung, die böse Menschen vielleicht einem Kettenhund zumuten würden, wächst „Sonny Boy“ zu einem grenzdebilen Country-Jesus heran und beschwört bei seinem ersten Ausbruch von Familienanwesen einen Wirbelsturm aus Blut, Gewalt und Wahnsinn herauf.

 
 
 


 
 
 

SATANIC – Kritik

 
 
Es gibt Filme, die unfreiwillig lustig sind. Für solche Filme ist eine regelrechte Weltcommunity von Freaks entstanden, deren Ein und Alles der Genuss eines Dramas oder eines kernigen Männer-Actionfilms unter dem Gesichtspunkt des „so bad, it’s good“-Faktors ist. Von miesen Horrorfilmen, die nur so zu ertragen sind, ganz zu schweigen. Dann gibt’s Filme, natürlich eher in unserer postmodernen Affenstallwelt zu finden, die absichtlich so gedreht werden, dass sie der Zuschauer auslacht. Nicht zu verwechseln mit dem erwünschten Lachen über eine als Amüsement angelegte Komödie. Filme wie die am Reißbrett entworfenen CGI-Haifilme vor ein paar Jahren oder MANDY gehren in diese Kategorie. Die Königsdisziplin des schrägen Filmens sind dann die Raketen der Verwirrung, die das Zuschauergehirn so frittieren, so auf den Kopf stellen, und am Ende schlicht unbeantwortet lassen, was nun ernst, was komödiantisch, was beabsichtigt und was ein derbes Versehen ist. SATANIC – AUSGEBURT DES WAHNSINNS hakt alle Kästchen letztgenannter Kategorie ab, dreht zwei Pirouetten und frisst dann das Blatt Papier mit den eben zurechtklamüserten Ideen auf. Ja, SONNY BOY, so der Originaltitel, hat durchaus einen Einschlag gewissen schwarzen Humors, ist aber gleichzeitig der Film, in dem ein transsexueller Gangster einem Findelkind die Zunge herausschneidet und den Knaben auf der Farm gefangen hält. Klingt dann wieder eher bitter, oder? Wie gerne würde ich hier von der bizarren Künstlerpersönlichkeit referieren, die hinter einer Grindhouse-Nahkampfwaffe wie diesem Film steckt, muss aber leider enttäuscht gestehen, dass Robert Martin Carroll in drei Jahrzehnten nur drei Filme gedreht hat. Quasi ein Terrence Malik des Irrsinns. Apropos, die Holzpyramide in der Wüste muss irgendwas simulieren, das ich nicht verstanden habe. Heil Satan.
 
 
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Paul L. Smith, sagenhafter Hüne von Baddie-Darsteller, dessen Filmographie per se das perfekte Festival gestalten könnte, ist als Hillbilly-Gangster gewohnt evil. Als Pearl, seine sorgende treGattin und Gangsterbraut, glänzt David Carradine in drag. Carradine, doch so was wie der Schutzheilige des Exploitation-Schauspielers, der für 200 Dollars und ne Tüte Gras jede Rolle annimmt, solange sie nicht in Pornofilmen mit Arbeit verbunden ist, liefert hier eine Performance ab, die selbst im Portfolio dieses gesegneten Wahnsinnigen überraschend wirkt. Bekanntermaßen hat sich der Mann mit den unzähligen imdb-Einträgen beim Sex mit zwei Nutten in Thailand selbst zu Tode gewürgt und es wäre ehrlichgesagt seltsam, wäre das nicht so gekommen. Mit Brad Dourif als Weasel brilliert die dritte Schauspiel-Maschine am Set. Michael Griffin, der betont jesushaft auftretende Darsteller des Sonny Boy kann gegen diese Breitseite an Overacting freilich nur verlieren, macht aber das beste aus seiner Lämmchen-Rolle.
 
 
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Aus Gründen, die zu verstehen ich trotz fortgeschrittenen Alters noch nicht ausreichend okkulte Bücher gelesen habe, war ausgerechnet dieser SATANIC – AUSGEBURT DES WAHNSINNS zu Anfang der DVD-Revolution ein Scheibchen, das in deutschen Videotheken, Buchhandlungen und sogar Supermarktfilialen zu erwerben war. Für kleines Geld und von einer Firma, deren Namen heute nur noch wenige kennen, die aber, allein schon, wenn man an asiatischen Horror oder italienische Trashfilme von schlechten Western bis zu Endzeitreißern und Tentakelhorror denkt, viel für das Genrefan-Herz geleistet hat. Leider war der Silberling qualitativ eher niederer Güte und – viel schlimmer – geschnitten bis nach Afrika.
 
 
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SATANIC – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Mit SATANIC – AUSGEBURT DES WAHNSINNS landet einer der geistesgestörtesten Independent- und Grindhouse-Böller des Videothekenzeitalters auf dem das ganze Jahr lauernden Gabentisch. 32 Jahre nach Erscheinen und knapp 20 nach dem ersten Auftritt als lumpige Cut-DVD. Der Film ist ein Fest für alle Fans großer Exploitation-Schauspieler in betont sudelig-schmuddeligen Auftritten und verlangt vom Zuseher definitiv einen Sinn für finstersten Humor.
 
 


 
 
 

SATANIC – Zensur

 
 
 
SATANIC – AUSGEBURT DES WAHNSINNS hatte es nicht leicht. Bereits im Entstehungsland musste der Streifen für ein R-Rating um etwa sechs Minuten geschnitten werden. Auf dieser Grundlage existierte bis dato auch die deutsche Fassung, die für eine 18er-Freigabe auch noch einmal fünf Minuten Federn lassen musste. Immerhin bliebt der geschnittenen Fassung so zumindest eine Indizierung oder Beschlagnahme in Deutschland erspart. Nun aber die guten News: Am 31. Juli 2020 veröffentlichte das österreichische Label NSM RECORDS die erste deutschsprachige Veröffentlichung von SATANIC in der ungeschnittenen Fassung. Der Release im Mediabook war aber FSK-ungeprüft. Das änderte sich jedoch am 07.05.2021. Dann nämlich erhielt die Unrated Fassung den Segen von der FSK und bekam in der ungeschnittenen Fassung eine Freigabe ab 16 Jahren. Die Kaufhausfassung ist daher trotz blauem FSK-Flatschen ungeschnitten und unrated.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (KeepCase Blu-ray mit Wechselcover)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover B)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover C)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover D)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Sonny Boy; USA 1989

Genre: Horror, Thriller, Action, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 103 Min.

FSK: Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK16 (ungeschnitten)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Bonusfassung [1,78:1], Originaltrailer [1,85:1] (2:23 Min.), Originaltrailer [1,33:1] (2:24 Min.), Originaltrailer [2,35:1] (2:23 Min.), Easter Egg | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 24-seitiges Booklet mit Text von Matthias Künnecke

Release-Termin: Mediabook (Cover A-D): 10. Juli 2020 | BD-KeepCase: 30. Juli 2021

 

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SATANIC – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Baby (1973)
 
Animal Woman (1974)
 

Filmkritik: „Night of the Living Dead“ (1990)

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NIGHT OF THE LIVING DEAD

(DIE RÜCKKEHR DER UNTOTEN)

Story

 
 
 
In der Neuauflage von Romeros Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“ muss eine kleine Gruppe von Menschen sich erneut gegen eine Schar von Zombies zur Wehr setzen.

 
 
 


 
 
 

NIGHT OF THE LIVING DEAD – Kritik

 
 
1968 erschuf George A. Romero mit seinem Debütfilm „Die Nacht der lebenden Toten“ mal gleich einen der prägendsten Horrorfilme überhaupt. Seitdem ist der Zombie massentauglich geworden und aus dem Horrorbereich nicht mehr weg zu denken. 1990 meinte Tom Savini dann, dass es an der Zeit für ein Remake dieses Klassikers wäre. Savini, der ja eher für seine Geniestreiche als Maskenbildner und Spezialeffektekünstler bekannt ist, hatte ein vielfaches an Budget zur Verfügung, war mit dem Resultat aber wohl nicht so richtig zufrieden, weil zu viel geändert werden musste. Ähnlich ging es scheinbar auch Romero selbst, der sogar mit am neuen Drehbuch arbeitete. Schlecht gelungen, ist „Night of the Living Dead“, in Deutschland auch unter dem Titel „Die Rückkehr der Untoten“ bekannt, allerdings nicht. Wer sich gerne altmodische Zombiefilme anschaut, wird hier nämlich ordentlich bedient.
 
 
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Barbara besucht mit ihrem Bruder den Friedhof, wo sich das Grab der Mutter befindet. Kurze Zeit später werden die Beiden von Untoten angegriffen und nur Barbara gelingt es sich in ein altes Farmhaus zu flüchten. Hier begegnet sie Ben, der sehr hilfsbereit ist und sich ebenfalls auf der Flucht vor der Bedrohung befindet. Doch im Keller hat sich noch eine kleine Gruppe von Menschen verscharrt. Jedoch gelingt es den Leuten nicht, sich gegenseitig zu helfen und die Gefahr draußen wächst stetig an. Kann es ein Entkommen geben?
 
 
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Tom Savini und George A. Romero schrieben das Drehbuch gemeinsam und es ist zum Glück keine stumpfe Kopie dabei entstanden. Obwohl das Szenario im Kern sehr gleich bleibt, gibt es genügend Unterschiede zu betrachten, was sich besonders in der Figurenzeichnung bemerkbar macht. Außerdem ist das Ende gänzlich anders geraten. Dies ist allerdings nicht unbedingt positiv zu vermerken, denn „Night of the Living Dead“ fehlt es komplett an der Gesellschaftskritik, welche das Original hatte. Ansonsten ist die Geschichte ähnlich simpel. Das heißt: Nichts wird weiter erklärt und Hintergründe sind egal. Bei einem solch schlichten Zombiefilm sei das erlaubt, aber den Anspruch, den das Werk von 1968 hatte, sucht man im Remake leider vergebens.
 
 
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Tom Savini kann man als Regisseur jedoch kaum Vorwürfe machen, denn er macht seine Sache schon ziemlich gut, baut die Szenen gekonnt auf und versteht etwas, von dem, was er da tut. Aus rein handwerklicher Sicht ist „Night of the Living Dead“ gut geworden und wenn Savini schon selbst einen Zombiefilm dreht, darf man sich sicher sein, dass es in diesem nicht gerade zimperlich zur Sache gehen wird. Der Splatter-Gehalt ist ordentlich und sollte jeden Gorehound befriedigen. Dass der Film in Deutschland aber so lange beschlagnahmt war, ist unverständlich, denn grenzwertig brutal ist das Ergebnis nun ebenfalls nicht. Dafür gibt es jedoch sehr schöne Effekte zu bestaunen, die herrlich altmodisch aussehen. Die Zombies können sich ebenfalls sehen lassen.
 
 
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Schön ist zudem, dass sie sich noch richtig altmodisch verhalten. Das heißt: Sie sind dumm und langsam, stellen alleine eigentlich keine Gefahr dar, kommen aber in so großen Massen vor, dass sie die Überhand gewinnen. Wenn man auf diese altmodische Herangehensweise abfährt, wird man in „Night of the Living Dead“ vollkommen bedient. Das Farmhaus ist als Schauplatz manchmal etwas unspektakulär und der Score klingt nun auch nicht so richtig einprägsam, aber insgesamt kann man mit dem Resultat schon zufrieden sein. Dies liegt auch am ordentlichen Unterhaltungswert. Gerade am Anfang ist das Tempo rasend hoch. Da vergehen keine fünf Minuten und schon ist viel los. Im Haus angekommen, nimmt Savini die Geschwindigkeit etwas heraus. Dann spielen vorerst die Spannungen in der Gruppe die Hauptrolle, doch in der letzten halben Stunde steht wieder reine Zombie-Action auf dem Programm und mit seinen 88 Minuten Laufzeit ist das schon ziemlich kurzweilig geraten.
 
 
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Lobenswert sind zudem noch die Darstellerleistungen. Sehr schön ist, dass Tony Todd eine große Hauptrolle spielt, was er charismatisch macht. Patricia Tallman gibt die kämpferische Frau ebenfalls überzeugend und Tom Towles spielt das Arschloch so richtig hassenswert. Der Horrorfan wird zudem mit ein paar Kleinigkeiten bedient, wie z.B. der kurze Auftritt von Bill Moseley am Anfang. Die Figurenzeichnung erfüllt insgesamt ihren Zweck und, wie bereits erwähnt, gibt es hier einige Abweichnungen zum Original. Ein paar Charaktere sind schon ziemlich nervig, doch man kann erkennen, dass dies so gewollt war und es macht die Spannungen in der Gruppe durchaus höher. Lange wird einem das sicher nicht in Erinnerungen bleiben, doch brauchbar kreiert wurden diese Figuren schon.
 
 


 
 
 

NIGHT OF THE LIVING DEAD – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Night of the Living Dead“ macht als Remake schon eine ganze Menge richtig, wenngleich er dem Original natürlich niemals das Wasser reichen kann. Die Story ist zwar gleich geblieben, wirkt aber nie stumpf kopiert, die Charaktere sind ganz anders gezeichnet und es gibt selbstverständlich deutlich mehr Splatter zu sehen, als im Original. Das neue Ende ist allerdings schade, denn Gesellschaftskritik oder Anspruch findet man somit gar nicht mehr vor. Trotzdem ist die Atmosphäre schön düster und da man sich zu den richtigen Momenten völlig auf die Zombies fokussiert, kann man sich über einen zu niedrigen Unterhaltungswert niemals beklagen. Savini macht seine Sache als Regisseur absolut nicht schlecht, die Darsteller taugen etwas, die Effekte sehen klasse aus und das Ergebnis macht schon Spaß. Ob es „Night of the Living Dead“ nun unbedingt gebraucht hätte, sei mal dahingestellt, aber als Fan von altmodischer Zombie-Unterhaltung macht man damit durchaus nichts verkehrt!
 
 


 
 
 

NIGHT OF THE LIVING DEAD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Night of the Living Dead“ war schon immer ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Im Jahr 1992 wurde der Streifen indiziert. Vier Jahre später wurde der Zombiefilm beschlagnahmt. Die Beschlagnahmen vom AG Tiergarten wurden im Februar 2020 aufgehoben. Im Juni 2020 gab die BPjM auch die Listenstreichung nach über 28 Jahren bekannt. Ende Juni 2021 folgte die FSK-Prüfung. Das Prüf-Gremium vergab die Einstufung: „Keine Jugendfreigabe“. Seit August 2021 kann „Die Rückkehr der Untoten“ (so der deutsche Videotheken-Titel) von allen erwachsenen Zuschauern legal, ungeschnitten und ohne Umwege über das deutschsprachige Ausland im hiesigen Handel gekauft werden.
 
 
 


 
 
 

NIGHT OF THE LIVING DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SONY PICTURES ENTERTAINMENT (Blu-ray im KeepCase)

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(c) SONY PICTURES ENTERTAINMENT (Blu-ray im Steelbook)

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(c) SONY PICTURES ENTERTAINMENT (DVD / Blu-ray im Mediabook + Büste)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Night of the Living Dead; USA 1990

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase | Steelbook | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Regisseur Tom Savini, US-Kinotrailer (1:05 Min.), Making Of – The Dead Walk (24:54 Min.) | zusätzlich in der Büsten-Edition: Film auf DVD, Büste, Booklet

Release-Termin: KeepCase | Steelbook | Büste: 05.08.2021

 

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NIGHT OF THE LIVING DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SONY PICTURES ENTERTAINMENT)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Nacht der lebenden Toten (1968)
 
Zombie – Dawn of the Dead (1978)
 
Verdammt, die Zombies kommen (1985)
 

Filmkritik: „Zombie Invasion War“ (2012)

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ZOMBIE INVASION WAR

(RISE OF THE ZOMBIES | DEAD WALKING)

Story

 
 
 
Die altbekannte Zombie-Apokalypse ereilt die Filmwelt mal wieder. Eine Gruppe Überlebender versucht auch weiterhin lebendig zu bleiben.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE INVASION WAR – Kritik

 
 
Ein Zombiefilm aus der Produktionsschmiede „The Asylum“ ist nun wirklich nichts, worauf die Filmwelt gewartet hat. Da „Zombie Invasion War“, der im Original „Rise of the Zombies“ heißt, jedoch als Bonusfilm bei „The Last Exorcist“ beilag, hat sich der Schreiber dieses Textes dann doch an das billige Werk gewagt. Und siehe da – Hat man keine Erwartungen, wird man hier gar nicht mal enttäuscht, denn von „The Asylum“ hat man schon deutlich Schlimmeres gesehen.
 
 
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Das Geschehen startet mitten in der Zombie-Apokalypse, welche sich weltweit ausgebreitet hat. Ein paar Überlebende flüchten nach Alcatraz in der Hoffnung hier sicher zu sein. Aber weit gefehlt, denn die Zombies können sogar schwimmen. Ein Gerücht macht zudem den Umlauf, dass ein Wissenschaftler ein Heilmittel gefunden hätte. Deshalb macht sich die Gruppe auf den gefährlichen Weg, um herauszufinden, ob etwas Wahres daran ist. Die Story stellt natürlich nichts Besonderes dar und bietet denselben Einheitsbrei, wie nahezu alle dieser billigen Zombiestreifen. Die Apokalypse wird nicht vorbereitet, sondern ist sofort vorhanden. Diesen Einstieg kennt man in- und auswendig. Auch der Strang um das Heilmittel ist nicht besonders originell, aber immerhin leicht kreativ. Das Drehbuch besitzt eigentlich keinerlei eigene Ideen, verwendet die bekannten jedoch gar nicht mal so schlecht. Es ist nicht gänzlich uninteressant der simplen Story zu folgen und ein paar recht skurrile Ideen hatte man immerhin auch noch.
 
 
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Eine recht große Überraschung stellen die Effekte dar, denn wer schon mal etwas von „The Asylum“ geschaut hat, denkt natürlich sofort an billige Animationen aus dem Computer. Davon besitzt auch „Zombie Invasion War“ eine ganze Menge, was gleich der Anfang mit einem Autounfall klar macht, aber er hat darüberhinaus doch noch mehr zu bieten. Gerade was den Splatter betrifft, so gibt es eine gar nicht mal so geringe Menge an handgemachten Effekten zu betrachten. Diese sehen ordentlich aus und vor allen Dingen geht es schön splatterig zur Sache. Der Gorehound kommt voll auf seine Kosten und selbst wenn das nicht alles hübsch aussieht, hätte man hier doch viel weniger erwarten dürfen. Sogar die Zombies sehen insgesamt ganz okay aus. Aus handwerklicher Sicht kann man also zufrieden sein. Die Inszenierung von Nick Lyon erfüllt ihren Zweck. Die Bilder wirken zwar manchmal etwas zu künstlich auf dunkel getrimmt und manche Hintergründe könnten gar nicht offensichtlicher aus dem Computer stammen, aber insgesamt hat man sich auf visueller Ebene schon etwas mehr Mühe gegeben.
 
 
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Außerdem kann man wohl behaupten, dass die Atmosphäre ihren Zweck erfüllt. „Zombie Invasion War“ ist weniger trashig, als man beim Namen „The Asylum“ denken könnte. Zwar kommt manchmal etwas unfreiwillige Komik auf, wenn man eben die billigen Effekte sieht oder sich manch dusselige Charaktere mit bescheidener, deutscher Synchronisation unterhalten, aber insgesamt war man doch bemüht ernsthaft zu wirken. Dies gelingt dem Werk erstaunlich gut. Das ist immer noch Trash, aber keiner, den man sich anschaut, um sich darüber lustig zu machen. Mit richtigem Horror hat das selbstverständlich wenig zu tun und die 90 Minuten Laufzeit besitzen spätestens in der zweiten Hälfte so langsam ihre Längen, doch große Langeweile kommt eher selten auf. Es ist meistens genügend los und es gibt genug Action, die dann eben auch für eine ordentliche Portion Gore sorgt.
 
 
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Nicht mal über die Darsteller kann man sich hier großartig beklagen, wobei jedem klar sein sollte, dass man da nicht viel erwarten darf. Mariel Hemingway geht als toughe Frau klar, French Stewart könnte dem einen oder anderen aus der Fernsehlandschaft bekannt vorkommen und LeVar Burton bringt sogar ein wenig schauspielerische Klasse mit ins Geschehen. Natürlich wird fleißig mit Danny Trejo geworben (wohl der Grund, weshalb „Zombie Invasion War“ als Bonusfilm bei „The Last Exorcist“ mit drauf war) und in diesem Falle ist das zum Glück mal keine riesige Mogelpackung, weil Trejo schon eine richtige Nebenrolle verkörpert (selbst wenn das nur in der ersten Hälfte der Fall ist). Wirklich leisten kann er dabei kaum, aber wenn man ihn sonst gerne sieht, wird das auch hier der Fall sein. Unter den Zombies befinden sich dann auch noch ein paar bekanntere Namen. So ist es z.B. witzig, dass der Musiker Ted Nugent einen Zombie spielt. Fällt zwar nicht wirklich auf, ist aber dennoch ein amüsantes Gimmick. Die Figurenzeichnung ist selbstverständlich reichlich schlicht und funktioniert nicht wirklich, doch auch hier kann man immerhin behaupten, dass die Macher bemüht waren. So versucht man noch eine tragische Geschichte mit zu verarbeiten und selbst wenn die Charaktere überwiegend uninteressant sind, so stören sie gar nicht mal so sehr.
 
 


 
 
 

ZOMBIE INVASION WAR – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Zombie Invasion War“ ist zwar kein toller Film, aber gerade im Hinblick darauf, dass er von „The Asylum“ stammt, ist er hochwertiger, als man erwarten durfte. Zwar befinden sich viele Effekte auf dem gewohnt billigen Niveau und sehen grauenvoll aus, aber gerade im Splatterbereich gibt es einige handgemachte Effekte zu sehen, die gut geraten sind. Außerdem ist der Gore-Gehalt echt nicht verkehrt. Die Story hat man in der Form definitiv schon zu oft gesehen, aber ein paar Ideen waren trotzdem nicht schlecht. Das ist alles etwas zu langatmig, um wirklich gut unterhalten zu können und trotzdem kann man sich das Treiben gut anschauen. Die Darsteller sind okay und mit der Inszenierung kann man ebenfalls leben. Außerdem funktioniert die Atmosphäre ganz gut, denn „Zombie Invasion War“ ist nicht so lächerlich-trashig, wie manch andere Asylum-Produkte. Dass hier etwas Mühe vorhanden war, kann man jedenfalls bemerken und wer sich Zombie-Allesschauer nennt, macht mit „Zombie Invasion War“ gar nicht mal so viel verkehrt!
 
 


 
 
 

ZOMBIE INVASION WAR – Zensur

 
 
 
Alle deutschen Veröffentlichungen von „Zombie Invasion War“ sind trotz 18er-Freigabe nur geschnitten erhältlich. Nur Anbieter 84 Entertainment hat ein ungeprüftes Mediabook mit der kompletten Filmfassung herausgebracht.
 
 
 


 
 
 

ZOMBIE INVASION WAR – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies (Blu-ray im KeepCase – cut)

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(c) White Pearl Movies | Daredo (Blu-ray im KeepCase – cut; als Bonusfilm beiliegend)

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(c) 84 Entertainment (Blu-ray + DVD im Mediabook auf 999 Stück limitiert – uncut)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Rise of the Zombies; USA 2012

Genre: Horror, Thriller, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase ohne Wechselcover | Mediabook

Extras: Original-Trailer (Eng. DD 2.0) [01:24 Min.], Making-Of (Eng. DD 2.0) [05:01 Min.], Gag-Reel | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 12-seitiger Buchteil

Release-Termin: KeepCase (cut): 25.06.2021 | Mediabook (uncut): 14.10.2013 | KeepCase (cut – Bonusfilm): 30.04.2021

 

Zombie Invasion War [Blu-ray im KeepCase] auf AMAZON kaufen

Zombie Invasion War als Bonusfilm auf „The Last Exorcist“ enthalten [Blu-ray im KeepCase] auf AMAZON kaufen

Zombie Invasion War [Blu-ray + DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ZOMBIE INVASION WAR – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei 84 Entertainment | Great Movies | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Day of the Dead – Bloodline (2017)
 
Zombie Night (2013)
 
Zombie Hunter (2013)
 
Nazi Zombie Battleground (2012)
 
Zoombies – Der Tag der Tiere ist da (2016)
 
Angriff der Lederhosenzombies (2016)
 

Filmkritik: „Benny Loves You“ (2019)

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BENNY LOVES YOU

Story

 
 
 

Jack ist ein Muttersöhnchen Mitte 30 und muss sich bald einer dämonischen Kraft stellen, die in seinem Lieblingsstofftier Benny steckt.

 
 
 


 
 
 

BENNY LOVES YOU – Kritik

 
 
 
Puppen mörderisches Leben einzuhauchen, ist seit „Chucky“ eine beliebte, kleine Nische im Horrorbereich. Wenn es dann aber auch noch um Stofftiere geht, findet man nicht besonders viele Exemplare. Das dachte sich scheinbar auch Karl Holt und so drehte er „Benny Loves You“. Wer schwarzen, britischen Humor zu schätzen weiß und es nicht zu ernst braucht, bekommt einen recht amüsanten Beitrag zur Horrorkomödie, die nichts Weltbewegendes darstellt, aber kurzweilig zu unterhalten vermag.
 
 
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Jack lebt mit 35 Jahren noch immer bei seinen Eltern und will dort auch nicht weg. Erst als sie auf tragische Art und Weise ums Leben kommen, muss der Spielzeugdesigner lernen auf eigenen Füßen zu stehen. Dass Jack dabei große Unterstützung erhalten soll, kann er anfangs noch nicht ahnen, aber sein Stofftier Benny, welches er als Kind liebte, entwickelt ein mörderisches Eigenleben und Benny macht jedem den Garaus, der sich Jack in den Weg stellt. Doch daraus ergeben sich natürlich auch einige Probleme für Jack. Viel Gehalt besitzt diese Handlung natürlich nicht, immerhin dreht es sich lediglich um ein mordendes Stofftier. Der Zuschauer braucht da jetzt auch nicht mit großen Wendungen oder geistreichen Ideen zu rechnen, aber trotzdem wirkt „Benny Loves You“ nicht so, als hätte man das Szenario schon tausende Male gesehen. Mit einer simplen Grundidee erreicht das Werk eine gewisse Eigenständigkeit und obwohl diese für einen Langfilm etwas zu monoton ausfällt, gelingt es Karl Holt, der das Drehbuch selbst schrieb, doch mit dem ein oder anderen Einfall für Kurzweil zu sorgen.
 
 
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Sowieso war der britische Regisseur, der zuvor lediglich mal einen Kurzfilm drehte, die treibende Kraft hinter „Benny Loves You“, denn er schrieb nicht nur das Drehbuch, führte Regie, produzierte das Werk, sondern er übernahm auch gleich die einzige, richtige Hauptrolle. Ziemlich viele Posten, aber das bemerkt man dem Streifen niemals negativ an. Der größte Schauspieler wird aus Holt sicherlich nicht, aber er macht seine Sache doch charismatisch genug und es fällt gar nicht wirklich auf, dass er dabei nicht viel schauspielert. Von den restlichen Darstellern sollte man ebenfalls nicht zu viel erwarten. Claire Cartwright dient als sympathisches Love-interest und geht dabei klar, alle anderen tauchen immer nur mal kurz auf. Das ist weder besonders einprägsam, noch wirklich schlecht gespielt. Die Figurenzeichnung erfüllt dabei ihren Zweck, ist sicher ziemlich schnell vergessen, funktioniert für die Dauer von gut 90 Minuten Laufzeit jedoch. Und mit Benny hat man immerhin ein recht markantes Stofftier kreiert, welches gerade deshalb so gut wirkt, weil es so simpel gehalten wurde. Der Spruch „Benny liebt dich“ geht einem nach der Sichtung sicherlich nicht mehr so schnell aus den Gehörgängen.
 
 
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Als Regisseur enttäuscht Holt ebenfalls nicht, wobei man natürlich ein Faible für die günstigeren B-Movies besitzen sollte. Dass kein riesiges Budget vorhanden war, ist nämlich manchmal klar erkennbar und trotzdem macht „Benny Loves You“ dann doch noch relativ viel daraus. Die Inszenierung ist manchmal schön verspielt und sogar die wenigen Horror-Elemente wurden ganz gut realisiert. In erster Linie geht es dem Werk jedoch um Humor und hier werden die Geschmäcker mal wieder deutlich auseinander gehen. Insgesamt geht es doch recht albern zur Sache und längst nicht jeder Gag zündet. Trotzdem werden besonders Freunde vom britischen, schwarzen Humor manchmal auf ihre Kosten kommen, denn davon bietet die gesamte Atmosphäre einiges. Das ist mal einfach nur total blöd und manchmal schön böse. Es reicht zwar nicht zum großen Spaß, aber amüsante Passagen besitzt „Benny Loves You“ definitiv. Für etwas Splatter wird ebenfalls gesorgt, aber die Freigabe ab 18 Jahren ist besonders aufgrund des albernen Themas etwas überzogen. Trotzdem fließt genug Blut und die Effekte gehen meist in Ordnung und stammen nur manchmal etwas zu sichtbar aus dem Computer. Der Score ist okay, kann jedoch nicht in Erinnerung bleiben.
 
 


 
 
 

BENNY LOVES YOU – Fazit

 
 
6 Punkte Final
 
 
Wer auf Puppenhorror abfährt, bekommt mit „Benny Loves You“ eine schwarzhumorige Mischung irgendwo zwischen „Chucky“ und „Meet the Feebles“ geboten. Die Story ist enorm simpel, wird aber immerhin mit ein paar kreativen Ideen angereichert. Die Darsteller gehen in Ordnung, die Inszenierung erfüllt ihren Zweck und allgemein ist der Film handwerklich doch überraschend hochwertig für den B-Movie-Bereich. Spannung kommt zwar keine auf, aber man wird doch recht kurzweilig unterhalten. Damit dies der Fall sein kann, muss man allerdings den Humor mögen, der eine Mischung aus albern, schwarz, naiv und böse bietet. Selbst wenn die größten Lacher ausbleiben, kann man sich ganz gut amüsieren. Leider bleibt das große Blutbad jedoch aus und nicht jeder Effekt sieht gut aus, insgesamt aber kann man mit den Tricks gut leben. „Benny Loves You“ ist nicht unbedingt ein Anwärter auf den nächsten Kultfilm, aber er ist durchaus solide gemacht!
 
 
 


 
 
 

BENNY LOVES YOU – Zensur

 
 
 
Dass es in „Benny Loves You“ nicht gerade zimperlich zugeht, zeigt auch die Bewertung der FSK. Diese hat der Horrorkomödie eine Erwachsenenfreigabe attestiert. Die Veröffentlichung ist ungeschnitten und besitzt den roten FSK-Flatschen. Sammler können bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

BENNY LOVES YOU – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Pierrot Le Fou (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Benny Loves You; Großbritannien 2019

Genre: Horror, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 94 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray + DVD im Mediabook

Extras: 24-seitiges Booklet, Poster, Trailer, Retro Trailer, Teaser, Behind the Scenes, Deleted Scenes

Release-Termin: Mediabook: 16.07.2021

 

Benny Loves You [Blu-ray + DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

BENNY LOVES YOU – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Pierrot Le Fou)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Chucky – Die Mörderpuppe (1988)
 
Meet the Feebles (1989)
 
The Happytime Murders (2018)
 

Filmkritik: „Willy’s Wonderland“ (2021)

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WILLY’S WONDERLAND

Story

 
 
 

Nach einer untypischen Autopanne sieht sich ein namenloser Badass gezwungen, eine Nacht in einerm ehemaligen Kindervergnügungsrestaurant zu verbringen, das nicht so unbewohnt und unschuldig ist, wie es scheint.

 
 
 


 
 
 

WILLY’S WONDERLAND – Kritik

 
 
 
Das 2014 als Reaktion zu harscher Kritik an seinem Bieberspiel, kein Witz, von Scott Cawthon entwickelte Horrorspiel „Five Night’s at Freddy’s“ ist anno 2021 nicht nur lange zum kulturellen Phänomen und eigenem Universum inklusive zahlreicher Spiele, mehrerer Bücher und Spin-Offs geworden, nein, auch ein Spielfilm über die besessenen, animatronischen Terrorfiguren unter der Regie von „Home Alone“ und „Harry Potter“-Regisseur Chris Columbus ist geplant. Während sich dieser aber noch in der Vorproduktion befindet und mit einer Lore zu beschäftigen hat, die von Fans seit Jahren entschlüsselt und interpretiert wird, ist der vorliegende „Willy’s Wonderland“, ebenfalls mit sehr ähnlicher Prämisse angereichert und mehr als offensichtlich von dem Franchise inspiriert und ohne jeglichen Anspruch auf Originaltreue oder patentierte Namen, bereits erschienen – und hält genau das, was er verspricht.
 
 
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Zugegeben, die PC-Spiele sind jumpscarelastiger Horror ohne wirkliche Kämpfe und mit viel Suspense und Ruhe zwischen den Attacken; und Gruseln, oder auch nur erschrecken, wird sich bei „Willy’s Wonderland“ wirklich niemand – aber wer Nicolas Cage dabei zusehen will, wie er angenehm amüsant bis leicht unheimlich inszenierte, animatronische Viecher zerkloppt, der ist hier richtig. Manchmal kann Unterhaltung ja so simpel sein. Ein lahmer Classic Rock-Song trübt den soliden Ersteindruck des hübschen Blu-ray Menüs, danach folgt ein reichlich unmotivierter und zu schnell geschnittener Opening-Kill, in dem der Täter zwar nicht zu sehen ist, dafür aber auf einem Röhrenfernseher im Fake 80s-Stil bereits die glücklich singenden Maskottchen vorgestellt werden, bis der Bildschirm mit Blut bespritzt wird. In den Opening Credits begleiten wir dann Nicolas Cage in seiner stummen Rolle als coole Sau, die natürlich mit Sonnenbrille und Dosenbier im Sportwagen durch die Felder heizen darf, wobei aber leider erneut das unnötig hektische Editing, der generische, charakterlose, instrumentelle Rock- Soundtrack und das übertriebene Colourgrading nerven, durch welches alles orange aussieht.
 
 
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Cage fährt über ein Nagelbrett und brauch demnach eine Reparatur für den Wagen, der lokale Abzocker will natürlich $1000 dafür haben und nimmt nur Cash, oder aber eine Nacht im titelgebenden Kinderparadies, das seit Jahren verlassen ist und dank des schnellen Pacings bereits nach 13 Minuten Film betreten wird. Empfangen wird unser Hausmeister dabei von „Tex“, einem weißen Cowboyanzug tragenden, sehr spielfreudig und unterhaltsam von Ric Reitz gespielten fella, der hinter seinem allzu breiten Grinsen etwas zu verstecken scheint. Auch die Tatsache, dass an der Außenseite des Gebäudes Graffitis wie „KID KILLER BURN IN HELL“ prangen, oder kurz vorher noch eine junge Dame festgenommen wurde, die am helllichten Tag versucht hat, das Etablissement abzufackeln, sollte ggf. zu denken geben.
 
 
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Was die folgenden ~75 Minuten lang geschieht, ist inhaltlich zwar absolut vohersehbar und derart nach Schema F geschrieben, dass man vermutlich nicht groß überrascht wird – aber das WIE ist hier darum eine Erwähnung wert, weil es so wunderbar untypisch ist: Denn Nic Cage als Hausmeister redet nicht nur keinen einzigen Satz, sondern ist auch jederzeit überlegen und nie ernsthaft in Gefahr, verletzt zu werden oder umzukommen – das sorgt also für das Ausbleiben jeglichen Mitfieberns oder jeglicher Spannung, stattdessen gilt es aber einfach grinsend das Design, die Neonfarben, die Location, die überraschend brutalen Kills am Teeniefutter, oder sehr straßenkampfmäßigen Choreographien mit den Animatronics zu genießen.
Durch regelmäßige Montagen, Pausen, eine repetitive Struktur und die gleichförmige Gewalt stellt sich nun sowohl beim Protagonisten als auch beim Zuschauer eine Routine ein, die ggf. langweilen kann, mir aber sehr vergnügliche 70 Minuten bereitet hat – denn gut genug aussehen tut der Film und die Tierchen sind zahlreich und abwechselnd goofy oder unironisch gruselig designt – allen voran Sarah the Siren, die in einigen rot beleuchteten Shots an einen ernsteren Horrorfilm erinnert.
 
 
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Logik, Abwechslung und Spannung werden also klein geschrieben, Cage darf nur nonverbal ausrasten und ein originalgetreuer Fan-Film, für den viele es hielten, ist dieses Werk auch nicht denn der muss erst noch gedreht werden – aber so saudämlich das Script den Zuschauer in seiner übererklärten, entmystifizierenden Flashback-Szene mit tausendmal gesehener Hintergrundgeschichte auch ist, ganz nebenbei wird innerhalb dieser Sequenz eine blutige Verletzung an einem Kind (!) gezeigt und beweist, wie egal diesem Film doch übliche Ansprüche oder Konventionen sind.
 

„This is where those kidkillers offed themselves!“

 
Ein heruntergekommenes, dämonisches, fehlgeschlagenes Kindergeburtstagsparadies/Themenrestaurant als Setting kann für sich schon punkten, im „Super Happy Fun Room“ etwa den brutalsten Kill zu inszenieren, aufgrund der Überdrehtheit des Konzepts aber nicht in unangenehme Folter oder Gewalteskapaden auszuarten, ist ein gelingender Balanceakt. Ein erfrischend geradliniger und simpler Film, der genau weiß was er ist, was er sein will und der keine großen Ambitionen hat, bis auf kurzweilige Unterhaltung mit Situationskomik, etwas Splatter, ein paar Kämpfen und sehr spaßigen Creature Designs. Da gilt es die lahmeren Parts des Soundtracks und die dümmeren Entscheidungen der Teenager dann doch zu entschuldigen, wenn Nic Cage dafür besoffen, pinballspielend, ölverschmiert Gorillas durch Toilettenwände rammt. Manchmal tut es einfach gut, etwas kurzes, kathartisch dummes zu sehen, in dem eine Frau durch einen engen Lüftungsschacht robbt, im nächsten Moment aber eins dieser riesigen Tiere reinpasst und sie herrlich unbegabt umher jagt.
 
 
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WILLY’S WONDERLAND – Fazit

 
 
7 Punkte Final
 
 
Dämliche Nebencharaktere, schmerzend uninspirierte Rockmusik und eine lahme Hintergrundgeschichte können auch nicht verhindern dass Nicolas Cage als dauerhaft die Kontrolle habender, stoischer, Robokreaturen zu Muß prügelnder Krieger einfach Laune macht – einige hübsche Einstellungen, passende Synthiesongs und blutige Kills tun ihr Übriges.
 
 
 


 
 
 

WILLY’S WONDERLAND – Zensur

 
 
 
„Willy’s Wonderland“ geht nicht zimperlich mit seinen Figuren um. Dennoch hat der Streifen überraschenderweise von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. In den 1980ern wäre ein Film wie „Willy’s Wonderland“ leider nicht unbeschadet durch das Prüfgremium gekommen. Umso erfreulicher ist, dass der trashige Slasher ungeschnitten im Handel steht.
 
 
 


 
 
 

WILLY’S WONDERLAND – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Splendid Film (Blu-ray im KeepCase mit 10 Sammelkarten)

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(c) Splendid Film (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Willy’s Wonderland; USA 2021

Genre: Horror, Thriller, Splatter

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Original Trailer, Trailershow, Colorful Darkness (1:43 Minuten), Inside the Fun (7:37 Minuten) | zusätzlich im Mediabook: 24-seitiges Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 21.05.2021

 
 

Willy’s Wonderland [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Willy’s Wonderland [Fan-Edition: Blu-ray im KeepCase + 10 Sammelkarten] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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WILLY’S WONDERLAND – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Abbildungen stammen von Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Meet the Feebles (1989)
 
Demonic Toys (1992)
 
Teddy Bears Are For Lovers (2016)
 

Filmkritik: „Die Insel der Ungeheuer“ (1976)

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DIE INSEL DER UNGEHEUER

(THE FOOD OF THE GODS AND HOW IT CAME TO EARTH | THE FOOD OF THE GODS)

Story

 
 
 
Chemikalien blubbern aus dem Boden einer Insel vor Kanadas Küste und werden vom gottesfürchtigen alten Farmerehepaar Skinner mit einem Geschenk von ganz oben verwechselt. Sie verfüttern den üblen Stoff an ihr Nutzvieh, Hühner bevorzugt, und werden hernach Zeugen von deren Riesenwachstum. Hallelujah! Footballspieler Morgan (Marjoe Gortner) nebst Mannschaftskollegen, ein schwangeres Pärchen (Tom Stovall und Belinda Balaski, sie aus PIRANHA, also erfahren mit Tierhorror), ein Hundefutterfabrikant (Ralph Meeker) und eine Wissenschaftlerin bereisen die Insel mit den unterschiedlichen Absichten auf den Seelen. Die kommerzielle des Pressfleischherstellers ist davon die offensichtlichste und abstoßendste. Nun haben in der Zwischenzeit mannshohe Nagetiere das Regiment übers Eiland unternommen. Die ungleichen Leidensgenossen verschanzen sich im Haus der Skinners und stehen mitten im Krieg gegen die Riesenratten.

 
 
 


 
 
 

DIE INSEL DER UNGEHEUER – Kritik

 
 
Mr. BIG. Initialen des Bert Ira Gordon, die sich ihr Besitzer zum Markenzeichen machen sollte. Größer, monströser, wilder. Eine haarige Spinne (DIE RACHE DER SCHWARZEN SPINNE, 1958), die durch in der Highschool-Turnhalle gespielte Rock ’n’ Roll Musik wächst und wächst, mutierte Zyklopen mit nicht zu leugnendem Aggressionsproblem (DER KOLOSS, 1957) oder eben die Kreaturen aus Wald und Flur im heute behandelten Schlockbomber DIE INSEL DER UNGEHEUER, Gordons sehr freier und verknappter Interpretation einer Geschichte von Fantasy- und Sci-Fi-Urvater H.G. Wells. Für Adaptionen des klassischsten aller Science-Fiction-Autoren war der Amerikaner ein Spezialist. Das erkannte man auch bei der Kult-Autokino-Filmschmiede American International Pictures und erteilte Mr. Big den Auftrag, seine preisgünstigen und trotzdem überzeugenden Fähigkeiten doch in eine etwas zeitgemäßere Verpackung zu wickeln. Der Film wurde zu AIPs erfolgreichstem Produkt der Saison und sein Regisseur wird, so Gott will, zur Belohnung für seinen Output hundert Jahre alt werden. Lang ist das nicht mehr hin.
 
 
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Hauptdarsteller Marjoe Gortner ist geschlagen mit einer Optik zwischen David Hasselhoff, Mike Krüger UND Thomas Gottschalk, also gleich beiden Supernasen. Auch sonst ist er ein außergewöhnlicher Mensch. Kein Eintrag seiner Filmographie kann guten Gewissens mit dem – wie wir Psychologen wissen – problematischen Wörtchen „normal“ gekennzeichnet werden. Da gab es Riesenvieh-Horror wie den Film, über den Sie gerade lesen, einen fiesen Auftritt im Seventies-Mainstream-Katastrophen-Reißer ERDBEBEN oder einen ebenso geisteskranken wie budgetschwachen KRIEG DER STERNE-Raubfilm namens STAR CRASH. Der natürlich aus Italien kommen musste. In dem spielt sogar der junge Hasselhoff selbst mit. Schwer auseinander zu halten, diese beiden permanent brünstigen Afro-Elche. Seinen größten Auftritt hat der charismatische Knallkopf aber in einer legendären Dokumentation. In MARJOE führt Gortner vor, wie er als Kinderprediger jahrelang frenetisch-gläubige Kirchengemeinden in den amerikanischen Südstaaten um ihr Erspartes brachte. Als junger Kerl, vom eigenen Vater um die Beute aus der evangelikalen Gläubigenmelkung gebracht, lebte er halbjährlich als Hippie in Kalifornien und zog das andere halbe Jahr zurück in den Süden, wo er den Hinterwäldlern gegen bare Münze das Seelenheil aufbesserte.
 
 
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Der „Golden Turkey Award“ der Gebrüder Medved – ging in ihrem Buch (also der ersten Sekundärliteratur zum Phänomen Trash-Kino) auch an „Die Insel der Ungeheuer“. Ausgezeichnet wurde er als der mieseste Rattenfilm. Kann man das so unterschreiben? Bedingt. Rattenfilm ist das Kleisterwerk sowieso erst in seiner zweiten Hälfte, der sparsamen und leider merklich entschleunigten Belagerungssequenz. Entschleunigt aber nur dann, wenn Marjoe nicht brüllend durchs verranzte Gehöft rennt und unintelligent Getier aufscheucht. Vorher ist der Film ein brillanter Lehrfilm für angehende Tricktechniker. Behandelt wird die Frage, wie man analoge Spezialeffekte besser nicht zur Schlussmontage in den Schneideraum gibt. Wir sehen den kernigen Star im Kampf gegen einen riesenhaften Gockel. Damit ist ausnahmsweise wirklich das Vogelmännchen gemeint. CGI gab’s noch lange nicht. Was es aber auch 1976 schon gegeben hätte, heißt Sorgfalt. Die hat man aber im Auto gelassen und so ist der Kampfhahn ein Konstrukt aus Pappe und Federn, dessen sich der lockige Landpfarrer erwehren muss. Es ist wundervoll. Ratten durfte der FX-Pappdeckelrührer auch basteln – aber nur für die Nahaufnahmen und die Angriffe der fiesen Beißer. Man stelle sich die armen Produktionshelfer vor. Dunkelheit, nasses Matschwetter auf einer versprengten Insel vor British Columbia. Endloses Knien, dann zottige Riesenrattenköpfe in das Auto eines gleich totgebissenen Landwirts schieben. Liebe Leser, diese Production Assistants sind für Ihre Unterhaltung durch den Morast gekrochen. Die Methode der Rückprojektion wird ebenfalls ausgiebig genutzt. Killerwespen, natürlich auch per Videoschnitt aufgeblasen, und weitere Ratten werden an die Wand gestrahlt. Die tapferen Humanoiden bekämpfen dann diese Wände. Das sieht so beknackt aus, wie es klingt. So fünfzehn Dollar mehr hat dann das nachträgliche Reinkopieren der Bestien in das fertige Filmmaterial gekostet. Mehr definitiv nicht. Woran nicht gespart wurde, war Kunstblut. Man tobt sich regelrecht aus. Stellenweise erinnert das Geschäume an den US-Frühsplatter von Herschell Gordon Lewis. Warnung: Eine American Humane Association gab es in ihrer heutigen Form noch nicht und so werden leider auch echte Ratten in den Tierhimmel befördert. Also nix für Halter von Haustiernagern, der Film. .
 
 
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DIE INSEL DER UNGEHEUER – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
DIE INSEL DER UNGEHEUER versucht den Brückenschlag zwischen einem klassischen Genre für Trashliebhaber, dem Fifties-Monsterfilm nämlich und der härteren Horrorshow der Siebziger. Das Experiment gelingt in Ansätzen sogar so, wie es sich die Macher gedacht haben dürften, unterhält aber noch mehr durch seinen Nostalgiewert. Der setzt sich, wenn heute unter die Lupe genommen, aus den gebündelten Geschmacklosigkeiten beider Jahrzehnte zusammen und trifft ins Schwarze. Dazu die Besetzung. Neben Prediger-Unikum Gortner schlafwandelt Film-Noir-Idol Ralph Meeker als derber Kapitalist durch das Skript und die fromme Mrs. Skinner wird von Ida Lupino gegeben. Die gilt als eine der ersten unabhängigen Regisseurinnen Hollywoods und dürfte sich in jungen Jahren auch nicht dabei gesehen haben, irgendwann als Chemikalie verkauften Pudding an Hühner zu verfüttern.
 
 


 
 
 

DIE INSEL DER UNGEHEUER – Zensur

 
 
 
DIE INSEL DER UNGEHEUER erschien zur Veröffentlichung auf VHS-Kassette mit einer Freigabe ab 16 Jahren und war ungeschnitten. Auf DVD wurde der Tier-Horrorfilm in Deutschland nie veröffentlicht. Das hat sich aber im HD-Zeitalter geändert. Das österreichische Label NSM hat sich dem Klassiker angenommen und ihm eine würdige Blu-ray-Veröffentlichung spendiert. Die nun erhältliche Blu-ray Disc aus dem Hause NSM RECORDS ist ebenfalls ab 16 und absolut ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DIE INSEL DER UNGEHEUER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (KeepCase Blu-ray mit Wechselcover)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover A)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover B)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover C)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover D)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover E)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover F)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover G)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: The Food of the Gods; USA 1976

Genre: Horror, Grusel, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono), Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK16 (ungeschnitten)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann, Super-8-Fassung, deutscher Trailer (Recut), Originaltrailer (Recut) | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 24-seitiges Booklet

Release-Termin: Mediabook (Cover A-G): 08.05.2020 | BD-KeepCase: 25.06.2021

 

Die Insel der Ungeheuer [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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DIE INSEL DER UNGEHEUER – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Village of the Giants (1965)
 
Die Stunde der Ratte (1989)
 
In der Gewalt der Riesenameisen (1977)
 

Filmkritik: „The Evil – Die Macht des Bösen“ (1978)

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THE EVIL – DIE MACHT DES BÖSEN

(THE EVIL)

Story

 
 
 
Beim Herrichten eines alten Hauses gerät ein Psychologe mit seiner Frau und einer Gruppe Studenten an Mächte, die sie nicht für möglich gehalten hätten.

 
 
 


 
 
 

THE EVIL – Kritik

 
 
„Spukhaus“ bzw. „Haunted House“-Filme haben sich im Horrorgenre schon immer größter Beliebtheit auf Seiten des Publikums sowie der Produzenten erfreut, ist die tausendfach adaptierte Prämisse der als Ort des Rückzugs gedachten Behausung, die sich als Hort des Schreckens und Terrors entpuppt, doch gleichermaßen nah am Leben eines jeden, der je umgezogen ist, als auch aufgrund des singulären Settings, oftmals kosteneffizient zu produzieren. Gerade in den Sechziger-, und dann, dank „Amityville Horror“ 1979, Achtzigerjahren wurde mit den diversesten Beweggründen hantiert, alte, gruselige filmreife Villen, Anwesen und Schlösser von einer Gruppe oftmals junger und/oder forschungsaffiner, projektorientierter Studenten erkunden zu lassen, um dort dann wahlweise vages, subtiles und ungreifbares, oder aber allzu menschlich manifestiertes „Böses“, einen nach dem anderen umbringen zu lassen. Wo sich die Slasherstreifen der Achtziger und die übernatürlichen Werke voller Dämonen, Geister und mysteriösen Entitäten nun aber unterscheiden, das ist der schiere Rahmen der Möglichkeiten, mit denen hier Leute erschrocken, in die Irre geführt oder ermordet werden – denn Geister kennen oft genug keine nachvollziehbaren Regeln, müssen allenfalls ihrer eigenen Logik entsprechen, sind nicht so sehr an Raum und Zeit, ihre Sinne oder physikalische Gesetze gebunden, wie die maskentragenden Machetenschwinger der Folgedekaden. Eine etwas anders aufgelöste Herangehensweise an das Genre liefert „The Evil“ aus dem Jahre 1978.
 
 
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Regisseur Gus Trikonis, dessen Regiefilmographie sich von 1969 bis 1997 erstreckt, inszenierte in erster Linie Komödien, Dramen mit Thrillereinschlag und TV-Produktionen, dabei neben „The Evil“ aber nur zwei weitere Horror/Mysteryfilme ein Jahr später: „The Darker Side Of Terror“ und „She’s Dressed To Kill“, deren Drehbücher er jedoch beide nicht selber verfasste. Insofern ist der vorliegende 89-Minüter, der den Zuschauer in der neuen Blu-ray mit einem atmosphärischen, minimalistischen Menü einstimmt, eine doppelte Ausnahme, stellt er nicht nur einen Horrorfilm von Trikonis da, sondern einen von zwei der 23 Werke des ehemaligen „Westside Story“-Tänzers, die er selbst geschrieben hat – ob diese scheinbare Herzensangelegenheit ihr Genre also sinnvoll nutzt, einen spannenden und beunruhigenden Horrorfilm ins Leben zu rufen?
 
 
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Leise, hohe Geigen leiten ein liebliches Bläserstück ein, zu dem das prachtvolle Schloss im Sonnenaufgang erstahlt und die Opening Credits starten. Der Hausmeister Sam öffnet die Holztür zur riesigen, spinnenwebenbedeckten Eingangshalle und fängt an zu fegen, ein merkwürdiges Geräusch jedoch lässt ihn zum Schraubschlüssel greifen und die Villa erkunden. Die Credits laufen weiter, ein gackerndes Lachen ist zu vernehmen, langsames, mediokres Schleichen durch enge Kellergänge folgt. Ein Feuerstoß aus dem Kamin löst die kaum aufgekommene Spannung auf und Sam verbrennt leidend und brüllend, ein erstes Leitmotiv. Nach diesen sieben Minuten Intro bleibt hauptsächlich festzuhalten, dass die Blu-ray laut Backcover zwar keine Untertitel hat, sehr wohl aber eine deutsche Untertitelspur höchst sporadisch immer wieder mal ein paar Zeilen übersetzt – sollte man die BD überhaupt gestartet kriegen, der fehlerfreie Player hat sich anfänglich geweigert. Aber gut, ich schweife ab.
 
 
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Die eigentliche Geschichte des Films beginnt ohne weitere Umschweife: Der Psychiater C.J. Arnold, gespielt von „Rambo“-Star Richard Crenna, und seine Frau Dr. Caroline, werden von einem Makler zu der Villa mit der eindrucksvollen Kuppel gefahren. Zugleich fällt auf, dass der unzuverlässige Sam einfach nicht wie abgemacht aufgetaucht ist, zudem werden nebenbei Dorfgerüchte und abergläubisches Geschwätz der Anwohner erwähnt, die aber ja natürlich zu vernachlässigen sind, wink wink. Ebenso wie die Tatsache, dass die Villa auf einem ehemals aktiven Vulkan gebaut wurde, der „einfach so“, als sei er zugekorkt worden, aufgehört hat zu erupieren. Hmmmm…. Neben den Tracking Shots gefällt hier auch das Tempo des Films, da Caroline nach gerade einmal 11 Minuten die erste Lichtgestalt, den ersten ungruseligen, sehr an TV- Formate erinnernden, Geist sieht. Eine auf-, dann eine untersichtige Einstellung auf unsere Gruppe und aus dem nichts stürzt ein Teil der Holzdecke ein und trifft C.J., der hier dennoch eine Entzugsklinik eröffnen möchte. Die Kordschlaghosenträger verlassen das Anwesen, eine POV- Einstellung vom Dach sowie das dramatische Orchester kündigen Unheil an. Schnitt und wir befinden uns in einer ihrerzeit sicher modern gebauten Universität, in dem einer der Dozenten scheinbar seine studentische Affäre gebeten hat, mit zu der Villa zu kommen um aufzuräumen. An der Villa selber kehrt nun unser anfängliches Paar samt Ausrüstung zurück und wird vom Rest der insgesamt achtköpfigen Gruppe empfangen, inklusive Burt Reynolds-Look- und Talkalike Robert Viharo als Dwight und einem zuckersüßen Schäferhund. Nach 18 Minuten sieht Carolyn nun nicht nur erneut einen Geist, sondern auch noch wie eine der Wandbüsten sich bewegt und sie anstarrt – was als Effekt durchaus funktioniert, von ihrem Mann aber sehr schnell rationalisiert und nicht ernst genommen wird.
 
 
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Und wer bei komisch dreinguckenden Büsten in gruseligen Häusern an Scooby Doo denkt, der liegt auch ganz richtig, denn die Tonalität der folgenden Szene, in der die schlaghosentragende Gang aufgeregt nach dem weggelockten Hund sucht, der irgendwo im Keller wohl offscreen „The Evil“ zum Opfer gefallen sein muss, hat definitiv das Gefühl einer leicht goofigen, minimal gruseligen Kinderserie – inklusive herrlichem Blick des Hundes, der sich als besessen herausstellt und unblutig angreifen darf. „Caroll, that thing with the dog can be explained very easily!“, meint C.J., „for a doctor you have a very very vivid imagination“, gaslighted er seine Frau, die einen sehr richtigen Verdacht hat, weiterhin, nur damit sie nach einer knappen halben Stunde bereits den dritten Geistermann rumstehen sieht, mitten zwischen den arbeitenden Mitstreitern. Der Hintergrundgeschichte des Hauses wird sich nun in einer wenig spannenden und etwas unbeholfenen Szene gewidmet, in der Caroll eine alte, aber leere Familienchronik der Vorbesitzer findet und das Schmieden des Kreuzes unerklärt über das Feuer des Kamins geblendet wird. Weiteres erfolgloses Warnen ihres Mannes, dann werden zwei Studentinnen Opfer eines Pranks, der für den Zuschauer nicht nur als Jumpscare klappen kann, sondern auch für eine Argento- Gedächtniseinstellung genutzt wird. Diesen Schrecken überlebt, finden die beiden nun aber eine echte Leiche und diese ist nicht nur gut getrickst, sondern auch die erste Instanz von Horror, Schrecken oder Überraschung, die der Film nach geschlagenen 36 Minuten bieten konnte – aber, aber.
 
 
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Das Gefühl, dass dieses Corman-Vehikel endlich in die Vollen geht, kommt nach geschlagenen 40 Minuten auf, wenn die mysteriöse Falltür im Keller, an der auch schon der Hund gegraben hatte, nebellastig nachgibt und ein Erdbeben auslöst, das in erster Linie durch eine wackelnde Kamera, den pompösen Soundtrack und das Schauspiel inszeniert wurde, aber trotzdem angemessen wuchtig wirken kann. Sehr traurig also, dass der erste onscreen Kill dann so eine peinliche, trashige, schlecht getrickste Einlage ist, in der sich ein Kabel comichaft um Dwight schlängelt, um ihn wenig glaubhaft zu Tode zu schocken. Sämtliche Türen und Fenster verriegeln sich und können nicht mehr geöffnet werden, es folgen erst einmal sehr viel Lärm, Gebrülle, Verzweiflung, Heulerei, Schreierei und „durch die Luft geschleudert werden“, bevor sich in einer Diskussionsszene mit ruhiger, versierter Kamera wieder an oldschooligerem, klassischerem Horror versucht wird. Es ist weder eine besonders frustrierende, noch belohnende oder packende Erfahrung, diesen Spätsziebziger-Horror zu gucken, denn auch wenn die Performances immer wieder stimmen, die kunstvoll von der Kamera eingefangene Villa mit ihren hohen Decken und gemütlichen Ecken glänzen kann und der Killcount überraschend hoch ist, so schwankt der Film zugleich unentschlossen zwischen klassischeren, langsameren Passagen und schlichtweg nicht ernst zu nehmenden Geisterbahn-Horror, in dem die Protagonisten umhergeworfen oder zu Tode geschockt werden. Der einzig nicht-weiße Charakter ist laut Script heroinabhängig und wird zudem als einziges halb ausgezogen und vom „Bösen“ in Unterwäsche über den Boden geklatscht, auch wenn es keine Nacktheit in diesem Film gibt, so werden natürlich teilweise auch sichtlich keine BHs, oder die Jeans mal sehr weit unten getragen. Doch kaum will man sagen, dass dieser Film für Exploitationfans nichts bieten kann oder allgemein sehr harmlos ist für seine Freigabe, folgt eine echt nicht schlecht getrickste, überraschende Splattereinlage – auch wenn der Schaden im nächsten Shot direkt behoben scheint – sowie ein Finale, das man so sicher nicht erwartet hat.
 
 
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So sympathisch es auch ist, dass unser rationaler Protagonist als einziger einen kühlen Kopf behält und versucht, das Mysterium in Ruhe zu lösen, so absurd sind seine Thesen und Erklärungen, wenn eindeutig Übernatürliches geschieht. So tiefschürfend und funktionabel die vielen reinen Dialogszenen auch sein könnten, würden wir die Charaktere überhaupt je richtig kennen lernen, so sehr bremsen sie den Film auch aus. Und so unerwartet, eigenwillig und kindisch-diabolisch das Finale auch ist, so wenig entschädigt es doch leider für die ziemlich ereignislose, hölzerne und höchst repetitive Schrei- und „Spielen als würde man angegriffen werden“-Orgie bis dahin. Der Film tappt dramaturgisch auf der Stelle und lebt größtenteils nur von der marginalen Rätselspannung über das titelgebende Böse, sowie der immer wieder mal aufkommenden Kurzweil eines Siebziger-Geisterfilmes, in dem größtenteils ohne Effekte böse Entitäten inszeniert werden sollen. Ein einzelner Splattereffekt hier, eine wunderbar ausgeführte Szene dort, überraschend alptraumhafte Einschübe an anderer Stelle – man kann sich schon seine Highlights und Momente zum Verlieben, oder zumindest Würdigen dieses allzu üblichen, uramerikanischen Gut vs. Böse- Films zusammensuchen, und ich bereue es auch keinesfalls, ihn gesehen zu haben – doch mehr als ein leicht überdurchschnittlicher, kostengünstig produzierter Spätsziebziger-Grusler ist „The Evil“ dann doch nicht.
 
 


 
 
 

THE EVIL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Atmosphärischer Oldschool-Grusel mit ansprechendem Setting trifft auf billigen Genretrash mit peinlichen Effekten. Weiterhin sehen wir ein Starcast mit überzeugenden Performances, das auf ein halbgares, lahmes Script mit wenig Herausstellungsmerkmalen trifft. „The Evil“ ist trotz des unüblichen, erinnerungswürdigen Finales keine Sternstunde des Gruselkinos.
 
 


 
 
 

THE EVIL – Zensur

 
 
 
„The Evil – Die Macht des Bösen“ hatte es – wie viele Horrorfilme in den 1970ern / 1980ern – nicht leicht. Der Streifen erschien nur gekürzt auf VHS und landete von 1984 bis 2009 auf dem Index. Unverständlich! 2018 brachte CMV LASERVISION im Rahmen der hauseigenen Trash-Collection eine ungeschnittene Fassung in zwei DVD-Hardboxen auf den Markt. Danach folgte die deutsche HD-Premiere des Gruselfilms in zwei Mediabooks. Am 19.03.2021 legte CMV den Streifen der FSK zur Neuprüfung vor. Diese sah keine Jugendgefährdung und sprach eine Freigabe ab 16 Jahren aus. „The Evil – Die Macht des Bösen“ ist demnach ab sofort für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet. Aufgrund einiger höher eingestufter Trailer auf der erhältlichen DVD / Blu-ray ist die Blu-ray-Veröffentlichung aus dem CMV aber erst für Erwachsene geeignet.
 
 
 


 
 
 

THE EVIL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CMV Laservision (KeepCase Blu-ray)

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(c) CMV Laservision (Mediabook mit DVD + Blu-ray Cover A / auf 500 Stück limitiert)

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(c) CMV Laservision (Mediabook mit DVD + Blu-ray Cover B / auf 333 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Evil; USA 1978

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DD 2.0 (Mono), Englisch DD 2.0 (Mono)

Untertitel: keine

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Film: FSK16 | Blu-ray: keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | KeepCase mit Wechselcover

Extras: Audiokommentar von Christoph N. Kellerbach & Florian Wurfbaum, Original Trailer, TV-Spot
Trailer: The Unseen, Death House, Bloodmania | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, Booklet mit einem Text von Christoph N. Kellerbach

Release-Termin: Mediabook: 21.05.2021 | KeepCase: 21.05.2021

 

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THE EVIL – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei CMV LASERVISION)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Amityville Horror (1979)
 
Das Grauen (1980)
 
Landhaus der toten Seelen (1976)
 

Filmkritik: „Gothic“ (1986)

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GOTHIC

Story

 
 
 
In einer stürmischen Sommernacht im Juni 1816 lädt der Dichter Lord Byron die zukünftigen Eheleute Percy und Mary (noch mit dem Mädchennamen Godwin) Shelley, Marys Stiefschwester Claire und seinen Arzt Polidori in sein herrschaftliches Anwesen am Genfer See ein. Die Gruppe gebildeter Oberschichtler verbringt eine intensive Zeit tiefschürfender Gespräche über Unheimliches aus Geschichte und Medizin und Psychologisches, okkultistischer Spielereien und schließlich auch körperlicher Annäherungen zueinander. Am Ende ihrer Zusammenkunft ist in Mary Shelley die Saat zum Verfassen ihres Romans „Frankenstein“ gelegt.

 
 
 


 
 
 

GOTHIC – Kritik

 
 
GOTHIC, ein Film, den man in jenen lange vergangenen Tagen von Fernsehaufnahmen und VHS-Kassetten, nachdem man aus englischsprachiger Filmliteratur gerade den Begriff des, ja, „Gothic Horror“ für die Hammer Studios etc. gelernt hatte, fieberhaft von seinem tristen Suchlistenfilm-Schicksal erlösen wollte. Mancher geifernde Horror-Geek war dann allerdings ein wenig angefressen oder sollten wir lieber sagen überfordert vom raumgreifenden, wuchtigen Stil Ken Russells. Andere lieben Film und Regisseur. Der Engländer ist im November nun auch schon zehn Jahre fort und man könnte glauben, die Horror-Bubble reduziert diesen wirklich phänomenalen Regisseur auf seinen meisterlichen Kirchenquälereien-Schocker DIE TEUFEL, erschienen 1971. Dessen gesuchte Langfassung und die darin vermutlich enthaltenen Grausamkeiten vernebeln so manchem die Sicht auf ein umfangreiches Oeuvre großartiger, bildgewaltiger und mit unterbewussten Traum-Ängsten spielender Filme, das zu jeder Zeit eine Heimkino-Retrospektive verdient.
 
 
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Auch GOTHIC, oberflächlich mit ordentlichem Budget versehenes Ausstattungskino mit Gruselkante, in dem Exzentriker Russell mit Julian Sands und Gabriel Byrne gleich zwei der übelsten Schmierlappen inseleuropäischen Schauspielhandwerks auf einmal aufs Publikum loslässt, wirft eben diesem Publikum die gleichen Fragen zur Existenz selbst, überwindungsbereiter Gesellschaftspolitik und der Instabilität psychischer Schutzmechanismen an die Birne. Sogar die in der Gegenwart heißer denn je diskutierten Geschlechterklischees und Erwartungen daran werden mittels der Figur des schwulen und von Selbstzweifeln zerfressenen Doktor Polidori eingeflochten. Aus dessen Feder stammt der Roman „Die Vampire“, in dem der Mediziner auch die Erkenntnisse aus den Tagen am Genfer See zu verwerten weiß.
 
 
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Ja, das kann der berufswahnsinnige Maestro gut. Sind es Drogen, mentale Überspanntheit oder doch aus dem Dunkel von Unterbewusstsein oder den Tiefen der Schattenwelt angreifende Dämonen, die dem Freundeskreis experimentierfreudiger britischer Jungmenschen diese Tage so in wahrsten Sinne des Wortes unvergesslich machen? So ganz eindeutig wird die Frage nicht beantwortet. Ist aber doch eine schöne Idee, die Wurzel für einen der Genrestartschüsse des Horrors in einer vernebelten Sause von Sex und Opium und spiritistischen Sitzungen verorten zu dürfen, oder?
 
 
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Diese auf wahren Ereignissen beruhende Story, zweifelsohne doch eine veritable Wegmarke der Horrorliteratur-Geschichte, beschäftigt auch nach GOTHIC noch weitere Filmemacher. 1988 erscheint der elegische SCHWARZER SOMMER, gedreht vom subversiven Tschechen Ivan Passer und 2017 die eher seichte Romanze MARY SHELLEY unter der Regie von Haifaa al-Mansour, Saudi-Arabiens erster anerkannter Filmerin, international bekannt geworden durch DAS MÄDCHEN WADJDA.
 
 

 
 


 
 
 

GOTHIC – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Auch nach über dreißig Jahren noch faszinierendes Portrait einer opiumgeschwängerten Gründerstunde des Horror-Genres. GOTHIC, nicht bloß aufgrund Thomas Dolbys Soundtrack jederzeit als Produkt der aalglatten Achtziger zu erkennen, ist sicherlich nicht der beste Film des wunderbar verrückten Ken Russell, lohnt aber, in einer schönen Fassung wie der vorliegenden ins Regal eingereiht zu werden. Gilt natürlich auch für Fans, die nicht nur Gothic Horror schauen.
 
 


 
 
 

GOTHIC – Zensur

 
 
 
GOTHIC erschien zur Veröffentlichung auf VHS-Kassette noch mit einer Freigabe ab 18 Jahren. Das galt auch für die erhältliche DVD. Alle bis dato herausgebrachten Veröffentlichungen waren aber ungeschnitten. Im Jahr 2013 legte 20TH CENTURY FOX den Film neu der FSK vor und erhielt für den Klassiker eine FSK 16-Freigabe. Das hat sich auch mit der nun erhältlichen Blu-ray aus dem Hause NSM RECORDS nicht geändert. Der Streifen ist trotz Jugendfreigabe ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

GOTHIC – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (KeepCase Blu-ray mit Wechselcover)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover A – auf 444 Stück limitiert)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover B – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover C – auf 222 Stück limitiert)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover D – auf 111 Stück limitiert)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover E – auf 222 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Gothic; Großbritannien 1986

Genre: Horror, Grusel, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0, Instrumental DTS-HD MA 2.0, Deutsch DTS-HD MA 2.0 = Deutsche Kinosynchronisation

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK16 (ungeschnitten)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Lisi Rusell und Filmhistoriker Matthew Melia (Englisch DTS-HD MA 2.0, Ohne Untertitel), Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Dr. Gerd Naumann (Englisch DTS-HD MA 2.0, Ohne Untertitel), Isolierte Musik & Audio-Interview mit Komponist Thomas Dolby, Fear Itself – Interview mit Drehbuchautor Stephen Volk (17:26 Min., Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Englisch Untertitel), One Rainy Night – Interview mit Kamermann Mike Southon (23:09 Min., Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Englisch Untertitel), The Soul of Shelley – Interview mit Schauspieler Julian Sands (17:53 Min., Englisch, Optionale Deutsche Untertitel, Optionale Englisch Untertitel), Deutscher Trailer (2:41 Min.), Originaltrailer (2:17 Min.), TV-Spot (0:34 Min.), Bildergalerie (4:08 Min. | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit einem Text von Jonas Hoppe

Release-Termin: Mediabook (Cover A-E): 27.09.2019 | BD-KeepCase: 30.04.2021

 

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GOTHIC – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mary Shelley’s Frankenstein (1994)
 
Begierde (1983)
 
Crimson Peak (2015)
 

Filmkritik: „Wishmaster 2 – Das Böse stirbt nie“ (1999)

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WISHMASTER 2 – DAS BÖSE STIRBT NIE

(WISHMASTER 2: EVIL NEVER DIES)

Story

 
 
 
Gangsterbräutchen Morgana und ihre Kollegen klauen im Museum schöne Sachen und zerballern dabei den Edelstein, der dem Wüstendämon Wishmaster zum Gefängnis geworden ist. In sein irdisches Ich Demarest verwandelt, unternimmt der Flaschengeist aus der Hölle eine weitere Zerstörungstour auf der Jagd nach Seelen, die von Morgana vorneweg, und versorgt, ebenso hinterhältig wie tödlich, Bösewichter von Knastis bis Mafia-Russen mit der Erfüllung ihrer Wünsche. Die Seelen der Wünschenden braucht der Unhold zum Herbeiführen der Weltherrschaft durch seine feinstofflichen Djinn-Kameraden. Klar. Rhino Michaels (heißt wie ein Wrestler, ist aber ein ins Kantige gelifteter Stuntman und Schlägertypendarsteller) und die anderen Zuchthäusler sind keine Gegner für den vorgeschichtlichen Buhmann. Die Russen spielt er ebenso problemlos gegeneinander aus und Morgana, die als Identifikationsfigur fürs Publikum nicht wirklich erste Wahl ist, beißt sich das eine ums andere Mal die Zähne am antiken Fiesemöpp aus, bevor die Welt wieder in langweiliger Ordnung ist.

 
 
 


 
 
 

WISHMASTER 2 – Kritik

 
 
Die WISHMASTER-Filme sind in den späten Neunzigern und den frühen Zweitausendern eine Art Rückblick auf die Größe des Horrorkinos, speziell der Klassiker aus den glanzvollen Achtzigern. Damals ist die Industrie noch auf der Jagd nach „frischem Wind“ fürs Genre – die heutige Retro-Besessenheit hingegen undenkbar. Das Rezept ist Eighties pur: Ein klugscheißender Baddie mit Merchandise-Potential zerlegt mehr oder minder fantasievoll und gory eine Galerie von Opfern. Heute ohne Kommentar an eine eingebildete Internet-Horror-Community nicht möglich.
 
 
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Ein definitiv erwähnenswertes Tidbit ist der Regisseur. Jack Sholder, 1945 in Philadelphia geboren, steckt hinter einer Handvoll der interessanteren Horrorfilme der Slasher-Ära. Schon sein Debüt, ZWEI STUNDEN VOR MITTERNACHT, lässt den großen Martin Landau und den zumindest massiven Erland van Lidh (fucking Dynamo aus RUNNING MAN) als Feuerteufel und Kinderficker Amok laufen. Das ist 1982. Sholders beliebtester Film ist 1987 THE HIDDEN – DAS UNSAGBAR BÖSE, einer der knackigsten Horror/Sci-Fi-Hybriden und Killeralien-Klopper überhaupt, den Ihr hoffentlich kennt. Der zweite Freddy-Krueger-Teil ist auch von Sholder und man kann sich nur fragen, was ein fitter Filmemacher wie er aus einem NIGHTMARE-Sequel gemacht hätte, das nicht als homosexueller Autorenfilm aus dem eitlen Anus-Geist Wes Cravens konzipiert war. Vielleicht so etwas wie WISHMASTER 2 – DAS BÖSE STIRBT NIE. Der übrigens kein Anus-Geist ist, also der Flaschengeist. Jack Sholder auch nicht dafür aber gelegentlicher Filmprofessor an der Uni und ansonsten Rentner.
 
 
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Andrew Divoff gibt wieder mit Volldampf den Drecksack aus 1001 Nacht. Bei Horrorfans gilt seine Arbeit in der Reihe als Paraderolle. Ihm, einem vielseitigen Schauspieler, ist der Genrestar-Status nur recht und er spielt den Finsterling in a bottle mit einer überzogenen Verve, die gelegentlich an Vincent Price, aber auch an Robert Englund denken lässt, dessen Horror-Franchise-Erbe der in Südamerika geborene Divoff deutlich antreten soll. Sieht man Hat nicht sollen sein. Schuld hat das von uns schon mehrmals traurig beschriebene Klima der Horrorfilmfeindlichkeit, unter dem die späten Neunziger zu leiden hatten und die auch ein Erfolgsfilm-Sequel wie das heute vorgestellte ins enge und nicht gerade von Production Values strotzende Korsett eines Fernsehfilms zwängen. Ja, das Budget einer Kino-Gesellschaft hätte dem Film wirklich gut getan. Wie man so sagt: Wrong place, wrong time.
 
 
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WISHMASTER 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Leider auffällig niedrig budgetiertes Sequel zum Überraschungs-Slasher-Hit WISHMASTER. Diese fürs Fernsehen gemachte Fortsetzung lebt, steht und fällt von und mit der Performance ihres Hauptdarstellers Andrew Divoff. Wenn man den Film als das Show-Reel eines immer prächtig aufgelegten Stars sieht, der seine Arbeit und seine Fans liebt, macht WISHMASTER 2 – DAS BÖSE STIRBT NIE mehr Spaß, als er unter den bestehenden Umständen eigentlich sollte.
 
 


 
 
 

WISHMASTER 2 – Zensur

 
 
 
WISHMASTER 2 – DAS BÖSE STIRBT NIE erschien bei seiner Erstveröffentlichung angeschnitten für Erwachsene. Es folgten eine um knapp 4,5 Minuten gekürzte 16er-Fassung und eine um 67 Sekunden zensierte KJ-Version. 2001 wurde die Horror-Fortsetzung auf den Index gesetzt. Im Juni 2018 erfolgte eine vorzeitige Listenstreichung. Die nahm Anbieter NSM RECORDS zum Anlass, um auch das Sequel neu von der FSK prüfen zu lassen. Diese vergab für die umgeschnittene Fassung von WISHMASTER 2 eine FSK16. Demzufolge ist die Fortsetzung zum Kultfilm in der kompletten Filmversion nun auch für jugendliche Zuschauer geeignet.
 
 
 


 
 
 

WISHMASTER 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM RECORDS (KeepCase Blu-ray mit Wechselcover)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover A – auf 750 Stück limitiert)

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(c) NSM RECORDS (Mediabook mit BD + DVD – Cover B – auf 750 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Wishmaster 2: Evil Never Dies; USA 1999

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Min.

FSK: Mediabook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK16 (ungeschnitten)

Verpackung: Blu-ray im KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Jack Sholder, Deutscher Trailer, Originaltrailer, Filmografien, Bildergalerie | zusätzlich im Mediabook: Film auf DVD, 16-seitiges Booklet mit einem Text von Jonas Hoppe

Release-Termin: Mediabook (Cover A-D): 25.08.2017 | BD-KeepCase: 26.03.2021

 

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WISHMASTER 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Wishmaster (1997)
 
Leprechaun – Der Killerkobold (1993)
 
Nightmare II – Die Rache (1985)