Filmkritik: „Cyst“ (2020)

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CYST

Story

 
 
 
Ein verrückter Arzt will mit seiner Erfindung beweisen, wie genial er ist. Doch führt dies nur dazu, dass ein großes Zysten-Monster die Praxis unsicher macht.

 
 
 


 
 
 

CYST – Kritik

 
 
Wer hätte gedacht, dass der schlechte „Trolls World – Voll vertrollt“ doch noch zu etwas gut sein kann? Bei den Dreharbeiten lernten sich allerdings Tyler Russell und George Hardy kennen und ein späteres Treffen ließ eine Filmidee entstehen. „Cyst“ ist zwar kein guter (und vor allen Dingen ein ziemlich billiger) Film, aber eine Sache bietet er dem Trashfan dann eben doch: Herrliche von Hand getrickste Effekte, bei denen man einfach schmunzeln muss!
 
 
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Der plastische Chirurg Dr. Guy hat eine spezielle Maschine entwickelt, mit der er eitrige Geschwüre seiner Patienten ganz unkompliziert entfernen kann. Doch da keiner seiner Patienten bereit ist, sich damit testen zu lassen, muss ein Praktikant heran. Mittels einer Nährlösung zum Wachstum von Geschwüren sieht der arme Praktikant auch schon bald furchtbar aus. Jetzt, wo Dr. Guy beweisen könnte, dass seine Maschine funktioniert, geht jedoch alles schief und plötzlich wandelt ein riesiges Zysten-Monster in der Praxis herum. Die Story ist hier durchaus zu vernachlässigen und gibt, abgesehen von der absurden Grundidee, so gut wie gar nichts her. Das bemerkt man schon an der ersten Hälfte, die ganz schön fad vor sich dahin dümpelt. Besonders viele Einfälle hatte man nicht. Es sind eher die kleinen, nahezu unterschwelligen Gags, die noch für etwas Unterhaltung sorgen. Als gut kann man dieses Drehbuch also kaum bewerten.
 
 
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Auch das handwerkliche Drumherum erscheint ziemlich billig. Regisseur Tyler Russell hatte sicher nicht viel Budget zur Verfügung und besonders an den lieblosen Schauplätzen kann man das bestens erkennen. Die Inszenierung ist soweit ganz sauber, bedient jedoch nur den Standard. Gewisse Szenenübergänge hat man so jedenfalls schon etliche Male gesehen. Streng genommen, ist nicht mal der Unterhaltungswert besonders prickelnd, weil es dem Treiben gänzlich an Spannung mangelt und der Humor ist auch nicht gerade großartig geraten. Ein paar kleine Gags sind ganz nett, doch die echten Lacher bleiben aus. Dass der dünne Plot für einen ganzen Film kaum ausreicht, bemerkt man dann auch an der Laufzeit des Werkes. Es ist schon erstaunlich, dass „Cyst“ trotz seiner bemerkenswert kurzen Laufzeit von nicht mal ganz 70 Minuten (in denen der Abspann schon enthalten ist) dennoch seine Längen besitzt. Gerade die erste Hälfte ist ziemlich trocken geraten und viel zu ereignislos. Doch in der zweiten Hälfte gibt es dann endlich die Effekte zu sehen.
 
 
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Und fast ausschließlich aus diesen holt sich der Streifen dann auch seine Daseinsberechtigung. Das sieht alles besonders deshalb so toll aus, weil man auf Computereffekte nahezu gänzlich verzichtet hat. Da gibt es ein bisschen gut aussehenden Splatter zu betrachten, aber der Hauptstar ist natürlich das Zysten-Monster, welches herrlich absurd aussieht. Immerhin hier hatte man eine kreative Ader. In der restlichen halben Stunde ist das Tempo dann angenehm hoch und es gibt eine gute Portion Action zu sehen. Aufregend ist das sicher nicht, aber die Effekte laden immer wieder zum Schmunzeln ein, so dass sich der Trash-Fan nun wenigstens ganz solide unterhalten lassen dürfte. Der Score ist übrigens auch nicht schlecht und klingt sogar relativ hochwertig.
 
 
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Ansonsten gibt es an „Cyst“ eigentlich nur noch ein paar Darsteller, die erwähnenswert sind. Eva Habermann hatte ja auch schon in „Trolls World – Voll vertrollt“ mit gemacht und sie scheint durchaus ein Faible für geschmacklosen Trash zu haben. So ist sie sich auch nicht zu schade dafür, sich gleich mehrmals mit literweise Eiter anspritzen zu lassen. George Hardy, der es mit „Troll 2“ ja zu einer gewissen Kultfigur brachte und nebenbei als Zahnarzt arbeitet, scheint auch wieder Spaß an solchen Filmchen gefunden zu haben. Der verrückte Arzt passt ideal zu ihm und er füllt die Rolle natürlich mit Overacting aus, was hier jedoch positiv zu vernehmen ist. Dass bei den Darstellern auch sonst mit Humor herangegangen wurde, sieht man daran, dass „The Room“-Greg Sestero in einer kleinen Nebenrolle mit dabei ist. Die restlichen Schauspieler erledigen ihre Arbeit passabel ohne dabei jemals aufzufallen und über eine Figurenzeichnung braucht man hier natürlich erst gar nicht zu sprechen.
 
 
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CYST – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Cyst“ ist ein kleines, schleimiges und geschmackloses Vergnügen, welches nur deshalb funktioniert, weil die Effekte schön anzusehen sind. Der gesamte Streifen ist eine große Hommage an die Werke der 60er und 70er und auch an Troma. Mit diesem Augenzwinkern und der völlig unernsten Herangehensweise kann man dem Werk kaum böse sein, aber für zukünftigen Kult reicht es dennoch nicht aus. Dafür ist die Geschichte zu lahm und dafür ist der Unterhaltungswert nicht gut genug. Die erste Hälfte ist nämlich ganz schön öde. Auch die Schauplätze sind langweilig. Zum Glück hat man das vorhandene Geld in die von Hand gemachten Effekte gesteckt und Habermann, sowie Hardy machen ebenfalls Spaß. Von daher können Trash-Fans ruhig mal einen Blick riskieren, aber die Erwartungshaltung sollte trotzdem lieber niedrig bleiben.
 
 


 
 
 

CYST – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Cyst“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

CYST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UCM.ONE (Blu-ray im KeepCase)

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(c) UCM.ONE (DVD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cyst; USA 2020

Genre: Horror, Komödie, Trash, Splatter, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 79 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Eva Habermann, Original Trailer, Teaser, Deutscher Trailer, Interviews mit Cast & Crew, Hinter den Kulissen-Making of Cyst (10,49 Min.), Hinter den Kulissen-Bildergalerie (2 Min.) | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 12.11.2021

 

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CYST – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei UCM.ONE)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Atomic Hero (1984)
 
Der Blob (1988)
 

Filmkritik: „Sharknado 3: Oh Hell No!“ (2015)

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SHARKNADO 3: OH HELL NO!

(SHARKNADO 3)

Story

 
 
 
Bereits zum dritten Mal sorgt der Tornado, gefüllt mit reichlich Haien, für Chaos und der Held Fin nimmt den Kampf abermals auf.

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 3 – Kritik

 
 
Ohne das Internet, hätte es „Sharknado“ wahrscheinlich nie zu einem solchen Hype geschafft. Dass es mal Filme von der Billigschmiede „The Asylum“ ins Kino schaffen, hätte zuvor wohl auch niemand für möglich gehalten. Aber aufgrund des Hypes war nach dem ersten Teil schnell klar, dass es eine Fortsetzung braucht und ein dritter Teil war auch schnell beschlossene Sache. Die Macher bleiben ihrer Linie treu und sorgen erneut für ganz großen Trash-Quatsch, der sich im Gegensatz zum echt launigen zweiten Teil nun aber ein wenig ermüdet.
 
 
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Fin und April sind endlich wieder offziell zusammen und erwarten sogar ein weiteres Kind. Die globale Krise um die Sharknados ist allerdings noch lange nicht vorbei und die Katastrophen erweitern sich. Niemand kann die Tornados mit Haien gefüllt abschätzen und da Fin, wie auch April zu wahren Experten in diesem Bereich geworden sind, wird ihre Hilfe mehr als je zuvor benötigt. Was soll man mehr zu der Handlung schreiben? Wer die beiden Vorgänger kennt, wird sich um Dinge wie Logik schon längst keine Gedanken mehr machen, denn das wäre auch ein fataler Fehler. Man muss diesen Humbug schlichtweg hinnehmen, wenn man Freude daran haben möchte. Selbstverständlich steht auch „Sharknado 3“ ganz in der Tradition einer Fortsetzung, die nun mal besagt, dass von allem noch mehr her muss. Im Vorgänger gelang es den Machern allerdings etwas besser, denn wenn man sich an den riesigen Quatsch erst mal gewöhnt hat, fällt es schwer, dem Ganzen noch einen draufzusetzen. Um dieses Ziel zu erfüllen, geht es dann sogar noch ins All und das gesamte Drehbuch bietet schier fassungslosen Nonsens, aber eben welchen, an den man sich mittlerweile gewöhnt hat und deswegen fällt der dritte Teil im Vergleich zum Vorgänger auch etwas ab.
 
 
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Dabei scheint die Reihe mittlerweile sowieso eher ein Ansammlung von möglichst vielen Cameo-Auftritten zu sein. Am ehesten gefällt „Sharknado 3“ auch gerade deshalb, weil man hier reichlich viele bekannte Gesichter zusammengetrommelt hat. Das geht soweit, dass sogar Oliver Kalkofe und Peter Rütten, bekannt für das Format „SchleFaZ“, mal kurz durch das Bild huschen. Ansonsten bekommt man z.B. den ehemaligen Kinderdarsteller Frankie Muniz („Malcolm Mittendrin“) zu sehen, der zuvor lange in keinen Film mitgewirkt hatte. David Hasselhoff höchstpersönlich gibt sich die Ehre, Leute wie Mark Cuban, Jerry Springer, Jedward, Jared Fogle und Bo Derek sind zu sehen, werben teilweise für sich oder machen sich einfach kurz zum Affen. Die Anzahl der bekannten Cameos ist schon echt nicht schlecht. Hauptrolle hingegen spielt weiterhin Ian Ziering, der sich an seine Figur gewöhnt zu haben scheint und seine Sache gar nicht mal schlecht macht. Tara Reid nimmt eine etwas kleinere Rolle ein, gehört aber weiterhin fest mit zur Reihe dazu und ein Wiedersehen mit Cassie Scerbo sorgt immerhin für eine gewisse Kontinuität. Die Figurenzeichnung ist natürlich Käse, aber man fühlt sich zumindest wie in einer zusammenhängenden Reihe und das ist schon mal etwas wert.
 
 
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Die Regie blieb bei Anthony C. Ferrante, das Drehbuch stammt erneut aus der Feder von Thunder Levin und somit sind die kreativen Köpfe hinter dem Werk überwiegend dieselben geblieben. Obwohl das eigentlich gut so ist, bermerkt man spätestens bei „Sharknado 3“ schon leichte Abnutzungserscheinungen, denn so sehr man sich auch Mühe gegeben hat, möglichst viele Cameos zusammenzukratzen, so wenig originell geht man mittlerweile mit den Haien um. Diese sind zahlreich vertreten, können den Vorgängern aber nichts hinzufügen. Um dem entgegenzuwirken, setzt man auf ein hohes Tempo. Bereits in den ersten zehn Minuten ist enorm viel los. Erst danach leitet man das Geschehen ein, weshalb die erste Hälfte etwas lahmer ist. Wenn es dann hinterher aber auch noch ins Weltall geht, ist genügend los, um wenigstens nicht zu langweilen. Obligatorisch gibt es die schlechten Effekte, die teilweise aber doch schon etwas aufwendiger aussehen. Allgemein ist das aus rein handwerklicher Sicht gar nicht so mies, wie man erwarten dürfte. Ein bisschen trashiger Humor passt natürlich perfekt und zum Glück nimmt sich das Ganze niemals so ernst, als dass es ärgerlich werden könnte. Zu alle dem gesellt sich ein brauchbarer Score, der auch mit einem netten Soundtrack dient.
 
 
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SHARKNADO 3 – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Man hat sich als Zuschauer der Vorgänger definitiv an den Humbug gewöhnt, den diese Reihe bietet und deshalb ist „Sharknado 3“ auch nicht mehr besonders aufregend, aber als Fan dieser Blödel-Trash-Filme kann man dennoch zufrieden sein, denn alleine was an Cameos aufgefahren wird, ist alles andere als unamüsant. Allgemein sind die Darsteller brauchbar, selbst die schlechten Effekte sind teilweise gar nicht so mies und von der Inszenierung her werden schon ein paar Qualitäten geboten. Die Story macht sich jedoch kaum Mühe und abgesehen von ein paar dämlichen Einfällen, wird es hier Zeit für mehr Kreativität. Wenn man jedoch zuvor schon Spaß mit dieser dämlichen Reihe hatte, wird man von „Sharknado 3“ sicher ebenfalls nicht enttäuscht. Wie sich das noch über drei weitere Teile gestalten soll, ist allerdings eine berechtigte Frage.
 
 


 
 
 

SHARKNADO 3 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado 3: Oh Hell No!“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Die Freigabe ist wegen der trashigen und teils überzogenen Inszenierung gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 3 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Steelbook – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sharknado 3: Oh Hell No!; USA 2015

Genre: Horror, Thriller, Komödie, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Steelbook

Extras: Original Trailer, Making Of, Gag Reel, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 19.02.2021

 

Sharknado 3: Oh Hell No! [Blu-ray + DVD im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SHARKNADO 3 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado (2014)
 
Sharknado 2 (2014)
 
3-Headed Shark Attack – Mehr Köpfe = mehr Tote! (2015)
 
Mega Shark vs. Giant Octopus (2009)
 

Filmkritik: „Sharknado 2“ (2014)

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SHARKNADO 2

(SHARKNADO 2: THE SECOND ONE)

Story

 
 
 
Fin und April, die den Sharknado im ersten Teil überlebt haben, bekommen keine Ruhe, denn erneut kommt es zu einer Naturkatastrophe gepaart mit reichlich Biss.

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 2 – Kritik

 
 
Bei dem Erfolg, den der TV-Sender Syfy zusammen mit der Filmgesellschaft „The Asylum“, mit „Sharknado“ hatte, wäre es fast nicht zu erklären gewesen, wenn man keine Fortsetzung produziert hätte. Pünktlich ein Jahr später kam es also zu „Sharknado 2“ und die Regeln einer solchen Fortsetzung besagen eigentlich ganz klar, dass von allem mehr her muss. So ist es dann auch und das Ergebnis macht überraschend viel Spaß.
 
 
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Die Beziehung zwischen Fin und April hat sich seit den Ereignissen aus dem ersten Teil wieder deutlich gebessert. April hat sogar ein erfolgreiches Buch über die Hai-Angriffe geschrieben. Eigentlich wollen die Beiden nur nach New York City fliegen, doch der Flug wird von einem erneuten Sharknado überrascht. Und auch die Großstadt wird bald von mehreren Sharknados getroffen. Abermals müssen sich Fin und April gegen die fliegenden Haie verteidigen. Drehbuchautor Thunder Levin hat auf jeden Fall aus dem ersten Teil gelernt. Dort gab es zwar schon die äußerst schwachsinnige Grundprämisse, aber ansonsten vermisste man ein wenig die absurden Einfälle. Jetzt sind sie aber da und was das Drehbuch auffährt, toppt den ersten Teil auf jeden Fall. Das Ganze macht noch deutlich weniger Sinn. Während man zuvor wenigstens halbwegs versuchte die Haie im Tornado zu erklären, macht es nun den Eindruck, als würden diese ganz einfach dazu gehören. Erfreulich ist allerdings die Selbstironie mit der man an die Sache heranging. So spielt man auch ab und zu mal auf den eigenen Film an und nimmt sich dabei absolut nicht zu ernst. Auch sonst gibt es ein paar Filmanspielungen, weshalb „Sharknado 2“ zu einem kleinen Fest für Filmfans wird. Und die völlig behämmerten Einfälle hat man definitiv nach oben geschraubt.
 
 
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Obwohl man erkennen kann, dass „The Asylum“ bereit war in die Fortsetzung etwas mehr Geld zu investieren, bleibt „Sharknado 2“ natürlich ein billiger Trashfilm mit all den Mängeln, die man aus diesem Gebiet kennt. Immerhin kam der Green-Screen nicht mehr ganz so oft zum Einsatz und mit New York als Schauplatz hat man nicht viel verkehrt gemacht. Die Effekte bleiben selbstverständlich schlecht. So sehen die CGI-Haie erneut völlig künstlich aus, aber bei den Tornados hat man teilweise gar keine so schlechte Arbeit geleistet. Und gerade weil auch nicht alle Splatter-Effekte (von denen es einige gibt) aus dem Computer stammen, kann man sich als Freund des Trashes eigentlich gar nicht so sehr über die Effektarbeit beklagen. Zumindest nicht, wenn man sich immer wieder vor Augen führt, dass dies hier von „The Asylum“ stammt. Die Regie übernahm erneut Anthony C. Ferrante und er macht es eigentlich nicht anders, als im Vorgänger, nur mit dem Unterschied, dass die Atmosphäre dieses Mal mehr punkten kann.
 
 
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„Sharknado 2“ nimmt sich nämlich viel weniger ernst, als noch der erste Teil und spielt die Schwachsinns-Karte gekonnt aus. Dadurch ergibt sich auch mehr Spaß. Diesen hatten scheinbar auch die Darsteller. Ian Ziering bleibt Star des Filmes und kommt erneut sympathisch daher. Tara Reid gehört natürlich auch fest mit dazu und stört ebenfalls nicht. Mit Vivica A. Fox und Kari Wuhrer sind zwei weitere, bekanntere Darstellerinnen mit an Bord und eine Reihe von Gaststars darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Der Auftritt von Judd Hirsch ist amüsant, winzig kleine Cameos von Richard Kind, Wil Wheaton und Kelly Osbourne sind ebenfalls nicht verkehrt. Die Darsteller sind auf jeden Fall brauchbar, weil sie gar nicht besonders ernst agieren müssen. Das ist von Vorteil und ebenfalls von Vorteil ist das erneut hohe Tempo. Es geht gleich höchst skurril im Flugzeug los. Ein paar Längen haben sich zwar wieder eingeschlichen, denn man kennt das mit den Haien im Tornado ja nun aus dem ersten Teil bereits. Dafür kommt dann aber das Finale erneut als Highlight daher und hier kann man den Vorgänger ohne Mühe toppen. Was da am Ende für ein Quatsch abläuft, ist schon nicht von schlechten Eltern. Und die Kettensäge fehlt natürlich auch nicht!
 
 


 
 
 

SHARKNADO 2 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
Wenn man mit „Sharknado“ klar kam, wird man mit der Fortsetzung sicher noch etwas mehr Spaß haben können. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Macher selbstironisch an das Werk herangingen und herrlich doof versuchen sich selbst an Schwachsinn zu überbieten. Das besitzt tatsächlich einen gewissen Charme und wirkt gar nicht so lieblos. Müll bleibt es natürlich trotzdem. Die Effekte sehen selten passabel aus, die Figurenzeichnung ist belanglos und einen Sinn ergibt der ganze Quatsch niemals, aber das stört kaum, wenn man sich über 90 Minuten solide unterhalten lassen kann. Die Darsteller agieren nicht zu nervig, die Story wirkt zielführender, es wird blutig genug und es gibt trotz Längen genügend amüsante Momente. Von daher ist „Sharknado 2“ durchaus besser geworden, als sein Vorgänger und für Freunde moderner Trash-Filme definitiv einen Blick wert!
 
 


 
 
 

SHARKNADO 2 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado 2“ ist mit ihrer FSK16-Freigabe vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 2 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Steelbook Blu-ray – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sharknado 2: The Second One; USA 2014

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: HD-Bonusfilm: Bonusfilm „Mega Piranhas“, Original Trailer, Making Of, Gag Reel, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 04.12.2020

 

Sharknado 2 [Blu-ray + DVD im Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SHARKNADO 2 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
 
3-Headed Shark Attack – Mehr Köpfe = mehr Tote! (2015)
 

Filmkritik: „Sharknado – Genug gesagt!“ (2013)

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SHARKNADO – GENUG GESAGT!

(SHARKNADO | DARK SKIES)

Story

 
 
 
Im berüchtigten „Sharknado“ geraten Haie ins Landesinnere und bemerken, dass sie dort viel leichter an Menschenfleisch gelangen, als im Meer.

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO – Kritik

 
 
Es war wohl der Filmhype des Jahres 2013: „Sharknado“! Mit Sprüchen wie „schlechtester Film aller Zeiten“ wurde um sich geworfen und die Produktionsfirma aus der Gruft „The Asylum“ konnte sich freuen. Der amerikanische Fernsehsender Syfy sicher auch, denn der gab den Film in Auftrag. Als bei Wiederholungen die Einschaltquote sogar noch stieg, brachte es „Sharknado“ tatsächlich noch ins Kino. Doch woher kommt dieser Erfolg? Trashige Haifilme gab es auch zuvor schon und es scheint so, als wollten die Macher sich gegenseitig immer weiter toppen mit bescheuerten Ideen. Weil die Grundprämisse so absurd klingt, war das Interesse wohl einfach enorm hoch. Dabei bekommt man es aber keineswegs mit einem der schlechtesten Filme aller Zeiten zu tun. Nein, „Sharknado“ besitzt sogar einige Qualitäten, ist nebenbei aber gar nicht mal so abgefahren, wie der Titel es verspricht, weshalb mehr als ein durchschnittliches Trash-Vergnügen nicht drin ist.
 
 
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Ein Tornado zieht auf und er befindet sich auf dem Weg nach Los Angeles. Unterwegs nimmt er mal eben einen russischen Fischkutter mit, in dem sich viele Haie befunden haben. Die befinden sich jetzt alle im Tornado und als dieser in Los Angeles ankommt, wimmelt es im Landesinneren schon bald nur so von diesen Haien. Für eine Gruppe von Menschen, angeführt vom Barbesitzer Fin, beginnt der Kampf ums Überleben. Der Titel erklärt eigentlich schon worum es geht und die Grundidee, eine Naturkatastrophe mit Tierhorror zu verbinden, klingt erst mal gar nicht so verkehrt. Natürlich bietet „Sharknado“ dann völligen Mumpitz. Lustig ist jedoch, dass es 2017 einen Fall in Australien gab, wo ein Hai wirklich durch einen Zyklon an Land gelangte. Das nutzten die Macher natürlich für sich, aber trotzdem bietet einem das Drehbuch absoluten Käse, den man nicht mit Logik betrachten sollte. Leider halten sich die wirklich absurden Ideen dabei aber sogar in Grenzen. Abgesehen vom abgefahrenen Finale, bietet die Story lange Zeit nur die skurrile Grundidee. Ein paar mehr Einfälle dieser Klasse wären jedoch nicht verkehrt gewesen.
 
 
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Wenn man an „The Asylum“ denkt, kommt einem sofort eine katastrophale Qualität in den Sinn. „Sharknado“ ist aber gar nicht mal so schlecht gemacht. Dass die Haie, sowie die meisten Effekte, allesamt aus dem Computer stammen, ist selbstverständlich, aber die CGI-Effekte sehen manchmal sogar halbwegs brauchbar aus. Manche sind natürlich auch peinlich. Dass man ständig einen Farbfilter verwendet hat, um das Unwetter authentischer zu gestalten, war allerdings keine gute Idee, denn dadurch erhält der Film einen sehr künstlichen Touch. Da man sowieso oft vor Green-Screens drehte, passt das hingegen fast schon wieder. Die Inszenierung ist an manchen Stellen gar nicht mal verkehrt. Besonders anfangs und im Finale machen die Szenen etwas her und allgemein hätte man hier mit einer handwerklich viel mieseren Arbeit rechnen dürfen. Überraschend ist auch der Unterhaltungswert, der zuweilen sogar richtig gut sein kann. Das erste Drittel lebt von einem sehr hohen Tempo und es ist immer etwas los. Lediglich im mittleren Teil kommen ein paar unnötige Längen auf, doch das actionreiche Finale entschädigt dafür wieder.
 
 
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Die vorhandenen Längen entstehen am ehesten, weil man sich zeitweise zu sehr auf die Figuren konzentriert, die nun mal nicht die größten Sympathien entstehen lassen. Zwar ist hier niemand als reines Kanonenfutter bzw. Haifutter konzipiert, aber wenn da von irgendeinem Trauma bezüglich Haie gequatscht wird, ist das trotzdem nicht sonderlich interessant. Von den Darstellern darf man in diesem Bereich sicher weniger erwarten, doch selbst hier übertrifft „Sharknado“ die Erwartungen. Ian Ziering funktioniert als Hauptfigur und er wirkt ganz sympathisch. Die Sache mit der gescheiterten Ehe bringt selbstverständlich nur weitere Klischees mit ins Geschehen, sorgt zwischenzeitlich aber für eine gewisse Dynamik. Tara Reid hat in dieser Reihe ja ihr neues zu Hause gefunden gehabt. Man kann von ihr halten, was man will, aber so schlecht macht sie ihre Sache nicht. Hinzu gesellt sich noch ein John Heard, den man wohl am ehesten aus „Kevin allein zu Haus“ kennt und die restlichen Darsteller fallen kaum auf – Weder im positiven, noch im negativen Sinne.
 
 
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SHARKNADO – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Sharknado“ ist weder so schlecht, noch so durchgeknallt wie sein Ruf. Lediglich die Grundprämisse ist völlig bescheuert, aber wer ein Trash-Gewitter erwartet, wird erst im gelungenen Finale fündig. Die billigen Computereffekte sind Hauptattraktion, sehen manchmal aber sogar ganz okay aus und die handwerkliche Arbeit kann man nicht verreißen. Auch die Darsteller gehen soweit in Ordnung. Nebenbei wird auch manchmal ganz gut gesplattert. Abgesehen von einem lahmen Mittelteil kann man sich sogar ganz solide unterhalten lassen, was an einem anfangs sehr hohen Tempo liegt. Wenn dann am Ende auch noch die Kettensäge herausgekramt wird, wird sich der Trashfan freuen. Am ehesten ist der Film auch für eben diesen zu empfehlen, denn wer einen richtig guten, ernsthaften Film erwartet, wird hier natürlich nicht fündig. Das Ganze ist aber eben auch niemals so grauenvoll, wie viele behaupten. Das berechtigt nicht unbedingt den Hype von damals, sorgt aber für einen durchschnittlichen Film, den man sich als No-Brainer durchaus mal ansehen kann!
 
 


 
 
 

SHARKNADO – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado – Genug gesagt!“ ist mit ihrer FSK16-Freigabe vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Steelbook Blu-ray – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sharknado; USA 2013

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Steelbook

Extras: HD-Bonusfilm: 2-Headed Shark Attack, Original Trailer, Making of, Gag-Reel, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 20.11.2020

 

Sharknado [Blu-ray + DVD im limitierten Steelbook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SHARKNADO – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado 2 (2014)
 
Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
 
3-Headed Shark Attack – Mehr Köpfe = mehr Tote! (2015)
 

Filmkritik: „Trolls World – Voll vertrollt“ (2020)

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TROLLS WORLD – VOLL VERTROLLT

Story

 
 
 
Ein böser Troll, der im Mittelalter verbannt wurde, gelangt durch einen Zufall wieder zum Leben und versucht seinen Plan, die Welt zu erobern, fortzusetzen.

 
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Kritik

 
 
Als Trashfan sollten einem „Troll“ und besonders „Troll 2“, der teilweise als schlechtester Film aller Zeiten bezeichnet wird, durchaus ein Begriff sein. Ca. 25 Jahre später plante Eric Dean Hordes eine inoffizielle Fortsetzung, die teilweise durch Crowdfunding finanziert wurde. Doch dann hörte man von dem Projekt plötzlich gar nichts mehr. Nun, im Jahre 2020, liegt tatsächlich „Trolls World – Voll vertrollt“ vor, doch warum hat das so lange gedauert? Die Geschichte dahinter ist wirr und kaum nachvollziehbar. Scheinbar haben sich Darstellerin/Mit-Produzentin/Geldgeberin Eva Habermann und Regisseur Eric Dean Hordes zerstritten, weil unterschiedliche Visionen mit im Spiel waren. Hordes durfte seinen Film dann nicht herausbringen und mittlerweile existieren gar zwei Versionen von diesem Streifen. Man findet ihn nämlich auch unter „Goblin – Das ist echt Troll“. Mittlerweile wird Hordes aber auch bei „Trolls World – Voll vertrollt“ als Regisseur gelistet. Was auch immer da hinter den Kulissen geschehen ist, es ist wahrscheinlich deutlich interessanter, als die Version des Filmes, die hier vorliegt. Man bekommt es nämlich mit einem unfassbar albernen Werk zu tun, welches so hart versucht Trash zu sein, dass es seine Wirkung verfehlt.
 
 
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Im 14. Jahrhundert wird ein böser Troll zu einer Statue verwandelt. So konnte man seine Pläne, die Unterwelt zu öffnen und mit einer Troll-Armee die Welt zu erobern, erfolgreich vereiteln. Bei Bauarbeiten in Baden-Baden wird ausgerechnet diese Statue beschädigt und der Troll kommt frei. Er schlüpft in den Körper von Vanessa, braucht eine Jungfrau, braucht auch noch ein Baby und kommt seinem Ziel allmählich immer näher. Wenn man die originalen „Troll“ Filme kennt, weiß man schon, dass einem hier am ehesten Quatsch geboten wird, aber Schwachsinn ist nicht gleich Schwachsinn. Es gibt die Art, die zu unterhalten vermag und die, die wirklich nur Schrott darstellt. Leider hat man es hier eher mit zweiteren Gattung zu tun. Als richtige Fortsetzung darf man das nun ebenfalls nicht verstehen, aber das ist auch egal, weil die Story sowieso kaum einen roten Faden besitzt. Hier werden allerlei Zutaten in einen Topf geschmissen, vermischt und dann genauso wieder heraus geschmissen. Einen Sinn sucht man dahinter vergebens.
 
 
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Wobei der gesamte Film dermaßen skurril daher kommt, dass man zeitweise schon nicht schlecht staunt. „Trolls World – Voll vertrollt“ bietet die volle Breitseite an Klamauk und ist wahnsinnig albern. Manchmal rechnet man fast damit, dass gleich Otto mit seinen sieben Zwergen vorbeischaut. Dabei waren die Vorbilder schon im Bereich des Horrorfilms angesiedelt. Davon ist hier nichts mehr übrig, was auch die Freigabe ab 12 Jahren beweist, denn es wird niemals auch nur ansatzweise blutig, höchstens ein wenig sexistisch. Eine weitere Kuriosität ist, dass man es zwar mit überwiegend deutschen Darstellern zu tun hat, diese aber dennoch nachsynchronisiert wurden und deshalb allerlei bekannte Stimmen aus amerikanischen Filmen besitzen. Das wirkt befremdlich, macht zuweilen aber fast schon etwas Spaß. Spaß, den man ansonsten vergeblich sucht. Der Film versucht dermaßen krampfhaft einen auf Trash zu machen, dass er im Endeffekt zwar solchen darstellt, aber eben keinen sympathischen. Nur aufgrund der Vorgeschichte kann man sich nicht sicher sein, ob daran nun wirklich Regisseur Hordes schuld ist.
 
 
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Die Darsteller sind mit reichlich Overacting mit dabei, sorgen aber immerhin noch für ein paar Schmunzler. Eva Habermann ist okay und Katy Karrenbauer macht es auch nicht verkehrt. Zudem sieht man Helmut Krauss in seiner letzten Rolle. Synchronsprecher Santiago Ziesmer zu sehen, sorgt ebenfalls für etwas Freude und eine schöne Idee war es George Hardy mit ins Geschehen einzubauen. Der spielte nämlich damals schon in „Troll 2“ mit. Viel mehr Positives gibt es dann aber leider kaum zu berichten. Zwar ist die Inszenierung ganz okay und „Trolls World – Voll vertrollt“ wirkt rein optisch nicht zu billig, aber die Atmosphäre versagt. Man fühlt sich wie in einer albernen Fantasy-Komödie mit deutscher Kulisse. Anfangs sorgt das zwar für ein paar befremdliche Gefühle, doch das reicht nicht aus, um durchgehend unterhalten zu werden. Die platten Sprüche ebenfalls nicht. Und die paar Effekte auch nicht. Der Troll sieht gar nicht so verkehrt aus und die Lichteffekte besitzen einen Retro-Charme, doch wenn die 95 Minuten Laufzeit vorbei sind, ist man trotzdem erleichtert.
 
 
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TROLLS WORLD – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Trolls World – Voll vertrollt“ ist ein seltsames Projekt mit noch viel seltsamerer Hintergrundgeschichte. Dort blickt man fast genauso wenig durch, wie durch die konfuse Handlung, die man hier vorgesetzt bekommt. Wenn es als Komödie von Otto gedacht gewesen wäre, dann wäre das jedenfalls weniger verwirrend gewesen, als diese Hommage an einen trashigen Horrorfilm, die mit Horror jedoch rein gar nichts mehr gemeinsam hat. Nun ist das Ganze wenigstens ab und zu dermaßen skurril, dass man sich minimal unterhalten fühlt und die bekannten Darsteller machen ihre Sache ebenfalls nicht schlecht. Allerdings geht es teilweise auch unerträglich albern und platt zur Sache, weshalb sich die Laufzeit spätestens aber der zweiten Hälfte doch arg in die Länge zieht. Aus rein handwerklicher Sicht kann man damit leben, aber der krampfhafte Versuch edlen Trash zu spendieren, geht nach hinten los. Da sieht man sich doch lieber erneut „Troll 2“ an, denn der ist wirklich so schlecht, dass er schon wieder gut ist.
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Trolls World – Voll vertrollt“ ist mit ihrer FSK12-Freigabe vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

TROLLS WORLD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

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(c) White Pearl Movies (Steelbook Blu-ray – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Trolls World – Voll vertrollt; Deutschland 2020

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 95 Min.

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Steelbook

Extras: Internationale Filmfassung: “Trolls World – Possessed by a Monster” (OV, Optional Englische Untertitel), Trolls World – Behind the Scenes (Deutsch, ca. 28 Min.), Deutscher Trailer, Alternativer Kurztrailer, Diverse Interviews zum Film: u.a. mit Eva Habermann, Katy Karrenbauer, Désirée Nick, Lutz van der Horst uvm., Entfallene Szenen, Outtakes, Trailershow

Release-Termin: KeepCase + Steelbook: 23.10.2020

 

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TROLLS WORLD – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Troll (1986)
 
Troll 2 (1990)