Die neusten Horrorfilme getestet: Slasher, Folterfilme, Thriller, Splatterfilme, Gruselfilme. ☣☣☣ Wir stellen Euch die besten Horrorfilme vor ☠☠☠.

Beiträge mit Schlagwort “Horrorfilme Kult

Filmkritik „Habit“ (2017)

habit-2017-poster
 
 
 

HABIT

Story

 
 
 

Der arbeitslose Michael kommt an einen ominösen Job, der so einige Überraschungen parat hält.

 
 
 


 
 
 

HABIT – Kritik

 
 
 
Familien in Horrorfilmen sind immer so ein Ding. Werden die zum Mittelpunkt eines Genre-Streifens gemacht, kann es gut und gerne sein, dass sich hinter der Fassade gut gesitteter Kreise Grausames abspielen wird. Da werden gern mal im Keller ahnungslose Opfer aus Spaß gefoltert und alle aus der Sippe machen mit. Wer regelmäßig Horror-Schocker schaut weiß mittlerweile, dass man engen Familienbanden in dieser Art von Filmen nicht über den Weg trauen kann. Dort hält man zusammen und bewahrt Geheimnisse gut. Nur so lässt sich perfides Treiben unbemerkt hinter verschlossenen Türen fortsetzen, ohne dass Gesetzeshüter Wind davon bekommen. Auch der dritte Langfilm von Regisseur SIMEON HALLIGAN rückt genannte Familien-Thematik in den Fokus. Wie könnte es anders sein, schweißt auch hier ein Geheimnis Menschen zusammen, die sich im Film als „Familie“ bezeichnen. Eigentlich vielversprechende Horror-Ware. Wäre da nicht der inflationäre Gebrauch von Horror-Klischees, der den interessant beginnenden HABIT am Ende doch etwas zu ausgelutscht wirken lässt.
 
 
habit-2017-bild-1
 
 
Familiendrama meets Underground-Horror: Wenn zwei sich finden und sich gleich miteinander verbunden fühlen. Genau jene positiven Erfahrungen muss auch Michael machen. Der hatte bisher so gar kein Glück im Leben. Seit die Mutter sich vor seinen Augen das Leben genommen hat, meint es das Schicksal gar nicht gut mit ihm. Job hat er keinen und Perspektiven sind Mangelware. Da tritt ein Schutzengel in sein Leben. Lee nennt sich die Gute und ermöglicht dem Mittzwanziger den Schritt in ein neues Leben. Weil der sich ihr zugegen erkenntlich zeigt, beschafft die attraktive Fremde dem perspektivlosen Michael einen Job bei ihrem Onkel. Die Sache hat nur einen Haken. Der neue Job ist lebensgefährlich, denn hinter den Mauern eines ominösen Nachtclubs frönt man blutigem Handwerk.
 
 
habit-2017-bild-4
 
 
Horror von jemandem, der sich in Horrorfilm-Kreisen auskennt. Regisseur SIMEON HALLIGAN weiß, was Horrorfans wollen. Der ist nicht nur Regisseur und dreht Filme. Seit zehn Jahren ist der Brite auch Festivalleiter des beliebten Grimmfest in Manchester, wo Zuschauern alljährlich das Fürchten gelehrt werden soll. Da mutet es schon etwas ironisch an, wenn man sieht, was Halligan nun mit HABIT selbst fabriziert hat. Wirklich dolle ist dieser Film nämlich nicht. Irgendwie kommt HABIT nämlich nur schleppend in Fahrt und fällt einzig durch seinen abrupten Richtungswechsel auf. Da wird aus einem Ausflug ins ruppige Rotlichtmilieu plötzlich bluttriefender Okkult- und Kannibalen-Horror, der sich dann doch etwas zu krampfhaft den bekannten Regeln des Horror-Kinos unterwirft. Da muss zwanghaft in Blut gewatet werden und die Kamera hält drauf. Zudem fehlt natürlich ebenso das klischeebehaftete Ende nicht, bei dem die Machenschaften entlarvt und dem Bösen blutig die Leviten gelesen werden. Vorhersehbarkeit ist hier Programm. Offenbar wollte Filmemacher SIMEON HALLIGAN den Erwartungen des Horror-Publikums gerecht werden. Das erwartet nicht zu fordernde Abläufe und eine gewisse Härte von Genre-Ware. Beides wird geboten, um einfache Gemüter glücklich machen zu können. Ein etwas unglücklicher Schachzug, da HABIT so leider nur ein Horrorfilm von vielen ist, den man schnell wieder vergessen hat. Angesichts der wirklich hervorragenden Schauspieler eine Verschwendung. Die machen die rudimentäre Handlung ertragbar, welche sich einzig dadurch auszeichnet Sex und Gewalt miteinander zu vermischen. So bleiben Schicksale auf der Strecke, deren Analyse weitaus interessanter gewesen wäre, als die inflationäre Horror-Schiene bedienen zu müssen. In kurzen Momenten nämlich versucht SIMEON HALLIGAN die dramatischen Erlebnisse seine Hauptdarsteller zu ergründen. Die haben viel Tragisches erlebt, was dazu beiträgt auf die dunkle Seite zu wechseln. Leider ist die Ergründung von Schicksalen nur Vorwand, um später Splatter-Szenen zelebrieren zu können. Alteingesessene Horrorfilm-Kenner werden da nicht unbegründet mit den Augen rollen. Irgendwie sind Genre-Filme neueren Datum so ziemlich durchschaubar geworden. Das hat man alles schon mal gesehen und sieht deshalb Verläufe schon früh kommen.
 
 
habit-2017-bild-3
 
 
In Interviews erklärte Regisseur SIMEON HALLIGAN, dass HABIT ein Heimspiel war. Der Streifen spielt in Manchester und hier lebt der Filmemacher auch. Leider gab es bei den Dreharbeiten große Probleme. So schied einer der Hauptdarsteller im Verlauf des Filmdrehs aus und musste ersetzt werden. Das war dahingehend problematisch, weil viele Szenen bereits im Kasten waren. Da stand man vor der Entscheidung: die Dreharbeiten abbrechen und finanzielle Verluste hinnehmen oder bereits gedrehte Szenen mit einem neuen Darsteller noch einmal drehen. Man entschied sich für letzteres. Entstanden ist modernes britisches Genre-Kino für das sich Filmemacher SIMEON HALLIGAN vom dänischen Regisseur NICOLAS WINDING REFN inspirieren ließ. Sein ONLY GOD FORGIVES hinterließ Eindruck und wird als Referenz genannt. Dennoch, von den Qualitäten des genannten französisch-dänischen Thrillers ist HABIT weit entfernt – auch wenn der eine deutliche Steigerung zu den bisherigen Werken darstellt, die SIMEON HALLIGAN bisher gedreht hat: SPLINTERED und WHITE SETTLERS.
 
 
habit-2017-bild-2
 
 


 
 
 

HABIT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Ein Mix der Werke des Marquis de Sade und den Alptraum-Fantasien eines Clive Barker. HABIT basiert auf den gleichnamigen Roman aus der Feder von STEPHEN MCGEAGH. In der filmischen Adaption taucht der Zuschauer ein in eine Welt des organisierten Verbrechens, unterirdischer Kulte und blutiger Splatter-Orgien. Handwerklich ist das solide gelöst und auch visuell ist HABIT ansprechend. Was nicht so dolle ist: irgendwie wollen die Ereignisse so gar nicht fesseln oder mitreisen. Nach einem abrupten Richtungswechsel verfällt HABIT in bekannte Horror-Klischees. Das wirkt teils flach und bekannt. Die Figuren verhalten sich, wie sie es eben in Horrorfilmen tun und im Finale triumphiert einmal mehr das Gute über das Böse. Warum muss man denn immer bekannte Formeln und Verläufe auf Zelluloid bannen? Als alteingesessener Horrorfilm-Liebhaber dürstet es dringend nach neuen Ideen. Die vermisst man im Falle von HABIT leider schmerzlich. Blut, Sex und dreckiger Look ist in im Genre-Kino von Heute längst nicht mehr alles.
 
 
 


 
 
 

HABIT – Zensur

 
 
 
HABIT hat ab Filmmitte einige blutige Schmankerl zu bieten. Da werden Menschen sprichwörtlich von Kannibalen „gefressen“ und sich in deren Blut geräkelt. Weiterhin wird ein Messer in einen Bauch gerammt, eine Kehle wird durchgeschnitten und einige Schussverletzungen gibt es auch zu sehen. Wegen der doch sehr zeigefreudigen Kannibalismusszenen dürfte es passieren, dass HABIT erst für Erwachsene freigegeben wird.
 
 
 


 
 
 

HABIT – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Not a Number | Tin Hat Productions)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ravenous – Friss oder stirb (2017)
 
Omnivoros – Das letzte Ma(h)l (2013)
 
Wir sind was wir sind (2010)
 

Advertisements

Filmkritik: „Children of the Corn: Runaway“ (2018)

children-of-the-corn-runaway-poster
 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY

Story

 
 
 

Eine junge Mutter wird in einem kleinen amerikanischen Städtchen von der schrecklichen Vergangenheit als Mitglied einer Kindersekte eingeholt.

 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Kritik

 
 
 
Nichts wie weg von hier. Vor vielen Jahren passierte im verschlafenen Gatlin das Unfassbare. Kinder schlossen sich einem mysteriösen Kult an und töteten alle Erwachsene. Der schrecklichen Vergangenheit des Ortes will auch die schwangere Ruth (MARCI MILLER aus MOST LIKELY TO DIE) entkommen. Die war selbst Teil der Sekte, will ein neues Leben beginnen und haust unter neuen Namen unentdeckt über Jahre an verschiedenen Orten. Als sie in einer kleinen Stadt in Oklahoma eine Stelle als Automechanikerin annimmt und auf einen Neustart mit Sohn Aaron hofft, holt sie die Vergangenheit trotzdem wieder ein. Offenbar ist ihr das Böse aus Gatlin auf den Fersen, vor dem sie jahrelang geflüchtet ist. Was folgt, sind schreckliche Visionen, die der Traumatisierten den Schlaf rauben. Ob das neue Leben der taffen Alleinerziehenden in Gefahr ist? Erste Vermutungen bewahrheiten sich schon sehr bald.
 
 
children-of-the-corn-runaway-bild-1
 
 
Aber nun muss langsam mal Schluss sein. Film Nummer 10 rund um die zornigen Kinder ist – wie zu erwarten war – kein guter Horrorstreifen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Die Geschichte rund um eine mysteriöse Kindersekte wurde mittlerweile so oft verfilmt, dass sich Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Hinzukommt, dass keine der vielen Filme einen roten Faden erkennen lässt. Stattdessen orientieren die sich mehr oder weniger lose an der Kingschen Kurzgeschichte, ohne dass man sich die Mühe macht, die vom Horrormeister geschriebene Erzählung endlich mal konsequent fortzusetzen. Eine richtige Fortsetzung ist der hier besprochene CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY demnach auch nicht. Auch dieses Sequel spielt irgendwo im Universum der wütenden Kinder, besitzt aber – bis auf die Kindersekte – keine direkten Zusammenhänge zu den bisherigen Verfilmungen. Das erleichtert Unwissenden den Einstieg, weil keine Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, um CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY verstehen zu können. Doch die fehlenden Verbindungen zu den anderen Fortsetzungen sind Fluch und Segen zugleich. Mal wieder wird nämlich ignoriert und bei null begonnen. Wer die übrigen Filme gesehen hat, dürfte da langsam die Übersicht verlieren. Doch die fehlende Orientierung ist schon lange nicht mehr das einzige Problem der Kinder-des-Zorns-Reihe. Es ist die Grundidee selbst, die kaum noch Spannung entstehen lässt, weil jeder Zuschauer doch weiß, dass in diesem Filmfranchise doch ohnehin nur minderjährige Sektenmitglieder einen Maisgott huldigen, der es gar nicht gut mit Erwachsenen meint. Die Folge: Kinder töten Volljährige und Volljährige weisen fanatische Sektenanhänger in ihre Schranken. Originell ist was anderes.
 
 
children-of-the-corn-runaway-bild-3
 
 
Auch CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY macht keinen Hehl daraus, dass das Konzept der Filmreihe schon längst zu Grabe getragen wurde. Die Geschichte des nunmehr zehnten Films ist wohl die dünnste der gesamten Serie. Drehbuchautor JOEL SOISSON (schrieb auch schon den Bodensatz KINDER DES ZORNS – GENESIS) musste wohl hier schnell was zu Papier bringen, weil DIMENSION FILMS dringend ein weitere Sequel benötigte. Für Ideen war da keine Zeit. Die Eile hatte seinen Grund. Das Filmstudio hatte zuvor die Rechte am HALLOWEEN-Franchise verloren, weil es nicht gelang eine weitere Produktion auf die Beine zu stellen, um eine neue Fortsetzung drehen zu können. Um nicht auch noch die Rechte an den zornigen Kindern abtreten zu müssen, musste schnell gehandelt werden. So entstand quasi heimlich CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY, dessen Dreharbeiten fast unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfanden. Erst zwei Wochen vor Drehschluss veröffentlichte man erste Informationen und Bilder. Ein Schelm wer da einen qualitativen Schnellschuss vermutet.
 
 
children-of-the-corn-runaway-bild-2
 
 
In der Tat reiht sich CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY in die schier endlose Reihe überflüssiger Fortsetzungen ein, auf die man getrost verzichten kann. Mal wieder werden Erwachsene von Kindern getötet, die offenbar durch das ultimativ Böse angetrieben ein grausames Spiel mit Erwachsenen spielen. Neu ist jedoch, dass sich Drehbuchautor JOEL SOISSON einen Twist ausgedacht hat, um – zumindest unerfahrene Zuschauer – in die Enge zu treiben. Kalter Kaffee, weil sich quasi jeder Horror- und Gruselstreifen neueren Datums mit einer unerwarteten Wendung abheben will. Immerhin ein Lichtblick in einer Filmreihe, die keine Neuerungen kennt. So ist CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY zwar immer noch Durchschnitt, aber schon mal besser als die letzten sechs Fortsetzungen. Trotzdem hat auch der zehnte Film wegen bekannter Verläufe ein Problem mit der Spannungskurve, besitzt aber mit MARCI MILLER eine talentierte Schauspielerin, der es zumindest halbwegs gelingt, den Zuschauer mit Sympathie durch einen belanglosen Film zu führen. Ob das allein lohnt sich dieses schnell abgedrehte Sequel anzuschauen, muss jeder Zuschauer selbst entscheiden. Mittlerweile ist jedoch einfach die Luft raus, denn die Reihe entwickelt sich einfach nicht weiter.
 
 
children-of-the-corn-runaway-bild-4
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY besitzt eine gute Hauptdarstellerin und überrascht mit gut getricksten Zeitlupen-Sequenzen, in denen Menschen das Zeitliche segnen. Zudem sind die Morde diesmal sehr sadistisch ausgefallen und werden erstaunlich lang zelebriert. Dennoch ist auch diese Fortsetzung überflüssig und auch nicht sonderlich spannend. Das Problem: es fehlen Ideen und Neuerungen. Die Geschichte ist quasi die gleiche wie vor über 30 Jahren. Seither hat sich nicht viel Neues im Kinder-des-Zorns-Universum getan. Offenbar musste im Falle von CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY schnell gedreht werden. Wie bereits zuvor bei HELLRAISER: JUDGMENT musste man zügig eine Pflichtfortsetzung inszenieren, um Filmrechte behalten zu können. Dass da für Ideen, Qualität und Fanwünsche kaum Zeit vorhanden war, merkt man auch dem mittlerweile zehnten Film rund um die zornigen Maiskinder an. Das Sequel entpuppt sich als liebloses Video-Futter, das vermutlich niemanden interessieren würde, wenn da nicht ein Zusammenhang mit Horror-Autor STEPHEN KING bestehen würde. Der dürfte vermutlich beim Schreiben seiner Kurzgeschichte über einen mysteriösen Maiskult nicht einmal ansatzweise geahnte haben, welche Wellen seine Ideen noch Jahrzehnte später schlagen würden. Übrigens zeichnet als Regisseur jemand verantwortlich, der sich mit Horror auskennt. JOHN GULAGER hat zuvor Horrorfilme wie die FEAST-Trilogie, PIRANHA 2 oder ZOMBIE NIGHT gedreht. Alles Trash-Horror, für den man das Hirn ausschalten muss. Das wird bei CHILDREN OF THE CORN – RUNAWAY auch nicht sonderlich beansprucht. Dafür ist die Handlung zu rudimentär – trotz Twist am Ende.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Zensur

 
 
 
Es gibt einige wenige Morde in CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY zu sehen. Diese haben es aber in sich. Nicht nur, dass diese sehr zeigefreudig sind. Sie werden zudem in mehreren Stufen zelebriert, was die Kills lang, sehr hart und vor allem sadistisch erscheinen lässt. Weil hier auch noch ein kleines Mädchen gehörig daran Spaß besitzt Erwachsene zu ermorden, dürfte diese Fortsetzung wohl erst für Erwachsene geeignet sein. Die FSK versteht nämlich mit mordenden Kindern so gar keinen Spaß.
 
 
 


 
 
 

CHILDREN OF THE CORN: RUNAWAY – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Lionsgate Home Entertainment | Dimension Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Speek no Evil (2013)
 
Come Out and Play – Kinder des Todes (2012)
 
Kinder des Zorns (1984)
 
Tödliche Ernte – Kinder des Zorns II (1992)
 
Kinder des Zorns III – Das Chicago-Massaker (1995)
 
Kinder des Zorns 4 – Mörderischer Kult (1996)
 
Kinder des Zorns 5 – Feld des Terrors (1998)
 
Kinder des Zorns 6 – Isaacs Rückkehr (1999)
 
Kinder des Zorns 7 – Revelation (2001)
 
Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang (2011)
 
Stephen Kings Kinder des Zorns (2009)
 


Filmkritik: „The Heretics“ (2017)

the-heretics-2017-poster
 
 
 

THE HERETICS

Story

 
 
 

Eine gewissenlose Sekte erwartet die Niederkunft eines grausamen Dämons, der sich in den vergangenen Jahren an Gloria labte und nun seinen Wirt verlassen will.

 
 
 


 
 
 

THE HERETICS – Kritik

 
 
 
Einmal Horrorfan, immer Horrorfan. Wer fleißig die Indie-Filmszene verfolgt, dürfte bereits mitbekommen haben, dass hier gern mal Filmemacher auf dem Regiestuhl Platz nehmen, die eine ausgesprochene Leidenschaft für Angst und Schrecken besitzen. Nicht selten stecken dahinter Regisseure, die mit den Filmen namhafter Genre-Ikonen aufgewachsen sind und nun selbst versuchen in deren Fußstapfen zu treten. Auch CHAD ARCHIBALD gehört zur Gruppe derer, die sich als eingefleischte Horrorfilmfans bezeichnen und aus Liebe zum Genre Streifen für Liebhaber dieser Filmgattung drehen. So entstand unter seiner Fuchtel bisher ganz brauchbares Zeug, das wir hier schon des Öfteren auf FILMCHECKER besprochen haben. Darunter gehörten die Schocker BITE oder THE DROWNSMAN, welche auf einschlägigen Festivals sogar reichlich Lob erhielten und hierzulande bereits auf dem FANTASY FILMFEST oder im Zuge des HARD:LINE FESTIVALS gezeigt wurden. Aber der Kanadier ist nicht nur als Regisseur unterwegs. Filmemacher CHAD ARCHIBALD ist Multitalent, produziert auch fleißig und fungierte als Geldgeber für Streifen wie BED OF THE DEAD, SEPTIC MAN oder ANTISOCIAL. Wenn das mal kein Arbeitstier ist.
 
 
the-heretics-2017-bild-2
 
 
Die Reihe kurzweiliger Horrorfilme aus der Mache des ambitionierten Kanadiers wird nun mit dem Okkultstreifen THE HERETICS fortgesetzt. Darin erlebt die attraktive Gloria (NINA KIRI) die Hölle auf Erden. Die wird von einer ominösen Sekte entführt und für ein geheimnisvolles Ritual missbraucht. Doch die junge Frau kann entkommen und versucht trotz Trauma ein normales Leben zu leben. Die Angst spricht sie sich in einer Selbsthilfegruppe von der Seele und findet so Schritt für Schritt den Weg in die Normalität zurück. Doch genau fünf Jahre nach den furchterregenden Vorkommnissen beginnt der Horror von Neuem. Gloria wird abermals von einer vermummten Gestalt entführt und in eine Waldhütte verschleppt. Hier wird sie an Ketten gebunden und durchlebt ein weiteres Martyrium. Offenbar reifte bisher in ihr das Böse heran. Nun will es den Körper verlassen und auf Erden weilen. Das lässt auf Body-Horror in Bestform hoffen. Nur, ob THE HERETICS auch das halten kann, was die ansprechende Inhaltsangabe verspricht? Zumindest Fans okkulten Gruselfutters dürfte gefallen, was hier fabriziert wurde.
 
 
the-heretics-2017-bild-1
 
 
Die bereits siebte Regiearbeit von CHAD ARCHIBALD handelt souverän ab, was man von einem Horrorfilm neuerem Datum erwartet. Zu sehen gibt es einige gut platzierte Schreckmomente, etwas Gewalt, eine unvorhersehbare Wendung und stimmige Atmosphäre, die wohlige Schauer garantiert. Herzstück des Gruselstreifens sind aber Body-Horror-Elemente mit denen der Filmemacher bereits in BITE ausführlich experimentiert hat. Bei genauerer Betrachtung ist THE HERETICS dem genannten Ekel-Horror von 2015 nicht unähnlich. Auch dort sah sich eine attraktive Dame mit einer nicht greifbaren Bedrohung konfrontiert, die körperliche Veränderungen zur Folge hatte. Gleiches wird auch in THE HERETICS zelebriert, wo sich Filmheldin Gloria nach und nach in eine dämonische Kreatur verwandelt und am Ende nicht mehr ganz so frisch aussieht. Effekttechnisch braucht sich THE HERETICS vor Mainstream-Ware nicht verstecken und auch sonst schaut der Streifen nach deutlich mehr aus, als er wohl gekostet hat. Regisseur CHAD ARCHIBALD schafft mit der eigenen Produktionsfirma Black Fawn Films das, was man eigentlich von den meisten Horrorfilmen erwartet – aber nur den wenigsten gelingt. Er erzählt visuell ansprechend eine kleine Geschichte, die kurzweilig unterhält. Darauf kommt es doch eigentlich an, wenn man Horrorware in den Player schiebt, schließlich will sich niemand von langweiligen Horrorfilmen den Tag verderben lassen. Von langweilig ist THE HERETICS weit entfernt. Archibald beweist ausgeprägtes Gespür für unheilvolle Bilder und überzeugt mit schaurigem Klangteppich. Letzterer lässt hin und wieder zusammenzucken, wenn die Helden im Film von Visionen geplagt werden oder eine eklige Metamorphose ihren Lauf nimmt, während der sich Protagonistin Gloria in eine bemitleidenswerte Kreatur verwandelt. THE HERETICS ist ein Fanfilm und das merkt man auch. Dessen Macher variiert bekannte Horror-Muster und verbeugt sich dabei ehrwürdig vor den ganz großen Schauermaestros der Horrorfilmszene. So erinnert die Hütten-Szenarie nicht unwesentlich an den von SAM RAIMI inszenierten TANZ DER TEUFEL. Aber auch Body-Horror-Experte DAVID CRONENBERG dürfte Pate gestanden haben. Wenn Heldin Gloria im Film nicht definierbare Substanzen erbricht und ihr die Haare ausgehen, sind die kontroversen Ekelmomente aus Cronenbergs DIE FLIEGE nicht weit. Da haben die F/X-Künstler mal wieder ganze Arbeit geleistet. Für Indie-Verhältnisse beachtlich.
 
 


 
 
 

THE HERETICS – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
DIE FLIEGE meet TANZ DER TEUFEL und DER EXORZIST. THE HERETICS ist ein Mix aus den Ekel-Metamorphosen eines DAVID CRONENBERG und den Okkult-Albträumen des WILLIAM FRIEDKIN – visuell verfeinert mit Hütten-Grauen aus der Kreativschmiede des jungen SAM RAIMI. Regisseur CHAD ARCHIBALD dürfte als Heranwachsender viele bekannte Schocker verschlungen und ausreichend studiert haben. Der Filmemacher und Horrorfilmfan ist ein Kind der 80er und mit den meisten wegweisenden Horrorfilmen der VHS-Ära aufgewachsen. Demzufolge spürt man auch bei THE HERETICS die Liebe zum Genre, die den Kanadier seit der Kindheit verfolgt. THE HERETICS ist ein Grusler der alten Schule. Der Film besitzt handgemachte Spezialeffekte, die einfach getrickst wurden, aber keinesfalls ihre Wirkung verfehlen. Zudem überzeugt der Okkult-Streifen hinsichtlich Atmosphäre und Schocks. Die Handlung passt zwar auf einen Bierdeckel, besitzt aber dank Wendungen und ekligen Verwandlungsmomenten genug Höhepunkte, um knapp 90 Minuten bei Laune zu halten. Für Horror-Nerds genau das richtige für kühle Herbst- und Wintertage.
 
 
 


 
 
 

THE HERETICS – Zensur

 
 
 
THE HERETICS hat kaum Gewaltmomente zu bieten. Ein Hals wird durchgeschnitten und ein Messer in einen Körper gestoßen. Das Hauptaugenmerk liegt eher auf die Verwandlungseffekte, die dann teilweise doch schon etwas eklig anzuschauen sind. Zwar erreichen die nicht so eklige Ausmaße wie in BITE. Dennoch wurden sie professionell getrickst, so dass Zuschauer mit empfindlichen Magen besser in der zweiten Filmhälfte die Augen schließen, wenn es zu unappetitlich wird. THE HERETICS hat eine Freigabe für Erwachsene erhalten: keine Jugendfreigabe und ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

THE HERETICS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-heretics-bluray

(c) I-ON New Media GmbH (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Heretics; Kanada 2017

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.05.2018

 

The Heretics [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE HERETICS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei I-ON NEW MEDIA)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bite (2015)
 
Die Fliege (1987)
 
Contracted (2013)
 
Contracted: Phase II (2015)
 
Starry Eyes (2014)
 
Chemical Peel (2014)
 
Thanatomorphose (2012)
 
Septic Man (2013)
 


Filmkritik: „Wrong Trail – Tour in den Tod“ (2016)

downhill-2016-poster
 
 
 

WRONG TRAIL – TOUR IN DEN TOD

(DOWNHILL)

Story

 
 
 
Wenn Hilfsbereitschaft mit grausamem Terror belohnt wird: Ein paar Radfahrer stoßen im Wald auf einen Fremden, der sich dem Anschein nach mit einer nicht näher zu identifizierenden Krankheit infiziert hat. Ohne Bedenken wird geholfen. Doch der gute Wille hat Konsequenzen: Die gute Tat führt auf direktem Wege ins Desaster.

 
 
 


 
 
 

WRONG TRAIL – Kritik

 
 
 
Will man mit einem PKW über Landstrassen fegen, benötigt man einen Führerschein. Möchte man mit dem Boot Gewässer erkunden, wird ein Bootsschein vorausgesetzt. Zum Führen einer Schusswaffe wird vom Gesetzgeber sowieso ein Nachweis gefordert, der dazu berechtigt ein solches Ding besitzen zu dürfen. Bei derartigem Sicherheitsdenken fragt man sich doch glatt, warum ein solches Dokument nicht langsam auch von Regisseuren, Drehbuchautoren und Produzenten gefordert wird, die immer noch straffrei das drehen, schreiben und produzieren können, wonach ihnen der Sinn steht. Eine erschreckende Entwicklung, denn in Zeiten eines kaum noch überschaubaren Videomarktes entstehen seit Jahren Filme, die man dem Zuschauer eigentlich nicht mehr zumuten kann. So werden sinnbefreite Horrorfilme gedreht, die ausschließlich dadurch hervorstechen, möglichst brutal und grausam zu sein. Grips und Logik ist da in der Regel Mangelware. Stattdessen wird Mord und Totschlag serviert, der sich in den meisten Fällen nicht einmal die Mühe macht, kreativ zu sein. Horrorbodensatz eben.
 
 
downhill-2016-bild-4
 
 
Der chilenische Trivialgeschichtenerzähler und Filmgurkenzüchter PATRICIO VALLADARES gehört – wie auch schon „Mr. Exploitation“ ELI ROTH – zu jenen Herrschaften, denen man das Filmen langsam mal verbieten sollte. Scheinbar ist auch diesem Filmemacher gar nicht bewusst, dass hinter dem Inszenieren von Horrorfilmen weit mehr steckt, als das bloße Aneinanderreihen von Gewalt und ekligen Momenten. Zuletzt ist PATRICIO VALLADARES zu fragwürdiger Berühmtheit gekommen, nachdem er mit HIDDEN IN THE WOODS auf den ach so populären Rape’n Revenge-Zug aufgesprungen war. Dahinter verbarg sich frauenverachtender No-Budget-Schund, der mit schmuddeliger Rache- und Kannibalismusthematik die niederen Instinkte des Publikums befriedigen wollte. Leider kam der Streifen – vor allem der billigen Machart und den schlechten Schauspielern wegen – bei den meisten Zuschauern nicht sonderlich gut an, weshalb der Regisseur seinen pseudokontroversen Heuler noch einmal mit mehr Budget und der Unterstützung von MICHAEL BIEHN neu interpretierte. Hierbei wurde die Gewaltschraube noch etwas fester gedreht, um zu schocken. Leider ging der Schuss nach hinten los, denn das Remake litt unter den gleichen Schwächen wie die chilenische Vorlage und spulte zudem eine unglaubliche Geschichte ab, die kaum Identifikationsmöglichkeiten zuließ. Offenbar scheint Regisseur PATRICIO VALLADARES unbelehrbar und ebenso uneinsichtig zu sein. Der ließ sich nach den vernichtenden Kritiken nicht entmutigen und machte exakt dort weiter, wo er aufgehört hatte. Entstanden ist WRONG TRAIL (im Original: DOWNHILL) – abermals cineastisches Chaos, das ausnahmsweise zumindest auf technischer Ebene überzeugen kann. Der Rest entpuppt sich als heilloses Durcheinander, bei dem der Frustfaktor hoch ist. Ärger ist da vorprogrammiert.
 
 
downhill-2016-bild-1
 
 
In WRONG TRAIL geht es um das Paar Joe (BRYCE DRAPER aus ANOTHER DEADLY WEEKEND) und Stephanie (NATALIE BURN), die für den Radsport leben. Besonders das Fahren mit Downhill-Bikes durch unebenes Gelände hat sich für die beiden zur Leidenschaft entwickelt. Als einer der besten Freunde bei einem dieser Radrennen verunglückt, will Joe das Hobby für immer an den Nagel hängen. Doch die Sucht nach dem Nervenkitzel ist größer. So lädt der alte Freund Pablo (ARIEL LEVY) zu einem neuen Radrennen in Chile ein, was sich die Liebenden nicht entgehen lassen wollen. Doch die Freude schlägt bald in Terror um. Als man die Rennstrecke testen möchte, stößt man auf einen, scheinbar durch einen Autounfall, verletzten Mann. Schnell ist Hilfe vor Ort. Doch die wird allen Beteiligten zum Verhängnis. Eine ominöse Bande beginnt auf die Helfer zu schießen. Die flüchten in die Wälder und verstecken sich im Dickicht. Leider schreckt das die Fremden nicht ab, denn die machen Jagd auf Alles und Jeden. Was die Radfahrer nicht wissen: Der Verunglückte trägt einen geheimnisvollen Parasiten in sich und die Killer haben offensichtlich etwas damit zu tun. Kein gutes Omen für Joe und Stephanie, die jetzt in tiefer Wildnis ums Überleben kämpfen müssen.
 
 
downhill-2016-bild-3
 
 
Weg vom Amateurstandard hin zu richtigem Kino-Feeling. Visuell und technisch macht WRONG TRAIL eine erstaunlich souveräne Figur, was wohl auf mehr Budget zurückzuführen ist. Zu sehen gibt es atmosphärische Kamerafahrten, Lichtspielereien und immerhin Schauspieler, die womöglich mal eine Schauspielschule von Innen gesehen haben. Minimalistisch ausgeleuchtete Kulissen und eklige Make-up-Effekte sorgen für so manch schaurigen Moment und die Skrupellosigkeit der Filmbösewichte geht richtig an die Nieren. Leider ist der Rest wie gehabt und PATRICIO VALLADARES verfällt zu schnell weder dem alten Schema. Das bedeutet: Viel Exploitation, wenig Hirn. So hat das arg verschobene Frauenbild des Regisseurs auch in WRONG TRAIL Bestand und die haarsträubende Handlung besitzt weder Hand noch Fuß. Der Filmemacher selbst beschreibt seinen Streifen als Mix aus PARANORMAL ACTIVITY und CLIFFHANGER, der an die alten Filme des legendären DAVID CRONENBERG erinnern will. Das ist natürlich vollkommener Unfug und beweist einmal mehr, dass Valladares nicht sonderlich viel Ahnung von Genrefilmen oder sonst etwas besitzt. WRONG TRAIL macht in ein paar Momenten vom Found-Footage-Stilmittel Gebrauch und protokolliert das Geschehen aus Sicht von Helmkamera, die die Fahrradfahrer auf dem Kopf tragen. Hier aber Vergleiche zu PARANORMAL ACTIVITY zu ziehen, wirkt reichlich übertrieben, denn die wenigen Found-Footage-Elemente lassen sich an einer Hand abzählen. Weitaus schlimmer als die irreführenden Vergleiche des chilenischen Regisseurs, ist die diffuse Handlung mit der WRONG TRAIL den Zuschauer quält. Valladares – der übrigens mal wieder das Drehbuch selbst geschrieben und vermasselt hat – vermischt verschiedene Subgenres. Leider wirkt der wirre Mix unbeholfen und unglaubwürdig, zumal der Initiator dieses Horror-Quatschs Antworten scheut. Je näher sich WRONG TRAIL der Zielgeraden nähert, umso länger wird die Liste an Fragen. So stellt sich im Verlauf der Handlung heraus, dass die Helden von einer Art Kult terrorisiert werden, der seltsame Parasiten in die Körper ahnungsloser Spaziergänger verpflanzt. Was damit bezweckt wird und in welchem Zusammenhang Tentakelparasiten mit dem Teufel stehen bleibt weitestgehend offen. Für den Zuschauer eine unbefriedigende Prämisse. Der wird WRONG TRAIL ziemlich schnell unter Humbug abstellen, weil die Geschehnisse im Film keinen Sinn ergeben wollen.
 
 
downhill-2016-bild-2
 
 
 


 
 
 

WRONG TRAIL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Außen Hui – inhaltlich pfui. Nach Rape’n Revenge versucht sich der chilenische Regisseur PATRICIO VALLADARES im Stilmix. WRONG TRAIL (Originaltitel: DOWNHILL) ist eine technisch souverän abgehandelte Mischung aus BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE, Okkultismus-Horror und Quasi-Lovecraft-Kreaturen-Schauer. Was ansprechend klingt, ist in seiner Umsetzung ziemlich einfältig, weil WRONG TRAIL keinen Sinn ergeben möchte. Lang bleibt unklar, wohin die Reise gehen soll, denn die Helden werden grundlos von Einheimischen durch Wälder gejagt. Erst in den letzten Minuten versucht der Film aufzuklären. Leider werfen Erklärungsversuche nur Fragen auf, die Filmemacher PATRICIO VALLADARES unzureichend erklärt. Das erhöht den Frustfaktor beim Zuschauer, der sich schnell verschaukelt fühlen wird, will er doch wissen, was er da gerade gesehen hat. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Regisseur mehr Sorgfalt ins Drehbuch investiert hätte, statt von reißerischer Exploitation Gebrauch zu machen. Wie in den vorherigen Filmen des Regisseurs gibt es manche gewaltverherrlichende Szene zu sehen, die nicht unbedingt hätte sein müssen. Das mag zwar Gewaltfans freuen; die mangelhafte und löchrige Auflösung dürfte aber sogar jene reichlich verärgern.
 
 
 


 
 
 

WRONG TRAIL – Zensur

 
 
 
WRONG TRAIL bzw. DOWNHILL zeigt einiges an blutigem Material. Neben ekligem Mutations-Make-up gehen vor allem einige Einschüsse in menschliche Köpfe und Körper an die Nieren. Weiterhin wird ein Gegenstand durch eine Hand gejagt und ein Kopf mit einem Stein eingeschlagen. Der Film hat eine Freigabe mit rotem FSK-Flatschen erhalten. Für Horrorfans von Interesse: Er ist ungeschniten.
 
 
 


 
 
 

WRONG TRAIL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
wrong-trail-bluray

(c) Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Downhill; Chile | Frankreich | Kanada 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 81 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 06.07.2017

 

Wrong Trail – Tour in den Tod [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

WRONG TRAIL – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei TIBERIUS FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands (2011)

Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)

Outback – Tödliche Jagd (2011)

Carnage Park (2016)


Filmkritik: „Sacrifice – Todesopfer“ (2016)

sacrifice-2016-poster
 
 
 

SACRIFICE – TODESOPFER

(SACRIFICE)

Story

 
 
 

Eine Frauenärztin verschlägt es samt ihres Gatten in die Provinz, wo sie einem mysteriösen Kult auf die Schliche kommt.

 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Kritik

 
 
 
Totgeglaubte leben länger! Filmemacher PETER A. DOWLING war vor vielen Jahren mal kurzzeitig ziemlich gefragt. 2008 zeichnete der für die Regie des Horrorfilms STAGE NIGHT verantwortlich und steuerte einige Zeit zuvor sogar das Drehbuch zum Thriller FLIGHTPLAN mit JODIE FOSTER bei. Danach war plötzlich Funkstille. Lange war es still um den Regisseur – jetzt ist er wieder da und zwar mit einem Beispiel für derzeit so beliebten Okkult-Horror. Wer jetzt aber glaubt, dass mit SACRIFICE beunruhigende Dämonenaustreibungen oder blutige Rituale über den Fernseher sausen, der irrt. Viel mit Horror hat der Streifen nämlich nicht am Hut. SACRIFICE ist eher im Thriller-Genre beheimatet und richtet sich mit Puzzle- und Rätseltaktik an ein eher knobelerprobtes Krimi-Publikum, das mehr an Detektivarbeit interessiert ist und weniger blutiges Einerlei auf der Mattscheibe sehen will. Demzufolge steht ein okkultes Ratespiel über mysteriöse Ritualmorde im Mittelpunkt, das es zu lüften gilt. Kinogänger mit Vorliebe fürs Grobe dürfte so etwas natürlich langweilen.
 
 
sacrifice-2016-bild-1
 
 
Wieder mal verirrt sich Schauspielerin RADHA MITCHELL in einen Film fernab von Liebe und Herzschmerz. Sie scheint Gefallen an Kinostreifen gefunden zu haben, wo es gerne mal deftig und düster zur Sache geht. Zuletzt war das mit dem Mystery-Film THE DARKNESS der Fall. Aber auch in der Videospielverfilmung SILENT HILL und dem Found-Footage-Schocker EVIDENCE schlug sie sich wacker als Heldin durch ungemütliche Albtraumszenarien. Auch im mysteriösen Sekten-Thriller SACRIFICE hat sie die Heldenrolle ergattert und verkörpert Tora, eine Frau mittleren Alters, die zwar als Frauenärztin Schwangere berät, aber selbst keine Kinder bekommen kann. Nach einer weiteren Fehlgeburt, entscheidet Gatte Duncan (RUPERT GRAVES), dass das Leben auf dem Land weitergeht. Fernab der Großstadthektik soll auf den schottischen Shetland-Inseln ein Gang heruntergefahren werden. Das Leben scheint hier stillzustehen und auch der angeschlagenen Tora geht es langsam wieder besser. Leider schreibt das Leben manchmal die sonderbarsten Geschichten. Als Tora hinter dem Haus im Boden den Körper einer übel zugerichteten Frau entdeckt, ist Schluss mit Erholung. Der Leichenfund wirft Fragen auf. Nicht nur, dass auf der Haut der Toten rätselhafte Symbole eingeritzt wurden; auch das Herz der Frau wurde offenbar bei lebendigem Leibe entfernt. Leider werden die Akten bald geschlossen, denn Wissenschaftler sind sich einig, dass diese Moorleiche bereits seit Jahrhunderten ihr Dasein unter der Erde fristet. Doch Frauenärztin Tora ist da anderer Meinung. Die vermutete einen frischen Mord, stellt eigene Ermittlungen an und wittert das Werk eines ominösen Kultes, der seit Jahrhunderten auf den Inseln sein Unwesen treibt.
 
 
sacrifice-2016-bild-2
 
 
Spannende Sonntagabendunterhaltung – simpel gestrickt, aber immerhin kurzweilig. Leider hat SACRIFICE ein großes Problem. Der Film ist leicht zu durchschauen und wirkt an vielen Stellen vorhersehbar. Wieder einmal ist es eine Kleinstadt, die zusammenhält. Hier kennt jeder jeden und Traditionen sind dazu da, um sie aufrechtzuerhalten. Demzufolge weiß natürlich niemand von nichts – obwohl von Anfang an klar ist, dass auf dieser Insel der Teufel zu Hause ist. SACRIFICE orientiert sich an den typischen Vertreter der Gattung Kleinstadt-Okkult-Horror, wie er Anfang der Siebziger in Robin Hardys legendärem THE WICKER MAN seine Vorlage für die Ewigkeit fand. Wer zu viele Fragen stellt wird ausradiert – ebenso die, die beim Auflösen behilflich sind. Doch die Heldin ist hartnäckig und zeigt, was eine Harke ist. Sie kommt beim Recherchieren zwar nur schleppend voran, enttarnt aber am Ende die hinterlistige Saubande. Mit Originalität hat das nichts im Entferntesten zu tun. So geht es gradlinig voran und Anhaltspunkte werden schlüssig kombiniert. Leider wirkt das Detektivspiel teils sehr konstruiert, ändert aber nichts an der Tatsache, dass man unterhalten wird. SACRIFICE erinnert an die vielen skandinavischen Thriller, die in den letzten Jahren vor allem des kühl-trostlosen Filmlooks wegen auffallen und öfters auf den Öffentlich Rechtlichen TV-Sendern gezeigte werden. Wenn man also schön gefilmten, aber anspruchslosen Stoff fürs Abendprogramm benötigt, ist man hier gut aufgehoben. Richtige Nervennahrung oder gar Suspense-Horror sieht aber anders aus!
 
 
sacrifice-2016-bild-3
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
SACRIFICE basiert auf dem erfolgreichen Roman von Autorin SHARON J. BOLTON, ist aber nichts Großes. Hinter dem geradlinig erzählter Sekten-Thriller ohne Überraschungen steckt einfach gut verdauliche Detektivarbeit, bei der man irgendwie nicht das Gefühl loswerden möchte, als wollte man hier anfänglich was fürs Fernsehen drehen. Demzufolge ist Gezeigtes nicht sonderlich anspruchsvoll, glänzt aber immerhin mit typisch schottischer Kulisse. Leider hat SACRIFICE nur wenig mit Horror am Hut. Vielmehr verbirgt sich hinter dem vielversprechenden Filmtitel ein kurzweiliger Okkult-Krimi mit Thriller-Elementen, den man sich anschauen kann, wenn mal gerade nichts in der Glotze kommt. Man macht aber auch nichts falsch, wenn man SACRIFICE einfach mal auslässt. Von missraten kann hier zwar nicht die Rede sein. Trotzdem kommt – wenn man das so sieht – mal wieder die Erkenntnis in den Kopf, dass manche Bücher nicht zwingend verfilmt werden müssen. SACRIFICE gehört ins Buchregal, aber nicht auf die Mattscheibe.
 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Zensur

 
 
 
Wer jetzt glaubt, dass hier Gewalt zelebriert wird, der irrt. SACRIFICE ist relativ harmlos. Es gibt nahezu kaum etwas zu sehen. Am Ende bekommt ein Bösewicht einen Dolch in den Körper gejagt. Wegen der düsteren Thematik über Morde und Rituale hat es aber immerhin für eine FSK16 gereicht.
 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
sacrifice-bluray (1)

(c) EUROVIDEO MEDIEN (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sacrifice; Deutschland | Irland | USA 2016

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 | @50 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow, Originaltrailer

Release-Termin: 20.04.2017

 

Sacrifice – Todesopfer [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

SACRIFICE – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei EUROVIDEO MEDIEN)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Wicker Man (1973)
 
The Wicker Man (2006)
 
Rosemaries Baby (1968)
 


Filmkritik: „Satanic“ (2016)

satanic-2016-jeffrey-g-hunt
 
 
 

SATANIC

Story

 
 
 

Vier Freunde sind am Thema Satanismus interessiert und öffnen durch Neugierde und Unachtsamkeit einer höheren Macht die Pforte zur Welt der Lebenden.

 
 
 


 
 
 

SATANIC – Kritik

 
 
 
Wenn das Drehen von Serien allein irgendwann keine Erfüllung mehr mit sich bringt, macht man eben Horrorfilme – und sind die Drehbücher dahinter auch noch so mies. Ganz ähnlich dürfte sich das Regisseur JEFFREY G. HUNT gedacht haben. Der fabriziert seit 2006 Serienfolgen am Fliessband und hat so Episoden zu TV-Hits wie CSI: NY, HAWAII FIVE-0 oder FRINGE beigesteuert. Offensichtlich hat’s ihn mit der Zeit gelangweilt, weshalb er nun seinen ersten Film gemacht hat. Jetzt kann er auch dem Publikum zeigen, über welche Untiefen der Ozean der Langeweile doch verfügt. Mit SATANIC hat sich der serienerprobte Hunt leider keinen Gefallen getan. Das verfilmte Drehbuch aus der Feder von ANTHONY JASWINSKI muss Ausschuss gewesen zu sein. Hier stimmt leider gar nichts und das von der ersten Minute an. Bei einer so desaströsen Grundlage wundert es schon sehr gewaltig, dass der Drehbuchautor ebenso für die Skripts zu THE SHALLOWS und KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN verantwortlich zeichnet. Zieht man die genannten Horrorempfehlungen zum Vergleich heran, will man irgendwie nicht so recht glauben, dass die gleiche Person auch den äußerst beliebigen SATANIC verbrochen haben soll. Vermutlich litt ANTHONY JASWINSKI aber wohl einfach nur unter einen Schreibblockade und musste unter Zeitdruck abliefern. Nur so lässt sich der Schlamassel erklären, der dem Zuschauer mit SATANIC zugemutet wird.
 
 
satanic-2016-bild-3
 
 
Vier Mittzwanziger wollen ein paar okkulte Orte und Sehenswürdigkeiten Amerikas abklappern und bleiben in Los Angeles hängen, wo sie in den Hollywood Hills auch auf den Pfaden der brutalen Manson Morde wandeln. In einem okkultistischen Laden wittern die vier den Höhepunkt ihrer Reise. Der Ladenbetreiber macht einen verdächtigen Eindruck, weshalb die Freunde auf den Ladenschluss warten und ihm folgen. Er führt die Gruppe unwissend zu einem geheimnisvollen Ort, wo Satanisten ein mysteriöses Ritual durchführen, bei dem die attraktive Alice geopfert werden soll. Doch dazu kommt es nicht. Die Freunde unterbrechen versehentlich die Zeremonie und machen die Sektenmitglieder zornig. Was bleibt ist die Flucht, die immerhin heil im Hotelzimmer und mit verlorenem Telefon endet. Am nächsten Tag meldet sich ein ehrlicher Finder zurück. Es ist das vermeintliche Opfer Alice, die viel zu erzählen hat. Prompt werden im Hotelzimmer Beschwörungsrituale gehalten und ein Hexenbrett kommt zum Einsatz. Wenig später öffnet sich das Tor zu Hölle und die gute ist Alice tot. Was folgt braucht hier wohl nicht weiter erläutert werden, denn der Ausgang von SATANIC ist austauschbar. Die neunmalklugen Protagonisten haben durch Neugierde und Unachtsamkeit etwas Böses befreit, dass nun Jagd auf Menschen macht. Wetten, dass keiner der Freunde überleben wird?
 
 
satanic-2016-bild-1
 
 
Mit Sicherheit hat jeder Filmfan schon einmal folgende Streifen im Player gehabt. Filme, die so furchtbar langweilig sind, dass einem deshalb die Augen schwer werden und die einen gegen Ende aus dem Schlaf reißen, weil Tontechniker dreist an den Lautstärkereglern gedreht haben. SATANIC reiht sich in die Reihe jener fiesen Muntermacher ein, die wohl einzig deshalb gemacht wurden, um den Zuschauer zu ärgern. Regisseur JEFFREY G. HUNT macht alles falsch, was man beim Drehen von Horrorfilmen falsch machen kann. Er war wohl um Neuerungen bemüht, verzettelt sich aber ziemlich früh mit seinem Plan, wie er den Zuschauer Unbehagen bescheren möchte. Konfus und unüberlegt geht es nämlich in SATANIC zugange, der nicht nur elendig langweilig ist, sondern ebenso gemein blendet, weil er falsche Erwartungen schürt. So streift der Film früh das Okkult-Fach und lässt das Publikum im Glauben, dass sich hier vier Freunde bei einem skrupellosen Satanismus-Kult unbeliebt machen. Doch während man Satanisten zu Beginn heimlich beim Opferritual über die Schulter schaut, haben die Macher dann doch andere Pläne. SATANIC hat wenig mit Sekten oder Ritualen am Hut. Vielmehr verliert sich der Streifen im Dämonen- und Geistergenre, lässt Protagonisten unbedacht mit Hexenbrettern spielen, damit finstere Mächte den Weg in die Menschenwelt finden. Bekanntes Terrain also, wie es in letzter Zeit erschreckend oft über die Bildschirme geflimmert ist. Leider lässt sich der Film zu lange damit Zeit, um endlich mal in die Gänge zu kommen. Erst nach einer knappen Stunde Laufzeit beginnt das große Sterben und den neugierigen Freunden geht’s an den Kragen. Bis es jedoch soweit ist, wird viel Sitzfleisch und Geduld vorausgesetzt. Für einen Horrorfilm sind das keine guten Voraussetzungen – vor allem dann nicht, wenn langes Warten müde macht. Demzufolge sollte man ausgeschlafen sein und Erwartungen herunterschrauben, denn so satanistisch wie es der Filmtitel suggeriert, ist SATANIC keineswegs. Möge Regisseur JEFFREY G. HUNT für diesen Zeiträuber in der Hölle schmoren und sich beim Satan höchstpersönlich für diesen Schnellschuss entschuldigen.
 
 
satanic-2016-bild-2
 
 


 
 
 

SATANIC – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Hier sparste Dir die Schlaftablette. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Regisseur JEFFREY G. HUNT einen harten Sektenthriller über einen satanischen Kult auf Film gebannt hätte, wie sie derzeit wieder in Mode kommen. Dann wären alle glücklich gewesen. Doch statt Satanisten beim Opfern zu begleiten und die Geschehnisse im Blut zu ersäufen, wird es mal wieder 08/15. Böse Mächte aus einer anderen Welt wollen vier unschuldigen Mittzwanzigern an den Kragen. Ein Hexenbrett hier, ein paar paranormale Momente dort – fertig ist SATANIC, ein Schnarcher vor dem Herrn. Der Spannungsbogen fehlt gänzlich – Schockmomente ebenso. Die hat man versucht irgendwie in den letzten zehn Minuten abzuhaken. Leider verfehlen die ihre Wirkung, denn offensichtlich geraten Drehbuch und Geschehnisse am Ende vollkommen außer Kontrolle, so dass ein Folgen nahezu unmöglich gemacht wird. Auch wenn SATANIC in visueller Hinsicht vielen billigen Videoproduktionen um Längen voraus ist, kann dieser Film leider gar nichts. Ein treffender Beweis dafür, dass immer noch gute Geschichten und Ideen mehr wert sind, als glattgebügelte Optik und nett getrickste Spezialeffekte.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Zensur

 
 
 
Wer glaubt, dass in SATANIC die Post abgeht, irrt sich gewaltig. Die wohl grausamsten Szenen beschränken sich auf einen Kehlenschnitt sowie einer gebrochenen Nase. Am Ende sieht man in einer Szenen kurz, wie eine Frau mit einer Zimmerdecke verschmolzen ist. Ebenso wurden einer Protagonistin die Arme abgetrennt und der Mund zugenäht. Klingt zwar alles ziemlich reißerisch, ist aber Kinderfasching. SATANIC dürfte in Deutschland eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Magnolia Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Demonic (2015)
 
The Ouija Experiment (2011)
 
The Midnight Game (2013)