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Filmkritik: „The Hatred“ (2017)

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THE HATRED

(ALICE – THE HATRED)

Story

 
 
 

Einmal mehr: Ein idyllisches Landhaus in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Vier Frauen und ein kleines Mädchen machen darin Bekanntschaft mit bösen Mächten, die von einem okkulten Relikt ausgehen, das vom ehemaligen Besitzer im Haus gut versteckt wurde. Leider machen attraktive Darstellerinnen und etwas CGI-Spuk im Finale aus beliebigem Budenzauber noch lange keinen Horror-Hit.

 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Kritik

 
 
 
Wie viele Filme über Gruselhäuser haben wir hier auf FILMCHECKER eigentlich schon besprochen? Vermutlich werden es so viele Schlechte gewesen sein, dass wir uns an die meisten davon schon gar nicht mehr erinnern können. Viel Positives gibt es auch vom nächsten Streifen dieser Art nicht zu berichten. THE HATRED (Arbeitstitel: ALICE – THE HATRED) gehört nämlich zu diesen Videoproduktionen, die kaum Alleinstellungsmerkmale besitzen und es lieber so handhaben, wie unzählige Filmemacher zuvor. Da ist Langeweile vorprogrammiert, denn in Zeiten in denen es Horror im Überfluss gibt, muss man sich schon ins Zeug legen, um Horrorfans beeindrucken zu können. Was Fans wirklich wollen, war den Machern von THE HATRED aber egal. Die spulen Grusel nach Schema F ab und wollen offenbar schnell damit Geld verdienen. THE HATRED schaut zwar – wie seine Darstellerinnen – makellos aus, ist aber lieblos und spannungsarm. Eben ein typischer Vertreter jener Gattung Film, die man in den 1980ern schnell in die Wühlboxen der Videotheken geworfen hat, weil keiner sie leihen wollte. Da hilft auch ein reißerisches Cover nicht. Das verursacht nämlich Zorn, weil es falsche Erwartungen schürt. Was nämlich Slasher, Epidemie- oder Folter-Blödsinn suggeriert, ist zäher Geisterspuk, der erst kurz vor der Zielgeraden in die Puschen kommt. Für so hinterlistige Irreführung müsste man allen Beteiligten gehörig den Hintern versohlen.
 
 
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Die Geschichte von THE HATRED ist schnell erzählt. Der Film berichtet von einem Gemäuer, das eine schlimme Vergangenheit besitzt. Ein Nazi-Offizier mit einer Vorliebe fürs Okkulte hat hier in den 1960ern seine Tochter umgebracht. Der Grund: Ein altes Relikt. Das entpuppt sich als Herd des Hasses und bringt Unheil über seinen Besitzer und dessen Familie. Jahre nach dem Verbrechen machen es sich vier perfekt geschminkte Weiber im alten Landhaus gemütlich. Es wird über Jungs geredet und auf ein kleines Mädchen aufgepasst. Natürlich meint man es mit den Schönheiten nicht gut. Erst faselt die kleine Irene in Rätseln und macht damit ihren Sitterinnen Angst. Später stoßen die Damen selbst auf erwähntes Nazi-Relikt und entfesseln damit eine Spirale des Bösen, die natürlich für einige den Tod bedeutet. Weil die Frauen gesichtslos bleiben, ist deren Ableben ohnehin egal, denn im Falle von THE HATRED hat man sich nicht einmal Gedanken über Charakterentwicklung gemacht. Da muss Drehbuchschreiber und Filmemacher MICHAEL G. KOEHOE noch einiges lernen. Mit so ausgelutschten Geschichten wie die von THE HATRED gewinnt man heutzutage nicht mal mehr einen Blumentopf.
 
 
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Nur weil mit großen Namen geworben wird, muss nicht immer Gutes dahinter stecken. Was eigentlich hat Produzent MALEK AKKAD geritten, für diesen Quatsch Geld zu investieren? Den alteingesessenen Horrorfans dürfte der Herr kein Unbekannter sein. Akkad ist nämlich Produzent diverser HALLOWEEN-Filme und fungierte ab HALLOWEEN 6 bei allen Streifen der Reihe als Geldgeber. Warum er ausgerechnet Kohle für THE HATRED locker gemacht hat, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, denn hinter dem Gruselfilm steckt ein ermüdender Spuk-Schnarcher von der Stange auf den niemand gewartet hat. Zu sehen gibt es unverschämt attraktive Mädels, die in amerikanischen Horrorfilmen ohnehin zum Grundinventar gehören, vorhersehbare Geister-Klischees und jede Menge Langeweile. Die Höhepunkte reduzieren sich auf einen überlangen Prolog. Darin zu sehen: „Wishmaster“ ANDREW DIVOFF, der hier einen ehemaligen Nazi-Offizier verkörpert, welcher unentdeckt ins amerikanische Hinterland flüchten konnte und dort als Landwirt getarnt okkulte Artefakte sammelt. Sonderlich viel Spaß scheint ihm die Arbeit an THE HATRED auch nicht zu machen. Divoff quasselt seinen Text lustlos herunter und agiert zudem übertrieben steif. Vermutlich war ihm schon beim Lesen des Drehbuchs bewusst, dass diese glattgebügelte Gruselgurke ohnehin ein Flop werden wird. Durchstöbert man die bisherige Vita von Regisseur und Drehbuchautor MICHAEL G. KOEHOE ist das kein Wunder. Der war zwar bei vielen bekannten Hollywood-Produktionen – darunter TEXAS CHAINSAW 3D oder SINISTER 2 – Mädchen für Alles. Was er aber bisher selbst auf die Beine gestellt hat, ist eher mau statt wow. THE HATRED basiert auf den Kurzfilm HUSH, den der Filmemacher bereits 2015 gedreht hat. Warum der jedoch noch einmal auf Spielfilmversion aufgeblasen werden musste, entschließt sich jeglicher Logik. Was man hier zu sehen bekommt, wurde bereits in vielen schlechten Streifen gleichen Formats bis zum Erbrechen auf die Mattscheibe gebracht. Warum dann gleichen Käse noch einmal verfilmen? Wir werden und wollen es eigentlich auch gar nicht erfahren.
 
 
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THE HATRED – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final

 
 
 

Ermüdender Spuk-Albtraum nur für besonders Ausgeschlafene geeignet. Ein Spukhaus, vier dumme Weiber und ein kleines Mädchen, das permanent in Rätseln quasselt. THE HATRED ist eine Nullnummer und langweilig obendrein. Nach Originalität sucht man hier vergebens, denn der Streifen läuft nach gleichem Schema ab, wie unzählige Geisterfilme zuvor. Einziger Lichtblick ist ein Wiedersehen mit ANDREW DIVOFF. Der dürfte vielen Horrorfans als diabolischer WISHMASTER in Erinnerung geblieben sein. In THE HATRED zeigt er sich ganz ohne Maske und Verkleidung vor der Kamera – ist aber böse, wie eh und je. Leider ist das Wiedersehen nicht von langer Dauer. Der bekannte Schauspieler muss bereits nach wenigen Minuten sein Leben lassen. Verflixt und zugenäht, warum müssen Filmemacher immer so dreist den Spaß nehmen.
 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Zensur

 
 
 
Sonderlich viel Gewalt hat THE HATRED nicht zu bieten. Im Prolog wird ein Mädchen vom eigenen Vater in einem Trog ertränkt. Der wiederum wird von seiner Frau ermordet, die ihn mit Pestizid vergiftet. Die restlichen Gewaltakte werden im Finale gezeigt. Dennoch ist THE HATRED eher ein Gruselfilm, der von subtiler Angstmacherei lebt – wenngleich die zum großen Teil ihr Ziel verfehlt. Hierzulande dürfte der Filme ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Demonic (2015)
 
Annabelle 2 (2017)
 
Ouija: Ursprung des Bösen (2016)
 
Wait Till Helen Comes (2016)
 
We Are Still Here – Haus des Grauens (2015)
 

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Filmkritik: „Eden Lodge“ (2015)

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EDEN LODGE

Story

 
 
 
Eine Autopanne mit Folgen: Eine junge Familie kommt nach einem Unfall im ländlichen England einem bestialischen Killer in die Quere und muss ums Überleben bangen.
 
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Kritik

 
 
 
Auch wenn es das Poster suggeriert – mit EDEN LAKE hat dieser britische Horrorfilm nichts am Hut. Der versucht nur mit einfältiger Masche und ähnlichem Plakatmotiv hinters Licht zu führen, damit der Zuschauer bedenkenlos zugreift und kauft. Dabei trennen die beiden Filme nicht nur inhaltlich Welten voneinander. EDEN LODGE will gar kein Terrorfilm sein und erzählt die Geschichte eines amerikanischen Pärchens, das wegen dem neugeborenen Nachwuchses versucht, eine ohnehin kaputte Beziehung im ländlichen England zu retten. Die Dinge nehmen eine unerwartete Wendung, als man nach einer Autopanne Hilfe in einer nahegelegenen Herberge sucht und darin die Nacht verbringen muss. Nicht nur, dass sich die schrullige Betreiberin des Hotels verdächtig verhält. Auch Bewohner und Gäste hinterlassen keinen vertrauenerweckenden Eindruck, so dass schnell klar sein dürfte, dass dieser Film kein gutes Ende nehmen wird. Doch die skurrilen Zeitgenossen sind das kleinere Übel. Ein grausamer Killer verursacht größere Probleme. Der zieht im angrenzenden Wald seine Runden und macht Jagd auf ahnungslose Touristen.
 
 
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Die Entstehung von EDEN LODGE stand unter keinem guten Stern, was wohl auch der Grund gewesen sein dürfte, weshalb der Film mit reichlicher Verspätung veröffentlicht wurde. BREAKDOWN – so wie der Streifen eigentlich heißen sollte – wurde bereits 2013 abgedreht. Leider fand man für die Postproduktion nur schleppend Geldgeber. Daher startete man eine Crowdfunding-Kampagne auf der Finanzierungsplattform KICKSTARTER. Die brachte aber nicht den gewünschten Erfolg, so dass die Veröffentlichung auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste. Nach zweijähriger Verzögerung konnte der Low-Budget-Streifen doch noch fertiggestellt und in die Händlerregale gebracht werden. Aber hat sich der Aufwand letztendlich gelohnt?
 
 
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EDEN LODGE bekleckert sich beim Angstmachen nicht mit Ruhm. Regie-Newcomer ANDREAS PRODROMOU kombiniert unbeholfen Mystery mit bluttriefenden Slasher-Raffinessen, verzettelt sich jedoch bei der Zusammenstellung des Horror-Cocktails. Statt sich auf eine Zutat zu konzentrieren, versucht er das Gebräu durch überflüssige Dreingaben zu veredeln. Leider will der schläfrig inszenierte Film gerade wegen der unüberlegten Mischung nicht so recht schmecken. EDEN LODGE quält mit schleppend inszenierter Geheimniskrämerei, die in bescheidener Regelmäßigkeit durch konfus eingestreute Gewalteinlagen aus dem Tiefschlaf reißen soll. Macher ANDREAS PRODROMOU wechselt unbeholfen zwischen den Subgenres und schien sich offensichtlich unschlüssig darüber gewesen zu sein, in welche Schublade er EDEN LODGE stecken wollte. So verwirrt er mit künstlich angestachelter Beziehungskrise, die sich im finalen Blutrausch von selbst auflöst. Das mag sich interessant anhören, ist aber letztendlich kaum der Rede wert, weil in diesem Film nichts so recht zusammenpassen will.
 
 
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EDEN LODGE ist kein nennenswerter Gruselausflug ins ländliche Idyll Großbritanniens. Hier läuft einiges schief, was auf die Unerfahrenheit von Nachwuchsregisseur ANDREAS PRODROMOU zurückzuführen seine dürfte. Der hat das Drehbuch zum Film geschrieben und will mit unerwarteter Auflösung punkten. Leider erntet er dafür vermutlich nur fassungsloses Kopfschütteln. Des Rätsels Lösung ist derart banal und unglaubwürdig, dass sich der Regisseur mit seinem unausgereiften Erstling wohl keine Freunde machen wird. Doch wir von FILMCHECKER sind wie immer optimistisch: beim nächsten Mal wird sicher alles besser.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Mysteriös und blutig. Schleppend inszenierter Schauer-Mix, der sich irgendwie nicht so recht entscheiden kann, was er denn nun eigentlich sein möchte. EDEN LODGE ist halb Slasher, halb Mysterstreifen. Macher ANDREAS PRODROMOU wechselt in seinem ersten Spielfilm immer wieder unbeholfen zwischen den Subgenres und verwirrt unnötig. Oftmals erweckt er damit den Eindruck, als habe er versucht zwei unterschiedliche Film zu einem zu machen. Das Frustpotenzial ist groß, denn als wäre der holprige Horrorquatsch nicht schon zäh und konfus genug, stößt EDEN LODGE auch noch mit haarsträubender Auflösung vor den Kopf. EDEN LODGE ist kein herausragender Gruselausflug, den man sich unbedingt vormerken sollte – auch wenn die schick animierte Eröffnungssequenz genau das Gegenteil vermuten lässt.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Zensur

 
 
 
EDEN LODGE ist nicht besonders brutal. Der Film zeigt kurze Morde, wie man sie auch in jedem beliebigen Slasher zu sehen bekommt. So gibt es einen Tritt in eine Bärenfalle zu sehen und eine Heugabel wird durch einen Körper gejagt. Man darf davon ausgehen, dass die FSK eine Freigabe ab 16 Jahren vergeben wird.
 
 


 
 
 

EDEN LODGE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Dark Circles (2013)
 
Roadside (2013)