Filmkritik: „Satanic Panic“ (2019)

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SATANIC PANIC

Story

 
 
 

Verdammt, die Satanisten kommen: Pizza-Lieferantin gerät versehentlich in eine Sitzung versnobter Satanisten und muss neben ihrer Jungfräulichkeit auch noch ums eigene Leben bangen.

 
 
 


 
 
 

SATANIC PANIC – Kritik

 
 
 
Dass sich hinter Türen vermeintlich gut gesitteter Menschen gern mal abscheuliche Dinge abspielen, ist im Horror-Genre schon lange nichts Ungewöhnliches mehr. Da verwandeln sich brave Familienväter wie in THE STEPFATHER gern mal in Psychopathen oder unschuldig dreinschauende Kinder werden als Handlanger des Bösen entlarvt – THE PRODIGY oder DAS OMEN lassen grüßen. Irgendwo zwischen genannten Streifen reiht sich SATANIC PANIC ein. Auch hier passieren Dinge in Häusern wohlhabender Bürger, von denen man nie ahnen würde, dass diese Leute Bündnisse mit dem Teufel schließen. Das ist Horror made in America, der den Mut wagt sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Ein gewagtes Unterfangen haben doch seit den Erfolgen der SCARY MOVIE-Streifen mehrfach Filmemacher versucht, Subgenres des Horrorfilms zu persiflieren. Viele derer sind damit gescheitert. Nur eine handvoll Filme sind in Erinnerung geblieben, über die man auch heute noch redet. Da kann man nur hoffen, dass SATANIC PANIC zündende Ideen mitbringt, um bleibenden Eindruck hinterlassen zu können. Mit platten Späßen und Fäkalhumor gewinnt man nämlich schon lange keinen Blumentopf mehr.
 
 
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Shit happens! Eigentlich wollte sich Sam (HAYLEY GRIFFITH) nur etwas Geld dazuverdienen. Die nimmt einen Job als Pizza-Lieferantin an, der sie sprichwörtlich in Teufels Küche bringen wird. Nicht nur, dass die Kunden knauserig sind und kaum Trinkgeld für ausgelieferte Pizzen geben. Auch mit Moral, Respekt und Anstand nehmen es die Bürger einer amerikanischen Kleinstadt nicht sonderlich ernst. Da kommt Sam ganz unfreiwillig einer großen Verschwörung auf die Schliche. In einem noblen Villenviertel werden mysteriöse Rituale abgehalten. Dort bereitet sich ein unheimlicher Okkultisten-Zirkel auf die Niederkunft Baphomets vor. Um das Ritual erfolgreich zu beenden braucht man aber eine Jungfrau. Da erweist sich die naive Sam als ideales Opfer, die nichtsahnend in eine der geheimen Zeremonien genannten Zirkels platzt und die Aufmerksamkeit von Anführerin Danica Ross (REBECCA ROMIJN) auf sich lenkt. Da ist guter Rat teuer, denn das Oberhaupt der Satanisten-Gemeinschaft ist mit allen Wassern gewaschen. Das lässt nichts unprobiert, um das jungfräuliche Objekt der Begierde zu opfern.
 
 
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Abgedrehter Okkultismus-Spaß mit hohem Unterhaltungswert, der überraschenderweise von einer Frau inszeniert wurde. CHELSEA STARDUST zeichnet als Regisseurin verantwortlich und bezeichnet sich selbst als großer Fan des Genres. Die wurde bereits als Kind mit dem Horrorfilm-Virus infiziert, nachdem ihr der Vater im Alter von zehn (!) Jahren Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD und Tod Browning’s DRACULA gezeigt hatte. Mittlerweile hat sie das Hobby zum Beruf gemacht. So konnten erste Erfahrungen im Horrorfilm-Business bei niemand geringerem als JASON BLUM gesammelt werden. Der ist mit seinem BLUMHOUSE PRODUCTIONS in Hollywood erste Anlaufstelle für Horrorfilme und hat wohl beinahe jeden bekannten Mainstream-Schocker mitproduziert, der in den letzten Jahren entweder im Kino oder fürs Heimkino ausgewertet wurde. Für Regie-Neuling CHELSEA STARDUST optimale Lehrjahre. Die Filmemacherin war an der Arbeit von so konventionellen Blumhouse-Filmen wie THE DARKNESS, INCARNATE oder auch JESSABELLE mitbeteiligt. Ein großer Vorteil, der SATANIC PANIC zugutekommt.
 
 
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Die Horrorkomödie ist derart souverän inszeniert und auf den Punkt gebracht, dass man meinen könnte, hier würde ein schon viele Jahre erfahrener Kenner auf dem Regiestuhl sitzen. Die Witze passen, die Handlung wird zügig abgespult und obendrein gibt es auch noch zig Schauwerte für Horrorfilmfans zu bestaunen, die es in sich haben. SATANIC PANIC hält einen Mix aus Körperflüssigkeiten und Blut parat, der natürlich derart übertrieben über die Mattscheibe flimmert, dass man das alles hier nicht ernst nehmen kann. Da bleibt kein Auge trocken zumal Situationskomik und Wortwitz so genau pointiert wurden, dass man diesen Horror-Spaß einfach liebhaben muss. SATANIC PANIC ist eine freche Verbeugung vor dem Genrekino der Achtzigerjahre, die sich zu keiner Minute ernst nimmt. Hier werden diverse Klischees durch den Kakao gezogen, die man in den vielen Okkult-Horrorfilmen der letzten Jahrzehnte zu sehen bekommen hat. Da dürfen Jungfrauen-Witze ebenso wenig fehlen, wie Dämonenspäße und Ritual-Albernheiten. Wer jetzt aber Bedenken hat, dass SATANIC PANIC in typisch amerikanischen Humor abdriftet, wird positiv überrascht sein. Auf pubertären Fäkalhumor und Gags unter der Gürtellinie wird verzichtet. Dafür gibt es ein Bienchen ins Muttiheft.
 
 
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SATANIC PANIC – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Satanischer Spaß, der gute Laune verbreitet. SATANIC PANIC ist selbstironischer Old-School-Horror mit Charme, Blut und sympathischen Helden. CHELSEA STARDUST schlägt sich wacker als Regisseurin. Die war bereits Assistentin von Hollywoods Meister des Horrors JASON BLUM und bekommt für den zweiten Spielfilm auch gleich noch Verstärkung von der beliebten Horrorzeitschrift FANGORIA. Letztere hat SATANIC PANIC mitproduziert und weiß schließlich, was Horrorfilmfans wollen. Alles gute Voraussetzungen, die ein Fest für Genre-Fans garantieren. SATANIC PANIC macht einfach Spaß, weil er sich niemals zu ernst nimmt und doch Respekt vorm Horror-Genre zollt. Die Gags sitzen, die Handlung ist herrlich überdreht und an blutigen Schabernack hat man auch noch gedacht. So muss eine Horrorkomödie neueren Datums aussehen.
 
 
 


 
 
 

SATANIC PANIC – Zensur

 
 
 
SATANIC PANIC hat schon einige abgefahrene Splatter-Späße zu bieten. Es wird Blut gekotzt und Hälse durchgeschnitten. In einer Szene sehen wir sogar, wie jemand seinen Arm in ein Einschussloch bohrt und im Körper des Opfers nach etwas sucht. Ziemlich grotesk – aber auch sehr lustig. Weil der SATANIC PANIC alles halb so ernst nimmt, dürfte der Film hierzulande ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

SATANIC PANIC – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei RLJE Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Tucker & Dale vs Evil (2010)
 
Deathgasm (2015)
 
Zombieland (2009)
 

Filmkritik: „Dark Waters“ (1993)

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DARK WATERS

(DEAD WATERS | TEMNYE VODY)

Story

 
 
 

Die junge Britin Elisabeth reist auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte gen Osteuropa. In einem ukrainischen Kloster hat sie ihre Mutter unter mysteriösen Umständen zur Welt gebracht. Kaum angekommen in diesem immer von schweren Stürmen geplagten Alptraumgemäuer, merkt Elisabeth, dass die Betschwestern nicht nur alle schwer einen an der Murmel haben, sondern auch einer Religion anhängen, die nicht wirklich christlich ist. Etwas altes und im Kloster omnipräsentes wird verehrt und vorm Ausbruch in die Welt der Menschen abgehalten.

 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Kritik

 
 
 
Ein Nonnenfilm ohne Nunsploitation zu sein, ein Italo-Horrorfilm ohne die groben Gore-Eskapaden des späteren Lucio Fulci und dem Genre treu ohne zu kopieren. Es ist wie ein Fluch: Mariano Bainos „Dark Waters“ ist schlicht ein Meisterwerk. Volle Punktzahl in allen Belangen. Böse gesagt ist dem neapolitanischen Regisseur mit seinem Spielfilmdebüt bereits das Magnum Opus gelungen, an dem sich seine weitere Filmographie messen lassen muss; ein zwickmühlenartiges Vergleichen, dem alles, was Baino in den letzten 25 Jahren an Filmen abgeliefert hat, gar nicht standhalten kann. Vielleicht weiß er das aber auch. Nachdem er über eine Spezialversion der amerikanischen Green Card an eine Arbeitserlaubnis gekommen ist, betätigt sich der Italiener nämlich von New York City aus mit einigem Erfolg als Multimedia-Künstler. Das Erschaffen von Spielfilmen ist längst nicht mehr sein primärer Fokus. Ganze drei sind es seit „Dark Waters“, der in seiner Wahlheimat unter dem Titel „Dead Waters“ firmiert, geworden.
 
 
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„Dark Waters“ basiert auf einer Kurzgeschichte des Autors Andy Bark. Eine fadenscheinige Information, die nur zum Lückenfüllen in Kritiken dient, ist doch der eigentliche Motor der Story niemand Geringeres als der große H.P. Lovecraft. Selten ist einem Film das Projizieren der literarischen Alleinstellungsmerkmale des womöglich bedeutendsten Horror-Schriftstellers per se so vorzüglich gelungen wie diesem hier. Die Abgelegenheit des Handlungsortes, der Bezug auf das Meer als doch noch weitgehend unerforschte Heimstatt kosmisch-riesenhafter Monstrositäten, die Rolle der Menschen als nichtige, eigentlich nur der eigenen Beruhigung dienende „Wachmannschaft“ und die Verbindung des Protagonisten mit den erlebten Ereignissen. All das könnte direkt aus „Der Schatten über Innsmouth“ oder einer anderen maritimen Schreckensetüde Lovecrafts stammen. „Dark Waters“, dem ersten nach Zusammenbruch der Sowjetunion in der Ukraine gedrehten Film, gelingt hervorragend die karge, in einer undefinierten Vergangenheit steckengebliebene Parallelwelt dieses osteuropäischen Staats für seine Atmosphäre zu benutzen.
 
 
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Wo er H.P. Lovecraft für den narrativen Unterbau des Films übernimmt, bedient sich Baino für die Optik bei einigen der besten und beliebtesten Bild-Komponisten der italienischen Kinogeschichte. So erinnert manche Einstellung und Farbwahl an den unerreichten Mario Bava, die eine oder andere verwegene Kamerafahrt an Dario Argento. Bei Erscheinen von „Dark Waters“ zuerst auf den einschlägigen Genrefilm-Festivals, lag es für manch einen Chronisten des Horrorkinos dann auch auf der Hand, Mariano Baino als logische Fortführung des Italo-Horror-Stammbaums zu erachten. Die Frage, was der Mann in einer kinofreundlicheren Epoche noch auf die Reihe bekommen hätte, muss leider im Reich der Hypothesen verpuffen.
 
 
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DARK WATERS – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
 
Als die italienische Kinoindustrie völlig im Einer war und man Geld nur noch über das korrupte Fernsehsystem Silvio Berlusconis verdienen konnte, schafft ein unbekannter Filmemacher aus dem Südzipfel des Landes das Unvorstellbare: „Dark Waters“ ist der letzte große Italo-Horrorfilm und ein Glanzstück des Genres an sich. Nebenbei stellt der Film noch eine der akkuratesten Leinwandabbildungen der Ideen H.P. Lovecrafts dar, was auch schon wieder Bonuspunkte sammelt
 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Zensur

 
 
 
„Dark Waters“ wurde bislang nicht in Deutschland veröffentlicht. Die nun erhältliche, deutsch synchronisierte Veröffentlichung ist somit die Erstveröffentlichung des Titels in Deutschland. Der Streifen wurde nicht von der FSK geprüft und ist somit ungeprüft. Die deutsche Fassung ist ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover A – auf 333 Stück limitiert)

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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover B – auf 444 Stück limitiert)

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(c) WICKED VISION MEDIA (Mediabook – Cover C – auf 333 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Waters; Großbritannien | Italien | Russland 1993

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 2.0

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: ungeprüft

Verpackung: Mediabook

Extras: 48-seitiges Booklet mit einem Text und Kurzgeschichte von David Renske sowie einem Text von Michele De Angelis [in Deutsch/Englisch], Audiokommentar mit Regisseur Mariano Baino & Michele De Angelis, Vorwort von Mariano Baino, „Beneath Dark Waters“: Video-Essay von Pelle Felsch, Featurette: „Lovecraft Made Me Do It“, Featurette: „Let There Be Water“, Featurette: „Controlling the Uncontrollable“, Featurette: „Aqua Destruit Ecclesiam“ Featurette: „Alles Lovecrafts Schuld“, Featurette: „The Darkest Water (2019)“, Dokumentation: „Deep into the Dark Waters“, Kurzfilme mit Regie-Kommentar: „Dream Car“ – „Caruncula“ – „Never Ever After“, Making-of: „Never Ever After“, Musik-Video: „Face and the Body“, Promo-Clips 1-4 (2019), Wicked-Promo 2019, Geschnittene Szenen, Silent Bloopers, Vorwort des Regisseurs (2006), Originaltrailer, Deutscher Trailer, Bildergalerien

Release-Termin: 27.05.2019

 

Dark Waters (3-Disc Mediabook) – Cover A ungeschnitten auf AMAZON kaufen

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Bei der erhältlichen Veröffentlichung von WICKED VISION im Mediabook handelt es sich um die deutsche Erstveröffentlichung des Titels. Das Label scheute keine Kosten und ließ den Film 25 Jahre nach der Welturaufführung synchronisieren. Zudem wurde „Dark Waters“ vom Anbieter sogar noch einmal in deutsche Kinos gebracht. Bei „Dark Waters“ handelt es sich um einen der ersten Horrorfilme, die nach dem Mauerfall in der Ukraine gedrehte wurden. Leider wurde dem Streifen hierzulande bisher kaum Beachtung geschenkt. Das ändert sich jetzt. WICKED VISION hat dem Okkult-Thriller eine besondere Veröffentlichung spendiert. Der Film erscheint hierzulande in drei limitierten Mediabooks. Die darin enthaltene Filmfassung ist ungeschnitten und ungeprüft.

 
 
 


 
 
 

DARK WATERS – Trailer

 
 


 
 
 

Christian Ladewig

(Rechte für Grafiken liegen bei WICKED VISION MEDIA)

 
 
Ähnche Filme:
 
Die Teufel (1971)
 
Die Mächte des Wahnsinns (1994)
 

Filmkritik: „The Convent“ (2018)

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THE CONVENT

(HERETIKS)

Story

 
 
 

Eine der Hexerei beschuldigte Frau landet in einem Kloster und erlebt dort das Grauen auf Erden.

 
 
 


 
 
 

THE CONVENT – Kritik

 
 
 
Die Zeit der Inquisition war nicht unbedingt eine Sternstunde der Geschichte. Da wurden unschuldige Frauen, Männer und sogar Kinder der Hexerei beschuldigt und anschließend zum Tode verurteilt, weil man der Meinung war, dass jene ahnungslosen Seelen mit dem Teufel im Bunde standen. Ein trauriges Kapitel, das natürlich auch im Horrorfilm aufgearbeitet werden musste. Das Resultat: so reißerischer Exploitation wie DER HEXENJÄGER, HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT oder HEXEN – GESCHÄNDET UND ZU TODE GEQUÄLT. Darin wurden geschichtliche Fakten zur Nebensache. Stattdessen wurde gefoltert, ermordet, vergewaltigt und gedemütigt. Die Kamera hielt stets darauf. Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er war das schon harter Tobak.
 
 
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Der Horrorfilm THE CONVENT ist auch einer dieser Streifen, der das Thema Inquisition als Alibi nutzt, um Horror zeigen zu können. Da kommt natürlich gleich Freude bei Liebhabern blutiger Exploitationfilme auf. Denen sei gesagt, dass THE CONVENT weitestgehend von der Zurschaustellung grausamer Gewalt absieht und eher eine atmosphärische Geschichte vor Mittelalter-Kulisse erzählt, die sich Elementen aus Okkult- und Dämonen-Horror bedient. Weil seit dem CONJOURING-Spinoff THE NUN auch Nonnen wieder in Mode sind, gibt es die gleich mit dazu. Letztere beweisen in diesem Horrorstreifen Talent fürs Quälen ahnungsloser Novizinnen. Da werden Erinnerung an Nunsploitation-Streifen der 70er Jahre wach. Darin wurde tabuloser Sex und unmenschliche Gewalt hinter Kirchentüren zelebriert. THE CONVENT schlägt ähnliche Richtung ein. Auch hier werden junge Nonnen-Anwärterinnen von Obernonnen schikaniert, bestraft und gebrochen. Nur mit schonungslosen Sexszenen geizt der Streifen – leider!
 
 
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Vom Regen in die Traufe. Die junge (HANNAH ARTERTON) ist ein Pechvogel, wie er im Buche steht. Die wird wegen Hexerei angeklagt, weil sie den Tod der Mutter vorausgeahnt hat. Nun soll das junge Ding auf dem Scheiterhaufen brennen. Ihr Schicksal scheint besiegelt. Da taucht eine geheimnisvolle Nonne (CLAIRE HIGGINS) auf, die eine religiösen Zufluchtsort in der Nähe leitet. Die wortgewandte Alte überzeugt das Gericht und darf die Beschuldigte mit in das von ihr geführt Konvent nehmen, wo sie den Weg zurück zu Gott finden soll. Doch dort soll der Horror für die ahnungslose erst beginnen. Nicht nur, dass sich der Neuling den harten Regeln der Ordensgemeinschaft unterwerfen muss. Hinter den dicken Mauern dieses Klosters herrscht offensichtlich das Böse. Da passieren plötzlich seltsame Dinge und macht Bekanntschaft mit einer bösartigen Präsenz. Als wäre das nicht alles schon schaurig genug, verhalten sich auch die Leiterinnen des Klosters seltsam. Offenbar wissen die, was hier passiert. Ein Rätsel, das nun auch lösen muss.
 
 
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Nein, THE CONVENT ist kein Remake, Reboot oder Sequel vom grotesken Kirchen-Splatter aus der Mache des MIKE MENDEZ, welcher 2000 unter gleichem Titel in den Lichtspielhäusern gezeigt wurde. Der hier besprochene THE CONVENT – der anfangs noch HERETIKS hieß – hat mit der spaßigen Genre-Produktion überhaupt nichts zu tun und will auch sonst nicht spaßig sein. Regisseur PAUL HYETT zeichnet verantwortlich. Der überraschte 2012 mit dem unangenehmen THE SEASONING HOUSE und lies anschließend in HOWL Werwölfe folgen. Spielfilm Nummer drei geht düstere Wege, ist Okkult-Horror der alten Schule und eigentlich bis Filmmitte ganz brauchbar. So muss eine junge Novizin herausfinden, welche geheimnisvollen Legenden um ein düsteres Konvent ranken, in dem immer mal wieder unschuldige Nonnen verschwinden. Weil die Heldin lang im Dunkeln tappt und THE CONVENT auch sonst ein großes Geheimnis über mysteriöse Vorkommnisse hinter Klostermauern macht, bleibt THE CONVENT spannend. Danach wird es leider dämlich.
 
 
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Leider kann der Spannungsbogen nicht lang gehalten werden. Spätestens nach der Halbzeit vertrödelt dieser gotisch angehauchte Kloster-Horror zu viel Zeit mit dem Abhandeln von Dämonen-Klischees, bedient sich bei dazu noch bei anderen Horror-Subgenres und verkommt so zu Dutzendware. Da werden nicht nur vorhersehbare Schreckmomente und fast schon grotesk anmutende Blutmanschereien abgehakt, die gar nicht zum restlichen Film passen. Auch dem Dämonen-Make-up mangelt es an Glaubwürdigkeit. So trägt das Böse im Film eigensinnige Kontaktlinsen, die leuchten. Ähnliche Anfertigungen hatten wohl feiernde Techno-Anhänger zu Loveparade-Zeiten in den Augen. Furchterregend ist etwas anderes.
 
 


 
 
 

THE CONVENT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Was atmosphärisch beginnt, endet in einer klischeebeladenen Dämonen- und Zombie-Achterbahn mit schlechten Effekten. Als Liebhaber des klassischen britischen Horrors wollte Regisseur PAUL HYETT genau dieser Film-Epoche eine moderne, härtere und stilvolle Note verleihen. Das ist leider nur bedingt gelungen. Atmosphärisch fährt die dritte abendfüllenden Spielfilm-Produktion des Filmemachers groß auf. Leider wird THE CONVENT ab der Halbzeit ziemlicher Käse. Da wird alles abgefeuert, was das Horror-Genre so hergibt. Regisseur PAUL HYETT wirft Elemente aus Grusel, Zombie, Okkult, Dämonen und Kloster-Horror in einen Topf, rührt um und würzt mit miesen Effekten nach. Das Gebräu ist keine Glanzleistung in Sachen Schrecken. Vielmehr endet THE CONVENT in einer beinahe schon lächerlichen Farce in der nach Dämonen-Beschwörung und bestrafungsgeilen Nonnen plötzlich die Zombies aus ihren Gräbern steigen. Was für ein Quark. Von Regisseur PAUL HYETT hätte man was Besseres erwartet.
 
 
 


 
 
 

THE CONVENT – Zensur

 
 
 
THE CONVENT ist eigentlich ein unheimlicher Gruselfilm, der eher Wert auf unheimliche Atmosphäre liegt. Eigentlich! Wären da nicht einige zufällig eingestreute Splatter-Szenen, die blutige Schauwerte zeigen. Da reißt sich eine Nonne selbst die Augäpfel aus den Augenhöhlen. In einer anderen Szene werden Nonnen zu Zombies umfunktioniert und radieren sich gegenseitig aus. Da fließt das Blut munter über die Mattscheibe. Hierzulande dürfte THE CONVENT dennoch eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE CONVENT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Vertical Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Nun (2018)

The Crucifixion (2017)

Der Exorzist III (1989)

The Rite – Das Ritual (2011)

Incarnate – Teuflische Besessenheit (2016)

Filmkritik: „I Trapped the Devil“ (2019)

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I TRAPPED THE DEVIL

Story

 
 
 

Zwei entfremdete Brüder treffen am Heiligen Abend aufeinander und erleben ein Weihnachtsfest voller Angst.

 
 
 


 
 
 

I TRAPPED THE DEVIL – Kritik

 
 
 
Horrorfilme, die an Heiligabend spielen, bilden nicht erst seit gestern ein eigenes Genre. Bereits in den 1970ern wurde Weihnachten in Filmen wie BLACK CHRISTMAS oder UNTER MORDVERDACHT zum bluttriefenden Grauen deklariert, wo statt gefeiert grausam gestorben werden musste. Was in den 1970ern aber noch die Ausnahme war, hat sich mittlerweile im Horror-Genre fest etabliert. So vergeht nahezu kein Jahr an dem nicht mehrere Horrorfilme gedreht werden, die das Weihnachtsfest zum Thema schrecklicher Ereignisse machen. I TRAPPED THE DEVIL ist einer derer. Kurioserweise handelt es sich hier um einen Genre-Beitrag, der zwar zur Weihnachtszeit spielt, aber kaum Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Stattdessen wird der Zuschauer in einen Albtraum aus Wahn, Paranoia und Okkult-Horror gezogen, der vor allem durch eines auffällig wird: klaustrophobische Bilder und ungemütliche Atmosphäre.
 
 
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Wenn Weihnachten eine unerwartete Richtung einschlägt. Eigentlich möchten Matt und Frau Karen nur die Festtage mit der Familie verbringen. Doch es kommt alles ganz anders. Die beiden wollen Matts psychisch labilen Bruder besuchen, um ihm am Weihnachtsabend Gesellschaft zu leisten. Leider ist Bruderherz Steve über den unangemeldeten Besuch alles andere als erfreut. Die miese Weihnachtsstimmung hat auch ihren Grund. Steve hat nämlich andere Sorgen. Der hat im Keller einen Menschen eingesperrt, von dem er fest davon überzeugt ist, dass es sich dabei um den Leibhaftigen persönlich handelt. Letzterer soll angeblich für die vielen Negativschlagzeilen in den Tageszeitungen verantwortlich zeichnen. Eine gewagte Theorie, die bald absurde Ausmaße annimmt und die Frage in den Raum stellt, ob der paranoide Bruder damit Recht behält oder alles doch nur einem kranken Geist entspringt.
 
 
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Handwerklich souverän inszenierter Gruselfilm mit kleinen Schwächen. Die Geschichte hinter I TRAPPED THE DEVIL erinnert ein wenig an die 41. Episode der beliebten THE TWILIGHT ZONE mit dem Titel THE HOWLING MAN von 1959. Auch dort drehte sich alles um einen eingesperrten Mann, der angeblich deshalb hinter verschlossenen Mauern sein Dasein fristen musste, weil man fest der Überzeugung war es hier mit dem Teufel zu tun zu haben. Was dort aber in knapp 30 Minuten über die Mattscheibe lief, wird in I TRAPPED THE DEVIL in Spielfilmlänge abgehandelt. Das ist dahingehend problematisch, weil nicht viel Story geboten wird. Regisseur JOSH LOBO lässt die überschaubare Handlung zu häufig um die Frage kreisen, was denn nun eigentlich des Pudels Kern seines ersten Spielfilms ist. Wer befindet sich tatsächlich im Keller und haben die wüsten Verschwörungstheorien überhaupt Gewichtung mit denen der Zuschauer hier konfrontiert wird? Um genau jene Fragen wird ein großes Mysterium gesponnen, für welches das Publikum viel Geduld mitbringen muss. Die Auflösung flimmert nämlich erst eine Minute vorm Abspann über den Bildschirm.
 
 
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Viel Substanz besitzt I TRAPPED THE DEVIL keineswegs. Die Geschichte tritt nämlich zugunsten Atmosphäre in den Hintergrund. Hier erhalten unbequeme Bilder und angespannte Stimmung Hauptaugenmerk. Regisseur JOSH LOBO versucht mit gruseligen Kameraeinstellungen und farblich stimmiger Ausleuchtung (da werden Bilder in stechendes Rot getaucht – DARIO ARGENTO lässt grüßen) eine Atmosphäre der Angst zu schaffen, die bis zum erlösenden Abspann aufrechterhalten werden soll. In der Tat schafft sie das problemlos. Schnell ist man mittendrin und sitzt angespannt vor dem Fernseher, um genau jene Auflösung zu ergründen, die I TRAPPED THE DEVIL ansteuern möchte. Leider wird die Antwort auf die entscheidende Frage so nur künstlich hinausgezögert. Die Hinhalte-Technik macht nämlich schnell müde. Ein langsamer Erzählfluss tut da sein Übriges. Regisseur JOSH LOBO nimmt sich viel Zeit, um Charaktere zu beleuchten und Stimmung durch visuelle Stilelemente aufzubauen. Die eigentliche Handlung kommt dabei aber nur schleppend in Fahrt. Das macht den visuell starken und schauspielerisch gut besetzten I TRAPPED THE DEVIL zu einem zweischneidigen Schwert. Filmfans mit Hang zum Mainstream werden da schnell das Interesse verlieren.
 
 


 
 
 

I TRAPPED THE DEVIL – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Der wohl gruseligste Weihnachtsfilm, der jemals gedreht wurde. I TRAPPED THE DEVIL ist ein schauriges und vor allem mehrdeutiges Gruselerlebnis, das das Gruselhandwerk der alten Schule zurück auf die Mattscheibe bringt. Hier übernehmen leise Töne die Oberhand. Mit gerade einmal drei Hauptdarstellern wird hier eine subtile und gleichzeitig klaustrophobische Geschichte erzählt, die sich in nur drei Zimmern abspielt. Die überschaubare Kulisse nutzt alle Möglichkeiten des subtilen Angstkinos aus. Da sorgen mysteriöse Stimmen für Gänsehaut, eine befremdliche Ausleuchtung schwört Unbehagen herauf und unbeantwortete Fragen treiben die Spannung voran. Leider hat dieses Debüt-Stück eines ambitionierten Nachwuchsregisseurs einen Haken. I TRAPPED THE DEVIL wird derart langsam erzählt, dass man Probleme bekommen könnte der Handlung zu folgen, wenn man nicht ausgeschlafen ist. Hinzukommt, dass der Streifen in der ersten halben Stunden mit Leerlauf zu kämpfen hat, weil der dünne Plot auf 83 Minuten Laufzeit gestreckt werden musste. Zwar sind alle Zutaten für gruseliges Gänsehautkino vorhanden. Dennoch benötigt der Film lang bis diese zu einem Ganzen finden. Dafür ist das Finale stark. I TRAPPED THE DEVIL ist unausgereiftes Indie-Kino, das aber immer noch weit besser ist als das, was einem mittlerweile alles im Horror-Genre zugemutet wird.
 
 
 


 
 
 

I TRAPPED THE DEVIL – Zensur

 
 
 
I TRAPPED THE DEVIL ist eher ein ruhig erzählter Gruselthriller ohne großartige Gewaltausbrüche. Erst am Ende wird ein Messer in einen Körper gestoßen und eine Waffe kommt auch zum Einsatz. Hierzulande dürfte das alles für eine ungeschnittene FSK16 reichen.
 
 
 


 
 
 

I TRAPPED THE DEVIL – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei IFC FILMS)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Rite – Das Ritual (2011)
 
Erlöse uns von dem Bösen (2014)
 
Lost Souls – Verlorene Seelen (2000)
 

Filmkritik: „The Inhabitant“ (2017)

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THE INHABITANT

(EL HABITANTE)

Story

 
 
 
Für das Begleichen von Schulden brechen drei Mädchen in das Haus eines Politikers ein und erleben dort den ultimativen Horror.

 
 
 


 
 
 

THE INHABITANT – Kritik

 
 
 
Der in Uruguay geborene und in Chile beheimatete GUILLERMO AMOEDO ist ein Phänomen, das man in der Filmwelt ganz häufig zu sehen bekommt. Er gehört zu jenen Leuten, die zwar beim Film arbeiten, sich aber vermutlich nie zu Träumen gewagt haben, irgendwann mal selbst bei einem Kinofilm Regie zu führen. So konnte sich Amoedo in erster Linie durch das Schreiben von Drehbüchern einen Namen machen. Von denen profitiere der kontroverse Regisseur ELI ROTH. Mit Amoedo als Drehbuchschreiber an der Seite konnte Roth mit Filmen wie KNOCK KNOCK, AFTERSHOCK und THE GREEN INFERNO international für Furore sorgen. Offenbar gab es zum Dank von Onkel Eli etwas Geld, damit Amoedo auch einen eigenen Film drehen konnte. Der kam mit THE STRANGER im Jahr 2014 auf den Markt und wurde auf einschlägigen Festivals mit Lob überhäuft. Nun hat der Filmemacher Blut geleckt. Nach einigen TV-Filmen folgt nun ein weiterer Kinofilm. Der schimpft sich EL HABITANTE und wurde zum besseren Verständnis für den Weltmarkt in THE INHABITANT umbenannt.
 
 
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Ein Einbruch mit schwerwiegenden Folgen. Eigentlich sollte es keine große Sache werden. Drei Frauen wollen in das Haus eines Senators einbrechen und dort den Tresor plündern. Doch es kommt mal wieder alles anders. Auf der Suche nach dem Geld findet man Keller ein eingeschlossenes Mädchen. Das wurde auf ein Bett gefesselt, damit es nicht fliehen kann. Schnell vermuten die Einbrecherinnen Missbrauch und wollen das Kind von seinen Qualen erlösen. Man befreit das arme Ding und will es in ein Krankenhaus bringen. Keine gute Idee, denn die Rettungsaktion endet im Desaster. Offenbar wurde das Mädchen nicht grundlos ans Bett gefesselt, denn im Körper des Teenagers schlummert das Böse. Eine Erkenntnis die den Retterinnen zu spät kommt. Die müssen nicht nur bald die Polizei fürchten, sondern auch einen Gegner, der mit allen Wassern gewachsen ist. Dämonen sind eben hinterlistige Kreaturen.
 
 
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Wenn Dämonen ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis besitzen. Vermutlich hat jeder schon mal die Begegnung mit Menschen gemacht, die Reden als gebe es kein Morgen mehr. Einmal im Quasselmodus will sich der Mund partout nicht mehr schließen. Da würde man am liebsten zum Knebel greifen, damit der ungewollte Informationsinput endlich ein Ende findet. So ähnlich dürfte es auch dem Zuschauer von THE INHABITANT gehen. Der bekommt es in diesem Film mit einem redseligen Zeitgenossen zu tun, der irgendwie nicht die Klappe halten will. Hier will ein Dämon sein Gegenüber in Grund und Boden reden mit dem Ziel sein Opfer durch Manipulation in die Knie zu zwingen. Im Film trägt das schnell Früchte. Nur leider hat Regisseur GUILLERMO AMOEDO nicht an seinen Zuschauer gedacht. Der fragt sich nicht unbegründet, warum keiner der Anwesenden endlich die Pläne des Dämons verstanden hat. Die fallen immer wieder auf die Irreführungen des Bösen hinein und katapultieren sich damit sicher in den Tod. Gut für die Opfer – schlecht für das Publikum. Das dürfte wegen der Dauerbeschallung schnell an Kopfschmerzen leiden. Einige Aspirin dürften helfen.
 
 
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THE INHABITANT ist Okkult-Horror aus Mexiko, der sich zweifelsohne vor einem der ganz großen Exorzisten-Filmen verbeugt: DER EXORZIST. Spiderwalk und Suppenkotze fehlen zwar. Dafür sind die üblichen Klischees mit an Bord. Ein Kind ist besessen und die Eltern tun alles dran, den Eindringling zu vertreiben. So kennt der Dämon alle Geheimnisse seiner Opfer, mag Bibelsprüche gar nicht und scheut weder Anstand noch Moral. Alles wie eh und je eben. Damit es dem Zuschauer aber nicht zu eintönig wird, hat man an Wendungen gedacht. Findige Horrorkenner werden da aber schnell ebenfalls bekannte Verläufe erkennen. Das Handlungsgerüst erinnert nämlich stark an den Erfolgshorror DON’T BREATHE, der im Jahr 2016 erfolgreich im Kino lief. Darin schlichen sich ebenfalls Einbrecher in eine Hütte und bekamen es darin mit dem Bösen zu tun. Einbrechen ist eben nicht nur gesetzeswidrig, sondern auch lebensgefährlich.
 
 
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Auch wenn THE INHABITANT keinen Hehl daraus macht von bekannten und weitaus besseren Filmen zu stibitzen, ist der Streifen aber weit weg von schlecht. Die mexikanische Gruselproduktion hat zweifelsohne Schwächen, fährt aber in Sachen Atmosphäre groß auf. Das Set ist dunkel, einige Schockmomente sitzen genau und Spannung wird dahingehend bewirkt in dem man versucht den Zuschauer zu verwirren. Das Böse im Film konfrontiert seine Opfer mit inneren Dämonen. Die finden sich plötzlich in der eigenen Vergangenheit wieder und durchleben schreckliche Ereignisse erneut. Als wäre das nicht alles schon verwirrend genug, baut der Dämon in diesem Film Scheinwelten auf, die zu Recht die Frage aufwerfen, was denn nun in THE INHABITANT echt ist und was vom Dämon inszeniert, um das Gegenüber manipulieren zu können. Auf diese perfiden Spiele fallen nicht selten nur die gutgläubigen Protagonisten herein. Auch der Zuschauer dürfte sich dabei erwischen sich in einer der vielen Traumwelten zu verlaufen, die das Böse im Film aufbaut, um den Verstand zu vernebeln.

 
 


 
 
 

THE INHABITANT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
THE INHABITANT ist kein Meisterwerk. Dafür aber solide Standard-Ware, die zumindest in der ersten Hälfte ganz spannend geraten ist. Hier weiß man anfangs nicht, worauf der Film hinaus will. Da werden ein paar falsche Fährten gelegt, um die Spannung vorantreiben zu können. Ist das Geheimnis ergründet, werden die üblichen Exorzismus-Klischees abgeklappert. Nichts Neues also aus dem Exorzisten-Lager. Dennoch fährt der uruguayische Regisseur GUILLERMO AMOEDO atmosphärisch groß auf. Der nimmt sich Zeit für seine Figuren und baut schnell ein effektives Bedrohungsszenario auf, das dann doch einige ziemlich unheimliche Momente besitzt. Gruselstimmung ist somit garantiert. Leider ist ab der Halbzeit Schluß mit spannend. Dann nämlich verirrt sich THE INHABITANT zu sehr in Vorhersehbarkeiten und zeigt das, was man eben von Exorzismus-Horrorstreifen her kennt: ständig plappernde Besessene, die trotz Exorzismus einfach nicht aus dem Körper ihres Opfers fahren wollen. Mögen sie doch an einem Kruzifix im Halse ersticken.
 
 
 


 
 
 

THE INHABITANT – Zensur

 
 
 
THE INHABITANT hat kaum Gewalt zu bieten. Man sieht einen Autounfall, eine Protagonistin erhängt sich und einige Schusswunden bekommt man auch zu sehen. In Deutschland wurde THE INHABITANT ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben.
 
 


 
 
 

THE INHABITANT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Capelight Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: El habitante; Mexiko 2017

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Spanisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.66:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Keepcase mit Wechselcover und im Schuber

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 26.10.2018

 

The Inhabitant [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE INHABITANT – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei Capelight Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Don’t Breathe (2016)
 
Das Haus der Vergessenen (1991)
 
Der Exorzist (1973)
 

Filmkritik: „Tonight She Comes“ (2016)

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TONIGHT SHE COMES

Story

 
 
 

Die Suche nach einer vermissten Freundin führt direkt ins Desaster. In einem idyllischen Wald haust nämlich das Böse, gegen das sich eine Gruppe Mittzwanziger zur Wehr setzen muss.

 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Kritik

 
 
 
In Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass die immer wieder gleichen Horrorgeschichten verfilmt werden, freut es, wenn sich Regisseure was trauen und sich jenseits der bekannten Genre-Pfade bewegen. Offenbar war der mangelnde Ideenreichtum heutiger Filmemacher auch Regisseur MATT STUERTZ ein Dorn im Auge, der nach dem Found-Footage-Grusler RWD ein Herz für Horrorfans hat. Statt die ewig gleiche Leier noch einmal abzuspielen, wirft er all jene Zutaten in einen Topf, die Horrorfilme seit jeher bekannt und berüchtigt gemacht haben. Entstanden ist mit TONIGHT SHE COMES ein etwas anderes Horrorsüppchen, das nicht grundlos Lob und Preise auf einschlägigen Festivals abstauben konnte. Offenbar stieß der Mix aus frischen Ideen und eimerweise Kunstblut beim Publikum jener Veranstaltungen auf Zustimmung, denn TONIGHT SHE COMES hat nicht nur Neuerungen zu bieten, sondern lässt Genre-Zeiten aufleben, in denen es weder Grenzen noch Tabus gab. Das dürfte alteingesessenen Horrorfilmkennern ein Grinsen bescheren, die mittlerweile von dem gelangweilt sind, was profitgierige Studiobosse und erfolgshungrige Filmemacher regelmäßig fürs Heimkino verzapfen. Deswegen sollte man an dieser Stelle noch einmal ein Hoch auf unabhängig produzierte Gruselstreifen aussprechen, wo fernab des Mainstream gut und gern mal unkonventionelle Indie-Grusler das Licht der Welt erblicken, die den Spaß am düsteren Filmgenre zurück ins Wohnzimmer holen.
 
 
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Kristy, wo bist du? Das fragen sich auch Ashley (LARISSA WHITE) und Lyndsey (CAMEISHA COTTON), die trotz mehrerer Telefonate nichts von der besten Freundin hören, obwohl man sich fürs Wochenende verabredet hat, um in friedlichem Naturidyll die Seele baumeln zu lassen. Statt sich über die fehlende Kommunikationsbereitschaft der Gesuchten zu wundern, machen es sich die Frauen aber erst einmal am Waldsee gemütlich und halten so den sexhungrigen Pete (ADAM HARTLEY) von der Arbeit ab. Letzterer hatte eigentlich vor Kumpel und Postboten James (NATHAN ESWINE) beim Postaustragen zu unterstützen. Doch das Verteilen der Briefe führt bald zu seltsamen Vorkommnissen. Die verschollen gemeinte Kristy (DAL NICOLE) wird nämlich nackt im Wald gefunden und verwandelt sich plötzlich in eine unaufhaltsame Killermaschine, die weder Gnade noch Mitleid kennt. Kein gutes Omen für alle Beteiligten. Die müssen flüchten und geraten auf der Suche nach Hilfe in die Fänge einer kuriosen Familie, die eine Leidenschaft für obskure Rituale besitzt. Was folgt ist für Splatter- und Gorehounds ein gefundenes Fressen, denn an Blut hat Regisseur, Drehbuchautor und Produzent MATT STUERTZ definitiv nicht gespart.
 
 
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Von Dämonenritualen mit Tampons und Jungs, die versehentlich auf Leichen urinieren. Wer mit den Horrorstreifen der 1970ern und 1980ern aufgewachsen ist, dürfte sich an TONIGHT SHE COMES einen Narren fressen. Regisseur MATT STUERTZ lässt genannte Dekaden aufleben und vermischt ungewöhnlich originell Exploitation-Kino, Okkultismus-Schauer und Backwood-Slasher zu einem absurden Splatter-Irrsinn, der lang undurchsichtig bleibt und unlogisch erscheint. Statt gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, wird mit unerwarteten Wendungen experimentiert, die möglichst lang verschleiern sollen, wohin die Reise gehen soll. Eine runde Sache, die den Spannungsbogen konstant hält. Leider ist aber nicht alles Gold, was glänzt. TONIGHT SHE COMES besitzt nämlich einen eigensinnigen Humor, der in seiner pubertären Art mancherorts an Roths CABIN FEVER erinnert und den Zuschauer verunsichert. Dem ist bald nicht mehr so klar, ob TONIGHT SHE COMES ernstgemeinter Horrorfilm ist oder sinnbefreite Parodie – vor allem auch, weil sich der Streifen im letzten Drittel bierernst nimmt und gleichzeitig mit übertriebenem Overacting vor den Kopf stößt. Das schmälert den positiven Gesamteindruck eines ambitionierten Filmprojektes, das anders sein will und sich vom üblichen Horrorschlamassel abheben möchte. Trotzdem will man nicht zu hart urteilen. TONIGHT SHE COMES kann weit mehr, als die üblichen Verdächtigen. Dafür sorgen hervorragende Spezialeffekte und zahlreiche Zitate. MATT STUERTZ zitiert im zweiten Spielfilm nicht nur bekannte Horrorstreifen und Regisseure. Der stimmungsvolle Synthie-Soundtrack verbeugt sich akustisch vor Altmeister JOHN CARPENTER und auch atmosphärisch sind Parallelen zu Kultklassikern wie FREITAG DER 13., NIGHT OF THE DEMONS oder TANZ DER TEUFEL nicht von der Hand zu weisen. Kann man sich schon mal anschauen.
 
 
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TONIGHT SHE COMES – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Blutig, witzig, spannend und makaber. Temporeicher Dämonen-Splatter-Irrsinn für Nostalgie-Fans, der sich vor Horrorstreifen der 1970er und 80er verbeugt. In Interviews gab Filmemacher MATT STUERTZ zu verstehen, dass er schon immer mal ein Drehbuch zu einem abgefahrenen Film schreiben wollte, das in derart Form garantiert keinen Geldgeber finden würde. Demzufolge schrieb er möglichst viele Absurditäten in die Geschichte zu TONIGHT SHE COMES und war umso verblüffter, als die dann auch noch Anklang bei interessierten Produzenten fand. Die positive Resonanz ist nicht unbegründet. TONIGHT SHE COMES ist so grotesk, dass man es gesehen haben muss. Der Film ist Hommage an eine Zeit, zu der vor allem Videotheken Hochkonjunktur hatten, weil man darin Filme leihen konnte, die man sonst nur in Bahnhofskinos zu sehen bekam – Exploitation eben. TONIGHT SHE COMES hat all das, was Horrorfanherzen schneller schlagen lässt. Vor allem die handgemachten Splattermomente sind nicht ohne und der eigentliche Star des Films. Das dürfte Fans blutiger Hausmannskost gefallen, die hier Nachschub erhalten, der in seiner teils geschmacklosen Zurschaustellung nicht jedermanns Sache sein dürfte. Übrigens besitzen nicht nur die selbstgemachten Gewalteinlagen Retro-Charme. Auch beim Soundtrack hat man sich von jemandem inspirieren lassen, der vor über 30 Jahren in Horrorfilmen für akustische Schauer gesorgt hat. So stand unverkennbar Altmeister JOHN CARPENTER Pate, der als Regisseur und Komponist bereits Horrorstreifen wie THE FOG oder THE THING zum Kult verholfen hat. Offenbar will Filmmusikschreiber WOJCIECH GOLCZEWSKI in dessen Fußstapfen treten und hat an CARPENTER-esquen Soundtrack gearbeitet, der so langsam zum Markenzeichen des Soundtrack-Tüftlers avanciert. Der zeichnet nicht nur für die Musik in TONIGHT SHE COMES verantwortlich, sondern hat auch schon akustische Synthie-Raffinessen für Filme wie WE ARE STILL HERE, LATE PHASES oder BEYOND THE GATES beigesteuert. By the Way: Alles sehenswerte Horrorstreifen.
 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Zensur

 
 
 
TONIGHT SHE COMES geizt nicht mit Schauwerten. Vor allem in der letzten halben Stunde gibt es davon jede Menge zu sehen. Ein Hals wird aufgeschnitten, ein Gesicht mit dem Schrottgewehr weggeschossen und überhaupt fließt während eines Rituals genug Lebenssaft, damit sich Splatterfans und Gorehounds zufrieden zurücklehnen können. Wer aufmerksam ist, kann zudem einige Zitate im Film finden. So gibt es einen Schlafsackmord zu sehen, der an die legendäre FREITAG DER 13.-Reihe erinnert. Die im Handel erhältliche deutsche Fassung basiert auf einer Alternativ-Fassung, die zusammen mit Regisseur MATT STUERTZ erstellt wurde. Diese beinhaltet weniger Gewalt als die internationale Fassung, hat aber viele Alternativ-Szenen zu bieten, die nicht in der internationalen Fassung enthalten sind. Leider erhielt selbst diese ohnehin schon harmlosere Version von der FSK keinen Segen. Deshalb musste geschnitten werden. Doch Horrorfans brauchen sich nicht ärgern. Im deutschsprachigen Ausland erschien die Uncut-Fassung im Mediabook auf Blu-ray und DVD. Das Mediabook beinhaltet neben der internationalen Filmfassung auch die speziell für den deutschen Markt umgeschnittene Fassung. Wer mehr über diese Veröffentlichung erfahren möchte, scrollt etwas nach unten.
 
 
 


 
 
 

TONIGHT SHE COMES – Deutsche Blu-ray im KeepCase

 
 
 
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(c) INDEED FILM

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tonight She Comes; USA 2016

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 82 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Alternativ-Fassung, die extra für den deutschen Markt angefertigt wurde)

Verpackung: Amaray mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow, Deleted Scenes, Behind the Scenes

Release-Termin: 28.07.2017

 

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TONIGHT SHE COMES – Deutsche Blu-ray im Mediabook

 
 
 
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(c) INDEED FILM | ILLUSIONS UNLIMITED

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tonight She Comes; USA 2016

Genre: Horror, Splatter, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: nicht geprüft (ungeschnittene internationale Fassung + ungeschnittene Alternativ-Fassung, die für den deutschen Markt erstellt wurde)

Verpackung: Mediabook in drei verschiedenen Ausführungen

Extras: Unratedfassung (HD, ca. 85 Min.), Unveröffentlichte „Family Friendly-Filmversion“ (Blu-ray Exklusiv), Audiokommentar mit Regisseur Matt Stuertz und Crew (Englisch), Deleted Scenes, Behind the Scenes, Teaser, Trailer, The Sixty Second Slasher Collection – 13 blutige Kurzfilme (Englisch)

Release-Termin: 29.06.2018

 

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Mediabook C auf 333 Stück limitiert auf AMAZON kaufen

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TONIGHT SHE COMES – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Indeed Film | Illusions Unlimited)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
It Follows (2014)
 
Night of Something Strange (2016)
 
Night of the Demons (1988)
 

Filmkritik: „The Devil’s Candy“ (2015)

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THE DEVIL’S CANDY

Story

 
 
 

Eine kleine Familie zieht auf’s Land. Doch im neuen Heim geht es bald nicht mit rechten Dingen zu, denn Vater Jesse beginnt plötzlich mysteriöse Stimmen zu hören.

 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Kritik

 
 
 
Rockmusiker und Metalheads sind ungepflegt, aggressiv und ständig betrunken. Ein Vorurteil mit dem schon so einige Filme in der letzten Zeit aufgeräumt haben. Dass Liebhaber und Macher lauter Gitarrenklänge eigentlich nur selten den Klischees entsprechen – wie sie zum Beispiel Regisseur ROB ZOMBIE in seinen Horrorwerken beinahe übertrieben zelebriert – hat sich auch unter Filmfans rumgesprochen. So dürften zuletzt Streifen wie METALHEAD und DEATHGASM in Erinnerung geblieben sein, die gezeigt haben, dass Anhänger jener Musikgattung im Grunde genommen anständige Leute sind. Selbiges ist natürlich auch im Okkult-Schocker THE DEVIL’S CANDY der Fall, der sich mit Figuren auseinandersetzt, die eine Leidenschaft für Heavy Metal hegen. Auch hier wird dem Zuschauer die Voreingenommenheit genommen, denn Regisseur SEAN BYRNE hält Abstand von Vorurteilen und zeigt tugendhafte Charaktere, die eben ab und an mal Metallica hören. Knapp sechs Jahre hat sich der ambitionierte Filmemacher für den nächsten Ausflug ins Horror-Genre Zeit gelassen. Das lange Warten verwundert, hat doch SEAN BYRNE mit dem Debütwerk THE LOVED ONES vor Jahren bitterböse Horror-Unterhaltung abgeliefert, die vor allem wegen ihres rabenschwarzen Humors von Kritikern und Fans gelobt wurde. Offenbar wollte der Regisseur keine Eintagsfliege abliefern und hat sich Zeit für Qualitätsarbeit gelassen. Eine im Grunde genommen hervorragende Einstellung. Dennoch ist THE DEVIL’S CANDY nicht das geworden, was man nach dem gefeierten Erstling erwartet hat. Dazu fehlt es dem Streifen an Neuerungen, Ideen und Tiefe. Trotzdem ist THE DEVIL’S CANDY weit weg von schlecht, denn dank düsterer Aufmachung und guter Darsteller wird kurzweiliges Horror-Futter geboten, das kaum Längen besitzt.
 
 
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Schönes Landleben und mehr Inspiration. Um kreativer arbeiten zu können, zieht der Künstler und Heavy Metal begeisterte Jesse Hellman (ETHAN EMBRY aus LATE PHASES) zusammen mit Frau und Tochter in ein abgelegenes Landhaus, das günstig zu haben war. Die Gründe für den niedrigen Kaufpreis lassen der Familie die Haare zu Berge stehen. Darin soll der psychisch kranke Ray Smilie (PRUITT TAYLOR VINCE aus 13 SINS) die eigenen Eltern ermordert haben, weil es ihm Satan höchstpersönlich befohlen hat. Doch die neuen Eigentümer lassen sich nicht die Freude am Heim durch gruseligen Geschichten nehmen. Familienvater Jesse zieht sich in den Schuppen zurück, um Geld mit gemalten Bildern zu verdienen, während sich Tochter Zooney an der neuen Schule mehr schlecht als recht durchschlagen muss. Leider wird aus Glück bald Angst. Der neue Hausherr hört plötzlich Stimmen und malt in Trance Werke, die einen kalten Schauer einjagen. Darauf sind schreckliche Visionen zu sehen, die nichts Gutes erahnen lassen. Doch verstörende Gemälde sind bald das kleinere Übel. Der verwirrte Elternmörder steht nämlich bald wieder vor der Tür und hat keine Blumen dabei. Der hat seine Pflicht zu erfüllen und will Satan zufriedenstellen. Leider hat der labile Eigenbrötler nicht mit dem engen Zusammenhalt der Familie Hellman gerechnet. Mit vereinten Kräften nimmt man den Kampf gegen das Böse in Menschengestalt auf. Blut ist eben immer noch dicker als Wasser.
 
 
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Behutsamer Aufbau von unheimlicher Atmosphäre nach altmodischer Machart. Trotz lauter Gitarren-Sounds und ein wenig Hardrock ist THE DEVIL’S CANDY kein hektisch und reißerisch erzählter Horrorstreifen, der im Blut watet. Davon gibt es nämlich so gut wie gar keins im Film zu sehen, denn Regisseur SEAN BYRNE verzichtet auf Holzhammermethoden und versucht Unbehagen durch gruselige Atmosphäre zu erzeugen. Dementsprechend dunkel ist das Szenario auch, das anfangs einen weiteren Spukhaus-Grusler vermuten lässt, sich später aber zum dichten Serienkiller-Thriller entwickelt. Das Böse manifestiert sich diesmal nicht – wie man wohl meinen würde – als spukender Geist, sondern ist als unbeholfener Fettsack unterwegs, der von der Stimme des Teufels zu schrecklichen Taten angestiftet wird. Dabei macht SEAN BYRNE von interessanten Interpretationsansätzen Gebrauch. Statt den Teufel am Ende höchstpersönlich als fiese Kreatur durchs Bild sausen zu lassen, verzichtet der Filmemacher auf schauriges Kreaturen-Design. So erklärt ein TV-Pfarrer im Film, dass Satan keiner Gestalt bedarf. Der Teufel schlummert in jedem von uns und wird einzig durch grauenhafte, hasserfüllte Taten am Leben erhalten. Das macht THE DEVIL’S CANDY weitaus beängstigender, weil hier ein unscheinbarer Außenseiter plötzlich grausame Verbrechen an Kindern ausübt, die gerade wegen ihrer zurückhaltenden Zeigefreudigkeit das Kopfkino des Zuschauers in Gang setzen. Dennoch: Trotz guter Besetzung, verstörender Atmosphäre und stetig ansteigendem Spannungsbogen verrennt sich auch dieser Satanismus-Grusler zunehmend in Klischees und Ungereimtheiten, die man leider zu oft in Horrorfilmen zu sehen bekommt. Da handeln Protagonisten im Finale unverständlich und können trotz schwerer Verletzungen plötzlich Treppen und Leitern hinaufzusteigen, wie junge Hüpfer. Zudem ertappte man sich nicht nur einmal im Schlusskampf dabei, wie man den Figuren zurufen möchte, dass sie doch weglaufen sollen. Auch wenn am Ende mal wieder Antworten ausbleiben und man sich fragt, was der Bezug zu Heavy Metal eigentlich soll, wird mit THE DEVIL’S CANDY immerhin souverän inszenierte Genre-Unterhaltung geboten, die besser ist, als der übliche Indie-Horror-Blödsinn der letzten Jahre. Kein Horror-Hit – dafür aber spannend und verstörend. Für einen verregneten Sonntag reicht’s.
 
 
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THE DEVIL’S CANDY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Spannender und technisch souverän gedrehter Satanismus-Grusel mit düsterer Stimmung und hervorragenden Darstellern. Leider hat auch dieser geradlinig erzählte Okkultismus-Serienkiller-Streifen kaum Neuerungen zu bieten. Trotzdem schafft es Regisseur SEAN BYRNE eine permanent bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen, die letztendlich die Quintessenz dieses Okkult-Horrors ist. Zieht man den bitterbösen und rabenschwarzen THE LOVED ONES des Filmemachers zum Vergleich heran, liegen dazwischen Welten. THE DEVIL’S CANDY ist bierernst und hat keine makaberen Einfälle zu bieten. Zudem hält sich der Regisseur diesmal mit detaillierten Gewalttaten im Großformat zurück. Statt Gewalt zu zeigen, wird Kopfkino zelebriert. Wer meint, dass THE DEVIL’S CANDY deshalb harmlos ist, wird schnell eines Besseren belehrt. Der Film ist hochgradig verstörend, was in erster Linie am finsteren Look und den guten Leistungen von PRUITT TAYLOR VINCE liegt. Der spielt im Film derart glaubwürdig einen psychisch verwirrten Killer, der gerade wegen seiner unsicheren Art hochgradig beängstigend wirkt. THE DEVIL’S CANDY ist zwar kein Meilenstein des Horrorkinos, dafür aber schwer unterhaltsam und packend inszeniert.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Zensur

 
 
 
Ein Film vom Fantasy Filmfest 2016, der dort mit viel Lob aufgenommen wurde. THE DEVIL’S CANDY ist – auch wenn darin Metal-Klänge ertönen und Metalheads um ihr Leben kämpfen – keineswegs blutig. Ein Killer hat es auf kleinen Kinder abgesehen, die er dem Teufel opfert. Die Taten passieren im Off. Trotzdem hat der Streifen kurioserweise hierzulande eine Erwachsenenfreigabe (keine Jugendfreigabe) erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Devil’s Candy; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bild: 2.40:1 (1920 x 1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Trailer, Trailershow,

Release-Termin: 26.05.2017

 

Devil’s Candy [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 


 
 
 

THE DEVIL’S CANDY – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Splendid Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Lords of Salem (2012)
 
Die Prophezeiung (2000)
 
Here Comes the Devil (2012)

Filmkritik: „The Autopsy of Jane Doe“ (2016)

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THE AUTOPSY OF JANE DOE

Story

 
 
 
Der Körper der toten Jane Doe (so wie nicht identifizierte Personen in den USA genannt werden) stellt Pathologe Tommy Tilden (BRIAN COX aus MINDSCAPE) und dessen Sohn Austin Tilden (EMILE HIRSCH) vor große Herausforderungen. Die sollen die Todesursache finden und bekommen es dabei schnell mit der Angst zu tun.

 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Kritik

 
 
 
Keine Lust mehr auf schlechte Horrorfilme, die Lebenszeit rauben und die Laune verderben? Das Jahr 2016 hat sich im Angstkino nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Viele miserable Horrorfilme haben das Licht des Zelluloidhimmels erblickt, die den Zuschauer in der Regel mit Langeweile und schlechten Effekten gestraft haben. Offenbar hat das der Regisseur ANDRÉ ØVREDAL erkannt. Der brachte im Jahr 2010 mit TROLLHUNTER eine originelle Mockumentary in die Kinos und hinterließ wegen spektakulärer Effekte selbst in Hollywood Eindruck. Den hinterlässt der Norweger nun auch sechs Jahre nach seiner beeindruckenden Trolljagd. Statt Fabelwesen und Wackelkamera geht es der Filmemacher diesmal subtiler an. In THE AUTOPSY OF JANE DOE möchte er den Zuschauer das Fürchten lehren und ist darin wirklich gut. Selten hat man solch knisternde Hochspannung im Horrorfilm ertragen müssen. Deshalb erscheint es auch nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass THE AUTOPSY OF JANE DOE zum Besten gehört, was 2016 im Kino zu bieten hatte.
 
 
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Der Mystery-Horror THE AUTOPSY OF JANE DOE ist nichts für die Splatter- und Gewaltfraktion. Darin findet die Polizei in einem Haus Erschütterndes. Übel verstümmelten Leichen lassen auf einen Mehrfachmord schließen. Doch im Keller stößt man auf weitaus Schlimmeres. Dort ziehen die Beamten den Körper einer mysteriösen Schönheit aus einer Grube, den zuvor wohl jemand im Boden vergraben wollte. Zwei Pathologen sollen den unversehrten Körper untersuchen und die Todesursache bestimmen. Leider stellen sich die Untersuchungen als großes Problem heraus, denn offenbar stimmt etwas mit dem Leichnam nicht. Hand- und Fußgelenke sind gebrochen. Auch die Zunge fehlt. Zudem findet man im Magen der Toten ein Tuch mit mysteriösen Schriftzeichen. Was anfänglich wie ein Mord an einer Frau ausschaut, die von Menschenhändlern zum Sex gezwungen wurde, entwickelt sich bald zum Mysterium. Je weiter die Männer in den Körper der geheimnisvollen Schönheit vordringen, desto mehr Fragen fallen auf. Was musste diese Frau ertragen? Antworten, die schon bald das Leben der beiden Pathologen in Gefahr bringen wird, weil sich plötzlich seltsame Dinge ereignen.
 
 
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Wenn ein lebloser Körper auf dem Seziertisch liegt. Das weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Streifen. Unter dem Titel DIE LEICHE DER ANNA FRITZ wurde bereits 2016 ein spanischer Psychothriller in die Läden gebracht, der sich einer ähnlichen Ausgangssituation bediente. Auch in diesem Streifen stieß man auf die Leiche einer mysteriösen Schönheit, der wenig später für Chaos sorgte. Während sich dort jedoch drei Freunde am toten Körper einer bekannten Schauspielerin vergingen und sich aus Angst vor Konsequenz gegenseitig an die Gurgel sprangen, überzeugt THE AUTOPSY OF JANE DOE durch weniger kontroversen Inhalt. Dieser Streifen verfolgt andere Intensionen. Der Gruselthriller will Angst einjagen und ist zu aller Überraschung damit auch noch äußerst erfolgreich. Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes übernatürlich zu. Was anfänglich wie eine normales Leichensezierung beginnt, entwickelt sich im späteren Verlauf für die beiden Hauptprotagonisten zum nicht enden wollenden Albtraum. Dabei orientiert sich THE AUTOPSY OF JANE DOE beim Aufbau am klassischen Horror. Das bedeutet, dass sich Regisseur ANDRÉ ØVREDAL weniger den lauten Schocks und Jump Scares widmet. Stattdessen spielt er virtuos mit Licht und Schatten. Eine unheilverkündende Geräuschkulisse tut ihr Übriges.
 
 
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Der Hauptfokus in THE AUTOPSY OF JANE DOE liegt aber nicht ausschließlich auf Angst und Grusel. Ein stetig steigender Spannungsbogen ist hier die eigentliche Geheimzutat, denn Regisseur ANDRÉ ØVREDAL hält lang geheim, was es denn nun eigentlich mit dem makellosen Frauenkörper auf sich hat. Erst nach und nach kommen die beiden Pathologen hinter das Mysterium und entschlüsseln dabei ein Rätsel, das eiskalt das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mehr über den packenden Plot zu verraten, wäre unfair all jenen gegenüber, die sich endlich mal wieder im (Heim)Kino vor Angst in die Hosen machen wollen. THE AUTOPSY OF JANE DOE schafft das ohne Weiteres. Da kann man nur ehrfürchtig seinen Hut ziehen, denn THE AUTOPSY OF JANE DOE ist definitiv einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Chapeau!
 
 
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THE AUTOPSY OF JANE DOE – Fazit

 
 
 
10 Punkte Final
 
 
 
Eine schaurige Glanzleistung! Ohne Zweifel der beste Horrorfilm aus dem Jahr 2016. Europa zeigt Hollywood einmal mehr eindrucksvoll, wie man anständige Gruselstreifen inszeniert. Statt Gewalt und ausgeklügelte Spezialeffekte aus dem Computer, reichen in der Regel Licht und Schatten aus, um möglichst effektives Grauen heraufbeschwören zu können. Zudem sind nach wie vor gute und vor allem neue Ideen die Quintessenz für sehenswerte Horrorfilme, denn niemand möchte stets recycelten Blödsinn vor die Linse bekommen, den man schon in zig anderen Filmen zu sehen bekommen hat. Der britische Mystery-Horror THE AUTOPSY OF JANE DOE zeigt allen wie es geht. Spannung ist alles und die kommt eben nur dann zustande, wenn man sein Handwerk beherrscht und sich auch mal den Kopf über neue Geschichten zerbricht. Somit gehören die ersten 50 Minuten dieses Horrorthrillers zum Besten, was man seit zehn Jahren im Horror-Genre zu sehen bekommen hat. Wer eine empfindliche Blase besitzt, sollte demzufolge vor Filmbeginn noch einmal auf die Toilette gehen. THE AUTOPSY OF JANE DOE zieht wegen seiner geheimnisvollen Handlung so in den Bann, dass ein Toilettengang danach unmöglich sein wird. Weil der norwegische Regisseur ANDRÉ ØVREDAL hier ganze Arbeit geleistet hat, darf man davon ausgehen, dass bald Produzenten aus Hollywood klingeln werden. Es wäre nämlich nicht das erste Mal, wenn europäische Indie-Filmemacher plötzlich Horrorfilme in der Traumfabrik drehen. Der bisher erfolgreichste Horror-Export aus Europa: ALEXANDRE AJA. Dem Franzosen hat sein Beitrag zur neuen französische Terror-Welle den Weg nach ganz Oben geebnet. Mal sehen, wie weit ANDRÉ ØVREDAL kommen wird.
 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es im Film kaum zu sehen. Ein Messer wird in einen Brustkorb gerammt und eine Axt kommt versehentlich zum Einsatz. Weiterhin gibt es übel zugerichtete Leichen zu Beginn zu sehen und ein Mann erliegt an den Verletzungen eines Sturzes aus großer Höhe. Die eigentlichen Schauwerte reduzieren sich auf die Obduktion einer Leiche. Die hier gezeigten Spezialeffekte dürften nichts für Zartbesaitete sein, denn in THE AUTOPSY OF JANE DOE wird äußerst realistisch der Körper einer Frau geöffnet. Trotz Leichenöffnung hat der Film eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universum Film (Blu-ray KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Autopsy of Jane Doe; Großbritannien | USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray ohne Wechselcover

Extras: Interviews, Trailer

Veröffentlichung: KeepCase: 20.10.2016

 
 

The Autopsy of Jane Doe [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

THE AUTOPSY OF JANE DOE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte Film für Grafiken liegen bei Universum Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Aftermath (1994)
 
Die Leiche der Anna Fritz (2015)
 
The Body (2012)
 

Kritik: “ Incarnate – Teuflische Besessenheit“ (2016)

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INCARNATE – TEUFLISCHE BESESSENHEIT

(INCARNATE)

Story

 
 
 
Dr. Seth Ember (AARON ECKART) muss sich in INCARNATE seinen eigenen Dämonen stellen. Als Exorzist im Einsatz muss er erkennen, dass der neuste Patient einen Dämon beherbergt, der ihm kein Unbekannter ist.

 
 
 


 
 
 

INCARNATE – Kritik

 
 
 
Über 40 Jahre ist es nun bereits her, seit WILLIAM FRIEDKIN mit dem Okkult-Horror DER EXORZIST Millionen Kinogänger schockierte und damit nicht nur einen der größten Filmerfolge der frühen 1970er Jahre schuf. Die tricktechnisch beeindruckende Teufelsaustreibung gehört auch heute noch zu jenen verstörenden Filmen, die vor allem eines gut können: Angst beim Zuschauer verursachen. Deshalb nehmen sich auch vier Jahrzehnte später immer noch Filmemacher den Klassiker zum Vorbild, um mit ihren Filmen gleichen Schrecken bewirken zu können. Leider gelingt das nur den wenigsten von ihnen, weil eher plump kopiert wird, statt sich einen eigenen Kopf zu machen. Auch Regisseur BRAD PEYTON versucht mit seinem Horrorfilm INCARNATE auf der beliebten Exorzmus-Welle zu reiten. Der hat schon einschlägige Erfahrung mit Kino-Hits gemacht und zeichnet für Filme wie SAN ANDREAS oder CATS & DOGS 2 verantwortlich. Nach lautem Action-Blockbustern für Groß und Klein, folgt nun Erwachsenenunterhaltung. Dafür bedient sich Peyton ähnlichen Erfolgsmechanismen, die bereits das Kultwerk von WILLIAM FRIEDKIN so berüchtigt gemacht haben. Ob das aufgrund der meisterhaften Vorlage überhaupt gut gehen kann?
 
 
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Dr. Seth Ember (AARON ECKART aus dem Kinoflop I, FRANKENSTEIN) ist ein gebrochener Mann. Er hat bei einem Autounfall Frau und Kind verloren. Seither quälen ihn Selbstzweifel und Gewissensbisse, die den Alltag zur Hölle machen. Doch statt in Selbstmitleid zu verfallen, flüchtet sich der depressive Familienvater in die Arbeit. Er ist als Exorzist zum Wohle der Menschheit im Einsatz. Doch statt mit Bibel und Weihwasser Dämonen auszutreiben, kommen unkonventionelle Methoden zum Einsatz. Dämonenaustreiber Dr. Ember besitzt die Gabe in das Unterbewusstsein der Leidgeplagten vorzudringen. Einmal dort angekommen, bekämpft er finstere Mächte von innen heraus. Doch nicht jeder Dämonenparasit lässt sich so einfach in die Schranken weisen. So hat sich ein ganz heimtückischer Fiesling im Kopf des 11-jährigen Cameron (DAVID MAZOUZ aus THE DARKNESS und SANITARIUM) eingenistet, der bei genauer Betrachtung kein Unbekannter ist. Die ersten Austreibungsversuche verlaufen nicht nach Plan, denn dieser Dämon beherrscht die Gabe der Manipulation. Schnell wird klar, dass hier schärfere Geschütze ausgefahren werden müssen, denn das Wesen im Kopf des Jungen ist mit Kräften ausgestattet, die alles bisher Gesehene in den Schatten stellen.
 
 
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Hinter INCARNARE steckt eine leicht abgeänderte Version des Horrorklassikers DER EXORZIST. Die wurde mal wieder vom nicht gerade unbekannten Herrn Jason Blum mitproduziert, der schon allerhand kommerziellen Unfug (wie MARTYRS oder PLAY) für Hollywood fabriziert hat, um nimmersatte Mainstream-Zuschauer das Fürchten lehren zu können. Sonderlich furchteinflößend ist der hektisch zusammengeschnittene und konsequent durchgestylte INCARNATE jedoch nicht. Gänsehaut wird hier in erster Linie durch laute Schockmomente bewirkt, die in kommerziellen Horrorfilmen nun mal zum guten Ton gehören. Schlecht macht das diesen Horrorfilm aber nicht. Auch wenn INCARNATE weit weg ist von der Kreativität manch cleverer Indie-Produktionen, gehört dieser Okkult-Horror zu den besseren seiner Art. Drehbuchautor RONNIE CHRISTENSEN hat hier nicht nur wahllos Exorzisten-Klischees aneinandergereiht, um möglichst spektakuläre Spezialeffekte zeigen zu können. In dieser düsteren Dämonenaustreibung steckt weit mehr Hirn, als man es von Filmen der BLUMHOUSE PRODUCTIONS erwartet hätte. Der Film geht es überraschend psychologisch an, denn die Dämonen in diesem Horrorthriller verstecken sich hinter den Ängsten ihrer Opfer, die weit im Unterbewusstsein schlummern. Demzufolge fungiert Filmfigur Dr. Ember nicht nur als Exorzist und Dämonenaustreiber, sondern ist gleichzeitig auch Therapeut und Trostspender, der seine Patienten vom seelischen Ballast befreit. Der begibt sich in INCARNATE auf eine psychologische Reise durch den Geist eines kleinen Jungen, forscht nach Ursachen der Besessenheit und findet heraus, dass sein tapferer Patient unter der Trennung der Eltern zu leiden hat. Für den dämonischen Parasiten ein gefundenes Opfer. Der haust im Kopf des angeschlagenen Jungen, labt sich am Schmerz seines Wirtes und treibt ihn damit nur noch weiter in den Abgrund. Eine beunruhigende Diagnose.
 
 
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INCARNATE bläst frischen Wind in die Okkult-Ecke. Wer hier auf vom Teufel besessene Protagonisten hofft, die an Betten gefesselt werden und dabei vulgäres Zeug faseln, wartet vermutlich vergebens. INCARNATE macht vieles anders und vermutlich auch besser. Der etwas andere und erfrischende Umgang mit dem Thema Exorzismus verleiht dem längst eingerosteten Exorzismus-Genre neue Facetten und treibt den Spannungsaufbau voran, weil wegen der originellen Herangehensweise nervende Vorhersehbarkeiten ausbleiben. Bei einer so unkonventionellen Dämonenaustreibung schaut man doch gern über manch reißerische Effekthascherei hinweg, die vor allem im Finale etwas sehr aufdringlich zelebriert wird. Umso mehr sollte man Vorurteile ablegen und INCARNATE eine Chance geben. Auch wenn hinter dem Film eher kommerzielle Filmbuden wie BLUMHOUSE PRODUCTIONS und WWE STUDIOS stecken, hält der Thriller Abstand von hirnlose Stereotypen und Horror nach Schema F. Ungewöhnlich, clever und deshalb empfehlenswert.
 
 
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INCARNATE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
DER EXORZIST meets INCEPTION. Die etwas andere Psychotherapie. INCARNATE wurde bereits 2013 gedreht. Erst drei Jahre später erfolgte die amerikanische Kinoauswertung, was in den meisten Fällen nicht unbedingt Gutes bedeutet. Bei diesem Okkult-Horror kann aber Entwarnung gegeben werden. INCARNATE macht nämlich vieles richtig, wobei vor allem der interessante Umgang mit dem Thema Exorzismus Erwähnung finden sollte. Die üblichen Exorzisten-Klischees haben Sendepause. Es gibt hier weder Erbsenbrei spuckende Besessene zu sehen, noch werden mit Bibelversen und Weihwasser fiese Dämonen ausgetrieben. Das Böse wird mittels kurioser Psychotherapie in die Schranken gewiesen, was im Falle von INCARNATE originell umgesetzt wurde. Spannung ist da, Schocks fehlen nicht und blutige Schauwerte hat dieser Horrorthriller ebenfalls zu bieten. Was will das Horrorfilmherz mehr?
 
 
 


 
 
 

INCARNATE – Zensur

 
 
 
INCARNATE hat nicht viele Gewaltmomente zu bieten. Ein Arm wird auf unangenehme Weise gebrochen, ein Protagonist springt aus dem Fenster und landet unsanft auf dem Asphalt. Außerdem werden Gedärme aus einem Körper gezogen. Die erhältliche Heimkinofassung ist frei ab 16 Jahren und ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

INCARNATE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Concorde Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Incarnate; USA 2016

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.40:1 | @23,976 Hz (1080p)

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK 16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Deutscher Kinotrailer, Original-Kinotrailer

Release-Termin: 06.04.2017

 

Incarnate – Teuflische Besessenheit [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON bestellen

 
 
 


 
 
 

INCARNATE – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Packshot und Grafiken liegen bei Concorde Filmverleih GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Exorzist (1973)
 
Exorzist II – Der Ketzer (1977)
 
Der Exorzismus von Emily Rose (2005)
 
Erlöse uns von dem Bösen (2014)
 
Besessen – Der Teufel in mir (2012)
 
Worry Dolls (2016)
 
The Cloth – Kampf mit dem Teufel (2013)
 

Filmkritik: „Satanic“ (2016)

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SATANIC

Story

 
 
 

Vier Freunde sind am Thema Satanismus interessiert und öffnen durch Neugierde und Unachtsamkeit einer höheren Macht die Pforte zur Welt der Lebenden.

 
 
 


 
 
 

SATANIC – Kritik

 
 
 
Wenn das Drehen von Serien allein irgendwann keine Erfüllung mehr mit sich bringt, macht man eben Horrorfilme – und sind die Drehbücher dahinter auch noch so mies. Ganz ähnlich dürfte sich das Regisseur JEFFREY G. HUNT gedacht haben. Der fabriziert seit 2006 Serienfolgen am Fliessband und hat so Episoden zu TV-Hits wie CSI: NY, HAWAII FIVE-0 oder FRINGE beigesteuert. Offensichtlich hat’s ihn mit der Zeit gelangweilt, weshalb er nun seinen ersten Film gemacht hat. Jetzt kann er auch dem Publikum zeigen, über welche Untiefen der Ozean der Langeweile doch verfügt. Mit SATANIC hat sich der serienerprobte Hunt leider keinen Gefallen getan. Das verfilmte Drehbuch aus der Feder von ANTHONY JASWINSKI muss Ausschuss gewesen zu sein. Hier stimmt leider gar nichts und das von der ersten Minute an. Bei einer so desaströsen Grundlage wundert es schon sehr gewaltig, dass der Drehbuchautor ebenso für die Skripts zu THE SHALLOWS und KRISTY – LAUF UM DEIN LEBEN verantwortlich zeichnet. Zieht man die genannten Horrorempfehlungen zum Vergleich heran, will man irgendwie nicht so recht glauben, dass die gleiche Person auch den äußerst beliebigen SATANIC verbrochen haben soll. Vermutlich litt ANTHONY JASWINSKI aber wohl einfach nur unter einen Schreibblockade und musste unter Zeitdruck abliefern. Nur so lässt sich der Schlamassel erklären, der dem Zuschauer mit SATANIC zugemutet wird.
 
 
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Vier Mittzwanziger wollen ein paar okkulte Orte und Sehenswürdigkeiten Amerikas abklappern und bleiben in Los Angeles hängen, wo sie in den Hollywood Hills auch auf den Pfaden der brutalen Manson Morde wandeln. In einem okkultistischen Laden wittern die vier den Höhepunkt ihrer Reise. Der Ladenbetreiber macht einen verdächtigen Eindruck, weshalb die Freunde auf den Ladenschluss warten und ihm folgen. Er führt die Gruppe unwissend zu einem geheimnisvollen Ort, wo Satanisten ein mysteriöses Ritual durchführen, bei dem die attraktive Alice geopfert werden soll. Doch dazu kommt es nicht. Die Freunde unterbrechen versehentlich die Zeremonie und machen die Sektenmitglieder zornig. Was bleibt ist die Flucht, die immerhin heil im Hotelzimmer und mit verlorenem Telefon endet. Am nächsten Tag meldet sich ein ehrlicher Finder zurück. Es ist das vermeintliche Opfer Alice, die viel zu erzählen hat. Prompt werden im Hotelzimmer Beschwörungsrituale gehalten und ein Hexenbrett kommt zum Einsatz. Wenig später öffnet sich das Tor zu Hölle und die gute ist Alice tot. Was folgt braucht hier wohl nicht weiter erläutert werden, denn der Ausgang von SATANIC ist austauschbar. Die neunmalklugen Protagonisten haben durch Neugierde und Unachtsamkeit etwas Böses befreit, dass nun Jagd auf Menschen macht. Wetten, dass keiner der Freunde überleben wird?
 
 
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Mit Sicherheit hat jeder Filmfan schon einmal folgende Streifen im Player gehabt. Filme, die so furchtbar langweilig sind, dass einem deshalb die Augen schwer werden und die einen gegen Ende aus dem Schlaf reißen, weil Tontechniker dreist an den Lautstärkereglern gedreht haben. SATANIC reiht sich in die Reihe jener fiesen Muntermacher ein, die wohl einzig deshalb gemacht wurden, um den Zuschauer zu ärgern. Regisseur JEFFREY G. HUNT macht alles falsch, was man beim Drehen von Horrorfilmen falsch machen kann. Er war wohl um Neuerungen bemüht, verzettelt sich aber ziemlich früh mit seinem Plan, wie er den Zuschauer Unbehagen bescheren möchte. Konfus und unüberlegt geht es nämlich in SATANIC zugange, der nicht nur elendig langweilig ist, sondern ebenso gemein blendet, weil er falsche Erwartungen schürt. So streift der Film früh das Okkult-Fach und lässt das Publikum im Glauben, dass sich hier vier Freunde bei einem skrupellosen Satanismus-Kult unbeliebt machen. Doch während man Satanisten zu Beginn heimlich beim Opferritual über die Schulter schaut, haben die Macher dann doch andere Pläne. SATANIC hat wenig mit Sekten oder Ritualen am Hut. Vielmehr verliert sich der Streifen im Dämonen- und Geistergenre, lässt Protagonisten unbedacht mit Hexenbrettern spielen, damit finstere Mächte den Weg in die Menschenwelt finden. Bekanntes Terrain also, wie es in letzter Zeit erschreckend oft über die Bildschirme geflimmert ist. Leider lässt sich der Film zu lange damit Zeit, um endlich mal in die Gänge zu kommen. Erst nach einer knappen Stunde Laufzeit beginnt das große Sterben und den neugierigen Freunden geht’s an den Kragen. Bis es jedoch soweit ist, wird viel Sitzfleisch und Geduld vorausgesetzt. Für einen Horrorfilm sind das keine guten Voraussetzungen – vor allem dann nicht, wenn langes Warten müde macht. Demzufolge sollte man ausgeschlafen sein und Erwartungen herunterschrauben, denn so satanistisch wie es der Filmtitel suggeriert, ist SATANIC keineswegs. Möge Regisseur JEFFREY G. HUNT für diesen Zeiträuber in der Hölle schmoren und sich beim Satan höchstpersönlich für diesen Schnellschuss entschuldigen.
 
 
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SATANIC – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
Hier sparste Dir die Schlaftablette. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Regisseur JEFFREY G. HUNT einen harten Sektenthriller über einen satanischen Kult auf Film gebannt hätte, wie sie derzeit wieder in Mode kommen. Dann wären alle glücklich gewesen. Doch statt Satanisten beim Opfern zu begleiten und die Geschehnisse im Blut zu ersäufen, wird es mal wieder 08/15. Böse Mächte aus einer anderen Welt wollen vier unschuldigen Mittzwanzigern an den Kragen. Ein Hexenbrett hier, ein paar paranormale Momente dort – fertig ist SATANIC, ein Schnarcher vor dem Herrn. Der Spannungsbogen fehlt gänzlich – Schockmomente ebenso. Die hat man versucht irgendwie in den letzten zehn Minuten abzuhaken. Leider verfehlen die ihre Wirkung, denn offensichtlich geraten Drehbuch und Geschehnisse am Ende vollkommen außer Kontrolle, so dass ein Folgen nahezu unmöglich gemacht wird. Auch wenn SATANIC in visueller Hinsicht vielen billigen Videoproduktionen um Längen voraus ist, kann dieser Film leider gar nichts. Ein treffender Beweis dafür, dass immer noch gute Geschichten und Ideen mehr wert sind, als glattgebügelte Optik und nett getrickste Spezialeffekte.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Zensur

 
 
 
Wer glaubt, dass in SATANIC die Post abgeht, irrt sich gewaltig. Die wohl grausamsten Szenen beschränken sich auf einen Kehlenschnitt sowie einer gebrochenen Nase. Am Ende sieht man in einer Szenen kurz, wie eine Frau mit einer Zimmerdecke verschmolzen ist. Ebenso wurden einer Protagonistin die Arme abgetrennt und der Mund zugenäht. Klingt zwar alles ziemlich reißerisch, ist aber Kinderfasching. SATANIC dürfte in Deutschland eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

SATANIC – Trailer

 
 


 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Magnolia Pictures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Demonic (2015)
 
The Ouija Experiment (2011)
 
The Midnight Game (2013)