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Filmkritik: „Amityville: The Awakening“ (2017)

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AMITYVILLE: THE AWAKENING

(AMITYVILLE: THE LOST TAPES)

Story

 
 
 

Vierzig Jahre nach dem grausamen Massaker an einer Familie im berüchtigten Amityville-Spukhaus zieht dort eine neue Familie ein und bekommt es bald mit dunklen Mächten zu tun.

 
 
 


 
 
 

AMITYVILLE: THE AWAKENING – Kritik

 
 
 
Es gibt wohl keinen anderen Horrorfilm, der mittlerweile so viele Fortsetzungen spendiert bekommen hat, dass wohl die meisten Gruselfans so langsam den Überblick verloren haben dürften. Mit 19 Verfilmungen gehört die Geschichte um das Spukhaus im amerikanischen Amityville zu einem der meistverfilmtesten Horrorfilmthemen aller Zeiten und das, obwohl sich die Filmserie bisher nicht sonderlich weiterentwickelt hat. Auch Verfilmung Nummer 19 macht da keine Ausnahme. Die schimpft sich AMITYVILLE: THE AWAKENING und schaut nach vielen Billigproduktionen der Horrorhaus-Reihe immerhin mal wieder nach etwas aus. Der Grund: Hollywoodproduzent JASON BLUM und die BRÜDER WEINSTEIN haben Geld lockergemacht. Leider schien man mit dem fertigen Ergebnis nicht sonderlich zufrieden gewesen zu sein. AMITYVILLE: THE AWAKENING hat nämlich eine beinahe schon lächerliche Veröffentlichungsodyssee hinter sich und wurde mehrfach verschoben, so dass kaum noch jemand an eine Veröffentlichung glaubte hat.
 
 
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So wurde der Spuk-Horror bereits 2014 fertiggestellt und sollte im darauf folgenden Jahr in die Kinos kommen. Daraus wurde aber nichts. Offenbar hatte man wenig bis überhaupt kein Vertrauen in die Qualitäten der genannten Fortsetzung. Deshalb ordnete man Nachdrehs an, überarbeitete den kompletten Film und schnitt ihn auf eine jugendkonforme PG13-Fassung herunter, um so möglichst viel Umsatz generieren zu können. Nach etlichen Verschiebungen kam er dann drei Jahre nach Fertigstellung endlich in die amerikanischen Kinos – wenn auch nur in limitierter Form. Das Resultat ist angesichts des großen Trubels um den Film nicht der Rede wert. AMITYVILLE: THE AWAKENING ist ein beliebiger Spukhausfilm von der Stange, der kaum Originalität besitzt. Da fragt man sich doch glatt, was die Produzenten an der ersten Filmversion zu bemängeln hatten. Angesichts der Umstände wäre interessant zu erfahren, wie die ursprüngliche Fassung zusammengeschnippelt wurde. Vielleicht wird diese irgendwann kommen. Es wäre nämlich nicht das erste Mal, wenn Regisseure Jahre nach der Kinofassung den obligatorischen Director’s Cut nachschieben. In den meisten Fallen war der besser, als die von Studio oder Produzenten geforderte Filmversion. Man darf doch wohl noch träumen dürfen.
 
 
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AMITYVILLE: THE AWAKENING oder AMITYVILLE: THE LOST TAPES – so wie der Film eigentlich heißen sollte – war wegen der Erfolge von PARANORMAL ACTIVITY anfangs als Found-Footage-Grusler angedacht. Weil ab 2011 langsam keiner mehr Wackelcam-Filme sehen wollte, wurde das Drehbuch kurzerhand umgeschrieben und die Found-Footage-Zutat gestrichen. Nun erzählt der 19. Ableger der Gruselhaus-Serie von einer vom Schicksal gebeutelten Familie, die einen Neustart wagt. Sie zieht in die berüchtigte Horrorbude ein, in der vor vierzig Jahren ein 23-jähriger die gesamte Familie ermordete, weil es ihm dämonische Stimmen befohlen haben. Der Grund: nach einem Sturz aus dem Fenster liegt der Teenager James im Koma. Damit Mutter Joan mehr Geld übrig hat für die Pflege des Jungen hat man sich für den Umzug in das Gruselgemäuer entschieden, weil es günstig zu haben war. Natürlich passieren bald seltsame Dinge. Der Patient wacht aus seinem Koma auf und erfreut sich bald bester Gesundheit. Horrorfilmkenner wissen, dass dieser Zustand nicht von Ungefähr kommt. Das Haus und seine dämonischen Bewohner stecken dahinter und wollen für Unheil sorgen. Gott sei Dank ist die heranwachsende Belle nicht auf den Kopf gefallen. Die riecht den Braten und versucht schlimmstes zu verhindern. Klingt konventionell und ist es natürlich auch.
 
 
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Visuell macht es AMITYVILLE: THE AWAKENING der Neuverfilmung von THE AMITYVILLE HORROR aus dem Jahre 2005 gleich. Die Filme sind von der Optik her aus einem Guss und überzeugen durch finstere Bilder und jede Menge plakative Schreckmomente. Interessant ist aber, dass der hier vorgestellte Film alle bisherigen Verfilmungen über das Amityville-Horrorhaus leugnet. Regisseur FRANCH KHALFOUN knüpft mit AMITYVILLE: THE AWAKENING vierzig Jahre nach den wahren Begebenheiten im amerikanischen Amityville an und ließ sich den Spaß nicht nehmen, den Originalfilm von 1979 zu erwähnen. Den schauen sich die Protagonisten im Film an und ziehen danach Parallelen zu Vorfällen, die ihnen nun so ähnlich im Haus widerfahren. So wird der komatöse James aus unerklärlichen Gründen wieder gesund, um anschließend von Dämonen getrieben die eigene Familie auszulöschen. Dessen Mordversuch ist auch schon die eigentliche Quintessenz genannten Horrorstreifens. Während die erste Filmhälfte mit viel Leerlauf und konventionellem Einheitsbrei zu kämpfen hat, wird in den letzten dreißig Minuten an der Spannungsschraube gedreht. Offenbar dürfte es sich hier noch um fast unangetastete Fragmente der ersten Filmversion handeln, denn das schaurige Finale tritt weit weniger holprig in Erscheinung, als der traurige Rest von AMITYVILLE: THE AWAKENING. Leider sieht man dem Streifen nachträgliche Gewaltkürzungen an, um ein PG-13 erreichen zu können. Gerade im Schlusskampf wird krampfhaft weggeblendet, wenn der besessene James mit dem Schrotgewehr durchs Haus saust, um die Liebsten zu töten. Das stößt bei jenen bitter auf, die schon seit über drei Jahren vergebens auf die Veröffentlichung des Gruselfilms gewartet haben. Zwar ist AMITYVILLE: THE AWAKENING immer noch besser, als all die minderwertigen Low-Budget-Ableger der letzten Jahre. Angesichts der Tatsache, was machbar gewesen wäre, ist der 19. Film der Reihe dann doch eine Enttäuschung. Der wenig geübte Mainstram-Zuschauer kommt auf seine Kosten. Wer schon ein paar Horrorfilme über Spukhäuser gesehen hat, winkt dankend ab. Zu Recht!
 
 


 
 
 

AMITYVILLE: THE AWAKENING – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Visuell ansprechender Gruselfilm mit spannendem Finale und einigen gut sitzenden Schockmomenten. Dennoch: Was 2011 als unheimliche Erforschung des Amityville-Mythos angedacht war, ist weit konventioneller als erwartet. AMITYVILLE: THE AWAKENING ist ziemlich holprig, was wohl auf die desaströse Entstehungsgeschichte des Films zurückzuführen sein dürfte. Ansonsten ist der mittlerweile schon 19. Film der Amityville-Reihe kaum der Rede wert. Er spult im Grunde genommen das ab, was man schon so ähnlich im Originalfilm und dem Remake von 2005 gesehen hat. Höhepunkt ist dabei das düstere Finale in dem endlich auch einmal Horror zelebriert wird. Davor gibt es nur zähen Budenzauber und viele unnötige Szenen zu sehen, die dem Horrorfan schon im Trailer gezeigt wurden. Regisseur FRANCH KHALFOUN dürfte genauso enttäuscht über das Resultat gewesen sein, wie der Zuschauer. Der Filmemacher hat nämlich ein talentiertes Händchen fürs Angstmachen und schon deftiges Zeug fürs Kino gemacht. Darunter das gelungene Remake zum Kulthorror MANIAC und den Parkhaus-Thriller P2 – SCHREIE IM PARKHAUS. Weil JASON BLUM und DIMENSION FILM nicht mit dem fertigen Amityville-Film zufrieden waren, musste der Regisseur seine Visionen verwerfen und nach den Wünschen der Auftraggeber neudrehen und umschneiden. Das Resultat entspricht demzufolge nicht mehr dem, was FRANCH KHALFOUN eigentlich verfilmt hat. Der Albtraum eines jeden Filmemachers.
 
 
 


 
 
 

AMITYVILLE: THE AWAKENING – Zensur

 
 
 
In AMITYVILLE: THE AWAKENING werden zwei Protagonisten am Ende erschossen. Leider passiert das im Off – vermutlich auch deshalb, weil man in Amerika bereits geschnitten hat, um eine jugendkonforme Fassung fürs Kino zu erhalten. Blut sucht man – mal abgesehen von einer Kopfwunde – demnach vergebens. Das dürfte auch hierzulande eine FSK16 sicher machen.

 
 
 


 
 
 

AMITYVILLE: THE AWAKENING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Abbildungen liegen bei Dimension Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Ouija: Ursprung des Bösen (2016)
 
The Axe Murders of Villisca (2016)
 
Amityville Horror (1979)
 
Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)
 
The Remains (2016)
 
Conjuring – Die Heimsuchung (2013)
 

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Filmkritik: „The Hatred“ (2017)

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THE HATRED

(ALICE – THE HATRED)

Story

 
 
 

Einmal mehr: Ein idyllisches Landhaus in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Vier Frauen und ein kleines Mädchen machen darin Bekanntschaft mit bösen Mächten, die von einem okkulten Relikt ausgehen, das vom ehemaligen Besitzer im Haus gut versteckt wurde. Leider machen attraktive Darstellerinnen und etwas CGI-Spuk im Finale aus beliebigem Budenzauber noch lange keinen Horror-Hit.

 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Kritik

 
 
 
Wie viele Filme über Gruselhäuser haben wir hier auf FILMCHECKER eigentlich schon besprochen? Vermutlich werden es so viele Schlechte gewesen sein, dass wir uns an die meisten davon schon gar nicht mehr erinnern können. Viel Positives gibt es auch vom nächsten Streifen dieser Art nicht zu berichten. THE HATRED (Arbeitstitel: ALICE – THE HATRED) gehört nämlich zu diesen Videoproduktionen, die kaum Alleinstellungsmerkmale besitzen und es lieber so handhaben, wie unzählige Filmemacher zuvor. Da ist Langeweile vorprogrammiert, denn in Zeiten in denen es Horror im Überfluss gibt, muss man sich schon ins Zeug legen, um Horrorfans beeindrucken zu können. Was Fans wirklich wollen, war den Machern von THE HATRED aber egal. Die spulen Grusel nach Schema F ab und wollen offenbar schnell damit Geld verdienen. THE HATRED schaut zwar – wie seine Darstellerinnen – makellos aus, ist aber lieblos und spannungsarm. Eben ein typischer Vertreter jener Gattung Film, die man in den 1980ern schnell in die Wühlboxen der Videotheken geworfen hat, weil keiner sie leihen wollte. Da hilft auch ein reißerisches Cover nicht. Das verursacht nämlich Zorn, weil es falsche Erwartungen schürt. Was nämlich Slasher, Epidemie- oder Folter-Blödsinn suggeriert, ist zäher Geisterspuk, der erst kurz vor der Zielgeraden in die Puschen kommt. Für so hinterlistige Irreführung müsste man allen Beteiligten gehörig den Hintern versohlen.
 
 
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Die Geschichte von THE HATRED ist schnell erzählt. Der Film berichtet von einem Gemäuer, das eine schlimme Vergangenheit besitzt. Ein Nazi-Offizier mit einer Vorliebe fürs Okkulte hat hier in den 1960ern seine Tochter umgebracht. Der Grund: Ein altes Relikt. Das entpuppt sich als Herd des Hasses und bringt Unheil über seinen Besitzer und dessen Familie. Jahre nach dem Verbrechen machen es sich vier perfekt geschminkte Weiber im alten Landhaus gemütlich. Es wird über Jungs geredet und auf ein kleines Mädchen aufgepasst. Natürlich meint man es mit den Schönheiten nicht gut. Erst faselt die kleine Irene in Rätseln und macht damit ihren Sitterinnen Angst. Später stoßen die Damen selbst auf erwähntes Nazi-Relikt und entfesseln damit eine Spirale des Bösen, die natürlich für einige den Tod bedeutet. Weil die Frauen gesichtslos bleiben, ist deren Ableben ohnehin egal, denn im Falle von THE HATRED hat man sich nicht einmal Gedanken über Charakterentwicklung gemacht. Da muss Drehbuchschreiber und Filmemacher MICHAEL G. KOEHOE noch einiges lernen. Mit so ausgelutschten Geschichten wie die von THE HATRED gewinnt man heutzutage nicht mal mehr einen Blumentopf.
 
 
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Nur weil mit großen Namen geworben wird, muss nicht immer Gutes dahinter stecken. Was eigentlich hat Produzent MALEK AKKAD geritten, für diesen Quatsch Geld zu investieren? Den alteingesessenen Horrorfans dürfte der Herr kein Unbekannter sein. Akkad ist nämlich Produzent diverser HALLOWEEN-Filme und fungierte ab HALLOWEEN 6 bei allen Streifen der Reihe als Geldgeber. Warum er ausgerechnet Kohle für THE HATRED locker gemacht hat, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, denn hinter dem Gruselfilm steckt ein ermüdender Spuk-Schnarcher von der Stange auf den niemand gewartet hat. Zu sehen gibt es unverschämt attraktive Mädels, die in amerikanischen Horrorfilmen ohnehin zum Grundinventar gehören, vorhersehbare Geister-Klischees und jede Menge Langeweile. Die Höhepunkte reduzieren sich auf einen überlangen Prolog. Darin zu sehen: „Wishmaster“ ANDREW DIVOFF, der hier einen ehemaligen Nazi-Offizier verkörpert, welcher unentdeckt ins amerikanische Hinterland flüchten konnte und dort als Landwirt getarnt okkulte Artefakte sammelt. Sonderlich viel Spaß scheint ihm die Arbeit an THE HATRED auch nicht zu machen. Divoff quasselt seinen Text lustlos herunter und agiert zudem übertrieben steif. Vermutlich war ihm schon beim Lesen des Drehbuchs bewusst, dass diese glattgebügelte Gruselgurke ohnehin ein Flop werden wird. Durchstöbert man die bisherige Vita von Regisseur und Drehbuchautor MICHAEL G. KOEHOE ist das kein Wunder. Der war zwar bei vielen bekannten Hollywood-Produktionen – darunter TEXAS CHAINSAW 3D oder SINISTER 2 – Mädchen für Alles. Was er aber bisher selbst auf die Beine gestellt hat, ist eher mau statt wow. THE HATRED basiert auf den Kurzfilm HUSH, den der Filmemacher bereits 2015 gedreht hat. Warum der jedoch noch einmal auf Spielfilmversion aufgeblasen werden musste, entschließt sich jeglicher Logik. Was man hier zu sehen bekommt, wurde bereits in vielen schlechten Streifen gleichen Formats bis zum Erbrechen auf die Mattscheibe gebracht. Warum dann gleichen Käse noch einmal verfilmen? Wir werden und wollen es eigentlich auch gar nicht erfahren.
 
 
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THE HATRED – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final

 
 
 

Ermüdender Spuk-Albtraum nur für besonders Ausgeschlafene geeignet. Ein Spukhaus, vier dumme Weiber und ein kleines Mädchen, das permanent in Rätseln quasselt. THE HATRED ist eine Nullnummer und langweilig obendrein. Nach Originalität sucht man hier vergebens, denn der Streifen läuft nach gleichem Schema ab, wie unzählige Geisterfilme zuvor. Einziger Lichtblick ist ein Wiedersehen mit ANDREW DIVOFF. Der dürfte vielen Horrorfans als diabolischer WISHMASTER in Erinnerung geblieben sein. In THE HATRED zeigt er sich ganz ohne Maske und Verkleidung vor der Kamera – ist aber böse, wie eh und je. Leider ist das Wiedersehen nicht von langer Dauer. Der bekannte Schauspieler muss bereits nach wenigen Minuten sein Leben lassen. Verflixt und zugenäht, warum müssen Filmemacher immer so dreist den Spaß nehmen.
 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Zensur

 
 
 
Sonderlich viel Gewalt hat THE HATRED nicht zu bieten. Im Prolog wird ein Mädchen vom eigenen Vater in einem Trog ertränkt. Der wiederum wird von seiner Frau ermordet, die ihn mit Pestizid vergiftet. Die restlichen Gewaltakte werden im Finale gezeigt. Dennoch ist THE HATRED eher ein Gruselfilm, der von subtiler Angstmacherei lebt – wenngleich die zum großen Teil ihr Ziel verfehlt. Hierzulande dürfte der Filme ohne Probleme eine FSK16 erhalten.
 
 
 


 
 
 

THE HATRED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Demonic (2015)
 
Annabelle 2 (2017)
 
Ouija: Ursprung des Bösen (2016)
 
Wait Till Helen Comes (2016)
 
We Are Still Here – Haus des Grauens (2015)
 


Filmkritik: „Farhope Tower“ (2015)

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FARHOPE TOWER

Story

 
 
 

Wo sind THE REAL GHOSTBUSTERS, wenn man sie braucht. Ein TV-Team erkundet ein geschlossenes Hochhaus mit schrecklicher Vergangenheit und sitzt bald in der Falle, weil das Gebäude ein mysteriöses Eigenleben führt.

 
 
 


 
 
 

FARHOPE TOWER – Kritik

 
 
 
Gruselfilme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Was früher schlaflose Nächte bereitet hat, verursacht immer häufiger das Gegenteil. So sind Filme mit Spukhäusern und Geisterwesen mittlerweile zu echten Spannungskillern verkommen, weil sie nur selten neue Geschichten erzählen und sich deshalb kaum noch voneinander unterscheiden. Was geht eigentlich in Köpfen von Filmemachern vor, die am Fließband drehen, was eigentlich niemand mehr sehen will? Eine Frage, die wohl auch nicht Regisseurin APRIL MULLEN beantworten kann. Die macht nämlich genau das, was allmählich den Spaß am unheimlichen Genre nimmt und hat mit FARHOPE TOWER austauschbaren Unsinn fabriziert, der gemeingefährlich Lebenszeit raubt. Dabei ist Mullen kein unbeschriebenes Blatt vor und hinter der Kamera. Die attraktive Brünette hat schon bei unwichtigen Low-Budget-Streifen und bekannten TV-Serien Regie geführt. Aber auch als Schauspielerin ist das Multitalent gern mal unterwegs. So hat APRIL MULLEN in FARHOPE TOWER nicht nur das Regiezepter übernommen. Im Film ist sie zudem als kreischende Heldin zu sehen, die sich gegen unsichtbare Kräfte zur Wehr setzen muss. Vor der Kamera ist sie definitiv besser aufgehoben.
 
 
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Another Geisterfilm, der mit bekanntem Muster irgendwie vergebens versucht, das Interesse des Zuschauers für sich zu gewinnen. Diesmal wagen sich einige Hobbygeisterjäger in ein leeres Hochhaus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Der Mehrstöcker ist seit Jahren geschlossen und das nicht ohne Grund. Darin sollen sich schreckliche Selbstmorde ereignet haben, die sich niemand erklären kann. Für ein Filmteam ein gefundenes Fressen. Das erkundet regelmäßig Spukorte mit der Kamera und stellt gedrehtes Filmmaterial ins Internet. Als plötzlich ein großer TV-Deal zustande kommen soll, sind die Geisterexperten Feuer und Flamme. Trotz Skepsis begibt man sich in das schaurige Gebäude und nimmt für Erfolg sogar Risiken in Kauf. Eine lebensgefährliche Entscheidung, wie sich bald herausstellen wird. Das Hochhaus führt nämlich ein mysteriöses Eigenleben und bringt die Crew gegeneinander auf. Die gehen sich bald selbst an die Gurgel und radieren sich gegenseitig aus. Offenbar sind zwar alle im Filmteam leidenschaftliche Geisterjäger, haben aber vermutlich noch nie einen Spukfilm gesehen. Hätten sie ihre Hausaufgaben mit Verstand gelöst, wüssten sie vermutlich, dass man Häuser mit schockierender Vergangenheit besser nicht betritt. Leider kommt die Lehre im Falle von FARHOPE TOWER zu spät. Bald fließt Blut und man versucht zu überleben. Doch das Haus ist nicht dumm. Einmal drinnen, kommt man nicht mehr nach draußen. HAUNTED HILL lässt grüßen.
 
 
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Nicht Neues aus der Geisterbahn. Auch FARHOPE TOWER erfindet das Rad nicht neu. Der Film folgt gleichem Ablauf wie die meisten Streifen der Gattung Spuk- und Geisterfilm. Abermals verirren sich wenig intelligente Protagonisten in ein Spukhaus und bekommen es dort mit bösen Mächten zu tun. Dabei kommt die austauschbare Handlung dem Spannungsaufbau in die Quere. Letzterer gerät wegen Vorhersehbarkeiten nur sehr schleppend in Gang, weil FARHOPE TOWER so überraschungsarm dem Ziel entgegenfiebert, dass man schnell das Interesse am Fortgang der Handlung verliert. Der Grund ist im inflationären Filmmarkt zu suchen. Dort wurden in letzter Zeit so viele Spuk- und Geisterfilme nach Schema F gedreht, weshalb sie mittlerweile kaum noch Gänsehaut bereiten. FARHOPE TOWER hat weder eigene Ideen, noch nennenswerte Höhepunkte. Das macht den Film nicht nur beliebig, sondern auch unbeschreiblich langweilig. Deshalb empfehlen wir diesen Gruselausflug nur denen, die auch wirklich jeden Gruselflop sehen müssen, um mitreden zu können. Der Rest wartet besser auf neues Gruselfutter aus der Werkstatt von JAMES WAN. Genannter Regisseur beweist seit Jahren ein talentiertes Händchen fürs Angsmachen und zeichnet für Kinohits wie CONJURING oder INSIDIOUS verantwortlich. Davon ist FARHOPE TOWER Lichtjahre entfernt.
 
 


 
 
 

FARHOPE TOWER – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Für Fans, die vom Grusel-Genre nicht genug bekommen können. Unheimliches Flüstern, etwas Gewalt, schaurige Flashbacks und Türen, die sich wie von Geisterhand öffnen. FARHOPE TOWER hakt all das lustlos ab, was eigentlich zum Standard eines jeden Geisterfilms gehört. Das ist auch schon das eigentliche Problem dieses Gruselstreifens, der versucht Spannung nach bekannter Mixtur aufzubauen. FARHOPE TOWER schaut gut aus und hat auch halbwegs begabte Schauspieler in petto. Trotzdem will keine Spannung entstehen. Offenbar ist man in Zeiten des Horror-Überflusses schlichtweg satt von Geisterfilmen nach Schema F. Gesucht werden originelle und gute Ideen. Mit Gruselgeschichten und Schockmomenten von der Stange gewinnt man heute leider keinen Blumentopf mehr. Selbst unerfahrene Neulinge dürften mit FARHOPE TOWER deshalb nicht so recht warm werden. Der Grund: Alles so ähnlich schon mal gesehen – und oftmals sogar besser.
 
 
 


 
 
 

FARHOPE TOWER – Zensur

 
 
 
FARHOPE TOWER hat kaum Schauwerte zu bieten. Der Film wird mit einem recht kaltblütigen Mord eingeläutet. Danach wird hinsichtlich Gewalt zurückgefahren. Ein Knochenbruch hier, ein Stick in einen Hals dort. Das Gezeigte befindet sich auf FSK16-Niveau.
 
 
 


 
 
 

FARHOPE TOWER – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Grave Encounters (2011)
 
Grave Encounters 2 (2012)
 
The Entity (2015)
 
Zellblock 11 (2014)
 
Hollows Grove (2014)
 


Filmkritik: „The Axe Murders of Villisca“ (2016)

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THE AXE MURDERS OF VILLISCA

Story

 
 
 
In einem Spukhaus werden drei Teenager mit der eigenen Vergangenheit und der des Hauses konfrontiert.

 
 
 


 
 
 

THE AXE MURDERS OF VILLISCA – Kritik

 
 
 
Und schon wieder ein Spukhausfilm. Diesmal handelt es sich aber um einen der besseren Vertreter seiner Art, was in Zeiten schnell gedrehter B-Movie-Gurken zwingend Erwähnung finden sollte. Seit so gotischer Grusel-Horror wie BIS DAS BLUT GEFRIERT oder DIE VERFLUCHTEN im Kino für Schrecken sorgten, hat sich das Genre der Haunted-House-Schocker zum lukrativen Geschäft entwickelt. Warum das so ist, lässt sich schnell erklären. Trotz Unbehagen und Schauer geht von den mysteriösen Gemäuern eine gewisse Faszination aus, der sich so schnell niemand entziehen kann. Das war früher schon so und ist auch heute nicht anders. Dennoch hat sich in jüngster Vergangenheit einiges verändert. Geschichten über gruselige Anwesen allein reichen nicht mehr aus. In einer Zeit wie der heutigen muss Kopfkino visualisiert und möglichst reißerisch auf die Leinwand gebracht werden. Dabei üben vor allem jene Gruselfilme besonderen Reiz auf den Zuschauer aus, wenn die Geschichten dahinter auf tatsächlichen Gegebenheiten beruhen. Das dürfte wohl auch den Erfolg der unzähligen Amityville-Filme erklären, die seit den 1970ern offensichtlich am Fließband produziert werden. Der Erfolg ist nicht unbegründet, gehört die wirklich in Amerika stehende Bretterbude zu den bekanntesten Spukhäusern der Welt, welche sich gerade wegen ihrer schaurigen Geschichte zu einem regelrechten Wallfahrtsort unter Horrorfans entwickelt hat.
 
 
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Nicht minder schaurig, aber dafür umso weniger bekannt: Das Axtmörder-Haus in Villisca/Iowa. Auch darin geschahen schreckliche Dinge, die bis heute nicht rekonstruiert werden konnten. Am Morgens des 10. Juni 1912 soll sich darin Furchtbares ereignet haben. Acht Menschen wurden im Haus mit einer Axt erschlagen – alle Fenster und Spiegel waren mit Tüchern und Decken bedeckt. Trotz akribischer Polizeiarbeit und vieler Recherchen konnten weder Täter oder Erklärungen gefunden werden. Doch offene Fragen sind nicht das eigentliche Mysterium. Weitaus markerschütternder sind die Dinge, die sich nach der Tat ereignet haben sollen. Laut Augenzeugenberichten lebt im Haus das Böse. Neue Hauseigentümer sprachen sogar von Spuk, weshalb das berüchtigte Anwesen mehrfach von Parapsychologen untersucht werden musste. Das sind Geschichten aus denen man Gruselfilme machen kann. Eine einleuchtende Tatsache, die sich wohl auch Regisseur TONY E. VALENZUELA zu Herzen nahm und daraus etwas Gruselfutter fürs Heimkino fabrizierte. Die tatsächlichen Ereignisse von 1912 mussten dafür nur als Alibifunktion herhalten, der Rest ist fiktiv. Egal, Hauptsache Gänsehaut!
 
 
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THE AXE MURDERS OF VILLISCA rückt drei Teenager in den Mittelpunkt. Die haben schon einiges im Leben erdulden müssen, was sie zu Außenseitern an der Schule macht. Vor allem für den attraktiven Caleb (ROBERT ADAMSON) soll damit jetzt Schluss sein. Der will die High School beenden und den Heimatort verlassen, um die Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Bevor das neue Leben jedoch beginnen kann, soll der eigene Youtube-Kanal mit Futter versorgt werden. Caleb tourt nämlich mit Kumpel Denny durch die Gegend, um als Geisterjäger paranormalen Ereignissen mit der Kamera auf den Grund zu gehen. Die von allen gemobbte Jess (ALEX FRNKA) schließt sich den Freunden an. Gemeinsam hat man einen Rundgang durch das berüchtigte Axtmörderhaus von Villisca gebucht. Doch eine kurze Begehung reicht nicht aus. Die drei brechen am Abend in das Geisterhaus ein, um Spukmaterial auf Film bannen zu können. Was sie aber erleben ist die Lektion ihres Lebens. Einbruch ist eben kein Kavaliersdelikt.
 
 
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Wer bricht denn nachts freiwillig in Spukhäuser ein? Das können eigentlich nur dumme Teenager sein. In der Tat, sonderlich originell ist THE AXE MURDERS OF VILLISCA keineswegs. Trotzdem wachsen die an der Schule schikanierten (attraktiven) Hauptdarsteller schnell ans Herz. Das liegt wohl hauptsächlich daran, weil dieser Horrorthriller dann doch sehr konventionell gestrickt und fürs junge Publikum gefertigt wurde. THE AXE MURDERS OF VILLISCA beginnt mit dem üblichen Charakteraufbau, stellt seine Protagonisten vor und bringt sie wenig später in Gefahr. Dazu gesellen sich Spuk, Geister und Besessenheit, damit im tobenden Finale die Spezialeffekte aus der Gruselkrabbelkiste gekramt werden können. Klingt einfallslos – ist aber kurzweilig, weil der Streifen mit nicht mal 80 Minuten kaum Leerlauf und auch noch gute Jungdarsteller zu bieten hat. Leider sollte man aber keinen nächsten CONJURING oder AMITYVILLE HORROR erwarten. THE AXE MURDERS OF VILLISCA erweckt den Anschein von TV-Unterhaltung, die man seit einigen Jahren des Öfteren auf den privaten Sendern zu sehen bekommt. Ganz abwegig ist die Vermutung allerdings nicht. Regisseur TONY E. VALENZUELA hat nämlich zuvor reichliche Stoff fürs amerikanische TV gemacht – darunter Serien und Filme. Ebenso fernseherfahren: Die wenigen Darsteller im Film. Einige von denen hat man schon in Folgen von BONES, DEXTER und NAVY CIS gesehen.
 
 


 
 
 

THE AXE MURDERS OF VILLISCA – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Spuk und Geister gehen immer. Dieser Gruselschocker macht AMITYVILLE HORROR Konkurrenz. Der Grundplot zu THE AXE MURDERS OF VILLISCA beruht auf einem historischen Kriminalfall von 1912 und entpuppt sich unterm Strich als solide Horror-Unterhaltung, die an Fernsehfilme auf Sendern wie LIFETIME oder CHILLER erinnert. Das lässt schlimmes erahnen, ist aber unterm Strich ganz in Ordnung, weil Fernsehware mittlerweile immer öfter höheren Produktionsstandart besitzt, als so mancher Kinofilm. Trotz überraschungsarmer Handlung liefert Regisseur TONY E. VALENZUELA leichte Gruselunterhaltung ab, die ganz kurzweilig geraten ist. Schockmomente sind vorhanden, die Atmosphäre passt und die (TV-erfahrenen) Schauspieler können auch was. Fans von modernen Spukhausfilmen werden nicht enttäuscht werden. Wer beliebte Klassiker zum Vergleich heranzieht, dürfte definitiv Gänsehaut bekommen. In diesem Falle aber eher der Bedeutungslosigkeit wegen.
 
 
 


 
 
 

THE AXE MURDERS OF VILLISCA – Zensur

 
 
 
Es gibt ein paar Messerstiche zu sehen. Mit einer Axt wird zudem auf Menschen eingeschlagen. Wer hier aber Blut erwartet, wird enttäuscht werden. Die Kamera blendet nämlich weg. Sollte THE AXE MURDERS OF VILLISCA in Deutschland veröffentlicht werden, dürfte der Streifen eine FSK16 erhalten. Gruselfutter fürs junge Mainstream-Publikum.
 
 
 


 
 
 

THE AXE MURDERS OF VILLISCA – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Ketchum Labs | IFC Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
We Are Still Here (2015)

Demonic (2015)

Das Grauen (1980)

The Conjuring (2013)

Amityville Horror (1979)

Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)


Filmkritik: „The Remains“ (2016)

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THE REMAINS

Story

 
 
 

Eine Familie wird in ihrer neuen Bleibe von paranormalen Ereignissen gequält. Wetten hier spukt’s?


 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Kritik

 
 
 
Es gibt Genres innerhalb der Grenzen der Horrorfilmwelt, die wohl nie in Vergessenheit geraten werden. Besonders die Gattung der Spuk- und Geisterfilme will einfach nicht von der Bilderoberfläche verschwinden und erlebt Revival nach Revival – obwohl die meisten Werke dieser Art im Grunde genommen stets ähnlich gemustert konzipiert sind. Mittlerweile haben sich diese Streifen zu einer regelrechten Plage entwickelt, die gerade aufgrund der Erfolge von Film-Reihen wie THE CONJURING oder INSIDIOUS vor allem von kleinen Produktionsstudios in Auftrag gegeben werden. Die investieren meist nicht viel und hoffen auf maximalen Gewinn. Leider scheint die Rechnung oft aufzugehen. Anders lässt sich nicht erklären, warum der Videomarkt Jahre nach Hits wie THE AMITYVILLE HORROR oder POLTERGEIST immer noch regelmäßig von günstig gedrehtem Geisterquatsch geschändet wird. Auch der US-Reißer THE REMAINS orientiert sich beim Erschrecken an Klischees und Handlungsverläufen vieler bekannter Gruselfilme, die man in den letzten Jahrzehnten bis zum Erbrechen zu sehen bekommen hat. Ein altes Haus mit mysteriöser Vergangenheit macht den neuen Bewohnern das Leben schwer. Die Kinder sind empfänglich für die stattfindenden Spukaktivitäten und das Familienoberhaupt wittert flugs, dass die gesamte Familie in großer Gefahr schwebt. Vergleicht man THE REMAINS mit mindestens zehn weiteren aktuellen Spukfilmen, merkt man, dass sich die Geschichten der Hälfte dieser Streifen aufs Haar gleichen. Das kann mit Sicherheit kein Zufall sein.
 
 
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THE REMAINS zieht alle Register klassischen Spuks. Eine Familie hat hier ein viktorianisches Gebäude bezogen und hofft nach dem plötzlichen Tod der Mutter nur das Beste. Leider passieren bald merkwürdige Ereignisse. Türen fallen grundlos ins Schloss, seltsame Stimmen sind zu hören und plötzliches Chaos in der Wohnung wirft Fragen auf. Nein, an Spuk ist erstmal nicht zu denken, obwohl die Bewohner von schrecklichen Albträumen geplagt werden und in regelmäßigen Abständen schaurige Schatten durch die Wohnung wandeln sehen. Als man auf dem Dachboden Gegenstände aus dem letzten Jahrhundert entdeckt und ausmisten möchte, spitzt sich die Lage zu. Die Kinder werden krank und der Vater zieht schließlich in Betracht, dass mit der neuen Bleibe etwas nicht stimmt. Eine kurze Recherche im Internet gibt Aufschluss. Dieses Haus ist geprägt von seiner düsteren Vergangenheit, was nichts Gutes verheißt. Und so kommt, was kommen muss. Budenzauber wird entfacht und ein effektreiches Spukfinale soll knapp 90 Minuten vorhersehbare Langeweile ungeschehen machen. Leider vergebens.
 
 
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Eigentlich hat THE REMAINS all das, was ein Spuk -und Geisterfilm mitbringen sollte. Damit langweilt er leider auch schon wieder, weil sich der Streifen zu verkrampft am Gruselstandard orientiert und frische Ideen vermissen lässt. So macht Regisseur THOMAS DELLA BELLA den Fehler, dem Zuschauer bereits im Prolog die Spannung zu rauben. Während einer unachtsamen Geisterbeschwörung dringen böse Mächte in die Welt der Lebenden ein und haben sich in genau dem Haus manifestiert, das in THE REMAINS den Ort des unheimlichen Geschehens abgibt. Angesichts der Tatsache, dass das so in fast jedem Film dieser Art der Fall ist, besteht Verwechslungsgefahr. Nein, dieser Gruselschnarcher besitzt weder Eigenständigkeit noch Höhepunkte. Das einzige, was in Erinnerung bleibt, sind die fiesen Schockmomente. Hier waren die Tontechniker äußerst hinterlistig und haben die akustische Untermauerung der Schrecksequenzen besondern laut abgemischt. Dafür schmoren sie hoffentlich in der Hölle, denn die laute Abmischung reisst nicht nur einmal unsanft aus dem Tiefschlaf und sorgt so für Augenringe. Letztendlich ist THE REMAINS ein Gruselfilm der beliebigen Sorte. Das ist aufgrund der technischen Ausstattung ziemlich bedauerlich. Der Geisterfilm sieht alles andere als kostengünstig aus und verfügt zudem über manche atmosphärische Szene. Übrigens hat Regisseur THOMAS DELLA BELLA bereits an einigen Horrorproduktionen mitgewirkt. So war er als Produktionsassistent an THE DARKNESS beteiligt. Dabei handelt es sich um einem Film aus den kommerziell gar nicht mal so unerfolgreichen Blumhouse-Studios von Jason Blum – dem sogenannten Boxoffice-Guru Hollywoods. Besser hätte er sich von dem einige Tipps eingeholt. Dann wäre aus THE RAMAINS zumindest ein Film mit hohem Unterhaltungswert geworden.
 
 
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THE REMAINS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein neuer THE AMITYVILLE HORROR? Nein, bloß irgendein anderer austauschbarer Film, über den morgen niemand mehr sprechen wird. Hier gilt: Kennste andere, kennste auch diesen. Wer schon einige Spuk- und Geisterfilme über alte Häuser gesehen hat, in denen es nicht mit rechten Dingen zugeht, dürfte die Handlung von THE REMAINS bereits kennen, ohne den Streifen überhaupt gesehen zu haben. Der Film bietet nämlich nichts Neues und klappert ganz belanglos die gängigen Klischees dieser Rubrik ab. An Überraschungen oder gar Neuerungen mangelt es und Schocks werden gezielt mit lauten Soundeinspielungen bewirkt. Das macht THE REMAINS austauschbar und langweilig, weil die meisten Handlungsverläufe vorhersehbar sind. Unterm Strich bleibt nichts, was Erwähnung finden könnte. Außer vielleicht die Tatsache, dass man Lebenszeit auch auf anderem Wege verschwenden kann als die gefühlt tausendste Kopie anzusehen.
 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Zensur

 
 
 
Gewalt gibt es hier eigentlich kaum zu sehen. Die hätte man von einem Spuk- und Geisterfilm wohl auch nicht erwartet. Der Vater schlägt in einer Vision mit einem Gegenstand auf ein schlafendes Familienmitglied ein bis der Kopf blutet. Am Ende bekommt er von seinen besessenen Kindern selbst eine Tracht Prügel. THE REMAINS hat ohne Probleme eine FSK16 erhalten. Wegen Bonusmaterial (Trailershow) ist auf der erhältlichen Scheibe aber ein roter FSK-Flatschen zu sehen.
 
 
 


 
 
 

THE REMAINS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Splendid Film (Blu-ray KeepCase-Version)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Remains; USA 2016

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | wegen Bonusmaterial Blu-ray: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: 25.11.2016

 

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THE REMAINS – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken und Packshot liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Amityville Horror (1979)

Haunt – Das Böse erwacht (2013)

The Conjuring (2013)

The Dead Room (2015)

Das Haus der Dämonen (USA 2009)

Amityville Horror – Eine wahre Geschichte (2005)


Filmkritik: „We Are Still Here“ (2015)

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WE ARE STILL HERE

Story

 
 
 
Das ländliche New England in den 1950ern: Ihr neues Eigenheim entwickelt sich für ein älteres Paar zum Albtraum, hat sich dort schließlich vor vielen Jahren Tragisches ereignet, das das Haus nicht zu Ruhe kommen lässt.
 
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Kritik

 
 
 
Seit jeher üben Spukhäuser eine unbeschreibliche Faszination auf den Menschen aus. Vor allem im Horrorfilm werden die Gemäuer bevorzugt zum Thema erklärt, um den Zuseher effektiv mit seinen Urängsten zu konfrontieren. Mittlerweile hat das Spiel mit der Angst einige nennenswerte Vertreter des Spuk- und Geistergenres hervorgebracht, die aus der Welt des Horrorfilms nicht mehr wegzudenken sind. So gehören THE AMITYVILLE HORROR, BIS DAS BLUT GEFRIERT, DAS GRAUEN oder – um auch einen aktuellen Schauerstreifen zu nennen – THE CONJURING zu jenen raren Filmen, denen es mit Leichtigkeit gelingt, Gänsehaut zu bescheren. Nach Letzterer sucht man in Spukfilmen neueren Datums immer häufiger. Viele Filmschaffende von Heute scheinen das klassische Gruselhandwerk nicht ausreichend studiert zu haben. Das Ergebnis ist ernüchternd, denn die Mehrheit aktueller Spuk- und Geisterware wirbt zwar mit Gänsehaut, ist aber alles andere als gruselig.
 
 
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Einer der das ändern möchte ist TED GEOGHEGAN. Der feilte bereits mit an Drehbüchern zu deutschem Underground-Quatsch aus der Werkstatt eines gewissen ANDREAS SCHNAAS (VIOLENT SHIT 1-4) und schrieb zudem das Drehbuch zum sehenswerten Mystery-Thriller BARRICADE. Mit WE ARE STILL HERE hat er nun endlich etwas Eigenes gemacht und landete mit seinem ersten Langfilm auch gleich einen Hit auf einschlägigen Filmfestivals, weil er ähnlich wie TI WEST in HOUSE OF THE DEVIL auf altmodische Weise versucht das Fürchten zu lehren.
 
 
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Im Mittelpunkt stehen Anne Sacchetti (BARBARA CRAMPTON) and Paul Sacchetti (ANDREW SENSENIG). Das Paar versucht den plötzlich Unfalltod von Sohnemann Bobby zu verarbeiten und zieht aus der Stadt ins ländliche New England. Ein gemütliches Landhaus soll das tragische Ereignis vergessen lassen, stellt aber die neuen Besitzer schon bald vor große Herausforderungen. Im Haus riecht es aus unerklärlichen Gründen nach Rauch und Anne glaubt die vertraute Gegenwart des verstorbenen Sohnes zu spüren. Als die neuen Nachbarn zu Besuch kommen und von der bewegten Geschichte des Hauses berichten, vergeht den stolzen Eigentümern die Freunde am neuen Heim. Doch Hoffnung ist in Sicht. Die Freunde May Lewis (LISA MARIE) and Jacob Lewis (LARRY FESSENDEN) wollen mit Hilfe einer Seance Klarheit schaffen ohne zu ahnen, dass sie damit ein gut behütetes Geheimnis zutage bringen, dass die Einheimischen seit Generationen versuchen zu bewahren.
 
 
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Regisseur und Drehbuchautor TED GEOGHEGAN bringt klassischen Spuk zurück in die Wohnzimmer. Das bedeutet langsame Kamerafahrten, (un)wohlige Schaueratmosphäre, dezent platzierte Gänsehautmomente und gedrosseltes Erzähltempo. WE ARE STILL HERE ist nichts für Fans hektisch geschnittener Horrorstreifen – ganz im Gegenteil. Macher TED GEOGHEGAN nimmt sich viel Zeit beim Erzählen seiner Geschichte und gibt immer nur bedingt Informationen preis, um den Zuschauer möglichst lang über die Hintergründe der merkwürdigen Gegebenheiten im Unklaren zu lassen. Stück für Stück werden Puzzleteile zu einem logischen Ganzen zusammengefügt und decken ein tragisches Ereignis auf, dass den Film am Ende in eine ganz andere Richtung drängen wird. So ändert sich in der Halbzeit ganz unerwartet der Ton. Subtiler Schrecken verwandelt sich zum blutigen Albtraum, in dem Schädel zerquetscht werden und Menschenfleisch geschmort wird.
 
 
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Man muss kein großer Filmkenner sein, um Geoghegans unbeschreibliche Leidenschaft zum Horror der alten Schule zu erkennen. WE ARE STILL HERE ist ein Spiel mit den verschiedenen Stilrichtungen des Old School Horrors. So wird Spukhorror mit Okkultismus-Elementen der 1970er kombiniert und um wilde Splatter-Exzesse der 1980er erweitert. Der außergewöhnliche Genre-Mix wirkt wie aus einem Guss und rechtfertigt die vielen positiven Kritiken, die bereits vor dem internationalen Filmstart sprichwörtlich durch das Internet geisterten. Aufgrund der gelungenen Umsetzung seines ersten abendfüllenden Spielfilms kann man sich nur wünschen, dass TED GEOGHEGAN demnächst öfters mal auf dem Regisseursstuhl Platz nimmt und nicht ausschließlich Drehbücher für andere schreibt oder Horrorware produziert. Dass hat er nämlich bisher getan – leider!
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
 
Unheimlicher und blutgefüllter Gruselcocktail der alten Schule. WE ARE STILL HERE ist eine grandiose Hommage an die subtilen Spukhaus-Streifen der 70er Jahre mit Verweisen zu Werken von LUCIO FULCI und H.P.LOVECRAFT. Zu denen hegt Regisseur TED GEOGHEGAN nämlich eine ganz besondere Beziehung, haben die mit ihrem Schaffen die Kindheit des Regieneulings geprägt. Die Liebe zum Old School Horror kommt im ersten Spielfilm des Horrorfans zum Tragen. Statt übertriebene CGI-Effektorgien auf der Mattscheibe zu zelebrieren, lässt Goghegan seinen WE ARE STILL HERE mittels hervorragender Kameraarbeit so aussehen, wie jene Filme, mit denen der Macher aufgewachsen ist. Darunter auch der meisterhafte DAS GRAUEN (The Changeling) aus dem Jahr 1980, in dem zur Abwechslung nicht quirlige Jugendliche in ein Spukhaus geschickt werden, sondern ein Schriftsteller in den besten Jahren mit einer rastlosen Seele konfrontiert wird. Ähnliches Konzept verfolgt auch Geoghegan in seinem Erstling und schickt ein älteres Ehepaar in die Höhle des Löwen. Trotz in die Jahre gekommene Protagonisten gehört WE ARE STILL HERE jedoch nicht zum alten Eisen. Der Film besitzt nämlich einen ungewöhnlich hohen Splatter-Anteil und dürfte Fans der etwas gröberen Unterhaltung mit der unerwarteten Wendung Freudentränen in die Augen treiben. WE ARE STILL HERE gehört übrigens zu jener Art von Filmen, die man nicht unbedingt abschalten sollte, wenn der Abspann über den Bildschirm flimmert. Viele Geheimnisse der Geschichte werden nämlich erst hier durch Fotomontagen entschlüsselt. Geduld zahlt sich in diesem Fall aus!
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Zensur

 
 
 
Für Spukhorror geht es in der letzten halben Stunde außergewöhnlich blutig zu. Es werden Köpfe zerschössen und Körper durchbohrt. Menschen werden unter Treppen oder unter Tische gezerrt, wo sie dann mit Hilfe von viel Kunstblut zerfetzt werden. Zudem werden Küchenmesser in den Hals einer Protagonistin geschlagen. Hierzulande hat es dafür einen grünen FSK16-Stempel gegeben. Das mutet seltsam an, da bis vor einigen Jahren derart Horrorfilme ausschließlich für Erwachsene freigegeben wurden. Bleibt zu erwähnen, dass die deutsche Fassung von WE ARE STILL HERE trotz FSK16-Freigabe ungeschnitten ist.
 
 
 


 
 
 

WE ARE STILL HERE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Tiberius Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: We Are Still Here; USA 2015

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit Wechselcover

Extras: Originaltrailer, Trailershow, Audiokommentar des Regisseurs & Produzenten, Behind the Scenes

Veröffentlichung: 04.01.2016

 
 
 

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WE ARE STILL HERE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

(Rechte für alle Grafiken liegen bei Tiberius Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das Grauen (1980)
 
The Conjuring (2013)
 
Amityville Horror (1979)
 
Das Haus an der Friedhofsmauer (1981)