Filmkritik: „Teenage Space Vampires – Angriff der Weltraumvampire“ (1998)

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TEENAGE SPACE VAMPIRES – ANGRIFF DER WELTRAUMVAMPIRE

(TEENAGE SPACE VAMPIRES)

Story

 
 
 
Eine friedliche Kleinstadt wird von außerirdischen Vampiren angegriffen. Kann der Teenager Billy die Katastrophe abwenden?

 
 
 


 
 
 

TEENAGE SPACE VAMPIRES – Kritik

 
 
Normale Vampire gab es ja schon oft genug. Warum sollte man diese Wesen nicht also einfach mal mit Außerirdischen kombinieren? Neu ist diese Idee nicht, denn bereits 1976 schrieb der Autor Colin Wilson die Geschichte „The Space Vampires“, die von Tobe Hooper 1985 sogar verfilmt wurde unter dem Titel „Lifeforce“. Hier mit solchen Titeln und Namen um sich zu werfen, kann jedoch ganz schnell falsche Erwartungen wecken, denn bei „Teenage Space Vampires“ bekommt man es mit einem günstigen Fernsehfilmchen zu tun, welches nicht viel zu bieten hat.
 
 
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Billy wird eines nachts Zeuge davon, wie ein UFO abstürzt und zusammen mit einem Team von SETI erforscht er die Sache. Nebenbei verhalten sich die Einwohner der Kleinstadt, in der Billy lebt, immer seltsamer. Das liegt an außerirdischen Vampiren, welche die Sonne zerstören wollen und die Menschen zu ihren Sklaven machen wollen. Nur Billy kann sie davon abhalten. Das Drehbuch bietet reichlich viel Unsinn und versucht erst gar nicht, die schwache Grundidee authentisch zu verkaufen. Dass man sich ganz schön an „The Faculty“ orientiert hat, ist zu jedem Zeitpunkt erkennbar, aber eigene Ideen besitzt „Teenage Space Vampires“ kaum und wenn, dann sind diese echt bescheuert. Trotzdem lässt es sich mit der dümmlichen Geschichte noch leben.
 
 
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So wie man dem Werk allgemein nicht so böse sein kann, weil er doch einen gewissen Charme versprüht. Wenn man mal nebenbei ein Nickerchen machen möchte und friedliche Unterhaltung laufen soll, dann taugt „Teenage Space Vampires“ jedenfalls etwas. Die deutsche Synchronisation lässt sich erstaunlicherweise gut anhören und ist hochwertiger, als die gesamte handwerkliche Arbeit. Dass es sich hierbei nämlich um einen direkt fürs Fernsehen produzierten Film handelt, kann man stets erkennen. Die Optik geht zwar klar, aber die Effekte könnten simpler kaum sein. Der böse Haupt-Alien-Obervampir sieht total lächerlich aus mit seiner Maske. Das kann sich jeder für wenig Geld selbst kaufen und man durfte an Halloween wohl privat schon deutlich gruseligere Masken betrachten. Daneben gibt es sehr billige Effekte aus dem Computer und so lässt sich hier schon mal nichts ernst nehmen. Brutal wird es übrigens ebenfalls so gut wie gar nicht und die deutsche Freigabe ab 16 Jahren erscheint nahezu übertrieben. Für Kinder würde „Teenage Space Vampires“ als Horrorfilm aber vielleicht noch funktionieren.
 
 
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Immerhin versteht er sich selbst nicht gerade als ernster Film, was sich immer wieder durch eine Portion Humor beweist. Das ist zwar nicht unbedingt lustig, doch das gesamte Werk ist dermaßen locker und entspannt, dass es schon wieder ganz sympathisch erscheint. Wer jedoch auf der Suche nach richtig guter Unterhaltung ist, schaut in die Röhre, denn in „Teenage Space Vampires“ ist fast nie etwas los. Es gibt sehr wenig Action und überhaupt keine Spannung. Nicht mal das Finale gewinnt an Tempo. Überwiegend besteht das Treiben aus Dialogen, die sich wenigstens nicht schmerzhaft anhören und naiven Handlungen. Dass über dem Ganzen stets eine große Trash-Atmosphäre schwebt, dürfte niemanden verwundern. So kommen Fans von diesem immerhin noch etwas auf ihre Kosten, wobei einem hier deutlich zu wenig geboten wird. Da ist das Nickerchen nebenbei dann schon angebracht und wenn man 20 Minuten später wieder aufwacht, hat man sowieso nichts verpasst.
 
 
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Regisseur Martin Wood ist überwiegend fürs Fernsehen tätig und hat auch schon bei einigen Serien Episoden gedreht. Sein Budget war sicherlich sehr gering und deshalb gibt es an „Teenage Space Vampires“ auch überhaupt nichts Erwähnenswertes. Die Kulissen sind okay, die Kleinstadt-Atmosphäre kommt sogar solide durch, aber das ist aus handwerklicher Sicht alles dermaßen belanglos, dass nichts davon in Erinnerung bleiben wird. Selbst dann nicht, wenn die Darsteller doch noch einigermaßen okay sind. Einige von ihnen sind nicht mal komplett unbekannt, wie z.B. Robin Dunne und Lindy Booth. Die Leistungen sind zwar schwach, hier jedoch noch brauchbar. Und der Figurenzeichnung ist man im Endeffekt auch gar nicht mal so böse. Die Charaktere könnten zwar austauschbarer kaum sein, stören überraschenderweise allerdings nicht. Der Score stört dann schon eher, weil er wirklich sehr billig klingt.
 
 


 
 
 

TEENAGE SPACE VAMPIRES – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Teenage Space Vampires“ ist zwar total ereignislos und im Endeffekt auch ganz schön langweilig und dennoch wirkt er zuweilen ganz sympathisch. Auf jeden Fall ist das der perfekte Sonntagmittag-Nickerchen-Film, wenn man eigentlich gar keine Lust hat aufzupassen, nebenbei aber dennoch etwas laufen soll. Der simplen und bescheuerten Handlung zu folgen, ist schon mal nicht schwer, Schauwerte gibt es sowieso keine und das Ganze ist dermaßen locker, dass der Trash-Faktor niemals zu anstrengend wird. Die handwerkliche Arbeit ist nicht erwähnenswert, weder im positiven, noch im negativen Sinne und von den Darstellern lässt sich das ebenfalls behaupten. Die „Effekte“ animieren zum Schmunzeln und wenn nicht mal das Finale Tempo entstehen lässt, weiß man, dass die Augen ruhig geschlossen bleiben können. Absolut nicht gut, aber auch nicht ärgerlich!
 
 


 
 
 

TEENAGE SPACE VAMPIRES – Zensur

 
 
 
„Teenage Space Vampires – Angriff der Weltraumvampire“ feierte in Deutschland seine Premiere im Pay-TV und wurde dort ungeschitten ab 16 Jahren gezeigt. Erst 2021 erfolgte die erste Veröffentlichung auf Heimkinomedium. Die erhältliche DVD ist ungeschnitten und ebenso FSK16.
 
 
 


 
 
 

TEENAGE SPACE VAMPIRES – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Teenage Space Vampires; USA 1998

Genre: Horror, Komödie, Grusel, Trash

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: DVD im KeepCase

Extras: Originaltrailer

Release-Termin: KeepCases: 09.07.2021

 
 

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TEENAGE SPACE VAMPIRES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Mr. Banker Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Lifeforce – Die tödliche Bedrohung (1985)
 
The Faculty (1998)
 

Filmkritik: „Liebling, du beißt so gut – Draculas heiße Nächte“ (1978)

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LIEBLING, DU BEISST SO GUT – DRACULAS HEISSE NÄCHTE

(DRACULA SUCKS)

Story

 
 
 
Dass Dracula nicht einfach nur Blut will, sondern sich auch gerne sexuell vergnügt, zeigt uns der pornographische Horrorfilm „Liebling, du beisst so gut“, der in Deutschland allerdings um seine freizügigsten Szenen erleichtert wurde.

 
 
 


 
 
 

LIEBLING, DU BEISST SO GUT – Kritik

 
 
Die Vorlage „Dracula“ von Bram Stoker wird nicht nur heutzutage in allerlei Variationen benutzt, sondern erfreute sich auch früher schon großer Beliebtheit. Es ist nicht mehr zählbar, wie viele Vampirfilme es mittlerweile gibt und wenn man den ganz klassischen Stoff bedient, ist es natürlich nicht leicht noch irgendwelche Alleinstellungsmerkmale zu besitzen. Nun war es in den 70er und 80er Jahren ziemlich populär Pornofilme mit richtiger Handlung anzureichern und nahezu „richtige“ Filme daraus zu machen, aber auch in Sexploitations-Werken (oftmals italienischer Herkunft) wurden Hardcore-Szenen eingefügt, um besonders provokant zu wirken. Also durfte 1978 auch Dracula höchstpersönlich mal dran und bekam den im Original betitelten „Dracula sucks“ spendiert.
 
 
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In seiner entschärften Variante bekam der Film bei uns den Titel „Liebling, du beisst so gut“ und wurde nun erstmals auf DVD veröffentlicht. Die gekürzte Version läuft nur noch 78 Minuten, aber insgesamt gibt es weltweit ganz schön viele verschiedene Fassungen. Da noch den Überblick zu behalten, fällt schwer. Auf der deutschen DVD ist sogar eine Langfassung enthalten, die auf der Hardcore-Version basiert, aber in den Hardcore-Szenen geschnitten wurde. Will man das komplett uncut schauen, braucht man schon die Laufzeit von 95 Minuten. Dann gibt es hier und da ein wenig pornographisches Material, welches allerdings niemals den Rahmen sprengt und welches es auch gar nicht mal zwangsläufig gebraucht hätte. Ansonsten gibt es natürlich reichlich nackte Haut zu sehen, die meistens ganz ansprechend serviert wird und ein wenig Erotik aufkommen lässt. Doch was hat „Liebling, du beisst so gut“ sonst noch so zu bieten?
 
 
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Handlungstechnisch ist das Treiben reichlich simpel ausgefallen, aber dass Dracula sein Unwesen in einer psychiatrischen Klinik treibt, ist sicher nicht die schlechteste Idee, die man haben kann. Van Helsing darf selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen und während man versucht das Böse zu bekämpfen, wird halt immer mal wieder gerammelt. Dabei ist der Anblick von einem weiblichen Vampir, der in einen erigierten Penis beißt, sicherlich nichts, was man jeden Tag zu sehen bekommt, aber eben auch nur in der völlig ungeschnittenen Fassung vorhanden. Nein, viel Reiz besitzt es ansonsten nicht der Geschichte zu folgen, denn sie hat nicht gerade viel zu bieten. Die Sexszenen bremsen das Geschehen sogar unnötig aus, sorgen aber immerhin für die leicht kuriose Note.
 
 
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Aus handwerklicher Sicht kann man „Liebling, du beisst so gut“ sicher keine großen Vorwürfe machen. Früher sahen solche Filme qualitativ meistens noch sehr ordentlich aus und das ist auch hier der Fall. Die Kulissen mögen etwas einfallslos wirken, erfüllen jedoch ihren Zweck und die Inszenierung ist brauchbar. Was dem Werk jedoch völlig fehlt, ist eine ansprechende Atmosphäre. In der deutschen Fassung wurde das halbwegs lustig vertont und man fühlt sich hier schon fast wie in einer schlüpfrigen Komödie und auch die Original-Version nimmt sich keineswegs so ernst, aber von einer echten Parodie kann auch nicht die Rede sein. Dafür fehlen einfach die Gags und mit Horror braucht man nun echt nicht zu rechnen. Dracula ist hier nicht dazu da, um für eine Bedrohung zu sorgen. Bis auf etwas rote Farbe, die vergossen wird, ist eigentlich keine Gewalt zu sehen und Effekte braucht der Film ebenfalls nicht. Wenn, dann sind die Tricks sehr simpel gehalten. Lediglich ein paar Szenen in der Nacht sorgen mit ihrem Sound für ein wenig Stimmung.
 
 
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Die Darsteller stammen logischerweise überwiegend aus dem Porno-Bereich, aber damals konnte man auch als Porno-Darsteller halbwegs ernst genommen werden. Die Leistungen sind durchaus zu gebrauchen, wenn auch überhaupt nichts Weltbewegendes. Mit Reggie Nalder ist noch ein Schauspieler mit dabei, der gerade Fans von Exploitation ein Begriff sein könnte. Leider ist die Figurenzeichnung reichlich lahm ausgefallen. Hier wäre mehr drin gewesen, wenn man die Charaktere markanter gestaltet hätte. Dann hätte es vielleicht auch etwas mehr Spaß gemacht das Geschehen zu verfolgen. Hat man sich nämlich erst mal an die Kombination mit pornographischen Material gewöhnt, ist das Geschehen ganz schön einseitig. Etwas Handlung, ein paar Dialoge, kurze Sexszene und von vorne. Das Konzept ermüdet sich mit der Zeit und das kleine, relativ unspektakuläre Finale kann daran ebenfalls nichts ändern. Der Score hört sich brauchbar an und wurde gut eingesetzt.
 
 
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LIEBLING, DU BEISST SO GUT – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
Im Endeffekt ist „Liebling, du beisst so gut“ nichts anderes, als ein handlungstechnisch auf ein Minimum reduziertes Sexfilmchen, welches eben Dracula benutzt, daraus jedoch so gut wie keinen Horror bezieht. Ist das in der deutschen Fassung alles noch ein wenig auf lustig getrimmt und nur schlüpfrig, bekommt man in der völlig ungeschnittenen Fassung immer wieder kurze Hardcore-Szenen zu sehen. Zwar wirken ein paar Szenen in dieser Mischung leicht skurril, doch viel Mehrwert besitzt das Geschehen leider kaum. Das ist alles okay, aber eben nie mehr. So ist die Inszenierung in Ordnung, die Darsteller stören nicht und die Kulissen gehen gerade noch so als brauchbar durch. Highlights sind jedoch sehr rar gesät und mit der Zeit beginnt man sich zu langweilen, weil die Geschichte nicht viel zu bieten hat und keinerlei Spannung aufkommen lassen will. Gewitzt geht es aber ebenfalls nicht zur Sache. Man verpasst hier also nichts!
 
 


 
 
 

LIEBLING, DU BEISST SO GUT – Zensur

 
 
 
Der Vampir-Erotik-Horrorfilm „Liebling, Du beißt so gut“ hat eine sehr komplizierte Fassungsgeschichte. Der Schmuddelfilm existiert nämlich in einer Softcare- und in einer Hardcore-Version. Beide Versionen beinhalten Szenen, die in der jeweils anderen Version nicht enthalten sind. Zudem ist bei beiden Filmfassungen die Handlungsabfolge ähnlich – allerdings wurde diese bei beiden Filmfassung komplett neu zusammengeschnitten. Aufgrund des Hardcore-Contents ist die Veröffentlichungspolitiik in diversen Ländern problematisch, denn das Werk kam weltweit in verschieden gekürzten Fassungen heraus.

In die deutschen Kinos und bei den VHS-Auswertungen wurden zumeist die Hardcoreszenen entschärft. Trotzdem schaffte es der Horror-Trash „Liebling, Du beißt so gut“ von 1982 bis 2007 auf dem Index. Da die gekürzte Fassung in Deutschland mittlerweile von der Liste der „bösen Filme gestrichen wurde“, hat sich das Label Mr. Banker Films / Cargo Records hierzulande die Rechte an „Liebling, Du beißt so gut“ gesichert und bereits im April 2022 auf DVD herausgebracht. Auch wenn der Release laut Cover erst für Erwachsene geeignet ist und das alte FSK-Zeichen besitzt: So wirklich komplett ist die Veröffentlichung aber nicht. Immer noch fehlen Hardcore-Szenen.

Die erhältliche DVD-Fassung von „Liebling, Du beißt so gut“ aus dem Hause Mr. Banker Films / Cargo Records beinhaltet zwei Fassungen. Einmalig die nachgebaute deutsche Kinofassung (77:50 Minuten) sowie die erweiterte Langfassung (ca. 89:54 Minuten). Letztere ​basiert auf der Hardcore Version. Die Hardcore-Szenen wurden aber rausgeschnitten. Immerhin kann man froh sein, dass ein so seltener Film überhaupt in Deutschland irgendwie legal erscheint.
 
 
 


 
 
 

LIEBLING, DU BEISST SO GUT – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase – limitiert auf 1000 Stück)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dracula sucks; USA 1978

Genre: Horror, Thriller, Komödie, Sex, Trash

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: FSK18 (geschnittene Fassung)

Verpackung: DVD im KeepCase mit Schuber

Extras: Originaltrailer, Langfassung, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCases: 15. April 2022

 
 

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LIEBLING, DU BEISST SO GUT – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Mr. Banker Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Vampyres (1974)
 
Vampyros Lesbos – Erbin des Dracula (1971)
 
Lips of Blood (1975)
 

Filmkritik: „Return of the Living Dead – Virus Bloodbath“ (2014)

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RETURN OF THE LIVING DEAD – VIRUS BLOODBATH

(BOMBSHELL BLOODBATH)

Story

 
 
 
Um seine verstorbene Frau ins Reich der Lebenden zurück zu holen, experimentiert ein Wissenschaftler mit Leichen herum, was schreckliche Konsequenzen nach sich zieht.

 
 
 


 
 
 

RETURN OF THE LIVING DEAD: VIRUS BLOODBATH – Kritik

 
 
In den 80ern gab es die herrliche Zombie-Komödie „The Return of the Living Dead“, welche noch zwei gelungene Fortsetzungen nach sich zog, bevor man 2005 zwei billige Pseudo-Fortsetzungen produzierte. Was das jetzt mit „Bombshell Bloodbath“ aus dem Jahre 2014 zu tun hat? Nun, sieben Jahre nach Erscheinen des Low-Budget-Zombiefilms wurde er einfach noch mal auf den Markt geschmissen, aber dieses Mal unter dem Titel „Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“. Na wenn das mal nicht nach Etikettenschwindel riecht. Leider ist diese Information auch schon die interessanteste, die man über den Film berichten kann, denn der Rest verpufft im reinen Durchschnitt.
 
 
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Doktor Carter hat seine Frau verloren und will sich damit nicht abfinden. Mit einem eigens entwickelten Serum will er seine Frau wieder lebendig machen, doch zuvor muss er seine Chemikalie testen und das macht er mit Leichen vom Friedhof. Tatsächlich funktioniert sein Serum, nur dummerweise werden alle Test-Objekte zu aggressiven, fleischfressenden Zombies. Als sich dann auch noch Carters Tochter mit dem Zeug infiziert, wird die Lage gefährlich. Die Story bedient sich ganz klar an „Re-Animator“ und hat leider überhaupt nichts Neues zu erzählen. Das Drehbuch ist definitiv der Schwachpunkt von „Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“, denn man kennt das Szenario in- und auswendig und Ideen, um das Ganze etwas eigenständiger zu gestalten, hatte man keine. Und weil die Geschichte sowieso schon enorm simpel ist, wird sie noch mit ein paar Nebenhandlungen angereichert, die belangloser nicht sein könnten und für den Verlauf der Story überhaupt nicht wichtig sind.
 
 
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Trotzdem besitzt der Film auch eine große Stärke und diese betrifft die Optik. „Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“ soll wie ein alter Film aussehen und die Filter, die hier benutzt wurden, erreichen dieses Ziel vollkommen. Man fühlt sich sofort wie in einem Werk der 70er oder 80er Jahre und optisch macht das deshalb auch echt etwas her. Sowieso hat Regisseur Brett Mullen, der hiermit sein Debüt gab, seine Sache nicht verkehrt gemacht. Gerade bei den recht langweiligen Schauplätzen erkennt man zwar, dass er nicht gerade viel Budget zur Verfügung hatte, doch in Sachen Zombie-Einsatz hat Mullen seine Hausaufgaben gemacht und hier geht es schon relativ effektiv zur Sache. In manchen Szenen fühlt man sich an alte Größen wie Lucio Fulci erinnert und das darf man natürlich als Kompliment verstehen. Sobald die Zombies auftauchen, besitzt das Werk seine atmosphärischen Momente.
 
 
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Nur leider ist dies eben nur dann der Fall und es gibt auch recht viele Szenen, die mit Zombies nichts zu tun haben. Dieses Füllmaterial ist langweilig ausgefallen und sowieso lässt die platte Story keinerlei Spannung zu. Da hört man lange Zeit austauschbaren Figuren bei belanglosen Dialogen zu. Die bescheidene, deutsche Synchronisation macht es nicht gerade besser. Die Charaktere sind viel zu eindimensional gezeichnet und interessieren den Zuschauer wohl kaum. Die Darsteller passen sich dem an und agieren überwiegend gelangweilt. Namen braucht man hier keine zu erwähnen, denn mit seiner Leistung bleibt sowieso niemand in Erinnerung, weder im Positiven, noch im Negativen, denn unerträglich schlecht, ist das nun auch nicht gespielt.
 
 
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Zum Glück wurde die Laufzeit mit knapp 80 Minuten recht kurz gehalten, so dass sich die Längen verkraften lassen. Unterhaltsam wird „Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“ eigentlich immer nur dann, wenn die Zombies auftauchen und für Splatter sorgen. Immerhin ist dies manchmal der Fall und dann geht es auch gar nicht mal so harmlos zur Sache. Zwar gibt es im Gore-Bereich nichts Besonderes zu betrachten, doch blutig genug ist das auf jeden Fall und die von handgemachten Effekte sehen gelungen aus. Auch die Zombie-Masken können sich sehen lassen. Positiv abgerundet wird das Treiben von einem guten Score, der wohl nicht nur zufällig etwas an Großtaten der Gruppe Goblin erinnert.
 
 


 
 
 

RETURN OF THE LIVING DEAD: VIRUS BLOODBATH – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“ besitzt eine echt schicke Grindhouse-Optik, die einen in die 70er/80er Jahre zurückversetzt. Die Zombies sehen klasse aus, der Splatter-Gehalt stimmt und zusammen mit dem Score ergeben sich durchaus atmosphärische Momente. Schade ist hingegen, dass die Geschichte maßlos ausgelutscht erscheint und für keinerlei Spannung sorgen kann. Die Figuren sind völlig austauschbar und es gibt zu viel belangloses Material, so dass ab und zu Langeweile entsteht. Wenn man allerdings gerne Low-Budget-Zombiefilme schaut, bekommt man einen handwerklich gut gemachten Streifen serviert, der jetzt zwar frech mit falschem Titel lockt und im Endeffekt höchst durchschnittlich ist, dafür aber in den wichtigen Dingen einigermaßen punkten kann!
 
 


 
 
 

RETURN OF THE LIVING DEAD: VIRUS BLOODBATH – Zensur

 
 
 
„Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“ erschien in Deutschland bereits 2015 unter dem Titel „Bombshell Bloodbath“ ungeschnitten auf DVD und Blu-ray. Das hat sich trotz Titel-Umbenennung auch jetzt nicht geändert. Die Fassung ist ebenso komplett, wie es bereits 2015 der Fall war. Auf dem Cover befindet sich demnach auch wieder ein roter FSK-Flatschen, der mitteilt, dass „Return of the Living Dead: Virus Bloodbath“ erst für Zuschauer ab 18 Jahren geeignet ist.
 
 
 


 
 
 

RETURN OF THE LIVING DEAD: VIRUS BLOODBATH – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase – Cover A / auf 500 Stück limitiert)

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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase – Cover B / auf 500 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Bombshell Bloodbath; USA 2014

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: keine

Bild: 2,35:1 (anamorph / 16:9)

Laufzeit: ca. 76 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: DVD im KeepCase

Extras: Trailer (4:23 Min.) englisch

Release-Termin: KeepCases: 14.05.2021

 
 

Return of the Living Dead – Virus Bloodbath [DVD – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Return of the Living Dead – Virus Bloodbath [DVD – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

RETURN OF THE LIVING DEAD: VIRUS BLOODBATH – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Mr. Banker Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Re-Animator (1985)
 
Planet Terror (2007)
 

Filmkritik: „Phantom Town – Spukstadt des Schreckens“ (1999)

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PHANTOM TOWN – SPUKSTADT DES SCHRECKENS

(PHANTOM TOWN)

Story

 
 
 
Auf der Suche nach ihren Eltern geraten drei Geschwister in eine Geisterstadt, die von einer geheimnisvollen Bedrohung beherrscht wird.

 
 
 


 
 
 

PHANTOM TOWN – Kritik

 
 
Der Titel wird schleimgrün eingeblendet und auch sonst dominiert die Farbe grün, wenn es um Effekte geht. Zudem spielen Kinder die Hauptrolle. Nein, die Rede ist nicht von der Fernsehserie „Gänsehaut – Die Stunde der Geister“, selbst wenn man das bei „Phantom Town“ sofort denken könnte. Tatsächlich wirkt dieser kostengünstig produzierte Horrorfilm wie eine überlange Folge der früher erfolgreichen Gruselserie für Kinder. Doch obwohl selbst diese sich auf TV-Niveau befand und sicher keine Meisterleistung handwerklicher Arbeit darstellte, besaß sie eine deutlich höhere Qualität als dieser Murks hier.
 
 
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Die Eltern der Geschwister Reeves waren unterwegs, weshalb die drei Teenager auch gleich mal eine schicke Party geschmissen haben. Doch als ihre Eltern anrufen und die Verbindung unterbrochen wird, machen sich die Kids Sorgen. Die Polizei will nicht behilflich sein, also müssen es die jungen Leute selbst in die Hand nehmen. Dabei geraten sie in eine Geisterstadt, die man nur im Schlaf betreten kann. Werden sie hier ihre Eltern finden? Die Story taugt nichts, aber wirklich so gar nicht. Auf dem Papier klingt das Szenario um eine Geisterstadt, die ihre Besucher verschlingt noch einigermaßen reizvoll, aber was man daraus gemacht hat, gleicht einer Schande. Das gesamte Szenario wird total wirr und unlogisch dargeboten. Absolut nichts ergibt hier einen tieferen Sinn und auch die Ideen, die verwurstet werden, kennt man bereits aus etlichen anderen Filmen. „Phantom Town“ mischt sich aus allen Ecken etwas zusammen, braut daraus jedoch überhaupt nichts Brauchbares. Nein, da hatten selbst die simplen Geschichten aus „Gänsehaut“ deutlich mehr Reiz.
 
 
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Diese filmische Katastrophen-Kuriosität wird noch dadurch skurriler, dass sie in Deutschland früher tatsächlich mal erst ab 18 Jahren freigegeben war. Das ist schon nicht mehr lächerlich, das ist einfach nur noch traurig. Mittlerweile hat „Phantom Town“ eine angemessene Freigabe ab 12 Jahren. Wenn die Rückseite der DVD dann aber mit einem Spruch wie „…einen gruseligen, spannenden und harten Schocker…“ wirbt und einen nebenbei der grüne Sticker anlacht, dann kann man nur noch lachen oder eben weinen. Man hat es hier eindeutig mit einem Film zu tun, der sich an Kinder und nicht an Erwachsene richtet. Das sieht man schon sehr klar daran, dass zwei Hauptdarsteller selbst Kinder sind. Blut wird hier überhaupt nicht vergossen. Stattdessen gibt es ab und zu grünen Schleim zu sehen. Die Effekte sind unter aller Sau und sehen maßlos billig aus. Davon profitiert aber immerhin der Trash-Faktor und wenn man „Phantom Town“ nicht mit Humor nimmt, hat man sowieso echt schlechte Karten.
 
 
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Das gesamte Szenario ist nämlich so unsinnig, plump, hölzern und blöd, dass hier stets eine unfreiwillige Komik herrscht. Manchmal will der Film aber selbst auch noch komisch sein und wenn es albern wird, ist die Peinlichkeit kaum noch auszuhalten. Von einem Horrorfilm kann übrigens einfach keine Rede sein. Vielleicht gruselt man sich hier von sechs bis zehn Jahren, doch selbst zwölfjährige dürften für diesen Quatsch bereits zu abgeklärt sein. Die versprochene Western-Stimmung kommt auch nur ganz selten mal durch. Es ist wirklich kaum zu fassen, dass sich Jeff Burr für „Phantom Town“ verantwortlich zeigte. Sicherlich ist der Mann nicht gerade für die höchste Qualität bekannt, aber mit den Fortsetzungen zu „Stepfather“, „Texas Chainsaw Massacre“, „Puppet Master“ und „Pumpkinhead“ hat der Mann doch noch etwas mehr Qualität geboten. Die Inszenierung ist wirklich miserabel, weil der gesamte Film miserabel ist. Hier will nichts zusammenpassen, die Kulissen sind billig und optisch bekommt man fast gar nichts geboten.
 
 
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Und als wäre das alles noch nicht genug, gibt es auch noch sehr untalentierte Darsteller zu betrachten, für die das Wort „belanglos“ erfunden geworden zu sein scheint. Mit Kindern in solchen Werken ist das immer so eine Sache. Manchmal geht die Rechnung auf, hier stören sie einfach. Die Erwachsenen machen ihre Sache jedoch mitnichten besser und wirken allesamt gelangweilt. Ebenso langweilig ist die Figurenzeichnung ausgefallen und in „Phantom Town“ kommen null Sympathien auf. Stattdessen verhalten sich die Personen unlogisch und doof. Das Ganze muss man dann über 90 Minuten durchhalten, was für den simplen Plot viel zu lange ist. Wäre es doch nur eine Episode von „Gänsehaut“ gewesen, dann hätte der Spuk nach einer knappen halben Stunde ein Ende gehabt. Dafür wäre diese dumme Geschichte auch noch ausreichend gewesen. So zieht sich das Treiben quälend in die Länge. Keine Spannung, kaum Action, dummer Humor. Nicht mal der Score stimmt versöhnlich. Und wenn für das Finale dann noch die alte Puppenkiste durchstöbert wurde, resigniert man entweder schon, ist total betrunken, eingeschlafen oder lacht müde darüber.
 
 
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PHANTOM TOWN – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
„Phantom Town“ ist ein billiger, unkreativer und sinnfreier Film, der sich ganz klar nur als Horror bezeichnen lässt, wenn man die 12 Jahre noch nicht überschritten hat. Doch während Filme für die ganze Familie selbst dem Erwachsenen Freude bereiten können, bekommt man hier lediglich Unvermögen zu betrachten. So viel, dass es selbst dem Trash-Fan zu viel werden könnte, da die permanente unfreiwillige Komik anstrengend wird. Nun, lächerliche Momente gibt es so immerhin genügend zu sehen und alleine die „Effekte“ sind eine Frechheit. Ein schwaches Drehbuch, schlechte Darsteller und eine komplett nichtssagende Inszenierung runden das passend ab. Dann doch lieber noch mal die 90er Fernsehserie „Gänsehaut“ anschauen, denn die war wenigstens noch ansatzweise gruselig und bot mehr Kreativität!
 
 


 
 
 

PHANTOM TOWN – Zensur

 
 
 
„Phantom Town – Spukstadt des Schreckens“ feierte in Deutschland seine Premiere im TV und wurde dort ungeschitten gezeigt. Erst 2021 erfolgte die erste Veröffentlichung auf Heimkinomedium. Die erhältliche DVD ist ungeschnitten und FSK12.
 
 
 


 
 
 

PHANTOM TOWN – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Phantom Town; Kanada | USA | Rumänien 1999

Genre: Horror, Thriller, Komödie, Grusel

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: keine

Bild: 1,33:1

Laufzeit: ca. 90 Minuten

FSK: FSK12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: DVD im KeepCase

Extras: Originaltrailer

Release-Termin: KeepCases: 11.06.2021

 
 

Phantom Town – Spukstadt des Schreckens [DVD] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

PHANTOM TOWN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Mr. Banker Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Gänsehaut (2015)
 
R.L. Stine – Geisterstadt: Kabinett des Schreckens (2015)
 
Gänsehaut – Die Stunde der Geister (1995)

Filmkritik: „Rock’n’Roll Nightmare“ (1987)

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ROCK’N’ROLL NIGHTMARE

(IM ANGESICHT DER HÖLLE | THE EDGE OF HELL)

Story

 
 
 
Wenn eine Heavy-Metal-Band den Kampf mit dem Teufel höchstpersönlich antreten muss, dann ist großes Trash-Kino nahezu vorprogrammiert.

 
 
 


 
 
 

ROCK’N’ROLL NIGHTMARE – Kritik

 
 
Ja, der ewige Kampf gegen das Böse wird nicht einfach nur von Normalos ausgetragen. Gerade der Metal eignet sich doch perfekt dem Teufel den Kampf anzusagen, selbst wenn dieser von gewissen Spielarten ja eher verehrt wird. Das macht aber nichts, denn „Rock’n’Roll Nightmare“ ergibt sowieso überhaupt keinen Sinn. Der Film ist ein Fest des schlechten Geschmacks und bietet ein Finale, welches man schlichtweg nie mehr vergessen wird. Davor herrscht jedoch viel zu lange Leerlauf und leider verhindert diese Tatsache das Trash-Highlight.
 
 
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Eine Heavy-Metal-Band zieht für ein paar Tage aufs Land in ein abgelegenes Haus, um Material für eine neue Platte zu sammeln. Hier draußen ohne Ablenkung erhofft man sich, sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Aus dem Plan wird jedoch nichts, denn dämonische Mächte herrschen im Haus und überfallen die Band-Mitglieder mit ihren Freundinnen. Nur Triton selbst, der Frontmann der Gruppe, scheint dagegen gewappnet zu sein. Das Drehbuch ist großer Blödsinn und kommt ohne Sinn und Verstand daher. Fühlt man sich anfangs noch wie in einer weitaus billigeren Variante von „Evil Dead“, schießt spätestens der finale Twist den Vogel vollends ab. An sich ist die Idee alleine ja ganz nett, in ihrer Umsetzung jedoch haarsträubend und dermaßen unlogisch, dass eine Flasche Whiskey auf Ex nicht mehr Hirnschäden anrichten könnte.
 
 
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Jon Mikl Thor zeigte sich für die dämliche Geschichte selbst verantwortlich, scheint aber sowieso auf einem Ego-Trip gewesen zu sein, als „Rock’n’Roll Nightmare“ entstand. Der Mann war mal erfolgreicher Bodybuilder und ist zudem auch im wahren Leben Frontmann einer Heavy-Metal-Band namens „Thor“. Also muss man doch auch als Darsteller wahrgenommen werden. Als solcher ist Thor an unfreiwilliger Komik kaum zu überbieten. Gibt er sich lange Zeit noch relativ normal und fällt damit wenig auf, zieht er im Finale dermaßen übertriebene Grimassen, dass man geneigt ist dem Mann Hilfe zu wünschen. Die anderen „Darsteller“ machen es allerdings keinen Deut besser. Hier sind fast alle Laien, die danach kaum noch etwas mit dem Film-Business zu tun hatten. Dementsprechend darf man sich ihre Leistungen vorstellen, die plump und hölzern geraten sind. Von einer Figurenzeichnung braucht man gar nicht erst anfangen. Thor stellt sich selbst als grandios dar, alle anderen Charaktere könnten belangloser gar nicht sein.
 
 
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Für die Musik sorgte Thor natürlich ebenfalls selbst. Das ist simpler Heavy Metal mit Glam-Ansätzen, wie man ihn in den 80er Jahren haufenweise serviert bekam. Etwas Besonderes stellt diese Musik nicht dar, wenn man solcher jedoch nicht abgeneigt ist, kann man sie sich schon anhören. Recht präsent ist sie jedenfalls. Wenn die „Darsteller“ dann allerdings live performen, sieht das so künstlich aus, dass jede Darbietung einer Luft-Gitarre echteres Feeling aufkommen lässt. Sowieso muss man auf eine ansprechende Atmosphäre zu lange warten. Regisseur John Fasano, der im selben Jahr den schlechten „Zombie Nightmare“ realisierte, fällt da in der Inszenierung einfach nicht viel ein. Die handwerkliche Arbeit ist jedenfalls wenig zu gebrauchen und die Kulissen sehen sehr einfallslos aus.
 
 
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Sowieso bieten die 80 Minuten Laufzeit ungefähr eine Stunde Leerlauf. Ist man bei der Hütte angekommen, gibt es belanglose und überhaupt nicht passende Sex-Szenen zu sehen. Für nackte Haut ist somit zwar gesorgt, unterhaltsam ist das jedoch nicht. Die Dialoge sind dumm und es geschieht einfach viel zu wenig. Ab und zu schaut mal eine Handpuppe mit Peniskopf vorbei, doch solch skurrile Momente sind sehr rar gesät, weshalb Langeweile aufkommt. Der Trash-Fan muss für die volle Dröhnung schon auf das Finale mit seinem unsagbar dämlichen Twist warten. Wenn dieses erreicht ist, macht „Rock’n’Roll Nightmare“ plötzlich allerdings so viel Spaß, dass es schon schade ist, dass er dies zuvor nicht getan hat. Es ist einfach der pure Wahnsinn, wie schlecht der Showdown gemacht wurde und wie unfreiwillig komisch das Ganze wirkt. Von den „Effekten“ will ich gar nicht erst anfangen. Alleine dafür lohnt sich die Sichtung dann eben doch.

 
 


 
 
 

ROCK’N’ROLL NIGHTMARE – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Rock’n’Roll Nightmare“ ist wirklich so schlecht, dass er fast schon wieder gut ist und Trash-Fans sollten das nicht verpasst haben. Leider ist in der ersten Hälfte zu wenig los und hier kommen deutlich zu viele Längen auf. Viel nackte Haut ändert daran nichts. Auf seine Kosten kommt man erst im Finale, dann aber richtig. Das muss man gesehen haben, um es zu glauben! Die Story ist dämlich und die Wendung am Ende könnte unlogischer kaum sein. Dazu gibt es Laiendarsteller zu sehen und eine handwerklich unterdurchschnittliche Arbeit. Die Atmosphäre ist lächerlich und bietet gerade am Ende viel unfreiwillige Komik, weil sich „Rock’n’Roll Nightmare“ scheinbar selbst auch noch ganz schön ernst nimmt. Immerhin gibt es passable Musik zu hören und die „Effekte“ sollten ein Lächeln auf das Gesicht eines jeden Trash-Fans zaubern. Wäre die Party des schlechten Geschmacks schon mal früher in die Gänge gekommen, hätte das hier das Zeug für den ultimativen Trash-Tip gehabt, so bleiben leider nur 20 phänomenale Minuten!
 
 


 
 
 

ROCK’N’ROLL NIGHTMARE – Zensur

 
 
 
„Rock’n’Roll Nightmare“ erschien in Deutschland ungeschnitten auf VHS. Kurze Zeit später wurde der Streifen von der BPjS indiziert. Die Indizierung hielt 25 Jahre an. 2013 erfolgte die Listenstreichung. Seitdem wurde „Rock’n’Roll Nightmare“ bereits mehrfach auf DVD veröffentlicht. Auch die beiden im Jahr 2022 veröffentlichten KeepCase-Auflagen des Streifens aus dem Hause „Mr. Banker Films“ sind uncut und FSK18. Bleibt abzuwarten, wenn endliche eine HD-Auswertung erfolgt.
 
 
 


 
 
 

ROCK’N’ROLL NIGHTMARE – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase – Cover A / auf 500 Stück limitiert)

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(c) Mr. Banker Films (DVD im KeepCase – Cover B / auf 500 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Rock ’n‘ Roll Nightmare; Kanada 1987

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: keine

Bild: 1,78:1

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: DVD im KeepCase

Extras: Alter deutscher Videotrailer ca. 3 Minuten

Release-Termin: KeepCases: 28.01.2022

 
 

Rock’n’Roll Nightmare – Im Angesicht der Hölle [DVD – Cover A] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Rock’n’Roll Nightmare – Im Angesicht der Hölle [DVD – Cover B] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ROCK’N’ROLL NIGHTMARE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Mr. Banker Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Freakshow (1988)
 
Studio 666 (2022)
 
Evil Dead (2013)
 
Deathgasm (2015)
 

Filmkritik: „Slaxx“ (2020)

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SLAXX

Story

 
 
 
Wem die Liste der mordenden Gegenstände noch nicht lang genug ist, für den wurde wohl „Slaxx“ gemacht, denn genmanipulierte Baumwolle sorgt plötzlich dafür, dass eine Jeans mächtig viel Lust verspürt zu morden.

 
 
 


 
 
 

SLAXX – Kritik

 
 
Nachdem nahezu alle Tiere bis hin zum Hamster sich mal durch die trashige Horrorlandschaft morden durften, bekamen auch die an sich leblosen Gegenstände vermehrt Aufmerksamkeit. Egal ob ein Rucksack, Donuts, Tomaten, Tische, Kondome oder auch Reifen – Die Liste an Killer-Gegenständen ist erstaunlich lang. Zu dieser gesellt sich nun „Slaxx“ hinzu, der sich zwar enorm trashig anhört, eigentlich aber ein sehr ernstes Anliegen besitzt. Dieser Ansatz ist löblich, nur leider wurde nebenbei vergessen, einen unterhaltsamen Film zu drehen.
 
 
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Um welche Kritik es „Slaxx“ geht, ist dabei nicht schwer herauszufinden. Man braucht eigentlich nur zu erwähnen, dass es um eine Modekette geht, die Nachhaltigkeit und Fair-Trade anpreist, ihre Ware aber aus genmanipulierter Baumwolle herstellt, die zusätzlich auch noch in Indien durch Kinderarbeit gewonnen wurde. Dabei kommt eine ganz tolle, neue Hose auf den Markt, die sich optimal an jede Figur anpassen soll. Ein paar Mitarbeiter des Geschäfts sollen für den kommenden Montag alles vorbereiten, wenn die Hose ihr Verkaufsdebüt feiert. Dafür werden sie extra eingeschlossen, um auch alles ganz geheim zu halten. Und schon geht es bereits einem nach dem anderen an den Kragen.
Die weitere Kritik richtet sich natürlich an den Verbraucher selbst, der oftmals möglichst billige Ware haben möchte und damit solch Dinge wie Kinderarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen erst ermöglicht. Nebenbei bekommt noch die Generation „Influencer“ ihr Fett weg. Die Idee hinter „Slaxx“ ist wirklich nicht verkehrt und die Themen, welche man hier anspricht, verdienen es angesprochen zu werden. Auf offene Ohren stößt man bei der breiten Masse nicht ungern mal mit einem Film, der dann auch ruhig als Horrorkomödie durchgehen darf. Die problematische Thematik verliert dadurch ja nicht an Gewicht. Wenn das Resultat jedoch ziemlich langweilig ist, darf bezweifelt werden, ob sich jemand danach noch an den Film erinnert und somit auch an die Problematik, die er anspricht.
 
 
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Dabei lässt sich aus handwerklicher Sicht eigentlich gar nicht so viel bemängeln. Selbstverständlich hat „Slaxx“ nicht das große Geld gekostet, denn dafür ist sein Nischendasein einfach zu offensichtlich. So muss man sich mit doch recht einfallslosen Schauplätzen zufriedengeben, die optisch nicht gerade als Highlight zu verbuchen sind. Ansonsten ist die Inszenierung aber sauber und seine Qualitäten besitzt der Streifen durchaus. Für die Regisseurin Elza Kephart, die auch mit am Drehbuch schrieb, war „Slaxx“ wohl eine Herzensangelegenheit. Sie hat innerhalb der letzten 20 Jahre ein paar wenige Male Regie geführt, war ansonsten jedoch nicht sehr fleißig in diesem Bereich. Dafür kann sich die Inszenierung dann doch sehen lassen und vor allen Dingen die mordende Hose wurde gut umgesetzt. Es ist sicherlich nicht so leicht einer Hose einen Charakter zu verleihen und sie als Mörder dazustellen. Diesem Film ist dies überraschend gut gelungen und da viele Szenen per Greenscreen realisiert wurden, gibt es nicht mal so viele billige CGI-Effekte zu betrachten.
 
 
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Allerdings besitzt „Slaxx“ ein großes Problem. Er versteift sich so sehr darauf mit erhobenem Zeigefinger und der Moral daher zu kommen, dass der Spaß scheinbar komplett vergessen wurde. Als Komödie scheitert das Werk nämlich leider nahezu komplett. Rassen-Gags über Vorurteile etc. wurden jedenfalls vor 20 Jahren schon ansprechender und witziger präsentiert. Ob man eine Tanz-Einlage der Hose nun zwangsläufig gebraucht hätte, ist fragwürdig, aber immerhin ist dies eine der wenigen Szenen, die wohl länger in Erinnerung verweilen dürfte. Das Ableben der überwiegend unsympathischen Protagonisten ist nämlich nicht viel reizvoller ausgefallen. Hier hätte man es echt krachen lassen können. Wenn schon eine Hose für die Morde höchstpersönlich zuständig ist, hätte man abgefahrene Kills spendieren können. Es wird aber sicherlich auch dem geringen Budget zu verschulden sein, dass man meist nur rote Farbe an die Wand spritzen sieht und vieles im Off stattfindet. Es gibt zwei, drei Szenen, die schön splatterig sind und gute, von Hand gemachte Effekte besitzen. Nur ist das im Endeffekt zu wenig.
 
 
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Obwohl „Slaxx“ eine Laufzeit von gerade mal 76 Minuten (mit Abspann) besitzt, zieht er sich nämlich ganz schön in die Länge. Dabei ist die Einleitung schnell abgehandelt und bis die Hose zum Einsatz kommt, vergeht echt nicht viel Zeit, aber es mag einfach keinerlei Spannung aufkommen. Somit versagt das Werk auch als Horrorfilm. Dass die Figurenzeichnung nebenbei ziemlich unsympathisch geraten ist, war sicherlich beabsichtigt, ist aber nicht gerade förderlich für die Spannung. Romane Denis, Brett Donahue und Sehar Bhojani spielen die einzigen drei größeren Rollen zwar ganz passabel, können jedoch wenig reißen. Sowohl ihre Darstellung, wie auch ihre Charaktere hat man nach dem Film fast schon wieder vergessen. Das ist schade, weil es auch immer mal wieder ein paar gelungene Momente zu betrachten gibt. So ist gerade die Szene, in welcher man verblüffend glaubwürdig die Motive der Killer-Hose erfährt, in ihrer Schlichtheit erstaunlich gut geraten. Im Endeffekt reicht das allerdings nicht, wenn der Rest nach einem völlig bekannten Schema abläuft, welches definitiv eine Frischzellenkur vertragen hätte können.
 
 
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SLAXX – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Slaxx“ klingt auf dem Papier nach einem total abgefahrenen Trash-Fest, bietet dann im Endeffekt aber eher gepflegte Langeweile. Die Moral dahinter ist sehr ernst und es ist löblich, dass dieses Thema angesprochen wird, aber es bringt auch niemandem etwas, wenn eine Horrorkomödie einfach keinen Spaß machen will. Von daher war die Idee gut, aber die Umsetzung schlecht. Es wird leider wirklich nicht lustig und mit Horror hat das ebenfalls nichts zu tun. Lediglich die handwerklich simple, aber passende Arbeit, drei passable Hauptdarsteller, zwei, drei schöne Splatter-Effekte und ein paar gelungene Einfälle retten hier vor der Totalkatastrophe. Ansonsten wird man nämlich enttäuscht. Der Unterhaltungswert ist überwiegend schlecht. Da ist kein Witz, keine Spannung, zu wenig Action, zu wenig Gore. Außerdem ist die Figurenzeichnung doof und man hätte es hier einfach viel, viel mehr krachen lassen müssen, um dem Zuschauer ein unvergessliches Vergnügen zu bieten. Dann doch lieber noch mal die Killertomaten; der war zwar doof, dafür aber unterhaltsam!
 
 


 
 
 

SLAXX – Zensur

 
 
 
„Slaxx“ ist in Deutschland ungeschnitten und frei ab 16 Jahren zu haben.
 
 
 


 
 
 

SLAXX – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Slaxx; Kanada 2020

Genre: Horror, Komödie, Trash

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 76 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.03.2022

 

Slaxx [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SLAXX – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Das blutrote Kleid (2018)
 
Rhea M – Es begann ohne Warnung (1986)
 
Bed of the Dead (2016)
 
Überfall der Mörderrucksäcke (2006)
 
Monsieur Killerstyle (2019)
 

Filmkritik: „Cyst“ (2020)

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CYST

Story

 
 
 
Ein verrückter Arzt will mit seiner Erfindung beweisen, wie genial er ist. Doch führt dies nur dazu, dass ein großes Zysten-Monster die Praxis unsicher macht.

 
 
 


 
 
 

CYST – Kritik

 
 
Wer hätte gedacht, dass der schlechte „Trolls World – Voll vertrollt“ doch noch zu etwas gut sein kann? Bei den Dreharbeiten lernten sich allerdings Tyler Russell und George Hardy kennen und ein späteres Treffen ließ eine Filmidee entstehen. „Cyst“ ist zwar kein guter (und vor allen Dingen ein ziemlich billiger) Film, aber eine Sache bietet er dem Trashfan dann eben doch: Herrliche von Hand getrickste Effekte, bei denen man einfach schmunzeln muss!
 
 
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Der plastische Chirurg Dr. Guy hat eine spezielle Maschine entwickelt, mit der er eitrige Geschwüre seiner Patienten ganz unkompliziert entfernen kann. Doch da keiner seiner Patienten bereit ist, sich damit testen zu lassen, muss ein Praktikant heran. Mittels einer Nährlösung zum Wachstum von Geschwüren sieht der arme Praktikant auch schon bald furchtbar aus. Jetzt, wo Dr. Guy beweisen könnte, dass seine Maschine funktioniert, geht jedoch alles schief und plötzlich wandelt ein riesiges Zysten-Monster in der Praxis herum. Die Story ist hier durchaus zu vernachlässigen und gibt, abgesehen von der absurden Grundidee, so gut wie gar nichts her. Das bemerkt man schon an der ersten Hälfte, die ganz schön fad vor sich dahin dümpelt. Besonders viele Einfälle hatte man nicht. Es sind eher die kleinen, nahezu unterschwelligen Gags, die noch für etwas Unterhaltung sorgen. Als gut kann man dieses Drehbuch also kaum bewerten.
 
 
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Auch das handwerkliche Drumherum erscheint ziemlich billig. Regisseur Tyler Russell hatte sicher nicht viel Budget zur Verfügung und besonders an den lieblosen Schauplätzen kann man das bestens erkennen. Die Inszenierung ist soweit ganz sauber, bedient jedoch nur den Standard. Gewisse Szenenübergänge hat man so jedenfalls schon etliche Male gesehen. Streng genommen, ist nicht mal der Unterhaltungswert besonders prickelnd, weil es dem Treiben gänzlich an Spannung mangelt und der Humor ist auch nicht gerade großartig geraten. Ein paar kleine Gags sind ganz nett, doch die echten Lacher bleiben aus. Dass der dünne Plot für einen ganzen Film kaum ausreicht, bemerkt man dann auch an der Laufzeit des Werkes. Es ist schon erstaunlich, dass „Cyst“ trotz seiner bemerkenswert kurzen Laufzeit von nicht mal ganz 70 Minuten (in denen der Abspann schon enthalten ist) dennoch seine Längen besitzt. Gerade die erste Hälfte ist ziemlich trocken geraten und viel zu ereignislos. Doch in der zweiten Hälfte gibt es dann endlich die Effekte zu sehen.
 
 
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Und fast ausschließlich aus diesen holt sich der Streifen dann auch seine Daseinsberechtigung. Das sieht alles besonders deshalb so toll aus, weil man auf Computereffekte nahezu gänzlich verzichtet hat. Da gibt es ein bisschen gut aussehenden Splatter zu betrachten, aber der Hauptstar ist natürlich das Zysten-Monster, welches herrlich absurd aussieht. Immerhin hier hatte man eine kreative Ader. In der restlichen halben Stunde ist das Tempo dann angenehm hoch und es gibt eine gute Portion Action zu sehen. Aufregend ist das sicher nicht, aber die Effekte laden immer wieder zum Schmunzeln ein, so dass sich der Trash-Fan nun wenigstens ganz solide unterhalten lassen dürfte. Der Score ist übrigens auch nicht schlecht und klingt sogar relativ hochwertig.
 
 
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Ansonsten gibt es an „Cyst“ eigentlich nur noch ein paar Darsteller, die erwähnenswert sind. Eva Habermann hatte ja auch schon in „Trolls World – Voll vertrollt“ mit gemacht und sie scheint durchaus ein Faible für geschmacklosen Trash zu haben. So ist sie sich auch nicht zu schade dafür, sich gleich mehrmals mit literweise Eiter anspritzen zu lassen. George Hardy, der es mit „Troll 2“ ja zu einer gewissen Kultfigur brachte und nebenbei als Zahnarzt arbeitet, scheint auch wieder Spaß an solchen Filmchen gefunden zu haben. Der verrückte Arzt passt ideal zu ihm und er füllt die Rolle natürlich mit Overacting aus, was hier jedoch positiv zu vernehmen ist. Dass bei den Darstellern auch sonst mit Humor herangegangen wurde, sieht man daran, dass „The Room“-Greg Sestero in einer kleinen Nebenrolle mit dabei ist. Die restlichen Schauspieler erledigen ihre Arbeit passabel ohne dabei jemals aufzufallen und über eine Figurenzeichnung braucht man hier natürlich erst gar nicht zu sprechen.
 
 
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CYST – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Cyst“ ist ein kleines, schleimiges und geschmackloses Vergnügen, welches nur deshalb funktioniert, weil die Effekte schön anzusehen sind. Der gesamte Streifen ist eine große Hommage an die Werke der 60er und 70er und auch an Troma. Mit diesem Augenzwinkern und der völlig unernsten Herangehensweise kann man dem Werk kaum böse sein, aber für zukünftigen Kult reicht es dennoch nicht aus. Dafür ist die Geschichte zu lahm und dafür ist der Unterhaltungswert nicht gut genug. Die erste Hälfte ist nämlich ganz schön öde. Auch die Schauplätze sind langweilig. Zum Glück hat man das vorhandene Geld in die von Hand gemachten Effekte gesteckt und Habermann, sowie Hardy machen ebenfalls Spaß. Von daher können Trash-Fans ruhig mal einen Blick riskieren, aber die Erwartungshaltung sollte trotzdem lieber niedrig bleiben.
 
 


 
 
 

CYST – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Cyst“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

CYST – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) UCM.ONE (Blu-ray im KeepCase)

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(c) UCM.ONE (DVD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cyst; USA 2020

Genre: Horror, Komödie, Trash, Splatter, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 79 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Audiokommentar mit Eva Habermann, Original Trailer, Teaser, Deutscher Trailer, Interviews mit Cast & Crew, Hinter den Kulissen-Making of Cyst (10,49 Min.), Hinter den Kulissen-Bildergalerie (2 Min.) | zusätzlich im Mediabook: 16-seitiges Booklet, Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase + Mediabook: 12.11.2021

 

Cyst [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Cyst [Blu-ray + DVD im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

CYST – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei UCM.ONE)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Atomic Hero (1984)
 
Der Blob (1988)
 

Filmkritik: „Aquarium of the Dead“ (2021)

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AQUARIUM OF THE DEAD

Story

 
 
 
Zombifizierte Meeresbewohner machen den Mitarbeitern des „Shining Sea Aquariums“ das Leben zur Hölle.

 
 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Kritik

 
 
Schaut man sich den Filmkatalog der Trash- und Mockbusterschmiede „The Asylum“ an, so fällt schnell auf dass man die meisten dieser CGI-verseuchten Billigproduktionen in zwei Kategorien einteilen kann: Witzig-schlecht, soll heißen unterhaltsam und amüsant in seinem Versagen, mit viel Kurzweil und Effekten und Monstern, mit viel Action und Cameos und bekloppt-witzigen Dialogzeilen, oder eben anstrengend-schlecht, was sich in viel leeren Sets, langweiligen Gesprächen und auf der Stelle trappenden, repetitiven Szenenverläufen veräußert.
 
 
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Ein Film wie „Aquarium of the Dead“, der im Trailer diverse, zombifizierte Wassertiere gegen die spätestens aus Kill Bill oder Cool Cat bekannte Vivica. A. Fox zu hetzen scheint, wird, so dachte ich, spontan eher der ersten Kategorie entsprungen sein – falsch gedacht und chapeau an den Editor des Trailers, denn hier wurden wirklich bereits sämtliche Highlights verheizt.
 
 
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Das Unheil startet mit einem Oktopus-Notfall, in dem das allenfalls mäßig animierte CGI- Ungeheuer mehrere Mitarbeiter ohrfeigt und (offscreen, unblutig) umbringt, da ihm wohl ein an einem Herzproblem verstorbener, infizierter Delfin verfüttert wurde, dessen kontanimiertes Fleisch nachfolgend auch die anderen Bewohner des „Shining Sea Aquarium“s durchdrehen lässt. Was klingt wie ein Haufen Spaß bremst sich dabei aber in Rekordzeit selber aus, da durch den Besuch eines wichtigen Politikers in erster Linie sehr viel, sehr langweilig geschriebener, äußerst beliebig vorgetragener Dialog folgt. Eine Sharknado-Anspielung sowie etwas Foreshadowing wissen in diesen anfänglichen Minuten noch zum Grinsen zu animieren, doch mit fortlaufender Zeit stellen sich langsam aber sicher Langeweile und Frustration beim Zuschauer ein.
 
 
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Die Überflutung des Aquariums ist natürlich komplett per CGI geschehen, so dass kein Darsteller je auch nur nass sein muss, die Stock-Alarmsounds und das blaue Notfalllicht erinnern an die Untiefen älterer Asylum-Produktionen und sorgen für einfarbige, hässliche Umgebungen und spätestens wenn das selbe Stock-Footage des Hafens zum dritten Mal benutzt wird, dürfte auch der härteste Trashfan bemerken, wie dreist er hier verarscht wird. Dass die possierlichen Aquariumsbewohner übrigens nicht nur böse werden, sondern gar Zombies und deswegen nur per Zerstörung des Gehirns ausgeschalten werden können, wird im gesamten Film nicht wichtig.
 
 

„We are smarter than the fish, we got hands!“

 
 
Die erste halbwegs hübsche Einstellung des gesamten Streifens kommt in etwa zur Halbzeit, doch zu diesem Zeitpunkt gleicht die Seherfahrung bereits zu sehr akuter Sterbehilfe, um noch Anerkennung für solche Details zu finden. Seesterne greifen an und werden zermatscht, ein Schwertfisch sorgt für einen prinzipiell ganz coolen Tod, die Größe der Lüftungsschächte schwankt je nach Szene gewaltig und ja, alles davon ist ziemlich dumm und ziemlich unterhaltsam. Doch weil die Grundprämisse einfach nur ist „Unbegabte, sich dämlich anstellende Leute rennen durch ein leeres Aquarium bis ihnen ein CGI-Viech entgegenkommt“, bleibt trotzdem jeglicher Unterhaltungsfaktor dermaßen auf der Strecke, dass man sich einfach nur ein möglichst schnelles Ende herbeisehnt.
 
 

„They’re dead…but not dead.“

 
 
Und was ist nun mit der Starpower von Vicia A. Fox, lohnt es sich als Fan dieser Schauspielerin vielleicht, einen Blick zu riskieren? Nun, Miss Fox wurde allem Anschein nach für einen Tag in ein billiges Büroset gesetzt, um dort dann einzig per Telefonat mit den anderen Charakteren zu interagieren. Das fühlt sich genau so spaßig und dynamisch an wie es sich liest, da jegliche Interaktionen ganz Godfrey Ho-artig erzwungen und unnütz wirken, mehr Dialog ohne Pointen, noch weniger Zeit für die seltenen Monsterattacken.
 
 
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AQUARIUM OF THE DEAD – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Ein Asylum-Rohrkrepierer, wie er im Buche steht: Ein dummmer, langweiliger, liebloser, hässlicher Film mit miesen Effekten und noch mieseren Schauspielern.
 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Aquarium of the Dead“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Daredo | White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Daredo | White Pearl Movies (DVD + Blu-ray im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Aquarium of the Dead; USA 2021

Genre: Horror, Thriller, Action, Komödien, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase | Mediabook

Extras: Trailer

Release-Termin: Mediabook | KeepCase: 22.10.2021

 

Aquarium of the Dead [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Aquarium of the Dead [DVD + Blu-ray im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

AQUARIUM OF THE DEAD – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Daredo | White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Zombiber (2014)
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Zombie Shark – The Swimming Dead (2014)
 
Zoo – Serie (2015–2017)
 
Blood Lake: Killerfische greifen an (2014)
 

Filmkritik: „Medusa – Die Schlangenkönigin“ (2020)

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MEDUSA – DIE SCHLANGENKÖNIGIN

(MEDUSA – QUEEN OF THE SERPENTS)

Story

 
 
 
Eine Prostituierte wird von einer Schlange gebissen und entwickelt daraufhin unglaubliche Kräfte, doch diese haben ihren Preis.

 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Kritik

 
 
Es ist löblich, wenn ein billiger Horrorfilm sich mal keine Zombies, Vampire oder Werwölfe als Vorbild nimmt und versucht, etwas relativ Eigenständiges zu kreieren. Es ist allerdings doof, wenn der Zuschauer davon nicht besonders viel mitbekommt. „Medusa – Die Schlangenkönigin“ besitzt einen reizvollen Ansatz, kann daraus jedoch überhaupt nichts machen.
 
 
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Carly ist Prostituierte in einer Wohnwagenanlage. Eigentlich wollte sie diesem Leben entkommen, doch sie schafft es einfach nicht und ist zudem drogenabhängig. Eines Tages wird Carly von einer Schlange gebissen und daraufhin erhält sie seltsame Visionen. Scheinbar verändert sich ihr Körper und damit bekommt Carly auch neue Fähigkeiten. Allerdings haben diese ihre Konsequenzen und scheinbar ist es zu spät, diese aufzuhalten.
Die Figur Medusa stammt aus der griechischen Mythologie und wurde natürlich schon für zahlreiche Fantasyfilme benutzt, aber eben selten für einen richtigen Horrorfilm. Deshalb erscheint diese Idee auch keineswegs ausgelutscht und man hätte daraus einen eigenständigen Film drehen können. Nur leider sieht das Drehbuch keinen großen Einsatz des mythologischen Vorbildes vor. Die Story wird quälend langsam vorgetragen und kommt kaum zur Sache. Wenn es dann endlich mal soweit ist, wurden die Ideen auch nicht gerade ansprechend umgesetzt. Leider ist die Handlung in dieser Form kaum brauchbar.
 
 
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Es ist allerdings auch nicht schwer zu erkennen, dass „Medusa – Die Schlangenkönigin“ massive Budget-Probleme besitzt und diese nicht kaschieren kann. Die Schauplätze könnten langweiliger kaum sein und der Horror wurde einfallslos umgesetzt. Einfach nur ein bisschen rotes Licht einzusetzen, bringt in dieser Variante wenig, wenn der Rest stinklangweilig ausschaut. Für Regisseur Matthew B.C. war dies der erste Langfilm und an der misslungenen Story schrieb er ebenfalls mit. Der Inszenierung fällt nicht viel ein, was sie aus den simplen Mitteln herausholen könnte. Das ist zuweilen noch ganz erträglich gestaltet, aber eben viel zu unspektakulär.
 
 
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Das größte Problem, welches daraus entsteht, ist ein vernichtend geringer Unterhaltungswert. Bis es zum Biss kommt, vergeht schon mal das erste Drittel. Das wäre als Einleitung okay gewesen, doch danach tritt man immer noch nicht aufs Gaspedal. Bis es endlich mal zum richtigen Horror kommt, ist schon fast eine Stunde Laufzeit vergangen. Zuvor fühlt man sich eher wie in einem Sozialdrama, welches allerdings auch nicht funktioniert. Das ist alles zu trocken gestaltet. Wenn dann mal etwas geschieht, ist dies gar nicht mal so schlecht gestaltet. Da gibt es z.B. ein paar Effekte zu betrachten, die besser aussehen, als man erwarten dürfte. Viel sollte man davon allerdings nicht erwarten und das Cover mit dem 18er-Sticker sollte einen auch nicht täuschen, denn „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eigentlich ab 16 Jahren freigegeben. Das passt, denn blutig wird es echt nur selten. Das letzte Drittel lässt immerhin noch ein wenig Unterhaltung aufkommen, doch da ist es eigentlich viel zu spät und der Score klingt auch völlig lustlos.
 
 
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Dass man hier nun mit keinen guten Darstellerleistungen zu rechnen braucht, sollte keine große Überraschung sein. Megan Purvis bleibt in ihrer Hauptrolle doch reichlich limitiert. Kein Schauspieler stört so richtig und die deutsche Synchronisation kann man sich ebenfalls gefallen lassen, aber in Erinnerung werden diese Leistungen sicher nicht bleiben und aufwerten können sie „Medusa – Die Schlangenkönigin“ auch nicht. Dafür ist dann auch die Figurenzeichnung viel zu lahm ausgefallen. Über die Hintergründe von Carly erfährt der Zuschauer nichts und deshalb lässt einen die Figur völlig kalt. Somit kann das mit dem Sozialdrama-Elementen ebenfalls nichts werden und einfach jeder Charakter ist schrecklich belanglos.
 
 
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MEDUSA – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist eine langweilige Angelegenheit geworden. Aus der simplen Grundidee hätte man durchaus etwas machen können, wenn man sich mehr auf die Figur Medusa fokussiert hätte. Stattdessen hört der Zuschauer allerdings viel mehr endlos langen Dialogen zu und die Schauplätze sehen zudem dermaßen öde aus, dass weder Audio noch Optik hier Freude bereiten. Die Darsteller agieren schwach, die Figurenzeichnung ist belanglos und die Inszenierung taugt nicht viel. Außerdem ist der Unterhaltungswert viel zu gering, weil einfach kaum etwas geschieht. Die wenigen Horrorszenen sind tatsächlich ganz passabel gestaltet, nur hätte es von diesen eben deutlich mehr gebraucht. Im Endeffekt ist „Medusa – Die Schlangenkönigin“ nicht ärgerlich schlecht, aber nicht zu gebrauchen, weil er nichts zu bieten hat!
 
 


 
 
 

MEDUSA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Medusa – Die Schlangenkönigin“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Weil sich aber auf der Heimkinoveröffentlichung diverse Trailer von Filmen befinden, die von der FSK höher eingestuft wurden, hat die Blu-ray/DVD einen roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

MEDUSA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Medusa: Queen of the Serpents; Großbritannien 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 88 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Blu-ray selbst wegen Bonus: FSK18

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 06.08.2021

 

Medusa – Die Schlangenkönigin [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MEDUSA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Der Biss der Schlangenfrau (1988)
 
Avanaida – Todesbiss der Satansviper (1983)
 

Filmkritik: „Sharknado 6: The Last One“ (2018)

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SHARKNADO 6: THE LAST ONE

(THE LAST SHARKNADO: IT’S ABOUT TIME)

Story

 
 
 
Im letzten Teil der legendären „Sharknado“-Reihe geht es um nichts Geringeres, als Zeitreisen. Fin und seine Leute versuchen nämlich alle vergangenen Sharknados aufzuhalten.

 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Kritik

 
 
2013 gelang dem Fernsehsender Syfy eine kleine Sensation. „Sharknado“ lief dermaßen erfolgreich, dass er sogar kurzzeitig in die Kinos kam. Eine Produktion der Trash-Schmiede „The Asylum“ im Kino – Das hätte wahrscheinlich niemals jemand erwartet. Das Interesse des Publikums war so groß, dass es zu zahlreichen Fortsetzungen kam. Doch mit dem letzten Teil „Sharknado 5“ gingen die Einschaltquoten zurück und ein Ende war somit so langsam abzusehen. Eigentlich muss man darüber froh sein, denn wer weiß, wie lange das sonst noch weiter gegangen wäre. Man muss allerdings auch so fair sein und sagen, dass die Reihe, abgesehen vom schwachen, vierten Teil, stets eine gewisse Durchschnitts-Qualität hielt. „Sharknado 6“ stellt nun das endgültige Finale der Reihe dar und das hat man gut genutzt, denn es geht doch reichlich unterhaltsam zur Sache.
 
 
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Am Ende des letzten Teils gelangte Fin weit in die Zukunft, denn sein Sohn hatte eine Zeitreisemaschine gebaut. „Sharknado 6: The Last One“ beginnt allerdings weit in der Vergangenheit bei den Dinosauriern. Hier soll Fin den allerersten Sharknado verhindern und dabei trifft er auf längst totgeglaubte, alte Freunde. Der Einsatz misslingt jedoch und so reisen die Freunde quer durch die Zeit, um allerlei Sharknados zu bekämpfen. Scotty Mullen, der als Drehbuchautor vorhanden blieb, konnte sich da echt austoben. Die Geschichte ist natürlich mal wieder absoluter Quatsch und könnte so auch dem Hirn eines kleinen, abenteuerlustigen Jungen entspringen, aber man kann nicht behaupten, dass nicht zahlreiche, kreative Ideen vorhanden waren. Die Sache mit der Zeitreise wurde gut genutzt und so kann man dem ganzen Humbug abermals die Krone aufsetzen. Dabei geht es auch sehr abwechslungsreich zur Sache, denn was bei den Dinosauriern startet, geht über zu Merlin, zum Unabhängigkeitskrieg, es geht in den Wilden Westen und dann wieder ab in die Zukunft. Da ist so viel los, dass man sich über Logik keine Gedanken zu machen braucht.
 
 
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Tempo war stets ein Markenzeichen der Reihe und so legt auch „Sharknado 6: The Last One“ sofort los. Wenn es ab zu den Dinosauriern geht, ist „The Asylum“ mit den miesen Effekten natürlich voll in seinem Element. Allerdings kann man nicht sagen, dass der Film lieblos gestaltet wurde, denn die verschiedenen Zeitepochen hat man doch ganz nett bebildert. Regisseur Anthony C. Ferrante, der ausnahmslos bei jedem Teil Regie führte, inszeniert das wie gewohnt. Teilweise ist das ganz bewusst billig gemacht und so verschleiert man auch keine Filmfehler, aber einen gewissen Aufwand kann man dennoch erkennen und längst nicht jeder Effekt sieht so mies aus, wie er das hätte tun können. Aus handwerklicher Sicht kennt man da gerade von „The Asylum“ wirklich viel Schlimmeres, aber da die Reihe so erfolgreich war, stand natürlich auch stets etwas mehr Budget zur Verfügung. Gesplattert wird übrigens nicht mehr so viel, aber das fällt bei dem ganzen Getummel sowieso kaum auf.
 
 
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„Sharknado 6“ ist nämlich noch deutlich mehr Fantasy, als alle vorherigen Teile zusammen. Die Atmosphäre lässt sich schon nahezu als abenteuerlich bezeichnen. Mit echtem Horror hatte das gewiss niemals etwas zu tun, aber die Stimmung vom Finale ist doch deutlich anders, wirkt fast schon familientauglich. An Anspielungen auf berühmte Filme mangelt es natürlich wieder nicht und die Laufzeit wurde mit gerade mal 82 Minuten erfreulich gering gehalten. Da man sich in verschiedene Zeiten begibt und in jeder stets mit den Haien kämpft, ist für einen Leerlauf so kaum Platz. Selbst wenn sich das Konzept mal wieder relativ früh abnutzt, gibt es dieses Mal so viel Abwechslung, dass es nicht langweilig wird. Damit hat der Abschluss den meisten anderen Teilen gegenüber einen erheblichen Vorteil. Sogar der Humor funktioniert ab und zu mal etwas besser, wobei die meisten Sprüche natürlich peinlich bleiben.
 
 
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Erstaunlich ist, dass „Sharknado 6: The Last One“ nicht mehr so stark auf Cameos setzt und stattdessen lieber viele, bekannte Schauspieler in die Rollen von bekannten Persönlichkeiten steckt. So sehen wir z.B. einen Leslie Jordan als Benjamin Franklin und einen Darrell Hammond als George Washington. Dabei lässt man auch so manch eine bekannte Figur aus den Vorgängern erneut auftauchen. So verkörpert Cassie Scerbo wieder die Nova, es gibt ein Wiedersehen mit Vivica A. Fox und auch ein Gary Busey taucht am Ende kurz auf. Sogar John Heard lässt man kurz wieder auferleben. Schade ist nur, dass man Rollen von z.B. David Hasselhoff für das Finale nicht noch mal zurückgeholt hat. Die Hauptrolle verkörpert aber natürlich sowieso wieder Ian Ziering, der das über sechs Teile hinweg immer mit einer gewissen Motivation getan hat und von dem diese Reihe stets profitieren konnte. Tara Reid gehört selbstverständlich ebenfalls mit dazu, nervt jedoch mittlerweile eher. Da ist es schon ganz gut, dass sie, abgesehen vom Finale, keine so große Rolle bekommen hat. Am Ende wird die Figurenzeichnung hier auch gelungen abgeschlossen und das sind vielleicht keine Charaktere für die Ewigkeit, aber ein paar der Figuren besitzen schon ihren gewissen Wiedererkennungswert.
 
 
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SHARKNADO 6 – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Sharknado 6: The Last One“ gehört zu den besten Teilen der Reihe, weil er einfach schön verspielt und kurzweilig ist. Aus der bescheuerten Grundidee wird hier das Maximum an weiteren, bescheuerten Einfällen herausgeholt. Dabei wird die Geschichte ordentlich abgeschlossen und die Sache mit den Zeitreisen sorgt für viel Abwechslung. Die Darsteller agieren solide und es ist schön, dass man ein paar bekannte Gesichter zusammengetrommelt hat, wobei hier auch noch deutlich mehr drin gewesen wäre. Der Rest ist wie gewohnt: Billige CGI-Effekte treffen auf hohes Tempo. Dämliche Sprüche treffen auf jede menge Hai-Action. Wer das bisher mochte, bekommt genau das Programm, was er wohl erwartet, wobei es gerne etwas blutiger zur Sache hätte gehen dürfen. Wer das bisher nicht mochte, wird auch diesen Teil nicht verstehen können. Abschließend sei gesagt, dass „Sharknado“ insgesamt zwar sehr kalkulierter Trash war, dabei teilweise jedoch erstaunlich gut funktionierte und mit „Sharknado 6“ ein würdiges Finale findet!
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sharknado 6: The Last One“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SHARKNADO 6 – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray + DVD im Steelbook – auf 1000 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Last Sharknado: It’s About Time; USA 2018

Genre: Horror, Action, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Steelbook

Extras: Original Trailer, Trailershow

Release-Termin: Steelbook: 20.08.2021

 

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SHARKNADO 6 – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Sharknado 2 (2014)
 
Sharknado 3: Oh Hell No! (2015)
 
Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)
 
Sharknado 5: Global Swarming (2017)