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Filmkritik: „Cabin of the Damned“ (2017)

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CABIN OF THE DAMNED – DIE DÄMONEN SIND LOS

(TARNATION)

Story

 
 
 

Vier junge Leute fahren zu einer abgelegenen Waldhütte. Dort ist bald im wahrsten Sinne die Hölle los.

 
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Kritik

 
 
 
Wenn junge Leute in ein klappriges Haus fahren, das irgendwo tief versteckt in den Wäldern steht, wissen die meisten Zuschauer wie der Hase laufen wird. Vor knapp 40 Jahren hat SAM RAIMI klargestellt, dass sich Dämonenwesen bevorzugt dort aufhalten, wo es andere hinzieht, um nach Ruhe zu suchen. Der damals noch unbekannte Regisseur drehte mit überschaubaren Mitteln einen wegweisenden Dämonentanz, der selbst Jahrzehnte nach Entstehung Filmschaffende beeinflusst. Mittlerweile gehört EVIL DEAD zu einem Meilenstein modernen Horrorkinos, der von vielen Filmemachern zitiert und kopiert wird. Auch dem Australier DANIEL ROBERT ARMSTRONG dürfte genannter Kult-Horrors schlaflose Nächte bereitet haben. Der war zur Veröffentlichung des Splatterklassikers gerade einmal elf Jahre alt und hat sich wahrscheinlich nach Sichtung nicht unbegründet in die Hosen gemacht. Offenbar ein Grund, warum wir nun CABIN OF THE DAMNED besprechen. Bei genauerer Betrachtung ist der Horror-Trash eine etwas trashige Reminiszenz an genannten Horrorklassiker. Der wird im Entstehungsland als TARNATION vertrieben, erhielt aber der besseren Vermarktung wegen hierzulande einen weitaus reißerischen Titel. Da stellt sich die Frage, ob die verheißungsvolle Umbenennung auch halten kann, was sie verspricht. Fans der Indie-Schmiede TROMA zumindest werden zufriedengestellt.
 
 
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Alles etwas „gaga“ und abgefahren trashig. In der Horror-Komödie CABIN OF THE DAMNED hat Rockerin Oscar (DAISY MASTERMAN) nicht sonderlich viel Glück im Leben. Die wird gleich mal aus der eigenen Band gekickt und ist dazu auch noch unfreiwillig Single, weil der Liebste unerwartet die Reißleine gezogen hat. Da kommen ihr die Freunde gerade recht, die die Verlassene zu einem Trip in die Wälder überreden wollen, damit das Mädel auf andere Gedanken kommt. Weil auch noch ein attraktiver Schönling an Bord ist, gibt sich die deprimierte Oscar einen Ruck und düst mit den Kumpels zu einer Hütte in die Wälder. Dort ist es eigentlich ganz schön. Doch die entspannte Stimmung schlägt schnell in Chaos um, weil ein Einhornkopf-Dämon hier sein Unwesen treibt. Der funktioniert die Freunde in aggressive Bestien um, die sich gegenseitig abschlachten. Ob sich die taffe Oscar aus dieser verzwickten Situation befreien kann? Ernst nehmen kann man CABIN OF THE DAMNED bei Gott nicht.
 
 
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Von Einhorn-Latexmasken und laufenden Mensch-Hühner-Köpfen. Man muss schon ein Faible für trashige Horror-Unterhaltung besitzen, um mit CABIN OF THE DAMNED etwas anfangen zu können. Der Streifen nimmt sich, seine Figuren und sogar den Zuschauer zu keiner Minute ernst. Zu sehen gibt es viel Blödelei, reichlich Overacting und jede Menge Slapstick. Die Handlung selbst tritt dabei schnell in den Hintergrund, um dem Rausch der Dummheiten vollen Raum geben zu können. So macht der quirlige Cocktail an Albernheiten nur selten Sinn, was vermutlich nicht sonderlich schlimm wäre, würde der Streifen so etwas wie einen roten Faden besitzen. Leider war man aber eher darum bestrebt absurde Szenen mit platten Humor aneinanderzureihen und hat auf einen Erzählfluss verzichtet. Der fühlt sich teils sehr zäh an. So hat man sich schnell am Mix der Absurditäten sattgesehen und quält sich bis zur Zielgraden durch eine groteske Geschichte, die keinerlei Spannung aber dafür genug Leerlauf und Durchhänger besitzt. CABIN OF THE DAMNED ist kein Film für Jedermann. An diesem semiprofessionellen Quatsch werden sich wohl nur hartgesottene Trash-Liebhaber erfreuen können. Dennoch hat man selbst hier schon besseres aufgetischt bekommen.
 
 
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CABIN OF THE DAMNED – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Dieser quirlige Cocktail an Albernheiten lässt sich nur mit genug Alkohol ertragen. CABIN OF THE DAMNED ist zweifelsohne eine Hommage an den Kultfilm EVIL DEAD. Übertrieben viel Blut fließt hier freilich und auch die diversen Spezialeffekte machen es in ihrer Semiprofessionalität genanntem Splatter-Klassiker gleich. Trotz Gemeinsamkeiten sind beide Film aber dann so ziemlich unterschiedlich. Während EVIL DEAD noch eine gewisse Ernsthaftigkeit an den Tag legt und mit Atmosphäre und Schockmomente Gruselfeeling heraufbeschwört, fehlt das alles in CABIN OF THE DAMNED gänzlich. Die Handlung ist rudimentär und besteht eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung von skurrilen Szenen mit teils peinlichem Humor. Wer schon einmal einen Film aus den legendären TROMA-Studios gesehen hat, dürfte sich in etwa vorstellen können, was ihn in CABIN OF THE DAMNED erwartet. Der Film macht nämlich von gleicher Erfolgsformel Gebrauch, mit der sich genannte Trash-Bude vor allem in den 1980ern einen international bekannten Namen machen konnte. Das bedeutet unterm Strich: Humor weit unter der Gürtellinie, der vor allem durch seine platten Albernheiten und ausufernden Blödeleien in Erinnerung bleibt. CABIN OF THE DAMNED ist nur etwas für Fans schlechten Geschmacks. Im nüchternen Zustand zündet der zelebrierte Humor leider keineswegs.
 
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Zensur

 
 
 
CABIN OF THE DAMNED (OT: TARNATION) ist eine Komödie, die Splattermomente sehr übertrieben und bewusst trashig inszeniert. Hart schaut die Gewalt demnach keineswegs aus. Ein Grund warum der Film hierzulande eine FSK16 erhalten hat.
 
 
 


 
 
 

CABIN OF THE DAMNED – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Donau Film

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Tarnation; Australien 2017

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch Deutsch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 83 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wendecover

Extras: Making Of Featurette, Originaltrailer, Trailershow

Release-Termin: 29.06.2017

 

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CABIN OF THE DAMNED – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Donau Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Bloody Knuckles (2014)
 
Hell Baby (2013)
 
Atomic Hero (1984)
 
Class of Nuke ‚Em High (1986)
 
Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt (1987)
 

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Filmkritik: „Apartment 212“ (2017)

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APARTMENT 212

(GNAW)

Story

 
 
 

Eine traumatisierte Mieterin erlebt in der neuen Wohnung den ultimativen Horror.

 
 
 


 
 
 

APARTMENT 212 – Kritik

 
 
 
Man stelle sich vor, man bezieht eine neue Wohnung und plötzlich geht es darin nicht mit rechten Dingen zu. Eigentlich ein Grund wieder auszuziehen. So nicht in den meisten Horrorfilmen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen ergeben sich Protagonisten ihrem Schicksal und versuchen lieber das Böse zu bekämpfen, statt nach einer neuen Bleibe zu suchen. Im Horrorthriller APARTMENT 212 ist das nicht anderes. Auch hier passieren in einer Wohnung seltsame Ereignisse, aber niemand nimmt die Situation ernst. Was des einen Leid, ist des Zuschauers Freud. Der bekommt hier kurzweiligen Horror-Spaß geboten, der vor allem durch seine skurrile Auflösung im Gedächtnis bleibt. Die drängt APARTMENT 212 ein wenig in die Trash-Ecke, macht ihn aber vor allem gerade deswegen irgendwie sympathisch. Für Regisseur HAYLAR GARCIA ein Glücksgriff. Von dem hatte man eigentlich nichts Gescheites mehr erwartet. Zuletzt langweilte dieser mit seinem kruden Gewalt-Quatsch AN AMERICAN TERROR, wo er noch kurz auf den langsam abfahrenden Folter-Zug aufsprang und beliebigen Videoblödsinn fabrizierte, der zu Recht in der Versenkung verschwand. Umso mehr überrascht das Zweitwerk. Beinahe möge man meinen hier zwei Filme von unterschiedlichen Filmemachern zu sehen. Aber in der Tat wurden die von ein und demselben Regisseur inszeniert. Da sage noch einer, untalentierte Filmemacher sind unbelehrbar. Manchmal geschehen doch noch Wunder.
 
 
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Wenn das neue Leben zum Albtraum wird. Eigentlich wollte sich die attraktive Jennifer Conrad (PENELOPE MITCHELL aus DER FLUCH VON DOWNERS GROVE) nur aus den Ketten ihrer quälenden Beziehung befreien. Deren Ex-Freund regelte nämlich Probleme innerhalb der Beziehung gern mal mit Prügel. Grund genug zu flüchten, ein eigenes Apartment zu mieten und auf das Beste zu hoffen. Doch die Hoffnung auf Besserung schlägt bald in Horror um, denn Jennifer kommt nicht mehr zum Schlafen, weil die Nachbarin ganze Nächte durchweint. Leider weiß niemand Rat. Bis sich die verzweifelte Mieterin den Kopf wegschießt und die übrigen Bewohner mit Fragen zurücklässt. Was hat zu dieser Katastrophe geführt? Genau das will auch unsere Filmheldin wissen, die bald mit seltsamen Wundmalen zu kämpfen hat, die ihr das Leben zur Hölle machen. Schnell sind Schlüsse zur Nachbarin gezogen, die offenbar mit ähnlichem Leiden zu kämpfen hatte. Hat hier etwa Ungeziefer in den Wahnsinn getrieben? Erste Theorien führen ins Leere, denn weder Kammerjäger noch Hausarzt können Insektenbefall bestätigen. Nun ist guter Rat teuer, denn der Gesundheitszustand der von Wundmalen übersäten Jennifer verschlechtert sich beinahe täglich. Ein Grund mehr dem Übel auf die Spur zu gehen. Was man aber entdeckt, lässt das Blut in den Adern gefrieren.
 
 
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Kennst Du noch die TV-Horror-Serie TALES FROM THE CRYPT? Die lief von 1989 bis 1996 im amerikanischen TV und zeichnete sich durch makabre Kurzgeschichten aus, die es mit bitterbösem Abschluss oft nicht gut mit Ihren Helden meinte. Nimmt man APARTMENT 212 genauer unter die Lupe, hätte dieser Low-Budget-Horror auch genauso innerhalb dieser Kult-Reihe laufen können. APARTMENT 212 fühlt sich nämlich an, wie die Spielfilmversion einer dieser Episoden genannter Fernsehserie. Hier wird eine kleine Geschichte ins Absurdum getrieben, die ganz harmlos beginnt und am Ende vollkommen aus dem Ruder gerät. Dabei ist natürlich die Auflösung mysteriöser Wundmale des Pudels Kern, die der einfältig geschnittene Filmtrailer ganz unverfroren verrät. Dort nimmt man es mit Geheimniskrämerei nicht ganz so genau. Statt den Zuschauer neugierig zu machen, fällt man gleich mit der Tür ins Haus und nimmt dem charmant trashig wirkenden APARTMENT 212 die Spannung. Wer sich daher den Spaß nicht verderben lassen möchte, sollte möglichst wenig wie möglich über den Film lesen. Der glänzt mit charmanten Figuren, simplen Spezialeffekten und erinnert in seiner beinahe schon naiven Machart an die vielen für den Videomarkt produzierten B-Movies der 1980er und 1990er, wo Handgemachtes bevorzugt Verwendung fand, um Budget einsparen zu können. Wer demnach Fan frecher Low-Budget-Horrorfilme ohne Schnörkel ist, sollte unbedingt einen Blick wagen. APARTMENT 212 macht nämlich zweifelsohne Spaß und Lust auf mehr Horrorfilme, deren Macher noch die Kunst des Geschichtenerzählens fernab einfältiger Computereffekte, plakativer Schocks und hektischer Schnitte beherrschen.
 
 
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APARTMENT 212 – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Willkommen zu einer Zeit in der man den Zuschauer noch mit einfachen Ideen und trashigen Effekten Freudentränen bescheren konnte. Nein, wir meinen damit nicht die Schundfilme aus dem zweifelhaften THE ASYLUM-Studio, das seit Jahren mit so pseudowitzigem Müll wie SHARKNADO um Zuschauer buhlt. APARTMENT 212 – der anfangs übrigens noch als GNAW betitelt wurde – ist zwar auch irgendwie trashig, aber intellektuell weit weg von dem, was genannte Abfallproduktionsstätte regelmäßig fabriziert. Der Film erinnert an das, was man oft von so Produzenten wie CHARLES BAND in den 80ern und 90ern serviert bekommen hat. Das bedeutet: netter Zeitvertreib, trashige Ideen, handgemachte Effekte inklusive. Im Falle von APARTMENT 212 können zur Abwechslung auch noch die Schauspieler was. Die Besetzung ist für Low-Budget-Horror geradezu als professionell zu betiteln und lassen den Streifen nach mehr aussehen, als er wohl letztendlich gekostet hat. Zudem gibt es ein actiongeladenes Finale und ein im wahrsten Sinnes des Wortes bissigen Schlussgag. Wer demnach gern in den guten alten Videozeiten schwelgen möchte, sollte APARTMENT 212 nicht verpassen. Dieser Film ist ein Indie-Geheimtipp für Horror-Fans, die die Videoära noch miterlebt haben! Witzig und einfallsreich.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 212 – Zensur

 
 
 
APARTMENT 212 – der zu Beginn noch GNAW hieß – hat grundsätzlich keine Gewaltszenen zu bieten. Es gibt nur eine Szene, in der eine Nachbarin aus einem Fenster fällt, weil sie sich selbst erschossen hat. Das wars. Ansonsten bekommt man noch einige Wunden auf dem Körper der Heldin zu sehen. Hierzulande reicht das alles für eine FSK16.
 
 
 


 
 
 

APARTMENT 212 – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Gravitas Ventures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Deep Dark (2015)
 
Curtain (2015)
 
Bats – Fliegende Teufel (1999)