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Beiträge mit Schlagwort “Horrorkomödie 2014

Filmkritik: „Bloody Knuckles“ (2014)

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BLOODY KNUCKLES

Story

 
 
 

Die abgetrennte Hand eines Comicautors macht dessen Feinden das Leben zur Hölle.

 
 
 


 
 
 

BLOODY KNUCKLES – Kritik

 
 
 
Die Geschichte vom eiskalten Händchen mal wieder neu interpretiert. Was schon von 1964 bis 1966 in der TV-Serie THE ADDAMS FAMILY für jede Menge Lacher gesorgt hat, scheint auch Jahre nach dem TV-Kult immer noch Filmemacher zu inspirieren. So vermutlich auch Regie-Neuling MATT O’MAHONEY, der in seinem ersten Horrorfilm mit dem vielversprechenden Titel BLOODY KNUCKLES rächende Hände auf den Zuschauer loslässt. Wenn die abgetrennte Hand ein Eigenleben führt – neu ist diese Idee freilich nicht. Bereits OLIVER STONE experimentierte mit dieser Art des Grauens im Schocker DIE HAND und erschuf einen verstörenden Filmalbtraum über den gespaltenen Charakter eines Comicautors, dessen abgetrennte Hand die dunkle Seite ihres Besitzers auslebte. Weitaus humoristischer verarbeitete Regisseur RODMAN FLENDER den Stoff von den bösartigen Griffeln. In seiner Trash-Komödie DIE KILLERHAND sorgte eine besessene Hand für Durcheinander, die fernab vom guten Geschmack Irrsinn und Schabernack anrichtete. Damit machte man es Regie-Legende SAM RAIMI gleich. Der lies im legendären Splatter-Klassiker EVIL DEAD 2 nicht nur Teufel, sondern auch dämonische Hände tanzen und bannte damit Horror-Kult auf Zelluloid, der von jungen Filmemachern immer wieder gern kopiert wird.
 
 
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Genau irgendwo zwischen genannten Horrorwerken bewegt sich auch die kanadische Komödie BLOODY KNUCKLES, die sich freilich zu keiner Minute ernst nimmt. Hier gehören Ulk und Albernheiten zur Tagesordnung, was aber nicht immer hundertprozentig zündet. BLOODY KNUCKLES hat nämlich wie viele Horrorkomödien neuen Datums ein Problem: Die guten Gags gehen so ziemlich schnell aus. Im Film geht es einem respektlosen Underground-Comicautor an den Kragen. Der zeichnet mit Vorliebe politisch inkorrekte Bildergeschichten, die er dann für kleines Geld veröffentlicht. Leider gerät eines der Hefte in die Hände einer Gruppe böser Jungs, deren Anführer ein erfolgreicher chinesischer Geschäftmann ist. Als der davon Wind bekommt, wie er im Comic auf die Schippe genommen und seine Person in ein schlechtes Licht gerückt wird, platzt dem Kopf der Bande der Kragen. Was folgt ist für Comiczeichner Travis kein Zuckerschlecken. Die Ganoven lauern dem Künstler auf und hacken ihm aus Rache die Hand ab. Comic-Zeichnen ist nun unmöglich, was den Autor vor große Probleme stellt. Doch das abgetrennte Körperteil hat einen Plan. Es macht sich auf, um das Gesetz sprichwörtlich selbst in die Hand zu nehmen. So muss ein Bösewicht nach dem anderen das Leben lassen, bis Travis dem Anführer der obskuren Bande gegenübersteht. Gott sei Dank hat er Verbündete, die ihm im Kampf zur Seite stehen.
 
 
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Von Superhelden in S/M-Klamotten und grabbelnden Händen. BLOODY KNUCKLES beginnt stark und schließt mit spaßigem Finale ab. Dazwischen flimmert reichlich Blödsinn und Füllmaterial über die Mattscheibe, damit der Streifen auf Spielfilmlänge kommt. Viel Lärm um Nichts umschreibt treffend, was dem Zuschauer in diesem Indie-Horror erwartet, denn die Handlung gibt im Grunde genommen nicht genügend Stoff und Ideen her, um daraus einen Spielfilm zu machen. Dennoch hat Macher MATT O’MAHONEY die Geschichte so aufgeblasen, das man’s als Spielfilm verkaufen kann. Längen sind da natürlich vorprogrammiert, was einer Komödie nicht sonderlich förderlich ist, die eigentlich mit Späßen erheitern möchte. Natürlich sind Lacher vorhanden. Trotzdem bekommt man während des Films hin und wieder das Gefühl, als wären die krampfhaft ins Drehbuch geschrieben worden, um BLOODY KNUCKLES irgendwie den Stempel Horrorkomödie aufdrücken zu können. So wird viel Zeit damit verschwendet, eine platte Beziehung zwischen der abgetrennten Hand und ihrem Besitzer in den Fokus zu rücken. Erst ist es Ekel und Abscheu, die distanziert. Gegen Ende kann keiner ohne den anderen. Die Konsequenz: Man verbündet sich gegen das Böse und macht es einen Kopf kürzer. Selten hat man eine dämlichere Liebesgeschichte auf dem Schirm gehabt.
 
 
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Immerhin versucht BLOODY KNUCKLES viel Leerlauf mit Fäkalhumor zu vertuschen. Der hat vielerorts eigentlich kaum noch etwas mit Humor am Hut und dürfte nur jene Zuschauer hinter dem Ofen hervorlocken, die was mit niveaulosen, amerikanischen Spoof-Komödien anfangen können. Wortwitz oder Spaß mit Hirn? Fehlanzeige! Stattdessen gibt’s derbe Späße mit dem Holzhammer. Witzig ist anders. Bleibt zu erwähnen, dass die Spezialeffekte ganz brauchbar sind. Die haben trotz trashiger Umsetzung Charme. So gibt’s gleich zu Beginn eine Melt-Szene zu sehen, die alte STREET TRASH-Zeiten in Erinnerung rufen. Ob jedoch nett getrickste Schmuddelmomente einen sonst eher zu langen und substanzlosen Film unterhaltsam machen, steht auf einem anderen Blatt.
 
 
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BLOODY KNUCKLES – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
DIE HAND, EVIL DEAD 2 und DIE BESTIE MIT DEN FÜNF FINGERN – der Kanadier MATT O’MAHONEY hat sich für sein Spielfilmdebüt von großen Klassikern inspirieren lassen, über die man auch heute noch gerne spricht. Gleiches kann man von BLOODY KNUCKLES jedoch nicht behaupten, der sich eher mit plumpen Späßen über Wasser hält und kaum nennenswerte Einfälle zu bieten hat. Schenkt man dem Macher Glauben, prangert der im Film das Thema Zensur an. Dem Helden im Film wird für seine politisch nicht immer korrekten Karikaturen und Comics die Hand abgeschlagen. Regisseur MATT O’MAHONEY zieht damit Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen und nennt im gleichen Atemzug die berüchtigten zwölf Mohammed-Karikaturen, welche 2005 in der dänischen Tageszeitung JYLLANDS-POSTEN abgedruckt wurden. Die Veröffentlichung zog gewaltsame Proteste nach sich und entfachte eine weltweite Diskussion über die Religions-, Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit. Leider bleibt der brisante Thematik im Film ungehört, denn BLOODY KNUCKLES ist leider nichts für Feingeister, sondern ist einzig damit beschäftigt, sich in primitiven Belanglosigkeiten zu suhlen. Wer was mit Späßen jenseits der Gürtellinie anfangen kann, darf einen Blick riskieren. Wer eine gute Horrorkomödie mit sympathischen Charakteren und netten Einfällen erwartet, wird enttäuscht – auch wenn das Effekte-Team solide Arbeit geleistet hat.
 
 
 


 
 
 

BLOODY KNUCKLES – Zensur

 
 
 
Im Film gibt es einige Splattermomente zu sehen. Von Enthauptungen bis zum kruden Abtrennen einer Hand mit einer Handkreissäge sind einige Momente dabei, die Fans für harte Späße zufriedenstellen dürften. Wegen des komödiantischen Untertons dürfte BLOODY KNUCKLES trotz Gewalteinlagen ungeschoren durch die FSK kommen. Vermutlich aber trotzdem mit einer Freigabe für Erwachsene. Keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

BLOODY KNUCKLES – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

(Rechte für Grafiken liegen bei Artsploitation Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Die Hand (1981)
 
Die Killerhand (1999)
 
Hands of a Stranger (1962)
 
The Hands of Orlac (1924)
 
Mad Love (1935)
 
The Beast with Five Fingers (1946)
 

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Filmkritik: „The Hatching“ (2014)

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THE HATCHING – DIE NATUR BEISST ZURÜCK

Story

 
 
 

In einer britischen Kleinstadt irgendwo im Hinterland häufigen sich mysteriöse Todesfälle. Menschen verschwinden spurlos und Leichenteile werden gefunden – nur was ist die Ursache?

 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Kritik

 
 
 
Was braucht man für einen Horrorfilm mit Krokodilen? Richtig: Hungrige Krokos, menschliche Opfer und musikalische Untermalung, die Angriffe und Fütterungsmomente – ähnlich wie in DER WEISSE HAI – möglicht ungemütlich unterstreichen. THE HATCHING hat im Grunde genommen all das und ist trotzdem weit entfernt von dem, was man sich unter einem gelungenen Genrefilm vorstellt. Als „Dark Comedy Horror“ wird der britische Indie-Streifen vom Produktionsstudio beworben, was leider nur bedingt zutrifft, denn sonderlich schwarzhumorig ist der Film keineswegs. Für eine Horrorkomödie sind erheiternde Momente rar gesät. Flimmern sie dann endlich mal über die Mattscheibe, reduzieren sie sich auf unbeholfenen Slapstick und nicht gerade erwähnenswertes Geblödel. Leider wollen die Spaßelemente nicht in den übrigen Film passen. Der nimmt sich für beworbene Horror-Comedy erstaunlich ernst. Doch das ist noch das kleinere Übel.
 
 
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In THE HATCHING geht einiges drunter und drüber. Im Mittelpunkt steht eine britische Kleinstadt irgendwo in der britischen Grafschaft Somerset, wo zufällig Dinge passieren, die man keineswegs hinterfragen sollte. Nach dem Tod des Vaters kehrt Tim Webber nach Hause zurück. Dort ist man über dessen Ankunft nicht sonderlich erfreut. Das ist auch kein Wunder, denn vor 15 Jahren hat sich genauer hier Tragisches ereignet, für das Tim verantwortlich gemacht wird. Als Kind hat er sich zusammen mit zwei Freunden aus dem Internat geschlichen und ist in den nahe gelegenen Zoo eingebrochen, um Krokodileier zu stehlen. Der Einbruch misslang und eines der Kids wurde vom Muttertier verschlungen. Jahre nach dem Vorfall findet der Ort erneut Erwähnung in Tageszeitungen und Nachrichten. Eine mysteriöse Mordserie erschüttert die Gegend. Frauen verschwinden spurlos und verstümmelte Leichen werden gefunden. Alles deutet darauf hin, dass in den Seen und Flüssen vor der Stadt ein Krokodil sein Unwesen treibt. Doch stimmen die Vermutungen oder hat das Verschwinden von Bewohnern andere Ursachen?
 
 
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Was hat Regisseur MICHAEL ANDERSON nur geritten, als er zusammen mit Autor NICK SQIRE am Drehbuch zu THE HATCHING gefeilt hat? Der versucht krampfhaft zwei Handlungsstränge in einem Film zu pressen, die dazu noch so unglaubwürdig sind, dass sich dem Zuschauer die Zehennägel biegen. So wird im späteren Verlauf klassischer Tierhorror von einem abstrusen Backwood-Slasher abgelöst, der zwar einen Hauch Kannibalencharme versprüht aber ratlose Gesichter zurücklässt. Was abgefahren klingt, funktioniert keineswegs, weil der Film mehr Fragen aufwirft, als Antworten zu geben. Selbstverständlich wird in den Gewässern vor dem Ort ein Reptil bei seinen Raubzügen gesehen. Doch wie konnte ein Krokodil fünfzehn Jahre unbemerkt im Dorfteich überleben und warum ging bisher niemand ernsthaft dem Verschwinden dutzender Frauen auf den Grund? Wer auf plausible Erklärungen wartet, wird enttäuscht. Stattdessen folgt THE HATCHING konsequent einer stumpfsinnigen Handlung, die bewusst skurril geschrieben wurde, weil die beiden Drehbuchautoren doch mit selbstironischer Comedy aufmuntern wollten. Leider muss sich auch der beste Drehbuchautor eingestehen, dass er den falschen Beruf gewählt hat, wenn er sein Ziel verfehlt. THE HATCHING ist nicht lustig, hält den Zuschauer für dumm und hat bis auf die letzten 15 Minuten kaum Unterhaltungswert. Demnach sollte man sich nicht vom reißerisch gestalteten Filmplakat blenden lassen. Das suggeriert einen fiesen Tier-Schocker in der Machart von LAKE PLACID. Nervenzehrende Szenen in denen Opfer vor hungrigen Tieren flüchten und dann doch gefressen werden, bilden in THE HATCHET die Ausnahme. Stattdessen ist man darum bemüht den Horrorfan mit peinlichen Gags zum Abschalten zu bewegen. Nur schade um die teils sympathischen Figuren, die von talentierten Darstellern verkörpert werden, die sich vor der Kamera zum Trottel machen. Die werden sich in einigen Jahren vermutlich dafür schämen, für diesen Horror-Quatsch unterschrieben zu haben.
 
 
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THE HATCHING – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
 
LAKE PLACID trifft auf INBRED. Zuerst das Positive: THE HATCHING ist kein Tier-Monster-Trash mit schlechten Effekten, wie er in den Abfallschmieden von THE ASYLUM und SYFY am Fließband hergestellt wird. Das Reptil in THE HATCHING wurde ganz passabel animiert und kommt fast ohne CGI aus, ist aber im Vergleich zum Krokodil auf dem Filmplakat um Welten kleiner. Mit einem Budget von 5.000.000 Dollar kann man auch eine ordentlichen Produktion erwarten, schließlich wurden schon besser Tier-Horror-Heuler mit weitaus weniger Kapital gedreht, die unterm Strich dann doch besser unterhalten haben, als der britische THE HATCHING. Regisseur MICHAEL ANDERSON hat hier eine schwarzhumorige Horrorkomödie gedreht, die ein großes Problem hat: die Gags zünden nicht. Statt sich auf gute Lacher zu konzentrieren, wurde die Filmhandlung mit abstrusen Wendungen zugemüllt, die Kopfschütteln verursachen werden. Zwei Geschichten zum Preis von einer lautet die Devise, denn THE HATCHING besteht quasi aus zwei Geschichten, die auf Zwang kombiniert werden mussten. Leider wirft der haarsträubende Mix aus Kroko-Horror und Backwood-Slasher eine Menge Fragen auf, die MICHAEL ANDERSON erst gar nicht versucht zu beantworten. Der Zuschauer wird demzufolge nicht sonderlich „amused“ über die vielen Plotlöcher sein und THE HATCHING wegen der stattlichen Anzahl an Logiklücken als zeitraubenden Blödsinn abstempeln.
 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Zensur

 
 
 
Wer von Reptilien zerfetzte Menschenkörper sehen möchte, wird von THE HATCHING enttäuscht werden. Immer dann, wenn das Krokodil zuschnappt blendet die Kamera weg. So gibt es kurz abgetrennte Gliedmaßen und einen abgetrennten Kopf zu sehen, die die Bewohner später aus dem See fischen. Sonderlich brutal ist THE HATCHING deswegen aber nicht. Trotz Serienkiller- und Kannibalen-Einschlag hat es für diesen Film in der ungeschnittenen Fassung eine FSK16 geben. Aufgrund einiger Trailer anderer Filme, ziert die erhältliche Blu-ray und DVD den roten FSK-Flatschen.
 
 
 


 
 
 

THE HATCHING – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Great Movies | Daredo | White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Hatching; Großbritannien 2014

Genre: Horror, Thriller, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 2.35:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 90 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailershow

Release-Termin: 30.09.2016 (BD KeepCase)

 

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THE HATCHING – Trailer

 
 

 
 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Inbred (2011)
 
Die Fährte des Grauens (2007)
 
Rogue – Im falschen Revier (2007)
 
Black Water (2007)
 


Filmkritik: „Rise Of The Animals“ (2011)

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RISE OF THE ANIMALS – MENSCH VS. BIEST

Story

 
 
 
Völlig ohne Grund fangen Tiere an Menschen zu töten. Mitten im Chaos versuchen drei Teenager ein verlorenes Handy dem Besitzer wiederzubringen.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Kritik

 
 
 
RISE OF THE ANIMALS ist Chris Wojciks Spielfilmdebüt, das er für rund 7.000 Dollar inszeniert hat. Leider ist das dann auch so ziemlich alles, was man an erwähnenswerten Hintergrundinformationen über den Film in Erfahrung bringen kann. Wenig inszenatorische Qualität steckt hinter diesem Machwerk, wobei man fairerweise sagen muss, dass es sich bei RISE OF THE ANIMALS um blödsinnigen Trash handelt, den die Macher immerhin lustvoll zelebrieren. So sieht man knapp 60 Minuten, wie Laiendarsteller von Plüschtieren angesprungen und von schlecht animierten CGI-Tieren gefressen werden. Irgendwo dazwischen versteckt sich dann auch eine völlig belanglose Teen-Romanze, die vollkommen deplatziert wirkt. Dennoch, RISE OF THE ANIMALS sorgt dank seiner fürchterlichen Effekte zumindest für einige Lacher. Die allein reichen jedoch nicht aus, um den Zuschauer die gesamte Laufzeit über unterhalten zu können. Stellen, die wohl erheiternd wirken sollten, sind nicht lustig und immer wieder mangelt es dem Film an Spannung, so dass sich RISE OF THE ANIMALS zieht wie Kaugummi. Ganz besonders übel sind diverse Fremdschämmomente, die auf Unerfahrenheit des Machers zurückzuführen sein dürften, so dass es keine große Freude bereitet sich RISE OF THE ANIMALS anzusehen. RISE OF THE ANIMALS ist nichts fürs Otto-Normal-Horrorpublikum und dürfte daher nur für den Fan des schlechten Filmgeschmacks von Interesse sein.
 
 
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RISE OF THE ANIMALS – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Leider ist RISE OF THE ANIMALS kein neuer BIRDEMIC. Für Amateur- und Trashfilmfans gibt es dennoch den ein oder anderen spaßigen Moment. Für alle übrigen Horrorfans hat RISE OF THE ANIMALS leider kaum etwas zu bieten.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Zensur

 
 
 
Der Film ist am 4. September 2015 von Cosmopolitan Pictures in seiner ungeschnittenen Fassung auf DVD und Blu-ray veröffentlicht worden. Als Bonusmaterial bieten sowohl die DVD als auch die Blu-ray einen Audiokommentar mit Cast & Crew. Die erhältliche Fassung wurde jedoch erst für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben und besitzt den roten 18er-Flatschen. Der Grund für die hohe Freigabe ist im Bonusmaterial zu suchen, denn der Film selbst ist bereits frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Cosmopolitan Pictures

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Rise of the Animals; USA 2011

Genre: Horror, Trash, Komödie

Ton:Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0

Untertitel: Keine

Bild: 1,78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 72 Min.

FSK: Film: FSK16 (ungeschnittene Fassung) | Aufgrund des Bonusmaterials: Keine Jugendfreigabe

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Making of, Trailershow, Audiokommentar

Release-Termin: 21.08.2015

 

Rise of the Animals – Mensch vs. Biest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

RISE OF THE ANIMALS – Trailer

 
 

 
 

Sam Freissler

Die Rechte für alle Grafiken liegen bei COSMOPOLITAN PICTURES

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Panik in der Sierra Nova (1977)
 
Birdemic: Shock and Terror (2010)
 
Die Meute (1977)
 
Die Vögel II – Die Rückkehr (1994)
 


Filmkritik: „Cooties“ (2014)

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COOTIES

Story

 
 
 
Ein typischer Montag für den jungen Hobby-Schriftsteller und Lehrer Clint (Elijah Wood). Nach einem längeren Aufenthalt in Brooklyn ist er in seine Heimatstadt Fort Chicken zurückgekehrt um dort in Ruhe an seinem Buch zu arbeiten und an seiner ehemaligen Grundschule zu lehren. Doch an Stelle von enthusiastischen Kindern und freundlichen Kollegen trifft er auf eine Horde missmutiger Lehrer. Auch Proleth Wade (Rainn Wilson) unterrichtet an der Schule. Der ist mit Clints alter Flamme Lucy (Alison Pill) liiert und macht Probleme. Weitaus mehr Sorgen bereitet jedoch eine tödliche Krankheit. Die verwandelt die Schule in ein Schlachtfeld. So verbreitet sich in eine mysteriöse Seuche, die Schüler in blutrünstige Zombies verwandelt. Eingesperrt in den Klassenräumen und umringt von angeknapperten Leichen macht sich die ungleiche Bande aus Erziehern auf die Suche nach einem Ausweg.

 
 
 


 
 
 

COOTIES – Kritik

 
 
 
Was für eine grandiose Prämisse, mit der die Regie-Debütanten Cary Murnion und Jonathan Milott arbeiten dürfen. Wie oft hat sich manch Zuschauer über nervige Kinder in Filmen aufgeregt? In „Cooties“ soll der Spieß umgedreht und eine Horde von minderjährigen Zombies aufs Korn genommen werden. Dabei versprüht die Horror-Komödie anfangs ein Fest aus politisch unkorrektem Spaß, das dank Mengen abgetrennter und halb ausgewachsener Gliedmaßen sowie einer Tonne Lehrergedärmen für gute Lacher sorgt. Mit einer herrlich widerlichen Montage wird im Vorspann der Hergang des verheerenden Virus verfolgt. Kurz darauf lernen wir den schüchternen Clint (ELIJAH WOOD aus ALEXANDRE AJAS MANIAC) kennen, der noch bei seiner Mutter wohnt und den Tag mit einem naiven Grinsen startet. Auch die Gruppe aus Lehrern, die sich mit unterhaltsamen Sticheleien bei Laune hält, verspricht einen unterhaltsamen und kurzweiligen Horrorfilm.
 
 
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Viele der anfänglichen Versprechen kann „Cooties“ leider nicht halten. Bis auf wenige Ausnahmen kommt das Grundschüler-Gemetzel äußerst zahm daher. Wer sich also auf einen absurden Zombiefilm freut, in dem reihenweise Kinder niedergestreckt werden, wird enttäuscht. Hinzu kommen irritierende Wechsel im Ton des Films. Was vermutlich als abseitige und schräge Komödie geplant war, verwandelt sich zwischenzeitlich in einen Gruselfilm, der vergeblich versucht Spannung aufzubauen. Zudem passen die Entwicklungen der Charaktere, die zum Teil bis in den dramatischen Bereich gehen, nicht zu dem, was „Cooties“ eigentlich ausmachen sollte. Als größtes Manko des Films erweisen sich jedoch nicht die tonalen Schwankungen oder die Ungleichmäßigkeit der Figuren, sondern eine geradezu rätselhafte und überflüssige Endsequenz. Die wirft unnötige Fragen auf und will im Kontext des Films absolut keinen Sinn machen. Erfahrene Horrorfans dürften bei einem derart haarsträubenden Abschluss wohl nur mit dem Kopf schütteln. Enttäuschend!
 
 
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COOTIES – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Eine Handvoll blutiger Szenen und zwei oder drei müde Lacher. Mehr ist es nicht, was „Cooties“ als Horrorkomödie ausmacht. Der gute Cast, der zunächst mit Elijah Wood, Rainn Wilson und Alison Pill überzeugt und Spaß macht, wird im Verlauf des Films stetig uninteressanter. Aber auch die Lacher, die anfangs zu begeistern wissen, machen sich viel zu schnell rar. Alles in allem handelt es sich bei „Cooties“ um eine coole, abwechslungsreiche Prämisse, die leider von einem schwachen Drehbuch und dem mangelnden Fokus der Regisseure sabotiert wird.
 
 
 


 
 
 

COOTIES – Zensur

 
 
 
In Deutschland erscheint „Cooties“ ohne Schnitte mit einer Freigabe ab 16 Jahren. In den wenigen Sequenzen, in denen es zur Sache geht, gibt es die gewohnten, matschigen Bilder üblicher Zombiefilme zu sehen. Der amüsante Grundton des Films macht die 16er-Freigabe trotz einiger brutaler Bilder und Gewalt gegen (zombiefizierte) Kinder nachvollziehbar.
 
 
 


 
 
 

COOTIES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Universal Pictures Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Cooties; USA 2014

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Polnisch DTS 5.1, Portugiesisch DTS 5.1, Ungarisch DTS 5.1

Untertitel: Deutsch, Bulgarisch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Isländisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

Bild: 2.40:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 88 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Interview mit Elijah Wood

Release-Termin: 15.10.2015

 

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COOTIES – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

Mehr Kritiken von Timo gibt es auf dasnapalmduo.de zu lesen

Die Rechte aller verwendeten Bilder liegen bei UNIVERSAL PICTURES HOME ENTERTAINMENT

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Turbo Kid (2015)
 
Stalled (2013)
 
Buck Wild (2013)
 
Bloodsucking Bastards (2015)
 
Weg mit der Ex (2014)
 
Dawn of the Dead (2004)
 


Filmkritik: „The Badger Game“ (2014)

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THE BADGER GAME

Story

 
 
 
Kidnapping mit Hindernissen: Opfer Liam (SAM BOXLEITNER) will nicht mit seinen maskierten Erpressern kooperieren, denn die wollen von ihm Bares. Das führt letztendlich dazu, dass die chaotische Entführung für Täter und Opfer im Desaster endet.
 
 
 


 
 
 

THE BADGER GAME – Kritik

 
 
 
Komödie, Thriller, Folterstreifen oder Drama – zu welcher Gattung Film gehört THE BADGER GAME eigentlich? Bleiben wir einfach dabei, dass dieses schwarzhumorige Stück Independent-Kino von allem etwas beinhaltet, denn in eine Schublade stecken lässt sich der neue Streifen von THOMAS ZAMBECK und JOSHUA WAGNER (Drehbuchautor von MIMESIS – NIGHT OF THE LIVING DEAD) leider nicht. Als „sexy/bloody/violent/comedic thriller“ wurde das Projekt in einer Crowdfunding-Kampagne auf der Internetplattform KICKSTARTER beworben, wo das Regie-DUO 15.000 Dollar von hilfsbereiten Fans sammelte, damit der Film fertiggestellt werden konnte. Überhaupt scheint sich Crowdfunding in den letzten Jahren zu einem rentablen Sprungbrett für ambitionierte Nachwuchsfilmemacher entwickelt zu haben. Denn nur mit Hilfe dieser neuen Finanzierungsmethode konnten mutige (Horror)Filme entstehen, die ohne die Unterstützung spendabler Filmliebhaber wohl nie das Licht der Zelluloidwelt erblickt hätten.
 
 
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Man sollte nie die Rache betrogener Frauen unterschätzen, denn die kann grausam und unberechenbar sein. Mit selbiger hat der gutbetuchte Werbefachmann Liam nicht gerechnet. Der wechselt attraktive Frauen wie Hemden, obwohl die treusorgende Ehegattin zu Haus auf ihn wartet. Auch Alex (AUGIE DUKE aus SPRING) ist eine der vielen Schönheiten im Leben des Womanizers, die aus allen Wolken fällt, als plötzlich von der Ehefrau die Rede ist. Grund genug Rachepläne zu schmieden. Zusammen mit Bruder Kip (PATRICK CRONEN) sowie den beiden Freundinnen Shelly (JILLIAN LEIGH) und Jane (SASHA HIGGINS) schmiedet die Betrogene einen teuflischen Plan. Eine Entführung soll dem triebgesteuerten Casanova einen Denkzettel verpassen. Man will Lösegeld erpressen und dem Macho die Leviten lesen. Kooperiert Liam nicht, soll die Ehefrau vom Doppelleben ihres Mannes erfahren. Leider verlaufen die Dinge anders als erwartet, denn dem Entführten sind die Forderungen egal. Als der dann auch noch aus seinem Gefängnis flieht und ein Fremder von den Plänen der Freunde erfährt, gerät die gut durchdachte Racheaktion außer Kontrolle.
 
 
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Tiermasken im Trailer und auf dem Cover legen die Vermutung nahe, dass hier Home-Invasion-Horror à la YOU’RE NEXT über die Mattscheibe flimmern wird. All jene, die von THE BADGER GAME grausame Metzelmomente erwarten, werden an dieser Stelle vorgewarnt, denn dieser Streifen hat mit jener Art von Filmen nichts gemein. THE BADGAR GAME ist ein zynisches Indie-Erlebnis mit unerwarteten Wendungen und weitaus makabrem Finale. Hier wird das bluttriefende Konzept gängiger Torturwerke über Bord geworfen. Obwohl die Protagonisten des Films immer wieder zum Folterwerkzeug greifen, bleibt unangenehmes Quälen aus. THE BADGER GAME beginnt wie jeder beliebige Folterstreifen. Dennoch distanzieren sich die Macher THOMAS ZAMBECK und JOSHUA WAGNER zügig vom sadistischen Treiben jenes polarisierenden Subgenres. Ihnen war es wichtig die dunkle Seite ihrer Figuren zutage zu fördern. Denn anders als man es anfangs erwarten würde, zeigen die vermeintlich sympathischen Entführer im späteren Verlauf, dass sie nicht weniger gewissenlos sind, als ihr hinterlistiges Opfer. Schauspielerisch ist das gebotene Kammerstück (die Haupthandlung spielt sich in einem dunklen Keller ab) für Low-Budget-Verhältnisse ganz ordentlich. Die Akteure zeigen zur Abwechslung, dass sie was können. In Filmen mit wenig Kapital ist das nicht die Regel. Vor allem im Horrorfilm fließt ein Großteil des wenigen Budgets in handgemachte Spezialeffekte, so dass nicht selten Laiendarsteller engagiert werden müssen, weil sonst das Geld nicht mehr ausreichen würde.
 
 
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THE BADGER GAME zeigt – wenn auch auf schwarzhumorige Weise – wie weit Menschen gehen, wenn schnelles Bargeld lockt. So läuft eine gut durchgeplante Entführung schnell aus dem Ruder und gute Freunde werden zu erbitterten Feinden. Der Zuschauer fungiert als Beobachter und erkennt schnell, dass diese Entführung im Chaos enden wird, handelt es sich doch bei den Tätern nicht um die hellsten Kerzen auf der Torte. Ein Missgeschick jagt das nächste und jeder der Beteiligten erhält am Ende die gerecht Strafe. Spätestens dann darf gelacht werden, ist doch Schadenfreude nun mal die schönste Freude. Trotz Humor und guter Ideen sollte nicht unerwähnt bleiben, dass THE BADGER GAME seine Längen hat. Eine straffere Inszenierung hätte durchaus Wunder bewirkt und das gemeinsame Machwerk der beiden Freunde und Regisseure THOMAS ZAMBECK und JOSHUA WAGNER unterhaltsamer gemacht. So ist THE BADGER GAME trotz Herzblut zwar ein solider Thriller; lang wird man sich an diesem durchwachsenen Genre-Mix nicht erinnern können. Denn dazu ist der Entführungsstreifen einfach zu weit davon entfernt ein guter Film zu sein.
 
 
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THE BADGER GAME – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Der etwas andere Folterfilm: zynischer Entführungsthriller mit makabrem Ende. THE BADGER GAME beginnt wie jeder andere Folterfilm, schlägt aber schnell eine ganz andere Richtung ein. Die beiden Regisseure THOMAS ZAMBECK und JOSHUA WAGNER überraschen mit bitterbösen Wendungen und sorgen dank schwarzem Humor für schadenfrohe Schmunzler. Leider hat THE BADGER GAME mit erheblichen Längen zu kämpfen. Vielleicht wäre es gut gewesen, wenn die beiden Regisseure noch einmal das eigene Drehbuch überflogen und einige Dialoge gestrafft hätten. Vor allem im Mittelteil zieht sich die Handlung wie Kaugummi, so dass man die Vorspultaste der Fernbedienung griffbereit halten sollte. Trotz mutigem Richtungswechsel – lang bleibt dieser Film nicht im Gedächtnis. Schade!
 
 


 
 
 

THE BADGER GAME – Zensur

 
 
 
Auch wenn THE BADGER GAME wie üblicher Folterbrei beginnt, die bebilderten Grausamkeiten halten sich in Grenzen. Ein Schädel wird im Off zerschmettert und ein Gesicht wird mittels Gartengerät „verschönert“. Außerdem wird eine Protagonistin erstickt. Hierzulande wird der Film eine FSK16 erhalten.
 
 


 
 
 

THE BADGER GAME – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
A Simple Plan (1998)
 
Blood Simple – Eine mörderische Nacht (1984)
 


Filmkritik: „5 Zimmer Küche Sarg“ (2014)

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5 ZIMMER KÜCHE SARG

(WHAT WE DO IN THE SHADOWS)

Story

 
 
 
Außerhalb des Neuseeländer Städtchens Wellington steht eine uralte und charmante Villa. Darin wohnen vier ebenso uralte und charmante Bewohner, die zusammen mehrere Tausend Jahre auf dem Buckel haben. Viago (Taika Waititi), Vladislav (Jemaine Clement), Deacon (Jonny Brugh) und Petyr (Ben Fransham) sind Vampire leben in einer Vampir-WG, die sich neben den alltäglichen Reibungen des Zusammenlebens auch einigen sehr speziellen Herausforderungen stellen muss. Ein Kamerateam begleitet sie über einige Monate und fängt dabei die Geflogenheiten der Blutsauger ein. In der Vorbereitung auf das große Event des Jahres, einem Maskenball für Zombies, Hexen, Vampire und dergleichen, müssen Viago und Co. sich unter Anderem mit Neuzugängen in der WG, sterblichem Besuch und natürlich dem allgegenwärtigen Blutdurst beschäftigen.
 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Kritik

 
 
 
Von all den klassischen Monstern der menschlichen (und filmischen) Geschichte ist der Vampir wohl der präsenteste Vertreter. In unzähligen Romanen und Filmen haben sich Geschichtenerzähler mit dem Reiz der Unsterblichkeit befasst und das mythische Ungeheuer zu einem oft gesehenen Gast der Popkultur gemacht. Interpretiert wurden Vampir-Stories bislang als Horrorfilme, Dramen und zuletzt zur großen Aufregung von Genrefans auch als minderwertiger Kitsch für pubertierende Frauen. Aus Neuseeland gesellt sich jetzt eine Komödie dazu, geschrieben und gedreht von Taika Waititi und Jemaine Clement, die außerdem zwei der Hauptrollen übernehmen.
 
 
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Wer denkt, dass „5 Zimmer Küche Sarg“ bloß ein weiterer Versuch ist, aus dem allmählich abnehmenden Hype um den Vampir Profit zu schlagen, ist auf der falschen Fährte. Spätestens mit Einsetzen des Vorspanns zeigt sich, dass Waititi und Clement nicht nur mit Grips, sondern auch mit viel Liebe und Sorgfalt ans Werk gegangen sind. Mit viel kreativer Energie widmen sie sich ihren blutsaugenden Charakteren und deren Hintergrund. Dabei wird kaum ein Vampirklischee ausgelassen und mit viel Witz in die WG-Thematik integriert. Von Disputen über blutiges Geschirr, das seit fünf Jahren in der Spüle liegt bis hin zum fehlenden Spiegelbild, das die Suche eines Outfits für die anstehende Partynacht verkompliziert. Ist die Clique erst im Nachtleben von Wellington angekommen, stehen sie vor einer weiteren Herausforderung. Um einen Nachtclub zu betreten, müssen sie selbstverständlich hereingebeten werden. „5 Zimmer Küche Sarg“ ist voll von derartigen Situationen, die nicht nur Vampirfreunde zum Lachen bringen. Die gründliche Charakterisierung der Protagonisten geht sogar so weit, dass sie neben den Akzenten, die ihrer Herkunft und ihrem Alter entsprechen, auch Verhaltensweisen an den Tag legen, die seit dem Mittelalter antiquiert sind.
 
 
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Neben all dem Humor ist es bewundernswert, dass Waititi und Clement in ihrem kurzen, knackigen Film Platz für überraschend tiefgründige Momente in Form von Konfrontationen mit der Außenwelt oder sogar einer verlorenen Liebe finden. Zu keiner Zeit legt „5 Zimmer Küche Sarg“ jedoch seinen geradezu unglaublichen Charme ab, der zeitweise an Unschuld grenzt.
 
 
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5 ZIMMER KÜCHE SARG – Fazit

 
 
 
9 Punkte Final
 
 
Den Neuseeländern Taika Waititi und Jemaine Clement ist mit „5 Zimmer Küche Sarg“ eine Vampirkomödie gelungen, die rundum punkten kann. Nicht nur legen sie einen großen Respekt für das viel geschundene Wesen Vampir an den Tag, sie kombinieren die Jahrtausende alte Mythologie des Blutsaugers mit einer modernen Kulisse. Das Ergebnis ist ein origineller, kreativer und extrem witziger Film, der über viele Jahre hinweg das Maß für die humorvolle Aufarbeitung klassischer Monster sein wird.
 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Zensur

 
 
 
In Deutschland erscheint „5 Zimmer Küche Sarg“ mit einer Freigabe ab 12 Jahren. Obwohl er auch die eine oder andere blutige Szene zu bieten hat, wird der Film von einem leichten, verspielten Grundton beherrscht, der eine höhere Freigabe unnötig macht.
 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
5-zimmer-kueche-sarg-bluray

(c) Weltkino

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: What We Do in the Shadows; Neuseeland 2014

Genre: Komödie, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.85:1 (1080p) | @24 Hz

Laufzeit: ca. 85 Min.

FSK: FSK 12 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: 12-seitiges Booklet, 12 Bonusvideos: Der Original Kurzfilm von 2005, Behind the Shadows, Deacons Erotiktanz, Stus Büro-Homestory, Jackie, die Vertraute, Viago singt, Vlad malt, Vlad der Dichter, Nachtzahnarzt, Die mit den Werwölfen tanzen, What We Do in Transylvania, What We Do in Berlin, 12 Deleted Scenes, Trailer, Frag einen deutschen Kiwi, Fanplakate (Diashow)
Vampir Fotoalbum (Diashow)

Release-Termin: 05.06.2015

 

5 Zimmer Küche Sarg [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

5 ZIMMER KÜCHE SARG – Trailer

 
 

 
 
 

Timo Löhndorf

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Die Rechte aller Grafiken in dieser Review liegen bei Weltkino

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Housebound (2014)
 
Tucker & Dale vs. Evil (2010)
 
Eagle vs Shark (2007)
 


Filmkritik: „Kill, Granny, Kill!“ (2014)

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KILL, GRANNY, KILL!

Story

 
 
 
KILL, GRANNY, KILL erzählt die Geschichte einer Killer-Oma, die im Keller ihres Hauses blutigen Hobbys nachgeht und sichtlich Spaß daran hat diese auszuleben.
 
 
 


 
 
 

KILL, GRANNY, KILL! – Kritik

 
 
 
KILL, GRANNY, KILL ist eine dieser semiprofessionellen Videoproduktionen, die wohl zu Hochzeiten der Videokassette Kultstatus genossen hätte, weil das Machwerk so abgrundtief schlecht ist, dass der Videoquatsch sogar ein paar Schmunzler entlocken kann. Sichtlich an die frühen Erfolge der Trash-Schmiede TROMA angelehnt, haben sich hier ein Paar Fans des finsteren Genres zusammengetan und einen hölzernen Film gemacht, der erfahrene Horrorzuschauer vermutlich an den belgischen Splatter-Streifen RABID GRANNIES auf schlombiesfilmbesprechungen.net zurückerinnern lässt. Der fand ebenfalls bei TROMA ein adäquates Zuhause und hämmerte sich vor allem durch schwarzen Humor und heftige Gewaltmomente ins Gedächtnis. In KILL, GRANNY, KILL sind es jedoch nicht diabolische Großmütter, die ihre Gäste verspeisen. Hier entpuppt sich eine Alte (DONNA SWENSEN) als nächster Leatherface und bringt Menschen mit dem Beil um die Ecke, damit die ermordeten Opfer hinterm Haus gehäutet und filettiert werden können. Das bekommt auch die sexhungrige Abby Daniels (ALICIA M. CLARK) zu spüren. Die landet nach einem kurzen Bewerbungsgespräch im Kochtopf der Rentnerin, weil sie sich als neue Haushälterin partout nicht an die Hausordnung ihrer Arbeitgeberin halten möchte.
 
 
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B wie billig und T wie Trash. Wirklich ernstnehmen kann man dieses überflüssige Sammelsurium peinlicher Albernheiten keineswegs. Einerseits sind Schauspiel, Inszenierung und Effekte jenseits von Gut und Böse. Andererseits nimmt sich der Film selbst auf die Schippe, so dass die unzureichende Technik kaum ins Gewicht fällt. Trotzdem sollte man schon eine gewissen Leidenschaft für diese Art von Filmen mitbringen, denn das kommerzverwöhnte Horrorpublikum wird mit einem günstige gemachten Amateurfilm wie KILL, GRANNY, KILL wohl kaum etwas anzufangen wissen. Die Geschichte des Films ist so abgenutzt, wie die Videobänder jener Zeit und ein Drehbuch war offensichtlich nicht von Nöten, da die rudimentäre Handlung auf einem Bierdeckel Platz gefunden hat. Immerhin wird die Gewaltfraktion mit knappen Goreeinlagen zufriedengestellt. Die dürfte sich am ungeschliffenen Look und den technischen Defiziten ohnehin kaum stören, sorgt Regisseur JACOB ENNIS für genug Blut und Baumarkteffekte, damit es jenen Horrorfans nicht langweilig wird.
 
 
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Auch wenn mit schmerzhafter Kastration, blutiger Enthauptung und etwas Sex gelockt wird bleibt am Ende die Erkenntnis, dass KILL, GRANNY, KILL einfach dreißig Jahre zu spät über die heimischen TV-Apparate flimmert. Der Funke will trotz Retro-Gefühl nicht überspringen, was wohl in erster Linie daran liegen mag, dass mittlerweile selbst im No-Budget-Sektor Besseres geboten wird. Hier haben in letzter Zeit viele ambitionierte Filmschaffende bewiesen, dass man auch mit wenig Kapital sehenswertes Kinofutter entstehen lassen kann. Vergleicht man die hier vorgestellte Horrorkomödie mit vielen dieser liebevollen Horrorproduktionen bleibt das Gefühl nicht aus, dass man das Budget für diesen Film wohl hätte auch die Toilette hinabspülen können. Trotz aller Liebe zum Horrorfilm: KILL, GRANNY, KILL kann absolut gar nichts. Einfältiger und dilettantischer Schlamassel – unterirdisch und schwachsinnig.
 
 
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KILL, GRANNY, KILL! – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
 
Wenn Oma das Töten nicht lassen kann – KILL, GRANNY, KILL ist eine etwas andere Interpretation des beliebten TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Leatherface wurde hier gegen eine gebrechliche Alte ausgetauscht, die dem Killer-Kollegen in Sachen Brutalität versucht das Wasser reichen. Mit viel schwarzem Humor und Mut zur Albernheit bringt sie all jene um die Ecke, die ihr vors Hackebeil kommen und schneidet ihnen das Fleisch von den Knochen, damit der Kühlschrank mit Vorräten gefüllt werden kann. Trotz netter Gewaltmomente ist KILL, GRANNY, KILL nur eine lieblose Hommage an längst vergessene VHS-Glanzjahre, die schludrig und unprofessionell auf Film gebannt wurde. Charme sucht man vergebens und die halbherzige Inszenierung dürfte wohl eher zum schnellen Abschalten dieses Amateur-Blödsinns bewegen. Das Schauspiel ist erbärmlich, das Drehbuch hirnrissig und die musikalische Untermalung nicht immer passend. In Anbetracht dessen, dass es viele Indie-Regisseure gibt, die viele Herzblut in ihre No-Budget-Streifen investieren ist das, was dem Horrorfan in KILL, GRANNY, KILL zugemutet wird schon als Dreistigkeit vor dem Herrn zu betiteln. Wer Großmütter und Hausfrauen bei ihrer täglich blutigen Arbeit begleiten möchte, sollte dann doch lieber Streifen wie FLESH EATING MOTHERS oder RABID GRANNIES aus dem Filmregal holen und in den Player legen. Die sind zwar auch nicht sonderlich perfekt, bringen aber jenes Videogefühl auf die Mattscheibe zurück, an das sich Filmfans älteren Semesters noch gut erinnern dürften. Übrigens sollte man sich am Ende den Spaß machen und die Namen im Abspann zählen. Es scheint doch sehr kurios, wie viele Menschen an KILL, GRANNY, KILL beteilt gewesen sein sollen.
 
 


 
 
 

KILL, GRANNY, KILL! – Zensur

 
 
 
Ein abgeschnittener Penis, eine blutige Enthauptung, ein etwas anderer Luftröhrenschnitt und ein paar kleine Beilhiebe dürften der Horrorkomödie in Deutschland den roten FSK-Flatschen einbringen. Der Film ist trotz Splattereinlagen nicht sonderlich hart ausgefallen und dürfte hierzulande in ungeschnittener Form erscheinen – keine Jugendfreigabe!
 
 


 
 
 

KILL, GRANNY, KILL! – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Rabid Grannies (1988)
 
Flesh Eating Mothers (1988)
 
Texas Chainsaw Massacre (1974)


Filmkritik: „The Scarehouse“ (2014)

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THE SCAREHOUSE – REVENGE IS A BITCH

Story

 
 
 
Jetzt wird abgerechnet: Die ehemaligen Studentinnen Corey und Elaina zahlen es ihren Ex-Verbindungsschwestern heim und locken die Mädchen in eine zur Geisterbahn umfunktionierten Lagerhalle, wo ihnen eine tödliche Lektion erteilt wird.

 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Kritik

 
 
 
Es ist Halloween und zwei Mädchen funktionieren im Horrorfilm THE SCAREHOUSE eine leerstehende Halle zu einer dieser Geisterhäuser um, die sich seit einigen Jahren in Amerika großer Beliebtheit erfreuen. Während die Kleinen von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten zu sammeln, zieht es erwachsene Amerikaner in diese privaten Geisterbahnen, um dort das Fürchten gelehrt zu bekommen. In THE SCAREHOUSE wird dieser neumodische Brauch jedoch zweckentfremdet. Die titelgebende Geisterbahn ist hier nur Dekoration in der nicht erschreckt, sondern munter drauflos gefoltert wird. Rache steht auf dem Plan, wobei diesmal die Herren der Schöpfung Sendepause haben. Stattdessen stellt das weibliche Geschlecht endlich auch mal unter Beweis, das es mindestens genauso talentiert mit Folterutensilien umgehen kann, wie die männlichen Filmschurken in Horrorschockern wie HOSTEL, SAW & Co.
 
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Corey (SARAH BOOTH) und Elaina (KIMBERLY-SUE MURRAY) haben einen Pakt mit dem Sensenmann abgeschlossen. Zwei Jahre mussten sie für ein Verbrechen im Gefängnis absitzen, zu dem sich von ihren Studentenfreundinnen angestiftet wurden. Endlich in Freiheit, sollen die für ihre rücksichtslose Tat bestraft werden. In einer zur Geisterbahn umfunktionierten Lagerhalle wird ihnen die Party ihres Lebens versprochen, welche sich die verwöhnten Studentinnen natürlich nicht entgehen lassen wollen. Doch von der feierfreudigen Partygemeinschaft ist weit und breit keine Spur. Stattdessen geben sich Corey und Elaina als sarkastische Foltermeister zu erkennen und töten die ehemaligen Freundinnen – eine nach der anderen.
 
 
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Hinter THE SCAREHOUSE versteckt sich im Grunde genommen ein weiterer Folterfilm, wie man sie vor einigen Jahren viel zu oft gesehen hat. Trotzdem muss man Regisseur GAVIN MICHAEL BOOTH zugute heißen, dass er hier mit magerem Budget einen halbwegs akzeptablen Horrorfilm gemacht hat, der sich dann doch etwas vom Tortur-Einheitsbrei abhebt. Seine Antiheldinnen morden nicht ausschließlich, um Fans des Schlachthandwerks Schauwerte bieten zu können. Sie überraschen mit pechschwarzem Humor und haben beim Foltern stets einen trockenen Spruch auf den Lippen. Kreatives Um-die-Ecke-bringen lautet die Devise, wobei man erwähnen muss, dass man in THE SCAREHOUSE die vermutlich ausgefallensten Morde der Filmgeschichte zu sehen bekommt. Neben einer äußerst blutigen und nicht minder makabren Kissenschlacht, bildet den Höhepunkt ein Tod bringendes Folter-Korsett, das seinem Träger sprichwörtlich die Luft zum Atmen nimmt.
 
 
 
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Dass Regisseur GAVIN MICHAEL BOOTH schon früh lernen musste, bei seinen Arbeiten mit wenig Geld auszukommen, scheint sich mit THE SCAREOUSE bezahlt gemacht zu haben. Der Film schaut teurer aus, als er vermutlich gewesen ist, was vor allem an den gut gewählten Schauspielerinnen liegen dürfte, die hervorragend in die zugewiesenen Rollen passen und manch Holprigkeit in der Inszenierung vergessen lassen. BOOTH, der sich zuvor als Regisseur von diversen Musikvideos einen Namen machen konnte, musste improvisieren. Statt im Studio zu drehen, wählte er die kostengünstige Alternative und verlagerte die Dreharbeiten nach Windsor (Ontario), wo er seinen Revenge-Thriller im “Scarehouse Windsor” drehen durfte – eine der vielen Geisterbahnen, die an Halloween in Amerika Rekordumsätze erzielen. Ein gelungener Schachzug, der sich in punkto Atmosphäre bezahlt gemacht hat. Dank finsterer Gänge und dreckiger Kellergewölbe erhält THE SCAREHOUSE einen besonders morbiden Look und macht immerhin aus beliebigem No-Budget-Horror kurzweilig-atmosphärischen Tortur Porn mit einigen bösen Momenten.
 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
 
Pechschwarzer Folter-Thriller, der mit den wohl kreativsten Foltermethoden überrascht, die die Horrorwelt bis dato gesehen hat. Wer meint, dass Zynismus, Humor und Tortur keine Einheit bilden können, der irrt. THE SCAREHOUSE ist nämlich ein äußerst schwarzhumoriger Vertreter der Gattung Rachefilm und überzeugt mit kurzweiligem Zickengegeifer, das zudem einige unerwartete Wendungen zu bieten hat. Hier wird sprichwörtlich am Fließband gefoltert, weil einige unartige Studentinnen reichlich Dreck am Stecken haben und dafür bestraft werden müssen. Zwei ausgefuchste Antihelden kümmern sich um blutige Bestrafungsmaßnahmen und morden in einem Mix aus kaltblütigem Tortur Porn und zuckersüßen Popmelodien. Auch wenn Folter-Horror in letzter Zeit kaum nennenswerte Neuerungen erlebt hat, machen Fans solcher Filme nichts falsch, wenn sie sich in diese Geisterbahn wagen – ganz im Gegenteil, schließlich ist THE SCAREHOUSE trotz bekannter Gewaltmatscherei immerhin so kurzweilig geschnitten, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Man sollte sich im Übrigen mal den Spaß machen und die bösen Wörter im Film zählen. Selten hat man die Wendungen „Slut“ und „Bitch“ in einem Horrorfilm so oft zu hören bekommen, wie es in diesem Schocker der Fall ist.
 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Zensur

 
 
 
Kreatives Morden steht auf dem Plan. Für Jugendliche ist das natürlich ungeeignet. Anfänglich noch etwas zaghaft, geht es in Sachen Tortur im Verlauf des Films ziemlich deftig zu. Zu sehen gibt es ausgerissene Fingernägel und Wimpern, Messereinstiche, Stromfolter und den bereits genannten Korsettmord. Hierzulande verstand die FSK keinen Spaß. Totz keiner Jugendfreigabe wurde THE SCAREHOUSE – REVENGE IS A BITCH in Deutschland nur geschnitten veröffentlicht.
 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
the-scarehouse-bluray

(c) Lighthouse Home Entertainment

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Scarehouse; Kanada 2014

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Keine

Bild: 1.78:1 (1080p)

Laufzeit: ca. 78 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (geschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer

Release-Termin: 20.05.2016

 

The Scarehouse – Revenge is a Bitch [Blu-ray] auf AMAZON kaufen

 
 
 


 
 
 

THE SCAREHOUSE – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

(Rechte für genutzte Grafiken liegen bei Lighthouse Home Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Girls against Boys (2012)
 
Big Driver (2014)
 
I spit on your Grave 2 (2013)
 
Savaged (2013)
 


Filmkritik: „Tusk“ (2014)

tusk-2014
 
 
 

TUSK

Story

 
 
 
Auf der Suche nach interessanten Menschen stößt der verrückte Podcaster Wallace Bryton auf den betagten Howard Howe, der den taffen Moderator auch gleich in seinem Anwesen festhält, um seinen abartigen Neigungen nachgehen zu können …

 
 
 


 
 
 

TUSK – Kritik

 
 
 
Seit seiner letzten Regiearbeit, dem Sektenthriller RED STATE (2011) ist es verdächtig still um KEVIN SMITH geworden. In letzter Zeit vorwiegend als Produzent in Erscheinung getreten hat er in der Vergangenheit manch abgedrehte Kinofilme abgeliefert, wobei CLERKS und DOGMA (1999) zu den wohl bekanntesten Amüsier-Spulen gehören dürften, die der amerikanische Indie-Filmer bisher fabriziert hat. Nach knapp dreijähriger Regieabstinenz meldet sich SMITH mit der bizarren Horrorkomödie TUSK zurück, für die er wieder einige bekannte Schauspielgrößen versammeln konnte. Der einstige Kinderstar HALEY JOEL OSMENT (THE SIXTH SENSE) agiert zusammen mit Hollywood-Star JOHNNY DEPP vor der Kamera. Letzterer hat es sich nicht nehmen lassen die Rolle eines chaotischen Eigenbrötlers zu übernehmen, für die eigentlich QUENTIN TARANTINO vorgesehen war. Weil der kein Interesse am Mitwirken hatte, rückte DEPP nach und macht mal wieder das, was er am Besten kann: sonderbare Charaktere verkörpern, die ihm in schöner Regelmäßigkeit auf den Leib geschneidert werden.
 
Die Idee zu TUSK ist auf einen gemeinsamen Audio-Podcast namens „SModcast“ zurückzuführen, in dem sich Multitalent KEVIN SMITH und Produzent SCOTT MOSIER über eine Wohnungsanzeige lustig machten, in der ein Mann eine kostenlose Wohngelegenheit anbot und als Gegenleistung forderte, dass der neue Mitbewohner sich als Walross verkleiden möge. Weil SMITH das Wohnungsgesuch so absurd fand und auch Potenzial für eine mögliche Verfilmung sah, machte er daraus eine witzige Aktion und rief die Zuhörer der Folge 259 dazu auf, mit Hilfe des Hashtags „#WalrusYes“ ihr Interesse über eine Verfilmung zu bekunden. Vermutlich war das Feedback überragend, so dass aus der Idee schnell Ernst wurde und wenige Zeit später in San Diego auf der ComicCon ein erster Trailer zu TUSK gezeigt werden konnte. Doch dazu noch mehr: Glaubt man den diversen Interviews des Regisseurs, soll TUSK nur der Auftakt einer ganzen Film-Reihe werden. Eine True-North-Trilogie ist geplant, die um die ebenfalls in Kanada spielenden Filme YOGA HOSERS und JAWS ergänzt werden soll und alle Beteiligten zurückkehren lässt, die bereits im ersten Streifen zu sehen waren. So auch die Töchter von JOHNNY DEPP und KEVIN SMITH, die es ihren Vätern gleichtun und sich als Schauspielerinnen behaupten wollen.
 
TUSK erzählt die Geschichte von Podcaster Wallace Bryton (JUSTIN LONG), der für seine schwarzhumorige Internetsendung immer auf der Suche nach durchgeknallten Persönlichkeiten ist, die ihm abgefahrene Anekdoten aus ihrem Leben erzählen. Auf seinen Rundreisen entdeckt er in einer Bar den Brief des abenteuerlustigen Howard Howe (MICHAEL PARKS, aus RED STATE), der viel in seinem bisherigen Leben erlebt und zu erzählen hat. Nach einem kurzen Telefonat wird auch schon das erste Treffen vereinbart und Bryton reist nach Kanada, um den betagten Abenteurer zu besuchen. Leider erfährt das erhoffte Interview eine unerwartete Wendung, denn Howe hat mit seinem naiven Gesprächspartner Anderes im Sinn. Er überwältigt den ahnungslosen Podcaster, beraubt ihm seiner Beine und wandelt ihn Schritt für Schritt zum Walross um.
 
THE HUMAN CENTIPEDE lässt grüßen, denn irgendwie will man nach Sichtung von TUSK das Gefühl nicht loswerden wollen, als habe sich SMITH Ideen-Input beim Ekel-Horrormurks aus der Feder von TOM SIX geholt. Der hatte mit seiner kontroversen Frankenstein-Version im Jahr 2009 einen der skurrilsten Filme der letzten Jahre gedreht, der jedoch aufgrund der ungewöhnlichen Idee und der drastischen Darstellung von aneinandergenähten Menschen hier in Deutschland so schnell keinen Verleih fand. Anders sah es da jedoch international aus, wo der Film bis heute eine riesige Fangemeinde besitzt und sogar unzählige Parodien nach sich zog. TUSK könnte gleiche Richtung einschlagen, denn SMITH hat mal wieder Kino inszeniert, das ähnliches Kult-Potenzial besitzt, schließlich wird dem Zuschauer hier ein Sammelsurium schräger Charakter geboten, das allein schon das Sehen von TUSK rechtfertigt. Trotz weniger unappetitlicher Szenen kommt der Humor nicht zu kurz. SMITH lässt auch in seiner neusten Produktion das für seine Werke typische Sprüche-Feuerwerk auf den Zuschauer los, das man entweder mag oder nicht. Da wird zynisch über das kanadisch-amerikanische Verhältnis gewitzelt und kein gutes Haar an der amerikanischen Waffenpolitik gelassen. In TUSK wird nicht mit Gesellschaftskritik gespart, wenngleich diese auf eher erheiternde Weise geliefert wird, damit dem Zuschauer die mahnenden Seitenhiebe nicht auch noch auf den Magen schlagen.
 
Leider hat TUSK auch mit einigen Mankos zu kämpfen, denn inmitten schräger Geschwätzigkeit aber auch punktgenauer Wortpointen, verliert SMITH des Öfteren seine Geschichte aus den Augen. Weil TUSK aber nie erahnen lässt, wohin die Geschehnisse führen werden und neugierig auf das macht, was noch kommen wird, sind die wenigen Längen im Drehbuch zu verschmerzen. Demnach empfehlen wir diesen Höllenspaß all jenen Fans der düsteren Unterhaltung, die meinen, alles gesehen zu haben. TUSK gehört zu jenen Filmen, die so abgefahren sind, dass man es gesehen haben muss, um es überhaupt glauben zu können. Deshalb: Schaurig-komischer Geheimtipp fernab der Kommerzunterhaltung.
 
 
 


 
 
 

TUSK – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
 
Einzigartiger Absurditäten-Overkill, der seinesgleichen sucht. TUSK ist abgedrehter Filmnonsens, fast schon im Grad eines HUMAN CENTIPEDE. Wer in TUSK jedoch blutige Abartigkeiten erwartet, wird enttäuscht werden, denn Macher und Drehbuchschreiber KEVIN SMITH benutzt bevorzugt skurrilen Humor, statt die haarsträubende Geschichte im Blut zu ersäufen. TUSK glänzt nicht nur mit bizarren Ideen, sondern gefällt durch seine grotesken Charaktere, die allein schon die Sichtung rechtfertigen. Allen voran JOHNNY DEPP, der sich hier mal wieder selbst übertroffen hat und überspitzt einen Detektiv verkörpert, der das tut, was er am Besten kann: reden. Ansonsten bekommt der Zuschauer die wohl seltsamste Metamorphose der Filmgeschichte zu sehen, wenn ein Mann zum Walross umoperiert wird. Wer unkommerzielle Horror-Flicks abseits des Mainstreams bevorzugt, ist mit TUSK gut beraten, schließlich bekommt man nicht alle Tage solch sonderbare Horror-Ware auf den Bildschirm, die dazu noch schwer unterhaltsam ist.
 
 
 


 
 
 

TUSK – Zensur

 
 
 
THE TASK ist in Sachen Gewalt natürlich absolut nicht mit HUMAN CENTIPEDE 2 zu vergleichen, denn explizites Gemetzel gibt es hier nicht zu sehen. Meist bekommt der Zuschauer nur das Resultat schlimmer Szenen vor die Linse, die aber aufgrund der ironischen Inszenierung kaum hart wirken. Demzufolge ist TUSK ist Deutschland ab FSK 12 zu haben.
 
 
 


 
 
 

TUSK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Human Centipede – Der menschliche Tausendfüßler (2009)
 
The Human Centipede II – Full Sequence (2011)


Filmkritik: „Asylum“ (2014)

Asylum-2014-after-dark-films
 
 
 

ASYLUM

Story

 
 
 
Ein elfköpfiges Sondereinsatzkommando wird zu einer Irrenanstalt gerufen, in der es drunter und drüber geht. Dort haben sich die Insassen aus ihren Zellen befreien können und wandeln durch die Flure, um den Einsatzkräften nach dem Leben zu trachten. Die bemerken schnell, dass hier eine höhere Macht am Werkeln ist …

 
 
 


 
 
 

ASYLUM – Kritik

 
 
 
Es gibt Film auf dieser Welt, die selbst alteingesessene Horrorfans wie uns sprachlos vorm Fernseher zurücklassen. Im Falle von ASYLUM ist das natürlich negativ gemeint, denn selten haben wir Material zu sehen bekommen, das wir am liebsten schon nach fünf Minuten wieder abgeschalten hätten. Da wir dennoch jeden Film testen, der uns vor die Linse kommt, haben wir uns natürlich auch bis zum Ende dieses abgrundtiefschlechten Machwerks durchgekämpft, um auch allen Lesern erklären zu können, warum man ASYLUM lieber nicht ansschauen sollte. Eigentlich hätte der Name TODOR CHAPKANOV schon stutzig machen müssen. Der zeichnet nämlich in ASYLUM als Regisseur verantwortlich und ist eher für Arbeiten an überflüssigen Video-Fortsetzungen (WRONG TURN 3, BOOGEYMAN 3) oder miesen TV-Produktionen (MONSTERWOLF) bekannt. Gott weiß warum AFTER DARK FILMS diesem Mann das Regiezeptur überlassen hat – mit rationalen Erklärungen dürfte man hier jedoch nicht weit kommen.
 
Zwei Cutter einer fiktiven Produktionsfirma vermiesen dem Zuschauer das Schauen dieses Horrorfilms. Die bekommen unfertiges Filmmaterial eines vermasselten Films zugespielt, das sie nun zusammelnschnippeln und überarbeiten sollen, um daraus einen halbwegs vernünftigen Horror-Heuler zu basteln. Die Aufnahmen werden gestartet und der Horrorfan bekommt einen düsteren Irrenhaus-Grusler zu sehen, dessen gesamte 90-minütige Handlung von beiden Schnittkünstlern kommentiert wird. Eine Zumutung, denn ein Folgen der Geschehnisse wird dem Zuschauer so unmöglich gemacht, da atmosphärische Momente durch zynische Fortfloskeln aus dem Off zerstört werden. Schnell vergeht die Lust am Schauen, obwohl die beiden Schneideprofis vehement darum bemüht sind, sich um Film und Protagonisten das Maul zu zerreisen. Statt dem Zuschauer zum Lachen zu bringen, wird dieser vermutlich schnell entnervt das Weite suchen, weil die Wortspielereien den letzten Nerv rauben.
 
Weitaus interessanter ist da die Entstehungsgeschichte des Streifens, schließlich rührt dessen gewöhnungsbedürftige Machart nicht von ungefähr, ist doch während der Dreharbeiten einiges schiefgelaufen. Autor CHRIS MANCINI schrieb das Drehbuch zu ASYLUM und verkauft es an das Filmstudio AFTER DARK FILMS. Leider konnte MANCINI nicht wie ursprünglich gewollt selbst Regie führen, sondern musste das Regiezepter dem Bulgaren TODOR CHAPKANOV überlassen. Es folgte ein Dreh wie jeder andere auch, wäre da nicht einer der Produzenten gewesen, der das gesamte Produktionsbudget einkassierte, um einen Film nach seinen Vorstellungen drehen zu lassen. Dieser veränderte MANCINIS Drehbuch bis zur Unkenntlichkeit und lieferte 88 Minuten Horror-Schrott ab, mit dem das AFTER DARK-Studio nichts anzufangen wusste. Demzufolge wurde Drehbuchautor MANCINI erneut an den Schreibtisch geholt und darum gebeten, aus dem desaströsem Filmabfall das Beste herauszuholen. Kurzum entschloss er sich aus ASYLUM sarkastische Film-in-Film-Comedy zu machen und unterlegte das Durcheinander mit satirischen Voiceover-Kommentaren im Stile eines MYSTERY SCIENCE THEATRE 3000.
 
Letzteres war eine amerikanische TV-Serie, die Ende der 80er und in den 1990ern im US-Fernsehen rauf und runter lief – hierzulande jedoch weitestgehend unbekannt sein dürfte. Die brachte es in den Staaten zu enormer Beliebtheit und zeigte B- und Trashfilme auf einer Kinoleinwand vor der Puppen und Protagonisten saßen, die den gezeigten Trashwerken spöttische Kommentare folgen liesen. Da jedoch die meisten der dort gezeigten Filmwerke amerikanischen Filmfans bekannt gewesen waren, funktionierte das erheiternde Voiceover-Konzept gut, so dass acht Staffeln abgedreht werden konnten, denen sogar ein Kinofilm folgte. Anders sieht es da bei ASYLUM aus. Hier fällt es schwer überhaupt einer Handlung folgen zu können, weil man das Ausgangsmaterial nicht kennt, über das man sich hier lustig macht. Während sich im Hauptfilm ein elfköpfiges Sondereinsatzkommando durch eine heruntergekommene Irrenanstalt vorarbeitet, in der entflohene Insassen zu eiskalten Mördern mutiert sind, bekommt der Zuschauer unentwegt zynische Kommentare aus dem Off zu hören, die ihn scheinbar selbst ins Irrenhaus treiben sollen. Man kann nur all jene für ihre Diziplin beglückwünschen, die es trotzdem schaffen ASYLUM bis zum Abspann zu sehen, denn letztendlich haben MANCINIS Bemühungen nicht bewirkt, dass ASYLUM ein halbwegs vernünftiger Film geworden ist.
 
 
 


 
 
 

ASYLUM – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
Auch wenn ASYLUM kein Film ist, der im für Trashfilme berüchtigten Asylum-Produktionsstudio hergestellt wurde, so haben Film wie Schund-Schmiede eines gemein: beides ist Schrott und braucht kein Mensch. Im Falle des Horror-Thrillers/ Komödie (?) ASYLUM ist die desaströse Inszenierung auf die komplizierte Entstehungsgeschichte zurückzuführen, die aus einer anfänglich guten Idee Horror-Ware gemacht hat, die sich nicht einmal fünf Minuten ertragen lässt. Die Ursache dafür liegt in der Umsetzung, denn der eigentlich unheimliche Irrenanstalt-Thriller wird 90 Minuten lang von zwei Off-Kommentatoren begleitet, die sich über jede Szene und jeden Protagonisten lustig machen. Das mag manchmal anmuten, als würde man mit Freunden einen Film anschauen, bei dem unentweg jemand dazwischen quasselt. Dahinter steckt aber ein Sinn, denn die Macher haben sich bei der Fertigstellung ihres Filmes an der Machart der amerikanischen Fernsehserie MYSTERY SCIENCE THEATRE 3000 orientiert, die sich während der 1990er in den Staaten zum Kult entwickelt hat. Die unkonventionelle Inszenierung geschah aus der Not heraus, weil die Rohfassung von ASYLUM gegen die Wand gefahren wurde und eine dringende Überarbeitung benötigte. Was letztendlich daraus entstanden ist, macht trotz spöttischer Floskeln kaum Laune, denn ASYLUM ist eine filmische Zumutung.
 
 
 


 
 
 

ASYLUM – Zensur

 
 
 
Es gibt Einschüsse und Bisswunden zu sehen. Aufgrund der spöttischen Kommentare aus dem Off wirkt das Gezeichte nur selten hart; mit einer ungeschnittenen KJ-Kennzeichnung muss man trotzdem rechnen.
 
 
 


 
 
 

ASYLUM – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth (Hellraiser80)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Mystery Science Theater 3000 (1988 – 1999)
 
Mystery Science Theater 3000: The Movie (1996)