Filmkritik: „Grand Isle – Mörderische Falle“ (2019)

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GRAND ISLE – MÖRDERISCHE FALLE

(GRAND ISLE)

Story

 
 
 
Während ein Hurrikan wütet, entsteht für den jungen Vater Buddy besonders im Haus von Walter eine große Gefahr, denn der Mann ist wahnsinnig und niemand kann ahnen, was für ein Spiel in „Grand Isle“ eigentlich gespielt wird.

 
 
 


 
 
 

GRAND ISLE – Kritik

 
 
Nicolas Cage dreht auch weiterhin fleißig Filme, um seine Schulden abzubezahlen. Die Qualität der Streifen ist dabei nicht wichtig, aber unter all den Gurken befindet sich manchmal ja auch eine echte Perle. „Grand Isle – Mörderische Falle“ gehört leider nicht dazu. Cage darf sich noch als kleines Highlight bezeichnen lassen, der Rest plätschert belanglos vor sich hin.
 
 
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Im Jahr 1988 muss der gerade erst Vater gewordene Buddy sehen, wie er an Geld kommt, um seine Familie zu versorgen. Erschwerend kommt hinzu, dass sein Baby gerade ernsthaft krank geworden ist. Da bietet sich eine gute Gelegenheit beim ominösen Walter, der gerne seinen Zaun repariert haben möchte. Doch der Zeitdruck ist groß, weil ein Hurrikan angesagt wurde. Buddy schafft es nicht rechtzeitig und muss dann bei Walter und seiner Frau Fancy übernachten. Während sie sich scheinbar in den jungen Burschen verguckt, dreht Walter mehr und mehr durch und im Keller lauert ein düsteres Geheimnis. Das Drehbuch hätte gut sein können, wenn es nicht so lustlos wirken würde. Es gelingt „Grand Isle“ einfach nicht, den Zuschauer für die Geschichte zu interessieren. Da man so ein großes Geheimnis um die Auflösung macht, ist das allerdings überhaupt nicht förderlich. Lange Zeit kann man nicht wissen, was sich dort abspielt, bis sich hinterher Indizien vermehren. Der Twist haut dann sicher nicht vom Hocker, ist aber noch ganz okay. Nur wirken die zahlreichen Elemente hier allgemein sehr ungenutzt. Dass es nebenbei noch etwas Kriegs-Kritik gibt, geht völlig unter und so kann man wohl behaupten, dass hier Potenzial verschenkt wurde.
 
 
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Sowieso wirkt der Film erstaunlich unentschlossen und macht einfach nichts aus seiner Prämisse. Dass sich das Geschehen in den Südstaaten im Jahre 1988 abspielen soll, bemerkt man als Zuschauer schon mal überhaupt nicht. Und dass man hier eigentlich ein recht breites Spektrum an Atmosphäre bedient, leider ebenfalls nicht. So ist „Grand Isle“ am ehesten ein Thriller, der aber auch das Horror-Genre ein wenig bedient und ab und zu etwas an Mystery erinnert. Letztendlich gibt es auch eine gute Portion Drama mit dazu, nur gehen diese ganzen Elemente ziemlich unter. Das liegt allerdings am ehesten an der Langsamkeit. Fast die gesamte erste Hälfte über geschieht fast nichts, was die Story irgendwie vorantreiben würde. Obwohl viel gesagt wird, wird eben doch nichts gesagt und selbst wenn das mit seiner lockeren Art und Weise manchmal sympathisch wirkt, beginnt man sich alsbald etwas zu langweilen. Wenn hinterher das Tempo angezogen wird und es mehrere Wendungen gibt, entsteht leider auch kaum Spannung, aber wenigstens ist dann etwas mehr los. Trotzdem sind die knapp 100 Minuten Laufzeit zu ereignislos und somit kann man hier von keinem guten Unterhaltungswert sprechen.
 
 
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Aus handwerklicher Sicht mag das passabel gestaltet sein, aber die Inszenierung wirkt zu beliebig. Große Ambitionen scheinen nicht hinter „Grand Isle“ gesteckt zu haben, denn das Ergebnis ist dafür einfach zu lustlos. Wenigstens sind die Darsteller aber noch ganz brauchbar. Nicolas Cage wirkt anfangs ebenfalls etwas lustlos, darf hinterher aber gewohnt souverän den Psychopathen mimen und seine obligatorischen Ausraster fehlen zum Glück ebenfalls nicht. KaDee Strickland ist nicht schlecht und bringt ein wenig Sexappeal mit ins Geschehen. Nur Luke Benward geht als reiner Milchbubi etwas unter. Die Figurenzeichnung hätte, so wie die Geschichte selbst, Potenzial gehabt und manchmal möchte man wirklich gerne etwas mehr über die seltsamen Charaktere erfahren. Leider jedoch zu selten. Die Dreiecks-Beziehung wirkt zu selten markant und am Ende bedient man auch nur wieder Klischees, die nicht sonderlich sympathisch erscheinen.

 
 


 
 
 

GRAND ISLE – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Grand Isle – Mörderische Falle“ hätte auf jeden Fall das Zeug zu einem besseren Film gehabt, denn die Zutaten sind gut, nur hat man aus diesen einfach viel zu wenig gemacht. So wirkt die mysteriöse Geschichte von Anfang an zu uninteressant, die Figuren bleiben im Endeffekt zu nichtssagend und die Inszenierung wirkt doch ziemlich gelangweilt. Das ist handwerklich zwar okay gemacht und besitzt brauchbare Darsteller, hat aber so gut wie keinerlei Highlights zu bieten. Nicht alles daran ist völlig langweilig, aber Spannung sieht definitiv anders aus und die eigentlich vielseitige Atmosphäre wird auch ziemlich verschenkt. Das Resultat ist nicht ärgerlich, aber nicht empfehlenswert!
 
 


 
 
 

GRAND ISLE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Grand Isle – Mörderische Falle“ ist mit ihrer FSK16 vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

GRAND ISLE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Grand Isle; USA 2019

Genre: Thriller, Action

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 97 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 15.10.2020

 

Grand Isle – Mörderische Falle [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

GRAND ISLE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Burning Speed (2019)
 
A Score to Settle (2019)
 

Filmkritik: „Happy Times – Ein blutiges Fest“ (2019)

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HAPPY TIMES – EIN BLUTIGES FEST

(HAPPY TIMES)

Story

 
 
 
In „Happy Times“ wird ein eigentlich als freudiger Anlass geplantes Familienfest zu einem blutrünstigen Massaker, bei dem niemand so richtig unschuldig ist.

 
 
 


 
 
 

HAPPY TIMES – Kritik

 
 
Dass Familienfeiern oftmals gnadenlos nach hinten losgehen und sich verschiedene Parteien an die Haare wollen, ist nicht nur ein Filmklischee, sondern kann auch in der Realität durchaus mal vorkommen. Dass es hinterher allerdings mit Leichen endet und jede menge Blut fließt, kommt im realen Leben wohl zum Glück seltener vor. „Happy Times“ zeigt ein solches Szenario und kommt dermaßen überzogen daher, dass er durchaus Spaß macht.
 
 
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Yossi und Sigal besitzen ein luxuriöses Haus in Hollywood und laden die Familie zu einem Festmahl ein. Darunter befindet sich z.B. der Cousin von Sigal, der mit dem israelischen Gehabe überhaupt nichts anfangen kann und eine Karriere als Schauspieler anstrebt. Er ist dann auch für so manch einen Streit am Essenstisch verantwortlich, doch nach für nach stellt sich heraus, dass hier eigentlich jeder mit jedem ein Hühnchen zu rupfen hat und als dann, mehr oder weniger, versehentlich jemand erschossen wird, ist dem Ansteigen der Leichen kein Einhalt mehr zu gebieten. Eine Familienfeier auf diese Art und Weise durfte man bestimmt noch nicht oft sehen und das Drehbuch kommt erfreulich abwechslungsreich daher. Alleine die politisch unkorrekten Gags und die Rassenwitze im ersten Drittel wirken schon mal erfrischend und könnten so auch direkt aus „South Park“ stammen. Allerdings bleibt es nicht bei diesem satirischen Unterton, sondern die Story macht dann mit Mord- und Totschlag weiter. Auch hier hat man sich kreativ ausgetobt, lässt manche durch einen Unfall, andere durch echte Morde sterben. Das Ganze ist niemals zu vorhersehbar, maßlos übertrieben und einfallsreich, weshalb man der Handlung stets gerne folgt.
 
 
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Dabei lässt sich „Happy Times“ eine gewisse Zeit, was jedoch positiv zu verstehen ist. Es geht zwar gleich mit reichlich Chaos und Streit los, aber mehr als ein Drittel der Laufzeit verläuft alles unblutig. Hier gibt man den Figuren erst mal genügend Stoff, weshalb sie hinterher auf sich losgehen dürfen. Ein Vorteil ist auf jeden Fall die Figurenzeichnung, denn diese kommt äußerst markant daher und ist höchst vielseitig ausgefallen. Jeder Charakter bekommt irgendwann seine Zeit, egal ob er früher oder später stirbt. Deshalb wirkt auch niemand belanglos oder austauschbar. Die vielen Darsteller nehmen das dankend an und erhalten alle irgendwann ihren Höhepunkt. Selbst wer zuvor noch unscheinbar war, darf seine fünf Minuten Ruhm kassieren. Das wird zwar teilweise maßlos übertrieben gespielt, aber das Overacting passt hier einfach und wirkt dadurch niemals nervig. Ein weiterer Punkt, der für Abwechslung sorgt, ist die Tatsache, dass keine Figur so einfach zu durchschauen wäre. Wie hier wer handeln mag, lässt sich zwar erahnen, aber manchmal wird man durchaus überrascht und so entfernt man sich angenehm von Klischee-Rollen.
 
 
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Bis das Ganze an Fahrt gewinnt, vergeht zwar einige Zeit, aber das ist nicht schlimm, weil hier schon für genügend Gags gesorgt wird. Sowieso hat man es bei „Happy Times“ am ehesten mit einer rabenschwarzen Komödie zu tun. Hinterher gesellen sich zwar noch ein paar Motive vom Horrorfilm und vom Thriller mit hinzu, aber das Treiben ist niemals ernst zu nehmen, schon nahezu grotesk und bietet stets bösen Humor. Manchmal übertreibt man es zwar auch etwas zu sehr, so z.B. im nochmals völlig überzogenen Finale, aber überwiegend macht diese Herangehensweise viel Spaß. Dass es nebenbei auch ganz gut blutig zur Sache geht, ist eine schöne Randnotiz. Das artet nie in Splatter-Gefilde aus, besitzt aber einige derbe Momente. Die Effekte sind gut gelungen und sowieso ist die gesamte handwerkliche Arbeit positiv zu vermerken. Das große Haus hat man als Schauplatz bestens genutzt und die Inszenierung gestaltet sich als clever. Nur Spannung kann dabei eigentlich keine aufkommen, denn dafür kann man das Geschehen einfach nicht ernst genug nehmen.

 
 


 
 
 

HAPPY TIMES – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
„Happy Times“ ist eine sehr spaßige und richtig schön böse, schwarze Komödie geworden, die das Familienfest mal auf andere Art und Weise zelebriert. Der Humor wechselt von nahezu satirischen Spitzen hin zum fast schon slapstickartigem Blutvergießen und bietet so genügend Abwechslung. Zwar ist das manchmal schon zu viel Übertreibung und Geschmackssache stellt dieser Humor ganz sicher auch dar, aber meistens wird das treffsicher aufbereitet. Bis es zur Action kommt, vergeht einige Zeit, doch es ist immer etwas los und zu vorhersehbar ist das Szenario dabei niemals. Die handwerklich souveräne Arbeit und die guten Darsteller runden diesen blutigen Spaß ideal ab. Wenn’s mal wieder schwarzer Humor sein darf, dann ist „Happy Times“ absolut empfehlenswert!
 
 


 
 
 

HAPPY TIMES – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Happy Times – Ein blutiges Fest“ ist mit ihrer FSK16 vollkommen ungeschnitten.
 
 
 


 
 
 

HAPPY TIMES – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Meteor Film (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Happy Times; Israel | Italien | USA 2019

Genre: Horror, Thriller, Action, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, O-Ton DTS-HD MA 5.1 (O-Ton = Englisch / Hebräisch)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 93 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Entfallene Szenen, Outtakes, Alternative Szene, Originaltrailer, Deutscher Trailer

Release-Termin: KeepCase: 09.10.2020

 

Happy Times – Ein blutiges Fest [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

HAPPY TIMES – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Meteor Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
You’re Next (2011)
 
Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot (2019)
 
Secret Santa (2017)
 

Filmkritik: „Yummy“ (2019)

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YUMMY

Story

 
 
 
Der Besuch in einem osteuropäischen Krankenhaus für Schönheitsoperationen endet in einem blutigen Gemetzel, als sich Zombies dazu gesellen.

 
 
 


 
 
 

YUMMY – Kritik

 
 
Irgendwann kommt jedes Land mal mit seinem eigenen Zombiefilm. Also warum nicht auch mal Belgien? Außer Mode scheinen diese Streifen sowieso nicht mehr zu geraten, also kann man gar nicht viel falsch machen, wenn man nur genügend Splatter bietet. In Zeiten, in denen aber gefühlt jeder zweite Vertreter des Zombiefilms als augenzwinkernde Komödie erscheint, tut es gut, dass „Yummy“ mal wieder den altmodischen Funsplatter bedient und das macht er sogar richtig ordentlich.
 
 
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Alison ist von einem zu großen Vorderbau geplagt, aber da Schönheitsoperationen so teuer sind, fährt sie mit ihrem Freund Michael nach Osteuropa, um sich dort die Brust verkleinern zu lassen. Was niemand ahnt: Die Klinik nimmt kostenlose Abtreibungen vor, um mit den Föten Experimente durchzuführen. Als Michael versehentlich eine festgeschnallte Frau los macht, die mit einem Virus infiziert ist, wimmelt es schon bald in der gesamten Klinik nur so vor Zombies.
Obwohl einem hier am ehesten eine weitere von zig Zombie-Varianten geboten wird, ist das Drehbuch im Falle von „Yummy“ sogar halbwegs originell, denn der Schauplatz passt einfach wie die Faust aufs Auge. Da sind sogar anfangs ein paar Seitenhiebe gegen den Schönheitswahn mit drin, bevor es dann zum splatterigen Spaß übergeht. Aus dem Schauplatz und der Prämisse hat man jedenfalls eine ganze Menge gemacht und man hatte durchaus amüsante Ideen, weshalb jeder Zombiefan mit dieser Story gut leben können wird.
 
 
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Erfreulich ist allerdings auch, dass „Yummy“ nicht als reine Komödie daherkommt. Es gibt immer mal wieder Gags, die zum Schmunzeln einladen und auch etwas alberner Natur sind, aber ansonsten sind es vor allen Dingen die bizarren Ideen, die hier für Spaß sorgen. Etwa wenn da eine Penis-Prothese zum Einsatz kommt oder aber auch der Gebrauch von Körperfett (Yummy eben) den Bildschirm ziert. Das, was wohl alle Zombiefans sehen wollen, nämlich reichlich Splatter, ist hier auf jeden Fall gegeben und die Effekte sind dabei herrlich altmodisch von Hand gemacht. Nur ganz wenig stammt aus dem Computer und so macht das Gemetzel gleich noch mal deutlich mehr Spaß. Übrigens ist auch der Bodycount erfreulich hoch und hält sich keineswegs zurück. So kann man sich hier über die 90 Minuten Laufzeit ordentlich unterhalten lassen. „Yummy“ begeht nicht den Fehler einer zu langen Einleitung und kommt nach dem sympathischen Start schnell in die Gänge. Gerade weil die beiden Hauptcharaktere einigermaßen charismatisch erscheinen, ergibt sich im weiteren Verlauf sogar eine gewisse Spannung. Man nimmt sich nie zu ernst, geht aber auch nicht konsequent lächerlich zur Sache und diese Mischung sorgt für Abwechslung.
 
 
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Dass das nicht perfekt ist, liegt am ehesten daran, dass man solche Szenarien einfach schon zu oft geboten bekam und auch die Figurenzeichnung macht es sich hier relativ einfach. Nicht jeder wirkt da besonders markant und auch nicht alles erscheint besonders logisch. Wenigstens kann man sich aber nicht über die Darsteller beklagen. Maaike Neuville und Bart Hollanders funktionieren als Sympathieträger ganz gut und auch alle anderen agieren zweckdienlich, mal mehr, mal weniger übertrieben. Aus handwerklicher Sicht ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Dass kein riesiges Budget zur Verfügung stand, erkennt man aufgrund der etwas monotonen Kulissen schon, aber Regisseur und Drehbuchautor Lars Damoiseaux gelingt es meist dies mit genügend Blutvergießen zu kaschieren. Und das Ende kommt dann auch noch mal mit einer geballten Portion schwarzem Humor daher, so dass man hier nicht den kompletten Standard bedient.
 
 


 
 
 

YUMMY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Yummy“ ist ein brauchbarer Vertreter des Funsplatters, der sich nicht als reine Komödie versteht und deshalb ab und zu auch mal etwas Spannung aufkommen lässt. Vor allen Dingen sind es aber die schön abgefahrenen Ideen, welche es immer wieder zu reichlich Splatter kommen lassen, die hier zu gefallen wissen. Und natürlich die hübschen Effekte. Die Grundprämisse ist erfrischend und selbst wenn das hinterher wieder nur einen gewissen Standard bedient, gab es genügend eigenständige Ideen. Aus handwerklicher Sicht ist alles in Ordnung, die Darsteller sind gut und über die etwas magere Figurenzeichnung kann man hinweg sehen. Wer mal wieder ein amüsantes, blutiges und etwas geschmackloses Zombie-Spektakel braucht, ist bei „Yummy“ jedenfalls an der richtigen Adresse.
 
 


 
 
 

YUMMY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Yummy“ ist zwar ungeschnitten und frei ab 18 Jahren. Dennoch hatte es der Film bei seiner ersten FSK-Prüfung nicht leicht. Das Label Busch Media reichte den Streifen für die Heimkinoauswertung bei der FSK zur Prüfung ein und kassierte zunächst statt der erhofften Altersfreigabe eine Ablehnung – die Gewalt war den Prüfern zu zeigefreudig. Ein groteskes Unterfangen, zumal der Trailer bereits erkennbar darlegte, dass der Film die Zombiethematik auf deutlich humorige Weise verarbeitete. Doch das Label ließ sich nicht beirren und ging in Berufung. Mit tatkräftigen Argumenten konnte man die FSK überzeugen und erhielt für die Heimkinofassung in der ungeschnittenen Fassung die Kennzeichnung: keine Jugendfreigabe.
 
 
 


 
 
 

YUMMY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Busch Media Group (KeepCase Blu-ray)

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(c) Busch Media Group (Mediabook DVD + Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Yummy; Belgien 2020

Genre: Horror, Thriller, Action, Komödien

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, O-Ton DTS-HD MA 5.1 (O-Ton = Flämisch, Englisch)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover | Mediabook

Extras: Original Trailer, Deutscher Trailer, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: 2 exklusive Kurzfilme von Regisseur Lars Damoiseaux, Director’s Diary, Promo Videos, Booklet

Release-Termin: Mediabook + KeepCase: 23.10.2020

 

Yummy [Bluray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Yummy [2 Blurays im Mediabook] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

YUMMY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Busch Media Group)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Braindead (1992)
 
Planet Terror (2007)
 
Dead Snow: Red vs. Dead (2014)
 

Filmkritik: „Shark Season – Angriff aus der Tiefe“ (2020)

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SHARK SEASON – ANGRIFF AUS DER TIEFE

(SHARK SEASON)

Story

 
 
 
Drei Freunde werden im Meer von einem weißen Hai angegriffen und können sich nirgends in Sicherheit bringen.

 
 
 


 
 
 

SHARK SEASON – Kritik

 
 
Die Trashschmiede „The Asylum“ konnte in den letzten Jahren vor allen Dingen mit ihren ganzen „Sharknado“ Teilen große Erfolge erzielen. Ein normales Publikum wird mit den teilweise wirklich furchtbaren Produktionen sicher nichts anfangen können, aber selbst der Trashfan wird nur manchmal gut bedient. „Shark Season“ steht nämlich mal wieder für alles, was man falsch machen kann und ist dermaßen langweilig, dass nicht mal Hardcore-Fans damit etwas anfangen können dürften.
 
 
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Was macht man, wenn man keine Idee für eine Handlung hat? Genau, man lässt einfach drei Freunde mit ihrem Kajak aufs offene Meer paddeln, weil sie dort ein hübsches Foto-Shooting machen wollen und dann bringt man noch einen weißen Hai mit ins Spiel, der die Freunde attackiert. Mehr gibt die Story auch nicht her. Wer nun auf idiotische Ideen a la „Sharknado“ hofft, wird sich schon bald enttäuscht sehen. Wenn da Delphine den Hai angreifen, um die Mädels zu retten, ist das schon die absurdeste Idee. Ansonsten glänzt diese billige Produktion mit völliger Einfallsarmut. Momentan ist ja nicht mal ein großer Hai-Horrorfilm vorhanden, den man hier nachmachen könnte, was man bei „The Asylum“ ja gerne mal so macht. So gewinnt man mehr und mehr den Eindruck, dass man mit der Investition von ein paar Dollar (mehr kann dieser Murks wirklich nicht gekostet haben) deutlich mehr Geld einspielen möchte.
 
 
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Trash kann auf so vielfältige Art und Weise funktionieren und gerade die „Sharknado“ Filme waren teilweise wirklich so doof, dass sie schon wieder amüsieren konnten. Bei „Shark Season – Angriff aus der Tiefe“ ist allerdings dermaßen wenig los, dass man sich fast wünscht der Hai würde einen mal im Wohnzimmer besuchen. Das würde einen wenigstens wieder aufwecken. In der ersten halben Stunde geschieht schon mal nichts. Da bekommt man nur ein paar hübsche Bilder vom Wasser zu sehen. Das Budget hat aber scheinbar nicht mal dafür gereicht, dass man auf einer Insel drehen durfte. Diese sieht man immer nur aus der Ferne und wenn die Mädels sich auf eine Sandbank retten können, wird einem dies als Insel verkauft. Die Schauplätze sind schrecklich monoton. Hinterher kommt zwar eine gute Portion Action auf, doch dies bringt dem Zuschauer überhaupt nichts, weil dem Drehbuch niemals etwas einfällt, wie man die Situation spannend gestalten könnte. Stattdessen darf man völlig inkompetenten Leuten bei ihren inkompetenten Tätigkeiten zuschauen, was wenigstens ein paar Kulissenwechsel zu gute hat.
 
 
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Wirklich grauenvoll ist hier auch die Figurenzeichnung geraten. Die Personen verhalten sich unerträglich dämlich. Erst hört man mit dem Paddeln auf, weil die Vibration den Hai anlocken könnte, nur um zwei Minuten später wieder fleißig zu paddeln. Und obendrauf gibt es ein paar Dialoge zu hören, bei denen man seinen Ohren kaum trauen möchte. Da ruft Daddy an, um sein Mädchen aufzuheitern und erzählt direkt danach, dass alle Inseln wahrscheinlich überflutet werden. Oder man darf sich einen schwachsinnigen Monolog über den Tod durch Teetrinken anhören. Die schlechte deutsche Synchronisation macht es nicht besser. Leider wirkt das Ganze niemals komisch, weshalb der Trashfaktor absolut nicht funktioniert. Das ist sogar dermaßen langweilig, dass nicht mal unfreiwillige Komik aufkommen möchte. Und die Darsteller kann man ebenfalls vergessen. Es gibt nur wenige davon zu sehen und sie agieren sehr nervig. Da man selbst solche Gurken mit irgendeinem Namen bewerben muss, nimmt Michael Madsen das Übel auf sich, der zwar einige Male zu sehen ist, aber immer nur mit telefonieren beschäftigt ist. Sein eigentlich vorhandenes Talent wird gnadenlos verschenkt. Über die billigen, miesen CGI-Effekte braucht man wohl keine Worte mehr zu verlieren, wenn es um „The Asylum“ geht. Blutig wird es übrigens auch kaum.
 
 


 
 
 

SHARK SEASON – Fazit

 
 
 
1 Punkt
 
 
„Shark Season – Angriff aus der Tiefe“ ist eine einfallslose, schlecht gemachte Schlaftablette, die überhaupt nichts zu bieten hat. Die Inszenierung ist schlecht, die Darsteller nerven, die Charaktere sind furchtbar und die Haie sind ein reines Mittel zum Zweck. Bei dem ideenlosen Drehbuch kann gar keine Spannung aufkommen und nicht mal ein anständiger Trashfaktor kann entstehen, denn dafür nervt dieser Film einfach zu sehr. Das ist von Anfang bis Ende durchgehend langweilig, besitzt natürlich schlechte Effekte und ist dermaßen belanglos, dass es fast mehr Mehrwert besitzt, wenn man den Film nicht schaut. Lediglich das Wasser ist hübsch anzusehen. Willkommen in den Tiefen billigster Asylum-Versuche noch mal an „Sharknado“ Erfolge anzuknüpfen. Prädikat: Schmerzhaft!
 
 


 
 
 

SHARK SEASON – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Shark Season – Angriff aus der Tiefe“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „FSK16“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

SHARK SEASON – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Best Entertainment (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Shark Season; USA 2020

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Original Trailer, Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 09.10.2020

 

Shark Season – Angriff aus der Tiefe [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SHARK SEASON – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Best Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Sharknado – Genug gesagt! (2013)
 
Sharknado 2 (2014)
 
Sharktopus (2010)
 
Super Shark (2011)
 

Filmkritik: „Sind wir schon tot? – Death is in da House!“ (2019)

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SIND WIR SCHON TOT? – DEATH IS IN DA HOUSE!

(ARE WE DEAD YET)

Story

 
 
 
Für fünf Freunde endet ein Diebstahl in einem alten Schloss, in dem es zusätzlich auch noch spukt.

 
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Kritik

 
 
Horrorkomödien stellen tatsächlich eine hohe Kunst dar, denn besonders die Aufgabe beide Komponenten gleichwertig einzubauen, ist alles andere als leicht. Deshalb gibt es auch gar nicht so viele richtig gute Horrorkomödien. „Sind wir schon tot?“ versucht sich daran und scheitert auf ganzer Linie. Um die positiven Aspekte aufzuzählen, braucht man nicht mal eine komplette Hand, für die negativen reichen hingegen beide nicht aus.
 
 
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Fünf Freunde, die nebenbei als Diebe tätig sind, nehmen einen letzten Job an, aber danach soll endgültig Schluss sein. Leider geht alles ziemlich schief und dann geht den Einbrechern auch noch der Sprit aus. Man flüchtet in die Wälder und findet zum Glück ein altes Schloss, in welchem man nächtigen möchte. Doch hier tummeln sich viele Geister herum. Es geht um einen Fluch und um weitere Irrungen und Wirrungen. Wenn man an der Story etwas Positives finden möchte, dann ist das am ehesten die Tatsache, dass es nicht zu vorhersehbar zur Sache geht. Man hat hinterher einige Wendungen eingebaut und so simpel die Prämisse eigentlich ist, sie wird verschachtelter erzählt, als man anfangs denken könnte. Nur leider bringt das der Handlung so gut wie gar nichts, weil sie trotzdem schlecht aufbereitet wurde. Es gelingt dem Drehbuch niemals ein Interesse für das Geschehen aufzubauen und die meisten Ideen wirken sehr lustlos.
 
 
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Regisseur Fredi Nwaka, mit dem lustigen Zusatznamen „Kruga“, hat mit „Sind wir schon tot?“ seinen ersten Langfilm realisiert und dass die Mittel bescheiden waren, ist nicht zu verschleiern. Schon optisch macht das Ganze kaum Spaß. Die Beleuchtung ist manchmal zu schlecht, die Bilder allgemein zu dunkel und die Schauplätze wirken reichlich langweilig. Auch die Effekte können nicht überzeugen. Das gesamte Make-up der Geister sieht aus, als würde es von einer privaten Halloween-Party stammen. Blut und Splatter braucht man erst gar nicht zu erwarten. Hinzu gesellen sich Darsteller, die echt nicht gut sind. Zum Glück wird hier niemand besonders gefordert, denn so fallen die schlechten Leistungen weniger auf. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Charaktere reichlich nervig geraten sind. Die deutsche Synchronisation gibt sich erst gar keine große Mühe und macht die doofen Figuren dadurch nicht gerade sympathischer. Wo die vielen bekannten Gesichter sind, die einem ein Spruch auf der Bluray verspricht, ist übrigens auch ein Rätsel, da hier einfach keine großen Namen vorhanden sind.
 
 
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Leider läuft „Sind wir schon tot?“ mit seinen 98 Minuten dann auch noch etwas zu lang. Das fällt natürlich deutlich schwerwiegender ins Gewicht, weil der Streifen von Anfang an langweilig ist. Dass dem so ist, ist aber auch kein Wunder. Die Atmosphäre hätte wunderbar vielseitig sein können, aber jedes Genre wird hier schlecht bedient. So hat man es mit einem Horrorfilm zu tun, der aber keinen Horror entstehen lässt. Über die Geister hier würde sich nicht mal ein 12-jähriger erschrecken. Mit der Komödie wird es aber ebenfalls nichts, weil es einfach keine guten Gags gibt. Selbst wenn Humor Geschmackssache bleibt, so kommt man über ein Schenkel-Klopfer-Niveau nicht hinaus. Am amüsantesten sind da noch die Geister, wenn sie zusammen quatschen. Letztendlich ist eigentlich auch eine gar nicht so kleine Krimi-Komponente vorhanden, doch hier wird ebenfalls jegliches Potenzial verschenkt. Nimmt man alle drei Versuche zusammen bleibt am Ende nur eines übrig: Langeweile!
 
 
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SIND WIR SCHON TOT – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
Abgesehen von einem guten Versuch und ein paar Zutaten, aus denen man etwas machen hätte können, bietet „Sind wir schon tot?“ nichts, was ihn irgendwie sehenswert machen würde. Die wendungsreiche Story wird zu uninteressant erzählt, die Darsteller können nicht viel und die Charaktere sind schrecklich nervig. Wenn Humor nur aus diesen doofen Figuren entstehen soll, wird man vielleicht lachen können, aber richtige Gags gibt es hingegen kaum. Da aber auch keinerlei echter Horror entsteht, hat der Film sein Ziel deutlich verfehlt. Die Effekte bestätigen nur, wie wenig Geld man scheinbar zur Verfügung hatte, aber mit Charme und Herzblut konnte man das hier nicht ausgleichen. Leider ein langweiliger, nicht empfehlenswerter Film!
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „Sind wir schon tot? – Death is in da House!“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „FSK16“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies | Best Entertainment (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Are We Dead Yet; Großbritannien 2019

Genre: Thriller, Horror, History, Komödien, Krimis

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 98 Min.

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase ohne Wechselcover

Extras: Original Trailer, Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 25.09.2020

 

Sind wir schon tot? – Death is in da House! [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SIND WIR SCHON TOT – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies | Best Entertainment)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Scary Movie 2 (2001)
 
Beetlejuice (1988)
 
Housebound (2014)
 

Filmkritik: „On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ (2020)

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ON HALLOWEEN – DIE NACHT DES HORRORCLOWNS

(ON HALLOWEEN)

Story

 
 
 
Jedes Jahr zu Halloween massakriert ein fieser Killer-Clown die Stadt, aber scheinbar kann er auf der ganzen Welt gleichzeitig tätig sein.

 
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Kritik

 
 
Wenn der Oktober beginnt, gibt es jedes Jahr ein paar neue Filme, die sich mit Halloween beschäftigen. Dass darunter auch oftmals C-Movies stecken, dürfte niemanden verblüffen, denn mit keinem Genre lässt sich wohl so schnell Geld verdienen, als mit Horror. „On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ hat sich die reale Begebenheit um Leute im Clownskostüm, die in den letzten Jahren vor allen Dingen in Amerika ahnungslose Passanten erschreckten, zunutze gemacht und daraus einen austauschbaren Slasher kreiert, der nicht gerade unterhaltsam daherkommt.
 
 
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In der Zeit um Halloween verschwinden immer wieder Menschen spurlos. Es herrscht eine Legende um einen Clown namens Boo, der die Menschen tötet und für seine Rituale benutzt. Erst vor kurzem wurde jemand deshalb verhaftet, doch dieses Jahr gibt es erneut Taten, welche die selbe Handschrift besitzen. Die Journalistin Jordan möchte der Sache nachgehen und recherchiert fleißig, bis sie das dunkle Geheimnis um den mordenden Clown herausfinden soll. Halloween mit einem Killer-Clown zu verbinden, ist wohl so originell wie einen maskierten Killer in einem Slasher auftreten zu lassen. Doch es sind manchmal durchaus die simplen Ideen, die zu gefallen wissen. Leider ist das bei „On Halloween“ kaum der Fall. Hier verläuft einfach alles zu sehr nach Schema F und das Drehbuch kann kein Interesse wecken. Lediglich ein paar Einfälle sind noch als okay zu verbuchen und bewahren die Story vor dem größten Abgrund.
 
 
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Dem Rest gelingt dies kaum. Zunächst hätten wir da eine billige Optik, die einfach keinen Spaß macht. Man erkennt sofort, dass der Film günstig war und das Filmmaterial nicht hochwertig ist. So wenig Freude das visuell auch macht, so lobenswert ist dennoch, dass man hier viele verschiedene Schauplätze zu sehen bekommt. Mit einem gewissen Aufwand wurde „On Halloween“ eigentlich schon versehen, nur bringt ihm dies nichts, denn er scheitert schon alleine an seinen blöden Charakteren. Eigentlich ist es förderlich, wenn es viele Hauptpersonen gibt. Das Treiben spielt sich in drei Handlungssträngen ab. So verfolgt man nicht nur zwei Detectives, die gerade für eine Fernsehsendung gefilmt werden, sondern auch noch ein paar Pseudo-Teenager, die den Clown finden wollen und zusätzlich eben die Journalistin, die zusätzlich schwanger ist. Blöd ist nur, dass fast alle Figuren nervig und unsympathisch sind und deshalb wird der gute Ansatz wieder zerstört. Da hätte man sich doch besser ausschließlich auf Jordan konzentriert, denn sie wird von Giselle van der Wiel noch am erträglichsten gespielt und hat auch die normalste deutsche Synchronisation erhalten. Alle anderen machen ihren Job nicht gerade gut und nerven mit ihrem Gelaber schon bald.
 
 
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Für einen Verriss ist das dennoch nicht schlecht genug, denn auch wenn die handwerkliche Arbeit nicht viel auf dem Kasten hat, so bleibt das Tempo doch stets hoch und es mangelt dem Geschehen nicht an Abwechslung. Leider ermüdet sich das auf Dauer trotzdem und es wäre durchaus förderlich gewesen, wenn man anstatt der 90 Minuten nur 70 gefüllt hätte, denn nicht zwangsläufig jede Szene hätte es gebraucht. Der Clown sieht dabei noch ganz okay aus, nervt mit seinen Reimen aber irgendwann auch und macht zu sehr einen auf Leprechaun. Es fehlt einfach an Spannung und an Highlights. Nichts daran ist sterbenslangweilig, aber auch rein gar nichts jemals unterhaltsam. Immerhin bekommt man noch eine gute Portion Blut zu sehen. Das ist nichts Weltbewegendes, rechtfertigt aber so gerade eben die Freigabe ab 18 Jahren und die Effekte sind in Ordnung. Etwas schade ist allerdings, dass hier kaum eine Halloween-Atmosphäre aufkommen möchte, aber so oder so wird es mit dem ernsthaften Horror nicht wirklich etwas.
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Fazit

 
 
 
3 Punkte Final
 
 
„On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ ist ein billiger Horrorfilm mit schlechten Darstellern, nervigen Figuren und einer sehr preiswerten Optik. Dass es trotzdem weitaus miesere Werke gibt, liegt an ein paar passablen Ideen und einem hohen Tempo. Zwar wird es dadurch nicht unterhaltsam, aber wenigstens ist meistens etwas los und es wird ganz gut gemordet. Eine eigentlich ganz nette Schlusspointe gibt es ebenfalls noch. Das reicht nie und nimmer für eine Empfehlung, aber eben auch zu keinem kompletten Verriss!
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ erhalten.
 
 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: On Halloween; Australien 2020

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 92 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 09.10.2020

 

On Halloween – Die Nacht des Horrorclowns [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

ON HALLOWEEN – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Stitches – Böser Clown (2012)
 
Halloween Haunt (2019)
 
Clownhouse (1989)
 

Filmkritik: „The Cleaning Lady – Sie weiß alles über dich“ (2018)

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THE CLEANING LADY – SIE WEISS ALLES ÜBER DICH

(THE CLEANING LADY)

Story

 
 
 
Für Alice wird die Freundschaft zu ihrer Putzfrau schon bald zum Albtraum, denn hinter der freundlichen Shelly steckt mehr, als man ahnen könnte.

 
 
 


 
 
 

THE CLEANING LADY – Kritik

 
 
Es ist nicht unüblich, dass Kurzfilme gerne mal zu Langfilmen geformt werden. Für viele Regisseure sind gerade diese Kurzfilme ein günstiges Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Ist das dann erst mal erfolgt, finden sich auch schnell mal Geldgeber, die einen Langfilm ermöglichen. In der Vergangenheit hat das manchmal funktioniert, aber nicht immer, denn man muss auch sagen, dass längst nicht jeder Stoff sich anbietet, als Langfilm präsentiert zu werden. Schon gar nicht, wenn das Original hauptsächlich aus einer Pointe besteht. Regisseur Jon Knautz hat mit „The Cleaning Lady“ nun ebenfalls seinen gleichnamigen Kurzfilm von 2016 mit einer höheren Laufzeit versehen. Das bemerkt man an manchen Längen leider, aber insgesamt lässt sich das Ergebnis dennoch gut anschauen.
 
 
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Alice ist in einen verheirateten Mann verliebt und versucht von ihm loszukommen. Um auf andere Gedanken zu kommen, freundet sie sich mit ihrer neuen Putzfrau Shelly an. Shelly ist sehr schüchtern und hat aufgrund eines Unfalls ein verbranntes Gesicht, aber sie hört Alice zu und so entsteht eine kleine Freundschaft. Allerdings ahnt Alice nicht, was die tragische Geschichte hinter den Narben von Shelly erzählt und als ihr Rachefeldzug beginnt, ist es auch schon zu spät. Die Handlung ist nicht schlecht, aber man merkt ihr an, dass sie künstlich in die Länge gezogen wurde. Es macht eben schon einen Unterschied, ob man nur zehn Minuten Laufzeit füllen muss oder 90 Minuten. An manchen Stellen ist es gut, dass sich das Geschehen nur sehr langsam entwickelt, an manchen aber auch ein Zeichen dafür, dass Füllmaterial benötigt wurde. Wer den Kurzfilm kennt, wird schon wissen, was sich hier abspielt, alle anderen können erst mal nur rätseln. Dabei ist die Hintergrundgeschichte wirklich tragisch, aber nicht unbedingt besonders originell. Die Schlusspointe ebenfalls nicht. Das Drehbuch ist also eine etwas zwiespältige Sache geworden. Positive und negative Aspekte halten sich da ungefähr die Waage.
 
 
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Was „The Cleaning Lady“ aber durchaus aufwerten kann, sind die beiden Hauptdarstellerinnen. Alexis Kendra war schon im Kurzfilm involviert und macht ihre Sache recht glaubwürdig. Wirklich stark ist allerdings Rachel Alig, die ihrer psychopathischen Figur eine bedrohliche Präsenz verleiht. Sie spielt das völlig ruhig und zurückgenommen, erzielt aber gerade damit eine hohe Wirkung. Sowieso ist ihre Figur alles andere als uninteressant und sie sorgt auch für ein bisschen Ambivalenz. So grauenvoll Shelly auch zur Tat schreitet, durch ihre Background-Story kann man ihr das fast nicht übel nehmen. So ganz nebenbei hat man mit ihr übrigens auch eine Figur kreiert, die mit mehreren Fortsetzungen zu einer Art neuem Slasher-Idol werden könnte. Weitere Darsteller sind in Nebenrollen zwar fleißig vertreten, spielen aber wirklich keine besonders große Rolle und auch die Figurenzeichnung ist abgesehen von Shelly keineswegs berauschend. Hier bedient man eigentlich nur Klischees. Für ein paar Sympathien reicht das aus, für mehr jedoch nicht.
 
 
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Nun sollte man kein Fan von Filmen sein, die schnell auf den Punkt kommen, denn „The Cleaning Lady“ lässt sich Zeit. Fast die gesamte erste Stunde ist, bis auf wenige Ausnahmen, eher eine Art ruhiges Drama. Eine Bedrohung ist zwar spürbar, aber wirklich durchkommen tut sie dann erst im letzten Drittel. Hier geht es dann allerdings schon zur Sache. Explizite Gewalt gibt es weniger zu sehen, aber ein paar Szenen haben es in sich und die Freigabe ab 18 Jahren ist deshalb auch gerechtfertigt. Zum Finale hin kommt noch etwas Spannung auf und die Inszenierung ist ganz passabel. Mit sehr viel Aufwand dient der Film nicht, aber das ist hier auch nicht unbedingt notwendig. Die handwerkliche Arbeit kann sich auf jeden Fall sehen lassen, selbst wenn ein paar Effekte etwas zu simpel (Stichwort: Säure) aussehen. Durch den wirklich sehr langsamen Aufbau besitzen die 90 Minuten Laufzeit aber leider einige Längen, die vermeidbar gewesen wären, wenn man das zehn Minuten kürzer gestaltet hätte.
 
 


 
 
 

THE CLEANING LADY – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„The Cleaning Lady“ macht lange Zeit auf ruhiges Drama, um dann im finalen Drittel ordentlich mit der Horrorkeule zu schwingen. Zwar ist der Film alles andere als harmlos, aber leider zündet seine böse Art und Weise zu selten, weil er sich dafür einfach zu viel Zeit lässt. Dank der beiden guten Hauptdarstellerinnen und ein paar schmerzhaften Szenen kann man darüber hinwegsehen und auch die Story ist nicht schlecht. Ein bisschen weniger Füllmaterial wäre aber nicht verkehrt gewesen. Wer allerdings nicht auf der Suche nach dem nächsten Highlight ist, bekommt hier einen solide gemachten Film geboten, der sehenswert ist.
 
 


 
 
 

THE CLEANING LADY – Zensur

 
 
 
Die Veröffentlichung von „The Cleaning Lady“ hat von der FSK in der ungeschnittenen Fassung die Einstufung „keine Jugendfreigabe“ erhalten. Filmsammler können daher bedenkenlos zugreifen.
 
 
 


 
 
 

THE CLEANING LADY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) DONAU FILM (KeepCase Blu-ray)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: The Cleaning Lady; USA 2018

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.35:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 94 Min.

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: KeepCase mit Wechselcover

Extras: Trailer, Bildergalerie

Release-Termin: KeepCase: 02.10.2020

 

The Cleaning Lady [Blu-ray] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

THE CLEANING LADY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei DONAU FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
House of Wax (2005)
 
May – Schneiderin des Todes (2002)
 

Filmkritik: „Ginger Snaps Trilogie“ (2000 – 2004)

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UM WAS GEHT ES IN DEN GINGER SNAPS FILMEN?

Storys

 
 
GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR: Ginger und Brigitte sind kanadische Provinz-Teeniemädchen mit einer morbiden Freude am Tod und allem, was dazugehört. Sogar ein Sterbe-Abkommen wird geschlossen. Früher hätte man Gruftie gesagt, heutzutage Goth. Die Pubertät scheint bei den Schwestern noch nicht angekommen zu sein, was durchaus ungewöhnlich ist. Gleichzeitig mit Gingers erster Periode wird das arme Ding von einem Werwolf angefallen und fängt sich – so ist das bekanntermaßen – den Fluch des Wolfsmenschenseins ein. Ein furchtbares Spiel um Blut, verschworene Verbundenheit und neue Identitäten beherrscht das Leben der Mädchen.

GINGER SNAPS – ENTFESSELT: In der Fortsetzung des Horrordramas vegetiert Brigitte in einer Hochsicherheitszelle dahin und wird mit dem Folklore-Medikament des Eisenhuts in Zaum gehalten. Das Horrornerd-Mädchen Ghost findet Gefallen an ihr und ein männliches Wolfsmensch-Exemplar hat Paarungszwang…

GINGER SNAPS – DER ANFANG ist, man kann es sich denken, ein Prequel, in dem wir die Schwestern in ihren früheren Inkarnationen, genauer 1815 auf einem Handelsposten an der kanadischen Zivilisationsgrenze kennenlernen. Hier gehen sie den schicksalshaften Pakt miteinander ein, hier liegen die Wurzeln ihres Lycanthropie-Alptraums.

 
 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Kritik

 
 
Zu den wirklichen Erkenntnisgewinn bringenden Begleiterscheinungen der Kritikschreiberei gehört die Chance, bei ihrem Erscheinen gesehene Filme noch einmal losgelöst von den damaligen Hintergrundgeräuschen betrachten und bewerten zu dürfen. Im Falle von GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR bestehen diese Hintergrundgeräusche aus den Lobeshymnen junger Damen der Journaille, die sich über den Feminismus im Genrefilm gar nicht mehr einkriegen können. Man vermutet gar ein komplettes Umkrempeln der Horrorwelt in den Nachwehen der kanadischen Werwölfinnen. Ganz so gravierend ist’s dann doch nicht geworden. Immerhin aber folgen dem Vorbild doch bis heute Filme, denen man den Einfluss anmerken kann. Die alles in allem doch recht dröge UNDERWORLD-Saga und auch die insgesamt das Genre eher zum Rahmen seiner Pre-Teen-Liebesgeschichten nutzende TWILIGHT-Universum bedienen sich der Werwölfe und der unterm Fell steckenden Menschlein.
 
 
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(c) Ginger Snaps 1 (NSM RECORDS)

 
 
Die drei GINGER-SNAPS-Filme kommen Anfang der 2000er hervorragend beim Publikum an – dem ganzen Publikum, nicht nur der Horror-Fangemeinde, die seinerzeit noch zum größten Teil männlichen Geschlechts ist. Würstchenparty eben. GINGER SNAPS trifft 2000 den Nerv eines Zuschauersegments junger Mädchen und Frauen, die im Schicksal der Protagonistinnen vielleicht ihren persönlicher Horror in den schwierigen Jahren der Adoleszenz wiedererkennen können. Alle der drei Teile des Franchise, wie man heute sagt, sind von Frauen geschrieben worden, somit schwingt in den Geschichten um die Wolfsmädchen eine Authentizität mit, die vom neuen Publikum auch positiv zur Kenntnis genommen wird. GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR tritt eine Welle neuer Wahrnehmung weiblicher Hauptfiguren in Horrorfilmen los. Von MAY – DIE SCHNEIDERIN DES TODES (2002) bis AMERICAN MARY oder EXCISION, beide 2012 erschienen – zwischen Zerbrechlichkeit und Psychose oszillierende Protagonistinnen, deren Schöpfer ohne GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR womöglich nicht den Mut gefunden hätten, ihre Bücher zur Verfilmung freizugeben.
 
 
Ginger Snaps II - Entfesselt

(c) Ginger Snaps 2 (NSM RECORDS)

 
 
Auf den Erfolg des 2000er Independent-Horror-Hits reagieren dessen Rechteinhaber mit der Fertigung gleich zweier Sequels, die stilgerecht (man denke an die MATRIX-Filme oder ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT) Back-To-Back gedreht werden und 2004 erscheinen. GINGER SNAPS – ENTFESSELT, bedient sich verschiedener Grundideen des Originals und führt ein neues Mädel in die Handlung ein, das sich Brigittes Zwitterwesen zum Objekt der Erforschung und späteren Rache nimmt. Der Ball wird praktisch einer neuen Generation zugespielt. Interessanterweise ist die Fortsetzung zahmer, was den Splatterfaktor angeht und lenkt den Fokus mehr auf die Charakterentwicklung. Weder Teil 2, noch Teil 3: GINGER SNAPS – DER ANFANG lösen die Begeisterungsstürme aus, die das Original erfährt. Nummer drei wird sogar nur Direct-To-Video ausgewertet und kommt nicht mkehr in die Kinos.
 
 
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(c) Ginger Snaps 1 (NSM RECORDS)

 
 
Seit Bram Stokers Dracula-Roman, einer der ersten literarisch festgehaltenen Motiv- und Regelsammlungen der Vampir-Fiktion, wird der Biss des Nachzehrers auch als Code für einen Sexualakt gedeutet. Die nach außen stets makellos, züchtig und selbstverständlich unschuldig präsentierten Maiden des Viktorianischen Englands, die, vom Übergriff des Blutsaugers quasi, zu Frauen gemacht werden. Eine direkte Schilderung oder auch nur Erwähnung von Themen wie Sex, Pubertät oder Menstruation ist unter den Moralvorstellungen dieser Jahre nicht möglich. Diese Interpretation realer menschlicher Befindlichkeiten unter der Maskerade im Ursprung folkloristischer Grusel-Märchen durchwehrt das Horrorkino seit Jahr und Tag. Bei GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR findet die Infektion der Werwolfskrankheit zeitgleich mit dem Einsatz von Gingers erster Regelblutung statt. Das Mädchen erfährt als geschlechtsreife Frau und/oder Wolfsmensch eine Wandlung vom Gothic-Mauerblümchen zum Sex- und Gewalt-Ungetüm. Plump gesprochen: Man weiß nicht, was das Mädchen mehr durchdrehen lässt, Pubertät oder Lycanthropie.
 
 
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(c) Ginger Snaps 3 (NSM RECORDS)

 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
Anno 2000 in aller Munde und heute kaum noch im Fan-Gedächtnis, lohnt die Trilogie um die kanadischen Werwolf-Mädchen Eure Wiederentdeckung. Die weibliche Sicht auf den Horrorfilm und die Protagonistinnen ist damals stilbildend und färbt zum Beispiel auf die UNDERWORLD-Reihe ab. GINGER SNAPS ist ein faszinierender Blick auf die Ideen von Drehbuchschreiberinnen für ein Genre, das in der SCREAM-Ironiesoße erstickt und den Energiestoß der SAW-Filme noch nicht erfahren hat.
 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Zensur

 
 
 
GINGER SNAPS hatte es nicht schwer in Deutschland. Während der erste Teil direkt auf DVD erschien und frei ab 18 Jahren war, waren die Teile zwei und drei mit einer FSK16 bereits bei ihrer DVD-Auswertung für Jugendliche geeignete. Etwas hat sich aber im HD-Zeitalter geändert. Die Teile zwei und drei besitzen weiterhin eine Jugendfreigabe und sind frei ab 16 Jahren. Der erste Teil wurde neu geprüft und ist ab sofort auch schon für ein jugendliches Publikum geeignet. Alle deutschen Veröffentlichungen der Filme sind somit ungeschnitten und ab sofort auch FSK16.
 
 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) NSM Records (Triologie auf 3 Blu-rays im limitierten Mediabook – auf 666 Stück limitiert)

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(c) NSM Records (Triologie auf 3 Blu-rays im KeepCase)

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(c) NSM Records (Lederbuch-Schuber mit allen 3 Filmen im Mediabook – auf 666 Stück limitiert)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN

Originaltitel: Ginger Snaps | Ginger Snaps: Unleashed | Ginger Snaps Back: The Beginning; Kanada 2000 – 2004

Genre: Horror, Thriller, Drama

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: insgesamt 297 Minuten

FSK: Mediabook | Leatherbook: ungeprüft (ungeschnittene Fassung) | KeepCase: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Mediabook | Leatherbook | KeepCase

Extras: Making of, Filmographies, Deleted scenes, Behind the scenes, Booklet, Documentations, Trailer, Audio commentary, Photo gallery, Storyboards

Veröffentlichung: Mediabook: 22.11.2019 | Leather-Book: 29.03.2019 | KeepCase: 25.09.2020

 
 

Ginger Snaps Trilogy [3 Blu-rays] im KeepCase ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ginger Snaps Trilogy [3 Blu-rays] im Mediabook ungeschnitten auf AMAZON kaufen

Ginger Snaps Trilogy [3 Mediabooks] im Lederbook-Schuber ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

GINGER SNAPS TRILOGIE – Trailer

 
 




 
 
 

Christian Ladewig

(Die Rechte aller verwendeten Bilder und fürs Packshot liegen bei NSM RECORDS)

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Bad Moon (1996)
 
Verflucht (2004)
 
Die Zeit der Wölfe (1984)
 
Raw (2016)
 
Late Phases (2014)
 

Filmkritik: „Luz: The Flower of Evil“ (2019)

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LUZ: THE FLOWER OF EVIL

(LUZ)

Story

 
 
 

In einem kleinen Dorf in den Bergen entwickelt sich die Suche nach Gott für die Einheimischen langsam aber sicher zum echten Untergang.

 
 
 


 
 
 

LUZ: THE FLOWER OF EVIL – Kritik

 
 
 
In den letzten Jahren hat der subtile und langsame Horror wieder deutlich an Beliebtheit gewonnen, was z.B. Filme wie „Hagazussa“ oder „Midsommar“ bewiesen haben. Auch „Luz: The Flower of Evil“ aus Spanien bedient sich an der Langsamkeit. Er bietet keinen Horrorfilm per se, sondern spielt vor allen Dingen mit dem Thema Menschlichkeit. Das Resultat wird bei weitem nicht jeden gefallen, aber dass man hier überragende Bilder serviert bekommt, ist nun wirklich nicht zu leugnen.
 
 
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Das Geschehen spielt sich weit abgeschieden in den Bergen ab. Welche Zeit man schreibt, erfährt der Zuschauer nicht direkt, denn das Zeitalter ist in dieser Natur sowieso nicht relevant. El Señor führt seine drei Töchter und die paar Dorfbewohner an, in dem Glauben, dass er ein Prophet sei und bald Jesus finden wird, der alle von ihren Sünden reinwäscht. Seine Frau ist vor einiger Zeit schon gestorben und die drei Töchter vermissen sie sehr. Als Uma immer mehr beginnt, das Gesprochene von El Señor in Frage zu stellen, bahnt sich bald eine Katastrophe an. Das Drehbuch lässt sich gut als religiöse Parabel verstehen und besteht aus Inhalten, die nicht immer so ganz leicht auf der Hand liegen. Vieles bleibt interpretationswürdig und der Zuschauer erhält kaum Informationen über die Hintergründe. Selbst das Ende ist ziemlich offen und das Schöne an dieser Handlung ist, dass jeder sie anders auffassen kann. Trotzdem ist klar erkenntlich, dass sich die Geschichte sehr mit dem Mensch an sich auseinandersetzt, mit seinen Taten, seiner Herkunft und seiner Bestimmung. Antworten gibt es auf all diese Dinge jedoch kaum. Man kann mit diesem Drehbuch seine Freude haben, aber man muss es nicht zwangsläufig mögen, weil „Luz“ nebenbei dermaßen sperrig gestaltet wurde, dass absolut nicht jeder Filmfreund damit etwas anfangen können wird.
 
 
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Der Kolumbianer Juan Diego Escobar Alzate, der neben der Regie auch noch das Drehbuch schrieb und weitere Funktionen übernahm, liefert mit diesem Werk sein Langfilmdebüt ab und dass er schon viel Erfahrung mit Kurzfilmen etc. sammeln konnte, sieht man „Luz“ deutlich an. Die größte Stärke besitzen die Bilder der Natur. Egal ob es knallbunte Farben der grünen Wiesen sind oder Bilder der Sterne bei Nacht – Das sieht alles phänomenal aus und bietet enorm hohe Schauwerte. Ja, da fühlt man sich teilweise wirklich wie in einem Heimatfilm und die Filter, die man hier verwendet hat, könnten besser gar nicht gewählt sein. Hinzu gesellt sich allgemein noch eine schöne Bildersprache und es gibt durchaus Szenen, die sich in die Netzhaut einbrennen. Am meisten verloren hat allerdings derjenige, der hier einen richtigen Horrorfilm erwartet, denn abgesehen von dämonischem Flüstern und einer Ziege als Symbol für den Teufel, gibt es hier keinerlei Elemente, die jemals etwas mit übernatürlichem Horror zu tun haben. Das Grauen entsteht hier eher unterschwellig und ist rein menschlicher Natur. Das sorgt hinterher für eine sehr unangenehme Szene, die an die Nieren geht, aber ansonsten ist auch von roter Farbe nie viel zu sehen.
 
 
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Selbst wenn man die richtige Erwartungshaltung mit bringt, muss man nebenbei sehr tolerant für Längen sein, denn „Luz“ ist reichlich langsam aufgebaut. Eine Weile lang kann man sich von den tollen Bildern berauschen lassen, aber nach einer gewissen Zeit kann das religiöse Gerede auch mal ein wenig penetrant werden. Zum Finale hin wird das Tempo ganz kurz etwas angehoben, was für eine kleine Portion Spannung sorgt, aber ansonsten macht es einem der Unterhaltungswert mit seinen 104 Minuten Laufzeit alles andere als leicht. Es mangelt etwas an Abwechslung und es dauert zu lange, bis das Geschehen zu seinem Höhepunkt findet. Dafür bekommt man allerdings ordentliche Darsteller zu sehen. Conrado Osorio, mit der definitiv schwierigsten Rolle, kann sich sehen lassen. Seine drei Töchter werden von Yuri Vargas, Sharon Guzman und Andrea Esquivel auch sehr zweckdienlich gespielt und alle anderen Darsteller sind sowieso kaum zu sehen. Eine tiefere Figurenzeichnung sollte man übrigens auch nicht erwarten, denn diese muss man sich schon selbst erarbeiten bzw. sollte man hier ebenfalls bereit sein, gewisse Interpretationen zu treffen.
 
 
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LUZ: THE FLOWER OF EVIL – Fazit

 
 
6 Punkte Final
 
 
„Luz: The Flower of Evil“ ist eigentlich ein typischer Love-it-or-hate-it-Film geworden, der starke Geschmackssache ist. Den Zuschauer erwarten grandiose Bilder der Natur, die perfekt eingefangen wurden. Ihn erwartet jedoch auch eine Laufzeit, die mit Längen um sich wirft und selten so richtig auf den Punkt kommen will. Das wird gut gespielt, ist handwerklich echt toll gemacht und bietet eine Geschichte, über die man sich Gedanken machen muss, ist nebenbei aber auch so sperrig, dass einem das nicht gefallen muss. Etwas mehr Tempo, ein Hauch mehr Horror und ein wenig mehr Abwechslung hätten „Luz“ jedenfalls gut getan, aber auch so sollte jeder Arthouse-Fan dem Werk mal eine Chance geben!
 
 
 


 
 
 

LUZ: THE FLOWER OF EVIL – Zensur

 
 
 
In „Luz: The Flower of Evil“ gibt es nur eine derbe Szene zu sehen, in der einer Schwangeren ihr Baby aus dem Bauch geschnitten wird. Die Kamera hält dabei allerdings nicht detailliert drauf, so dass es nicht zu explizit wird. Der ungewöhnliche Genre-Beitrag dürfte ohne Probleme eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten, was wohl auch daran liegen dürfte, weil der Film mehr Arthouse ist, als blutrünstiger Horrorschocker.
 
 
 


 
 
 

LUZ: THE FLOWER OF EVIL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei MPI Media | Mad Dimension)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Sacrament (2013)
 
The Devil’s Hand – Vergib mir Vater, denn ich habe gesündigt (2014)
 
Midsommar (2019)
 
Hagazussa – Der Hexenfluch (2017)
 
The Witch (2015)
 
The Other Lamb (2019)
 

Filmkritik: „Al Morir la Matinée“ (2020)

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AL MORIR LA MATINÉE

Story

 
 
 

Wer sich zur Vorstellung des Todes wagt, ist bei „Al Morir la Matinée“ genau richtig, denn in diesem Kino verlässt das Publikum den Saal bestimmt nicht lebendig.

 
 
 


 
 
 

AL MORIR LA MATINÉE – Kritik

 
 
 
Horrorkost aus Uruguay ist nun sicher nicht alltäglich; hochwertige Horrorkost aus Uruguay bestimmt sogar noch viel seltener. Gerade Slasherfans werden mit „Al Morir la Matinée“ auf ihre Kosten kommen und wer das Horrorkino der 70er und 80er Jahre zu schätzen weiß, sollte hier durchaus auch mal einen Blick riskieren.
 
 
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Das Geschehen spielt sich in einem Kino ab, welches früher mal prächtig war, mittlerweile aber ziemlich heruntergekommen ist. Tochter Ana löst ihren kranken Vater für die Vorstellungen ab, obwohl sie eigentlich viel eher für ihr Examen lernen müsste. Während lediglich eine handvoll Zuschauer sich einen Exploitationsstreifen anschauen, geht ein Killer im dunklen Saal umher und metzelt einen nach dem anderen nieder. Nun, innovativ ist diese Story sicher nicht, aber das ist im Slasher nun auch eher selten der Fall. „Al Morir la Matinée“ lässt sich ganz klar als große Hommage an das Horrorkino der 70er und 80er Jahre bezeichnen, was man alleine schon an den ganzen Filmplakaten im Hintergrund erkennt. Etwas schade ist lediglich, dass man sich keinen größeren Plot ausgedacht hat, denn nicht selten spielt man im Slasher gerne mal mit der Identität des Killers. Eine Auflösung hält die Story hier jedoch nicht parat. Simpler könnte es wirklich kaum sein, aber gerade weil die Umsetzung sich doch sehen lassen kann, verzeiht man dem Werk das ganz gerne.
 
 
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Regisseur Maximiliano Contenti besitzt eine echte Leidenschaft für das ältere Horrorkino und das erkennt man. „Al Morir la Matinée“ ist erst sein zweiter Langfilm und gerade wenn man bedenkt, dass man sich hier völlig in Low-Budget-Kreisen bewegt, kann sich das Resultat doch echt sehen lassen. Das Kino als Schauplatz mag auf Dauer etwas eintönig sein, zaubert jedoch eine wunderbare Atmosphäre hervor. Da lässt sich die Liebe für’s Kino absolut erkennen und man fühlt sich fast selbst wie das Publikum im Saal. Die Horror-Anteile lassen sich zwar etwas Zeit, doch wenn der Killer dann zuschlägt, geht es auch ganz gut zur Sache. Mittlerweile mag man Härteres gewöhnt sein, doch in den 80ern wäre das in Deutschland sicherlich nur gekürzt erschienen. Der nächste Pluspunkt ist: Die Effekte sind herrlich altmodisch von Hand gemacht und sehen sogar ziemlich gut aus. Leider geht der Killer nicht besonders abwechslungsreich zur Sache, aber die Morde sind dennoch brachial genug, um den Gorehound zufrieden zu stellen. Daneben gibt es immer mal wieder ein schönes Spiel mit Lichtern und Farben (was schon fast etwas an einen Giallo erinnert) und allgemein kann man der handwerklichen Arbeit für diese Preisklasse nicht viel vorwerfen.
 
 
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Nun ist nicht alles Gold, was glänzt und auch „Al Morir la Matinée“ besitzt seine Schattenseiten. Etwas bedauerlich ist, dass der Film recht langsam ist. Bis es überhaupt mal etwas zur Sache geht, ist bereits über ein Drittel der Laufzeit vorüber. So richtig böse sein, will man dem Werk dafür zwar nicht, weil die Atmosphäre einfach stimmt, aber trotzdem sind die Highlights zu selten vertreten. Hinterher kommt zwar noch etwas Spannung auf, weil sich die finalen Opfer auch zu wehren wissen, aber so richtig aufregend will das niemals werden und so stellt das Geschehen eher seichte Slasher-Kost dar. Angenehm hingegen sind die Darsteller, die zwar echt nicht besonders viel zu tun haben, aber ihre Sache passabel machen und überhaupt nicht stören. Die Figurenzeichnung ist (nahezu obligatorisch) kaum präsent und ein echtes Mitfiebern mit den Charakteren stellt sich alleine deshalb schon ein, aber immerhin ist hier niemand nervig und die Sympathien stimmen soweit. Abgerundet wird das Geschehen von einem herrlichen Retro-Score, der einfach perfekt passt.
 
 


 
 
 

AL MORIR LA MATINÉE – Fazit

 
 
6 Punkte Final
 
 
„Al Morir la Matinée“ ist ein Film für echte Slasherfans, die handgemachten Splatter zu schätzen wissen. Gerade die Atmosphäre dieses Retro-Horrors ist sehr gelungen. Zwar gibt die Story nahezu nichts her, aber der Schauplatz weiß zu gefallen und die Darsteller agieren allesamt sehr erträglich. Die handwerkliche Arbeit ist überraschend hochwertig und genügend Blut fließt definitiv. Leider besitzt der Film so seine Längen und ist im Endeffekt einfach kaum aufregend, aber als Hommage an das alte Horrorkino ist das hier absolut zu gebrauchen. Sympathisch!
 
 
 


 
 
 

AL MORIR LA MATINÉE – Zensur

 
 
 
Der Film ist ziemlich blutig und besitzt eine beachtliche Anzahl an Splatterszenen – meistens wird hierbei mit dem Messer vorgegangen. Ein Titel wie „Al Morir la Matinée“ wäre in den 1980ern hierzulande sicher nur geschnitten in die Videotheken gekommen. Heutzutage dürfte aber einer ungeschnittenen FSK18 Freigabe nichts im Wege stehen.
 
 
 


 
 
 

AL MORIR LA MATINÉE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Yukoh Films | RBS | Reel Suspects)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Im Augenblick der Angst (1987)
 
Final Cut – Die letzte Vorstellung (2014)
 
Edge of the Axe (1988)
 
Behind the Mask (2006)