Filmkritik: „Monster Hunter“ (2020)

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MONSTER HUNTER

Story

 
 
 
In der Videospielverfilmung „Monster Hunter“ geht es in erster Linie darum, sich gegen riesige Monster zur Wehr setzen zu können.

 
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Kritik

 
 
Paul W. S. Anderson hatte ein paar, mit „Event Horizon“ sogar einen richtig guten, Filme gedreht, bevor er den großen Durchbruch mit seiner Interpretation der Videospiele-Reihe „Resident Evil“ erlangte. Nicht nur machte er damit Milla Jovovich, die nun schon lange seine Ehefrau ist, zu einer echten Marke, sondern schuf Anderson zugleich seine eigene Handschrift, die aus Style-over-Substance besteht. Wenn sich also dieser Mann einer weiteren, beliebten Videospielreihe annimmt, nachdem mit „Resident Evil“ aus seiner Hand ja Schluss ist, weiß der Zuschauer eigentlich genau, was er zu erwarten hat. Und deshalb darf sich auch niemand beklagen, wenn ihm „Monster Hunter“ nicht gefällt, denn es war völlig klar, wie dieser Film ausfallen wird!
 
 
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Über die Story muss man bzw. kann man gar nicht viele Worte verlieren. Artemis, Anführerin einer Militär-Einheit, ist gerade mit ihren Leuten auf einer Mission, da kommt auch schon ein gewaltiger Sandsturm auf und plötzlich befindet man sich an einem komplett anderen Ort. Scheinbar ist dies nicht mehr die normale Welt, denn riesige Monster machen hier die Gegend unsicher. Artemis schlägt sich allerdings durch und erhält Unterstützung.
Mehr gibt es zur Handlung, welche übrigens ebenfalls Paul W. S. Anderson schrieb, nicht zu berichten. Da sich das Ganze auf eine Videospielreihe bezieht, was man zu jedem Moment bemerkt, muss die Story aber auch gar nicht ausgefeilter sein. Mit Erklärungen gibt man sich rar und serviert dem Zuschauer im letzten Drittel gerade eben so viele, dass man es noch duldet. Weshalb die Schwerter Feuer fangen, wenn man sie kreuzt, bleibt aber ein großes Rätsel, so wie eigentlich alles an der Handlung rätselhaft ist. Nun kann man sich über die riesigen Logiklücken sicherlich gut beschweren, doch wenn das Hirn mal wieder Pause braucht, ist ein Film wie „Monster Hunter“ sicher nicht verkehrt. Das Drehbuch ist alles andere, als optimal geschrieben, doch immerhin versagt die Umsetzung keineswegs.
 
 
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Dafür besitzt Anderson auch einfach zu viel Erfahrung in seinem Bereich. Die Inszenierung kann sich echt sehen lassen und lässt spektakuläre Schauwerte aufkommen. Das fertige Ergebnis ist zwar an Künstlichkeit kaum zu übertreffen und nicht jeder der CGI-Effekte sieht berauschend aus, aber es wird dem Zuschauer so viel optischer Krawall geboten, dass man sich visuell definitiv bedient fühlt. Aus rein handwerklicher Sicht ist „Monster Hunter“ gut gelungen. Ein paar Millionen an Budget mehr hätten das Gesamtergebnis vielleicht noch atemberaubender gemacht, doch auch so bekommt man eine reichhaltige Variation aus verschiedenen Monstern und den dazugehörigen Tötungsarten zu betrachten. Dabei fühlt man sich manchmal sogar an das Spiel „Minecraft“ erinnert, wenn die bösen Spinnen bei Tageslicht nicht herausdürfen. Eine Prise „Der Herr der Ringe“ ist vorhanden, das Sandmonster lässt Erinnerungen zu „Tremors“ aufkommen und eine Portion „Starship Troopers“ erkennt man ebenfalls. Eine wilde Mischung, die sicher kein bisschen originell oder kreativ ist, dafür aber eines nicht tut: Langweilen.
 
 
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Damit es zu keiner Langeweile kommt, drückt Anderson von vornherein auf’s Gaspedal. Es sind keine paar Minuten vergangen, da befinden sich die Figuren schon in der Welt der Monster. Und dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Es gibt dann eigentlich nur noch zwei etwas ruhigere Momente, ansonsten wird „Monster Hunter“ von Action dominiert. Diese ist selten wirklich spannend ausgefallen, was auch an einer völlig simplen Dramaturgie liegt, aber trotzdem wird dafür gesorgt, dass der Zuschauer sich das Treiben gerne anschaut. Hier und da wird für das Mainstream-Publikum etwas Humor platziert, doch sowieso ist die Atmosphäre eher locker, als düster. Dabei hätte das Szenario auch knallhart und finster wirken können. Die rund 100 Minuten Laufzeit (zu denen auch noch eine Post-Credit-Szene gehört) vergehen am Ende ohne spürbare Längen und unterhaltsam ist dieses actionreiche, laute Treiben allemal. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der Score, von dem zwar deutlich zu viel Gebrauch gemacht wird, der mit seinen elektronischen Klängen aber einfach optimal passt.
 
 
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Dann wären da ja auch noch die Darsteller, von denen jedoch nur wenige erwähnt werden müssen. Bekommt man anfangs noch einige Charaktere zu sehen, reduziert „Monster Hunter“ schon sehr früh und dann steht natürlich Milla Jovovich im Vordergrund. Sie spielt ihre Rolle so, wie man das schon aus den zahlreichen „Resident Evil“ Verfilmungen kennt und macht sich als toughe Kriegerin nach wie vor sehr gut. Ansonsten ist es vor allen Dingen Tony Jaa, der für einen bleibenden Eindruck sorgt. Er kann zwar nicht ansatzweise zeigen, was er körperlich so alles auf dem Kasten hat, ist dafür aber irgendwie drollig, wenn er lautstark nach mehr Schokolade verlangt. Seine Leistung wirkt sympathisch. Abgesehen davon, dass man sonst noch Ron Perlman in einer kleinen Nebenrolle zu sehen bekommt, haben die restlichen Darsteller kaum etwas zu sagen. Das trifft auch auf die Figurenzeichnung zu, die wahnsinnig oberflächlich bleibt. Man bräuchte nicht mal die Hälfte eines kleinen Notizzettels, um die Charaktere hier zu beschreiben. Eine Tiefe vermeidet man so konsequent und das passt dann im Endeffekt auch wiederum ziemlich gut zum Gesamtergebnis.
 
 
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MONSTER HUNTER – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Monster Hunter“ ist ein stupider Fantasy-Action-Film, der es möglichst laut und hektisch angeht, dabei auf jegliche Tiefe verzichtet und stattdessen ein Effektegewitter zelebriert. Das muss man schon mögen, aber schlecht gemacht ist der Film deshalb noch lange nicht. Die Inszenierung sitzt definitiv und die wenigen Darsteller können abliefern. Außerdem weiß Anderson schon, was er da macht und liefert eine astreine Inszenierung ab, die zwar hektisch und schnell ist, gleichzeitig dennoch gekonnt wirkt. Die Effekte sehen nicht alle optimal aus, wissen in der Überzahl jedoch zu überzeugen und der Unterhaltungswert ist durchaus sehr gut zu gebrauchen. Wer hingegen eine richtige Story oder eine Figurenzeichnung braucht, der sucht sich lieber in anderen Gefilden um. Dramaturgisch ist „Monster Hunter“ eine ziemliche Totalkatastrophe geworden und Anspruch sollte man hier absolut nicht suchen, aber wer actionreiche Hirn-Aus-Unterhaltung will, der wird hier definitiv fündig und bekommt reichlich Schauwerte geboten. Sollte es zu einer Fortsetzung kommen, darf man die Geschichte aber gerne weiter ausarbeiten!
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Monster Hunter“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) CONSTANTIN FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Monster Hunter; China | Deutschland | Japan | Südafrika | USA 2020

Genre: Horror, Abenteuer, Action, Fantasy, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD HR 5.1, Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0, Englisch DTS-HD HR 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 103 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailershow, Trailer, 3D-Fassung des Films, The Monster Hunters (ca. 8 Min.), For The Players: Game to Screen (ca. 7 Min.), Monstrous Arsenal (ca. 5 Min.), Deleted Scenes (ca. 3 Min.), Interviews (ca. 26 Min.)

Release-Termin: KeepCase: 14.10.2021

 

Monster Hunter [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

MONSTER HUNTER – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei CONSTANTIN FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Starship Troopers (1997)
 
Tremors – Im Land der Raketenwürmer (1990)
 
Mortal Kombat (2021)
 

Filmkritik: „Dark Stories to Survive the Night“ (2019)

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DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT

(DARK STORIES)

Story

 
 
 
Der Anthologien-Horror geht in die nächste Runde. In „Dark Stories to Survive the Night“ werden fünf gruselige Geschichten erzählt, um die Nacht zu überleben.

 
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Kritik

 
 
Horror-Anthologien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Manchmal mit originellen Grundprämissen, manchmal auch einfach nur so. „Dark Stories to Survive the Night“ macht einen ziemlich unspektakulären Eindruck und glänzt nicht unbedingt mit großer Vielfalt, macht aus den doch sehr simplen Geschichten aber stets etwas Eigenständiges und kommt sympathisch daher.
 
 
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Wie sich das gehört, gibt es eine Rahmenhandlung. In dieser geht es um Christine, die eines Tages ein Paket mit einer unheimlichen Puppe erhält. Diese führt ein beängstigendes Eigenleben und bedroht sofort das Leben von Christine. Um die Puppe hinzuhalten, erzählt Christine ihr fünf Gruselgeschichten, aber am Ende kommt alles ganz anders, als gedacht. Der finale Twist lässt sich dabei zwar schon etwas vorhersehen, wirkt aber dennoch nicht schlecht. Allgemein ist die Rahmenhandlung zwar konstruiert, erfüllt jedoch ihren Zweck. Man hätte dem zwischendurch ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit schenken dürfen, denn lediglich zu Beginn und am Ende geschieht hier etwas, doch alles in einem ist die Rahmenhandlung in Ordnung und kommt zum Schluss mit einem kleinen Augenzwinkern daher. Mit Kristanna Loken gibt es hier auch eine etwas bekanntere Darstellerin zu sehen und wie man die Puppe dargestellt hat, weiß ebenfalls zu gefallen. Zwar hat man es sich hier relativ leicht gemacht, aber im Endeffekt ist das doch besser, als billige CGI-Effekte zu servieren.
 
 
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Ansonsten lebt „Dark Stories to Survive the Night“ natürlich von seinen fünf Geschichten. Der Anfang führt den Zuschauer in ein Museum, in dem die Gemälde ein erschreckendes Eigenleben führen. Schuld daran sind Ghouls und obwohl an diesen Geschöpfen mittlerweile nichts mehr originell erscheint, wirkt die Geschichte halbwegs kreativ. Man hat das schon recht verspielt umgesetzt, dient mit etwas albernem Humor und die Stimmung ist harmlos-gruselig, so dass man sich schon fast wie in einer Episode von „Gänsehaut“ vorkommt. Handwerklich ist das solide gemacht, die Effekte können sich sogar sehen lassen, die Schauplätze wirken authentisch und über die Darsteller kann man sich nicht beklagen. Außerdem wird mit einer netten Pointe gedient, so dass man für diese Episode gerne sechs Punkte springen lassen kann!
 
 
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Weiter geht es mit einer Geschichte, die in einem Park spielt. Hier geht es um Geister. Die Stimmung wird deutlich düsterer, aber die Episode ist gleichzeitig etwas langweiliger. Selbst wenn die Laufzeit (wie im Durchschnitt alle Folgen) nur 15 Minuten beträgt, lässt man sich insgesamt etwas zu viel Zeit. Dafür geht es etwas surrealer zur Sache und vom Handwerk her ist auch hier alles im grünen Bereich. Die Pointe ist ebenfalls passabel. Fünf Punkte dafür!
 
 
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Wenn es in der nächsten Episode dann um einen Zombie geht, darf man zurecht befürchten, dass man nun langweiligen Einheitsbrei serviert bekommt. Doch dies umgeht man gekonnt, weil man das Geschehen mit reichlich verschrobenem Humor angereichert hat. So fühlt man sich schon eher wie in einer Horrorkomödie. Dabei darf es mal etwas blutiger werden und die Effekte können sich echt sehen lassen. Das wird gut gespielt, ist relativ kreativ gestaltet und sogar etwas actionreicher, so dass man hier von einem kleinen Highlight sprechen kann, welches sich sieben Punkte verdient hat.
 
 
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In der vierten Geschichte geht es um einen Dämon, um genauer zu sein, um einen Djinn. Auch dies macht überhaupt keinen originellen Eindruck und die Story ist viel zu simpel, um sie als gut zu bezeichnen. Dies wird jedoch mit einer guten Atmosphäre ausgeglichen und der Horror spielt hier eine deutlich größere Rolle, als noch in der vorherigen Episode. So kommt ein angenehmer Schauer auf. Die Darsteller spielen gut, die Charaktere wirken recht sympathisch und das Ende ist dann schön böse, so dass immerhin sechs Punkte drin sind.
 
 
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In der finalen Episode geht es dann um Aliens, was sicherlich nicht sofort begeisternd klingt. Die Herangehensweise ist allerdings selbst in dieser Geschichte etwas anders. Von allen Stories ist diese wohl am dialoglastigsten und es dauert ziemlich lange, bis mal etwas geschieht. Das Ende haut einen nicht unbedingt vom Hocker, aber die Schauplätze machen etwas her und das Schauspiel lässt sich erneut als durchaus solide bezeichnen. Außerdem darf man hier auch mal erwähnen, dass die deutsche Synchronisation gut gelungen ist. Zwar ist der Abschluss etwas schwach, aber er langweilt kaum und bringt es so noch mal auf gut gemeinte fünf Punkte!
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Fazit

 
 
 
6 Punkte Final
 
 
„Dark Stories to Survive the Night“ erfindet das Rad nicht neu, bedient den Anthologien-Horror aber auf angenehme Art und Weise. Die Grundprämissen der Geschichten sind überhaupt nicht originell, jedoch hat man stets etwas recht Eigenständiges daraus gezaubert und zum Glück hat man nicht vergessen, dass böse Pointen bei Kurzgeschichten gut wirken können. Aus rein handwerklicher Sicht ist dieses französische Exemplar absolut sauber gemacht und dass hier nicht das große Budget hinter steckt, bemerkt man als Zuschauer selten, denn alle Schauplätze und Effekte sehen völlig brauchbar aus. Viel Gewalt braucht man zwar nicht zu erwarten, aber langweilig wird es deshalb trotzdem so gut wie nie. Selbst die Rahmenhandlung ist nicht schlecht geraten und unterdurchschnittlich wird es mit keiner Episode. Das Niveau reißt nie ganz nach oben aus, pendelt sich jedoch in einem passablen Rahmen ein. Die Darsteller sind brauchbar, der Score hört sich solide an und die rund 100 Minuten Laufzeit sind ziemlich flott vergangen. Sicher nicht der nächste, große Wurf in Kurzfilmsammlungen, aber für Fans von solchen absolut zu gebrauchen und atmosphärisch irgendwie echt sympathisch!
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Dark Stories to Survive the Night“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SPLENDID FILM (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dark Stories; Frankreich 2019

Genre: Horror, Drama, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Polnisch

Bild: 2.00:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 102 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailershow, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

Dark Stories to Survive the Night [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

DARK STORIES TO SURVIVE THE NIGHT – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SPLENDID FILM)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Geschichten aus der Gruft (1989–1996)
 
The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte (2019)
 
Stephen King’s Katzenauge (1985)
 

Filmkritik: „Fried Barry“ (2020)

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FRIED BARRY

Story

 
 
 
Der drogensüchtige Barry wird von Aliens entführt, die sich fortan in Menschenhülle mit seiner abgefuckten Umgebung vertraut machen und den Fortbestand ihrer Rasse sichern.

 
 
 


 
 
 

FRIED BARRY – Kritik

 
 
Was für ein befreiendes, Vergnügen bereitendes, Hoffnung in die Zukunft des Indiefilms, und gar deutscher Veröffentlichung derart punkiger Filme, machendes Gefühl es doch ist, hier einen Film vorstellen zu können, hinter dem ich absolut stehe, den ich von vorne bis hinten genossen habe, zweimal sogar, in kurzer Zeit. Das passiert wahrlich nicht häufig und wenn doch, dann sind es oftmals Filme, die in Deutschland nicht erscheinen, oder nur schwer zu kriegen sind, oder falsch vermarktet werden, oder zensiert, oder oder. Doch hier, bei diesem südafrikanischen Langfilmdebüt, passt tatsächlich mal alles: Ungekürzt ab 18, gut, eine 16er-Freigabe hätte es vielleicht auch getan, mit Blu-ray, Extras und passenden Pressestimmen – denn ja, brillant und kultverdächtig ist diese Independent-Bombe auf jeden Fall.
 
 
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Nach einer charmanten BBFC-Retro-Warnung darüber, dass der folgende Film erst für Erwachsene geeignet ist, folgt direkt die unübliche Bezeichnung „A Ryan Kruger Thing“, die schon den gleichnamigen Kurzfilm geziert hat und ja, ein unberechenbares, schwer kategorisierbares „Ding“ ist „Fried Barry“ definitiv. Begleitet von schnellen Schnitten zu exzessivem Drogenkonsum, Makroaufnahmen von Spritzen, schrillen Synthesizern und überlagernden Szenen im Rausch werden wir innerhalb der ersten Minuten in Barrys Welt geworfen, ein Junkie mit Familien- und Geldproblemen, abhängigen Freunden, meckernder Frau, in einer verdreckten Umgebung. Nach wenigen Minuten wird sich der erste Schuss gegeben und zu einem arthousigen, großartigen Soundtrack und ästhetischer Cinematographie beginnt die wohl beste Alien-Entführungsszene, die ich je gesehen habe. Denn ja, ein roter Traktorstrahl scheint aus dem Himmel und der zuckende, zappelnde, röhrende Barry wird drei Minuten lang in retrofuturistischen, verstörenden, betörenden, beklemmenden Bildern mit einem 10/10er Sounddesign ästhetisch wie sonst was entführt, untersucht und eingenommen und nachdem das überlebt wurde, startet der ohnehin schon geistesabwesende Protagonist erst so richtig durch.
 
 

„On this day, pussy has eluded you my friend!“

 
 
HD-Aufnahmen der neonbeleuchteten Stadt, ein Alien in Menschengestalt das verwirrt die Gestalten der Nacht absorbiert, ein Clubbesuch mit bunten Lichtern, aushakenden Unterkiefern, XTC-Pillen und lauten Bässen – die ersten 15 Minuten dieser Indieerfahrung sind für mich auch beim Rewatch noch eine 9/10, führen perfekt in die folgende Erfahrung ein, lassen allenfalls etwas zu hohe Erwartungen aufkommen. Die Nebencharaktere der nächtlichen Odyssey sind dabei teils etwas zu trashig oder overacted, auch besteht die gesamte Viertelstunde nach der Entführung quasi nur aus Sex und sexuellen Angeboten – doch die schiere Kurzweil, die überraschend harmlose, aber sehr witzige, erste Sexszene selbst sowie der wunderbare, handgemachte, komplett nackte Splatter- Insert, der als Finale der ersten halben Stunde dient, gleichen dies locker wieder aus.
 
 

„You’re quite the organ pusher, aren’t you?“

 
 
Denn auch wenn „Fried Barry“ keinesfalls in erster Linie an Gross-Out-Humor oder brutalen Effekten interessiert ist, so weiß die eine Szene, die relativ früh in den Film geplatzt kommt, dafür umso mehr zu verwundern und überzeugen. Nach dem ersten Drittel dieser etwas zu langen 94 Minuten wird nun erstmalig durchgeatmet, da zu einem wunderbar ruhigen Ambient-Soundtrack meditativ durch die Sonne gelaufen und die Umgebung gescannt werden darf. 12 Minuten relativ alltägliches Familienleben, spaßig angedeutete, übernatürliche Kräfte und eine gelungene Sexmontage später jedoch schellt das Tempo wieder hoch und der Film geht in die Vollen: Barry rennt in Zeitlupe durch die Straßen, kriegt von Fremden Crystal Meth verabreicht, was für den größten und mit besten WTF-Moment des Films sorgt, metallisches, anschwillendes
 
 
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Sounddesign, laute Bässe, Rumrennen mit Kopfhörern und bester Laune, Musikvideo-Schnitte und -Bilder – und auf einmal ist auch schon die „Intermission“ erreicht, in der kurz 2001 Tribut gezollt, aber auch das Ansinnen des Films, einfach nur zu Unterhalten, klargestellt wird. Nach meiner Erstsichtung war ich der Überzeugung, dass der Unterhaltungsfaktor des Films an dieser Stelle fast schon endet, da der gesamte dritte Akt zu langsam, zu unspektakulär und zu gehemmt ist, um nach einem so genialen Beginn noch zu überzeugen – doch auch wenn der Film erst einmal ausgebremst wird und es in der Tat nie wieder so locker, so witzig, so kurzweilig oder partylastig, musikintensiv wird, wie in der ersten halben Stunde – so konnte ich beim zweiten Versuch doch noch einige Qualitäten entdecken, die auch die folgenden 42 Minuten noch sehenswert machen.
 
 

„Fried, definitely fried!“

 
 
So ist das nächste Setpiece zum Beispiel eine angenehm dreckige, industrielle Ruine mit gut gespieltem Antagonisten, krachendem Kettensägenkampf und heftig lärmendem Terror-Soundtrack, bevor nach ganzen 70 Minuten, die größtenteils kurzweilig gefüllt wurden, zum ersten Mal eine wirklich zu lange Monolog-Szene von Sean Cameron Michael folgt, die den Film erheblich ausbremst. Aber auch das überlebt man, nur um mit einem technisch beeindruckenden, gut choreographierten One-Take, ideenreicher Inszenierung, Retro-Rückprojektionen, mehr Drogenkonsum, einem Ritt durch die Hölle, einer videospielartigen, handgemachten Welt aus Karton und unironisch desorientierenden, alptraumhaften Horror-Visionen belohnt zu werden.
 
 

„It’s been a wild ride, eh?“

 
 
Ein absolut wilder Ritt also auch in der zweiten Hälfte und auf einmal sind es nur noch die letzten fünfzehn Minuten, und „Fried Barry“ ist schon wieder vorbei – diese sind nun zwar erneut zu langgezogen, zu ruhig, zu pseudodramatisch und pseudoemotional nach so viel kurzweiliger, schneller Indie-Energie – doch dies sei einem Film verziehen, der über so weite Strecken so viel so richtig macht. „Fried Barry“ ist ein Indiewerk mit wenig Budget und viel Herz, der zeigt wie man auch mit extrem wenig Story einen mehr als sehenswerten, spaßigen Film schaffen kann, einfach durch den richtigen Stil, eine interessante Welt, gelungene Situationskomik, eigensinnige Kreativität abseits der Norm, Party-Attitüde und mutiges Casting. Barry selber könnte dabei nicht besser verkörpert werden und präsentiert auf beeindruckend minimalistische Weise wie man größtenteils nonverbales Schauspiel, mit dem ausgedrückt werden soll dass hier gerade ein unbedarfter Alien in Menschenform agiert, perfektionieren kann.
 
 


 
 
 

FRIED BARRY – Fazit

 
 
 
8 Punkte Final
 
 
Irrsinnig mutiges und eigenständiges Projekt, das unter zwei Szenen und einigen Minuten zu viel leidet, abseits davon aber als Partyfilm, Drogenfilm, WTF-Filmerfahrung, als Statemtent im Indiefilm und Neontraum mit herrlichem Soundtrack taugt.
 
 


 
 
 

FRIED BARRY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Fried Barry“ ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

FRIED BARRY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Spirit Media GmbH (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Fried Barry; Südafrika 2020

Genre: Horror, Komödien, Science Fiction

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 102 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Audiokommentar, 2 Trailer, Bildergalerie, Behind the Scenes, Fried Barry – Der Kurzfilm, Post-Credits-Szene, Alternatives Ende, Deleted & Extended Scenes, Parodistisches

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

Fried Barry [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

FRIED BARRY – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Spirit Media GmbH)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Jesus Shows You the Way to the Highway (2019)
 

Filmkritik: „Seance“ (2021)

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SEANCE

Story

 
 
 
An einer Mädchenschule macht das Gerücht des Geistes eines verstorbenen Mädchens den Umlauf. Als wirklich Menschen sterben, scheint an der Sache etwas dran zu sein.

 
 
 


 
 
 

SEANCE – Kritik

 
 
Man muss entweder sehr selbstbewusst sein oder von vornherein wissen, dass man nichts zu bieten hat, wenn man einen Film so wenig originell auf den Namen „Seance“ tauft. Immerhin gibt es nicht gerade wenige, billige Horrorfilmchen, die sich mit diesem Titel schmücken. Im Falle der 2021er Variante kann der geneigte Fan jedoch aufatmen. Hier bekommt man es nämlich nicht mit einem billigen, lieblosen Werk zu tun, sondern mit einem schön unaufgeregten, dafür aber ziemlich atmosphärischen Vertreter, der seine Zutaten sogar einigermaßen originell mischt.
 
 
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Camille ist neu an der renommierten Mädchen Academy Fairfield. Ihren Platz verdankt sie dem Tod einer anderen Schülerin, welcher unter ominösen Umständen geschah. An der Schule gibt es das Gerücht eines Geistes, weil ein Mädchen sich einst selbst umgebracht hatte. Als eine Mädchen-Clique einen Streich spielen will und den Geist beschwört, rechnet noch niemand damit, dass dies wirklich funktioniert. Doch die Nacht hat ihr Opfer und so kann Camille die Schule besuchen. Auch sie soll bald bemerken, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Das klingt zunächst wie eine total altbackene, ausgelutschte Geschichte, die man im Horrorbereich so schon etliche Male zu sehen bekommen hat und mit der man wohl 2021 niemanden mehr abholen dürfte. Doch weit gefehlt, denn bei „Seance“ macht alles einen falschen Anschein und so kann man sich auf ein paar gute Wendungen gefasst machen. Das ist zwar im Endeffekt nicht wirklich glaubwürdig und wirkt etwas konstruiert, doch da die Ideen gelungen sind, wiegt diese Tatsache in diesem Falle nicht so schwer. Außerdem ist es doch ziemlich clever, wie man mit der Erwartungshaltung des Publikums spielt.
 
 
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So macht alles von Anfang an den Eindruck eines gruseligen Geisterfilms und den bekommt man letztendlich ja auch, aber es gibt noch ein paar weitere Zutaten, die anfangs so nicht zu erwarten sind. So fühlt man sich im Endeffekt fast schon wie in einer Art Slasher und auch ein paar kleine Krimi-Anteile sind vorhanden. Alles in einem kann man „Seance“ wohl am besten als Mysteryfilm bezeichnen. Die Atmosphäre funktioniert dabei wunderbar. Von Anfang an wirkt die Stimmung unheilvoll und gruselig. Zwar kommen ein paar Szenen nicht ohne die bekannten Jump-Scares aus, aber dieses Stilmittel wird nicht zu übertrieben und eher zweckdienlich eingesetzt. Der größte Nervenkitzel bleibt aus, denn dafür ist der Film insgesamt doch zu entspannt, aber diese Atmosphäre kann den Zuschauer durchaus einlullen, wenn er eine Affinität zu diesem Genre besitzt.
 
 
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Regisseur Simon Barrett, der vor allen Dingen durch die oftmalige Zusammenarbeit mit Adam Wingard bekannt ist und oftmals Drehbücher schreibt, führte hier zum ersten Mal bei einem Langfilm selbst Regie und man merkt ihm seine Erfahrung in diesem Genre durchaus an. So sind die ganzen Grusel-Szenen gekonnt aufgebaut und clever gestaltet. Sowieso ist die handwerkliche Arbeit hübsch anzuschauen. Die Kulissen wirken simpel, aber zweckdienlich und dass alles etwas kleiner gehalten wurde, ist im Falle von „Seance“ sympathisch. Hochwertige Arbeit steckt nämlich dennoch dahinter, was alleine die Optik beweist. Wenn Barrett, der übrigens auch hier selbst das Drehbuch verfasste, hinterher sogar noch Action-Elemente mit einbaut, wirkt das unerwartet und gibt abermals eine frische Dynamik her. Da gibt es sogar noch ein paar blutigere Szenen, mit denen vorher so nicht zu rechnen war. Dennoch ist die Freigabe ab 16 Jahren völlig berechtigt und die Effekte sehen allesamt brauchbar aus.
 
 
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Auf die Darsteller kann man sich zum Glück ebenfalls verlassen, denn hier liefert jeder das ab, was von ihm erwartet wird. Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar die coole Suki Waterhouse, die gar nicht mal so viel machen muss, um zu gefallen. Das liegt aber auch an der gelungenen Figurenzeichnung. Die Hintergründe werden zwar nur angedeutet, dennoch wirkt ihr Charakter von Anfang an markant genug. Das ist bei den anderen Figuren ebenfalls geglückt. Es bleibt alles ziemlich oberflächlich, aber es ist einprägsam genug, um den Zuschauer damit über die angenehme Laufzeit von rund 90 Minuten zu unterhalten. Hier verstecken sich absolut keine Längen, denn selbst wenn der Aufbau ruhig und entspannt ist, ist immer etwas los und in der letzten halben Stunde ändert sich die Tonart sowieso noch mal grundlegend. Begleitet wird das Treiben von sehr dezenten Melodien, die passend sind. Der Score hat schon fast etwas Retro-artiges.
 
 


 
 
 

SEANCE – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Seance“ ist deutlich besser, als sein einfallsloser Titel vermuten lässt. Außerdem ist er origineller, als man hätte denken können, denn das ausgelutschte Geistergenre wird hier von anderen Zutaten ergänzt und insgesamt ist die Story zwar sicher kein Geniestreich, aber sie wirkt dennoch durchdacht und niemals lieblos. Besonders die handwerkliche Arbeit weiß dabei zu gefallen, denn die Inszenierung macht nichts verkehrt und die Optik weiß zu überzeugen. Zusätzlich sind die Darsteller allesamt brauchbar, die deutsche Synchronisation klingt gut und sogar die Figurenzeichnung ist einigermaßen gelungen. Ansonsten bekommt der Zuschauer noch eine schaurige Atmosphäre, die auf ihre eigene Art und Weise angenehm und entspannt wirkt. Der größte Nervenkitzel bleibt aus und wirklich glaubwürdig ist das Szenario niemals, aber dafür wird man hier kurzweilig unterhalten. Wer auf Gruselfilme abfährt, sollte „Seance“ also nicht verpassen!
 
 


 
 
 

SEANCE – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Seance“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SEANCE – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Weltkino Filmverleih (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Seance; USA 2021

Genre: Horror, Drama, Mystery

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 2.40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 99 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Featurette, Trailer

Release-Termin: KeepCase: 22.10.2021

 

Seance [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SEANCE – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Weltkino Filmverleih)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
The Woods (2006)
 
Düstere Legenden (1998)
 
The Ring (2002)
 

Filmkritik: „Strange Dreams“ (2020)

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STRANGE DREAMS

(COME TRUE)

Story

 
 
 
Eine jugendliche Ausreißerin nimmt an einer Schlafstudie teil, die zu einem alptraumhaften Abstieg in die Tiefen ihres Geistes und einer erschreckenden Untersuchung der Macht der Träume wird.

 
 
 


 
 
 

STRANGE DREAMS – Kritik

 
 
Nachdem der kanadische Regisseur und Drehbuchautor Anthony Scott Burns sich anno 2016 bereits an der meiner Meinung nach unterschätzten, überdurchschnittlich gelungenen Horrorfilmanthologie „Holidays“ beteiligen durfte, folgte 2018 sein Langfilmdebüt „Our House“, das bereits wissenschaftliche Experimente mit übernatürlichem Horror verquickt hat, zu teils polarisierter, größtenteils aber mäßiger Resonanz. Weitere zwei Jahre später folgte dann diese genreunabhängige Indieproduktion „Come True“, die in Deutschland unsinnigerweise in „Strange Dreams“ umbenannt wurde. Warum das bei diesem Film speziell ein Problem darstellt, wäre ein Spoiler zu viel, doch warum diese durchaus kreative, sehr ansprechend inszenierte Traumreise auch mich zwiegespalten zurücklässt – das werde ich nun versuchen, zu erklären.
 
 
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Die Eröffnungssequenz stimmt dabei bestens auf die ruhige, behutsame, leicht retrofuturistische Erfahrung der folgenden 100 Minuten ein, da nach den Opening Credits, die auf einem alten Röhrenfernseher abgespielt werden, direkt die erste der zahlreichen, höchst atmosphärisch inszenierten Traumsequenzen folgt, in denen mit langsamer POV-Kamerabewegung durch überzeugend animierte Höhlen und Berge, neblige, enge Gänge, knarzende, schwebende Holztüren und postapokalyptisch, ja gar dämonisch wirkende Umgebungen gefahren wird. Von eben jenen, mehrfach in voller Länge ausgespielten, aber nie langweilenden Traumsequenzen geplagt wird unsere Protagonistin Sarah, eine junge Frau die bei ihren Eltern auf eigene Faust ausgezogen ist und auf einem Spielplatz aus dem Alptraum erwacht.
 
 
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Doch auch wenn die zweite Traumsequenz mit ihren aus den Wänden der bedrückenden Architektur des Sanatoriums heraushängenden Leichen direkt deutlich düsterer und beängstigender anmutet als die erste, und auch wenn Traum #3 daraufhin dann gar mit einem funktionierenden, abstrakten Jump-Scare punktet und rasant folgende Horrorgefilde erahnen lässt, so ist „Strange Dreams“ in seiner gesamten ersten Hälfte gar nicht interessiert daran, zu schockieren, verstören oder auch nur auf wirkliche Spannung zu setzen. Stattdessen wird, mit unterkühlten Farben, hübscher Beleuchtung und mysteriösem Soundtrack in „The Persona“, dem ersten Kapitel, erst kurz Sarahs Situation geschildert, bevor der etwaige Ausweg aus der finanziellen Not und Schlaflosigkeit durch die bezahlte Schlafstudie etabliert wird. Nach 20 Minuten starten dann sowohl die Studie, mit ihren leicht an Sci-Fi- oder Retrofuturismus anmutenden Outfits, dem hübsch beleuchteten Kontrollraum und einer handvoll weiterer Probanden, sowie auch der Film selbst, dessen manchmal unmotiviert- einlullender, dann wieder hypnotischer, einfühlsamer Stil und Synthie-Soundtrack, nun noch mit einem atmosphärischen Voiceover über die Schlafphasen und Panflöten versehen, Hand in Hand geht mit den schwelgerischen Nahaufnahmen, nächtlichen Einstellungen der Großstadt, Ungewissheit des Experiments und beunruhigenden Träumen.
 
 
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Nach dem ersten Tiefschlaf im Forschungsinstitut wird Sarah mit einer Reihe Bilder konfrontiert, auf die sie äußerst heftig reagiert – mit dabei ist ein dunkler Hüne, eine schattenhafte, große, beängstigende Gestalt, mit der jeder ihrer Träume endet – was hat es mit diesem wiederkehrenden Schrecken auf sich? Und was mit dem Nerd aus der Bibliothek, der sie zu verfolgen scheint? Nachdem die erste halbe Stunde sich fast ausschließlich auf ihre audiovisuellen Reize und Atmosphäre ausgeruht hat, gelingt es Burns kurz daraufhin tatsächlich, erstmalig so etwas wie Rätselspannung und Anflüge von einem Plot aufkommen zu lassen, der mehr als eine reine
 
 
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Situation ist. Doch auch wenn auf dem Weg zur Halbzeit eine kurze, prägnante, effektiv geschnittene Terror-Sequenz mit hämmerndem Bass folgt, so ist die anschließende „Offenbarung“ für den Zuschauer leider lange keine Offenbarung mehr und langsam aber sicher stellt sich die Frage, worauf der Film eigentlich hinaus will, warum er sich so langsam und zäh inszeniert, welche versteckten Karten er wohl noch alle bei sich hält.
Doch wer nach dem verpatzten Mehrwert der letzten Szene noch nicht entnervt aufgegeben hat, der wird definitiv noch belohnt – vor der Bestrafung. Denn nachdem mir ein unstimmiges Plotdetail einfach nicht aus dem Kopf gegangen ist und ich schon potentiell eher enttäuscht war, von dieser „Maniac“ (die Netflix-Serie)-ähnlichen, nur gefühlt noch belangloseren Prämisse, taucht auf einmal der Schriftzug „The Shadow“ auf und läutet das dritte Kapitel ein. Und hier wird der Zuschauer nun zuerst effektiv verunsichert mit einem fragmentierten Gesicht und einer sich endlos durch das Treppenhaus drehenden Kamera, bis sich dann durch eine tatsächlich überraschende Beobachtung und Aussage wohliges Gruseln einstellt. Welches sich dann, finalement, in so etwas wie einer „Horror-Sequenz“, gekonnt entlädt. Der Soundtrack verlässt die Ambient-Gefilde und lässt die Synthesizer anschwillen, die Kontrolle entgleitet, in einer intensiven Szene mit großartigem Aufbau und unheimlichem pay-off zeigt „Strange Dreams“ zu was er fähig wäre, wollte er ein Genre-Film sein.
 
 
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Nur um daraufhin wieder ganz eindeutig zu beweisen, dass er genau das nicht sein möchte. Denn was nun als mit wichtigste Schlüsselszene des Films inszeniert wird, ohne etwa einen Twist vorweg zu nehmen, das ist ein romantischer Subplot, der als einzige Instanz auch mit einem Song unterlegt ist, der Lyrics hat. Doch so für sich genommen gelungen die Stelle sein mag, so verwirrend und gefühlt unpassend ist sie für den Zuschauer in diesem Moment, da nicht nur zum zweiten Mal eine mehrfach bereits implizit erwähnte, für den Zuschauer offensichtliche Beobachtung ausgesprochen wird, sondern diese neue Route nun auch noch fernab von jeglichem Horror für eine überraschend lange Laufzeit verfolgt und ernst genommen wird, wo sich die Dramaturgie doch eigentlich Richtung Finale bewegen sollte. Wobei „Dramaturgie“ ohnehin ein schwieriges Wort ist, wenn wir trotz des soliden bis gelungenen Schauspiels doch stets recht unbewegt und distanziert bleiben, aufgrund des allzu am Geschehen, nicht aber an den Charakteren interessierten Scripts, das zwischenmenschliche Szenen auf ein Minimum reduziert und wenig Mitfiebermotivation, oder auch nur Einblicke in Sarahs Psyche oder Charakter erlaubt. Die mit Abstand verängstigendste, gelungenste Horror-Stelle des gesamten Films ist dabei zwar nur wenige Sekunden lang und inhaltlich relativ unmotiviert, aber so grandios inszeniert, abgemischt, designt und editiert, dass ich beim bloßen dran denken eine Gänsehaut bekomme – doch so genial wird es in der Hinsicht nie wieder, egal in welcher Hinsicht. Dass sich diese Sequenz also auch noch nach weit über einer Stunde im Film befindet, zu einem Zeitpunkt, zu dem reine Horrorfans vermutlich längst abgesprungen sind, ist da natürlich ärgerlich.
 
 
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Das Finale des Films ist dann wieder höchst atmosphärisch geraten und gelungen gefilmt, mit deutlichen Stranger-Things-Anleihen und schön zurückhaltender Effektarbeit, aber dabei deutlich weniger Aufmerksamkeit oder Worte wert, als das Ende: Denn gaaaaaanz am Ende dieser 100 Minuten wird der Film dann tatsächlich nochmal deutlich interessanter, aber auch enttäuschender, irgendwo gewitzter aber eben auch witzloser und unnötig verwirrend, da hier natürlich noch ein großer Twist folgen muss. Und der ergibt rein inhaltlich auch Sinn und der wird auch ein Stück weit vorher angedeutet und erklärt ein paar Fragezeichen oder Fehler der vorherigen Szenen, ja, gleichzeitig aber stellt er auch den gesamten Film, die Existenzberechtigung der gesamten Story und die Motivation des Regisseurs, diesen Film überhaupt zu machen, komplett in Frage. Wer den ebenfalls höchst kuriosen „Boarding School“ gesehen hat, der weiß, wie man radikal unterschiedliche Ideen oder Konzepte mit einem einmaligen Ende umdeuten oder im letzten Moment noch etablieren kann, etwas ähnliches wurde hier auch gemacht.
 
 


 
 
 

STRANGE DREAMS – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
Ungewöhnlicher, eigenständiger, hübsch fotografierter, langsamer Indiefilm, der das Interesse des Zuschauers zumeist aufrecht erhalten kann, hinter der hübschen Verpackung und dem feinfühligen Soundtrack aber leider nur zwei wirklich intensive, spannende Szenen aufzuweisen hat und abseits seiner Genre-Inserts relativ zahm, minimalistisch und unspektakulär inszeniert wurde. Stimmungsvoll, interessant, mit schimmernd-leichten, idyllischen, bis hin zu mysteriös-nächtlichen Synthesizern und Assoziationen sowie natürlichen Performances, aber auch einem schleppenden Erzähltempo und verschenkten Möglichkeiten.
 
 


 
 
 

STRANGE DREAMS – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Strange Dreams“ (Originaltitel: „Come True“) ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

STRANGE DREAMS – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Koch Films (Blu-ray im KeepCase)

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(c) Koch Films (Blu-ray + DVD im Mediabook)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Come True; USA 2020

Genre: Horror, Drama, Fantasy, Science-Fiction

Ton: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bild: 2,40:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 105 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Making Of, Trailer, Bildergalerie, Trailershow | zusätzlich im Mediabook: Booklet + Film auf DVD

Release-Termin: KeepCase: 23.09.2021 | Mediabook: 23.09.2021

 

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STRANGE DREAMS – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei Koch Films)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Boarding School (2018)
 

Filmkritik: „Gaia – Grüne Hölle“ (2021)

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GAIA – GRÜNE HÖLLE

(GAIA)

Story

 
 
 
Zwei Park-Ranger stoßen im südafrikanichen Dschungel auf eine große Bedrohung, welche die Existenz der gesamten Menschheit gefährden könnte.

 
 
 


 
 
 

GAIA – Kritik

 
 
Südafrika ist nicht gerade für seine großen Blockbuster bekannt, aber dass aus diesem Land auch starke Genreware kommen kann, beweist „Gaia – Grüne Hölle“. Der Film richtet sich nicht gerade an den Mainstream und ist zuweilen ganz schön sperrig, macht im Gegenzug optisch und audiovisuell jedoch alles richtig und wirkt dabei so anders, dass er definitiv eine Sichtung wert ist, wenn man den „normalen“ Horror satt hat.
 
 
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Die beiden Park-Ranger Gabi und Winston sind gerade auf Patrouille, als Gabi ihre Drohne verliert und diese wieder aufsammeln möchte. Im Wald verletzt sich Gabi jedoch ihren Fuß und flüchtet in eine Hütte. Hier leben tatsächlich zwei Menschen, Barend und sein Sohn Stefan, die von der Zivilisation Abschied genommen haben und sich merkwürdig verhalten. Woran das liegt, soll Gabi schon bald erfahren, denn im Wald lauert eine Gefahr und die beiden Männer wissen davon. Die Story ist durchaus interessant, selbst wenn sie teilweise etwas zerfahren wirkt. Der Zuschauer wird ohne große Erklärungen in das Szenario geworfen und muss sich Verständnis erst mal erarbeiten. Hinterher wendet sich das Blatt einige Male, so dass das Geschehen niemals zu vorhersehbar erscheint. „Gaia – Grüne Hölle“ bedient sich an vielen Vorbildern, wie z.B. „Predator“, „Green Inferno“, „Beim Sterben ist jeder der Erste“ und „Auslöschung“, bastelt sich aus den diversen Zutaten jedoch etwas ziemlich Eigenständiges. Dass alle Fragen beantwortet werden, sollte der Zuschauer dabei besser nicht erwarten, denn ein Interpretationsfreiraum bleibt durchaus offen. Zuweilen verliert die Geschichte auch etwas zu sehr ihren Fokus, so dass das Drehbuch keineswegs perfekt, aber definitiv interessant ausgefallen ist.
 
 
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Dabei ist es vor allen Dingen die Mischung, die „Gaia – Grüne Hölle“ so interessant macht. Das fängt nämlich wie ein recht gewöhnlicher Survival-Thriller im Dschungel an und gewinnt dann zunehmend an Mystery-Anteilen. Dann gesellt sich eine große Portion Monster-Horror mit hinzu und außerdem wäre da der psychedelische Drogen-Anteil. Dieser macht die Stimmung manchmal kaum greifbar. Die Halluzinationen sorgen für eine surreale Atmosphäre, welche zum Ende hin immer abgedrehter wird. Das wirkt alles ganz schön düster und besitzt überhaupt keinen Humor. Dialoge stehen ebenfalls nicht im Vordergrund und so lebt der Film am ehesten von seinen Bildern. Und vom Sound natürlich! Die Geräusche der Monster hören sich so richtig unheimlich an und wurden stark gestaltet. Dazu gibt es einen atmosphärischen Score zu hören, der sehr passend ist und so macht es nicht nur Spaß, sich „Gaia – Grüne Hölle“ anzusehen, sondern vor allen Dingen auch, sich ihn anzuhören.
 
 
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Aus handwerklicher Sicht kann man dem Werk sowieso kaum einen Vorwurf machen. Regisseur Jaco Bouwer, der zuvor am ehesten für das Fernsehen arbeitete, wird sicher kaum jemandem bekannt sein, aber er versteht sein Handwerk. Die Inszenierung macht einen sehr gekonnten Eindruck, wovon die Atmosphäre nur profitieren kann. Mit Hilfe des ordentlichen Kameramanns entstehen so einige berauschende Bilder, die ihre Faszination besitzen. Über die Effekte kann man sich dabei ebenfalls nicht beklagen, denn selbst wenn sie überwiegend aus dem Computer stammen, sehen sie ordentlich aus. Die Monster haben ein interessantes Design und die Halluzinationen wurden optisch äußerst ansprechend bebildert.
 
 
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Außerdem wird „Gaia – Grüne Hölle“ überraschend gut gespielt. Es gibt nur vier Darsteller zu sehen, doch von diesen liefern alle ab. Anthony Oseyemi ist zwar leider nur wenig zu sehen, aber Carel Nel und Alex van Dyk übernehmen größere Rollen und machen das souverän. Am ehesten sollte man jedoch die starke Monique Rockman nennen, welche die Hauptaufgabe bekommen hat und das eindringlich spielt. Für eine tiefere Figurenzeichnung ist hier allerdings leider kein Platz. Die wenigen Charaktere bekommen schon ihren kleinen Hintergrund, bleiben ansonsten jedoch blass. Das ist der Machart zu verschulden und eigentlich nicht so dramatisch, nur bleiben die Figuren kaum hängen und echte Sympathien entstehen hier ebenfalls nicht.
 
 
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Sowieso hat „Gaia – Grüne Hölle“ ein paar Probleme mit seinem Unterhaltungswert. Der Anfang ist noch sehr ruhig und in der ersten halben Stunde lässt man sich Zeit, das Geschehen aufzubauen. Dass dies nicht langweilig ausgefallen ist, liegt vor allen Dingen daran, dass man trotzdem sofort in ein ominöses Szenario geworfen wird. Danach variiert das Erzähltempo desöfteren, ist mal schneller und mal langsamer, aber innerhalb der 97 Minuten Laufzeit kommt es dann doch zu ein paar Längen. Ist das Geheimnis nämlich erst mal gelüftet und man hat die Monster gesehen, zieht sich das Geschehen etwas zu sehr. Hier hätte der Film ruhig noch länger warten dürfen, bis er dem Zuschauer gewisse Dinge zeigt. Die etwas actionvolleren Szenen passen nicht unbedingt zum restlichen Erzählstil und Spannung will leider kaum aufkommen. Sowieso wirkt der Film manchmal etwas zu trocken, aber gerade weil er so schön anzuschauen und anzuhören ist, wiegt das nicht zu schwer. Einen Großteil der Laufzeit über ist man nämlich doch relativ gebannt.
 
 


 
 
 

GAIA – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Gaia – Grüne Hölle“ ist auf jeden Fall ein erfrischend anderer Horrorfilm, der aus vielen Zutaten besteht, einige Vorbilder besitzt und sich daraus eine interessante, eigenständige Story bastelt, die zwar nicht perfekt ist, aber große Ambitionen erkennen lässt. Sowieso ist der Film toll gemacht. Die Bilder sehen hervorragend aus, der Sound hört sich stark an und audiovisuell ist das eine ganz schöne Wucht. Leider kann der Unterhaltungswert daran nicht anknüpfen, denn Spannung kommt selten auf und ein paar Längen sind hinterher schon vorhanden. Dafür entschädigen ordentliche Darsteller und solide Effekte. Das böse Ende weiß ebenfalls zu überzeugen und unterstreicht die Öko-Botschaft noch mal fett. Die Macher haben sich durchaus Gedanken gemacht und liefern mit „Gaia – Grüne Hölle“ keinen stumpfen Horrorfilm ab, sondern einen sehr abwechslungsreichen, atmosphärischen Streifen, den man sich als Fan der etwas anderen Filmkost nicht entgehen lassen sollte!
 
 


 
 
 

GAIA – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Gaia – Grüne Hölle“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

GAIA – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) SquareOne Entertainment / Leonine (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Gaia; Südafrika 2021

Genre: Horror, Drama, Fantasy

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch

Bild: 1.78:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 96 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 24.09.2021

 

Gaia – Grüne Hölle [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

GAIA – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei SquareOne Entertainment / Leonine)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Predator (1987)
 
Auslöschung (2018)
 
The Green Inferno (2013)
 
Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)
 

Filmkritik: „Spell“ (2020)

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SPELL

Story

 
 
 
Auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters, stürzt Marquis mit seiner Familie im Privat-Flugzeug ab und als er erwacht, befindet er sich in den Fängen einer verrückten Hoodoo-Sekte.

 
 
 


 
 
 

SPELL – Kritik

 
 
Voodoo wird natürlich gerne für okkulte Horrorfilme als Vorbild benutzt. Eine solche Prämisse kann man 2020 also schon mal nicht mehr originell nennen, selbst wenn es in „Spell“ selbst um Hoodoo und nicht um Voodoo geht. So ähnlich die Aussprache, so wenig originell der Filmtitel, so wenig überraschend das Ergebnis. „Spell“ punktet in erster Linie mit seiner Optik, hat inhaltlich allerdings kaum etwas zu bieten.
 
 
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Star-Anwalt Marquis erhält plötzlich die Nachricht vom Tod seines Vaters. Also macht er sich zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Privat-Flugzeug auf den weiten Weg nach West Virginia. Als ein Unwetter aufkommt, stürzt die Maschine ab und als Marquis erwacht, befindet er sich auf einem Dachboden mit Verletzungen. Eine hilfsbereite Frau ist auch dort, aber es dauert nicht lange, bis Marquis bemerkt, dass Eloise nichts Gutes im Schilde führt. Das Ganze hat mit Hoodoo zu tun und Marquis versucht schon bald eine Flucht zu planen. Ob nun Hoodoo oder Voodoo spielt dabei eigentlich keine Rolle. Es gibt Parallelen, aber „Spell“ versucht dem Zuschauer diese Magie sowieso nicht näher zu bringen. Die Prämisse ist lediglich zweckdienlich und wird nicht weiter ausgearbeitet. Dabei hätten ein paar frische Ideen definitiv nicht geschadet. Das Drehbuch tut so, als würden wir uns noch in den 90er Jahren befinden und kommt ziemlich ideenarm daher. Nicht mal Hintergründe erfährt der Zuschauer hier. Erstaunlich, dass dafür Kurt Wimmer zuständig war, der mal Drehbücher für z.B. „Equilibrium“ schrieb. Wirklich überzeugend ist diese Geschichte nicht.
 
 
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Dafür kann die Optik punkten. Regisseur Mark Tonderai, der ansonsten überwiegend für’s Fernsehen arbeitet, liefert nämlich schon ab. In „Spell“ wird viel mit Filtern, Close-ups und Zooms gespielt. Das macht das Schauen zwar manchmal ein wenig anstrengend, aber da es gekonnt gestaltet wurde, macht das Ergebnis schon etwas her. Alleine die ganzen Farbfilter geben dem Werk einen hübschen Anstrich. Auch über die Schauplätze kann man sich nicht beklagen, denn hier wirkt alles authentisch und eine gewisse Atmosphäre entsteht so ebenfalls. Man bekommt es zwar nur mit einem typischen, okkulten Horrorfilm zu tun, aber phasenweise ist die Stimmung dennoch schön bedrohlich und dass es konsequent ernst zur Sache geht, passt ebenfalls.
 
 
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Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus den Darstellern. Omari Hardwick spielt seine Rolle durchaus glaubwürdig und gibt sich alle Mühe. Auch Loretta Devine erledigt ihre Aufgabe solide und die ganzen, kleinen Nebenrollen sind ebenfalls ordentlich besetzt. Aus schauspielerischer Sicht ist „Spell“ also gelungen, aber leider mangelt es erheblich an einer funktionierenden Figurenzeichnung. Die Wandlung von Marquis wirkt noch halbwegs glaubwürdig, doch viel erfährt man über seinen Charakter nicht. Alle anderen Figuren trifft es noch schlimmer. Über die Motive von Eloise kann man nur rätseln und manche Personen tauchen anfangs kurz auf, nur um dann vom Film vergessen zu werden. So hätte man die Familie von Marquis auch gleich weg lassen können. Nichtssagende Charaktere sind mit Sicherheit störend, aber warum man überhaupt nichtssagende Charaktere einführt, nur um sie dann zu vergessen, ist rätselhaft.
 
 
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Da „Spell“ inhaltlich wenig zu bieten hat, stellt es sich auch nicht als sonderlich interessant heraus, dem Geschehen zu folgen. Obwohl die Atmosphäre immer mal wieder schön dicht ist und sich der Überlebenskampf von Marquis als halbwegs spannend herausstellt, ist im Endeffekt viel zu wenig los, um den Zuschauer gut zu unterhalten. Das liegt allerdings auch mit daran, dass die Charaktere einfach zu farblos bleiben. Überwiegend geht es relativ ruhig zur Sache und viele Effekte braucht man nicht zu erwarten. Abgesehen von ein, zwei schmerzhaften Szenen spielt auch Gewalt keine so große Rolle. Nur das Finale dreht dann plötzlich etwas durch und bietet deutlich mehr Action. Das ist an sich unterhaltsam, nur passt der Wechsel im Ton so gar nicht zum vorherigen Geschehen. Außerdem offenbaren sich so ein paar CGI-Effekte, die man nicht unbedingt gebraucht hätte. Der Score klingt passend und ist brauchbar.
 
 


 
 
 

SPELL – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
„Spell“ ist so durchschnittlich, wie der einfallslose Titel es schon vermuten lässt. Dabei hätte aus dem Streifen durchaus etwas werden können, denn die handwerkliche Arbeit ist solide, die Inszenierung überzeugt und die Optik weiß zu gefallen. Außerdem sind die Darsteller völlig brauchbar und die Atmosphäre besitzt ordentliche Momente. Leider hat das Drehbuch allerdings nichts zu bieten. Man hatte keine kreativen Einfälle, durchleuchtet keinerlei Motive und bietet so im Endeffekt auch eine sehr nichtssagende Figurenzeichnung. Große Spannung kann so keine entstehen. Die Laufzeit von guten 90 Minuten langweilt zwar nicht durchgehend, aber so richtig unterhaltsam will das Treiben auch nie werden. Außerdem passt das actionreiche Finale nicht zur vorherigen Gangart. Alles in einem ist „Spell“ nicht schlecht, aber man verpasst auch nichts!
 
 


 
 
 

SPELL – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Spell“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Sonderlich blutig ist der Streifen nicht. Daher ist die Freigabe gerechtfertigt.
 
 
 


 
 
 

SPELL – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Paramount Piuctures (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Spell; Südafrika | USA 2020

Genre: Horror, Mystery, Grusel, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 91 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 23.09.2021

 

Spell [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SPELL – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Paramount Piuctures)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Misery

Der verbotene Schlüssel

Filmkritik: „Chuckys Baby“ (2004)

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CHUCKYS BABY

(SEED OF CHUCKY)

Story

 
 
 
In „Chucky und seine Braut“ schon angedeutet, ist es bei „Chuckys Baby“ nun so weit. Die ikonische Killerpuppe bekommt Nachwuchs, denkt aber gar nicht daran nun als gutes Vorbild zu fungieren.

 
 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Kritik

 
 
Abgesehen von der riesigen Reihe „Puppet Master“, gibt es wohl keine langlebigere Puppenhorror-Reihe, als „Chucky“. Das fing 1988 noch recht ernst, als düsterer Horrorfilm an und selbst wenn das Original mittlerweile etwas angestaubt ist, ist es für Fans noch immer brauchbar. Danach wurden schnell zwei Fortsetzungen hinterher geschmissen und dabei wurden die Komödien-Anteile von Teil zu Teil erhöht. Seinen Höhepunkt fand das 1997 in „Chucky und seine Braut“, einer reinen Horrorkomödie, die der Reihe neues Leben einhauchen konnte. Weitere sieben Jahre sollten vergehen, bis es zu „Chuckys Baby“ kommen sollte und dieser setzt den vorher eingeschlagenen Weg konsequent fort.
 
 
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Schon im letzten Teil wurde es angedeutet, jetzt ist es so weit: Chucky und Tiffany haben ein Baby gezeugt. Allerdings sind die beiden mordlustigen Puppen nicht mehr am leben. Ihr Baby sorgt jedoch dafür, dass sie bald wieder morden können. Dafür nisten sich Chucky und Tiffany bei der Schauspielerin Jennifer Tilly ein, die gerade erst eine Rolle für einen neuen Chucky-Film angenommen hat und eine Beziehung mit dem Regisseur eingeht. Der Plan ist simpel: Die beiden Puppen wollen in die Körper der beiden Menschen. Nebenbei gilt es jedoch auch Elternpflichten zu übernehmen. Die Meta-Ebene in „Chuckys Baby“ ist enorm. Das sieht man schon daran, dass sich die Darsteller selbst spielen. Dieses Drehbuch, welches natürlich erneut von Don Mancini stammt, ist sehr verspielt, bietet dem Fan allerdings auch nicht mehr unbedingt die Zutaten, die man zuvor von „Chucky“ gewohnt war. Trotzdem hatte Mancini einige abgefahrene Ideen und verpackt diese ziemlich kreativ. Alleine die Sache mit dem Baby ohne Geschlecht ist amüsant. Es gibt zudem einige Anspielungen auf andere Filme und somit bietet diese Handlung genügend Spaß.
 
 
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Den sollte man auch erwarten, denn selbst wenn die Komödien-Anteile von Teil zu Teil größer wurden, war doch immer noch Horror vorhanden. Dies ändert sich mit „Chuckys Baby“ komplett, denn der Film stellt eigentlich eine reine schwarze Komödie dar, die zudem reichlich grotesk daherkommt. Das ist alles ganz schön verrückt, hysterisch und durchgeknallt. Leider wird es zuweilen auch mal arg albern, weshalb der Humor definitiv nicht jedem zusagen dürfte. Einige Gags sind echt lustig, manche überspannen den Bogen dann allerdings auch. Fakt ist trotzdem, dass Mancini die Reihe hier mehr oder weniger neu erfunden hat. Er übernahm zum ersten Mal auch selbst die Regie und aus handwerklicher Sicht kann man dem Werk kaum Vorwürfe machen. Wenn die Puppen animiert sind, sieht das nicht ganz so toll aus, doch ansonsten kommen Chucky und Tiffany so daher, wie man es sehen will und werden durch noch eine neue Puppe ergänzt. Die Inszenierung erfüllt ihren Zweck, aber ein paar Horror-Elemente wären für die Abwechslung dennoch gut gewesen. Der groteske Anteil strapaziert nämlich manchmal etwas die Nerven.
 
 
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Die Darsteller passen sich diesem Niveau an und betreiben überwiegend Overacting. Eigentlich hätte „Chuckys Baby“ in diesem Bereich nicht sonderlich viel zu bieten, wäre da nicht Jennifer Tilly, die zuvor Tiffany ihre Stimme lieh, das weiterhin macht, aber nun auch als Darstellerin zu sehen ist und sich selbst spielt. Dabei ist sich Tilly nicht zu schade schön selbstironisch zu agieren und das macht sie einfach köstlich. Der Rapper Redman spielt sich ebenfalls selbst und kann nur bedingt überzeugen. Ansonsten lieh natürlich erneut Brad Dourif im Originalton Chucky seine Stimme. Es gibt noch ein paar ganz nette Gastauftritte wie etwa von John Waters. Ansonsten wird einem schauspielerisch nicht besonders viel geboten, doch das Hauptaugenmerk liegt ja sowieso auf den Puppen. Diese agieren so, wie man das gewohnt ist und Chucky darf einen bösartigen Spruch nach dem anderen heraushauen. Auch die neue Puppe Glen(da) erfüllt ihren Zweck vollkommen. Dass sich viele Schauspieler selbst spielen, sorgt nebenbei für den ein oder anderen netten Seitenhieb auf Hollywood. Für eine tiefgründige Figurenzeichnung ist da selbstverständlich kein Platz.
 
 
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Über den Unterhaltungswert kann man sich dann überhaupt nicht beklagen, denn in „Chuckys Baby“ ist ständig etwas los. Die Geschichte wird schnell vorangetrieben und legt niemals Pausen ein. Das Treiben ist zwar überhaupt nicht spannend, legt den Fokus aber ja sowieso viel mehr auf Humor und deshalb ist das nicht schlimm. An Action mangelt es definitiv nicht und an Gewalt ebenso wenig. Obwohl der Splattergehalt nie größer war, ist die deutsche Freigabe ab 16 Jahren trotzdem gerechtfertigt, denn die Effekte sind völlig over the top. Da fließt literweise Blut und realistisch wirkt daran überhaupt nichts. Schön ist, dass die meisten Effekte von Hand stammen und da verzeiht man es auch gerne, dass nicht alles optimal aussieht. Nach 86 Minuten Laufzeit ist der Spaß dann schon zu Ende und Längen sind da eigentlich keine zu verbuchen.
Score und Soundtrack erfüllen ihren Zweck und sind passend ausgefallen.
 
 
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CHUCKYS BABY – Fazit

 
 
 
7 Punkte Final
 
 
„Chuckys Baby“ ist purer Nonsens und gibt sich völlig als Groteske. Wer hier noch nach Horror sucht, wird definitiv nicht fündig. Wer hingegen schwarzen Humor haben will und es verkraften kann, dass es manchmal sehr albern wird, befindet sich an der richtigen Adresse. Die Handlung ist zwar relativ simpel, wird aber durch viel Einfallsreichtum aufgewertet und der ganze Meta-Humor ist ebenfalls gelungen. Am Ende steht und fällt „Chuckys Baby“ mit dem Humor des Zuschauers, denn Geschmackssache ist diese neue Herangehensweise schon. Da jedoch einige Treffer bei den Gags vorhanden sind, es schön splatterig wird und Chucky einfach Spaß macht, überwiegen doch die positiven Seiten. Gute Darsteller braucht es da nicht zwangsläufig, aber der Film hat immerhin eine tolle Jennifer Tilly zu bieten. Die Inszenierung sitzt und der Unterhaltungswert ist teilweise schon sehr gut. Nicht jeder wird das gut finden, aber die Neuausrichtung funktioniert überraschend gut und wer die Reihe danach weiterhin verfolgte, weiß ja auch, dass es noch mal ernster werden sollte!
 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Chuckys Baby“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren. Das betrifft die R-Rated-Fassung (Kinoversion) ebenso wie die Unrated-Fassung genannter Slasher-Komödie. Letztere wurde erst 16 Jahre nach Veröffentlichung der R-Rated-Fassung synchronisiert und im Zuge der HD-Premiere auf den deutschen Markt gebracht. Die Unrated-Fassung beinhaltet nicht mehr Gewalt. Stattdessen gibt es einige Dialogszenen mehr zu begutachten.
 
 
 


 
 
 

CHUCKYS BABY – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) Constantin Film (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Seed of Chucky; Großbritannien | Rumänien | USA 2004

Genre: Horror, Komödie

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Deutsch DTS-HD MA 2.0, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bild: 1.85:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 87 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Unrated-Fassung (HD, 87:15 Min.), R-Rated-Fassung (HD, 86:22 Min.), Nur für die Ratedfassung: Audiokommentar mit Regisseur Don Mancini und Schauspielerin Jennifer Tilly, „Hell-iday“ – Das Familienalbum (3:25 Min.), Making of „Chuckys Baby“ (18:44 Min.), Interview mit den „Chucky-Stars“ (4:25 Min.)

Release-Termin: KeepCase: 02.09.2021

 

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CHUCKYS BABY – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei Constantin Film)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da (1990)
 
Chucky 3 (1991)
 
Chucky und seine Braut (1998)
 
Curse of Chucky (2013)
 
Cult of Chucky (2017)
 

Filmkritik: „Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen“ (2020)

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INCISION – KLEINE EINSCHNITTE, GROSSE SCHERZEN

(INCISION)

Story

 
 
 
Nachdem die junge Alexa vor ihrer eigenen Schönheitsoperation zurückgewichen ist, gelangt sie zusammen mit einigen Freunden in die wahnsinnigen Hände eines Chirurgen.

 
 
 


 
 
 

INCISION – Kritik

 
 
Das Intro informiert uns mit schnell geschnittenen Zeitungsartikeln darüber, dass von 2014-2018 scheinbar ein wahnsinniger Chirurg sein Unwesen getrieben und mindestens 13 Patienten umgebracht hat. Um diesen Klischee-Opener zu vervollständigen, darf ein Opfer mit zugenähtem Mund sich nun noch schreiend im Spiegel beäugen, bevor ein kitteltragender Klischee-Antagonist, im Halbdunkeln stehend, dies mit „Beautiful!“ kommentiert. Als nächstes werden unzusammenhängende HD-Aufnahmen eingelegter Föten und Körperteile reißerisch und unmotiviert aneinander gereiht, wozu lahme, charakterlose, vage düstere Musik den unterdurchschnittlichen Ersteindruck untermauert. Medizinisches Besteck wird gezeigt, eine rostige Patientenliege, blablabla.
 
 
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Wie prinzipiell haltbare Ideen an inszenatorischem Unvermögen scheitern können, zeigt dann der nächste Abschnitt: Unsere schlecht gespielten, stereotypen, uninteressanten, jungen, reichen Protagonisten werden optisch ansprechend in hübschen, lichtdurchfluteten Luxuswohnungen inszeniert, hören exzellent produzierte sowie stimmig gewählte Musik und sogar an etwas Charakterisierung versucht sich der Film – doch die nach jeder Szene folgende Schwarzblende tötet jede Spannung und bremst massiv aus, die Dialoge sind schlecht geschrieben und deutlich zu leise abgemischt, inhaltlich wird auch auf der Stelle getreten. Vereinzelt genutzte Drohnenaufnahmen oder Chorgesänge reihen sich in die Liste der irritierenden, unzusammenhängenden Editing-Entscheidungen, immerhin tut sich nach knapp einer viertel Stunde audiovisueller Berieselung aber etwas, da eine Festplatte voll Musik drauf verschwunden ist.
 
 
„My family has lived here for generations!“
 
 
Besagte Festplatte wird kurzerhand geortet und befindet sich laut App nicht weit von der Gruppe, in einem alten Haus. Eine bemühte, pseudoemotionale Szene am Strand später, kann tatsächlich die irritierende, unberechenbare, leicht beunruhigende, wenn auch oft gesehen Performance der überfreundlichen alten Dame punkten, bei der Kenny, ein kiffender, blonder Surferboy, versucht das Eigentum seines Freundes zurück zu bekommen. Dieser hingegen könnte sein Anliegen nicht egaler sein, guckt sie stattdessen doch nur ihre Arzt-Soap, beleidigt die Schauspielerinnen lauthals als Huren, bietet ihm einen Brownie an – sprich, lenkt vom eigentlichen Geschehen ab. In diesen kurzen Szenen, mit der unlogischen, aber hübschen Beleuchtung, dem leicht atmosphärischen Sounddesign und der unberechenbaren Situation, gewinnt der Film tatsächlich so etwas wie Charakter – doch sobald Kenny das Wohnzimmer wieder verlässt und in einem unordentlichen Raum voll Diebesgut und Schaufensterpuppen (seufz) auf ein furchtbar schauspielendes Kind trifft, sowie auf einen Hünen mit Lederhemd, der aussieht wie ein Ex-Wrestler mit Drogenproblem, beginnt die Talfahrt.
 
 
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Und hört auch nicht mehr auf – Hand auf die Kamera, Kenny ist ausgeknockt, nach 28 Minuten macht die Gruppe sich auf den Weg zum Haus, mit weiteren Schwarzblenden. Die. Nach. Jeder. Szene. Das. Tempo. Drosseln. Grenzenlos dämlich wird es nun an der Haustür, da die Gruppe um Rapper Calvin $oundz zwar anfänglich misstrauisch, vorsichtig und zurückhaltend vermeidet, in das Haus einzutreten, doch dann nach einem einzelnen „Ich muss auf Toilette!“ von der Freundin nicht nur ohne weitere Bedenken in das Wohnzimmer tritt, sondern auch mir nichts, dir nichts den angebotenen Scotch trinkt. Wie soll man hier mitfiebern, wenn sich bereitwillig in diese vorhersehbare, von Anfang an strange und unangenehme Situation begeben wird?
 
 
„We make people beautiful!“
 
 
Unfreiwillig komisch wird es innerhalb weniger Minuten nun an zwei Stellen, da sowohl der overactende, absurd euphorisch und künstlich herumrufende Junge „Timothy“, der „Becca“ bedrängt, gespielt von Caylee Cowan, die man aus „Willy’s Wonderland“ kennen kann, als auch der abgeschmierte Hüne mit seinen debilen, affigen Kopfbewegungen zu keiner Sekunde ernst genommen werden kann. Was nicht so schlimm wäre, würde dieser trashige Käse sich nicht so ernst nehmen – doch statt Selbstironie oder Comedy hagelt es stattdessen nicht funktionierende Jumpscares, langweilige Sets, Klischee-Dialoge, peinliches Overacting von James Allen Brewer als Mad Doc – und natürlich Gewalteinlagen.
 
 
„Insane? I’m going to make you beautiful!“
 
 
Das eine Motiv, das dieser Film kennt, ist das der Schönheitsoperation gegen den eigenen Willen, die eine Anweisung, die die Schauspieler bekommen haben, war „Sei verängstigt/Sei böse und gruselig!“, das eine „Horrorelement“, das dieser strunzlangweilige, ausgelutschte Nicht-Horrorfilm präsentiert, ist also natürlich krude Gewalt. Das fängt mit einem handgetricksten, heraushängendem Augapfel am Sehnerv noch halbwegs vielversprechend an – doch mit absurd schlechten CGI- Beinstümpfen, die in einer dunklen Szene fast schon leuchten so künstlich sehen sie aus, sowie weiteren wenig überzeugenden, sehr kurzen Gewaltmomenten nach Schema F, werden auch hier Tiefen der Inkompetenz erreicht. Doch auch wenn die Gewalt effektiver wäre, was würde es nutzen? Niemand interessiert uns, mit niemandem kann man mitfühlen oder sich identifizieren
 
 
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Der Soundtrack wird dabei regelmäßig ohrenbetäubend laut und impliziert eine Intensität und Spannung, der dieser belanglose, komplett unoriginelle Pseudo-Folterfilm einfach zu keiner Sekunde gerecht werden kann. In einer trashigen, billigen Umgebung gilt es lahmes Schauspiel und endlose, langweilige Monologe des Doktors zu ertragen, dazu viel Schluchzen aber keine Charakterbögen oder -fortschritte. Dass der Hüne es im Laufe dieses unmotivierten, generischen Stationen Abklapperns wirklich schafft, sich durch ein paar peinlich genuschelte Dialogzeilen noch weiter lächerlich und unbedrohlich zu machen, gar von einer Kopfnuss ausgeknockt wird, macht nach einer geschlagenen Stunde Laufzeit schon fast keinen Unterschied mehr.
 
 
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Wäre das Finale noch in irgendeiner Form spektakulär, neu, spannend, mutig oder unterhaltsam, „Incision“ hätte für seine kurze Laufzeit, die wenige Gewalt ohne CGI und die erfreulich wenig exploitative Inszenierung vielleicht noch 3 Punkte einheimsen können – doch weil Gegner ausgeknockt, aber nicht umgebracht, Waffen liegen gelassen, altbekannte Slasher-Pfade bis zum Erbrechen durchexerziert werden – darum reicht es dafür einfach nicht mehr. Die Kombination vom verrückten Doktor mit klassischer Musik hat man auch noch nie gesehen, ein unfreiwillig komischer Sägentanz noch, mehr bemerkenswert grausames Kinderschauspiel, die obligatorische Ankündigung, dass es noch nicht wirklich vorbei ist – und dann war es das auch schon wieder, 77 auf der Stelle vergessene Minuten Zeitverschwendung.
 
 
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INCISION – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
Fast schon bemerkenswert ideenloser, unorigineller, unfähiger, unblutiger, nie wirklich unterhaltsamer B-Horror ohne Spannung. „Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen“ ist wenig blutiger Pseudo-Horror mit Klischees, Tropen, Abziehbildern und handwerklichen Mängeln wo überall man nur hinschaut.
 
 


 
 
 

INCISION – Zensur

 
 
 
Trotz Folterthematik hatte „Incision – Kleine Einschnitte, große Schmerzen“ Glück mit der FSK-Prüfung. Der Film ist ist ungeschnitten und frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

INCISION – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Incision; USA 2020

Genre: Horror, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 80 Minuten

FSK: Keine Jugendfreigabe (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 20.08.2021

 

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INCISION – Trailer

 
 


 
 
 

Alexander Brunkhorst

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Turistas (2006)
 
Slashed – Aufgeschlitzt (2016)
 
Plastic (2012)
 
Daddy’s Girl (2018)
 

Filmkritik: „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ (2020)

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SAKRILEG – STELL‘ DICH DEINER ANGST

(SACRILEGE)

Story

 
 
 
Für vier Freundinnen wird ein entspanntes Wochenende auf dem Land zum Albtraum, als sie in die Fänge einer Sekte geraten.

 
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Kritik

 
 
Wenn man mal gerade keine originelle Idee für einen Horrorfilm hat, kann man ja einfach die Sonnenwende verwursten. Hat ja bei einigen Vorgängern auch schon funktioniert. Wenn einem dann noch das Budget fehlt, macht man den Film einfach ziemlich billig – Irgendjemand wird es schon kaufen! So oder so ähnlich muss die Grundidee von „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ gewesen sein, wobei das Werk wenigstens ein paar Qualitäten besitzt.
 
 
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Vier Freundinnen wollen eigentlich ein entspanntes Wochenende in einem luxuriösen Landhaus verbringen. Als sie einen Anhalter aus dem Dorf mitnehmen, erzählt dieser vom Sonnenwendfest und lädt die Mädels ein. Sie kommen auch und sind nicht schlecht überrascht, als sie eine Götzenstatue mit Hirschkopf erblicken. Trotzdem ist der Abend ganz lustig, doch die Freundinnen wissen noch nicht, dass er Konsequenzen haben soll.Die Handlung hat leider nicht viel zu bieten. Mit der Sonnenwende hat das Ganze eigentlich nichts zu tun und man hat dies nur genutzt, um eine Prämisse zu erschaffen. Auch um die Opfergaben dreht sich das alles selten. Stattdessen werden die Freundinnen mit der Zeit mit ihren Ängsten konfrontiert, was man nicht besonders originell verpackt hat. Sowieso mangelt es dem Drehbuch an Einfällen. Das gab es so zuvor alles schon etliche Male und Eigenständigkeit besitzt das keine.
 
 
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Dies alleine muss ja noch kein Todesurteil für einen Horrorfilm sein, denn mit einer tollen Inszenierung kann selbst das langweiligste Skript noch interessant werden. Leider kommt „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ allerdings ziemlich billig daher. Für David Creed, der auch das Drehbuch selbst schrieb, war es der erste Langfilm und man kann deutlich erkennen, dass der Mann mit mehr Budget auch bessere Bilder hervorzaubern hätte können. So schlecht ist seine Inszenierung nämlich gar nicht mal. Gerade die langsamen Kamerafahrten über die Wälder sehen schick aus. Das Fest wechselt optisch dann zwischen skurril und lächerlich. Manche Dinge sehen gut aus, manche wirken viel zu kitschig. Insgesamt ist die Inszenierung etwas zu langsam, aber aus rein handwerklicher Sicht hat man da doch noch etwas herausgeholt. Nicht mal die Effekte sind schlecht und das obwohl sie teilweise aus dem Computer stammen. Besonders brutal wird es allerdings nicht. Der Film wurde in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch gibt es eine kleine Portion Splatter zu sehen und damit kann man schon zufrieden sein.
 
 
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Woran es „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ jedoch mangelt, ist Atmosphäre. Da wird zwar versucht eine bedrohliche Stimmung aufkommen zu lassen, doch dies gelingt zu selten. Richtiger Horror kommt nicht oft auf und obwohl der Streifen total düster ist, lässt den Zuschauer das meistens kalt. Das liegt auch mit an dem nicht besonders hohen Unterhaltungswert. Dabei wurde die Laufzeit mit 83 Minuten sogar relativ gering gehalten. Trotzdem geschieht während diesen Minuten einfach zu wenig. Die Einleitung zieht sich ziemlich in die Länge und bis das Szenario endlich mal los legt, ist bereits die erste Hälfte vergangen. Immerhin bietet das Finale noch einen Hauch von Spannung und ist recht temporeich ausgefallen.
 
 
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Die Darsteller kann man leider nicht gerade loben, wobei sie ihre Sache auch nicht katastrophal machen. Die Leistungen gehen für einen Film in dieser Preisklasse noch in Ordnung und sind nicht störend schlecht ausgefallen, wirken aber auch niemals besonders glaubwürdig und überzeugend. Die Figurenzeichnung passt sich dem an. Dass es mal vier Freundinnen sind und sich keine Männer in der Gruppe befinden, ist ein sympathischer Ansatz. So gibt es auch nicht die typischen Blödeleien unter Kerlen. Viel gemacht, hat man daraus trotzdem nicht und die Charaktere bleiben sehr farblos. Ein Mitfiebern mit den Figuren ergibt sich deshalb nicht, aber immerhin bekommt der Zuschauer ein wenig Lesbensex zu sehen, was die Schauwerte noch minimal höher werden lässt.
 
 
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SAKRILEG – Fazit

 
 
 
4 Punkte Final
 
 
„Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ ist ein überraschungsarmer, simpler Horrorfilm, der kaum punkten kann, aber auch nicht ärgerlich schlecht ausgefallen ist. Das Drehbuch kann man vergessen, denn es kommt ohne Inspiration daher, doch die handwerkliche Arbeit ist gar nicht mal so schlecht. Es entstehen ein paar Bilder, die man sich gerne anschaut und auch die Effekte sind passabel. Mit mehr Budget hätte daraus sicher noch mehr werden können, doch leider bemerkt man an vielen Stellen, dass der Film einfach ziemlich günstig war. Mit den nicht besonders überzeugenden Darstellern kann man noch leben und das Finale ist gar nicht mal schlecht, aber die Atmosphäre verbreitet zu wenig Bedrohung, die Figurenzeichnung ist zu belanglos und der Unterhaltungswert nicht hoch genug, da „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ alles in einem zu langsam und ereignislos ist. Für Horror-Allesschauer vielleicht noch einen Blick wert, ansonsten eher als seichte Einschlafhilfe geeignet!
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Zensur

 
 
 
Die deutsche Fassung von „Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst“ ist ungeschnitten und frei ab 16 Jahren.
 
 
 


 
 
 

SAKRILEG – Deutsche Blu-ray

 
 
 
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(c) White Pearl Movies (Blu-ray im KeepCase)

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Sacrilege; Großbritannien 2020

Genre: Horro, Mystery, Thriller

Ton: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1

Untertitel: keine

Bild: 2.39:1 (1080p) | @23,976 Hz

Laufzeit: ca. 86 Minuten

FSK: FSK16 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Blu-ray im Keepcase

Extras: Original + Deutscher Trailer, Trailershow

Release-Termin: KeepCase: 03.09.2021

 

Sakrileg – Stell‘ dich deiner Angst [Blu-ray im KeepCase] ungeschnitten auf AMAZON kaufen

 
 


 
 
 

SAKRILEG – Trailer

 
 


 
 
 

Benjamin Falk

(Rechte für Grafiken liegen bei White Pearl Movies)

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Midsommar (2019)
 
Wrong Turn (2021)
 
The Ritual (2017)
 
The Other Lamb (2019)
 
Jackals – Wir alle müssen Opfer bringen (2017)