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Filmkritik: „The Pack“ (2015)

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THE PACK

Story

 
 
 
Auch tierliebende Menschen sind nicht vor den Launen der Natur sicher. Im Horrorfilm THE PACK geht es einer verschuldeten Familie an den Kragen, die auf ihrer Farm von einem Rudel wilder Hunde attackiert wird. Man versucht zu entkommen, doch leider wird jeder Fluchtversuch von den tollwütigen Bestien unterbunden. Was folgt ist ein unerbittlicher Kampf zwischen Mensch und Tier, der am Ende nur einen Sieger kennt.
 
 
 


 
 
 

THE PACK – Kritik

 
 
 
Das Böse auf vier Pfoten – Home Invasion mal anders. Diesmal sind es keine Psychopathen, Serienkiller oder maskiere Teenager, die einer ahnungslosen Familie nichts Gutes wollen. In diesem Horror-Thriller warten wilde Hunde vor der Haustür verängstigter Bürger, die aus unerklärlichen Gründen nur eines im Sinn haben: knurren, töten und fressen. THE PACK ist Tier-Horror für (fast) die ganze Familie, der im Frühjahr 2015 auf dem Filmfestival in Cannes zum ersten Mal gezeigt wurde und hierzulande im Zuge des FANTASY FILMFESTES seine Deutschlandpremiere feierte. Leider ist der Terrorstreifen dort beim Publikum nicht sonderlich gut angekommen, was hauptsächlich am schläfrigen Inszenierungsstil von Regisseur NICK ROBERTSON gelegen hat, der in seinem Regiedebüt Spannung mit Tiefschlaf verwechselt. Keine guten Vorraussetzungen für einen Genrefilm, der eigentlich in erster Linie Angst einjagen und nicht zum Einschlafen verleiten soll. Umso mehr verärgert die Titelgebung. Die verwirrt nämlich den Zuschauer unnötig, weil sie suggeriert, dass es der Horrorfan hier mit einer unnötigen Neuauflage zu tun bekommt. Dem ist natürlich nicht der Fall. THE PACK hat nichts mit dem gleichnamigen Tier-Horror aus dem Jahre 1977 gemeint, der hierzulande als DIE MEUTE vermarktet wurde und mit ähnlicher Handlung Nervenkitzel bescheren konnte.
 
 
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Von Nervenkitzel ist im vorliegenden Horrorfilm keine Spur. Stattdessen wird die dünne Geschichte um selten nachvollziehbare Handlungenverläufe bereichert, die daran zweifeln lassen, dass die Macher das auch ernst meinen, was sie da auf Film gebannt haben. Warum in Gottes Namen verlässt man das Haus, wenn man weiß, dass draußen aggressive Killerhunde lauern? THE PACK ist ein Film der Fragen aufwirft. Nicht nur aggressive Köter haben aus unerklärlichen Gründen ihren Gehör- und Geruchssinn verloren. Auch mit den Protagonisten des Films scheint etwas nicht zu stimmen, handeln die zu keiner Zeit nachvollziehbar oder taktisch klug. So versucht man sich selbst in Gefahr zu bringen, um anschließend irgendwie gebissen oder attackiert zu werden. Nein, THE PACK ist kein sinnbefreiter Trash mit schlechten Effekten. Was da an Logikfehlern über die Mattscheibe flimmert, entspring tatsächlich dem Geist eines ambitionierten Drehbuchautors, der entweder noch nie einen Horrorfilm gesehen hat oder bewusst versucht Fans dieses Subgenres zu verärgern. Geglückt ist ihm Letzteres alle Mal, denn auch wenn Regisseur NICK ROBERTSON viele Ungereimtheiten mit immerhin atmosphärischer Optik und hektischen Schnitten zu überspielen versucht, gehört THE PACK zweifelsohne zu einem der dümmsten Tierhorrorfilme, die das Kinojahr 2015 hervorgebracht hat.
 
 
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Ein Grund mehr an dieser Stelle auf einen ähnlich gestrickten Horror-Thriller zu verweisen, der bereits 2010 unter der Regie des Amerikaners CARLOS BROOKS entstanden ist. In BURNING BRIGHT – TÖDLICHE GEFAHR lässt man einen Tiger auf einen Teenager und dessen autistischen Bruder los, die sich im Haus des Stiefvaters gegen die Attacken der hungrigen Kreatur zur Wehr setzen müssen. Entstanden ist ein packendes und zugleich schweißtreibendes Katz-und-Maus-Spiel, das beispielhaft zeigt, wie wichtig konsequenter Spannungsaufbau für einen Horrorfilm ist. Nach dem sucht man in THE PACK leider vergebens. Stattdessen tragen sich die teils behäbig in Szene gesetzten Ereignisse haargenau so ab, wie in bereits all den Tier-Schockern, die seit den 70ern Kinos und Wohnzimmer unsicher machen. Umso bedauerlicher, dass Regisseur NICK ROBERTSON und Drehbuchautor EVAN RANDALL GREEN viel Aufwand in die Charakterisierung ihrer Figuren (darunter ANNA LISE PHILLIPS aus HEADHUNT) investiert haben, denen in THE PACK eine angemessene Tiefe zuteil wird. Vergeudete Arbeit, hat doch dieser Horror-Schnarcher – mal abgesehen von dummen Ideen – nichts, was positiv im Gedächtnis haften bleibt. Enttäuschend!
 
 
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THE PACK – Fazit

 
 
 
5 Punkte Final
 
 
 
Ein Home-Invasion-Thriller der vierbeinigen Art, dem es vor allem an einem mangelt: Originalität und Logik. Wer auch beim Horrorfilm den Grips nicht ausstellen kann, der sollte THE PACK meiden. Hier verhalten sich nicht nur Killerhunde komisch; auch die Protagonisten stellen sich selten dämlich an. Während man anfänglich noch um eine angemessene Tiefe aller Figuren bemüht ist und die Spannung konstant zu steigern versucht, fällt das zuvor akribisch erdachte Handlungsgerüst wie ein Kartenhaus in sich zusammen, sobald die bösen Hunde vor der Haustür knurren. Die besitzen plötzlich weder Geruchs- noch Gehörsinn und springen wie Superdog durch Autoscheiben, um Menschen zu reißen. Aber auch die Opfer sind von Sinnen. So bleibt man nicht hinter schützenden Mauern und bemüht sich um Hilfe, sondern läuft nach draußen geradewegs ins Visier der Hunde. Kopfschütteln ist in THE PACK Programm, bekommt es der Zuschauer hier mit einem behäbig inszenierten Tier-Grusler zu tun, der kaum Überraschungen zu bieten hat und mit unglaubhaften Handlungsverläufen zugemüllt wurde. Wer glaubt hier geht es blutig zu irrt. Schauwerte sind Mangelware. Die reduzieren sich auf Nahaufnahmen von Hundemäulern und blutverschmierte Gesichter wehrloser Opfer, die im Todeskampf um Hilfe winseln. Letztendlich gehört THE PACK trotz stimmiger Optik zu den enttäuschendsten Tierhorrorfilmen, die man in Filmjahr 2015 zu sehen bekommen hat. Viel Potenzial war vorhanden, welches nicht ansatzweise ausgeschöpft wurde. Umso mehr sollte man noch einmal ähnliche gestrickte Filme Revue passieren lassen, die böse Hunde bedeutend besser und gruseliger in Szenen gesetzt haben: THE BREED, CUJO oder DIE MEUTE.
 
 


 
 
 

THE PACK – Zensur

 
 
 
Jene Szenen in denen Menschen vor der Kamera von Hunden zerfetzt werden sind so hektisch und konfus geschnitten, dass man kaum etwas erkennen kann. So bekommt man teils nur knurrende Hundemäuler und blutverschmierte Gesichter von Opfern zu sehen, die um ihr Leben winseln. Ein geschickter Schachzug, um den teuren Einsatz von Spezialeffekten umgehen zu können. Weil die Morde von Tieren ausgeht, dürfte THE PACK von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Prüfbehörde bei Tier-Horrorfilmen immer sehr gnädig Freigaben verteilt hat.
 
 


 
 
 

THE PACK – Trailer

 
 

 
 

Marcel Demuth

 
 
 
Ähnche Filme:
 
Cujo (1983)
 
Wolf Town (2010)
 
The Breed (2006)
 
Die Meute (1977)
 
Der Tod kommt auf vier Pfoten (1993)
 
Rottweiler (2004)
 
Killerhunde (1976)
 
Man’s Best Friend (1993)
 

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Filmkritik: „Rottweiler – Zum Killen dressiert“ (1982)

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ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT

Story

 
 
 
Vom Militär zum Töten dressierte Rottweiler können aus einem Transporter entkommen und terrorisieren eine Kleinstadt…
 
 
 


 
 
 

ROTTWEILER – Kritik

 
 
 
… daher wohl auch der deutsche Titel BLOODLINE – ZUM KILLEN DRESSIERT. Doch WORTH KEERERS Low-Buget-Gurke hört auf viele Namen. So lautet der Originaltitel des Streifens DOGS OF HELL oder ROTTWEILER: THE DOGS OF HELL. Das Internet ist sich diesbezüglich nicht schlüssig. Worüber man sich jedoch sicher sein kann ist, dass Regisseur KEERERS mit seinem ROTTWEILER keinen guten Film gemacht hat. Hätten die Macher ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT um 15 Minuten gestrafft, so hätte aus dem Streifen ein durchaus annehmbares B-Movie werden können. So hat man leider einen Horrorfilm vorliegen, der sich wie Kaugummi zieht und bei dem man als Rezensent so gar nicht recht weiß, wie man das Interesse des Lesers für dieses Machwerk wecken soll. Das Setting des Films ist im Grunde recht beschaulich. Filme, die in einer Kleinstadt spielen, bieten meist eine sehr geborgene Atmosphäre, auch wenn es sich meist um einen schaurigen Horrorfilm handeln mag. Doch leider ist ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT nun mal nicht CUJO (1983) oder MAN’S BEST FRIEND (1993), denen darüber hinaus auch ein wesentlich größeres Budget zur Verfügung gestanden hat und die von größeren Studios unterstützt wurden. Wirklich überraschend ist die Tatsache, dass ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT damals in 3D in die US-Kinos gebracht wurde, obwohl 3D-Filme auch schon damals teurer waren als gewöhnliche 2D-Produktionen. Viel 3D-Feeling kommt jedoch nicht auf. Hier und da wird etwas in Richtung Kamera geworfen – das war’s dann aber auch schon. Da in den 80er Jahren noch mit anaglyphen 3D gearbeitet wurde (welches allerdings so gut wie gar nicht funktioniert hat) dürften auch die Zuschauer, die den Film seinerzeit im Kino sahen, recht enttäuscht den Saal verlassen haben. Genauso enttäuscht werden auch Zuschauer sein, die weit 30 Jahre nach Entstehung ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT das erste Mal in den Heimkino-Player legen, schließlich ist dieses trashige Unding alles andere als ein unterhaltsamer Streifen.
 
 
 


 
 
 

ROTTWEILER – Fazit

 
 
 
2 Punkte Final
 
 
 
ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT ist ein zäher und unspektakulärer Tier-Horrorfilm den man sich nicht ansehen sollte. Selbst Claudio Fragassos MONSTER DOG (1984) weiß da noch den Zuschauer besser zu unterhalten. Nicht zuletzt, weil in diesem Rock-Legende Alice Cooper mitspielt.
 
 
 


 
 
 

ROTTWEILER – Zensur

 
 
 
Ob ROTTWEILER – ZUM KILLEN DRESSIERT ungeschnitten veröffentlicht wurde ist nicht bekannt. Immerhin wurde die Indizierung des Streifens im Frühjahr 2014 aufgehoben, denn nach heutigen Maßstäben würde der Filme ohne Probleme eine Jugendfreigabe erhalten. Dennoch hat der aktuelle Rechteinhaber keine Neuprüfung veranlasst. Die aktuelle DVD-Veröffentlichung aus dem Hause EDEL GERMANY ist somit frei ab 18 Jahren.
 
 
 


 
 
 

ROTTWEILER – Deutsche DVD

 
 
 
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(c) Edel Germany GmbH

 
 
 

TECHNISCHE DATEN


Originaltitel: Dogs of Hell; USA 1982

Genre: Thriller, Horror

Ton: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Keine

Bild: 2,35:1

Laufzeit: ca. 89 Min.

FSK: FSK18 (ungeschnittene Fassung)

Verpackung: Amaray mit alternativem Wendecover

Extras: Keine

Release-Termin: 20.06.2014

 
 
ROTTWEILER – ZUM KILLER DRESSIERT wurde am 20. Juni 2014 von EDEL GERMANY hierzulande das erste Mal auf DVD veröffentlicht. Die FSK-18-Freigabe entspricht noch den alten “Standards“ der FSK. Der Film würde heute locker mit einer Freigabe ab 12 Jahren durchgehen. Außer einem Wendecover mit dem Motiv der alten VHS-Kassette bietet die VÖ keinerlei Extras. Ein großes Manko ist die Bildqualität. Der Film sieht auf DVD leider so aus, als hätte man ihn von einer alten Videokassette kopiert. Auch das Bildformat muss mal selbst einstellen.
 
 

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ROTTWEILER – Trailer

 
 
 

 
 

Sam Freissler

 
 
 
Ähnliche Filme:
 
Cujo (1983)
 
Monster Dog (1984)
 
Man’s Best Friend (1993)